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Athen 2006
* Motorenger�usche *
* Er beatboxt. *
* Spannungsvolle Kl�nge *
(Polizist) Wir biegen gleich ab, Elisabeth.
(Elisabeth) Gut. Ich melde mich, wenn ihr oben seid.
* Schlie�ger�usch *
* Er beatboxt. *
(Mann)Die Bullen, verdammt. 'Ne Razzia, 'ne Razzia. Macht schon.
(Frau) Schnell. Schnell.
(Mann) Beeil dich, Tatjana. Alles vernichten.
(Mann) Zerschlagt die Festplatten.
* Lautes Zersplittern *
(Frau) Los, macht schon.
(Mann) Da liegt noch eine. (Mann 2) Ja los, holt sie.
Zugriff!
(Polizist) Alles runter. Hinlegen. Hinlegen, hab ich gesagt.
* Alle rufen durcheinander. *
* Schmerzvoller Schrei *
* Autohupen *
* Klacken der Schuhe *
(Polizist) Guten Tag. (Mann)Ich warte hier schon ewig.
(Polizist 2) Geht mal einer ans Telefon.
(Polizist 3)Guten Tag.
(Polizist 4)Guten Tag.
In welche Klasse gehst du?
Womit willst du anfangen?
Hast du uns vielleicht was Politisches zu sagen?
M�chtest du eine Erkl�rung abgeben?
* Klaps *
Wollen wir noch mal von vorn anfangen? Was meinst du?
* Rascheln der Folie *
M�chtest du eins?
Hm. Die sind voll lecker.
(Leiter) Wei�t du, wo wir die gefunden haben?
Auf deren Computer.
Das ist doch dein Sohn, oder?
Geh an die �ffentlichkeit und sag,
dass er w�hrend des Verh�rs ein Gest�ndnis abgelegt hat.
Dann kann ich f�r deinen Schutz sorgen.
Andernfalls w�r's besser, du verl�sst Athen f�r 'ne Weile.
Und die Dienststelle nat�rlich auch.
Die habt ihr ihm untergeschoben, oder?
Die beiden Kollegen, die beim Verh�r dabei waren,
werden deine Aussage best�tigen.
Du st�ndest nicht allein da.
Ich hab geh�rt, der Polizeichef in Mesolongi
soll demn�chst in Pension gehen.
Du w�rst zwar �berqualifiziert,
aber wenn's dich interessiert, lass es mich wissen.
(Mann)Es gab ein gro�es Erdbeben.
(Polizist)Was sagst du?
(Mann)So gewaltig, dass die Grundmauern des Kerkers bebten.
(Polizist 2) Der Junge hat wohl Theologie studiert.
* Sie lachen. *
(Mann) Die Zellent�ren �ffneten sich.
Die Ketten fielen von den Gefangenen ab.
Der Kerkermeister erwachte.
Und als er sah, dass alle Zellent�ren offenstanden,
zog er sein Schwert,
um sich selbst zu richten.
* Rattern des Aufzugs *
Produktion: Maria Drandaki
Regie: Syllas Tzoumerkas
Mit: Angeliki Papoulia
Youla Boudali
Christos Passalis
DAS WUNDER IM MEER VON SARGASSO
* Klingeln *
Mesolongi, zehn Jahre sp�ter
Vollidiot, hast du von mir getr�umt, dass du so fr�h anrufst?
Ich komme.
* Sie schnappt nach Luft. *
* Rhythmische Trommelkl�nge *
* Mysteri�se Musik *
Vassilis.
(Vassilis)Schei�e.
Hast du Dienst? In 'ner Stunde.
(Dimitris)Mama!
(TV-Stimme) Viele gro�e Romantiker des 19. Jahrhunderts
wurden vom Schicksal dieser Stadt inspiriert,
deren B�rger lieber verhungerten,
als sich den Belagerern des Ottomanischen Reiches zu ergeben.
(Dimitris)Mama, �ber Mesolongi ist gerade was im Fernsehen.
(TV-Stimme) Vom Hunger ersch�pft, wagten die B�rger von Mesolongi
einen verzweifelten Versuch, den Belagerungsring zu durchbrechen.
Ihr Kampf endete in einem Massaker.
* Klingen der Schwerter, Kampfgeschrei *
* Unheilvoller Klangteppich *
* Brummen des Motors *
(TV-Stimme) Die �ltesten erw�hnten Bewohner der Stadt
sind auch heute noch die Aale -
faszinierende, au�ergew�hnliche Kreaturen.
Nach einem gl�cklichen Leben in der Lagune begeben sich die Aale
pl�tzlich auf die Reise ihres Lebens, mit einem Ziel,
das seit Jahrhunderten R�tsel aufgibt.
Na, Alter. Und? Alles in Ordnung?
(TV-Stimme) ... wird die Reise durch die Geschlechtsreife der Tiere.
Um sich fortzupflanzen, verlassen die Aale ihre Heimat.
* Pl�tschern des Wassers *
(TV-Stimme) Sie verlassen das S��wasser der Lagune und
streben ins Meer hinaus.
Ihre Augen vergr��ern sich, damit sie im Salzwasser sehen k�nnen,
w�hrend ihre Eingeweide verk�mmern.
Guten Morgen.
(TV-Stimme) Diese erstaunlichen Ver�nderungen
finden w�hrend ihrer Reise statt, die sie �ber Tausende Meilen ...
Wie geht's? (Dimitris) Gut.
(TV-Stimme) ... bis ins Meer von Sargasso f�hrt.
Dem einzigen Ort, an dem der Aal laichen kann.
* Spannungsvolle Musik *
* Motorenger�usche *
(Vorarbeiter)Guten Morgen, Rita.
* Dr�hnen eines Flugzeugs *
(Axel)Verfluchte Schei�e.
Ich hatte diesen Monat schon zweimal meine Tage.
Meinst du, das kann von dem Dreckswasser kommen?
(Fotis)Auch schon da, Flachfotzen.
* Sie lachen. *
Wei�t du noch, als wir den Ausflug zu den Wasserf�llen gemacht haben?
Wir sind eingekehrt, haben was Gutes gegessen.
Haben uns stundenlang angesehen, wie das Wasser ...
... von den Felsen herabst�rzt.
Du wolltest unbedingt ins Wasser gehen und
unter den Wasserf�llen durchschwimmen.
(Dimitris)Hm-hm. Erinnerst du dich?
Wir haben fotografiert.
Hast du die Fotos noch?
Wie, ich soll die haben? Na klar hast du die.
Sind die weg?
Warum hast du sie mir denn gegeben? Wie alt war ich da?
Warte mal, du warst sieben oder acht.
Du hast einem Achtj�hrigen die Fotos anvertraut?
Ja, ich hab dir vertraut.
(Polizist) Guten Morgen, Polizeichefin.
Erspar mir die Schleimerei um die Uhrzeit.
* Stimmengewirr *
(Frau) Was ist denn jetzt, Chefin?
Wie lange wollen Sie uns hier noch warten lassen?
Sie haben es wohl nicht n�tig oder was? Bleiben Sie hier!
* Zuknallen der T�r * (Vlassis)Guten Morgen, Chefin.
Mitsos! Was haben die auf meinem Tisch zu suchen?
(Mitsos) Das sind meine. Du warst in meinem B�ro?
(Mitsos)Ja. (Vangelis) Guten Morgen, Chefin.
(Mitsos) Gestern war hier die H�lle los.
Ich brauchte einen ruhigen Platz, um mich zu konzentrieren.
Konzentrieren? (Mitsos)Ja.
Auf was denn konzentrieren? Auf die Gesichter in den Akten.
Ich kann an ihren Gesichtern erkennen, wie sie drauf sind.
Prima. Dann ist das heute echt dein Gl�ckstag.
Da hab ich was f�r dich: Drau�en warten 200 Fressen,
da kannst du dein neues Talent unter Beweis stellen.
Wenn ich zur�ckkomme, sagst du mir, wen ich verhaften soll.
Alles klar, mein Junge?
* Er pfeift. *
(Vangelis) ... einen versierten Techniker, der sich auf den Umgang
mit Waffen, Gummikn�ppel etc. versteht.
Es kommt wesentlich darauf an, dass sich ein neuer,
ein h�flicher Typus herausbildet, der im Notfall in der Lage ist,
sich in einen entschlossenen K�mpfer zu verwandeln, der in der Lage ist,
mit schwierigen und anspruchsvollen Situationen fertigzuwerden.
Jemand, der auf den Einsatz �berm��iger Gewalt verzichtet
und stattdessen die besondere Begabung hat, Probleme zu l�sen.
Ich meine, jemand der versucht, Probleme im Sinne ....
Ja? - ... der Sicherheit seiner Kollegen und der B�rger zu l�sen.
Bravo, Herr Professor.
Wann ist die Pr�fung? In zwei Wochen.
* Signalton des Handys *
(Stimme) Hey, Liebling. Wie geht es dir? Du warst letzte Nacht so hei�.
* Surren der Maschinen *
(Vorabeiter)Dein Bruder ist da. Er wartet drau�en.
* Lautes Dr�hnen *
(Manolis)Na, wie geht's?
Hast du was f�r mich, mein Schatz?
Damit ich s�� schlafen und von dir tr�umen kann?
Ich hab den Stoff im Laden vergessen.
Albanischer Shit? (Rita) Albane, ja.
Komm heut Abend im Club vorbei. W�rd mich freuen.
Um mal was anderes zu sehen, zur Abwechslung.
Ich hab da noch was f�r dich. Hast du sicher schon gesucht.
Rita Dinia.
Destination Miami.
Wow.
Da will sich eine absetzen, was?
H�r zu, ich sag dir was: Der Schei� wird hiermit konfisziert.
Druck's dir neu aus.
* Dr�hnen des Motors *
(Axel) Wie viele Junge hat sie geworfen?
(Arbeiterin)Elf. (Axel)Elf?
(Arbeiterin) Ja, elf Welpen.
Drei davon sind braun, die anderen sehen genauso aus wie die Mutter.
(Axel)Was f�r 'ne Rasse?
(Arbeiterin) Sch�ferh�ndin. Gro�es Tier.
* Geheimnisvolle Kl�nge, Gespr�che werden immer undeutlicher. *
* Ein Stuhl quietscht. *
* Rattern des Motors *
(Priester) Sch�n gelegen am Fu�e des �lbergs.
Heute hei�t der Ort Al-Eizariya. (Frau)Davon hab ich gelesen.
(Priester)Sehr sch�n.
Von dort fahren wir dann weiter mit dem Bus nach Kapernaum.
Das liegt am nordwestlichen Ufer des See Genezareth.
Dort wurde die Tochter des Jairus von den Toten auferweckt.
Dabei sprach Jesus die ber�hmten Worte:
"Tahita kum. Steh auf, meine Tochter."
(Frau)Seine geliebte Tochter.
(Priester)So viel dazu. Haben alle ihre Reisep�sse?
(Alle) Ja, haben wir. Selbstverst�ndlich.
(Frau)Ich hab einen Pass, aber den hat mein Mann versteckt.
(Priester)Warum das denn?
(Frau)Er hat Angst, dass ich ihn verlasse.
Er hat Angst, dass ich ihn verlasse, deshalb hat er ihn versteckt.
Er will nicht, dass ich reise. (Frau 2)Such weiter.
(Priester)Tats�chlich?
(Frau) Ich finde ihn schon. Ganz sicher. Ich finde ihn.
(Priester) Macht euch keine Sorgen. Es wird sicher eine wunderbare Reise.
(Frau 2)Das sagen alle, die schon mal da waren.
(Junger Priester)Wir k�nnen uns alle auf die Reise freuen.
Sie wird unserem Glauben dienen.
* Entspannte Musik *
* Klingeln des Gl�ckchens *
(Priester) Rita?
Betest du gerade?
Ich versuche es.
Ich fange an und breche wieder ab, weil ich anfange, zu fluchen.
Manchmal denke ich, Gott herrscht nicht �ber die Welt.
(Priester) Wer denn dann, wenn nicht Gott?
So Dinge.
Verschiedene Dinge.
Verdammte Schei�e.
(Vangelis) Guten Morgen.
Ich hab so was Seltsames getr�umt.
Ich kann Sie nach Hause fahren, wenn Sie wollen.
Nein, schon gut.
Schei�e. Ich geh zu Fu�.
Kann ich Ihnen einen Traum erz�hlen? (Priester) Ja. Selbstverst�ndlich.
Ich tauche auf aus einem Meer voller Blut.
(Off) Ich kann meine Arme nicht bewegen und meine Beine sind schwer.
So, als w�re ich sehr lange geschwommen.
Ich steige aus dem Meer und sehe Menschen am Strand.
(On) Anst�ndige Menschen, gute Leute,
die sonntags zur Kirche gehen.
(Off) Und die kommen alle an den Strand.
(Junge)Hallo! Den Ball bitte. Meinst du den hier?
Aber ich kann nichts h�ren. Glotz nicht so, Pappnase.
Keinen menschlichen Laut.
(Junge) Ja, Tor!
Da wird mir klar, dass sie alle tot sind.
Dann trete ich mitten unter sie
und ich verstehe immer wieder ein einziges Wort.
(Priester) Welches Wort?
Einen Fluch? Nein.
Eine Stimme, die immer sagt: "Mehr."
"Mehr."
* Sie schluchzt. *
(Priester)Das B�se existiert.
Es ist um uns, steckt in uns, es ist �berall und qu�lt uns.
Aber es ist nicht unsterblich. Das ist der Unterschied zu Gott.
Wenn wir eines Tages auferstehen, wird das B�se nicht mit auferstehen.
Sie meinen, das B�se wird nicht auferstehen?
Ja.
Sind Sie da sicher? Ja, ganz sicher.
Es wird nicht auferstehen.
Auch wenn du jetzt den Eindruck hast, es beherrscht die Welt.
Dein Monatslohn.
* T�r geht auf. *
(Priester) Deine Mutter und dein Bruder sind hier.
Mama.
Mama, ich bin's.
Rita.
(Mutter)Hallo!
Siehst du, ich hab's dir gesagt, du hast eine Tochter.
Ich habe nicht gelogen.
Da ist sie. Erinnerst du dich?
Du musst �fter nach Hause kommen, wenn sie sich an dich erinnern soll.
Bis heute Abend.
* Mysteri�se Kl�nge *
(Stimme) H�ltst du dich f�r normal?
(Stimme) Ja.
Glaubst du, dass du ein normaler Mensch bist?
Ja. Wirklich?
Bist du mit deinem Leben zufrieden?
Nein.
Bist du zufrieden mit den Gaben, die Gott dir gegeben hat?
Ja.
Meinst du, er hat mir mehr mitgegeben?
Ja.
Ist dir aufgefallen, dass Mama trotz Alzheimer immer l�chelt,
wenn sie mich sieht, aber das Gesicht verzieht,
wenn du vor ihr stehst?
Hm?
Wei�t du, dass du genauso aussiehst wie Mama?
Ihr seid identisch.
* Moderne Electro-Musik, Wummern der B�sse *
(Kinder)Lass uns rein. Lass uns doch bitte rein, bitte.
(Vorarbeiter)Rita! Rita!
* Gr�len der Menge *
(Frau) Leute, das ist Rita. Die Schwester von Manolis.
(Frau 2)Setz dich. Wo steckt dein Bruder?
(Dimitris)Warum m�ssen wir dahin? Gibt's was zu feiern?
Wir gehen hin, weil wir eingeladen sind.
Man muss nicht, nur weil man eingeladen worden ist.
Wir gehen hin, Dimitris. Ist das wirklich so schlimm?
* T�rklingel *
(Faye)Willkommen. Wie geht es euch? Gr�� dich.
Willkommen, willkommen!
(Faye)Kommt rein. Sch�n, dich mal wiederzusehen.
Na, Alter, alles klar?
(Faye)Vassilis, sag den Kindern, sie sollen raufkommen.
Ja, gleich. Die werden uns wieder nur auf die Nerven gehen.
(Faye) Elisabeth, willst du einen Whiskey vor dem Essen?
Konstantinos! Alexandros! Kommt rauf, wir wollen essen.
(Faye) Das ist mein Bruder aus Athen mit seiner Freundin.
Despina. (Takis)Sehr erfreut.
(Faye) Das ist unsere Freundin Elisabeth.
Sie ist hier Polizeichefin. Seid vorsichtig, sie ist bewaffnet.
Wenn sie sich hier nicht am�siert, erschie�t sie uns vielleicht.
Und die �blichen Verd�chtigen.
Unseren Nachbarn, den Bezirksstaatsanwalt, kennst du ja.
Ja, stimmt. (Anwalt)Guten Abend, Elisabeth.
Was f�r eine �berraschung, dich hier zu sehen.
(Faye)Und sein Bruder Michalis. Michalis.
(Anwalt)Ist das dein Sohn?
Der ist ja schon ein richtig erwachsener Kerl.
Wie alt warst du als du ihn bekommen hast? Zw�lf?
Ja. Ich war zw�lf.
(Dimitris) Dimitris.
Michalis, richtig?
(Faye)Mutter, ich hab doch gesagt,
du sollst nicht aus dem Zimmer kommen.
Ich bring dir dein Essen, wenn es so weit ist. Jetzt geh wieder.
Meine G�te. Es wird immer schlimmer. Ihr sollt mit dem Schei� aufh�ren.
Setzt euch endlich, es reicht jetzt. (Faye) Vassilis, beruhige dich.
Ich bin ja ruhig. So, dann kommt alle. Essen ist fertig.
Verdammt, das Essen steht auf dem Tisch, verstanden?
(Despina)Dar�ber habe ich mich heute schon mit Takis unterhalten.
(Dimitris)Hey. Ich wei� nicht, wie ich's dir sagen soll.
Aber du stinkst. Du stinkst sogar ganz gewaltig. Richtig �bel, Mann.
Wann hast du dich zuletzt gewaschen?
(Takis)Wie viele Mitglieder hat die hiesige Handelskammer denn?
(Anwalt) Was? Entschuldigung.
(Takis)Die Handelskammer, wie viele Mitglieder hat die?
(Anwalt) Genau wei� ich das nicht. 50.
(Takis)Gut. 50. Immerhin 50. Sagen wir, jeder zahlt 50 Euro ein.
Wieso sollten wir das tun? (Takis) Lass mich doch ausreden.
H�r zu: Mit der neuen Regierung hat sich so ziemlich alles ge�ndert.
(Dimitris)Du hast dich seit sieben Monaten nicht gewaschen?
Dimitri ...
(Dimitri) Ist das dein Ernst? Cool! Sieben Monate ohne Waschen.
Alle Achtung, bravo. Sieben Monate, der Wahnsinn.
Du bist mein Hero.
Ich will's dir sagen. Mach mal halblang. H�r mir zu.
Wir waren eine Million Gastroenterologen,
da, da in Athen im ESY.
Und wir haben uns alle den Arsch aufgerissen.
Ich bin hierher zur�ckgekommen, wieder zur�ck in meine Heimat.
In mein Elternhaus. Und hier k�sst man mir die F��e.
Stimmt doch, Andreas? Ja, mein Freund, so l�uft das hier.
Jeder kennt mich.
M�nner und Frauen und Kinder, als ob die's alle an der Prostata h�tten.
Die blasen fast einen, wenn du denen den Finger in den Arsch steckst.
Hier werde ich gebraucht. Hier herrscht echter Notstand.
(Faye)Als wir hierhergezogen sind, war ich erst mal schwer entt�uscht.
Ich konnte nichts von dem tun, was ich vorher gemacht hatte.
Das gab es alles nicht.
Als ich dann mit der Schauspielschule fertig war,
entschieden Vassilis und ich, eine Familie zu gr�nden.
(Despina)Hm-hm. (Faye)Stimmt's, Vassilis?
Und wir haben's gemacht.
(Dimitris)Hey, h�r mal, ich hab drau�en Pferde gesehen,
auf der Koppel. Die geh�ren dir?
(Dimitris)Klar, die geh�ren dir. Kannst du reiten?
Und eh bringst du's mir bei?
(Michalis) Taki, mein Freund. (Dimitris) Abgemacht.
(Anwalt) Wei�t du, wie man die Chefin hier nennt?
Die rote Elisabeth. Und wei�t du, warum?
Weil sie mit Nachnamen Kochanowski hei�t,
h�lt man sie f�r eine Kommunistin.
(Takis) Waren ihre Verwandten Kommunisten,
die im B�rgerkrieg nach Polen ausgewandert sind?
Im Gegenteil. Das waren alles Rechte.
* Leise klassische Musik *
Mein Vater ist '80 aus Kielce weggegangen.
Er zog nach Chalkidiki, hat 'ne Griechin geheiratet und
sie st�ndig verpr�gelt - meine Mutter.
(Takis)Leben Ihre Eltern noch?
Ich hab keine Ahnung.
(Faye)Ehrlich, ich f�hl mich auch heute noch fremd hier.
Ich wei� nicht, ob du das verstehst. Takis versteht mich. Stimmt's, Takis?
(Dimitris) Kennst du die App? Sie hei�t "I can speak".
(Faye) ... im Gegenteil, es hat ganz allein mit mir zu tun.
Etwas ganz tief in mir drin.
Seit das Baby da ist, hab ich jedenfalls angefangen,
dar�ber nachzudenken.
Ob meine Tr�ume wohl jemals wahr werden?
Ich finde, das Leben ist wie ein Fisch.
Am Schwanz f�ngt es winzig klein und schmal an.
Dann zum Bauch hin erweitert es sich immer mehr.
Dann verengt es sich wieder.
Aber wenn es sich �ffnet, muss man bereit sein,
es von ganzem Herzen zu genie�en.
Eng wird es von selber wieder. Und mit anderen Menschen zu teilen ...
Lass das!
(Faye) Elisabeth, was ist denn? Alles okay?
(Dimitri) Ich hab kein Netz mehr.
(Anwalt) Keine Sorge. Alles in Ordnung.
Es gab einen Anruf von der Antiterroreinheit.
(Faye)Was ist los?
(Anwalt) Die haben sich pl�tzlich an Elisabeth erinnert.
Ja. Ganz sicher.
Mich vergisst man nicht.
(Anwalt) Elisabeth, der Terror mag dich vllt. verloren haben,
daf�r hast du die Liebe zur Provinz entdeckt.
Du trinkst ja nichts.
* Er gie�t ihr etwas ein. *
(Anwalt) Trink.
Als Elisabeth hier neu bei uns war, hat sie mich auf Trab gehalten.
Ich musste �berall hinrennen, auf Leute einreden,
die ich sehr gut kenne, und sie fragen,
ob man sie nicht wieder nach Athen zur�ckschicken kann.
Aber das ist inzwischen vorbei. Heute hat sie sich hier eingelebt.
Das ist das Gute an kleineren Orten.
Jeder Topf findet seinen passenden Deckel.
Beim Trinken verstehst du keinen Spa�, was?
Ich tue, was ich kann.
Geh schon nach Hause. Ich komme nach.
(Dimitris)Ich hab Hunger. Ich hab nichts gegessen.
Hier, nimm. Bestell was.
* Jubelrufe, Applaus *
(S�ngerin)Tausend Dank euch allen. Ihr macht mich �bergl�cklich.
Guten Abend.
Guten Abend auch an die Albaner.
* Er schreit ins Mikro. *
* Rockmusik *
* Er singt ein englisches Lied. Das Publikum klatscht im Takt. *
# Unsere Liebe ist verblasst.
Nur noch eine Seite im Geschichtsbuch,
zerschlagen die Hoffnungen und Tr�ume.
Nichts ist so, wie es scheint. #
Und jetzt alle! Singt alle mit!
# Ich halte keinen Tag mehr durch.
Kann nicht so tun, als w�sste ich wohin.
Kann nicht aufgeben ohne Kampf.
Mir ist egal, ob's richtig ist.
Kann gestern nicht vergessen.
Kann nicht glauben, dass du gegangen bist.
Kann nicht aufgeben ohne Kampf.
Mir ist egal, ob's richtig ist.
Mir ist egal, ob's richtig ist. #
* Hupen des Autos *
(Anwalt)Guten Abend. (Dimitris)Hallo.
(Anwalt) Allein unterwegs? Wo ist deine Mutter?
(Dimitris)Ausgegangen. (Anwalt)Feiert wohl wieder.
(Anwalt)Mein Bruder hat eine Bitte.
Ihm hat gefallen, was du ihm auf dem Telefon gezeigt hast.
(Dimitris) Nicht auf dem Telefon, auf dem Tablet.
(Anwalt)Richtig, auf dem Tablet.
Ja, dein Tablet.
Er bat mich, dich zu fragen, ob du morgen vorbeikommen k�nntest,
um ihm mehr zu zeigen.
Wie das funktioniert. Du hast Zeit, nehm ich an.
(Dimitris)Ja. (Anwalt)Gut.
Wei�t du, wo wir wohnen?
(Dimitris) Ja, ich wei� wo. Vor dem Haus steht immer dieser Wagen.
(Anwalt)Ganz genau, der Wagen.
Sprichst du auch Polnisch? Hat deine Mutter dir das beigebracht?
(Dimitris)Nein.
Wieso?
(Anwalt)Ach, nichts Besonderes. Ich bin nur neugierig.
Na ja, dann mach's gut. Komm gut nach Haus.
Gute Nacht. Sei vorsichtig, so allein in der Nacht.
Und mach blo� keine Dummheiten. �bertreib's nicht.
(Dimitris)Gute Nacht.
# Wer war ich f�r dich? Wer warst du f�r mich?
Es ist an der Zeit, das zurechtzur�cken.
Ich bin verr�ckt geworden.
Hab mich f�r dich kaputt gemacht.
Das werden die Leute sagen. #
* Jubelrufe, Applaus *
Ich danke euch. Vielen Dank.
Weite Reisen sind nicht f�r jeden von uns das Richtige.
Und keine Reise, ob gro� oder klein, ist so wichtig wie die Liebe.
(Alle) Oh!
* Vereinzelter Applaus *
Heute Abend ist meine Schwester hier zu Gast.
Der Mensch, der mir am n�chsten ist.
Sie war Schwester und Mutter f�r mich und
ich war f�r sie Bruder und Vater.
Die Kleine war schon von Geburt an das Licht meines Lebens.
* Applaus, Jubelschreie *
Rita, komm zu mir auf die B�hne.
* Der Pianist spielt ein Lied. *
Machen wir's zusammen, so wie fr�her.
Du hast dich entschieden und bleibst f�r immer hier bei uns in Mesolongi.
Komm, Rita.
Wie fr�her!
* Volkst�mliche Kl�nge *
* Sie stimmen ein griechisches Lied an. *
# Ein Leben ohne �berraschungen,
(Beide) langweilig und immer dasselbe. #
* Sie singt schief. *
# So ein Leben...
... ist wie ein Film,
(beide) den man schon mal gesehen hat.
Wie Wochen ohne Wochenenden.
Aber wenn ich mit dir zusammen bin, mein Schatz,
im Garten Eden
irgendwo, zwischen Sternen
in deinen Armen
wie ein V�gelchen,
fehlt es mir an nichts.
Dann brauche ich nichts weiter.
Mein Gott, ich liebe dich so sehr.
Ich schlie�e meine Augen
und bete, dass ich f�r immer
hierbleiben kann ...
Aber wenn ich mit dir zusammen bin, mein Schatz,
im Garten Eden,
irgendwo, zwischen Sternen
in deinen Armen
wie ein V�gelchen,
fehlt es mir an nichts.
Dann brauche ich nichts weiter.
Mein Gott, ich liebe dich so sehr.
Ich schlie�e meine Augen.
Und ich bleibe f�r immer hier. #
Ach, schei� auf euer beschissenes Mesolongi.
Elendes Drecksloch, du hast mich ruiniert.
Hast alles zerst�rt, was ich geliebt habe.
Ihr verdammten Arschl�cher. * Sie buhen und pfeifen ihn aus. *
Ausgehungerte Schnorrer!
Ihr Schei�wichser, fickt euch doch. Fickt euch doch alle selber.
Ich schei� auf euren Mesolongi-Dreck.
(Alle) Hau ab! Verschwinde!
Schei�arschl�cher, fickt euch alle!
Ihr Schei�er seid schon verschissen auf die Welt gekommen und
werdet an eurer Schei�e verrecken.
Ich w�nsche euch ein verschissenes Leben in der tiefsten H�lle.
Ihr sollt alle unter Schmerzen verrecken.
Und j�mmerlich heulen, in der Kacke ertrinken.
Gute Nacht.
* Die Band spielt den letzten Takt, die Menge buht in aus. *
* Leise Musik *
(Axel)Das dauert jetzt. (Mann) Verfluchte Schei�e.
(Axel) Guten Abend. Arbeitest Tag und Nacht, was?
* Bedrohliche Kl�nge *
(Faye)Lad sie nicht mehr zu uns ein.
Und wenn du den Stummen noch mal einl�dst,
sag ihm, er soll sich vorher waschen.
(Lambros)Guten Abend. Darf ich mich zu Ihnen setzen?
Danke.
Ich hei�e Lambros. Ich bin wegen einer Hochzeit in Mesolongi.
Verr�tst du mir auch, wie du hei�t?
Nein.
Kann ich dich wenigstens zu einem Drink einladen?
Bist du immer so schweigsam?
Ich find's wundervoll, eine Erscheinung wie dich zu treffen.
Dein L�cheln ist ein Traum.
* Schmatzer *
(Lambros) Was f�r 'n Reinfall.
Siehst aus wie 'ne Schlampe! Was soll dieses Bandana?
Du siehst beschissen aus.
Versuch wenigstens auszusehen wie ein Mensch.
Sieh's doch ein.
(Axel) Dann verzieh dich doch endlich, polnisches Drecksst�ck.
Pennerin.
Bravo.
* Klirren des Eisw�rfels *
* Brummen eines Motors *
(T�rsteher) Wir haben leider schon geschlossen.
Ganz ruhig. Ganz ruhig. Lass mich rein.
Jetzt mach keinen �rger. Geh nach Hause.
Lass den Schei� mitten in der Nacht.
Das hatten wir doch alles schon mal. Immer dasselbe. Was soll das denn?
(Studentin) War das krass. Das war echt krass. Dieser Kerl.
(T�rsteher)Verschwinde. Na los.
(Studentin)Manolis!
(T�rsteher)Manolis, mach weiter so 'nen Schei�,
dann wirst du schon sehen, was du davon hast.
Der Chef wei� Bescheid. - Ach fick dich, Nikos. Du Pisswichser.
(Vorarbeiter)Rita! Komm, wir gehen.
(T�rsteher) Steh bitte auf! Steh auf, K�nigin.
Wir gehen, Leute. (Vorarbeiter) Rita, komm mit uns!
Rita, beweg deinen Arsch, komm jetzt! Na los doch!
* Aggressive, laute Stimmung *
(Vorarbeiter)Rita!
* Sie singen zu Hip-Hop. *
Ich fahr jetzt los! Komm schon.
* Stille *
* Telefon klingelt. *
(Dimitris) Mama, Telefon!
Mama!
* Surren des Rasierers *
Ja?
* Tuten *
(Faye) Konstantinos, Alexandros. Wird's bald?
Zu den Zigeunern! Ich geb dich den Zigeunern, Alexandros.
Dimitris. Ich bin weg.
* Autohupen *
Ach, Schei�e. Leck mich doch.
Was soll der Schei�, Vassilis?
Wie oft hab ich dir schon gesagt, du sollst mich nicht abholen?!
Kapier's endlich! Mitsos hat mich hergeschickt.
Mitsos ist ein Arschloch! Verdammt noch mal.
Ich will, dass Vangelis mich abholt. Du stinkst.
* Mysteri�se Kl�nge *
* Er weint. *
(Vorarbeiter) Rita!
Rita! Telefon.
Okay?
* Sie weint. *
* Lauter Schlag, Schrei *
(Vorarbeiter) Rita!
Fotis! Hilf mir. Vorsicht.
Kostas, vorw�rts, Beeilung.
Ins Krankenhaus. Ins Krankenhaus! Beeilung!
Schnell, bringt sie her. Hierher. Vorsichtig.
* Sie schluchzt. *
(Axel)Alles wird gut. Ganz ruhig.
* Sie w�rgt. *
(Mitsos)Guten Morgen. Wir haben Sie schon gesucht, Chefin.
Schie� los.
(Mitsos)Sie waren die ganze Nacht am Strand. Er war auch dabei.
Der S�nger vom Ring.
Hatte er was dabei, irgendwelche Papiere, Brieftasche?
Keine Papiere.
Sie sind aufgewacht und haben ihn so gefunden.
Er hatte aber so viel Koks und GBH dabei,
um die ganze Stadt zuzudr�hnen.
Hey! Soll ich euch den Arsch aufrei�en?
Die Pressefritzen. Hast du die gerufen?
Nein. Wieso sollte ich?
Jetzt l�g mich nicht an, du Flachwichser.
Na, Leute, wie geht's?
(Polizist) Guten Morgen, Chefin.
Sechs k�nnen schon wieder stehen. Eine ist noch total weggetreten.
Wie hei�t du, meine Kleine? (Nefeli)Nefeli.
Wo kommst du her? Kozani.
Seit wann bist du hier? Seit 'nem Jahr.
Ist das dein Freund? Mein Cousin.
* V�gel kreischen. *
* Der Pathologe summt. *
* Sie erschrickt. * Ganz ruhig. Nicht bewegen.
* Prasseln des Regens, bedrohliche Kl�nge *
Rita.
* Sie atmet hektisch. *
Abschneiden.
* Gackern der H�hner *
(Dimitris)Guten Morgen!
* Er schluchzt. *
(Dimitris) Guten Morgen.
Ich hab das Tablet ...
Hallo, Mitsos.
Ja. Hast du mit den Musikern gesprochen? Mit den T�nzerinnen?
Okay, ja.
Red mit dem T�rsteher. Der ist okay. Kein Spinner. Ja.
Gut, sprich mit ihm und ruf mich an. Bis dann.
Guten Tag.
(Anwalt)Guten Tag. Wurde auch Zeit. Was machst du denn hier?
Er war ein Freund meines Bruders.
Darf ich rein? Ja nat�rlich.
Was denn, Leute?
Wartet bitte drau�en.
Bitte sehr.
Guten Tag.
Bist du Rita?
Ja.
Hast du Hunger? Soll ich was zu Essen bringen lassen?
Schwester, was zu essen.
Danke.
Wenn es dir besser geht, m�sste ich dringend mit dir sprechen.
Ich bin die Polizeichefin.
Okay.
Wann wird sie entlassen?
Warum?
K�nnten Sie bitte meine Mutter kommen lassen?
Das machen wir.
(Axel)Du bist wohl �berall.
Bl�de Kuh.
Elisabeth ...
Wenn es ihr besser geht, ruf bitte im Revier an.
Sie sollen mir Bescheid sagen. Elisabeth, geht es dir nicht gut?
Vassilis. Du bist kreidebleich. Wasser.
* Ruhige Zitherkl�nge *
(Vangelis) Chefin, geht's wieder besser?
Geh. Geht alle zur�ck. Weg.
(Anwalt)Warum tust du dir das an? Du brauchst Ruhe.
Geh nach Hause. Lass du mich.
(Axel)Sie ist eingeschlafen.
* Zitherkl�nge *
* Summen einer Fliege *
* Erwartungsvolle Stille *
* Ged�mpfte Freudenschreie *
* Expressive Kl�nge *
* Er atmet schwer. *
* Ausgelassene Stimmung *
(Studentin) Ich krieg dich.
Kommt schon, ihr wisst wo mein Zeug ist. Es liegt im Auto.
(Vangelis)Man hat uns gesagt,
du w�rst als Erster aufgewacht und h�ttest ihn gefunden. Stimmt das?
Hat's dir die Sprache verschlagen?
Jetzt reicht's aber, verdammt noch mal.
(Student) Ja, ich bin als Erster aufgewacht.
Und keiner von euch hat etwas gesehen oder geh�rt?
Das willst du uns im Ernst weismachen?
(Mitsos) Chefin, kann ich Sie kurz sprechen?
Was gibt's denn? Ich hab das hier gefunden.
Und was ist das, Mitsos?
(Student)Das Zeug geh�rt uns nicht. Wir waren nur betrunken.
(Mitsos)Sag gef�lligst die Wahrheit, du Rotznase.
(Student) Was soll das? Aufh�ren.
(Vangelis) Schluss jetzt. (Mitsos) Was willst du, Mann.
(Student) Ich werde euch verklagen. Du kannst mich kreuzweise, Kleiner.
Mal sehen, ob dir deine Freundin auf die Spr�nge helfen kann.
F�hr sie bitte rein, Vangelis.
(Mitsos) Rede endlich, kleiner Schwanzlutscher.
Ein Mann ist tot, hast du das nicht begriffen?
(Studentin)Viel Gl�ck dir. * Sie kichert. *
Rei� dich zusammen, sieh mich an.
Ich habe vorhin vergessen, dich was zu fragen.
Du hast gesagt, er hat sich mit seiner Schwester gestritten.
Was war das f�r ein Streit? (Studentin) Ein normaler Streit.
Er hat auf ihr rumgehackt, wollte sie aufziehen.
Ich dachte, dass sie nur Spa� machen. Spa�? Wie Spa�? Um was ging es?
Spa� halt. Sie sa� da und hat kein Wort gesagt.
Irgendwann fing Manolis an, alle Jungs zu fragen:
Wer will meine Schwester v�geln?
Und wer mit ihr v�gelt, wird f�r immer in Mesolongi bleiben.
Und sie h�tte auch schon Lord Byron gev�gelt. Solche Sachen und so.
(Nefeli)Geben Sie mir jetzt mein Handy zur�ck?
(Vangelis) Noch nicht. - (Nefeli) Ich will meine Mutter anrufen.
Sie ist mit dem Bus unterwegs hierher. Sie wird sich Sorgen machen.
(Vangelis)Wie hei�t du? (Nefeli)Nefeli.
(Vangelis) Ein sch�ner Name. (Nefeli)Danke.
* Sie weint. *
* Laute Schreie *
(Studentin) Ich wei� nicht, was dann in Manolis gefahren ist.
Bis dahin hatten wir eine sehr sch�ne Zeit.
(Mitsos) Von wem hattest du die Drogen? Rede!
(Student) Manolis. Er hat sie uns im Club gegeben.
* Sie schnieft. *
* Autohupen *
Bist du Gregoris Malai? (Vorarbeiter)Malai.
Malai. (Vorarbeiter)Ja.
Malai, gut. Ja, bin ich.
Wie geht's Rita? Alles okay? Ihr geht's gut.
Warst du gestern Nacht mit Rita und ihrem Bruder im Club?
Ja, war ich. Wie hat er's gemacht? Gemacht? Was?
Ihr Bruder. Wie hat er ...
Er hat sich an einem Baum erh�ngt.
So.
Warum bist du nicht mit, als die anderen zum Strand gegangen sind?
Ihrem Bruder hat's nicht gefallen, dass wir Albaner sind.
Steht der nicht auf Albaner?
Nicht wirklich.
Und du, stehst du auf Albaner?
Teils, Teils.
Wo bist du vom Club aus hingegangen? Hierher.
Da wohne ich.
Allein? Ja, allein.
Und Rita, ist das deine Freundin?
Ehrlich gesagt, nein. Sie ist nicht meine Freundin.
Wessen Freundin ist sie dann?
Woher soll ich wissen, wessen Freundin Rita ist.
Meine jedenfalls nicht.
Okay.
Ich w�rde zu ihrer Mutter gehen.
Wieso?
Heute Morgen hat Rita erz�hlt,
dass sie dort die Nacht verbracht hat.
Okay.
Kann sein, dass wir dich noch brauchen.
Wir wissen, wo wir dich finden. Ist gut.
* Ein Hund bellt. *
Du wartest hier. (Vangelis)Warum?
Weil du mich nervst.
Guten Tag!
Sind Sie die Mutter von Manolis und Rita?
Die sind Sie doch, oder?
(Mutter)Ja. Gehen Sie nur rein. Die Kinder sind in ihrem Zimmer.
Wie sch�n. Ich geh kurz rein und sag Guten Tag.
(Mutter)Geh nur, Liebes.
* Poltern *
* Helles L�uten *
* Klirren *
Guten Tag.
Wie geht's, Michalis?
Kann ich durch?
* Spannungsvolle Musik *
Los mach, wir fahren. Wir fahren.
(Vangelis) Nehmen wir die Mutter nicht mit?
Nein, verdammt.
Worauf wartest du noch? Fahr endlich los. Jetzt mach schon.
* Sie schnieft. *
(Mitsos) Chefin, ich m�chte Sie nicht mehr fahren.
Sie geraten immer in die schlimmsten Sachen.
Ich will nur meine Pr�fung ablegen und dann hier weg.
Halt sofort an! H�rst du? Du sollst anhalten!
(Mitsos)Beruhigen Sie sich. Ich steig aus.
So redest du nie mehr mit mir. Hast du verstanden?
* Glockenl�uten *
* Schlie�ger�usch *
Dimitris?
(Stimme) H�ltst du dich f�r normal?
Glaubst du, dass du ein normaler Mensch bist?
Kannst du dich selbst von morgens bis abends ertragen?
H�ltst du dich f�r ...
... intelligent?
Ja.
* Sie schnieft. *
Begabt? Ja.
Die besten Jahre unseres Lebens
M�chtest du Kinder haben? Meinst du, du kannst das?
Ja.
Glaubst du,
du wirst eine gute Mutter?
Ja.
Besser als unsere Mutter?
Ja? Ja.
Und all das hier geschieht mit deinem Einverst�ndnis, oder?
Niemand hat dich gezwungen, hierherzukommen.
Alles geschieht freiwillig.
Ja.
* Mitrei�ende Musik *
Hast du Angst vor mir?
* St�hnen *
Schei�kerl.
* Lautes St�hnen *
Kommst du gern hierher?
Ja.
Zusammen mit unseren alten Schulkameraden?
Na, gef�llt es dir, dass dich alle von klein auf kennen?
Dass du hier ganz du selbst sein kannst?
Dass niemand von dir verlangt, dass du dich �nderst.
Niemand. Dass dich niemand verurteilt.
* Handy vibriert. *
* Keuchen *
Hier ist unser gesch�tzter Bereich.
Wir haben hier etwas geschaffen, wovon alle Menschen immer tr�umen.
Dimitris, ich h�re dich. Geh sofort in dein Zimmer.
Ein Paradies.
Ich wei� nicht, was Paradies bedeutet.
Hast du Angst?
Ja.
Wirklich?
Ja.
F�hlst du dich nicht frei? Nein?
* Sie lachen. *
F�hlst du dich nicht frei?
* Sie jammert. *
Pscht.
* Sie schreit. *
Sei still.
* Eindringliche Kl�nge *
H�ltst du dich f�r normal?
Glaubst du, dass du ein normaler Mensch bist?
* Pfiffe, orientalische Musik *
(Mann)Ho!
Komm mit dem Streifenwagen zum Krankenhaus und
warte da auf mich.
* Klicken *
* T�rklingel *
(Faye)Vassilis.
Guten Abend.
(Faye)Elisabeth, was willst du hier? Wei�t du, wie sp�t es ist?
Elisabeth! Vassilis, komm sofort her!
Du verfluchte Schlampe. (Faye)Vassilis!
* Ausgelassene Stimmung *
(Axel)Ich will ihnen gratulieren. (DJ) Kennst du die �berhaupt?
(Axel)Na ja. Nicht direkt.
Aufstehen. Wir machen einen Ausflug.
Ich hab keine Klamotten.
Zieh das �ber.
(Axel)Ich hab keinem was gesagt.
* Schuss *
* Musik h�rt auf, Menge ruft durcheinander. *
(Menge) Los, packt ihn euch! H�nde auf den Wagen!
(Braut) Mama, Mama!
Auf den R�cksitz. Runter zum Strand.
(Mitsos)Alle zur�ck!
Bleib stehen!
Alle zur�ck!
(Funk)An alle Einheiten, an alle Einheiten, sofort zum ...
Schalt das Ding ab.
Steig aus.
Vorw�rts. Du wartest hier.
Geh schon.
Jetzt rede. Was denn?
* Schuss *
(Vangelis)Chefin!
Du wartest im Streifenwagen!
Du sollst im Streifenwagen warten, Vangelis. Geh.
Rede.
Du sollst reden.
* Rauschen der Wellen *
Sie haben alle geschlafen.
Auch mein Bruder lag ruhig bei den anderen und schlief tief und fest.
* Klirren der Kette *
Ja, ich bin's. Sei still.
Schlaf weiter.
* Sie atmet schwer. *
Ist ja gut.
Ist ja gut. Rita.
* Sie keucht schwer. *
Rita.
* Sie atmet schwer und schluchzt. *
* Schmerzensschreie *
* Er w�rgt und hustet. *
Jahrelang hab ich alles getan, was er wollte.
Aber dann tr�umte ich von einem anderen Ort.
Von einem anderen Leben.
Aber es blieb ein Traum.
Steh wieder auf. - (Vangelis) Hochverehrte Frau Polizeichefin!
Alles in Ordnung, Vangelis. Reg dich ab!
Steh auf.
Nimm das.
Das auch.
Ist von deinem Bruder.
Wir kommen jetzt, Vangelis.
Geh.
Beweg dich.
(Vangelis)Chefin, was ...? Setz sie in den Wagen, Vangelis.
Aber Chefin - ... Frag nicht so viel, setz sie in den Wagen.
* Quietschen der T�r *
Dimitris ...
(Dimitris)Was?
Schon Zeit f�r die Schule?
Nein. Noch nicht.
Wir k�nnen noch etwas schlafen.
Okay.
* Er spuckt. *
* Er schnieft. *
(Mitsos)Es tut mir leid wegen Ihres Bruders, Herr Staatsanwalt.
Eine Schande.
Setzen Sie sich. Wir fangen gleich an.
(Mitsos) Bitte, nehmen Sie Platz.
Zun�chst unser aller Beileid zum Verlust Ihres Sohnes.
(Mitsos)Herzliches Beileid. (Mutter)Danke.
(Anwalt)Mein tiefes Beileid.
Wir wollen die Zeugenbefragung zur Ursache
der Todesumst�nde abschlie�en.
Und wollen von Ihnen wissen, wo Sie in der fraglichen Nacht waren.
(Mutter)Ich war zu Hause und hab geschlafen.
K�nnen Sie uns sagen, was passiert ist?
Aber ja, sicher, wenn Sie w�nschen.
Ich hab geschlafen und hatte einen wundersch�nen Traum.
Ich hielt meine Kinder in den Armen.
Manolis und meine kleine Rita.
Doch dann ...
... nach einem kurzen Moment, l�sten sie sich aus meiner Umarmung.
Und flogen hinauf in den Himmel.
Sie hatten keine Angst und flogen immer h�her.
Sie waren frei.
Wundervoll.
Sie riefen mir zu, ich solle auch hinaufkommen, zu ihnen.
Aber ich bewunderte sie von der Erde aus.
* Jubelrufe *
(Axel)Michalis!
(Mutter) Sie waren gl�cklich, meine Kleinen.
* Melancholische Musik *
(Mutter) Dann h�rte ich, wie jemand an der Haust�r klingelte.
Ich sah auf die Uhr.
Es war halb vier.
* Sie unterhalten sich auf Englisch. *
(Mutter) Ich stand auf und h�rte Ritas Stimme.
Sie wollte die Nacht bei mir zu Hause schlafen.
Ich machte ihr Bett und sie legte sich hin.
Bitte unterschreiben Sie hier.
Das w�re alles. Danke, dass Sie gekommen sind.
Der Beamte wird Sie nach Hause fahren.
Erledigt, Mitsos.
(Anwalt) Ich habe geh�rt, dass in Athen ein paar Stellen frei werden.
Sehr bald schon.
Das freut mich, zu h�ren.
(Anwalt) Ich seh jetzt mal nach meinem Bruder.
Aber sicher. Tu das.
* T�r f�llt zu. *
* Bimmeln der Schafsglocken, M�hen der Schafe *
Wie geht's?
(Hirte)Gut. Und ihr? Geht ihr weg? Ja.
Und wo geht's hin? Wir ziehen wieder nach Athen.
Und was machen wir ohne Polizeichefin?
Ein Neuer wird den Posten �bernehmen.
Ein Neuer.
Dimitri, wir fahren!
* Sanfte Zitherkl�nge *
DAS WUNDER IM MEER VON SARGASSO
Ton/Mischstudio: Chaussee SoundVision GmbH
Dialogbuch: Bernd Nigbur
Dialogregie: Klaus Terhoeven
Synchroncutter: Simon Heinz
Aufnahmeleitung: Jef Van Even
Es spielten und sprachen:
Elisabeth: Angeliki Papoulia (Maya Bothe)
Rita: Youla Boudali (Demet Fey)
Manolis: Christos Passalis (Markus Klauk)
Vassilis: Argyris Xafis (Michael Che Koch)
und andere
Untertitel: OMNIMAGO GmbH 2020
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