All language subtitles for Versailles.S03E09.WEB-DL.NF.deu

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Original subtitles

Ihr trefft die nötigen Vorbereitungen.

Ich habe meinen Beweis. Gott hat mir den Weg gezeigt.

Wir empfangen den Gefangenen und schenken ihm die Freiheit.

Ich wusste, du kommst zur Vernunft.

Die Kutsche wartet, und ich werde ihn persönlich zum Schiff begleiten.

Er muss in Frankreich bleiben.

Und wie in Gottes Namen sorgen wir dann für seine Freiheit?

Es gibt nur einen Weg, es zu beenden.

Du hast den Verstand verloren.

Es geht um unser Fleisch und Blut.

Auf jedem weiterem seiner Atemzüge ist ein Fluch.

Also, dann sag es.

Nenne es beim Namen.

Mord.

Wir müssen beschützen, was wir geschaffen haben.

Lebt er, kann die Kirche uns zerstören.

Wie kann das gerecht sein?

Er hat bereits sein Leben für uns geopfert.

Deshalb wünscht er sich jetzt Erlösung.

Gott brachte uns Vater. Sein Schicksal liegt in unserer Hand.

Aber wir müssen das Kreuz gemeinsam schultern.

Ihr seid Euch ähnlicher, als Ihr ahnt.

Wir wollten einen gemeinsamen Augenblick.

Als Familie.

Wie schön, Euch vereint zu sehen.

Wir teilen uns unsere Pflicht.

Dann...

...trinke ich auf meine Söhne.

Ich dachte, ich sähe das Tageslicht nie wieder.

Die Maske...

...war ein Fluch in jeder wachen Stunde.

Und nachts...

...konnte ich nur um Schlaf beten.

Doch nun kommt endlich...

...meine Befreiung.

Und ich danke Euch.

Ich danke Euch, meine Söhne.

Es gibt eine Zeit für Liebe...

...und eine Zeit für Hass.

Jetzt ist die Zeit, um voranzugehen, unbelastet von der Vergangenheit.

Unser Land ist geteilt, unser Volk entzweit.

Der Augenblick ist gekommen, sie ein für alle Mal zu vereinen.

Eine königliche Hochzeit wird das Volk zusammenschweißen,

um Frankreich als Familie zu zeigen.

Vollständig.

Für mich hat die Sicherheit meines Volkes Priorität.

Ich muss Frankreich vorziehen.

Also wünscht Ihr, die Grenzen zu befestigen.

Kaiser Leopold schlug die Osmanen, wie befürchtet.

Mit Sicherheit wird er wieder Luxemburg ins Auge fassen.

Dann nehmen wir es ein, bevor Leopold hingelangt.

Mit der gesamten Streitmacht.

Was ist mit dem protestantischen Verräter?

Da gibt es noch keinen konkreten Hinweis, Euer Majestät.

Dann sucht weiter.

Und bis dahin widerrufe ich das Edikt von Nantes.

Aber...

es wurde zum Schutz aller Glaubensrichtungen verfügt.

Wir duldeten die Hugenotten-Verräter lange genug.

Ich muss Seine Majestät vor solch drakonischen Maßnahmen warnen.

Auf das Entscheidendste.

Frankreich ist ein katholisches Land.

Wie können wir eine Familie sein ohne den gleichen Glauben?

Es ist die Religion, die uns teilt.

Und durch die Religion werden wir wieder vereint sein.

Unter einem Glauben, einem Recht...

...einem König.

Was ist denn hier los?

Ich erteile meinem Bruder eine Lektion.

Ich bezweifle, dass wir ihn je wiedersehen.

Gut so.

Ist ja gut, ist ja gut, ist ja gut.

Ich meine das ernst. Ich bin bereit für ein Feuerwerk.

Wenn du Häuser abfackeln willst, hilf mir beim Aufstand.

Damit wir alle wie Monsieur Golovine enden?

-Das war nicht deine Schuld. -Doch, das war es.

-Damit muss ich leben. -Augenblick mal. Wir brauchen dich.

Du sagtest, wir sollen Leute versammeln und handeln.

Da habe ich mich wohl getäuscht.

Willkommen im Kreis der Elite, Monsieur de Pins.

Jetzt seid Ihr adlig.

Ihr werdet Euch sicher schnell wie zu Hause fühlen.

Ihr könntet hier sehr erfolgreich sein, mein lieber Guillaume.

Ich muss mich kneifen, ehrlich gesagt.

-Es kommt mir so unwirklich vor. -Seid gewarnt.

Versailles ist besser zu ertragen, wenn man seine Seele vor der Tür lässt.

Wir alle hier haben vieles geopfert, um dazuzugehören.

Ja. Ich hoffe nur, dass es das wert ist.

Das kommt auf Euren Standpunkt an.

Ihr musstet Eurem Glauben abschwören, nicht wahr?

Früher war ich Soldat und Handwerker.

Seht, wo ich jetzt bin.

Bereut Ihr nichts?

Man tut, was man muss, um zu überleben.

Gibt es was Neues über den Aufruhr in Paris?

Der Fall des rebellischen Druckers ist erledigt.

Dauerhaft.

Gut.

Behaltet die Straßen wachsam im Auge.

Ich weiß, Ihr wart letzte Nacht da.

Der Gefangene muss dem König sehr nahegestanden haben.

Dieser arme Kerl hat sich das Leben genommen.

Und mit dem Leben auch seine Geschichte.

Er darf nie wieder erwähnt werden.

Ist das klar?

Jeanne.

Das solltest du lesen.

-Das kann er nicht machen. -Was?

"Alle Protestanten müssen abschwören

oder die Konsequenzen tragen."

Denkt der König, er könne der Geschichte trotzen?

Ich weiß nicht, was Ihr meint, Madame.

Das Edikt von Nantes war eine Erklärung der Menschlichkeit.

Möchte er ins Mittelalter zurückkehren?

Der König vereinigt Frankreich als einen katholischen Staat.

Man kann kein Omelett machen, ohne Eierschalen zu zerbrechen.

Er möchte unsere Seelen beherrschen wie unsere Körper?

Er wird alles tun, was auch immer notwendig ist.

Das Volk wird ihm dankbar sein.

Dann ist es bemitleidenswert.

Zum Wohle des Palastes

haben ab sofort alle Protestanten in ihren Gemächern zu bleiben.

Auf Befehl des Königs.

Ist es unbedingt notwendig, sich so anzuschleichen?

Ja. Wenn man einem Verräter nachstellt.

Sehr lustig.

Bleibt beim Foltern und lasst den Esprit denen, die ihn beherrschen.

Ihr steht ein bis zwei protestantischen Adligen sehr nahe.

Mag sein.

Aber ich bin ein loyaler Katholik.

Wenngleich auch mit dem Ruf, Regeln zu missachten.

Vielleicht sogar mit dem Talent zu fälschen.

Das ist völlig absurd.

Hat Euch Euer Esprit nun verlassen?

Hat Euch Euer Gewissen verlassen?

Achtet darauf, im Palast zu bleiben.

Prinzessin Isabella. Herzlich willkommen, liebe Cousine.

Gut, ich habe alle notwendigen Papiere von meinem Vater.

Aber ich brauche eine Liste meiner Pflichten

und Beratung, was angemessene Garderobe angeht.

Ihr seid an meiner Seite, nicht wahr?

Ich denke, wir beide werden uns ausgezeichnet verstehen.

Offen gesagt ist mir schon ein wenig mulmig.

Wegen der Begegnung mit dem König.

Ohne jeden Zweifel wird er Euch als entzückende Überraschung empfinden.

Sie ist die Infantin von Portugal, Euer Majestät.

Sie wurde als passende Ehefrau befunden.

Eine neue Frau wird mir ohne meine Genehmigung aufgedrängt?

Ich glaube, hinter dem Plan steckt die Prinzessin von der Pfalz.

Sie mag vorwitzig sein, aber sie ist nicht politisch.

Nein, jemand anderes steckt hinter diesem speziellen Komplott.

Die Bresaola ließ ich mir aus dem Veltlin bringen.

Aus der Lombardei, versucht sie.

Man könnte meinen, Ihr traut französischem Essen nicht?

Es ist zu schwer für mich.

Mein Magen bevorzugt die einfacheren Dinge.

Eure Trauben sind zwar süß.

Aber römischer Wein ist zu sauer für meinen Geschmack.

Was ist mit unserem Vorschlag?

Ich hoffe, Ihr seid auf den Geschmack gekommen.

Träfe ich eine Vereinbarung mit dem Vatikan,

möchte ich die Bedingungen verhandeln.

Ihr seid nicht in der Position dazu.

Meine Nichte ist nun Königin von Spanien.

Und wie Ihr kalkuliert habt,

möchte ich tatsächlich auch Portugal in mein Reich aufnehmen.

Das würde dem Vatikan gefallen.

Aber ich heirate nicht die Infantin.

Die Kirche wünscht, dass das Bündnis auf Basis von Blut zustande kommt.

Ohne das Risiko, dass es vergossen wird.

Ich werde Portugal auf meine Art übernehmen.

Diese Vermählung...

...ist wesentlich...

...für den Abschluss unserer Vereinbarung.

Außer Ihr wollt, dass alle Welt erfährt, wer Ihr seid.

Ich bin der Sohn Louis' XIII. und Annas von Österreich.

Und niemand auf Erden kann das Gegenteil beweisen.

Wenn das so ist, sollte ich sofort aufbrechen.

Der Papst wird Eure Exkommunikation schnellstmöglich bestätigen wollen.

Das ist kaum durchführbar, wenn ich Euch einlade, noch etwas zu bleiben.

Ihr würdet es wirklich wagen, einen Diener Roms als Geisel zu behandeln?

Nein.

Gewiss nicht.

Als meinen Gast.

Corpus Christi.

Amen.

-Corpus Christi. -Amen.

Corpus Christi.

Corpus Christi.

Glückwunsch, Majestät. Sie schwören scharenweise ab.

Sie sind klug und loyal.

Und was passiert mit denen, die sich weigern?

Macht eine Liste, damit wir den Umfang des Problems kennen.

Und Ihr wünscht nicht, das mit dem Staatsrat zu besprechen?

Ich glaube nicht, dass das notwendig ist, oder?

Es macht mich krank, was aus uns geworden ist.

Du machst einen schweren Fehler.

Du behandelst deine Untertanen mit Grausamkeit, uns alle.

Ich erfülle meine Pflicht gegenüber meinem Land, so gut ich kann,

nach vielen Gebeten und genauem Abwägen.

Du benimmst dich wie Gott.

-Aber du bist nicht mal ein echter König. -Ich weiß genau, wer ich geworden bin.

Jemand, den Gott als Herrscher auserwählte.

Und wozu musst du dann den starken Mann markieren?

Wozu musst du beweisen, dass du kein Lakai Roms bist?

Ich muss gar nichts beweisen. Ich folge Gottes Willen.

Blödsinn.

Du redest dir Dinge ein, wie es gerade passt.

Gott hat dich kein bisschen mehr auserwählt als mich.

Wir sind nichts als streitende Brüder,

und deshalb muss ich dir nicht mehr gehorchen.

Du wirst tun, wie dir geheißen.

Du bist ein Schwindler, und das wissen wir beide.

Na komm. Hm?

Finden wir heraus, wen von uns Gott bevorzugt.

Du hast schon unseren Vater getötet.

Was hält dich ab, mich zu töten?

Lass uns herausfinden,

wer von uns Kain ist

und wer Abel ist.

-Warte. -Ich kriege dich.

Nein, tust du nicht.

Wie in guten alten Zeiten.

Ihr wart nicht eingeladen.

Ich hoffte, Ihr könntet mir helfen.

Aber es scheint, Ihr habt mehr Unterstützung nötig.

Was wollt Ihr?

Vielleicht bekommt Ihr mit, was in Versailles passiert.

Oder seid Ihr zu beschäftigt?

Ich betrinke mich gerade...

...und amüsiere mich.

Ach ja? Amüsieren?

Wo ist das Funkeln in den Augen?

Wartet.

Ihr nahmt noch eine Karte.

-Hat er nicht. -Doch. Ich hab's gesehen.

Verdammter Betrüger.

Um Gottes willen.

Gut.

Das war wohl genug Amüsement für heute, Euer Hoheit.

Na los.

Was?

-Ihr schuldet uns eine Erklärung. -Es gibt nichts zu erklären.

Ihr seid doch nur noch ein Schatten Eurer selbst.

Glaubt ja nicht, Ihr kommt so einfach wieder in meine Hose.

Nichts liegt mir ferner als das.

-Dann verschwindet und lasst mich in Ruhe. -Das ist ungerecht, Philippe.

Wir haben Besseres verdient.

Wo ist das Problem? Hm?

Ich bin doch nur der, der ich immer sein sollte:

der gute alte Philippe, wie er leibt und lebt und feiert

und dem es nur ums Vergnügen geht.

Ihr seid viel mehr als das.

Bin ich das wirklich?

Ich erkenne Euch nicht wieder.

Ich mich auch nicht.

Louis hat Euch das angetan, nicht wahr?

Er macht das mit uns allen...

...auf die eine oder andere Art.

Ihr müsst mit ihm reden, Philippe.

Er hört auf niemand anderen.

Ihr dürft nicht einfach aufgeben.

Er ist zu weit gegangen.

Ich komme nicht mehr an ihn heran.

Was immer Euer Bruder Euch antat, es ist eine Schande.

Es ist eine Ehre, dass Ihr mir eine Audienz anbietet, Euer Gnaden.

Aber ich weiß nicht, wie ich Euch hilfreich sein könnte.

Man sagte mir,

dass niemand anderes die Gedanken des Königs so gut kennt wie Ihr.

In letzter Zeit hat Seine Majestät sehr viel für sich behalten.

Er hätte über das Edikt von Nantes wirklich mit mir sprechen sollen,

bevor er so radikal handelt.

Missbilligt Ihr das?

Als Wächter Europas...

...möchte die Kirche lediglich einen stabilen Frieden aufrechterhalten.

Obwohl Ihr immer gern Eure Hilfe bei Kriegen anbietet?

Louis stellt die Autorität unserer Kirche infrage.

Im Gegenteil.

Dieser Schritt beweist seine Loyalität als Katholik.

Ich hatte mich gefragt, was er in einer Dame niederen Adels wie Euch sieht.

Wenn unsere Prinzessinnen...

...doch nur auch Euren Glauben und Euren Intellekt hätten.

Louis möchte sein Reich stabilisieren.

Das gefällt dem Papst.

Aber unsere Beziehung kann nur gefestigt werden,

wenn er sich mit Isabella vermählt.

Der König trifft seine Entscheidungen selbst.

Und wenn er sich nicht fügt...

...dann wird er exkommuniziert.

Als gottesfürchtige Katholikin... werdet Ihr bestimmt nicht wollen,

dass seine Seele verdammt ist.

Ebenso wie sein Reich.

Ich störe Seine Majestät doch nicht?

Ihr seid immer willkommen.

In jüngster Zeit nicht, wenn ich so kühn sprechen darf.

Ich war sehr beschäftigt.

Wegen Eurer Vereinbarung mit dem Vatikan?

So ist es.

Er ist mir ein Dorn im Fleisch, seit Jahrzehnten.

Und deshalb müsst Ihr Isabella heiraten.

Dann habt Ihr die Unterstützung des Vatikan und große Macht in Europa.

-Aber die Kirche würde mich kontrollieren. -Ihr braucht sie, wie sie Euch braucht.

Die wähnen sich sicher, aber ich unterliege nicht.

-Dies ist keine Schlacht. -Nein, ein Krieg.

Den Ihr nicht gewinnen könnt.

Sie werden Euch exkommunizieren, Louis.

Ihr habt mit Kardinal Leto geredet?

Ihr, die Einzige, der ich wirklich trauen kann.

Die Kirche ist ein fürchterlicher Feind.

Wagt nicht, sie herauszufordern.

Ihr verratet mich, mein eigenes Herz?

Überlegt es Euch, Louis. Ihr könnt alles haben.

-Nur Euch nicht. -Ich bin nur ein kleines Opfer.

Dafür, dass Ihr Euch und alles rettet, wovon Ihr je geträumt habt.

-Ich lasse mich nicht erpressen. -Ihr habt es selbst gesagt.

Ihr müsst tun, was richtig ist, für Euch...

...und für Frankreich.

All diese Schönheit.

Und jetzt versagt man mir sogar die Sonne.

Die vollkommene Verfolgung.

Ein guter Zeitpunkt, um fortzugehen.

Ich darf nicht mal mein Gemach verlassen.

Ich kann sicher hier und da Druck ausüben

und einige schmieren.

Ihr ließet mich die Niederlage hinnehmen?

Manchmal wünschte ich, ich hätte Moral.

Jeder von uns hat von Geburt an Moral.

Aber manche bewahren sie sich.

Vielleicht liebe ich das an Euch.

Vielleicht können wir deshalb nie glücklich werden.

-Was macht Ihr jetzt? -Protestieren.

Auf die einzige Art, die wir kennen.

Auf Wiedersehen.

Entscheidungen.

Sie definieren uns als Menschen.

Findet Ihr nicht auch, Bischof?

Die Herausforderung unserer Existenz.

Indem wir das eine wählen, müssen wir etwas anderes ausschlagen.

Ich bin der Kirche mein ganzes Leben lang gefolgt.

Sie ist eine weise und liebevolle Mutter.

Meine Mutter war übrigens auch weise.

Sogar als sie in einem ausweglosen Dilemma steckte,

hat sie ihre Pflicht erkannt.

Mehr, als die Welt je erfahren wird.

Gott gab uns die heilige Kirche,

aber es war der Mensch, der sie in Rom platziert hat, ja?

Der Heilige Paulus selbst.

Aber wenn die Interessen Roms mit unseren nicht vereinbar sind,

wessen Seite würde Gott dann wählen?

Das kann ich nicht beantworten.

Ich kann bloß sagen, dass Ihr als König...

...von Gott auserwählt seid.

Und wenn dieser König nun das Oberhaupt unserer Kirche würde,

dann bräuchte er einen Bischof von großer Autorität.

Einen, der nur dem König unterstünde.

Die Autorität des Königs ist heilig.

Gott hat Könige als seine Hirten eingesetzt...

...und herrscht durch sie über das Land.

Der königliche Thron...

...ist nicht der Thron eines Menschen...

...sondern der Thron Gottes selbst.

Gott segne Euch, Louis.

Oberhaupt seiner Kirche in Frankreich.

Ihr habt die Zeremonie versäumt.

Ich weiß, warum Ihr Euren Bruder meidet.

Es hat mit diesem Gefangenen zu tun.

Er ist tot.

Was interessiert es Euch?

Ich habe mir Eure Familie zur Lebensaufgabe gemacht.

Ihr müsst mir die Wahrheit sagen.

Der König ist nicht, was er zu sein behauptet.

Nicht wahr?

Euer Eminenz.

Ich hoffe, Ihr habt Euren Aufenthalt hier genossen.

Richtet Seiner Heiligkeit nach Eurer Rückkehr meine besten Grüße aus.

Ich werde ihm alles berichten, was sich hier zutrug.

Er wird verstehen,

dass niemand aus seiner eigenen Kirche exkommuniziert werden kann.

Sagt ihm auch, ich danke für sein freundliches Angebot,

aber brauche seine Hilfe nicht mehr.

Ich erwarte, dass er eilends Verhandlungen mit Kaiser Leopold aufnehmen wird.

Ungeachtet dessen habe ich übrigens vor, Portugal einzunehmen.

Ihr habt Euch ins Abseits manövriert.

Es kann keine Umkehr geben.

Heute habt Ihr den Habitus des Siegers.

Aber schon morgen, wie ich annehme...

...könnte sich das ändern.

-Meine Hände zittern. -Das ist völlig normal.

Der König ist kein gewöhnlicher Mensch.

Gebt Euch, wie Ihr seid.

Er wird von Euch begeistert sein.

Euer Majestät.

Isabella Braganza, die Infantin von Portugal.

Ihr seid tatsächlich reizend.

Danke, Euer Majestät.

Mein Vater übermittelt Euch seine besten Wünsche,

zusammen mit einem umfangreichen Vertragswerk.

Sagt mir eines: Würdet Ihr einen König heiraten, der sich vom Vatikan gelöst hat?

Für mich zeigt das Charakterstärke.

Ich mag einen Mann, der selbständig denkt.

Und habt Ihr je einem Mann beigewohnt?

Nein.

Wirklich?

Nun ja, vielleicht einem oder zwei.

Das habe ich mir gedacht.

Das bedeutet aber auch, dass ich wertvolle Fähigkeiten erworben habe.

Gut.

Ich hatte gehofft, dass unsere Beziehung ehrlich beginnt.

Haben Seine Majestät vor, weiterhin Geliebte zu nehmen?

Ihr sagtet, Ihr wünschtet Ehrlichkeit.

Euer Freimut ist erfrischend, wenn auch schlecht angeraten.

Ihr müsst auf die Hochzeit vorbereitet werden.

Madame de Maintenon wird sich darum kümmern.

Ja, Euer Majestät.

Und damit das geklärt ist:

Die Antwort auf Eure Frage ist Nein.

Wie ich höre, traft Ihr den König, in meiner Abwesenheit.

Es war nur eine zwanglose Unterhaltung.

Und was habt Ihr nun vor mit den Protestanten?

Ihr seid viel zu zimperlich, was das angeht.

Ich bin nicht zimperlich.

Ich habe den Mut zur Moral, das ist ein großer Unterschied.

Der König verlangt, dass wir auf der gleichen Seite sind.

Schließt Euch an.

Wir haben Euch nicht erwartet, Colbert. Ich hörte, es ginge Euch nicht gut.

Es ist meine Pflicht, an allen Staatsratssitzungen teilzunehmen.

Ich erstellte eine Liste der Protestanten in Paris, die sich noch fügen müssen.

Dann sollte man sie drängen.

Sie drängen, Euer Majestät?

Die, die noch nicht abschworen, werden verhaftet,

ihr Besitz zerstört oder konfisziert,

und es gibt eine besondere Behandlung ihrer Prediger.

Monsieur Marchal, Ihr werdet all Eure Männer versammeln.

Sie schlagen heute Nacht überall in Paris zugleich zu.

Ihr werdet die Reichen, die Armen und alle dazwischen verhaften.

Es wird keine Warnung geben, und keine Gnade.

Seht Ihr Schwierigkeiten?

Monsieur Marchal, ich erteile Euch einen Befehl.

Nicht mehr.

Verzeiht, ich muss mit Euch sprechen.

Es ist dringend.

Was immer man mir vorwirft, es gibt keinen Beweis.

Ihr steckt nicht in Schwierigkeiten. Aber Eure Freunde...

...sind in ernster Gefahr.

-Ich werde nicht fortgehen. -Um Gottes willen, wacht auf!

-Ihr müsst sofort Frankreich verlassen. -Dies ist meine Heimat!

Ich war immer loyal und genauso französisch wie Ihr.

Louis befahl, heute Nacht alle Protestanten zu verhaften.

-Auch die außerhalb des Palastes? -Um deren Seelen fürchte ich noch mehr.

-Weiß Gott, was er mit denen macht. -Ich muss zu meinem Vater.

-Die werden Euch verhaften. -Versucht, mich aufzuhalten.

Na gut.

Monsieur Marchal ist nirgends zu finden.

Ich brauche ihn nicht. Louvois überwacht den Einsatz.

Er zeigt keine moralische Schwäche.

-Stehen die Truppen bereit? -Ja, Euer Majestät.

Aber offenbar hat auch Euer Bruder den Palast verlassen.

In Richtung seines Châteaus bei Saint-Cloud.

Wünschen Seine Majestät, dass er zurückgebracht wird?

Er hat nicht mehr die Nerven, um zu kämpfen.

Lasst ihn gehen.

-Den von da vorne. Ja. -Den?

Ohne Musketiere seid Ihr nicht so groß, hm?

Kenne ich Euch?

Wo ist die Schwester des Schuhmachers?

Nein. Hier nicht.

Aber ich richte ihr was aus.

Halt, hört auf! Hör auf!

-Was wollt Ihr? -Ich bin hier, um Euch zu warnen.

-Was ist passiert? -Habt Ihr Eurem Glauben abgeschworen?

Nur über meine Leiche.

Dann müsst Ihr Paris sofort verlassen. Ihr seid in Gefahr.

Ihr wisst, er arbeitet für den König.

-Hört nicht zu. -Hört nicht auf mich, wenn Ihr wollt.

Aber wisset:

Ein Sturm wird kommen.

Damit hat er recht.

Oh ja.

Ihr müsst um Erlaubnis fragen, bevor Ihr Seine Majestät ansprecht.

Wie zu Hause.

Der König mag es nicht, wenn man ihn direkt fragt.

Verstanden.

Aber Ihr könntet meine Hofdame werden.

Ihr könntet mich beraten.

Geht es Euch gut?

Ich fühle mich erhitzt.

Vielleicht bekomme ich ein Fieber.

Ihr wisst...

...dass Ihr mit mir reden könnt.

Da wäre ich nicht so sicher.

Die Kirche steckte dahinter.

Bitte macht mir nicht vor, Ihr hättet nichts damit zu tun.

Aber es ist mir gleich.

Das Schicksal war von Beginn an gegen uns.

Der König könnte nie jemanden von so niederem Adel heiraten wie mich.

Wir sind doch alle nur Ware.

Wir müssen einfach tun, was man von uns erwartet.

Ich habe nichts anderes getan.

Deshalb tut es so weh.

Ich habe den Mann verloren, den ich liebe, weil es Gottes Wille ist.

Die Vermählung ist wie der Tod.

Der Zeitpunkt steht stets fest.

Man kann nicht entkommen.

Ich wünsche nur, was das Beste für mein Land ist.

Deshalb tut Ihr, woran Ihr glaubt.

Dennoch verlor ich Philippe und Fabien dabei.

Zum ersten Mal habt Ihr Macht nur zu Euren Bedingungen.

Es ist gut, dass Ihr Euch hinterfragt.

Aber Ihr habt gewonnen, Euer Majestät.

Noch nicht ganz.

Eure Anwesenheit wird gewünscht, Madame.

Euer Majestät.

Lasst uns keine Zeit verschwenden. Ich will heute Abend heiraten.

Ja, gewiss, Euer Majestät.

-Ich hole Isabella. -Das ist nicht nötig.

Ich verstehe nicht.

Françoise.

Werdet Ihr mich heiraten?

Macht die Tür auf!

-Hey! -Raus!

Warte da drüben!

Ihr Schweine schnappt wohl über.

Ich hätte Euch die Kehle aufschneiden sollen.

Das bedeutet, er hat die Wahrheit gesagt.

Hilfe!

Kommt!

Bastarde! Weg von ihr!

Raus da!

Los.

-Rein da. -Komm.

Wieso tut Ihr das?

Komm.

-Komm jetzt! Komm! -Bleib zurück.

Wir wollen nur die Frau.

Gehen wir.

-Rein da! -Nein! Vater!

Bringt die beiden da rüber.

Delphine!

Nein!

Nein!

Das ist falsch, Louvois!

Das ist Gesetz.

Wo ist Euer protestantischer Gott jetzt?

Mein Gott wird Euren König dafür verfluchen!

Hoch da. Rein mit euch.

Man muss den König aufhalten.

Koste es, was es wolle.

Untertitel von: Anne Panier

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