Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
DER HALBBRUDER
Beim Boxen muss man wissen, worauf man sich konzentrieren muss. Vergiss die Hände.
Die Hände sind schneller als das Gehirn.
Zuerst entscheidest du, wer verlieren soll, dann konzentrierst du dich auf ihn.
Auf seinen Oberkörper, seinen Kopf, ganz nah dran.
Erst dann siehst du die Handschuhe im Kontakt, wie die Punkte einschlagen.
Und wenn du Glück hast, siehst du die Deckung, -
- die Antwort auf den Schlag, den Verlierer, der sich erhebt.
Denn manchmal ist es der Verlierer, der gewinnt.
Ich bedanke mich für die Gastfreundschaft, die ihr mir heute erwiesen habt.
Ich hoffe, dass Arnold Nilsen das Gleiche gespürt hat, als er vor vielen Jahren -
- zu meinem Zirkus stieß. Er kam wie ein kleiner Engel zu mir.
Ich soll vom größten Mann der Welt grüßen, von den Schneiderinnen, -
- den Clowns und den Musikanten.
- Was hat Arnold in einem Zirkus gemacht? - Er hat die Leute zum lachen gebracht.
- War Arnold Nilsen ein Zirkusclown? - Ja. Gibt es einen edleren Beruf?
Ich hab's doch gewusst.
Mama!
- Du ähnelst deinem Vater. Wie heißt du? - Barnum.
Barnum! Wie hättest du auch sonst heißen sollen?
Arnold Nilsen trug immer mein Gepäck, -
- meinen wertvollsten Koffer, einen Koffer voller Applaus.
Als der Zirkus nach dem Krieg aufgab habe ich ihn aus den Augen verloren.
Aber ich habe ihn nie vergessen.
- Er sagt, dass Arnold ein Clown war. - Ja, ich weiß.
Dein Mann machte auf mich einen starken Eindruck. Wir haben uns einmal getroffen.
Er kam in meinen Laden, um einen unge- wöhnlichen Brief aus Grönland verkaufen.
Dieser Brief, hast du den noch?
Nein, den habe ich ins Ausland verkauft. Es gab viele Interessenten.
Ja, das war lustig.
Danke! Vielen Dank euch allen.
Ich will den Brief zurückkaufen, den dieser dreiste Vogel dir verkauft hat.
- Den habe ich an einen Kunden verkauft. - Und was soll der damit? Der gehört uns.
- Er hat ihn weiter verkauft. - An wen denn?
Das weiß ich nicht.
Setz dich.
- Wie viel hat er dafür gekriegt? - Das kann ich nicht sagen.
Aber nicht so viel wie für eine schwedische Schillingsmarke, -
- aber mehr als für einen dänischen Ersttagsstempel.
Für eine schwedische Schillingsmarke kann man 10.000 bekommen.
Und ein dänischer Ersttagsstempel ist 8.000 wert.
- Ich scheiße auf das Geld. - Gut, Geld ist nicht das Wichtigste.
Ich will nur wissen, für wie viel er uns verkauft hat.
- Wie viel hast du an dem Brief verdient? - Das war kein gutes Geschäft.
Am Ende blieben mir 50 Kronen, und ich musste 60 Kronen an Abgaben zahlen.
- Wieso hast du den Brief dann gekauft? - Ich scheiße aufs Geld.
Darf ich dich etwas fragen? Wieso bist du so interessiert an dem Brief?
Weil ich ihn mag.
Wie bei mir. Wenn ich entscheiden könnte, würde ich keine einzige Marke verkaufen.
Aber dann wäre ich den Laden ziemlich schnell los.
Was diesen Brief betrifft:
An so etwas ist man besonders in Dänemark sehr interessiert.
Grüß deine Mutter. Und Barnum.
Würd ich mich nicht drauf verlassen.
- Du trinkst Wein? Jetzt? - Ja.
- Ist was? - Nein, was sollte denn sein?
Hast du je darüber nachgedacht, wieso Fred verschwand? Hat er dir was gesagt?
- Wieso sollte er mir was gesagt haben? - Du hast ihn ja auch gekannt.
Denkst du nur noch an deinen Bruder zu? Leben wir etwa in der Vergangenheit?
In der Vergangenheit? Wir leben doch einfach, wie die meisten.
- Leben die meisten Menschen etwa so? - Ich weiß nicht, wie andere Leute leben.
Die meisten in unserem Alter gehen auf Elternabende...
Denkst du nur noch daran? Ans Kinderkriegen?
Manchmal denke ich, dass wir nur zusammen sind, weil uns kein anderer haben will.
- Mit dir wären viele gern zusammen. - Geh zu Peder, mit der Schreibmaschine!
- Du tust ja nur so, als ob du arbeitest! - Was ist denn los?
Gar nichts! Es ist wirklich nichts!
Fred wollte den Brief, den dein Vater verkauft hatte, wiederfinden. Zufrieden?
Zur Seite!
Dummkopf.
Weg da!
Fred?
Barnum, du musst mir helfen! Ich kann nichts sehen.
- Was machst du da? - Nichts.
- Nichts? - Geh da nicht rein!
Oh mein Gott! Fred!
- Was machst du denn jetzt? - Weil ich mit Beta verloren habe, -
- habe ich in tanzende Sonnenblumen investieren. So was brauchen die Leute.
- Hat sie dich rausgeschmissen? - Ja...
- Willst du schreiben? - Ja.
- Woran schreibst du? - Nichts.
Ich habe ein paar Überschriften und so, aber sonst nichts.
Wovon träumst du, Barnum?
Vielleicht davon, dass alles ein bisschen mehr wie früher ist.
Ändere die Vorzeichen deiner Träume. Du träumst im Minus, träum besser im Plus.
Ich kann keine Kinder bekommen.
Und was sagt Vivian?
Ich habe es ihr noch nicht gesagt.
Ich will es ihr natürlich sagen. Ich warte auf den richtigen Moment.
Wenn du zu lange wartest, wird daraus eine Lüge.
Bist du Freds Bruder?
- Wie geht es ihm? - Er lebt.
Sag ihm, er soll uns im Stenspark treffen.
- Was ist? - Nichts.
Lüg nicht!
Da will dich jemand im Stenspark treffen.
- Und wann? - Jetzt.
Geh nicht da hin.
Hol mein Hemd.
Warte hier.
Verdammt!
- Barnum? - Er raucht nicht.
Schlag mich!
Schlag mich!
Fred!
Alles in Ordnung?
Seid ihr wieder Freunde?
Woher konnte der wissen, wie ich heiße?
Alle wissen, wer du bist, Barnum.
Oscar!
Wenn das nicht Barnum Nilsen persönlich ist!
Lange nicht gesehen. Alles in Ordnung?
- Maria, guck mal, wer hier ist. - Hallo!
- Lange nicht gesehen. - Ja.
- Alles gut? - Ja, sicher. Und selbst?
- Möchtest du ein Würstchen? - Ich habe schon gefragt.
Sieh an! Du hast nicht aufgegeben.
- Ist das was wert? - Nein...
- Wie läuft's denn gerade mit Vivian? - Ziemlich gut.
- Was verschafft uns heute die Ehre? - Ich suche nach meinem Bruder.
Ist er mal hier gewesen?
Setz dich.
Ja, er wollte den Brief zurückkaufen, den dein Vater mir verkauft hatte.
- Und? - Ich hatte ihn schon weiter verkauft.
Wenn man heute so einen Brief kaufen will, wo sollte man dann hingehen?
Zu Antiquaren, nehme ich mal an. Aber, Barnum, ...
Dieser Brief befindet sich nicht mehr in Norwegen. Der ist viel zu wertvoll.
Der ist ist wieder da, wo er hergekommen ist.
Hallo! Wo finde ich hier die Telefonbücher von Dänemark?
Dort drüben stehen alle skandinavischen Verzeichnisse.
SKANDINAVISCHES KUNST- UND ANTIQUITÄTEN-ZENTRUM
Hallo! Ich heiße Barnum Nilsen. Ich bin auf der Jagd nach einem Brief.
Er wurde in Grönland abgeschickt.
Wilhelm Christensen, Entdecker, an Ellen Jebsen.
Um die Jahrhundertwende, ja. SS Antarctis.
Ein anderer Norweger hat das Gleiche gefragt? Hat er gesagt, wie er heißt?
Noch etwas?
Er war Taxifahrer?
Danke.
FRED NILSEN TAXIZENTRALE, KOPENHAGEN
Weitermachen! Hopp, hopp, rechter Haken.
Gut.
Ja! Gut.
40 Sekunden, jetzt legt euch ins Zeug.
Auf die Füße! Komm schon!
Willy.
Ich hab' gehört, du bist ein Kerl, der fast allem standhält.
Willst du Boxen lernen?
- Hast du schon mal Sport gemacht? - Diskus.
Hast du mal den Ausdruck "the art of self-defence" gehört?
- Ja, das ist englisch. - Das ist Mist.
Beim Boxen geht es nicht um Selbstverteidigung, sondern um Angriff.
Schlag zu, wenn du kannst, und tanz, wenn du musst. Kapiert?
- Wie fühlt sich das an? - Gut.
Box.
Willst du mehr lernen?
Hallo!
Hey, hey, hey!
So, so, so...
Nimm eine kalte Dusche.
Du bist zu wütend. Wütende Menschen machen dumme Dinge.
Ein Boxer muss vernünftig und schlau sein.
Schließ deinen Spind ab, wenn du gehst.
Geh nach Hause und ruh deine Sinne aus.
Post für dich, Barnum.
Lies vor.
"Lieber Barnum, jetzt, wo du und Peder so gute Freunde geworden seid," -
- "möchte er dich in unser Ferienhaus einladen, falls deine Mutter ja sagt."
Selbstverständlich.
- Willst du nicht weiter lesen? - Das war alles.
- Das stimmt nicht. - Doch.
"Dein Bruder ist ebenfalls willkommen. Grüße von Oscar Miil."
- Das wäre doch schön? - Ich kann nicht.
Du kannst nicht? Womit bist du denn im Sommer so beschäftigt?
- Ich werde trainieren. - Trainieren?
Ich bin in den Boxverein eingetreten, wenn du es unbedingt wissen musst.
- Hast du nicht genug Prügel abbekommen? - Boxen ist kein Prügeln.
Das waren doch die vom Boxverein, die dich verprügelt haben?
- Wohin glotzt du da? - Nirgends.
Danke fürs Essen.
- Du kannst gerne mit, wenn du willst. - Lüg nicht, Barnum.
Wer war das Mädchen auf der Beerdigung?
- Wen meinst du denn? - Waren da viele Mädchen?
Vivian.
- Sind deine Eltern schon auf der Insel? - Sollen die etwa mitkommen?
Das ist ja unglaublich schön hier.
- Freiheit. - Freiheit.
Kannst du mit den Rücken eincremen?
Du kannst ihn aufknöpfen.
- Soll ich das Horoskop vorlesen? - Ja, gerne.
Ich fange mit Barnum an.
"Eine der interessantesten und besten Wochen des Jahres."
"Tolle Gelegenheit zu einem Flirt. Das andere Geschlecht muss aufpassen."
Ich spring mal kurz rein.
Denk daran, dass ein Boxer immer zwei Gedanken im Kopf hat:
Der eine sagt: Angriff! Der andere sagt: Schütz dich!
Das ist ein Gedanke zu viel.
Ein Boxer, der zweifelt, liegt schon auf der Matte, kapierst du?
In vier Wochen ist dein erster Kampf. Hörst du auf mich, wirst du gewinnen.
- Worin bist du am besten? - Am besten?
Es muss doch irgendetwas geben, in dem du besser bist als andere.
- Im Träumen, vielleicht. - Alle träumen, Barnum.
Ich träume am Tag. Dass mir Dinge zustoßen.
Unglücke und Katastrophen.
Dass ich von einem Auto überfahren werde, gerade noch überlebe, -
- aber den Rest meines Lebens taub und blind bin.
Oder dass ich mit einem Flugzeug in Afrika abstürze -
- und 13 Jahre lang mit einem wilden Stamm im Dschungel leben muss.
- Wieso machst du das? - Weil sie Mitleid mit mir haben sollen.
Du bist fast so bekloppt wie dein bekloppter Halbbruder.
- Sag das nie wieder. - Was denn? Dein bekloppter Halbbruder?
Ich habe gesagt, dass du es nicht sagen sollst!
130.
140. Gut!
150.
- Entschuldigung. - Ich sollte um Entschuldigung bitten.
- Möchtest du? - Gerne.
Prost!
Kann ich noch mehr haben?
Ditlev von der Aftenposten.
- Bist du nervös? - Nein.
- Du freust dich also darauf? - Nein.
- Wie willst du Asle Bråten schlagen? - Hart.
Für wen boxt du? Für dein Land? Den Klub? Deinen Trainer?
Für meinen Bruder. Für Barnum.
Warte noch kurz. Ein Foto.
Wie viele Würstchen hast du jetzt schon gegessen?
28. Drei mehr als im letzten Jahr.
- Du wirst noch zunehmen, Dicker. - Bohnenstange.
- Wem gehört die? - Mama.
Die Hoffnung von Fagerborg
Barnum.
Bist du bereit?
Fred möchte mit dir in der Umkleide sprechen.
Was gibt's?
Hast du Angst?
Ich habe Arnold getötet.
Das war ein Unglück, Fred. Er stand im Weg. Er stand immer im Weg.
- Ich dachte, ich würde ihn verfehlen. - Jetzt denk nicht daran.
- Denk an den Kampf. - Ich habe versucht, ihn zu treffen.
Ich habe versucht, ihn zu treffen.
Mama?
Mama?
In der roten Ecke - Asle Bråten!
In der blauen Ecke - Fred Nilsen!
Boxt!
Guter Treffer!
Gut so!
Weiter so!
Komm schon, Fred! Hopp, hopp, hopp!
Ja!
Fred! Deine Deckung, verdammt!
Vielleicht bekam Arnold, was er verdient hatte.
Mama und Boletta fuhren mit Fred ins Krankenhaus, wo sie seinen Kiefer nähten.
Er war so übel zugerichtet, dass er sogar nicht zum Wehrdienst musste.
Am Tag danach kam er in unser Zimmer.
"Wieso hast du verloren?", fragte ich. "Verloren? Ich habe gewonnen", sagte Fred.
"Kapierst du denn gar nichts?"
Übersetzung: filmtiger
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.