All language subtitles for Alfred.Hitchcock.Vertigo.19Cp.Bluray-Pittis

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Original subtitles

Geben Sie mir Ihre Hand!

Geben Sie mir Ihre Hand!

Du sagtest, du h�ttest keine Schmerzen mehr.

Es ist das verfluchte Korsett. Es dr�ckt.

Kein Drei-Wege-Band? Wie unmodisch.

Diese Polizei�rzte haben keinen Sinn f�r Stil.

Na, jedenfalls ist es morgen so weit.

Wieso, was ist morgen?

Morgen? Morgen kommt das Korsett weg.

Morgen kann ich mich wieder kratzen, wie jeder andere.

Dieses miese Ding werfe ich dann zum Fenster raus.

Ich werde... Ich werde ein freier Mann sein.

Midge, meinst du, viele M�nner tragen ein Korsett?

- Mehr als du denkst. - Wirklich?

Wei�t du das aus pers�nlicher Erfahrung oder...

Also bitte.

Was geschieht nach dem morgigen Tag?

Was meinst du?

Na, was wirst du tun, wenn du den Polizeidienst quittiert hast?

Du klingst missbilligend, Midge.

Nein, es ist ja dein Leben.

Du warst mal der gescheite, junge Anwalt,

der Polizeichef werden wollte.

Ich musste den Dienst quittieren.

Warum?

Wegen meiner H�henangst, dieser Akrophobie.

Im Traum sehe ich den Mann st�rzen und erwache.

Ich versuche, ihn noch zu halten, und... Es ist...

Es war nicht deine Schuld.

Ich wei�. Das sagt mir jeder.

Johnny, die �rzte haben dir erkl�rt...

Ja. Ja.

Ich habe H�henangst, davon wird mir schwindlig, alles dreht sich.

Junge! Was f�r ein Moment, das herauszufinden.

Du hast sie und beh�ltst sie.

Keiner kann was daf�r. Warum dann k�ndigen?

Du meinst, am Schreibtisch kleben, bis das Sitzfleisch g�hnt?

Wo du hingeh�rst.

Und meine H�henangst? Was ist...

Angenommen, ich sitze in diesem Stuhl. Hier ist der Schreibtisch.

Ein Stift f�llt hinab,

ich b�cke mich, will ihn aufheben. Bingo! Die H�henangst ist wieder da.

Johnnylein.

Tja, was wirst du tun?

Na, eine Weile werde ich gar nichts tun.

Vergiss nicht, ich bin wohlsituiert, wie man sagt.

Relativ wohlsituiert.

Warum gehst du nicht ein Weilchen weg?

Du meinst, um zu vergessen?

Nein, Midge, sei nicht so m�tterlich.

Ich drehe schon nicht durch.

Hattest du diese Woche Schwindelanf�lle?

Ich habe gerade jetzt einen.

Midge, die Musik. Meinst du nicht, dass sie...

Was'n das f�r'n Dingsda?

Ein B�stenhalter. Du kennst die doch. Du bist jetzt ein gro�er Junge.

So einer ist mir noch nie begegnet.

Er ist brandneu.

Mit revolution�rer Hebung. Ohne Schulter- und R�ckenb�nder,

tut aber alles, was ein B�stenhalter k�nnen soll.

Funktioniert nach dem Prinzip der Auslegerbr�cke.

Das klappt?

Ein Flugzeugingenieur von der Halbinsel hat ihn entworfen.

Er entwarf ihn in seiner Freizeit.

Was f�r ein Hobby.

Eine Heimwerkersache.

Was macht dein Liebesleben, Midge?

Interessant, wie du darauf kommst.

Normal.

Heiratest du nie?

Du wei�t, f�r mich gibt es nur einen, Johnnylein.

Du meinst mich. Wir waren mal verlobt, oder?

Drei volle Wochen lang.

Das waren Zeiten, auf dem College.

Du warst aber diejenige, die die Verlobung gel�st hat, wei�t du noch?

Ich bin noch zu haben. Der ledige, leidige Ferguson.

Midge, erinnerst du dich noch an einen im College, der Gavin Elster hie�?

Gavin Elster?

Ja, komischer Name.

Du meinst, ich kenne den noch. Nein.

Gavin rief mich heute an. Komisch,

wir verloren uns im Krieg aus den Augen.

Es hie�, er sei zur Ostk�ste gezogen. Er ist wohl zur�ck.

Es ist die Nummer einer Mission.

Das ist die Pennergegend, oder?

K�nnte sein.

Er ist wohl Vagabund und will, dass du ihm einen Drink spendierst.

Tja, ich lebe auf der Stra�e. Ich kaufe ihm ein paar Drinks und sage ihm meine Sorgen.

Nicht heute. K�nnten wir zwei ein Bier trinken?

Tut mir leid, Alter. Hab zu tun.

Na, dann geh ich wohl heim.

Midge, was hast du gemeint mit: "Du beh�ltst sie auch"?

Was?

Die H�henangst.

Ich habe meinen Arzt gefragt.

Er meinte, nur ein weiterer Schock k�nne sie aufheben, aber nur vielleicht.

Du rutschst doch nicht wieder vom Dach, um's rauszufinden?

- Ich kann mit ihr fertigwerden. - Wie?

Ich habe eine Theorie.

Und zwar, dass wenn ich mich langsam an H�hen gew�hne, nur etwas, von Mal zu Mal,

ganz allm�hlich h�her, verstehst du?

Ich zeige dir, was ich meine.

Hier. Ich zeige dir, was ich meine.

- Wir fangen damit an. - Damit?

Soll ich etwa mit der Golden-Gate-Br�cke anfangen? Jetzt pass auf.

Schau her. Los geht's.

So. So.

Ich seh hoch, ich seh runter.

Ich seh hoch.

- Da ist nichts dabei. - Witzbold.

- Warte mal. - Da ist nichts dabei.

Hier.

Gutes M�dchen. Den nehme ich. Stell ihn hierhin.

Ok, hier der erste Schritt.

So.

Ok, jetzt Schritt Nummer zwei.

Ok. Hier kommt er.

Da w�ren wir.

Siehst du? Ich seh hoch, ich seh runter, ich seh hoch...

Ich werde mir gleich eine h�bsche, hohe Trittleiter besorgen.

Sch�n langsam jetzt.

Ok, auf geht's.

Kein Problem.

Na, ist ja kinderleicht. Hier, ich seh hoch, ich seh runter.

Ich seh hoch, ich seh runter.

Johnny, Johnny.

Wie bist du zum Schiffsbau gekommen, Gavin?

Durch Heirat.

Sehr interessantes Gesch�ft.

Nein, um ehrlich zu sein, ich finde es langweilig.

Du musst es ja nicht beruflich tun.

Nein, aber man �bernimmt Verantwortung.

Meine Frau hat keine n�heren Verwandten mehr.

Einer muss sich um ihre Interessen k�mmern.

Der Partner ihres Vaters betreibt die Werft im Osten, in Baltimore.

Darum beschloss ich, f�r die Dauer meiner Arbeit zur�ckzukehren.

Hier gefiel es mir immer.

Seit wann bist du wieder zur�ck?

Seit fast einem Jahr.

Und dir gef�llt es?

Tja, San Francisco hat sich ver�ndert.

Dinge, die ich mit San Francisco verbinde, verschwinden schnell.

Wie das hier.

Ja. Da h�tte ich damals gern gelebt. Das hatte Farbe, Schwung und Kraft.

Und Freiheit.

Willst du dich nicht setzen?

Nein. Ist ganz ok so.

Ich las in der Zeitung, was neulich geschah. Und dass du den Dienst quittiert hast.

Ist das eine dauerhafte Behinderung?

Nein. Nein.

Ich kann nur keine zu steilen Treppen steigen oder mich an erh�hten Orten aufhalten,

wie in der Bar im Hotel Mark.

Aber es gibt gen�gend Bars auf Stra�enh�he.

W�rdest du jetzt gern was trinken?

Nein, ich glaube nicht. Es ist noch ein bisschen fr�h daf�r.

Tja, damit h�tten wir wohl alles besprochen, oder?

Ich war nie verheiratet, sehe kaum die College-Kameraden,

bin Detective im Ruhestand und du bist im Schiffsbau.

Wo dr�ckt der Schuh, Gavin?

Ich habe dich hergebeten, Scottie, weil ich von deiner K�ndigung wusste.

Ich habe mich gefragt, ob du mir einen Gefallen tun und f�r mich ermitteln k�nntest.

Ich will, dass du meiner Frau folgst.

Nein, nicht das. Unsere Ehe ist sehr gl�cklich.

Nun, dann...

Ich f�rchte, ihr k�nnte etwas zusto�en.

Durch wen?

Eine Tote.

Scottie, glaubst du, jemand aus der Vergangenheit,

ein Toter, k�nnte von einem Lebenden Besitz ergreifen?

Nein.

Und wenn ich dir sagen w�rde, dass genau das meiner Frau widerf�hrt?

Dann w�rde ich sagen, geh mit ihr zum n�chsten Psychiater oder Psychologen

oder Neurologen oder Psycho... Oder vielleicht einfach zum Hausarzt.

Dich sollte er auch untersuchen.

Dann bist du nicht von Nutzen. Tut mir leid um die vertane Zeit.

Danke f�rs Herkommen, Scottie.

Ok.

Ich... Ich wollte nicht unh�flich klingen.

Nein, es klingt idiotisch, ich wei�.

Und du bist noch immer der schottische Dicksch�del, oder?

Wie eh und je. Glaubst du, ich habe mir das ausgedacht?

Nein.

Ich denke es mir nicht aus. Ich w�sste nicht, wie.

Wenn sie �ber irgendwas zu mir spricht,

enden die Worte pl�tzlich in Schweigen.

Ihre Augen verschleiern sich, der Blick wird leer.

Sie ist geistig nicht mehr bei mir, sie wird zu einer anderen.

Ich spreche sie an, sie h�rt mich nicht mal.

Dann ein langer Seufzer, und sie kehrt zur�ck,

sieht mich aus wachen Augen an und wei� nicht, dass sie geistesabwesend war.

Und wo sie war und wann.

Nun, wie oft kommt das vor?

Mehr und mehr in den letzten Wochen.

Und sie f�hrt viel herum. Gott wei�, wohin.

Ich bin ihr einmal gefolgt,

sah sie aus dem Apartment kommen, als w�re sie eine Fremde.

Sie bewegte sich sogar anders.

Sie stieg in ihr Auto und fuhr acht Kilometer zum Golden Gate Park.

Setzte sich an den See

und starrte �bers Wasser zu den S�ulen am anderen Ufer.

Du wei�t schon, die Tore der Vergangenheit.

Lange sa� sie da und r�hrte sich nicht.

Ich musste wieder ins B�ro zur�ck.

Als ich heimkam, fragte ich sie, was sie tags�ber getan hatte.

Sie sagte, sie sei zum Golden Gate Park gefahren und am See gesessen, mehr nicht.

Und?

Nach der Kilometeranzeige des Autos war sie 150 km gefahren.

Wo fuhr sie hin?

Ich muss wissen, Scottie, wo sie hinf�hrt und was sie tut,

bevor ich �rzte hinzuziehe.

Hast du dar�ber �berhaupt schon mit �rzten gesprochen?

Ja, aber vorsichtig.

Ich will mehr wissen, bevor ich sie in diese Art von Obhut gebe.

Scottie...

Ok, ich besorge dir eine Detektei, die ihr folgt.

Es sind gute, verl�ssliche Jungs.

Ich will dich.

H�r mal, das ist nicht mein Gebiet.

Scottie, ich brauche einen Freund, dem ich vertrauen kann. Mir macht die Sache Angst.

Ich bin nicht mehr im Dienst. Ich will in diese Sache nicht verwickelt werden.

H�r zu, wir fahren heute zu einer Opernpremiere.

Vorher essen wir bei Ernies. Dort kannst du sie sehen.

Ernies.

ERNIES RESTAURANT

K�nnten Sie mir etwas zu der Dame sagen, die dort sitzt?

Wer ist die Frau im Bild, das sie anschaut?

Das ist Carlotta.

Das Gem�lde ist im Katalog. Portr�t von Carlotta.

- Darf ich das haben? - Ja.

Danke.

HOTEL McKlTTRlCK

Ja?

Kann ich etwas f�r Sie tun?

- Ja. Sie leiten dieses Hotel? - Oh, ja.

K�nnten Sie mir sagen, wer das Eckzimmer im ersten Stock hat?

Ich f�rchte, Ausk�nfte dieser Art k�nnen wir nicht erteilen.

Unsere Kunden haben ein Anrecht auf ihre Privatsph�re.

Und ich glaube, es ist gegen das Gesetz.

Nat�rlich glaube ich nicht, dass einer von ihnen etwas dagegen h�tte, aber...

Du liebe Zeit, hat sie etwas getan?

Bitte beantworten Sie meine Frage.

Sie sieht so lieb aus, ich kann mir nicht vorstellen...

Wie hei�t sie?

Valdes. Miss Valdes. Spanierin, wissen Sie.

Carlotta Valdes?

Ja, genau.

Ein s��er Name, nicht? Ausl�ndisch, aber s��.

Seit wann hat sie das Zimmer?

Es m�ssen zwei Wochen sein. Morgen wird ihre Miete f�llig.

�bernachtet sie hier auch?

Nein, sie h�lt sich nur zwei-, dreimal w�chentlich am Tage hier auf.

Ich stelle keine Fragen, solange sich Kunden gesittet benehmen.

Aber ich muss sagen...

Wenn sie runterkommt, sagen Sie nicht, dass ich da war.

Aber heute war sie nicht da.

Ich sah sie erst vor f�nf Minuten reingehen.

Nein, sie war �berhaupt nicht hier.

Ich h�tte sie ja sehen m�ssen.

Ich bin die ganze Zeit hier und gebe Oliven�l auf meine Gummibaumbl�tter.

Und hier. Sehen Sie? Ihr Schl�ssel ist noch da.

W�rden Sie bitte oben nachsehen?

- In ihrem Zimmer? - Jawohl.

Ja, nat�rlich, wenn Sie wollen.

- Es scheint mir aber unsinnig. - Danke.

Ach, Mr. Detective?

K�nnten Sie sich das einmal ansehen?

Ihr Auto ist weg.

Welches Auto?

Midge, kennst du jemanden, der sich historisch zu San Francisco auskennt?

So eine Begr��ung mag man als Frau.

Statt: "Hallo, du siehst wunderbar aus."

Nur ein ehrliches: "Kennst du jemanden, der sich zu San Francisco..."

- Willst du einen Drink? - Nein, danke.

Na, wei�t du einen? Du kennst doch alle.

Professor Saunders in Berkeley.

Nein, ich meine nicht die Art Geschichte.

Ich meine die kleinen Sachen, Leute, von denen man nie geh�rt hat.

Du meinst die frohen alten Tage der Boh�me von San Francisco.

Geschichten wie die, wer im August 1879 im Embarcadero wen erschoss.

Ja, so ist es.

- Papa Leibel. - Wer?

Papa Leibel. Ihm geh�rt die Buchhandlung Argosy.

Was willst du wissen?

Ich will wissen, wer im August 1879 im Embarcadero wen erschoss.

Hey, Moment mal.

Du bist kein Detective mehr. Was geht da vor?

- Kennst du ihn gut? - Wen?

- Papa Leibel. - Ja, klar.

Na, komm schon. Ich m�chte, dass du ihn mir vorstellst. Hol deinen Hut.

Ich brauche keinen Hut.

Hey, Johnny, worum geht es?

Hey.

Warte mal.

BUCHHANDLUNG ARGOSY

Hallo. Ja, ich erinnere mich. Carlotta.

Die sch�ne Carlotta.

Die traurige Carlotta.

Was hat ein altes Holzhaus in der Eddy-Stra�e, Ecke Gough

mit Carlotta Valdes zu tun?

Nun, es war ihres, f�r sie erbaut vor vielen Jahren.

- Von wem? - Von...

Von...

Nein. Den Namen wei� ich nicht mehr.

Ein reicher, m�chtiger Mann.

- Zigarette? - Nein, danke.

- Zigarette, Miss? - Nein, danke.

Es ist keine ungew�hnliche Geschichte.

Sie kam aus einem kleinen Ort in den S�den der Stadt.

Manche sagen, aus einer Missionssiedlung.

Jung, ja. Sehr jung.

Und dieser Mann fand sie als T�nzerin und S�ngerin in einem Kabarett.

Und er nahm sie und baute f�r sie das gro�e Haus

im Stadtteil Western Addition.

Und da war ein...

Da war ein Kind.

Ja, ganz recht. Ein Kind. Ein Kind.

Ich kann Ihnen nicht genau sagen, wie viel Zeit verging

oder ob sie gl�cklich war.

Aber irgendwann verstie� er sie.

Er hatte keine anderen Kinder. Seine Frau hatte keine Kinder.

Er behielt also das Kind und verstie� die Frau.

Wissen Sie, damals konnte ein Mann so was machen.

Mit seiner Macht konnte er sich diese Willk�r erlauben.

Und aus ihr wurde die traurige Carlotta.

Allein im gro�en Haus, und allein zu Fu� auf den Stra�en.

Ihre Kleider wurden alt, geflickt und schmutzig.

Zuletzt war sie die verr�ckte Carlotta.

Sie hielt Leute auf der Stra�e an und fragte sie:

"Wo ist mein Kind?"

"Haben Sie mein Kind gesehen?"

Die Arme.

Und sie starb.

- Sie starb. - Wie?

Von eigener Hand.

Es gibt viele solcher Geschichten.

- Tja, haben Sie vielen Dank. - Gern geschehen.

Ich wei� es zu sch�tzen. Auf Wiedersehen.

Auf Wiedersehen.

Hey, Moment mal! Auf Wiedersehen, Pop. Vielen Dank.

- Und jetzt, Johnnylein, mein Lohn. - Wof�r?

Dass ich dich hierher brachte. Los, erz�hle.

Da gibt es nichts zu erz�hlen.

Sag es, oder du kriegst dein Korsett wieder. Bitte, Johnny.

Komm schon. Ich bringe dich heim.

Da sind wir.

- Du hast mir nicht alles erz�hlt. - Ich hab dir genug erz�hlt.

Wer ist der Typ und wer die Frau?

Raus. Ich muss noch was tun.

Ich wei�. Der, der anrief, dein alter College-Freund, Elster.

- Midge, w�rdest du bitte aussteigen? - Ihr denkt,

die sch�ne, irre Carlotta sei von den Toten zur�ckgekehrt

und habe sich Elsters Frau bem�chtigt.

Also wirklich, Johnny.

Ich sage ja nicht, was ich denke, sondern was er denkt.

Na, und was denkst du?

Nun, ich...

- Ist sie h�bsch? - Carlotta?

Nein, nicht Carlotta. Elsters Frau.

Ja.

Du w�rdest sie wohl f�r...

Ich werde mir das Portr�t anschauen. Auf Wiedersehen.

Midge...

- Auf Wiedersehen. - Midge, du...

Gut gemacht, Scottie. Du kannst was.

- Das ist Carlotta Valdes. - Ja.

Es gibt Dinge, von denen du mir nichts gesagt hast.

- Ich wusste nicht, wo sie dich hinf�hrt. - Aber davon schon.

Ja.

F�llt dir ihre Frisur auf?

Wei�t du, es gibt noch etwas.

Meine Frau, Madeleine, hat Schmuckst�cke, die Carlotta geh�rten.

Sie hat sie geerbt.

Hat sie nie getragen. Sie waren zu altmodisch.

Bis jetzt.

Jetzt, wenn sie allein ist, nimmt sie sie und betrachtet sie,

geht sanft und neugierig mit ihnen um.

Legt sie an und starrt in den Spiegel.

Und betritt diese andere Welt, die sie hier zur Fremden macht.

Wer war Carlotta Valdes?

Die Gro�mutter deiner Frau?

Urgro�mutter.

Das ihr weggenommene Kind,

dessen Verlust Carlotta in den Wahnsinn und in den Tod trieb, war ihre Gro�mutter.

Und das Hotel McKittrick ist das alte Valdes-Haus.

Na, das erkl�rt es doch.

Bei dieser Vergangenheit k�nnte ja jeder obsessive Gef�hle bekommen.

Sie hat von Carlotta Valdes nie geh�rt.

Sie wei� nichts von einem Grab bei der Mission Dolores?

Oder von dem alten Haus in der Eddy-Stra�e? Von dem...

- Von dem Portr�t im Palast der Ehrenlegion? - Nichts.

Aber sie geht doch da hin...

Das ist nicht mehr meine Frau.

Woher wei�t du eigentlich all das, wovon sie nichts wei�?

Ihre Mutter erz�hlte mir das meiste, bevor sie starb.

Den Rest fand ich selbst heraus.

Warum hat sie ihrer Tochter nichts gesagt?

Nat�rliche Angst.

Ihre Gro�mutter wurde verr�ckt und nahm sich das Leben.

Ihr Blut flie�t in Madeleines Adern.

Junge, den brauch ich jetzt.

Madeleine.

Madeleine.

Ja?

Nein, es ist ok.

Ja, ich rufe dich zur�ck.

Ja.

Ja.

Geht es Ihnen gut?

Oh. Ihr...

Nehmen Sie das.

Kommen Sie lieber n�her zum Feuer, wo es warm ist.

Was tue ich hier?

Was ist geschehen?

Nun, Sie sind in die Bucht von San Francisco gefallen.

Ich habe versucht, Ihr Haar zu trocknen.

Ihre Sachen sind in der K�che

und in wenigen Minuten trocken.

Kommen Sie ans Feuer.

Hier, ich hole Ihnen ein paar Kissen.

So.

H�tten Sie gern einen Kaffee?

Sie sollten lieber welchen zu sich nehmen. Oder einen Drink.

Ich fiel in die Bucht, und Sie holten mich raus?

So ist es.

Danke.

Sie erinnern sich nicht?

Nein, ich...

Wissen Sie noch, wo Sie waren?

Aber ja. Nat�rlich wei� ich das.

Dann bekam ich wohl einen Schwindelanfall und wurde ohnm�chtig.

Wo waren Sie?

Beim alten Fort Point, beim Presidio.

Nat�rlich erinnere ich mich. Ich gehe oft dorthin.

Warum? Warum gehen Sie dorthin?

Weil es mir dort so gef�llt. Es ist sch�n,

vor allem, wenn die Sonne untergeht.

Danke f�r das Feuer.

Wo waren Sie zuvor?

- Wann? - Heute Nachmittag, meine ich.

Ich bin herumgefahren.

Ich wei�, aber wo? Wo genau waren Sie zuvor?

Im Zentrum, beim Einkaufen.

Hier, nehmen Sie lieber einen Kaffee. Er muss noch warm sein.

Sie stellen furchtbar direkte Fragen.

Es tut mir leid. Ich wollte nicht unh�flich sein.

Das sind Sie auch nicht. Nur direkt.

Und was haben Sie dort gemacht, beim alten Fort Point?

Ach, ich bin nur so herumgefahren.

- Ihnen gef�llt es dort also auch? - Ja.

Und wo waren Sie zuvor gewesen?

Ich war im Palast der Ehrenlegion gewesen, in der Kunstgalerie.

Ja, das ist ein herrlicher Ort, nicht wahr?

Ich war noch nie drinnen, aber im Vorbeifahren sieht er so sch�n aus.

Zu meinem Gl�ck sind Sie auch herumgefahren.

Danke.

Ich bin Ihnen schrecklich zur Last gefallen.

Nein, sind Sie nicht.

Oh, als Sie...

Ich hatte einige Nadeln im Haar.

Ach, die Nadeln, ja. Die sind da drin. Ich hole Sie Ihnen.

Und meine Handtasche, bitte.

Bitte.

Danke.

Sie h�tten mich nicht hierher bringen sollen.

Nun, ich wusste nicht, wo Sie wohnen.

Sie h�tten in meinem Auto nachsehen k�nnen.

Aber Sie kannten ja mein Auto nicht, oder?

Nein, ich wusste, welches es war. Es steht jetzt drau�en.

Aber ich dachte, Sie wollten nicht in diesem Zustand nach Hause.

Da haben Sie recht.

Ich bin froh, dass Sie mich nicht heimfuhren. Ich h�tte Sie nicht kennengelernt.

Danke. Aber ich kenne Sie nicht und Sie mich nicht.

Ich hei�e Madeleine Elster.

Ich hei�e John Ferguson.

Guter, starker Name. Nennen Ihre Freunde Sie John oder Jack?

Ach, meist John.

Alte Freunde nennen mich John, Bekannte Scottie.

Ich werde Sie Mr. Ferguson nennen.

Menschenskind, das w�re mir unlieb. Nein.

Nach dem, was heute Nachmittag geschah, k�nnten Sie mich vielleicht Scottie nennen.

Vielleicht sogar John.

John ist mir lieber.

Das w�re geschafft. Und was tun Sie so, John?

In der Gegend rumfahren.

Das ist eine gute Besch�ftigung. Und Sie leben hier allein?

Man sollte nicht allein leben.

Manche ziehen es vor.

Nein, es ist falsch.

Ich bin verheiratet, wissen Sie.

W�rden Sie mir eine Frage beantworten?

Ist Ihnen das schon jemals passiert?

Was?

In die Bucht von San Francisco zu fallen.

Oh.

Nein. Das ist mir noch nie passiert.

Ach, als kleines M�dchen fiel ich aus Ruderbooten in Seen.

Ich bin sogar mal in den Fluss gefallen, als ich von Stein zu Stein springen wollte.

Aber in die Bucht von San Francisco bin ich noch nie gefallen.

Sie vielleicht?

Nein, f�r mich war es auch eine Premiere.

Ich hole Ihnen noch Kaffee.

Hallo?

Scottie, was ist? Sie ist noch nicht da.

Es geht ihr gut. Sie ist noch hier. Ich bringe sie bald heim.

Was war denn?

Sie sprang in die Bucht.

Hallo? Hallo?

Hat sie sich verletzt?

Nein, ihr fehlt nichts. Kein Grund zur Sorge.

Aber sie wei� nichts. Verstehst du?

Sie wei� nicht, was geschah.

Scottie, Madeleine ist 26.

Carlotta Valdes brachte sich mit 26 um.

Sekunde, Gavin.

Also, Johnnylein. War es ein Geist?

War es am�sant?

Ist der Brief f�r mich?

- Ja. Hallo. - Hallo.

Ich habe mir gestern Sorgen um Sie gemacht. Sie h�tten nicht so weglaufen sollen.

Nun, ich kam mir pl�tzlich so t�richt vor.

Ich wollte Sie nach Hause fahren. Geht es Ihnen gut?

Ja. Ich bin ok. Keine Nachwirkungen.

Aber wenn ich ans Wasser denke: War das kalt, nicht?

Und wie.

Was habe ich da blo� getan!

Sie waren so freundlich.

Es ist ein schriftliches Dankesch�n und eine ganz gro�e Entschuldigung.

Sie m�ssen sich f�r nichts entschuldigen.

Oh doch.

Die ganze Sache muss Ihnen so peinlich gewesen sein.

�berhaupt nicht. Ich habe gern...

...mit Ihnen gesprochen.

Nun, ich habe gern mit Ihnen gesprochen.

Da hol ich doch mal meine Post raus.

H�tten Sie gern eine Tasse Kaffee?

Nein. Nein, danke.

Ohne Adresse ging es nicht per Post. Aber ich wusste noch etwa, wo es war.

Der Coit Tower f�hrte mich direkt zu Ihnen.

Na, da bin ich erstmals dem Coit Tower dankbar.

Ich hoffe es auch.

- Was? - Dass wir uns mal wiedersehen.

Das tun wir ja.

Auf Wiedersehen.

Wo fahren Sie hin?

- Ich wei� nicht. - Einkaufen?

Nein.

Nun, irgendwas Besonderes?

Nein, ich wollte nur so durch die Gegend fahren.

Oh, das wollte ich eigentlich auch.

Ja, richtig. Ich verga�. Das ist Ihre Aufgabe, nicht?

Ja. Aber ist es nicht Verschwendung, wenn wir...

Getrennt herumfahren?

Aber nur allein bleibt es spontan.

Zusammen hat man immer ein Ziel.

Nein, ich finde, das muss nicht sein.

Sie haben die T�r aufgelassen.

Ich bin gleich wieder da.

Wie alt?

Etwa 2000 Jahre oder mehr.

Die �ltesten Lebewesen.

Ja.

Sie waren noch nie hier?

Nein.

Woran denken Sie?

An all die Menschen, die geboren wurden und starben,

w�hrend die B�ume weiterlebten.

Ihr wahrer Name ist Sequoia sempervirens. "Immer gr�n, immer lebendig."

- Ich mag sie nicht. - Warum?

Weil ich wei�, dass ich sterben muss.

Hier ist der Querschnitt eines gef�llten alten Baumes.

1215 MAGNA CARTA UNTERZEICHNET

1066 SCHLACHT VON HASTINGS

1492 ENTDECKUNG AMERIKAS

1776 UNABH�NGIGKEITSERKL�RUNG

1930 BAUM GEF�LLT

Irgendwo hier wurde ich geboren,

und da bin ich gestorben.

F�r dich war es nur ein Augenblick. Du hast es nicht beachtet.

Madeleine.

Madeleine.

Madeleine, wo sind Sie jetzt?

- Hier, bei Ihnen. - Wo?

Hohe B�ume...

Waren Sie schon mal hier?

- Ja. - Wann?

Wann wurden Sie geboren?

- Vor langer Zeit. - Wo?

Wann? Sagen Sie es mir.

- Madeleine, sagen Sie es mir. - Nein!

Madeleine, sagen Sie mir: Wo wollen Sie hin?

- Was zieht Sie weg? - Ich kann es nicht sagen.

Beim Sprung in die Bucht waren Sie geistig nicht da.

- Es geschah nicht bewusst. - Ich sprang nicht.

- Sie sagten, ich fiel. - Warum sprangen Sie?

- Warum sind Sie gesprungen? - Ich kann es nicht sagen.

Warum sind Sie gesprungen? Was in Ihnen

- befahl es? - Nein, bitte. Bitte.

Was? Was?

Bitte fragen Sie mich nicht. Bringen Sie mich weg von hier.

Soll ich Sie heimfahren?

Irgendwohin, wo Licht ist.

Versprechen Sie mir, dass Sie mich nicht mehr fragen.

Bitte versprechen Sie mir das.

Warum sind Sie gelaufen?

Ich bin jetzt f�r Sie verantwortlich.

Die Chinesen sagen, wem man das Leben gerettet hat,

f�r den bleibt man verantwortlich. Also f�hle ich mich verpflichtet.

Ich muss es wissen.

Ich wei� so wenig.

Es ist, als ginge ich durch einen langen Gang,

wo einmal Spiegel hingen. Teile davon sind noch da.

Und wenn ich zum Ende des Ganges komme,

ist dort nichts als Dunkelheit.

Und ich wei�, wenn ich in die Dunkelheit hineingehe,

werde ich sterben.

Bisher kam ich nie ans Ende des Ganges. Ich drehte vorher immer um.

Nur einmal nicht.

Gestern?

Und Ihnen war nichts bewusst.

Sie wussten nicht, was mit Ihnen war, bis Sie zu mir kamen.

Sie wussten nicht, wo Sie waren.

Aber an die kleinen Szenen, die Reste des Spiegels, an die erinnern Sie sich.

- Vage. - Woran erinnern Sie sich?

An ein Zimmer. Ich bin dort allein.

- Immer allein. - Was noch?

- Ein Grab. - Wo?

Ich wei� nicht. Es ist ein offenes Grab, und ich...

Ich stehe neben dem Grabstein und sehe hinab.

- Es ist mein Grab. - Aber woher wissen Sie das?

Ich wei� es.

Aber steht auf dem Grabstein ein Name?

Nein. Er ist neu und sauber und wartet.

Was noch?

Dieser Teil ist wohl ein Traum.

Es kommt ein Turm vor, mit Glocke, und unten ist ein Garten.

Es scheint in Spanien zu sein, ein Dorf in Spanien.

Dann verschwindet das Bild.

Ein Portr�t?

- Sehen Sie ein Portr�t? - Nein.

K�nnte ich nur den Schl�ssel finden, den Anfang, und es zusammenf�gen...

Und es wegerkl�ren?

Es gibt eine Erkl�rung, wissen Sie.

W�re ich verr�ckt, w�rde es das erkl�ren, nicht wahr?

Madeleine!

Oh, Scottie!

Ich bin nicht verr�ckt! Ich bin nicht verr�ckt! Ich will nicht sterben.

Jemand ist in mir, sie sagt, ich muss sterben.

Scottie, lass mich nicht los.

Ich bin hier. Ich halte dich.

Ich habe so Angst.

Verlass mich nicht.

Bleib bei mir.

Die ganze Zeit.

Hallo, Johnny.

Hallo.

Hast du meine Nachricht erhalten?

Die bekam ich, ja.

Ich mach dir einen Drink.

Ok.

Seit wann gehst du rum und schiebst Zettel unter den T�ren von M�nnern durch?

Seit ich sie nicht mehr ans Telefon bekomme.

F�r einen, der nichts zu tun hat, bist du wirklich sehr emsig.

Wo treibst du dich zurzeit herum?

Ich fahre nur so durch die Gegend.

Wo?

Rundherum.

Oh.

Warum dieses...

Warum wolltest du mich unbedingt sprechen?

In meiner Nachricht stand nur: "Wo bist du?"

Das klingt nicht gerade dringend.

Na, ich h�rte noch etwas anderes heraus.

Nun, ich dachte nur, wenn ich dir einen Drink g�be und ein Essen machte,

w�rst du so dankbar und n�hmst mich ins Kino.

Dagegen ist nichts einzuwenden. Wor�ber sprechen wir beim Essen?

Ach, dies und das.

Was ich gemacht habe?

Nur wenn du willst.

Wir wollen sicher �ber nichts reden, wor�ber du nicht reden willst.

Nat�rlich.

Was hast du denn gemacht?

Ich bin herumgefahren.

Was hast du gemacht? Danke, meine Liebe.

Ach, ich habe mich wunderbar unterhalten.

Ich kam auf meine Jugendliebe zur�ck, das Malen.

Na, gut f�r dich.

Ich habe immer gesagt, du verschwendest deine Zeit im Dessous-Bereich.

Davon lebe ich. Aber das hier ist echt aufregend.

Was ist es? Ein Stillleben?

Nein, nicht direkt. Willst du mal sehen?

Ja.

Tats�chlich dachte ich schon daran, es dir zu schenken.

So?

Johnny!

Es ist nicht komisch, Midge.

- Johnny! - Nein.

Johnny, ich dachte nur...

Nein.

Gehen wir ein andermal ins Kino, ok?

Johnny!

Marjorie Wood, du Esel!

Idiot!

Dumm! Dumm! Dumm!

Madeleine! Was ist? Wie sp�t ist es?

Ich h�tte dich anrufen sollen, aber ich wollte dich sehen und bei dir sein.

Warum? Was ist passiert?

Ich hatte den Traum. Der Traum war wieder da.

Aber, aber, alles wird gut.

Es wird alles gut. Hier, ich geb dir was von dem Brandy.

Trink das einfach aus. Wie eine Arznei.

Ja, so.

Es war ein Traum. Du bist wach. Es geht dir jetzt gut.

Kannst du ihn mir jetzt erz�hlen?

Es war wieder der Turm und die Glocke und das alte spanische Dorf.

Ja?

Zum ersten Mal alles ganz klar.

Erz�hl es mir.

Es gab einen Dorfplatz und einen Park mit B�umen

und eine alte, wei� get�nchte spanische Kirche mit Kloster.

Jenseits des Parks stand ein gro�es, graues Holzhaus,

mit Veranda, Fensterl�den, einem Balkon, einem kleinen Garten

und daneben eine Pferdevermietung,

mit alten Kutschen drinnen.

Sprich weiter.

Am anderen Ende des Parks stand ein wei� get�nchtes Steinhaus,

mit einem sch�nen Pfefferbaum am Eck.

Und ein altes Holzhotel aus Kaliforniens Fr�hzeit?

Und ein Saloon? Dunkle, niedrige Decke, von der �llampen h�ngen?

Ja.

Das gibt es alles. Es ist kein Traum.

Du warst dort schon. Du hast es gesehen.

Nein, nie.

Madeleine, etwa 100 km s�dlich von San Francisco

gibt es eine alte spanische Mission,

San Juan Bautista hei�t sie. Sie ist so erhalten,

wie sie vor 100 Jahren war, und heute ein Museum.

Jetzt denk nach, Schatz. Gib dir M�he.

Du warst schon mal da. Du kennst sie.

Nein, nein. Ich war noch nie dort.

Scottie? Wie geht das? Ich war nie dort.

Denk dich in deinen Traum zur�ck.

Was hat dir solche Angst gemacht?

Ich stand allein auf dem Rasen. Ich suchte etwas.

Und dann ging ich auf die Kirche zu.

Aber es kam die Dunkelheit, und au�er mir war niemand da.

Die Dunkelheit zog mich zu sich. Ich stemmte mich dagegen, wollte aufwachen.

Es wird dir nichts mehr geschehen, Madeleine.

Verstehst du nicht? Jetzt wei� ich Konkretes und kann etwas tun.

Ich bringe dich heute Nachmittag zu dieser Mission.

Dann erinnerst du dich, wann du sie zuvor sahst.

Die Macht des Traumes wird ein f�r allemal gebrochen. Ich verspreche es. Ja?

Komm jetzt. Ich fahre dich heim.

Nein. Es geht schon.

Du kommst mittags wieder her.

PFERDEVERMIETUNG

Madeleine, wo bist du jetzt?

- Hier, bei dir. - Und es ist alles real.

Es ist nicht nur so, wie es vor 100 Jahren war oder vor einem Jahr

oder vor sechs Monaten, oder wann immer du es gesehen hast.

Jetzt denk nach, Madeleine, wann du hier warst.

Damals waren weniger Kutschen hier.

In den Boxen standen Pferde.

Ein rotbraunes, zwei schwarze, ein graues.

Dort waren wir am liebsten.

Aber wir durften hier nicht spielen.

Schwester Teresa w�rde uns schimpfen.

Sieh dir das an. Da ist dein graues Pferd.

L�sst sich zwar nicht ohne kr�ftige �berredung bewegen,

aber Pferd ist Pferd.

Siehst du? Es l�sst sich alles erkl�ren.

Madeleine, versuche es.

Versuche es f�r mich.

Ich liebe dich, Madeleine.

Ich liebe dich auch.

Zu sp�t. Zu sp�t.

Nein, nein, wir sind zusammen.

Nein, es ist zu sp�t. Es gibt etwas, das ich tun muss.

Nein. Nichts musst du tun.

Es gibt nichts, was du tun musst.

Keiner kann �ber dich verf�gen. Bei mir bist du sicher.

Nein, es ist zu sp�t.

H�r zu. Es ist ungerecht. Es ist zu sp�t.

Das h�tte nicht passieren d�rfen. Es war nicht vorgesehen.

Es musste geschehen. Wir lieben uns. Nur das z�hlt.

- Lass mich los. Bitte lass mich los! - H�r mir zu. H�r mir zu.

Du glaubst, dass ich dich liebe?

Ja.

Und wenn du mich verlierst, wei�t du, dass ich...

Dass ich dich liebte und immer lieben wollte.

Ich werde dich nicht verlieren.

Lass mich in die Kirche gehen, allein.

Aber warum?

Madeleine!

Madeleine!

Madeleine!

Ferguson.

Mr. Elster, der ahnte, dass mit seiner Frau geistig nicht alles in Ordnung war,

lie� sie vorsichtshalber von Mr. Ferguson beobachten,

damit ihr nichts zustie�e.

Und Sie haben geh�rt, dass Mr. Elster bereit war,

seine Frau in eine Anstalt zu bringen,

wo sich qualifizierte Spezialisten um ihre Geistesgesundheit gek�mmert h�tten.

Mr. Ferguson schien als ehemaliger Detective

die richtige Wahl zu sein f�r die Rolle des Aufpassers und Besch�tzers.

Wie Sie erfahren haben, war es eine ungl�ckliche Wahl.

Doch Sie werden wohl zustimmen, dass den Gatten keine Schuld trifft.

Er schob die �rztliche Beobachtung seiner Frau nur auf,

weil er zur Deutung ihres Verhaltens mehr erfahren musste.

Diese Informationen versprach er sich von Mr. Ferguson.

Er hatte alle Vorsichtsma�nahmen getroffen, um seine Frau zu sch�tzen.

Er konnte nicht vorhersehen, dass Mr. Ferguson

wegen seiner H�henangst

gerade dann nicht w�rde helfen k�nnen, als Hilfe am n�tigsten war.

Zu Mr. Ferguson

hat sein fr�herer Vorgesetzter, Detective Captain Hansen

aus der gro�en Stadt im Norden,

�ber Charakter und K�nnen Zeugnis abgelegt.

Captain Hansen zeigte sich begeistert.

Dass Mr. Ferguson unter �hnlichen Umst�nden

schon einen Polizeikollegen in den Tod st�rzen lie�,

tat Captain Hansen als "ungl�cklichen Vorfall" ab.

Nat�rlich ist Mr. Ferguson zu gratulieren,

dass er der Frau ein Mal das Leben gerettet hat,

als sie sich bei einer fr�heren geistigen Umnachtung in die Bucht st�rzte.

Es ist schade, dass er in Kenntnis ihrer suizidalen Neigungen

beim zweiten Mal keine gr��eren Anstrengungen unternahm.

Wir sind aber nicht hier, um �ber

Mr. Fergusons Mangel an Initiative zu urteilen. Er tat nichts.

Das Gesetz sagt wenig zum Thema ungetaner Dinge.

Auch soll sein seltsames Verhalten, nachdem er den K�rper fallen sah,

Ihr Urteil nicht beeinflussen.

Er blieb nicht am Ort des Ungl�cks. Er verlie� ihn.

Er gibt an, einen geistigen Ausfall erlitten zu haben und sich erst wieder

ab der R�ckkehr, Stunden sp�ter, in sein Apartment in San Francisco

erinnern zu k�nnen.

Das k�nnen Sie akzeptieren, oder auch nicht.

Oder Sie k�nnen glauben, dass er, nachdem er abermals jemanden hatte sterben lassen,

der tragischen Folge seiner Schw�che nicht ins Auge sehen konnte

und weglief.

Mit Ihrem Urteil hat das nichts zu tun.

Es ist eine Sache zwischen ihm und seinem Gewissen.

Nun, nach den Indizien f�r den Geisteszustand der Madeleine Elster

vor ihrem Tod, aus der Art ihres Todes

und dem Befund der Autopsie

zur tats�chlichen Ursache des Todes

sollte es f�r Sie nicht schwierig sein, ein Urteil zu f�llen, meine Herren.

Sie k�nnen sich in den Nebenraum begeben.

Warten Sie, Mr. Jones.

- Wir haben ein Urteil gef�llt. - Danke.

"Die Jury befindet, dass Madeleine Elster im Zustand

"der Unzurechnungsf�higkeit Suizid beging."

Das Urteil kommt so zu den Akten. Die Verhandlung ist beendet.

Ok, Scottie, gehen wir.

Kann ich kurz mit ihm sprechen?

Ja, nur zu.

Scottie.

Tut mir leid, Scottie. Das war r�de.

Er hatte kein Recht, so zu reden.

Es war meine Verantwortung. Ich h�tte dich nicht hineinziehen sollen.

Nein, du musst mir nichts sagen.

Ich werde f�r immer weggehen, Scottie.

Ich halte es hier nicht aus.

Ich wickle ihre und meine Gesch�fte ab und gehe dann so weit weg wie m�glich.

Europa vielleicht. Und ich komme wahrscheinlich nie mehr zur�ck.

Leb wohl, Scottie.

Kann ich vor meiner Abreise noch was f�r dich tun?

Sie h�tten es nie verstehen k�nnen.

Du und ich wissen, wer Madeleine umgebracht hat.

Komm schon, Scottie. Gehen wir nach drau�en.

Das ist Mozart, Wolfgang Amadeus.

Ich habe mich lange mit einer Dame in Musiktherapie unterhalten, Johnny.

Sie meint, Mozart sei genau das Richtige f�r dich:

Der Besen, der die alten Spinnweben wegfegt.

Tja, so hat es die Dame gesagt.

Es ist wunderbar, wie sie das alles abspielbar haben, John.

Ich habe Musik f�r Dipsomanen,

Musik f�r Melancholiker und Musik f�r Hypochonder.

Ich frage mich, was gesch�he, wenn man die Musik durcheinanderbr�chte.

Ich habe noch viel mehr mitgebracht. Du kannst mal h�ren, was dir gef�llt.

Es schaltet sich automatisch ab.

Oh, Johnny. Johnny, bitte versuch es. Versuch es, Johnny.

Du bist nicht verloren. Mutter ist da.

Es wird Zeit.

Ok.

Ich komme wieder, John.

Soll ich das abstellen?

Ach, Johnchen.

Du wei�t nicht mal, dass ich hier bin?

Aber ich bin hier.

Schwester, k�nnte ich kurz mit dem Doktor sprechen?

Doktor, Miss Wood.

Wenn Sie bitte hereinkommen wollen.

Ja, Miss Wood?

Doktor, wie lange werden Sie brauchen, ihn davon zu kurieren?

Nun, das ist schwer zu sagen. Mindestens sechs Monate. Vielleicht ein Jahr.

Das kommt ganz auf ihn an.

Er redet nicht.

Nein. Er leidet an akuter Melancholie,

in Verbindung mit einem Schuldkomplex.

Er gibt sich die Schuld am Tod der Frau.

Wir... Wir wissen wenig von dem, was davor war.

Ich kann Ihnen eines sagen: Er war verliebt in sie.

Das macht es noch komplizierter, nicht?

Ich kann Ihnen noch eine Komplikation geben:

Er ist es noch immer.

Und soll ich Ihnen was sagen, Doktor?

Ich glaube, Mozart wird ihm kein bisschen helfen.

Wo haben Sie dieses Auto her?

- Wie bitte? - Dieses... Dieses Auto?

Ich habe es von einem Mann gekauft, der hier gewohnt hat,

Mr. Gavin Elster. Ich habe es gekauft, als er fortzog.

Ach, Sie kannten ihn und seine Frau.

Die Arme. Ich kannte sie nicht.

Sagen Sie, ist es wahr, dass sie...

Es... Es tut mir leid.

- Guten Abend. - Guten Abend.

Bitte einen Scotch und Soda.

Nun, was gibt es?

K�nnte ich Ihnen ein paar Fragen stellen?

Wozu? Wer sind Sie?

Ich hei�e John Ferguson.

Ist das eine Umfrage?

Nein.

Ich w�rde nur gern etwas fragen.

Wohnen Sie in diesem Hotel?

Nein. Ich sah Sie zuf�llig beim Reingehen, da dachte ich...

Ja, dachte ich mir. Ein Aufrei�er.

Ganz sch�n frech, mir direkt ins Hotel zu meinem Zimmer zu folgen.

Verschwinden Sie. Aber dalli.

Nein, bitte. Ich will nur mit Ihnen reden.

H�ren Sie, ich schreie gleich.

H�ren Sie, ich will Ihnen nichts tun. Ehrlich. Versprochen.

Bitte. Lassen Sie mich nur mit Ihnen reden.

- Wor�ber? - �ber Sie.

Warum?

Weil Sie mich an jemanden erinnern.

Diese Masche kenne ich.

Ich erinnere Sie an eine unsterbliche Liebe,

doch sie verlie� Sie f�r einen anderen,

und bei Ihnen brennt das Feuer weiter.

Dann sahen Sie mich, und es machte Klick.

Da haben Sie nicht so unrecht.

Daraus wird nichts, also gehen Sie lieber.

Bitte, lassen Sie mich herein.

Sie k�nnen die T�r auflassen. Ich will nur mit Ihnen reden. Bitte.

Na, ich warne Sie, ich kann ganz sch�n br�llen.

Das wird gar nicht n�tig sein.

Tja, wie Jack the Ripper sehen Sie nicht gerade aus. Was wollen Sie wissen?

- Wie Sie hei�en. - Judy Barton.

- Wer sind Sie? - Eine Frau, die bei Magnins arbeitet.

Nein, wie kommt es, dass Sie hier wohnen?

Hier kann man eben wohnen, das ist alles.

Aber Sie sind noch nicht lange hier.

Ja, etwa drei Jahre.

Wo haben Sie zuvor gelebt?

Salina, Kansas.

H�ren Sie, was ist das? Was wollen Sie?

Ich will nur wissen, wer Sie sind.

Ich habe es Ihnen gesagt.

Ich hei�e Judy Barton. Ich komme aus Salina, Kansas.

Ich arbeitete bei Magnins und wohne hier.

Meine G�te, muss ich es beweisen?

Ok, Mister, mein F�hrerschein aus Kansas.

Judy Barton, Nummer z296794,

Maple Avenue 425, Salina, Kansas.

Sehen Sie die Adresse auf dem hier? Es ist genau das Hotel.

Ein kalifornischer F�hrerschein, ausgestellt am 25. Mai 1954.

Vielleicht noch meine Fingerabdr�cke, sind Sie dann zufrieden?

Und ob zufrieden oder nicht, verschwinden Sie doch einfach.

Sie hat es aber schlimm erwischt, nicht?

Sehe ich wirklich wie sie aus?

Sie ist... Sie ist tot, nicht wahr?

Es tut mir leid. Auch, dass ich Sie so anfauchte.

Ja, das bin ich, mit meiner Mutter.

Und das ist mein Vater. Er lebt nicht mehr.

Meine Mutter heiratete wieder, doch ich mochte ihn nicht,

also wollte ich mir das sonnige Kalifornien mal anschauen.

Ich bin seit drei Jahren hier.

Ehrlich.

W�rden Sie mit mir essen gehen?

Warum?

Einfach das Gef�hl, dass ich Ihnen etwas schulde.

Sie schulden mir nichts.

Nun, w�rden Sie es dann f�r mich tun?

Essen und was noch?

Nur essen.

Weil ich Sie an sie erinnere?

Weil ich gern mit Ihnen essen w�rde.

Na, es w�re nicht das erste Blind Date.

Um ehrlich zu sein, hatte ich mich vorhin erst mit jemandem verabredet.

Ok.

Ok, ich hole mein Auto. In einer halben Stunde bin ich da.

Reicht nicht, ich muss mich doch umziehen und zurechtmachen.

Eine Stunde?

Ok.

Liebster Scottie.

Nun hast du mich also gefunden.

Diesen Moment habe ich erhofft und gef�rchtet.

Ich habe mich gefragt, was ich tun und sagen w�rde, wenn ich dich je wieders�he.

Ich wollte dich so sehr ein Mal noch wiedersehen.

Jetzt gehe ich, und du kannst mit der Suche aufh�ren.

Du sollst deinen inneren Frieden finden.

Du hast dir nichts vorzuwerfen.

Du warst das Opfer.

Ich war Werkzeug, und du warst Opfer von Gavin Elsters Plan zum Mord an seiner Frau.

Mich nahm er f�r ihre Rolle, weil ich wie sie aussah. Er zog mich an wie sie.

Es gab kein Risiko, da sie auf dem Lande wohnte und selten in die Stadt kam.

Dich nahm er als Zeugen, dass sie sich umbrachte.

Die Carlotta-Geschichte war teils real und teils erfunden,

damit du aussagst, dass Madeleine sich umbringen wollte.

Er wusste von deiner Krankheit. Er wusste, du k�mst nie die Turmtreppe hoch.

Er hat es so gut geplant. Er machte keine Fehler.

Den Fehler machte ich. Ich verliebte mich.

Das war nicht Teil des Planes.

Ich liebe dich noch immer und will so sehr, dass du mich liebst.

W�re ich mutig, w�rde ich bleiben und l�gen,

in der Hoffnung, dich dazu zu bringen, mich wieder zu lieben,

so, wie ich wirklich bin.

Und somit die andere zu vergessen und was war.

Doch ich wei� nicht, ob ich den Mut daf�r habe, das zu versuchen.

Lass mal, ich mach das.

Das war's.

Nochmals danke. Gute Nacht.

Kann ich dich morgen sehen?

Morgen Abend?

Nein, ich meine morgen fr�h.

Aber ich muss ja zu meiner Arbeit.

Geh nicht zur Arbeit.

Wovon soll ich leben? Von meinen �lquellen in Texas?

Lass mich f�r dich sorgen, Judy.

Vielen Dank, aber nein.

Nein, Judy, du verstehst nicht.

Ich verstehe sehr wohl.

Ich wei� Bescheid, seit ich 17 bin.

- Und was kommt dann? - Nein. Nein, nein.

Nein? Was dann?

Wir k�nnten uns einfach �fter sehen.

Warum?

Weil ich dich an sie erinnere?

Das ist nicht gerade ein Kompliment.

Und sonst nichts?

Nein.

Das ist auch nicht eben schmeichelhaft.

Ich will blo� so viel wie m�glich bei dir sein, Judy.

Ich k�nnte wohl morgens im Gesch�ft anrufen

und eine Ausrede vorbringen.

Da haben wir's.

Ich mag die da.

Die?

- Ja. - Ok.

Die ist sehr sch�n.

Sie ist wundersch�n.

So ist's gut.

Und nach dem hier kaufen wir dir diese Kleider.

- Ehrlich? - Gleich da dr�ben ist Ransohoffs.

Das beste Gesch�ft. Wie viel?

Das w�ren 50 Cents. Danke.

Scottie, das musst du nicht.

Ich will aber.

Nein, das ist es nicht. Nicht ann�hernd.

Aber Sie sagten grau, Sir.

H�ren Sie. Ich will nur einen einfachen, gew�hnlichen grauen Anzug.

Aber der gef�llt mir, Scottie.

Nein. Das ist nicht der Richtige.

Der Herr scheint zu wissen, was er will.

Ok. Wir finden ihn.

Scottie, was hast du vor?

Ich will dir einen Anzug kaufen.

Aber ich mag den zweiten, den sie trug.

Und der hier ist sch�n.

Nein. Keiner von ihnen ist der Richtige.

Ich glaube, ich wei�, welchen Sie meinen. Wir hatten ihn vor einiger Zeit.

Ich will mal schauen. Vielleicht ist das Modell noch da.

Danke.

Du suchst nach dem Anzug, den sie trug.

Ich soll wie sie angezogen sein.

Judy, du sollst nur sch�n aussehen.

Ich wei�, welche Art Anzug dir gut steht.

Nein, das tu ich nicht!

Judy.

Judy, das ist doch nur ein kleiner Unterschied. Ich...

Nein, ich will keine Kleider. Ich will nichts. Nur raus hier.

Judy, tu es f�r mich.

So, hier bitte.

Ja, das ist er.

Ich dachte es mir.

- Ich mag es nicht. - Nein, wir nehmen es.

Wird das Ding passen?

Ja, schon. Vielleicht sind kleine �nderungen n�tig, aber es ist ihre Gr��e.

Gut, Liebes. Gleich k�nnen Sie es anprobieren.

Wie lange dauern die �nderungen?

Naja...

K�nnen wir es heute Abend haben?

Nun, wenn es absolut n�tig ist.

Ja, das ist es. Wir h�tten jetzt noch gern ein Abendkleid.

Kurz, schwarz, mit langen �rmeln und einem rechteckigen Ausschnitt.

Scottie!

Meine G�te! Sie wissen aber wirklich, was Sie wollen, Sir. Ich sehe nach.

Ok. Das ist es. Haben Sie die in Braun?

- Ja, haben wir. - Sch�n.

Hier, Judy. Trink das aus, wie eine Arznei.

H�r auf.

Warum tust du das? Was soll es denn bringen?

Ich wei� nicht.

Ich wei� nicht. Gar nichts wohl. Ich wei� nicht.

Ich w�re am liebsten allein. Ich will weg von hier.

Das kannst du ja.

Nein. Du w�rdest mich nicht weglassen.

Und ich will nicht gehen.

Judy. Judy, h�r mir zu.

Die letzten paar Tage waren meine gl�cklichsten seit einem Jahr.

Ich wei�. Ich wei�, weil...

Weil ich dich an sie erinnere.

Und das nicht mal besonders.

Nein. Nein, Judy, es liegt auch an dir selbst.

Etwas in dir ist...

Du willst mich nicht mal ber�hren.

Doch. Doch, das will ich.

K�nntest du mich nicht einfach so m�gen, wie ich bin?

Ganz am Anfang war es so sch�n. Wir hatten Spa�.

Und... Und dann fingst du an, auf den Kleidern zu bestehen.

Ich trage die verdammten Kleider, wenn du willst,

sofern du mich nur magst.

Die Farbe deines Haars.

Nein.

Judy, bitte. Es kann dir doch gleich sein.

Wenn...

Wenn ich so werde, wie du willst, reicht das dann?

Wenn ich tue, was du mir sagst,

liebst du mich dann?

Ja.

- Ja. - In Ordnung.

Dann tu ich es. Ich steh mir nicht mehr selbst im Weg.

Komm, wir setzen uns ans Feuer.

Ich f�rchte, es dauert ein paar Stunden.

Die Dame meint, Sie fahren lieber heim.

Sie kommt nach, sobald sie fertig ist.

Nein, ich werde in ihrem Hotel auf sie warten.

Und sind Sie sicher bei der Haarfarbe?

Ach ja. Die ist leicht zu bestimmen.

- Und die �brigen... - Ja, Sir, wir wissen, was Sie wollen.

Danke.

Nun?

Sie sollten aus der Stirn sein und im Nacken aufgesteckt.

Ich habe ihr das gesagt. Dir auch.

Wir haben es versucht. Es schien mir einfach nicht zu stehen.

Bitte, Judy.

Wohin gehen wir zum Essen?

Wo du willst.

Ernies?

F�r Ernies hast du was �brig, nicht?

Schlie�lich ist es unser Restaurant.

Hallo, mein Liebling. Gefalle ich dir?

Mehr kommt nicht?

Komm her.

Oh, nein. Du verstrubbelst mich.

Genau das hatte ich vor. Komm schon her.

Zu sp�t. Ich hab schon das Make-up.

Ich bin auf einmal hungrig. W�rdest du lieber woandershin?

Nein. Ernies ist in Ordnung.

Ich werde...

Ich werde eines dieser gro�en, sch�nen Steaks bestellen.

Mal sehen. Zum Anfang werde ich wohl...

Hilfst du mir damit bitte?

Ich bin dran.

Wie kriegt man das zu?

Siehst du's nicht?

So, das war's.

Danke. Ich bin fast so weit.

Ich muss nur den Lippenstift finden.

Wo hab ich ihn hingetan? Vor einer Minute hatte ich ihn noch.

Vielleicht ist er hier. Ja, da ist er.

So, ich bin fertig.

Aber verstrubbelst du mich erst etwas?

Scottie, ich habe dich jetzt, oder?

Was h�ltst du davon, wenn wir au�erhalb der Stadt essen?

Vielleicht k�nnten wir die Halbinsel langfahren.

Ok. Wenn du m�chtest.

Wir fahren aber sehr weit.

Mir ist nach Fahren zumute. Bist du sehr hungrig?

Nein. Es ist in Ordnung.

Wo f�hrst du hin?

Zu einer letzten Sache, die ich noch tun muss.

Dann bin ich die Schatten der Vergangenheit los.

Scottie, warum sind wir hier?

Ich habe es dir gesagt.

Ich muss noch ein letztes Mal in die Vergangenheit.

Nur dieses eine Mal noch.

Warum? Warum hier?

Hier starb Madeleine, Judy.

- Ich will nicht mit. Ich bleibe lieber hier. - Nein, ich brauche dich.

Warum?

Um eine Zeit lang Madeleine zu sein.

Wenn es vor�ber ist, werden wir beide frei sein.

- Ich habe Angst. - Nein. Ich muss dir von Madeleine erz�hlen.

Genau dort.

Wir standen dort, und ich k�sste sie zum letzten Mal.

Sie sagte: "Wenn du mich verlierst,

- "wei�t du, dass ich dich liebte..." - Scottie.

"...Und immer lieben wollte."

Und ich sagte: "Ich werde dich nicht verlieren." Aber ich tat es doch.

Und dann drehte sie sich um

und lief in die Kirche.

Und als ich ihr folgte, war es zu sp�t.

Ich will da nicht reingehen!

Es ist zu sp�t.

Scottie, ich...

Ich sah sie nirgends, dann h�rte ich Schritte auf der Treppe.

Sie lief zum Glockenturm hinauf.

Genau hier.

- Scottie... - Verstehst du? Sie lief die Stufen hoch

und schl�pfte durch die Fallt�r ganz oben.

Ich versuchte, ihr zu folgen, aber ich kam nicht ganz hoch.

Ich versuchte es, aber ich kam nicht ganz hoch.

Man kriegt nicht oft eine zweite Chance.

Ich will, dass die Alptr�ume enden.

Du bist meine zweite Chance, Judy. Du bist meine zweite Chance.

Bring mich weg von hier!

Du siehst jetzt wie Madeleine aus. Geh die Treppe hoch.

- Nein! - Geh die Treppe hoch.

Geh die Stufen hoch, Judy.

Ich komme dir nach.

Bis hierher kam ich, aber du bist weiter hoch.

Wei�t du noch?

Das Halsband, Madeleine. Es hat dich verraten.

Ich habe mich an das Halsband erinnert.

- Lass mich los! - Nein. Wir gehen nach oben, Madeleine.

Du kannst nicht! Du hast Angst!

Wir werden sehen. Das ist meine zweite Chance.

Scottie, bitte!

An dem Tag hast du gewusst, dass ich dir nicht folgen konnte, nicht?

Wer war oben, als du hochkamst? Elster und seine Frau?

- Ja. - Ja, und sie war es, die starb.

Die echte Frau, nicht du.

Du warst die Kopie, die F�lschung, nicht?

- War sie schon tot oder... - Tot! Er hatte ihr das Genick gebrochen.

Er hatte ihr das Genick gebrochen. Er ging auf Nummer sicher, was?

Als du hochkamst, hat er sie vom Turm gesto�en,

aber geschrien hast du. Warum hast du geschrien?

Ich wollte, dass es aufh�rt, Scottie. Ich rannte zu ihm hin, um...

Wenn du das wolltest, warum hast du dann geschrien,

nachdem du mich so gut get�uscht hattest?

Du hast die Frau sehr gut gespielt, Judy. Er hat dein �u�eres ver�ndert, nicht?

Er hat dein �u�eres ver�ndert, genau wie ich, nur besser.

Nicht nur Kleidung und Haar,

sondern Aussehen, Auftreten und Sprache,

und die falschen Trancezust�nde.

Und du bist in die Bucht gesprungen, nicht?

Ich wette, du schwimmst gro�artig, oder? Oder?

- Oder? - Ja!

Was hat er noch alles gemacht? Dich trainiert? Mit dir geprobt?

Hat er dir genau gesagt, was du tun und sagen solltest?

Und du warst eine gute Sch�lerin, nicht? Du warst eine gute Sch�lerin.

Warum nahmst du ausgerechnet mich? Warum?

Dein Unfall! Dein Unfall.

Mein Unfall...

Ich war der Betrogene, nicht?

Ich war der Betrogene, ein Zeuge, wie bestellt. Ich...

Ich habe es geschafft.

- Ich habe es geschafft. - Was wirst du tun?

Wir gehen hoch und sehen uns den Tatort an.

Auf geht's, Judy.

Und hier ist es geschehen.

Ihr habt euch dann hinten versteckt, bis die Luft rein war,

und dann seid ihr runtergeschlichen und in die Stadt gefahren, war es so?

Und dann? Du warst sein M�dchen?

Was hat er dann gemacht?

Dir den Laufpass gegeben?

Judy, da hattest du alles Geld seiner Frau und diese Macht und Freiheit,

und er gab dir den Laufpass. Wie schade.

Aber er konnte sicher sein, dass du nicht reden w�rdest. Hat er dir was gegeben?

Etwas Geld.

Und das Halsband, Carlottas Halsband.

Das war dein Fehler, Judy.

Man sollte keine Andenken an einen Mord behalten.

Du h�ttest nicht...

Du h�ttest nicht so sentimental sein sollen.

Ich habe dich so geliebt, Madeleine.

Scottie.

Ich war sicher, als du mich gefunden hast.

Du h�ttest nichts beweisen k�nnen.

Als ich dich wiedersah, h�tte ich weglaufen k�nnen. Ich liebte dich so.

Ich lie� mich auf die Verwandlung ein, weil ich dich liebte

und haben wollte.

Scottie. Scottie, bitte.

Du hast mich geliebt. Nun sch�tze mich.

- Bitte! - Zu sp�t.

Es ist zu sp�t. Es gibt keinen Weg mehr zur�ck.

Bitte.

- Nein! - Ich habe Stimmen geh�rt.

Gott, erbarme dich.

German

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