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Da kommt sie ja endlich. - Die ist so bescheuert und stur!
Papa, gut, dass du da bist. Oma ist so bl�de.
Tag erst mal. Wieso?
Wir wollen Fotos machen, aber die l�sst uns nicht.
Fotos? F�r 'n Horrorfilm?
Och, Papa. - Hi.
Ich bin Ronnie. Hm.
Ich hab ein Modeatelier in der Friedrichstra�e.
Lisa war so nett, uns Ihr Haus als Ort f�r Fotos anzubieten.
Wir wollen die Mode des Aufbruchs
in Kontrast setzen zur Lebenswelt der selbsternannten Elite.
Aha.
Was wollen Sie machen? Mann, Papa! Modefotos, Portr�ts!
Sexy, erotisch. Ronnie ist ein echtes Genie.
Mit den Fotos kommen wir alle nach Paris.
Stimmt doch, oder? - Ja.
Das fetzt doch, oder?
Komm, dann gehen wir eben in den Wald.
Da gibt's 'n sch�nen kleinen See. Da kriegste deine Naturromantik.
Lisa, kommst du mal bitte?
Ich will diese Leute weder im Haus noch auf dem Grundst�ck haben.
Wei�t du, in welcher Lage wir sind? - Was kann ich denn daf�r?
Ich hab mit euerm ganzen Stasischei� doch nichts zu schaffen!
Pass auf, was du sagst!
Ich will sowieso nicht, dass du Fotos mit denen machst.
Was soll denn das jetzt? Ronnie ist 'n Genie!
Ich schaff's nach London oder Paris! Als was?
Als Mannequin.
Ronnie sagt, alle gro�en Agenturen aus dem Westen kommen hierher.
Sagt er das? Und woher will er das wissen?
Dem kannst du nicht trauen! Das ist 'n Spinner!
Mannequin ist doch kein Beruf!
Du hast doch nur Angst, dass ich's hier raus schaffe.
Weil du dich immer hier versteckt hast!
Jetzt gehst du eindeutig zu weit! - Du hast Angst vor der Freiheit.
Ihr beide! Ihr habt gelernt, Duckm�user zu sein!
Aber ich bin anders! - Du wei�t ja Bescheid!
Du wei�t nichts von uns.
Und sich gehen lassen ist keine Freiheit.
Ihr k�nnt mich mal. Alle beide!
B�h!
G�rlitz? Ja, ist laut hier.
Kann ich in der Mittagspause den Trabbi haben?
Ich m�sste mit 'nem Kollegen... G�rlitz?
Sag mal, G�rlitz, was ist denn los?
Wieso legst du einfach auf, wenn ich dich nach dem Trabbi frage?
Ich find das ganz sch�n dreist. Nein, frech. Nein, unverfroren!
Fragst mich nach der Pappe. Nach allem, was du mir angetan hast!
Was hab ich dir denn angetan?
Wegen deiner bescheuerten Idee? Tu nicht so scheinheilig!
Du hast mich bei der Stasi verpfiffen!
Spinnst du?
Der Plan war todsicher. Nur du wusstest davon.
Und die nehmen mich hops! Was sagt uns das?
Dass dein Plan bescheuert war, G�rlitz!
Ich hab dich gewarnt! Er war todsicher!
Nee, G�rlitz, nee! Also...
Schau mich an. Sch!
So. Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich dich verpfeife?
Warum soll ich denn das machen? Ich hab mit der Stasi nix zu tun!
Au�erdem sind wir Freunde! Der Mensch �ndert sich.
Was wei� ich? Keine Ahnung.
Ich h�tt ja auch nicht gedacht, dass mich Gitta mal verl�sst.
Und schlie�lich hat mich dein Bruder verhaftet!
Und Blut ist dicker als Wasser. Wei�t du,
ich habe nicht mal einen Bruder.
Ich bin ganz allein in diesen Zeiten.
Also, eigentlich nicht ganz. Da gibt es ja noch Heike.
Aber die ist ja auch nur ein sehr schwacher Trost.
Du hast nichts davon gewusst? Nein!
Schw�re. Och, komm!
Komm... Ja, ich schw�r's! Indianerehrenwort.
Ich w�rde dir ja gerne glauben,
aber das ist jetzt ein sehr schwerer Schritt f�r mich.
Sag mal, wieso bist du...
Wenn die dich verhaftet haben, wieso bist du noch im Dienst?
Ich sagte ja: Die Stasi ist ein fast zahnloser Tiger.
Ich hab jetzt was Neues, was ganz Besonderes entdeckt!
Preisausschreiben! Im Westen gibt's die st�ndig!
Da kann man ganz tolle Sachen gewinnen.
Ich denke, die haben 'n Ostbonus, um uns zu unterst�tzen.
Hast schon was gewonnen? Nee.
Aber das ist nur eine Frage der Zeit! Was ist mit deinem Begr��ungsgeld?
Wieso? Das holen wir mehrmals.
Ich hab's schon dreimal gemacht. Das ist ganz einfach.
Du hast dich da dreimal den ganzen Tag angestellt?
Nein. Auch einmal nachts.
Hier, du versuchst das zu l�sen, ganz einfach mit der Klinge.
Und schon wieder wie neu. Voila!
Sehr gut. Und mit dem Geld gehen wir in die Spielhallen.
Freunde im Rausch des D-Mark-Saloons. Nee, du.
Aber ich lad dich auf 'n Bier ein. Andermal.
Ich muss ja noch die ganzen Preisausschreiben machen.
Hier, du kannst meinen Trabbi haben. Bis um f�nf!
Vielleicht w�schst du ihn vorher mal?
Mhm.
Hallo! Bin hier!
Kann ich? Ja.
Na?
Wer ist 'n das?
Keine Ahnung, war auf einmal auf dem Spielplatz.
Ich find's richtig, was du vorhast.
Vielleicht sind die noch beim Schlittschuhlaufen.
Siehst du sie?
Mhm. Da.
Elli!
Alles in Ordnung? Ja.
Elli! Was machst denn du?
Ach, Maus. Hast du dir wehgetan?
Hast du mir das Leben gerettet?
Nee. Ganz so dramatisch war's nicht. Aber du hast f�r mich geblutet.
F�r mich hat noch niemand geblutet. - Darauf muss man nicht stolz sein.
Ich hab dir 100-mal gesagt, du sollst vorsichtiger sein.
Vorsichtig ist langweilig. Stimmt doch, oder?
Na ja, manchmal ist vorsichtig sein einfach nur klug.
Klug ist auch langweilig. - So!
Erst mal 'n kleinen Schluck auf den Schreck, was?
Bitte sch�n. Danke.
Da. - Danke.
Ja, vielen Dank noch mal. - Vielen Dank. Prost.
Ich muss erst mal verdauen, dass du aus Ostberlin bist.
Wir auch. Wir haben uns �ber Ungarn vom Acker gemacht.
Jetzt machst du r�ber und rettest meine Kleine.
Ist doch Wahnsinn, oder? Na ja, wir sind zu Besuch.
Ja... Ich bin zu Besuch. Katja ist von hier.
Ach, echt?
Ist ja romantisch.
Ja, wir m�ssen jetzt dann auch mal.
Haste Angst, sie machen den K�fig zu, bevor du zu Hause bist?
Was? Zuzutrauen w�r das den Knallk�pfen.
Aber so leicht kommt ihr mir nicht davon.
Da ist 'n Essen f�llig, vom Feinsten. Wie sieht's 'n aus?
Keine Widerrede! Was meinst du, Elli?
Au ja! Dann zeig ich dir mein Zimmer. (Katja) N�chsten Samstag?
(Rainer) Das w�r gut! (Maria) Um sieben? Ulmenallee 26.
Ich geh da nicht hin!
Wenn du einen Vaterschaftstest durchsetzen willst,
brauchst du handfeste Beweise!
Also, dann heiligt dir der Zweck die Mittel.
Wir k�nnten ganz unverbindlich �ber Anna und die Geburt reden!
Vielleicht erfahren wir was Neues. Das sind Stasi-Methoden!
Die Leute vertrauen uns! Jetzt mach aber mal 'n Punkt!
Das ist ganz normale Recherche!
Willst du, dass Anna wei�, wer du bist? Ja oder nein?
Du kannst aber auch weiter sagen:
Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.
Wieso bist du so dahinter her?
Ich will, dass es dir gut geht. Und Anna auch.
Du kennst sie doch �berhaupt nicht! Ja, stimmt.
Martin, wenn du jetzt kneifst,
wirst du dir das ein Leben lang vorwerfen.
Und feige ist es auch.
Ich wei�, f�r viele von uns ist die Umbenennung
in "Amt f�r Nationale Sicherheit" nur schwer zu verkraften.
Ich selbst habe dem Ministerium f�r Staatssicherheit
fast mein ganzes Leben lang stolz gedient.
Mein Vater, ihr wisst das alle, hat sein junges Leben
im Kampf gegen Frankos Faschisten f�r die spanische Republik gegeben.
Das hat mein Leben gepr�gt.
Ich wurde Tschekist und habe wie wir alle einen Schwur geleistet.
Und dieser Schwur gilt, Genossen!
Wir werden diesem Land weiter dienen, mit all unserer Kraft!
Egal, unter welchem Namen! Und auch unter der neuen Regierung.
Wenn wir die Sicherheitspartnerschaft mit den Sicherheitsorganen ablehnen,
w�chst daraus die Gefahr von Gewalt. Wollen wir das?
Ich arbeite mit den Schweinen nicht mehr zusammen!
Die haben mir das Leben zur H�lle gemacht!
Die haben mich erpresst, erniedrigt! Sicherheitsorgane.
Wenn ich das h�re, k�nnt ich kotzen.
Das ist gerade von dir eine sehr bemerkenswerte Aussage.
Was soll der Schei�?
Das Land blutet aus, menschlich und wirtschaftlich!
Wenn wir das nicht meistern, gibt's die DDR bald nicht mehr!
Deswegen sollten wir den Aufruf "F�r unser Land"...
Na, sitzen wir wieder alle brav zusammen und reden?
So ist's richtig.
Immer sch�n reden.
Merkt ihr eigentlich �berhaupt nicht, wie ihr verarscht werdet?
Die Stasi �ndert einfach den Namen, ein paar Leute werden ausgetauscht,
und sonst geht einfach alles so weiter.
Robert ist umgebracht worden. - Das wei�t du doch gar nicht!
Alle Anzeichen sprechen dagegen. - Doch, das wei� ich!
Und ich schei�e auf die Anzeichen.
Robert war niemals depressiv, das wei� ich!
Aber ihr,
ihr hakt das einfach ab,
malt Plakate, demonstriert,
und nichts ver�ndert sich. Nichts!
Hier.
Bitte sch�n. Ich hab ein Schreiben von der Polizei bekommen,
dass die nicht mehr weiter wegen Roberts Tod ermitteln.
Einfach so. Ohne Erkl�rung.
Sauerei. Aber genau so was k�nnen wir eben nur
in einer Sicherheitspartnerschaft auf Augenh�he besprechen.
Aber daf�r m�ssen wir erst mal vor unserer eigenen T�r kehren,
sonst nimmt uns keiner ernst. - Wie meinst du das?
Wir sind unglaubw�rdig, wenn wir prominente Mitglieder sch�tzen,
obwohl sie jahrelang mit der Stasi zusammengearbeitet haben.
Schei�e! Darum geht's mir nicht! - Aber mir!
Das treibt mich schon lange um! - Was hat das mit Roberts Tod zu tun?
Vielleicht mehr, als dir lieb ist.
W�re die Druckaktion nicht verraten worden,
w�rde Robert vielleicht noch leben. - Das ist doch Quatsch!
Solange wir Verr�ter dulden, sind wir nicht sicher!
Jetzt mach mal 'n Punkt!
Nichts schw�cht uns mehr, als wenn wir uns gegenseitig misstrauen.
Die Leute, die du meinst, dazu geh�r ich auch,
haben alles gesagt. - Hast du uns wirklich alles gesagt?
Oder du, Dunja? (Nicole) Luschi, das ist so schei�e!
Wir sind doch hier nicht bei der Stasi.
K�nnt ihr mal aufh�ren, euren alten Schei� aufzuw�rmen?
Wir sind alle hier, weil wir was ver�ndern wollen.
Ich versteh ja, dass du deine Flamme sch�tzen willst.
Aber ich bin mir immer noch nicht sicher, Dunja,
ob ich wirklich wei�, wie viel du der Stasi verraten hast.
Du bist so ein Arschloch! - Du sollst ruhig sein!
Ich hab euch alles gesagt.
Und wenn du Gift verspr�hen willst, musst du das tun.
Ich kriech nicht vor dir!
Ich hab f�r meine Fehler bezahlt. Schwer.
Und wahrscheinlich mehr als jeder andere hier.
Meine Tochter ist tot.
Frank, was willst du eigentlich?
Dass Dunja und ich aus der Gruppe ausgeschlossen werden?
Wer das noch will, der hebt jetzt die Hand hoch.
Gut. Dann w�r das ja gekl�rt.
Na, was schreibt der Klassenfeind? Hm?
Wir haben keine Feinde mehr. Das hat Steven in der Schule gesagt.
Na, dann sag dem Steven mal, sch�n w�r's.
Iss mal. Wir m�ssen gleich los.
Falk, hast du was von Roman geh�rt? Wo wohnt er denn jetzt?
Bei Freunden. Wir haben vor ein paar Tagen telefoniert.
Seine Begeisterung f�r den Westen ist ziemlich abgek�hlt.
Bin sehr stolz auf ihn. Ja, er hat R�ckgrat.
Liegt ja in der Familie.
Das gibt's doch nicht.
Hm?
Was... was ist denn?
Opa, wer ist diese Frau?
Dunja Hausmann. Niemand, mein Engel.
Geh schon mal Z�hne putzen. Was ist eine Ikone?
Jemand, zu dem andere aufschauen, und manchmal auch zu Unrecht.
Komm, wir gehen jetzt Z�hne putzen.
Was steht 'n da?
Hier steht, wen Dunja Hausmann alles ans Ministerium verraten hat
und welche Folgen das f�r die Einzelnen hatte.
Bis hin zum Selbstmord von diesem Redakteur.
Das war nur eine Frage der Zeit, bis das alles ans Licht kommt.
Ja, hier stehen Tatsachen,
die nur aus Dunja Hausmanns IM-Akte stammen k�nnen.
Falk.
Hast du damit zu tun?
Ich wei�, dass du mir alles Schlechte zutraust,
aber vertrau wenigstens meiner Intelligenz.
Das ist doch schlechte Presse f�r uns.
Wir sind bei solchen Geschichten doch die B�sen,
die mit ihren gemeinen Methoden die Leute fertig machen.
Begreifst du das nicht?
Das ist �belste Westpropaganda, verpackt in ein trojanisches Pferd.
Falk.
Treib's nicht zu weit.
Willst du mir drohen? Etwa mal wieder mit der Kassette?
Wenn's sein muss.
Falk, du bist am Ende, wenn der Minister erf�hrt,
dass du das Kind deines Bruders nach der Geburt vertauscht hast.
Der Minister.
Was glaubst du, was passiert, wenn Martin davon erf�hrt?
Du m�sstest ihm sagen, dass du ihn die ganze Zeit angelogen hast.
Au�erdem habe ich das f�r die Familie getan.
Ein Hausmannkind bei uns! Mutter h�tte sich bedankt!
Stell doch mal die Schei�e ab!
Ist das wahr? Ist das wirklich wahr?
Ich hab das nicht geschrieben! Woher soll ich das wissen?
Frag doch nicht so unschuldig! Das ist dein Artikel!
Oder wer hat das Foto da gemacht? Ich hab das nicht freigegeben!
Das muss die Redaktion gewesen sein!
Wer war denn sonst an Dunja interessiert?
Da steht "K. W."! Das bist du, Katja Wiese!
H�ltst du mich f�r bl�d?
Wei�t du, wie viele Journalisten es in der BRD gibt?
Du glaubst doch nicht, dass ich Dunja so in die Pfanne hau!
Du bist Journalistin, du willst Erfolg haben.
Wer Erfolg haben will, der muss skrupellos sein!
Ich will wissen, ob Dunja das wirklich gemacht hat!
Ich wei� es nicht! Ich hab das nicht geschrieben.
Martin! Du kannst doch jetzt nicht einfach gehen!
Rede mit mir, Dunja! - Was gibt's da noch zu reden?
Dann ist der ganze Dreck also wahr?
Du hast nicht nur harmloses Zeugs ausgeplaudert,
um deiner Tochter im Knast zu helfen, wie du uns immer erz�hlt hast.
Kenn ich deine dunkelste Schei�e? - Meine Schei�e ist privat!
Wegen dir ist Heiner gegen 'n Baum gefahren!
Weil du denen das Verh�ltnis mit Hilde gesteckt hast!
Wir waren zusammen auf seiner Beerdigung!
Das war doch ein Unfall. Das haben doch alle gesagt.
Aber in dem Artikel steht was anderes.
Aber das hab ich nicht gewollt.
Ich hab das nicht gewollt. - Ich wei�. Das glaub ich dir sogar.
Ich wei� ja, wie die dich fertig gemacht haben.
Aber niemand hat dich gezwungen, denen so viel zu erz�hlen.
Du hast uns alle angelogen.
Da kannste jetzt nicht sagen: Das hab ich nicht gewollt.
Sp�testens gestern h�ttest du reinen Tisch machen m�ssen.
Dann w�r alles vorbei gewesen.
Ja, aber mit W�rde. Mit W�rde!
Wie willst du jetzt noch singen? Wie willst du vor die Leute treten?
Geschweige denn an den Runden Tisch?
Am Runden Tisch haben so viele Dreck am Stecken!
Da sitzt die Exfrau von meinem F�hrungsoffizier!
Die sitzt am Runden Tisch! - Das wissen wir doch alle!
Willst du Vera in Sippenhaft nehmen?
Willst du, dass sich alle gegenseitig zerfleischen?
Und was soll ich jetzt machen?
Geht's dir um die Sache oder um 'n starken Auftritt?
Wenn's dir um die Sache geht, zieh dich zur�ck.
Willst du alle anderen mit in den Dreck ziehen?
Dann machst du alles kaputt.
Hau ab!
Das waren Sie, oder? Haben Sie Informationen?
Nein.
Wie, nein? Ich kann das nicht mehr.
Sie tun das Richtige.
Ohne Leute wie Sie w�rde dieses Land im Chaos versinken.
Das k�nnen Sie sich sparen. Ich steige aus. Ah ja?
Und wie wollen Sie das anstellen? Indem ich reinen Tisch mache.
�berlegen Sie mal, wie Ihre Gruppe mit Verr�tern umgeht.
Ihnen wird's wie Dunja Hausmann gehen.
Nein, sogar noch schlimmer. Weil, Sie waren ja immer der Saubermann.
Dann ist das so. Aber ich kann meinen Leuten nicht weiter schaden.
Wenn Sie aussteigen, kommt alles auf den Tisch.
Auch die schmutzigen Fotos, die wir bei Ihnen gefunden haben.
Ein f�hrender Kopf der B�rgerbewegung,
der sich von minderj�hriger, jungfr�ulicher Haut angezogen f�hlt.
Sie m�ssen bedenken, wie das der Bewegung schaden w�rde.
Ihre Exfrau wird Ihnen den Kontakt zu Ihren Kindern verbieten.
Das k�nnen Sie doch nicht wollen.
Ist doch alles gut.
Hm?
Bei der letzten Sitzung begann ich eine Diskussion �ber Dunja Hausmann.
Die Gruppe war zutiefst verunsichert.
Durch den Artikel ist sie vollkommen isoliert.
Ich bin sicher, dass ich die Gruppe damit weiter spalten kann.
Sehr gut. Wunderbar! Sorgen Sie einfach daf�r,
dass sich die Mitglieder gegenseitig mehr und mehr misstrauen.
Vielleicht probieren Sie es auch mal �ber Nicole Henning.
Ihr Sohn Thomas hat vor zwei Jahren die Druckaktion verraten.
Tja, Herr Luchnik,
ich hab's Ihnen schon damals gesagt, bei der Vernehmung:
Ihre "Freunde", die sind es einfach nicht wert.
Wen nehmen wir als N�chstes?
Das wird sie fertig machen.
Okay. Los, komm. Weiter.
Dunja?
Ich hab mir Sorgen gemacht. Ich konnte dich nicht erreichen.
Woher wissen die das alles, Hans? Ich hab keine Ahnung.
Sie m�ssen deine Unterlagen kopiert haben.
Das ist eigentlich nicht �blich. War wohl wieder dein feiner Sohn?
Oder du?
Vielleicht wolltest du mir mein Gl�ck nicht g�nnen.
Wenn es das ist, Hans, dann hast du dein Ziel erreicht.
Sven ist weg.
Bin sozusagen wieder zu haben.
Willst du's nicht mal treiben mit so 'ner richtigen Stasischlampe?
Willst du's nicht mal treiben? Dunja... H�r auf!
Greif doch zu!
Niemand bei deiner Zeitung wei�, wie ihr an die Infos gekommen seid?
Und vor allem an mein Foto!
Ach komm, das glaubst du doch selber nicht.
Wer hat bei euch die Fakten gegengecheckt?
Weil's wichtig ist, verdammt noch mal! Schei�e.
Ja?
Wer ist 'n da dran?
Wieso wollen Sie das wissen?
Wieso erz�hlen Sie mir das?
Wer sind Sie eigentlich?
Ja. Ich werd da sein.
Liebe Kollegen, ich kann da auch nichts machen.
Die drei wurden uns im Zuge der Entlassungen beim AfNS zugeteilt.
Und wir haben noch Gl�ck gehabt. Das sind Fachkr�fte!
Die waren in der Tischlerei.
Haben Mielke den Hintern gehobelt, hm?
Ich arbeite nicht mit Spitzeln!
Das ist eine Anordnung von ganz oben.
Wir haben... Wir m�ssen Mitarbeiter von Staatsorganen �bernehmen. Punkt!
So, jetzt geht bitte wieder an eure Arbeit.
Ich hab's satt, mir Befehle erteilen zu lassen von Leuten,
die ihren Posten nur haben, weil sie in 'n Hintern gekrochen sind,
dessen Kopf in einem noch viel gr��eren Hintern steckt.
Wir machen alle gute Arbeit.
Keiner von uns ist in den Westen, als die Mauer gefallen ist!
Weil wir immer noch an dieses Land und an diesen Betrieb glauben!
Aber wir sind kein Auffangbecken f�r ehemalige Mitarbeiter der Stasi.
Bravo! So seh ich das!
Ja, was ist nun? Streik?
Ja, lasst uns abstimmen! - Stimmen wir ab!
Verpisst euch endlich, ihr Stasi-Ratten!
H�ren Sie mal! Was erlauben Sie sich?
Nee, lass mal.
Dunja.
Nicht.
Geh nach Hause.
Was soll ich denn da?
Ja?
Hans?
Ich wollte spazieren gehen. Kommst du mit?
Ja. Ich... Nein, nein, nein, nein, nein.
Ich hab... Ich hab... Ich hab noch...
viel zu tun, ich muss... Mach dir nicht so viele Sorgen.
Wir haben doch schon ganz andere Zeiten durchgestanden.
Marlene. Ich m�chte nicht, dass dieses Land verschwindet.
Egal, wie viele Fehler gemacht wurden.
H�rst du das?
Wir sind so kurz davor.
In einer Woche ist der erste Runde Tisch.
Und wir zerfleischen uns.
Warum heizt Frank das so an? Wir schaden uns nur selbst.
Das mit Dunja war schlimm genug. - Er ist 'n Fanatiker.
Au�erdem ist er sauer, weil du zum Runden Tisch sollst und nicht er.
Das ist 'n eitler Sack, der �ber alle bestimmen will.
Ohne mich! Ich werd nicht �ffentlich nachtreten.
Dunja ist am Boden! Was willst du denn noch?
Wir m�ssen uns klarer distanzieren!
Denk mal mit dem Kopf, nicht mit dem Schwanz!
Ey! H�rt doch mal auf!
Ich polier dir die Fresse! - Sven, das geht so nicht!
Wir machen uns fertig. Gerade jetzt, wo es 'n Schritt weitergeht.
Merkt ihr das nicht? Robert hat mal gesagt,
jeder von uns hat eine Leiche im Keller.
Ich glaub das nicht, aber ich will gar nicht nachsehen.
Was laberst du denn da? Was soll das hei�en?
Wir sollten jemand schicken, der keine Leiche im Keller hat,
damit er nicht angreifbar ist. - Und? Wer soll das sein?
Du. Du solltest uns am Runden Tisch vertreten.
(Schmolke) Ikarus. Es ist alles erledigt.
Die Schwester kooperiert.
Aus den Unterlagen geht hervor, dass sie...
Nicht am Telefon. Behalten Sie die Frau weiter im Auge.
Wir treffen uns in einer halben Stunde. Verstanden?
Kalt heute.
Morgen wird es noch k�lter sein. - Wer sind Sie?
Verfassungsschutz? BND?
CIA?
Warum wollen Sie die Hintergr�nde dieses Artikels herausfinden?
Weil ich jemandem beweisen muss, dass ich ihn nicht geschrieben habe.
Martin Kupfer?
Warum interessieren Sie sich f�r Falk Kupfer?
Kennen Sie Falk Kupfer?
Nein. Martin spricht nicht �ber seinen Bruder.
Und nicht �ber das, was er macht. Das haben Sie mir am Telefon gesagt.
Die Informationen �ber Dunja Hausmann
wurden der Zeitung vom Amt f�r Nationale Sicherheit zugespielt.
Warum?
Das AfNS will immer noch den Gegner destabilisieren.
Eine prominente B�rgerrechtlerin �ber die BRD-Presse zu entzaubern,
ist ziemlich clever.
Wenn man die Infos nicht zur�ckverfolgen kann.
Hei�t das, die Stasi hat Leute im Demokratischen Forum?
Ja.
Es gibt mindestens einen aktiven IM, aber das k�nnen wir nicht beweisen.
Aber Sie k�nnen beweisen, dass der Artikel von der Stasi kommt?
M�glich. - Ver�ffentlichen Sie das!
Es ist nicht unsere Aufgabe, den Ruf einer einzelnen Person zu retten.
Was ist denn Ihre Aufgabe?
Sie kennen Falk Kupfer. - Nein. Das habe ich gerade gesagt.
Vertrauen gegen Vertrauen, Frau Wiese.
Ich habe ihn ein Mal gesehen, als ich Fotos gemacht hab. - Wo?
Er war dabei,
als Pfarrer Wolff von der Kreuzkirche in ein Auto gezogen wurde.
Der Pfarrer, der Selbstmord beging. Ich hab das fotografiert.
Falk Kupfer ist genau zu erkennen. - Wann war das?
Ein, zwei Tage vor dem Selbstmord.
Haben Sie die Fotos noch? - Ja. Einen Abzug.
Die Negative wurden mir gestohlen. Vermutlich von der Stasi.
Ich schlage Ihnen einen Deal vor. Ihre Fotos gegen den Beweis,
dass die Stasi hinter dem Artikel �ber Frau Hausmann steckt.
Aber Sie gehen damit nicht an die �ffentlichkeit.
Das w�re nicht in unserem Interesse
und h�tte unangenehme Konsequenzen f�r Sie.
Oh! 'tschuldigung, 'tschuldigung.
Mensch, was guckst du so bedr�ppelt?
Das haste prima hingekriegt. Die Spitzel sind wir los. Danke.
Jetzt musste aber mitfeiern, sonst hat sich das nicht gelohnt.
Gut, Maik. Mach's gut.
Bis morgen. Tsch�ssi.
Ich kann beweisen, dass ich den Artikel nicht geschrieben hab.
�hm...
Ja?
Das Amt f�r Nationale Sicherheit steckt dahinter.
Genauer gesagt, dein Bruder.
Wieso wei�t du... Ich bin gut in dem, was ich mache.
Und ich habe einiges riskiert wegen dir.
Deinen Bruder kennst du ja. Der andere ist Konstantin Welsch,
ein freier Journalist mit guten Kontakten zur Stasi.
Er bekam von Falk Material,
mit dem er den Artikel �ber Dunja geschrieben hat.
Einige Stasi-Leute bek�mpfen die B�rgerrechtler nach wie vor.
Dein Bruder ist einer von ihnen.
Er hat auch einen Informanten im Demokratischen Forum.
Woher wei�t du das alles? Das kann ich dir nicht sagen.
Ich muss das geheim halten.
Und du auch, wenn du mich nicht in Gefahr bringen willst.
Glaub mir, ich steh auf deiner Seite.
Schei�e, Martin, ich liebe dich!
Und nur f�rs Protokoll:
Ich bin nicht sauer, dass du mich wegen deiner Familie angelogen hast.
Ich muss los. Wir sehen uns sp�ter.
Na, das hat ja prima geklappt, Frau Wiese.
Woher wei�t du das?
Ich hab 'n paar neue Kollegen, die waren fr�her bei der Stasi.
Und ich hab die reden h�ren in der Mittagspause.
Dass ihr eben einen IM haben sollt.
Wer soll das sein?
Keine Ahnung. Konnt ich ja schlecht fragen.
Ich hasse Blumen.
Ist das alles?
Das ist ein Anfang.
(TV) In einer Menschenkette von �ber 1400 km L�nge
kreuz und quer durch die DDR forderten mehrere Hunderttausend,
die demokratische Erneuerung des Landes voranzutreiben.
Die Aktion S�hnezeichen, das Neue Forum und andere Gruppen
hatten zu der Aktion aufgerufen,
als Zeichen der Hoffnung und Entschlossenheit.
Herr Kupfer, haben Sie vielleicht einen Moment f�r uns?
Wer sind Sie? CIA, BND?
Ist Ihnen klar, welche Konsequenzen diese Aktion f�r Sie hat?
Was denn f�r eine Aktion? Wir wollen doch nur mit Ihnen reden.
Sicher, wir sind der Feind.
Aber vielleicht werden ja wir Ihr Freund.
Das liegt ganz bei Ihnen.
Major Rothals, wie er Pfarrer Wolff in ein Auto schiebt.
Kurz vor dessen "Selbstmord". Und Sie stehen daneben.
Pfarrer Wolff steigt in ein Auto ein. Na und?
Ein Auto des MfS. Und sicherlich stieg Wolff nicht freiwillig ein.
Ja, Major Rothals hat mit Pfarrer Wolff gesprochen.
Ein ganz normaler Vorgang. Wolff war IM.
Damit kam er seelisch nicht klar, deshalb hat er sich auch umgebracht.
Da Sie mich offenbar schon l�nger aufm Schirm haben,
wissen Sie wohl, dass es einen Abschiedsbrief gibt.
Wenn man mir etwas vorwerfen kann,
dann, dass ich die seelische Not von Wolff nicht erkannt habe.
Das werfe ich mir bis zu einem gewissen Grad vor.
Aber wer kann in einen anderen hineinschauen?
R�hrend. Soll ich das Foto mal Major Rothals zeigen?
Er wird meine Version best�tigen.
Und warum wurde das Negativ aus einer Wohnung in Westberlin gestohlen?
Das passt nicht zu dem neuen Image, das Sie ihrer Beh�rde geben wollen.
Ist das alles? Nein.
Sie sind f�r Julia Hausmanns Tod verantwortlich, das wei� ich.
Ist doch nur 'ne Zigarette.
Ich denke, es ist fair, wenn Sie wissen, wer wir sind.
Sie erinnern sich?
Kein Mensch wei�, was sich da noch entwickelt.
Und wenn der Russe eingreift, ist ganz schnell Ruhe im Karton.
Das l�sst sich nicht so schnell zur�ckdrehen.
Einfach irgendwo neu anfangen? Ich h�tte auch Heimweh.
Ohne Familie h�tte ich das nie gemacht!
Elena hat hier viel gr��ere Chancen. - Manchmal hab ich auch doll Heimweh.
Dann kuschel ich mich aber ganz doll an Mama.
Und ich les ihr alte Kinderb�cher aus dem Osten vor.
Oder wir gucken "Herr Fuchs und Frau Elster".
Verr�ckt! - Find ich nicht.
Kann ich deinen Nachtisch haben? Magst du kein Tiramisu?
Ach so. Doch. Aber ich... Ich bin schon so satt!
Willst du vielleicht? Ja!
Aber Fr�ulein, danach wird's echt Zeit!
Z�hne putzen, Schnute waschen, Schlafanzug und ab in die Falle.
Kommst du mit? Ich will dir doch noch mein Zimmer zeigen.
�hm...
Ich wollte Julia Hausmann in den Westen schmuggeln,
aber das ging ja leider schief.
Beim Verh�r haben Sie alle Register gezogen.
Und mich fast gebrochen.
Zum Gl�ck holte mich meine Regierung da raus.
Das rechne ich ihr bis heute hoch an.
Nach meiner Freilassung wollte ich das System hier im Osten bek�mpfen.
Sie haben mir meinen beruflichen Weg gezeigt.
Das hat doch eine gewisse Ironie, finden Sie nicht auch?
(Elena) Hier drin sind wir unsichtbar.
Hier, den musst du ganz fest in deiner Hand halten.
Dann sieht man dich nicht. (Maria) Elena?
S��e, bist du im Bad? Ich h�r gar kein Z�hneputzen.
So ein K�se. Ich bin 'ne Piratenfee! Ich muss keine Z�hne putzen!
Ich wei�, wo du dich versteckst.
Und es hilft dir auch gar nichts, Martin als Geisel zu nehmen.
Ab ins Bad! - Ich bin unsichtbar!
Mir egal. Dann putzt du eben unsichtbare Z�hne.
Komm.
Hier, den kannst du behalten. K�pt'n Blackwood besch�tzt dich.
Danke.
Wartest du hier auf mich? - Lass Martin mal.
Der will sicher zu den Erwachsenen. Das ist schon in Ordnung.
Da hast du 'ne Eroberung gemacht. So, flink jetzt, ab ins Bad!
Ich hab Julia nie vergessen und immer aus der Distanz beobachtet.
Ist es nicht unglaublich, was sie alles auf sich genommen hat?
Ihr Bruder war so ein Gl�ckspilz. Julias Tod konnte ich nicht fassen.
Aber ich hatte keine M�glichkeit, ihn zu hinterfragen.
Doch dann fiel die Mauer.
Und eines Tages steht Dr. Maiwald vor der T�r meiner Abteilung.
V�llig zerm�rbt von Schuld und von dem Druck,
den Sie die ganzen Jahre auf sie ausge�bt haben.
Sie hat mir alles erz�hlt,
vom Vertauschen der Babys bis zu Julias Tod.
Wo ist Elena denn geboren? - Im Krankenhaus Lichtenberg.
War 'ne ganz schwierige Geburt. Wir dachten, sie �berlebt nicht.
(Rainer) Ja, das war wie ein Wunder. Das war ein Stress in dieser Nacht.
Das totale Chaos. - Was hei�t Stress?
Nee, tut mir leid, so geht das nicht.
Ich kann nicht versuchen, euch was vorzuspielen.
Martin, h�r auf! Ich bin....
Bitte h�r auf! Elena ist...
Elena ist nach der Geburt vertauscht worden.
Sie ist meine Tochter.
(Rainer) Was... w...
Ich m�chte einen Vaterschaftstest, um das zu beweisen.
Daf�r brauche ich eure Einwilligung.
Was soll denn... Was soll das denn jetzt?
So, ich glaube, es ist besser, wenn ihr jetzt geht.
Verlasst sofort mein Haus. Aber sofort. Raus!
Martin, lass uns jetzt besser gehen.
Raus!
Ist gut. Wir gehen jetzt. Wir gehen jetzt.
Hier ist der Deal:
Sie berichten uns �ber alles, was im AfNS von Bedeutung ist.
Strategische Entscheidungen,
Konzepte f�r den Umgang mit der derzeitigen Situation.
Daf�r halten wir alle Informationen �ber Sie zur�ck.
�ber den Tod von Pfarrer Wolff und Julia Hausmann
und �ber das Vertauschen der Babys.
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