All language subtitles for Und.naechstes.Jahr.am.Balaton.1980.GERMAN.dTV

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Original subtitles

Möchtest du so ein Boot haben? - Nö.

Warum nicht? - Teuer.

Und wenn du so viel Geld hättest? - Auch nicht.

Warum nicht?

Ist nicht meine Welt. Bin nicht so der sportliche Typ.

Was bist du so für ein Typ?

(Jemand pfeift anerkennend.)

Macht Spaß, was? Das merkt man.

Du bist unmöglich.

Genau, ich bin mehr der unmögliche Typ. Ines!

(Eine Schiffshupe ertönt.)

(Ruft lauter) Ines!

(Fröhliche Musik)

Warum bist du von zu Hause abgehauen?

Mein Vater hat mich dauernd vollgelappt.

In deinem Alter lief ich 50 km für 10 Pfund Kartoffeln.

Euch geht's zu gut, ihr interessiert euch für nichts. Nur Musik.

Meine Eltern reden auch mal Quatsch. Die haben so ihre Ansichten.

Aber die können nichts dafür.

Mein Vater muffelt so rum. Und deine Mutter?

Die hat mich auch dauernd mit ihren Weisheiten belegt.

Als ich noch zur Schule ging, hatte ich ein Mädchen aus meiner Klasse.

Meine Mutter schenkte mir ein Buch über Beziehungen. Ganz diskret.

Man kann auch mit einem Mädchen zusammen sein, ohne dass was ist.

Die denken gleich alles mögliche. - Du bist so anderes als die anderen.

Wieso? - Na eben anders. Mit dir kann man sich richtig gut unterhalten.

(Blasmusik)

(Eine Schiffshupe ertönt mehrmals.)

Na?

Nicht übel.

Wir zelten irgendwo, wo kein Mensch ist.

Nicht auf Zeltplätzen. Jeden Tag woanders.

Dazu braucht man einen Zeltschein.

Mit so einem kleinen Zelt kann man überall bleiben.

Das glaubst du. Da jagt die Polizei dich weg oder nimmt dich gleich mit.

Wohin wollen wir eigentlich?

Nach Indien? - Du spinnst.

Na gut, dann eben an die Ostsee. - Du hast immer so Ideen, Johnny.

(Mann) Ist denn das die Möglichkeit? Das gibt's doch nicht.

Ausstellungsobjekte benutzen ist verboten.

Seid ihr verrückt?

Kommt sofort raus!

Sachte, Opa. Das ist unser Zelt. Wir wollten nur Probeliegen.

Nee.

Doch, nimm's. Dann gehört's uns beiden.

Naja.

Danke.

(Eine Schiffshupe ertönt.)

(Musik dringt aus den Kopfhörern.)

Du, Johnny?

Hm?

Zelten war ich noch nie.

Und wenn's regnet, das macht doch nichts.

Wir bleiben im Zelt, bis es wieder aufhört.

Und der Regen trommelt aufs Dach und wir ...

(Sie stöhnt.)

(Jazzige Musik)

Du, Johnny? Wie braun wirst du eigentlich?

Wie Schokolade oder wie Milchkaffee?

Ich glaub, so braun wie du werd ich nie.

Mein Bauch ist so weiß wie ein Mond.

Dann zeig mal her.

Ines! Entschuldigt, ich wollte nicht stören.

Bring morgen nach der Schule bitte drei Glühbirnen mit. 100 Watt.

Bleibt Jonas über Nacht hier? Soll ich euch morgen früh wecken?

Nö, ich muss gehen. - Sie können ruhig hierbleiben.

Er wollte sowieso gerade gehen.

Na dann gute Nacht.

(Jazzige Musik)

Na dann werd ich mal.

Mach's gut.

Also dann werd ich mal wieder.

Du solltest abends auch immer einen Apfel essen, du. Wegen der Vitamine.

Ist besser als dein vieles Bier.

Schläfst du schon?

Hm.

(Der Wecker tickt laut.)

Heinz?

Hm.

Ich hab eine herrliche Idee, Heinz.

Wir fahren alle zusammen nach Bulgarien.

Du und ich, Ines und Jonas.

Als Geschenk für das Kind zum Abitur.

Der Junge muss sowieso im Herbst zur Armee.

Da haben die beiden Kinder noch vorher ein bleibendes Erlebnis.

Kommt nicht infrage. - Sei doch nicht so.

Blödsinn, das Ganze. - Die meinen es nur gut.

Wenn ich das schon höre. Die kommen gleich mit Erziehungsmaßnahmen.

Aber wir können dort machen, was wir wollen.

Aber nicht mit Mama und Papa. Und alles hinter meinem Rücken.

Ich wusste es auch nicht. Die wollten uns überraschen.

Bei mir nicht.

Mit dir kann man nicht reden. Was hast du gegen meine Eltern?

Hau doch ab und lass dir den Bauch waschen.

(Kinderstimmen)

(Er schließt die Schublade laut.)

(Draußen fährt ein Zug vorbei.)

(Wehmütige Mundharmonika-Musik)

(Es klingelt an der Tür.)

(Eine Tür wird geöffnet.)

(Frau) Ach, du liebes bisschen. Gehen Sie ruhig durch.

(Draußen hört man Kinderstimmen.)

Entschuldige bitte.

Das macht doch nichts. Du hast ja recht.

Nee, nee. War gemein von mir.

Nein, es war meine Schuld.

Schön, dass du da bist.

Ich hab dich lieb, Johnny.

Weißt du, dass wir uns jetzt schon fünf Monate kennen? - (Flüstert) Ja.

Von mir aus können wir auch nach Bulgarien fahren.

Was du willst. Ist doch egal.

Deine Eltern stören uns nicht. Wir machen, was wir wollen.

Ich war noch nie an einem richtigen Meer.

Abends gehen wir an den Strand oder in die Disko.

(Es klingelt.)

(Frau) Gehen Sie rein. Herr Jonas ist da.

Na, heididei, Leute!

Lasst euch nicht stören.

Seid nicht sauer. Wir wollten uns nur die Platten überspielen.

Wir waren verabredet, was?

Macht aber hin.

Na? Ist da ein Kreuzworträtsel drin?

Weiß ich doch nicht.

(Kinderstimmen von draußen)

Ich muss sowieso gehen.

Öffentliche Einrichtung für Wasserfreunde.

Ich würde sagen: Bad.

Sehr gut. Bleib doch.

Nein, ich hab noch zu tun. Tschüss, Jungs.

(Fröhliches Kinderkreischen)

Mach's gut.

Tschüss.

(Kinder kreischen ausgelassen.)

Also was ist? Wir trampen.

Die von Brigade 3 sagten, die waren voriges Jahr bis kurz vor der Türkei.

Andy sagt, man kann da tauchen wie im Mittelmeer.

Muss Andy ja wissen, wie man im Mittelmeer taucht.

Also was ist?

Nee, ich fahr mit Ines.

(Lautsprecheransage)

Wo bleibt er denn? - Was weiß ich.

(Lautsprecheransage) Der Express nach Sofia über Decin.

Mann.

(Ansage) Abfahrtzeit 12.22 Uhr.

Ja, schnell. Fertig!

(Ansage) Einsteigen! Türen schließen. Vorsicht bei der Ausfahrt des Zuges.

Ach, schön, so eine Bahnfahrt.

Man sieht was und hat Zeit, sich miteinander zu unterhalten.

Warum wolltest du kein Abitur machen, Jonas?

Ines sagte, du bist trotz sehr guter Leistungen von der Schule abgegangen.

(Vater) Außerdem ist die Eisenbahn billiger.

Flugzeug ist fünfmal so teuer.

Das Wesentliche ist doch, es kommt nicht alles so plötzlich.

Man gewöhnt sich viel besser an das fremde Klima, kann sich einstellen.

Schönen Dank.

Ich schlage vor, wir stoßen an auf die Reise, auf das schöne Wetter.

Ich schlage vor, wir duzen uns. Das ist Irene, ich bin Heinz.

(Heinz) Zum Wohl!

(Irene) Prost! Wenn wir schon dabei sind, da ist noch etwas.

Nun lass mal jetzt.

Nur eine Formsache, damit wir keine Probleme mit den Zimmern kriegen.

Ihr wollt doch ein Zimmer für euch alleine. Gib her, Heinz.

Es muss doch nicht gleich sein.

Eine Überraschung.

Heinz!

(Irene) Na nun macht mal auf.

Na, was sagt ihr dazu? Die sind noch von Oma und Opa.

Das heißt nicht, dass ihr gleich heiraten sollt.

(Frohlockend) Verlobungsringe. Es ist nur wegen der Leute.

Damit keine dummen Fragen kommen.

(Irene) Aber wir haben es nur gut gemeint. Wenn ihr nicht wollt ...

So nicht, Leute. Mit mir nicht. Komm, wir steigen aus.

(Laut) Jonas!

(Frau) So, aber ich bin satt jetzt.

(Ruft laut) Johnny!

(Flehend) Johnny! Bleib doch! Bitte!

Nun habt ihr's ja geschafft mit eurem ewigen Getue.

Als ob ich ein kleines Kind wär.

Euretwegen sind wir hier. Wir wären lieber alleine gefahren.

Ihr geht mir auf die Nerven. Warum mischt ihr euch immer ein?

Kümmert euch um euren Kram. Mir reicht's!

(Sie schluchzt.)

Wenn's nach mir ginge, säßen wir jetzt am Barminsee.

So war das immer mit dir. Du und deine Interessen.

Nie hattest du Verständnis für mich und das Kind.

Mein ganzes Leben habe ich darunter gelitten.

Wenn du wenigstens etwas sagen würdest und die Sache regeln würdest.

Hör doch auf.

Jaja, du willst immer nur deine Ruhe haben.

Ich frage mich, für wen unsere Ehe überhaupt noch einen Sinn hat.

(Quietschende Bremsen)

Ach!

Herr Ober! - Ja, bitte?

Flasche Wodka. - Flasche Wodka.

(Sie schluchzt.)

(Bahnhofansage) Bitte einsteigen.

Die "Gesundheit". - "Für dich" auch.

1,10 bitte. Dankeschön.

(Ansage) Vorsicht bei Abfahrt!

(Zuggeräusche)

(Gespräche im Hintergrund)

(Kinder singen das DDR-Lied) Wohin soll denn die Reise gehen?

Wohin, ja wohin? Wo wir den bunten Sommer sehn. Dahin, ja, dahin.

(Vogelgezwitscher)

(Sie summt vor sich hin.)

(Ihr Summen geht ins Singen über.)

Damit du weißt, was du machen sollst.

Damit du einmal besser leben wirst.

Drei, vier.

Na, Frauchen? Wollen Sie ein Stückchen mitfahren?

Ja, wenn's irgendwie ginge.

Na, dann man tau, lütte Dirn. Hopp!

Wo wollen Sie hin, junge Frau?

Eigentlich nach Bulgarien.

Das passt gut. Ich fahr auch da runter.

(Er hupt mehrmals.)

(Sie kreischt ohrenbetäubend.)

(Spannende Musik)

(Die Musik wird immer schneller.)

Entschuldigung, Reserve. Otto Schmiedel.

Wie bitte?

Ich heiße Otto Schmiedel.

Ach so. Irene Mollenschütt.

Ich fahr jedes Jahr runter. Kavazite. Und Sie? - Nach Nessebar.

Das trifft sich gut. Da fahren wir vorbei. Liegt auf der Strecke.

(Motoren- und Bremsgeräusche)

(Eine Autotür wird zugeschlagen.)

Was ist los? Wo willst du hin?

Ist mir egal.

Du musst doch wissen, wo du hinwillst.

Wo fährst du hin?

(Mann) Richtung Prag.

Na gut, komm ich mit.

(Möwen schreien.)

(Der LKW-Motor läuft.)

(Die Autotür wird zugeschlagen.)

Bist wohl nicht bei Laune, was? Nee.

Ärger gehabt? Ja.

Weibergeschichten? Naja.

Mit Weibern hast du immer Ärger. Kann man sich nicht drauf verlassen.

Hab ich alles hinter mit. Kopf hoch!

Ist gelaufen, das Ganze.

Hat sie einen anderen?

Nee, mit Mama und Papa nach Bulgarien.

Ach so, da kommt sie doch irgendwann wieder, Junge.

Bei mir nicht. Ist vorbei.

(Mit Akzent) Dieser Koffer ist Ihrer?

Ja. - Dieser auch?

Ja. - Die Tasche auch?

Ja. - Zeigen Sie bitte den Koffer.

So, zeigen Sie alles, ja?

Ja.

Sie fahren allein?

Ja. - Kommen Sie bitte mit.

Kommen Sie bitte mit.

(Er spricht tschechisch) Guten Tag. Tschechoslowakische Passkontrolle.

(Hupen und Bahnhofansage)

Danke. Auf Wiedersehen.

(Lautsprecherdurchsage auf Tschechisch)

(Sie brüllt) Papa! Papa!

(Reifen quietschen.)

So ein Idiot.

(Sie spricht mit holländischem Akzent.)

(Wütend) Sexist. Schleichkellner. Schwanzsprecher.

Was ist denn los, Mädel?

Hau ab, Scheißkerl! Du Sexist!

Mensch Mädel, ich doch nicht. Ist ja gut. Du lieber Himmel.

Hau ab, du Schwein. Du bist verrückt. Ich scheiß auf dich.

Da kann man nichts machen.

Die hat doch eine Meise.

(Laute Motorengeräusche)

(Der Motor tuckert.)

Mach's gut und schönen Dank auch. Ahoi!

(Motorengeräusche ebben ab.)

(Vögel zwitschern.)

(Sanfte Mundharmonika-Klänge)

Danke schön. Ich heiße Jonas.

(Mit holländischem Akzent) Shireen. Setz dich doch.

Woher bist du?

Aus Holland. Und du? - Berlin.

Und wohin gehst du? - Bin unterwegs.

Einfach so? - Ja, mit meinem Zelt.

Das finde ich interessant. - Und du?

Über Bulgarien, Griechenland langsam nach Indien.

Warum nach Indien?

Warum nicht?

Na klar, warum nicht? Mal kurz nach Indien.

Ich will etwas erfahren. Über die Tantras. - Ist das eine Tierart?

Nein, Buddhisten. Eine Sekte vor etwa 1.000 Jahren.

Sie leben ohne Begierde.

Sie sagen: Die Wissenden entfernen die Leidenschaft durch Leidenschaft.

Erfüllt man Leidenschaft, ist sie nicht mehr da.

Man genießt die Welt der Sinne.

Aber man wird nicht von ihr befleckt.

Man pflückt die Lotosblüte, ohne das Wasser zu berühren.

Du hast schöne Haare.

Wie weit willst du heute noch kommen?

Bis Budapest.

Bis Budapest?

Na und? Gehen wir?

(Groovige Gitarrenklänge)

(Sanfte Mundharmonika-Klänge)

(Gitarre und Mundharmonika spielen im groovigen Duett.)

Wieder ein Tag weg vom Urlaub.

Bist eben zu weich, mein Lieber.

Zu anständig.

Ach, jetzt im Kahn sitzen und angeln.

Aber nein. Da wird einem dieser Bengel aufgehalst.

(Mit Akzent) Das ist normal.

Mit dem kommen ja noch nicht mal seine Eltern zurecht.

Die würden sich hüten, den mit in den Urlaub zu nehmen.

Als hätte ich nicht genug Ärger mit der eigenen Tochter das ganze Jahr.

Und dann diese Frau. Nichts wie Flausen im Kopf.

Die treibt uns noch alle ins Unglück.

(Unverständliches Reden im Hintergrund)

Würden Sie mir jetzt bitte meine ...

(Polizist) Moment.

(Polizist) Prosim.

(Im Hintergrund reden Männer tschechisch.)

(Straßenlärm)

(Einfühlsame Mundharmonika-Musik)

(Gitarre und Mundharmonika spielen ein sanftes Duett.)

(Glocken läuten)

(Sanfte Mundharmonika- und Gitarrenklänge)

(Das Glockenspiel vermischt sich mit der Mundharmonika-Musik.)

(Das Gespräch ist nicht zu verstehen.)

(Lautes Wasserrauschen)

Wollen wir versuchen, uns mal zu treffen mit geschlossenen Augen?

(Gemurmel und Glockenläuten)

(Die Glocken läuten.)

Siehst du? Das ist geheime Anziehung.

(Der Mann ruft etwas aus dem Auto.)

Steig auf und halt deinen Mund. Du bist Bruder.

Sie fahren doch nach Brno?

Naja, in die Richtung.

Was machst du denn hier?

Mann, Mann, Mann, das ist'n Ding.

Das haut mich um. Tag, Rainer!

Da muss man eigentlich einen trinken.

Da hast du eigentlich recht.

Das finde ich auch.

Mach doch!

Aaah!

Weg da. Schmeckt dufte.

Jetzt ich. - Weg da.

Oh, das ist ja besser als Pils.

Mensch, der hält an. - Quatsch.

Das schöne Bier. - Meine Klamotten!

Los, runter!

Was spielst du? - Karo.

Dass wir uns getroffen haben. Ich komme gar nicht drüber weg.

Das ist ein Fingerzeig Gottes.

Wie im Film. Bloß da glaubt's keiner.

Ey, du bist dran! Was ist los mit dir?

Ach, nichts. - Jaja, die Frauen.

Hättest du mal gleich auf uns gehört. Dann wär so was nicht passiert.

Jetzt machen wir erst mal was los, unter Männern.

Ach, das hätte ich.

Fast trocken.

Stinkt aber immer noch wie eine ganze Brauerei.

Also, Leute, jetzt muss ich erst mal etwas essen.

Nun macht doch mal!

Jaja.

Vinarna. Das ist eine Weinstube.

Kriegt man da auch ein Bier?

Ach, was denkst du? Ist doch nicht wie bei uns.

(Betrunkener singt laut.)

(Stimmen-Gemurmel)

Rindfleisch mit Knödeln, das ist eine Spezialität.

Ich muss das selbst sehen.

Mehre dich aus!

Wir möchten gern was essen.

Ey, nun mach doch mal!

Das war's, Leute. Hier kriegen wir nichts mehr.

(Frau stellt Tanzmusik leise.)

(Junge stellt Tanzmusik wieder lauter.)

Ich esse Knödel mit Rindfleisch. Wie viele Kronen haben wir noch?

Ich habe nichts.

Mit dir haben wir uns was aufgeladen. 30. - Reicht.

Wir hätten gern dreimal Knödel mit Rindfleisch, und drei Bier ...

Was habe ich euch gesagt? Das ist eine Bedienung!

Das ist eben nicht so wie bei uns.

Prost! - Prost, Alter.

(Frau stellt Musik leiser.)

(Junge stellt Musik wieder lauter.)

Sie, Knaben!

Bitte schön, Knaben!

Gesundheit!

(Alle) Prost!

Sie sind Ost oder West?

DDR.

Esst! Guten Appetit!

Danke.

Wo werden Sie schlafen heute?

Sie haben eine Wohnung?

Nicht so direkt. Wir haben ein Zelt.

Wenn Sie wollen, können Sie bei mir schlafen.

Platz habe ich viel.

Klar!

Also, Zeit. Essen Sie.

Gut, was?

Prima!

Kommt herein! Bitte sehr!

Bitte, nehmen Sie Platz! Bitte!

(Uhren ticken.)

Was würdet ihr sagen, wenn wir als Schlaftrunk einen Slivovitz trinken?

Also bitte schön, setzen Sie sich!

Jede Uhr ist ein Mensch.

Wenn sie geht, ist alles in Ordnung.

Wenn sie nicht geht, ist schlecht.

Dann ist er tot, der Mensch.

Gesundheit!

(Stundengong einer Uhr.)

Wissen Sie, hier ist meine erste Frau.

Sie hat Pech gehabt, bei Kindgeburt. Die Uhr steht schon 40 Jahre.

Die hier steht schon 20 Jahre. Als meine 2. Frau selig gewesen ist.

Wissen Sie, manchmal ziehe ich alle Uhren auf.

Und wenn Sie ticken, unterhalte ich mich mit meinen Toten.

Als wenn Sie hier sitzen würden.

Und was ist mit der da?

Die ist vor einer Woche stehengeblieben.

Obwohl ich sie erst einen Tag vorher aufgezogen habe.

Und wer ist das?

Katja, meine Tochter.

Die einzige.

Und, ist sie wirklich ...

Ich meine, tot?

Geht die Uhr, oder geht sie nicht?

Warum sollte sie ohne Grund stehenbleiben?

Aber wenn sie gestorben wäre, hätte man Sie bestimmt benachrichtigt.

Das ist nicht so einfach. Sie ist nach Australia fortgegangen.

Die Uhr läuft nicht mehr.

Katja ist tot.

Schlaft gut! Decken, Kissen ...

Ist doch Stuss, das Ganze, oder?

Wenn er aber dran glaubt.

Naja.

(Polterndes Geräusch)

(flüstert) Ey, was machst du da?

(Jonas flüstert) Psst, halt's Maul!

Kriegst du die auch wieder zusammen?

Lass mal, halt lieber die Lampe.

(Stimme von hinten) Leute, gebt doch mal Ruhe!

So ...

(Uhr tickt.)

(Mundharmonika-Blues-Musik)

Hallo, Schwestern. Wie stehen die Aktien?

Obermies, wir stehen hier bestimmt schon 2 Stunden.

Völlig klar. Ihr seid genau 2 zu viel.

Überlegt mal: 3 Schöne auf einmal.

Da sagt sich der kluge Kraftfahrer, hier komm ich bei keiner ran.

Wo soll's hingehen?

Nach Budapest. - Das haut hin und zurück. Wir auch, Schwester.

Passt mal auf, wir bilden jetzt gemischte Doppel.

Ihr als materieller Anreiz, wir als sexueller Begleitschutz.

So kommen wir alle 6 weg, und eure Unschuld bleibt unangetastet.

Ich schlage vor, ihr wählt euch einen von uns aus.

Das ist ein einmaliges Angebot.

Evelyn?

Ach, mir ist es gleich. Hauptsache, wir kommen bald weg hier.

Na okay, Knobeln. Das ist Rainer.

Das ist Jonathan. Und ich bin Kuss, der große Küsser. Und ihr?

Das ist Franziska, Evelyn, und ich bin die Grille.

Zuerst Rainer und Jonas. Sagen wir um Evelyn.

(Alle) Und 1, 2, 3!

Schere fällt in den Brunnen. Also Rainer mit Evelyn.

Jetzt wir beide. Um Grille.

1, 2, 3! Stein wird vom Papier eingewickelt.

Also ich mit Grille, und du mit Franziska.

Wo treffen wir uns eigentlich wieder?

Morgen früh um acht, auf den Donautreppen.

Morgen früh? Wieso?

Hmm. Morgen früh um acht! Okay?

Ahoi!

(Mundharmonika-Blues)

Wo wollen Sie denn raus?

Im Zentrum, wenn's geht.

Mein Gott, hier kann man ja nirgends halten.

Mann, was hier für ein Chaos ist. - Kennst du dich hier aus?

Nee, ich bin auch das erste Mal hier.

Jesus, Maria und Joseph, ein Kreisverkehr!

Müssen wir halt noch mal rundherum.

(Franziska) Guck mal, die Donau.

Das ist die Brühe?

Da sagt man immer, die ist blau.

(Straßenbahn-Quietschen, Hupen)

Ey, lass mal gut sein, Junge.

Schönen Dank noch mal.

Servus, Kinder!

(Franziska) Wiedersehen!

Sag mal, stimmt die Adresse? Wo hast du die überhaupt her?

Von einer Bekannten. Das muss hier sein.

Hmm, kein Josef Kovac.

(Türklingeln)

(ungarischer Dialog)

(Mann ruft etwas hoch.)

(Leute antworten vom Balkon herunter.)

Leider hier nix Kovac, Josef.

Seid ihr Deutsche?

Ja.

Eine Nacht? - Igen.

Istvan. - Franziska.

Istvan. - Jonas.

Schlafen? - Ja.

Zimmer ist oben.

Bitte. Meine Frau wird machen.

(Er redet ungarisch weiter.)

So gut?

Sehr gut.

Gute Nacht. - Gute Nacht.

Gute Nacht.

(Permanentes Ticken einer Wanduhr)

Aber lass das Licht brennen!

Ja, ja.

Sag mal, ist dir auch so warm?

Es geht.

Komm, lass das!

Ist ja gut!

Nur weil wir zufällig in ein Bett geraten sind. Das muss ja nicht sein.

Entschuldige, ich finde dich eben ganz nett.

Sag mal, du spinnst wohl!

Mensch, das war aus Versehen.

Scheißding!

Gut, schlaf ich eben da.

Du, ich weiß schon, was du jetzt von mir denkst.

Ach ...

Weißt du, wir kennen uns doch noch gar nicht.

Ich kenne dich schon ganz gut.

Weißt du, ich finde, gleich am ersten Tag .

Ich kann dich ja ganz gut leiden, aber ...

Wie viel Zeit brauchst du denn so?

Das ist ganz verschieden. Es kommt drauf an.

Ein paar Wochen müssten es schon sein.

Ja, am besten 5 Monate.

Wieso 5 Monate?

Na, weil sich dann alles entscheidet.

Meinst du? Es müssen ja nicht gerade 5 Monate sein.

Wir können uns ja noch was erzählen. Meine Eltern wohnen in Berlin.

Und deshalb lerne ich in Greifswald.

Sehr gut. Jeder Kilometer Abstand ist Gold wert.

Und deine Eltern?

Meine Eltern wohnen auch in Berlin.

Und dein Vater?

Ja, der auch. Der wohnt auch in Berlin.

Du willst wohl lieber schlafen, ja?

Ja, bin ganz schön müde.

Morgen können wir uns ja weiter kennenlernen.

Na dann schlaf gut, gute Nacht!

Wo ist Evelyn?

Weg, wie du siehst. Nun rede schon.

Da gibt's nicht viel zu reden. Wir sind mit einem BMW gefahren.

Evelyn ist bei dem Protzknaben geblieben. Ab ins Hotel.

Warum biste nicht dran geblieben?

Ach, nee. - Wo hast du geschlafen?

War spazieren. Und ihr?

Ach, es ging.

Wo ist Kuss? Ist schon Viertel nach acht.

Da unten.

Mir reicht's eigentlich. Bin auch schon zwei Tage lang nicht gewaschen.

Nun iss erst mal was.

Nein danke, ich hab keinen Hunger.

Wir können nicht so viel Zeit vertrödeln.

Ich könnte noch einen Tag hierbleiben.

So schaffen wir es nicht bis Bulgarien.

Du triffst deine Ines noch früh genug. - Wer ist Ines?

Seine Freundin, die ist schon in Bulgarien. - Aha.

Das stinkt ja grausam.

Das ist Schwefel.

Probier es mal mit Leu.

Leu ...

Naja, siehste.

Tja, Kreuzworträtsel hebt die Allgemeinbildung.

(Lautsprecher-Durchsage auf Ungarisch)

Ines!

Ines!

Ines! Oh, Entschuldigung. Falscher Irrtum. Tut mir leid.

(Kreischende Menschen)

Mehrtägiges Fest von besonderer Bedeutung?

Festival.

Mann, machst du auch Kreuzworträtsel?

Nö, ich mache Chemie.

(Kreischende Menschen)

(Gitarrenmusik am Lagerfeuer)

(Klopfendes Geräusch)

Hallo, kleine Bruder!

Ach, Shireen!

Mit kleine Brüder hat man nur Ärger.

Tut mir leid, ging nicht anders.

Da waren noch Freunde von mir auf dem Auto.

Naja.

Naja.

Kommst du mit zu den anderen? - Was sind das für welche?

Weiß nicht. Polen, Österreich, ich glaube auch DDR.

(Stimmen-Gemurmel in Fremdsprache)

(Fremdsprachiger Streit)

Bleib ruhig.

Ist keine Schildkröte für Suppe.

Ist sie nicht schön?

Ich schlafe heute draußen, und du? - Vielleicht etwas kalt, nachts.

Du kannst in mein Zelt. - Nee.

So hab ich es nicht gemeint. Du wirst dich erkälten.

Und die Mücken ... - Hier sind keine Mücken.

Was bist du? - Wie?

In welchem Monat bist du geboren? - Juni.

Dann bist du Zwilling.

Du beschäftigst dich wohl mit solchen Sachen?

Nicht direkt. Ich beschäftige mich mit den Tantras. Einer hat gesagt:

"Ich habe Altäre und Wallfahrtsorte ...

... auf meinen Wanderungen gesucht, doch ich fand keinen so ...

... seligmachenden Altar wie meinen eigenen Leib.

Der die Sinne gereinigt hat, ist wie ein Vogel, ...

... der von einem Schiff auffliegt, dann zurückgeht, ...

... und sich wieder niederlässt."

Das ist ganz gut, mit dem Vogel. So etwa geht es mir auch meistens.

Bloß, mit den gereinigten Sinnen ...

Die Tantras machen einen Kreis. Das Mandala.

Sie legen um das Kreis Blumen, Girlanden, Glocken und Weihrauch.

Und dann legt sich eine Yogin auf den Boden, ein Yogi auf sie.

Sie werden bedeckt.

Nach der Vereinigung sie bekommen Weihe durch den Meister.

Hmm, deswegen willst du bis nach Indien?

(Bahnhofsgeräusche)

War dufte hier, was?

Ja, wie in der Schweiz.

Da sind die Berge nur viel höher, und auch im Sommer schneeweiß.

Entschuldige.

(Mann singt in fremder Sprache.)

(Melancholische Musik mit Gitarre und Mundharmonika)

(Wasserrauschen, Hundegebell)

Fünf Lei?

15.

Ha, 15!

Gibt's doch nicht!

(Melancholische Musik mit Gitarre und Mundharmonika)

Ich finde es herrlich hier. Alles ist so echt.

Ich fühle, dass die Menschen hier unverdorben sind.

Sie sind mit dem zufrieden, was die Natur ihnen gibt.

Und warum verlangt die Oma so viel für eine Melone?

Du glaubst doch nicht, dass die Leute nicht mehr wollen?

Ich könnte hier leben. Ich wäre hier glücklich.

Wäre. Für dich ist das romantisch. Du findest gut, was fremd ist.

Bleib doch hier! Nicht für 3 Tage, für immer!

Da sieht es schon anders aus, oder?

(Ungarische Folklore-Musik, Lachen, Stimmen)

Wenn wir morgen beizeiten losmachen, kommen wir bis nach Rumänien.

Ach, Ottochen.

(Kreischen)

(lautes Gelächter)

(Lachen, Musik)

(lautes Lachen)

(Männer singen laut.)

(ruhigere Musik)

(Grillen zirpen.)

(Hühner-Gegacker)

Kikeriki!

(Er ahmt Pferdewiehern nach.)

Hab ich auf dem Schiff gelernt.

Was, Matrose waren Sie auch? - Ja.

Selig bist du, liebe kleine, da du von der Bäume Zweigen, ...

... von geringem Trank begeistert, singend, wie ein König lebtest.

Goethe, "An die Zikade".

(Er ahmt eine Zikade nach.)

(Mundharmonika-Musik)

Ich denke manchmal, mir geht's genauso.

Nur dass mich keiner mit der Zeigefinger hilft.

He, nun sage mal!

Was glaubst du, wer du bist?

Gottes Geschenk an die Menschheit, oder was?

(Grillenzirpen)

Na komm, ich brauche deine Sachen.

Das reicht nicht.

Ich brauche von jedem die Hälfte.

Na die auch noch!

Wenn wir erst in Mandala sind, sieht dich kein Mensch mehr. Nur ich.

Na ich weiß ja nicht.

Und wenn schon, komm!

(Indische Klänge)

Hier, auf dieser Wiese, soll ein Tempel stehen, wenn wir weitergehen.

Komm.

Du, das geht nicht.

Das passiert mir zum ersten Mal, ehrlich.

Das macht nichts.

(Blues-Musik mit Gitarre und Mundharmonika)

Dobr Djen.

Guten Tag. - Passport!

Bitte schön.

Touristka? - Ja.

(Er fragt etwas.)

Aus Holland. - Visa?

India? Ja.

Oh!

Danke schön.

Foto?

Staro Foto!

Das, das bin ich.

Hier sind doch die Ohren.

Ja, ich möchte jetzt da rein.

Nee, nee.

Der will, dass ich mir die Haare abschneide.

Nicht vor der Fahne, kommt nicht infrage.

Komm mit.

Was ist denn? - Komm!

Was soll denn das? - Kopf runter.

So ist's schön.

Gefalle ich Ihnen jetzt? - Alles in Ordnung?

Da.

Jetzt verstehe ich nichts mehr. Was soll das?

Nowa Foto.

Junge Junge, schüttelt mit dem Kopf und sagt "ja".

Irgendwas ist hier anders.

(Flöten-Musik)

Entschuldigen Sie, wissen Sie, wo hier das Hotel "Nessebar" ist?

Hotel "Nessebar"?

Danke.

(Flöten-Musik)

(Möwen kreischen.)

Entschuldigung, gibt es hier ein Hotel "Nessebar"?

Nee.

(Er spricht in fremder Sprache.)

Sonne, Strand.

(laute Motorengeräusche)

Ja, ist ja schon gut.

Na? (lacht)

Fräulein, bitte! Bitte, Foto?

Foto Kamele!

Knips dich mal selber!

Bitte, Fräulein? Schön!

(Vogelgezwitscher)

So, ich habe es jetzt satt, hier langzurennen wie ein Idiot.

Die heiligen Dinge des Wohlstands.

Die ganze Welt wird versklavt durch den Schein der Dinge.

Niemand begreift seine wahre Natur.

Du hast recht, wir suchen uns einen schattigen Ort.

Eine einsame Stelle, wo niemand ist. Da können wir bleiben.

Guck mal! Schön, nicht?

Jaja!

Schließ die Augen, und sieh in die Sonne.

Erst wird es ganz schwarz für meine Augen.

Dann leuchtend rot mit Flecken mit Grün darin.

Wenn ich ganz fest zu mache, wird es rot und gelb.

Mach du mal!

(indische Klänge)

Mir wird ja ganz drieselich im Kopf.

Du bist viel zu unruhig.

Komm, setzt dich neben mir und probiere es.

Sieh aufs Meer, und du wirst merken, wie ruhig du wirst.

Du musst ganz ruhig werden.

Darfst dich nicht freuen, wenn du was gewinnst.

Darfst nicht niedergeschlagen sein, wenn du was verlierst.

Spott darf dich nicht verletzen. Lob darf dich nicht beeinflussen.

Vergnügen darf dich nicht abstoßen.

Du musst lernen, in dir selbst zu ruhen.

Ich gehe erst mal baden.

(Lachen und Prusten)

Ich zeige dir, runter!

Hier ist alles voll Muscheln.

Isst du nichts? - Doch, doch.

Hier!

Schluck haben?

So muss man leben.

Ja, so könnte man leben.

Gib mir mal deine Uhr.

Ey!

Wir haben Sonne, Mond und Sterne.

Ich mag dich. - Ich dich auch.

(Mundharmonika-Musik)

(gedämpfte Tanzmusik von draußen)

(schnelle Tanzmusik)

(langsame Tanzmusik)

(Er bietet Platz an.)

(Er spricht in fremder Sprache.)

Komm nach Bulgaria, Urlaub, Romantika.

Romantika.

Nix Romantik.

(flüstert) Du, guck mal!

Mensch, Ines, ich werd' nicht wieder!

Mann, Kuss!

Hier ist Grille. Ist ja gut!

Ich schätze, die Sache lohnt sich hier.

Stimmt, ich habe auch eine.

Hey, wie findet ihr denn das? Hier schmeißt einer mit Uhren.

Hey, ich habe auch noch eine.

Mann, das ist Johnnys Uhr.

Der muss hier irgendwo sein.

Johnny?

Wer ist denn da?

Ach, so ist das!

(Wildes Geschrei)

Du Schuft, du alte Kanaille!

Mit anderen Mädchen rumzumachen!

Du bist ja verrückt!

Entschuldigung, ist das deine Uhr?

Hare rama, ich bin ganz ruhig, hare!

Mädels, seid doch vernünftig!

Hilfe!

(Wildes Geschrei)

Bist du beknackt, oder was?

Mensch, wir haben doch gar nichts gemacht, ey!

Kuss, weg hier!

Johnny, Johnny!

Polizei, verschwinde Mensch!

Haut ab, Polizei!

Tschüss, mach's gut!

Doswidanja!

Dokumenti. Passport.

Moment.

Nee, nix Camping. Verboten.

Ja, das war's.

Heinz! Da bist du ja, mein Lieber!

Das ist Herr Schmiedel aus Leipzig.

Er war so freundlich, und hat mich mitgenommen.

(Sagt etwas auf Bulgarisch.)

Wieso? Ich parke gar nicht. Die Frau hat ihren Mann getroffen.

Ist doch sinnlos, wie bei uns!

Nein, Sie bezahlen nichts. Das machen wir natürlich.

Nun mach schon, Mann! So, bitte.

Aber Heinz! - Ist schon gut. Soll ich noch was helfen?

Nein, vielen Dank.

Aber wenn Sie nach Berlin kommen, besuchen Sie uns.

Mach ich! (ahmt Zikade nach)

Du weißt nicht, wo das Kind ist? - Ich denke, sie ist mit dir!

Mit mir? Du musst doch wissen, wo das Kind ist!

Hast du dich nicht um sie gekümmert? Was machen wir jetzt?

Kannst du mir nicht antworten?

Du weiß nicht, wo das Kind ist. Du sagst nichts, also ...

Ich verstehe das nicht. Wir müssen doch was unternehmen!

Wir können doch jetzt nicht rumstehen und unsere Sachen auspacken.

Wo ist denn mein Koffer? - Weg!

Wieso weg? - Na weg, einfach weg!

Gestohlen.

Was? Bist du verrückt?

Meine ganzen Sachen? Da hab ich gar nichts anzuziehen?

Mann, kannst du nicht wenigstens auf die Sachen aufpassen?

(Geschrei von draußen)

(Fröhliche Mundharmonika-Musik)

Wiedersehen, kleiner Bruder.

Nimm du sie.

(Wellenrauschen und Stimmengewirr)

(Eine Möwe kreischt.)

(Fröhliche Stimmen)

Deine Uhr.

Danke.

Untertitel: MDR TEXT / Sven und Maike Kups

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