All language subtitles for Versailles.S03E03.WEB-DL.NF.deu

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Original subtitles

Auge um Auge. Das sendet eine Botschaft.

Majestät, es handelt sich um einen Einzelfall.

Eine schlagkräftige Antwort sorgt dafür, dass es das bleibt.

Der König muss als gerecht wahrgenommen werden.

Das ist Gerechtigkeit.

Ein Angriff auf eine Obrigkeit wird nicht geduldet.

-Nein, Majestät. -Majestät.

Die Maßnahmen sind bereits in die Wege geleitet.

Keine Frauen und keine Kinder!

Tristan!

Tristan!

Waffen ziehen!

Zurückbleiben!

Bastien, nein.

Das Übel muss ausgemerzt werden.

Packt es an der Wurzel,

dann wird es verkümmern.

Komm her.

Los.

Du da, los jetzt. Rein mit dir.

Los. Du da.

Bleib bei mir.

Ich passe auf dich auf.

Wir haben nichts getan. Kommt schon.

Was haben wir getan?

Legt meine Gewänder neben das Bett.

Deswegen bin ich nicht hier.

Mir scheint, Ihre Majestät erwarten eine Botschaft.

Ihr irrt euch.

Ich habe Neuigkeiten.

Vom Kaiser.

Spielt Ihr mit mir, Duchesse?

Ich führe nur Befehle aus.

Ein Wort von mir, und Ihr könntet Euren Kopf verlieren.

Ihr ebenfalls.

Woher weiß ich, dass ich Euch trauen kann?

Ich weiß, wer Euch diese Brosche gab.

Ihr würdet Euren König verraten.

Ihr würdet Euren Gemahl verraten.

Ihr müsst den König überzeugen, Euch morgen ziehen zu lassen.

Ich sorge dafür, dass Prinzessin Eleonore zu Euch stößt.

Sie begleitet Euch nach Madrid, um Euren Bruder zu heiraten.

Warum nicht?

Der Mond steht günstig für uns.

Wohl kaum.

Das ist Eure Pflicht als mein Gemahl.

Ein weiteres Kind wird Euren Schmerz nicht stillen.

Die Königin verlangt unverzüglich nach Euch.

Ich weiß nicht, wie.

Aber Madame de Maintenon hat uns verflucht.

...winkt die Sau her. Kain, der Bruder von Abel.

Zwei Brüder, in Blut getränkt

und auf ewig verflucht.

Nein, das ist nicht gut, schreibt...

Wie kann ich Ihrer Majestät zu Diensten sein?

Ich bin froh, dass Ihr es einrichten konntet.

Der ist... aus Madrid.

Mein Bruder wird schwächer.

Ich fürchte, er wird den Sommer nicht überleben.

Das tut mir sehr leid.

Ich muss ihn ein letztes Mal sehen.

Wird das möglich sein?

Vielleicht können wir heute den König zusammen überzeugen.

Er hat Eure Ehrlichkeit und Güte immer geschätzt.

Und Ihr wisst, wie es ist, von der Familie getrennt zu sein.

Aber gewiss.

Ich kann Euch im Glücksspiel unterrichten.

Und Euch zeigen, wann man den Einsatz erhöht.

Wie man sich einen Vorteil verschafft.

Und wie man andere dazu bringt, ihn zu verlieren.

Wie man sich einen Mann angelt.

Und wie man ihn an Land zieht.

Um vor allem...

...wie man die stärkste Waffe nutzt, die Ihr habt.

Diese zarte Blume, die Gott Euch geschenkt hat.

Treffen wir uns.

Außer Sicht- und Hörweite neugieriger Blicke und Ohren.

-Bitte um Gnade für ihn. -Sie hören nicht zu.

-Aber ihr arbeitet für den Palast. -Ja, aber...

Um Gottes willen, sie könnten ihn inzwischen foltern.

Sie könnten ihn töten.

Wir tun, was wir können.

Wir bitten für ihn um Gnade. Auch auf Knien, wenn nötig.

Du hast den König schon einmal gereizt und hattest Glück.

Tristan ist noch ein Kind.

Ich will nicht, dass wir darin verwickelt werden.

Der König wird gnädig sein.

-Wir schulden das unseren Leuten. -Nein.

Wir sind es ihnen schuldig, dass das Geschäft floriert.

Was bringt es, wenn wir keine Arbeit haben?

Dann sind wir schon darin verwickelt.

Wir glauben daran, dass der Mensch eine direkte Beziehung zu Gott haben kann.

Wir brauchen Priester,

um uns zu erleuchten und uns den Weg zu Gott zu weisen.

Doch sie können nicht an Gottes Stelle treten.

Sie können nicht für uns mit Gott sprechen und brauchen es auch gar nicht.

Denn das können wir selbst tun.

Wenn Ihr das so ausdrückt,

stellt Ihr die Autoritäten infrage.

Nicht nur die des Königs, sondern auch die des Papstes.

Niemand respektiert den König oder den Papst mehr als ich.

Wie haltet Ihr es mit körperlichen Angelegenheiten?

Sprecht offener, aber nicht zu offen.

Wird Verkehr zwischen Mann und Frau im protestantischen Glauben befürwortet?

Gilt das nicht auch für Katholiken?

Ich spreche von außerehelichem.

Ich persönlich halte den Verkehr...

...zwischen Mann und Frau zu jeder Zeit für gesund.

-Wer nicht? -Die Kirche.

Sie sieht es nicht ganz so.

Ich glaube, da irrt sie.

-Ihr widersetzt Euch Eurer eigenen Kirche? -Nein.

Doch ich habe das Recht, frei zu denken und die Welt zu hinterfragen.

Und niemand nimmt mir dieses Recht.

Bravo.

Bravo!

Erfrischend, oder? In seinem Denken herausgefordert zu werden?

Das ist nicht Eure einzige Herausforderung.

Was meint Ihr?

Die unerhört reiche Witwe, die Ihr zu verführen ersucht.

Seid nicht albern.

Macht ruhig weiter.

Ihr habt sowieso keine Chance.

Warum nicht?

Weil sie Euch kennt.

Was ist mit ihm?

Er ist besessen.

Ah, ja.

Wie einst von mir.

Im ersten Buch Mose steht nur geschrieben, dass Kain Abel erschlug.

Woraufhin er zu ewiger Rastlosigkeit verdammt wurde.

Brudermord. So viel weiß ich schon.

Doch warum?

Aus Neid.

Aus Raffgier.

Das war der erste Akt reiner Boshaftigkeit.

Aus diesem Grund gab Gott ihm das Mal.

Welches Mal?

Gott zeichnete Kain. Als Strafe.

Damit jeder sähe, wer er ist

und dass er ein Sünder ist.

War es...

...ein Symbol?

Eine Narbe?

Euer Hoheit...

Ich glaube, es handelt sich eher um einen Fluch.

Euer Hoheit.

Die Bibel ist zu unserer Hilfe da.

Nicht zu unserem Verdruss.

Suchet Euren Frieden in weiterem Gebet.

Das ist eine große Hilfe. Danke.

Jeanne, ich habe Nein gesagt.

Du kannst mir nichts befehlen.

Schrei den König noch mal an, dann helfe dir Gott.

Ich schreie schon nicht.

Guillaume.

Euer Hoheit.

Ich habe eine Audienz beim König.

Ich weiß. Ich hatte gehofft, ich könnte Euch kurz sprechen.

Gewiss, mein Herr.

Könnten wir...

Tritt vor den König, aber kein Wort über Tristan. Ich kümmere mich darum.

Euch scheint auch etwas zu beschäftigen?

Die Verhaftungen in Paris, mein Herr.

In der Stadt sorgt man sich. Wir beten dafür, dass der König sie verschont.

Macht Euch keine Sorgen.

Ich spreche mit ihm.

Hört mal, mir...

...wurde in Paris ein Treffen vorgeschlagen.

Welcher Art?

Schwer zu erklären.

Ich muss wissen, ob es sicher ist.

Ich begleite Euch.

Darauf hatte ich gehofft.

Ich habe eine Nachricht für Seine Eminenz.

-Er ist am Ende des Ganges links. -Habt Dank.

Das kommt aus Frankreich, Eminenz.

Das heißt, der hochverehrte Monsieur Bontemps...

...fürchtet bevorstehende Unruhen in Versailles.

Diese Könige stiften mehr Unruhe, als sie wert sind.

Wann lernen sie, wo ihr Platz ist?

Sagt dem Papst, wir müssen unverzüglich darüber sprechen.

Warum immer die verfluchten Franzosen?

-Ich möchte Euch nicht betrüben, Majestät. -Dann tut es nicht, Madame.

Ich stecke in einer Misere, die Eurer Barmherzigkeit bedarf.

Die Gesundheit meines Bruders schwindet.

Man fürchtet, er wird den Sommer nicht überleben.

Ich ersuche Euch um Erlaubnis, nach Spanien zu reisen, um ihn zu sehen.

Majestät, der Königin tut die Sonne sicher gut.

Sie ist doch ein wenig fahl.

Hat sie nicht erst kürzlich das Wasser von Vichy gekostet?

Ja, aber...

Der wärmste Platz ist im Schoße der eigenen Familie.

In schweren Zeiten getrennt zu sein, ist...

...grausam.

Ich erlaube Euch die Reise.

Ich danke Euch, mein König.

Jedoch ohne Aufhebens.

Um Euer Sicherheit willen.

Ihr seid so weise wie gütig.

Wenn Karl stirbt,

könnte uns der Aufenthalt der Königin in Madrid die Machtübernahme ermöglichen.

Auf jeden Fall stärkt es Euch, Majestät.

Eine ungewöhnliche Botschafterin, aber womöglich wirksam.

Euer Majestät.

Wenn Ihr erlaubt.

Die Nähte sind exquisit.

Unser jüngster Lehrling hat sie gemacht.

Sein Name ist...

...Tristan.

Sagt ihm, der König lobt seine Arbeit.

Das würde ich gern, Majestät.

Aber...

...Eure Männer haben ihn verhaftet.

Ein Versehen.

Vermutlich.

Er hat nichts mit den Angreifern Eures Ministers zu tun.

Kennt Ihr die Schuldigen?

Gott, nein.

Ganz und gar nicht.

Mit solchen Leuten haben wir nichts zu schaffen.

Ich kenne Tristan.

Er ist nur...

...ein unschuldiges Kind.

Denkt Ihr, dem König ist ein Fehler unterlaufen?

Nein.

Aber womöglich seinen Männern.

Für die...

...sieht jeder Lehrling gleich aus.

Woher wollt Ihr wissen, dass der König die Gefangenen nicht hinrichten ließ?

Das wäre uns zu Ohren gekommen.

Falls Ihr recht habt,

was meint Ihr, sollte der König jetzt mit ihnen machen?

Ich hoffe,

Ihr lasst sie gehen, Majestät.

Damit die Menschen sehen können, dass Ihr gnädig seid.

Vielleicht tue ich das, wenn das Volk mir Respekt zollt.

Ihr Respekt wird Euch sicher sein.

Wenn Ihr die Gefangenen freilasst.

Ich danke Euch für Euren Freimut.

Und für die Geschenke.

Wir nehmen sie mit Freuden entgegen.

Euer politischer Instinkt gereicht Euch zur Ehre.

Sich selbst zu beherrschen, heißt, die Welt beherrschen.

Das ist die Bürde der Erhabenheit.

Passt auf.

Du wolltest mich sehen?

Das war ein harter Schlag, Hoheit.

Ich war an dem Abend dabei.

Du kennst...

...den Mann mit der eisernen Maske?

Ich begrub letzte Woche meine Frau und habe drei Mäuler zu stopfen.

Hört zu... Ich weiß nicht, wer er ist.

Aber ich kann Euch sagen, wo er ist.

-Bring mich zu ihm. -Nein. Auf keinen Fall.

Ihr wisst nicht, mit wem Ihr es zu tun habt.

Führst du mich hin oder nicht?

Dieser Mann...

Er ist nicht von dieser Welt.

Ich riskiere bei diesem Gespräch meinen Hals.

Wie hungrig sind diese Kinder?

Ich habe mich gefragt, ob Ihr mir einen Gefallen tun könnt.

Mein Neffe handelt mit farbigem Glas.

Mit dem Wohlwollen des Königs könnte er seine Waren gut ausführen.

Glaubt Ihr, Ihr könntet für mich darum bitten?

Ich kann noch mehr.

Kommt, wir fragen ihn gemeinsam.

Seid Ihr sicher?

Der König ist ein nachsichtiger Mann.

Er weiß, dass er die Herzen aller Untertanen berühren muss,

egal welchen Glaubens.

Was, wenn er mir nicht wohlgesonnen ist?

Wenn einer seine Meinung beeinflussen kann, dann Ihr.

Der König bewundert Frauen mit Witz und Intelligenz.

Ein anderer Zeitpunkt wäre wohl angemessener.

Gewiss.

Ihr dürft gehen.

Ihr kennt mich doch.

Ihr wisst, dass ich Frauen habe.

Ihr habt sie höchstselbst für mich ausgesucht.

Bitte, Majestät.

Ich tat, was ich für notwendig hielt.

Warum ist es anders, wenn ich selbst auswähle?

Genau deshalb. Ihr habt sie ausgewählt, nicht ich.

-Ihr wollt den König kontrollieren? -Ich wünschte, er könnte das selbst.

-Soll ich mich ändern? -Nein.

Aber eine gewisse Selbstbeherrschung ist unabdinglich.

Wollt Ihr Eure Triebe nicht eher zügeln,

als ihr Sklave zu sein?

-Ihr nennt mich Sklaven. -Gewiss nicht. Vergebt mir, Majestät!

Was soll ich tun?

-Was werdet Ihr tun? -Ich gebe mich nicht der Sünde hin.

Egal, wie sehr sich mein Körper danach verzehrt.

Keiner beraubt mich meiner Männlichkeit!

Gott hat Euch erwählt, über den Menschen zu stehen!

Ich möchte lediglich, dass Ihr wahre Größe erlangt.

Wie es nur Ihr vermögt.

Wie kann ich Euch diesen Schmerz nehmen?

Lasst mich Euch berühren.

Betet mit mir.

-Was ist? -Ich weiß nicht.

Irgendwas ist da im Wald.

-Habt Ihr das gehört? -Ein Fuchs oder ein Wildschwein.

-Wir werden verfolgt, ich schwöre es. -Feigling.

Nein, ich habe Angst.

Die solltet Ihr auch haben.

Dort.

Sagt mir, wer Ihr seid.

Dann verschone ich Euch.

Nein.

Nein!

Das ist aus den Kolonien.

Mit aphrodisierenden Anteilen, heißt es.

Nein, danke.

Sind Euch Brot und Wasser lieber?

Mir auch.

Solange das Brot solches bleibt

und nicht auf rätselhafte Weise zu Fleisch wird.

Ihr habt gelesen.

-Mein Interesse wurde geweckt. -Ja.

Ihr müsstet konvertieren,

solltet Ihr an mein beträchtliches Vermögen wollen.

Dazu besteht kein Anlass. Ich bin mit Frauen so versiert wie mit Männern.

Euer Hoheit?

-Ihr blutet. -Was?

Das ist nichts.

Schlechte Neuigkeiten, mein Freund. Ihr müsst erneut umziehen.

Eure Sicherheit ist mein Gebot.

Was haben sie gesagt?

Tristan ist am Leben.

Mehr weiß ich nicht.

Hast du mit dem Bruder des Königs gesprochen?

Ich habe mein Bestes versucht.

Er kann nichts versprechen.

Das ist alles? Nach allem, was wir getan haben?

Ich zweifle nicht an der Güte des Königs.

Du musst ruhig bleiben und warten.

Ruhig? Wie kann ich ruhig bleiben?

Er ist nicht nur mein Sohn, er gehört zu uns allen.

Wenn du nichts unternimmst, werde ich es tun.

Irgendwas.

-Habt Ihr Euch verirrt? -Es sieht ganz danach aus.

Ich suche die Prinzessin von der Pfalz.

Ihr habt sie gefunden.

Ich bin der Duc de Blaye.

-Helft mir weiter. -Ich bin Maler.

Madame de Montespan.

Sie sagte, die Prinzessin wünschen ein Porträt.

Nun ja, nicht alle teilen ihre Eitelkeit.

Spaß stelle ich mir anders vor.

Ich habe Muster dabei.

Sie war sicher, Ihr werdet sie mögen.

Bitte.

Ich komme den weiten Weg von Villarceaux.

Villarceaux?

In der Tat?

Tretet ein.

Ich hoffe, Ihr findet Gefallen an ihnen.

Sagt mir eins: Kanntet Ihr diese junge Frau, als Ihr in Villarceaux wart?

Die junge Françoise war allen Männern des Schlosses wohlbekannt.

Obwohl sie nicht die Schönste war,

hatte sie doch einen besonderen Reiz.

Wie ein Geist, der sich nur im Mondenschein erhebt.

Sie war eines meiner Lieblingsmodelle.

-Meine besten Arbeiten. -Grundgütiger.

Madame de Maintenon.

Ich hoffe, Euer Hoheit erwägen es, mich zu beauftragen.

Ihr solltet die wegpacken und schnell aufs Land zurückkehren.

-Habe ich Euch beleidigt? -Nein.

Es ist nur...

...besser, wenn Ihr geht, für unser aller Wohl.

Ich dachte, Ihr solltet wissen, dass die Königin abreisebereit ist.

Bringt ihn hier raus, nehmt das hintere Treppenhaus.

Sehe ich aus wie ein Diener?

Ich vertraue Euch in dieser Sache.

Er ist ein Libertin, Maintenon wäre nicht erfreut.

-Klingt, als würde ich ihn mögen. -Lasst ihn nicht aus den Augen.

Habe ich da eben eine Brustwarze gesehen?

Beeilung, ich möchte vor Sonnenuntergang ankommen.

Ich wollte Euch verabschieden.

Warum? Vor Christi Himmelfahrt bin ich zurück.

Ich wollte Euch alles Gute wünschen.

Es wird sicher schwer, Euer armer Bruder.

Aber die spanische Sonne wird Euch guttun.

-Zu gern würde ich Euch begleiten. -Danke für Eure Freundschaft.

Ihr habt mir die Zeit hier erträglich gemacht. Das vergesse ich Euch nie.

Solch einen...

...hochwürdigen Kleriker als Boten auszusenden.

Seht Ihr nicht, dass das die Kirche verhöhnt?

Ganz im Gegenteil.

Der König sandte mich aus als Zeichen seiner Hochachtung.

Das bedeutet wohl, Louis hat ein Anliegen von nicht geringem Belang.

Kein Anliegen, Euer Gnaden.

Er ersucht lediglich den Papst um Zustimmung.

Wofür?

Er möchte darauf hinweisen,

dass Kaiser Leopold seine wahre Schwäche offenbarte,

als er den Krieg verlor.

Der Krieg, in dem der Papst...

...ihn unterstützte.

Gewiss.

Doch infolge seines Sieges

hat der König von Frankreich

ein großzügigeres Abkommen bezüglich Spaniens ausgehandelt.

Nach Karls Ableben wünscht Louis die Übernahme...

...von 80 Prozent der Fläche Spaniens und seiner Territorien.

Die Herrschaft über Spanien zu haben, wäre gewagt. Sogar für Louis.

In der Tat.

Aus diesem Grund bittet der König demütig darum,

dass Seine Heiligkeit, der Papst, Frankreich Seinen Segen gibt.

Als wahrer katholischer Nation.

Wir haben das Gefühl,

dass der König einen permanenten Vertreter des Vatikans am Hofe gebrauchen könnte.

Diese Rolle bekleide ich, Euer Gnaden.

Wir fürchten, dass sich das Blatt für Louis zum Schlechteren wenden wird.

In naher Zukunft.

Unsere Unterstützung sieht so aus.

Es geht also gar nicht wirklich darum, wie man sich dem Herren nähert.

Nein, es geht darum, wie Ihr ihm zur Verfügung steht.

Ja, aber sollte ich ihn direkt ansehen?

Niemals. Nein.

Das würde bedeuten, dass Ihr ihm ebenbürtig seid.

Anhalten!

Es wird spät.

Wir sollten zurück.

Ich dachte, Ihr wärt abgereist.

Ich fühle mich nicht wohl.

Die Reise erschien mir plötzlich zu beschwerlich.

Findet Ihr das merkwürdig?

Ändern nicht alle Frauen beständig ihre Meinung?

Sie wirkte so entschlossen.

Erzählt mehr von Madame de Maintenon.

Françoise.

Ein Wort: Dreieck.

Warum ist er hier?

Ein Landei ist überall gern gesehen.

Montespan schickte ihn, um Maintenons Ruf zu zerstören.

Das geschieht ihr recht für das, was sie Euch antat.

Françoise.

-Sie begleitet den König? -Ich weiß. Es ist schwer zu glauben.

-Nein... -Wie das Schicksal so spielt.

Man hat mich...

...getäuscht.

Ich werde Euren Plan nicht unterstützen, mein Herr.

Was ist so erheiternd?

Das ist eines Königs nicht würdig.

Ich werde es zerstören.

Wer von Euch hat das gemalt?

Ist das Euer abscheuliches Werk?

-Wollt Ihr Madame demütigen? -Sie tragen keine Schuld.

Majestät.

Ich war verwirrt.

Ich hatte meinen Ehemann verloren.

Ich war unschuldig und allein.

Ich wusste nicht, wohin.

Ich hatte niemanden.

In Villarceaux sah ich eine Möglichkeit.

Doch es war ein neues Gomorrha.

Damit es einem gut ging, musste man...

...sich fügen.

Ich brauchte Geld.

Ich brauchte Schutz.

-Also... -Also wurdet Ihr eine Hure.

Ich habe Sünden begangen, die ich bereue.

Doch ich wollte diese Bilder genauso wenig,

wie ich meinen König je verletzen wollte.

Könnt Ihr mich verstehen, Majestät?

Nein.

Nein, kann ich nicht.

Ihr habt mich belogen.

Um Gottes willen, ich habe an Euch geglaubt.

Ist mein Urteilsvermögen getrübt? Bin ich ein Narr?

Ihr habt mit mir gesprochen,

mein Herz berührt, wie noch keiner zuvor.

Ihr habt mir in die Augen gesehen und mir ein Versprechen gegeben.

Ich weiß, ich habe Euch gedemütigt.

Ich bin der König!

Ich darf nicht gedemütigt werden.

Ich fühle mich...

Ihr habt mich hintergangen.

Auf die schlimmste aller Arten.

Dieses Leben...

Dieses Leben habe ich nicht selbst gewählt.

Ihr habt es mir willentlich verschwiegen.

Ihr habt mich glauben gemacht, dass es auf der Welt jemanden gäbe, der...

...besser ist.

Etwas, zu dem...

Jemanden, dem wir nacheifern können.

Ich bitte Gott um Vergebung.

-Jeden Tag. -Genug mit dem Wort des Herrn.

Ich spreche von uns. Von mir und Euch!

Davon, ehrlich zueinander zu sein.

Vollauf!

Nun?

Wohin wenden wir uns nun?

Ich verlasse Euch.

Ich kehre dieser Welt den Rücken.

Ich trete Euch nicht mehr unter die Augen.

Ich muss Buße tun für meine Sünden.

Was Ihr mir angetan habt, kann nicht verbüßt werden.

Unmöglich.

Dann bete ich um Eure Gnade, Majestät.

Dafür kann es keine Gnade geben.

Majestät?

Mein Pferd soll gesattelt werden. Ich möchte ausreiten.

Aber...

-Die Stallknechte schlafen noch. -Dann weckt sie auf.

Sehr wohl, Majestät.

Weckt de Lorraine. Er soll ein Fest ausrichten.

Etwas vollkommen Außergewöhnliches.

Ein wunderschöner Tag für einen Ausritt.

Wenn Ihr meint.

Hier lang!

Majestät, da ist kein Weg.

Dann schaffen wir einen!

Los!

Los! Hüa!

Majestät!

Los! Hüa!

Majestät!

Seid Ihr verletzt, Majestät?

Er hat Schmerzen.

Vielleicht kann man es wieder richten.

Gebt mir eine Pistole.

Mein geliebter Leopold.

Ich brachte es nicht übers Herz, Liebster.

Bitte vergebt mir.

Ich kann Euch nur mein Bedauern zuteilwerden lassen,

meine aufrichtige Entschuldigung.

Und meine tiefe Liebe.

Nehmen wir einen Schluck der Medizin der Azteken.

Erforschen wir das Wissen der Heiden, das uns fremd ist.

Mesdames et Messieurs.

Dieser Nektar der...

...Schokolade wird Eure Sinne schärfen...

...und Eure Manneskraft entfachen.

Viel Vergnügen.

Könnt Ihr nicht um seine Gnade flehen?

Habe ich schon.

Das ist meine Entscheidung. Ich möchte gehen.

Euer Leben ist hier.

Ich habe keine Wahl.

Die hat man immer. Das ist Gottes Geschenk.

Ich muss das tun.

Ich kann nicht so tun, als verstünde ich Euch.

Ihr geht härter mit Euch ins Gericht, als es der Herr je täte.

Lebt wohl, liebe Freundin.

Gut. Gehen wir.

Warte, das ist zu gefährlich.

Das ist mir gleich.

-Wir kehren nicht um. -Du bist verrückt.

Beeilung. Fertig machen.

Ist der Fasan angerichtet?

Da ist der Schuft.

Eure Hand zittert.

Ach ja?

Ich bin es sicher nicht, der Euch erbeben lässt.

Majestät.

Ich habe Euch enttäuscht.

Madame de Montespan schickte de Blaye mit dem Bild.

Ich hätte ihn unverzüglich wegschicken müssen.

Aber ich tat es nicht.

Das war ein Fehler, Majestät.

Robuste Frauen werden in den Kolonien immer gebraucht.

Ihr steht der Königin nahe.

Ja, das tue ich wohl.

Warum hat sie ihre Pläne geändert?

Ich... Ich weiß es nicht.

Findet es heraus.

Vertieft Eure Freundschaft.

Ich muss wissen, dass in ihrer Welt alles in Ordnung ist.

ABTEI DE FONTFROIDE AUF DEM WEG NACH SPANIEN

Offenbar wurden wir im Stich gelassen.

Ohne die Königin

müssen wir Louis' Ansprüche auf Spanien anders unterminieren.

Schickt diese Nachricht unserem Spitzel bei Hofe.

Unser Plan, Karl zu verheiraten, ist gescheitert.

Nun ist die Zeit für die radikalere Lösung gekommen.

Wir müssen unverzüglich und erbarmungslos handeln.

Ich erwarte die Nachricht vom Tode der Königin.

Untertitel von: Susann Fahle-Christensen

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