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Wenn man jemanden sucht, der aus der DDR r�bergemacht ist,
wie findet man den bei euch? Es gibt Auffanglager.
Wen suchst du denn?
"Ich suche meine Verwandten und ihre Tochter Elena Simkow."
Ich brauch meine Verpflichtungserkl�rung.
Wenn rauskommt, dass ich gespitzelt hab, bin ich erledigt.
Ich h�tte ein paar Fragen. - Journalistin, ja?
Was ist mit Robert?
Spazierg�nger haben ihn gefunden. Er hat sich das Leben genommen.
Wie hei�t du eigentlich mit Nachnamen? Schmidt.
Was hast du mit den Fotos vor? Die schicke ich meinem Redakteur.
Wenn eins ver�ffentlicht wird, krieg ich 250 Mark.
Wen hast du alles angeschrieben?
Die �mter in Friedland, Passau und Marienfelde.
Eben da, wo die Auffanglager sind. Danke.
Aber bisher keine Antwort. Wie ist 'n der Name?
Ich kann mich ja mal umh�ren.
Ich wei� nicht, ob ich will, dass du dich da reinh�ngst.
Vertraust du mir nicht?
Tja, wir kennen uns ja erst seit 'n paar Tagen.
Du bist Journalistin aus dem Westen. Das stimmt.
Aber vertraust du mir?
Wieso bist du so traurig?
Die Namen sind...
Die Namen sind Rainer und Maria Simkow.
Und Elena Simkow. Aus Berlin.
Kannst du damit was anfangen?
Ich bin 'n Bluthund.
Die Untersuchungskommission k�nnen wir wohl nicht verhindern.
Ich kann nicht absehen, welche Konsequenzen es hat.
Es darf keine losen Enden geben. Es gibt kein Problem.
Mit G�rlitz verl�uft alles nach Plan. Davon gehe ich aus, Genosse Major.
Und die andere Operation? Sind Sie da schon vorangekommen?
Die operativen Gelder stehen in ausreichender H�he zur Verf�gung.
Sie k�nnen wegtreten.
Ich hab dir wegen dem Arm erz�hlt, ich bin von der Leiter gefallen.
Das war gelogen.
Untersuchungsausschuss? Ja. Es geht um den 7. und 8.10.
Ich war vor der Gethsemanekirche dabei.
Das war so schrecklich. Da wurde gekn�ppelt, geschrien...
Es ging zu wie im Krieg. Und dabei hast du den Arm verletzt?
Ein Kollege hat die T�r vom Barkas zu schnell zugeworfen.
Wir hatten 23 Leute drin. Du wei�t ja, erlaubt sind nur zehn.
Da waren ein paar Demonstranten, die waren so schwer verletzt.
Und jetzt sollst du da aussagen? Ja.
Find ich gut.
Kommen die Schweinereien mal raus. Da kriegen die doch wieder mich ran!
Auch wenn die Stasi die Befehle gegeben hat.
Genau darum geht's. Die wirklich Verantwortlichen festzunageln.
Es waren ordentliche Leute da. Aber ich hab gemacht, was ich musste.
Sag denen alles, was du wei�t.
Die interessieren sich nicht f�r 'n paar Volkspolizisten.
Meinst du? Ja. Die wollen die ganz oben!
"Im Schatten ein Mann, eine Frau". 'n Liebeslied.
Was ist daran gef�hrlich? - Eine Zeile lautet:
"Der Kommunismus kann die Welt nicht retten".
Glauben Sie das? Ich dachte, Sie w�ren Sozialistin.
Ja, das hab ich sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen.
Humanismus, Gerechtigkeit... - Weltfrieden.
Jetzt werden Sie mal nicht sp�ttisch, junge Frau, ja?
Von der DDR ging kein Krieg aus. Also, nicht nach au�en.
An dieser Idee,
da muss man einfach mal kratzen. Hinterfragen.
'ne ganze Zeit lang haben Sie nicht so hinterfragt.
Zu Ihrer Schnulzenzeit, '81 bis '86.
Das hab ich Ihnen alles erz�hlt.
Das war meine Eitelkeit, der Ruhm.
Und �ber diese Zeit schreiben Sie gar nichts. Ja?
Gut. - Dann k�nnen wir weitermachen.
Dann reden wir �ber Ihre Arbeit im Demokratischen Forum.
Was besch�ftigt Sie am meisten? - Die Neuwahlen nat�rlich.
Der Umgang mit der Stasi.
Und die Aufkl�rung aller Verbrechen durch die Untersuchungsaussch�sse.
Guten Abend.
'n Abend, Martin. Na?
Wie geht's? Alles gut.
Ja?
Guck mal, ich hab dir was mitgebracht.
Vitamine. Ich hab mir mein Begr��ungsgeld abgeholt.
Stellst dich da in die Schlange wie 'n Almosenempf�nger.
Hast du �berhaupt keinen Stolz?
Sei froh, dass ich dir keinen elektrischen Eierloch... Was?
H�r mal...
Ich...
Es tut mir leid, dass ich gesagt habe, du h�ttest kein Herz.
Danke.
Martin? Isst du heute Abend mit uns?
Falk hat...
Er ist bef�rdert worden. Zum Generalmajor.
So, bitte sch�n.
So, das ist dein Sekt.
Danke, Papa. Ja, bitte sch�n.
Egal. Auf uns. Alles wird gut. Nicht wahr, Mutter?
Alles geht weiter.
Ich erinnere mich, wie wir mit G�nther angesto�en haben.
Das war im Sommer '67.
Und jetzt ist er weg. Ja, ja, '67.
H�chste Zeit f�r 'n Generationswechsel.
Trink deinen schei� Sekt alleine.
Sag mal, mein lieber Freund, bist du �bergeschnappt?
Kommt der jetzt mit 20 in die Pubert�t, oder was?
Du arbeitest das ganze Jahr, damit es uns an nichts fehlt.
Wir wissen, was du tust, obwohl es dich manchmal qu�lt.
Drum feiern wir heut deinen Sieg. Wir haben dich sehr lieb.
Gro�e. Meine Gro�e.
Danke sch�n.
Ja, und jetzt?
Das MfS weigert sich, �ber die Akten zu sprechen.
Ich hoffe, es wird nach den Wahlen einfacher f�r uns.
Und bis dahin?
W�hrend wir hier sitzen, machen die in aller Ruhe weiter.
Sollen wir die Stasi-Zentrale st�rmen und die Archive in Beschlag nehmen?
Oder gleich 'ne Bombe legen?
Wir haben zu den Vorf�llen im Oktober die Kommission durchgesetzt.
Glaubst du, dabei kommt was raus?
Mit SED-Leuten Zeugen befragen, die von der Stasi gepr�gelt wurden?
Die verarschen uns doch! - So was braucht seine Zeit.
Der Ausschuss, das ist doch nur der Anfang.
Wir haben sogar Aussagen von Polizisten.
Genau. Wir d�rfen nichts �berst�rzen und m�ssen alle M�glichkeiten nutzen.
V. a. d�rfen wir nicht provozieren. - Die haben Robert aufm Gewissen!
Und du redest wie 'n schei� Politiker!
Du hast keine Beweise, dass die Stasi was mit Roberts Tod zu tun hat!
Wir finden die Verantwortlichen. Das versprech ich dir.
Wie kannst du einfach so weitermachen?
Du hast ihn doch geliebt.
Ich mach doch nicht einfach so weiter. Ich...
Was soll ich denn machen?
(TV) Pass auf, Anton!
Ach. Na, willst du mir doch noch gratulieren?
Und? Ist er gut? Ich seh's ja immer gern,
wenn sich die Kapitalisten gegenseitig abknallen.
Gibt's eigentlich was Neues von Pfarrer Wolff?
Ja.
Wir hatten vorgestern 'ne Meldung von der VP.
Er hat sich in einem Wald bei K�penick aufgeh�ngt.
Was? Ja, Wahnsinn, was?
Hatte wohl 'n Knacks hier oben. Aber mehr wei� ich auch nicht.
Nee?
Nee.
Du hast nichts damit zu tun?
Du hast ihn nicht am 9. November in der Rasche-Stra�e eingesackt?
Was?
Falk, was habt ihr mit ihm gemacht?
Martin, was ich dir jetzt sage, darf diesen Raum hier nie verlassen.
Robert Wolff war ein IM. Schon �ber ein Jahr.
Das ist ausgeschlossen!
Wenn du w�sstest, wie viele Pfarrer f�r uns arbeiten.
Denen geht es v. a. darum, Konflikte zu vermeiden.
Gewalt zu vermeiden. Durch Absprachen mit uns.
Ja. Er ist sogar selber zu uns gekommen.
Sag mal, Martin, denkst du, wir haben ihn aufgekn�pft, oder was?
Ihn zum Selbstmord gezwungen oder...
Ist nicht dein Ernst.
Martin, wir sind keine M�rder.
Sie sagten, es gab keine Zeugen! Gab's auch nicht.
Und wieso wei� mein Bruder, dass wir an dem Tag Kontakt mit Wolff hatten?
Tag und Nacht beobachten Sie ihn!
Und sollte er sich auch nur einem dieser Umweltheinis n�hern,
setzen Sie ihn fest. Jawohl, Genosse Generalmajor.
Verschwinden Sie, sonst rufe ich die Polizei!
Oma, mach wieder die T�r auf! Ich bin's doch.
Oma! Hast du mal 37 Ocken f�rs Taxi? Ich bin vom Ostbahnhof hergekommen.
Ja, Lisa, was...
Lisa! Sag mal...
Wei� dein Vater, dass du kommst? - Nee, ist 'ne �berraschung. Danke.
Ja, das kann man wohl sagen.
Tsch�ssi. Bis dann.
Katja. Martin.
Na?
Ich hab die Simkows gefunden. Bluthund, verstehste?
Wo denn? Nicht weit von hier. In Westberlin.
Die sind da bei Verwandten untergekommen.
Vielen Dank.
War's das schon?
Ich...
Ich lad dich auf 'ne Ketwurst ein. Wie findste das?
'ne Ketwurst?
Ja, das klingt doch romantisch.
Und, wie findste?
Ketwurst.
Das ist ein schlechter Hot Dog. Ja, kannste mal sehen.
Wer sind eigentlich die Simkows?
Das sind Freunde von mir.
Freunde von fr�her. Aus deiner Zeit mit Julia?
Woher wei�t du von Julia? Von ihrer Mutter.
Was...
Was... Was... Was hat sie dir denn erz�hlt?
Willst du 'ne Geschichte draus machen?
Nein! Sie hat nur gesagt, dass ihr euch sehr geliebt habt.
Und dass Julia gestorben ist.
Warum bist du so misstrauisch?
Ich will dir doch �berhaupt nichts.
Katja?
Wenn ich zu den Simkows gehe,
w�rdest du mich begleiten?
Ja. Klar.
Was ist 'n hier los? Papa!
Mein lieber kleiner doofer Papa. �h...
Lisa! Das ist ja...
Sch�n, dich zu sehen! Bleibst du �bers Wochenende?
Nee, Papa, ich bleibe grunds�tzlich.
Ich geh nicht mehr zur�ck nach Dresden.
Wie? Wei� deine Mama davon?
Mama und ich, wir verstehen uns nicht mehr.
Bist du abgehauen? Die w�rde doch nie verstehen,
warum jeder normale Mensch jetzt in Berlin sein muss.
Kannst du ihr das erkl�ren? Sie anrufen? Bitte, Papilein.
Du kannst das doch immer so gut. Was soll ich ihr denn sagen?
Ich mach mein letztes Schuljahr hier zu Ende.
Opa kann doch da bestimmt was organisieren.
Es ist, wie in einer Luftblase auf den Grund des Meeres zu sinken.
Das Licht schwindet, es wird schwarz,
der Druck um einen herum wird immer gr��er.
Weihnachtsmann gef�llig?
Das Kost�m stimmt nicht ganz.
Das ist meine Schrift.
Friebe.
Au�ereheliches Verh�ltnis mit...
Schei�e.
Was soll das hei�en, verschwunden?
Ich habe wie �blich die Akten �ber Nacht im Archiv deponiert.
Nun sind sie weg, h�chstwahrscheinlich vernichtet.
Na, sauber. Gut, dann legen Sie einen neuen Vorgang an,
eine neue Verpflichtungserkl�rung.
Genosse Generalmajor, das werde ich nicht tun.
Wie bitte? Ich bin davon �berzeugt,
dass die Reaktivierung der IM ein R�ckschritt ist.
Sie verweigern den Befehl? Sind Sie nicht mehr ganz bei Trost?
Sind Sie betrunken oder was ist los? Genosse, ich trinke nie.
Du hast mir das Leben gerettet, Hans. Vielen Dank.
Wieso klingt das alles wie Abschied?
Ist es der Klavierspieler? Dein Pianist?
Mit dem schl�fst du doch schon ein halbes Jahr.
So einfach ist es nicht.
Du bist meine Vergangenheit.
Die muss ich loswerden, sonst kann ich nichts Neues anfangen.
Niemand von uns kann seine Vergangenheit loswerden.
Auch wenn Papiere verbrannt werden,
deswegen sind wir doch nicht frei und schuldlos.
Mein halbes Leben hab ich hier gearbeitet!
Und immer treu meinen Dienst versehen.
Ich habe Frau und vier Kinder, und die sind stolz auf mich.
Jetzt wei� pl�tzlich niemand mehr, was man tun soll!
Der eine h�, der andere sagt hott. Kulisch!
Es ist gut und richtig, was Sie tun. Sie k�nnen stolz darauf sein.
Mein Gott, jetzt beruhigen Sie sich doch mal. Kulisch!
Ich wei� doch auch nicht mehr, was ich tun soll.
Mann!
Wie soll ich mit Memmen wie Ihnen den Laden am Laufen halten?
Sie haben frei. Auch in Zukunft.
Ja? Danke, Genosse Kulisch. Das war's.
* Kulisch weint. *
Der ist fertig. Ja.
So, was gibt's?
Das ist Katja Wiese, 32.
Tochter des Journalisten Hartmut Wiese,
vor acht Monaten verstorben.
Was hat die mit meinem Bruder zu tun?
Sie ist auch eine von diesen Schmierfinken.
11. November? Wieso kenne ich den nicht?
Die Presseauswertungen sollten direkt an die Abteilung 4.
Wieses Spezialit�t:
menschlich-emotionale Geschichten aus politischen Krisengebieten.
"Portr�ts der Menschen, die man nicht sieht".
Sie ist wiederholt eingereist und quatscht die Leute an.
Hat die was fotografiert?
Das ist doch kein Zufall, dass die sich an meinen Bruder ranschmei�t.
Finden Sie mal raus, ob die was mit dem BND zu tun hat.
Ein toter Pfarrer, ein toter Oppositioneller.
Das w�r ein gefundenes Fressen f�r die.
Oh, Gott. Was f�r eine Schei�e.
Liebe Nicki.
Lieber Thomas.
Liebe Freunde.
Wir alle haben in den letzten Tagen viel nachgedacht.
Dar�ber geredet, was geschehen ist.
Wir verstehen es nicht.
Wir suchen...
nach Schuldigen.
Nach Erkl�rungen.
Nach etwas, das uns tr�sten kann.
Ich habe mich gefragt,
wie nah man einem Menschen wirklich kommen kann.
Ich glaube, dass man einen Menschen bedingungslos lieben kann,
aber ihn vielleicht nie wirklich kennt.
Wir alle...
haben gemeinsam entschieden,
heute in aller Stille von Robert Abschied zu nehmen.
Er h�tte keine gro�e Trauerfeier gewollt.
Denn er h�tte auch nicht gewollt, dass einer von uns,
der an unsere Sache glaubt, verunsichert wird.
Musst du wirklich schon los?
Tut mir leid, Mama.
Ich hab 'ne Mitfahrgelegenheit nach Leipzig.
Bleib doch noch 'ne Nacht. Ich zahl dir die Fahrkarte.
Ich... Ich kann denen nicht...
in die Augen schauen.
Ist schon gut.
Danke, dass du �berhaupt gekommen bist.
Ist Thomas schon weg? - Er h�lt's hier nicht aus.
Wird damit nicht fertig.
Er sch�mt sich immer noch.
Versteh ich.
Roman, du warst ja auch schon dr�ben.
Wie isses denn? Ich fahr ja morgen.
Morgen melden wir dich bei der Schule an.
Ja. Aber erz�hl mal. Reklame, riesengro�, �berall, oder?
Denen dr�ben geht's jedenfalls besser als uns.
Wie kommst du darauf? Ich hab's gesehen.
Sie sind besser gekleidet, fahren sch�nere Autos.
Die H�userfassaden sind heil, die Stra�en glatt.
Glatte Stra�en, heile Fassaden. Guck doch mal dahinter.
Selbstst�ndiges, kritisches Denken hab ich dir beigebracht,
nicht so 'n Schei�dreck. Falk, bitte! Roman, h�r zu.
Unser Land war durch die Teilung viel st�rker benachteiligt.
Die Last der Reparationszahlungen nach dem Krieg trugen wir allein.
Der sichtbare Reichtum ist durch Ausbeutung entstanden.
Aber die sieht man nicht. Bist du v�llig verbl�det?
Musst du so ein Arschloch sein? Misch dich nicht ein!
Kritisches Denken! Nichts stimmt, was du mir gesagt hast! Gar nichts!
Geh doch r�ber, wenn's dir da so gef�llt!
Mach ich vielleicht auch! Falk!
Ruhe jetzt hier! Dann geh r�ber. Los, geh r�ber.
Okay. Ich brauch dich nicht.
Ach, du brauchst mich nicht? Dann geh. Hau ab, los. Hau ab!
Hau ab! Ist mir schei�egal, du!
Echt. Arbeitsloser Akademiker, sag ich nur!
Was ist 'n hier los? Das ist ja schlimmer als bei Mama und mir.
Sonja. M�uschen, was machst du denn?
Ich wollte das nicht, Papa. Nein, nat�rlich nicht.
Komm mal her. Sch�fchen.
Sch�fchen, ist nicht so schlimm, du. Wir machen das weg, ja?
Na, hier ist ja ordentlich Andrang. Gibt's was umsonst?
Die haben alle Schiss, dass die Grenze wieder zugeht.
Noch jemand ohne Fahrschein?
Hallo. Willkommen im Westen.
Willkommen.
Zu mir. - Die sehen nett aus.
Sollen wir reingehen?
Martin?
Dieses Kind da ist meine Tochter.
Julia war schwanger, da wurde sie verhaftet.
Sie hat das Baby im Haftkrankenhaus bekommen.
Sie hat es nur eine Stunde gesehen. Dann hat man es ihr weggenommen.
Man hat ihr gesagt, das Baby sei gestorben.
Aber das war nicht so. Man hat es uns gestohlen.
Julia hat das immer gewusst.
Und weil sie nicht locker lie�, ist sie tot.
Unser Kind hei�t Anna, und sie sieht aus wie Julia.
Wie hast du das nur ausgehalten?
Was f�r ein beschissenes Land.
Du hast doch �berhaupt keine Ahnung.
Ihr wart dreimal hier, schickt zwei Westpakete
und glaubt, ihr wisst Bescheid! "Ihr"?
Diese Arroganz ist zum Kotzen!
Hallo?
Hallo?
Ist da jemand?
H�r sofort auf mit dem Schei�! Katja.
Martin? Kannst du bitte herkommen?
Soweit ich das �berblicke, fehlt mein Schmuck, zwei Kameras,
zwei Objektive und die Filme der letzten Wochen.
Und die Abz�ge? Sind die auch weg? Ja.
Aber von den meisten habe ich Kopien in der Redaktion.
Was machst du jetzt? Keine Ahnung.
Fang ich halt wieder von vorne an.
Komm mal her.
Komm mal her.
Ach, du.
Du willst doch nur meinen K�rper.
Na und?
Schw�r. Los, meine Pause ist gleich rum.
Ich zieh dich eng ins Vertrauen. Das k�nntest du mehr honorieren.
Schw�re. Gut, ich schw�re.
Nicht so! Wenn uns jemand sieht!
Komm mal her. Hier.
Was soll das denn?
Mich hat ein Mann angesprochen. Aus dem Westen.
Der ist ganz scharf auf alles aus der DDR.
V. a. Sachen, die mit Milit�r und Polizei zu tun haben.
Der zahlt viel. Gutes Geld. DM. F�r das Zeug?
Ja. Ich hatte schon drei Lieferungen. Ich komme mit der Ware kaum nach.
Ich steig da gro� ein.
Die verkaufen sogar St�cke von der Mauer nach New York!
Wo hast du die Sachen her?
Man muss die richtigen Leute kennen. Bisschen Fingerspitzengef�hl.
Du k�nntest dich f�r mich umh�ren. Als mein Partner.
Bist du bekloppt? Daf�r kannst du in den Knast kommen.
Wer soll mich denn kontrollieren?
Selbst die Stasi ist ein zahnloser Tiger.
Ich bin nicht mehr der kleine G�rlitz,
�ber den sich alle lustig machen. Ganz ehrlich?
Das ist 'ne Schnapsidee.
Die versch�rfen gerade die Kontrollen am Zoll.
Ich liebe... Ich liebe doch alle!
Alle Menschen.
Aber ich liebe doch... Ich setze mich doch daf�r ein!
Ich bitte um Verst�ndnis. Wenn ich das gemacht haben sollte,
dann bitte ich um Verzeihung um diesen Fehler.
Aber jetzt kommt noch eine andere Wahrheit.
Neben diesen beiden.
Viele einfache und weitere, bis zu Direktoren,
haben uns vieles mitgeteilt �ber Unzul�nglichkeiten,
f�r die wir gar nicht alle zust�ndig w�ren.
Na? Springt dein Wagen nicht an?
Falk?
Was hast du vor? Du, nach Hause fahren.
Bisschen Sport machen... Lass den Bl�dsinn.
So kannst du mit Sch�ning reden oder mit Kollegen.
Ich kenn dich.
Wozu sammelst du die Akten? Reine Routine.
Ah ja. Und die Spezialkamera und die Filme aus der Technik?
Wei�t du, was der Vorteil ist, wenn man zum alten Eisen geh�rt?
Man kennt viele, die einem was schuldig sind.
Keine Angst, wir reden nur miteinander.
Was willst du? Wissen, was du vorhast.
Wo du stehst. Wo stehst du denn?
Wegen Leuten wir dir geht doch alles kaputt.
Wir haben eine gro�e Chance, wenn alle an einem Strang ziehen.
Du tr�gst Verantwortung! Ich �bernehm doch Verantwortung.
Aber wir werden verraten und verkauft von denen,
die wir jahrelang gesch�tzt haben. Wir alle.
Oder willst du doch nur die eigene Haut retten?
Ich k�mpfe, solange das noch einen Sinn hat.
Aber ich gehe nicht mit denen unter, die mir nichts bedeuten.
Wenn's hart auf hart kommt, dann z�hlt nur die Familie.
(TV-Dialog) Ich hab mich echt gut erholt.
Wenn das so ist...
Unsere Kommission wird heute eine Renovierung im Altersheim...
Wir brauchen Hilfe.
Hey, Papa. Meine letzten Ferientage.
Wenn man sich den Tag gut einteilt, mein Sohn, kann er sehr lang sein.
Es k�nnte sogar Zeit �brig bleiben, sich auf die Schule vorzubereiten.
Lass ihm doch die paar Tage. - Schon gut, Oma. Wo und wann?
(Vater) Frag Kalle Hartmann. Den hab ich auch schon �berredet.
So. Sch�nen guten Tag zusammen. Darf ich mal?
He, was soll 'n das? - Schnauze!
Mensch, Mensch, G�rlitz.
Jetzt kennen wir uns schon so lange. Aber Schmuggel von Volkseigentum?
Sabotage? Spionage? Nur 'n kleines Gesch�ft.
Genosse... - Schnauze!
Kein Problem. 'tschuldigung.
Sie verschwinden hier! - Ist ja gut!
Was machen wir denn jetzt? Hm?
Jetzt haben Sie aber 'n gro�es Problem.
Wissen Sie,
B�rger,
ich kann Sie ja gut verstehen.
Wir sind alle mal schwach, und dann brauchen wir Hilfe.
Ich denke, Sie sind an einem Punkt, wo Sie Hilfe brauchen.
Aber wissen Sie was? Ich kann Ihnen helfen.
Das w�re... Ich w�re gl�cklich... Ja, ja.
Zuf�llig k�nnen Sie n�mlich auch was f�r mich tun, Genosse. Ach.
Wir haben die Operation erfolgreich abgeschlossen.
Gute Arbeit, Genosse Leutnant. - Danke, Genosse Major.
Ich habe schon ein lukratives Objekt im Auge. Sehr gut.
Die operativen Gelder flie�en auch in Zukunft.
Sie werden Ihren Schritt raus aus dem MfS nicht bereuen.
Danke, Genosse Generalmajor. Ich werde Sie nicht entt�uschen.
(Gaucke) Der Castro, der hat's richtig gemacht.
Ja. Der hat sein Land im Griff.
Aber wir lassen beim ersten Schuss die Hosen fallen
und strecken den nackten Arsch in den Wind.
Und jetzt lassen wir uns vom Westen flachlegen.
Ich bin mir sicher, dass wir die Hosen wieder anbekommen.
Sie m�ssen mir nicht mehr hinten reinkriechen.
Sie sind genau da, wo Sie immer hin wollten.
Und ich spuck Ihnen nicht in die Suppe,
falls Sie deswegen hier sind.
Oder hat Sie jemand geschickt? Nein.
Nein! Nein.
Wie Sie ja sicher wissen, l�uft seit einiger Zeit
die Umsetzung eines Befehls zur umfangreichen Aktenvernichtung.
Riesenfehler, wenn Sie mich fragen. Ich war immer dagegen.
Das ist, als wie wenn Sie im Krieg Ihr eigenes Munitionsdepot sprengen,
aus Angst, der Feind k�nnte es erobern.
Das sehe ich genauso.
Ich w�rde gerne wichtiges Material vor der Vernichtung bewahren.
Oh...
Das Problem ist, in kurzer Zeit die richtigen Akten zu finden.
Und Sie hatten ein eigenes System zur Ablage wichtiger Akten.
Sie haben keinen Zugang mehr zum Archiv.
Aber ich. Deshalb dachte ich...
Wissen Sie, was ich an Ihnen besonders faszinierend fand?
Ihren absoluten Mangel an R�ckgrat.
Fr�her h�tte man Ihnen daf�r 'ne Kugel durch den Kopf geschossen,
aber heute macht genau das Sie so erfolgreich.
Nee, nee. Mit Leuten wie Ihnen kann man keinen Krieg gewinnen.
Alles andere vielleicht schon.
Ich versteh nicht ganz. Doch, doch, doch.
Das tun Sie. Dieses Land, unsere DDR, wird vor die Hunde gehen,
weil keiner mehr 'n Arsch in der Hose hat.
Und weil es nichts gibt, wof�r es sich zu k�mpfen lohnt.
Die Frage ist, wie lange es dauert, bevor wir in die Knie gehen.
Und was kommt dann?
Deshalb sollten wir jetzt dialektisch vorgehen.
H�ren Sie mit dem Geschwafel auf.
Dialektik. Ich kann's nicht mehr h�ren.
Glauben Sie, ich kraul mir hier den ganzen Tag meinen Johannes?
Sie wollen Ihre Haut so teuer wie m�glich verkaufen,
wenn's so weit ist.
Und ich habe auch schon dr�ber nachgedacht.
Aber ohne meine Hilfe werden Sie die richtigen Akten nicht finden.
Ohne mich kommen Sie nicht an die Akten ran.
Gibt noch mehr wie Sie. Aber nicht auf meiner Position.
Herr G�rlitz, Sie haben uns erz�hlt,
dass die Ausschreitungen am Jahrestag der DDR
gezielt von Mitarbeitern des MfS angezettelt wurden. Wie?
Na ja.
Die Demonstranten wurden gezielt provoziert
bzw. mit Gewalt angegriffen. Das war zum Teil schon sehr brutal.
Sie sagten weiter, es gab Befehle f�r gezielte �bergriffe.
Ja. - Weil Sie einen bekommen haben.
Auch wir sollten hart gegen die Demonstranten vorgehen.
Ich pers�nlich wollte das nicht.
Aber es war ein Befehl, und ein Befehl ist...
Sie haben ausgesagt,
Generalmajor Kupfer gab den Befehl zum Einsatz von Gewalt.
Es verh�lt sich so: Ich dachte, der Befehl kommt vom Genossen Kupfer,
aber geh�rt habe ich ihn nicht von ihm.
Das haben Sie doch ausgesagt! - Da war so ein Durcheinander.
Es gab sp�ter ganz viele Fragen. Ich bin v�llig durcheinandergekommen.
Ich habe so einen Befehl geh�rt, aber nicht vom Genossen Kupfer.
Von wem denn dann? - Das wei� ich nicht mehr.
Aber Sie haben doch zuerst gesagt, dass der Befehl von Falk Kupfer kam.
Ja, ich war w�tend, weil es zu diesen Ausschreitungen gekommen ist.
Und weil sich niemand getraut hat,
die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Ich dachte: So ein Befehl kommt doch immer von oben!
Gl�ckwunsch, Falk.
Alle Vorw�rfe gegen dich haben sich in Luft aufgel�st.
Ich hab immer gesagt, der Ausschuss ist 'n Witz.
Wie hast du das gemacht? Nichts ist st�rker als die Wahrheit.
Stammt der Satz nicht von dir? Nein.
Und er klingt merkw�rdig aus deinem Mund.
Ich versteh dich nicht. Ich versteh dich einfach nicht.
Jeder andere Vater w�re stolz auf einen so erfolgreichen Sohn.
Aber bei dir k�nnte man wirklich manchmal meinen,
du bist nicht mein Vater, sondern...
Wieso?
Wenn dich das, was du tust, gl�cklich macht: sch�n.
Aber erwarte nicht, dass es mich auch gl�cklich macht.
Kalt hier oben.
Heute sollen sie in Leipzig gerufen haben "Wir sind ein Volk".
Stimmt das? Ja.
Haben sie 'n paar Leute mit kr�ftiger Stimme geschickt.
Und die BILD hat's ihnen diktiert. Das h�tten diese Nazis gerne.
Gro�deutschland in den Grenzen von '39.
Wie siehst du denn aus?
Das sieht aus wie der Lauch in der Suppe.
Gr�n ist die Liebe. Rot, Lisa. Rot.
Da lass ich mir nichts vorschreiben. - Du siehst schrecklich aus.
Ich komme auch mit Kritik klar, Oma.
Das ist UFO.
Wer, UFO? - UFO? Ein echtes UFO?
Ja, seitdem die Mauer offen ist, da landen die Dinger auch bei uns.
Guten Abend. - Guten Abend.
Habt ihr das hier auch bekommen? Ich hoffe,
denn Sie haben ja die Einheit geleitet.
Hier nicht, Kulisch.
Oder bin ich nur das Bauernopfer? Komm, wir bereden das ganz in Ruhe.
Ihr habt mich reingelegt, ihr beiden, richtiggehend reingelegt.
Erst schmei�t ihr mich raus.
Und jetzt soll ich noch zum Verbrecher gemacht werden.
Den haben alle bekommen. Es ist nur eine Befragung.
Untersuchungsausschuss. Wisst ihr, was das hei�t?
Wir werden von diesen Subjekten,
den "B�rgerrechtlern" �ffentlich verh�rt.
Und der Magistrat, der macht da mit! Ist ja richtig.
Unser Staat... Ich habe f�r den alles gemacht.
Und jetzt l�sst der zu, dass ich wie ein Verbrecher vorgef�hrt werde.
Kulisch, mach keinen Schei�. Denk an deine Kinder!
Kinder? Meine Kinder? Meine Kinder, die lachen �ber mich.
Mensch, wie die heute gelacht haben �ber den Minister!
Habt ihr diesen alten l�cherlichen Mann heute gesehen?
Kulisch! Nehmen Sie die Waffe runter!
Das ist ein Befehl! Was ist los?
Und ich habe an das alles geglaubt.
Kulisch. Alles gut, ganz ruhig, ja?
Kulisch, h�r auf. Kulisch!
Bring sie weg.
Komm. Komm.
Jetzt ist es so weit, Mutter.
Unsere eigenen Leute.
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