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Hansi hat mir gestern im Garten geholfen.
Und den ganzen Dachboden aufgeräumt.
Die alte Weber hab ich auch gegrüßt, von ganz allein.
D.h. Frau Weber, iss jetzt, sonst kommst du zu spät zur Schule.
Weißt du noch, was du mir versprochen hast? - Nein.
Wenn ich brav bin, gehen wir auf den Rummelplatz.
Wenn es dunkel ist und die Lichter an sind.
Das wär doch möglich. Oder bist du heute Abend im Programm?
Heute? Morgen.
Weißt du was? Ich geh auf den Rummelplatz.
Heute ginge es.
Vati, gehen wir wirklich? Ehrenwort? - So wahr ich Maier heiße.
Wie lange hat bei dir heute Nacht das Licht gebrannt?
Übermorgen ist Examen in Elektrotechnik.
Würdest du das ganze Jahr über büffeln, gleichmäßig.
Du teilst den Lehrstoff auf in 355 gleiche Teile. - Bitte, Vati.
Ja. Was muss ich alles bewältigen?
Rundfunk, Synchron, Fernsehen, Film, Theater.
Ich komm auch mit allem zurecht. - Was machst du heute?
Am Vormittag spiele ich in einem Western,
da werd ich von Banditen erschossen. - Wo wirst du getroffen?
Ein Volltreffer und... * Pfeifen *
(Mädchen ruft) Komm schon, Hansi.
Aufessen.
Ich ess es unterwegs.
Tschüs. - Nach der Schule schnurstracks nach Hause.
Morgen. - Morgen.
Iss.
Ich kann nicht mehr. - Du bist doch meine Freundin.
Also gut.
Vati wird heute erschossen. - Das find ich prima.
Ach, das kann ich auch. Erschieß mich.
Pschiu. - Ah.
Um Gottes Willen. Was hat der Junge? - Er wurde angeschossen.
Angeschossen?
(sie lachen)
So was. Unglaublich.
Das Licht bleibt so, wir könnten drehen.
Meine Herren, es kann losgehen.
Sind alle da? - Ja, bis auf Maier.
So ein blöder Kerl. Du weißt genau, dass der Vogel weg muss.
Ich kann ihn nicht herzaubern. Da kommt er.
Ich werde diesen Maier...
Entschuldigen Sie, als ich gehen wollte, kam ein Anruf.
Ein Anruf vom Fernsehen.
Wissen Sie, der Groß hat mir ein Bombenangebot unterbreitet.
Jeden Tag werde ich auf dem Schirm erscheinen. - Da gratuliere ich.
Nur noch den Federschmuck.
So.
Heutzutage wird eine solche Rolle nur Spitzendarstellern angeboten.
Hören Sie, Herr Spitzendarsteller, der Regisseur lässt ausrichten,
wenn Sie nicht sofort erscheinen, werden Sie nie wieder engagiert.
Vorwärts. Vorwärts.
Herr Vogel zählt die Säcke und Sie, Müller... - Maier.
Maier, Sie verschnaufen hier.
Also machen wir mal ne Probe. - Ruhe, wir machen eine Probe.
Bitte eine Probe.
Achtung. Los.
Halt, halt Maier.
Bisschen nach links. - So bin ich aber gut im Bild.
Sie verdecken aber Herrn Vogel.
Das Publikum will ihn sehen und nicht Sie.
Gut, das genügt.
Achtung. - Alles auf Position.
Wir drehen jetzt.
Kamera.
Klappe. - 219/1.
Hey, ein Glöckchen. - Ja, ganz schön.
Was wünschen Sie, mein Herr?
Wer sind Sie denn?
Was suchen Sie hier?
Stopp. Was hat dieser Kerl hier zu suchen?
Was zum Teufel haben Sie hier zu suchen?
Unglaublich, was sich diese Komparsen heutzutage erlauben.
Welcher Idiot hat Ihnen dieses Kostüm gegeben? Verschwinden Sie.
Verschwinden Sie.
(Regisseur) Haben Sie mich verstanden?
Was soll das bedeuten?
Wir haben ihm gesagt, er soll verschwinden,
und er ist verschwunden.
So, bitte sehr, Herr Groß. - Vielen dank, Gottlieb.
Und dann? - Er wurde ins Krankenhaus gebracht.
Dann ging die Raterei los, wer das Märchen zur guten Nacht machen soll.
Hast du dabei eventuell an... - Aha.
Ich habe dich vorgeschlagen.
Zuerst haben sich alle dagegen gesträubt,
aber dann haben sie dir die Rolle doch gegeben.
Wirklich, Franz, ich danke dir. Du weißt ja, mein Sohn studiert noch.
Vielen Dank, Franz.
Sind wir Freunde oder nicht? - Du bist ein Freund.
Hier ist das Drehbuch. - Danke.
Sei um 5 im Studio. - Verlass dich drauf.
Bringen Sie uns 2 Cognac.
Haben Sie gehört?
Er ist schwerhörig.
Das wird er wohl hören.
* Glockenläuten *
Sie wünschen?
Wir möchten 2 Cognac. - Wie Sie wünschen.
Danke.
Seid ihr heute zu zweit, Gottlieb? - Leider nicht. Kein Personal.
Wer hat uns dann den Cognac serviert?
Na ja... Ist doch völlig wurscht.
Also, auf dein Wohl. Andersen.
Peter, hilf uns aufbauen.
Warum ich?
Wenn ich dir helfe, wirst du es nie lernen.
Hilf uns wenigstens noch einmal. - Peter, bitte.
Peter. - Peter.
Halt es fest.
So, das wärs. - Danke.
Gib her.
Waldi, hier hast du nichts verloren. Los, spiel irgendwo anders.
* Hundebellen *
Gretchen, was zu Essen.
Willst du auch was, Hansi?
Gerade bring ich ihm was. Hansi, komm. Was zu Essen.
Ich kann jetzt nicht.
Peter, für dich ist oben etwas zu Essen. - Ich komm rauf.
Peter. - Ich muss jetzt lernen.
Wir lassen dich nicht fort. Halt ihn fest, Gretchen.
Lasst ihr mich los. - Halt ihn fest.
Ihr seid eine Bande.
Jetzt auf ihn, schnell!
Nicht, ich bin kitzelig. Nicht.
Du kannst doch noch später lernen.
Du machst die Prüfung nicht für mich. - Ach, Peter. - Machts gut.
(Hansi) Halt mal die Plane richtig und bring mir den Pflock da.
Waldi, macht man so was? Schämst du dich nicht?
(er fiepst)
Hansi, du hast dein Brot also doch gegessen.
Ja, ich hab es gleich gegessen.
Waldi, ein Vielfraß bist du.
Zur Strafe bleibst du hier sitzen und rührst dich nicht vom Fleck.
Und du, Hansi, lügst mich nicht an.
* quietschende Reifen *
Es war einmal ein König, 2 Töchter hatte er.
Die eine hieß Xenia.
Sie war besonders stolz, und es ist schon mal vorgekommen,
dass sie... Schon mal vorgekommen, dass sie...
Manchmal stolzierte sie herum wie ein Pfau, sah in den Spiegel...
Verzeihung, ich entschuldige mich.
Die andere Prinzessin, Arabella, war immer zu Scherzen bereit.
Sie war heiter, die Dienerschaft wäre für sie durchs Feuer gegangen.
Wen wundert es, dass Rumburak, der Gehilfe des Hofzauberers,
sich in sie verliebte.
Was soll das? Warum fahren Sie mir immer hinten rein?
Haben Sie keine Bremse? - Hab ich nicht mit Absicht gemacht.
Ich beobachte Sie.
So was macht Ihnen Spaß, also machen Sie es mit Absicht.
Das ist nicht wahr. Ich arbeite hier drin.
Und zwar erzähl ich den Kindern Märchen.
So?
Wo sind dann die Kinder? Er hat gar keine dabei.
Sie lügen also auch. Ihren Führerschein. - Bitte.
Schneller. Du bist eine Antilope, kein Elefant.
Ich kann nicht schneller.
Da siehst dus, weil du zu viel isst.
Wer gibt mir denn immer sein Brot zum Essen?
Das hast du davon, ich spiel nicht mehr mit dir.
Was hat ihr schon wieder?
Er will immer nur Safari spielen. - Und sie Mama und Papa.
Na und? Ist doch nicht schlecht.
Hansi, sei ein wenig galant. - Ja, ja.
Dann sagen wir Sie zueinander, als ob wir erst verlobt wären.
Ja, aber was machen wir?
Wie können Sie so dumm fragen, mein Herr?
Zuerst richten wir unser Haus ein.
Genügt dir das? - Mhm. Ich hab keinen großen Hunger.
Ich bin eher hundemüde.
Dann leg dich hin und mach ein Schläfchen.
Du mutest dir zu viel zu.
Diese Märchen hättest du nicht annehmen sollen.
Die machen dich noch verrückt. - Was du nicht sagst.
So eine Serie von abendlichen Märchen kann unser Leben verändern.
Hoffentlich.
Nach dem Essen werde ich das Geschirr spülen,
und Sie können sich aufs Sofa legen und schlafen.
Ja.
Aber wie kriegen wir das Ding runter?
Jetzt wirds zu schwer für mich.
Dann komm rauf, wir tauschen die Plätze.
Ah!
Hansi!
Oh je.
Warum hast du losgelassen, du doofe Verlobte?
Was soll denn...
Komm mal rein.
Dafür soll ich mit dir noch auf den Rummelplatz gehen.
Gestrichen, kommt nicht infrage. - Ein Ehrenwort muss man halten.
Pass mal auf, ich habe dir mein Ehrenwort gegeben.
Das war Gretchens Idee.
Ich war ihr Verlobter und musste das Haus einrichten.
Was für ein Haus?
Irgendeins. Wir müssen ja immer Eheleute spielen.
Du hast ein schweres Leben. * Telefonklingeln *
Bitte? Hier ist Karl Maier.
Guten Tag, hier ist Susi. Kann ich bitte Peter sprechen?
Wenn er da ist.
Peter.
Peter.
Telefon.
Wer ist es? - Eine gewisse Susanne.
Ich bin nicht da.
Es tut mir leid, Fräulein, aber er ist nicht zu Hause.
Können Sie ihm bitte etwas ausrichten?
Natürlich, ich hol nur einen Bleistift. - Danke.
Ach.
Entschuldigen Sie bitte,
ich wusste nicht, dass Sie in der Badewanne sind.
Deinetwegen muss ich lügen.
Warum soll ich mit ihr reden, wenn ich nicht weiß über was?
Hier ist ihre Telefonnummer, ruf sie an.
Sie hätte Kinokarten, hat sie gesagt.
Ich denke nicht dran.
Hast du nicht irgendwann mal Zeit für ein Mädchen und fürs Kino?
Musst du dich ständig in deinen Schmökern vergraben?
Ich steh vor einem Examen. - Na und?
Ich kenne kein Mädchen, das mich nicht langweilt.
Ich weiß schon vorher, was sie quatschen wird.
Komm, Waldi. Komm.
(Mutter) Was macht ihr da?
Wir versuchen, ob es wasserdicht ist.
(Mutter) Ernst, vergiss nicht, Waschpulver zu kaufen.
Guten Tag. Wenn Sie in die Stadt wollen,
nehm ich Sie gerne mit. - Ja.
Vati, du musst dir das ansehen. Wir sind schon eingerichtet.
Vati, komm auch.
Machen wir den Kindern die Freude.
Herein.
Gemütlich habt ihrs hier. - Sehr hübsch.
Auch ziemlich stabil.
Hier ist das Zelt n bisschen schlecht gespannt.
Das muss weiter auseinander.
Entschuldigung. Seid ruhig, Kinder.
Das tut mir sehr leid, Herr Maier. Das wollt ich nicht.
Verflixte Zivilisation.
Ausgerechnet heute, wo wir es eilig haben.
Ich möchte mich noch mal entschuldigen.
Ach was. Sie konnten nichts dafür.
Herr Herrmann, bevor ich es vergesse,
vielleicht haben Sie in Ihrem Hotel einen Installateur.
Unser Boiler macht Schwierigkeiten. - Ich frag mal.
Das wäre nett. Auf Wiedersehen.
Und vergessen Sie ja nicht, heute Abend fernzusehen.
Ich erzähle ein Märchen. - Tatsächlich?
Danke und auf Wiedersehen.
Heute Abend. Im Fernsehen.
Maier, Karl. Wo steckst du denn? - Ich finds nicht.
Was hab ich dir gesagt? - Studio 5.
Und was steht dort an der Tür? Eine 5.
Rein mit dir.
Du. - Ja?
1, 2, 3, 4.
Sobald ich dir aus der Regie eine neue Zahl anzeige,
wechselst du das Bild.
Hast du das verstanden? - Jawohl, Herr Regieassistent.
Schon, aber freundlich und vertrauensvoll.
Sie müssen das Herz der kleinen Zuschauer erobern. - Ja, ja.
Sie müssen erreichen, dass sie Sie lieb gewinnen.
Wie ihre Oma z.B. - Ich bin fertig.
Könnten wir nicht sagen, wie ihren Opa?
Wenn Ihnen das lieber ist, von mir aus.
Jedenfalls lächeln, freundlich sein usw.
Es ist soweit, wir sind gleich auf Sendung.
Mami, fängt es gleich an?
Drückt eurem Papa den Daumen.
Liebe Kinder, jetzt hört ihr euer Märchen zur guten Nacht.
* Musik *
Es war einmal ein König, der lebte hinter den Bergen bei den 7 Zwergen
und hatte 2 Töchter.
Die eine hieß Xenia. Sie war sehr schön, aber auch sehr stolz.
Sie stolzierte wie ein Pfau herum
und drehte und wendete sich vor dem Spiegel.
Niemand hatte die Prinzessin gern... - Das darf doch nicht wahr sein.
Die 2. Prinzessin Arabella
war von früh bis spät zu allen Scherzen bereit.
Das ist der Maier, er wohnt bei uns im Haus.
Und die gesamte Dienerschaft wäre für sie durchs Feuer gegangen.
Arabella war anmutig und schön wie der lichte Tag.
Ihre Augen waren wie tiefe Brunnen.
* Piepen *
Meine Damen und Herren, wir bitten, die Störung zu entschuldigen.
Entschuldigen Sie die Störung, es liegt nicht an Ihrem Fernseher.
Wen würde es da noch wundern, dass ein Junge sich in sie verliebte.
(Regisseur) Stopp. - Was ist?
Sie haben wohl nicht gehört, dass wir die Sendung gestoppt haben.
Menschenskind, Polaschek.
Was schicken Sie da für Bilder über den Sender?
Den Wolf und die 7 Geislein, genau nach Programm.
Dann war das Ihre Schuld. - Wieso meine?
Bitte, sehen Sie sich das an.
Ich habe gelesen, was man mir gegeben hat.
Prinzessin Arabella. - Polaschek hat aber den Wolf.
Dann werden Sie das auslöffeln, Groß.
Da berührt mich gleich der Schlag.
Entschuldigen Sie bitte.
Entschuldigen Sie sich bei Herrn Maier.
Auf den werden alle mit dem Finger zeigen.
Du brauchst dir keine Vorwürfe zu machen,
du hast es nicht mit Absicht getan.
Gehen Sie mir aus den Augen.
Ich habs dir gleich gesagt, du sollst die Märchen nicht annehmen.
Jetzt haben wir die Schande. - Wieso? Ich fands lustig.
Ich fands auch schön.
Na siehst du, Gretchen hats auch gefallen.
Für dich schieß ich auf dem Rummelplatz einen Teddybären.
Ja? - So wahr ich Maier heiße.
Vorwärts Kinder, raus mit dir. Waldi, du bleibst zu Hause.
* Musik *
Der trifft doch nie im Leben. Wollen wir wetten?
Lassen Sie sich die Augen verbinden, vielleicht treffen Sie dann besser.
Wollen Sie es noch mal wagen? - Ja, noch mal.
Da wird Sie der Bär teurer kommen als im Laden.
So einen möcht ich nicht, er muss mir einen Bär schießen.
Ich drücke Ihnen die Daumen.
Verwirrt den Herren nicht.
Mir ist leider mein Geld ausgegangen.
Dann sind die nächsten gratis. - Das ist sehr nett.
Frau Herrmann und ich können hier verrückt werden,
und du schießt auf dem Rummelplatz, bist du noch normal? - Natürlich.
Ich habe Gretchen versprochen, dass ich ihr einen Teddybär schieße.
Hast du einen geschossen? - Nein.
Aber morgen Abend werde ich weiterschießen.
Morgen Früh lerne ich es schnell... - Das darf nicht wahr sein.
Ich hab es ihnen versprochen, ich kann es mir nicht leisten,
vor den Kindern wie ein Maulheld dazustehen.
Wie du vor mir dastehst, darüber machst du dir keine Gedanken.
Du bist ja meine Frau.
Du solltest versuchen, mich zu verstehen.
Sieh mal.
Hast du das gefunden? - Ja, heute bei den Dreharbeiten.
Schau.
Oh je.
Was wünschen Sie, mein Herr? - Ah!
Pfui.
Da sind Sie ja schon wieder.
Was wünschen Sie, mein Herr?
Mein Gott, Karl. Wer ist das? - Was suchen Sie hier?
Drehen Sie sich um, hier ist eine Dame.
Warum klingeln Sie dann immer?
Es ist mir auch nicht angenehm,
so eine weite Reise auf mich nehmen zu müssen,
nur um Ihren Wunsch zu erfüllen.
Von woher sind Sie denn gekommen? - Das geht Sie überhaupt nichts an.
Moment, Moment.
Sie haben gesagt, Sie wären gekommen,
um meinen Wunsch zu erfüllen.
Was hätte ich sonst hier zu suchen?
Wenn es ein ausgefallener Wunsch wäre?
Sagen wir z.B. mir das Schießen beizubringen.
(lacht) Halten Sie sich an mir fest.
Was soll das? Was machen Sie mit mir?
Karl.
* Musik *
Wo...
Wo sind wir hier? - Das spielt keine Rolle.
Nehmen Sie das und zielen Sie... - Ja?
...sagen wir mal, auf diesen Bären dort.
Ja, genau. Um einen solchen Bären geht es.
* Musik *
* Heiho, heiho.
Heiho, heiho.
Heiho, heiho.
Heiho, heiho.
Heiho, heiho. *
Jetzt weiß ich recht gut, wo wir uns befinden.
Wo gehen die hin? - Zur Arbeit, sie graben nach Schätzen.
Wir sind nämlich im Märchen.
Und ich bin ein Fachmann für Märchen.
Die erzähl ich den Kindern im Fernsehen.
Ich heiße Karl Maier.
Rumburak, ich bin Zauberer 2. Kategorie.
Das kann doch nicht wahr sein.
Gerade heute habe ich von Ihnen im Fernsehen erzählt.
Aber was ist das eigentlich, dieses Fernsehen?
Da hat er seinen Mantel über ihn geworfen, ganz plötzlich.
Und beide waren verschwunden.
Beruhige dich und geh ins Bett.
Ich habe mal geträumt, dass... - Peter, das ist kein Traum gewesen.
Er ist vor meinen Augen verschwunden.
Ich bitte dich, du weißt, ich bin technisch veranlagt.
Und ich lehne es ab, mir solche Reden anzuhören.
Was werden wir jetzt tun?
Geh jetzt bitte ins Bett und schlaf.
Das wäre im Grunde schon alles.
Ich verstehe. Das bedeutet, dass Ihre Märchen, sagen wir mal,
1 Mio. Kinder sehen. - Selbstverständlich.
Dann ist das ja eine unerhörte Sache, dieses Fernsehen.
Sogar für unsere Verhältnisse.
Na ja. Wenn man etwas verkorkst
oder wenn einem ein Fehler unterläuft,
dann ist die Blamage 1 Mio. mal schlimmer.
Und was kann man da z.B. verkorksen? - Na ja...
* Hexenlachen *
Die hat heute Verspätung.
Hier gibt es allerhand zu sehen.
Aber wovon haben wir gesprochen? Was da zu verkorksen ist.
Ich hab z.B. Ihr Märchen verwechselt.
Für alle Kinder ist jetzt Xenia eine alte Ziege und Arabella ein Wolf.
Da.
Sehen Sie, man muss den Wolf nur rufen.
Versuchen Sie, ihn zu erlegen. Der Bär ist weggelaufen.
Wie denn? - Wie denn. Passen Sie auf.
Der Wolf und Ihr Auge, dann Kimme und Korn Ihres Gewehrs.
Das ist mein Gewehr? - Natürlich.
Herzlichen Dank. Also, der Wolf...
Und jetzt Ihr Auge und Kimme und Korn in einer Linie.
Abdrücken.
Ihr Schafsköpfe. Was soll denn der Unsinn?
Warum habt ihr mich erschossen?
Sie haben ja getroffen, Sie können ja schießen.
Hilfe, das tut weh. Ich bin schwer verwundet.
Ruft doch irgendjemanden. Schnell.
Das wird einen riesen Stunk geben.
Warum habt ihr den sprechenden Wolf erlegt?
Habt ihr den Verstand verloren, Rumburak?
Wer ist das? - Prinzessin Arabella.
Ah. Fräulein, das war mein Fehler. Ich bitte um Entschuldigung.
Aber ich kennen einen Tierarzt, der behandelt auch unseren Waldi...
Wenn dieser Wolf aber stirbt, werdet ihr was erleben, Rumburak.
Und Ihr auch, mein Herr. Zusammen mit Ihrem Tierarzt.
* Türklingeln *
* Klopfen *
Wer ist da? - Ich bins, Herr Doktor, Maier.
Was ist denn? Hat ihr Waldi wieder was?
Nein, was viel Schlimmeres, es geht um das Leben eines Wolfes.
Was? Ich hab Sie wohl falsch verstanden.
Ich werde Ihnen alles genau erklären, Herr Doktor.
Das hier ist Herr Rumburak.
Sehr angenehm, Zauberer 2. Kategorie.
Wie bitte?
Ich habe einen Wolf angeschossen, der liegt im Wald und jammert.
Sie haben was?
Ich habe doch gesagt, einen Wolf, der reden kann.
Der liegt am Waldsee im Märchenreich. - Das ist doch...
Was ich Ihnen sage, ist die absolute Wahrheit.
Für Späße dieser Art ist jetzt nicht die richtige Zeit, meine Herren.
Doktor, ich finde, es wäre Ihre moralische Pflicht. - Gute Nacht.
Sie werden noch von mir hören.
Wo ist der Wolf?
Gestorben, wir haben ihn gerade begraben, Herr Rumburak.
Schluss mit meiner Karriere, ihretwegen.
Woher sollte ich wissen, dass ich ihn treffe?
Wenn Sie nicht mit dem Glöckchen...
Ich habe es gefunden, da habe ich geläutet.
Wie sollte ich alles ahnen? - Geben Sie es mir.
Sonst können Sie mich morgen wieder rufen.
Ich will Ihnen was sagen, Herr Rumburak.
Ich weiß nicht, warum Sie sich so aufregen.
Sie leben doch im Märchen, und Märchen gibt es nicht.
(Zwerge lachen)
Das haben Sie sehr gut gesagt.
Es gibt uns also gar nicht Ihrer Meinung nach. - Na ja.
Sie werden es bald erfahren, ob es Märchen gibt oder nicht.
Karl, Frühstück. - Ja, hier. Das ist... Wieso?
Ich bin ja zu Hause.
Hattest du auch so eine verrückte Nacht?
Ich hab geträumt, dass man dich entführt hat.
Was ich erst geträumt habe, pfui Teufel.
* Knall *
Was ist denn das? - Karl.
Was ist das? Das Ding hat geschossen.
Was ist hier los? - Na, dieses Ding hier.
Sieh es dir an. Wo ist es denn? Hier, es hat geschossen.
Was ist das? Oh.
Du hast den Wecker getroffen.
Warum schläfst du mit einem Gewehr im Bett?
Und woher hast du es? - Ja, genau.
Das ist das Gewehr, mit dem ich den Wolf erschossen habe.
Was für einen Wolf? - Einen sprechenden.
Einen sprechenden? - Ja.
Aha. Du hast also einen Wolf erlegt. - Ja.
Und wo hast du ihn? - Na ja, dort.
Die Zw... Zw... Zwerge haben ihn begraben.
Karl, nimm dich doch zusammen.
Weißt du, Mutti,
ich glaube, dass wir die seltsamsten Dinge erleben werden.
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