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"Venedig. Anno Domini 1587.
Heute, am 12. August,
ist der Prokurator Francesco de Vecchi
zu nachtschlafender Zeit zu Tode gebracht worden.
Der Meuchler fuhr ihm
die Klinge 7-mal in den Leib.
Somit ist der Beklagte Sebastiano Morosini
f�rwahr verd�chtig, f�r den Tod des Francesco de Vecchi
verantwortlich zu sein."
(Commissario Guido Brunetti)
(Paola Brunetti)
(Vice-Questore Patta) (Sergente Vianello)
(Signorina Elettra)
Commissario!
Commissario! Das ist Enrico Franchini,
der Bruder des Toten. Er hat die Leiche gefunden.
Mein Name ist Brunetti. Ich bin Polizist.
Signore Franchini! Der Commissario ist da. Er hat ein paar Fragen.
Stehen Sie bitte auf! Lassen Sie!
Ich spreche sp�ter mit ihm.
Ciao, Guido!
Kein sch�ner Anblick!
Jemand hat ihn getreten. Mit schweren Schuhen.
Die linke Wange ist fast komplett aufgeplatzt.
Mindestens 4 Z�hne sind herausgebrochen.
Get�tet haben ihn die Tritte gegen den Hinterkopf.
Die B�cher stammen von einem Tertullian.
"Tertullian". Die Ausgabe hier stammt von ...
1494.
1492.
Tertullian! * Er betont es anders. *
Das sind alles Originale.
Commissario! Da muss was gelegen haben.
Da hat jemand was weggenommen.
Der Rechner muss zur Spurensicherung.
Okay! Ihr k�nnt kommen.
Dahinten! ... Ciao!
Haben Sie ihn gesehen? Ja.
Wer ... Wer macht so was?
Sind Sie von hier?
Nein. Ich komme aus Padua.
Waren Sie mit Ihrem Bruder verabredet?
Ich hatte ihn angerufen. Wie jeden Dienstagabend.
Aber er ist nicht ans Telefon gegangen.
Ich hatte ein komisches Gef�hl.
Also bin ich hergekommen. Lebte er allein?
Ja. Sagen Sie:
Die ganzen B�cher im Haus! Wenn wir fertig sind:
K�nnen Sie sehen, ob was fehlt?
Tut mir leid! Er hat so viel gesammelt, wieder verkauft,
getauscht. Ich habe keinen �berblick �ber seine Sammlung.
Seit wann sammelte er?
Seit seinem Studium. Was hat er denn studiert?
Theologie. Er war Priester.
�ber 20 Jahre lang. Bis er den Beruf an den Nagel h�ngte.
Das hat ihn seine Lehrstelle gekostet.
Sie haben ihn vorzeitig in den Ruhestand versetzt.
Warum?
Er hatte seinen Glauben verloren.
Er erz�hlte mir: Er erwachte eines Morgens und er
war weg. So als h�tte er ihn vor dem Schlafengehen
verlegt. Aber ich denke, der Glaube war f�r ihn
immer nur in den B�chern.
Gelebt hat er ihn nie!
Der Tote ist ein ehemaliger Priester.
Er sammelte Tertullian und Augustinus.
Tertullian! Oh Gott!
"Es ist das Weib, das dem Teufel
Einlass verschafft hat, das zuerst
das g�ttliche Gesetz gebrochen hat." Na ja! So dachte man damals.
Das machte es nicht besser. Und Augustinus
ist mein besonderer Freund: "Ist es nicht zutr�glicher,
wenn 2 Freunde zusammenwohnen
statt ein Mann und ein Weib?" Ich bitte dich!
Warum wurden die �berhaupt heiliggesprochen?
Weil sie auch anderes gesagt haben. Man sollte jemand heiligsprechen
f�r seine Taten, statt f�r seine Reden.
Danke!
Wo ist denn dein Bruder?
In seinem Zimmer. ... Raffi!
Das h�tte ich auch tun k�nnen. Danke!
Bitte!
Willst du im Stehen essen? Ich muss lernen.
Bitte setz dich! Ich habe in 2 Wochen Pr�fung.
Wenn er da durchf�llt, war es das mit dem Bachelor.
Arrivederci! Sehr witzig!
Kann ich mir deinen Laptop leihen? - Wieso? Du hast doch selber einen.
Das Netzteil ist Schrott. - Aber ich kriege ihn wieder. Bald!
Entschuldigen Sie! Wissen Sie, was da passiert ist?
Der wurde umgebracht.
Den hat jemand totgetreten!
Hello! My name ist Joseph Nickerson.
I have to change my flight to Kansas City.
Oh! Ich muss meinen Flug nach Kansas City umbuchen.
Freitag, 11:35 Uhr.
Mein Name ist Nickerson, Joseph Nickerson.
Bitte so schnell wie m�glich!
Was? Aber ... Aber es muss doch ..
Alles voll. ... In drei Tagen.
Danke!
Sehr sch�n!
Ja, nicht wahr? Ein Geschenk, Commissario!
Sie sind doch nicht eifers�chtig?
Ich? Nein. Ich wollte nur fragen,
ob der Rechner von Franchini schon ausgewertet ist.
Die Festplatte soll in Rom entschl�sselt werden.
Viel war nicht drauf. Ein Ordner wird Sie interessieren.
Er ist passwortgesch�tzt.
Sehen Sie? Da werden die in Rom lange brauchen. Na ja!
Die meisten nehmen als Passwort die Namen ihrer Kinder.
Oder die von Hunden oder Katzen.
Jemand wie Franchini liest schwere Kost.
Tertullian! Das w�re doch zu einfach,
Commissario! Aber wie hei�t sein wichtigstes Werk?
�h ... Wei� ich nicht.
"Apologeticum"! Aber ich habe auch nachschauen m�ssen.
Tadaa! Ah!
Er hat Buchseiten gescannt.
Sehen Sie den geraden Schnitt? Ja.
Die Seiten wurden aus B�chern herausgetrennt.
Auf einer der Seiten habe ich einen Stempel entdeckt. Hier! Da!
K�nnen Sie das gr��er machen? Nat�rlich!
"Bibliothek Merula". Das haben Sie gleich erkannt?
Ja. Das kenne ich aus meiner Studienzeit.
Entschuldigung! Darf ich helfen?
Wir haben einen Termin. Mit Dottoressa Fabbiani?
Genau! Um was geht es denn?
Ja, nat�rlich! Ich bringe Sie zu ihr.
Der Geruch hier: Wie zu meiner Studienzeit!
Ich dachte schon, Sie meinen seine Knoblauchfahne.
Dottoressa Fabbiani! Signora!
Guten Tag! Gehen wir in mein B�ro?
Sie haben am Telefon gesagt:
"Es geht um ein Gewaltverbrechen." Wie k�nnen wir Ihnen dabei helfen?
Kennen Sie diesen Mann?
Hm. Ich wei� nicht. Sein Name ist Aldo Franchini.
Kann schon sein, dass er mal hier war.
Warten Sie! ... Piero! Kannst du bitte mal kommen?
Signore Sartor ist seit Urzeiten hier. Wenn, dann kennt er ihn.
Schau bitte mal! Kennst du den Mann? - Klar! Das ist Aldo Franchini.
Wann war der das letzte Mal hier? Vor einer Woche vielleicht.
Hat er Zugang zu den alten B�chern? Nein. Nur Leute aus der Uni.
Die Folianten geben wir nur zu Forschungszwecken raus.
Danke, Piero! ... Man kann sie nur hier im Lesesaal studieren.
Warum fragen Sie nach ihm?
Wir haben auf seinem Computer einzelne Buchseiten gefunden.
Mit dem Stempel der Bibliothek.
Oh Gott!
Haben Sie auch die Seiten bei ihm gefunden?
Was wissen Sie dar�ber?
Sie wurden aus unserer Sammlung gestohlen.
Der 1. Diebstahl muss schon Monate her sein.
Und Sie haben das nicht bemerkt?
Manche B�cher werden nur selten geliehen.
Bei der R�ckgabe haben wir nicht die Zeit, alles durchzuschauen.
Wir m�ssen den Leuten vertrauen.
Wie ist er an die Seiten gekommen? Sie wurden herausgeschnitten.
Jetzt rieche ich es auch. Wir f�hren eine Revision durch.
Alles wird �berpr�ft. Jedes einzelne Dokument.
Wir haben schon �ber 20 zerst�rte B�cher gefunden.
Der Dieb wusste genau, was er tat.
Er hat fast nur Karten und Zeichnungen herausgetrennt.
Viele handkoloriert. Von manchen Exemplaren gibt es
nur noch ein paar auf der ganzen Welt.
Das ist unser Herzst�ck. Hier lagern unsere wertvollsten B�cher.
Hier kommt man nur mit einer Magnetkarte rein?
Ja. Wie kommt man an die B�cher ran?
Im Lesesaal. Dann wissen Sie doch, wer es war.
Sie haben doch ein Verzeichnis, wer die B�cher ausgeliehen hat.
Die meisten von ihnen kennen wir. Sie kommen seit Jahren zu uns.
Hier! Professore Gallo ist hier von der Uni.
Professore Marino kommt aus Florenz. Dottore Greco, sein Kollege, auch.
Und das ist ein Student.
Hier ist eins der B�cher.
Warum haben Sie das nicht angezeigt?
Wir sind auf private Spenden angewiesen.
Wenn herauskommt, dass die uns zur Verf�gung gestellten B�cher
nicht mehr sicher sind, w�re das eine Katastrophe.
Zeigen Sie uns den Lesesaal? Gern.
Wenn Sie eines der B�cher bestellt haben, wird es Ihnen
hier an der Ausgabe ausgeh�ndigt und darf den Raum nicht verlassen.
Wenn Sie gehen, geben Sie das Buch ab.
Und wenn doch mal einer
ein Buch mitnimmt? Ert�nt ein Warnsignal.
Alle B�cher sind mit einem Chip gesichert.
Einzelne Seiten kann man leider nicht sch�tzen.
Und wenn jemand zur Toi... (leise) Toilette muss?
Das Buch darf den Raum nicht verlassen.
Wir brauchen Namen der Besucher, bei denen Seiten verschwanden.
K�nnen Sie nicht den Mann fragen, den Sie mir zeigten?
Vielleicht k�nnte er uns ...
Er ist tot. (Leise) Commissario!
Eine Kamera!
Davon wei� ich nichts. Wie?
Wer wei�, wie lange es noch Bibliotheken gibt.
Meine Frau hat unsere B�cher verschenkt und sich
so ein elektronisches Ding gekauft. Ich protestierte. Aber sie sagte:
"Die liest keiner mehr." Aber Commissario!
Das ist was anderes: So ein richtiges Buch in der Hand.
Gehen Sie in die Verwaltung dort
und holen die Aufnahmen! Hm.
Brauchen Sie mich noch?
Nein, nein! Alles gut.
Arbeiten Sie schon lange hier? Mein halbes Leben.
Kennen Sie Franchini schon lange? Viele Jahre!
Er liest immer die Kirchenv�ter.
Kennen Sie ihn n�her? Manchmal kommt er zum Rauchen raus.
Dann unterhalten wir uns. Er interessiert sich f�r Formel 1.
Wir sind manchmal zum Schauen
in meiner Bar bei der Br�cke um die Ecke.
Aber es gab keine Schwierigkeiten mit ihm?
Franchini? Nein!
Ja. Danke!
Schon zur�ck? Sehnsucht!
Ich glaube dir kein Wort. Du hast Hunger.
Gehen wir essen? Und die Kinder?
Sind die da? Raffi. Aber der muss lernen.
Hm?
Wie? Keiner hat etwas bemerkt?
Erst als jemand eins der B�cher auslieh.
Die Seiten waren sauber rausgetrennt.
Das ist traurig. Jahrhunderte �berdauerten diese B�cher.
Und jetzt werden sie zerst�rt.
* Telefon * Ja.
Warum erfahre ich alles wieder als Letzter?
Ich bekam gerade einen Anruf von Signore Morosini-Albani.
Ich wusste von nichts!
Wissen Sie, wie unangenehm das war?
Was?
"Die Bibliothek! Die Contessa ist eine wichtige Unterst�tzerin."
Sie spendet jedes Jahr Betr�ge im 6-stelligen Bereich.
Und sie hat der Bibliothek einen gro�en Teil
ihrer privaten Sammlung anvertraut.
Ja. Und? "Sie war emp�rt, als sie
erfahren hat, was mit ihren B�chern passierte.
Sie wollte Informationen �ber die Ermittlungen."
Ich stand da wie der letzte Trottel!
Um was geht es �berhaupt?
Es wurden Seiten aus B�chern entfernt.
"Vandalismus?" Nein. Sie wurden gestohlen.
Vermutlich, um sie zu verkaufen. Wer macht denn so was?
Hat das was mit dem Toten zu tun aus Castello?
Die Seiten waren auf seinem Rechner.
Die Morosini-Albanis sind eine der einflussreichsten
Familien in Venedig. Gianni wird
der neue B�rgermeister. Er hat doch die Wahl
schon so gut wie gewonnen.
"Ich will, dass Sie die Contessa sprechen"
und ihr alles erkl�ren.
Tut mir leid! Ich bin beim Essen. "Ich habe ihr zugesichert,
dass sich mein bester Mann darum k�mmert wird."
Bringen Sie das wieder in Ordnung! Und zwar jetzt!
�h ...
* Er r�uspert sich. *
Morosini-Albani! Ach!
Richte ihr meine Gr��e aus! Wieso?
Meine Mutter und die Contessa sind gut bekannt.
Kennst du ihn auch? Ja.
Er ist so schlicht wie sein Wahl- programm: Venedig und Tradition.
Die Menschen merken das gar nicht. Allein der Name z�hlt.
Ich mache schnell. Ich beeile mich.
Ich habe meinen Fielding dabei. Wen?
Henry Fielding. Aha! Okay!
* Jemand klingelt. *
Commissario Brunetti? Sie werden erwartet.
Verzeihung! Die Contessa diniert noch.
Kommen Sie, meine Herren! Ich w�rde es gern hier auf dem Balkon machen.
Ich glaube, da haben wir den sch�nsten Blick Venedigs.
Ja. Das ist wahr. Gut!
W�rden Sie einen kleinen Schritt zur�ckgehen?
Ich kenne diese Stadt. Moment!
Was denn? So nicht. ... Laura, komm!
Hm? Wir brauchen die Maske. Sie gl�nzen.
Schnell! Ich habe nicht viel Zeit.
Wie? In der Kamera sehe ich nicht gut aus? Ich gl�nze? Wo denn?
Gut. Jetzt k�nnen wir. Das wurde auch Zeit.
So! Seid ihr bereit?
Was ist denn jetzt noch? Paola!
"Entschuldige! Es dauert l�nger."
Schon gut! Ehrlich gesagt, hatte ich es genau so erwartet. Und, Guido!
Ja, deine Mutter. Keine Angst! Ich benehme mich.
Obwohl ... Guido!
Ist gut! Bestell schon! Bis sp�ter! Ich komme schnell.
Hm. ... Carlo! Die Weinkarte bitte!
Venedig hat Besseres verdient. Geben Sie mir am 18. Mai Ihre Stimme!
Venecia prima. Grazie!
Contessa! Commissario Brunetti!
Danke, Guiseppe! Bitte!
Commissario Brunetti!
Sie sind also der Schwiegersohn der Familie Falier.
Ja. Gr��en Sie sie herzlich,
wenn Sie sie sehen!
Ich soll Sie auch gr��en. Danke! Nehmen Sie Platz!
Zauberhaft! ... Ihre Frau!
Wirklich zauberhaft!
Sie arbeitet an der Universit�t, ja?
Commissario! Ich muss Ihnen gestehen,
dass ich sehr ver�rgert bin.
Wir sind der Bibliothek so lange verbunden.
Warum wurden wir nicht sofort benachrichtigt?
Wie haben Sie davon erfahren, dass die B�cher besch�digt wurden?
Man informierte uns, nachdem Sie da waren.
Was haben Ihre Ermittlungen bisher ergeben? War es jemand vom Personal?
Wie kommen Sie darauf? Wir werden oft von denen entt�uscht,
die unser Vertrauen haben. Wir sind erst am Anfang
der Ermittlungen. Wie viele Ihrer B�cher wurden besch�digt?
Sie wurden nicht besch�digt, sondern zerst�rt.
Abbildungen wurden herausgetrennt. Der Text ist noch erhalten.
Wir beide meinen verschiedene Dinge.
Ich rede von einem Buch und Sie
von einem Text. Mutter! Entschuldige!
Wir wollen noch was mit dir drehen. Eine Minute!
Ich komme. Commissario Brunetti?
Der Vice-Questore sagte,
Sie seien sein bester Mann. Ich will ihm glauben.
Sie sollten Ihre Kollegen vom Kunstdiebstahl in Rom
hinzuziehen. Wir tun, was f�r uns richtig ist.
Gut!
Kommt ihr?
Ich m�chte Sie nicht l�nger st�ren.
Commissario! Halten Sie mich auf dem Laufenden!
Sie sind im Aufsichtsrat der Bibliothek?
Ja. Warum fragen Sie? Im Lesesaal wurde eine Kamera
installiert. Haben Sie das veranlasst?
Warum sollte ich?
Ich sagte Ihnen, dass ich erst heute davon erfuhr.
Contessa!
Ach, guck!
Ich bin betrunken.
Und was hast du gegessen?
Ich habe auf dich gewartet mit dem Essen. Und?
Ach! Die hat Angst um Ihre Sammlung.
Die Frau ist ein Snob. ... Genau wie ihr Sohn.
Sie sammelt diese B�cher nur, damit sie tiefsinniger wirkt als Leute,
die Ferraris sammeln. Das aus deinem Mund!
Ja!
Morgen!
Alvise?
Buongiorno, Commissario! Was ist hier los?
Das ist aus Franchinis Wohnung. Wir suchen
die gestohlenen Seiten. Wieso hier?
Der Vice-Questore rief gestern an.
Er erkundigte sich pers�nlich danach,
ob wir das Diebesgut gefunden haben. Er dachte, die Seiten stecken
in den Einb�nden. Wir lassen sie r�ntgen.
Schaffen Sie es wieder zur�ck!
Ja, Commissario! Und wo ist Vianello?
In der Bibliothek, Commissario!
Also wegen der Kamera!
Und er hat mir eine Liste gegeben von Leuten,
die zu Forschungszwecken antike B�cher in der Bibliothek lasen.
Ich soll die alle anrufen und fragen, ob ihnen
irgendetwas Ungew�hnliches auffiel. Ich finde das unversch�mt.
Das soll er selber machen.
Bin ich sein Assistent? Das kommt von mir.
Die Liste? Ja. Ich habe sie vom Vice-Questore.
Oh! Das wusste ich nicht. Commissario!
Ich werde mich sofort darum k�mmern.
* Ein Telefon klingelt. *
Brunetti! ... Hallo?
K�mmern Sie sich um den Mord? "Um welchen?"
An Franchini.
Mit wem spreche ich?
Sie haben ihn ... get�tet.
Wer? "Zwei Cappuccino!"
Sie werden mich t�ten. Sie werden alle t�ten, wenn das rauskommt.
Was?
"Das mit Francesco de Vecchi." Wer ist das?
Francesco de Vecchi. 1587. "1587"?
* Lauter Signalton * "Hallo?"
* Noch lauter Signalton *
Hallo! * Er h�rt den Signalton. *
* Noch lauter Signalton *
Ah! Buongiorno, Commissario! Kaffee? Nein, danke!
Hat hier gerade jemand telefoniert? Ja. Da mit dem alten Telefon!
Und? Wo ist er? Er ist gleich wieder abgehauen.
Ach! Wie sah er aus? Wie ein typischer Tourist.
Ich w�rde sagen: ein Ami. Danke!
"Francesco de Vecchi. Geboren 1541."
"Gestorben 1587."
"Venezianischer Gesch�ftsmann. Die Familie
de Vecchi spielte �ber Jahrhunderte eine bedeutende Rolle
in der Geschichte Venedigs."
Was? Das ist alles.
Was? Ja!
Und? Was war? Nichts!
Ich habe mit allen geredet. Mit dem Hausmeister, der Verwaltung.
Keiner wei�, wer die Kamera installiert hat.
Solche Kameras haben keine gro�e Reichweite.
Sie meinen, das Aufnahmeger�t
ist im Lesesaal. Im Geb�ude, ja.
Danke!
Entschuldigung!
Was suchen Sie denn? Die Aufnahmen der Kamera.
Glauben Sie wirklich, jemand �berwacht uns heimlich?
Die Kamera ist da.
Wo f�hrt denn das da hin?
(Mann) Keine Ahnung!
K�nnen Sie mal aufschlie�en?
Ja, nat�rlich.
Also von hier hat niemand was damit zu tun.
Daf�r lege ich meine Hand ins Feuer.
Commissario!
Da haben wir es ja!
Wie kommt dein Rechner in die Bibliothek Merula?
Ich denke, er ist kaputt? Ich wollte helfen.
"Helfen"? Ich wusste ja nicht,
dass du damit zu tun hast. Woher wei�t du es?
Ich belegte einen Philosophiekurs �ber Nietzsche.
Was hat das damit zu tun? Ich finde den Professor super.
Michele Criscuolo sitzt im
Aufsichtsrat der Bibliothek. Er sprach mit einer Frau dar�ber.
Dottoressa Fabbiani?
Ich habe ihn angesprochen und ihm gesagt, dass ich ihm helfen kann.
Die Kamera bestellte ich f�r 50 Euro im Internet.
Der Laptop hat es aufgezeichnet. Seit wann?
Seit einer Woche.
Weil die B�cher so gut gesichert sind, dachte ich:
Es ist einer der Angestellten. Aber ist es nicht.
Aber du hast was gefunden. Ja, logo!
Als Polizistensohn habe ich einen Ruf zu verlieren.
Ja, und? Wer ist es?
Er muss Fingerabdr�cke hinterlassen haben.
Ich rufe die Spurensicherung.
Ach, Commissario! Ich habe mal geschaut: Solche Buchseiten
werden auch auf Internet-Auktionen angeboten und bringen richtig Geld!
2.000 bis 10.000 Euro pro Seite. Danke!
* Es ist nichts zu verstehen. *
Komm, Mann! Komm, komm! Gib Gas!
Schei�e! Das h�tte schneller gehen m�ssen!
Er ist viel zu langsam raus. - Ja. Das kann er vergessen.
Commissario! Waren wir verabredet?
Die Bibliothek ist schon geschlossen.
Ich wei�. K�nnen Sie uns aufschlie�en?
Wei� das Dottoressa Fabbiani? Nein.
Kleinen Moment! Ich rufe sie kurz an. Ja?
Sie unterst�tzen Morosini-Albani? Sie nicht?
Ich bin noch unentschlossen. Was gibt es da zu �berlegen?
Wollen Sie den Hampelmann aus Rom? Der kennt sich hier nicht aus.
Morosini ist Schirmherr vom Festa della Sensa.
Wir sind da alle Ruderer auf dem Bucintoro, dem Boot vom Dogen.
Ah, Piero! Deine Freunde hier w�hlen die Sozis.
Erz�hl Ihnen doch mal was �ber Morosini-Albani!
Er ist jedes Jahr dabei. Auch wenn es regnet. Er packt mit an.
Mein Vater arbeitete f�r seinen Gro�vater, als die die Schiffswerft
in Marghera hatten. Ein echter Venezianer. Kennt unsere Geschichte.
Kennt unsere Tradition und wei�, was uns gro� gemacht hat.
Das ist der Einzige, der diese Stadt wieder auf Vordermann bringen kann.
Ganz genau! * Alle klopfen auf die Tische. *
Und? Was hat sie gesagt?
Wir k�nnen. Kommen Sie?
Piero? Ich glaube, du hast da
noch etwas vergessen. Wettschulden sind Ehrenschulden.
Rest zahle ich morgen. Ja?
Ich kriege sowieso noch einen Hunderter von dir.
"Wir brauchen das Buch,"
das er gelesen hat.
Wir haben hier das Datum und die Uhrzeit aufgeschrieben.
Da m�sste ich im Computer nachschauen.
Gut. Ja.
Auf dem Video war ein Mann zu sehen.
"Joseph Nickerson".
"Traktat der Jurisprudenz
�ber die Gesetze des Herrschaftsgebrauchs, 1597".
Steht im Archiv.
Das m�sste es sein.
Bitte vorsichtig, ja? Dem Buch passiert nichts.
Danke!
Sag mal: Kennst du Francesco de Vecchi?
Oder ist das eine Fangfrage?
Nein. Ich habe nichts gefunden.
Ich wei� nur, er lebte im 16. Jahrhundert.
Ich glaube, von der Familie de Vecchi sind
alle gestorben. Aber am San Marco gibt es eine kleine Gem�ldesammlung.
Die stiftete der letzte de Vecchi.
Liegt auf deinem Weg. Geh morgen vorbei
und tu was f�r deine Bildung!
Wir �ffnen leider erst in einer Stunde.
Nur eine Frage: Kennen Sie die Familie de Vecchi?
Das sind meine Arbeitgeber. Im weitesten Sinne.
Sie stifteten dieses Museum. Ganz feine Leute!
Was wissen Sie �ber Francesco de Vecchi?
Francesco? Wieso interessieren Sie sich f�r ihn?
Warum nicht?
Normalerweise interessieren sich die Leute mehr f�r seinen Vater
Renier oder Enrico de Vecchi.
Der zog damals in die Schlacht gegen �sterreich und Frankreich.
Aber Francesco! Nein, nein! Warum?
Er war eher ein Pechvogel.
Er hatte mehr Interesse an Philosophie und Kunst
als f�r den Handel und das Milit�r. Aber dann starb sein Vater.
Und kurz darauf starb auch noch sein Bruder.
Die de Vecchis standen auf dem H�hepunkt ihrer Macht,
als Francesco das riesige Erbe antrat.
Er h�tte sofort
Doge werden k�nnen. Er war sehr angesehen.
Aber er starb ebenfalls �berraschend.
Es wird gemunkelt, dass Francesco umgebracht worden ist.
* Ein Telefon klingelt. * Ja.
Ich bin es. Commissario! Die Fingerabdr�cke aus der Bibliothek.
"Eine �bereinstimmung." Mit wem?
Er hei�t Roberto Dura. Ist Student an der Uni.
Wegen mehrerer kleiner Delikte vorbestraft.
"Aber alles nichts Ernstes." Gut! Bis gleich an der Uni!
Entschuldigung!
Kennt ihr einen gewissen Roberto Dura?
Ja. Der steht da dr�ben an der S�ule.
Rebecca ... Rebecca!
Warum meldest du dich nicht mehr? Ich muss dir nichts erkl�ren.
Komm! Und wer ist er? Hm?
He! Komm!
Ah! Du stehst auf so schmierige Idioten. Klar!
Jeder will Feuer. Aber deins soll besonders gro� sein.
Lass mich in Ruhe! ... Komm! Was wird das jetzt?
Was ist? Hast du ein Problem? - Du bist mein Problem.
Lass dich nicht provozieren! Was willst du Bl�dmann?
He! H�r auf damit!
He, he, he, he! Auseinander! Auseinander!
Misch dich nicht ein!
Haben wir uns beruhigt? Ob wir uns beruhigt haben?
Ja! Was wollen Sie? Roberto Dura?
Ja, verdammt! Was wollen Sie? Mitkommen!
K�nnte jeder sein! Jeder, der aussieht wie du!
Ich habe damit nichts zu tun. Wir fanden deine Fingerabdr�cke
auf dem Tisch. Klar! Ich habe da gelernt. Und?
Kennst du den Mann? Ich stehe nicht so auf M�nner.
Zu Ihnen passt er. Ihr seid gleich alt.
Werd nicht frech! Duzen Sie mich nicht!
Wir sind keine Freunde. Er hie� Aldo Franchini.
Ihm haben Sie die Seiten gebracht.
Er wurde erschlagen. Das war ich nicht.
Ich habe nur 4 Semester Jura studiert.
Aber das, was Sie hier machen, d�rfen Sie nicht.
Ich m�chte meinen Anwalt sprechen.
Es gibt jetzt erst mal eine Zelle zum Nachdenken.
Commissario! Ach, Alvise!
Ja? Wo bringen Sie das hin?
Ich bringe es zur�ck. Wohin?
In die Bibliothek. Und Duras Fingerabdr�cke?
Nichts gefunden! An den Stellen, wo er
die Seiten rausgeschnitten hat. In dem Buch fehlen keine Seiten.
Was?
Das ist das falsche Buch.
Das war ein anderer Titel.
Irgendwas �ber Jura.
Sie wollen zu Dottoressa Fabbiani? Ja.
Man hat sie beurlaubt. Wegen der Diebst�hle.
Ihre Adresse!
Sie hat nichts damit zu tun. Die Kamera war von Ihrem Sohn.
Was war denn auf den Aufnahmen zu sehen?
Wir k�nnen dar�ber keine Auskunft geben.
Dottoressa Fabbiani ist unschuldig! Die Adresse!
Was wollen Sie? D�rfen wir reinkommen?
Ich will erst wissen, worum es geht. Wir haben dieses Buch gesucht,
aus dem zuletzt Seiten rausgetrennt wurden.
An dem Platz stand ein anderes Buch.
Sie werden mich entlassen, vermutlich
auch Regressforderungen gegen mich haben.
Ich kann mich nicht �u�ern. Wer will Sie entlassen?
Der Aufsichtsrat. Morosini-Albani?
Ja. Die anderen machen so was nicht. Ich arbeite seit 15 Jahren da.
Wir wissen, wie die Seiten gestoh- len wurden. Sie haben keine Schuld.
Ich verst�ndigte nicht die Polizei. Helfen Sie uns jetzt!
Wo ist das Buch?
Wer hat es ausgetauscht? Es ist weg.
Wie meinen Sie das?
Wollen Sie einen Kaffee?
Ja, gern. Gern.
Nachdem Sie bei uns waren, habe ich alle B�cher noch mal pr�fen lassen.
Dabei habe ich festgestellt, dass eins fehlt.
Das Traktat der Jurisprudenz.
Hm. Es stammt aus der privaten Sammlung der Contessa.
Herausgerissene Seiten sind das eine. Aber ein ganzes Buch!
Verschwunden!
Ich wusste nicht, was ich machen soll.
Damit niemand etwas merkt, habe ich ein anderes Buch aus der
Restauration an die Stelle gestellt. Ich habe bis zum Schluss gehofft,
dass es ein Archivierungsfehler ist.
Aber es ist nicht mehr aufgetaucht. Jemand hat es gestohlen.
Also! Wir haben ein Video,
auf dem zu sehen ist, wie der Dieb die Seiten rausschneidet.
Aber das Buch hat er liegen gelassen.
Es wurde nicht aus dem Lesesaal gestohlen.
Sondern aus dem Archiv. Ein Angestellter.
Ich wei� es nicht.
Warum dieses Buch? War es sehr wertvoll?
Eigentlich nicht. Es ist ein Buch �ber die Gerichtsbarkeit
aus dem 16. Jahrhundert. Um was geht es in dem Buch?
Es ist eine Sammlung von Gerichtsurteilen
der "Quarantia Criminal". "Gerichtsurteile".
Danke!
Sie haben uns sehr geholfen.
Danke sch�n!
Da! Die andere Stelle davor.
Genau!
Finden Sie was, wo man ihn noch genauer sieht?
Ja, perfekt! K�nnen Sie das ausdrucken?
Aber sicher, Commissario!
Commissario! Was haben Sie denn damit vor?
Wollen Sie noch einen Kaffee?
Hallo!
Und heute, Commissario? Kaffee!
F�r mich auch und ein Tramezzino. Mit Schinken?
Ja, mit Schinken und Ei.
Ist das der Mann, der gestern bei Ihnen telefoniert hat?
Ja. Hundertprozentig!
Ich bin mir ganz sicher, Commissario.
Ich habe ein fotografisches Ged�chtnis f�r Gesichter.
Warum hat Nickerson so pl�tzlich aufgelegt? Wovor hat er Angst?
Das ist die Frage.
Elettra soll rausfinden, wo er wohnt.
* Ger�usch einer Bohrmaschine *
Bitte, Commissario!
Grazie, Carlo! Gerne!
Commissario!
Nein. Wir sind noch in der Wohnung von Roberto Dura.
Es scheint hier noch ein bisschen zu dauern.
Ich melde mich, wenn wir hier fertig sind.
Du kennst ihn also doch?
Woher?
Wir wissen, dass Sie die Seiten gestohlen haben
und Kontakt mit Franchini hatten.
Also! Woher kennen Sie ihn?
Sein Boot!
Ja. Und? Es lag oft beim Anleger bei der Uni.
Da habe ich es mir mal ausgeliehen. "Ausgeliehen"! Geklaut!
Die Carabinieri haben mich erwischt.
Ciao! Ciao!
Franchini musste sein Boot identifizieren.
Aber er hat mich nicht verpfiffen.
Er hat behauptet, dass er es mir geliehen hat.
Die Gesichter h�tten Sie sehen sollen!
So geil! Jedenfalls kam er danach zu mir.
Er fragte mich, ob ich Geld brauche.
Wer braucht es nicht. Ja. Und dann?
Er meinte, er h�tte was f�r mich. * Jemand klopft und kommt rein. *
Sie meinen also, Franchini wollte, dass Sie die Seiten stehlen.
Er hat in der Magazinbestellung geguckt,
welche B�cher die ausleihen. Er sagte mir, welche sich lohnen.
Die sind gut gesichert.
Ich habe gewartet.
Manchmal sogar den ganzen Tag.
Ich habe so getan, als wenn ich lernen w�rde.
Ich meine, ich wollte ja nicht auffallen.
Als sie dann auf Toilette sind ... Bist du schnell hin
und hast die Seiten rausgetrennt. Ja.
Warum hat Franchini das nicht selbst gemacht?
Er ist nicht so ein Typ, der sich die H�nde
schmutzig macht. Ich meine, ich h�tte
jederzeit erwischt werden k�nnen.
Die Seiten hat er verkauft.
Ja.
Es tut mir leid! Patta m�chte Sie sprechen. Es ist �u�erst dringend.
Worum geht es denn? Er hat Besuch. Morosini!
Morosini! Bei Patta?
Er konnte richtig Kohle machen. Er sagte:
"Fr�her war alles einfacher als Sammler.
Heute steht es in jeder Datenbank, was so ein altes Buch kostet.
Unm�glich, einen richtig guten Fund zu machen."
Deswegen begann er mit der Schei�e. Habt ihr gestritten?
Was? Wolltest du mehr Geld?
Nein! Wir haben uns nicht gestritten.
Mir war das egal, was der mit seinen Seiten macht!
Aber Franchini ist tot.
Davon wusste ich nicht mal was. Ich meine, er war ein Spinner.
Aber ich habe ihn gemocht. Wir haben uns verstanden.
Ich habe ihn nicht umgebracht.
Der Commissario ist da.
Commissario! Wo bleiben Sie denn?
Wir warten schon. Darf ich vorstellen?
Signore Morosini-Albani.
Ja. Gratulation zum Ermittlungserfolg,
Commissario! Sie haben den Mann, der die Seiten gestohlen hat?
Das muss sich noch rausstellen. Hm.
Brunetti! Bitte setzen Sie sich!
Die Diebesbeute ist bestimmt schon sichergestellt worden.
Der Conte ist gekommen, um alles mitzunehmen.
Unsere Familie ist seit Jahrhunderten
wichtig in dieser Stadt.
Uns war es immer wichtig, das Vergangene zu bewahren.
So wie jetzt wurden wir nie entt�uscht.
Die zerst�rten und gestohlenen B�cher sind f�r uns
von unsch�tzbarem Wert. Als wir sie
�ffentlich zug�nglich machten, dachten wir,
sie sind in professionellen H�nden.
Sie werden informiert. Im Moment k�nnen wir nicht mehr sagen.
Die Polizei muss alles tun, die gestohlenen Sachen
zu beschaffen, um sie uns auszuh�ndigen.
Nicht alle B�cher sind aus Ihrem Besitz.
Bis zur Kl�rung geht alles in die Bibliothek.
Nein! F�r Sie sind das nur einige herausgerissene Seiten.
Aber nicht f�r meine Familie.
Um es mit aller Deutlichkeit zu sagen:
Ich werde jeden pers�nlich daf�r verantwortlich machen, der zul�sst,
dass weiterer Schaden entsteht.
Sie sind weder in der Bibliothek noch
bei der Polizei sicher. Ihre Geh�lter sind nicht �ppig.
Ein Kollege k�nnte versuchen, einige Seiten zu Geld zu machen.
Mein lieber Conte! Sie k�nnen
sicher sein, dass hier alles mit rechten Dingen zugeht.
Hier arbeiten nur ehrbare Leute.
Daf�r stehe ich pers�nlich gerade. Ich ...
Ich glaube, es ist besser, Sie gehen.
Meine Herren!
Was f�r ein Arschloch!
Entschuldigen Sie meine Ausdrucksweise, Brunetti!
Aber Sie haben nicht mitbekommen,
was er mir davor schon alles unter die Nase rieb.
So wie die Wahlumfragen aussehen, wird dieser arrogante Schn�sel
unser n�chster B�rgermeister. W�ren Sie mir nicht zuvorgekommen,
h�tte ich ihn rausgeworfen. Sie �berschritten Ihre Kompetenzen.
Aber diesmal lasse ich es Ihnen ausnahmsweise durchgehen.
Ich habe Sie heute in der Vorlesung vermisst.
Ich muss lernen. Pr�fungen waren schon.
Ich bin durchgerasselt. Non scholae, sed vitae discimus.
Nicht f�r die Schule, f�r das Leben lernen wir.
H�tten Sie kurz Zeit f�r mich?
Ja, klar. Was trinken?
Wir gehen ins "Boudebain". Gerne!
Kommen Sie! Aber es geht doch hier lang.
Daf�r, dass Sie aus Rom sind, kennen Sie sich verdammt gut aus.
Ich habe 4 Jahre lang mit meiner Mutter
in Venedig gelebt. Als ich so um 16 war.
Danke!
Ich wollte mich bei Ihnen bedanken.
Ohne Ihre Hilfe h�tte die Polizei den Dieb nie geschnappt.
Fr�her oder sp�ter schon. Nein.
Das war nicht selbstverst�ndlich.
Aber jetzt fehlen nicht nur Seiten. Jetzt fehlt ein Buch.
Aus dem Archiv? 16. Jahrhundert.
Ein juristisches Unikat.
Wird das bekannt, hat es gravierende Folgen f�r die Bibliothek.
Man wird sie nicht schlie�en.
Bibliotheken verlieren an Bedeutung. Das ist schlimmer.
In manchen wird jedes 2 Jahre nicht ausgeliehene Buch aussortiert.
W�rden sie geschlossen, w�rde man es wenigstens bemerken.
Es ist wie mit der Abk�rzung, die wir genommen haben.
Danke! Der Weg des Geistes ist der Umweg.
Wir wissen nicht, was wir suchen.
Bis wir es finden. Das erm�glicht eine gute Bibliothek.
Seit 15 Jahren organisieren wir Partnerschaften mit der Wirtschaft,
Privatspendern, Sammlern. Merula ist eine sehr anerkannte Bibliothek.
Das w�re alles gef�hrdet, wenn das Vertrauen in uns
zerst�rt werden w�rde. Ihr Vater leitet die Ermittlungen.
Stimmt das? Ja.
Ich will Sie nicht bedr�ngen. Aber wenn Sie was h�ren,
wo das Buch sein k�nnte, lassen Sie es mich bitte wissen.
Wir m�ssen alles tun,
um es zur�ckzubekommen. Ja?
Ja.
* Eine T�r wird aufgeschlossen. *
Hallo! Hallo!
Ciao! ... Was liest du?
"De Vecchi, eine venezianische Familie".
Mich interessiert Francesco de Vecchi.
Und? Nichts!
Als h�tte es ihn nie gegeben.
Die Familiengeschichte reicht �ber Jahrhunderte.
Vielleicht kann da nicht jeder erw�hnt werden.
Er war nicht jeder. Er h�tte
Doge werden k�nnen. Geschichte schreiben nur die,
die im Licht stehen. Kommst du mit? Hm.
Du hast dich also mit unserem zuk�nftigen B�rgermeister angelegt.
Nein. Das sagte er seiner Mutter.
Und die sagte es meiner Mutter. Stehe ich auf der schwarzen Liste?
Da stehst du schon lange.
Schreckliche Vorstellung!
Von mir auf der schwarzen Liste?
Nein, Gianni als n�chster B�rgermeister.
Noch ist er nicht gew�hlt. Hi!
Vor 20 Jahren, nach einer von Giannis Partys,
ist ein M�dchen bewusstlos neben dem Seiteneingang ...
Buongiorno! ... Buongiorno!
Bitte sehr!
Ich muss gestehen, ich war �berrascht,
als Sie mich baten, mit Ihnen essen zu gehen.
Waren Sie schon mal hier?
Ja. Aber das ist l�nger her.
Ich kann Ihnen das Thunfisch-Tatar sehr empfehlen.
Das klingt gut. Dazu einen Pinot Bianco.
Vortreffliche Wahl! Vice-Questore! Ich habe eine Bitte.
Dieses Treffen sollte unter uns bleiben.
Wenn Sie das w�nschen,
selbstverst�ndlich. Aber warum?
Einige sind immer noch gegen meinen Sohn.
Obwohl er der neue B�rgermeister wird.
Das m�ssen immer noch die B�rger von Venedig entscheiden.
Aber das haben sie doch l�ngst.
Er liegt in allen Umfragen vorne. Bei allem Respekt, Contessa:
Umfragen sind noch keine Wahlergebnisse.
Es geht nicht nur um meinen Sohn. Es geht um den Namen meiner Familie.
Noch nie ist ein Morosini zur Wahl angetreten und hat verloren.
Entschuldigung! Ich verstehe nicht, was ich damit zu tun haben soll.
Ziehen Sie den Schwiegersohn der Familie Falier von dem Fall ab!
Brunetti? Ja. Es sind 3 Wochen bis zur Wahl.
Und pl�tzlich tauchen die zerst�rten B�cher auf. Ich m�chte nicht,
dass dies mit dem Namen meiner Familie in Verbindung gebracht wird.
Und ich m�chte nicht, dass ein Polizist die Ermittlungen leitet,
der meiner Familie schaden will. - Haben Sie schon gew�hlt?
Wir nehmen zweimal das Thunfisch-Tatar.
Und eine Flasche Pinot Bianco.
Sehr gerne! Herr Ober!
Ja, bitte?
Ich nehme dann doch lieber das Vitello Tonnato und dazu
einen Vermentino de Sardegna. Mir reicht ein Viertel.
Sehr gern! Was Commissario Brunetti angeht:
Ich kann Ihnen versichern,
dass er der absolut richtige Mann f�r diesen Fall ist.
Wegen seiner Unbestechlichkeit.
Er l�sst sich nicht beeinflussen.
Und wie ich sehe, scheint das auch dringend notwendig zu sein.
Du sollst ihn einfach suchen!
Commissario! Beeilen wir uns! Was ist passiert?
Nickerson buchte einen Flug nach Kansas City.
Wann? Boarding ist in 20 Minuten.
Sie haben Alvise vorgeschickt.
* Ein Telefon klingelt. * "Hast du ihn?"
Sein Flug wurde schon aufgerufen. Aber er ist nicht gekommen.
Hat er eingecheckt?
Ja. Und sein Gep�ck ist auch schon in der Maschine.
Lassen Sie es wieder rausholen und rufen Sie ihn wieder auf! Jetzt!
Letzter Aufruf f�r Joseph Nickerson.
Transatlantikflug nach Kansas City.
Bitte begeben Sie sich zu Gate 17!
Danke! Commissario!
Ich k�mmere mich ums Gep�ck!
Wo ist das Gep�ck von Nickerson?
Gehen Sie ins Erdgeschoss zur Ausgabe!
Signore Nickerson?
Was haben Sie mit Aldo Franchini zu tun?
Sie haben mich in der Questura angerufen.
Ich wei� nicht, wovon Sie sprechen.
Der Besitzer der Bar, von der Sie angerufen haben, kann das bezeugen.
Ich habe damit nichts zu tun. Schauen Sie! Ich bin Historiker.
Ich arbeite f�r die University of Kansas.
Ich ... Ich forsche hier in Venedig.
Schauen Sie hier! Meine Habilitationsschrift.
Ich war in der Bibliothek Merula.
"Im Lesesaal hatte ich mir Notizen gemacht
aus einem Buch �ber Strafprozesse."
Nach meiner Pause, als ich zur�ckkam,
"waren meine Notizen verschwunden."
Kurz danach stand Franchini vor meiner T�r und wollte alles
�ber meine Arbeit wissen.
Ich meine, ich kenne nat�rlich die Morosini-Albanis vom Namen her.
Aber ich wusste nicht, dass sie immer noch Macht haben in Venedig.
Franchini meinte es ernst.
Todernst!
Er wollte sie erpressen.
Wen? Die Contessa? Und ihren Sohn.
Ich sollte mit Franchini zu ihnen gehen
und damit drohen, meine Arbeit zu publizieren.
Womit wollten Sie die Morosinis erpressen?
Warum haben Sie bei Ihrem Anruf von Francesco de Vecchi
gesprochen? De Vecchis waren im 16. Jahrhundert
eine einflussreiche Familie.
Als sein �lterer Bruder starb, sollte Francesco de Vecchi
Doge werden. Er h�tte die Wahl gewonnen.
Aber dann ist er im Hof seines Palazzos erstochen worden
und sein �rgster Konkurrent wurde gew�hlt:
Sebastiano Morosini.
Die Morosinis haben ihn umgebracht?
Ich studierte
die "Quarantia Criminal". Es sollte einen Prozess
gegen Morosini geben wegen des Mordes an Francesco.
Aber Morosini war da schon Doge.
Er hatte Geld und Macht, um den Prozess zu verhindern.
Danach stand der Familie der Weg offen.
Sie wurden �ber die Jahrhunderte
eine der einflussreichsten Familien in Venedig.
Und sie wussten auch, ihre Macht zu nutzen.
Nicht nur um ihr Geld zu mehren.
Sondern auch, um ihre Weste reinzuwaschen.
In keinem Geschichtsbuch steht der Mord an Francesco.
Au�er im Buch �ber die Strafprozesse.
Die Morosini-Albanis wussten nicht, dass es diesen Text gibt.
Warum haben Sie da mitgemacht? Das ist 500 Jahre her!
Die Quellenforschung soll die Wahrheit ans Licht bringen.
Auch wenn es schmerzlich ist. Auch durch Erpressung.
Ich wollte das wirklich nicht! Er hat mich �berredet.
Die Wahrheit ist: Sie haben sich kaufen lassen.
Wie reagierten sie auf die Erpressung?
Die Contessa hat so getan,
als w�ren das L�gen, die sie nicht interessieren.
Aber der Sohn hat die Fassung verloren.
Er wollte nicht, dass das vor der Wahl rauskommt.
Er hat uns rausgeworfen und Franchini gedroht,
ihn zu erschlagen, sollte er den Namen
seiner Familie in den Dreck ziehen.
Ciao, Rebecca! Na? Auch im Pr�fungsstress?
Raffi! Die Sommerparty. Der Long-Island-Eistee.
Ja!
Na! Ganz allein heute hier? Wo ist denn Roberto?
Lass mich in Ruhe mit dem Idioten! Wieso?
Das wei�t du nicht? Er wurde verhaftet. Er hat immer nur
Schei�e gebaut, st�ndig komische Typen getroffen.
Drogen! Ja, bestimmt.
Dann war da der alte Kerl. Sein Dealer!
Der hat die Sachen im Seniorenheim abgezwackt.
Nein, nein! Der war komisch. Wei�t du, der hat einen
immer so von oben herab angeguckt.
Wirkte total nett. War er aber nicht.
Irgendwie unheimlich.
Du hast den kennengelernt? Na ja! Gesehen!
An seinem Boot. Und das Boot, das war so sch�n.
Das hat er auch immer gesagt: "Mein Schmuckk�stchen!"
Voll der Freak. Wei�t du, wo das Boot liegt?
Ja.
He, he! Was machst du da?
Ich bin ein Freund von Aldo Franchini.
Ich soll seine Brille vom Boot holen.
Ja, verstehe!
He!
* Ein Telefon klingelt. * Den Reisepass behalten wir.
Bis Ihre Aussage �berpr�ft ist. Ich darf gehen?
Solange bleiben Sie in der Stadt. Commissario! Ihr Sohn! ... Komm!
Zwei, drei, vier, f�nf!
Okay!
Moment mal! Das ist mein Sohn! Bitte!
Er hat wirklich gro�es Gl�ck gehabt.
Wir bringen ihn ins Krankenhaus. Was ist passiert?
Der Mann h�rte, wie Ihr Sohn ins Wasser fiel. Er zog ihn raus.
Sie warten. Ich komme mit.
Ja, gut. Aber beeilen Sie sich!
Ich danke Ihnen!
Was ist passiert? Keine Ahnung! Ich h�rte was
ins Wasser fallen, rannte hin und sah ihn da liegen.
Er wollte Franchinis Brille holen, von seinem Boot.
Welches Boot? Das da.
Commissario! Die Seiten aus der Bibliothek.
Das Buch? Nichts!
Vielleicht war es gar kein Unfall.
Morosini!
Haben Sie jemand gesehen?
Na ja! Da oben lief jemand mit einem roten Trainingsanzug.
War vielleicht nur ein Jogger oder so.
Danke! Ja, bitte!
Wunderbar!
Warten Sie!
Meine Freunde!
Auf die Zukunft! Zum Wohl!
Signore Morosini-Albani? Commissario!
Was f�r ein unpassender Zeitpunkt f�r einen Besuch!
Kommen Sie bitte mit! Jetzt? Das glaube ich nicht.
Sie k�nnen gern einen Termin machen. Sollen die beiden Sie mitnehmen?
Du rufst meinen Anwalt.
Ich bin gleich wieder hier.
"Brunetti! Was haben Sie sich blo� dabei gedacht?"
Er hat meinen Sohn fast umgebracht. Ich habe dem Kerl viel zugetraut.
Aber einen Mordversuch ...
Er w�re ertrunken, h�tte ihn niemand rausgezogen.
Wenn das stimmt, dann hoffe ich nur,
dass er weder mit seinem Geld,
noch mit dem Einfluss der Familie freikommt.
* Ein Telefon klingelt. * Entschuldigung! Moment!
Ja, Paola. Raffi ist im Krankenhaus.
Was ist passiert? Er wurde niedergeschlagen.
Es geht ihm schon besser.
Niedergeschlagen? Von wem? Warum denn?
Keine Sorge! Wir k�mmern uns drum. Es geht ihm besser.
Ich fahre jetzt ins Krankenhaus. Fahr zu ihm! Ich komme.
Ja. Bis gleich!
Commissario? Buongiorno! Sie d�rfen meinen Mandanten nicht festhalten.
Wir werden Anzeige gegen Sie erstatten.
Wegen Amtsmissbrauch. Ihr Mandant drohte vor Zeugen,
Franchini zu erschlagen. Jetzt ist er tot.
Ich will meinen Mandanten sprechen.
Vice-Questore! Bitte!
"Signore! Buongiorno!"
"Bitte! Und das machen Sie aus!"
* Es ist nichts zu verstehen. *
* Jemand klopft. *
Mein Mandant m�chte eine Erkl�rung abgeben.
Lassen Sie mich raten! Der Conte m�chte seinen uneigenn�tzigen
Beitrag dazu leisten, dass der Mord aufgekl�rt wird.
Alles eine Frage der Ehre, nicht wahr?
Aldo Franchini wollte uns erpressen. Mit einer absurden Geschichte.
Ja. * Der Anwalt r�uspert sich. *
Wir waren aber nicht bereit dazu. Wir haben ihn weggeschickt.
Haben Sie ihm gedroht? Ja. Ich war w�tend.
W�ren Sie das nicht?
Er hatte Kopien, angeblich aus einem Buch aus der Bibliothek.
Alles gef�lscht! Das ist Sache der Historiker.
Mich interessiert, was Sie getan haben.
Ich ging zu ihm. Ich wollte ihm klarmachen, dass er nichts bekommt.
Die Haust�r stand offen. Ich konnte nichts machen.
Er lag bereits am Boden. Tot! In seinem eigenen Blut.
Sie h�tten zum Beispiel die Polizei rufen k�nnen.
Damit Sie mir das anh�ngen? Ich bin im Wahlkampf.
Sie haben meinen Sohn niedergeschlagen.
Was wollen Sie meinem Mandanten noch anh�ngen?
Er wollte kooperieren. Aber Sie wissen nicht, wann Schluss ist.
Das war es. ... Kommen Sie!
Eine Frage! Vergessen Sie es!
Wollen Sie ihn verh�ren, laden Sie ihn vor.
Aber erlaubt der Staatsanwalt es,
wenn Sie Signore Morosini-Albani so behandeln?
Lagen Papiere auf dem Boden von Franchinis Wohnung?
Ja. Was haben Sie damit gemacht?
Mitgenommen. Ich dachte, sie sind aus dem Buch. Waren aber
nur Zeichnungen und Karten. Es sind Beweismittel. ... Sergente!
Ich muss jetzt zu meiner Familie.
Kollege!
Sind das alle?
Alle, die ich mitgenommen habe.
Moment! Moment!
Ach, guck!
Es tut mir leid. Es war d�mlich.
Ich h�tte es dir sagen sollen. Ja.
Aber jetzt ist es gut, ja? Au! Vorsicht!
Da siehst du mal: Liebe tut weh! * Alle lachen. *
* Telefon * Na komm!
Ja, Vianello!
Danke! Es geht ihm gut.
Gott sei Dank! Commissario! Wir fanden einen Schuhabdruck.
Auf den Seiten, die Morosini bei Franchini mitnahm.
"Ich sprach mit Dottore Aurino."
Sie k�nnen vom T�ter sein. Das Profil passt zu den Verletzungen.
"Grob und gro�. Ein Wanderschuh." "Wanderschuh"?
Der ist bequemer, wenn man lange stehen muss.
Signora Sartor?
Mein Mann sagte mir, dass Sie kommen w�rden.
Er ist schon seit Tagen so komisch.
Er redet kaum. Er geht nicht zur Arbeit. Das hat er noch nie getan.
Ich meine nat�rlich, ohne dass er krank ist. Ohne dass er etwas hat.
Signore Sartor!
Wir m�ssen Sie mitnehmen.
Wir verd�chtigen Sie, Aldo Franchini get�tet zu haben.
Er hatte keine Ehre.
Franchini?
Haben Sie ihm das Buch besorgt?
Ich wusste nicht, was er damit wollte.
Er hat mich gezwungen.
Wir waren manchmal zusammen Kaffee trinken.
In der kleinen Bar neben der Bibliothek.
Ich h�tte es ihm nicht sagen d�rfen. Was?
Ich wette. Manchmal gewinnt man. Manchmal verliert man.
Ich habe zu oft verloren und hatte Schulden.
Franchini wollte mir was leihen. Das wollte ich nicht.
Er ist ja ein Besucher der Bibliothek.
Aber die, denen ich das Geld schuldete:
Das sind �ble Zeitgenossen.
Dann wollte er sein Geld zur�ck.
Ja. Mit einem Schlag.
Das konnte ich nicht.
Wie auch? Dass das genau sein Plan war:
Das ist mir erst sp�ter klar geworden.
Er sagte, ich k�nne ihm was anderes daf�r geben.
Das Buch �ber die Strafprozesse. Ich wusste nicht,
was da drin steht, und was er damit wollte.
Ich dachte: "Na ja! Ist ja nur ein Buch!"
Als er mir sagte, worum es ging, da war es zu sp�t.
Ich bin dann noch mal zu ihm.
Ich wollte nur mit ihm reden. War ja ein gebildeter Mann.
Musste ihm doch klar sein, was er der Stadt antut.
H�tten sich doch alle drauf gest�rzt.
Gianni Morosini-Albani h�tte niemals B�rgermeister werden k�nnen!
"Ich wei�, was es bedeutet, diese Stadt zu regieren.
Meine Familie hat in den letzten Jahrhunderten
immer wieder Dogen gestellt."
Sie machten Venedig zu dem, was es heute ist.
"Unsere Stadt versinkt in Korruption ..."
Franchini ging es nur ums Geld.
"Venedig hat Besseres verdient."
Kein Venezianer!
"Venezia prima!"
Er hatte keine Ehre. Und wo ist das Buch?
Das mit Ihrem Sohn, das tut mir leid.
Viel Gl�ck! Danke!
Raffi! Ich finde es toll, dass du trotzdem die Pr�fung machst.
Ich will das hinter mich bringen.
Sonst sitzt du mir den ganzen Sommer im Nacken.
Untertitelung 2017: Untertitel-Werkstatt M�nster
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