All language subtitles for Donna Leon - S01E22 - Das goldene Ei

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Original subtitles

UT

(Commissario Guido Brunetti)

(Paola Brunetti)

(Vice-Questore Patta) (Sergente Vianello)

(Signorina Elettra)

(Ana Cavanella)

(Maria Pia)

(Dr. Luca Proni) (Beniamino Cresti)

(Ginevra Lembo) (Ludovico Lembo)

Es ist alles vorbereitet. Morgen passiert es.

Darf ich?

Ciao! Buongiorno, Signora Brunetti!

Ciao, Renata! Abholen?

Heute nur abgeben. Ihre letzten Sachen!

Sie sind schon fertig.

Ich nehme sie n�chstes Mal mit.

Heute schaffe ich es nicht. Doch! Davide hilft Ihnen.

Gut! Er muss sowieso etwas abliefern.

Davide! Kommst du mal?

Das untere ist f�r Signore Colussi. Du wei�t, wohin.

Nein, nein! D... doch! Das t... tue ich gern.

Das schafft er. ... Bis gleich!

Danke sch�n! Ciao!

Ciao, Renata!

* Die T�rglocke l�utet. *

Wo ist Davide? Er hilft Signora Brunetti.

Was? Ich dachte, er k�nnte das.

Er sollte hinten bleiben und die W�sche fertig machen.

Du kannst die Sachen hier abstellen.

Danke sch�n! ... Warte einen Moment!

Oh! �hm, ... noch einen Augenblick! Komm doch rein!

W... Wasser und Zucker! Die Mama macht immer etwas Zucker rein.

Dann ... dann bleiben sie sch�n. Mache ich.

Das ist f�r dich.

Schau! Jetzt noch der Z... Davide?

Davide?

Davide!

Davide! ... Davide!

Hilfe! ... Hilfe!

Wir brauchen einen Arzt.

Guten Morgen, Signorina Elettra! Konnten Sie schon -

- in der Sache recherchieren?

Um die ich gebeten hatte. Ja.

Suchen Sie das? Ja.

Das geht so nicht. Wie oft habe ich es Ihnen gesagt?

Signorina Elettra ist nur f�r mich da und nicht f�r Ihre Auftr�ge.

Damit ist Schluss! Sie brauchen einen Assistenten.

So leiden nicht alle unter Ihrem Schlendrian.

Freut mich! Auf gute Zusammenarbeit!

Noch etwas, Commissario!

Ich m�chte, dass Sie das lesen.

Also, nicht das. Das sind die Druckfahnen.

"Durch die Augen eines M�rders". Von Jonathan Adams.

Einer der besten Fallanalytiker.

Ich kenne ihn von einer Konferenz in Kanada.

Ich soll das Vorwort schreiben.

Pflichtlekt�re f�r Polizeischulen!

"Wir k�nnen Verbrechen nur aufkl�ren, -"

"- wenn wir die T�ter verstehen."

Ja.

Ich kriege Belegexemplare. Wenn sie da sind, -

- lasse ich Ihnen allen eins zukommen.

* Er knallt die Hacken zusammen. *

Alvise �bernimmt die Recherche f�r uns.

Elettra ist nur f�r den Vice-Questore da.

F�r uns ist sie tabu. Alvise und Computer?

Kommt von Patta. * Ein Telefon klingelt. *

B�ro Commissario Brunetti!

Nein. Ich bin nicht sein Ver...

Nat�rlich! ... Nein.

Ja. Ich werde es ihm ausrichten.

Ihre Frau, Commissario.

Sie ist im Krankenhaus. Sie sollen kommen.

Paola! Was ist passiert?

Davide aus der Reinigung hat Sachen nachhause getragen.

Er ist vor unserem Haus zusammengebrochen.

Wo ist er? Noch in der Notaufnahme.

Wie geht es ihm? Wie ist sein Zustand?

Sind Sie verwandt? Ach! Entschuldigung!

Commissario Brunetti! Ich pr�fe das routinem��ig.

Er kam nicht mehr zu Bewusstsein.

Was?

Es tut mir leid! Ist er tot?

Sein Blutdruck ist stark abgefallen.

Ich habe ein gro�es Blutbild angefordert.

Er hatte viel Betablocker im Blut.

War er krank? Das wissen wir nicht.

Wir haben keine Unterlagen von ihm. Er starb an Herzversagen.

Entschuldigen Sie mich bitte! Danke!

Er wohnte noch bei seiner Mutter. Paola hat sie mal kennengelernt.

Kannten Sie den Jungen?

Nur vom Sehen. Er hat in der Reinigung gearbeitet.

Die geh�rt seiner Tante.

Er sprach wenig, auch nicht richtig.

Er war geistig behindert.

Da vorne m�sste es sein.

Das ist das Schwerste an unserem Beruf.

Eltern zu sagen, dass ihre Kinder gestorben sind.

Da ist es.

(Frau:) "Gegr��et seist du, Maria!"

"Du bist gebenedeit unter den Frauen."

"Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus."

"Bitte f�r uns S�nder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen!"

"Gegr��et seist du, Maria! Der Herr ist mit dir."

"Ohne S�nde empfangen, bitte f�r uns!"

"Gepriesen sei die heilige, unbefleckte Empf�ngnis -"

"- der seligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria."

"Mutter Jesu, mache uns heilig!"

"Mutter der Barmherzigkeit, bitte f�r uns!"

"Hilf mir, Maria!" Signora?

"Mutter der Barmherzigkeit, bitte f�r uns!"

"Hilf mir, in Gott, mit Gott und f�r Gott zu leben!"

"Dr�ck die Wunden, die ..." Signora Cavanella?

Es tut mir leid! Ich habe keine gute Nachricht. Ihr Sohn Davide.

Er ist leider ums Leben gekommen. Es war eine �berdosis Tabletten.

Ich wei�. Er hat sie von mir.

Ich wei�, Sie denken schlecht �ber mich.

Was Davide tat, ist eine S�nde. Ich habe ihm dabei geholfen.

Ich habe es nicht ertragen, wie er leidet.

War er krank? Er lie� niemanden an sich heran.

Verstehen Sie? Er war einsam und ungl�cklich.

Er hatte Sie und Ihre Schwester.

Es geht mir nicht gut. Ein schwaches Herz.

Wo soll er hin, wenn ich weg bin?

Meine Schwester kann sich nicht um ihn k�mmern.

Er hatte keine Freude. Er wollte sterben.

Woher wissen Sie das? Er hat es mir gesagt. Immer wieder.

Woher hatte er die Tabletten? Von mir. Ich nehme sie f�rs Herz.

Er tat sie morgens in den Kakao. Den mochte er gern.

Und dann ging er arbeiten?

Ich dachte, sie wirken schneller. Ich wollte nicht, -

- dass er geht. Er wollte alles machen wie immer.

Ich habe gebetet, dass es schnell geht und er nicht leidet.

Gott wei�, dass ich Davide helfen musste.

Jetzt hat er seinen Frieden.

(Paola:) Er hat die Medikamente selbst genommen?

Er wusste nicht, was er macht. Sie sagte, dass er es wollte.

Er war einsam. Er war wie immer.

Wenn er sich umbringen wollte, h�tte er -

- nicht die W�sche hergetragen. Woher wei�t du das?

Er lebte in seiner eigenen Welt, war kaum ansprechbar.

Oder sie wollte ihn loswerden.

Fabrizios Mutter arbeitet im "Uliveto". Da suchen viele Hilfe.

Sind �berfordert. Die wollen das Beste f�r ihr Kind.

Andere wollen sich nicht immer um ein behindertes Kind k�mmern.

Ja! Was soll ich denn jetzt sagen?

Ich kenne die Frau nicht.

Sie hat gestanden. Das k�nnen wir nicht ignorieren.

Alles andere m�ssen wir ermitteln.

Selbst wenn es so war.

Sie h�tte es verhindern m�ssen. Er kann das nicht entscheiden. Konnte.

Weil er geistig behindert war? Ja.

Also, ich verstehe sie nicht.

Hallo! Guten Tag!

Guten Tag, meine Herren!

Wir haben telefoniert. Ja. Kommen Sie!

Gehen wir ins Sprechzimmer! ... Sonja?

Ich m�chte nicht gest�rt werden, ja?

Schrecklich, ja.

Damit hat keiner gerechnet. Womit?

Dass seine Mutter ihm hilft, oder dass er depressiv war?

Irgendwie mit beidem, oder?

Davide war ... sehr verschlossen.

Kannten Sie ihn gut? Nur durch die Mutter und Tante.

Er kam manchmal mit. War er auch Ihr Patient?

Nicht wirklich, nein.

Signora Cavanella hat ein Herzleiden?

Das stimmt. Ja. Das Medikament, ...

Ja, das ... hat sie von mir. Das habe ich ihr verschrieben.

Sie wollte eine gr��ere Packung.

Weil sie wegfahren wollte.

H�tte ich das gewusst, h�tte ich sie ihr nicht gegeben.

Sagte Davide je, dass er sich das Leben nehmen will?

Nein. Nein, das sagte er nicht.

Man wusste nicht, was er denkt. Und ob �berhaupt. Ich meine:

Man konnte ihm ja nicht in den Kopf sehen.

Bei wem kann man das schon?

Wie w�rden Sie Ihrem Sohn beim Sterben helfen?

Das w�rde ich nie tun.

Sie sollen es sich nur vorstellen.

Ich w�rde ihm sein Lieblingsessen kochen und mit ihm warten.

Bis es vorbei ist.

Warum hinderte die Mutter ihn nicht, -

- zur Arbeit zu gehen?

Sie hat es doch versucht. Ja, sagt sie.

Signora Pia? Commissario Brunetti, Sergente Vianello.

Unser Beileid! Davide war wie ein Sohn f�r mich.

Ich erreiche meine Schwester nicht.

Sie ist bei uns.

Warum? Wir m�ssen mehr �ber Davide wissen.

Ist Ihnen etwas aufgefallen an ihm in letzter Zeit?

Hat er sich ver�ndert? Nein.

Ich wei� nicht. Wie ist es passiert?

War er ungl�cklich? Ja, das war er. Ja.

Er hatte ja keine Freunde.

Sagte er je, dass er nicht mehr leben wollte?

Signora! Meine Schwester will nicht, dass ich dar�ber rede.

Weil es eine S�nde ist.

Aber ... Davide wollte sterben. Das hat er mir selbst gesagt.

Ich habe versucht, ihm das auszureden.

Er war ja wie ein Kind. ... Sagen Sie, wie es passiert ist!

Ihr Neffe hat sich das Leben genommen.

Ihre Schwester hat ihm geholfen.

Oh Gott, nein!

Sie hat ihm die Tabletten besorgt.

Aber ... Aber er war doch noch hier.

Was hat er an dem Tag gearbeitet? An der Mangel.

Die steht dahinten? Ja.

Kann man die mal sehen? Ja.

Hier!

Wir haben Hotels als Kunden.

Mittwochs und donnerstags machen wir die Bettw�sche f�rs "Monte Negro".

Er war jeden Donnerstag hier? Ja. Er war hier am liebsten.

In Ruhe! K�nnen Sie sie einschalten?

Ja.

* Die Mangel macht L�rm. *

W�re er hier umgekippt, -

- h�tte keiner es gemerkt und den Arzt gerufen.

Er w�re ohnm�chtig gestorben. Danke, Signora!

* Sie schaltet die Mangel aus. *

Kann ich Ihnen helfen? Ich glaube, das ist f�r Sie.

Kommt Davide nicht mehr?

Er war ein besonderer Junge.

Ja. Es wirkte, als ob er nicht alles mitkriegt.

Aber ... er hatte einen Blick f�r das Detail.

F�r das, ... F�r das, was sonst keiner sieht.

Kommen Sie! Ich zeige Ihnen etwas.

Er kam �fter. Nicht nur, wenn er W�sche brachte.

Man wusste nie, wann er kommt. Auch abends.

Er hat kaum gesprochen, immer zugeschaut.

Bis er es dann selbst probiert hat.

Die hat Davide gemacht? Hm!

Aber ich dachte, er war ...

Behindert? Ich wei� nicht, was mit ihm war.

Dumm war er nicht. Ich habe ihm das Werkzeug nicht erkl�rt.

Er hat es sich allein beigebracht. Suchen Sie eine raus!

Davide h�tte es gern gehabt, wenn Sie eine haben.

Alvise! Wir brauchen alles �ber einen Davide Cavanella.

Aber sehr gerne, Commissario!

* Ein Telefon klingelt. *

B�ro Brunetti! ... Ich lege Ihre Anrufe zu mir.

Solange Sie weg sind. ... Was kann ich f�r Sie tun?

Jawohl!

Wer war dran? Der Vice-Questore.

Er m�chte Sie sprechen.

Ich soll zu ihm. Ja. Wie macht sich mein Nachfolger?

Alvise!

Vice-Questore? Brunetti! Setzen Sie sich!

Dieser Fall mit dem ertrunkenen Jungen.

Der ist ja h�chst interessant.

Er wollte angeblich Selbstmord begehen.

Die Mutter gab ihm Tabletten. Sterbehilfe?

Das w�re strafbar. Beihilfe zur Selbstt�tung nicht.

Aber Sie haben Zweifel. Ja. Ich bin mir nicht sicher.

Sehr gut! Die richtige Grundhaltung!

Wir wissen nichts. Wenn wir einen Fall angehen, sind wir erst mal -

- wie ein leeres Blatt.

Man kann es nur Schritt f�r Schritt f�llen.

"KISS"! Was bitte?

"KISS": ... "Keep it ..."

"... simple ..."

"... stupid!" �berstrahlungseffekt.

Wir d�rfen uns davon nicht beeinflussen lassen.

Ein T�tungsdelikt -

- ist immer eine Beziehungstat. Selbst wenn Opfer ...

... und T�ter ...

... sich v�llig fremd waren.

Zuerst das Tatgeschehen!

Die Visitenkarte des M�rders. Wie ist es passiert?

Ich habe da eine Vermutung.

Ja, bitte! Raus damit, Commissario!

Bei einem ersten Brainstorming ...

... muss alles auf den Tisch.

W�re er zuhause zusammengebrochen, h�tte es jemand mitbekommen.

Und ... in der Reinigung?

Er arbeitete da im Hinterzimmer. Aber ...

Zum Sterben zur Arbeit gehen?

Er k�nnte zuhause die Vorh�nge schlie�en oder ins Bad gehen.

Vielleicht wusste er es nicht. Was?

Dass in seinem Kakao ... die Medikamente waren.

Sie meinen, sie hat ihn vergiftet?

Ohne sein Wissen? Es ist jetzt Theorie.

Nein. Sie haben schon Recht.

Halten Sie sich ran! Mich hat schon der Staatsanwalt angerufen.

Er wollte wissen, wie lange wir in dem Fall ermitteln wollen.

Er ist erst gestern gestorben.

Jemand will es schnell abschlie�en.

Hallo!

Ciao, Guido! Wir haben einen Gast.

Hallo! Wir haben auf dich gewartet.

Eine sch�ne Wohnung! Der Ausblick!

Ich wei� nicht, was ich sagen soll. Ciao!

Wir haben uns zuf�llig getroffen.

Und �ber Davide geredet. Sie glaubt auch nicht an Selbstmord.

Nein! Ich war nur �berrascht, das zu h�ren.

So, so! Ich hole Brot.

Ja, ich helfe dir.

Was soll das? Was denn?

Willst du meine Arbeit machen? Wir k�nnen tauschen.

Viel Spa� mit Ulysses! Den liest man zuhause.

Zeugen befragt man in der Questura.

Wir haben uns zuf�llig getroffen. Du kannst sie nicht befragen.

Das hat Davide gemacht.

Davide hat dem Bildhauer einfach nur zugesehen. Das?

Ja. Er war neugierig, talentiert, kreativ.

Er hatte Spa�. Und dann wollte er sterben?

Seit wann arbeiten Sie da?

In der Reinigung. Ungef�hr seit 2 Jahren.

Wieso glauben Sie nicht an Selbstmord?

Das denke ich gar nicht. Ich wei� eigentlich nichts von ihm.

Er war zwar immer da.

Aber er sagte kaum etwas.

Ich dachte immer, es gen�gt ihm so.

Dass er zufrieden ist. Er war gewissenhaft.

Und ganz genau. Was genau hat er denn gemacht?

Alles! Geb�gelt, gemangelt, zusammengelegt.

Sogar L�cher gestopft. Ohne Auftrag.

Wenn er sie gesehen hat. Danach sah man es kaum.

Ist Ihnen an seinem Todestag etwas aufgefallen?

Ich meine was Ungew�hnliches. Etwas, das anders war.

Was?

Er hatte eigentlich nichts zu tun.

Wie meinst du das? An der Mangel, so wie sonst.

Das Hotel hatte nicht geliefert. Das "Monte Negro"?

Ja. Die mussten zumachen. Was hat Davide dann gemangelt?

Ich wei� es nicht.

Signora Pia war w�tend, weil er mit Ihnen weg war.

"Maria, bitte f�r uns, die wir zu dir Zuflucht nehmen."

"Gepriesen sei die heilige unbefleckte Empf�ngnis -"

"- der Gottesmutter Maria. Jungfrau Maria, Mutter Jesu!"

"Mache uns heilig! Mutter der Barmherzigkeit! Hilf mir!"

"Dass ich in, mit und f�r Gott lebe!"

"Dr�cke die Wunden, die dein Sohn am Kreuz empfunden, -"

"- tief in meine Seele ein!"

"S��es Herz der Jungfrau Maria, du bist meine Rettung!"

Arrivederci!

Commissario! Signora!

Was kann ich f�r Sie tun? Ich m�chte mir etwas ansehen.

Ihre Auftragsb�cher! Ach! Meine Auftragsb�cher?

Wozu soll das gut sein? Reine Routine!

Hm! ... Na gut! Ich hole es.

Ach, hallo! Ach!

Dr. Proni! Sind Sie hier Kunde?

Ich, �h ... Ja, schon!

Ihre Sachen sind noch nicht fertig. Kein Problem!

Ich komme nochmal wieder. Ciao!

So, hier! Ich habe nur eins.

Gut! Das nehme ich mit in die Questura. Und Sie auch.

"Wir m�chten mit Ihnen �ber den Tag sprechen, an dem Ihr Neffe starb."

"Was genau hat er da gemacht?" "Bettw�sche! Vom 'Monte Negro'."

Ja. Aber das "Monte Negro" wurde geschlossen.

Keine Ahnung! Dann die vom "Gardini".

Die W�sche vom "Gardini" hat er Mittwoch gemangelt.

Nicht ordentlich genug. Sie legten sie ihm nochmal hin?

Der Gesch�ftsf�hrer vom "Gardini" ist penibel.

Es gab in letzter Zeit oft Probleme.

"Mit Davide. Gott sei seiner armen Seele gn�dig!"

"Aber er war nicht gerade einer der Kl�gsten."

"Tja! Aber er war mein Neffe."

Ich dr�ckte ein Auge zu. Was bekam er? 3 Euro die Stunde?

Ich war immer f�r ihn da. ... Immer! Und Ana auch.

Er war unselbstst�ndig. Man musste alles f�r ihn machen.

Der h�tte das Geld nur ausgegeben f�r dummes Zeug.

Mit seinem Geld konnte er tun, was er wollte.

Ich glaube nicht, dass die W�sche nicht in Ordnung war.

Sie wollten Davide unbedingt besch�ftigen.

In der Kammer. Sie wussten von den Medikamenten.

Darum waren Sie so w�tend, als er weg war. Das war kein Selbstmord.

Sie und Ihre Schwester haben das geplant.

Es ist nur anders gelaufen.

War es das?

Oder k�nnen Sie etwas davon beweisen?

Falls nicht, m�chte ich gehen.

Vom Vice-Questore. Lesen!

Es dauert nicht lange. Ich sagte, ich will nachhause!

H�rt mir keiner zu? Es ist in Ihrem eigenen Interesse.

Lassen Sie Ihre Aussage aufnehmen! ... Protokollieren Sie?

Haben Sie es nicht aufgezeichnet?

Der Rekorder ist kaputt.

Ja! ... Setzen Sie sich bitte, Signora!

Das Buch vom Vice-Questore liegt auf Ihrem Platz.

Es sollen alle lesen! Wir sind gleich zur�ck.

Die l�gt! Ihr ist egal, was mit Davide passiert ist.

Warum sollten die Schwestern ihn umbringen? Finden wir es heraus!

Wir m�ssen uns beeilen.

Alvise ist nicht schnell. Aber ich verlasse mich nicht darauf.

Hier ist Maria Pia. ... Ich muss sie aber sprechen.

Die Polizei hat mich verh�rt.

Egal! Ihr Anwalt sagte, dass niemand zu mir kommt.

Das lag hinten in ihrem B�ro. Ausgeschnitten!

* Die T�rglocke klingelt. *

F...

Fenster! Ja, sofort!

Signora?

Signore Cresti!

Sie wollten reden? Es sollte keine Ermittlungen geben.

"Keine Ermittlungen"? Ein Mensch ist gestorben.

Aber unser Staatsanwalt hat alles fest im Griff.

Warum ruft die Person hier an? Signora Lembo!

Diese Person ist aufbrausend.

Ich k�mmere mich sofort darum.

Von mir hat sie Ihre Nummer nicht.

Kannst du bitte rausfinden, -

- welcher Artikel ausgeschnitten wurde?

Jawohl, Commissario!

Wir haben Sie um Informationen gebeten. Davide Cavanella.

Ich habe �berall gesucht.

Aber ... Ich wei� auch nicht.

Es gibt nichts �ber ihn. Ich habe nichts.

Er ist nicht in Venedig gemeldet.

Das wird schon noch.

Pst!

Er ist beim Essen.

Was brauchen Sie denn? Alvise!

Er ist was Computer angeht -

- noch unbegabter als ich. Ach ja?

Ich brauche dringend Informationen �ber Davide Cavanella.

Der Junge, der sich umgebracht hat. Ja.

Und �ber Mutter und Tante. Ich schaue mal!

Sie sind ein ... Ich wei�!

* Ein Telefon klingelt. * Ja?

Davides Leiche wird einge�schert. Was?

"Keine Obduktion. Laut Krankenhaus -"

- ist sie freigegeben und kommt morgen ins Krematorium.

Wieso? "Ich rief beim Staatsanwalt an."

Er war angeblich nicht da. Aber kurz danach kam eine Mail:

Keine Obduktion n�tig. Das kann nicht sein!

"Keine Ahnung!" Danke f�rs Nachfragen!

Keine Ursache!

Ich danke Ihnen! Danke!

Wollte Brunetti zu mir?

Was? Nein! ... Nein, nein!

Hat er Sie um Hilfe gebeten? Nein, Vice-Questore. Er kam ...

... wegen Ihres Buches. Ich gab Alvise einige.

Zum Verteilen. Wie Sie es sagten. Ganz wunderbar!

Ich hoffe, Sie haben sich auch eins genommen!

Nat�rlich! Ich werde es gleich lesen.

Danke!

Der Staatsanwalt ist nicht da. Ja, ich wei�.

Ja, aber ... Entschuldigen Sie!

Haben Sie im Krankenhaus angerufen? Liebling!

Ich rufe zur�ck. ... Das k�nnen Sie in der Questura machen. Nicht hier!

Wieso geben Sie Cavanellas Leiche frei?

Wir ermitteln noch. Das entscheiden nicht Sie.

Die Schwestern planten seinen Tod. Er sollte sterben.

Im Hinterzimmer der Reinigung. Haben Sie Beweise?

Die Mutter hat gestanden. Dazu passt der Laborbericht des Krankenhauses.

Eine Obduktion w�re nur Geldverschwendung.

Hier stimmt etwas nicht. Das k�nnen Sie nicht ignorieren.

* Eine T�r f�llt ins Schloss. *

Ciao!

Davides Statue steht auf dem Campo Miani.

Warum hat er sie immer ohne Kopf gemacht?

Was ist denn los?

Der Staatsanwalt will den Fall einstellen.

Was? Und was passiert jetzt? War es das?

Nein! Aber ich brauche eine konkrete Spur.

Vom Staatsanwalt kriege ich nicht mal eine Obduktion.

Danke! Was ist mit der Mutter?

Was passiert mit der? Beihilfe zur Selbstt�tung.

Das ist straffrei. Wir m�ssen sie laufen lassen.

Du denkst, er hat die Tabletten nicht selbst genommen. Das ist egal!

Aber es z�hlt nur, was ich beweisen kann.

Was haben Sie? Nichts! Alvise war nicht dumm.

Davide Cavanella steht in keinem amtlichen Register.

Er hat keine Geburtsurkunde.

In den Kirchenakten ist keine Taufe oder Kommunion verzeichnet.

Er hat keine Schule besucht und hat keinen Personalausweis.

Und keine Krankenkasse? Keinen F�hrerschein, keinen Pass.

Entweder, der Name ist falsch, oder es hat ihn nie gegeben.

Warum gibt es keine Unterlagen von Ihrem Sohn?

Keine Geburtsurkunde, nichts.

Signora Cavanella!

Lassen Sie mich in Ruhe! Mein Sohn ist tot. Ich habe alles gesagt.

Warum gibt es keine Papiere von Davide?

Er ... Er wurde im Ausland geboren. Wo?

In Poitiers. Wer war sein Vater?

Eine Zufallsbekanntschaft.

Wir sahen uns nie wieder. Wusste er, dass Sie schwanger sind?

Nein. Ich hatte die Nummer nicht. Was haben Sie in Poitiers gemacht?

Gearbeitet. Als was? Zimmerm�dchen.

Da m�sste es auch Papiere geben.

Nein! Nein?

Die wurden gestohlen. Das sollen wir glauben?

Und dass Sie Davide zur Arbeit gehen lie�en, -

- nachdem er sich vergiftet hat? Nein! Ich habe es gesagt.

Er wollte es. Sie wollten, dass er in der Reinigung stirbt.

Wo ihn keiner bemerkt. Nein!

Die Medikamente wirkten nicht. Sie l�gen!

Ihre Schwester wusste Bescheid.

Sie sollte verhindern, dass Davide weggeht.

Was wollen Sie? Warum qu�len Sie mich?

Ich wei�, ich habe vor Gott eine gro�e S�nde begangen.

Ich habe meinem Sohn geholfen zu sterben.

Aber ich machte es f�r ihn.

F�r ihn! F�r niemanden sonst.

Was ... Was ist das? Das hat Ihr Sohn gemacht.

Nein, das konnte er nicht.

Doch! ... Doch, das konnte er. Er war oft bei einem Steinmetz.

Er war sehr talentiert, nicht wahr?

Sie wussten das gar nicht?

Warum? ... Weil er Sie nie interessiert hat?

Oder weil er es Ihnen nicht gesagt hat?

Er hat es geheim gehalten.

Nicht mal das haben Sie gewusst.

Woher wissen Sie dann, dass er sterben wollte?

Buongiorno, Sergente! Signora! Ihr Mann ist nicht da.

Ja. Ich will eine Aussage machen. Worum geht es denn?

Um den toten Jungen. Davide Cavanella.

Warten Sie auf Ihren Mann! Sie sind Polizist.

Ja. Aber ... Sie k�nnen meine Aussage aufnehmen.

17. Mai 2014.

15:28 Uhr.

Zeugenvernehmung Signora Brunetti in der Leichensache Davide Cavanella.

Es geht um den Tag, an dem er starb.

Sie wusste nichts von der Statue.

Warum hat er ihr das nicht gesagt? Seiner Mutter!

Das muss mit der Geburt zu tun haben.

Das mit Poitiers war gelogen.

Wie alles, was sie sagt. Ja. Nur ihr Glaube ist echt.

"Ist alles L�ge, braucht es eine Wahrheit, die st�rker ist."

Nietzsche? Nein. Sergente Vianello.

* Ein Telefon klingelt. *

Ja? "Ihre Frau war hier."

Was wollte sie? "Sie hat eine Aussage gemacht."

Davide habe gesagt, er wolle nicht sterben.

Ehe er ins Krankenhaus kam. Er habe Angst vor seiner Mutter.

Was? Sie hat auf der Aussage bestanden.

"Ist sie da?" Nein. Sie ist gerade weg.

Das kann doch nicht wahr sein!

Ich komme nach. Bis sp�ter!

Paola! Ich bin hier oben.

Bist du verr�ckt geworden? Ich wei�, was ich mache.

Nein. Das war eine Falschaussage! Ja.

Und ihr m�sst ermitteln. Ich bin auch entsetzt.

�ber Davides Tod. Aber du kannst nicht etwas erfinden.

Das ist strafbar. Du kannst ins Gef�ngnis kommen.

Wenigstens einer. Die Mutter lasst ihr ja laufen.

* Das Telefon klingelt.* Da! ... Staatsanwalt! Gut!

Brunetti. "Das war Ihre Idee, Commissario."

Ich vernehme Ihre Frau. Das war Meineid.

Gehen Sie mit jeder Aussage so fahrl�ssig um?

Bitte? "M�ssten Sie nicht neutral sein?"

Mein Mann hat �berhaupt nichts damit zu tun.

Davides Tod war ein feiger Mord.

Ich melde mich morgen bei Ihnen.

Ja.

Es tut mir leid!

Daf�r ist es jetzt zu sp�t.

Das ist kein Spiel. Der Fall soll weggedr�ckt werden.

Keine Ahnung, wieso! Das kommt von ganz oben.

Ich wollte dir nicht schaden. Du hast dir geschadet.

Sie haben mich in der Hand.

Ich ermittle nicht um jeden Preis. Du riskierst deinen Job.

Was war mit Davide los? Er war nie in der Schule.

Ich glaubte, er ist behindert.

Aber ich fragte nie. Keiner half ihm. Ich nicht, du nicht.

Keiner! Daran muss ich denken. Darum habe ich es getan.

Damit du weitermachen kannst.

Stopp! Stopp!

Der Himmel muss warten.

Er muss nochmal zur�ck in die Rechtsmedizin.

Hallo? ... Ich muss telefonieren. Bitte!

Hallo? ... Kann ich telefonieren? Bitte!

Ich bin es. ... Du musst kommen.

Bitte!

Du musst doch etwas gefunden haben. Ein Messer im R�cken?

Das �bersehen wurde? Ich brauche etwas.

Ich komme nicht weiter. Keine �u�erlichen Spuren von Gewalt.

Er ist an Herzversagen gestorben.

Sag mir etwas �ber seine geistige Behinderung!

Es gibt viele mentale Retardierungen ohne organische Befunde.

Da fragst du den Falschen.

Darum bestellst du mich her? Stimmt.

Ich h�tte das am Telefon sagen k�nnen. Aber ...

Ja! Was? Komm mal mit!

Das ist f�r dich. Aber pst!

Er hatte eine �berdosis Betablocker im Blut.

Das wissen wir. Das Screening ergab:

Es war nicht nur ein Medikament. ... Es waren zwei.

"Zwei"? Zwei unterschiedliche? Ja. Mit verschiedenen Wirkstoffen.

Wo ist der Unterschied? Metoprolol w�re bei seiner Gr��e -

- und seinem Gewicht ab 30 Tabletten letal.

Davon h�tte er sich �bergeben.

Kombiniert mit Propranoril reichen weniger.

Aber das konnte die Mutter nicht wissen.

Das muss ihr jemand gesagt haben.

Jemand, der etwas davon versteht.

Danke!

Wo soll die Reise hingehen?

Wir wissen, dass Sie Wettschulden hatten.

Und gestern alles bezahlt haben. ... Sehen Sie das hier?

Ungef�hr 20.000.

Woher haben Sie das Geld?

Gewonnen. Beim Spiel gewonnen. Ach so!

Da wollten Sie verreisen.

In Davides Blut war ein zweiter Betablocker.

Propra... Propraneril. "Propranoril", "Propranoril".

Propranoril wurde gefunden.

Warum haben Sie es Ana Cavanella gegeben?

Sie wusste von Ihnen, dass ein Mittel nicht reicht.

Sie lie�en sich daf�r bezahlen.

Sie sind mitschuldig. Nein, nein.

Nein! Sie irren sich.

Jetzt reden Sie endlich!

Buongiorno. Beniamino Cresti, der Anwalt von Dr. Proni.

Ich will mit meinem Mandanten sprechen.

Sie sagen nichts! ... Was werfen Sie ihm vor?

Verdacht auf Beteiligung an der T�tung eines jungen Mannes.

"Verdacht". Beweise haben Sie keine?

Er gab der Mutter und der Tante die Medikamente.

Sie f�hrten zum Tod des Jungen.

Bei Stichwunden verhaften Sie einen Koch?

Weil er ein Messer hat? Er zahlte im Casino 100.000 in bar.

Heute will er mit 20.000 verreisen. Und?

Dr. Proni hat eine gut gehende Praxis.

Seine Ausgaben gehen mich nichts an.

Und Sie schon gar nicht. Ist es verboten, -

- den Banken zu misstrauen? Ich nehme meinen Mandanten mit.

Sie haben keinen Haftbefehl. ... Wir gehen!

Sch�nen Tag, die Herren! ... Kommen Sie, Dr. Proni!

Es wird alles gut. Wir k�nnen gehen.

* Jemand klopft. * Jetzt nicht!

(Alvise:) Commissario! Wegen der Zeitung.

Ich kann auch sp�ter wiederkommen.

Alvise? ... Was f�r eine Zeitung?

Ich sollte rausfinden, was ausgeschnitten wurde.

Ja, und? Ich habe es gefunden.

Ein Bericht �ber die Anpassung des Erbschaftsrechts an EU-Recht.

Gleichstellung nicht ehelicher Kinder.

Danke, Alvise!

Sehr gut!

Ich bin es. Ist er da? ... Nein?

H�tten Sie vielleicht eine Minute?

Meistens will man j�nger aussehen. Er soll �lter werden.

Wie viele Jahre? 50 Jahre.

Na dann!

Ach! Ich liebe dieses Programm!

Wollen Sie danach auch mal? �h, ... nein.

Aber das ist doch ... Ja. Ja, das ist er.

K�nnen Sie das ausdrucken? Ja, nat�rlich!

Was willst du? Die hat Davide gemacht.

Wer behauptet das? Die Polizei. Er hat noch mehr.

Das stimmt nicht. Der konnte das nicht.

Ging es ihm gar nicht schlecht?

Wir haben nichts falsch gemacht.

Er sagte mir nichts von der Figur, hatte Geheimnisse.

Die Figur ist nicht von ihm. Denk nach!

Die wollen genau das: dich verunsichern.

Der konnte so etwas nicht.

Mach das, was wir besprochen haben!

Und wenn es falsch war? Es war nicht falsch!

Was machen Sie da? Was soll das?

Nichts! Alles in Ordnung! Es ist runtergefallen.

Nicht schlimm!

Wer ist das?

Ludovico Lembo, der Kupferk�nig. Das ist Davide.

Wir haben ihn auf dem Computer 50 Jahre �lter gemacht.

Das hat Signora Pia ausgeschnitten: Anpassung an EU-Recht.

Ab 1. M�rz werden alle unehelichen Kinder -

- genauso erbschaftsberechtigt wie eheliche Kinder.

Du meinst, Davide k�nnte Lembos Sohn sein?

Verr�ckt! Das w�rde viel erkl�ren.

Ja. Lembo besitzt Milliarden. Der einzige Erbe ist seine Frau.

Sie h�tte Davide die H�lfte geben m�ssen.

Guido, das ist es doch!

Die Schwestern haben Ginevra Lembo erpresst.

Die sorgte daf�r, dass Davide ... Das Bild ist kein Beweis.

Man nennt sie "die Eisige". Ihr Mann hatte Aff�ren.

Sie hat immer eiskalt gel�chelt. Was wei�t du von Aff�ren?

Mein Vater und Lembo waren Gesch�ftspartner.

Mein Vater kennt doch jeden, der ihm nutzen kann.

Davon wurde nicht viel bekannt.

Daf�r sorgte seine Frau mit Druck und Geld.

Als Justizminister hatte er eine Aff�re -

- mit einer minderj�hrigen Prostituierten.

Seine Frau hielt die F�den in der Hand.

* Es klingelt. * Um die Zeit?

Hier, f�r dich! Ist wohl vom gro�en Unbekannten.

Hast du jemanden gesehen? F�hlt sich an wie ein Computerstick.

Paola! Kommst du mal bitte?

* Ein Telefon klingelt. *

Ja? "Brunetti?"

Hier Cresti. Ja, Cresti. Haben Sie meinen kleinen Film erhalten?

"Schon Zeit gehabt, reinzuschauen?"

Was ist das? "Von einer �berwachungskamera."

"Der Laden hatte zuletzt Probleme mit Diebst�hlen."

"Na, ist ja auch egal."

Wichtig ist, was man sieht. Ihre Frau, zum Beispiel.

"Sie hat doch angegeben, -"

"- er habe gehustet."

"Sie klopfte ihm auf den R�cken. Er spuckte Wasser."

"Und dann habe er mit ihr gesprochen."

Sehen Sie etwas davon? Wollen Sie mir drohen?

Ich drohe nicht. Aber es k�nnte ein typischer Meineid sein.

"Beim falschen Richter vielleicht Gef�ngnis. Ich will nicht drohen."

Denken Sie einfach nochmal dar�ber nach. Und sch�nen Abend noch!

"Bis bald!" * Cresti hat aufgelegt. *

Woher hat Cresti dieses Video?

Wenn die Lembos etwas wollen, besorgt es ihnen jemand.

Die wollen, dass ich aufh�re. Tu das nicht!

Willst du wegen Meineid angeklagt werden?

Und jetzt?

Mach weiter! Die d�rfen damit nicht durchkommen.

Ja bitte? Commissario Brunetti.

Ich sprach mit Signora Lembo. Sie werden erwartet.

Commissario! Brunetti!

Vielen Dank!

Sie sagten am Telefon nicht, was ich tun kann.

Ich ermittle zum Tod Davide Cavanellas.

Sollte ich ihn kennen?

Nein. Er beging angeblich Selbstmord.

Die Mutter half ihm. Sie schenkte ihm das Leben.

Und dann nimmt sie es ihm wieder.

Eine r�hrende Geschichte.

Aber wie kann ich Ihnen dabei helfen?

Ja. Wahrscheinlich gar nicht.

Es ist mir auch unangenehm, Sie damit zu bel�stigen.

Signora Lembo! ... Aber es gibt eine Vermutung �ber Ihren Mann.

Dass er sein Vater ist.

Ich muss nicht sagen, wie absurd das ist. Wie kommen Sie darauf?

�ber laufende Ermittlungen darf ich nichts sagen.

Ich will ein Missverst�ndnis aufkl�ren.

Auch in Ihrem Interesse. Seit M�rz gibt es diese Erbrechtsreform.

Man muss sich das mal vorstellen.

Also! Dem Jungen st�nde ... beim Tod Ihres Mannes, ...

... rein rechtlich gesehen, ...

... die H�lfte des Verm�gens zu. Unglaublich!

Das ist eine Geschmacklosigkeit.

Ich berede das besser -

- mit Ihrem Mann. Er empf�ngt keinen Besuch.

Ein Vaterschaftstest w�rde alle Vorw�rfe aus der Welt schaffen.

Commissario? ... Kommen Sie bitte?

Wie lange arbeiten Sie schon hier?

43 Jahre! Diese Frau!

Hat die mal hier gearbeitet? Vor ungef�hr 25 Jahren.

Commissario! Das sind Angelegenheiten des Hauses.

Dar�ber habe ich nie gesprochen. Also ja.

Danke! Sie haben mir sehr geholfen.

* Ein Telefon klingelt. *

He, Stefano! Hast du eine Minute?

"F�r dich immer." Ich sprach mit einem Freund in Rom.

Er erforscht an der Uni genetische Ursachen geistiger Behinderungen.

"Ich schickte ihm eine Blutprobe." Und?

Es gibt keine sicheren Standardverfahren.

Aber er konnte in Davides Genom keine Anomalien feststellen.

Das hei�t? Von den geistigen Behinderungen -

- kann man die meisten ausschlie�en. Danke!

Commissario?

Sie waren bei Lembos.

Wegen des toten Jungen. Eine Spur, von Anfang an!

"KISS"! Reden Sie keinen Unsinn!

Sie k�nnen ohne Anfangsverdacht nicht bei Lembo auftauchen.

Was hat er damit zu tun? Davide ist sein Sohn.

Der tote Junge? ... Mein Gott, Brunetti! Wie kommen Sie darauf?

T�tungsdelikte sind immer eine Beziehungstat.

Egal, ob sich Opfer und T�ter kennen!

H�ren Sie mit diesem verdammten Lehrbuch-Gefasel auf!

Wir sind Polizisten. Bei uns z�hlen nur Fakten und Beweise.

Keine Kaffeesatzleserei! Ich gebe Ihnen den guten Rat:

Legen Sie sich nicht mit Lembo an! Falsche Fragen sind da gef�hrlich.

Ohne Beweise zu haben. Wir ermittelten schon -

- gegen ganz andere. Geld sch�tzt nicht auf Dauer.

T�uschen Sie sich mal nicht, mein Lieber!

Was hat er denn? Haben Sie es nicht geh�rt?

Sein Buch! Ich habe schon eins.

Sein Vorwort wurde nicht gedruckt. Angeblich wurde es vergessen.

Ich muss alle B�cher einsammeln.

Er will sie zur�ckschicken. Meins ist nicht ge�ffnet.

Sie glauben also, Davide h�tte alles geerbt.

Na, nicht alles. ... 100 Millionen.

Vielleicht 200. Aber das ist das Motiv.

Signora Lembo musste ihn loswerden. Die Schwestern machten mit.

Aber die Mutter musste nur warten.

Wenn Lembo stirbt, h�tte sie als Vormund alles bekommen.

Aber seine Frau h�tte nichts hergegeben.

Und wie lange h�tten die Schwestern finanziell durchgehalten?

Um f�rs Erbe durch alle Instanzen zu gehen. 10 Jahre?

Nein! Signora Lembo hat Geld geboten.

Genug, um sie zu kaufen.

Und Dr. Proni auch!

Nicht! ... Commissario! Riechen Sie das nicht?

* Er schnuppert. * Gas!

Dr. Proni!

Dr. Proni! Machen Sie auf!

* Es zischt. *

Er ist tot.

Ich glaube nicht, dass er das Gas aufgedreht hat.

Sehen Sie? Jemand hat die Dr�hte rausgenommen.

H�tten Sie geklingelt, h�tte es einen Kurzschluss gegeben.

Ein Funke, Gas: Alles w�re in die Luft geflogen.

Und alle Beweise w�ren vernichtet.

Gott sei Dank hat er noch alles mit der Hand geschrieben.

W�re es im Computer, m�ssten wir Signorina Alvise rufen.

Sehen Sie mal!

In Ana Cavanellas Akte steht nichts von Davide.

Sehen Sie mal hier!

Sie wurde 1995 von der Uniklinik Bologna -

- an Dr. Proni �berwiesen.

Von einem gewissen Dr. ... Merolla.

* Ein Telefon klingelt. *

Ja? "Dottore Merolla!"

"Ein dringender Anruf." In 5 Minuten.

Worum geht es? Ein Anruf der Polizei aus Venedig.

Wegen einer Frau, die vor �ber 20 Jahren Ihre Patientin war.

Hier ist die Krankenakte. Danke!

Gerne! * Er seufzt. *

Merolla! Wie kann ich Ihnen helfen?

Commissario Brunetti. Danke, dass Sie Zeit haben.

Es geht um Ihre ehemalige Patientin Ana Cavanella.

"Erinnern Sie sich?" Ja, nat�rlich!

Ana Cavanella. Sehr merkw�rdig!

Inwiefern? Sie lag 6 Jahre lang im Koma.

Was? "6 Jahre"? Was ist mit ihr passiert?

Ein Selbstmordversuch. Sie verletzte sich -

"- schwer am Kopf und schwebte lange Zeit in Lebensgefahr."

Sie war auffallend h�bsch, wie Schneewittchen.

Wir sagten: "Sie wartet, dass ihr Prinz sie wachk�sst."

"Aber der kam nie." Wann ist das passiert?

Moment!

14. September 1989.

Sie muss kurz vorher entbunden haben.

"Einen Jungen. War da ein Kind?" Nein. Nur ihre Schwester.

"Die hat sie besucht." Wussten Sie von dem Kind?

Nein. Damals nicht.

Danke f�r Ihre Hilfe! "Bitte!"

Aber wenn sie 6 Jahre im Koma lag, wer hat sich um Davide gek�mmert?

In Venedig gibt es viele Statuen. Warum gerade die?

Er muss hier gewesen sein.

Er hat sie ohne Kopf gemacht.

Vielleicht ... hat er ihn ja nicht gesehen.

Entschuldigen Sie! ... Wie kommt man denn da rein?

Das hat mal ... zu der alten Reinigung hier geh�rt.

Die Besitzer des Hauses -

- sind sich nicht einig. Darum steht der Laden leer.

Sind Sie der Hausmeister? Ja.

K�nnen Sie uns aufschlie�en? Ja.

Mal sehen, wo der Schl�ssel ist!

Nach all den Jahren. Einen Moment!

Erinnern Sie sich an den Mieter? Eine Frau. Maria ...

Maria ... Ich wei� nicht mehr. Hatte sie ein Kind?

Nein. Ein Kind habe ich hier nie gesehen.

Da geht es zu der Abstellkammer.

Nach der hatten Sie mich gefragt.

Kennen Sie den Laden? Ja.

Das alte Gesch�ft meiner Schwester. Kommen Sie!

Ihr Sohn war nicht geistig behindert.

Ihre Schwester hat ihn eingesperrt. Was? Sie sind verr�ckt!

Als Sie im Koma lagen, holte sie ihn zu sich.

Sie hat ihn in diesem Loch eingesperrt, 6 Jahre lang.

Wahrscheinlich noch l�nger, w�ren Sie nicht aufgewacht.

Sie l�gen! ... Sie l�gen!

Meine Schwester hat Recht. Sie wollen mir etwas einreden.

Die Statue da drau�en war das Einzige, was er sehen konnte.

Aber er war doch geistig behindert. Er konnte kaum sprechen.

Weil sie ihn dazu gemacht hat. Das passiert mit Menschen.

Wenn man sich nicht k�mmert, nicht mit ihnen spricht.

Sie nicht in den Arm nimmt. Ein Wunder, dass er �berlebt hat.

* Sie schluchzt laut auf. *

Dass ich aufgewacht bin, ist ein Geschenk Gottes.

Er holte mich zur�ck, damit ich mich um Davide k�mmere.

Aber der hatte Angst vor mir.

Maria hat gesagt, dass er geistig behindert ist.

Und wie anstrengend es war, sich um ihn zu k�mmern.

Sie machte mir ein schlechtes Gewissen.

Ich versuchte, f�r ihn da zu sein. Wirklich!

Wer ist Davides Vater?

Ludovico Lembo?

Woher wissen Sie das?

Sie haben f�r die Lembos gearbeitet.

Hat er Sie verf�hrt?

Viele M�nner wollten damals mit mir ausgehen.

Ich wollte das nicht. Sch�nheit bedeutet nichts.

Aber es schmeichelte mir, dass Lembo sich f�r mich interessiert.

Nachts kam er in meine Kammer.

Und irgendwann fast jede.

Bis ich schwanger geworden bin.

Ich ... Ich wusste nicht, was ich machen soll. Ich ...

Sie sagten es Ihrer Schwester. Sie wei� immer, was man machen muss.

Und was? Sie besorgte uns Geld.

200 Millionen Lire. ... Das sind 100.000 Euro.

F�r die Abtreibung und so.

Wahrscheinlich waren es sogar mehr.

Maria er�ffnete damit die neue Reinigung.

Sie erpresste die Lembos. Nur die Signora.

Er wusste nichts. Sie haben nicht abgetrieben.

Ich konnte das nicht.

Sie waren verzweifelt. ... Alleine in Bologna.

Mit dem Kind. Ihre Schwester in Venedig.

Sie wollten sich das Leben nehmen. Was?

Nein! Ich ... Ich bin gest�rzt.

Es war dunkel.

Ich bin gefallen. Die �rzte sagen:

Es war ein Selbstmordversuch. Nein. Sie l�gen!

Ich hatte doch Davide. Das war ein Unfall.

Hat Ihre Schwester Ihnen das gezeigt?

Ja. Und? Was hat sie gesagt?

Dass Davides Leben einen Sinn gehabt haben soll.

Die Lembos haben mehr Geld, als sie ausgeben k�nnen.

Und wir k�nnen damit so viel Gutes tun.

Ich habe mein Geld dem Ursulinen-Kloster gespendet.

Was soll das? Keine Ahnung! Die suchen etwas.

Und nehmen alles auseinander. Was?

He! Lassen Sie mich durch!

Das d�rfen Sie nicht ohne Durchsuchungsbeschluss.

Was soll denn das?

H�ren Sie auf! Was soll das?

Ich will da rein! ... H�ren Sie doch auf!

Ich will den Chef sprechen.

Sie fassen mich nicht mehr an! Signora Pia! Wir verhaften Sie.

Wegen Anstiftung und Beihilfe am Mord an Davide Cavanella.

Sie k�nnen hier nicht einfach reinkommen.

Die Signora ist nicht da.

Was bedeutet das? Er lie� sich nicht aufhalten.

Signore Lembo?

Wissen Sie, wer das ist?

Ihr Sohn!

Er wurde nur 25 Jahre alt, hatte nie ein eigenes Leben.

Er wurde weggesperrt wie ein Tier.

Niemand hat sich um ihn gek�mmert.

Wissen Sie, warum?

Er war im Weg. Er wusste es nicht.

Er wollte nichts, hat von niemandem etwas verlangt.

Von niemandem!

Das ist nicht wahr.

(Signora Lembo:) Gehen Sie, oder ich lasse Sie entfernen!

So, wie Sie es mit Davide gemacht haben?

Sie begleiten uns wegen des Verdachts, -

- Dr. Proni zum Mord an Davide Cavanella angestiftet zu haben.

Maria Pia und Ana Cavanella gaben Sie 2 Millionen Euro.

Damit sie Davide t�ten. Das glaubt Ihnen niemand.

Ohne Beweise. Den Haftbefehl haben wir schon mal.

Solange Maria Pia schweigt, haben wir nichts gegen sie in der Hand.

Maria Pia wird merken, dass alles an ihr h�ngen bleibt.

Dann wird sie aussagen. Da bin ich sicher.

Oh! Das ist aber sp�t geworden.

Haben deine Studenten dich aufgehalten?

Oder war es wieder Henry James? Ich war bei dem Steinmetz. Schau!

Wir haben den sch�nsten Platz von ganz Venedig.

Und ich finde, Davide hat ihn verdient.

Untertitelung 2015: Untertitel-Werkstatt M�nster

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