All language subtitles for Versailles.S03E10.WEB-DL.NF.deu

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Original subtitles

Guten Morgen.

Guten Morgen.

Beschäftigt Euch etwas, meine Liebe?

Ich ging gestern glücklicher denn je zu Bett.

Doch dann erwachte ich.

Verzeiht mir.

Ihr müsst Euch nicht entschuldigen.

Ich weiß, wie viel Ihr für mich geopfert habt.

Ich habe alles, was sich ein König je wünschen könnte.

Außer einer Königin.

Deshalb habt Ihr mich heimlich geehelicht.

Was tut Ihr?

Um Euren Ruf zu schützen.

Zum Wohle der Krone.

Es genügt, dass wir beide die Wahrheit kennen.

Denkt Ihr manchmal darüber nach, was Ihr nach Eurem Tode zurücklasst?

Nur Asche und Erinnerungen, die verblassen?

Oder etwas, das bis in alle Ewigkeit bestehen bleibt?

Ihr habt bereits etwas erschaffen, das ewig währt.

Einen Palast.

-Ein Imperium. -Ja, aber zu welchem Preis?

Ich hole den Dauphin nach Versailles.

Es ist an der Zeit, dass er lernt, was es heißt, König zu sein.

Und Euer Bruder?

Was ist mit ihm?

Nun...

Vielleicht solltet Ihr ihn gehen lassen...

...und ihm seine Freiheit geben.

Warum sagt Ihr das?

Manchmal...

...ist es nicht die Zukunft, die uns im Wege steht.

Sondern die Vergangenheit.

Nein.

Die Macht, die uns vereint, ist stärker als die, die uns trennt.

Ich brauche ihn.

Und er braucht mich.

Es geht um Monsieur Marchal, Majestät.

-Man hat ihn gesehen. -Wo?

In der Stadt während der Tumulte am Vorabend.

Majestät?

Wir müssen davon ausgehen, dass er alles weiß.

Er kam selbst auf die Verbindung zwischen Euch und dem Gefangenen mit der Maske.

Trotz seiner früheren Loyalität ist er nun zu einer tödlichen Bedrohung geworden.

Schickt Musketiere aus.

Sie sollen jedes Haus und jeden Winkel durchsuchen. Sie müssen ihn finden.

Ich kümmere mich persönlich um die Suche.

Majestät?

Und wenn er sich zur Wehr setzt?

Hallo.

Du willst zur Normalität zurückkehren?

Ja.

Es wäre schön, du würdest das auch.

Nein.

Ich habe eigene Pläne.

Welche Pläne?

Bastien.

Wir hörten von einer Wagenladung Musketen, die morgen den Palast verlässt.

Wir überfallen den Zug.

Bist du verrückt?

Man wird euch abschlachten wie Lämmer.

Dann reiße ich Louis' Männer mit in den Tod.

Musketiere!

-Seht oben nach. -Hier lang.

Darüber.

Wir suchen einen Flüchtigen.

Marchal.

Ihr seid ihm sicher schon begegnet.

Ehemaliger Kopf der königlichen Polizeigarde.

Er hat hier keine Freunde, aber wenn wir ihn sehen, erfahrt Ihr es als Erster.

Ein Säckchen Gold für denjenigen, der ihn ausliefert.

Der Tod durch den Strang allen, die ihm helfen.

Wenn ihr die Protestantin seht, die hier gearbeitet hat...

...rate ich euch, sie ebenfalls auszuliefern.

Natürlich.

Alles gut?

Hoffst du immer noch auf Normalität?

Geht runter zum Fluss.

-Durchsucht die Zollhäuser. -Ja, Herr.

-Wartet. -Hier entlang.

Bekommt ihn lebend in die Finger.

Wenn er sich jedoch wehrt,

tut, was Ihr tun müsst.

"Dank des unermüdlichen Einsatzes unserer Wachmannschaften

konnte eine Verschwörung protestantischer Anarchisten,

Seine Majestät zu ermorden, aufdeckt werden.

Die Streitkräfte Seiner Majestät sind gezwungen,

ihre Besitztümer zu konfiszieren und die Drahtzieher gefangen zu nehmen."

Wie viele?

Über 10 000 liegen in Ketten.

Sie sollen auf den Galeeren Dienst tun.

-Und die Pastoren? -Bisher 17 Hinrichtungen.

Ich möchte dem französischen Volk gegenübertreten.

Sie sollen mich nicht als ihren Peiniger sehen,

sondern als ihren Erlöser.

Und wie?

Durch die Tradition der Wundertätigkeit.

Ich werde dem Volk die Hand auflegen.

Den Zweiflern bringe ich Glauben.

Den Trauernden Trost und den Siechenden Heilung.

Das ist eine geniale Idee, Majestät.

Wird Seine Majestät das Volk für die Zeremonie in den Palast ordern?

Nein. Ich gehe zu ihnen.

Nach Paris?

Wenn sie sehen, dass ich ihnen vertraue, wissen sie, dass sie mir vertrauen können.

Majestät, ich muss Euch bitten, die Risiken des Unterfangens zu erwägen.

Das habe ich bereits. Ich habe auch die Risiken erwogen, es nicht zu tun.

Erfreut Ihr Euch an den guten Nachrichten, Junge?

-Wisst Ihr, wo de Lorraine ist? -Nein, Hoheit.

Ist das wahr?

Das ist die offizielle Version der Geschehnisse. Was spräche dagegen?

Es ist nur...

Ich sorge mich um meine Schwester.

Und um ihr Wohlbefinden.

Habt Ihr den Chevalier gesehen?

-Nein. -Tut uns leid.

Sie steht auf keiner Liste. Also hat sie nichts zu befürchten.

Ich danke Euch.

Nun denn, ich habe mir Gedanken über Eure Zukunft gemacht.

Die Gerberei kann nicht länger Euren Lebensunterhalt sichern.

Wir müssen eine Arbeit für Euch finden.

Mit Eurem militärischen Hintergrund

könntet Ihr eine Position in der königlichen Garde bekommen.

Ich werde mit dem König sprechen.

Es wäre eine Ehre.

Ich habe überall nach Lorraine gesucht. Wisst Ihr, wo er ist?

Genau da, wo er sein sollte, Euer Hoheit.

Im Kerker.

Majestät, Ihr seid zu weit gegangen.

Ich freue mich auch, Euch zu sehen.

Ihr habt nicht nur das Leben anständiger Protestanten zerstört,

Ihr sperrt auch einen Mann ein, an dem mir viel liegt.

Den Chevalier de Lorraine.

Seine Handlungen liefen den Befehlen des Königs zuwider.

Er zeigte einem unserer engsten Freunde Loyalität.

Daran mangelt es hier in diesen Tagen beträchtlich.

Ihr solltet Eure Worte sorgfältiger wählen, Schwester. Und Eure Freunde.

Ich flehe Euch an, Gnade walten zu lassen.

Er und die Duchesse werden nach Louisiana deportiert, sobald es möglich ist.

Er wird die Reise nicht überleben.

Ihr könntet ihn genauso gut gleich hinrichten lassen.

Lorraine handelt auf eigene Verantwortung. So wie wir alle.

Ich schenkte ihm mein Vertrauen,

und er entschloss sich, es zu missbrauchen.

Und nicht zum ersten Mal.

Wo wollt Ihr hin?

Zu meinem Gemahl.

Wollt Ihr mich aufhalten?

Ihr seid meine Schwester.

Hier ist Euer Zuhause.

Nicht mehr.

Wartet.

Seit Ihr erstmals Fuß in diesen Palast setztet,

wart Ihr eine Quelle der Ehrlichkeit und des Charmes.

Ohne Euch und meinen Bruder verliert Versailles ein Stück seines Glanzes.

Und ich verlöre einen Teil meiner Seele.

Ich weiß, dass ich Euer Vertrauen verloren habe.

Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als es zurückzugewinnen.

Ihr dürft nicht zulassen, dass sie geht, Majestät.

Sie kommt zurück.

Und ich bete dafür, dass sie nicht allein sein wird.

Glaubt Ihr, wir werden unser Lebtag hier drin verbringen?

Wenn der König sich Mühe gibt, findet er sicher etwas weniger Bekömmliches für uns.

Wache?

Papier und Feder, wenn Ihr so gütig wärt.

Wo wären wir wohl jetzt, wenn man uns nicht gefasst hätte?

-Über die Grenze nach Italien. -Italien...

Rom.

Die perfekte Mischung aus Verdorbenheit und Kultur.

Was macht Ihr da?

Ich schreibe der einzigen Person, die mich noch erhört.

Überbringt das unverzüglich Monsieur Colbert.

Was würden wir in Rom machen?

Wir würden leben, glücklich bis in alle Ewigkeit.

Nein.

Warum nicht?

Ihr beschreibt da einen verrückten Traum.

Was bliebe uns ohne die Hoffnung?

-Kein Lebenszeichen von ihm? -Noch nicht, Majestät.

Sie sollen weitersuchen.

Bischof, habt Ihr die Textstellen für die Wundertätigkeit studiert?

Ja, Majestät.

Diesen Sonntag ist der Herbstmond nicht weit.

Dieser Sonntag?

Der Zeitpunkt könnte nicht günstiger sein.

Die Gnade Gottes wird Euch gewiss sein.

Das Ereignis wird in die Annalen eingehen.

Hoffen wir, dass es aus den richtigen Gründen geschieht.

Es gibt Zweifler in unseren Reihen?

In der Stadt schlug mir viel Feindseligkeit entgegen.

Das Volk könnte Euch nicht die Dankbarkeit erweisen, die Ihr erwartet.

In Monsieur Marchals Abwesenheit gibt es Sicherheitsbedenken.

Dann nehmt Ihr seinen Platz ein,

bis ein geeigneter Nachfolger gefunden ist.

Ihr erweist mir eine große Ehre,

aber ich meine, wir haben bereits einen geeigneten Nachfolger.

-Nehmt ihn in unsere Dienste. -Majestät, ich muss...

Gott wird mich schützen.

Und Gott wird meinem Volk den rechten Weg weisen.

Verzeiht.

Alte Gewohnheiten lassen sich nur schwer ablegen.

-Sie suchten in der Gerberei nach Euch. -Ich weiß.

-Warum fürchten sie Euch so? -Sie halten mich für eine Bedrohung.

Seid Ihr das?

Wir brauchen Eure Hilfe.

Bei was?

Um den König aufzuhalten.

Er muss unserem Leiden ein Ende setzen.

Ihr vergeudet Eure Zeit.

Wenn Ihr Euch ihm in den Weg stellt...

...vernichtet er Euch.

Hört zu.

Wir sind nur ein wütender Pöbel, der nicht weiß, was er tut.

Aber mit Euch auf unserer Seite...

Das würde alles verändern.

Er schickte seine Männer, um Euch wie ein Tier zu erlegen.

Seid Ihr denn gar nicht wütend auf ihn?

Ihr habt uns schon einmal geholfen, warum nicht jetzt?

Ich habe mehr Blutbäder gesehen, als ein Mensch in seinem Leben sehen sollte.

Ihr seid ein Feigling.

Ich habe Menschen getötet, verstümmelt...

...eingesperrt, gefoltert und hingerichtet.

Manche waren schuldig, manche nicht.

Doch ich habe Familien zerstört.

Ich habe Kindern ihre Väter genommen.

Ich habe... Blut an meinen Händen.

Es ist an der Zeit, es abzuwaschen.

Dann tut das Richtige.

Oder lasst uns im Stich.

Doch lasst Ihr uns im Stich, lasst Ihr auch die Gerechtigkeit im Stich.

Kommt Ihr nicht zur Ratsversammlung?

Ich fühle mich nicht ganz wohl.

Bitte entschuldigt mich bei Seiner Majestät.

Meines Erachtens sind wohl Glückwünsche angebracht.

Wofür?

Für den tapferen Sieg über die todbringenden protestantischen Mörder.

-Ich gehorchte meinem König. -Ah.

Ich bitte Euch, gebt ihm dies.

Das sind die geschätzten Vermögenswerte aus seiner Heirat mit der Infantin.

Ich vertraue darauf, dass Ihr bald wieder wohlauf sein werdet.

Ja.

Schon allein, um das Richtige zu tun.

Einen guten Tag.

Euch auch.

Was lest Ihr? Den neuesten Reißer?

Wohl kaum.

Den größten Pessimisten der Welt. De La Rochefoucauld.

"Wie können wir wissen, was wir zukünftig wollen,

wenn wir nicht einmal wissen, was wir jetzt wollen?"

Klingt in meinen Ohren recht weise.

Hat Euch mein Bruder geschickt?

Nein, ich kam auf eigenen Wunsch.

Warum?

Um Euch heimzubringen.

-Das würde meinem Bruder gefallen. -Es ist nicht für ihn.

Sondern für mich.

Für den Chevalier.

Und für Euch.

Ich bin hocherfreut, dich zu sehen.

Man sagt mir, du seist klug und galant,

aber zu sehr mit der Jagd auf Mädchen und Füchse beschäftigt.

-Ich... -Keine Sorge.

In deinem Alter war ich auch so.

Er ist zu einem stattlichen jungen Mann herangewachsen,

mit königlicher Haltung.

Meint Ihr nicht, Madame?

Er ist ein Ebenbild seines Vaters.

Ich bin hocherfreut, Euch kennenzulernen.

Ich hoffe, wir werden Freunde.

Hast du deine Zunge verschluckt, seit ich dich letztmals sah?

-Nein, Majestät. -"Nein, Majestät."

Nenn mich doch Vater.

Ja... Vater.

Hattet Ihr ein Anliegen an mich?

Nein. Ich möchte lediglich Zeit mit dir verbringen.

Vater und Sohn.

Und es ist an der Zeit, dass du die Grundlagen lernst.

Mauern hochklettern und kokettieren machen aus dir keinen guten König.

Majestät, Ihr erinnert Euch an Guillaume?

Natürlich. Ihr habt meinem Bruder im Krieg das Leben gerettet.

Und Ihr habt Familie und Betrieb verlassen, um in Versailles zu leben.

Ich hoffe, das peinigt Euch nicht zu sehr.

Der Preis ist angemessen, wenn ich Seiner Majestät dienen kann.

Das ist mein Sohn.

Er ist Frankreichs Zukunft.

Mit dem Eintritt in meine Dienste gelobt Ihr,

ihn und meine Familie zu beschützen.

Auch wenn Ihr Euer Leben dabei aufs Spiel setzt.

Seid Ihr dazu bereit?

Sollte ich im Dienst sterben, wäre das ein ehrenvoller Tod.

Die erste Regel, wenn du König bist.

Umgib dich mit Männern, denen du vertrauen kannst.

Wollt Ihr wirklich den Rest Eures Lebens hier verbringen?

Ein trauriger Einsiedler, auf Euch gestellt und nur von Erinnerungen umgeben?

Der Chevalier möchte mich zurück?

Er braucht Euch.

Er sitzt im Gefängnis.

Erwischte man ihn beim Stehlen des Messweins?

Er warf sich in die Schusslinie von Musketieren,

die das Schloss der Duchesse d'Angers niederbrennen wollten.

Von dieser Tapferkeit wusste ich bis dato nichts.

Er hat sich verändert.

Vielleicht solltet Ihr Euch auch ändern.

Ich gehe zurück nach Versailles,

damit mich mein Bruder wie sein Schoßhündchen behandeln kann?

So ist er nun einmal.

Das wisst Ihr doch.

Er tut, was er tun muss. Er ist der König.

So wird er immer sein.

Das heißt nicht, dass er Euch nicht liebt.

Wir sind eine Familie.

Philippe.

Und Familien halten zusammen.

Der König lädt die Kranken und Siechenden zu einer Wunderheilungszeremonie ein.

Was?

Für wen hält er sich? Den Heiland?

Sieh sie dir an. Wie können sie das glauben?

Komm.

Gehen wir wieder an die Arbeit.

Warte. Warte mal kurz.

Siehst du denn nicht?

Was?

Das könnte unsere Chance sein.

-Um was zu tun? -Den König zu töten.

Euer Hoheit.

Madame.

Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, Ihr geht mir aus dem Weg.

Natürlich nicht.

Sollte die Hochzeit nicht mit gewisser Dringlichkeit behandelt werden?

Ihr müsst verstehen,

dass sich Seine Majestät um viele wichtige Dinge kümmern muss.

-Und dazu gehöre ich auch noch. -Selbstverständlich.

Auch wenn dem nicht so wäre, gäbe es genügend Anwärter.

Jeder geeignete europäische Prinz oder König sähe in Euch eine ideale Gemahlin.

Ich gebe mich nicht mit irgendeinem Prinzen oder König ab.

Ich bin am König von Frankreich interessiert.

So wie wir alle, Euer Hoheit.

Und nun entschuldigt mich bitte.

An Selbstbewusstsein fehlt es der Frau nicht.

Schickt sie zurück nach Portugal

und sagt ihrem Vater, Eure Entscheidung fällt nächstes Jahr.

Sie hierzubehalten nährte ihre Hoffnung...

-...bald Königin zu sein? -Ja.

Nein.

Das wird nicht geschehen.

Majestät?

Ich kann nicht länger zusehen, wie Ihr leidet.

Diese Mutmaßung kann nur auf eine Weise zerschlagen werden.

Hier hat sich nichts verändert.

Die königliche Familie!

Meine Güte, er hat sie geheiratet.

Denk daran, zeig dich demütig und selbstbewusst in gleichem Maße.

Meine Glückwünsche.

Erinnert mich daran, nie mit Euch Karten zu spielen.

Meine liebe Infantin, ich möchte Euch meinen Sohn vorstellen.

Es ist mir eine Ehre, Euch kennenzulernen, Hoheit.

Wie ich sehe, habt Ihr Eures Vaters Aussehen geerbt.

Hoffen wir, das gilt nicht für sein Benehmen.

Ihr solltet Euch näher kennenlernen.

Ich kenne schon sehr viele Menschen.

Ja, doch keiner von denen wird der nächste König von Frankreich.

Nun...

Ställe und Futter.

Eine Million.

Wäsche.

200 000.

Wein. 900 000.

Glücksspiel.

Zwei Millionen.

All das schuldet Ihr dem Palast von Versailles.

Doch dies ist eine Zeit des Frohsinns.

Aus diesem Grund erlasse ich Euch hiermit all Eure Schulden.

Lasst uns trinken und fröhlich sein. Aber...

Lasst uns auch derer gedenken, für die die Sterne nicht so gut stehen.

Den Menschen, die unsere Kriege kämpfen,

unsere Felder bestellen...

...und unser Brot backen.

Wir leben zusammen, leiden zusammen.

Und wir lieben zusammen.

Am Sonntag werden wir eine große Heilungszeremonie feiern.

Ich werde die Kranken und Bedürftigen segnen.

Wir feiern, dass wir nicht nur eine vereinte Nation sind...

Wir sind eine Familie.

-Auf den König! -Auf den König!

Ich hatte gehofft, dich heute hier zu sehen.

Guten Abend... Madame.

Es wäre mir lieber, wenn Ihr mich Schwester nennen würdet.

Wir haben gestern Abend geheiratet.

Dann ist sie Königin.

Nein.

Ich bin die Frau des Königs.

Meine Glückwünsche.

Du hast großen Mut bewiesen.

Das muss ich dir lassen.

Dürfte ich um ein Gespräch unter vier Augen bitten?

-Ich gratuliere. -Ich danke Euch.

Willkommen in der Familie.

Sollen wir Karten spielen?

Wie Ihr wünscht.

-Ich warne Euch, ich schummele. -Ich auch.

-Ich bin nicht wegen dir hier, Louis. -Nein?

Ich bin hier um meiner selbst willen.

Ich brauche dich an meiner Seite.

Es ist zu viel zwischen uns vorgefallen.

Ich stand dir immer bei, und was bekomme ich im Gegenzug?

Und was willst du?

Lorraine?

Befrei ihn, wenn dir das Vergnügen bereitet.

-Ich habe dir das Leben gerettet. -Wie das?

Ich fand unseren Vater und hinderte den Vatikan, uns zu vernichten.

-Ohne mich wärst du nicht hier. -Du hast nicht nur mein Leben gerettet.

Du hast unser Leben gerettet.

Du bist immer noch mein Bruder.

Und ich bin noch der König.

Oder nicht?

Ja, du bist noch der König.

Hältst du mir den Rücken frei?

Na los. Raus hier.

-Ich gehe nicht ohne sie. -Geht schon.

Ihr habt mir schon genug geholfen.

-Ich hole Euch raus. -Nun geht schon.

-Versprochen. -Geht!

Nun?

Wie geht es Euch?

Was glaubt Ihr wohl?

Ich dachte, ein wenig Fürsorge täte Euch gut.

Vielleicht nachdem Ihr ein Bad genommen habt?

Moment.

Glaubt Ihr wirklich, wir könnten einfach weitermachen,

wo wir aufhörten?

Ich dachte, Ihr... wäret dankbar.

-Ich tat Euch einen Gefallen. -Nein, Ihr tatet Euch einen Gefallen.

Was kommt als Nächstes? Sexuelle Gefallen?

Bin ich Eure Hure?

Ich habe anständig gehandelt, und das ist der Dank?

Wollt Ihr wirklich anständig handeln?

Dutzende Unschuldige sitzen hinter Gittern. Rettet doch die.

Hört mal.

Es gibt nichts, was Ihr für Delphine tun könnt.

Wir müssen versuchen, sie zu vergessen.

Und...

...das Beste aus dem zu machen, was wir haben.

Vielleicht ist Euch das möglich.

Mir nicht.

Ich bringe Euch etwas Nahrhaftes.

Frisches Obst.

So blieb meine Mutter gesund, bis sie 95 Jahre alt war.

Ich denke, dass Obst nichts mehr ausrichten kann.

Der König wünscht, Euch zu sehen.

Ich werde ihn nicht empfangen.

In diesem Falle würdet Ihr ihn beleidigen.

Wisst Ihr, was auf meinem Familienwappen steht, Louvois?

Nein.

Da steht:

"Pro rege saepe...

...pro patria semper."

"Das Land kommt vor dem König."

Niemand respektiert seine Majestät mehr als ich.

Aber er hat sich verändert.

Er weckt nun mehr Angst...

...als Liebe.

Er sorgt sich ernsthaft um Euch.

Ich sage es ein weiteres Mal.

-Ich empfange ihn nicht. -Aber Colbert...

Ich habe ihm mein Leben gewidmet.

Meinen Tod widme ich ihm nicht.

Mein ganzes Leben war auf diesen Moment ausgerichtet.

Ich darf nicht versagen.

Und das werdet Ihr auch nicht.

Glaubt Ihr an mich?

Mehr als je zuvor.

Majestät, ich würde meine Pflicht missachten,

würde ich Euch nicht mahnen, die Zeremonie abzusagen.

Und ich würde die meine missachten, hörte ich auf Euch.

Ich enttäusche mein Volk nicht.

Und ich bin kein Feigling.

Ihr begebt Euch in die Höhle des Löwen und riskiert Euer Leben in Paris.

Ich flehe Euch an, Majestät, tut das nicht.

Ich muss.

Der Dauphin wird hier im Palast bleiben.

Kontrolliert alle Häuser, bevor der König eintrifft.

Durchsucht alles und jeden nach Waffen.

Stationiert an jeder Straßenecke einen Mann.

Eure Männer sollen beim kleinsten Zweifel schießen.

Und denkt immer daran,

das Leben des Königs liegt in Euren Händen.

Was hat der denn?

Seid so freundlich und öffnet die Tür, wenn ich bitten darf.

Lasst Euch von niemandem aufhalten.

Er bringt Euch nach Amiens. Dort reitet Ihr über die holländische Grenze.

Wo wollt Ihr denn hin?

Ein mutiger Versuch.

-Bringt sie zurück in ihre Zelle. -Nein!

Lasst sie gehen.

Aber Euer Hoheit...

-Bringt sie fort. -Seine Majes...

Ihr habt... schon viel zu viel gesprochen für heute.

Ihr seid ein guter Mann.

Vergesst das nie.

Ich danke Euch.

Kommt.

Sehen wir zu, wie mein Bruder Gott spielt.

Der König wird gut bewacht sein.

Seine Männer haben sicher Schießbefehl. Also versaut es nicht.

Wenn ich das Zeichen gebe,

eröffnet ihr das Feuer auf Wachen und Musketiere.

Ich...

...schieße auf den König.

Ihr habt nicht die geringste Chance.

Ihr werdet niedergemäht, bevor Ihr abdrücken könnt.

Wenn Ihr Angst vor dem Tod habt...

...solltet Ihr lieber jetzt verschwinden.

Findet Ihr jedoch den Mut,

Euer Leben für Freiheit, Gerechtigkeit und Eure Familien zu opfern, so bleibt.

Es ist besser, ehrenvoll zu sterben,

als im Elend zu leben.

Würde ich sagen.

Seid Ihr auf unserer Seite?

Oder nicht?

Ich verschwinde für immer.

Auf ihn.

Nein. Lasst ihn ziehen.

Das Risiko können wir nicht eingehen.

Ich kenne diesen Mann und vertraue ihm.

Lasst ihn ziehen.

Tut das nicht.

Ihr werdet sterben.

Und die Hoffnungen Eurer Leute sterben mit Euch.

Ihr seid nicht bei der Heilzeremonie dabei.

Nein.

Warum nicht?

Ich wollte Euch etwas mitteilen.

Würdet Ihr...

...dem König diese Dokumente zukommen lassen?

Mein Abschiedsgeschenk.

Ich bete, dass Ihr mir nichts von finanziellem Belang mitteilen wollt.

Colbert.

Wir kennen einander jetzt schon viele, viele Jahre.

Und obwohl wir...

...uns häufig uneins waren...

...bewundere ich Euch mehr als jeden anderen.

Ihr habt Euer Leben dem König geopfert.

Und Frankreich.

Wären wir nicht so mit unserer Arbeit beschäftigt gewesen...

...hätten wir sicher Freunde sein können.

Colbert?

Colbert?

Der König!

Der König!

-Wo wart Ihr? -Ihr wisst schon.

Jungfrauen in Not aus den Krallen feuerspeiender Drachen retten.

Das Übliche.

Habt Ihr jedes Haus und jedes Geschäft durchsucht? Und die Dächer?

Ja, Herr.

Der König!

Lasst die Zeremonie beginnen.

Tretet heran.

Der König legt dir seine Hand auf.

Möge der Herr dich heilen.

Der König legt dir seine Hand auf, möge der Herr dich heilen.

Der König legt dir seine Hand auf...

...möge der Herr dich heilen.

Der König legt dir seine Hand auf, möge der Herr dich heilen.

Der König legt dir seine Hand auf, möge der Herr dich heilen.

Der König legt dir seine Hand auf, möge der Herr dich heilen.

Schützt den König!

-Nein. -Nein!

Hier lang, Majestät.

Jeanne!

Nein!

Es tut mir leid.

Hier drüben, Majestät.

In dem Moment wurde mir klar, dass ich dich verlieren könnte.

-Das konnte ich nicht zulassen. -Danke.

Wer hätte gedacht, dass dieses kleine Mädchen...

...eines Tages dem König das Leben rettet?

Du hast nicht den König gerettet. Sondern deinen Bruder.

Es wird immer jene geben, die mich tot sehen wollen.

Ich weiß.

Du bist der König.

Ich hätte auch kein König sein können.

Nein, Louis.

Du warst schon vor deiner Geburt ein König.

Dafür habe ich dich gehasst.

Ich war neidisch.

Du standst immer im Mittelpunkt, und ich war nur ein unerwünschtes Anhängsel.

Und jetzt?

Ich bin erwachsen geworden, nehme ich an.

Ich sehe die Person, die du wirklich bist.

Du musst Dinge tun, die über mich und all jene, die ich kenne, hinausgehen.

Wie kann ich neidisch sein...

...auf jemanden, den ich respektiere?

Zwei Brüder.

Wir begannen dieses Leben zusammen.

Wir müssen es auch zusammen beenden.

Ihr könnt ja nicht wie eine Vogelscheuche herumlaufen.

Können wir unseren Streit beilegen?

Ich habe nur...

...Angst.

Das ist alles.

Ich auch.

Dennoch...

Vielleicht sollten wir...

Ja.

Vielleicht sollten wir das.

Aber erst müsst Ihr es sagen.

Was?

Ihr habt es nie gesagt.

Ich sage es, wenn Ihr es sagt.

Gut.

Ich...

Ich...

...liebe...

...liebe...

...Euch.

...Euch.

-Wir haben nur... -Ich weiß, was Ihr gemacht habt.

Es gibt hier immer einen Platz für Euch, Liselotte.

Keine Sorge. Ich habe mich schon vor langer Zeit meinem Schicksal gefügt.

Ich bin mit den Männern verheiratet, die ich liebe.

Kommt schon, im Salon ist unsere Anwesenheit gefragt.

Oder habt Ihr andere Pläne?

Pläne?

Keine Pläne.

Öffne die Augen.

Eines Tages wird all das dir gehören.

Der Glanz, die Macht...

...und die Pflicht, die damit einhergeht.

Habe ich die Kraft,

den Mut,

das Wissen?

Wer bin ich?

-Bist du bereit, Tränen zu vergießen? -Ja.

-Und Blut? -Ich denke schon.

Die Reise, die dich erwartet, wird voller Blut und Tränen sein.

Nicht nur die deiner Feinde.

Auch deine eigenen.

Die deines Volkes.

Und derer, die dir nahestehen.

Du wirst Fehler begehen,

den falschen Weg einschlagen, auf schlechte Ratschläge hören.

Du wirst deine Unschuld verlieren.

Erfahren, dass dein bester Freund in Wahrheit dein schlimmster Feind ist.

Vertraue nur auf dich selbst, mehr als auf alle anderen.

Denn du bist der König.

Von Gottes Gnaden.

Sieh immer in die Zukunft.

Denn dort erwarten dich Hindernisse und Feinde.

Doch die Zukunft bleibt unerreichbar...

...bis du die Vergangenheit besiegt hast.

Dann... wirst du frei sein.

Erst dann...

...bist du unsterblich.

Untertitel von: Susann Fahle-Christensen

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