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.
Romantische Musik
Personen und ihre Farben:
Henriette, jüngste Königstochter Froschkönig
König, Henriettes Vater
Oh!
(weint) Ach ...
Königstochter, jüngste!
Du weinst, dass es einen Stein erweichen kann.
Du bist es, alter Wasserplatscher.
Meine goldene Kugel fiel in den Brunnen. Du kannst mir nicht helfen.
Was gibst du mir, wenn ich dein Spielzeug wieder heraufhole?
Meine Kleider, meine Perlen, meinen Stirnreif ...
Ich mag das alles nicht. Du kannst haben, was du willst.
Lieber Frosch. Versprich, dass du mich lieb hast.
Ich will dein Geselle sein. Ich will aus deinem Becher trinken.
Ich will von deinem Teller essen und in deinem Bett schlafen.
Wenn du das versprichst ... Ich verspreche alles. Lieber Frosch.
Bring mir meine Kugel wieder!
Allerliebster Frosch.
Ich bin gleich wieder hier.
Wasser gluckert.
He-he!
Ich danke dir! Bitte sehr.
Königstochter, jüngste.
Warte!
Nimm mich mit! Warte!
Du hast mir etwas versprochen!
Halt!
Lauf nicht weg!
Halt!
Ich kann nicht so laufen wie du.
Ein Glöckchen bimmelt.
Klopfen
Königstochter, jüngste! Mach mir auf!
Na?
Steht ein kleiner Riese vor der Tür?
Henriette?
Nein. Es ist kein Riese, sondern ein garstiger Frosch.
Ein Frosch? - Ein garstiger?
Königstochter, jüngste! Mach auf! Geh doch.
Bitte bleib.
Weißt du nicht mehr, was du versprochen hast am kühlen Brunnen?
Henriette? Was will der Frosch von dir?
Meine Kugel fiel in den Brunnen.
Ich weinte, darum holte der Frosch sie herauf.
Ich versprach ihm, er darf mein Geselle sein. Er verlangte das.
Du musst dein Versprechen halten.
Öffne ihm!
Heb mich herauf zu dir!
Tu, was er verlangt!
Du hast es versprochen.
Au, au!
Reiche mir deinen Becher!
Wir wollen zusammen daraus trinken.
Henriette!
Frosch schlürft laut.
Schiebe deinen Teller her! Wir wollen zusammen essen.
Lautes Schmatzen
Henriette!
Erlaubt, dass ich zu Bett gehe.
Trage mich in deine Kammer!
Mach dein seidenes Bett zurecht!
Wir wollen uns schlafen legen.
Nein! Er ist so nass und kalt. Das ertrage ich nicht. Vater!
Wer dir in der Not half, den sollst du danach nicht verachten.
Quak, quak, quak.
Trage ihn in deine Kammer!
Henriette!
Na?
So!
Ich bin müde.
Ich will so gut schlafen wie du. Heb mich herauf zu dir!
Ich sage sonst alles deinem Vater.
Du wirst gleich Ruhe geben!
Warum sagt Ihr nichts?
Seid Ihr der Frosch?
Ich war der Frosch.
Du warst verzaubert.
Ich habe dich erlöst.
Du befreitest mich aus dem Brunnen. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.
Nur ich konnte das tun.
Du bist mein und ich bin dein.
Warum küsst du mich nicht? Wir sind jetzt Brautleute.
Du tatest nicht, was du versprachst. Das will ich jetzt tun!
Wir fahren morgen auf dein Schloss. Nein.
Du hieltest dein Versprechen nicht. Darum müssen wir uns trennen.
Ich dachte nur: Was schwätzt der dumme Frosch?
Sitzt im Wasser und quakt. Er kann für keinen Menschen Geselle sein.
Aber jetzt bist du es! Ich darf dich behalten.
Das darfst du nicht. Ich bin noch nicht erlöst.
Ich muss dich verlassen. Das ist nicht wahr.
Das sagst du nur. Du willst mich erschrecken.
Du willst mich bestrafen. Ich muss fort!
Geh nicht! Ich muss sehr weit fort.
Ich muss ohne Liebe leben.
Geh nicht fort!
So darf es nicht enden!
So nicht.
So ist das nie!
Du muss bleiben!
Bitte nicht weggehen!
Bleib!
Nimm mich bitte mit.
Wenn wir zusammen sind, ist mir kein Weg zu weit!
Alter Wasserplatscher!
Bitte bleib hier!
Froschkönig!
Ich will das nie wieder tun.
(leise) Verzeih mir.
Henriette?
(weint) Ich bin so unglücklich.
Hast du ihn gefunden?
In Richtung Sonnenaufgang kennt niemand den Froschkönig.
In Richtung Sonnenuntergang kennt niemand den Froschkönig.
In Richtung Mittagssonne kennt niemand den Froschkönig.
Juhu!
Henriette!
Er hat ihn gesehen! In Richtung Mitternacht.
Doch seine Spur verschwindet am Ende der Welt.
In einer finsteren, unbekannten Weite, die nie ein Mensch betrat.
Du musst Geduld haben und warten.
Bis er zurückkommt, dein Froschkönig.
Geduld ist die Tugend der Schafe.
Geduld ist die Arznei für alle Schmerzen.
Nein. Ich will ihn selbst suchen.
Das ist zu gefährlich.
Ich will ihn suchen.
Am Ende der Welt. Und hinter dem Ende der Welt!
Auch wenn ich dabei zugrunde gehe.
Ich muss ihn finden.
Ich muss mein Versprechen einlösen.
Von einem Teller mit ihm essen, aus einem Becher mit ihm trinken.
Und in einem Bett mit ihm schlafen.
Wer sich entschließen kann, besiegt den Schmerz.
Ich habe Angst um Henriette. In der bewohnten Welt ist sie sicher
Aber wenn sie ans Ende der Welt kommt: Was ist dann?
(Feuer) Hier ist mein Reich. Niemand darf es betreten.
Ich suche den Froschkönig. (Feuer) Was willst du von ihm?
Ich will mein Versprechen einlösen. Sag mir den Weg, wenn du ihn kennst.
Was gibst du mir dafür?
Du bekommst meine goldene Kette oder meinen Stirnreif.
Was soll ich damit? Ich fresse gern Häuser.
Ich will immer Gast in deinem Schloss sein,
wenn du den Froschkönig erlöst hast.
Ich kann das nicht versprechen, weil ich es nicht halten kann.
Ach so. Was willst du nun tun? Weitergehen! Den Froschkönig suchen!
Ich kenne den genauen Weg nicht.
Aber wenn du mein Reich durchqueren kannst, kommst du zum Wasser.
Du erhältst vielleicht dort einen Rat.
Das Plätschern des Wassers wird nach und nach zum Rauschen.
(Wasser) Hier ist mein Reich. Niemand darf es betreten.
Ich suche den Froschkönig. (Wasser) Ich weiß das.
Ich will mein Versprechen einlösen. Sag mir den Weg, wenn du ihn kennst.
Was gibst du mir dafür?
Meine Kette oder meinen Stirnreif.
Was soll ich damit? Ich fresse gern Land.
Ich will immer Gast in deinem Reich sein,
wenn du den Froschkönig erlöst hast.
Ich kann das nicht versprechen, weil ich es nicht halten kann.
Ach so! Was willst du nun tun? Weitergehen, den Froschkönig suchen.
Willst du das wirklich tun?
Ich muss mich beeilen! Ich kenne den genauen Weg nicht.
Aber wenn du mein Reich durchqueren kannst, kommst du zum Wind.
Vielleicht weiß er einen Rat.
Warum tust du das?
(Wind) Hier ist mein Reich. Niemand darf es betreten.
Ich suche den Froschkönig. (Wind) Ich weiß.
Was weißt du von ihm?
Er ist verbannt, in eine schreckliche Gegend.
Er lebt dort in einer trostlosen Zitadelle.
Ich bin schuld an seiner Not. Ich trage dich nach Hause.
Nein! Sage mir den Weg zu ihm! Was gibst du mir dafür?
Was willst du? Ich breche gern Wälder.
Ich werfe auch gern Kirchtürme um. Ich will dein Gast sein.
Überall, wo du bist.
Nein! Ich verspreche nichts, was ich nicht halten will.
Ich helfe dir, weil du ehrlich bist.
Ich danke dir, Wind. Ich trage dich zur Zitadelle.
Mehr kann ich nicht tun.
Klopfen
Aufmachen! Wer ist da?
Ich will zum Froschkönig.
Zu wem willst du?
Ich bin seine Braut. Wer bist du?
Bringt mich sofort zu ihm! Dich? Verschwinde!
Kein Weib betritt diese Zitadelle. Mein Herr liebt niemanden.
Er hat deshalb auch keine Braut. Also verschwinde!
Ho!
Klopfen
Wer ist da? Ich bin der neue Bursche.
Wer bist du? Der neue Bursche.
Wir brauchen keinen Burschen. Der König befahl mich her.
Wer? Du willst mich nicht reinlassen.
Dann gehe ich wieder.
Ich werde dich fortjagen. Ich bin nicht freiwillig hier.
Du hast Angst.
Du handelst gegen den Befehl des Königs.
Gegen seinen Befehl? Natürlich. Bist du so kühn?
Bin ich.
Tropfgeräusch: plip, plop, plip-plip ...
Wasser fließt und plätschert.
Ich kam offenbar zur richtigen Zeit.
Pfoten weg von den Weinkrügen! Wie Ihr wollt.
(Kellermeister) Was willst du hier? Braucht Ihr einen Gehilfen?
Dreh den Zapfhahn zu!
Ich helfe gern. Du kannst nichts helfen.
Erlaubt, dass ich den Wein zum König bringe. Dafür schenke ich sie Euch.
Einverstanden? Einverstanden.
Aber ich warne dich. Der König muss zufrieden sein.
Er zeigt dir sonst, dass hier die Herzlosigkeit herrscht.
Glocke bimmelt.
Wie heißt du?
Heinrich.
Zum Wohl!
Du trankst mit mir aus einem Becher! Ja, das tat ich.
Kellermeister!
Er war so freundlich zu mir ...
Du hast gestohlen? Der Bursche gab sie mir.
Woher hat er den Weiberkram?
Ist er vielleicht kein Bursche? Wir stellen ihn auf die Probe!
Ich streue Erbsen auf die Kellertreppe.
Ein Bursche flucht beim Fallen. Aber ein Mädchen wird weinen.
Streu die Erbsen!
Au! Aaah! Au, au, au!
Aua!
Autsch.
Kellermeister, du Spitzbube!
Das bereust du noch, du verdammter Erbsenstreuer!
Ich zerbeule alle Kannen auf deinem Buckel!
Ich machte deine Arbeit. Ist das der Dank?
Trag deinen Wein wieder selbst zum König! Ich finde andere Arbeit!
Au!
Das tut so weh ...
Aber ich verwandelte schon einen Vorsatz in die Tat.
Ich trank mit ihm aus einem Becher. So versprach ich es dem Frosch.
Knistern
Oje!
Koch schnarcht.
Deckel scheppert.
Ich kam wohl gerade rechtzeitig.
Was wird der König dazu sagen? Ich kann dem König das Essen bringen
Ich will das Essen auftragen! Ich gebe Euch den Reif dafür.
Einverstanden?
Der Braten brennt!
Bleib hier!
Lasst mich das Essen auftragen!
Na warte!
Ich will auftragen.
Gut, einverstanden.
Aber ich warne dich: Komm dem König nicht zu nah!
Pfanne scheppert.
(verwundert) Heinrich! Bist du jetzt Bursche beim Koch?
Ja. Guten Appetit.
Das schmeckt vorzüglich. Du isst mit mir von einem Teller?
Ja, das tue ich.
(schreit) Koch!
Warum darf der Bursche auftragen? Weil ... äh ...
Du hast gestohlen! Nein, der Bursche gab es mir.
Woher hat er diesen Weiberkram?
Er ist vielleicht doch kein Bursche.
Prüft ihn in der Waffenkammer!
Ein Bursche wird die Waffen ausprobieren.
Tut er das nicht, dann ...
Heinrich!
Heinrich! (Koch) Heinrich!
Glocke bimmelt.
(Koch) Heinrich!
Heinrich!
Heinrich!
Ich bin hier.
Komm runter!
Du begleitest mich.
Komm!
Na? Das ist eine Pracht.
Nicht! Vorsicht!
Halt! Halt!
Aufhören!
Schluss!
Den! Und ...
Es kracht und scheppert.
Schnell raus! Weg hier!
Er ist verrückt!
Henriette hustet.
Blödes Spiel!
Jetzt muss ich nur noch in einem Bett mit ihm schlafen.
Biene summt.
Biene summt.
(Kammerdiener) Au!
Biene summt.
Stille
Ich kam wie immer gerade richtig.
Es ist eine Plage.
Ich will das Zimmer des Königs herrichten.
Behaltet die Kugel und überlasst mir Euren Platz.
Ja, ja.
Ich geb dich nicht wieder her, wie der Kellermeister und der Koch.
Wir alle hoffen, dass der König dir bald den Hals umdreht.
Du gehörst nicht in unsere Zitadelle der Lieblosigkeit!
Es ist gemütlich hier. Du liegst in einem Bett mit mir!
Ja, das tue ich.
Jetzt ist es genug! Kämmerer!
He, Kämmerer!
Womit hat er dich bestochen? Nicht bestochen.
Womit?
Dankbarkeit. Er schenkte mir aus Dankbarkeit ...
Das hier.
Er ist am Ende doch kein Bursche. Er bestand schon zwei Proben.
Ich will eine Kutschfahrt machen.
"Er" wird mein Kutscher sein.
Ein Bursche wird ein Lied pfeifen. Aber ein Mädchen ...
Heinrich!
Heinrich! Heinrich!
Heinrich! - Heinrich!
Na endlich.
Kein anderer soll mich kutschieren. Nur du.
Wir fahren zu meiner Braut.
Ich soll ...
Zu Eurer Braut?
Verlangt das nicht von mir. Du sollst mich kutschieren!
Rasch!
Heinrich, der Wagen bricht!
Nein, Herr. Der Wagen nicht. Es ist ein Band von meinem Herzen.
Heinrich, der Wagen bricht! Nein, Herr! Der Wagen nicht.
Es ist ein Band von meinem Herzen. Das liegt in großen Schmerzen.
Heinrich, der Wagen bricht! Nein, Herr, der Wagen nicht.
Königstochter, jüngste.
Du weinst, dass es einen Stein erweichen kann.
Ich weine um meinen Liebsten.
Weine nicht!
Keine andere als du soll meine Braut sein.
Du hast schließlich gehalten, was du mir hier versprachst.
Und ...
Habe ich dich erlöst? Ja.
Romantische Musik
Untertitel: Claudia Streibig
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