Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
English
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
* Düstere Musik *
* Rasante Musik *
Jean-Louis!
Jean-Louis!
Bleib stehen. Ich bin's.
(entfernt) Warte!
* Mönch keucht. *
Jean-Louis, warte.
* Musik wird ruhiger. *
* Mönch stöhnt. *
Jean-Louis, ich bin's, Pierre.
Was ist passiert, um Himmels willen?
* Mönch keucht. *
Das Schwert.
Und die Schlange, Niemans.
Niemans...
Was ist das?
Oh, mein Gott.
Ich habe einen Toten in den Dünen gefunden.
Ich warte hier auf Sie.
* Düster pulsierende Titelmusik *
Bonsoir. Lieutenant Colonel Sabrina Harel.
Ich leite eine Spezialeinheit der Mordkommission von Lille.
Commissaire Niemans aus Paris.
Man sagte mir, dass Sie das Opfer kannten?
Ja.
Sein Name ist Jean-Louis Querneaux.
Er lebte im Kloster hier in der Nähe.
Für die Mönche war er Bruder Guillaume.
Ich kannte ihn aber schon, bevor er dem Orden beitrat.
Er wollte mich heute treffen.
Hat er gesagt warum? Er fühlte sich bedroht.
Bedroht von wem? Er hatte keine Zeit, es zu sagen.
Ich verstehe. Warten Sie.
Wo genau wollten Sie sich denn treffen?
In den Dünen? Nein, im Kloster.
Als ich dort ankam, war er schon weg. Danke.
Man sagte, er sei am Strand. Also ging ich los, ihn suchen.
Als ich ihn sah, war er dabei, in die Dünen zu rennen.
Er war einfach nicht aufzuhalten. Aha.
Seine verbrannte Hand, sagt Ihnen das was?
Nein.
Okay. Und als sie bei ihm ankamen, war er bereits tot?
Ja. Ah.
Wann ist die Autopsie? Ich stelle hier die Fragen.
Sie sind einfach nur ein Zeuge.
Das werden wir noch sehen.
Sie sollten Gaillard verständigen. Kriminaltechniker in Lille.
Wir arbeiteten in Paris zusammen. Er ist der Beste.
Sagen Sie ihm, er soll seinen Arsch herschaffen.
Ich erwarte Sie morgen früh in meinem Büro.
Damit Sie Ihre Aussage unterschreiben.
* Dynamische düstere Musik *
* Glocken schlagen. *
* Klopfen *
Commissaire Niemans.
Ich würde gern mit dem Vater Abt sprechen.
* Unheimliche Musik *
Guten Tag, ich bin Vater Abt Anselme.
Ich stehe diesem Kloster vor.
Commissaire Niemans. Wissen Sie, worum es geht?
Ist nicht die Gendarmerie zuständig?
Ich bin die Verstärkung. Bruder Guillaume war ein Freund.
Ich war bereits gestern hier. Im Kloster?
Mhm. Davon wusste ich nichts.
Gehen wir doch ein Stück.
* Entfernte gregorianische Gesänge *
Guillaume hat um Hilfe gebeten, weil er sich bedroht fühlte.
Bruder Guillaume, bedroht? Mhm.
Er hat das Kloster doch nie verlassen.
Gestern schon, und dafür hat er einen hohen Preis bezahlt.
Sie tragen keine Kutte, Vater? Dazu sind wir nicht verpflichtet.
* Gesang wird lauter. *
Sie sind nicht beim Gottesdienst?
Das ist kein Gottesdienst. Sie beten für Bruder Guillaume.
* Entfernter Gesang *
Sehen Sie ein Motiv für den Mord?
Absolut nicht.
Der Täter muss ein Wahnsinniger sein. Möge Gott ihm vergeben.
Warum ein Wahnsinniger? Weil ich keinen Grund sehe.
Bruder Guillaume widmete sich schon lange nur seinen Forschungen.
Wir sind ein angesehenes Institut für Musikwissenschaft.
Haben Sie letztens Drohungen erhalten?
Drohungen? Welcher Art?
Von Terroristen zum Beispiel?
Sie denken... Ich denke gar nichts.
Nein. Ich frage bloß. Nein.
Nein, natürlich nicht.
Ähm... Woran hat Guillaume gearbeitet?
An Guido d'Arezzo, Benediktinermönch aus dem 11. Jahrhundert.
Er hat die Notenschrift erfunden
und den Noten der Tonleiter Namen gegeben.
Könnte er was Gefährliches entdeckt haben?
Ist das Ihr Ernst? Sie kennen seine Vergangenheit.
Seine Vergangenheit interessiert mich nicht.
Als er vor 20 Jahren herkam, wurde er mit offenen Armen empfangen.
Und Sie, Vater? Sie haben doch eine Befragung vorgenommen?
Hat jemand was gesehen? Keiner hat was gesehen.
Alles hat sich draußen zugetragen.
Versuchen Sie nicht, uns zu beschuldigen. Ich tue gar nichts.
Warum hätte man ihm die linke Hand verbrennen sollen?
Keine Ahnung.
Dürfte ich sehen, wo die Mönche arbeiten? Natürlich.
* Ruhige Musik *
Niemand hat Zeit zum Trauern?
Unser Alltag ist Gebet und Arbeit. So ist das Leben der Zisterzienser.
Hm.
Wo ist das Pult von Guillaume? Dort drüben.
War Guillaume gestern beim Mittagessen anwesend?
Ich glaub schon.
Ich fand ihn in den Dünen.
Könnte ihn jemand angerufen und hinbestellt haben?
Wir haben keine Telefone.
Wie hat er mich dann angerufen?
Ich denke, vom Sekretariat aus. Haben Sie auch kein Internet?
Doch, aber es wird nur für Recherchen benutzt.
Ist es das hier?
Was ist das?
* Spannungsvolle Musik *
Das sind Neumen.
Die Vorläufer der Musiknoten.
Guillaume hat am Ursprung der Notenschrift gearbeitet.
Tut mir leid, aber ich muss die Festplatte konfiszieren.
Unmöglich. Bitte?
Nichts verlässt die Mauern, das war schon immer so.
Ich erinnere Sie daran, dass ich eine Mordermittlung leite.
Das ist nicht verhandelbar.
Das gehört nicht zu meinem Wortschatz.
Dann muss ich mit Gendarmerie und Papierkram zurückkommen?
Bedauerlich. Na ja...
* Er seufzt. *
* Handy summt. *
Ja?
Wo bist du?
Okay, wir sehen uns gleich. Es ist nett hier.
Wird dir gefallen. Gut, bis dann.
* Dynamische, spannungsvolle Musik *
Der Staatsanwalt hat mich angerufen.
Er hat Ihnen Ermittlungsbefugnis eingeräumt.
Wer genau sind Sie eigentlich?
Ich gehöre zu einer Dienststelle mit EU-Zuständigkeiten.
Ah ja.
Mit welchen Fällen befasst sich diese Stelle?
Mit Fällen wie diesem hier.
Sind Sie vorangekommen?
Ich habe die Mönche befragen lassen,
aber sie sind nicht besonders redselig.
Haben Sie Nachbarschaft, Psychiatrien
und Haftentlassungen gecheckt?
Das Kloster liegt isoliert. Alles andere ist im Gange.
Was ist mit der Dschihadistenszene? Schon daran gedacht?
Nein, bisher nicht.
Solche Fälle hatten wir hier bislang noch nicht.
Aber ich lass das überprüfen.
Was haben Sie über meinen Freund Jean-Louis? Im Moment nicht viel.
Kein Handy, kein Konto, keine Sozialversicherung.
Er existierte nicht für die Gesellschaft.
Mhm. Die Mönche nutzen das Internet.
Wir müssen das prüfen, Jean-Louis' Festplatte holen.
Anselme wollte sie nicht rausrücken.
Okay, aber wir müssen behutsam sein.
Der Erzbischof hat schon den Staatsanwalt angerufen.
Na dann...
Ah. Eins noch.
Jean-Louis war früher Polizist. Er hatte ein paar Probleme.
Die Polizeiaufsichtsbehörde wird Ihnen die Akte weiterleiten.
(ironisch) Danke, dass Sie das jetzt schon sagen.
Wo wollen Sie hin? Ich hole meine Assistentin ab.
Eine Assistentin haben Sie auch?
Zwei Nervensägen zum Preis von einer. Da schlägt man zu.
Ja, ein bisschen Spaß muss sein. Schönen Tag noch.
Ihnen auch.
* Ruhige Musik *
Wir müssen noch mal zurück zu den Mönchen.
Ja, heute.
Entspannte Fahrt gehabt? Schon gut, Niemans.
In Paris war die Hölle los. Ich hab den ersten Zug genommen.
Zum Glück sagtest du, dass es mir hier gefällt.
Die Überraschung kommt noch. Du wirst es lieben.
Wie oft wurde auf ihn eingestochen?
Auf den ersten Blick nur einmal, aber das hat auch gereicht.
Er wurde förmlich aufgeschlitzt.
Ein Jagdmesser? Kampfmesser?
Oder sogar ein Küchenmesser.
Hier. Die Wunde misst ungefähr 12 Zentimeter.
Das hat ihm wohl die Leber perforiert.
Den Magen, vielleicht die Milz, da muss ich noch nachbohren.
Auf jeden Fall wusste der Mörder, was er tat.
Hatte er Ihrer Meinung nach medizinische Kenntnisse?
Vielleicht war er ein Jäger.
Darf man hier rauchen?
Hat sich noch nie jemand beschwert.
Und was hat es damit auf sich?
Die Hand hat man ihm vermutlich mit Benzin verbrannt.
Ich muss noch die Analyse abwarten.
Was sind das für Vernarbungen?
Wie es scheint, hat er Selbstkasteiung betrieben,
sich selbst gegeißelt.
Sich geritzt.
Ich weiß nicht, wofür er Vergebung suchte.
Beten reichte wohl nicht.
Kanntest du ihn gut?
Wir waren vor 20 Jahren bei der Antiterroreinheit.
Wir haben uns immer gut verstanden.
Vom Polizisten zum Mönch.
Da hat er 'ne Wahnsinnskarriere hingelegt.
Er war streng katholisch.
Als seine Frau ihn betrog, ist er durchgedreht
und hat beide umgelegt.
Danach ist er im Kloster untergetaucht.
Ich wäre ihm damals sogar fast gefolgt.
Ich geb dir 'n Kaffee aus. Gern.
Ich glaub, den da kenn ich.
Mit dem hatte ich mal zu tun.
Marc Messonier, hab ihn vor acht Jahren geschnappt.
Schwere Körperverletzung, Vergewaltigung.
Camille, vergiss die Arschlöcher, die dir im Job über den Weg laufen.
Sonst wirst du verrückt.
Er kann nicht schon wieder draußen sein.
Wir sind hier, um den Mörder von Jean-Louis zu finden.
Ich habe Harel nicht die ganze Wahrheit gesagt. Ach, nein?
Nein.
Kurz bevor Jean-Louis starb, sagte er mir noch was.
"Das Schwert und die Schlange."
Ich hab das schnell recherchiert.
Danach sind das Symbole mit religiösem Hintergrund.
Es hat vielleicht was mit der Arbeit der Mönche zu tun.
Du meinst, das Mordmotiv hat mit ihren Nachforschungen zu tun?
Womit denn sonst? Ich weiß es nicht.
Drogen, Sex, Kohle.
Alles verboten im Kloster. Ja.
Das überlassen wir unserer Freundin von der Mordkommission.
Sehr clever, Niemans.
* Handy summt. *
Ja?
Wir sind gleich da.
Mein Kumpel Gaillard von der Kriminaltechnik.
Er will uns etwas zeigen.
Danke, die Herren.
Danke. Vielen Dank. Wiedersehen.
Salut, Philippe. Salut, Niemans.
Gaillard, der beste Kriminaltechniker, den ich kenne.
Lieutenant Delaunay, meine Assistentin. Freut mich.
Das Opfer hatte eine Tätowierung über die linke Hand.
Man hat sie ihm verbrannt, damit die Tätowierung verschwindet.
Verstehe.
Schickst du uns die Scans und druckst mir einen aus?
Bonjour, Sabrina Harel.
Lieutenant Delaunay.
Was machen Sie hier ohne mich? Ihre Arbeit offensichtlich.
Kommen Sie mir nicht blöd, Niemans.
Was ist das? Gaillard wird es Ihnen erklären.
Wo wollen Sie hin? Zu den Mönchen.
Zu den Mönchen. Na dann.
Schönen Tag noch.
* Ruhige Musik *
Das sind für mich Hieroglyphen. Sieht aus wie ein Manuskript.
Vielleicht wissen die Mönche mehr. Deshalb sind wir ja hier, oder?
(Anselme) Beten wir zum Herrn.
* Camille atmet überrascht. *
Ich dachte, göttliche Nähe tut dir gut.
Das wäre doch nicht nötig gewesen, Niemans.
Was machen Sie hier? Die Polizei hat die Festplatte doch abgeholt.
Darf ich vorstellen: Camille Delaunay, meine Assistentin.
Ich hatte die Hoffnung, wir könnten hier essen.
Wir haben gegessen.
Wie der Heilige Benedikt erheben wir uns mit der Sonne.
Dürfte nicht einfach sein bei dem Wetter, das hier herrscht.
Wollen Sie auch bei uns nächtigen? Was spricht dagegen?
Gut.
Stephane?
Stephane. Bring bitte unsere Besucher im Gästehaus unter.
Selbstverständlich, Vater.
Stephane zeigt Ihnen Ihre Klausen
und die Küche, wo Sie etwas zu essen finden.
Ich warne Sie vor. Wir stehen um drei Uhr auf.
Hm.
Bitte sehr.
(Anselme) Lasst uns beten.
Wir bauten das Kaminzimmer zu Klausen um,
um das Gästehaus zu vergrößern.
Früher kamen die Mönche her, um sich aufzuwärmen.
Außerdem lagerte die Tinte hier, damit sie nicht einfriert.
Aber mit der Inbetriebnahme der Heizung
wurde der Schornstein abgerissen.
Wir haben dann Stück für Stück ein Gästehaus für Pilger gebaut.
Super.
Und haben Sie hier auch Internet?
Ja, ja.
Sie können sich
über das für das Gästehaus vorgesehene Wifi einwählen.
Passwort Jesus. * Camille lacht. *
Sind Sie auch Musikforscher?
Ich studiere den Einfluss der Texte über griechische Musik
auf die christlichen Gesänge.
Sie dachten, dass die Griechen das Bevorstehen
der Offenbarung Christi erkannt hatten.
Der Text über Boethius' Musik ist aufschlussreich.
Kann ich mir vorstellen.
Sagt Ihnen das irgendwas?
Oh, ja, natürlich. Das ist eine Guidonische Hand.
Was?
Guido d'Arezzo entwickelte die Methode,
Musik mit der Hand zu lesen.
Im 11. Jahrhundert gab es ja noch keine Partituren.
Wie funktionierte das? Na ja, wenn Sie so wollen...
... entspricht jedes Fingerglied einer Tonhöhe.
Man benutzt die Abstände und Linien als ein System von Noten.
Dann liest man das Musikstück mit den Fingern,
zum Beispiel grundlegend:
* Stephane singt Tonleiter. *
Tja, im Prinzip ganz einfach, aber na ja...
Auf der Hand ist eine Melodie? Zweifellos.
Die könnten Sie entschlüsseln? Also na ja...
Ich bin kein Spezialist, und da fehlen wohl auch ein paar Elemente.
Aber ich zeige Ihnen morgen gern ein paar Bücher.
Ich bin auch zuständig für die Bibliothek. Mal sehen.
Wenn es nicht zu indiskret ist, darf ich fragen, wo Sie das herhaben?
Tja, das ist zu indiskret.
Stephane, zeigen Sie mir mein Zimmer?
Sehr wohl.
* Er lacht, sie auch. *
* Ruhige Musik mit gregorianischen Gesängen *
* Klopfen *
Gehen wir was essen?
Okay, es gibt Nudeln.
Es gibt Schlimmeres. Deckst du den Tisch, Niemans?
Das auch noch. * Sie lacht. *
Ich hab was sehr Interessantes im Netz gefunden.
Marc Messonier.
Vor acht Jahren wegen Vergewaltigung eingelocht. Ja?
Er ist seit einem Jahr wieder draußen.
Kurz danach gründete er die Band.
Sie sind gerade auf Tour, spielen seit Wochen hier im Norden.
Ich habe nach Vergewaltigungen in der Nähe gesucht.
Gab es welche? Nein.
Aber es sind Mädchen verschwunden.
Wie?
Man hat sie immer 24 Stunden später wiedergefunden.
Unversehrt, ohne Erinnerung, vermutlich unter Drogen gesetzt.
Wie alt waren sie?
16, 17.
Ganz offensichtlich wurde ihnen keine Gewalt angetan.
Okay, bleib dran, aber die Priorität liegt bei den Mönchen.
Vielen Dank. Nichts zu danken.
* Sie lacht. * Die Nudeln sind ungenießbar.
Ja.
Diese verdammten Mönche.
Nicht mal kochen können sie.
Wir sollten besser schlafen gehen.
Die werfen uns um drei mit den Gebeten aus dem Bett. Hm.
Ich bin erledigt.
Weißt du was? Ich hab so ein Glück, dass ich dich habe, Niemans.
Ich weiß ja nicht. Mhm.
Du willst doch irgendwas von mir?
Deine Autoschlüssel.
Ich bin nicht müde.
* Entspannte Musik mit gregorianischen Gesängen *
* Rockmusik *
* Sänger haucht ins Mikrofon. *
* Mehrmaliges Klopfen *
* Hartnäckiges Klopfen *
Ah, Sie sind das.
Ja, ich bin's.
Gilt Ihre Einladung immer noch? Ähm...
Welche Einladung? Mir die Bibliothek zu zeigen.
Ah.
Wie viele Bücher haben Sie da?
Oh, mehr als 5000.
Der Großteil lagert an einem gesicherten Ort.
In den Kellergewölben des Klosters.
So, da wären wir.
Viele der Manuskripte und Bücher, die hier stehen, sind recht selten.
Wir haben auch einzigartige Partituren
und dann noch mehr als zehn Jahrhunderte Musikgeschichte.
Eine wirklich ansehnliche Sammlung. Mhm.
Wenn man was ausleiht, wird das vermerkt?
Ja, da sind die Regeln sehr streng.
Jedes Buch darf nur im Lesesaal benutzt
und muss ins Archiv zurückgebracht werden.
Gegebenenfalls.
Gibt's hier Überwachungskameras?
Nein, wozu denn? Die Bibliothek ist nur für Mönche zugänglich.
Wir überwachen uns nicht selbst. Nein.
Wollen Sie sich ein ganz bestimmtes Werk ansehen?
Nein, aber die Karteikarten von Bruder Guillaume.
Ich bringe Sie Ihnen sofort. Danke sehr.
* Rockmusik im Hintergrund *
Ähm...
Was gibt es?
Würde es Ihnen was ausmachen, in Ihrer Klause weiterzulesen?
Weil wir in zwei Stunden aufstehen.
Ja, ich verstehe.
Entschuldigen Sie. Das ist nett.
* Tastatur klackert. *
* Spannungsvolle Musik *
Was machen Sie da?
* Alarm heult. *
* Spannungsvolle Musik *
Niemans!
Niemans!
* Glocken läuten. *
Was zum Teufel ist das denn?
* Donner grollt, Glocken läuten. *
* Düstere Musik *
Wie ist sein Name? (Anselme) Jean.
Hat er auch geforscht? Ja. Über die Ars nova.
Die ersten mehrstimmigen Messen des 14. Jahrhunderts.
Hing das mit Guillaumes Arbeit zusammen?
Nein, dazwischen liegen vier Jahrhunderte.
Allmählich reichen mir Ihre Gesänge. So komme ich nicht weiter.
Niemans!
Er hat die gleiche Wunde. Er war tot, als man ihn aufhängte.
Das ist eine Inszenierung.
Der Täter will die Mönche ängstigen.
Wie es aussieht, mit Erfolg.
Haben Sie noch was gefunden? Eine Hintertür wurde aufgebrochen.
Es waren mehrere.
Einer im Skriptorium, andere hängten ihn auf.
Könnte ein Bruder involviert sein? Was reden Sie denn da?
Sie hat recht. Es ist naheliegend.
Können wir alle Bewohner des Klosters befragen?
Natürlich. Ich danke Ihnen.
Kommen Sie, Vater.
* Donnergrollen *
Es gibt Fußspuren von mindestens zwei Männern.
Nehmen Sie das in den Bericht auf.
Was hast du gefunden?
Nicht viel.
Lauter Fingerabdrücke, wohl von den Mönchen.
Wir müssen sie abnehmen, um das zu prüfen.
Ich will das Ergebnis sehen.
Bitte was? Erklär ich dir später.
Kampfspuren? Nichts dergleichen.
Man hat ihn wohl hergeschleppt, um ihn da aufzuhängen.
Wir machen erst mal mit der Spurensicherung weiter.
Kannst du dann im Leichenschauhaus seine Hand scannen?
Ich nehme an, er hatte ähnliche Tätowierungen wie Guillaume.
Ja. Ich muss los.
Der Bürgermeister vermisst seine Tochter. Was?
Sie war auf einem Rockkonzert und ist nicht nach Hause gekommen.
War sie auf dem Konzert von B.H.P.?
Richtig.
Wie kommen Sie darauf?
Dahinter steckt Messonier.
Sie war auf seinem Konzert, er hat sie sich geschnappt.
Das ist nur eine Möglichkeit.
Wir befragen die Eltern und sehen weiter.
Die beiden Fälle haben was miteinander zu tun.
Schwert und Schlange waren auf Messoniers Unterarm.
Bestimmt ein Tattoo aus dem Knast. In der Akte stand nichts.
Ein Zufall ist das nicht.
Ja, aber das reicht nicht, um ihn festzunageln.
* Ruhige Musik *
Guten Abend.
Guten Abend. Guten Abend.
Lieutenant Delaunay, Commissaire Niemans.
Finden Sie sie. Ich flehe sie an.
Charles...
Guten Abend.
Und? Ich verstehe Ihre Besorgnis.
Aber denken Sie nicht, dass sie nur ausgerissen ist?
Meine Tochter ist sehr zuverlässig.
Hättest du's ihr bloß erlaubt! - Das reicht.
Und wie gehen Sie jetzt vor?
Es ist zu früh für eine Suche. Sie war bei B.H.P.
Eine Band, die ihre Fans ermuntert, Häuser wie Ihres niederzubrennen.
Der Sänger hatte vor acht Jahren schwere Justizprobleme.
Lieber Gott.
Beunruhigen Sie sich nicht. Es gibt nicht zwingend einen Zusammenhang.
Wir wollen wissen... Wer sind Sie?
Niemans und Delaunay, zentrale Stelle gegen Gewaltverbrechen.
Bitte finden Sie meine Tochter. * Harel stöhnt. *
Zeigen Sie uns ihr Zimmer?
Natürlich.
Vielen Dank. Danke.
Was war das denn gerade eben?
Wieso wurde ich nicht davon in Kenntnis gesetzt? Hm?
Sie hätten mit mir sprechen müssen,
bevor Sie da unüberlegt losplappern.
Sie war vorschnell, aber der Verdacht ist berechtigt.
Wir müssen die Band ausfindig machen.
Das ist mir scheißegal.
Ich will Informationsaustausch. Basta.
Hm.
(Funk) "Fahndung nach Marie Vidal, 17 Jahre.
Rotbraune Haare, braune Augen.
Wurde zuletzt beim Konzert von B.H.P. gesehen.
Trägt ein weinrotes T-Shirt und weiße Sneaker."
* Handy summt. *
Ja?
Okay, schick's mir per E-Mail. Danke, ciao.
Gaillard hat die Hand des zweiten Opfers gescannt.
Die gleichen Zeichen wie bei Jean-Louis.
Wir müssen jemanden finden, der sie entschlüsseln kann.
Der Spezialist dafür war Jean-Louis.
Finde bei der Verwaltung alles über das letzte Opfer raus.
Vergangenheit, Herkunft, Familie und so.
Ich kümmere mich um meinen Kumpel Vater Anselme.
* Düstere Musik *
Ich weiß nicht, was das ist. Das habe ich noch nie gesehen.
Sie wissen, das sind Guidonische Hände.
Ja, aber ich kenne die Tätowierung nicht.
Die hatten sie auf den Händen, und Sie wussten nichts davon?
Tätowierungen widersprechen der Bibel.
Im Buch Levitikus steht ganz klar:
"Ihr dürft euch keine Zeichen einritzen."
Standen sich Jean und Guillaume nahe?
Wir sind alle Brüder. Das hab ich nicht gefragt.
Hatten sie was vor? Wir sind Glaubensbrüder.
Hören Sie, wir haben zwei Tote in zwei Tagen.
Da ist rhetorisches Geplänkel unangebracht.
Was hatten sie zu verbergen? Ich weiß es nicht.
Sind Ihnen die beiden in letzter Zeit verändert vorgekommen?
Die Antwort ist ein klares Nein.
* Ruhige Musik mit gregorianischen Gesängen *
Hier, bitte.
Erschreckend, dass Bruder Jean auf diese Weise ermordet wurde.
Laut Register war sein weltlicher Name Claude Gaymard.
Er wurde 1962 in Amagney geboren, in der Nähe von Besancon.
Ist das alles?
Wir verlangen von den Brüdern nur sehr wenige Daten.
Für sie fängt hier ein neues Leben an.
Verstehe.
Darf ich hier sitzen?
Äh...
Selbstverständlich.
Äh...
* Ruhige Musik mit gregorianischen Gesängen *
Zimmerservice.
Kohlsuppe nach Art des Hauses.
* Sie stöhnt. *
Das Einzige, was da war.
Danke.
Und? Was rausgefunden? Nicht viel.
Was Neues von der Tochter des Bürgermeisters? Nichts.
Wir haben ihren Computer gecheckt, Anruflisten.
Die Nachbarschaft wird befragt.
Suchaktion ist eingeleitet. Nichts.
Und die Band? Bombensicheres Alibi.
Man hat sie in ihrem Hotel festgesetzt.
Was ergab die Vernehmung der Mönche?
Nichts. Die Nacht umsonst um die Ohren geschlagen.
Aber ich hab was in der Bibliothek gefunden.
Jean-Louis und der andere tote Mönch
haben Dutzende Male dasselbe Buch ausgeliehen.
Es hat nichts mit ihren Recherchen zu tun.
Welches Buch?
"Bibel und Kirchenlieder" oder so, von Genevieve Barak Haim.
(lachend) Klingt spannend. Wirklich.
Wär schön, wenn's so wäre.
* Handy summt. *
Ja?
Ja.
Ist gut.
Das war Gaillard. Er hat was für uns.
Was haben wir?
Ich habe alle brennbaren Produkte hier auf Fingerabdrücke untersucht.
Auf dem Kanister sind frische von Bruder Guillaume
und Bruder Jean.
Und weiter? Ist doch offensichtlich.
Sie haben ihre Hände in Brand gesteckt.
Und als wohlerzogene kleine Mönche
haben sie den Kanister wieder an seinen Platz gestellt.
* Spannungsvolle Musik *
Hier drüben.
* Traurige Musik *
* Jammern *
* Mönch jammert. *
(weinend) Mea culpa.
Maxima culpa.
Mea culpa, mea culpa, maxima culpa.
(schluchzend) Benedic mihi, pater.
Quia peccavi.
Maxima culpa.
Ich fürchte das Gericht der Menschen nicht.
Ich werde mich für meine Verbrechen vor Gott verantworten.
Vor Gott.
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2018
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.