All language subtitles for Donna Leon - S01E25 - Ewige Jugend.deu

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Original subtitles

Ah!

Ruggiero! Komm! Lass mich rein! * Er klopft. *

Nur einen noch! - Geh nach Hause, Pietro!

Nur einen noch, Ruggiero! Komm schon!

* Commissario Brunetti *

* Paola Brunetti *

* Vice-Questore Patta *

Nein, nein!

Nein, nein, nein!

* Sergente Vianello * * Alvise *

* Signorina Elektra *

Guido! Mach ein freundliches Gesicht! Du hast es versprochen.

Ja. Aber nicht jetzt schon. Wieso kommt dein Vater nicht?

Du tust einer netten, alten Dame einen Gefallen.

Nicht wegen des Dinners oder ihres Vereins.

Mein Vater ist zu einer Besprechung in Mailand.

"Besprechung"! Mit einem russischen Waffenhändler, hm?

Meine sehr verehrten Damen und Herren!

Ich möchte mich zu allererst im Namen der Contessa Lando-Continui

bei Ihnen für Ihr zahlreiches Kommen bedanken.

Die Generosität unserer Gastgeberin

hat zur Sanierung zahlreicher Gebäude

und damit zum Erhalt der Schönheit unserer Stadt beigetragen.

* Ein Telefon summt. * Viel, aber in keinster Weise

ausreichend. Ihre Stiftung "Salva Serenissima - Rettet Venedig",

deren Vorsitz ich führen darf, bittet Sie hier und jetzt:

Schließen Sie sich uns an! Retten Sie diese Stadt!

Retten Sie die Serenissima, indem Sie diesem Fonds beitreten!

Meine Damen und Herren! Ich übergebe jetzt

das Wort an die Contessa Lando-Continui.

Tja!

* Brunettis Telefon summt. *

* Besetztzeichen *

* Eine Nummer wird gewählt. *

Immer mehr Hausbesitzer kündigen den ansässigen Venezianern und

vermieten ihre Wohnungen als teure Ferienunterkünfte. Völlig überzogene

Mieten zwingen die Venezianer, ihre Stadt zu verlassen.

So ist es traurige Tatsache:

Venedig stirbt aus.

Die Stadt wird im Jahr 2030 keine Einwohner mehr haben.

Nur noch Touristen. Ein armseliges Disneyland.

Meine Stiftung "Rettet Venedig - Salva Serenissima",

fördert bezahlbaren Wohnraum für junge, einheimische Familien.

Mit wie viel bist du dabei? Guido!

Dank der Hilfe großzügiger Spender.

* Besetztzeichen * Scheiße!

Sie wissen von meiner Enkelin Manuela?

Meine Enkelin. Sie wurde vor 15 Jahren beschädigt.

"Beschädigt"? Damals war sie 14. Sie wurde

nicht weit von daheim aus einem Kanal geborgen.

Und was ist da passiert?

Sie war lange unter Wasser.

Wie lange weiß niemand, aber lange genug,

dass sie Schaden genommen hat. Sie ist gestürzt?

Nein. Ja. So heißt es bis heute.

Aber ich glaube nicht länger,

dass es ein Unfall war. Ich bin mir sicher: Sie wurde gestoßen.

Finden Sie heraus, dass es kein Unfall war!

Aber es gab doch eine Untersuchung. Die Polizei sagte, dass es

ein Unfall war. Aber Manuela ist nicht ins Wasser gefallen.

Contessa ... Als sie klein war,

ist sie einmal fast ertrunken. Meine Schwiegertochter

war mit ihr am Strand auf dem Lido.

Die Kleine lief ins Wasser. Jemand sah

eine Welle über ihr zusammenschlagen,

sprang ihr nach, hat sie gerettet, hat sie beatmet, ihr so das Leben

gerettet und seitdem hatte sie Panik vor Wasser. In Venedig!

Wo immer sie hinging, musste das Wasser meterweit entfernt sein.

Nie hat sie sich einem Kanalrand genähert.

Die Polizei untersuchte es.

Der Retter sagte, er habe gesehen, dass jemand sie ins Wasser stieß.

Wem hat er das gesagt? Ihnen.

Ich war damals in Rom. Nicht Ihnen. Den Polizisten vor Ort.

Der Mann sprang zu ihr ins Wasser,

war aber so betrunken, dass er selbst nur

um Hilfe rufen konnte. Ein junger Tourist

zog Manuela heraus, leistete erste Hilfe.

Aber da war es schon zu spät.

Der Säufer hat ausgesagt, er habe gesehen:

Bei dem Mädchen sei ein Mann gewesen,

der sie in den Kanal stieß. Was haben meine Kollegen gemacht?

Sie brachten ihn und Manuela ins Krankenhaus.

Als der Mann am nächsten Morgen aufwachte,

wusste er seinen Namen wieder. Sie ihren aber nicht mehr.

Seitdem steckt sie fest.

Mit 30 Jahren auf dem Niveau einer 6-Jährigen.

* Jemand klopft. Eine Tür wird geöffnet. *

Entschuldigung! Aber man erwartet dich, Dimitriana.

Wir kommen. ... Sie werden die Ermittlungen aufnehmen. Nicht wahr?

Contessa! Das ist 15 Jahre her. Der Fall ist abgeschlossen!

Mit Ihrer Einwilligung. Ich bin 80 Jahre.

Ich will Gewissheit, bevor ich sterbe.

Ich weiß: Dieser Mann hat damals diese Aussage gemacht.

Und ...

Commissario! Ich fürchte, Sie verstehen nicht,

wie wichtig diese Sache für die Contessa ist.

Doch! Das verstehe ich schon, Signor Vittori.

Entschuldigung!

Vittori-Ricciardi, hm? Ah!

Sehen Sie sich einfach noch mal die alten Akten an!

Vielleicht finden Sie heraus,

dass doch nicht so gründlich recherchiert wurde.

Und was wirst du jetzt machen? Ich kann nicht

aufgrund von Vermutungen einen Fall aufrollen, der kein Fall ist.

Das hast du zu ihr gesagt? Nein.

Meine Mutter hat ein bisschen erzählt.

Die Contessa ist verzweifelt.

Manuela ist ihr Ein und Alles.

Manuelas Vater und die Contessa haben sich damals zerstritten.

Er ist ihr einziger Sohn.

Er ist mit einer neuen Frau nach Thailand ausgewandert. Manuelas

Mutter hat das nicht verkraftet. Sie ist sozial abgerutscht.

Trotzdem bekam sie das Sorgerecht.

Manuela ist zu 80 % geistig behindert.

Wer wirft ein 14-jähriges Mädchen in einen Kanal? Vor allem: Warum?

Kannst du dich nicht trotzdem ein bisschen umhören?

Ich muss los. Entschuldige mich bei der Contessa!

Du kannst das besser als ich. Geh schon!

Worauf warten wir denn? - Deine Großmutter kommt gleich.

Wieso gehen wir nicht einfach rein? - Da ist sie schon!

Großmutter! - Hallo!

Was soll das? Du weißt, ich habe Gäste.

Sie wollte dich unbedingt sehen.

Aber nicht, wenn ich Gäste habe! - Ich bin leise. Ich störe nicht.

Du störst mich nie, mein Schatz. Komm! ... 5 Minuten!

Leichenfund in Santa Croce. Mord.

Das Opfer heißt Pietro Cavanis.

Erstochen in seiner eigenen Wohnung.

Gefunden hat ihn Ruggiero, der Wirt von der Bar dort um die Ecke.

Cavanis war Stammgast bei ihm und er hat sich Sorgen gemacht, weil er

nicht wie jeden Tag vorbeikam.

(Moderator) "Wunderbar! Das ist unglaublich!"

(Frau) "Ja." (Mann) "Wer hätte das gedacht?"

"Ja. Dann beruhigen wir uns erst einmal

und kommen zur nächsten Frage. Damit sind wir schon

bei der 1.000-Euro-Frage!

So! Dann gehen wir noch mal rüber zur Wissenschaft.

Also! Was habe ich denn hier?

Die Frage lautet ..." Von hinten erstochen.

Das Messer ist wahrscheinlich sein eigenes.

Hier, sein Rentenbescheid.

662,67 Euro.

Laut Personalausweis ist er 54. Wahrscheinlich ein Frührentner.

Alles noch da: Portemonnaie. Also kein Raub, kein Einbruch.

Was gibt es hier schon zu holen? Kann man das ausstellen?

Ja, natürlich. Das Ding hat nur noch eine Einstellung: Lokalsender,

laut und aus. Ja, dann aus.

Ich sagte, sie sollen nichts verändern, bevor Sie alles sahen.

Und wie hieß der Wirt? Ruggiero.

Gut.

Auf Pietro!

Ah! Der arme Teufel.

Hoffentlich war er betrunken. Wieso das?

Weil er dann vielleicht nicht viel gespürt hat?

Wann sahen Sie ihn das letzte Mal? Gestern Vormittag.

Für einen Kaffee und einige Gläser. Sein Frühstück.

Na ja! Hatte er Feinde?

Nein. Nicht Pietro! Er war nicht die Art Trinker,

die im Suff aggressiv wurden.

Er war letztlich ein guter Mensch.

Der sein Leben lang immer nur Pech hatte.

Was war er denn eigentlich von Beruf, bevor ...

Bäcker. Aber er hat aufhören müssen. Aus Gesundheitsgründen.

Die Rente reichte kaum zum Leben. Na ja!

Bei wem tut sie das schon? Ja.

Salute! Salute!

Ciao!

Was habe ich verpasst? Schecks wurden ausgestellt.

Großer Triumph für die Contessa und ihren Verein.

Diese bezahlbaren Wohnungen

für Venezianer? Wie soll das gehen? So wie ich

es verstehe, wollen sie alte Gebäude kaufen,

renovieren und in Wohnungen einteilen.

Und jeder Spender bekommt das Beste?

Ich danke dir, Guido. Wofür?

Dafür, dass du es vorhin nicht auf dem Empfang laut gesagt hast.

Und? Was wirst du jetzt machen?

Ich besorge ihr einen Privatdetektiv.

Ziehen wir um?

Nicht, dass ich wüsste. Warum? Was ist das?

Na, vielleicht sucht er eine Wohnung.

"Er"?

Denkst du Chiara?

Morgen! Wie geht es Ihrer Frau?

Morgen! So lala! Ist was passiert?

Eins der Kinder will ausziehen. Verstehe. Und wer will ausziehen?

Chiara oder Raffi? Das wissen wir noch nicht.

Euer Opfer hatte Leberzirrhose

im fortgeschrittenen Stadium. Dies ist ein gewöhnliches Küchenmesser.

Ja, sein eigenes.

Keine DNA oder Fingerabdrücke außer vom Toten.

Der Täter war Rechtshänder und so groß wie das Opfer.

Er hat nur ein einziges Mal zugestochen. Von hinten.

Und zwar mit solcher Wucht, dass die Speiseröhre durchtrennt wurde.

Cavanis muss binnen weniger Minuten gestorben sein.

Cavanis, Cavanis!

Hm.

Oh! Schau mal, Mutti! Der Hund! Oh, wie süß!

Tschüs! ... Oh! Der war so schön!

Gehen wir jetzt Obst kaufen?

Ich glaube, heute möchte ich Rot.

Oh! * Ein Hund bellt. *

* Manuela lacht. *

Bei so viel Alkohol im Blut dürfte er nicht viel mitgekriegt haben.

Und der ungefähre Tatzeitpunkt?

Gestern zwischen 11 und 1, würde ich sagen.

Und der Täter?

Wenn ich wetten müsste: ein Mann.

Wenn es eine Frau war, war sie sehr groß.

Und sehr kräftig. Danke! Ciao!

Ciao! Ciao!

(Frau) Guten Tag! - 327, bitte!

Ihr Schlüssel und eine Nachricht für Sie.

Danke! - Sehr gerne.

Cavanis hatte weder ein Handy noch ein Telefon in der Wohnung.

Die Spurensicherung fand nur Telefonkarten.

War wohl der Letzte, der noch

öffentliche Telefone benutzte. Wer benutzt die noch? Brunetti?

Danke, Signorina! Dafür dürfen Sie mir

auch einen Gefallen tun. Guten Morgen!

Gibt es die noch? Die meisten sind verschwunden.

Was für einen Gefallen? Ein alter Polizeibericht.

Wie alt? Wie die das Geld gefressen hat.

15 Jahre. Manuela Lando. Contessa Landos Enkelin.

Klack, klack! Keinen Satz konnte man zu Ende sprechen.

Klack, klack, klack! ... Stimmt doch, oder?

Lando-Continui hier. Es geht um meinen Rückflug nach Bangkok.

Ich wollte fragen, ob es einen früheren gibt. Heute Abend noch!

Gut, danke!

* Es ist nichts zu verstehen. *

Pietro brauchte kein Telefon. Kamen Anrufe für ihn, notierte ich sie.

Das kam praktisch nie vor. Und in letzter Zeit?

Mit der Nummer Ihres Apparats können wir feststellen,

welche Anrufe Signor Cavanis mit seinen Karten machte.

Und sonst? Da war nichts.

Obwohl ... Was?

Pietro hat in den letzten paar Tagen häufiger Lokalrunden geschmissen.

Was nett war. Bloß ließ er sie einfach weiter anschreiben.

Als ich ihn darauf ansprach, meinte er,

er würde sehr bald zu Geld kommen und alles zurückzahlen,

was er mir schulde. Und wie viel ist das?

Schon ein bisschen. Haben Sie ihm geglaubt?

Pietro wollte sich wichtig machen, wenn er einen intus hatte.

Also komisch! Jetzt, wo ich darüber nachdenke,

schien es ihm sehr ernst damit zu sein. Anders als sonst.

Hat er auch gesagt, wie er

zu dem Geld kommen wollte? Also nicht zu mir.

Wenn, dann zu Stefano dalla Lana. Zu wem?

Dalla Lana, ein Lehrer, kommt manchmal her.

Sein einziger Freund. Außer Ihnen.

Na ja! Ich weiß nicht. Ich suche Ihnen seine Nummer raus.

* Ein Telefon klingelt. *

(AB) "Stefano dalla Lana! Bitte

hinterlassen Sie eine Nachricht." * Piepton *

"Commissario Brunetti von der Polizei Venedig.

Rufen Sie mich bitte zurück unter der Nummer 5192805!"

Gut siehst du aus!

Das Klima in Thailand scheint dir zu bekommen.

Du bestellst mich, lässt mich warten.

Immerhin stilvoll. Das muss man dir lassen. Danke für die Suite!

Worum geht es, Mutter? Du sagtest, da war ein Anruf.

Vor ein paar Tagen. ... Komm!

Jemand hat gesagt, er wüsste, was passiert ist.

Manuela wäre gestoßen worden und er wüsste, wer es gewesen ist.

Deshalb habe ich die Polizei

um eine neue Ermittlung gebeten.

Der Anrufer: Wollte der Geld? - Vermutlich.

Er war ziemlich wirr. Er hat sich nicht

wieder gemeldet. - Und was ...

Heißt das, du glaubst mir endlich?

Nach 15 Jahren?

Warten wir die Ermittlungen ab!

Deshalb bin ich hier? "Warten wir die Ermittlungen ab!"

Meine Mutter ruft, meine Mutter befiehlt. Und alles muss springen.

Genau wie damals! - Ich wollte dich damals schützen.

Du hast mich gezwungen,

Venedig zu verlassen.

Was ist damals passiert, Teo?

Manuela hat versucht, sich umzubringen. Ich dachte,

das wurde damals beschlossen.

Das war die Wahrheit, auf die sich alle einigen konnten.

Sie hat versucht, sich umzubringen.

Nachdem ich mich an ihr vergangen hatte.

Das hast du doch geglaubt, oder?

Das glaubst du immer noch.

Wenn da ein Mann ...

Vielleicht habe ich versucht, mein eigenes Kind zu ertränken.

Das hättest du nicht. - Was willst du?

Die Wahrheit! - Großmutter!

Großmutter! Schau mal! Guck mal, was ich gebastelt habe!

Guck doch mal! - Manuela?

Nein. Sag es nicht!

Bring sie nicht durcheinander!

Wer ist das, Großmutter?

Die Wahrheit, Teo.

Wer ist das, Großmutter?

Ciao, Vianello!

Hallo, Signorina!

Ich habe hier die Akte von Manuela Lando-Continui.

Tochter von Teodoro Lando-Continui und Barbara Mangello-Ronchi.

Sie wurde nachts aus dem Rio San Boldo gerettet und kam

ins Ospedale Civile. Ihr Zustand war kritisch.

Aufgrund des Sauerstoffmangels blieb sie 80 % geistig behindert.

Ihre Mutter bekommt monatlich 612 Euro Pflegegeld.

Der Vater hat sich nach Thailand abgesetzt und neu geheiratet.

Hören Sie mir überhaupt zu? Manuelas Retter

hat damals ausgesagt: "Ein Mann hat sie ins Wasser gestoßen."

Am nächsten Tag hat er die Aussage widerrufen.

Ja. Was ist mit ihm? Er liegt jetzt in der Pathologie.

Was? Am gleichen Tag, als die Contessa

mich um Hilfe bat, wurde der einzige Zeuge von damals ermordet.

Commissario! Ein Signor dalla Lana hat für Sie angerufen.

Sie waren mit Cavanis befreundet? Wir sind zusammen zur Schule,

haben uns nie aus den Augen verloren.

Der Wirt Ruggiero meinte, er hätte Geld erwartet.

Genug, um seine ganzen Schulden zurückzuzahlen.

Er wird Ihnen davon erzählt haben. Er war betrunken. Ich habe kaum

was davon verstanden. Nur dass ich bald alles wiederbekäme.

Bei Ihnen hatte er auch Schulden? Ich wollte nichts zurück.

Woher sollte das Geld denn kommen?

Keine Ahnung! Angeblich hatte er was gesehen.

Dann kam er aufs Fernsehen und dann habe ich kein Wort mehr verstanden.

"Aufs Fernsehen"? Ja.

Endlich würde sich das Glotzen mal auszahlen.

Er war ja betrunken. Wann war das?

Vor ein paar Tagen. Persönlich oder am Telefon?

Warten Sie! Das war ... in der Bar.

Nein, doch nicht. Er hat angerufen. Wann und worum ging es?

Donnerstag. Vor 3 Tagen.

Wir haben nachmittags in der Bar was gegessen.

Spätabends rief er an. Was mich gewundert hat.

Und da hat er das vom Fernsehen erzählt?

Ja. Sagte er mal, dass er einem Mädchen

das Leben gerettet hat? Das ist irre lang her. Oder?

15 Jahre.

Er hat darüber gelacht. Er sei da ziemlich blau gewesen.

Er hätte Glück gehabt, dass er nicht ertrunken sei.

Ist das wichtig?

Glauben Sie ihm? ... Ich auch nicht.

Jemand erzählt, er bekommt bald viel Geld.

2 Tage später ist er tot. Erpressung.

Aber das mit dem Fernsehen verstehe ich nicht.

Ah, Signorina Elektra! Ich habe da eine Bitte.

Ich brauche vom letzten Mittwoch und Donnerstag

alle Fernsehausstrahlungen von Lokalsendern.

48 Stunden? Ja. Es muss alles gesichtet werden.

Alle 48 Stunden Lokalsender?

Besorgen mache ich. Sichten auf keinen Fall!

Also ich bitte auch nicht!

Ich melde mich freiwillig. Fernsehen mag ich.

Danke! Haben Sie Todessehnsucht, Alvise?

Sichten wonach?

Keine Ahnung!

Wir warten. - (Chiara) Ja!

Diplomatisch! Nicht vor dem Dessert.

Ich weiß. Keine Panik. Vertrau mir!

Hallo!

So! Und jetzt mal raus mit der Sprache!

Wem gefällt es zu Hause nicht mehr?

Wer hat sich diese Annoncen rausgesucht?

Hm?

Ich! Ich gehe wohl nach Mailand.

Weil ich hier keine Wohnung kriege. Alles ist unbezahlbar.

Eine vernünftige Arbeit finde ich auch nicht. Ich habe es probiert.

Alles wird kalt. Du hast keine Meinung?

Das ist Raffis Sache. Kein: Gäbe es die Korruption nicht,

hätte man genügend Wohnraum? Keine Lust.

Können wir essen? - Bist du krank?

Nein! Ich habe nur Hunger.

Und ich gehe ein Jahr nach Australien.

Mit Francesca. Ein Projekt zu Umweltgefahren

fürs Great Barrier Reef. - Australien ist echt weit weg.

Okay! Das ist sehr gut. Ja. Du hast gut reden.

Dir hat deine Tochter nicht gerade gesagt:

Sie zieht ans andere Ende der Welt.

Mailand finde ich in Ordnung.

Aber Australien? - Ist doch nur ein Jahr.

Sehen wir doch das Ganze mal positiv!

Die Kinder wollen raus.

Ja. Wir können uns mehr um uns kümmern

und müssen nicht wieder Eltern spielen.

Sie sind erwachsen geworden.

Ich dachte immer, das passiert nur anderen Eltern.

Gut. Du hast heute ... - Mama! Da! Das!

Okay! - Können wir das nehmen?

Ja. ... Genau. Von denen ein Kilo.

Und vielleicht noch ein Kilo von ...

... den Erbsen.

Ja, ein Kilo. ... Ich bin gleich wieder da.

Du wartest hier auf mich. - Hm.

Gut. Ich bin gleich wieder da. - Ein paar von denen!

Ja. Ja, die. - Was willst du?

Ja, genau. Stopp! - Sagte dir meine Mutter nichts?

Ich weiß, dass du da bist. Aber du kannst nicht einfach auftauchen.

Du darfst dich ihr nicht nähern. - Ich dachte, du glaubst mir.

Mama! Mama, Mama, Mama, Mama! - Ja. Aber was erwartest du?

Dass ich sage: Das ist dein Vater. Morgen ist er wieder weg?

Ich kenne dich! Du warst gestern bei Oma.

Ja, Manuela.

Ich bin ein Freund der Familie.

Schau mal nach dem Korb! - Ja!

Ich werde der Polizei alles sagen. Der Ruf deiner Mutter ist mir egal.

Mama! Ich bin fertig. - Nie ging es um Manuela.

Es wird Zeit, dass das anders wird. - Mama! Komm!

(Manuela) Ich habe alles ...

"Die Wahrheit ist: Keine 2 Fälle verlaufen gleich."

Das menschliche Gehirn, und das ist vielleicht ganz gut so,

hört nicht auf, uns Rätsel aufzugeben.

Mysteriös und herrlich.

Und was heißt das in diesem Fall?

Ob da noch Erinnerungen sind?

Ob sie je wiederkommen?

Keine Ahnung!

Was ich dir sagen kann, ist: Sie wird nie

das Leben einer normalen, erwachsenen Frau führen.

Also ein Kleinkind für immer.

Hm. Falls es damals

einen Angreifer gab: Würde sie den wiedererkennen?

Das ist schwierig. Ich gucke in ein paar

gescheite Bücher. Frag mich in einigen Tagen!

Danke!

"Aber er müsste jeden Augenblick da sein."

"Ich bin im Urlaub." Ja.

Ah!

Er will Sie sprechen. "Er"?

Und er ist nicht gut drauf.

"Brunetti! Was bilden Sie sich ein?"

Was ist mit den Aufnahmen? Alvise ist schon dabei.

"Brunetti! Kommen Sie ..." Vize-Questore! Einen Moment bitte!

Commissario! Kann ich Sie sprechen?

(Mann) "Willst du mich heiraten?" Noch Chips, Alvise?

(Frau) "Oh mein Gott! Liebling!"

"Oh!" - "Wirklich?"

Also er liebt dich doch. - "Das ist so schön!"

"Ich danke dir."

(Frau) "Oh, ja, ja!"

Commissario! Es wäre wirklich wichtig.

In 5 Minuten in meinem Büro. Ja.

Und dann bitte hier in die Kamera. "Brunetti! Ich warte."

Seit wann ist denn da eine Kamera? Schon immer!

Ja? "Nicht rumalbern, Brunetti!"

Wie ist der Urlaub? Sie sehen blendend aus.

"Warum wühlen Sie in alten Fällen? Klären Sie den aktuellen Fall!"

Es gibt einen Zusammenhang. "Was für einen?

Meine Untergebenen werden nicht fürs

Fernsehen bezahlt." Danke! ... Das Mordopfer ist

der Mann, der damals aussagte. "Sie ermitteln falsch."

Warum wurde so schlampig ermittelt? "Seien Sie vorsichtig, Brunetti!"

Warum wurde nicht weitergemacht? "Es gab Druck von oben.

Ich war noch nicht Vice-Questore. Ich hätte mich dem nie gebeugt."

Was für einen Druck gibt es beim Einfluss der Contessa?

"Er kam von ihr. Die Contessa verlangte

die Einstellung der Ermittlungen."

Warum? "Sie dachte:

ein Selbstmordversuch. Der Vorfall sollte so schnell

und lautlos wie möglich zu den Akten gelegt werden.

Um einen Skandal zu vermeiden." Welchen Skandal?

"Ihre Frau gehört zu den vornehmsten Familien.

Aber Sie verstehen den Adel

immer noch nicht. Konzentrieren Sie sich auf den Mord an dem Säufer!"

Hallo? Ich verstehe Sie nicht! "Das ist ein Befehl. Verstanden?"

Aha!

Das können Sie dann so. Ganz plötzlich!

Es geht um damals, oder?

Wir hätten weiterermitteln sollen!

"Wir"? Ja! Ich war dabei.

Ich hatte damals Nachtdienst. Dann kam der Anruf.

"So gegen 11 ungefähr. Also 23 Uhr.

Ich habe es mitversaut, als alles vertuscht wurde."

"Auf Anordnung der Contessa." "Die Familie"

war damals im Gerede wegen der Schwiegertochter.

Es gab Gerüchte über Affären, Drogen.

Ja. Dann kam das Kind, Manuela.

Schön, intelligent. Ein nettes Mädchen!

Und plötzlich in der Pubertät völlig unglücklich.

Es wurde getuschelt, sie hätte

psychische Probleme. Eine Schwäche des Bluts, ein Makel im Stammbaum.

Es wäre für die Contessa ein riesen Skandal gewesen,

wenn herausgekommen wäre, dass es ein Selbstmordversuch war.

Was tun? Hätten Sie was gesagt, ... ... hätte ich meinen Mund verbrannt.

Aber ich war zu feige. Entschuldigung!

Seid ihr auch Polizisten?

Ja, ja. Ich bin ein Polizist.

Du ja! Aber du? Weil du hast keine Uniform an.

Nein. Ich habe keine Uniform. (Frau) Manuela!

Da bist du ja!

Guten Tag! Magello-Ronchi. Brunetti!

Vianello. Es tut mir leid.

Aber ich lasse sie ungern allein zu Hause.

Ja, natürlich. Entschuldigung, Commissario!

Schauen wir, ob wir Kuchen für dich finden?

Oh ja! Ja?

Danke, Commissario!

Bitte sehr! Danke!

(Manuela) Habt ihr auch Schokoladenkuchen?

Ja.

Eigentlich ein schönes Alter. Aber natürlich unvorstellbar,

auf ewig drin stecken zu bleiben.

Was ist damals wirklich passiert? Sie wissen:

Die Contessa hat mich gebeten, den Fall neu zu untersuchen.

Ja. Was die Contessa will, bekommt sie.

Es liegt auch in meinem Ermessen.

Wollte sich damals Manuela das Leben nehmen?

Nein. Was wollte die Contessa vertuschen?

Auf Kosten der Wahrheit. Auf Kosten von Manuela.

Alles ist immer auf Kosten von Manuela.

Man hat sie mir praktisch weggenommen. Die Contessa

bestimmte alles. Welche Schule und welchen Reitstall sie besucht.

Welche Freunde sie haben darf.

Sie durfte keine Magello-Ronchi sein.

Sie musste eine Lando-Continui werden.

Ein 14-jähriges Mädchen.

Mh! Der ist sehr gut. Das freut mich.

Sag mal: Trinkst du auch Kaffee? Nein.

Kakao! Den haben wir hier leider nicht.

Aber es gibt Milch.

Hm! Ja?

Bitte schön!

Machst du selber.

Ich mag eigentlich alle Kuchen. Außer Karottenkuchen.

Weil das ist ja kein richtiger Kuchen, oder?

Das stimmt. Ich mag ihn auch nicht.

Weil Karotten sind Gemüse, oder? Hm. Aber weißt du:

Es gibt sogar Leute, die machen

Kuchen aus Zucchini. Hm?

Dabei gibt es so viele bessere Sachen.

Für Kuchen. Und auch so viel bessere für Zucchini.

Schau mal!

Wer ist das?

Das ist eine lange Geschichte.

Sie hat schöne Haare.

Hm.

Erzählst du sie mir, die lange Geschichte?

Wie war das damals mit Ihrem Mann? Was ist mit Teo?

Ihr Mann hat sich damals nach der Tragödie nach Thailand abgesetzt.

Und Sie haben den Palazzo der Contessa nie wieder betreten.

Das sind ihre Bedingungen.

Teo hat ... Was?

Ich komme in die Klinik und will mein Kind sehen.

Da ist sie entlassen. Das haben Teo und die Contessa entschieden.

Wann war das? 2 Tage nach dem Unfall.

Haben sie gesagt, warum? Ja.

Sie würde im Palast bessere Pflege erhalten.

Aber sie wollten sie einfach nur aus der Öffentlichkeit rausholen.

Warum? Ein behindertes Kind.

Aber Sie haben doch gesagt, Sie sind sich sicher, dass sich

Manuela nicht das Leben nehmen wollte.

Ja. Da bin ich sicher.

Aber das haben alle geglaubt. Aber wieso?

Sie war in der Zeit vor dem Unfall so launisch und niedergeschlagen.

Ich dachte, es liegt an ihrem Alter. Wie? Vor dem Unfall?

Ja.

Das ist der Arztbericht.

Und?

Weißt du, was ich an den Toten mag?

Sie sind so geduldig.

"Patientin bewusstlos, atmet aber. Auf den Röntgenbildern

Wasser in der Lunge. Platzwunde an der Schläfe.

Hämatome an Armen und Hals."

Ein Kampf? Möglich.

"Der 2. Tag: Blut auf dem Laken der Patientin."

Zwischen den Zeilen steht, dass der Kollege damals wütend gewesen ist.

Und warum?

Man hat ihn entscheidende Tests nicht machen lassen.

"Tests"? Hm. Eine gynäkologische Untersuchung

zum Beispiel. Um herauszufinden, ob dem Mädchen Gewalt angetan wurde.

Vergewaltigt.

Das ist absolut unmöglich. Wer könnte sie missbraucht haben?

Diese grässliche Frau!

Vom 1. Augenblick an habe ich gewusst,

dass sie nicht in die Familie passt.

Wegen ihr habe ich meinen Sohn verloren.

Wenn sie ihm eine bessere Frau gewesen wäre ...

Dann ... Ja, was dann?

Commissario!

Müssen Sie die Contessa so aufregen?

Der Commissario hat Erkenntnisse,

die mich ein wenig aus der Fassung gebracht haben, Sandro.

Letztlich aber habe ich ihn ja darum gebeten.

Was für Erkenntnisse? Ein Verdacht.

Manuela wurde möglicherweise vergewaltigt.

Teo! Habe ich doch immer gesagt.

Ich dachte, wenn da ein Mann war, der sie gestoßen hat, würde das

Teo endlich entlasten. Sie haben Ihren Sohn verdächtigt?

Er hätte nie versucht, sie zu töten.

Bitte ermitteln Sie weiter! - Wissen Sie, wie alt

seine 2. Frau in Thailand ist? 33! Nur 3 Jahre älter als seine Tochter.

Wussten Sie, dass Manuelas Retter ermordet wurde?

Nein. Letzten Samstag.

Sind Sie ihm mal begegnet? Im Krankenhaus, am Morgen danach.

Ich habe ihm etwas Geld gegeben.

Wie viel? Ich hatte einige 100 Euro dabei.

Gab es damals schon Euro? Ja.

Ja. Also: Die habe ich ihm gegeben.

Ja. War ja auch beschädigt.

Das ist nicht Ihr Ernst, oder? Doch! Samstagnachmittag.

Ich war hier im Hotel.

Kann das jemand bezeugen? Vermutlich jemand vom Personal.

Kennen Sie Pietro Cavanis?

Der ist tot. Anders als der Rest der Familie

erinnere ich mich an den Mann, der Manuela gerettet hat.

Haben Sie Ihre Tochter missbraucht?

Hört das denn niemals auf? Das ist keine Antwort.

Natürlich nicht! Sie ist meine Tochter!

Was machen Sie hier in Venedig?

Ich wurde einbestellt, um hier rumzusitzen und abzuwarten,

ob mir endlich Absolution erteilt wird.

Und? 15 Jahre glaubt einem keiner.

Das verändert einen. Glauben Sie mir!

Ich hätte auf einer Untersuchung bestehen müssen!

Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie die Stadt nicht verlassen.

3 Minuten!

Commissario! Die Daten der Telefongesellschaft.

Cavanis hat von der Bar aus nur Stefano dalla Lana angerufen.

Eine Sackgasse. Muss nicht sein.

Der letzte Anruf war Samstagvormittag.

Dalla Lana behauptet, Donnerstag spät nachts.

Ich habe es verwechselt. Samstag ruft

Ihr Freund Cavanis an. Sie reden 10 Minuten.

Nur Stunden später ist er tot. Und das wollen Sie vergessen haben?

Um was ging es in dem Gespräch?

Ging es um den Vorfall vor 15 Jahren

und was Cavanis im Fernsehen sah?

Ich sagte Ihnen, was ich weiß. Ihr Freund erpresste jemanden.

Der ihn wahrscheinlich ermordete. Sergente!

Sie sind es oder Sie wissen,

wer es ist. Sie spielen ein gefährliches Spiel.

Gibt es das? Sind alle dement oder gierig oder was?

Sergente, es reicht! Entschuldigung!

Ich bitte Sie jetzt zu gehen.

Wir brauchen die Nummern der öffentlichen Telefone

in Santa Croce zum Abgleich mit Cavanis' Telefonkarten.

Nahm er ein anderes Telefon? Ja.

"Auf der Haut befinden sich:" - Ich sagte doch B!

Trottel! B! "- A Partikel, B Follikel"

"oder C Menetekel oder ..." - Trottel! B! B!

"Die Antwort ..." Alvise!

Haben Sie was entdeckt? Noch nicht.

Ach, Alvise! Mit Quersehen meinte ich nicht jede Sekunde ansehen.

Das weiß ich. Das weiß ich. C! C! C!

Glauben Sie wirklich, das bringt uns auf eine Spur?

Irgendwas hat Cavanis gesehen, womit er seinen Mörder

erpressen konnte. Ja. Irgendwas.

Ja.

Ciao!

Und die Kinder? Ausgeflogen.

Freunde? Keine Ahnung!

Meinst du, Manuela weiß es?

Hm? Dass was mit ihr nicht stimmt?

Dass sie anders ist als andere Frauen?

Ich glaube, meist ahnt sie nichts davon.

Aber manchmal schon? Ja, manchmal

zieht sie ihr Gesicht zusammen.

Sie sucht um sich herum, als hätte sie was verlegt.

Sie sucht, ...

... aber weiß nicht, wonach sie sucht.

Halt mich fest!

* Etwas klirrt. *

Du! Dass ich ein Jahr weg bin: Ist das ein Problem für euch?

Für mich nicht, nein. Nein, nein. Gut.

Nein, nein!

Für Paola vielleicht. Du kennst sie ja.

Immer tapfer. Aber das geht ihr, glaube ich,

ein bisschen nahe.

Aber hat ja nichts mit euch zu tun.

Natürlich! Es ist für uns alle ein neuer Lebensabschnitt.

Ja. Nun ja ... Ja. Man ist ja auch kein junger Hüpfer mehr.

Ich glaube, so empfindet Paola.

Bist du ganz sicher, dass wir

immer noch über Mama reden? Ja, sicher.

Du bist doch noch nicht alt,

Papa. Und ich komme immer wieder nach Hause.

Weiß ich.

Das weiß ich.

Ich weiß, was Sie denken, Commissario.

Das wissen Sie nicht. Glauben Sie mir!

Ich bin Manuela nie begegnet.

Aber ich weiß, was damals mit ihr passiert ist.

Was meinen Sie damit? Der Sturz in den Kanal

und dass sie seitdem nie mehr dieselbe war.

Sie ist nicht mehr dieselbe? Sie wissen schon, was ich meine.

Giovanni hatte damals hier die Leitung, mein Ehemann.

Ich bin erst vor 12 Jahren hierher- gekommen. Nach unserer Hochzeit.

Er ist vor 2 Jahren verstorben. Oh! Das tut mir leid.

Ist noch jemand hier, der uns sagen kann,

mit wem Manuela damals Schwierigkeiten hatte?

Jemand vom Personal?

Ja. Oder irgendjemand anderes.

Ein Mann. So viel ist sicher. Was soll er denn gemacht haben?

Möglicherweise Manuela belästigt.

Ich finde bestimmt noch die Personallisten von damals.

Wenn Ihnen das helfen kann. Und eventuell ein paar Fotos.

Möchten Sie einen Kaffee? Gern!

Ich dachte, Sie würden sie mitnehmen.

Wen? Na, Manuela!

Entschuldigung! Aber wozu? Wegen Petunia, ihrem Pferd.

Mein Mann hat mir erzählt, sie hat sie nach den Blumen benannt,

die wir hier überall haben.

Ach! Wird sie denn noch geritten? Sie ist nicht mehr die Jüngste,

die Familie zahlt nicht mehr für sie.

Aber ich konnte sie nicht weggeben. Sie hat ein so sanftes Wesen.

Ich hatte gehofft, Manuela könnte sich an ihr Pferd erinnern.

Hier ist Manuela.

Sie sieht so glücklich aus.

Was wäre wohl für eine Frau aus ihr geworden?

Den Job macht keiner hier lange. Viele waren bloß Aushilfen.

Mal für einen Sommer hier. Mal bloß für ein paar Wochen.

Bitte!

Saisonarbeiter eben.

Die den Mädchen mit den Pferden halfen.

Stall ausmisten, striegeln. Arbeiten an der Longe.

So Sachen halt.

He! - He!

Lass uns reiten gehen! - Nein!

Lass mich! - Komm schon!

Lass mich los!

"Vittori-Ricciardi"!

Er vergewaltigt Manuela, versucht sie zu töten.

Als er erfährt, dass sie ihr Gedächtnis verloren hat,

ist er so dreist, für ihre Großmutter zu arbeiten?

Commissario! Der Abgleich von Cavanis' Telefonkarten

mit allen Anschlüssen in der Umgebung

war ein schönes Stück Arbeit. Und?

Also: Es gab 2 Anrufe. Der erste Donnerstag,

2 Tage vor seinem Tod.

Bei der Contessa.

Ja. Aber den zweiten

erraten Sie nie. Samstagvormittag, am Tag seiner Ermordung ...

In die Büros der "Salva Serenissima".

Sandro Vittori-Ricciardis Anschluss? Ja.

Alvise!

Guten Abend! Gibt es was Neues?

Nein, nichts.

Nachrichten, eine Woche alt. Total langweilig.

"'Salva Serenissima'. Signor Vittori-Ricciardi

wird uns jetzt auf den aktuellen Stand der Dinge bringen."

"Das Ergebnis lässt sich sehen.

In ein paar Wochen wird es die Eröffnung geben.

Ich danke unseren großzügigen Spendern.

Denn ohne sie hätten wir nicht diesen

Palazzo ... Alvise! Gratulation!

Genau danach haben wir gesucht.

... arbeiten wir an den Stuckarbeiten.

Die besten Restaurateure Italiens wurden hergebracht.

Hallo?

(Mann) "Ich weiß, was Sie getan haben."

Hallo! Wer ist da?

"Vor 15 Jahren."

Was wollen Sie? - "Nach dem Mord an Cavanis

ist der Preis natürlich gestiegen. Sagen wir: eine halbe Million!"

* Er beendet den Anruf. *

Auf Pietro! - Auf Pietro!

Er war ein guter Mensch.

Ich weiß nicht: Habe ich Sie hier schon mal gesehen?

Ich dachte, Pietro hatte nur einen Freund.

Sie kommen nicht aus Santa Croce?

Nein. Aber ich bin echter Venezianer.

Ich weiß, mein Freund hatte Schulden.

Die möchte ich gerne begleichen.

Niemand soll nach seinem Tod schlecht über ihn sprechen.

Wie viel schuldete er Ihnen?

370 Euro.

Wissen Sie zufällig, wo ich diesen Freund finde?

Donnerstagmorgen hat Sie Cavanis angerufen.

Können Sie sich daran erinnern?

Das war ein Donnerstag, nicht wahr?

So morgens?

Bitte keine Spielchen! 10:13 Uhr.

Das Gespräch dauerte 6 Minuten. Hm. Und er hat mein Büro angerufen?

Erinnern Sie sich an den Anruf von Senor Cavanis? Ja oder Nein?

Das kann ich nicht sagen. Wenn, dann nannte er seinen Namen nicht.

Wir wissen von Ihrem Job im Reitstall.

Was soll das nun wieder heißen? Sie haben einen Anruf bekommen.

Ja.

Von wem? Nun spielen Sie Spiele.

Was hat der Anrufer gesagt? Er hätte mich im Fernsehen gesehen.

Wollte er Sie daraufhin erpressen?

Jemand sah mich im Fernsehen und kam mir am Telefon

mit einer verrückten Geschichte.

Sonst würde er Ihnen alles erzählen.

Was wollte er uns erzählen?

Er sagte: Ich soll ihm Geld geben.

Oder er ruft Sie an und behauptet, ich hätte das Mädchen

in den Kanal geworfen. Welches Mädchen?

Das wissen Sie. Die Enkelin der Contessa,

für die Sie arbeiten. Hm. Da haben Sie doch die Antwort.

Er wollte mich ruinieren. Meinen Ruf, meine Karriere vernichten.

Was haben Sie dann getan? Ich habe aufgelegt.

Und weiter? Er hat nicht noch mal angerufen.

Und Sie haben nicht versucht, den Anrufer herauszufinden

oder die Polizei zu verständigen?

Ich wollte lieber keinen Wirbel um die Sache machen.

Aber Sie kannten Manuela damals.

Na ja, "kannten".

Ich habe ...

Wie lange war ich in dem Reitstall?

2 Monate? Bis Sie was Besseres fanden.

Tut mir leid. Aber so war es nun mal.

Wissen Sie, was das größte Übel in dieser Welt ist, Commissario?

Neid!

Neid kleiner Fußsoldaten, wie Sie einer sind,

auf die mit mehr Energie, Ehrgeiz, Erfolg.

Neid, der Sie klein und engstirnig macht.

Sie denken, ich hätte Erfolg erkauft oder erschlichen.

Haben Sie Manuela Gewalt angetan? Das sollten Sie ihren Vater fragen.

Seine Mutter, sein eigenes Fleisch und Blut denkt, er wäre dazu fähig.

Signor Vittori! Vittori-Ricciardi!

Nein. Ich bleibe dabei. Bei Vittori.

Das glaube ich nicht. Nicht Sandro! Nicht ohne Beweise.

Wussten Sie, dass er Manuela kannte aus dem Reitstall?

Erwähnt hat er das nie.

Finden Sie das nicht seltsam?

Er kam mit den besten Empfehlungen zu mir.

Er war ein aufstrebender junger Architekt. Vielleicht

war es ihm unangenehm zu erwähnen, dass er früher Pferde versorgt hat.

Ich weiß, dass er für Sie seit vielen Jahren eine große Hilfe ist.

Halten Sie mich nicht für eine einsame, alte Frau,

die sich weigert, die Wahrheit zu sehen.

Nur weil es sich um einen engen Mitarbeiter handelt. Bringen Sie

mir unwiderlegbare Beweise!

Haben Sie am Vormittag des Galadinners

einen Anruf bekommen von einem Mann, der behauptete,

er wisse genau, was damals passiert ist in der Nacht,

und dafür bezahlt werden wollte? Der Mann war völlig betrunken.

Darum sollte ich ermitteln.

Sie sollten keine Hexenjagd veranstalten.

Der Commissario möchte gehen.

* Ein Telefon klingelt. *

Hallo? - Haben Sie das Geld?

Ja. - "Morgen Mittag."

An der Accademia. - Wie erkenne ich Sie?

Jemand wird Sie erkennen.

Hallo?

"Hallo?"

(Frau) "'Salva Serenissima', Signor Vittori-Ricciardi!

Der aktuelle Stand der Dinge." "Dank unseren großzügigen Spendern!"

Cavanis hat ihn erkannt.

Das ist kein Beweis. Alles nur Indizien.

Und der Kerl hält sich für unbesiegbar.

Womit er recht haben könnte.

He! Guten Abend!

Wieso plötzlich Mailand?

Wieso nicht?

Na komm! Venedig hat sich für mich erledigt.

Du findest keine Arbeit. Ich finde nichts.

Ich renne nur noch gegen Wände. Was wäre anders in Mailand?

Ich! ... Hoffentlich!

Aber was willst du da machen? Das weiß ich jetzt auch noch nicht.

Das ist auch völlig egal. Kein Plan!

Nein. Chiara hat einen Plan.

Hat sie immer. Sie ist wie du und immer im Mittelpunkt.

Um was geht es hier eigentlich? Um mich, Papa!

Ich bin anders als Chiara. Ich muss erst rausfinden, was ich will.

Wer ich bin. Ohne Plan kannst du

auch in Venedig leben.

Dafür musst du nicht weg. Doch, weg!

Nicht wissen, was passiert. Ohne Sicherheit.

Das ist schwer zu verstehen. Vertrau mir doch, dass es das Richtige ist!

Auch wenn ich selber noch nicht weiß, was oder wieso.

Sehr gut, Raffi! Mach das!

Sehr gut!

* Eine Tür wird geöffnet. * Ah, Signorina!

Wir können nachweisen: Von Ihrem Bürocomputer aus wurde der Name

von Manuelas Retter recherchiert.

Es wurden Zeitungsberichte mit seinem Namen

und seiner Adresse aufgerufen.

Und alles vor seiner Ermordung. Das beweist gar nichts.

Es verbindet Sie mit dem 1. Mord. Was den 2. angeht, ...

Ich glaube, Ihr Problem ist, dass Sie uns unterschätzen.

Ihr Anruf bei dalla Lana vom Münztelefon.

Sie glaubten, er ist nicht zurückzuverfolgen.

Ich kenne keinen dalla Lana. Also habe ich ihn auch nie angerufen.

Das sind die Münzen aus

sämtlichen Telefonen Venedigs am Tag von dalla Lanas Ermordung.

Und hier, diese Münze ist aus dem Apparat gegenüber

von dalla Lanas Wohnung. Und da sind Ihre

Fingerabdrücke drauf. Das wird nicht reichen.

Und auch auf dem Telefonhörer.

Hm. ... Kann ich jetzt gehen?

Grazie!

Manuela hat darauf bestanden.

Ich habe es wohl Ihnen zu verdanken. Nein, mir.

Ich muss es ganz beiläufig erwähnt haben.

Und er hat mir das Leben gerettet?

Was ist denn passiert?

Du bist gestürzt.

Habe ich mir doll wehgetan?

Warum weiß ich das nicht mehr?

Weil ...

Das ist schon lange her.

* Er spricht Italienisch. *

Signor Vittori hatte Besseres vor? Als zur Beerdigung

des Mannes zu kommen, von dem Sie behaupten, er hätte ihn ermordet?

Wie taktlos von Ihnen, Commissario! Fast die ganze Familie.

Ciao, Pietro!

Danke!

Ich bin überrascht, dass du noch da bist.

Ich reise erst, wenn alles geklärt ist. Genau wie du es gewollt hast.

* Italienisch *

Ich habe Manuela nie was angetan.

Außer, dass ich gegangen bin.

Ich habe dir keine Wahl gelassen.

Das war es nicht allein. Ich wollte weg.

Ich hatte nicht die Kraft.

Und was willst du jetzt? Bleibst du?

Oder gehst du wieder?

Willst du denn, dass ich bleibe?

Du hast mich enterbt. Schon vergessen?

Ist es nicht genug, Teo?

Reagiert in dieser Familie immer nur wer, wenn ein anderer Druck ausübt?

Nur auf Gewalt?

Ist es das, wer wir sind?

Und wenn ...

Ist es nicht Zeit, dass sich das ändert?

Was ist?

Manuela?

Ich kann ...

Ich kann mich nicht erinnern!

Es fällt mir nicht ein! Dabei ist es wichtig!

Sie starrte auf die Blumen hier.

Sie meinte, sie könne sich nicht erinnern.

Aber es wäre wichtig.

Was sind das für Blumen? Petunien.

Ihr Pferd heißt Petunia.

Ja.

* Jemand schließt eine Tür auf. *

Ciao! Du bist schon da?

Was liest du?

"Psychiatrie und Trauma-Therapie". Manuela?

Ihr Zustand: "ewige Jugend". Ist das nicht das,

wovon alle immer träumen? Also ich träume nicht davon.

Ich bin froh, dass wir Erfahrungen machen und uns verändern.

Auch wenn das manchmal schmerzhaft ist.

Ja. Aber hat man das Recht,

sie aus dieser Kindheit rauszuholen?

Das weiß ich nicht.

Es gibt keine eindeutige Antwort.

Eine Konfrontation hilft oder verschlimmert das Trauma.

Bist du sicher, sie erinnert sich?

Ja. Aber ich glaube, sie kann es nicht einordnen.

Und du glaubst, wenn du ... Das will ich von dir wissen.

Hm.

Ja. Tu es!

Wirklich? Ja. Den Versuch ist es wert.

Danke! Außer es geht schief natürlich.

Dann habe ich nichts gesagt.

Das kommt nicht infrage. Nein.

Auf gar keinen Fall! Sie wollten die Wahrheit.

Galt das nur, wenn es bequem ist? Der Commissario möchte gehen.

Ja. Der Commissario möchte gehen.

Commissario!

Einverstanden!

Dazu haben Sie kein Recht.

Im Gegenteil,

Signor Vittori-Ricciardi!

Ich habe Ihnen was Schönes zum Lesen mitgebracht.

Ich glaube, das nennt man einen Gerichtsbeschluss.

* Ein Telefon klingelt. *

Was bedeutet das, Dimitria?

"Die Polizei ist hier." - Wir müssen reden, Sandro. Sofort!

Sag mal: Hast du überhaupt schon was gegessen?

Was magst du denn lieber:

Pizza oder Spaghetti? Beides!

Oh! Kein Wasser! Wir könnten uns dort hinsetzen.

Was meinst du?

Hm? Tschüs!

Ja? Hm.

Sie haben alles mitgenommen. Alle Akten, meinen Computer.

Und ein riesen Chaos hinterlassen.

Was möchtest du trinken?

Wo gehen wir denn hin?

Ich muss etwas erledigen.

Etwas, das ich schon längst hätte tun sollen.

Danke! ... So! Na dann!

Gehen wir spazieren? Hm.

Das war lecker. Das war so lecker!

Das war so lecker! So lecker!

Und welche magst du noch?

Alle! Eigentlich alle.

Alle? Hm.

Alle Tiere!

Was ist?

Nein!

Geh! - Was soll das?

* Manuela stöhnt laut. *

Geh!

Ah! Ah! Ah!

Ich habe morgen früh Termine. Das ist doch albern!

Der ... Der Mann.

Der Mann! Der ...

Sandro.

San... Sandro.

Nein ... Nein!

Der ...

... Mann hat mir wehgetan.

Er ...

Er hat mich ...

... hat mich ...

... ins Wasser gestoßen.

Sie war hinter mir her. Fasste mich an, wenn ich ihr in den Sattel half.

Wie eine rossige Stute. Wusste nie was sie tut, das behinderte Ding.

Ich habe eine Nachricht für Sie von der Contessa.

Und jetzt schaffen Sie ihn weg,

bevor ich mich übergeben muss.

Vianello! Kannst du was brauchen?

Im Fernsehen bestellt? Alles!

Wasserkocher, Massagekissen. Nein, danke!

* Ein Vogel ruft. * Der singt aber schön.

Ja. Immer wenn es Frühling wird, denke ich, das Leben möchte uns

noch eine Chance geben. Das verstehe ich nicht.

Das macht nichts, Liebes.

* Ein Pferd wiehert. *

Du willst immer nur fressen. Komm schon, Petunia!

Petunia?

Petunia!

Petunia!

Teo regelt seine Angelegenheiten in Thailand

und wird dann mit seiner Frau nach Venedig zurückkehren.

Kommst du mit zu Großmutter? Bitte!

Ich darf mich verabschieden.

Commissario! ... Danke! - Großmutter!

Großmutter!

Commissario! Der Vice-Questore.

"Das haben Sie sehr gut gemacht.

Venedig ist bei Ihnen in guten Händen."

Wir warten auf euch.

(Raffi) Ja. Wir kommen.

So!

Heißt das, du findest es doch okay? - Es ist okay.

Was ist mit Mailand? Ach, das freut mich!

Danke, Mama! - Ich habe Mailand abgesagt.

Was? Warum denn das? Ich gehe nach Amerika.

Ja. Veränderungen sind immer gut. Auch wenn es schmerzhaft ist.

(Chiara) Wollen wir essen?

* Untertitelung 2019: Untertitel-Werkstatt Münster *

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