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Jenny, hallo. - Wie geht's ihr?
Ich weiß es nicht.
Keine Ahnung, wie es um sie steht.
Sie hat angerufen und gesagt, sie will nach Hause.
Sie muss über Kinshasa fliegen.
Wenn ich sie abhole, werde ich mehr erfahren.
Komm heil nach Hause.
Ja, werde ich. Ja. Bis dann.
Hier.
War er schon immer ein Lügner, oder bin ich einfach nur dumm?
Nicht dumm, nur verliebt.
Das macht kaum einen Unterschied.
Menschen ändern sich. Nur nicht so sehr, wie ich denke, nicht?
Wenigstens kennst du jetzt die Wahrheit.
Du weißt, dass sich das feige Arschloch in Ruanda verkrochen hat.
Ich würde es lieber nicht wissen. - Und mit der Ungewissheit leben? Nein.
Es heißt nicht, dass euer Leben nicht echt war.
Und es heißt nicht, dass er dich früher nicht geliebt hat.
Durch das, was er getan hat, wurde das alles unbedeutend.
Das war alles vergeudete Zeit. - Georgia. Georgia. Hey.
Na komm.
Hast du Adidja gefunden?
Nein.
Tut mir leid.
Wir müssen doch was tun können.
Ich habe es versucht, Georgia, wirklich versucht.
Wenn du sie findest, was tust du dann?
Wer ist es?
Hallo. - Du hast immer noch Pieters Handy.
Was zum Teufel?
Ich habe deine Nachricht abgehört.
Du scheinst ein paar Fragen zu haben.
Ja, ich habe eine Frage. Wie kann es sein, dass du noch lebst?
Wir sollten uns treffen.
Nein. Nein, es reicht mir. Ich fliege nach Hause.
Du, Will und der General, ihr könnt mich alle mal.
Ich habe deine Freundin getroffen.
Adidja.
Um genau zu sein, ist sie gerade bei mir.
Sag mir, wo.
Hallo, verzeihen Sie die Störung. Wir kennen uns nicht. Owen.
Hughes.
Georgia. - Ich bin auf der Suche nach Nigel.
Schwarz-weißer Schäferhund. Sie ist weiß auf der Nase.
Sie? - Ja.
Wir dachten, sie wäre ein Rüde, und nannten sie Nigel.
Als sie in unserer Küche Welpen bekam, war es zu spät.
Tut mir leid, ich habe sie nicht gesehen.
Entschuldigen Sie die Störung. - Kein Problem. Sorry.
Nigel!
Nigel!
Vorschläge?
Wo ich zuerst suchen soll? Ich bin nicht so oft in dieser Ecke.
Warten Sie.
Habe ich erwähnt, dass das keine gute Idee ist?
Ich kann nichts dazu sagen. Adidja braucht mich.
Georgia, ich warte hier.
Für alle Fälle. - Danke.
Wo ist sie?
Auf Höflichkeiten verzichten wir schon, ja?
Ich habe dich was gefragt.
Keine Sorge. Sie ist in Sicherheit.
Erst möchte ich wissen, wo Will ist.
Ich weiß nicht, wo er ist. Ich bin nur wegen Adidja hier.
Woher kennt ihr euch, du und das Mädchen?
Natürlich. Ich kann es mir denken. Ich habe zu viele von ihnen gesehen.
Kinder, die Kriege führen müssen, von denen sie nichts verstehen.
Sie haben diesen ...
diesen Ausdruck in den Augen.
Für eine Tote redest du verdammt viel.
Wenn die Leute hinter einem her sind, taucht man unter.
Ausgerechnet dein Mann hat mich auf diese Idee gebracht.
Du bist einfach halbtot rausspaziert?
General Azikiwe hat dafür gesorgt, dass die Ärzte mich für tot erklären.
Und wo ist er jetzt?
Der General?
Er weiß nicht, dass ich dich treffe. Das ist besser so.
Er ist mitunter ...
unberechenbar.
Unberechenbar? Er ist ein verdammter Mörder.
Du bist nicht besser.
Du wusstest, dass das Flugzeug abstürzt. Du hast Will ein Ticket gekauft.
Du hast ihn also gefunden.
Er ist keine Bedrohung für dich.
Du verstehst, dass ich dir das nicht einfach glaube.
Was ist mit dir passiert?
Bist du in den Kongo gekommen, um Gutes zu tun?
Und dann ging was schief? Oder warst du immer gierig und eiskalt?
Ich baue dieses verfluchte Land neu auf.
Meine Organisation.
Wir kleben nicht einfach nur ein Pflaster drauf.
Wir reparieren das System langfristig, die Politiker, die Geschäftsleute.
Ja, weil du die gute und strahlende Heldin sein willst.
Aber der Schein trügt.
Hätte ich abgelehnt,
meinst du, der Coltan-Handel im Osten wäre zum Erliegen gekommen?
Red dir ein, es ist für die gute Sache, wenn dir das hilft,
dass du was Falsches aus den richtigen Gründen tust.
Aber als Will dahinterkam, wolltest du ihn sterben lassen.
Azikiwe hatte erfahren, was er tat.
Ich sollte Will den Flug buchen. Mehr wusste ich nicht.
Du klingst wie Will.
"Ich wusste es nicht."
Du hast nicht gefragt und dir lieber was vorgemacht.
Du denkst, die Augen zu verschließen, würde es entschuldigen.
Wenn du schweigst, bist du nicht besser. - Ich rechtfertige mich nicht vor dir.
Du kannst der ganzen Welt von mir und Azikiwe erzählen.
Das bewirkt nichts. Du hast keine Beweise.
Sag mir, wo Will ist, und ich sage dir, wo Adidja ist.
Dann war's das. Du kannst nach Hause gehen
und in dein altes Leben zurückkehren.
Will hat mich angelogen.
Er ließ mich glauben, er wäre tot.
Er hat eine andere. Sie haben ein Baby.
Das hat sicher wehgetan. - Du hättest kein Kind bedrohen müssen.
Ich hätte dir gesagt, wo Will ist. Das Arschloch hat es verdient.
Ruanda.
Danke. - Wo ist Adidja?
Sie ist hier. - Wer hält sie fest?
Egal, was du von mir denkst, Georgia ...
ich bin kein Monster.
Du verstehst, dass ich dir das nicht einfach glaube.
Georgia. - Bin gleich bei dir.
Nein, geh in die andere Richtung.
Zwei bewaffnete Männer beobachten dich. Kehr um.
Ich sehe sie. - Los, geh.
Geh am Ende nach links.
Ich komme dir entgegen. - Nein.
Auf der Rückseite muss ein Ausgang sein.
Wir treffen uns dort. - Wo bist du jetzt?
Georgia?
Georgia.
Alles in Ordnung?
Ja, geht so. Sag nicht: "Ich habe es dir ja gesagt."
Das würde ich mir nie erlauben.
Das Treffen war offenbar erfolgreich. - Ja.
Du lässt mich verfolgen?
Bitte?
Man spricht von einer weißen Frau, die auf dem Markt gejagt wurde.
Wie haben sie sie gefunden?
Deine Leute müssen mich verfolgt haben. Du traust mir nicht, verflucht.
Du wirkst verärgert. - Ja, was du nicht sagst.
Ich habe dich beschatten lassen.
Zu deinem eigenen Schutz. - Du bist paranoid. Du traust keinem.
Du wolltest mich kontrollieren. - Und war es nicht gut, das zu tun?
Oder wolltest du es mir sagen? - Ich hatte es im Griff, Herrgott.
Georgia ...
Sie kann nichts beweisen.
Sie sah, wie ich jemanden erschoss.
Genau wie ihr Freund.
Und du willst sie davonkommen lassen?
Damit sie es aller Welt erzählt?
Ich will, dass du mir vertraust.
Sag mir, was du vorhast, denn wir stecken da zusammen drin.
Denkst du das wirklich?
Ich habe dich gebeten, einen Job zu erledigen.
Ich treffe hier die schweren Entscheidungen,
damit du wegsehen kannst.
Ja.
Aber Georgia hat mir gesagt, wo Will ist.
Sag mir, wo.
So ...
Das ist die Adresse.
Bist du sicher? - Ja.
Avenue de Kabambare, ja?
Georgia, einen Moment noch. Judith gab uns die Adresse.
Woher wissen wir, dass es sicher ist? - Wissen wir nicht.
Aber ich muss da reingehen.
Hi.
Wo warst du?
Ich wollte zurück zu dir, und die Frau sagte, du wärst hier.
Das war falsch. Tut mir leid.
Hier muss ich bleiben, oder? - Nein.
Wir suchen dir ein Zuhause, das dir gefällt.
Das hier kenne ich gar nicht.
Aber irgendwann musst du nach Hause.
Oh, was ist das denn?
Ich wollte dir etwas schenken. Es ist nicht viel.
Es ist wunderschön. Es gefällt mir.
Georgia!
Du solltest gehen.
Mach's gut.
Sie wird schon zurechtkommen.
Ich weiß.
Nigel!
Wo sind wir hier?
Hier gibt es Felsspalten. Vielleicht ist sie da reingefallen.
Gerade nach dem Schnee heute Morgen.
Es ist eisig hier oben. Aber sie hat schon Schlimmeres überlebt.
Da ist eine Höhle. - Ja, hier gibt es viele.
Nigel!
Nichts? - Nein.
Was verschlug Sie hierher?
Sie sind nicht von hier. - Die Hütte gehörte meinem Dad.
Er hat sie als Ferienhaus gekauft, aber er hat immer nur daran gearbeitet.
Mr. Wells?
Als Kind saß ich mal vor der Hütte in einem Sturm fest.
Dieser Mann ließ uns rein und machte uns Tee.
Mr. Wells hieß er.
Umgeben von Holz, Farbe und Chaos.
Mein Vater.
Sie halten mich sicher für verrückt. All das wegen eines Hundes.
Nein. Ich verstehe das.
Wir sollten trotzdem umkehren. Es wird bald dunkel.
Nein, wir haben noch eine Stunde. - Sicher?
Ja.
Ich gebe nicht gern auf.
Okay.
Unser Flug geht in einer Stunde. Suchen wir uns einen Platz zum Warten.
Besser nicht hier. Drinnen ist es sicherer.
Nein, hier sind Pieter, Emmanuel und ich hingegangen.
So schließt sich der verdammte Kreis.
So oft habe ich um ihn geweint. Wofür?
Emmanuel ist tot. Pieter ist tot.
Und Will hat sein neues Leben in Ruanda.
So viele Menschen starben auf dem Flug, weil der General weiter absahnen wollte.
Das muss doch einen Sinn haben, oder, Martin?
Was meinst du?
Hierhergekommen zu sein, muss einen Sinn gehabt haben.
Die Angehörigen der Opfer von Flug 19 sollten erfahren, was passiert ist.
Falls du es vergessen hast, jemand wollte uns umbringen.
Aber der Verantwortliche darf nicht davonkommen.
Nein, wir fliegen nach Hause. Dort stelle ich die Kontakte her.
Wir sind doch hier. Wir sind hier. - Ja, und was sollen wir tun?
Keine Ahnung. Ich gebe nicht gern auf. - Georgia ...
Also, dieser Mann ... Pieter Bello ...
Er hat meinen Mann getötet? - Ja.
Er wollte nicht, dass wir weitere Fragen stellen.
Ich ignorierte seine Nachricht, ich solle heimfahren.
Wir fanden seine Ex-Frau und seine Tochter, und ...
Er setzte jemanden auf uns an.
Und Pieter Bello, wo ist er jetzt?
Er ist tot.
Das ist eine ganze Menge, ich weiß.
In Gaelles Tagebuch steht, dass sie was an Bord schmuggeln sollte.
Es war eine Bombe.
Die Passagiere wurden ermordet.
Ivette, ich hatte versprochen, dass ich den Täter finde.
Aber das bedeutet nichts, wenn die Verantwortlichen davonkommen.
Sie verstehen das nicht, oder?
Wir sind im Kongo.
Die Schlangen in der Regierung beißen und gleiten wieder zurück ins Gras.
Dieses Land ist kaputt.
Es lässt sich nicht reparieren. Es gleicht einem Eimer mit einem Loch.
Warum versuchen Sie, ihn zu füllen? - Ivette.
Stehen Sie in Kontakt mit Angehörigen der Opfer von Flug 19?
Ja.
Emmanuel hatte über eine Handy-App Kontakt mit ihnen.
Ich benutzte sie, als er starb.
Wir reden manchmal.
Darf ich ihnen schreiben?
Was wollen Sie?
Wir benachrichtigen sie. - Wieso?
Weil sich was ändern muss.
Vielleicht kommt noch jemand, um dir in den Rücken zu fallen.
Du fragst dich, wie du je wieder schlafen sollst.
Nicht wahr?
Will Mason.
Das ist für Sie.
Judith Gray. Hinterlassen Sie eine Nachricht.
Ich lebe noch und bin noch hier.
Wenn du wissen willst, warum, geh jetzt zu Azikiwe.
Bist du bereit?
Tja, man muss nur an etwas glauben.
Ich war nicht sicher, ob Sie kommen. - Manchmal müssen wir den Eimer füllen.
Das sind die Angehörigen der Menschen, die auf dem Sankuru-Flug 19 umkamen.
Unschuldige, die ermordet wurden.
Was soll ich jetzt tun? Mich ergeben?
Soll ich rauskommen und Reue zeigen? - Sie soll sich zum Teufel scheren.
Sie alle verloren jemanden wegen dieser verdammten Steine.
Man gräbt sie aus und kämpft bis zum Tod um sie,
nur wegen unserer Handys.
Das ist traurig, weißt du das?
Du nutzt die Trauer dieser armen Leute aus,
aus Verbitterung darüber,
dass dich dein verfluchter Mann nicht geliebt hat.
Es geht nicht mehr um Will, Judith.
Klar.
Flieg nach Hause, Georgia.
Der Absturz wurde umfassend untersucht, weißt du noch?
Es war ein Unfall.
Was du machst, wird daran nichts ändern.
Da liegst du falsch.
Ehrlichkeit.
Nur ein Mal in deinem Leben. Darum bitte ich dich.
Wenn du mir was schuldest, dann das.
Sag die Wahrheit.
Darf ich ...
mal Ihr Klo benutzen?
Sicher.
Gerade durch.
Danke. - Ja.
Morgen früh taucht sie sicher auf.
Was? Was ist?
Ich hätte es Ihnen eher sagen sollen ...
Sie macht das nicht das erste Mal.
Sie reißt fast jeden Tag aus. Manchmal sehe ich sie tagelang nicht.
Warum ließen Sie mich ... - Ich wollte Sie kennenlernen.
Wir sind uns nie begegnet.
Aber ich habe Sie hier gesehen.
Eine schöne Frau sollte hier nicht allein sein.
Sie macht das oft?
Ja, schon einige Male.
Tiere eben.
So sind sie. - Vielleicht liegt es an Ihnen.
Sie will wohl woanders sein, und Sie sollten sie gehen lassen.
Sie können jetzt gehen.
Na gut.
Wissen Sie, es wundert mich nicht, dass Sie hier draußen gelandet sind.
Völlig allein.
Sie wissen nicht, wieso ich hierherkam und was ich erlebt habe.
Sie würden mir eh nicht glauben.
Also verziehen Sie sich.
Hey.
Hallo.
Ich wusste es nicht, aber habe auch nichts gesagt.
Hier ist das Geld verzeichnet.
Wo es hinfloss.
Ich habe E-Mails ...
und SMS,
die bestätigen, was ich sage.
Warum erzählen Sie uns das jetzt, nach all der Zeit?
Ich habe erlebt, wie es ist,
jemanden zu verlieren.
Zu viele haben das erlebt.
Was passiert jetzt wohl mit ihm?
Er wird sicher einen Deal aushandeln.
Diese Kakerlake.
Solange er tut, warum er herkam, ist mir das egal.
Er ist nicht mehr mein Problem.
Mein Onkel erzählte mir eine Geschichte, als ich klein war.
Sie handelte von dem Esel eines Farmers.
Dieser Esel fiel in einen tiefen Brunnen.
Der Esel saß auf dem Boden des Brunnens und jammerte und schrie stundenlang.
Der Farmer sah zu ihm hinunter und entschied, dass das Tier alt war ...
und er den Brunnen sowieso stilllegen musste.
Und so fing er an, Erde in den Brunnen zu schütten.
Und auf den Esel. Immer mehr Erde.
Aber dann hielt er inne.
Er schaufelte noch etwas Erde hinein,
und dann sah er etwas Erstaunliches.
Die ganze Erde, die er auf seinen Rücken geworfen hatte,
war seitlich abgefallen, weil er sie abgeschüttelt hatte.
Langsam, aber sicher ...
ist der Erdhaufen gewachsen.
Der Esel stieg immer höher.
Schließlich konnte er aus dem Brunnen klettern.
Warum hat Ihr Onkel Ihnen das erzählt?
Damit ich mich besser fühle.
Der Esel konnte den Brunnen verlassen ...
damit er abermals eine Last auf seinem Rücken tragen konnte.
Befreit ...
um wieder ein Sklave zu sein.
Aber ich bin kein Sklave.
Loslassen!
Alles gut?
Ja.
Komm.
Das war ein Spaß.
Wirklich.
Was hast du nun dafür gekriegt? - Frag nicht. Es ist ja kein Luxushaus.
Du könntest um ein halbes Dutzend Schafe reicher sein.
Sie hat eben noch fest geschlafen.
Ich lade schon mal die Kisten ein.
Danke.
Du musst mir nicht danken. - Doch. Du gibst mir ein Zuhause.
Du hast ein Zuhause. Wir schaffen uns nur zusammen ein neues.
Okay?
Komm, wir helfen ihm.
Pass auf. Es ist matschig.
Überlasst ihr mir die schweren Sachen? - Nein, nein, wir kriegen das hin.
Seht euch das an.
Seht euch den Hund an.
Hier wohnt doch meilenweit keiner.
Der hat sich verlaufen.
Nein, sie hat sich nicht verlaufen. - Sicher?
Ja.
Los. Fahren wir weiter. - Okay.
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