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* Ein Hund bellt. *
(Mann:) Verschwinden Sie!
Lassen Sie mich in Ruhe!
Was glauben Sie denn, wer Sie sind?
Sie wissen ganz genau, was das alles bedeutet.
Was das für Konsequenzen haben wird.
Ich denke nicht daran, Ihnen nachzugeben.
Kommt überhaupt nicht infrage!
Und ich ... Ich will mit der Sache nichts zu tun haben.
Und wenn Sie sich auf den Kopf stellen!
Nicht für alles Geld der Welt. Wenn ich das gewusst hätte!
Machen Sie, dass Sie wegkommen! Lassen Sie mich in Ruhe!
* Der Mann ächzt. *
Ich bleibe nicht lange. Essen und Getränke sind umsonst.
Zuhause auch. Wir sollten das ändern.
Damit das "Hotel Mama" nicht schließen muss.
Das ist er. ... Noch ganz warm.
Jeder weiß, ich mache mir aus so etwas nichts.
Nur ein Metallstück.
Schön anzusehen.
Das schon. Aber nicht der Orden zählt. Es ist die Idee dahinter.
"Ich kam als junger Polizist nach Venedig."
Ich hätte nie davon geträumt, eines Tages vor Ihnen zu stehen.
Aber Menschen glaubten an mich.
Ich hatte den Traum, dass es Venedig einmal besser geht.
Bravo!
Ich erhebe mein Glas auf unser aller Wunsch, nicht zu ruhen.
Sondern das zu verbessern, was wir vorfinden.
Sie sind Venedig! ... Die Zukunft!
Jeder Ganove kann sich geehrt fühlen, -
- von dir verhaftet zu werden.
Ich habe Giuseppes Worten nur dies hinzuzufügen:
Venedig ist ein Ort des Rechts. Nicht zu fassen!
Das ist vom Mittelalter bis heute so.
Leichenfund. Pflichtbewusstsein.
Ehrgefühl. Wären alle wie Giuseppe, ginge es dem Land besser.
Fangen Sie an! Moment!
Das ist verlogen. Gegen Sie laufen Gerichtsverfahren. Korruption.
Steuervergehen. Und Sie halten eine Rede auf den Polizeipräsidenten.
* Tanzmusik. Die Gespräche sind nicht zu verstehen. *
"Das wird wohl nie aufhören."
Mit den Sorgen um unsere Kinder. Ich mache mir keine Sorgen.
* Ein Hund bellt. *
* Der Hund bellt. *
Ist er vom Wasser so aufgequollen? Nein.
Vielleicht war er krank. Kommen Sie mal?
Messerstiche. So war er nicht auf der Straße.
Das ist woanders passiert. Bei ihm zuhause.
Die Strömung! Vielleicht ist er woanders ins Wasser gefallen.
Alvise soll sich umhören. * Der Hund winselt. *
He, Alvise!
Hör dich mal bei den Leuten um, ob jemand etwas bemerkt hat!
Ich bin im Leben noch nie so blamiert worden.
Ich weiß, Sie sind für antiautoritäre Erziehung.
Aber die Unverschämtheit Ihrer Tochter ist nicht zu überbieten.
Chiara?
Sie übernachtet bei Freunden. Vorsichtshalber.
Du wolltest, dass sie mitkommt.
Alle sind mit Familie gekommen.
Du kennst Chiaras Temperament. Ja.
Ich wusste nicht, dass Rivera die Laudatio hält.
"Das ist die Mailbox von Chiara." Mailbox.
"Hinterlasst eine Nachricht!" Wo bist du?
Ich würde gerne mit dir über heute Nachmittag reden.
Drei Stiche in den Rücken, schmale Klinge.
Keine 2 cm, auf einer Seite scharf. Also starb er daran?
Nein. Er hatte Wasser in der Lunge. Das heißt?
Er fiel lebend ins Wasser. Direkt nach der Tat.
Der Täter traf eine Hauptschlagader.
Er wusste genau, was er tat, oder hatte einfach Glück.
Wirklich "Glück"? Was heißt "direkt"?
Nicht mehr als 20, 30 Sekunden. Und was ist das da?
Winzige Verbrennungen. Vielleicht Kontaktmale.
Elektroschocker? Eine Vermutung.
Die Wunden sind verheilt, älter als eine Woche.
Das hat nichts mit dem Tod zu tun. Und die Beulen?
Das Madelung-Syndrom, eine Fettverteilungs-Störung.
Das Fettgewebe sammelt sich und wuchert.
Vor allem an Nacken und Kinn.
Es gibt viel schlimmere Fälle als bei ihm.
Hier!
Er hat sich operieren lassen.
Das hilft nicht lange. Es kommt wieder.
Alle sehen irgendwann aus wie Fässer.
Man kann nichts dagegen machen.
Nach den Messerstichen lebte er noch 20 - 30 Sekunden.
Bevor er im Kanal ertrank. Der Tatort muss am Kanal liegen.
Oder er ist aus einem Boot ins Wasser gefallen.
Im Bademantel nachts auf dem Boot? Oh!
Oder man warf ihn vom Balkon oder aus einer Parterre-Wohnung.
Mit Zugang zum Kanal. Eine Wassertür.
Oder er wollte fliehen.
Wir überprüfen alle Häuser mit Zugang zum Kanal.
Unser neuer Kollege Pucetti wird Sie die nächste Zeit fahren.
Commissario! Willkommen!
Wenn Sie Hilfe brauchen oder ich etwas tun kann.
Sehr gerne! Wie lange sind Sie dabei?
Ein Jahr, zwei Monate. Rio del Trapolo. Avanti!
Sie kommen leider zu spät. Wieso?
Er ist weg. Wer?
Der Hund. Was? Der Kläffer.
Darum sind Sie hier, oder? Was?
Er saß die ganze Nacht hier.
Wo sie den Toten gefunden haben.
Er hat immer gebellt. Wir konnten alle nicht schlafen.
Wo ist er jetzt? Die vom Tierheim haben ihn gefangen.
Danke!
* Die Hunde bellen. *
Da ist der Gute!
Ich weiß nicht, was mit ihm ist. Er nimmt kein Fressen an.
Der Hund soll die Wohnung finden?
Es sind Dutzende bis San Marco. Wir werden sehen.
* Der Hund bellt. *
Stopp! Stopp! Stopp! Stopp!
Stopp!
* Der Hund winselt. *
Ist ja gut! Keine Angst! Alles wird gut.
Besorgen Sie eine Leine und Futter! Na, hier!
Ja, genau! Hier vorne.
Das ist der Commissario.
Guten Tag! Er ist vor einem Jahr hergezogen.
Ich hatte noch nie so einen ruhigen Mieter. Zahlt pünktlich Miete.
Ist Signore Nava etwas passiert? Darüber können wir nichts sagen.
Ich sage, wenn wir fertig sind. Ja.
Ich rufe die Spurensicherung.
So!
Na?
In der Werbung mögen das -
- alle Hunde. Wieso du nicht?
(Frau:) "Andrea? Rufen Sie zurück! Es ist wichtig."
"Jemand war mit Ihrer Schlüsselkarte in den Betriebsräumen."
"Melden Sie sich!" Der einzige Anruf? Ja.
Aber wir wissen jetzt, dass er Professor war.
Seine Stromrechnung.
Professor für was? Keine Ahnung!
Bitten Sie Elettra, das zu prüfen! Mache ich!
Hallo? Wir haben einen Gast.
Wie bitte?
Er ist Zeuge in einem Mordfall.
Meinst du, der Richter akzeptiert seine Aussage?
Gibst du ihm Wasser? Hm!
Ist sie da? Ja. Sie will nicht darüber reden.
Na, komm!
Ja?
Ich wollte nicht mitkommen.
Hast du sonst nichts zu sagen? Willst du eine Entschuldigung?
Ich will ... Das ist absurd.
Ein Industrieller mit Kontakt zur Mafia.
Der gratuliert dem Vice-Questore zum Verdienstorden.
Wer denken kann, muss aufschreien.
Wenn man im Stillen ... Wie still soll es noch werden?
Wenn man im Stillen nichts ändern kann, muss man mal laut werden.
Auch, wenn es anderen nicht passt.
* Eine Türklingel läutet. *
Wer war da? Aurino hat dir etwas geschickt.
Einen Umschlag, liegt im Wohnzimmer. Danke!
Ciao! Ciao!
Oh nein! ... Schluss! Aus!
Komm mal her! Komm! Komm! * Der Hund bellt. *
Nein! ... Komm!
Komm! Geh raus! ... Halt mal kurz!
* Der Hund bellt. * Komm mit!
(Mann:) "Ich bin nicht da." Mann! Wo seid ihr?
Nava ist tot. Was ist passiert? Wir hatten gesagt, ihr macht nichts.
Ich komme jetzt vorbei. Ruf mich bitte an!
Schau mal, was der Onkel Gutes für dich hat! Ja, gut ist das!
Hm! ... Hm! Probier doch mal! ... Das ist sehr gut.
Blau steht Ihnen auch gut.
Aber ist der nicht zu groß?
Selbst wenn er passen würde, mag ich Nadelstreifen nicht so.
Braucht er den für eine neue Ordensverleihung?
Nein. Ein Journalist kommt. Er schreibt ein Porträt über ihn.
Ich bräuchte auch Auskunft, über den Toten.
Ist das nicht etwas früh? Vianello hat gestern spät angerufen.
Eigentlich schon. Gut! Was wollen Sie zuerst wissen?
Wofür er seine Professur hat.
Er war bis vor 4 Jahren in Verona an der veterinärmedizinischen Uni.
Er hatte einen Lehrstuhl für Tierschutz und Tierethologie.
Er ist Autor vieler Publikationen.
Über Bolzenschuss, Tiertransporte und so etwas.
Warum ging er vor 4 Jahren? Seine Krankheit ist ausgebrochen.
Er zog dann nach Venedig. Ja.
Er arbeitet seit 5 Monaten im Schlachthof.
Als was? Weiß ich noch nicht.
Verdient man da mehr? Ich verm...
Guten Morgen! Guten Morgen!
Haben Sie meinen Anzug? Er hängt in Ihrem Büro.
Ja. ... Commissario! Was ist mit dem Toten aus Dorsoduro?
Wir wissen schon seinen Namen.
Und wo er gearbeitet hat.
Im Schlachthof in Mestre. In Mestre sind wir nicht zuständig.
Klären Sie das mit den Carabinieri!
Und legen Sie Signorina Elettra den Bericht hin!
Auf Ihren Tisch. So macht man Karriere.
Bald recherchieren Sie für mich. Sie zu ersetzen, braucht 4 von mir.
Morgen! Ihre Papiere! Vianello!
Und Commissario Brunetti. Signore Papetti erwartet uns.
Okay! Commissario Brunetti. Er ist angemeldet.
Weiter!
Los!
Guten Tag, Commissario! Brunetti. Mein Kollege.
Vianello. Ich bin die Assistenz der Geschäftsführung.
Ich bringe Sie zu Signore Papetti. Kommen Sie!
Vorsicht! Hier ist es sehr rutschig. Giulia!
Eine Sekunde!
Verzeihung! Ich hatte eine Besprechung.
Papetti, Geschäftsführer. Gehen wir in mein Büro!
Wir bekommen selten Besuch von der Polizei.
Wie kann ich helfen? Es geht um Ihren Mitarbeiter.
Andrea Nava. Ja. Was ist mit ihm?
Was arbeitet er hier? Er ist Veterinär.
Eine gehobene Stellung? Er überprüft die Tiere -
- auf ihre Gesundheit. Vorsicht! Der Boden ist uneben.
Ist es normal, einen Professor dafür einzustellen?
Nava ist kein Professor. Hier nicht.
Aber an der tierärztlichen Fakultät -
- in Verona. Wusstest du das?
Lesen Sie keine Lebensläufe?
Vor einer Einstellung? Doch!
Die Professur stand da nicht. Was ist los?
Warum fragen Sie? Er fiel einer Gewalttat zum Opfer.
Oh mein Gott! Das ist ja furchtbar!
Wissen Sie, wer ihm das angetan haben könnte?
Hatte er Feinde im Betrieb? Nein. Er war sehr umgänglich.
Ein zuverlässiger Mitarbeiter.
Jemand sprach auf seinen Anrufbeantworter. Sie?
Ja. Es ging um eine Schlüsselkarte.
Wir haben hier so einen Idioten mit Navas Schlüsselkarte erwischt.
Wissen Sie seinen Namen? Leider nicht!
Wir wollten Ihre Kollegen rufen. Da riss er sich los und rannte weg.
Wissen Sie, wer er war? Nein. Wir vermuten:
Er war ein Aktivist, der Tiere befreien wollte.
Was hat Nava dazu gesagt? Giulia hat mit ihm gesprochen.
Er wusste, wer ihm die Karte weggenommen hat.
Er bat mich, auf eine Anzeige zu verzichten.
Warum? Er wollte das selber klären. Bitte!
Setzen Sie sich doch!
Glauben Sie, der Mann hat mit Navas Tod zu tun?
Dazu können wir nichts sagen.
Haben Sie den Einlasscode geändert? Nein. Er hat die Karte nicht mehr.
Nava? Nein, der junge Mann.
Sie haben sie ihm abgenommen?
Natürlich! Hier darf nicht jeder so rein.
Schon wegen der Hygiene. Können wir die Karte haben?
Stopp! ... Fingerabdrücke!
Wir möchten Navas Arbeitsplatz sehen.
Das wollen Sie nicht sehen. Was?
Was wir machen. Doch! Das wollen wir.
Eine Frage noch. Verwenden Sie Elektroschocker?
Nein, das ist gegen die Tierschutzverordnung.
Nava? Der sortiert die kranken Tiere aus.
Sie werden rot gekennzeichnet.
Und dann? Sie kommen zurück zu den Bauern.
Hinten werden die Rinder verarbeitet.
Wollen Sie das sehen? ... Gut!
Dann war es das jetzt.
Kommen Sie!
* Er tritt in etwas. * Ah!
Lassen Sie die auf Fingerabdrücke untersuchen!
Ja, Commissario! Natürlich! Danke!
Ich wette, der wartet im Labor, bis die fertig sind.
Ah, ja! Natürlich!
Was darf ich Ihnen anbieten? Wasser? Kaffee?
Ich will eine Stunde nicht gestört werden.
Nein, danke!
Wo wollen wir anfangen? Mit meiner Kindheit?
Das alles war für mich nicht selbstverständlich.
Ich komme aus sehr einfachen Verhältnissen.
Darf ich aufnehmen?
Nur zu meiner Erinnerung.
So! Mich interessiert, wer die junge Frau auf Ihrem Fest war.
Welche junge Frau? Sie hat De Rivera angegriffen.
Äh, ... das war, ... glaube ich, die Tochter eines unserer Beamten.
Ich weiß jetzt ihren Namen nicht. Was sagen Sie dazu?
Wozu? Ist es unpassend, dass De Rivera -
- eine Rede auf den Polizeipräsidenten hält?
Gegen ihn laufen Strafverfahren.
Keins ist rechtskräftig. Ist da ein Unterschied?
Also, ich vertraue da voll und ganz der Justiz.
Aber Signore De Rivera sitzt im Stadtrat.
Er ist Präsident des Arbeitgeberverbandes.
Trotz aller Schwierigkeiten ist er ein ehrenwerter Bürger der Stadt.
Wer hat eigentlich die Feier bezahlt?
Wie ... Ging das auf Staatskosten?
Oder hat De Rivera alles bezahlt? Nein, natürlich nicht!
Hat die Stadt den Palazzo gemietet?
Äh, ... nein! ... Das ...
Das war ich.
Oh! ... Na, dann müssen sich -
- die Bürger von Venedig um das Gehalt eines Vice-Questore -
- keine Sorgen machen.
Danke für das Gespräch!
Ich hoffe, ich konnte alle Fragen zu Ihrer Verfügung ...
... zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.
Sonst hilft meine Sekretärin Ihnen weiter.
Vice-Questore! ... Signorina! Wiedersehen!
Ich brauche ein Glas Wasser.
Sagen Sie alle weiteren Termine ab!
Fühlen Sie sich nicht wohl? Doch! Alles wunderbar.
Hm!
Ein seltsames Herrchen, oder?
Ein Tierfreund, der im Schlachthof arbeitet. ... Ja, ja, ja!
Du bist schon da? Hm!
Ciao! Ciao!
Ich habe uns ein feines Filet vom Kalb mitgebracht.
Für ein Carpaccio. Schau mal! Hm!
Carpaccio. ... Vom Kalb.
Wollen wir nicht etwas anderes essen?
Wie, etwas anderes? Tomaten! "Tomaten"?
Ja, Tomaten.
Signore Patta? Signore De Rivera erwartet Sie jetzt. Bitte sehr!
Signore Patta.
Ah, Giuseppe! Hallo, Maurizio!
Komm! Setz dich zu mir!
Ich suche ein Taufgeschenk.
Für meine Enkelin. Die alten Sachen haben oft keinen Stempel.
Man muss Glück haben und sich etwas auskennen.
Es geht um den toten Tierarzt?
"Toter Tierarzt"? Der Mann hat für uns gearbeitet.
Dir gehört der Schlachthof in Mestre?
Mir gehören alle großen Schlachthöfe. Das weißt du.
Daran habe ich nicht gedacht. Es geht um etwas anderes.
Es ist wegen des Festes. ... Ich dachte, es wäre besser, -
- wenn ich das selber zahle.
Versteh mich nicht falsch! Ich habe mich gefreut.
Aber es ist besser für uns alle.
Aber ich habe alles längst bezahlt. Ich weiß.
Wir ändern die Rechnung. Ich zahle es dir zurück.
Einem alten Freund eine Freude machen.
Darf ich das nicht? Ein Journalist war bei mir.
Er stellte unangenehme Fragen.
Hm! Für welche Zeitung schreibt er?
"Gazettino". Ah!
Mach dir keine Sorgen! Ich werde Stefano anrufen und das klären.
Den Chefredakteur.
Wir gehen zusammen segeln.
Was meinst du? ... Welches soll ich nehmen?
Äh, ... das. ... Das hier, vielleicht.
Gibt es denn schon Neuigkeiten? "Neuigkeiten"?
In dem Fall mit dem Tierarzt.
Meine Leute gehen der Spur eines Aktivisten nach.
Er ist im Schlachthof eingebrochen. Und sie denken jetzt:
Er hat etwas mit dem Tod zu tun. Vielleicht.
Sie müssen ihn noch finden. Wie auch immer.
Ich will nicht mehr von deiner Zeit stehlen. Und die andere Sache:
Keine Sorge! Ich kümmere mich darum.
Die Fingerabdrücke gehören Francesco Botta, 24, aus Kalabrien.
Student, Veterinärmedizin in Verona. Hat abgebrochen.
Wieso ist er im System? 2 Jahre auf Bewährung.
Bewarf mit "Angelo Animale" einen Fischtrawler mit Buttersäure.
Ein Fischer zeigte ihn an. Körperverletzung.
Die Tierschützer "Angelo Animale"? Ja, Protest gegen Schleppnetze.
Sie verdienen einen Orden.
Gut gemacht, Pucetti!
(Pucetti:) Die Tür dort!
Soll ich mitkommen? Nein, schon gut.
Francesco Botta? He!
Scheiße!
Du?
Commissario!
Vianello! ... Ich ...
Ich habe ihn verloren. Wir auch.
Wo ist der Commissario?
Er kommt gleich. Wir sollen schon fahren.
* Die Rinder brüllen. * (Mann:) Halt! Ho!
Signore De Rivera? Wo ist mein Schwiegersohn?
Würden Sie ihn bitte holen? Ja. ... Natürlich!
* Nicht zu verstehen *
Ihre Ausreden sind mir egal. Die Stückzahlen stehen hier.
Das ist kein Kinderspielplatz.
Wir stehen im Wettbewerb.
Warum wird nichts gemacht, wie ich es sage?
Was gibt es denn? Dein Schwiegervater ist da.
Ich wusste nicht, dass du kommst. Hältst du dich -
- immer noch mit dem Umbau auf? Ja.
Wir müssen modernisieren. 15 Jahre wurde nichts investiert.
Wir brauchen keine Betäubungsanlagen.
Ein Sechstel der Rinder wird nicht vollständig betäubt.
Die EU-Vorschriften werden strenger. Zu Recht!
Automatische 3-Elektroden-Betäubung!
Dann spüren die Rinder gar nichts. Wofür bezahlen wir die Schlachter?
Es läuft nicht mehr wie früher. Vergiss es!
Wann waren Sie zuletzt im Betrieb?
Oder haben mit den Leuten geredet?
Wir müssen uns verändern. Warte bitte draußen!
Ich sagte: "Wenn ich hier anfange, mache ich es richtig."
Dann kümmere dich um den Aktivisten, der hier eingebrochen ist!
Dich sollte wohl am meisten interessieren, -
- was er gesehen hat. Oder?
Du kennst Botta?
Woher?
Es geht hier um Mord, verdammt!
Du schützt einen Verdächtigen. Francesco hat nichts damit zu tun.
Hast du etwas mit Navas Tod zu tun? Was? Nein!
Woher kennst du ihn? Es geht um die Tiere.
Wie sie sie behandeln. Im Schlachthof.
Wir wollten etwas unternehmen. "Wir"?
Bist du bei "Angelo Animale"? Ja, seit 3 Jahren.
Du bist für Tierschutz. Aber "Angelo Animale"?
Das sind Radikale!
Genau, Freaks! Ihr könnt weiter Fleisch in euch reinstopfen!
Was ist denn passiert?
Wir wollten auf die Zustände aufmerksam machen.
Es hat keinen interessiert.
Francesco wollte in den Schlachthof einbrechen und es dokumentieren.
Er kannte Nava von der Uni.
Er wollte nur seine Schlüsselkarte besorgen.
Aber ich wollte da nicht mitmachen.
Du hattest das Foto von Nava.
Da war mir klar, dass etwas passiert sein muss.
Was hat Francesco erzählt? Nichts. Ihr kamt ja dazwischen.
Woher weißt du, dass er nichts mit Navas Tod zu tun hat?
Er würde so etwas nie tun.
Ich muss mit Botta reden.
Wo ist er?
Wegen des Schlachthofs droht ihm Gefängnis.
Er ist auf Bewährung. Er sprach zuletzt mit Nava.
Ich muss mit ihm reden!
Wenn er mit Navas Tod nichts zu tun hat, halte ich ihn da raus.
Das verspreche ich dir.
Das ist mein Vater. Aber er ist bei der Polizei.
Er verspricht, uns zu helfen.
Ich rede erst allein mit ihm.
Das geht nicht. Vertrau mir!
(Leise:) Mein Vater will uns helfen.
Er will mit dir reden.
"Wir sind nicht aus Marzipan." "Guten Appetit!"
"Vernichtete Leben"
Sie wissen, warum ich hier bin?
Wann haben Sie Andrea Nava zuletzt gesehen?
Er hatte mich angerufen.
Weil ich die Karte geklaut habe.
Ich wollte es ihm erklären. Sie sind zu ihm?
Ich habe ihm das Video gezeigt.
Video? Sie haben Aufnahmen gemacht? Mit dem Handy.
Ich staunte, dass er da arbeitet. Warum?
Er war gegen Massenschlachtung.
Kennen Sie die Zustände? Ich war im Schlachthof.
Ich habe alles gesehen. Sie verstehen nicht.
Was die sonst mit den Tieren machen, zeigen die Ihnen nicht.
Schon bei der Ankunft haben die Tiere Panik.
Sie wollen nicht vom Laster.
Sie stechen mit Stöcken in Augen, Weichteile oder noch Schlimmeres.
Das Kalb hat die Hinterbeine gebrochen.
Sie haben es so lange getreten, -
- bis sie es in der Tötungsbox hatten.
Wissen Sie, was das ist?
Ein trächtiger Uterus.
Sie schneiden das Kalb raus, wenige Wochen vor der Geburt.
Was ist das da? Ein Elektroschocker.
Die sind verboten. Transporte über 8 Stunden auch.
Passiert trotzdem ständig.
Können Sie kurz anhalten?
Und was hat Nava dazu gesagt? Zuerst war er sehr still.
Dann wurde er wütend.
Auf Sie? Nein. Er rief jemanden an.
Wen? Das weiß ich nicht.
Ich ging. Später hörte ich, dass er tot ist.
Wir haben ihn alle sehr gemocht.
Seine Vorlesungen waren voll. Navas?
Er hat sich eingesetzt.
Jedes Gremium wollte ihn. Aber nur als Alibi.
Nichts änderte sich. Er ließ sich krankschreiben und war weg.
Sie wussten nichts vom Job im Schlachthof?
Nein. Erst durch unsere Aktionen.
Wir haben gedacht, Nava hätte sich kaufen lassen.
Nein. ... Ganz im Gegenteil.
Danke, Papa!
(De Rivera:) Giuseppe!
Ha! Wir müssen uns unterhalten.
Er hat alles gefilmt. Was?
Kollege! Lass es dir schmecken!
Was gefilmt? Das Schlachten.
Botta? Ja. Ich habe den Film gesehen.
Brunetti! Hat Richter Danesi Zeit?
Wir brauchen etwas von ihm.
Einen Durchsuchungsbeschluss. ... Ich warte.
Wissen Sie, wer auf dem Film ist? Bianchi, der Chef-Schlachter.
Mit einem Elektroschocker. Navas Wunden!
Das war Bianchi. War Botta bei Nava?
Ja. Ich glaube, er hat nichts mit seinem Tod zu tun. ... Ja!
Danke! Wir kommen sofort. ... Kommen Sie!
Der Lebenslauf aus Navas Bewerbung ist gefälscht.
Nava hatte keine Zulassung.
Er hat nie als Tierarzt gearbeitet. Commissario! Er will Sie sprechen.
Sagen Sie, wir kommen später!
Nein, sofort!
(De Rivera:) Commissario! Willkommen!
Giuseppe hat von Ihnen erzählt. Nehmen Sie Platz!
Mein Anwalt, Dr. Torinese.
Ich möchte vorausschicken:
Es ist schrecklich, was mit Nava passiert ist.
Sein Tod hat uns alle schockiert.
Ihre Ermittlungen sind umfangreich.
Das ist uns bewusst. Aber trotzdem! Wir müssen über den Einbruch reden.
In den Schlachthof.
Da hätte viel passieren können. Wissen Sie, wer es war?
Über laufende Ermittlungen reden wir nicht.
Waren auf der Schlüsselkarte Fingerabdrücke?
(De Rivera:) Sie wissen, was Sie tun.
Aber für uns ist das keine Petitesse.
Ich betreibe über 50 Schlachthöfe in diesem Land.
Meine Mitarbeiter erleben immer wieder gewalttätige Übergriffe.
Einige Leute verunglimpfen den Beruf des Schlachters.
Ehrliche, hart arbeitende Menschen werden beschimpft.
Man nennt sie Massenmörder.
Erschreckend viele Leute teilen diese Ansicht.
Deshalb ist es für uns so wichtig, -
- entschieden gegen solche Personen vorzugehen.
Was ist, Brunetti? Haben Sie die Identität des Mannes ermittelt?
Sonst informieren Sie die Kollegen vom Einbruch.
Wir wissen nicht, was passiert ist. Der Einbruch ist eine Straftat.
Sie müssen das zur Anzeige bringen.
Ich habe vollstes Vertrauen in unsere Polizei. Ich weiß:
Sie werden Ihre Arbeit machen.
Es war eine Freude, Sie kennenzulernen.
Was soll das denn? Es steht außer Frage, ...
... dass dem Einbruch nachgegangen wird.
Der Mann gab uns wichtige Informationen.
Dafür versprach ich, ihn zu schützen.
Sind Sie verrückt geworden?
Das entscheidet der Staatsanwalt.
Auch der ist zur Anzeige verpflichtet.
Es war nichts. Ein Tierschützer hat gefilmt.
Aha! Und Sie entscheiden jetzt, welcher Straftat nachgegangen wird.
Und welcher nicht. So!
Ich will den Namen des Mannes. Ich kümmere mich um die Sache.
Ich werde ihn nicht ausliefern.
Egal, was Sie sagen! Den Namen!
Sergente! Er kann ihn nicht wissen.
Ich sprach allein mit ihm. Das ist Strafvereitelung im Amt.
In 24 Stunden will ich den Namen des Mannes.
Oder ich leite gegen Sie ein Disziplinarverfahren ein.
Sie riskieren Ihren Job, Commissario! Ist das klar?
Vianello! Ich werde allein zum Schlachthof fahren.
Ich will Sie da nicht reinziehen. Auf keinen Fall!
Wir haben schon anderes durchgestanden.
Ja, was ist? Oder ich sage Patta den Namen.
Guten Tag! Sind Sie angemeldet?
Wir kennen uns ja.
Da ist wieder dieser Commissario Brunetti.
Hatten wir einen Termin? Nein. Ich will zum Chef-Schlachter.
Ich frage Signore Papetti. Nicht nötig!
Ist das Ihr Spind? ... "LB". Ich vermute, Leonardo Bianchi.
Schlüssel! Bianchi!
Halt dich da raus, Schlampe! Du hältst dich da raus! Aufsperren!
Hat er ein Büro?
Ja. Jemand wie Sie:
Warum arbeitet der an so einem Ort? Ich muss Miete zahlen.
Das Geld dafür kann man woanders verdienen.
Und wer macht den Job dann? Oder sollen alle Vegetarier werden?
Ich dachte, Elektroschocker seien verboten.
Zu den Carabinieri!
Zu den Carabinieri? Patta!
Navas Verletzungen sind typisch für einen Elektroschocker.
Haben Sie ihn angegriffen? Warum?
Weil er nicht zuließ, wie Sie die Tiere behandeln?
"Behandeln"? Wir sind nicht in der Tierklinik.
Wir arbeiten im Schlachthof.
Die Tiere waren den ganzen Tag im Laster.
Wir können nicht warten, bis sie alleine rauskommen.
Und da hat keiner reinzureden.
Schon keiner wie Nava. Sie wollen mir etwas unterschieben.
Sie brauchen einen, der es getan hat. Aber ich war es nicht.
Nava hat das Video gesehen.
Welches Video? Auf dem Sie die Tiere misshandeln.
Nava hat Sie angerufen.
Und gedroht, Sie beim Veterinäramt anzuzeigen.
Sie sind zu ihm. Es kam zum Streit.
Und Sie haben zugestochen.
Übung haben Sie ja.
Nava nervte uns dauernd mit seinen Tierschutzbestimmungen.
Als Rivera noch seine Leute dahatte, wäre der sofort rausgeflogen.
Der Weichei-Schwiegersohn würde den Viechern Schlaflieder singen.
Bei uns wird geschlachtet. Fertig!
Ich habe Nava einen mit dem Elektroschocker verpasst. Ja.
Er brauchte eine Lektion.
Eine Woche, bevor er erstochen wurde. Ich war es nicht.
Glauben Sie, er war es? Nein.
Und jetzt? Ich weiß es nicht.
Was werden wir Patta sagen?
(Raffi:) Weißt du etwas über den Krieg in Südtirol 1915 bis 1918?
Wir reden in der Uni darüber.
Bei dir klingt das, als wäre das Ewigkeiten her.
Dein Urgroßvater hat da gekämpft.
Und wie lange? Die ganzen Jahre.
Man hat ihn nie heimgeschickt? Nein. Verwundete auch nicht.
* Das Gespräch wird immer leiser. *
Oh! Danke fürs Essen! Entschuldige! Ich habe heute ...
Muss ich mir Sorgen um dich machen? Wieso?
Ich glaube, dir ist der Appetit vergangen.
Liegt es an meinem Essen? Ach, Unsinn!
Oder ist es, weil du im Schlachthof warst?
Ach! Chiara hat dir davon erzählt. Ja.
Auch von Francesco. Du musst dich um den Jungen kümmern.
Das mache ich doch schon.
Du bist mein Ritter in strahlender Rüstung.
Ja. Bald vielleicht ohne Pferd. Hm!
Du gefällst mir auch ohne Pferd.
Du hast so viel erreicht.
Wenn alles so bleibt, gibt es den Schlachthof bald nicht mehr.
Du hast das Richtige getan. Es ging nicht anders.
Du musst mit deinem Schwiegervater reden!
Du kennst ihn nicht.
Du weißt nicht, wozu er fähig ist.
Lino!
Du darfst jetzt nicht aufgeben.
Bleib doch noch! Ich kann nicht.
Das weißt du. ... Morgen ist Stellas Taufe.
* Nicht zu verstehen *
... haben wir uns mit großer Freude im Hause Gottes versammelt.
Zur feierlichen Taufe der kleinen Stella.
"Im Namen der Kirche erhältst du ..."
Lasst uns beten, dass er -
- dem Kind aus dem Heiligen Geist neues Leben schenkt!
"... das Zeichen des Erlösers auf deine Stirn."
Schau in Liebe auf das Kind!
"Auf seine Eltern, Paten, unsere Gemeinde."
"Und auf die Kirchen in aller Welt."
Wir loben und preisen dich, du allmächtiger, ewiger Gott.
"Mit unsichtbarer Macht wirkst du unser Heil."
"Durch sichtbare Zeichen."
Wie das Wasser für Stellas Taufe.
"Im Namen des Vaters, -"
- und des Sohnes -
- und des Heiligen Geistes! Amen!
Er liegt im künstlichen Koma. Ein Blutgerinnsel drückt aufs Gehirn.
Bleibt die Schwellung, müssen wir operieren.
Es tut mir leid!
Du hast versprochen, dass nichts passiert.
Ich verstehe das nicht.
Was ist an dem Video so wichtig?
Wie haben sie ihn gefunden?
Ich habe keinem etwas gesagt.
Wer außer uns kannte noch seinen Namen?
* Nicht zu verstehen *
Haben Sie Bottas Namen weitergegeben?
Ich wollte das nicht.
Er hat mich unter Druck gesetzt. Rivera?
Der Vice-Questore. Er sagte, ich verliere meinen Job.
Wenn ich den Namen nicht sage.
Tut mir leid! Ich wollte Sie nicht enttäuschen.
Zur Questura!
Wollen Sie Patta zur Rede stellen?
Elettra? Ich brauche dringend Ihre Hilfe.
Er will Sie sehen. Ich sagte, ich weiß nicht, wo Sie sind.
Sie sollten bald zu ihm gehen.
Oder es hat Folgen. Und die Ortung?
Bottas Handy war zuletzt in Cannaregio eingeloggt.
Dann ist das Signal abgebrochen. Das Handy kann überall sein.
Papettis Wohnung ist in Cannaregio. Ja.
Die Computer haben sie zerstört. Das Handy haben sie ihm gebracht.
Das können wir nicht beweisen. Egal!
Ich gebe Ihnen die Chance, die Sache wiedergutzumachen.
Danke! ... Ciao!
* Nicht zu verstehen *
(Rivera:) Also, was ist?
Sollen wir verhungern? Sag etwas!
Das will Stella auch hören. Ich hole sie.
Wollen Sie es sich nicht nochmal überlegen?
Komm, Liebes! Komm!
Signore Papetti! Das geht nicht.
Bringen Sie uns hin! Unmöglich!
Es ist eine Familienfeier! Doch!
(Papetti:) Ich freue mich sehr, -
- dass ihr alle gekommen seid. Auf Stella!
Und meine wunderbare Frau!
Mariella! ... Salute!
Salute! ... Salute!
Lino Papetti! Ich verhafte Sie.
Wegen des Verdachts, Nava ermordet zu haben.
Auf wessen Anordnung handeln Sie? Auf keine.
Dann möchte ich den Haftbefehl sehen.
Ich bin befugt, Verdächtige ohne Haftbefehl festzunehmen.
Wenn Fluchtgefahr besteht.
Glauben Sie, dass Sie damit durchkommen?
Letzte Chance! Entschuldigen Sie sich bei meinem Schwiegersohn!
Verschwinden Sie mit Ihren Leuten!
Und niemand verliert ein Wort über diese Sache.
Glauben Sie, Sie stehen über dem Gesetz?
Ich hoffe, Sie wissen, was Sie tun! Ich? Keinen Schimmer!
(Leise:) Pucetti! Pucetti!
Pucetti!
Pucetti! ... Was ...
Was? Super! Raus hier!
Ja.
Sind Sie völlig verrückt geworden?
Sie verhaften Riveras Schwiegersohn.
Ohne Haftbefehl! Papetti hat Immobilien im Ausland.
Es bestand Fluchtgefahr.
Wir wussten nicht, ob er nicht vorher vom Haftbefehl erfährt.
Es reicht! Ich habe Sie gewarnt. Ich schütze Sie nicht.
Sie verantworten das alleine.
Sie müssen lernen, dass Ihre ewigen Extratouren Konsequenzen haben.
Mir reicht es schon, seit Sie Francesco Botta -
- an Rivera verraten haben.
"Verraten"? Er hat eine Straftat begangen.
Er wurde halb tot geschlagen. Das hat nichts miteinander zu tun.
Ach nein? ... Wir haben Bottas Smartphone gefunden.
Im Arbeitszimmer von Papetti.
Sie waren in seinem Arbeitszimmer?
Und das ist wirklich das Handy des Jungen?
Ich wollte Maurizio einen Gefallen tun.
Er wollte die Sache selbst zur Anzeige bringen.
Er meinte, die Polizei kümmere sich um so etwas wenig.
Ich ahnte nicht, dass er ihn verprügeln lässt.
Das wollte ich nicht. Das müssen Sie mir glauben!
Botta machte mit dem Handy im Schlachthof ein Video.
Dabei muss er etwas gefilmt haben, -
- das Papetti und Rivera unbedingt geheim halten wollen.
Und was ist es?
Haben Sie das Video gesehen? Nein. Das Handy ist gesperrt.
Wir brauchen die PIN. Sie ist wertlos.
Sie haben sich das Handy widerrechtlich besorgt.
Wer sagt, dass wir im Haus waren?
Er wird sich hüten, uns zu sagen, wie er an das Handy gekommen ist.
Wie lange wollen Sie so tun, -
- als wäre nichts geschehen und sich von Rivera vorführen lassen?
Dann gehen Sie auf Station 2, ja?
Dann schauen Sie auf der anderen Station.
Ob alles in Ordnung ist. Das hatten wir besprochen.
Entschuldigung! Gehen Sie schon vor!
Wie geht es ihm? Ihr Freund ist zäh.
Mit den Blutverdünnern geht das Gerinnsel zurück.
Kann ich zu ihm? Er ist noch nicht bei Bewusstsein.
Kann ich bei ihm warten? Es ist wichtig.
Na ja, dann kommen Sie mit!
Bitte! Danke!
Lino Papetti steht unter Schock.
Er hatte nie mit der Polizei zu tun.
Er muss sofort zum Haftrichter.
Wir haben morgen den 1. Termin. Zu spät!
Es tut mir leid!
Ich habe darauf keinen Einfluss. Wirklich!
Ich würde es ändern, wenn ich könnte.
Wieso wurde er ohne Haftbefehl festgenommen?
Wissen Sie, wie das für seine Familie war?
Man hat ihn wie einen Verbrecher abgeführt, vor seinen Freunden.
Ja. Ich gebe zu, ... der Zeitpunkt war unglücklich.
Du hast davon gewusst?
Die Entscheidung musste kurzfristig getroffen werden.
Du verfügst über mehrere Immobilien im Ausland. Es gab ein Risiko.
Dass er das Land verlässt. Ein Ehemann und Vater?
Und Geschäftsführer einer großen Schlachterei?
Er flieht nicht wegen haltloser Beschuldigungen.
Sie betreiben hier Rechtsbeugung. Der Grund für alles ist ein anderer.
Es geht nicht um Lino, oder was er getan hat.
Das alles hier soll mich treffen.
Ist das nicht so?
Wir sind alte Freunde, kennen uns länger als mancher hier lebt.
Ich trenne Privates und Geschäftliches.
Bei deiner Auszeichnung konnte ich das nicht.
Du hast mich gebeten, das Fest auszurichten.
Ich fand das unangemessen. Du hast darauf bestanden.
Jetzt höre ich aber:
Der "Gazettino" teilt meine Auffassung.
Ich will das nicht vertiefen.
Verfolgst du meinen Schwiegersohn, um mich mundtot zu machen?
Dann täuschst du dich. Du zwingst mich, auf unsere Freundschaft -
- keine Rücksicht mehr zu nehmen und die Sache klarzustellen.
Auch ich bin schließlich der Wahrheit verpflichtet.
Willst du mir drohen?
Nur zu!
Mal sehen, wer das Nachsehen hat!
Wir treffen uns morgen beim Haftrichter.
Gut gemacht, Vice-Questore!
Warten wir es ab!
Wenn auf dem Video nichts ist, werden wir nach Sizilien versetzt.
He!
Ihr habt die Wände gestrichen.
Du bist im Krankenhaus hier.
Ich weiß.
Idiot!
Erinnerst du dich, was passiert ist?
Mein Vater sucht den, der das gemacht hat.
Aber dazu braucht er das Video auf deinem Handy.
Ich weiß, das ist viel verlangt.
Aber du musst ihm die PIN von deinem Handy geben.
Francesco?
Die Aufnahmen sind schrecklich.
Aber warum sollte Papetti Nava darum umbringen?
Die Quälereien sind ein Fall fürs Veterinäramt. Mehr nicht!
Warum wollten die das Handy haben? Wir haben etwas übersehen.
Nochmal von vorn. Brunetti, nochmal?
Ich kann das nicht mehr sehen.
Mir ist schlecht. Tut mir leid!
Da, stopp! ... Ich weiß, was wir übersehen haben.
Ein Stück zurück!
Stopp! ... Was sehen Sie?
Geschlachtete Rinder. Was noch?
Sie meinen die Markierungen.
Diese Tiere ... ... wurden aussortiert.
Botta hat das nicht bemerkt.
Dort werden kranke Tiere verarbeitet.
Und Nava ist dahintergekommen. Igitt!
"Lino Papetti, geboren am 14. Mai 1972, wohnhaft San Marco 343."
In 30124 Venedig.
Die Staatsanwaltschaft beantragt einen Haftbefehl gegen Sie.
Ich bin der Richter, der darüber entscheidet.
Signore Papetti wurde festgenommen.
Wegen Mordverdachts an Andrea Nava. Unterlagen?
Andrea Nava ließ sich als Tierarzt im Schlachthof anstellen.
Um kranke Tiere auszusortieren. Seitdem stieg der Ausschuss an.
Und der Gewinn verringerte sich entscheidend.
Soll er ihn darum getötet haben? Nein. Moment!
Die von Nava markierten Tiere müssen zurück zum Mastbetrieb.
Aber Signore Papetti ließ die Tiere schlachten.
Andrea Nava kam dahinter. Wir vermuten:
Er stellte Papetti zur Rede. Die Telefonverbindungen belegen es.
Papetti bekam Angst.
Nava sollte schweigen. Im Streit tötete Papetti ihn.
Das Vorgehen der Polizei ist beispiellos.
Mein Mandant wurde verhaftet.
Ohne Haftbefehl, vor seiner Familie.
Sind das Beweise? Selbst wenn es Unregelmäßigkeiten gab:
Jeder Schlachter könnte das ohne Signore Papettis Wissen machen.
Welches Interesse hätte ein Schlachter daran?
Den Umsatz der Firma zu erhöhen?
Die Löhne im Schlachtgewerbe sind eher bescheiden.
Ohne Beteiligung am Umsatz.
Ich missbillige das Vorgehen der Polizei.
Gefahr im Verzug ist klar geregelt und darf nicht verwendet werden, -
- um Fakten zu schaffen.
Aber was mir vorliegt, führt zu dem Schluss:
Die Geschäftsführung wusste von den Machenschaften im Schlachthof.
Des Weiteren muss ich davon ausgehen:
Signore Papetti stand unter enormem Druck.
Weil Signore Nava von der Sache wusste.
Der Verdacht besteht, dass er sich zu einer Tötung -
- zur Verdeckung einer anderen Straftat hat hinreißen lassen.
Das geht so nicht. Doch!
Das geht. Setzen Sie sich!
Angesichts der finanziellen Möglichkeiten des Beschuldigten -
- erlasse ich antragsgemäß Haftbefehl.
Und ordne seine Vollstreckung an.
"Sie wollten den Schlachthof reformieren."
"Wäre Nava mit seinem Wissen an die Öffentlichkeit gegangen, -"
"- wären Ihre Bemühungen umsonst gewesen."
Sie sind zu ihm um zu reden.
Aber mit Nava war nicht zu reden. Der Streit eskaliert.
Sie kommen nachts, um den Mist zu erzählen?
Sie sollten sich schämen. Ich will damit nichts zu tun haben.
Für kein Geld der Welt. Hätte ich das nur gewusst!
Machen Sie, dass Sie wegkommen! Lassen Sie mich in Ruhe!
"Dann ist es einfach passiert."
Sie haben ein Messer genommen und zugestochen.
* Der Hund bellt. *
Er durfte nicht alles zerstören.
Alles, was Sie hart erarbeitet haben.
Sie mussten es tun.
Das reicht. Signore Papetti wird zu der Sache keine Aussage machen.
Er war knapp davor. Aber mit dem Anwalt sagt er nichts.
Egal! Er hat ein Motiv, kein Alibi, war in der Wohnung.
Genug für einen Indizienprozess.
Ich wollte gerade zu Ihnen.
Bei Ihnen oben wartet jemand. Es ist dringend.
Ich möchte aussagen.
Signora Borelli! Das sollten Sie nicht tun.
Ich war am 21. August in Navas Wohnung.
Er hat mich angerufen. Ich wollte nicht, dass er zur Polizei geht.
Aber er ließ nicht mit sich reden.
Also habe ich ein Messer genommen und ihn von hinten erstochen.
Sie wissen, dass Sie dafür ins Gefängnis gehen.
Mindestens 5 Jahre. Wahrscheinlich noch mehr.
Was machen Sie dann, wenn Sie wieder rauskommen?
Wir sollten für nichts Verantwortung übernehmen, -
- das wir nicht getan haben.
Elettra? Schicken Sie Vianello mit dem Aufnahmegerät? Danke!
Wieso sind Sie so?
Wie? Was meinen Sie? So selbstgerecht.
Sie wissen nicht, wer ich bin. Kennen mich nicht.
Trotzdem bilden Sie sich ein Urteil. ... Über mich.
Und über Signore Papetti.
Als er den Betrieb übernahm, kam die halbe Belegschaft -
- aus Kalabrien und Sizilien. Keine festen Arbeitsverträge.
Der Lohn war miserabel. Unhaltbare Zustände.
Nicht nur für die Tiere.
Er versucht, das alles zu ändern.
Aber das macht man nicht über Nacht.
Das braucht Zeit.
Meinen Sie, er konnte nicht anders, als kranke Tiere zu schlachten?
Denken Sie, das war seine Idee?
Das war so auf allen Schlachthöfen von Rivera.
Sie schauen auf uns herab.
Warum nicht auf die, die jeden Tag billiges Fleisch wollen?
Ja. Ändern sollen sich immer nur die anderen.
27.08.2014, Mordfall Andrea Nava.
Anwesende: Commissario Brunetti, Sergente Vianello.
Bitte sagen Sie Ihren Namen, Geburtsdatum und Adresse!
Giulia Borelli, 22.03.1986.
Calle Mandola 3707, 30124 Venedig.
Hatte Borelli eine Affäre mit ihm? Wahrscheinlich.
Vielleicht war sie es ja.
Sie hat jetzt Zeit zum Nachdenken. Die Wahrheit.
Sie kommt immer irgendwann raus.
(Mann:) Das kann nicht wahr sein!
Wir müssen zur Arbeit. Wie geht es weiter? Unsere Familien!
Das ist doch unser Leben!
Du musst schön warten. Ich komme gleich wieder.
Sitz! Sitz! * Der Hund winselt. *
Chiara! He!
Was ist mit dir los? Du bist ja draußen.
Gute Neuigkeiten! In 2, 3 Tagen kann ich nachhause.
Der Schlachthof wurde dichtgemacht.
Gegen alle Schlachtereien von De Rivera wird ermittelt.
Wirklich?
Das ist ja super!
Nächste Woche ist ein Polizeifest. Soll ich etwa mit?
Patta fragte, ob du kommst. Aha!
Brav, mein Süßer! Komm! * Der Hund bellt. *
Warum hat er gefragt?
Ich nehme an, er wollte wissen, ob du zuhause bleibst.
Dann sollte ich erst recht kommen. Du kannst machen, was du willst.
Es ist anstrengend als Tochter eines Polizisten.
Wieso? Alle denken, ich bin ein Spitzel.
Das ist eine prima Idee!
Untertitelung 2015: Untertitel-Werkstatt Münster
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