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Ich bete zum Universum,
dass ich gerade nicht einen sechs Monate alten Post gelikt habe.
Danke.
ICH LASSE ALLES LOS, WAS MIR NICHTS NÜTZT.
ICH ÜBERWINDE DIE ÄNGSTE UND BESCHRÄNKUNGEN DER ANDEREN.
ICH BEANSPRUCHE MEINE KRAFT UND ÜBERWINDE GRENZEN.
Hallo, meine Lieben.
Sprecht mir nach.
Ich überwinde die Ängste und Beschränkungen der anderen.
Ich überwinde die Ängste und Beschränkungen der anderen.
Ich beanspruche meine Kraft und überwinde alle Grenzen.
Ich beanspruche meine Kraft und überwinde alle Grenzen.
Achtung!
Ich bin fertig.
Bekomme ich Handy-Zeit? -Nein, aber ein paar Zusatzaufgaben.
KAYLA! GEHEN WIR ZUM ABIBALL?
Los, Jamie.
Jamie, wir sind nicht in Amerika. Hier heißt das Abschlussball.
Außerdem...
MÖCHTEST DU MIT MIR ZUM ABSCHLUSSBALL GEHEN?
Und wieso steht hier ein Ausrufezeichen?
Das wird total überstrapaziert.
Bitte.
Also, möchtest du? -Natürlich, du Idiot!
Okay, das reicht, danke.
Wir sind nicht beim Nachmittagsfernsehen. Alle wieder an die Arbeit.
Ich überwinde die Ängste und Beschränkungen der anderen.
Ich beanspruche meine Kraft und überwinde alle Grenzen.
Ich hab sie mir nur geliehen.
Randall hat Sophia über Facebook zum Ball eingeladen.
Oh mein Gott!
Anstelle von Mandelmilch hat er mir Sojamilch geholt. Das war Absicht.
Manche machen sich lustig darüber. Aber ich vertrage eben keine Laktose.
Ich sage, ich will etwas, das ich eigentlich nicht will.
Dann tut er, was ich sage,
wobei ich eigentlich... das Gegenteil meine, verstehst du?
Aber ich kann ihn nicht feuern, die dürfen alles bei dem Arbeitsrecht...
Liebling, du machst es nur schlimmer. -Hör auf!
Was hast du vor? -Ich lade ein Mädchen zum Ball ein.
Super.
Ich bin lesbisch.
Mama...
Du bist so engstirnig!
Ich überwinde die Ängste und Beschränkungen der anderen.
Ich beanspruche meine Kraft und überwinde alle Grenzen.
Das lief ja... richtig gut.
ELLIE & ABBIE (& ELLIES TOTE TANTE)
Ich müsste sauer sein! Stell dir vor, deine eigene Nichte erkennt dich nicht!
Stell dir vor, eine Fremde im Bad will deine tote Tante sein!
Ich hätte mich nicht in der Dusche versteckt, wenn da die Tür ist!
Du solltest nach deiner Mutter sehen. Sie regt sich seit einer Stunde auf.
Typisch Mama. Ich hocke mit einer Fremden im Bad,
während sie heimlich raucht und sich um sich selbst sorgt.
Ich bin so aufgebracht.
Und jetzt rauche ich, was ich normalerweise nie tun würde.
Heftig. -Wieso spukst du nicht um sie herum?
Sie freut sich sicher, dich zu sehen. -So läuft das nicht.
Wie denn dann? -Oh Gott, fast hätte ich es vergessen!
Glückwunsch zu deinem Coming-out.
Ich bin Tara. Deine Patin für alle Schwulitäten.
Verstehst du? Schwul, Schwulitäten?
Schwul, also homosexuell... Egal.
Sich zu outen, ist schwer.
Und ich wurde hergeschickt, um dir zu helfen.
Na los.
Komm. So ist's gut.
Komm zu Tantchen.
Sehr gut.
Okay, alles klar. Noch nicht.
Faustcheck? Nein.
Nein! -Hallo!
Also, ich nehme an,
nicht jeder, der sich outet, kriegt so eine Patin?
Nur Leute mit homosexuellen Verwandten, die vor deren Geburt verstarben
und ihre Weisheit nie weitergeben konnten.
Hättest du einen schwulen Onkel, also einen Schwonkel,
oder in diesem Fall eine lesbische Tante, also eine Lesberante...
Gut, also...
Versteh mich nicht falsch, aber...
Ich glaube nicht, dass du... - Ich weiß. Das alles ist beängstigend.
Ich hab keine Angst. Mir geht's gut.
In meiner Stufe sind fünf Leute andersrum. Kein Thema.
Zu deiner Zeit war das anders.
Aber ich brauche keine Hilfe. -Okay.
Wie süß, Ellie. Schon klar. Dann reden wir doch mal über heute.
Deshalb bist du aufgetaucht? -Ich war von Anfang an da.
Die Hausarbeit über australische Politiker.
Ätzend! -Moment.
Wo warst du? -Genau hier.
Natürlich konntest du mich noch nicht sehen.
Ich tippe das schon für morgen ab. -Danke.
Bis dann.
Und da war sie!
Die Erkenntnis, dass du lesbisch bist.
Ich konnte mich aber erst zeigen, als du es ausgesprochen hattest.
Was du zum Glück getan hast, bevor du zur Tat schreiten konntest.
Wie hast du dir das gedacht? -Ich nehme ein Video auf
und poste es bei Facebook. -Was immer das ist, es klingt furchtbar.
Alle Heteros in meiner Klasse machen das. -Und springen sie von der Brücke, dann...
Was ist, wenn sie nicht will?
Wenn sie nicht auf Mädchen steht?
Das tut sie.
Glaube ich.
Jemand hat's mir erzählt. -Hast du mit ihr geredet?
Natürlich. -Nicht über Australiens Premierminister!
Manchmal reicht es, einen Wunsch ins Universum hinauszurufen,
damit er erfüllt wird.
SPRICH ES AUS
Vergiss es. -Lass mich dir doch helfen!
Gib mir nur eine Chance.
Und bitte poste nichts.
Ich kann dich besser beraten als ein Planet.
Es geht gerade um Enkel.
Was? -Deine Mutter.
Das spielt da wohl mit rein.
Also sag ihr, dass sie ein Enkelkind bekommt, und alles ist gut.
Nein. -Okay.
WAHNHAFTE STÖRUNG AUSLAND-KLINIK
Achtung!
Entschuldigung.
Schon okay.
Nicht in der Öffentlichkeit! -Schon gut, ich rede, du hörst zu.
Wie in 'nem Krimi-Podcast. -Was ist das?
Was willst du? -Meine Chance!
Wenn es funktioniert, nimmst du meine Hilfe an, okay?
Okay, Tara.
Also, zuerst müssen wir rausfinden, ob sie auf Mädchen steht.
Zum Glück habe ich eine absolut sichere Taktik, um das herauszufinden:
Und zwar? -Frag sie,
wer ihr Lieblings-Footballspieler ist.
Wenn sie welche kennt, weißt du Bescheid. -So ein Schwachsinn!
Ich sag ja nur, dass du überrascht wärst. - Ich muss den richtigen Moment finden.
Sie muss die ganze Woche nachsitzen. -Was? Du stehst also auf böse Mädchen...
Das würde ich gern streichen. -Ja, ich auch.
Nachsitzen, ja?
Ich meine...
Wenn ich du wäre...
Die Schülersprecherin muss nachsitzen?
Yep. -Was hast du gemacht?
Du weißt schon...
Nein, deswegen frage ich ja.
Müll fallen lassen.
Echt?
Ja. Das scheint ein schlimmes Delikt zu sein.
Stimmt, das ist echt scheiße.
Ich meine, da draußen sind an die 50 Papierkörbe.
Da läuft man fünf Schritte und wirft seinen Müll rein.
Tut mir leid. Das bringt mich echt auf. -Schon okay.
Das landet alles im Meer, die Vögel fressen es... - Du hast recht.
Du hast doch diese Umweltgruppe geleitet, von wegen Müll einsammeln und so?
Ja, das war ich.
Was für 'ne Ironie.
Was hast du gemacht?
Ich... hab im Büro des Direktors das A-Wort gesagt.
Aus Versehen? -Nein, ihm ins Gesicht.
Wieso das? -Weil er einer ist.
Ja, ich finde auch, dass er einer ist.
Echt? Ich finde ihn eigentlich ziemlich cool.
Wir haben hitzig diskutiert. Er hatte es verdient.
Aber ich werd ihn nie wieder so nennen. -Ja, klar.
Wie auch immer... -Ja, klar.
Mal sehen, was wir für unsere Hausarbeit bekommen.
Ja, das war echt aufschlussreich.
Du meinst den Typen, der das Referendum abhalten wollte und dann doch nicht?
Ja, wahrscheinlich finde ich es interessant,
wenn Männer fast etwas tun und dann...
... doch nicht.
Weißt du, mein Thema für Geschichte ist echt düster.
Über eine Frau, die wegen ihrer Ideale getötet wurde.
Klingt ja schlimm. -Aber auch spannend.
Ich kann nicht aufhören zu lesen, zu recherchieren.
Als ob... man einen Autounfall verfolgt. Man kann einfach nicht wegschauen.
Was ist dein Thema? -Faith Underwood.
Ist das die mit den Motivationssprüchen? -Ja. Ich finde sie toll.
Das ist eine ganze Wissenschaft, nicht nur was Spirituelles.
Ich versteh's nicht ganz, aber es macht mich erfolgreich in der Schule.
Und das liegt nicht daran, dass du klug, nett und fleißig bist?
Nein.
Interessierst du dich für Football?
Ja.
Wer ist dein Lieblingsspieler?
Roger Federer.
Der spielt aber Tennis.
Echt? -Ellie?
Sie hier? -Miss Trimble, ja, hallo.
Was machen Sie denn hier? Das ist doch kein Stammtischtreffen.
Ich weiß. Aber ich muss heute nachsitzen.
Was?
Nein.
Hier stehen drei Namen und vier Leute sitzen hier. Sie sind nicht dabei.
Sind Sie sicher?
Ja.
Oh verdammt.
Nein, Sie sind nicht dabei. Sie müssen nicht nachsitzen.
Dann war das wohl ein Missverständnis.
Ich weiß nicht, wie es dazu kam, aber scheinbar ist es so.
Kommen Sie. -So 'n Wirrwarr.
Die Arme hatte fast 'nen Herzinfarkt. -Ja.
Sieht aus, als hättest du nur so getan. -Zu dumm.
Wir sehen uns. Oder auch nicht...
Ich hoffe, du hast nur so getan.
Ich könnte niemals eine Umweltsünderin mögen.
Also...
Okay, alles klar. Bis später!
Dann nannte sie mich "engstirnig".
Meine Tochter! Sie hat noch nie so was zu mir gesagt.
Und woher hat sie dieses Wort? -Das hört man heute überall.
Du hättest ihre Augen sehen sollen... -Sie meint das nicht so, sie war wütend.
Hey, bist du verrückt? Nicht in meinem Auto!
Sie hat mich einfach total überrascht, das ist alles. Ich...
Es stört mich nicht, wenn sie... Es war nur ein Schock.
Ich will nur das Beste für sie, dass sie es leicht hat.
Unmöglich. - Ich liebe sie trotzdem und respektiere ihre Entscheidungen.
Sag vielleicht nicht "Entscheidungen". -Ich würde normalerweise nie rauchen.
Ist das ein Uber-Auftrag? Wir können die Leute auf dem Heimweg einsammeln.
So ist das nicht gedacht. -Sie ist meine einzige Tochter!
Ja. -Mein einziges Kind. -Weiß ich.
Was ist mit Enkeln? Ich werde nie welche haben.
Jetzt halt den Mund! Du weißt, dass das nicht stimmt.
Und ich habe auch ohne Enkel ein tolles Leben.
Enkel muss man miterziehen. Mit Rückenschmerzen.
Scheiße. Ich bin so ein Trampel. Manchmal weiß ich nicht, was ich rede.
Im Grunde beleidige ich die ganze Zeit dein Leben.
Ja.
Du warst immer eine schreckliche Freundin.
Du bist eine kluge, tolle Frau, die mehr erreicht hat, als ich es je könnte,
und ich heule rum, weil meine Tochter ein Mädchen anhimmelt, was ist los mit mir?
Hallo, Liebes.
Heb das lieber auf, das ist Umweltverschmutzung.
Was soll das Ganze eigentlich? -Tante Patty?
Ja, Liebes? -Wieso tust du dir das an?
Sie hasst dich auch. -Nein...
Fühl dich nicht genötigt zu antworten. Und du drück dich nicht vor meiner Frage!
Was ist in dich gefahren?
Wo ist meine süße Tochter hin, ich meine...
Du bist total verändert, was wohl an diesem...
Sag jetzt besser nichts, was du bereuen könntest.
Es muss an diesem Mädchen liegen.
Ich laufe nach Hause, danke.
Lass es einfach...
Lass es.
Na, was habe ich dir gesagt?
Ich weiß nicht, ob du so hilfreich warst. -Nur ein kleiner Kritikpunkt:
Du hast sie nicht zu dem blöden Ball eingeladen!
Es hat sich nicht ergeben. -Das war deine Chance!
Der richtige Moment war da!
Ich frag sie morgen. Jetzt wird es leichter.
Du hattest noch nie ein Folgegespräch. -Was?
Ein Gespräch beim Wiedersehen nach dem ersten Date, dem ersten Kuss
oder der ersten Gefühlsoffenbarung.
Folgegespräche sind schwierig, auch wenn am Vortag alles gut war.
Das ist kein Thema mehr. -Da irrst du dich wohl.
Heutzutage textet man sich.
Schwierige Folgegespräche sind passé!
Ich schreib ihr was. Wir Millenials haben's gut.
Was?
LIEBE ABBIE...
HI, ABB...
Also, texten heißt, man starrt nur drauf? -Leise, ich konzentriere mich.
Ist "super" zu dick aufgetragen? -Nein.
Ich glaub schon. -Im Satz, bitte.
Es war super, dich heute zu sehen. -Weg damit.
Ja. -Wie leicht ihr es heute habt.
Ich glaube, ich rede morgen mit ihr.
Persönlich ist mir eh lieber.
Ich sollte jetzt mal heimgehen.
Es bleibt dabei: keine Gespräche in der Öffentlichkeit.
Man vergisst, dass du ein Geist bist. -Ich bin kein Geist!
Ich bin deine Patin für alle Schwulitäten.
Aber du solltest heimgehen und mit deiner Mutter reden.
Bist du auch auf ihrer Seite? -Nein.
Ich dachte, du solltest mir helfen? -Das stimmt ja auch.
Sie müsste dich anwidern. Was ist das mit euch alten Homos und eurer Toleranz?
Ich bin 28! -Erst Tante Patty und jetzt du!
Tante Patty? Du hast noch eine Tante?
Patty ist Mamas Freundin.
Sie war früher auch Anwältin, jetzt ist sie im Ruhestand.
Ich nenne sie Tante Patty, weil sie die Beste ist.
Patty.
Heißt sie Patricia?
Natürlich. Wie denn sonst?
Na ja, sie könnte auch Patrice oder... Patches heißen.
Nein. Aber ich kann sie gern fragen, ob sie eigentlich Patches heißt.
Es ist sicher schwierig...
... tot zu sein.
Nein.
Es ist einfach...
... nichts.
Mama redet nie von dir.
Na ja, es ist ja auch lange her
und seit damals ist viel passiert.
So viel auch wieder nicht. Nur ich.
Na ja, du bist doch was ziemlich Großes.
Viele Haare, viel Fleisch, viel Charakter.
Was hätte ich für deine Haare gegeben! Deine Mutter hatte auch solche.
Deine Mutter hat dir also nie erzählt, wie...
Du gestorben bist? Bei 'nem Autounfall.
Wusstest du das nicht? - Nein. Ich...
... erinnere mich an kaum etwas. Nur an deine Mutter.
Alles andere ist ziemlich vage.
Also...
Ich glaube, ich sollte jetzt wirklich gehen.
Tut mir leid, dass ich deinen Tod anspreche und dann gehe.
Schon okay. Ich hab ja gefragt.
Ellie... Was machst du hier?
Ich wollte mit dir reden. - Das ist gut. Ich...
Ich wollte auch mit dir reden, über...
... diese ganze...
... Sache.
"Sache". -Jetzt sei nicht so, ich geb mein Bestes.
Okay.
Das ist doch lächerlich! Wir haben immer über alles geredet.
Du bist meine beste Freundin. -Ich dachte, Patty.
Sie ist meine zweitbeste Freundin. -Nein, meine.
Und wer ist deine beste Freundin? -Du.
Genau.
Aber das ist nicht dein Thema. -Doch, aber...
Du schreist mich nur noch an. -Jetzt nicht!
Doch. -Du unterstützt mich nicht!
Na ja, du machst es mir schwer.
Tut mir leid, dass es so schwer ist, mich zu lieben!
Das ist lächerlich. Nein! Nein.
Ich kann mit diesem neuartigen Hinausstürmen nicht umgehen.
Du kannst gern gehen, aber bitte nicht...
... hinausstürmen.
Nein, nein, nein. -Was ist?
Geh weg! -Mein nächster Ratschlag steht noch aus.
Ich komme wohl gerade recht. -Einmal war okay, aber jetzt reicht es.
Alles ist gut. Geh jetzt! -Hab ich was verpasst?
Egal. Hier ist eine Liste mit Gesprächsthemen,
die das "schwierige Folgegespräch" erleichtern.
"Wen magst du lieber? k. d. lang oder Melissa Etheridge?"
Gott, du bauschst das Ganze total auf! Es ist nur ein einfaches Gespräch.
Und zwar kein Homosexuellen-Gespräch. -Gut!
Wenn du keine Hilfe brauchst, dann leg los.
Los, tu so, als wär ich Luft. Das bin ich ja sowieso, physisch und emotional.
Huch.
Das Nachsitzen hat wohl nichts gebracht.
Was machst du so? -Ich geh zum Unterricht.
Es ist Mittagspause. -Ja.
Wie läuft's? -Dir auch.
Alles okay? Du wirkst etwas nervös.
Was ist das? -Was?
Das... Buch. -Das ist mein Tagebuch.
Manchmal schaue ich den Leuten gern dabei zu, wie sie miteinander reden,
Freundschaften schließen, manche davon vielleicht fürs Leben.
Wie zum Beispiel die beiden Mädels hier.
Sie wirken wie ganz normale Freundinnen, aber denk mal weiter.
Das könnte ihre Brautjungfer sein oder sie ruft sie nach ihrer ersten Geburt an.
Oder nachdem ihr Mann sie verlassen hat.
Es ist so spannend, die Anfänge zu beobachten.
Wow. Echt?
Natürlich nicht! Das ist bloß mein blödes Bio-Buch.
Das war gut, oder? -Du warst echt überzeugend.
Ich hab kurz gezweifelt.
"Wieso wollte ich mit ihr nachsitzen?" -Genau.
Dann gibst du es also zu? -Was?
Das mit dem Nachsitzen. -Nein.
Also... was hast du gestern Abend gemacht?
Ich hab über meiner Hausarbeit gesessen. -Wie läuft's?
Wir müssen einen Vortrag darüber halten.
Aber nur, weil Miss Trimble von "oraler Phase" sprach
und ich lachen musste.
Ich bin nicht stolz drauf. -Ich liebe Witze über Oralsex.
Ich wollte dir gestern Abend schreiben. -Ach ja?
Wieso hast du nicht?
Ich wusste nicht, was ich schreiben sollte. Da hab ich's gelassen.
Blöd. -Ich weiß. Ich wollte ja gern.
Zu dumm, dass ich's nicht gemacht hab.
Also, nächstes Mal solltest du's machen.
Gut.
Okay, ich geh zum Papierkorb.
Schon gut, ich werf's selbst weg. -Das ist ja das Problem.
Ich mach mir Sorgen um dich und deinen Vermüllungstrieb.
Danke.
Eigentlich... -Was?
Was steht hier drauf? -Gar nichts.
Mir gibst du es ungern, aber wegwerfen konntest du es problemlos.
Es ist... -Vielleicht sollte ich es lesen,
damit es dir eine Lehre ist. -Nein!
Ich will echt nicht, dass du es liest. Sei nicht so eine blöde Fotze!
Nein.
Geht es allen gut?
Ich kann nicht glauben, dass du das gesagt hast.
Es gibt vieles, das ich verdient habe,
aber das nicht.
Darüber kann man streiten.
Es tut mir echt leid. Ich dachte nicht, dass da was Wichtiges draufstehen könnte.
Schon gut.
Du kommst mir nicht vor wie jemand, der flucht.
Ich hasse Fluchen.
Das heißt, wenn du...
... dieses Wort sagst, muss es was sehr Persönliches sein.
Es tut mir leid. -Danke.
Bitte. Ich habe das mit dem Direktor ausdiskutiert.
Erstaunlicherweise können Sie Schülersprecherin bleiben,
da es bisher nie Probleme gab. Aber wir haben Ihre Mutter angerufen.
Das ist viel schlimmer. -Dann überlegen Sie sich in Zukunft,
ob Sie eine Klassenkameradin...
... so bezeichnen.
Wegen einer Liste mit Gesprächsthemen.
Mir persönlich ist k. d. lang lieber als Melissa Etheridge.
Dem Direktor auch.
Und handeln Sie sich keine zusätzlichen Nachsitztage ein,
indem Sie fremdes Eigentum wegnehmen. -Geht klar.
Eine Liste mit Gesprächsthemen?
Ellie, du kannst immer...
Ich versteh nicht, warum du dich so anstrengst.
War nicht so gemeint. Ellie...
Du kannst nicht einfach gehen, das ist ja der Sinn vom... Nachsitzen.
Aha. Hat sie dich geschickt, um mit mir zu reden?
Von Lesbe zu Lesbe? -So hat sie es nicht gesagt.
Musst du Essen ausliefern? -Ja, wir müssen kurz Halt machen.
Das ist moderner Ruhestand, Liebes.
Ab einem gewissen Alter erkennt man, dass Eltern auch nur Menschen sind.
Ganz gewöhnliche Menschen.
Erinnerst du dich an Daniel Claris? -Dieser süße Junge,
der dir Blumen ins Klassenzimmer geschickt hat.
Das war im ersten Highschool-Jahr.
Die anderen Mädchen waren so eifersüchtig.
Es war mir peinlich, sie heimzutragen.
Mama und du habt mich so genervt.
Der Strauß war größer als du!
"Oh, Daniel, Daniel, wie sieht er aus, was macht er?"
"Ist er blond? Ich hoffe, er hat braune Augen."
Ich weiß, wir waren gemein.
Und du warst so verärgert, du armes kleines Ding.
Sie hat mich nicht nach ihr ausgefragt.
Sie wollte nicht wissen,
wie sie aussieht.
Sie hat nicht mal nach ihrem Namen gefragt.
Oje.
VERFOLGE DEINE TRÄUME
Faith Underwood ist eine Aufrührerin.
Vor fünf Jahren schlug sie im digitalen Raum auf
und brachte einer neuen Generation die Gesetze des Universums nahe.
Nach fünf Jahren in der Pflegekinderhilfe baute sie ihr Imperium auf.
Auf schockierte Reaktionen warten.
Genau. Daraus lernen wir wohl alle, dass der Schein trügen kann.
Was für eine interessante Wende. -Hör auf damit!
Ich wollte nicht unterbrechen, sondern nur mal nach dir sehen.
Nachdem ich wegen deiner blöden Liste nachsitzen musste und bloßgestellt wurde?
Im Nachhinein... -Nein!
Es war von vornherein blöd, an der Schule aufzutauchen!
Ich verstehe deinen Gedankengang. Tut mir leid.
Geh bitte. Ich hab viel zu tun und möchte mich konzentrieren.
Klar.
Ich gehe. Tut mir leid. Ich...
Denk daran, wenn du mich brauchst, bin ich da.
Dich brauchen?
Seitdem du hier bist, hast du alles nur schlimmer gemacht.
Mir ging's gut. Ich war aufgeregt wegen meiner Gefühle
und wollte jemand Nettes zum Ball einladen.
Jetzt hasse ich meine Gefühle.
Ich... mache mir ständig Sorgen und hinterfrage alles.
Ich glaube, ich mache es mir schwerer als nötig.
Was bezweckst du eigentlich?
Was willst du von mir?
Wegen dir fühle ich mich anders.
Ja! Ich meine... Genau darum geht es doch.
Ich bin nicht anders, klar? Bestimmt hattest du eine schwere Jugend,
vielleicht warst du anders und hattest Angst, aber ich bin wie alle anderen!
Natürlich bist du das, aber du bist auch anders.
Anders ist wundervoll. -Hör auf, das zu sagen!
El... -Ich bin stinknormal, also halt den Mund!
Geh einfach, okay?
Das ist wohl das Beste.
Ich muss da allein durch.
Gut.
Hey. -Hallo.
Was machst du? -Ich geh meinen Vortrag durch.
Cool. -Bist du bereit für deinen? -Ja.
Ich hab dir übrigens gestern Abend geschrieben.
Ich weiß. -Und zwar mehrmals.
Ich weiß. -Das ist unhöflich.
Zumal du mich gebeten hast, dir zu schreiben.
Ja. -Nur zur Klarstellung:
Ich will nicht verarscht werden.
Ich weiß. Es tut mir leid. Es war blöd, nicht zu antworten, ich...
hatte viele Hausaufgaben und zu Hause ist viel los...
Warte. -Okay.
Ich glaube, ich bin irgendwie ausgeflippt.
In den letzten drei Tagen war ich zweimal beim Nachsitzen,
hatte zum ersten Mal Streit mit meiner Mutter,
ich rede mit toten Verwandten, und das war wohl alles zu viel.
Aber?
Es... gibt kein Aber, ich hab mir nur Luft gemacht.
Sollte es ein Aber geben? -Ja, du hättest sagen müssen:
Aber ich mag dich.
Was ist?
Keine Ahnung, ich lache aus Unbeholfenheit.
Aber... ich mag dich.
Das fühlt sich komisch an, so unangebracht, verstehst du?
Ja.
Nein, es ist toll, wirklich...
Wieso ist das so schwer? -War nur Spaß, es ist schon komisch.
Und nun?
Ich wollte dich eigentlich was fragen. -Ach ja?
Ellie, Sie wirken gut vorbereitet.
Aber bitte achten Sie heute auf Ihre Ausdrucksweise.
Natürlich.
Ich bezeichne Sie nicht als Lügner,
ich sage nur, dass ich so einen Tagessatz nie veranschlagen würde.
Ich brauche das Angebot für Zimmerman.
Ich habe wirklich viel Verständnis für Ihren Fall.
Und ja, wir bieten Leistungen für Mandanten in finanzieller Not an.
Aber in Form von Ratenzahlungen oder einer Pro-bono-Tätigkeit.
Ich biete auch Ihnen gern Ratenzahlungen an,
aber ich würde nie...
Was zur Hölle...
Nein... Verzeihen Sie, das war nicht...
Nein, ich...
Ich rufe Sie zurück.
Scheiße!
Christopher!
Wo sind die Zigaretten? -Die ich wegwerfen sollte?
Ja. -Weggeworfen.
Danke.
Okay...
Ja? -Tut mir leid, bist du im Auto?
Auf dem Rad. Ich wusste, im Auto würde ich das heute nicht durchstehen.
Dieses Jahr nimmt es mich sehr mit.
Wieso fährst du nicht nach Hause?
Vielleicht gehen wir nachher mit Ellie essen.
Dieses Datum hat mich sonst nie so belastet.
Das hab ich nicht zugelassen.
Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Wie geht's dir?
Fahr heim, Liebes.
Und lass mich wissen, ob Ellie wieder nachsitzen muss.
Fahr schon mal. Es wird länger dauern, sie mit dem Rad mitzunehmen.
Okay.
Sie erreichte weltweit 1,2 Millionen Frauen,
womit Faith Underwood zeigte, dass alles möglich ist,
man muss es nur dem Universum kundtun. Danke.
Danke, das war eine interessante Wahl. Abbie, Sie sind dran.
Mein Vortrag ist einer außergewöhnlichen Frau gewidmet,
die beim Marsch zur Rückgewinnung der Oxford Street,
den die Konservative Partei 1989 veranstaltete, umkam.
Er richtete sich gegen die wachsende staatliche Unterstützung
der LGBTQ-Gemeinschaft.
Die Veranstalter rechneten mit 100.000 Teilnehmern,
doch am Ende kamen gerade einmal 1500,
die von den 5000 Teilnehmern der Gegendemonstration mattgesetzt wurden.
Der Tag schien ein Erfolg zu sein, doch er endete in einer Tragödie.
GLEICHE RECHTE BEDEUTEN FREIHEIT
Tara Tilden war eine angesehene Sprecherin der Gemeinschaft.
Sie war Leiterin der New South Wales Alliance
und veranstaltete regelmäßige Jugendtreffs.
Sie war bekannt für ihre radikalen Aktionen.
Leider kam Tara am Ende der Demo im Jahr 1989 ums Leben,
als sie von einer Gruppe unbekannter Männer überfahren wurde.
Was soll dieser Mist? -Ellie...
Mach das Ding aus! -Ellie, was soll das? Setzen Sie sich.
Woher ist das Foto von meiner Tante? -Tante?
Ja. Aber das Foto ist gefälscht.
Ich hab recherchiert... -Setzen Sie sich.
Ihrem Vortrag haben auch alle zugehört, obwohl er recht lang war.
Da ging es um Tatsachen.
Meine Tante wurde nicht bei einer Demo ermordet.
Es war ein Unfall.
Vielleicht gehen Sie in die Bibliothek, solange Abbie referiert.
Sie soll zugeben, dass alles erfunden ist.
Ellie, ich wusste nicht... -Womit hattest du die Story verglichen?
Mit einem Autounfall, bei dem man nicht wegschauen kann?
Geniales Wortspiel.
Wo bist du? Das ist alles Quatsch, oder?
Wenn ich dich brauche, drückst du dich?
Zeig dich und sag ihnen, dass das nicht stimmt.
Schon gut.
Finger weg! -Ellie, Sie sollten...
Verpiss dich!
Komm schon, wo bist du? Du hast zugehört, sei nicht so feige!
Ellie, was ist los? -Was ist mit Tante Tara passiert?
Was? -Wie ist sie gestorben?
Bei einem Autounfall, richtig? -Liebes, was ist passiert?
Mama, bitte.
Was hat Patty dir erzählt? -Patty... Nichts.
Du musst es mir sagen. Wie ist sie gestorben?
Ich...
Du kanntest sie gar nicht. Woher diese Aufregung?
Mama! -Ich will nicht darüber reden. Okay?
Ich wollte dich unbedingt davor schützen.
Was soll das bringen? Sieh dir Patty an.
Anstatt sich ihren Ruhestand zu gönnen, macht sie diese blöden Uber-Jobs.
Patty?
Patty und Tara waren ein Paar, so lernte ich sie kennen. Das hab ich dir erzählt!
Sie waren viele Jahre zusammen, seit sie Teenager waren.
Mir sind nie zwei Menschen begegnet, die so gut zusammenpassten.
Und...
Nach diesem Tag sind wir einander nicht mehr von der Seite gewichen.
Mama...
Jemand aus meiner Klasse hat einen Vortrag über sie gehalten.
Wieso wusste ich das alles nicht?
Na ja, leider sind damals ziemliche schlimme Dinge passiert.
Das sind Geschichten, die man ergründen muss.
Wir wollten beweisen, dass es kein Unfall war, aber...
... es wurde als Unfall mit Fahrerflucht behandelt.
Aber das war es nicht. -Nein.
Wir haben sie beobachtet,
wie sie auf sie zusteuerten und wie sie...
... sie überfahren haben.
Wer waren sie?
Wieso habt ihr sie nicht gefunden? -Das haben wir versucht,
aber dann gaben andere Zeugen an, dass es ein Unfall war, und das war's.
Das heißt...
... ihr habt aufgegeben?
Ellie... -Mama, das ist... erbärmlich!
Deshalb sind sie davongekommen!
Ellie... -Ihr habt sie im Stich gelassen!
Jetzt halt den Mund!
Du hast ja keine Ahnung, wovon du redest!
Du weißt nicht, wie es ist, tagtäglich für Gerechtigkeit zu kämpfen!
Es brachte deine Großeltern um wie ein Krebsgeschwür,
das unsere Familie zerstört hat.
Wenn einem geliebten Menschen so etwas passiert,
wenn man nicht imstande war, es zu verhindern,
wenn sich diese Szene immer und immer wieder in deinem Kopf abspielt,
das frisst einen innerlich völlig auf!
Und am Ende, wenn dir keiner hilft, wenn du in der Sackgasse steckst,
Jahr ein, Jahr aus in der Sackgasse steckst,
ist das Einzige, was du für deine Schwester tun kannst,
genau das, was du selbst in der Hand hast:
Du kannst sie ruhen lassen.
Weil sie es verdient hat.
Nein... Lass mich.
Du siehst toll aus!
Hab dich lieb, Schwesterchen.
Heute geht es nicht um Gewalt.
Es geht nicht um Wut, und wir wollen keine Verschlimmerung der Lage.
Sie fordern die Oxford Street zurück, als wäre sie ihr Eigentum.
Als ob wir ihnen etwas wegnähmen und sie dann nichts mehr hätten.
Aber sie verstehen nicht, dass die Oxford Street alles ist, was wir haben!
Sie ist unser sicherer Raum, dort sind wir willkommen.
Dort können wir tanzen.
Dort können wir uns verlieben und wirklich wir selbst sein.
Heute kämpfen wir nicht, wir wollen nur Präsenz zeigen.
Wir sind solidarisch mit unserer Straße,
sie erinnert uns an die Stärke unserer Gemeinschaft.
Und wir können weiterhin auf mehr sichere Räume hoffen.
Auf eine Zeit mit mehr Orten zum Tanzen,
zum Verlieben,
auf eine Zeit, in der wir uns nicht mehr versammeln müssen,
um unseren Platz in dieser Welt zu verteidigen.
Aber wenn wir schon mal da sind,
lasst uns dafür sorgen, dass wir dabei verdammt viel Spaß haben! Hab ich recht?
Lasst diesen engstirnigen Mist, die Oxford Street bleibt, wie sie ist!
Lasst diesen engstirnigen Mist, die Oxford Street bleibt, wie sie ist!
Lasst diesen engstirnigen Mist, die Oxford Street bleibt, wie sie ist!
TARA TILDEN AKTIVISTIN
Tara?
Tara, bist du...
... hier?
Tut mir leid, was ich gesagt hab.
Ich wünschte, ich hätte das nicht gesagt.
Das ist alles.
Hi. -Tut mir leid... Echt cooler Pyjama.
Ich liebe Pferde. Was machst du hier?
Sorry für den Überfall, aber du hast nicht zurückgeschrieben,
da dachte ich... -Dass du einfach vorbeikommst.
Irgendwie gruselig. -Ich weiß.
Ich war deswegen auch nicht bei dir. -Ich weiß.
Aber ich war schon mal wegen der Hausarbeit hier,
da musste ich deine Adresse nicht rausfinden, das wär noch schlimmer, oder?
Woher weißt du diese Sachen über meine Tante? Wo hast du das gehört?
Ich hab bei einem Treffen einer Frau erzählt,
dass ich jemanden aus der Community vorstellen will. Ihr Vorschlag war sie.
So viele wussten Bescheid, außer mir.
Sie hat tolle Sachen veranstaltet. Gut, dass sie für uns da war.
Übrigens...
Die Sache mit dem Autounfall war nicht so gemeint.
Keine Ahnung, wieso ich das gesagt hab. Ich würde es gern rückgängig machen.
Es tut mir echt leid. Scheinbar war sie echt außergewöhnlich.
Und ob... -Meine Hausarbeit handelt nur von ihr.
Ja, sie ist praktisch deine Tante.
Ich wollte was fragen... -Woher wusstest du...
dass du dir bei mir sicher sein konntest?
Wie meinst du das? -Das weißt du.
Erinnerst du dich an Jen Brinly? -Sie ist nach der neunten abgegangen.
In der siebten waren wir beste Freundinnen, total unzertrennlich.
Ich war total in sie verknallt, aber nur heimlich.
Ich war noch so jung und verwirrt wegen meiner Gefühle.
Aber obwohl ich die Weitsicht hatte, ihr nichts zu sagen,
war ich doch blöd genug, es aufzuschreiben.
Ich hatte dieses blöde Tagebuch,
leider ohne Schloss...
Sicher ahnst du, was dann passierte.
Jedenfalls...
nahm ein Mädchen es aus meinem Ranzen und erzählte allen davon.
Pubertierende Gören sind echt scheiße. Sorry, ist rausgerutscht.
Aber ich wusste nichts davon.
Ich wusste nicht, dass etwas anders war, bis ich sie umarmte.
Also...
so habe ich es erfahren.
Ich weiß, du hast mich aus Wut abgewehrt, aber dabei kam alles wieder hoch.
Und ich meinte das ernst, dass ich nicht verarscht werden will.
Ich weiß, für dich ist alles neu und aufregend, aber nicht für mich.
Ich musste mich nicht outen. Ich wurde geoutet.
Die Highschool hab ich halbwegs heil überstanden,
weil ich seit damals nie auch nur daran dachte, mit jemandem auszugehen.
Das tut mir sehr leid. Aber das war damals.
Heute kümmert das keinen mehr.
Dann werde ich es verschmerzen, oder? Und ich werde mich nicht entschuldigen.
Du hast mir nachgestellt!
Mir ging's gut, bis du kamst und mir nachgestellt hast.
Ich hab dir gesagt, dass ich dich mag.
Das ist kein Klacks für mich.
Ich war offen genug, um darauf einzugehen, und dann...
Es tut mir so leid.
Ich wollte dich nur zum Ball einladen.
Ich wünschte, du hättest es getan, Ellie.
Tut mir leid. Scheiße.
Hat Abbie Ja gesagt?
Nein.
ICH BIN BEREIT, DIE DINGE ANDERS ZU BETRACHTEN.
MIT JEDEM GEDANKEN, DEN WIR HABEN, GESTALTEN WIR UNSERE ZUKUNFT.
ICH KANN TÄGLICH ENTSCHEIDUNGEN TREFFEN, HEUTE ENTSCHEIDE ICH MICH FÜR FREUDE.
Sprecht mir nach.
Ich überwinde die Ängste und Beschränkungen der anderen.
Das ist noch nicht das Ende.
ABBIE, GEHST DU MIT MIR ZUM BALL?
Bitte lies diese wichtige Botschaft.
Verdammt.
Und bitte.
Ich muss dir was Wichtiges sagen. -Du musst lauter reden.
Ich war gerade voll drin!
Entschuldige, meine Nase ist voller Glitter.
Das Kabel steckt!
Gut. Ich glaube, wir sollten noch mal über Sex reden.
Nein. -Lesbischer Sex ist anders.
Nein! -Du sollst es nicht aus Pornos lernen!
GLEICHE RECHTE BEDEUTEN FREIHEIT
MÖCHTEST DU DEIN VIDEO JETZT POSTEN?
Ich werd's tun!
Die schreckliche Idee, die du mir ausreden wolltest, wird umgesetzt.
Zeig dich und halt mich davon ab.
1956.
Die ersten australischen Truppen in Vietnam, das war doch 1956?
1965.
Du bist absolut nicht in Form, meine Liebe.
Du und Tara wart zusammen auf der Highschool, oder?
Ja.
Sie hat dich vermutlich nie zum Abschlussball eingeladen.
Nein, das war völlig undenkbar.
Sie haben mir einen eingepackt, obwohl ich keinen wollte.
Jetzt benutze ich ihn. Er landet eh im Müll.
Du solltest ihn zurückbringen.
Das hätte ich machen sollen. -Mann, das war ein Witz!
Es ist nur ein Strohhalm.
Sagten 18 Milliarden Leute.
Das stresst mich jetzt. -Ach, Liebes...
Wenn sie dich zum Ball eingeladen hätte,
wie hätte sie das wohl gemacht?
Wir waren eher praktisch veranlagt. Leider ganz langweilig.
Sie war aufmerksam.
Sie erinnerte sich an Dinge, die ich mal erwähnt hatte, und machte etwas daraus.
So hätte sie es wohl auch bei ihrer Einladung gemacht.
Als ich 17 war, verliebte ich mich
Wir feierten jeden Monat unseren Jahrestag
Er gab mir meinen ersten Kuss Den ersten richtigen Kuss
Den ich erwiderte
Im Auto auf der Stafford Road
Erschien eine Nachricht auf meinem Handy
Er schrieb, dass er mich mag Und meine Welt blieb stehen
Und meine Augen wurden größer als eine Partypille
Ich werde dich sicher für eine lange Zeit lieben
Nicht eine Minute kann ich aufhören an dich zu denken
Ich werde dich wohl für eine lange Zeit lieben
Kann ich mein Leben um dich herum aufbauen?
Wir waren bei diesem Friseur in der Stadt und es hat ein Vermögen gekostet.
Ich konnte ihr nicht sagen, dass ich keinen Unterschied sehe, also bitte...
Wenn sie kommt, achte darauf, dass du...
Deine Haare!
Toll, oder? -Ja.
Danke. -Ich hole...
... noch Champagner, willst du welchen? -Fahre ich uns zum Ball?
Wir bestellen einen Uber-Fahrer. Ist es schon Zeit?
Nein. Es ist viel zu früh. -Okay.
Du siehst toll aus. -Danke.
Danke, dass ich immer dabei sein darf. -Natürlich.
Mein Gott, wo warst du denn? -Ich dachte, ich war schnell.
Als deine Patin muss ich doch vor deinem Ball auftauchen.
Schnell, ich bin so aufgeregt!
Du siehst wunderschön aus. Und deine Haare erst!
Schnell, hol was zum Aufwischen! Geht beide in die Küche!
Im Ernst? -Schon gut. -Das ist sehr unhöflich.
ICH BIN SO FROH, DICH ZU SEHEN.
TUT MIR LEID, WAS ICH GESAGT HABE.
Ich weiß. -ICH MUSS DIR WAS WICHTIGES SAGEN.
Leg doch bitte das Handy weg.
Okay, los geht's. Auf Ellie.
Die Uber-Buchung! -Was ist das?
Los, schnell! -Jetzt schon?
Geht schon mal nach vorn.
Wieso? -So findet man uns leichter, oder, Patty?
Klar. -Was geht hier vor? -Komm.
Sicher hat sie eine Überraschung für uns, also lass uns...
Wir hätten die Flasche mitnehmen sollen...
Es gibt neue Informationen über damals... -Ist es in Ordnung, wenn ich...
... es nicht wissen will? Ich weiß, das klingt komisch.
Ich finde es toll, was du machst, aber ich...
... bin heute wegen dir gekommen.
Ja, klar. -Also, jetzt erzähl.
Besuchst du den Ball mit einer gewissen Pferdeliebhaberin?
Ich hab sie gar nicht gefragt.
Aber wieso denn nicht? -Du hattest recht.
Meine Idee war eigentlich nur ein Abklatsch von dem,
was andere Paare machen.
Ich wollte aber etwas Besonderes machen, nur für uns.
Etwas, das anders ist. Weil ich auch anders bin.
Aber mir fiel einfach nichts ein.
Dann fragte ich mich: Was bedeutet das? Vielleicht, dass ich sie gar nicht kenne.
Und vielleicht mutmaße ich nur, dass sie Ja sagt.
Vielleicht ist da auch zu viel Druck und ich denke zu viel nach...
Bekomme ich hier vorn rote Flecken? -Okay.
Ellie! Der Fahrer ist gleich da.
Mann, das ist viel zu früh.
Okay.
Wenn wir jetzt so weit sind, dann lasst uns anstoßen.
Auf meine schöne Tochter,
die nicht nur mit ihrem wunderbaren Vortrag über Faith Underwood brillierte,
sondern auch zu einer tollen Frau geworden ist,
die jede Erwartung übertrifft.
Und das, obwohl sie mich als Mutter hat.
Mama, jetzt hör schon auf. -Ja, weinen wir lieber auf dem Ball.
Prost. -Prost.
Achtung!
Jetzt reicht's mir aber langsam! -Warte, Mama.
Den brauche ich.
Und dazu Stift und Papier.
Ich bin Patin des Jahres, ich könnte mich hinteleportieren.
Aber ich unterstütze dich moralisch!
Sattel können für verschiedene Pferde, Reiter und Disziplinen angepasst werden.
Wenn man Springreiter ist und einen dafür hergestellten Sattel benutzt,
wird dieser Sattel leicht nach vorn justiert.
Ich habe gelogen. Football mag ich nicht.
Aber ich mag dich.
Ich gehe zum Ball. Sehen wir uns dort?
PS: Ich hoffe es sehr.
Ist sie rausgekommen? -Ja.
Einen Moment noch. Dann können wir gehen.
Okay.
Ich bin ein Geist, ich keuche nur aus Solidarität.
Mach aus deinem Rausch einen Zuckerrausch.
Tausch deine Drogen gegen Schokolade ein. -Ich hab keine Drogen.
Aber ich greif trotzdem zu. -So funktioniert das nicht.
Deine Pupillen sind echt weit. -Okay, greif zu.
Hallo. -Halli... hallo.
Hallo, Ellie.
Der Ball ist drinnen. -Ich weiß. Ich schnapp nur frische Luft.
Ja. Das ist gut.
Komisch, hier riecht's nach Gras.
Ja... Wir sehen uns drinnen. Alles Gute für die Zukunft.
Das ist jetzt nicht dein Ernst!
Oh Gott, hast du mich erschreckt.
Ist das dein Reit-Outfit?
So schnell hab ich nichts Schickeres gefunden.
Sogar mit Tasche. -Du Glückliche.
Rauchst du eine, ja?
Nein!
War 'n Witz. -Ach so, ja.
Aber hier riecht's nach Gras.
Schön, dass du da bist. -Schön, dass du gefragt hast.
Auch wenn's auf den letzten Drücker war.
Es tut mir so leid...
... wegen allem.
Mir auch. Ich bereue echt vieles.
Bereue nichts. Zu einem bestimmten Zeitpunkt hast du genau das gewollt.
Nein. Ich wollte nie, dass du durch mein Referat erfährst, wie deine Tante starb.
Ja, das war scheiße.
Mir reicht's mit den Motivationssprüchen. -Sag das nicht.
Sei du selbst, alle anderen gibt's schon. -Das gefällt mir.
Du siehst hübsch aus. -Danke.
Du siehst aus... als wärst du bereit für Olympia.
Im positiven Sinne.
Ach, übrigens: Adam Goodes. Ein Football-Spieler.
Für zukünftige Gespräche.
Willst du tanzen?
Ja, aber vielleicht nicht da drinnen. Ich bin 'ne lausige Tänzerin.
In Ordnung.
Was ist? -Ich schau nur, ob wir allein sind.
Wer sollte uns beobachten?
Nur meine Familie. -Was?
Nein, nein...
Das war nur Spaß.
Alles gut.
FÜR MEINE "SCHWONKEL" ALAN & GARRY
HAU AB, FRED, ICH WURDE SCHWUL GEBOREN
FILMMATERIAL VOM "REINIGUNGSMARSCH FÜR JESUS"
AM 2. OKTOBER 1989 AUF DER OXFORD STREET
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