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* beklemmende Klavierklänge *
Pia Sander
Oliver von Bodenstein
* aufwühlende Musik *
Sechs tote Frauen, brutal aus dem Leben gerissen.
Immer am Muttertag.
Der Ertrinkungstod eines jungen Mädchens.
Angehörige leben jahrelang mit der Ungewissheit,
was ihren Liebsten passierte.
Wir gehen davon aus, dass der Täter noch lebt und aktiv ist.
Vielleicht bereitet er seinen nächsten Mord vor.
Wir haben nicht viel Zeit, morgen ist Muttertag.
Wahrscheinlich wurde der Täter als Kind
von der Pflegemutter Rita Reifenrath gequält
und entwickelte daher das spezielle Tötungsmuster.
Er betäubt sein Opfer mit einem Elektroschocker,
wickelt es in Folie, ertränkt es und friert es ein.
Wir gehen von einem psychopathischen Serienmörder aus,
der ritualisiert handelt.
Wir haben noch keinen eindeutigen Tatverdächtigen.
Im Fokus stehen:
Fridtjof Reifenrath, aalglatter Karrierist,
hat Probleme mit der Familie.
Die Pflegekinder Ramona und Sascha Lindemann,
traumatisiert durch die grausamen Foltermethoden der Pflegemutter.
Joachim Vogt, Miterbauer des Hundezwingers,
unter dem wir drei der toten Frauen fanden.
Und Claas Reker, gerade aus der Psychiatrie entlassen,
verurteilt, weil er seine Frau gestalkt und bedroht hat.
* getragene Musik *
* Keuchen *
* bedrohliche Klänge *
* spannungsgeladene Musik *
* Schmunzeln *
Machst du hier weiter? Ich geh nach nebenan.
Wer ist das? Unsere neue Kim.
Der Fallanalytiker Dr. Harding.
Der Dr. Harding? Frau Engel macht's möglich.
Ist ja super. Hast du schon mit ihm gesprochen?
Begrüßt. Er muss sich erst einarbeiten.
Dr. Engel hin oder her.
Mich ärgert's, dass Kim mir nicht Bescheid gesagt hat.
"Fridtjof, der kann sich alles erlauben,
der kann die größte Schweinerei der Welt machen."
"Schauen Sie doch mal im Keller nach."
Was meint er damit? Weiß Kröger schon Bescheid?
Ja, ist unterwegs, um den Keller zu durchsuchen.
* beunruhigende Klänge *
Katharina?
* Klopfen *
Dr. Harding, darf ich meine geschätzte Kollegin vorstellen?
Hauptkommissarin Pia Sander.
Dr. Harding, freut mich sehr, dass Sie uns unterstützen.
Das ist echt eine große Ehre für uns.
Das Team trifft sich jetzt im Konferenzraum.
* aufwühlende Musik *
Also, ich hab mal versucht, die Fundorte der Opfer
zu den Pflegekindern irgendwie in Beziehung zu setzen.
Die hier liegt auf der Route des Vertreters Sascha Lindemann.
Die hier fand sich in der Nähe der forensischen Psychiatrie,
in der Reker inhaftiert war.
Wie soll das gehen, wenn er in Haft war?
Er hatte Freigang zu der Zeit. Die fand sich in der Nähe
von Fridtjof Reifenraths ehemaliger Villa.
Die Opfer kamen aus ganz Deutschland.
Wo hat er sie gefunden,
wie hat er Kontakt zu ihnen aufgenommen
und nach welchen Kriterien suchte er sie aus?
Genau das müssen wir klären, am besten sofort und gleichzeitig.
Uns rennt die Zeit davon.
* Handy vibriert. *
Kröger.
Hey, hallo. Warte mal. Die hast du vergessen.
Danke. - Gerne.
(Frau) Ach, Gott. - Och, Kulleralarm.
Ja.
Kann auch nur mir passieren, so was.
* Lachen *
Vielen Dank. Schönen Tag noch.
* unheilvolle Klänge *
* bedrohliche Klänge *
Sch, sch, sch.
Ich tu dir doch nichts.
Was zu essen.
* unheilvolle Musik *
Das hat Reker also gemeint.
Was ist das für ein Raum? Schwer zu sagen.
Die Wand da wurde auf jeden Fall nachträglich eingezogen.
Gibt's noch mehr solcher Räume? Überprüfen wir.
Und was hat es mit den Waffen auf sich?
Walther TPH: Mit so einer wurde Rita Reifenrath erschossen.
Fingerabdrücke?
Mhm. Von Fridtjof Reifenrath.
* Klavierklänge im Hintergrund *
Darf ich bitten?
Danke schön.
Für die Dame. Danke schön.
Wären Sie so freundlich
und würden das Herrn Reifenrath geben?
Sehr gerne.
Was bilden Sie sich ein? Ich muss gleich in eine Sitzung.
Drinnen warten wichtige Leute auf mich,
und ich möchte ungestört weiteressen. Das kann leider nicht warten.
Wenn Sie uns bitte begleiten. Nein.
Machen Sie einen Termin wie jeder andere auch.
Wir können das abkürzen: Sie sind wegen Mordverdachts
an Rita Reifenrath vorläufig festgenommen.
* Handy klingelt. *
(Frau) "Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht."
Hier ist noch mal Fiona Fischer. Bitte rufen Sie zurück.
Ich lasse mich jetzt nicht mehr länger hinhalten.
Ich brauch den Namen meiner Mutter jetzt sofort.
Wissen Sie, sonst muss ich ... Ich hab gerade mit meinem Anwalt ...
Also, das wird dann richtig hässlich. Ist mein Recht. Auf Wiederhören.
Schatz, hilfst du mir tragen?
Wie kann ich Ihnen helfen?
Wir haben im Haus Ihres Großvaters Kisten mit Waffen gefunden.
Die sind von mir. Schon mal ein Anfang.
Was ist das für ein Raum, in dem die Kisten lagern?
Ein ehemaliger Gang zu einem Bunker.
Bunker? Aus dem Zweiten Weltkrieg.
Als Kinder spielten wir oft da. War toll.
Dann ist er irgendwann eingebrochen, alles marode.
Mein Großvater hat ihn zugemauert, damit uns Kindern nichts passiert.
Den Zugang haben wir später abgetrennt für die Waffensammlung.
Zufrieden? Haben Sie einen Waffenschein?
Hier geht es um Mord, Herr Reifenrath.
Mein Gott, die Waffen sind mein Hobby. Harmlos.
Ich wollte sie nicht in meinem Haus haben, wegen der Kinder.
Verständlich, oder? Bei Theo waren sie gut aufgehoben.
Dort ist auch die Pistole, mit der Ihre Großmutter erschossen wurde.
An der Waffe sind Ihre Fingerabdrücke.
Ebenso an der Sektflasche,
die wir neben der Leiche im Brunnenschacht gefunden haben.
Mein Großvater hat seine Frau im Affekt erschossen.
Mehr will ich dazu nicht sagen, mehr muss ich dazu auch nicht sagen.
Als direkter Angehöriger war und bin ich nicht verpflichtet,
ihn zu belasten oder die Tat anzuzeigen.
Das muss ich Ihnen nicht erklären. Ich habe ihm hinterher geholfen,
die sterblichen Überreste verschwinden zu lassen.
Daher die Fingerabdrücke. Warum?
Das tut nichts zur Sache.
Kennen Sie die?
Nie gesehen. Ich habe mit den Toten nichts zu tun
und weiß auch nicht, wer dafür verantwortlich ist.
Ich lasse Ihnen meinen Kalender zukommen,
dann werden Sie feststellen,
dass ich die meiste Zeit nicht in Deutschland war.
So, ich glaube, ich habe Ihnen genug geholfen.
Jetzt möchte ich gerne meinen Anwalt anrufen.
Oder gibt's noch Fragen?
Der Typ ist kaltblütig und dreist.
Aber juristisch gesehen im Recht.
Dem ist der Mord an seiner Oma egal.
Er hat Kontakt zur Staatsanwaltschaft.
Wir können ihn nicht gehen lassen. Jeder Verfahrensfehler wäre fatal.
Das bringt uns nur Ärger, wir halten uns exakt an die Vorgaben.
Er hat Alibis für die ermordeten Frauen, er war im Ausland.
Wir haben nichts gegen ihn in der Hand.
Es ist zum Kotzen.
(Fridtjof) Je später der Abend, desto schöner die Gäste.
Ach, Fridtjof. - Alles Gute zum Muttertag.
Muttertag ist vorbei.
Mensch, alles bleibt an mir hängen, ja.
Der sitzt nur da und glotzt doof.
Saufen, das kann er. Mehr nicht.
Dicke Luft? - Du und Claas, ihr passt zusammen.
Faule Verlierer. Nichtsnutze, Asoziale.
Säufer seid ihr.
Ich, ähm, ich hab mich verlobt.
Die Wahrheit ist schwer zu ertragen, nicht?
Hört keiner gerne. Suffköppe.
Mit Julia. Du weißt schon, die Tochter von Dr. Burgmann.
Wenn du hier rumsitzt, ja, und nicht mithilfst,
warum haust du nicht ab, ja?
Kannst du dich doch da zu Tode saufen.
Hey, ganz ruhig. Ganz ruhig! Ja?
Gib her. Jetzt beruhigen wir uns mal alle wieder.
Immer das Gemecker.
(Fridtjof) Hast du es gehört, Opa? Ich hab mich verlobt.
Das interessiert den doch nicht, der denkt doch nur an sich.
Alles Übrige ist ihm doch scheißegal.
Der kann nur saufen. Saufen, das kann er!
Alles andere ist ihm doch scheißegal. Was denkst du denn? We...
Hey, hey, jetzt mach keinen Unsinn.
* Sie lacht. *
Bist doch viel zu besoffen, um zu treffen.
Opa, hör auf. - Viel zu feige!
Besoffenes Arschloch!
Immer das Gemecker.
Scheiße.
Oma. - Ich geh ins Bett.
Wir können sie nicht einfach so liegen lassen.
Doch.
Also, was einfach auffällt, ist: Fast alle der Opfer hatten Kinder,
die sie aber auf die eine oder andere Art weggegeben haben.
Jutta Schmitz flieht über die Grenze, lässt ihren Sohn in der DDR zurück.
Eva Scholle kommt in die Psychiatrie, zurück bleiben zwei Kinder.
Rianne van Vuuren wurde vergewaltigt, gab das Kind zur Adoption frei.
Mandy Simon war 17,
als sie ihre Tochter bei den Großeltern zurücklässt.
Die haben das Mädchen dann später ins Heim gegeben.
Könnte die Verbindung sein, nach der wir die ganze Zeit suchen.
Was meinen Sie?
Nur Elke von Donnersberg passt nicht ins Muster.
Stimmt. Die hat mit Mann und Kindern gelebt, bevor sie getötet wurde.
Dann sollten wir mit ihrem Mann sprechen.
Ostermann?
Machst du einen Termin mit Herrn von Donnersberg?
Ja.
(Kai) Äh, Pia?
Ja?
Man hat Kims Auto gefunden.
Was?
Jemand hat gemeldet, es stünde seit gestern auf einer Wiese.
* dramatische Musik *
Haben Sie einen Schlüssel zu Kims Haus?
Nein. Irgendetwas stimmt nicht.
Kim ist seit Tagen nicht erreichbar.
Sie geht nicht ans Telefon.
Haben Sie mit ihr gesprochen? Nein.
Claas Reker hat gedroht, sich an allen zu rächen,
die ihn in die Psychiatrie gebracht haben,
auch an Kim, wegen des Gutachtens.
Ihr Auto steht auf einer Wiese, sie geht nicht ans Telefon ...
Ihre Schwester und ich ...
Wir haben uns entschieden, getrennte Wege zu gehen, und ...
Wir haben im Moment keinen Kontakt.
Das ist ihre letzte Nachricht.
Okay.
Das kann jeder von ihrem Handy geschickt haben.
Ja.
Ich leite eine Fahndung ein.
* Martinshorn *
Zwei hintenrum.
Kim?
(Mann) Wohnzimmer gesichert.
* spannungsvolle Musik *
* dramatische Musik *
Fahr nach Hause, Pia.
Das ist alles viel zu belastend.
Ich will meine Schwester finden.
Das wollen wir alle.
Und das werden wir auch.
Glaubst du, sie hat Reker umgebracht?
Aber wo ist sie dann?
Was, wenn sie entführt wurde, wenn ...
Wenn Reker sie entführt hat?
Wir finden sie.
Hm?
Reker hat die gleichen Male am Hals.
Das war der, den wir suchen, aber ...
Was hat Kim damit zu tun?
Was, wenn er sie in seiner Gewalt hat?
Ich fahr dich nach Hause. Ist schon gut.
Kim ist deine Schwester...
Hörst du mich nicht?
Ich mein's nur gut.
Pia.
Als das damals mit Arthur war, da ...
... hast du auch weitergemacht.
Es ist immer wieder erstaunlich,
wie wenig man eigentlich über den anderen weiß, oder?
* bedrohliche Musik *
Die Suche nach Kim Freitag hat absolute Priorität.
Der abgestellte Wagen, die Male an Rekers Leiche.
Wir müssen annehmen, dass sie in der Gewalt des Serienmörders ist.
Aber Reker ist 'n Mann. - Und die Folie fehlt.
Der Täter muss unter Druck stehen.
Er wurde überrascht, musste schnell handeln.
Wir müssen das Umfeld Reifenrath observieren.
Sascha Lindemann, Joachim Vogt ... Fridtjof Reifenrath.
Ja, den auch.
Oliver, das ist nicht zu schaffen. Wir sind nicht genug Leute.
Wir können nicht gleichzeitig observieren ...
Ich kann nicht zaubern. Ich kümmere mich darum
und ich werde auch ab jetzt an den Ermittlungen teilnehmen.
Noch Fragen?
Dr. Kim Freitag ...
... Sie hatte ein Kind.
Sie wissen schon, dass sie meine Schwester ist?
Mit allem Respekt, Dr. Harding.
Sie sind hier, um uns zu unterstützen nicht, um ...
... abstruses Zeug in die Welt zu setzen.
Na ja, ich versuch's jetzt bei ihr zu Hause.
Bleibt mir ja gar nix anderes übrig.
Ja, ich passe auf mich auf.
Ich steig danach sofort in den Zug nach München.
Abholen wäre super.
Ja, ich komme um 19.16 Uhr an.
Du, ich glaube, ich bin da.
Ja. Bis dann. Tschüss.
Hallo?
Hallo. Ist Frau Dr. Siebert zu sprechen?
Wer will sie denn sprechen?
Fiona Fischer. Frau Siebert kennt mich.
Es geht um unser letztes Gespräch. - Ja, ja, ja, ich weiß.
Kommen Sie doch erst mal rein.
Okay ...
Danke.
Meine Frau ist noch nicht hier, aber müsste jeden Moment kommen.
Wollen Sie was trinken?
Ich muss eigentlich gleich zum Bahnhof.
Martina hat mir von Ihnen erzählt.
Das hat mich ...
Wir wollen Ihnen da unbedingt helfen.
Furchtbar.
Furchtbar, wie sich manche Mütter verhalten.
Ich kenne das.
Ich will Sie nicht vollquatschen. Nehmen Sie doch Platz.
Kaffee?
Äh ... Ja, danke.
Ja, Kaffee ist gut, aber alle.
Bin gleich wieder da.
Wann genau kommt Ihre Frau wieder?
Jeden Augenblick.
Gut.
* Das Telefon klingelt. *
* Mailboxsignal *
"Schatz, ich bin gut angekommen."
"Die Klinik ist ein Traum."
"Von meinem Büro schaue ich direkt auf den See."
"Du wirst neidisch sein."
"Du kommst am Wochenende? Wir gehen in die Berge."
"Ah, die Kollegen, ich muss auflegen."
"Ich melde mich später, ja?"
"Küsse, Tschüss."
* bedrohliche Musik *
Fiona?
Ich muss doch zum Zug.
Das ... - Tut mir leid.
Schönen Tag noch.
Tschüss. - Nein, nein, nein!
* beklemmende Musik *
Äh, Pia?
Kommst du mal bitte?
Okay.
Ich hab mir mal Kims Mailaccount angeschaut.
Es gibt da mehrere Mails einer gewissen Tina.
Vielleicht kennst du die ja.
Tina wer?
Tja.
Tina ... "SonneMondundSterne69" ...
Keine Ahnung. Tina.
Nie gehört.
Sie schreibt: "Deine Tochter ist jetzt 24 Jahre alt."
"Sie heißt Fiona Fischer und will dich ..."
Das kann nicht sein, Kim hat keine Kinder.
Das ist ...
... vollkommen absurd.
Soll ich mal Dr. Harding ... Ich bin doch nicht bescheuert.
Wo war Kim vor 25 Jahren, Pia?
Sie hat studiert, in Berlin.
Und du?
Ich war in Frankfurt.
Wir haben uns selten gesehen, okay.
Aber trotzdem,
so eine Schwangerschaft, die kriegt man doch mit.
Pia, wenn das stimmen würde,
dass sie schwanger war und ihr Kind weggegeben hat,
dann würde Kim genau in das Beuteschema passen.
* dramatische Musik *
(unterdrückt) Hilfe!
Du bist doch selbst dran schuld!
* Fiona schreit. *
Warum denn?
Sei doch ruhig!
* dramatische Musik *
Wir haben jetzt eine Fahndung nach Fiona Fischer ausgeschrieben.
Die anderen versuchen rauszukriegen, wer diese Tina ist.
Ich versteh das nicht.
Wieso gibt sie das Baby einer fremden Frau und nicht mir?
Warum hat sie nichts gesagt?
* lautes Schluchzen *
An Ihnen liegt das bestimmt nicht.
(Moderator) "Das war's für heute,
wir haben unsere Wette gewonnen, viel Glück, Mädels."
"Danke schön und gute Nacht."
"Auf Wiedersehen und bis zum nächsten Mal!"
* bedrohliche Musik *
Haus Lindemann, Position bezogen.
"Verstanden. Team 2, wie sieht's bei euch aus?"
Ja. Wir sind auf Position.
"Zentrale für Team 3. Wie ist die Lage?"
"Wir haben Sichtkontakt."
"Verstanden. Ende."
Und?
Was Neues von den Überwachungsteams?
Alles ruhig.
Gehst du nicht nach Hause?
Ich bleib heut hier, Christoph weiß Bescheid.
Versuch, ein bisschen zu schlafen.
Bis morgen.
* beklemmende Musik *
* Sie stöhnt. *
* Sie stöhnt. *
* Sie schreit. *
* Sie atmet schwer. *
* lauter werdende elektronische Musik *
* "Fade to Grey" von Visage *
♪ Devenir gris
One man on a lonely platform
One case sitting by his side
Two eyes staring cold and silent
Shows fear as he turns to hide
We fade to grey
We fade to grey
Un homme dans une gare isolée
Une valise à ses côtés
Deux yeux fixes et froids
Montrent de la peur lorsqu'il
Se tourne pour se cacher
We fade to grey ♪
* Die Musik stoppt. *
* Eine Tür fällt zu. *
Morgen. Morgen, Oliver.
Guten Morgen.
* Schritte *
Der Schlüssel zum Täter ist der Ertrinkungstod von Nora Bartels.
Das ist die Ursprungstat.
1981.
Die Geburt des Serienmörders.
Laut Akte war das ein Unfall.
Claas Reker war mit Nora im Boot.
Aber er ist nicht unser Täter.
Außerdem, Reker ist tot.
* beunruhigende Klänge *
(Nora, gedämpft) Hör auf. Hör auf damit!
Hör auf! * Schrei *
Du Vollidiot.
Selber schuld. Zicke.
Hey, bleib da! Claas!
Ich häng fest!
Hilfe!
Claas, komm zurück!
* aufwühlende Musik *
* dramatische Klänge *
Mir haben Ihre Fragen am Telefon zu denken gegeben.
Ich bin Elkes Unterlagen durchgegangen
und habe das hier gefunden.
Es ist erschütternd, wie wenig ich über das Leben meiner Frau wusste.
Ich schau mal, ob Kai mittlerweile den Namen dieser Tina hat.
Ich kannte diese Briefe nicht.
Frau Reifenrath hat meiner Frau über Jahre regelmäßig geschrieben.
Sie bedankt sich für Spenden.
Sie schreibt über einen kleinen Jungen,
seine Entwicklungsschritte.
Sie lädt jedes Jahr zur Muttertagsfeier ein.
"Liebe Frau von Donnersberg,
Joachim hat sich sehr über den Teddy gefreut."
(Rita) Sehr über den Teddy gefreut.
(von Donnersberg) "Gerade übt er fleißig ein Gedicht ein."
Gerade übt er fleißig ein Gedicht ein,
das er Ihnen zum nächsten Muttertag vortragen will.
Sie können stolz auf den Jungen sein.
Meine Frau ist jahrelang am Muttertag
zu ihrer Mutter nach Hamburg gefahren.
Zumindest hat sie mir das gesagt.
Aber wenn ich diesen Briefen Glauben schenke,
war sie tatsächlich in Mammolshain.
Um ihren Sohn zu besuchen.
Zumindest bis 1980. Dann ist Elkes Mutter gestorben.
Sie hatte also keinen Vorwand mehr für die Reise zu Joachim.
Aus den Briefen schließe ich,
dass sie danach nicht mehr in Mammolshain war.
Sie hatten auch gemeinsame Kinder, oder?
Ja, zwei Söhne.
Aber ich hätte dieses Kind doch aufgenommen.
Ich hätte es adoptiert.
Warum hat sie mir nicht vertraut?
Wie war der Mädchenname Ihrer Frau?
Vogt.
Elke Vogt.
* beunruhigende Musik *
* Klopfen *
Joachim Vogt, wir müssen ihn festnehmen.
Also, Durchsuchungsbeschluss und Haftbefehl wären da.
Na, dann los. Moment, Moment.
Das entscheide ich, Pia. Dann gib den Befehl.
Wir dürfen nicht den Kopf verlieren.
Heute ist Muttertag! Der Typ hat Kim in seiner Gewalt.
Eben. Ich glaub nicht, dass Vogt seine Opfer bei sich versteckt.
Das Risiko, entdeckt zu werden, wäre zu groß.
Dann prüfen wir es und nehmen ihn fest,
sofort. Damit würden wir ihn warnen.
Die Techniker vom LKA
überprüfen Vogts Haus mit Wärmebildkameras und TTWS.
Dann wissen wir, ob außer Vogt noch Personen im Haus sind.
Wir beruhigen uns jetzt mal. Unsere Nerven liegen blank.
Außerdem, Vogt wird rund um die Uhr observiert.
Sein Handy und Festnetz werden überwacht.
Er kann nicht entkommen. Was ist? Schau mal bitte.
Aber wo ist Kim? Ich bin mir ziemlich sicher,
dass er sie woanders gefangen hält.
(Engel) Was ist mit dem Reifenrath-Haus?
Kröger checkt Keller und Grundstück nach Verstecken.
Wir müssen Vogt dazu bringen,
uns zum Versteck zu führen. Wie?
Vogts Frau ist Ärztin, Martina Siebert.
Sie ist Reproduktionsmedizinerin.
Das ist die Tina, die deiner Schwester schrieb.
Was?
In der Mail wird Fiona Fischer erwähnt.
Jetzt hat sich ihr Freund bei Kollegen in Frankfurt gemeldet.
Er war gestern Abend mit Fiona in München verabredet,
aber sie ist nie angekommen und nicht mehr erreichbar.
Das Letzte, was er von ihr gehört hat, ist,
dass sie Martina Siebert in ihrem Privathaus treffen wollte.
Bei Vogt?
Und wo finden wir diese Siebert? In Bayern, am Tegernsee.
Sie tritt gerade eine neue Stelle in einer Klinik an.
Wir müssen sie herholen, wir brauchen ihre Hilfe.
Im Moment geht's gar nicht. Rufen Sie Ende der Woche noch mal an.
"Ich muss Sie sprechen, und zwar sofort."
Daher bitte ich Sie, zu kooperieren.
Was soll das? "Ich werde Ihnen alles erklären."
Das können Sie nicht machen.
"Die zwei Beamten nehmen Sie jetzt mit."
Ich bitte Sie, mit niemandem zu sprechen.
Deswegen werden die Beamten Ihnen jetzt das Telefon abnehmen.
Dürfen Sie das überhaupt?
Kommen Sie bitte mit? Und das Handy bitte.
"Ja, ich darf das."
Auf Wiederhören.
* schweres Atmen *
* Ächzen *
* angestrengtes Stöhnen *
Hallo!
Hilfe!
* ruhige Klänge *
Kommen Sie, Frau Siebert.
Ist das wegen Fiona Fischer? Ja, auch.
Ich weiß, dass das ein Fehler war. Da lang.
Setzen Sie sich doch bitte.
Ach so, das können Sie auch wiederhaben.
Danke.
Wissen Sie, wo sie ist?
Nein. Ich hab versucht, Kim zu erreichen.
Aber sie antwortet nicht.
Warum wollten Sie mit ihr sprechen?
Wegen Fiona Fischer.
Was ist damals passiert?
Bodenstein.
Mitte der 90er hab ich in einer Kinderwunschpraxis gearbeitet.
Jeden Tag Frauen, die unbedingt ein Kind wollen.
Und dann wurde meine beste Freundin ungewollt schwanger.
Frau Freitag?
Ja. Aus irgendeinem Grund hat sie es zu spät bemerkt.
Zu spät für eine Abtreibung.
Reden Sie weiter.
Sie wollte kein Kind, sie wollte in die USA und Karriere machen.
Warum hat sie es nicht zur Adoption freigegeben?
Das habe ich ihr geraten.
Aber sie war psychisch schwer angeschlagen.
Und weiter?
Na ja, dann, dann hatte ich diese Idee.
Auf der einen Seite Frau Fischer, die unbedingt ein Baby wollte.
Auf der anderen Kim, die es loswerden wollte.
* beunruhigende Klänge *
* schweres Atmen *
Ich wollte nur helfen. Dann steht diese junge Frau da,
will ihre biologische Mutter treffen.
Was haben Sie gemacht? Ich habe Kim angerufen.
Aber sie war nicht da, und zurückgerufen hat sie auch nicht.
Haben Sie Ihrem Mann davon erzählt?
Ja, nachdem Fiona bei mir war.
Ich war wütend auf Kim und habe ihm das erzählt. Warum?
Wir haben den Verdacht, dass er Kim Freitag in seiner Gewalt hat.
Darüber hinaus glauben wir,
dass er für den Tod von mindestens sechs Frauen verantwortlich ist.
Das ist absurd. * Handy vibriert. *
Das ist völliger Quatsch.
Was sagen Sie denn da? Mein Mann ist ein liebenswerter, feiner Mensch.
Vom Labor.
Es gibt eine DNA-Spur,
die wir in Kim Freitags Haus sichergestellt haben.
Wir konnten sie eindeutig Ihrem Mann zuordnen.
Die meisten der getöteten Frauen haben ihre Kinder weggegeben.
Eines der Opfer war Elke von Donnersberg.
Sie ist die Mutter Ihres Mannes.
Nein, die Mutter meines Mannes ist bei seiner Geburt gestorben.
Da hat er Sie angelogen.
Wir vermuten,
dass sich Ihr Mann an Frauen rächt, die ihre Kinder weggeben.
Wie ihn seine Mutter zu Rita Reifenrath abgeschoben hat.
Jetzt hat er erfahren, dass auch Kim Freitag ihr Kind weggab.
Frau Siebert, Sie müssen uns helfen.
Wo könnte Ihr Mann Kim Freitag gefangen halten?
* getragene Musik *
(brüllt) Du blöde Sau!
Besetzt. - Die kommt eh nicht.
Doch. Heute nimmt sie mich mit. - Sicher nicht.
Das kannst du doch gar nicht wissen.
Das geht gar nicht. - Und warum nicht?
Bastarde werden nicht mitgenommen.
Du bist doch nur neidisch, weil deine Mama tot ist.
Joachim, deine Mutter schafft es diesmal nicht.
Was? - Ja.
Sie schafft es wohl gar nicht mehr. Sie kommt gar nicht mehr.
(lacht) Ach, Frau Schröder!
(Frau) Frau Reifenrath.
Sie will mich heute mitnehmen. Sie hat's versprochen.
Bitte, jetzt setz dich.
Wir müssen sie anrufen! Sie muss kommen!
Setz dich erst mal zu Fridtjof. Wir reden nachher drüber. Kommen Sie?
Wunderschön, vielen Dank.
(flüstert) Bastard, Bastard, Bastard.
* beklemmende Musik *
(Nora) Hör auf, hör auf damit. - (Claas) Nein.
Doch, hör auf damit.
Claas, hör auf damit.
(Claas) Wir kippen nicht um. Ich halt dich doch fest.
(Nora) Hör auf!
* Schrei, Platschen *
(Nora) Hilfe!
* "Fade to Grey" von Visage aus den Kopfhörern *
* unheilvolle Klänge *
* Er atmet tief durch. *
* Nachrichtenton *
Ist das Ihr Mann?
Was mach ich denn jetzt?
Jetzt geht's los.
* Funksignal *
"Kai, ich bin's."
"Vogt wird jeden Moment das Haus verlassen."
* Vogelzwitschern *
* entferntes Hundebellen *
Achtung, er kommt jetzt raus.
"Bleib an ihm dran."
"Ich bin mir sicher, er führt uns zum Versteck."
* Tüte raschelt, Tonne wird geschlossen. *
Doch nicht, er geht es wieder zurück ins Haus.
"Okay, verlier ihn bloß nicht aus den Augen."
* Tüten rascheln. *
* Vogt schnieft. *
* Sie keucht. *
(flüsternd) Hallo?
* kräftiges Klopfen *
(außer Atem) Hilfe!
Ist da jemand?
* dumpfes Rumpeln *
* kräftiges Klopfen *
* Tritt verhallt. *
* kräftige Tritte *
* entferntes Klopfen *
* kräftige Tritte *
* Kim atmet schwer. *
* Vogelgezwitscher *
* entferntes Bellen *
* angespannte Klänge *
* Autotür fällt zu. *
Achtung, Vogt hat jetzt das Haus verlassen und fährt los.
"Ich bleib dran."
* Motor startet. *
* unheilvolle Musik *
* Blinker *
Okay, ja, er fährt Richtung Frankfurt.
Was, wenn er sein Versteck am Flughafen hat?
In dem Tunnelsystem kennt er sich aus.
Ein Team von uns fährt zum Flughafen
und eins durchsucht Vogts Haus. Ich fahre zum Flughafen.
Wir fahren zu Martina Siebert nach Hause.
Claas Reker ist nur ein Kollateralschaden,
Fiona Fischer vermutlich auch.
Aber Kim Freitag wird er nach seinem Ritual töten.
Er muss seine eigenen Regeln befolgen,
nur so kann er Befriedigung erfahren.
* angespannte Musik *
* Reifen quietschen. *
* Reifen quietschen. *
(Kai) Okay, hab ihn wieder.
Und? (Christian) Bisher noch nichts.
* Schritte entfernen sich. *
Christian, den Computer nehmen wir mit.
(Christian) Logisch.
Ist doch komisch.
Was ist?
Das passt doch vom Grundriss gar nicht.
Was soll das sein, ein Kamin?
* helles Klopfen *
* dumpfes Klopfen *
(Christian) Rigips.
Vielleicht war da mal eine Tür.
Mit einer Axt sind wir da ruckzuck durch.
Auf geht's.
* angespannte Musik *
Okay, er geht jetzt Richtung Haupteingang.
(Engel) "Wenn er drin ist, übernehmen wir."
"Sie fahren dann bitte zurück ins K11."
(Kai) Alles klar.
* angespannte Musik *
Hallo, wer ist hier der Chef vom Dienst?
Hallo. Ich melde Sie an.
(Frau) Tag, Martin.
Hallo. - (Martin) Hallo.
(Engel) Tag.
Das ist der Gang zu Vogts Büro.
(Engel) Mhm.
Martin, bringst du den bitte mal auf die 1?
* Tastatur klackert. *
(Engel) Okay. - Da ganz hinten ist sein Büro.
Gibt es da noch weitere Kameras?
Nein, nur der Haupteingang und der Eingangsbereich.
Wo wir nichts sehen können, kann er da anders rein oder raus?
(Frau) Nein, er muss hier durch, um das Gebäude zu verlassen.
Das ist schon mal was. Der Mann am Eingang weiß Bescheid?
Ja. Was wird Vogt denn vorgeworfen?
Mutmaßliche Entführung und mehrfacher Mord.
* angestrengte Laute, Schaben *
* dumpfes Klopfen *
* dumpfes Klopfen *
* leises Klirren *
* Klopfen *
* Klopfen *
* Poltern *
* Pia schreit vor Schmerzen. *
* Klopfen * Leuchte mal hierhin.
"Rianne van Vuuren".
Seine Trophäen.
Mandy Simon.
Hier sind noch mehr: Elke von Donnersberg.
Jetzt haben wir die Beweise, die wir brauchten.
* düstere Musik *
* stumme Schreie *
Danke.
(Engel) Hey. Er ist noch in seinem Büro.
Und was macht er da?
Arbeiten. Er ist im System eingeloggt.
Jens, wo könnte Vogt hier unbeobachtet Menschen verstecken?
Das ist ein riesiges Labyrinth hier.
Theoretisch gibt es unendlich viele Möglichkeiten.
Harding meint, dass er sein Ritual durchziehen wird.
Dafür braucht er Wasser.
Wo könnte er Menschen verstecken und hat Wasser in der Nähe?
Wasser gibt's überall.
Wasser, um Menschen darin zu ertränken.
Es gibt die Regenrückhaltebecken an den Rollbahnen, hier etwa,
das ist aber sehr nah am Tor 30.
Oder das, aber da ist gleich die Feuerwache.
Und wo sind wir jetzt hier? Wir sind hier oben.
Das bei der Trafostation, das wäre vielleicht eine Option.
Oder das, das ist vielleicht noch besser.
(Frau) Er ist nicht mehr eingeloggt.
Was? - Er ist ausgeloggt an seinem PC.
Schicken Sie ganz schnell jemand in sein Büro.
(Frau) Manuela, schaust du nach? - Mach ich.
* angespannte Klänge *
* unheilvolle Klänge *
(Manuela) Er ist nicht da.
Hä?
Das kann doch gar nicht sein. Wir hätten ihn sehen müssen.
Spul zurück, bis Vogt reinkommt.
Gibt es noch einen zweiten Ausgang?
(Frau) Nein.
(Engel) Okay, da kommt er.
Ja, und jetzt?
Leg mir mal auf die 1, wer seitdem da rausgekommen ist.
* Tastatur klackert. *
(Martin) Hm, da war nur einer.
(Engel) Der da jetzt?
(Frau) Das ist der Einzige, der da rausgekommen ist.
(Engel) Das ist er nicht, so sieht er nicht aus.
Guck mal, der Koffer.
Das muss er sein.
(Engel) Sie haben Recht.
Das war vor 20 Minuten.
Wo geht er denn hin?
Wir müssen wissen, wo er hingeht!
Und jetzt, wo ist er jetzt?
Er ist nicht durch den Haupteingang und nicht durch die Tiefgarage.
(Engel) Dann muss er noch im Haus sein.
Der muss da sein.
Es gibt diesen Zugang zum Tunnelschacht,
haben wir da eine Kamera?
* Tastatur klackert. *
Da ist er.
Und wo geht's jetzt da lang?
Wissen wir nicht.
Das. Da. - (Engel) Ja, und?
Das ist Richtung Osten, das muss Richtung Tor 33 sein.
Da ist auch ein Rückhaltebecken und ein verlassener Technikraum.
Können Sie uns da hinbringen?
Ich? Ja.
Klar.
Gehst du bitte mit?
Ich bleibe hier, ich kontrolliere die Monitore.
Bleib du auch hier, falls er woanders auftaucht.
Kannst du noch mal zurückspulen?
Stopp.
Und jetzt mal langsam vorwärts.
Langsam.
Stopp.
Der ...
Der weiß, dass er beobachtet wird, oder?
Vielleicht will er das sogar. Vielleicht will er ...
Ich seh mich noch mal im Büro um.
(Engel) Also, hinter dem Tor ...
Danke.
Wir sind gleich da,
hinter der Schleuse hier rechts ist der Technikraum.
Moment.
Okay.
Was ist denn da los?
* bedrohliche Musik *
"Hinterlassen Sie nach dem Piepton eine Nachricht."
Harding meint doch, Nora Bartels sei die Ursprungstat.
Vielleicht ist er zum Ursprung zurück.
Ich glaube, es gibt außerhalb einen Eingang zum Bunker.
Wir müssen dahin. Ruf mich zurück, Oliver, schnell.
Stromausfall.
Wie kann am Flughafen der Strom ausfallen?
Der kann eigentlich nicht ausfallen.
Außer, jemand hat es manipuliert.
Vogt?
Checkst du mal die Tür, bitte?
Das ist 'ne Falle.
Scheiße.
Wir brauchen Verstärkung hier.
Bei Reifenrath, okay.
Da ist es.
Wenn du hier drückst ...
* Sie stöhnen. *
* leise, beklemmende Musik *
(flüsternd) Wasser.
Mist.
Ja, geh.
* Poltern *
* dramatische Musik *
* Die Musik klingt aus. *
* Poltern *
* düstere Musik *
* dumpfe, bedrohliche Musik *
* Er ächzt. *
* düstere Musik *
* Ächzen *
Herr Vogt?
Bitte, erschrecken Sie sich nicht.
Ich bin's, Pia Sander.
Weg! Geh weg! Ich will nur mit Ihnen sprechen.
Und?
Was machen wir jetzt?
Hä?
(ruft) Hä?
Okay. Ich ...
Ich bin jetzt unbewaffnet.
Hä? Legen Sie Ihre Pistole zur Seite.
Ich will Ihnen helfen. Stopp!
(flüstert) Stopp.
* Stöhnen *
Stopp.
Ich hab mit dem Mann Ihrer Mutter gesprochen.
Gero von Donnersberg.
Er war traurig,
als ich ihm von Ihnen erzählt hab. Das ist gelogen.
Das ist gelogen!
Er hätte Sie gerne adoptiert als ...
seinen Sohn. Sie lügt, sie lügt.
Sie lügt! Sie lügt!
Es ist schlimm, was Ihnen angetan wurde.
Schauen Sie mich an.
Sie müssen das nicht tun. Stopp!
* Schuss *
* Keuchen *
* angestrengtes Stöhnen *
* ruhige Klänge *
(flüstert) Pia? Pia.
(Nora) Claas, komm zurück!
Ich häng fest!
Hilfe!
Hilfe!
Komm zurück!
Claas!
Claas!
Ich ... ich häng fest.
Hilf mir mal.
Joachim.
Hilf ... hilf mir.
* dramatische Musik *
* Keuchen *
Nicola, ich brauch noch deine Waffe.
Ist gerade noch mal gut gegangen.
Ja.
* ruhige Klavierklänge *
Hallo, Fiona.
Ich bin ... Pia Sander, Kriminalhauptkommissarin.
Schön, dich kennenzulernen.
Wir gehen zum Rettungswagen.
Ich finde eigentlich, wir haben das ... gut gemacht.
Na ja, ohne Sie ...
Wollen wir das nicht mal einfach lassen?
Was? Das mit dem Sie.
(lacht) Okay.
Nicola.
* schmerzerfülltes Stöhnen * Oh.
Pia.
Ich glaub, ich muss mich da noch dran gewöhnen.
Das schaffst du schon.
Ähm, soll ich dich mitnehmen?
Ich brauch noch ein bisschen.
Verstehe ich.
Bis morgen.
* beklemmende Musik *
Du hast Familienzuwachs.
Verrückt. Ja.
Und die wissen es noch gar nicht.
Wann redest du mit ihnen?
Morgen?
Morgen.
* getragene Musik *
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2022
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