All language subtitles for Versailles.S03E05.German.DL.1080p.BluRay.x264-iND

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Original subtitles

(unruhige Musik)

Herzlich willkommen.

- Ich bitte um Nachsicht, Euer Hoheit. - Ich weiß.

Ist schon gut.

Aber die Bedürfnisse, die Seine Hoheit haben...

Wir sind nun zusammen.

Von diesem Augenblick an, gibt es niemand anderen mehr als Euch.

Und das ist mein Versprechen an Euch:

Ich werde Euch helfen, Eure Bestimmung zu erfüllen.

Gemeinsam werden wir jeden bekämpfen, der Euch im Weg steht.

Messieurs.

Begrüßt Madame de Maintenon als ständiges Mitglied meines Rates.

Nun zum Tagesgeschäft. Louvois?

Wie unsere Beobachter berichten,

erneuern Straßburg und Luxemburg ihre Befestigungen.

Offenbar bricht Kaiser Leopold die Vereinbarungen.

Lasst meine Truppen im Dunkeln an den Stadtmauern Kanonen abfeuern,

um ihnen Gottesfurcht einzuimpfen und Leopold von Spanien abzulenken.

(Louvois) Hervorragende Idee.

Marchal, was wissen wir über unseren ungeladenen Gast?

Unsere Informanten sagen,

dass Monsignore di Marco eine makellose Vergangenheit hat.

Und warum schickt der Vatikan ihn hierher?

Bleibt in seiner Nähe, Bontemps.

Gewiss, Euer Hoheit.

Ich glaube, Ihr habt gute Nachrichten, Colbert?

Ein Händler ist eingetroffen aus dem Osten.

Er verspricht Reichtümer, an die wir bisher nicht herankamen.

Er kommt aus dem Osmanischen Reich.

Faszinierend.

Damit unsere Wirtschaft blüht,

müssen wir über Religion und Herkunft hinwegsehen, Euer Hoheit.

(Maria Theresia, entfernt) Zur Seite! Ich verlange eine Audienz beim König!

Ihr missachtet Eure Königin?

(Bontemps) Euer Majestät, der Staatsrat tagt.

Zum Teufel mit der Etikette! Ich will mit meinem Gemahl reden!

Ich hoffe, für diesen launischen Auftritt gibt es eine Erklärung.

Urteilt selbst, wenn Ihr mich angehört habt.

(unheilvolles Dröhnen)

Ihre Majestät will die Entschlossenheit des Königs testen.

Ich weigere mich, Eure Missachtung länger hinzunehmen.

Ihr seid von rein symbolischem Wert.

Ihr steht für die Verbindung mit Spanien.

Ich bin Eure Frau, keine Ware, mit der Ihr Handel treibt.

Als Pfand seid Ihr von Wert.

Aber Euer Verrat bedeutet, dass jede Beziehung hinfällig ist.

- Ihr sprecht von Verrat? - Euer Benehmen...

Ihr habt mich immer wieder gedemütigt, vor der gesamten Hofgesellschaft.

Ihr habt mich seit dem Tag unserer Hochzeit betrogen,

doch wenn ich einen Fehler mache, könnt Ihr mich wie Luft behandeln?

(dissonante Klänge)

Ja.

Ich habe Leopold beigewohnt, und das war eine Sünde.

Und ich bin hier, um zu beichten.

Doch ich habe nicht Euren Thron verraten.

Deshalb wollte ich mit Euch reden.

Um die Wahrheit zu sagen und zu sagen, dass es mir leidtut.

(dramatische Musik)

(Titelmelodie von M83)

(melancholische Elektro-Popmusik)

Was ist passiert? Wie geht es Euch?

Niemand will mir etwas sagen.

Mir wurde etwas schwindelig.

- Vermutlich nur der Einfluss des Mondes. - Ich bin so erleichtert.

Ich habe mich überanstrengt, aber ich bin wieder bei Kräften.

Seine Hoheit wünschen, dass Ihr im Bett bleibt.

Ihre Majestät hat genug Blut verloren. Verdammte Ärzte.

Liselotte, ich wünschte, alle in Versailles wären wie Ihr.

Dann wäre ich aber nichts Besonderes.

Ihr hattet Streit mit dem König?

Ich war vielleicht zu ehrlich.

Wie hat er darauf reagiert?

Ohne Zweifel lacht er nun über mich.

Ich glaube kaum, dass er das tut.

Ach, meine Liebste, was würde ich nur ohne Euch machen?

(betet leise) Credo in Spiritum Sanctum,

sanctam Ecclesiam catholicam,

Sanctorum communionem,

remissionem peccatorum...

(Bontemps räuspert sich)

Ich hoffe, Versailles bietet Euch angemessenen Komfort, Monsignore di Marco?

In meinem Orden geben wir nichts auf die Bedürfnisse des Fleisches.

Bitte sagt es mir, wenn ich etwas für Euch tun kann.

Kardinal Leto lässt Euch grüßen, Monsieur Bontemps.

Ich glaube nicht, dass der Kardinal und ich uns kennen.

Aber Ihr habt eine langfristige Vereinbarung mit ihm.

- Warum seid Ihr hier? - Als Vorsichtsmaßnahme.

Ihr könnt wieder nach Rom zurückkehren

und dem Kardinal sagen, das ist unnötig.

Aber Ihr habt nicht mehr das Vertrauen des Vatikans.

Der Duc d'Orléans wird zur Plage.

Und Ihr seid nachlässig geworden.

(unheilvolles Dröhnen)

(Stimmengewirr, Streichmusik)

(Bontemps) Der König!

- (Liselotte) Nun ist es offiziell. - (Chevalier) Es scheint ganz danach.

Endlich hat sie gelernt, sich wie eine Mätresse des Königs zu kleiden.

Obwohl der Stoff von schlechtem Geschmack zeugt.

Ist das der Abschied von der grauen Maus?

Darunter hat sich schon immer eine Wölfin verborgen.

Es ist geschmacklos, sie öffentlich zu präsentieren, wenn die Königin krank ist.

Das macht er nur, um mich zu demütigen.

Die kann er doch nicht ernstlich begehren.

Sie ist alt, gewöhnlich und öde.

Er will mich in seinem Bett haben. Das weiß ich.

Wenn der König Euch wollte, hätte er Euch.

Ihr werdet bemerkt haben, Bayım Barek,

dass hier kein Mangel an Seide und Gewürzen herrscht.

Aber was ich Seiner Majestät anbiete, geht darüber hinaus.

Es ist ein Handelsnetz, eine Wirtschaftsinfrastruktur.

Das Beherrschen der Handelswege nach ganz Europa brächte enormen Gewinn.

Wir können die feinsten, kostbarsten Waren aus Persien und dem Fernen Osten liefern.

Nach Frankreich und noch weiter.

Und wir können französische Waren

auf den gleichen Wegen nach Asien exportieren.

Reden wir unter vier Augen.

Ein Agent der Osmanen in Versailles. Ihr zeigt große Tapferkeit.

Oder Dummheit.

- Mein Angebot ist ehrlich. - Macht keine Spielchen mit mir, Barek.

Warum seid Ihr wirklich hier?

Sultan Mehmed teilt Eure Antipathie gegenüber Kaiser Leopold.

Er betet dafür, dass der Feind seines Feindes sein Freund wird.

Er wünscht, nach Wien vorzurücken und er erbittet Eure Unterstützung.

Er will, dass ich ein islamisches Reich gegen ein christliches unterstütze?

Darf ich Seine Majestät daran erinnern,

dass Sein Großvater eine fruchtbare Allianz mit Sultan Ahmed hatte?

Fahrt mit Euren Handelsgesprächen fort.

Aber unter strengster Geheimhaltung.

Ich werde Euch rechtzeitig antworten.

(Tür wird geöffnet)

(spannungsvolle Musik)

(ruhige Musik)

(düsteres Dröhnen)

Der Gefängnisdirektor ist aufgetaucht.

Ach ja? Was hat er gesagt?

Er war tot.

Sein Leib mit einem einzigen Schnitt geöffnet.

Weil wir mit ihm gesprochen haben.

Das halte ich für wahrscheinlich.

Er hat Bescheid gewusst.

Deshalb wurde er ermordet.

Jemand weiß, was wir tun. Jemand im Palast beobachtet uns.

Wenn das so wäre, wüsste ich davon.

Was ist mit Bontemps?

Er ist der Einzige, der mit dem Direktor zu tun hatte.

Das macht ihn wohl kaum zum Mörder.

Bontemps ließ in der Hütte etwas verschwinden, damit ich die Spur verliere.

Und er hat mich wegen Macquart belogen, zusammen mit meinem Bruder.

Bontemps wäre zu einem Mord nicht fähig.

Nicht mal auf Befehl des Königs?

Solche Befehle würden in meinen Aufgabenbereich fallen.

Außer Louis hätte Grund, es auch vor Euch geheim zu halten.

Bontemps würde alles tun, um den König zu schützen.

Habe ich recht?

Wir sollten das sofort mit ihnen besprechen.

Nein.

Dies ist nicht mehr nur eine Nachforschung.

Genau davon spreche ich. Zwei Männer wurden getötet. Ich war fast der dritte.

Umso mehr Grund, mit dem König zu reden.

Aber ich traue dem König nicht.

Was habt Ihr über den Dolch erfahren?

"Diaboli mors" bezieht sich auf eine Bibelstelle.

Gewiss, aber was ist mit dem Symbol?

Das ist unser einziger Hinweis.

Meine liebe Françoise, Ihr habt Euer Licht unter den Scheffel gestellt.

Ich probiere nur eine neue Mode.

Und feiert Euren Aufstieg?

- Das Vertrauen des Königs ehrt mich. - Und ich freue mich, glaubt mir.

Während Eurer Abwesenheit wurde er ungeduldig mit uns.

- Mit dem Hofadel? - Mit den Protestanten bei Hofe.

Er hat ohne erkennbaren Grund Augustin de Puy einsperren lassen.

- Der König hat immer einen guten Grund. - Dann irrt der König.

Zu gewissen Themen sollte man seine Meinung für sich behalten.

Ich bin es, Françoise.

Ich bitte nur um Fürsprache für den armen Augustin.

Damit will ich den König nicht behelligen. Er ist sehr beschäftigt.

Dann sollte er sich nicht länger für Gott halten.

Der König ist Gottes Stellvertreter auf Erden.

Wieso sieht er sich dann vom protestantischen Glauben bedroht?

Vielleicht ist es Gottes Absicht.

Es steht mir nicht zu, für einen der beiden zu sprechen.

Meine Güte. Was ist mit Euch geschehen?

Ich habe abgelegt, was ich einmal war.

- Ich weiß, was Ihr wart. - Und bin, wer ich sein muss.

Ihr wart eine von uns.

Und es ist töricht, seine Vergangenheit zu leugnen.

- Ist die Königin wieder bei Kräften? - Sie ist stabil.

Der Arzt erwartet ihre Genesung.

- Aber ihr macht etwas zu schaffen. - Jeder hat sein Kreuz zu tragen.

Was ist Eures, Madame?

Ich möchte mich demütigst entschuldigen, Euer Hoheit.

Ihr dürft keine Geheimnisse mehr vor mir haben.

Nein, aber ich habe mich geirrt.

Um in Gottes Reich zu kommen...

...muss man wiedergeboren werden.

Nur, dass ich jetzt erste verstehe, wie.

Zur Buße für meine Vergehen muss ich meine Vergangenheit ablegen.

Meine Sünden wurden aufgedeckt.

Meine dunkle Zeit war während meines Lebens als Protestantin.

Ich danke dem Herrn, dass Ihr konvertiert seid.

Aber Ihr hattet recht.

Sie wagen es, Euren heiligen Status infrage zu stellen.

Monsieur de Puy hat ausgesprochen, was sie alle denken.

Und Ihr selbst wisst,

dass Ihr von Gott auserwählt seid.

Vielleicht muss ich es ihnen dann auch zeigen.

Vor zwei Jahren hat eine Galeone die Segel nach Amerika gesetzt.

Das Schiff wirkte stabil. Der Kapitän erklärte es für seetüchtig.

Aber er hat ein paar Larven gefunden.

Ganz wenige nur.

Einige paar winzige Larven, wie harmlose blinde Passagiere.

Das Schiff überquerte den Ozean.

Als aber bei der Rückfahrt die Segel gesetzt wurden,

da zerbröselte der Hauptmast.

Die scheinbar harmlosen Larven entpuppten sich als Holzwurm.

Und der Schiffskörper war durchsiebt.

Von innen zerfressen.

Die Zeit, diese Bedrohung zu bekämpfen, wäre vor der Abreise gewesen.

Man hätte leicht ein paar Balken ersetzen können.

Sein Fehler war, dass er die Gefahr ignoriert hat.

Auch wenn sie noch so gering erschien...

wurde sie zu einem Befall.

(unheilvolles Dröhnen)

Ich möchte mich bevorzugt mit dem Protestantenproblem befassen.

Zunächst mit einer Auflistung der Protestanten unter meinem Dach.

Aber...

sie sind immer loyal und fügsam.

Ihr Glaube ist privat...

zwischen dem Individuum und Gott.

Sie bestreiten die natürliche Ordnung.

Sie zweifeln an der Autorität des Papstes

und Seiner Majestät als unseren von Gott gewählten König.

Jeder Hugenotte ist eine Bedrohung,

da er den gleichen Glauben hat wie Wilhelm von Oranien.

Nichtsdestoweniger...

möchte ich Euer Majestät bitten, nachsichtig zu bleiben.

Und wenn es nur wegen der Steuern ist.

Seine Majestät möge auch berücksichtigen, dass Gesetze in Kraft sind,

die die Rechte aller Glaubensrichtungen betreffen.

Warum so ängstlich und zaghaft?

Ich bin ein vernünftiger Mensch. Ich will nicht grausam sein.

Wir wollen ihnen helfen, ihren Fehler einzusehen

und sie ermutigen, zur einzig wahren Kirche zurückzukehren.

So ist es.

Macht daher alle protestantischen Geschäftsleute aus und teilt ihnen mit,

dass der König ihnen gewogener sein wird, wenn sie konvertieren.

Und wenn sie das nicht tun?

Ihr Schicksal liegt in ihren Händen.

Nun müssen wir eine Frau als engsten Berater des Königs akzeptieren.

Ich sehe da kein Problem.

Ich sehe viele, wenn er weiter unsere Vorschläge zurückweist.

Weil Ihr dann mehr arbeiten müsst?

Ich schenke dem König bereits jede wache Minute.

Ich gebe zu, dass wir bei dem neuen Arrangement wachsam sein müssen.

Wachsam? Wir sollten dagegen Sturm laufen.

Das Edikt von Nantes ist dazu da, um solche Minderheiten zu schützen.

Wenn der König das für nichtig erklärt, ist nicht zu sagen, wohin das führen wird.

Ratet Ihr zum Aufstand?

Ich schlage dem Rat vor, Irrglauben abzulehnen.

Das ist Bigotterie.

Der König hat seine Gründe.

Es ist unsere Aufgabe, ihn zu unterstützen.

Unsere Aufgabe ist es, das Richtige zu tun.

(Marchal) Einen Moment, Monsieur Bontemps.

Ich habe etwas zu erledigen.

Ich wollte Euch über einen Mord informieren.

Ihr kennt den Direktor der Bastille?

Und weshalb ist das von Belang?

Ich frage mich, ob Ihr jemanden kennt, der ihm den Tod wünschte.

Da dürfte es bei seiner Aufgabe viele geben.

Darf ich Euch daran erinnern,

dass Eure Aufgabe der Schutz der königlichen Familie ist?

Das ist sie natürlich immer.

Die Königin ist erkrankt.

Habt Ihr die Möglichkeit einer Vergiftung ausgeschlossen?

Guten Tag, Monsieur Marchal.

"Diaboli mors". Der Tod des Teufels.

Das ist mir bei meinen Studien untergekommen.

Dann steht es also in der Bibel?

Sollte man meinen, ja.

Aber die eigentliche Geschichte steht in den Apokryphen.

Einer Sammlung heiliger Schriften,

die die Kirche für problematisch hält.

Aber das Symbol...

(Phillipe) Habt Ihr das schon mal gesehen?

In den Akten des Vatikan. Das Symbol einer alten Sekte.

Die Ritter von Damaskus vom Dritten Kreuzzug, glaube ich.

Die waren ein Geheimorden mit angeblich nur einem einzigen Ziel:

die Katholische Kirche zu schützen und von ihren Feinden zu befreien.

Ungestraft.

(bedrohliche Klänge)

(dunkle Klänge)

(Di Marco) Wofür betet Ihr, Monsieur Bontemps?

Um Erlösung von dem Bösen.

Ich wünsche, den Gefangenen zu sehen.

Darüber rede ich an diesem Ort nicht.

Ihr müsst überhaupt nicht reden, nur zuhören.

Nein, Ihr hört jetzt mir zu.

Ich halte diesen Palast am Laufen.

Und meine Dienste sind exklusiv für den König.

Es gibt eine höhere Autorität,

der gegenüber wir uns beide verantworten müssen.

Ihr werdet mich zu dem Gefangenen bringen, sobald Ihr es einrichten könnt.

(Glockengeläut)

(Jeanne) Wir sind zusammengekommen,

um unseres guten Freundes Olivier zu gedenken.

Der so grausam von uns gerissen wurde.

Und wir beten, oh Herr,

dass Du ihm Frieden gibst...

und Deine Hand über seine Familie hältst.

- Amen. - (alle) Amen.

(Jeanne) Du Ärmste.

Geht's wieder?

Das kommt aus dem Palast. Eine Warnung, was uns bevorsteht.

(lacht spöttisch)

Nicht nur, dass er unsere Freunde tötet. Jetzt will er, dass wir abschwören.

- Das ist eine leere Drohung. - Wir wissen, wozu er fähig ist.

- Wir müssen uns zur Wehr setzen. - Jeanne.

Was hast du denn vor? Abschwören, um dem König zu gefallen?

- Geh wieder an die Arbeit. - Solange noch welche da ist.

(unheilvolle Musik)

(Di Marco) Ich werde den Gefangenen allein befragen.

Warum ist er gefesselt?

Zu seiner eigenen Sicherheit.

Ihr werdet draußen warten.

Ich beschütze diesen Mann schon mein ganzes Leben.

Ich werde nicht zulassen, dass er jetzt leidet.

Der König wird meine Qualen bald beenden.

(Bontemps) Der König weiß nichts davon. Und so wird es bleiben.

- Ein ungebetener Gast. - Ich weiß jetzt, was du tust.

Und du willst an meinem Tisch essen?

Du hast den römischen Kirchenmann nach Versailles eingeladen.

Wozu sollte ich das tun?

Weil ich denke, dass du dem Vatikan näher sein willst, als du zugibst.

Ist das eine weitere Vorstellung deiner fiebrigen Fantasie?

Gib mir eine richtige Antwort.

Ich habe dich in den Staatsrat berufen, weil du scheinbar reif bist.

Gib mir keinen weiteren Grund, es zu bereuen.

Wieso hält der Vatikan den Mann mit der eisernen Maske fest?

Mein lieber Philippe,

seit dem Schlag auf den Kopf ist dein Verhalten unberechenbar,

manchmal alarmierend.

Diese Verrücktheit muss aufhören.

Ich brauche dich an meiner Seite, nicht auf verlorenem Posten.

Ich verliere dich, Bruder.

Ich fürchte, ich bin es, der dich verliert.

Bruder.

(Delphine) Erwartet man von uns, dass wir nichts tun?

(Chevalier) Akzeptiert die Welt, in der wir leben und macht eine heitere Miene.

Mehr bleibt Euch nicht übrig.

Ich mag nicht, dass mein Name auf einer Liste steht.

Um meinen Neffen sorge ich mich. Seine ganze Zukunft könnte in Gefahr sein.

Durch einen katholischen Federstrich.

Wie bei allen anderen katholischen Geschäftsleuten.

Zu diesem Thema:

Ich habe daran gedacht, zu konvertieren. Wir haben vielleicht etwas gemeinsam.

Ihr würdet Protestant werden?

Nun ja...

Natürlich nicht, wie die Dinge im Augenblick stehen.

Aber gewiss ist es nun das einzig Vernünftige,

dass Ihr Katholikin werdet.

Ihr kennt mich wirklich überhaupt nicht.

Ich kenne Euch sogar überaus genau.

Wir hatten Sex. Glaubt nicht, dass Ihr deshalb mein Herz gewonnen habt.

Aber wenn...

wir beide heiraten würden als Katholiken,

dann würde das Eure Position bei Hofe festigen.

Ich brauche keinen Mann.

Ich würde Euch nicht heiraten, wenn Ihr das letzte Exemplar auf Erden wärt.

Ah, der berühmte Schuhmacher, allein im Palast.

- Habt Ihr Euch verlaufen? - Nein.

Ich hatte eigentlich gehofft,

mit dem Duc d'Orléans reden zu können.

- Vielleicht kann ich Euch helfen. - Also...

Ich bin ein stets loyaler Bürger.

Ich diene dem Palast, so gut ich kann.

Aber ich fürchte, mein Geschäft zu verlieren...

weil ich Protestant bin.

- Ihr habt Glück, mein Junge. - Ach wirklich?

Ich möchte für meine gesamte Infanterie Stiefel in Auftrag geben.

Ja, das wäre ja ganz wunderbar.

Der Auftrag gehört Euch, und zwar auf Dauer.

Unter einer Bedingung... Dass Ihr abschwört.

(düsteres Dröhnen)

Hast du den Duc d'Orléans gesprochen?

Das hat keinen Zweck. Es läuft nur auf eins hinaus.

Dann möge es so sein. Wir schaffen das schon.

Mir wurde ein Vertrag mit der Armee angeboten.

Das würde das Geschäft auf Jahrzehnte sichern.

Aber?

Guillaume.

- Schwörst du deinem Glauben ab? - Hör mir zu.

- Ich kann es nicht glauben. - Es sind doch nur Worte.

Nur Worte? Vor Gott.

Angesichts der Widrigkeiten muss man praktisch denken.

Du würdest allem abschwören, wofür Vater stand.

Vater war Geschäftsmann. Er wusste, wie solche Dinge laufen.

Ja. Und er wusste, dass Prinzipien wichtiger sind als Geld.

Ich würde das nicht nur für mich tun, auch für unsere Leute.

Sie waren loyal, auch in schlechten Zeiten Wir können ihre Arbeitsplätze erhalten.

Sie werden dankbar sein.

Die interessieren dich überhaupt nicht.

Es geht nur um dich.

Du willst reich werden.

Solange du nur zu Versailles gehören kannst.

Ich werde dieser Erpressung des Königs nicht nachgeben.

Wenn du noch einen Rest Mut hast, dann tust du das auch nicht.

(Guillaume seufzt)

Mit welchen weltbewegenden Problemen ringen wir heute?

Es geht um Herzensangelegenheiten. Das würdet Ihr nicht verstehen.

Der Chevalier de Lorraine hat sich verliebt.

- Hat er einen neuen Spiegel geklaut? - Nein.

In die Duchesse d'Angers.

Er?

In eine Frau?

Sie haben weniger Ausdauer, bieten aber mehr Möglichkeiten.

Ich bin noch anwesend.

Die Königin wünscht Euch zu sehen, Madame.

Redet nicht ohne mich über pikante Angelegenheiten.

(sanfte Musik setzt ein)

Müsst Ihr irgendwo hin?

Irgendwo anders hin.

Ich versuche nicht, Euch zu verführen.

Ich hatte nur gehofft,

wir könnten ohne Verbitterung miteinander reden.

Also?

Wie ist es Euch ergangen?

Ich hatte viel zu tun. Und Euch?

Mehr schlecht als recht.

Was macht Euer Liebesleben?

- Es gibt nur mich. - Ah...

Die wahre Liebe, die einen Mann nie enttäuscht.

Seid Ihr wirklich in diese Frau verliebt?

Ich weiß nicht.

Ich kann mich nicht mehr an dieses Gefühl erinnern.

Jetzt fühle ich mich fantastisch, danke.

Es war aber schön.

Das weiß ich noch.

Einen Grund zu haben, morgens aus dem Bett zu steigen.

Oder liegen zu bleiben.

Also, wo ist das Problem?

Sie erweist sich als Herausforderung.

Ich weiß nicht, was ich sagen soll, um sie zu überzeugen.

Am besten sagt gar nichts.

Findet einen Weg, es ihr zu zeigen.

(Maria Theresia summt vor sich hin)

(Tür wird geöffnet)

Wie schön, Euch zu sehen, meine Teuerste.

Ich fühle mich wunderbar.

Wie ein neuer Mensch.

Ihr wünschtet mich zu sehen, Euer Majestät?

Ja, ich habe den Appetit einer Armee. Begleitet Ihr mich zu einem Festmahl?

Mit großem Vergnügen.

Ich habe das Gefühl, ich hätte die Freuden von Versailles verpasst.

Heute trinke ich Wein. Ganz viel Wein.

Wenn Ihre Majestät das wünschen.

Aber zunächst wünschen Ihre Majestät ein Bad.

Mit duftenden Rosenblüten.

Meine Liebe. Was in aller Welt tut Ihr da?

(Maria Theresia) Ich amüsiere mich.

Eine Facette des Lebens, der ich mich zu lange verweigert habe.

Wollt Ihr mit mir in die Wälder ausreiten?

Vielleicht sollte der Arzt sich dazu äußern.

Wollt Ihr nicht mit mir ausreiten?

Wenn Ihr mich noch einmal anfasst, sage ich es Mutter.

(verschwommener Laut)

Sie ruft mich.

Hört Ihr sie nicht?

(verschwommene Klänge)

Ich komme zu Euch.

Ich umarme Euch, mein himmlischer Engel.

- (Arzt) Ihr müsst... - Lasst mich los, verdammtes Schwein!

Ich bin nicht Eure Gefangene!

Ich höre, wie Ihr flüstert.

Ich sehe Euer Grinsen. Ich weiß, was Ihr vorhabt.

Mich fesseln und das Leben aus mir herauspressen.

(beängstigende Klänge)

Was passiert mit mir?

Was passiert mit mir?

(wispert) Was passiert mit mir?

Was passiert mit mir?

Was passiert mit mir?

Was passiert mit mir?

- Sie ist von einem Dämon besessen. - Geht weg!

Haltet ihre Beine.

(Maria Theresia schreit ächzend)

(Bossuet) Ich habe mir die Königin angesehen.

Ich glaube, dass sie tatsächlich besessen ist...

von einem bösen Geist.

(Liselotte) Sie ist krank.

Es ist ihr eigener Geist, der sie quält.

Und es ist ohne Zweifel kein Gift?

Der Arzt hat es ausgeschlossen.

Ihr müsst zur ihr gehen, Hoheit. Sie leidet.

Ich muss dringend davon abraten.

Solche Geister können nur durch Exorzismus behandelt werden.

Nur die Macht Gottes kann die austreiben und ihre Seele retten.

Das kann schmerzhaft werden für das Opfer,

aber es ist die einzige Möglichkeit.

Wisst Ihr, wer die Königin am Tag vor ihrer Krankheit gesehen hat?

Ich möchte den Namen jedes Bediensteten, der die letzte Woche bei ihr war.

(Chevalier) Wir tappen im Dunkeln, Louvois.

Kann es wahr sein?

Unsere Königin ist von einem bösen Dämon besessen?

Ihr wisst so gut wie ich,

dass es keine gottesfürchtigere Person im Palast gibt.

(spannungsvolle Klänge)

Warum seid Ihr so ängstlich?

Wir alle haben Angst.

(spannungsvolle Musik)

- Ihr habt mich erschreckt. - Vielleicht war das meine Absicht.

Wann habt Ihr die Königin zuletzt gesehen?

Ich komme von ihr. Die arme Seele leidet fürchterlich.

- Und bevor sie erkrankt ist? - Habe ich sie im Salon getroffen.

Warum?

Die Kammerfrau behauptet, Ihr wart in der Nacht in der Nähe ihrer Gemächer.

Ja. Ja, gewiss.

Das war mir entfallen.

Was habt Ihr da gemacht?

Sie hat mich gesucht. Ich verlaufe mich immer in diesem Palast.

- Die Duchesse ist mir zu Hilfe gekommen. - Ja.

Ich begleitete die Prinzessin zu ihren Gemächern und legte mich schlafen.

Allein.

Dieser Unmut steht Euch nicht, Duchesse.

Wollt Ihr es mir nicht erzählen?

- Ich weiß nicht, wovon Ihr sprecht. - Was habt Ihr bei ihren Gemächern gemacht?

- Ich wollte nur mit ihr sprechen. - Warum ließet Ihr mich für Euch lügen?

- Es schien mir zweckdienlich. - Ich glaube Euch nicht.

- Ich sage es Monsieur Marchal. - Ihr tut, was ich Euch sage.

- Ihr könnt mir keine Angst machen. - Ich vielleicht nicht, aber Leopold.

Ihr arbeitet für meinen Onkel?

(schreiend) Wo ist der König?

Wo ist der König?

Seine Hände sind die Klauen einer feigen Bestie!

Seine Zunge ist eine giftige Schlange!

(Bossuet betet auf Latein, Maria Theresia kreischt)

Seine Hände sind die Klauen einer feigen Bestie!

Seine Augen sind die Gruben in der Hölle,

in denen alle Sterblichen enden,

um Höllenqualen auszustehen!

Bis in alle Ewigkeit!

Sie leidet furchtbar, Euer Hoheit.

Ihr müsst zu ihr gehen. Sie braucht Euch.

Aber was kann ich für sie tun?

Zeigt ihr Eure Gottseligkeit.

Was habt Ihr mir angetan? Ich bitte Euch!

Lasst mich los.

(Bossuet betet auf Latein)

(Maria Theresia) Verschwindet! Ihr habt mich belogen!

(Maria Theresia schluchzt)

Mein Fleisch verbrennt.

Ich flehe Euch an. Gebt mir Frieden.

(schluchzend) Gott!

(Maria Theresia atmet flatternd)

(Maria Theresia flüstert wirr)

Beruhigt Euch.

Friede sei mit Euch.

Kehrt zu mir zurück.

Ich danke Euch.

(Bossuet) Der König...

hat den Dämon vertrieben.

Es ist ein Wunder.

(träumerische Musik)

(Louvois räuspert sich)

Die Königin ist immer noch schwer krank.

Aber ihre Seele wurde gerettet.

Der König hat ein Wunder vollbracht.

Was für eine wunderbare Nachricht.

Angeblich hat er sie mit eigenen Händen geheilt.

Ich habe es selbst gesehen. Gott der Herr handelt durch ihn.

Hervorragend.

Dann ist jetzt vielleicht der richtige Augenblick,

sich mit einer Bitte an ihn zu wenden.

Wisst Ihr, ich habe über den Umgang mit den Protestanten nachgedacht.

Natürlich halten wir das alle für eine gute Idee.

Wie dem auch sei, ich hoffe,

Seine Majestät würde gegenüber Einzelnen nachsichtig sein.

Wie der Duchesse d'Angers.

Ihr Neffe hat eine vielversprechende Zukunft mit gefärbtem Glas.

Vielleicht.

Als Katholik.

Ich habe gebetet, Ihr wäret von Herzen gewillt...

einem alten Freund zu helfen.

An dieser Stelle sei gesagt,

Eure Dienste als Zeremonienmeister werden nicht mehr benötigt.

Aber... der König hatte mich berufen.

Der König hat völliges Vertrauen in mein Urteil.

(düstere Musik)

(Glockengeläut)

(leise, spannungsvolle Musik)

(entfernter Laut)

(düsterer Klang)

Seine Majestät sollten erfreut sein.

So viele bedeutende Protestanten sind zur richtigen Erkenntnis gekommen.

Ich segne Euch für Eure Weisheit... und Ergebenheit.

Ich begrüße Euch wieder in der einzigen wahren Kirche.

(Bossuet) Corpus Christi.

(eindringliche Musik)

Corpus Christi.

Corpus Christi.

Corpus Christi.

Corpus Christi.

Amen.

(Phillipe) Ich weiß, wer Ihr seid.

Ritter von Damaskus.

(düstere Musik setzt ein)

(kämpferischer Ruf)

(beide keuchen)

(Phillipe schreit auf)

(dramatische Musik)

(Phillipe schnappt nach Luft)

(Musik verklingt)

(Musik setzt pulsierend wieder ein)

(dramatischer Klang)

(Phillipe keucht)

(Klinge sirrt)

Wer ist der Mann mit der eisernen Maske?

(angestrengt) Der König ist nicht...

von Gott auserwählt.

(dramatische, düstere Musik)

(Maria Theresia) Ich kann Euer Gesicht nicht sehen.

Mehr Kerzen.

Es ist helllichter Tag, meine Königin.

Dann möge es so sein.

Werdet Ihr an meiner Seite sein?

Ich bin bei Euch.

Ich dachte, ich würde Angst haben.

Aber jetzt, wo die Dunkelheit sich nähert, habe ich keine.

Vielleicht, weil ich weiß, dass Gott mich aufnehmen wird.

Ich bewundere Eure Stärke.

Mein Glaube wurde oft auf die Probe gestellt.

Eurer ist gleichbleibend.

Und ich habe Euch nie glücklich gemacht.

Unser Leben war nicht dazu bestimmt.

Aber das heißt nicht, dass ich Euch nicht liebe.

Und Ihr bedauert nichts?

Nur eines.

Ich wünschte, ich könnte noch einmal den Sonnenaufgang in Madrid erleben.

Die Wärme der Heimat in meinem Gesicht spüren.

Könnt Ihr mir je verzeihen?

Ich sollte das von Euch erbitten.

Natürlich verzeihe ich Euch.

Wir alle sind Sünder.

Wir suchen uns dieses Leben nicht aus, wir tun in ihm unser Bestes.

Ihr seid ein Mann wie jeder andere.

Erinnert Ihr Euch noch an unsere erste Begegnung?

Natürlich.

Ihr habt gelächelt.

Ich hatte furchtbare Angst.

All diese starrenden, kalten Blicke.

Mir zitterten die Hände. Ich dachte, ich müsste sterben.

Aber Ihr habt gelächelt.

Nur ein wenig.

Da wusste ich, Ihr seid ein guter Mensch.

Ihr solltet öfter lächeln, lieber Louis.

Wie kann ich Euch danken?

Lasst uns einmütig beten.

Auch, wenn es nur für einen Augenblick ist.

(zarte Musik)

(dunkles Rauschen)

(Maria Theresia keucht)

Denkt immer an Euer Herz.

(sie atmet schwer)

(melancholische Musik)

Ich bitte nur um eins, oh Herr.

Für meine Frau.

Ich bitte Euch, gebt ihr Frieden.

(getragene Klänge)

(düsterer Unterton)

Euer Hoheit, die Königin...

(unheilvolle Klänge)

(treibende Musik)

(Louis seufzt genussvoll)

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