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(grausige Musik)
(undeutliche Funksprüche)
-(flüstert) Geht los. -(Dubbe) Was ist hier los?
Warum werde ich jetzt erst angerufen?
Anonymer Anruf.
73 soll hier die Mädchenleiche einer Carla Lipp verscharrt worden sein.
Sie war 13 Jahre alt.
Sie sind vom Fall abgezogen. Was tun Sie?
An ihrem Schädel ist die Eihwaz-Rune. Genau wie bei Sylvia und Danjana.
Unser Täter hat vor 20 Jahren schon gemordet.
Mein Bruder kann es also nicht gewesen sein.
Uli. Unter vier Augen.
Komm.
(Vogelschrei)
Da führen die Spuren doch in die Vergangenheit. Wer hätte das gedacht?
Ich würde mich an Ihrer Stelle zurücknehmen.
Ihrem Sohn zuliebe.
(bedrohliche Musik setzt ein)
(mysteriöse Musik)
(Dubbe) Ich sorge dafür, dass Marc aus der Haft kommt.
Es tut mir leid, dass ich euch...
im Stich gelassen habe.
Die Indizien...
Der Druck...
Dann noch Anne.
Geht es ihr schlechter?
Metastasen.
In der Lunge, in den Knochen, überall.
Vier bis sechs Wochen, sagen die Ärzte.
Das tut mir leid.
Mir auch.
Jürgen, ich weiß, dass ihr Carla hier verscharrt habt.
Du und Papa.
(unheilvolle Musik)
Wovon sprichst du?
(er holt tief Luft)
Uli, ich würde es wieder tun.
Das war eine andere Zeit damals.
Du weißt nicht...
Ihr hättet den Missbrauch stoppen können.
Sylvia und Carla würden jetzt noch leben.
(er atmet tief ein und aus)
-Du sagst mir jetzt alles, was du weißt. -Sonst?
(er stößt Luft aus)
Drohst du mir?
(unheilvolle Musik wird intensiver)
(unheilvolle Musik klingt aus)
Meine Eltern holen mich gleich ab.
Aber das ist gut.
-Gut? -Ja.
Alles wird gut.
(unheimliche Musik)
(dumpfes Knurren)
Ich werde Vidar finden und ihn besiegen.
Dann kann er dir nie wieder wehtun.
Nie.
Mir passiert nichts.
Ich bin eine Kriegerin.
(unheimliche Musik klingt aus)
(bedrohliche Musik)
(Tür quietscht)
(leise) Scheiße. Scheiße. Scheiße.
(Poltern, schnelle Schritte)
(bedeutungsvolle Musik)
(leise) Scheiße.
(er schnauft)
(bedeutungsvolle Musik klingt aus)
(Tür wird aufgeschlossen)
(Wachmann) Bandow, kannst gehen.
Wo ist Mama?
Die ist wieder in Hamburg. Ich soll dir einen Kuss geben.
Klar.
(ruhige Musik)
(Sabrina) Marc!
(Sabrina lacht)
Ich hatte so einen Schiss, dass die dir das anhängen.
(entferntes Bellen)
(knurrendes Atmen)
Larssen. Clara ist in der Rechtsmedizin angekommen.
-Sie heißt Carla. Ein bisschen Respekt. -Ein bisschen Respekt?
Seit Tagen haltet ihr mich aus allem raus. Jetzt pisst du mich an?
(flüstert) Es...
tut mir leid, ich...
(bedrohliche Musik setzt ein)
-Wer sind die denn? -Der Staatssekretär Dieter Brandt.
-Der andere, keine Ahnung. -(Middendorf) Verbleiben wir so.
(Howie) Middendorf bekommt wohl Druck von oben.
(unheilvolle Musik)
Herr Larssen?
(Klingeln)
Gut.
Lass uns reden, Uli.
Wissen Sie, Herr Larssen, ich habe eine gute Menschenkenntnis.
Herzlichen Glückwunsch.
Zumindest wusste ich, dass sie nicht hier sind, weil sie die Landluft mögen.
Aber das hier...
(bedrohliche Musik)
Alle Achtung.
Sie besorgen einer untergetauchten Terroristin gefälschte Pässe.
Ihnen ist klar, dass Sie dafür ein paar Jahre sitzen werden.
Ich erwarte nicht, dass Sie das verstehen.
Trotz ziemlich guter Menschenkenntnis.
(Dubbe) Dein Vater und ich wollten Carlas Mord aufklären.
Und dann gab es Drohungen.
-Von wem? -Sagt dir der Name "Dieter Brandt" was?
-Der Staatssekretär. -Der war ein hohes Tier bei der Stasi.
Der wusste, was in Stabenow abging. Ich denke, der war dafür verantwortlich.
Hat sich über die Wende gerettet und sitzt jetzt in Schwerin.
Und der wusste von dem Fluchtversuch meiner Mutter?
Ja, und hat Druck auf deinen Vater ausgeübt.
Aber Henk hat heimlich weiter ermittelt.
Und dann war der Unfall.
Du meinst, Papa wurde ermordet?
(bedrohliche Musik läuft weiter)
Wissen Sie, wo mein Sohn ist?
Dass das Ihre größte Sorge ist, kann ich nachvollziehen.
Deshalb hätte ich einen Vorschlag.
Straffreiheit...
wenn Sie alle Ermittlungen hier ausbremsen.
Ein paar Tage vorher meinte er zu mir,
alles, was er rausgefunden hat, wäre sicher in deinem Zimmer versteckt.
Ich habe nie nachgeschaut. Ich konnte nicht.
Ich hatte Angst.
Es hätte auch niemanden geholfen.
Sylvia Lonska schon.
Wie stellen Sie sich das vor?
Das wäre Ihrer Kreativität überlassen.
Fakt ist, die Mutter Ihres Sohnes wird ihrer Festnahme nicht entkommen.
Wenn Sie dann auch in Haft sitzen, wird der Junge ohne Eltern aufwachsen müssen.
Können Sie sich ja überlegen.
(Dubbe) Hörst du mir überhaupt zu?
Du hast keine Ahnung, wie gefährlich das ist.
Ich hatte auch keine, wie feige du bist.
Ich bereue das alles. Du weißt nicht, wie sehr.
(Tür wird zugeknallt)
(spannungsvolle Musik)
(spannungsvolle Musik bricht ab)
(sie keucht)
(schaurige Musik)
(Fledermäuse fiepen)
Scheiße.
(sie keucht)
(unheilvolle Klänge)
(spannungsvolle Musik)
(spannungsvolle Musik klingt aus)
Wo gehst du hin?
Die Eltern haben gesagt, du darfst nicht mehr in den Wald.
Sie haben aber auch gesagt, dass wir uns nie gegenseitig verraten dürfen.
Geh nach Hause.
(Vogelrufe)
Das haben mein Vater und Dubbe zu Carla Lipps Mord gesammelt.
Ist eine ziemlich dicke Akte.
Ich bin noch nicht so weit, aber guck mal hier.
"Autopsiebericht Carla Lipp".
-(Ulrike) Tee? -Mhm.
"Fesselspuren, Messerstich in die Brust, Ritzmale am Gesicht, am Körper."
Exakt wie bei Sylvia Lonska.
Dubbe muss gewusst haben, dass es derselbe Täter ist.
(unheilvolle Musik)
(Larssen) Was ist da drauf?
Ich hole mal den Rekorder.
(Howie) Der Staatssekretär Dieter Brandt.
(verhängnisvolle Musik)
(Larssen flüstert) Christa.
Thomas meinte immer, das wird den Einäugigen freuen.
Ich wollte es gar nicht wissen.
(verhängnisvolle Musik läuft weiter)
(verhängnisvolle Musik klingt aus)
(Rabe krächzt)
(schaurige Musik)
(Henk) Uli, habt ihr in der Klasse über Christa gesprochen?
(Ulrike) Ja, schon.
(Dubbe) Und? Worüber habt ihr gesprochen?
Du musst uns das sagen, Uli.
(Ulrike) Warum ist das wichtig?
Ich habe damals ausgesagt.
Wer hat dich damals befragt?
Mein Vater und Dubbe.
(Henk) Weißt du, wir wollen Christa helfen.
(Dubbe) Habt ihr besprochen, dass sie Geschichten erzählt?
Dass sie übertreibt, wenn sie sich über Stabenow beschwert?
(Henk) Du musst antworten.
(Ulrike) Na ja, sie meint das aber nicht böse. Ich finde es eher lustig.
(Dubbe) Lustig?
Finden die anderen das auch lustig?
(Ulrike) Nein. Aber Christa übertreibt auch nur manchmal.
(Dubbe) "Manchmal" heißt, es passiert nicht ständig, aber regelmäßig, oder?
(Ulrike) Ja.
(Henk) Christa lügt also regelmäßig. Stimmt das?
(Ulrike) Ja. Christa ist eine Lügnerin.
(Aufnahme wird gestoppt)
Ich habe meine beste Freundin verraten.
Du wurdest manipuliert.
(er räuspert sich)
Wie alt warst du?
13.
Du hast keine Schuld.
Sie hat auf mich gezählt, und ich habe sie verraten.
(nachdenkliche Musik)
Was ist?
Lass uns weitermachen.
Meine Mama kriegt immer Anrufe wegen Franks Beerdigung.
Sie will aber nichts damit zu tun haben.
(es läuft entspannte Rockmusik)
Wir kriegen einen neuen Vertrag. Für die Tankstelle.
-Was? -Ihr hättet mich hören sollen.
Wie eine Geschäftsfrau habe ich verhandelt.
Das heißt, wir können hierbleiben?
(lachend) Oh mein Gott.
Kann ich mich auch revanchieren. Wegen der Kohle.
Also wegen des Geldes, das ich euch versprochen habe, das...
Das habe ich leider nicht mehr.
-Wie? -Aber warum? Was ist denn damit?
-(Mann) Guten Abend. -Wir haben geschlossen.
(Mann) Auch für alte Bekannte.
Jens?
Nee.
Jens.
(unheilvolle Musik)
(entfernte Vogelrufe)
(unheilvolle Musik klingt aus)
(Ulrike seufzt) Nichts, was uns weiterbringt.
Warum versteckt mein Vater so was in meiner Wand? Es ergibt keinen Sinn.
Vielleicht haben wir uns zu viel erhofft.
Vielleicht übersehen wir auch was.
(Ulrike seufzt) Ich bin so müde.
-Ich kann nicht mehr denken. -(Larssen) Machen wir Schluss.
Wir müssen auf jeden Fall morgen noch mal mit Dubbe reden.
Wir kriegen die trotzdem, Larssen.
Ist gut, dass du da bist.
(Uhr tickt)
(Poltern)
-Oh. -Oh.
-Ich wollte gerade reinkommen. -Ich wollte gerade gehen.
Ist Ulrike nicht da?
Doch. Die ist gerade auf dem Sofa eingeschlafen.
-Ah. Okay. -Ja.
Entschuldigung. Kennen Sie sich gut?
Ja. Gut genug.
-Ah, okay. Ja, gut. -(sie lacht)
Sind Sie nicht Koray Larssen?
-Ja. -Claudia Becker aus Hamburg.
-Wir hatten telefoniert wegen der Runen. -Ah, okay. Ja.
-Hallo. -Hallo.
-Gute Nacht. -Gute Nacht, genau.
(es läuft fetzige Rockmusik: "She Drives Me Crazy" von Fine Young Cannibals)
Also, ihr wart zusammen in Stabenow?
Ähm, 'tschuldigung, ich wusste nur so lange nicht, dass es dich gibt.
Ja, nee, wie auch?
Ich war schwanger,
als ich schon in Greifswald war.
So, lasst es euch schmecken.
Oh, Jens.
Du warst immer so still.
-Ja, ich war eben der Schweigsame. -Stimmt.
-So nannten wir dich. -(Sabrina) Also...
Ich bin auch im Heim aufgewachsen.
Die nahmen mich meiner Mutter direkt weg.
Ja, davon wollen wir gar nicht erst anfangen.
Ihr beide habt euch zuletzt gesehen, als du aus Stabenow wegmusstest?
Wie lange warst du in Stabenow?
-Stabenow, bis ich 16 war. -(Sabrina) Mhm.
Dann eine Ausbildung zum Forstarbeiter, und als ich rauswar, dann Meister.
-Wo, raus? -Ich habe zwei Jahre lang gesessen.
-Wiederholter Fluchtversuch. -Du wolltest rüber?
Was wolltest du denn da?
Ich...
wollte zu meinem Vater.
Hä? Aber deine Eltern sind doch ertrunken.
Nein, es ist ganz anders, Christa.
(unheilvolle Musik)
Es ist alles ganz anders.
(Grillenzirpen)
(Brüllen)
(Schritte)
(bedrohliche Musik)
(Hauchen)
Vidar?
(Mann mit dunkler Stimme) Keine Angst.
Ich will dir nichts Böses.
Schlaf weiter.
Das ist nur ein Traum.
(es läuft friedliche Musik: "Sweet Sixteen" von Billy Idol)
Sorry, dass ich das Geld nicht habe.
Hm? Was?
Ach so, ja.
Was ist denn los?
-Ich glaube, Jens ist mein Vater. -Der Typ?
Ja. Guck mal, es passt doch auch alles.
Die waren in Stabenow, meine Mutter wurde schwanger,
dann haben die sich aus den Augen verloren.
Eine große Ähnlichkeit sehe ich da nicht, oder?
(ruhige Musik)
(Klappern)
Larssen?
Nee, ich.
Was machst du denn hier?
Frühstück.
(sanfte Musik)
(Vogelgezwitscher)
(düstere Musik)
(düstere Musik läuft weiter)
Und? Was sagst du?
Irgendwie ist es erst jetzt so richtig real, oder?
So mit Herzschlag und so.
-Was ist das für eine Scheiße? -Wie ist das denn passiert?
War vorhin noch alles gut.
Hey. Na? Ihr beiden schon wieder?
-Ja, wir haben eine Panne. -Soll ich euch mitnehmen?
-Ja. Ja, das wäre echt cool. -Dann steigt mal ein.
Hier habe ich meine halbe Kindheit verbracht.
(Vogelgezwitscher)
-Ist irgendwas los? -Was? Was soll los sein?
-Hm? -Ist alles okay?
Ja, es ist alles okay.
-Okay. -Okay.
(Gänseschnattern)
(Ulrike) Jürgen?
Anne?
Jürgen?
(bedrückende Musik)
Bandow.
(bedrückende Musik läuft weiter)
Erst sie, dann sich selbst.
Für dich.
(bedrückende Musik läuft weiter)
(Ulrike) Doktor Alexander Mönchenbach.
Treuhandmanager.
(Sabrina) Als du nach der Wende in den Westen gegangen bist,
hast du da eigentlich deinen Vater gefunden?
Ja, also...
Es war nicht einfach, aber habe ich.
Cool.
Ich... weiß ja bis heute nicht, wer mein Vater ist.
Bist du das?
Bist du mein Vater?
(er würgt)
Ist alles okay?
(unheimliche Musik)
Ah!
Marc.
Ah!
(dunkle Stimme) Nein.
Ich bin Vidar.
-Dein Bruder. -W...
Odin ist unser Vater.
In Walhalla werden wir alle vereint sein.
-Hör auf, das ist nicht witzig. -Bitte lass uns raus. Lass uns raus.
-Lass uns raus, Mann. -Halt an.
-Halt an! Halt! -Ah!
Halt an. Du sollst anhalten, Mann!
(spannungsgeladene Musik)
Ah!
Ich verstehe das nicht. Es macht für mich überhaupt keinen Sinn.
Oder übersehe ich da irgendwas?
Das bringt uns überhaupt nicht weiter!
Was ist los mit dir?
Ich muss dir was sagen.
(finstere Musik)
(Rabe krächzt)
(finstere Musik läuft weiter)
(Raben krächzen)
Was war auf den Fotos zu sehen?
Die Aufnahmen sind von 72, 73.
Man sieht Mädchen, die in ein Gutshaus geführt werden.
Das Haus, in dem heute die Heislers wohnen.
Und auf einem Foto ist auch Christa.
In dem Haus muss der Missbrauch stattgefunden haben.
Es gibt einen Typen mit Augenklappe, der dort ständig ein und aus geht.
Wahrscheinlich der Einäugige.
Dein Vater hat ihn mit Brandt fotografiert.
Bist du komplett bescheuert?
Das waren eindeutige Beweise! Das waren unsere einzigen Beweise!
Ich...
Ich weiß, ich weiß, ich weiß...
Ich weiß. Es ging um Simon. Ich...
Ich wusste nicht, was ich machen soll.
Ich fahre jetzt nach Stralsund zu Mönchenbach.
Kommst du mit oder bist du raus?
(bedrückende Musik)
(unheilvolle Musik)
Sabrina.
(Marc ächzt)
(sie ächzen)
(Marc verstummt)
(er brüllt)
(düstere Musik)
(stampfende Musik)
Ja!
(unheimliche Musik)
(Raben krächzen)
(unheimliche Musik läuft weiter)
(unheimliche Musik läuft weiter)
(Tür wird geöffnet)
Nicht.
(Vidar knurrt)
(treibende Musik)
(Gelächter)
Ich meine, komme ich aus der letzten Reihe? Das spricht nicht für die Augen.
(er lacht lauthals)
Doktor Mönchenbach? Würden Sie bitte mitkommen?
(unheilvolle Musik)
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