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Martin, jetzt sag doch was.
Du machst mir Angst.
Ich hab mal zu Vater gesagt: Wenn ich rauskriege,
wer uns Anna weggenommen hat, bring ich den um.
Die Mauer f�llt und du gehst in den Knast?
Willst du das?
Interessiert's, was ich will? Aber was ist mit Anna?
Du bist doch kurz davor, sie zur�ckzukriegen.
Ja.
Vielleicht krieg ich sie zur�ck.
Vielleicht.
Nach fast zehn Jahren.
Und das wegen meinem Bruder. Wegen meinem eigenen Bruder.
Du wei�t nicht, was er in der Nacht da gemacht hat.
Was soll er sonst da gemacht haben? Frag ihn.
Frag Schmolke, frag Dr. Maiwald,
aber erst, wenn die Sache mit Anna gekl�rt ist. Bitte.
Mach dir das jetzt nicht kaputt.
Ich liebe dich.
Hab ich dir das eigentlich schon mal gesagt?
Ich komm drauf zur�ck.
Wiese. Lisa, ja.
Wie ist es?
Ja.
Das klingt doch super. - Gib mir mal Papa.
Ja, warte, ich hol ihn. Martin?
Ist Lisa, sie ist gerade in Paris angekommen.
Na, Kleine?
Ah, Schei�e.
Kommt das schon wieder.
Na, macht Ihnen wieder das Herz zu schaffen?
Machen Sie sich mal keinen Kopf um mein Herz.
Ich kann Sie v�llig anonym zu einem Spezialisten bringen.
Keine Sorge, ich bleibe Ihnen noch 'n Weilchen erhalten.
Kein Problem. Ist Ihr Herz. Warum wollten Sie mich sprechen?
Ich kann Ihnen m�glicherweise etwas anbieten,
das �ber das bisherige Material weit hinausgeht. Und das w�re?
Magnetbandaufzeichnungen mit hochbrisanten Informationen
�ber westdeutsche Politiker und unser Agentennetz im Westen.
Reden wir �ber Geld? Auch.
V.a. �ber Schutz vor Strafverfolgung durch die neuen Machthaber.
Falls die DDR zusammenbricht und es zur Wiedervereinigung kommt.
Sie glauben nicht an Sozialismus? Ich glaube an das in meinen H�nden.
Ich m�chte Schutz vor Strafverfolgung,
und ich m�chte, dass dieser Schutz auch f�r meinen Vater gilt.
Was k�nnte man Ihrem Vater denn vorwerfen?
Wir wissen beide, wie Siegerjustiz funktioniert, oder?
Ich wei� nicht, ob ich diesen Schutz garantieren kann.
Klar. Wissen Sie noch, Ihr Bild mit dem Hund und dem Schwanz?
Ich denke, ich rede hier mit dem Hund.
Und wenn Sie im Besitz der Magnetb�nder sind,
sind Sie ein sehr gro�er Hund und die BRD ein sehr kleiner Schwanz.
So was, also wirklich.
Guten Morgen, ihr beiden. Bin ich froh, dass ihr da seid.
Morgen. Danke f�r den Kaffee.
Vielleicht noch was zu essen dazu? - Oh, was habt ihr denn da?
Lieber nicht, ich krieg grad nichts runter.
Wie hast du uns gefunden? - Na, h�r mal, ich bin Polizist.
Aber f�r Geschichten ist jetzt keine Zeit.
Was ist los? Bist du auf der Flucht?
Das k�nnte denen so passen. Nein, ich ziehe in die Schlacht.
Und ihr werdet mir dabei helfen. - Gegen wen denn?
Martin, ich hab dir doch von den Preisausschreiben erz�hlt.
Was du aber nicht zu sch�tzen gewusst hast.
Es kam, wie ich vorausgesagt habe: Ich habe gewonnen!
Gl�ckwunsch, G�rlitz. Was hast du denn gewonnen?
Ein Auto! Ein super Wagen, offenes Dach, Cabrio, fast 110 PS,
Alufelgen, Musikanlage vom Feinsten. Siehst du, Martin? Siehst du?
Ich hab's dir doch gesagt.
Und der steht jetzt unten im Halteverbot?
Nein. Ich habe den Wagen gewonnen, aber ich bekomme ihn nicht.
Verstehe ich nicht. Aber ich hab auch keinen Kopf daf�r.
Bist du jetzt mein Freund, ja oder nein? Also ja.
Ich hab den Wagen im Westen gewonnen, bei einem Westpreisausschreiben.
Jetzt sagen die hier, ich kann ihn in der DDR nicht zulassen.
Die im Westen geben ihn mir nur, wenn er schon zugelassen ist.
Das sind Betr�ger! Aber nicht mit mir.
Jetzt willst du den Wagen klauen? - Sehr lustig.
Nein, ich brauche einen Wessi, dem ich den Wagen verkaufe,
und der ihn dann f�r mich im Westen zul�sst.
Das hab ich alles schon rausgefunden. Und da kommst du ins Spiel, Katja.
Du bist die einzige Westdeutsche, die ich kenne,
der man vertrauen kann. Man kann ihr doch trauen?
Ich kann mir keinen neuen Wagen leisten.
Das sollst du auch gar nicht.
Du kaufst ihn mir f�r eine Mark West ab,
dann l�sst du ihn bei euch zu und gibst ihn mir wieder.
Ist ein ganz sch�n gro�er Gefallen, den Katja dir da tun soll.
Findest du? Also, wenn man bedenkt, was ich alles f�r dich getan habe,
da schrumpft der Gefallen, um den ich euch bitte, erheblich.
Ist doch ziemliches Chaos bei dir auf der Dienststelle, oder? Ja.
Was hat das mit dem Auto zu tun?
Du hast gesagt, Julias Unfallakte w�r unter Verschluss.
W�rdest du jetzt an sie rankommen? Keine Ahnung, vielleicht.
Was willst du damit? Ist so lange her.
Mal reinschauen. Das ist aber gegen die Vorschriften.
Muss ich gucken, was ich da machen kann.
Katja, kommst du jetzt mit? - �hm, wohin?
Das Auto holen. Komm, wir ziehen das gleich durch.
Wieso hat mein Bruder dich laufen lassen,
als er dich erwischte mit dem geklauten VP-Kram?
Was soll das? Das geht zu weit. Das ist wichtig f�r mich.
So wichtig wie f�r dich das Auto.
Das ist geheim. Au�erdem sind das zwei Gefallen f�r einen.
Nee. Und ich verspreche dir, dir passiert nichts.
Aber ich muss das wissen. Wieso denn?
Es geht um seine Tochter.
Und was hat das mit meiner Verhaftung zu tun?
Gut, dann musst du mit deiner Pappe weiterfahren.
Ist nat�rlich schade. Wo jetzt bald Fr�hling wird.
Informationen �ber ausl�ndische Politiker ist Sache der HVA.
Das wissen Sie ganz genau. Ich kann mir nicht vorstellen,
dass Sie von den Vorg�ngen um die Magnetb�nder nichts wussten.
Das Wesen der Spionage ist die Geheimhaltung.
Das Wesen der Spionage ist Spionage.
Du wei�t doch, wie das ist. Dann, dann...
Der, der bei deiner Verhaftung noch dabei war, war das der hier?
Ja.
Ja. Irgendwas stimmt mit dem nicht, das sag ich euch.
Als ich meinen Trabbi zu Sielski in die Werkstatt gebracht habe,
stand der Typ pl�tzlich vor mir.
Hat so mir nichts, dir nichts den ganzen Laden gekauft.
Danke, G�rlitz.
Wirklich, danke. Ist schon gut.
Wir sind doch schlie�lich Freunde.
So, Peter. Und jetzt k�mmern wir uns um dein Auto.
Kommst du mit? Nee, macht mal.
Der hat sogar ein gepolstertes Armaturenbrett.
Die Magnetb�nder, wenn es sie gibt,
w�ren 'ne erstklassige Lebensversicherung.
Und wenn ich davon w�sste,
w�rde ich die an mich nehmen und nicht mit Ihnen teilen.
M�glicherweise kommen Sie nicht an die B�nder ran.
M�glicherweise kann ich sie beschaffen und kopieren.
H�tten wir beide was davon. Oh.
Mir wird ja ganz warm ums Herz,
wie r�hrend Sie sich um mein Wohl k�mmern.
Aber ich hab Ihnen doch gesagt, Sie k�nnen sich auf mich verlassen.
Ist Ihnen klar, mit wem Sie sich da einlassen?
Die HVA ist die einzige Abteilung, die noch halbwegs funktioniert.
Trauen Sie sich das zu, sich mit denen einzulassen?
Absolut. Auch ich hab meine Kontakte in die HVA.
Na, dann.
Zeigen Sie mal, was Sie k�nnen, Kupfer.
Wenn's schiefgeht, wei� ich von nichts.
Ich sag denen einfach, dass Sie mich beklaut haben.
Wenn Sie mich hintergehen...
Ich hetze Ihnen Leute auf den Hals,
da k�nnen Sie sich aber 'ne Pfeife anbrennen.
Warum sollte ich Sie hintergehen? Warum schei�t der B�r in den Wald?
Sie k�nnen gehen.
Woher hast 'n du das?
Das spielt keine Rolle. Mensch, woher hast du das?
Das kann ich nicht sagen.
Aber das Foto wurde einen Tag vor Roberts Tod aufgenommen.
Der Typ, der ihn ins Auto zieht, hat Sielskis Werkstatt gekauft.
Wieso scheidet der kurz nach Roberts Tod aus der Stasi aus?
Und wie kommt der zu so viel Geld?
Meine Mittagspause ist gleich rum, ich muss die Akte zur�ckbringen.
Hier steht, eine �rztin war bei Julia.
Sie hat sie wiederbelebt, als der Krankenwagen kam.
Hier steht kein Name von der �rztin. Dann war's nicht so wichtig.
Erinnerst du dich, wie die hie�? Nein.
Ja. Irgendwas mit Sommer.
Martin, ich muss jetzt los. Etwa Maiwald?
Dr. Maiwald? Die wohnte um die Ecke. Ja, kann sein.
Wenn die so schnell vor Ort war, hat die was gesehen.
Nein, sonst w�rde es da stehen.
Ich habe das so genau wie m�glich gemacht damals.
Bis mir der Fall aus der Hand genommen wurde.
Du kannst mir glauben. Sie hat nichts gesehen.
Trotzdem m�sste ihr Name in der Akte stehen.
Haben die Kollegen, die den Fall �bernommen haben, ihn entfernt?
Dazu bestand keine Notwendigkeit. Sie hat ja nichts gesehen.
Tsch�ss.
Wo ist denn der Chef? - Der ist dr�ben im B�ro.
Ja?
Major Rothals?
Ex-Major. Was kann ich f�r Sie tun?
Welche �berraschung, dass Sie die Werkstatt �bernommen haben.
Mein Exmann ist schon jahrelang Kunde hier.
Sie sind doch... - Genau.
Die b�se Exfrau von Ihrem Ex-Chef.
Ihnen geht es wohl richtig gut. - Ich kann nicht klagen, ja.
Ich bin hier, um mit Ihnen �ber Pfarrer Wolff zu sprechen.
Sie haben ihn kurz vor seinem Tod gewaltsam in ein Auto gezerrt.
Sie und Ihr Vorgesetzter wollten ihn zum IM machen.
Aber er wollte das nicht. Kurz danach war er tot.
Und bevor Sie sich jetzt �berlegen, wie Sie mich anl�gen k�nnen...
Was wollen Sie?
Ich wei�, dass Robert Wolff nicht freiwillig aus dem Leben schied.
Wenn ich sehe, wie komfortabel Sie aus dem Dienst ausschieden,
m�ssen Sie eine ganze Menge Schweigegeld bekommen haben.
Bl�dsinn. Ich habe einfach... - Einfach nur Gl�ck gehabt.
Das haben gerade viele Leute. Einfach nur Gl�ck.
Oder einfach nur Pech?
H�ren Sie, Sie sollten sofort mein B�ro...
Wenn ich mit meinem Wissen in die �ffentlichkeit gehe,
ist Ihr kleines privates Gl�ck ganz schnell vorbei.
Ich habe sehr gute Kontakte zur Westpresse.
Damit stelle ich Sie f�r den Mord an Robert Wolff an den Pranger.
Sie sind ja verr�ckt.
Oder Sie sagen mir, wie Robert tats�chlich gestorben ist.
Dann bringe ich die Geschichte nicht an die �ffentlichkeit.
Vielleicht sind ja gar nicht Sie,
sondern Ihr damaliger Vorgesetzter Falk Kupfer verantwortlich.
Sie gehen jetzt besser.
Ich lass Sie nicht in Ruhe, bis ich wei�, wie Wolff starb.
Ich komm morgen wieder.
Mit Fotografen und Reportern von der Westpresse.
Major Rothals. Ich muss abtauchen. Sofort.
Damals, als Anna vertauscht wurde nach der Geburt...
Falk war in dieser Nacht dabei. Im Krankenhaus.
Hast du davon gewusst?
Woher... Hast du davon gewusst?
Seit wann? Nach Julias Tod.
Du hast mich die ganzen Jahre angelogen.
Ich wollte, dass du deine Tochter findest.
Und verhindern, dass du Falk den Sch�del einschl�gst.
Martin. Du h�ttest Anna nie wiedergesehen,
wenn ich nicht mit Falk einen Handel gemacht h�tte.
Hat Falk auch etwas mit Julias Tod zu tun?
Wie kommst du jetzt darauf? Beantworte mir einfach meine Frage!
Und l�g mich nicht an. Nie wieder.
Sei froh, dass ich �berhaupt noch mit dir rede.
Ich wei� es nicht!
Ich kann's mir aber nicht vorstellen!
Falk w�rde nie so weit gehen.
Erinnerst du dich an Dr. Maiwald, die wir damals gesucht haben,
damit sie uns was �ber Annas Verschwinden erz�hlt?
Ja.
Diese Frau war am Unfallort und versuchte, Julia zu retten.
Aber ihr Name wurde aus der Unfallakte entfernt.
Wei�t du etwas dar�ber? Nein.
Ich will, dass du diese Dr. Maiwald f�r mich findest.
Was versprichst du dir davon?
Ich will endlich wissen, was wirklich passiert ist.
Und wenn ich Falk nicht den Sch�del einschlagen soll,
hilfst du mir dabei.
Was ist hier los? - Das kann ich Ihnen nicht sagen.
Erschossen hat der sich. - Wer?
Na, der Rothals.
Ich hab das ja gleich gesagt: Mit dem stimmt was nicht.
Kauft einfach dem Sielski die Werkstatt ab.
Wo hat denn der so viel Geld her? Was ist denn los?
Ich sag doch nur meine Meinung.
Morgen.
Siehst nicht gut aus.
Ich wei�. - Was machst 'n Silvester?
Wei� ich nicht. Mir ist nicht so nach feiern.
Magst du reden? - Glaub nicht.
Komm schon, wir m�ssen feiern.
So 'n Silvester kommt nie wieder. Alle drehen durch.
Thomas ist mit 'nem Kumpel nach Hamburg.
Die kennen dort kein Schwein. Ist das nicht der Hammer?
Nicki, es tut mir leid. Ich bin...
Er fehlt mir so.
Wei� ich doch. Mir doch auch.
Wei�t du was? Wir l�ten uns die Birne zu.
Nur wir beide. Ist das 'n Plan oder nicht?
Schei�e, du darfst ja nicht l�ten.
Dann tanzen wir eben. Wie die Affen.
Ja, nach London. Wo ist das Problem?
Es gibt noch keine Projektnummer, aber der Chef hat das abgesegnet.
Ja, sag ich ja.
9. Januar, und dann brauch ich ungef�hr drei Tage.
Bier?
Ja. Super, vielen Dank.
Fliegst nach London?
Ja, ich muss da was recherchieren f�r 'n Kollegen.
Aha.
Hat sich der Anwalt schon bei dir gemeldet?
Irgendwelche Ideen f�r heut Abend?
Blo� keine Massen, die sich verbr�dern.
Du?
Ja, ich hab da 'n super Vorschlag. Wir steigen Mitternacht aufs Dach,
rei�en uns die Klamotten vom Leib und treiben's bei Feuerwerk.
Du siehst echt bescheuert aus.
Guck dich mal an.
An Ihrem Selbstmord zweifelt keiner, Rothals.
Sie kamen mit den Ereignissen nicht klar. Wie Genosse Kulisch.
Und um die Werkstatt werde ich mich k�mmern.
Danke, Genosse Generalmajor.
Viel Gl�ck.
Willst du? - M-m.
Also, deine Frau Dr. Maiwald hat in MfS-eigenen Wohnanlagen gelebt.
Dann ist sie nach Dresden gezogen.
Mit der Mauer�ffnung hat sie die DDR verlassen.
Das Letzte, was ich erfahren konnte, war,
dass sie sich ein Flugticket nach London gekauft hat.
London?
Um es vorwegzunehmen: Falk hat damit nichts zu tun.
Dazu reichen seine Kompetenzen nicht aus.
Wie kann es sein, dass in Erfurt und Leipzig
die B�rgerbewegungen Zugang zu den Stasizentralen bekommen,
wir in Berlin aber nicht?
Weil hier alle F�den zusammenlaufen
und der Widerstand der Stasi wesentlich st�rker ist.
Modrow nutzt die Schmierereien in Treptow aus.
Wir verhandeln uns zu Tode, und die vernichten alles,
woraus man denen 'n Strick drehen kann.
Die m�ssen sehen, dass sie uns nicht l�nger verarschen k�nnen.
Wir demonstrieren so lange vor dem Schweineladen,
bis sie uns reinlassen, und sichern alles, was �brig ist.
Was, wenn wir nicht reinkommen? Wenn die schie�en?
Wenn da 'n paar tausend Leute aufkreuzen,
ziehen die den Schwanz ein! - Genau!
Roman. Das ist ja 'ne �berraschung.
Kann ich mit dir sprechen, Vater?
Na ja, klar. Komm.
Gehen wir in den Garten? Ja.
Schluss mit Stasi-Folter. Glaub doch den Quatsch nicht.
Schei�e, Papa. Du hast Leute gefoltert und gequ�lt.
Gib's doch wenigstens zu. Sei doch ein Mal ehrlich.
Du hast auch an die DDR geglaubt. Das hast du erwartet.
Ich meine, mochtest du die DDR?
Ja. Aber was hat das damit zu tun, was du getan hast?
Das Land h�tte ohne unseren Schutz keine Chance gehabt.
Woher wei�t du das? Guck dich doch um.
Also heiligt der Zweck die Mittel? Ja, absolut.
Das hei�t, du machst immer noch weiter?
Das Problem ist, dass es den Zweck nicht mehr gibt.
Im Grunde gibt es nur die Familie.
Wenn die DDR so schwach war, wie konntest du an sie glauben?
Ich hab an die Idee geglaubt, den Sozialismus.
Aber die Menschen sind einfach zu schwach daf�r.
Und, glaubst du immer noch daran? An die Idee?
An die Idee werde ich immer glauben, aber momentan...
Aber warum machst du dann weiter?
Ich kann nichts anderes als k�mpfen, Roman.
Also k�mpfe ich.
F�r die Familie.
Ich kann nicht k�mpfen.
Und wenn ich's k�nnte, w�sste ich nicht mal, wof�r.
Komm mal her.
(Rainer) Wir m�ssten mal reden.
Wie sieht's aus? Heute um acht an der Eisbahn?
Hallo, hier ist Rainer, der Papa von Elli.
Der Papa von Elena.
Ich hab die Nummer von deinem Anwalt. Wir m�ssten...
Da kommt er.
Warum wolltet ihr mich sprechen?
Wir haben 'n Test machen lassen, kurz nachdem ihr weg wart.
Wir sind nicht die Eltern von Elena. So.
Schei�e.
Ich k�nnte dich umbringen f�r das, was du uns hier antust.
Was machen wir 'n jetzt?
Ich meine, Elena...
Wie habt ihr sie genannt? Anna.
Ich hab so lange nach ihr gesucht.
Wir haben gesucht.
Julia ist dabei ums Leben gekommen. Ich kann nicht...
Ich h�tt's ja genauso gemacht.
Trotzdem, was machen wir denn jetzt? Wir k�nnen Elena nicht einfach sagen:
"So, hier April, April. Irrtum vom Amt, das war's.
Hast 'n neuen Vater." Schei�e, verdammte, so ist das doch!
Unser ganzes Leben ist doch 'ne einzige L�ge, oder was?
Oder wir r�cken sie eben nicht raus und lassen uns verklagen oder...
K�nnen wir nicht...
irgendwie vielleicht...
gemeinsam einen Weg finden?
F�r Anna.
Elena, mein ich.
Das sagt sich so leicht.
Wie soll 'n das gehen?
Wei� nicht.
Ich wei� nur, dass....
Elena hat bei uns ihr Zuhause.
Ich wei�. Das wei� ich.
Ich h�tte ihr das so gern gegeben.
Danke, dass ihr euch bei mir gemeldet habt. Ich...
Alles in Ordnung?
Ja.
Ich kenn Sie doch irgendwo her, oder? - Nein, das kann nicht sein.
Na, komm.
Warten Sie mal.
Ich bin Dunja Hausmann, die S�ngerin aus der DDR.
Ich hab Freunde und Bekannte an die Stasi verraten.
Und einer davon hat sich das Leben genommen.
Ja, wollen Sie sich jetzt auch umbringen?
Da helfen Sie niemandem mit.
Woher wissen Sie das? - Weil's feige w�r.
Ich hab f�nf Jahre in Bautzen gesessen,
weil mein bester Freund mich bei der Stasi verraten hat.
Aber ich w�rde nicht wollen, dass er tot ist.
Na, komm.
Keine Blumen?
Hast vergessen, dass ich heute zur�ckkomm?
Ich hab mich heute mit den Simkows getroffen.
Die haben selbst 'n Test machen lassen.
Das ist ja gro�artig.
Sie wollen sich also ohne Anwalt mit dir einigen? Ja.
Und? Freut dich das?
K�nntest du dir vorstellen, mit mir Anna ein Zuhause zu geben?
Ja, das... Das kann ich mir vorstellen.
Warum warst du in London?
Bist du jetzt sauer, dass ich nicht da war?
Dr. Maiwald wohnt in London.
Woher wei�t du das?
Ich m�chte nie wieder im Leben angelogen werden.
Ich m�chte auch nie wieder, dass andere entscheiden,
was richtig f�r mich ist.
Oder ob sie mich sch�tzen m�ssen vor irgendwelchen Wahrheiten.
Das gilt besonders f�r den Menschen, mit dem ich zusammenleben will.
Verstehst du das?
Ja.
Gut.
Was hat Dr. Maiwald �ber den Tod von Julia erz�hlt?
Sie werden mich nicht los, bevor Sie mir sagen, wo mein Kind ist!
Ich kenne Sie nicht.
Ich wei� �berhaupt nichts von Ihrem Kind!
Frl. Hausmann?
Was wollen Sie hier? Ihr Kind ist tot.
Nein! Nein, es lebt! Ich wei� es!
Und Sie machen mir keine Angst mehr, nie wieder!
Nein!
Trotz allem war es ein Unfall, Martin.
Julia ist weggelaufen.
Ja, vor Falk. Ja.
Und jetzt?
Ist merkw�rdig, wie das Leben einfach so weitergeht.
Als wenn nichts eine Bedeutung hat.
Was machste denn jetzt?
Ich geh zur Arbeit.
Die brauchen mich da.
Hier. Wir gehen da hin. Die ganze Belegschaft.
Kommst du mit? Wir mauern denen den Laden zu.
Wei� nicht.
Wie, du wei�t nicht? Was willst 'n da wissen?
Stasi auf den Sonderm�ll!
Stasi auf den Sonderm�ll!
Stasi auf den Sonderm�ll!
Stasi auf den Sonderm�ll!
Stasi auf den Sonderm�ll! - Stasi raus!
(Alle) Stasi raus!
Stasi raus!
Stasi raus!
Stasi raus!
Stasi raus! Stasi raus! - Keine Gewalt! Keine Gewalt!
Halt! - Stasi raus!
Stopp! - Stasi raus!
Hey! H�rt auf! Stopp! - Stasi raus! Stasi raus!
Stasi raus!
Stasi raus!
Stasi raus!
Stasi raus!
Stasi raus!
Stasi raus!
Stasi raus!
Stasi raus!
Stasi raus!
Stasi raus!
Was machst du denn hier?
Das Geb�ude sollte doch l�ngst ger�umt sein.
Ja, du bist ja auch noch hier.
Stopp die Aktenvernichtung! Rede mit den Leuten drau�en!
Wozu? Uns fliegt alles um die Ohren!
Wir tragen politische Verantwortung. Wir sind offiziell nicht da.
Die Sicherung ist Sache der VP.
Du willst dich hinter Polizisten verstecken?
So wie die anderen, die sich in konspirativen Wohnungen verkriechen?
Falk.
Glaub mir, ich hab alles im Griff.
Da drau�en l�uft die Situation ausm Ruder.
Die �berrennen uns einfach.
Daf�r sind wir nicht ausger�stet. Wir �ffnen das Tor.
Wir leiten die Leute in die weniger wichtigen Geb�udeteile um.
Macht das Tor auf! Macht das Tor auf!
Macht das Tor auf! Macht das Tor auf!
Sobald das Tor aufgeht, geh ich rein.
Macht das Tor auf! Macht das Tor auf!
Macht das Tor auf! Macht das Tor auf!
Du bleibst hier.
Stasi raus! Stasi raus!
Stasi raus! Stasi raus!
(Mann:) Geht doch mal weiter da unten!
Martin.
Hier hast du also die ganzen Jahre gesessen, Falk.
Was willst du?
Ich wei�, wie Julia gestorben ist.
Du hast uns nicht nur unser Kind weggenommen,
du bist auch schuld an Julias Tod. Warum hast du das getan?
Martin...
Das... das war 'n Unfall.
Was bist du f�r eine feige Sau!
Weil ich gl�cklicher war als du? Hm?
War's das?
Das w�rdest du nicht verstehen.
F�r dich ging's immer nur um dich. Immer nur dich, dich, dich.
Die Familie war dir doch schei�egal.
Wei�t du, was wirklich verr�ckt ist?
Es hat mich nicht �berrascht, als ich erfuhr, was du getan hast.
Bleib stehen. Du hast mir meine Frau genommen.
Aber meine Tochter hab ich wiedergefunden.
Ich werde sehen, wie sie aufw�chst und ein gl�cklicher Mensch wird.
Bleib stehen, Martin!
Und eines Tages erf�hrt sie die Wahrheit �ber ihren Onkel.
Der verantwortlich ist f�r den Tod ihrer Mutter,
und sie wird stark genug sein, dass sie das aush�lt.
Sie ist jetzt schon viel st�rker als du.
Falk.
Ich glaub nicht, dass du mich umbringst.
Falk.
Dazu fehlt dir das R�ckgrat.
Du tust mir leid.
Sind Sie zufrieden?
Sie haben aufs richtige Pferd gesetzt.
Ob Sie's glauben oder nicht, mir hat dieses Land was bedeutet.
F�r Leute wie Sie wird es immer ein Land geben, das sie braucht.
(TV) Stasi raus! Stasi raus!
Ist es vorbei?
Ja.
Wo ist Martin? - Ich wei� es nicht.
Und Falk?
Ich wei� es nicht.
Welchen Sinn hat es, mich jetzt noch zu erschie�en?
Und welchen Sinn hat es, es nicht zu tun?
Ich werde Ihr Leben zerst�ren, wie Sie meins zerst�rt haben.
Mach zu, die Jacke.
So.
Tsch�ss, mein Schatz. Viel Spa�.
Martin?
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