Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Untertitel: Norddeutscher Rundfunk 2016
* Musikthema: Tatortreiniger *
Na, du?
* Langsame, monotone Musik *
* Kameraklicken *
* Langsame, monotone Musik *
Und? Brauchste noch was?
'n �rztliches Attest von jetzt bis heute Abend w�re gut.
Augen auf bei der Berufswahl.
Wenigstens lernt man attraktive Frauen kennen.
Ich lerne nie attraktive M�nner kennen.
Brauchste noch was? Nee, ich bin bedient.
Nee, ne?
* Langsame, monotone Musik *
* Zischen *
* Langsame, monotone Musik *
* St�hnen und Reiben *
Ah!
(lauter) Ah!
Oh nein!
* Klirren * Ah!
Bravo. * St�hnen *
Tolle Nummer. Supertoll!
Schei�e! Gar nicht.
Das sah gef�hrlich aus. Allerdings.
Ich hab nicht gelacht, weil du so drin warst, aber super!
Steffen.
Ach so, der Clown, der ... Ich spiel heute Abend hier.
Ich hab auch 'ne Putz-Performance, so mit Seifenblasen.
Du auch mit Seifenblasen? Mit Urin und Kotze. Ah!
Ich bin eher so poetisch, leise.
Ich hab ein ganz anderes Kost�m, aber deins ist super mit der Maske!
St�rt die beim Sprechen?
Die ist f�r die Hygiene und das ist kein Clownskost�m.
Du bist kein ...? Heiko Schotte, SpuBe, Tatortreinigung.
Ist was passiert?
Ist jemand tot? Glaub ich nicht.
Obwohl, am Ende gab's 'ne Riesenschl�gerei.
(ironisch) Mhm.
Ich dachte, 'n Kollege. Hat sich ja aufgekl�rt.
Jetzt wei�t du, ich bin kein Clown. Kann man nie so genau wissen.
Doch. Ich wusste es auch lange nicht.
Ich bin �ber diesen Clowns-Workshop gestolpert,
hingefallen, und alle haben gelacht.
Als ich aufstand, war ich Stramazzo, ...
* Scheppern *
... der Clown.
Gruselig. Hm?
Gruselig, wie das hier aussieht.
Find ich nicht. Ich putz auch seit Stunden!
Eine Frage hab ich noch. Ja? Dein Anzug und die Maske ...
Wo kauft man das?
Den ...? Ja, ja, ja.
W�rde ich mein Bajazzo-Programm * Schnalzen * in so 'nem Anzug
und so 'ner Maske machen, w�re das 'ne moderne Interpretation.
Au�erdem, ne, sieht's lustig aus.
Wo kann man ...? Gar nich.
Kann man nicht ...? Nee.
Warum nicht? Ja, weil, weil ...
Das ist Schutzbekleidung. Die ... ... kannste nicht so einfach kaufen!
Auch keine Polizeiuniform. So was kann ich mir selbst machen.
Wer offizielle, zertifizierte Schutzanz�ge widerrechtlich benutzt
oder Schutzanz�ge verf�lscht oder imitiert -
der kann mit bis zu 60 Tagess�tzen Geldbu�e verurteilt werden.
Mmm ... * Beide lachen *
Du verkasperst mich. Nee.
Mmm ... * Lachen *
Hast mich voll verkaspert. In dir steckt auch 'n Clown.
Mmm ...
Ah! Der Magen leer, die F��e dampfen, Zeit zum Mampfen.
Lass die Schuhe an. Danke.
Wieso?
Nur so 'n Spruch. Ich lass meine auch an.
Obwohl ich attraktive F��e habe. Lass sie an. Lass am besten alles an.
Sonst noch was? Danke, reicht.
Wie sieht's mit Vorbestellungen aus? Muss ich nachgucken.
Das w�r nett.
Ich steh ich mit dieser Attraktiven am Swimming Pool
und diese Wahnsinnsfrau sagt:
(laut) "Du bist wahnsinnig attraktiv!"
Ich? H�?
Verr�ckt!
Heute, wo ich 'ne Putznummer hab, lern ich 'nen Putzmann kennen.
Hoffentlich funktioniert die Nummer. Wird schon werden.
Magst du sie sehen?
Och, ob ich da jetzt so f�r geeignet bin? Doch!
Doch, doch, das bist du.
Du als Experte wei�t, wovon ich auf der B�hne rede.
Wahre Experten sind keine selbsternannten Wichtigfuzzis
mit Seidenschal und Feuilleton-Wissen.
Wahre Kritiker sind Menschen aus dem echten Leben.
Handwerker, Arbeiter.
Menschen so wie du und ich.
* Rhythmische Trommelmusik *
* Tr�ten *
* Hupen *
* Tr�ten *
* Hupen *
Ah. Ist schon zu Ende?
Wie fandste?
Gut. Da bin ich aber froh.
Ehrlich. Ohne Schleifchen. Schlecht.
Ah? Also ganz schlecht.
Also, so ... ja ... so peinlich schlecht.
Also ...
Richtig schei�e-schlecht.
Wenn ich's noch genauer sagen sollte, w�rde ich sagen,
es war nicht mal so Hundeschei�e-schlecht.
Sondern es war Elefantenschei�e-schlecht.
Mmm ...
Du verkasperst mich? Ohne Schleifchen.
Du bist der Erste, dem ich das zeige.
Die Nummer ist 'n K�ken.
Was gerade aus dem Ei geschl�pft ist, ungesch�tzt.
Und der erste Kommentar ist ein "schei�e-schlecht"?
Dann frag mich nicht. Ich hab nach Kritik gefragt.
Nicht nach 'ner Beleidigung.
Nicht du als Person bist schei�e, die Nummer fand ich ...
... schei�e-schlecht.
Ja, sogar Elefantenschei... Stopp. * Lachen *
Bei Kritik geht es nicht um gut und schlecht oder Kategorien von ...
... Hunde- und Elefantenschei�e-schlecht. Sondern?
Sonder es geht um sachlich-konstruktive Vorschl�ge,
was man da noch wie entwickeln k�nnte.
Die Komik.
Die ...
Ah.
Okay. Und, �hm ...
... in welche Richtung? In Richtung, dass sie da ist.
Tut mir leid, wenn das zu hart r�berkommt ...
Erst mal reinhauen und sich sp�ter entschuldigen.
Dass ich �berhaupt einen so bildungsfernen Menschen frage!
Gerade war ich noch Experte! Nat�rlich ist die Nummer komisch.
Ich bin Clown.
Es ist mein Handwerk. Warum lache ich nicht?
Weil du �ber Blondinenwitze lachst. Wenn die gut sind?
Was nicht hei�t, ... ... dass ich 'n Proll bin.
"Elefantenschei�e" lasse ich mir nicht bieten.
Die Nummer ist nicht ausgereift,
aber von der Struktur her sehr komisch.
Wenn du das entscheidest ...
Wie du da schon gesessen hast mit dieser Erwartungshaltung:
"Bespa� mich, bring mich zum Lachen!"
Das kann ich ja wohl von 'nem Clown erwarten.
Du musst Bereitschaft mitbringen. Muss ich nicht.
Du musst mich zum Lachen bringen.
Ich muss benutzte Unterhosen und vollgemachte Kondome wegputzen
und mach f�r dich die vollgekotzte B�hne sauber.
Das ist mein Job.
Deshalb ist meine Lachbereitschaft unter Null.
Darum w�rde ich �berhaupt in 'ne Clownsveranstaltung gehen:
Damit mich jemand auf andere Gedanken und zum Lachen bringt.
Ohne selber was beitragen zu m�ssen.
Wenn ich mein eigenes Lachen mitbringen muss,
kann ich mich auch zu Hause selber durchkitzeln.
Im Ernst: Die Leute, die deine Veranstaltung buchen, finden die ...
Also, ich meine, mal ernsthaft: Lachen die �ber die Sachen?
Nat�rlich.
Nicht so lauthals ... Also nicht.
Das ist unterschiedlich. Klar.
'n Clown muss nicht immer lustig sein.
Wer nicht lacht, hat selber Schuld.
Ich bin kein Bespa�ungslieferservice.
Wo ist der Unterschied? Die Poesie.
Wenn was nicht komisch ist, sagt man "Poesie". Nee.
So einfach h�tte ich's gerne.
"Die Flecken krieg ich nicht weg, die sind poetisch." So geht's nicht.
Guter Putzer: Es ist sauber! Guter Clown: Komisch sein!
Nicht jede Komik bemisst sich in Lachlautst�rke.
Manchmal ist 'n L�cheln viel wertvoller als 'n Lachen.
H�, warum?
Ein L�cheln ist ein stilles Lachen.
Hab ich noch nie geh�rt:
"Ich habe mich bei einem Clown scheckig gel�chelt."
Dann geh doch in deine Schenkelklopfer-Blondinenwitze-Show,
lach dich scheckig, schmei� dich weg.
Was ist daran so schlimm? Es geht nicht ums laut Lachen.
Sondern? Es geht darum, �ber was man lacht.
Und wie. Ach so! Blondinenwitze sind dir nicht fein genug.
Die haben keine poetische Dimension.
Hat er also nicht. Hat er also nicht.
Dann m�chte ich die poetische Dimension deiner Putznummer wissen.
Was ist besser an 'nem Clown als an 'nem Witze-Erz�hler?
'n Clown ...
... entf�hrt sein Publikum in 'ne andere Welt.
Er stellt sich nicht �ber die Menschen, er stellt sie dar.
Mit all ihren Unzul�nglichkeiten. Er ist nicht zynisch.
Er ist ...
... naiv.
Und lernt nur aus dem Moment.
Er hat 'ne eigene, unkonventionelle Logik.
Ein echter Clown ist Anarchist. Anarchist?
Genau. Du tanzt mit 'nem Wischmopp und machst Seifenblasen!
Clowns-Anarchie hei�t, vorbehaltlos die Welt neu zu entdecken.
Oh!
Bup!
Sich nicht an Realit�t zu halten, sondern seine eigene zu schaffen.
Der Wischmopp kann ein entseeltes Ding sein ...
... oder dein Freund!
Darum geht's mir.
Eine Welt zu zeigen, die beseelt ist.
In der alles ...
... 'ne Seele hat.
'ne Blondine hat keine Seele?
Okay, ich lass die Nummer weg.
Nee, nee. Nur weil ich jetzt ... Ich kenne mich nicht aus mit so was.
Ich sagte ... Elefantenschei�e.
H�tte ich nicht sagen sollen,
aber die Nummer nicht zu machen, ist auch verkehrt.
Die Leute wissen das mit der poetischen Dimension.
Die gucken anders drauf.
Vielleicht finden die's genial.
Was soll's? Volles Risiko. Ich mach's.
Genau. Volles Risiko.
So, das w�ren bei dir 5,40.
Sechs, bidde. Danke.
Du h�rst das oft, aber wei�t du, ... Wei� ich.
... dass ich tolle blaue Augen habe?
Und jede lacht, wenn ich's will? Auch, wenn du's nicht willst.
Und bei dir 12,80.
Hirschbraten und Apfelsaftschorle? Ja, aber ...
Ich spiele hier. Is Hauspreis.
Ich kenne das so, dass Essen und Getr�nke frei sind.
Hatten wir nie so. Das ist mit Chris abgesprochen.
Wei� ich nix von.
Wasser steht hinter der B�hne, Verzehrtes ist Hauspreis.
Ja, wenn das so ist, ...
Dann m�sste ich noch mal zum Auto ...
Das ist weit weg geparkt. Ist das nicht der Polo vor der T�r?
Ich w�rd echt ungern noch mal raus.
Ich bin ja schon in meiner B�hnenkonzentration und ...
Ich geb's dir nach der Vorstellung. Lieber jetzt.
Danach wird's gern vergessen. Ich vergess das nicht. Lieber jetzt.
Jetzt hab ich vergessen zum Geldautomaten zu gehen.
Und, �hm, ...
Ich mach das.
12,80.
14. Danke.
Danke.
Ich geb's dir, wenn ich meine Gage ...
Dann bist du nicht mehr da. Deine Bankdaten? Passt schon.
Vielen Dank.
Wie sieht's mit Vorbestellungen aus? Bis jetzt vier.
* Verlegenes Lachen *
Chris sagt, die Lichtanlage ist kaputt.
Stell dir zwei Scheinwerfer hin.
Vier Vorbestellungen am Samstagabend.
Dabei ist hier immer ausverkauft.
Wie viele Zuschauer hast du im Schnitt? Manchmal so wie heute.
Ich hab auch schon 200 gehabt.
Aus Versehen.
Der Veranstalter hatte den Termin mit Thomas Bilte verwechselt.
Am Ende waren's auch vier.
Machst das schon lange? Neun Jahre.
Neun?
Ja, neun.
Und hast du dir nie �berlegt, besser was anderes zu machen?
Ich hab was anderes gemacht. Was?
Ich war beim Amt und Entwickler in 'ner Immobiliengesellschaft.
Ach, echt? Da hast du sicher ganz gut verdient.
Klar, aber das Kreative hatte ich immer in mir drin.
Dann hab ich den Workshop gemacht
und wusste, was ich schon immer sein wollte.
Ich bin nicht mehr zur�ck ins B�ro.
Hast du das nie bereut?
Hast du dir nie gedacht: "Ich mach das noch ein, zwei Jahre.
Wenn ich dann keinen Erfolg hab, gehe ich zur�ck."
Ich hab Erfolg.
Ich verdiene wenig, aber ich mach das, was ich richtig finde:
Geschichten erz�hlen.
Auch Projektentwicklung, aber MEINE Projekte.
Ich plane zum Gl�ck keine unn�tigen Einkaufszentren mehr.
Geld, Geld, Geld - und um nichts anderes ging's!
So bescheuerte Kollegen!
Wenn die Chefin ins B�ro kam, hatte ich Magens�ure-�berflutung.
* Lachen *
Ich hatte jeden Tag 'ne Depression: von 8 Uhr fr�h bis 6 Uhr abends.
Oh!
Ich bin mein eigener Chef.
Meine Kollegen sind Buster Keaton, Woody Allen, ...
... Charlie Chaplin. Du kennst Woody Allen?
Nicht pers�nlich, aber ist mein Kollege.
So kann man's auch sehen.
Ich w�nschte mir, statt vor vier vor 400 Leuten zu spielen,
aber Woody Allen w�nscht sich 30 statt 20 Millionen Zuschauer.
Wo ist der Unterschied?
19 Millionen 999 Tausend ... (genervt) Ja.
Nat�rlich. ... 996.
Ja, aber es gibt nie den Punkt, wo man objektiv sagen kann,
ab so viel Leuten ist es ein Erfolg.
Es geht darum, die Menschen zu ber�hren.
Egal ob vier oder vier Millionen.
Sach ma, hast du eigentlich 'ne Untergrenze?
Nee.
Und wenn jetzt niemand kommt, also so gar keiner?
Dann spiel ich trotzdem. Nur f�r mich.
Die Au�enwelt entscheidet nicht, ob ich meine Kunst aus�ben darf.
Ich spiele. Immer. Ich k�nnte das nicht.
Man braucht Begabung. Das meinte ich nicht.
�h, so zu leben.
Verr�ckt. Hab ich mir auch gerade gedacht.
Bei dir.
Bei mir? Mhm.
Du bist doch angestellt. Oder freiberuflich?
Angestellt. Mit Putzen Geld zu verdienen ist auch nicht leicht.
Ich bin aber keine bemitleidenswerte Wurst. So mein ich das nicht.
Ich habe f�r mich festgestellt:
Ich m�chte nie wieder Lohnknecht sein.
"Lohnknecht" ...
Das klingt ein bisschen �berheblich.
Entschuldige, eine abh�ngige Besch�ftigung.
Na ja, es ist doch beiderseitig.
Also ich mache meine Arbeit und kriege daf�r mein Geld.
Das ist doch okay.
Nat�rlich.
Aber? Nichts. Ist halt abh�ngig.
Du bist ein Weisungsempf�nger. Weisungs... ?
Das klingt wie Almosenempf�nger. Nee, nur fremdbestimmt.
Wenn dich deine Arbeit gl�cklich macht ... * Schnauben *
Was hei�t schon gl�cklich? Sich morgens auf die Arbeit freuen.
Nat�rlich denk ich morgens nicht: Geil, wieder putzen.
Aber wer freut sich denn auf seine Arbeit?
Da wird mir klar, wie privilegiert ich bin.
Sagt einer, der sein Essen nicht selber bezahlen kann.
Das kann ich zahlen.
Nur nicht 13 Euro pro Mahlzeit.
H�tte ich das gewusst.
Aber f�r kein Geld vor keinem Publikum zu spielen ...
Es macht mich gl�cklich, dadurch, dass ich es tue.
Viele k�nnen so riskant nicht leben.
Ich verurteile auch niemanden. Doch.
Du machst Seifenblasen um W�rter,
aber solche wie mich h�ltst du f�r bemitleidenswerte kleine Spie�er.
Und dass es viel toller ist,
mit dem Wischmopp rumzutanzen, statt den Boden aufzuwischen.
Warum greifst du mich so an?
Mich macht meine Arbeit gl�cklich.
Wenn du deine Arbeit spie�ig findest, �ndere das.
Ich muss gar nichts �ndern.
Nee, wenn's dir so reicht, ich hab 'nen andern Anspruch.
Und ich nicht, oder was?
Wei� ich nicht,
was du f�r 'n Anspruch hast ans Leben und deinen Beruf.
Zumindest verdien ich damit Geld.
Und au�erdem verdien ich damit mein Geld.
Und du wolltest nie was anderes machen?
Nat�rlich hab ich das �berlegt, aber ich kann das halt ganz gut.
Deswegen willst du's bis zur Rente machen?
Wei� ich nicht.
Wenn's mir langt, kann ich was anderes machen.
Und du wei�t, wann das ist?
Wa?
Ein klar definierter Punkt:
"Bis hierhin und nicht weiter.
Dann steig ich aus."
Ich denke, den Punkt w�rde ich schon sp�ren.
Du guckst schon wieder so mitleidsvoll.
Du musst doch nachher vor vier Leuten spielen.
Ja.
Aber ich l�g mir nichts in die Tasche.
Nat�rlich tust du das.
"Ist doch egal, wie viele Leute kommen.
400 oder vier oder gar keiner.
Ich wei� ja, ich mache was ganz Tolles.
Wenn die Leute lachen, is gut. Wenn nicht, is auch egal."
Woody Allen und du seid keine Kollegen.
Woody Allen ist ein Weltstar.
Du tingelst durch die Gegend.
Nat�rlich l�gst du dir in die Tasche!
Sonst w�rdest du sagen:
"Ich mach das seit neun Jahren
und unter 'ner bestimmten Zahl von Zuschauern mach ich's nicht.
Sagen wir zehn.
Bei nur zehn Zuschauern ...
Unter diesen zehn mach ich's nicht."
Aber bei sechs m�sstest du dir eingestehen,
dass deine Geschichten nicht so toll sind!
Und dass es ein Fehler war, den Immobilienjob hinzuschmei�en!
Moin. Moin.
* Langsame, monotone Musik *
Musst du dich nicht fertig machen?
Was ich gesagt habe ...
Seit neun Jahren denke ich, der n�chste Auftritt rei�t es.
Der wird der Durchbruch.
Kann ja theoretisch passieren.
Theoretisch heute Abend, wer wei�?
Das war mir so rausgerutscht.
Zehn. Hm?
Zehn Zuschauer.
Sonst spiel ich nicht.
Zehn Zuschauer - oder ich setze nie wieder 'ne Clownsnase auf.
Gut, aber das musst du nicht heute entscheiden. Doch.
Heute.
Du kannst dich steigern.
Du kannst sagen: Ab heute vier als Untergrenze.
Ne?
Vier ist schon 'ne kleine Gruppe.
Die Leute freuen sich ja drauf.
Und du kannst dich sukze... Du kannst dich steigern.
Zehn Zuschauer.
Heute Abend.
Jetzt ist Schluss mit lustig.
Und? Wie viele sind's?
Acht.
Oh.
Ludsmann.
Hatte zwei Karten bestellt, aber meine Freundin ist krank.
Ach, krank!
Das ist doch 'ne Ausrede.
Was?
Tut mir leid, dass deine Freundin nicht mitkommen konnte.
Viel Spa�.
Kennst du meine Freundin? Nee, gar nicht.
H�tte mich auch gewundert.
* Monotone Musik *
* Melancholische Musik *
Zehn.
Warte doch noch.
Jetzt ist Einlass. Vielleicht kommt noch jemand.
Also gut, eine Karte.
18 Euro.
18 Euro?
Sind aber gepfefferte Preise.
Nee, denn nicht.
Ich hab schon sein Mittagesen bezahlt.
Also gut.
Was jetzt?
Wollen Sie noch rein? Ich wollte nur gucken.
Heute spielt 'n Clown.
Der ist unglaublich, und ich hab 'ne Karte.
Clown ist nicht meins.
Meins ja auch nicht!
Aber er ist wirklich toll.
Der macht Seifenblasen.
Du gro�er Gott.
Eins, zwei, drei ...
... vier, f�nf ...
... sechs, sieben, acht ...
... neun.
Neun.
* Klingeln *
* Melancholische Musik *
* Melancholische Kl�nge *
Zehn.
* Klatschen *
Brauchst nicht so zu gucken.
Ich kann jederzeit was anderes machen.
Copyright Untertitel: NDR 2016
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.