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Original subtitles

SECHS JAHRE ZUVOR

... und die Bürger.

Und um Rom zu dienen,

bringe ich euch den Ruhm unserer Feldzüge ... Nein!

Ich habe Rom auf weit entfernten Schlachtfeldern gedient ... Nein.

Was gibt's?

-Ein Vorschlag? -Ja. Worte?

Sag mir Worte. Das kannst du gut.

Ich,

-Titus Flavius Vespasianus ... -Ich kann dich nicht hören. Lauter!

Ich,

Titus Flavius Vespasianus,

trage einen eisernen Ring.

Nicht golden

oder silbern

oder mit wertvollen Steinen besetzt.

Aus Eisen, aus dem Pflüge gemacht werden.

Und das Gladius.

Und das Zaumzeug für die Maultiere, die mein Vater und Großvater züchteten.

Unser verstorbener Kaiser Nero,

ein Patrizier aus einer altehrwürdigen Familie,

trug Gold.

Er baute das Domus Aurea.

Das prächtigste Haus, das es je gab.

Auf Land, das er seinen Untertanen gestohlen hat.

Ich,

Titus Flavius Vespasianus,

werde das Domus Aurea niederreißen,

Stein um Stein.

Und an seine Stelle baue ich ein Amphitheater.

Nicht für die Herren dieser Stadt.

Sondern zur Unterhaltung

und zur Ergötzung des Volkes.

Der Männer des Eisens.

Die mit ihrem Blut und Schweiß

diese unsere Stadt Rom erbaut haben.

Verblüffend!

Und ich dachte schon, deine Rhetoriklehrer sind überbezahlt.

Das Amphitheater, war das ein spontaner Gedanke?

Nein.

Daran denke ich schon länger.

Um die Bedeutung des Circus Maximus der Patrizier zu schmälern, die uns verachten.

Ja.

Ich glaube, du befehligst schon einen meiner Flügel.

Den politischen.

So hab ich es mir vorgestellt. Riesengroß, jenseits jeder Vorstellungskraft.

Nero hat das Volk nie verstanden.

Er hatte nur sein albernes goldenes Haus im Kopf.

Mit seinen endlosen Gärten und Wasserspielen.

Und seine Lyra.

Bei einem Konzert schlief mein Vater ein.

Nero verbannte ihn vom Hof. Er musste in Judäa Krieg führen.

Am Ende konnte Nero nur noch Selbstmord begehen.

Und dabei brauchte er noch Hilfe.

Ein junger Hitzkopf.

Bitte glaubt mir, großer Domitian: Er hat auf eigene Faust gehandelt.

Wir hätten alle getötet werden können.

Kommt, Brüder. Los.

Bei den Göttern. Ich komm zu spät.

-Wann sehen wir uns? -Wenn ich kann.

Heute Mittag? Heute Abend? Heute Nacht.

Wir sind seit fünf Wochen zusammen und du denkst nur ans Liebemachen.

Ach ja?

Ich muss dir was sagen.

Etwas Wichtiges.

Was denn?

Heute Nacht.

Na gut.

Jetzt geh. Schnell.

-Welches wollt Ihr? Das hier? -Das.

Was ist los, Aura?

Sag's mir.

Ich war da, als der Mann versucht hat, dich umzubringen.

Ich wusste, dass etwas nicht stimmt. Ich hätte mich umdrehen und dir helfen sollen.

Es tut mir leid.

Ah, Elia. Da bist du ja endlich.

Seid ihr fertig? Hat Ferox genug gefressen?

-Sellerie für sein Blut? -Wir füttern sie besser als in Baetica.

-Du kommst doch sonst nie zu spät. -Ich hab verschlafen.

In wessen Bett?

-Er war letzte Nacht nicht zu Hause? -Heute Morgen auch nicht.

Hat er entdeckt, dass es noch andere Dinge als Pferde gibt?

Bist du endlich ein Mann geworden?

-Ein echter Spanier? -Ich erzähl euch nichts.

Aber du hast deine Tunika falsch herum an.

Verdammt!

Glaubst du, er hat die Nacht allein verbracht?

Oder in einem kuscheligen Nest?

Ich sehe, dass ihr meine Hilfe nicht braucht.

-Also ... -Elia.

Elia.

Wir freuen uns für dich.

Vielleicht stellst du sie uns einmal vor.

Das würde ich ihr niemals zumuten!

Andria! Deine Pferde sind bereit.

Heute Abend feiern wir.

Ich wollte mich für neulich entschuldigen.

Keine Sorge. Ich erzähle es nicht weiter.

Viel Glück da draußen!

-Heute ist ein guter Tag. -Die Spiele lassen einen das glauben.

In der Tat. Auch für mich gilt das immer mehr.

Aber da ist noch mehr.

Ich, Titus

Caesar Vespasianus,

gebe euch heute diese Spiele.

Ich baue städtische Bäder.

Sie sind schon seit zwei Monaten im Bau.

Außerdem teile ich euch mit, dass ich unserem geliebten Rom

einen Erben schenke!

Er lernt schneller, als ich dachte.

Ich wünschte, meine Eltern könnten mich sehen.

Ganz Rom liegt mir zu Füßen.

Prahl nicht, bevor du gewonnen hast.

Wagenlenker ...

macht euch bereit!

Andrias Pferde fliegen förmlich.

Bring mir Geld ein!

Na komm!

Zum Glück war Andria weit vor ihm.

Fonsoa, hilf mir mal.

Ich komme.

Andria ...

Scorpus!

Was soll das?

Scorpus!

Andria!

Komm mit.

Holt den Arzt! Schnell!

-Schnell! -Beeilt euch!

Kommt schon!

Ich hätte sie gern getroffen.

Das wirst du auch.

Du Optimist.

Ja.

Passt auf euch auf.

Versprecht es mir.

Ich werde unserer Mutter ...

von unserem großen Abenteuer erzählen.

Bruder ...

Andria.

Andria ...

Nein!

Scorpus! Scorpus!

-Du hast ihn getötet! -Er hat die Bahn gewählt.

Nein! Du hast ihn nach links gedrängt.

-Was hast du gesehen? -Er hat Andria den Weg abgeschnitten.

Genug!

Schlag mich noch mal und ich mach dich fertig.

Du hast meinen Bruder getötet!

Andria ist tot.

Es war ein Unfall.

Es ist vorbei.

Mein Beileid.

Es war ein tragischer Unfall.

-Lügner! -Wagenrennen sind gefährlich.

Dein Bruder wusste das.

Ihr saht, was Xenon passiert ist.

Er hat recht, Elia.

Du glaubst mir nicht.

Ich hab es nicht so gesehen wie du.

-Er hat Andria auf das Wrack gedrängt. -Nein.

-Er versperrte ihm den Weg. -Das weißt du nicht.

Ich will nichts mehr mit euch zu tun haben.

Und mit der Goldenen Factio.

Wir haben genug andere Stallburschen.

Elia.

Es war nicht Scorpus. Es war der gestürzte Wagen.

-Das kann passieren. -Du bist genauso übel wie er.

Ich habe Euch schon besser lügen hören.

Wie Scorpus sagt:

Es gibt andere Stallburschen, aber nur einen Scorpus.

Wie dumm von mir.

Ich dachte, ich hätte einen Funken Ehrgefühl in Euch entdeckt.

Und du, Bruder?

Auf wessen Seite stehst du?

Möge der Wind dich nach Elysium tragen. Wenn die Götter es wollen,

sehen wir uns dort wieder.

Ich hatte noch nie Zeit oder Geld, um Tränen um andere zu vergießen.

So rechtfertigt Ihr Eure Grausamkeit?

So erkläre ich sie.

Ihr könnt andere belügen.

Aber sich selbst zu belügen, ist gefährlich.

Ihr seid kein Kind mehr.

Ihr könnt Euch den Luxus leisten, Mitgefühl zu haben.

Die Macht der Gewohnheit.

Soll das eine Entschuldigung sein?

Vielleicht.

Ihr seid mir nicht wichtig genug, dass ich Eure Entschuldigung will.

Aber diese beiden brauchen sie.

Ich dachte, wir haben eine Zweckbeziehung, die deinen Kindern hilft.

Jetzt willst du einen anständigen Mann aus mir machen?

Es ist mir egal, ob Ihr anständig seid.

Oder nicht.

Ich hab dich früher immer am Baetis-Fluss gejagt.

-Muss ich das wieder tun? -Das ist kein Spiel.

Andria hätte nicht gewollt,

dass wir uns entzweien.

Dann komm mit.

Elia!

Elia, warte!

Was wird dann aus Salena und dem Jungen?

Früher bist du an keinem Hurenhaus vorbeigegangen.

-Das war früher. -Und heute ist heute!

Ich kann sie nicht im Stich lassen.

Sprich weiter. Was noch?

Scorpus und Tenax wollen mich als zweiten Wagenlenker.

Hat die Stadt dich so verdorben, dass du mit deines Bruders Mörder fährst?

Das sagst nur du.

Dann hat mir Scorpus zwei Brüder genommen.

Elia!

Also ...

-Er weigert sich zu essen und zu kämpfen. -Er will nicht unser Spielball sein.

Seit wie vielen Wochen?

Fast fünf, Herr.

Und es sind nur noch zwei Wochen, bis das neue Amphitheater eröffnet wird.

Hermes.

Wir haben ein paar Delikatessen für dich.

Feigen,

Oliven aus Hispania

und Austern. Du brauchst Kraft für den Eröffnungskampf im neuen Theater.

Bedank dich bei Flavius Domitianus für seine Großzügigkeit.

Probieren wir's noch mal?

Iss! Und kämpfen wirst du auch.

Nimm den da.

Sie sind Freunde.

Sein Trainingspartner.

Und?

Soll ich dem Barbaren aus dem Norden in den Hals schießen?

Ich danke Euch für Eure Gaben.

Flavius Domitianus.

Treue.

Die Eigenschaft der Ungebildeten. Du Hund.

Ich hab eine köstliche und unterhaltsame Idee, wie wir ihn umbringen.

Domitian liebt Spektakel.

Nicht jeden Tag haben wir Senatoren hinzurichten.

Auch wenn sie Hochverräter sind.

Er will etwas Besonderes, Theatralisches.

Wenn der Aedil Ludi hier wäre, könnte er uns sagen, was er will.

Ihr seid zwar der neue Spielemeister, Tuccian.

Aber Domitian hat mir die Organisation übertragen.

Zweifelt weder seine Autorität noch meine an.

Natürlich. Vergebt mir.

Ich verstehe Eure Vorbehalte.

Aber vertraut mir. Ich bin auf der Tribüne groß geworden.

Ich weiß, was das Volk sehen will.

Es muss unterhaltsam sein.

Aufregend und ...

spannend.

Und vergesst nicht: Genug ist gut.

Mehr ...

ist besser.

Und zu viel ...

ist perfekt.

Wär es möglich, das Amphitheater zu fluten?

-Das ist zu großzügig. -Nimm es für deinen Sohn an.

Wenn nicht für dich selbst.

Was soll ich sonst mit meinem Geld tun?

So viel Wein kann keiner trinken.

Unter einer Bedingung.

Es ist eine Leihgabe, kein Geschenk.

Ich zahl es zurück, von meinen Anteilen.

-Falls ich sie je zurückbekomme. -Das wirst du.

Es wird besser werden.

Was ist, Fonsoa?

Mein Bruder.

Er fehlt mir.

Und wenn Fonsoa recht hat?

Wenn es nur ein Unfall war?

Ich ...

habe es nicht richtig gesehen.

Du warst wohl der Einzige.

Xenon!

Er war dort. Er muss es gesehen haben.

Ich stell es hierhin.

Schlaft ein wenig.

Scorpus.

Es tut mir so leid, mein Freund.

Ach ja?

Oder willst du nur mit eigenen Augen sehen,

-dass Xenon am Ende ist? -Unsinn.

Du wirst bald wieder Wagen lenken.

Ich habe

Geschenke gebracht.

Damit Atagartis deine Schmerzen lindert und dich schnell gesund macht.

Was soll das?

Ein Geschenk.

Damit kannst du deine Ärzte bezahlen

oder was du sonst noch brauchst oder wünschst.

Danke, aber ich kann meine Ärzte selbst bezahlen.

Gewiss.

Ich will nur deine Last erleichtern.

Willst du so mein Schweigen erkaufen?

-Ich verstehe dich nicht. -Oh doch, das tust du.

Du hast den jungen Spanier in die Spina gedrängt.

Ich hab's gesehen.

Du irrst dich.

Du warst verletzt und nicht klar im Kopf.

Nein, Scorpus.

Ich habe es genau gesehen.

Du hast den Jungen umgebracht.

Du musst vor den Eigentümern ein Geständnis ablegen.

Das kann ich nicht tun.

Ich dürfte nie wieder Rennen fahren.

Bitte.

Xenon.

Nach dem einen Abend

dachte ich, wir beide wären jetzt Freunde.

Nimm deine Freundschaft

und dein Geschenk und schieb sie dir in den Arsch.

Jetzt verschwinde.

Wenn du es ihnen nicht sagst,

tu ich's.

Xenon.

Xenon!

Wo ist der Arzt?

Wo ist er?

Er atmet nicht mehr.

Er atmet nicht.

Etwas Schreckliches ist passiert.

Xenon ...

ist tot.

Ein großer Verlust.

Habt Ihr es schon gehört? Wir arbeiten nicht mehr für die Goldene Factio.

Ihr sucht also Arbeit?

Ja. Keiner in Rom kennt sich mit Pferden und ihrer Pflege besser aus als wir.

Leider haben wir genug Stallmeister und Pferdeknechte.

Ihr habt uns missverstanden.

-Ich will Wagen lenken. -Was?

Ja.

Seid Ihr denn Wagenlenker?

-Ich hab Euch nie fahren sehen. -Was ist hier los?

Diese Herren

-wollen für unsere Factio arbeiten. -Ich verstehe.

Und alles, was die Blaue Factio betrifft, wird mit mir besprochen.

-Das ist Gavros, der ... -Ich weiß, wer er ist.

Und das ist Elia. Der Bruder des verstorbenen Wagenlenkers.

Sein anderer Bruder fährt für die Goldenen.

Tatsächlich?

Romulus und Remus.

Er will selbst fahren, aber ist noch unerprobt.

Kommt näher.

Noch näher.

Euer Bruder fährt für die Goldenen.

Warum wollt Ihr für die Blauen fahren?

Weil Scorpus

für die Goldenen fährt.

Ich werde gegen ihn antreten

und ihn besiegen.

-Du sagst, er ist unerprobt? -Ja.

Dann müsst Ihr Euch erst unter Beweis stellen.

Geht und macht den Wagen fertig. Ich komme heute Abend.

Es gibt unzählige junge Männer, die für uns fahren wollen. Warum er?

Er hat etwas, das andere nicht haben.

Hass.

Warum sagtest du nicht, dass du fahren willst?

-Überrascht es dich etwa? -Nein.

Aber ich hätte es gern vorher gewusst.

Bis später.

Ich hab mich nach dir gesehnt.

Ich hab von deinem Bruder gehört.

Mein Herz blutet.

Es lässt sich nicht ändern.

Ich muss dir was sagen.

Ich dir auch.

Ich geh nach Hause zurück. Nach Baetica in Spanien.

-Was? -Aber vorher muss ich noch was tun.

Aber sobald ich kann,

gehe ich weg.

Verzeih mir.

Mein Kaiser.

-Ihr wollt eine Anschuldigung vorbringen? -Ich möchte Euch nur etwas mitteilen.

Keine Wortklaubereien. Tut so, als wär es ein Feldbericht.

Euer Bruder Domitian ist schuld an den Lieferengpässen und der Kornrevolte.

Habt Ihr Beweise?

Der Steuermann eines Getreideschiffes, das gesunken ist, wurde gerettet.

Und dann verhaftet.

Er wird gerade hergebracht.

Was erhofft Ihr Euch davon?

Mein einziger Wunsch ist, Euch und Rom zu dienen.

Ich habe viele Clientes im Senat. Ganz offen, aber auch heimlich.

Um Abstimmungen zu beeinflussen.

Ich biete Euch uneingeschränkte Unterstützung für Eure Bauvorhaben an.

Und als Gegenleistung wollt Ihr ...

Eine Beteiligung am Flavischen Amphitheater.

Ein seltsamer Wunsch. Es wirft keinen Gewinn ab, nur Kosten.

Vorerst.

Gut.

Porto, der zuverlässigste deiner Leute in Ostia bringt den Steuermann zu mir.

-Ihr habt meinen Dank. Und meine Treue. -Mich interessiert nur Letztere.

Geht jetzt.

Ich hab dich schon sicherer zielen sehen.

Früher brachte dich nichts aus der Ruhe.

Nicht einmal Vaters Husten.

Lass uns allein.

Die Griechen sagen,

Vergebung lässt sich leichter gewähren, wenn ihr ein Geständnis vorausging.

Was soll ich denn gestehen?

Senator Leto hat mir anvertraut,

seine Hafenarbeiter fanden Beweise dafür, dass du die Kornlieferung verzögert hast.

-Ich kann nur gestehen, was ich tat. -Wie es scheint,

ist ein Augenzeuge

auf dem Weg nach Rom,

der es bestätigen kann.

"Wie es scheint" kann alles Mögliche bedeuten.

Und Leto ist ein egoistischer, ehrgeiziger Patrizier,

der uns unseren Aufstieg von Anfang an missgönnt hat.

Ich weiß.

Und doch soll ich dieses Verbrechen gestehen?

Nicht ganz.

Ich lerne von dir, wie man dieses Spiel spielt.

Ich erzähle dir also von dem Vorwurf und warte ab, wie du reagierst.

Und was siehst du?

Ich bin noch unsicher.

Entweder jemanden, der zwar seltsam, aber mir treu ergeben ist.

Oder den besten Lügner, der mir je begegnet ist.

-Ihr werdet mein Spektakel mögen. -Du hast versagt.

Du solltest meine Spuren verwischen.

Ein Steuermann von einem Getreideschiff hat überlebt.

Er wird nach Rom gebracht, um auszusagen.

Wir töten ihn. Das Wort eines Toten gegen Eures.

-Wo ist er? -Dazu ist es zu spät.

Es gibt eine schriftliche Aussage.

Er muss sie nur noch vor meinem Bruder bestätigen.

Wenn es zu spät ist, ihn zu töten, was machen wir dann?

Wir töten meinen Bruder.

Dies ist ein entscheidender Moment. Töten oder getötet werden.

Na gut.

Welchen Prätorianer können wir kaufen?

Hermes.

Domitian.

Komm. Mach mit.

Ergreift ihn.

Was? Nein!

Nein! Domitian. Bitte ... Warum machst du das?

Nicht ohne

meine Erlaubnis.

Es tut mir so leid.

Es tut mir leid. Nein!

Bitte!

Bitte nicht!

Nein!

Hier. Mehr hat er nicht bezahlt.

Setz dich.

Iris, komm mit nach Hause.

Du kommst jetzt mit.

Wo wollt ihr hin?

Sie gehört mir, Schlampe!

Kommst du ihr noch mal zu nahe,

töte ich dich ganz langsam. Schlampe.

Iris, komm.

-Sorgen? -Du auch?

Meine Tochter Aura ...

Sie gehört mir nicht mehr.

Ich hab sie an Rom verloren.

Du hast mir gesagt,

ich könnte andere belügen, aber mich selbst zu belügen, wär gefährlich.

Das hab ich beherzigt.

Ihr lernt dazu.

Vielleicht bin ich gar nicht so wertlos, wie du denkst.

Es könnte sein, dass ich Patrizier-Blut in mir habe.

Ihr Römer seid Narren.

Blut spielt keine Rolle.

In Rom ist Blut das Wichtigste.

Ein Mann vom richtigen Blut kann tun, was er will. Die Welt steht ihm offen.

Und werden Eure neuen Patrizierfreunde darüber hinwegsehen,

was Ihr wart und was Ihr getan habt?

Da gab es Schlimmeres.

Ich weiß nicht, ob Ihr Euch freut oder Angst habt.

Ich hab Angst.

Ich muss etwas Furchtbares tun.

Was mir früher Vergnügen bereitet hätte, versetzt mich nun,

da ich vielleicht zum ersten Stand gehöre,

in Angst und Schrecken.

Dann denkt nur ans Vergnügen.

Nein.

Nicht ...

Was "nicht"?

Noch nicht?

Das wollte ich nicht sagen.

Aber du denkst es.

Vielleicht.

Ich hab einen Cousin im Samnium.

Er hat unter der Erde gearbeitet, in einem Beinhaus.

Er ließ die Säfte der Toten ab,

als Vorbereitung für die Gruft.

Niederere Arbeit gibt es nicht.

-Aber er kam da raus. -Hat er sich umgebracht?

Nein.

Er hat sich freiwillig gemeldet.

Als Gladiator im Ludus Magnus.

-Das heißt, er war kein Sklave? -Viele sind Sklaven.

Aber manche tun es freiwillig.

Und wählen den Tod durch die Hand eines anderen.

Oder auch nicht. Er ist seit drei Jahren dort und lebt immer noch.

Er hat Essen, einen Schlafplatz und wird mit Respekt behandelt.

Und nicht nur Männer.

Sie nehmen auch Frauen als Gladiatoren an.

Frauen?

Die Zuschauer finden das lustig.

Aber manchmal kämpft eine Frau so gut,

dass ihnen das Lachen vergeht.

Ganz ruhig.

Incitatus ... Du hast Hunger, was?

Hier.

Friss schön, mein Junge.

Zu Hause in Spanien

hat mein Großvater immer gesagt:

Pferde sind Beute

und Menschen sind Raubtiere.

Um ein Pferd dazu zu bringen zu laufen, müssen wir

vor ihm verbergen, was wir wirklich sind.

Mörder.

Erst muss man ihm zeigen, dass man ihm nichts Böses will.

Aber das reicht nicht.

Ein Pferd laufen zu lassen, ist leicht.

Aber es fliegen zu lassen,

dass es mit Herz und Seele dabei ist,

Schweiß und Muskeln opfert ...

Dazu muss ich ihn lieben.

Und er muss es merken.

Und wenn ich ihm klarmache,

wie sehr ich ihn liebe,

wird er alles für mich tun.

BASILICA IULIA FORUM ROMANUM

-Ihr habt aufs falsche Pferd gesetzt. -Nein, nein.

Vielleicht ist Titus nicht mehr lange Kaiser.

Er ist zu sehr Soldat.

Und zu wenig Politiker.

-Wer tritt an seine Stelle? -Domitian.

Wer sonst?

Und wenn dieser Fall eintritt,

werden die Getreuen von Titus mit ihm sterben.

Man darf nichts dem Zufall überlassen.

Kriegskaiser sind schon als Greise gestorben.

In Kriegszeiten vielleicht.

Wir haben Frieden. Das ist viel gefährlicher.

Zu Friedenszeiten braucht man keine Soldaten, sondern Straßenkämpfer.

Zehn Millionen Goldsesterzen in zwei Tagen an diesem Ort.

Und wenn Ihr versucht zu feilschen, zeigt das,

dass Domitian nicht genug Geld hat, um erfolgreich zu sein. Ich bring Euch um

und melde Titus seinen Verrat.

Zwei Tage.

Domitian ist dem Tode näher, als Ihr glaubt.

Und wenn er stirbt, sterben auch seine Freunde.

Man darf nichts dem Zufall überlassen.

Zehn Millionen.

In zwei Tagen.

Andria!

Wusstet Ihr das? Er ist schnell. Sehr schnell.

Untertitel: Bettina Arlt FFS-Subtitling GmbH

Creative Supervisor: Torsten Nobst

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