All language subtitles for Donna Leon S01E26 - Stille Wasser.deu

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Original subtitles

* Commissario Brunetti *

* Paola Brunetti *

* Sergente Vianello *

Wir müssen zurück. Die Ebbe kommt!

Nur noch bis da vorne. In einer Stunde ist Niedrigwasser.

Los, wir fahren zurück! Halt!

Da vorne! Da liegt was!

Warte!

Das ist Casatis Boot.

Mach, mach, mach!

Ja.

Commissario Brunetti!

Sind Sie Davide Casati? Ja.

Darf ich?

Willkommen auf San Erasmo!

Wir freuen uns über Ihren Besuch! Signora Falier kommt kaum noch.

Unsere Insel liegt ihr zu abgelegen. Ich war kaum eine Stunde unterwegs.

Ja! Ihre Frau ist die Nichte der Contessa?

Ich kenne ihre Tante nicht.

Das Haus ist ein Juwel. Sie werden sich wohlfühlen.

Das ist es! Oh, ein sehr schönes Boot!

Ich habe es selber gebaut.

Aber es ist lange her! Wollen Sie es mal probieren?

Ich ruderte früher. Sehr lange her!

Das verlernt man nicht. Ich sehe morgen nach meinen Mädchen.

Ich züchte Bienen. "Bienen"?

Wenn Sie wollen, nehme ich Sie mit. Ja, gern.

Na, wunderbar! Dann bis morgen!

Gegen 2, ja? Gut.

* Ton eines Herzschlages *

(Frau) Wir haben Sie durchgecheckt. Ihr Blutdruck ist noch zu hoch.

Sie sind für Ihr Alter bei guter Gesundheit.

Trotzdem sind Sie krank.

Sie fühlen sich hilflos.

Sie fühlen sich ohnmächtig. Trotzdem sind Sie krank.

Ich kann eine Pause gebrauchen. Und du?

Ja.

Komm! Sie tun dir nichts.

Normalerweise sterben sie nicht im Stock.

Wenn sie krank sind, fliegen sie eigentlich weg.

Um die anderen nicht anzustecken.

Weshalb sterben sie? Das ist genau das Problem.

Ist was? Nein.

Der sammelt schon wieder Proben!

Dachte, du hast mit dem gesprochen! - Habe ich.

"Wir fahren morgen wieder raus." "Wann erholst du dich,"

"wenn du den ganzen Tag ruderst?" Mir tut jeder einzelne Knochen weh.

"Ich bin stehend k. o."

Aber ich fühle mich so gut wie lange nicht.

"Was sagtest du deiner Tante,

warum ich hier bin?" Keine Sorge!

"Der schwer arbeitende, strahlende Held gönnt sich mal Urlaub."

Versprich mir, dass du gut auf dich aufpasst!

"Ich will nie mehr aus der Vorlesung"

gerufen werden, weil du wegen

Kreislaufzusammenbruch im Krankenhaus landest.

"Ich will meinen alten Guido wiederhaben."

* Es donnert. *

Du ruderst gut.

Kein Wunder! Du hattest auch einen guten Lehrer.

Hat er dir nie von mir erzählt? Wer?

Dein Vater! Wir waren zusammen rudern.

Jeden Sonntag auf Murano. Du kanntest meinen Vater? Woher?

Über Kollegen! Wir verstanden uns, ohne viel zu sagen.

Man kann nur gut zusammen rudern, wenn man denselben Rhythmus hat.

Er sagte, dass er nicht mehr kommt. Er muss sich um die Familie kümmern.

Er blieb weg. Von einem Tag auf den anderen.

Ich habe nie mehr von ihm gehört.

Bis ich deinen Namen gelesen habe. Als Gast bei den Faliers.

Was ist das? Die Sachen deines Vaters.

Er hatte einen Spind im Klub.

Er hat sie nie abgeholt. * Telefon *

Ja?

Welche Probe war das?

Ja. Aber was heißt das?

Wirklich? ... Nein! Sofort!

Papa?

Davide?

Was machst du hier? Und wer bist du?

Ich habe zuerst gefragt.

Hallo! Guten Tag!

Mein Name ist Brunetti. Ich suche Davide Casati.

Sie sind der Gast der Faliers. Ja.

Ich bin Federica. Ist er nicht da?

Ich bin mit ihm verabredet zum Rudern.

Papa?

Ist sein Boot da? Nein. Nicht am Steg.

Dann ist er unterwegs. Was erledigen.

Ich rufe ihn mal an.

Wir waren auf dem Festland. Bei einem Kindergeburtstag.

Ich habe nicht geschlafen. - Mama!

Ach, Pietro! Nicht jetzt! - Okay!

Geht nicht ran!

Vielleicht hat er eine Nachricht hinterlassen.

(Anrufbeantworter) "Gestern 11:42 Uhr."

"Davide! Hier ist Zeno.

Geh ran, wenn du da bist! Ich muss dich sprechen."

"Gestern 13:07 Uhr."

"Federica! Seid ihr schon weg?

Wir sind noch bei Matteo. Sag Bescheid, wenn du kommst!

Bis später!"

"Gestern 19:37 Uhr."

Das ist er.

* Sie hören Donner. *

Ciao, Federica! - Danke!

Du bist sofort gekommen.

* Sie hören das Gewitter vom Band. *

* Das Band stoppt. *

Das ist alles?

Aber das ist total ungewöhnlich für ihn.

Wann hast du deinen Vater das letzte Mal gesehen?

Gestern Abend. Als der Sturm losging.

Ich er mit dem Boot raus? - Keine Ahnung!

Wenn er bis morgen Abend nicht zurück ist, melde dich noch mal!

Capitano! Was werden Sie unternehmen?

Und Sie sind?

Gast im Haus Falier.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen

Aufenthalt hier. Ich war mit Casati verabredet.

Er kann verunglückt sein. Gehen Sie in Ihre Villa und

kümmern sich um Ihre eigenen Sachen! - Gianni!

Wenn Casati etwas passiert, weil Sie nichts unternehmen,

machen Sie sich strafbar. Das wissen Sie.

Kennen wir uns? Bin Commissario in der Questura.

Commissario! So sehr ich Ihre Sorge um Ihren Freund nachvollziehen kann:

Casati ist erwachsen, noch keine 24 Stunden

verschwunden und niemandem Rechenschaft schuldig.

Sein Mobiltelefon ist abgestellt.

Wir müssen ihn suchen.

Bitte!

Da ist was!

Das ist Casatis Boot.

* Sein Telefon klingelt. *

Hallo? Commissario! Ich bin es, Vianello!

Ah! Hallo, Sergente! "Ich hoffe, ich störe nicht."

Wie geht es? Gut angekommen? Auch nicht zu langweilig?

Was ist? Ich verstehe Sie kaum.

Commissario! Fragen Sie nicht! Der Vice-Questore ist mit Sohn

auf dem Jakobsweg unterwegs. Vorher hat er noch alle auf den Kampf

gegen Straßenhändler eingeschworen. Seien Sie froh,

dass Sie raus sind aus Venedig! Etwas Ruhe. Mal nichts tun.

So wird man schnell wieder gesund. "Mache ich, Sergente!"

Telefonieren wir, wenn es ruhiger ist!

Ja, Commissario! Ich wollte noch sagen:

Wir vermissen Sie alle sehr in der Questura.

Alvise führt sich auf, als wäre er der neue Chef.

Also noch gute Erholung!

Danke!

Commissario! Schauen Sie sich das mal an!

Frische Kratzspuren!

Wahrscheinlich im Sturm beschädigt.

Oder er wurde gerammt.

"Gerammt"? Gerammt!

Sophia! Komm her! Fotografier das bitte!

So! Wir haben jetzt die ganzen Spuren dokumentiert.

Die gehen direkt ins Labor.

Ich denke, in 2 Stunden wissen wir mehr.

"Die Lungen sind überbläht."

Wasser in den Organen des großen Kreislaufs.

(Alvise) Er lebte also noch, als er ins Wasser fiel?

Davon müssen wir ausgehen. Ja.

Das sah ich schon bei einem Fischer, der beim Einholen seines Netzes

den Halt verlor. Commissario?

Guido?

Das war ein Freund von dir.

Von meinem Vater.

Sergente! Entschuldigung! Ich weiß, das ist Ihr Fall. Ich möchte nur

das Ergebnis der Obduktion wissen. Ja.

Woher hat er die blauen Flecke? - Die Hämatome entstanden

post mortem. Der Sturm hat ihm übel mitgespielt.

Die Verletzung an der Schläfe:

Vermutlich knallte er mit dem Kopf gegen die Bootskante,

bevor er ins Wasser fiel.

Dann ist da noch etwas.

Die Narbenfelder sind mindestens 20 Jahre alt.

Verbrennungen? Die haben ein anderes Muster.

Ich denke an Verätzungen.

Aber mit seinem Tod hat das nichts zu tun.

Danke, Dottore! Ich erwarte Ihren Bericht bis morgen Mittag.

Du hast gesagt, die Wunde am Kopf stammt von einem Sturz?

Ja. Kann es ein Schlag gewesen sein?

Ja, natürlich! Es kann auch ein Schlag gewesen sein.

Commissario! Ich weiß, Sie sind noch krankgeschrieben.

Aber wie schätzen Sie die Situation ein?

Der Vice-Questore verlangt jeden Tag einen Rapport von mir. Er ruft immer

vor 8 an, bevor er weiterpilgert. Und er hat schon gesagt:

Er will während seiner Abwesenheit keinen Mord.

Wir haben darauf keinen Einfluss.

Aber es war doch ein Unfall, oder?

Das werden die Ermittlungen ergeben.

Und was den Vice-Questore angeht ...

Also unter uns jetzt mal:

Der schätzt Ihre Arbeit sehr.

Der würde genauso handeln wie Sie.

Was machst du denn hier?

Ist was passiert?

Ach! Eine lange Geschichte.

(Chiara) Das ist Opa?

Ja.

Er sieht aus wie Raffi. - Er hat die Ruderregatta gewonnen?

Ja. 1971 in Venedig. Echt? Wow!

Wir ähneln uns wirklich.

Er hat so große Zähne wie du. - Ich habe keine großen Zähne.

Amerikanerinnen stehen auf Männer mit großen Zähnen.

Wie Tom Cruise! - Als ob ich dafür Zeit hätte.

Ich bin gerade 4 Monate da und muss meine Creditpoints schaffen.

Ich gehe auch rein, ja. - Hm.

Er erzählte nie alles. Auch nicht über

Casati. Dein Vater war kein großer Redner.

Das meiste hat er mit sich selbst ausgemacht.

Und was hast du jetzt vor?

Die Kollegen von der Capitaneria

glauben, dass er beim Sturm verunglückt ist.

Und was glaubst du? Ich finde es seltsam,

dass es einem passiert, der ein

halbes Leben lang auf der Lagune gelebt hat.

Wie es aussieht, hat sich Ihr Vater im Ankerseil verfangen

und ist dann im Sturm ertrunken.

Ihr Vater hatte Narben auf dem Rücken.

Das hat nichts mit seinem Tod zu tun.

Wissen Sie, woher er sie hatte?

Das war ein Arbeitsunfall im Hafen in Marghera.

Aber das ist schon über 30 Jahre her.

Können wir uns noch mal umsehen?

Was? Können wir uns noch mal umsehen?

Ja.

Ah! Mama! Mama! Ah!

Bitte! - Ah!

Mama! Ah!

Wir wollten ihr nur das Obduktionsergebnis mitteilen.

Er hat Bienen gezüchtet.

In der Lagune.

Er hat sie mir gezeigt.

In einem Stock waren fast alle tot.

Er hat aber nicht gesagt, warum sie starben.

Aber er hat Proben genommen.

An dem Abend, als er verschwand,

bekam er einen Anruf. Danach war er sehr erregt

und ist gleich gegangen. Sie meinen,

wegen dem Ergebnis der Proben? Wahrscheinlich.

Sie denken, das hat was mit dem Unfall zu tun.

Oder dass es gar keiner war?

Sergente! Ich weiß genauso wenig wie Sie.

Commissario!

Hier! Das sind die Proben von den Bienen.

Nicht nur das. Auch Erd- und Wasserproben.

Hier! Von der ganzen Insel.

Warum hat er das gemacht?

Was ist das denn?

Das habe ich ja noch nie gesehen.

Sie wissen von seinen toten Bienen. Seine Bienen, ja.

Seit dem Tod meiner Mutter gibt es nichts Wichtigeres für ihn.

Wann ist Ihre Mutter gestorben?

Vor 5 Jahren, an Magenkrebs. Wir pflegten sie hier im Haus.

Hatte Ihr Vater ... Feinde?

Er war immer sehr direkt und hat seine Meinung nie für sich behalten.

Aber ... Nein. Wie kommen Sie darauf?

Beim Ausflug mit ihm kam uns ein Boot

mit zwei Gemüsebauern entgegen, einem jüngeren und einem älteren.

Er schien sie nicht zu mögen.

Alfredo mit Sohn Gianluigi. Der arbeitet bei der Capitaneria.

War gestern auch da. Dieser Blonde, Hübsche.

Ja. Die beiden Alten stritten oft.

Schifffahrtsrinnen sind freizuhalten.

Wer abseits rudert stört nicht.

Trotzdem wurde er immer angehalten.

Alfredo ... Zanirato.

(Leise) Zanirato. Er wohnt bei der Kirche.

Rechts, bei dem Bauernhof.

Hat er was mit dem Tod zu tun? Ich dachte, es war ein Unfall.

Das war es wahrscheinlich auch. Wir müssen nur

Fremdverschulden ausschließen können.

Auf dem Anrufbeantworter gestern

wollte jemand Ihren Vater sprechen. Ja. Das war Zeno.

Ein alter Bekannter von ihm. Zeno? Wie ist der ganze Name?

Zeno Bianchi. Die Adresse kenne ich nicht.

Er wohnt im Pflegeheim auf dem Festland. Bei Padua.

Er kam oft zum Schachspielen.

Er wollte nie, dass Vater ihn besucht. Er schämt sich

für das Heim, in dem er lebt. - Mama!

Meine Mutter ist auch immer wieder hierhergefahren,

um bei den Bauern ihr Gemüse zu kaufen. Sie meinte,

nirgends ist es besser als hier. Aha! Und hatte sie recht?

Ihre Minestrone ist jedenfalls unerreicht.

Hallo! ... Hallo!

Aus, Romeo! ... Aus!

Ruhig, ganz ruhig! Romeo!

Aus! ... Was gibt es?

Wir wollen über Casati reden.

Er ist tot.

Er ist ertrunken. Fuhr er wirklich bei dem Sturm raus?

Kann einem leidtun, die arme Federica.

Erst stirbt die Mutter. Dann er. Hat sie nicht verdient.

Und er? Was soll das?

Sie hatten oft Streit mit ihm.

San Erasmo ist klein. Da streitet jeder mal mit jedem.

Ihr Sohn kontrollierte ihn ständig. Die Leute wissen immer alles besser.

Die Lagune ist gefährlich wie das Meer. Die überschätzen sich.

Hätte er auf meinen Sohn gehört, wäre er vielleicht noch am Leben.

Komm, Romeo! ... Lassen Sie die Finger von dem Schloss!

Romeo schert sich einen Scheiß um Ihre Uniform.

Schönen Tag! ... Romeo! Romeos Laune wäre besser, wenn er

Julia kennenlernen dürfte. * SMS-Ton *

Ah, Elettra! Ich hatte sie gebeten, mir zu sagen,

wer zuletzt Casati angerufen hat: eine Patrizia Minati.

Lebt auf Burano. Kommen Sie mit?

Wohin? Burano.

Commissario! Sie sind krankgeschrieben.

Da muss es sein, Commissario!

He!

Bitte? Wir kennen uns.

Über Chiara.

Mauro! Signore Brunetti?

Natürlich! He! Schön, Sie zu sehen! ... He!

Wie geht es ihr? Wir sahen uns lange nicht.

Zuletzt bei der Demo am Hafen. Na ja, das Studium.

"Studium"! Sie wollen zu Patrizia?

Minati, ja. Ist sie da?

Die müsste jeden Moment kommen.

Sie kennen Davide Casati? Natürlich!

Er sammelte Proben auf San Erasmo.

Wir schickten sie ins Labor nach Lausanne.

Patrizia hat gute Beziehungen dahin von damals von der FAO.

"FAO"? Welternährungsorganisation.

Ah ja! Was haben die Analysen ergeben?

Das weiß ich nicht. Aber ich kann Ihnen

die Labor-Ergebnisse raussuchen. Moment!

So! - Wer sind die Herren, Mauro?

Das ist mein Kollege Sergente Vianello.

Ich bin Commissario Brunetti.

Ah! Mauro! Sei so lieb und geh zu Fabio!

Die Layouts sollten schon gestern fertig sein.

Okay! Im Briefkasten lag ein Abholschein.

Kann ich direkt zur Post ... - Nein.

Das mache ich. Später. Danke! - Okay!

Grüßen Sie Chiara von mir! Sie soll sich mal wieder melden.

Sie sind wegen Davide hier. Richtig?

Sie haben davon gehört? Hier bleibt nichts lange unbemerkt.

Und was haben Sie gehört? Dass es ein Unfall war.

War es doch, oder?

Wir wollen bloß wissen, warum er seine Tests hat machen lassen.

Um zu wissen, woran seine Bienen sterben.

Und warum sterben seine Bienen? An dem, woran sie überall sterben.

Varroamilben, Pestizide, Chemikalien. Bienen haben es nicht leicht,

in unseren Monokulturen zu überleben.

Wird auf San Erasmo viel gespritzt?

Die meisten Betriebe sind bio-zertifiziert.

Was heißt das schon, wenn auf dem Festland konventionell

angebaut wird? Pflanzenschutzmittel verdunsten und regnen überall ab.

Verzeihung, Signora! Ich frage direkt:

Was machen Sie eigentlich? Proben analysieren?

Nein. Das war ein Gefallen für Davide.

Wir betreiben strategische Klageführung.

"Strategische ..." ... Klageführung.

Am Abend, als Davide verschwand, telefonierten Sie mit ihm.

Um was ging es da? Wann soll das gewesen sein?

Vorgestern. Es ging um eine Probe.

Ich habe ihn immer angerufen, wenn die Ergebnisse

aus Lausanne gekommen sind. Bitte!

Oh, danke! Und wie war das Ergebnis?

Nichts. Kein Befund.

Danke! Er war sehr aufgeregt. Ich war

bei dem Gespräch dabei. Er war immer aufgeregt, wenn wir

miteinander telefonierten. Können wir die Berichte haben?

Weiß nicht, ob Sie damit was anfangen können.

Ich denke doch.

Das ist der Letzte. Ja.

Oder die hier?

Nein. Nur den Neuesten. Sie hören von uns.

Danke schön!

Ja. Das sind die Analysen von den Bodenproben,

die Casati in Auftrag gegeben hat. Ich war zwar in Chemie kein Genie,

aber da ist nichts Außergewöhnliches dabei.

Wenn das alles ist.

Sie misstrauen ihr. Sie nicht?

* Ein Telefon klingelt. *

Ciao, Guido! Wo bist du gerade?

"Auf Burano." Du ermittelst wieder.

Er war ein Freund meines Vaters.

Er hat dich an ihn erinnert. Aber denk an das,

was die Ärztin sagte. Stress kann sich aufs Herz legen.

Du hast nächstes Mal vielleicht weniger Glück.

Ich passe auf mich auf.

Also ... sie verbirgt etwas. Der Gemüsebauer genauso.

Ich traue denen nicht.

Alle haben gesehen, dass Casati

Proben sammelt. Das gefällt denen doch nicht.

Wir müssen die Leute überprüfen. Wie denn?

Wir haben ja nichts gegen sie in der Hand.

Und außerdem, der Vice-Questore, dem Alvise jeden Tag Bericht erstattet,

geht fest von einem Unfall aus. Ehrlich gesagt:

Vielleicht war es ja auch einer.

Commissario!

Wir müssen. Ich bringe Sie noch nach San Erasmo.

Nein. Ich esse noch etwas.

Commissario! Sie wollen doch nur ihr Haus beobachten.

Ist das gut? Sie sind noch krankgeschrieben.

Na gut! Aber versprechen Sie mir,

dass Sie mich anrufen, bevor Sie etwas unternehmen.

Commissario!

Was wird das? Loslassen! - Geben Sie mir das Päckchen!

Was haben Sie mit Davide gemacht? Mein Päckchen!

Das ist ein Missverständnis.

Ist alles in Ordnung?

Im Paket sind Casatis Proben? Ja.

Danke!

Motor aus! Das Paket!

Das Paket!

Welches Paket? Das Sie Minati abnahmen! Zanirato!

Sie sind Polizist, verdammt noch mal!

* Schnelles Herzklopfen *

(Frau) "Ich kann Sie beruhigen.

Ihr Herz ist in Ordnung. Trotzdem sind Sie krank."

Warum? Ich denke, es ist Ihre Arbeit.

Sie werden gerufen, wenn es schon zu spät ist. Das Verbrechen können

Sie nicht mehr rückgängig machen.

Egal, was Sie unternehmen! Sie fühlen sich ohnmächtig.

Was kann ich dagegen tun? Das kann ich nicht sagen.

Aufhören? Ihnen muss klar sein:

Sie erkranken ernsthaft, wenn Sie so weitermachen.

Ja, hier Brunetti! Einer Ihrer Männer hat vermutlich

"mit dem Tod von Casati zu tun." Was?

Casati sammelte Proben zum Beweis,

dass seine Bienen wegen der Pestizide sterben.

"Er ließ eine Bekannte die Proben untersuchen."

Zanirato hat sie angegriffen und die Proben gestohlen.

"Wir müssen mit ihm reden." Sind Sie noch bei Trost?

Hören Sie ... Hören Sie mir zu!

"Casati hatte im Sturm einen Unfall."

Das meint auch Sergente Alvise, mit dem ich vorhin telefonierte.

Wissen Sie, was er noch sagte? Dass Sie krankgeschrieben sind.

Sie sind nicht dienstfähig.

Verbreiten Sie nicht so einen Schwachsinn über meine Männer!

Oder Sie sind dran wegen Amtsmissbrauch.

* Ein Telefon klingelt. *

Commissario! Was kann ich tun? Sie müssen Gianluigi zur Vernehmung

"in die Questura holen." Ja. Das passiert gerade.

Dantone bringt ihn in die Questura. "Was?"

Die Spuren an Ihrem Boot und am Boot des Opfers sind identisch.

Also was ich meine, ist die Farbe. Sie stehen im Verdacht,

den Tod von Davide Casati verschuldet zu haben.

* Eine Tür wird geöffnet. * Und was sagen Sie zu diesem Vorwurf?

Commissario! Mit Schweigen wird es nur schlimmer.

Glauben Sie mir! Commissario!

Ich denke, Ihr Vorgesetzter wird Sie jetzt vom Dienst suspendieren.

Er ist ein Hitzkopf. Aber er tötet niemanden.

Ich sah, wie er die Minati angriff.

Seine Eltern bauen Artischocken an.

Glauben Sie, es war leicht für sie,

dass er zur Capitaneria gegangen ist?

Sie haben modernisiert, mit Kredit.

Casati war unbeliebt. Er hat herumposaunt:

"Bienen sterben, weil zu viel gespritzt wird."

Sie wissen, San Erasmo steht für "lokal" und "bio".

Solche Geschichten ruinieren das Geschäft.

Deshalb rammt er Casatis Boot? Vielleicht wollte er

ihm Angst einjagen, damit er aufhört.

Er hätte ihn nicht ertrinken lassen. - Ich werde den Commissario

hinzuziehen. - Niemals!

Bis dahin bleiben Sie hier!

Commissario!

Gut, dass Sie da sind! ... Wir würden uns

gerne alleine besprechen.

Danke, Capitano!

Commissario! Er weigert sich,

mit uns zu kooperieren. Vielleicht wollen Sie mal mit ihm reden?

Jemand sollte mit dem Vice-Questore reden.

Er sollte erfahren, dass der Unfall vielleicht kein Unfall war.

Sergente! Sie schaffen das. Aber Commissario!

Sie haben die Minati. Nehmen Sie ihre Aussage auf!

Überprüfen Sie den Betrieb von Zanirato!

Sie schaffen das.

"Mein Visum habe ich schon."

Nur der Reisepass fehlt. Er ist abgelaufen.

Ich hoffe, ich schaffe es rechtzeitig.

Ein Auslandssemester macht sich super im Lebenslauf.

Sehr gut! Mach das! Wann geht's los?

Schon in 4 Wochen!

War ein langer Tag.

Die Ärztin hat gesagt:

Du sollst nächste Woche noch mal ins Krankenhaus kommen.

Es ist nichts Organisches. Ich weiß.

Kann es sein, dass du dich fragst, ob du noch das Richtige tust?

Die Literatur ist voll davon.

Jeder kommt an einen Punkt im Leben, wo uns bewusst wird,

dass wir nicht mehr alle Möglichkeiten haben.

Man hat sich für eins entschieden. Alle anderen Optionen fallen weg.

Wenn dann Zweifel kommen, fällt man vielleicht in ein Loch.

Ciao! - Ciao!

Hallo! - Wir konnten nicht länger warten.

Macht nichts! Ich habe gegessen.

Hast du nicht was vergessen? Was?

Die Grüße von Mauro. Ah ja, stimmt!

Tut mir leid! Warst du wegen Opas Freund bei ihm?

Seine Chefin kannte ihn. Ach, Patrizia! Die ist super!

Du kennst sie? - Ja. Ich habe auch schon

bei der ausgeholfen. Die hat bei der UNO gearbeitet. In Usbekistan.

Aber sie lieben uns. Und wir lieben sie.

* Ein Telefon klingelt. *

* Das Telefon klingelt noch. *

* Der Anrufbeantworter startet. *

"Hier spricht Sergente Alvise von der Questura.

Ich versuchte mehrmals, Sie zu erreichen.

Wir haben den Mann gefasst, der Sie angriff.

Wir brauchen Ihre Aussage und haben noch Fragen.

Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung!"

* Piepton *

* Eine Tür wird geöffnet. *

Aber da ist ja alles zu.

Da stimmt was nicht. Ich habe ihr auf den Anrufbeantworter gesprochen.

Wenn sie ihn abgehört hat.

* Der Pfarrer spricht italienisch. *

Es tut mir leid. Gibt es schon was Neues?

Das kann ich nicht sagen. Ich bin nicht im Dienst.

Wenn ich was erfahre, gebe ich Ihnen Bescheid.

Er hat sonst immer alleine gerudert.

Er mochte Sie.

Zeno Bianchi! Ich bin

Commissario Brunetti. Ich muss Sie sprechen!

Ich war zu spät. Was meinen Sie damit?

Ich hätte ihn warnen müssen. Es war meine Schuld.

Wo kann ich Sie erreichen?

* Ihr Telefon klingelt. *

Büro Vice-Questore Patta. Was kann ich für Sie tun?

Ich bin es. Commissario! Wie schön!

Ohne Patta und Sie sterbe ich vor Langeweile.

Bald lackiere ich mir hier die Fingernägel.

Das wäre der Anfang vom Ende. Ja. So weit muss es nicht kommen.

"Fragte Vianello nach Bianchis Adresse?"

"Hat er. Ich habe auch 3 gefunden. Aber die sind alle unter 40.

Wie ich das verstanden hatte,

ist er deutlich älter. "Casatis Tochter sagt:"

"Er wohnt in der Nähe von Padua in einem Heim."

"Wenn, dann ist er dort nicht gemeldet."

Aber ich kann auch direkt bei den Heimen nachfragen.

Oh! Das würden Sie für mich tun? Commissario! Bevor ich anfange,

mir die Fingernägel zu lackieren. "Sagen Sie:"

Haben Vianello und Alvise mit der Minati gesprochen?

Ich soll es Ihnen nicht sagen.

Ja. Und was? "Bei ihr"

wurde eingebrochen. Sie ist verschwunden.

Marco, Alessandro! Ihr geht hier hinunter.

Und schaut in jeden Hausgang!

Georgio! Du gehst zur Brücke. Marco! Gracie, Signora!

Du schaust hier hinein. Alles genau durchsuchen. Ganz exakt!

Wie vom Erdboden verschluckt.

Wir wissen nur: Eine Nachbarin hat sie gestern Nacht noch gesehen.

Und Mauro, ihr Assistent? Ist in Florenz.

Er hat nichts von ihr gehört. Ihr Handy ist abgeschaltet.

Commissario! Ich will so wenig Leute

hier wie möglich. Entschuldigung, dass ich direkt bin:

Ich bin für den Fall zuständig. Wieso das denn? Sie gehen doch

von einem Unfall aus. Ja. Nein.

Der Flottenadmiral der Capitaneria hat mit dem

Vice-Questore gesprochen. Es muss schnell geklärt werden,

ob der Kollege was damit zu tun hat. Der Vice-Questore beauftragte mich.

Commissario! Ich muss Sie bitten zu gehen!

Ich bin wieder im Dienst. Mit sofortiger Wirkung.

Geht das so einfach? Was sagt Ihr Arzt? Und der Vice-Questore?

Was ist mit Gianluigi? Er war bis heute Morgen in U-Haft.

Der kann es nicht gewesen sein. Ich will noch mal mit ihm sprechen.

Wollen Sie leugnen, dass Sie Minati das Päckchen abgenommen haben?

Was haben Sie damit gemacht?

* Ein Hund bellt. *

He! Was habt ihr hier zu suchen? Seht zu, dass ihr Land gewinnt!

Mein Sohn hat nichts getan! Ihr habt ihn laufen lassen.

Der Haftrichter hat Ihren Sohn freigelassen.

Ob er unschuldig ist, werden die weiteren Ermittlungen ergeben.

Ihr wisst schon, wer schuldig ist.

Das ist ein Freund von Casati.

Papa! Ich komme allein klar. - Er ist mit Casati gerudert.

Und der hat ihm das eingeredet.

So wie allen anderen auch!

Romeo! * Der Hund jault. *

Das alles macht viel Arbeit, ja?

Von Ihren Eltern aufgebaut. Sie wollen nicht,

dass Casati das zerstört. Er war nicht das Problem.

Ihm glaubte keiner. Nach dem Tod

seiner Frau lief er nicht mehr rund.

Wer war das Problem? Minati? Es gibt Leute, die machen nur Ärger.

Meistens Leute, die keine Ahnung davon haben,

was richtige Arbeit ist und den ganzen Tag Zeit haben,

sich einen Blödsinn auszudenken.

Dass Casatis Bienen sterben ist kein Blödsinn.

Dass Pestizide schuld sind, auch nicht.

Ich weiß nicht, warum seine Bienen sterben. Mit uns hat das

nichts zu tun. Wir verwenden keine Pestizide,

als Fungizid Kupfer. Wir liegen unter den Öko-Verordnungen.

Dann war es egal, ob Casati Proben nimmt.

Sie hätten die Minati nicht angreifen brauchen.

Der ganze Ärger hat angefangen, als sie

mit diesem Journalisten ankam.

Er fragte nach der Wasserqualität. Ob hier alles vergiftet ist.

"Vergiftet"? Sie redete ihm ein: Hier wurde

in den 80ern angeblich Müll versenkt.

Wir bewässern teilweise

mit Wasser aus der Lagune.

Was wir anbauen, verkaufen wir in Venedig.

Schreibt jemand von einem Giftskandal,

kauft keiner Gemüse. Wir wären pleite!

Wie heißt dieser Journalist?

Keine Ahnung! Aber er fragte auch nach Casati. Casati ist

an allem schuld mit seinen scheiß Proben!

Sie wollten ihm einen Denkzettel

verpassen, rammten sein Boot. Er fiel ins Wasser,

stieß sich den Kopf, ertrank. Sie hätten ihn retten können.

So ein Schwachsinn! Er stand am Steg.

Ich rammte sein Boot nicht. Es wäre dann Kleinholz. Ich berührte es.

Also, dann ist er von allein ins Wasser gefallen?

Wenn Sie mir nicht glauben, können Sie es sich anschauen.

Er filmte mich mit seinem Handy. Wir haben kein Telefon gefunden.

Ich fand es am Tatort und nahm es mit.

Was? Sie hätten es mir sofort angehängt!

Und wo ist das Päckchen? Habe ich ins Wasser geschmissen.

"Es gab eine Explosion beim Verladen"

eines Schiffes. Ein Kurzschluss. Ein Mann starb. 2 weitere wurden

schwer verletzt. Vater war lange im Krankenhaus.

Danach sind wir hergezogen.

Gehörte Bianchi dazu? Ja.

Davor hatten sie kaum was miteinander zu tun.

Aber dann wurden sie Freunde.

Er kam immer wieder hier vorbei.

Ich habe ihn auf dem Friedhof getroffen.

Kurz nachdem Sie gegangen waren.

Er sagte, er hätte ihn warnen sollen.

"Warnen"? ... Wovor? Ich weiß nicht. Ich dachte,

Sie können mir das sagen. Nein. Keine Ahnung!

Was hat Ihr Vater in Marghera gearbeitet?

Er war Bootsführer. Er hat

die Abfälle großer Chemiewerke verladen.

Am Tag der Explosion: Wissen Sie, was da verladen wurde?

Nein. Keine Ahnung! Da war ich noch ein Kind.

Aber in dem Sommer, in dem wir hier herzogen, waren wir einmal draußen

mit dem Boot beim Schwimmen. Da bemerkte ich seine Narben

das 1. Mal. Es sah schrecklich aus. Ich musste weinen.

Meine Mutter sagte, ich soll mich nicht so anstellen.

Er könne die Narben vergessen. Ich auch. Wir sprachen nie mehr darüber.

Warum ziehen Sie weg? Ich will hier

nicht länger sein. Auf der Insel.

Auch wegen Pietro.

Mein Vater, hat der auch mal von mir gesprochen beim Rudern?

Wir haben ganz wenig gesprochen. Verstehe.

Pietro! Jetzt komm mal her und hilf! Wir müssen das hier alles einräumen.

Komm! Noch eine einzige Frage, Signora.

Wie hieß die Firma, bei der Ihr Vater arbeitete?

"GCM Holding". - So viel?

Da geht es rein. Ja.

Signori! Es tut mir leid. Signore Pagano!

Ich habe mit Ihrem Büro telefoniert. Vianello!

Das ist Commissario Brunetti.

Freut mich! Ich muss Sie enttäuschen.

Signore Pagano kommt nicht. Sie müssen mit mir vorlieb nehmen.

Und wer sind Sie? Graziano Barbieri,

Head of Legal Affairs. Oh! Man schickt uns einen Anwalt.

Hat die Holding was zu verbergen? Nein.

Bei Polizeianfragen ist die Rechtsabteilung immer involviert.

Was kann ich für Sie tun? Also, 1992 kam es

bei Verladearbeiten im Hafen von Marghera zu einer Explosion.

Ein Mitarbeiter der "GCM Holding" wurde getötet, 3 weitere

schwer verletzt. Laut unseren Informationen sollten Chemikalien

verschifft werden. Können Sie uns darüber etwas Genaueres sagen?

1992? Ja.

Dann bräuchten Sie eher einen Firmen-Historiker.

Weshalb interessieren Sie sich dafür?

Davide Casati, ein Ex-Mitarbeiter von Ihnen,

kam vor 3 Tagen zu Tode. Sein Tod kann mit dem Unfall zusammenhängen.

In diesem Fall bitte ich Sie, Ihr Anliegen schriftlich

einzureichen. Ich kläre mit den Kollegen,

ob wir was in den Archiven finden. Ihre Archive brauchen wir jetzt.

Wir sind ein weltweit agierender Konzern mit 10.000 Mitarbeitern.

Ich kann nicht sagen, wo wir welches Dokument haben.

Ich möchte helfen. Aber ich brauche Zeit.

Ich werde versuchen, das zu klären. Dann melde ich mich bei Ihnen.

Es tut mir leid.

Arschloch!

Die werden wiederkommen.

Dann müssen wir vorbereitet sein.

Commissario! Ich habe mit dem Vice-Questore gesprochen.

Sie sollten sich mehr schonen. Danke!

Commissario!

Der Vice-Questore meint, Sie können die Ermittlungen nicht leiten,

solange nicht geklärt ist, ob Sie dienstfähig sind.

Das bin ich.

Und jetzt?

Schwierig.

Ich wollte eigentlich fragen, ob du Lust auf Kaffee hast.

Aber du kannst gerade nicht, oder? Doch! Komm, gehen wir!

Und?

Ich habe Amerika abgesagt. Was?

Warum? Hat deine Mutter mit dir gesprochen?

Ach! Das musste sie gar nicht. Raffi! Ich bin nicht krank.

Darum geht es mir nicht. Du hast dich sehr darauf gefreut.

Wir freuten uns mit dir. Stimmt. Trotzdem!

Ich will dich jetzt nicht alleine lassen. Du warst immer für mich da.

Jetzt will ich für dich da sein. Raffi!

Ich glaube, du wirst gebraucht.

Aber wir sprechen noch über Amerika, ja?

Okay!

Entschuldigen Sie, Commissario! Ich wollte nicht stören.

Aber Elettra hat Bianchi gefunden.

Ich dachte, ich werde verrückt.

Überall, wo ich anrief, sagte man mir:

Einen Zeno Bianci gibt es hier nicht.

Da erkannte ich den Denkfehler: Ich hatte mir

nur staatliche Heime vorgenommen und keine privaten.

Jetzt habe ich ihn gefunden.

Er lebt in der Villa Flora.

Klingt wie ein Hotel. Ist genau so komfortabel.

Aber es ist ein Pflegeheim.

Kostet 2.000 Euro. Die Woche.

Casatis Tochter sagte: Bianchi wollte

nie, dass ihr Vater ihn besucht.

Er schämte sich für das Heim. Na ja! Vielleicht wollte er

nicht angeben. 2.000 die Woche sind im Jahr ...

... über 100.000 Euro. Wie kann sich das jemand leisten,

der in Mestre bei einem Transportunternehmen arbeitet?

* Ein Telefon klingelt. * Chiara!

Papa! Patrizia Minati ist verschwunden?

Hast du Mauro gesprochen? "Er hat angerufen."

Ist ihr was passiert? "Wissen wir nicht."

Bei ihr wurde eingebrochen. "Habt ihr"

mit ihrer Freundin gesprochen?

Sie kümmert sich um deren Wohnung, wenn sie nicht da ist.

Wo? "Weiß nicht. Irgendwo in Dorsoduro."

"Ruf in der Questura an! Sprich mit Alvise!

Der kümmert sich darum." Ja.

Wir sind hier auf dem Festland. Alvise!

Einen schönen guten Tag!

Commissario Brunetti! Sergente Vianello!

Signore Bianchi sitzt dort drüben.

Sie haben länger gebraucht als ich dachte.

Wieso haben Sie mir nicht gesagt, wo ich Sie finden kann?

Weil ich Angst davor habe, alles zu verlieren.

Sie meinen das Heim? Ja.

Hat dies alles mit dem Unfall auf Marghera zu tun?

Ja. Wieso sind Sie hier, nicht Casati?

Weil er schon immer der bessere Mensch von uns beiden war.

Wir haben uns damals

"um die Abfälle der petrochemischen Anlagen gekümmert."

Stopp, stopp, stopp! Runter!

Runter! Ja, super! Zurück!

"Das Zeug wurde in Fässer gekippt, in andere Betriebe gebracht"

und da weiterbehandelt.

"Bei einem dieser Transporte ist es dann zu dem Feuer gekommen."

Ein Fass war leck.

Ah! Hilfe!

"Die Flüssigkeit hat Feuer gefangen und kurz darauf

stand alles in Flammen." - (Mann) Hilfe!

"Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ich überall brannte.

"Ich konnte nicht mehr laufen."

Davide hat mich da rausgeholt.

Weg hier!

Wir müssen weg!

Er hat mich den ganzen Weg getragen.

Signore Casati hat Ihnen das Leben gerettet.

Ja.

Wieso haben Sie Casati angerufen an dem Abend, als er verschwand?

Ich wollte ihn warnen. Wovor?

Bei dem Unfall wurde noch jemand verletzt.

"Er war der Vorarbeiter."

Leonardo Pozzi. Er ist auch hier.

Hier in der Villa?

Ja.

Vor 2 Wochen ist ein Journalist aufgetaucht.

Er hat mit Pozzi gesprochen. Er wusste Sachen,

die damals nicht in der Zeitung standen. Pozzi war überzeugt:

Davide hat sie verraten. Er telefonierte mit der "GCM Holding".

Ich habe das Gespräch mitbekommen. Sie haben gesagt,

sie werden sich darum kümmern.

Ich wollte Davide warnen.

Es war zu spät.

28 Jahre zu spät. Warum sagten Sie

Ihrem Freund nicht, dass Sie sich kaufen ließen?

Und wozu? Es war doch ein Unfall. Fragen Sie Pozzi!

Da oben ist die Wohnung.

* Sie klingelt. *

Signora Minati! Polizei! Öffnen Sie die Tür!

* Er klopft. * Machen Sie auf! Polizei!

Patrizia! Hier ist Chiara. Chiara Brunetti. Bist du da?

Ich habe einen schrecklichen Fehler gemacht.

Signore Pozzi! - Nein.

Signore Pozzi? Mein Name ist Brunetti.

Hier ist mein Kollege Sergente Vianello.

Wir haben ein paar Fragen an Sie.

Verschwinden Sie!

Davide Casati ist tot.

Wir müssen die Umstände klären. Toll wohnen Sie hier!

Nicht jeder kann sich das leisten. Nicht jeder ist ein Krüppel.

Das Heim meiner Mutter war bei Weitem nicht so edel wie hier.

Wie konnten Sie hier herkommen? Ein Vorschlag der Versicherung.

Keine Versicherung finanziert so ein Heim.

Ich muss mich hinlegen. Ich bin müde.

Wie Sie wollen! Aber ich verspreche Ihnen: Wir kommen wieder.

Wir werden alles aufrollen,

alles untersuchen, was damals passiert ist.

Glauben Sie, dass die "GCM Holding" Ihr Luxusleben weiterfinanziert?

Das Heim steht mir zu. Sie wissen nicht, wie ich dafür gelitten habe.

Was ist damals passiert? Wollen Sie das wissen?

Was war in den Fässern? Da war alles drin,

was man sich ganz weit weg wünscht:

Molybdän, Chrom, Dioxin, Arsen, Quecksilber.

Sind Sie wirklich so dumm, glauben Sie,

es ging um den Unfall? Was haben Sie damit gemacht?

Wo haben Sie die Fässer hingebracht?

Ach ... Nigeria,

Kampanien!

Und ... manche ... direkt ...

Was? In die Lagune?

Wusste Casati davon? Natürlich wusste er es!

Warum hat Casati das nur gemacht?

Wir haben Patrizia gefunden.

Und? ... Wo ist sie?

Im "La Doge". In dem Restaurant?

Auf der Giudecca? Ja. Aber sie ist nicht allein.

Sie wollen nur mit Ihnen sprechen.

Commissario! Bitte, setzen Sie sich!

Wie gefällt Ihnen die Villa Flora?

Wir haben Sie überall gesucht.

Ich ...

Ich war in der Wohnung einer Freundin.

Wir waren so frei und haben Signora Minati ausfindig gemacht.

Das ist Signore Sorrentino, ein Privatermittler. Er ist

der richtige Mann für alle Probleme. Ist er bei Ihnen eingebrochen?

Wir sind der Meinung: Wir sollten uns alle an einen Tisch setzen

und in Ruhe miteinander sprechen.

Ich glaube: Einiges hat sich verselbstständigt.

Ja. So ist das mit der Wahrheit. Was ist denn die Wahrheit?

Sagen Sie es mir! Wollen Sie was bestellen?

Ich wollte das alles nicht.

Ich wollte Davide helfen bei den Proben.

Aber es kam nie etwas dabei heraus.

Ich hätte aufhören sollen. Aber Davide hat mir leidgetan.

Ich fragte ihn, warum er das macht.

Er hat wieder mit seinen Bienen angefangen.

Das habe ich ihm nicht geglaubt. Dann hat er

Ihnen von den Fässern erzählt.

Woher wissen Sie das? Ich war schockiert!

Die haben einfach alles in die Lagune gekippt!

Chrom, Arsen, Quecksilber. Das müssen Dutzende,

Hunderte von Fässern sein! Ich sprach mit einem Journalisten.

Ach, Sie waren das! Ich wollte, dass er alles aufdeckt.

Aber Davide wollte nicht mit ihm reden.

Er wollte nur wissen, warum seine Bienen sterben.

Ich sagte, dafür gibt es Tausende Gründe.

Und dass es wichtig ist, die Öffentlichkeit zu informieren.

Was die "GCM Holding", was das für skrupellose Verbrecher sind.

Und dass man die stoppen muss.

Aber nein, nein!

Aber er wollte davon nichts wissen. Ich wurde richtig wütend.

Als er mir seine letzte Erdprobe gab,

habe ich einfach behauptet,

sie sei kontaminiert.

Belastet mit ... einer ... dieser Chemikalien,

von denen er mir erzählt hat. Mit seiner Reaktion

habe ich nicht gerechnet.

Was hat er getan? Er war außer sich.

Es sei seine Schuld. Es sei alles seine Schuld.

Ich habe das nicht verstanden.

Wenn die Proben völlig harmlos waren:

Wieso hat Sie Gianluigi angegriffen?

Ich wollte es ihm ja sagen.

Aber er hat mich weggestoßen.

Das ist mir alles über den Kopf gewachsen.

Und als Davide ums Leben gekommen ist, ...

Ich habe gedacht, vielleicht ... bin ich die Nächste,

die Gianluigi zum Schweigen bringen will.

Deshalb bin ich zu meiner Freundin.

Wer weiß, was alles unten auf dem Meeresboden liegt.

Aber machen Sie sich keine Sorgen! Die Fässer halten dicht.

Man sollte die Vergangenheit ruhen lassen.

Sie zerstört sonst die Gegenwart.

Meinen Sie das ernst?

Ich weiß. Sie werden so lange ermitteln,

bis der Skandal an die Öffentlichkeit kommt.

Und Casatis Tod werden Sie auch aufklären.

Sorrentino hat übrigens in unserem Auftrag gearbeitet.

Er hat ihn observiert. Er hat alles dokumentiert.

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Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mich das 1. Mal fragte,

ob mein Vater wirklich für mich da ist. Ob ich ihm wichtig bin.

Ich meine, als Kind habe ich das einfach so angenommen.

Aber es hat sich nie so angefühlt.

Nur als meine Mutter krank war, da waren wir uns nahe.

Ich habe ihn nicht verstanden.

Nie!

Das war, als wäre er gar nicht mein Vater,

sondern ein Fremder.

Er hat auch nicht mit mir geredet oder sich mir anvertraut. Und dann,

vor ein paar Tagen, war er hier.

Ganz aufgeregt sagte er die ganze Zeit: "Ich bin schuld!"

Er meinte den Tod Ihrer Mutter? Ja.

Dann hat er mir alles erzählt, was er getan hat.

Sie ist erst krank geworden, nachdem wir hierhergezogen sind.

Er erfuhr: Das Wasser ist vergiftet.

Er hat das immer schon befürchtet.

Er hat ihr einfach beim Sterben zugesehen.

Er hat nichts getan, nichts!

Und mich lässt er hier leben! Und meinen Sohn auch!

Wie kann ein Vater so grausam sein?

Ihre Mutter starb nicht daran. Was?

Alle Proben, die er genommen hat, waren negativ.

Nein. Das hat er mir selber gezeigt. Er wurde belogen. Jemand wollte,

dass er die Geschichte mit den Fässern der Presse erzählt.

Und deshalb wurde behauptet, eine seiner Proben sei belastet gewesen.

Ich denke, er wollte es selbst glauben.

Aus Schuldgefühl.

Wir haben uns gestritten, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe.

Ich war so wütend auf ihn.

Papa! ... Papa!

Ich muss mit dir reden!

"Was hast du mir eben erzählt?"

Was willst du von mir? - Lass mich los! Fass mich nicht an!

Du zerstörst mein Leben! - Was mit deiner Mutter ...

Du hast das gemacht! Lass mich!

Ich habe ihn ...

Ich habe ihn umgebracht.

Ich habe ihn, ...

... meinen Vater, ...

Ich ...

Pietro ...

Was passiert mit ihm? Ich muss ins Gefängnis.

Ich kann ihn nicht alleine lassen!

Wie ich sehe, haben Sie sich entschieden.

Ich will, dass jedes einzelne Fass gehoben wird.

Egal, was das für Konsequenzen hat. Ich denke, das wird machbar sein.

Ein anonymer Tipp an die Umweltbehörde.

Die "GCM Holding" sollte damit nicht in Verbindung gebracht werden.

Ich glaube, Sie verstehen, dass ich unsere Interessen wahren muss.

Ich muss Ihnen dankbar sein. Ach! Wofür?

Sie haben mich daran erinnert, dass ich wegen Menschen wie Ihnen

Polizist geworden bin.

"Ein anonymer Anruf bei der Umweltschutzbehörde

veranlasste die sofortige Aktion. Bislang wurden 12 Fässer geborgen.

Die Behörde glaubt, dass viel mehr in der Lagune liegen.

Tests zufolge sind es kontaminierte Abfälle.

Wer dafür verantwortlich ist,

konnte bislang nicht geklärt werden.

Die Bergung wird noch Monate dauern. Weitere Nachrichten aus der Region."

Gut! Ich gehe dann mal. - Hast du alles, was du brauchst?

Ja, Mama. Sonst kaufe ich es. Ich fahre nicht zum Mond.

Melde dich, wenn du gut angekommen bist! Ja?

Ciao!

Na komm! Ich bringe dich kurz vor.

Ich habe einen Glücksbringer für dich.

Mein Vater hat mir gezeigt, wie man rudert,

Rhythmus hält und Kraft spart.

Darauf kommt es an. Dazu gehört ein langer Atem. Wie im Leben.

Papa! Wir gehen mal zusammen rudern.

Ja? Wenn ich zurück bin. Ja.

Pass auf Mama auf! Ja.

Und auf dich!

Was hattet ihr noch so Wichtiges zu besprechen?

Sei nicht so neugierig! Doch!

Ich bin nicht ganz unbeteiligt. Stimmt!

Du willst es mir nicht verraten? Genau!

Du bist unmöglich! Ich gebe mir Mühe.

* Untertitelung 2019: Untertitel-Werkstatt Münster *

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