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[Podcast Nola] Meine Freunde und ich, wir waren hässliche Teenager.
Gott sei Dank sind wir heute so was von hot und unzertrennlich.
Waren wir zumindest.
Bis ich angefangen habe, immer mehr Bomben
in unseren Freundschaftspalast zu schmeißen.
Ich bin so scheiße.
Und das ist die letzte Folge von diesem Podcast.
Ich muss sie nutzen, um mich bei meinen Freunden zu entschuldigen.
Lieber Hugo, du bist der feinfühligste Mensch, den ich kenne.
Und wenn einer es verdient hat, glücklich zu werden, dann du.
Mads, ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sage,
aber du bist ein guter Mann.
[vielstimmiges Schreien im Hintergrund]
Tia, Leute behaupten so gerne von sich,
dass ihnen egal ist, was andere von ihnen denken.
Bei dir ist es wirklich so.
Und Hennie:
Du bist meine beste Freundin.
Du bist warmherzig und hast bisher jede meiner Lebenskrisen wegorganisiert.
Ich hätte mich dir einfach nur anvertrauen müssen.
Das sind die besten Menschen der Welt
und keiner von ihnen will noch was mit mir zu tun haben.
Meine Name ist Nola Hays.
Ihr kennt mich nur als die Küchenpsychologin.
Willkommen zur letzten Folge von Damaged Goods.
Am besten erzähle ich es der Reihe nach.
Es hat alles vor ein paar Monaten in der Uni angefangen.
-Sie lassen mich durchfallen? -Frau Hays...
Klären wir mal die Grundlagen.
Eine Studentin im Letztversuch durchfallen lassen? Mieser Move.
Ihre Quellenarbeit ist schlampig.
Ich bin Ihr Hiwi, ich bin Ihre engste Vertraute.
Teilweise schweifen Sie ganze Kapitel vom Kern Ihrer Argumentation ab...
Ich bin die einzige Person am Lehrstuhl, die Sie mag.
-Sie äußern eigene Ansichten. -Selbst Ihre Sekretärin hasst Sie.
Oder glauben Sie wirklich, dass sie nach 15 Jahren nicht weiß,
dass Sie keinen schwarzen Kaffee trinken?
Das ist ja kein wissenschaftliches Arbeiten, ne?
All die guten Erinnerungen,
die wir beide in den letzten Jahren hier gemacht haben...
Als die Gender Studies aus Berkeley hier waren und Polizeischutz gebraucht haben.
Als Sie am Snackautomaten festgenommen wurden,
weil die dachten, dass Sie eine Bombe platzieren.
Ich habe Sie frei gekriegt.
Ich war übrigens vor Ihrer Frau da, was Ihnen zu denken geben sollte.
Oder als wir die Weihnachtsfeier von den Theologen...
Ja gut, beim wissenschaftlichen Arbeiten, da geht's halt nicht um Sentimentalitäten.
Herr Hünemörder. Börines.
Doktor Professor Hünemörder.
Geben Sie doch einfach zu, dass die Arbeit Ihnen gefallen hat!
Ja. Es war ganz nett.
Es war toll geschrieben.
Aber es erfüllt halt nicht die strukturellen Anforderungen.
-Und ich verstehe Ihren Frust... -Nee, Sie verstehen gar nichts.
Dieses Institut, die Psychologie, die Theorie...
die Leute, die dazu geforscht haben...
Sigmund Freud hier...
Das ist das Einzige, was mich interessiert im Leben.
Das ist mein Zuhause.
Apropos Zuhause:
Die Schlüssel vom Institut...
...lassen Sie bitte da.
-Wissen Sie, was ich glaube? -[Er brummt verneinend.]
[schwungvolle Musik]
-Was? -Hey.
Heute geht's um den Financial,
die Innovation, die Communication
und die Key Results.
Kurz: FICK.
[Ein Handy klingelt.]
Entschuldigung.
[Hennie auf Mailbox] Nachricht nach dem Ton. Danke.
Hennie, rufst du zurück, bitte? Danke.
-[Handy klingelt.] -Hennie?
[Mann] Nee, ich bin's. Stör ich? Ich wollte was mit dir besprechen.
Hi, Moritz. Ganz schlecht gerade. Schlechte Mondphase. Okay, tschau.
Warte...
Was? Moritz ist ein Freund... den ich manchmal nackt sehe.
Guck nicht so. Hattest du auch. Die hießen bei dir Patientinnen.
Es würde mich wahnsinnig freuen,
wenn sich unsere Zentren wieder treffen würden.
Und das zieht?
-Das ist von mir. Frei nach Osho. -[Sie lacht.]
-Bye, bye. -Bye, bye.
Also, wenn untenrum mal wieder nebelfeucht durchgewischt werden soll,
und zwar mit so richtig Schmackes,
absolut empfehlenswert.
[schwungvolle Popmusik]
-Oma, nicht so früh am Morgen, bitte. -Es ist kurz vor elf.
Was? Scheiße.
Hallo, Therese.
Sag mal, hab ich irgendwas verpasst? Ist heute Rentner-Sports-Day, oder was?
Bevor ich beschließe, Rentnerin zu werden, hast du mich längst überholt.
Das zumindest sagen mir deine Augenringe. Und dein stark flüchtiges Haar.
-Mein... -Ui, ui, ui, ui, ui, ui.
Mein was?
-Kaffee? -Nee.
[leise] Scheiße, Scheiße, Scheiße, Scheiße.
[Ein Handy piept.]
[Mads] Boy, bitte melde dich sofort bei mir, wenn du das hörst.
Ich brauche ganz dringend deine Hilfe. Ich habe Haarausfall.
Hey, Babe. Also erstens, dir auch einen guten Tag.
Und zweitens,
wenn ich dir mit deinen Prä-Midlife-Crisis-Hetero-Mann-Problemen
helfen soll,
dann hol mich mit deinem ranzigen Van vom Flughafen a...
[leise] Arschloch.
Und dann schleicht der sich da einfach von hinten an, ja?
Und ich mache dir die Sprachnachricht
und dann greift mir der Wichser voll in den Arsch.
Nicht an den Arsch, sondern in den Arsch.
Ja, aber ist die Prostata nicht genau dafür da, in solchen Momenten zu sagen:
Oh yeah, baby!
Woah, Mads. Irgendwann weißt du, wie es ist, objektifiziert zu werden.
Warte nur ab.
Und damit es dazu niemals kommt,
musst du mir helfen beim Haarausfall-Problem.
Also hier. Guck.
-Siehst du es? -Ja.
-Da. -Ja.
Woher soll ich wissen, warum du Haarausfall hast? Schlechte Genes?
Schlechte Jeans? Sind die zu eng, oder was?
Genes. Englisch.
-[deutsche Aussprache] Gene. -Ah.
[weinerlich] Mann.
[Podcast Nola] Nachdem ich also würdelos von der Uni geschmissen wurde,
hat mir nur noch mein persönliches Mantra geholfen:
Die Farbmischmaschine im Baumarkt.
Nicht lachen. Probiert es aus.
Sie bringt erstaunlich viel Klarheit.
Stehst du an?
Erste gemeinsame Wohnung?
-Drei Jahre zusammen? -Ähm... Ja, wieso?
Der Kerl neben dir hängt pausenlos am Handy,
obwohl ihr zusammen Farben aussucht.
Warum sucht ihr zusammen Farben aus? Weil ihr bald zusammenzieht.
Das mit dem Handy nervt dich, du sagst aber nichts,
was dafür spricht, dass ihr schon eine Weile zusammen seid.
Statt mit ihm darüber zu streiten,
hast du dieses unfassbar hässliche Lila ausgesucht,
was weder dir noch ihm so richtig gefällt.
Mein Tipp: Trennt euch.
-[Mann] Komm, Babe, lass uns gehen. -Nee, ganz ehrlich.
[Mann] Was ist denn jetzt? Babe?
Was? Ich habe die vor einem Riesenfehler bewahrt.
Ohne mich hätten die bald ein ungewolltes Kind oder so.
Gruppenchat.
Leute, ich habe es verkauft. "Insekten-Arrangement".
7.000 Euro.
Heute um Acht in der Schlawiner Bar.
Drinks on me. Wehe, ihr kommt nicht.
-[Hugo] Yeah, Tia! You did it! -[Mads] Go, Tia!
[Podcast Nola] Andererseits: Was hilft einem Klarheit,
wenn einen innerlich der Neid zerfrisst?
Okay, okay, okay, okay... Da ist sie.
[Tia] Ready?
[Sie jubeln.]
Boah, amazing.
7.000 Euro, Leute.
Ohne euch hätte ich das nie geschafft. Aber ihr wisst ja:
[unisono] Du stellst uns alle überbezahlt ein, wenn du fame bist.
So sieht es aus. Hit it, Hennie!
Ich werde deine Finanzexpertin und Managerin.
Hugo!
Ich leite den Haushalt und düse mit deinem Privatjet durch die Welt.
-So sieht's aus. Mads! -Ja.
Ich kümmere mich um deine Urheberrechte
und die leicht bekleideten PR- und Presse-Damen.
Okay. Nola!
Ich bin deine Therapeutin, Life-Coach, Gourmet-Beraterin
und dafür kriege ich mein eigenes Psychologie-Institut.
-[Tia] So sieht's aus. Leute auf euch. -[Mads] Mega.
Prost!
-Auf ex. -Auf ex, auf ex, auf ex.
-Für alle jetzt Champagner! -Schampus!
[Sie jubeln.]
[schwungvolle Popmusik]
[Musik spielt weiter.]
Fuck.
Stay right here.
Nola?
Ja?
Sag mal, was willst du eigentlich mit dieser Freud-Statue?
Büste.
Ich kann nicht, wenn du zuhörst.
Danke.
Du, sorry, dass ich mich heute nicht gemeldet habe.
Ich hatte voll den stressigen Tag.
Aber rate mal, was. Ich bin befördert worden.
Ich wollte eigentlich nichts sagen, weil es ja Tias Abend ist,
aber ich bin jetzt Senior Executive Finance Account Controller.
-SEFAC? -Ja.
Und ich durfte auch direkt umziehen ins neue Eck-Office.
Traumaussicht. Und ich kriege neue Leitz-Ordner.
Aber jetzt sagt du: Freud-Statue?
Büste.
Ich hatte einen Termin mit dem Prof.
Und der hat mir eine Doktoranten-Stelle angeboten.
Was? Noch bevor du deinen Master hast?
[zögerlich] Ja, der fand das Thema von der Masterarbeit so gut,
dass er es zur Doktorarbeit ausbauen möchte.
Und das mit Sigmund ist so eine Tradition in der Fakultät.
Wenn man Doktorandin wird, muss man den 24 Stunden überall mit hinnehmen.
-Komische Tradition. -Welche Tradition ist nicht komisch?
Du trägst Dirndl.
Da, seht ihr es?
-Was ist denn da? -Tia, da. Guck hin. Da.
-Ah, da. Ich sehe es. -Ja?
Deine zerbrechliche Männlichkeit guckt raus.
[stöhnt] Ja und was mach ich da jetzt?
Vielleicht ist die Zeit gekommen, um sich zu verabschieden.
Von deiner letzten Flasche Shampoo.
[Er schreit auf.]
Neue Drinks, Leute.
[Tia] Yeah.
Okay, wer ist gestorben?
Sein Mojo, apparently.
Apropos Mojo:
Was ist eigentlich mit dem Mojo von deinem Boyfriend, Hennie?
Ich weiß zwar nicht, was das bedeutet, aber bei Nils ist alles absolut adäquat.
Ach so, Nils Absolut Adäquat Meier?
Aber sogar er hat bestimmt ein besseres Sexleben als ich.
Ich will's hoffen.
Ich fühle mich mit meinen Sexpartnern immer so,
als wäre ich das letzte Stück Billo-Fleisch
im Discounter vor Weihnachten.
Das ist bestimmt ein Fluch
von irgendwelchen unverschickten Kettenbriefen.
Weißt du, vielleicht musst du einfach mal die Zügel in der Hand haben.
Nimm doch mal die Typen ran, wie sie dich immer rannehmen.
Jetzt pass mal auf.
Erste Lektion für ein selbstbestimmtes Sexleben ist?
Ja, Selbstbewusstsein. Du bist keine Saftschubse.
Was glaubst denn du, warum es bei mir so läuft?
Wenn ich zu den Frauen hingehen und sagen würde:
"Hey, ich bin Mads.
Ich bin arbeitslos und mein Haupthaar fällt mir aus."
Dann hätte ich auch keinen Erfolg.
Aber ich geh hin uns sage: "Baby, ich bin ein Schweizer Taschenmesser.
Ich habe einen enorm effektiven Penis und ich habe ein zweites Staatsexamen.
Ich kann alles!"
Wenn du mit Cojones hingehst und sagst:
"Ich bin Steward und ich ficke wie ein Stier",
dann kannst du jeden vögeln.
Seid ihr so leicht rumzukriegen?
-Ja. -Ja.
Komm. Du und ich, mein Lieber,
wir finden dir einen Arsch für heute Nacht,
in dem du deinen beautiful Cock versenken kannst, okay?
-Okay. -Okay. Okay.
Wie war euer Tag so?
Nola macht einen Doktor.
-Hennie wurde befördert. -What?
Schau uns an. Fucking girl bosses.
Alter, es hat funktioniert.
-Oh mein Gott, er ist so eine Hure. -[Nola] Ja.
-Aber er ist unsere Hure. -Voll.
Auf die baddesten Bitches diesseits der Isar.
Cheers.
[Nola, kichernd] Das ist einfach richtig scheiße.
[lallend] Hey, sag mal, deine Nachricht von heute Morgen...
-Die klang irgendwie aufgeregt. -Echt?
Ja, aber nicht so... nicht so im positiven Sinne.
[seufzt] Nö, alles gut.
Okay.
Woah, ich muss so dringend pinkeln.
-Lässt du mich mal kurz rein? -Wo?
In deine Fakultät.
-Da ist doch die U-Bahn. Geh da aufs Klo. -Ja, genau.
Und dann komm ich wieder raus
und habe Hepatitis B und eine abgebrochene Spritze im Hintern.
Das ist der Münchner Verkehrsgesellschaft gegenüber nicht fair.
Jetzt komm. Die Schleusen sind schon am Öffnen.
Ich gehe doch nicht auf ein U-Bahn-Klo. Ich meine, wer bin ich denn, Alter?
[Eine Sirene heult auf.]
-Bin gestolpert? -Was?
Lauf!
[Hennie] Verdammte Scheiße.
[Sirene heult weiter.]
Oh Gott, nee, ich kann nicht mehr.
Jetzt komm. Jetzt komm doch.
Eins, zwei...
Woah, ekelhaft.
Guten Abend.
Oh Mann, sorry, Mädels.
[Mads stöhnt laut.]
Und du trägst das jetzt in deine Sport-App ein, oder was?
Ich schreibe Lisa.
[Mads] "Ich fand's nicht so gut wie du."
Was heißt denn das?
Ähm, ich habe dir drei von fünf Auberginen gegeben.
Ihre Wertung war ein bisschen besser.
Warte mal. Ihr... Ihr bewertet mich?
Und dann nur drei von fünf Auberginen?
Ich meine, habt ihr Lack gesoffen, oder was ist los?
Woah, woah, woah, du hast die ganze Zeit auf dein Sixpack geguckt.
Den BH hast du nicht aufbekommen.
Ja, welcher Scheiß-BH geht denn bitte auch vorne auf?
Du, die Ausführung insgesamt war okay.
-Ich glaube es nicht. -Es war okay.
O Gott.
Es hat alles darauf abgezielt, dass du befriedigt wirst.
-Es war einfach ein bisschen schlampig. -Was?
30 Sekunden lecken und zwölf Minuten Doggy.
Als ich dich geleckt habe, hast du mir ein klares Zeichen gesendet.
Dann hab ich... weil ich dachte... und dann habe ich aber auch.
Und das spricht für sich. Deswegen drei Auberginen.
Was ich sogar noch ziemlich nett finde.
Jetzt pass mal auf:
Sämtliche Chakren sind gerade miteinander verschmolzen. Ja?
Und dass du so was nicht spürst...
...das tut mir einfach nur leid.
Ja. Und jetzt...
...gehe ich.
Ich glaube ehrlich gesagt, das macht es schlimmer.
Oh Mann.
Ich packe das jetzt gerade echt nicht.
Ist es okay, wenn ich zu Nils gehe, für einen Hygiene-Reboot?
-Ich brauche eine heiße Wanne. -Wir haben auch eine heiße Wanne.
Ja, aber seine hat eine Massagefunktion.
Kannst du Nils nicht einfach in Ruhe peinlich masturbieren lassen?
Er hat mir gerade geschrieben.
Also ist er eh nicht am peinlichen Masturbieren.
Viel Spaß bei der Missionarsstellung im Dunkeln.
Ha, Ha, Ha.
Ich ruf meinen...
...Moritz an.
Bis morgen.
-Water? -Danke.
Ist mal was ganz Neues, selber bedient zu werden.
Ton souhait es ma commande.
Ja.
Cheers.
Das ist jetzt aber... wild.
Zieh dich aus.
-Und der ganze Ton-Souhait-Bullshit? -Mignon, mignon, mignon, mignon...
[Hugo stöhnt.]
[genervt] Ah. Ah. Arrête.
Arrête. Hör auf!
-Spinnst du? -Was ist dein Problem?
-Ich glaube, es hagelt! -Leute wie du mögen es doch hart.
-Leute wie ich? -Saftschubsen.
Ich bin Steward.
Komm schon.
-[Moritz] Aua. -Moritz?
-Hallo? -Hast du noch Tiefkühlpizza?
Kannst mir auch beim Essen romantisch durch die Haare streichen, oder so?
-Nola, spinnst du? -Komm schon. Lass mich rein.
Ich hatte einen Scheißtag.
Ich will einfach essen und schlafen... und Sex auch?
Du musst dich entscheiden. Sind wir zusammen oder nicht?
Du bist so belagert von diesen kitschigen Beziehungsbildern.
Du willst Händchen halten, bis wir alt sind
und am Wochenende in so kleinen niedlichen Cafés Cappuccino trinken.
Und dann fragen wir uns gegenseitig, wie unsere Woche war.
-Das ist doch krank. -Ey, du bist so kaputt. Weißt du das?
Ich mach das nicht mehr mit. Es ist vorbei, Nola.
Äh, du kannst gar nicht Schluss machen,
wenn wir nie zusammen waren.
Und? Hast du Nola heute gesagt, dass du bei mir einziehst?
[gefühlvolle Klänge]
[Handy piept.]
[Tia] Leute, Mayday. Mayday.
Ihr müsst sofort hier herkommen. Ich brauche eure Hilfe. Scheiße!
-[Tia] Ich war so vorsichtig. -Mhm, ja.
Also bis auf den Teil, das du's scheinbar besoffen mit ins Bett genommen hast.
Was soll ich nur tun? Der Typ will's heute abholen.
[Nola] Das Geld ist weg, oder?
Ja. 2.000 habe ich für den Ausbau des Ateliers nebenan gebraucht.
Ich meine das jetzt nicht böse.
Kannst mir eine runterhauen, wenn du die Ringe vorher ausziehst, aber:
Wolltest du das Kunstwerk unterbewusst zerstören?
[Handy piept.]
-Hennie, nee. Das ist zu viel. -Nee, das ist okay.
Du gibst ihm das Geld einfach wieder und sagst, es war ein Unfall.
-Danke. -Bitte, gerne.
Bitte, was?
[Mads, langgezogen] Good morning.
Na, was mal gestern der tighteste Abend in a long Time, oder was?
Sag bitte nicht "tight", ich muss sowieso schon kotzen.
Was ist denn los hier? Da, halt mal.
Was?
Oh.
Das, ähm... soll nicht so sein?
Sag mal, warum duscht du eigentlich nie bei deinen Spielgefährtinnen?
Baby, don't hate the player, hate the game.
Hier, guck dir Nola an.
Die hat offensichtlich auch kein Auge zu getan.
Wie war's mit Moritz? Hast du's ihm gegeben?
So richtig? Du ihm, er dir?
Ihr euch? Nicht?
Gut.
Boy, erzähl. Wie war es mit Alain? Hatte ich recht?
Ich hab ihn richtig rangenommen. Kein Vorspiel, nichts.
Sondern ab ins Herz der Dunkelheit. Es war lit.
Geil, Boy. Einfach so. Der Hugo.
-Erzähl. Erzähl alles. -Woah, Mads. Read the room.
[Podcast Nola] Als Tia ihr komisches Insekten-Kunstwerk weggeworfen hat,
hätte ich Mitleid haben müssen.
Aber ein Teil von mir war neidisch.
Das war der Teil, der dachte:
"Ha. Jetzt bin ich wenigstens nicht die einzige,
die auf den letzten Metern versagt."
-Schon gelöst. -Besser?
Ja. So eine Scheiße.
Hey.
Oh Maus.
Das sind wenigstens nicht die einzigen Glasscheiben,
die gestern Nacht noch zu Bruch gegangen sind.
-[Mads] Was ist passiert? -Was habt ihr getrieben?
Harris und Britney on the road, oder was?
Willst du erzählen, wie du Sigi Freud auf die Reise geschickt hast?
-Oh und wie meine Lieblingsschuhe... -Das war ein Unfall, okay?
Jesus.
[Podcast Nola] Nee, keine Sorge.
Ich fand mich in dem Moment auch widerlich.
Das war so ziemlich der Tiefpunkt der letzten Tage.
Und ich wusste nicht, wie ich aus dem Loch rauskommen soll.
Und ich bin echt kein abergläubischer Mensch, aber manchmal passieren Dinge...
[leise] Dr. Glasauge?
[energiegeladene Musik]
[außer Atem] Jetzt warten Sie doch!
[außer Atem] Nola, bist du das?
So eine Überraschung. Ja, dann schönen Tag noch.
-Tschüss. -Ich brauche Ihre Hilfe.
Ich therapiere nicht mehr.
Ja, das ist wie Fahrrad fahren. Das verlernt man nicht.
Tia hat fast Kunst verkauft. Was für Sie schon ein Vorteil ist.
Bei Hennie läuft es eh.
Ich meine, alle machen irgendwie so ihr Ding.
Selbst Mads.
Der war auf dem Weg, Staranwalt zu werden, hat dann alles hingeschmissen,
macht jetzt jeden Tag einen anderen Job
und wohnt einem Van, in dem man als Mann nur wohnen kann,
wenn man wirklich hot ist.
Und der ist glücklich.
Und ich...
Psychologie war mein Leben und ich bin neidisch auf die anderen.
Und das ist eklig von mir.
Ich meine, das sind meine Freunde, warum soll...
Hör auf zu jammern.
Du hast Angst.
Du hast Angst, das schwarze Schaf der...
ja... Familie zu sein.
Familie.
Meine Freunde sind meine Familie.
Und Familie hält zusammen. Das ist genial.
Nein, nein, nein. Moment mal.
Ich wollte aus euch unabhängige, selbstständige Menschen...
Danke, Dr. Glasauge.
Forchtenreiter.
Sie sind eine tolle Frau, wissen Sie das eigentlich?
Dass Sie sich mit Ihrer Therapie bei den Kloschüsseln abmühen,
während die Kallwass sich jahrelang
im Privatfernsehen die Taschen vollgemacht hat, das ist eine Frechheit.
Das ist aber jetzt sehr, sehr lieb von dir...
Ihnen auch. Danke, tschau.
[Podcast Nola] Dr. Glasauge hat mich an was erinnert,
was wir als Gruppe früher öfter gemacht haben:
uns zusammensetzen und alles besprechen.
Und weil wir jetzt erwachsen und immer mindestens einer von uns hungrig ist,
machen wir das mit Essen.
-[Hugo] Hey. -Nachos.
[Alle reden fröhlich durcheinander.]
Ich habe Dr. Glasauge getroffen.
-Was? -[Tia] Wo?
-Die lebt noch? -Im Baumarkt.
-No way. -Ist kurz vor mir weggelaufen.
Dann haben wir uns unterhalten und das war total nett.
Die ist nicht hier. Die macht seit Jahren keine Therapie mehr.
Ja, nachdem was sie uns angetan hat,
ist es ein Wunder, dass sie ihre Lizenz nicht verloren hat.
Entschuldigung. Es war nicht alles schlecht, was sie mit uns gemacht hat.
Sie hat uns alle zusammengebracht.
Wir sind fast von einem Bären gefressen worden.
Es soll jetzt nicht um die Methoden von Dr. Glasauge gehen.
Ja, sondern?
Ich habe mich irgendwie inspirieren lassen und dachte,
wir könnten die Gruppentherapie-Vibes wieder aufleben lassen.
-[Hugo] Cute. -[Hennie] Ja, supercute.
Und ich habe das Gefühl, du willst gleich anfangen?
Du bist schon seit gestern superkomisch.
Go, Nola.
Ich mache keinen Doktor.
Ich mache gar nichts. Mein Prof hat die Masterarbeit abgelehnt.
Ich bin von der Uni geflogen.
-What the fuck? -Okay...
-Krass. -Warum hast denn du nichts gesagt?
Weil ich neidisch war.
Weil... Bei euch allen läuft's.
Und ich bin fast 30 und ich habe jetzt nichts.
Und Moritz hat auch Schluss gemacht.
-Yeah. -Ich dachte, ihr wart gar nicht zusammen.
Ja, habe ich auch gesagt.
[Mads] Klingt nach Grouphug.
[gefühlvolle Popmusik]
Oh, alle. Ja.
-Es tut mir leid. -Danke, reicht. Ja.
Zu viele Hände. Zu viele Hände. Ganz viele Hände. Ja...
Das war ganz toll.
-Die Nachos werden kalt. -Ja.
[Musik verklingt.]
Ähm...
Alain und ich hatten gar keinen Sex.
-Boy! -Ja. Der wollte mich nur benutzen.
Und, ja... Es tut mir leid, dass ich euch angelogen habe.
Hugo.
[gefühlvolle Popmusik]
Es ist doch scheiße, dass du denkst, dass du uns anlügen musst.
Ja, ich weiß. Aber das war einfach... Ich wollte es halt einfach anders machen.
-[Mads] Ist okay. -[Tia] So ein Ekelhafter.
-[Mads] So ein Arsch war das. -Ja, wir hassen ihn jetzt.
So ein richtig typischer... Wie immer.
-Jetzt werden die Nachos wirklich kalt. -Nola.
-Okay. Ich wollte es nur sagen. -Stopp, stopp.
Wenn jetzt alle die Hosen runterlassen, dann lass ich jetzt auch.
-Please, don't. -Ja, also...
Ich habe gestern auch was Furchtbares erlebt.
Also, ich bin ja mit der...
Ähm... Leck mich am Arsch.
Die Dings. Diese Dings... Ist ja auch egal.
Auf jeden Fall bin ich mit ihr nach Hause gegangen
und wir hatten transzendentalen Sex.
-Wow. -[Mads] Wirklich, ja.
Toll.
Und direkt nach dem Höhepunkt holt sie ihr Handy raus
und schreibt der...
Ah, F... Der anderen Dings von letztens.
Jedenfalls schreibt sie ihr
und die haben mich beide jeweils bewertet.
-Ohne Scheiß. Mit fucking Auberginen. -Wie viele?
[Sie lachen laut.]
Jetzt mal im Ernst. Ich habe mich in meinem ganzen Leben noch nie so...
-So... -So wie so ein Stück Fleisch gefühlt.
-Ja. -Wie so ein Objekt?
-Ja. -Wie alle deine Dates?
Ja.
Nein. Nein. Nicht wie alle meine Dates.
Alter, das ist was völlig anderes.
Ich bin gut zu denen und die behandeln mich wie... wie Vieh.
-Armer Mads. -Ja.
Willkommen in der Welt aller, die keine weißen Hetero-Männer sind.
-Go gay. -Pass mal auf.
Das mit diesem Objekti... Objektiti...
-Objektifizieren. -Objektzifizieren.
Das ist echt... Das ist nicht irgendwas, worüber man liest.
Sondern das ist real. Und das ist fucking furchtbar.
-Voll. -Du willst einen Grouphug, oder was?
Ja.
-Ja, das würde mir... -Das ist ganz schrecklich.
Oh ja, das hilft.
Amore.
Oh ja, oh....
-Fühlst du es? -Das ist komisch.
Entschuldigung. Ich bin so eingequetscht.
Aua.
Vielen Dank dafür.
Ihren Shit together hat nur Hennie.
[Sie singen.] Hennie!
Die gute, feine, schöne, liebe Hennie.
Nee, aber das ist eine gute Plattform, um sich zu vernetzen.
Ich kriege da dauernd Angebote. Hast du da auch ein Profil?
-Ist das ein Business Account? -Das ist so...
Was ist denn mit sozialer Arbeit?
Du redest doch immer so viel.
Meine erste große Liebe vom Jugendamt, Heidi...
[alle] Ach, Heidi.
Ja. Heidi.
Heidi und du, ihr habt viele Gemeinsamkeiten.
Das könnte super passen.
-Was haben wir so gemeinsam? -Ihr habt beide riesengroße...
ähm... Herzen.
-Ha. -Ohne Scheiß.
Da würdest du genau reinpassen.
Da braucht man ein 1,0-Abi für.
Außerdem zahlt der öffentliche Dienst nichts.
-Und das ist mir so wichtig. -Ich wollte es nur mal erwähnen.
-Ich meine... -Kindergarten vielleicht?
Da brauchst du kein Abi.
-Ja. -Das ist gar nicht so doof.
Ihr würdet eure Kinder mir anvertrauen, oder?
-Nee. -Mhm. Voll. Würden wir voll machen.
-Ja, voll. -Ja.
-Safe. Auf jeden Fall. -Auf jeden Fall.
Ihr seid die schlechtesten Lügner der Welt.
Keine Sorge, ich will's auch nicht.
-Zum Glück. -Bitte mach das auf keinen Fall.
-Mit Kindern bist du echt schlecht. -Ja.
Ich habe was. Vielleicht auch nur als Übergang.
Aber fang doch im Baumarkt an.
Ich meine, so viel Zeit, wie du da verbringst.
You could be a rich bitch. Und du könntest Farbe mischen.
Das ist eine gute Idee.
[Hennie räuspert sich.]
Sorry. Ich will überhaupt kein Spielverderber sein jetzt.
Aber findet ihr das nicht ein bisschen... Vom Psychologie-Master zum Baumarkt.
Jetzt hör aber auf. Das ist doch perfekt.
-[Hugo] Why not? -[Mads] Ohne Scheiß.
Da kriegst du tolle Prozente
und ich brauche tatsächlich noch eine ganze Menge für den Van.
Mads, sie hat den Job noch nicht mal
und du willst schon Vorteile daraus ziehen.
Als hättest du nicht auch darüber nachgedacht, dass du...
Ich habe darüber nachgedacht,
aber ich dachte, ich mache es ein bisschen subtiler.
-Ein bisschen direkter und ehrlicher. -Das ist voll schlecht.
-Wisst ihr, ich... -Ich mache es nicht schlecht.
Ich habe bis vor ein paar Tagen gedacht,
dass das Schwierige im Leben diese ganzen Erwachsenen-Sachen sind.
Dieses Wohnung bezahlen, Versicherungen bezahlen, Altersvorsorge.
Und jetzt habe ich das Gefühl, der schwierige Teil im Leben ist,
dass man sich traut, einen Lebenstraum zu haben
und es dann schafft, nicht durchzudrehen,
wenn er nicht in Erfüllung geht.
Ich meine, wie fucking größenwahnsinnig muss man als Millennial sein,
in dieser seltsamen Welt, einen Lebenstraum zu haben.
Der einfache Teil ist, dass ich keine Karriere mehr habe.
Der schwierige Teil ist, dass es offensichtlich völlig normal ist,
dass man keine Ahnung mehr hat, wer man ist,
wenn man keine Karriere mehr hat.
Hey, Maus, ich kann die Miete die nächsten Monate übernehmen.
Und wir finden einen Job für dich. Ganz bestimmt.
Ja, und wenn wir keinen Job für dich finden,
dann wirst du trotzdem glücklich.
Danke.
Ja.
Okay.
Auf die karrierelose Träumerei. Und den Mut dazu.
-Aber auch, wenn man Karriere trau... -[Mads] Ja.
-Auf ex! -[Alle] Auf ex.
Leute. Nein, nein, nein, nein. Der Wein war echt teuer. Mann!
Schmeckt man nix von.
-Ihr könnt es einfach nicht wertschätzen. -Ist eher so mäßig. Mäßig.
Grauburgunder.
-So. Ist das sicher okay? -Hau ab.
-Okay, komm gut heim, Mausi. -Gute Nacht.
Wenn es im Baumarkt nichts wird, kann ich ja Tellerwäscherin werden.
Nee, weißt du was? Wir hauen einfach ab und dann gründen wir eine Band.
Die nennen wir dann The Damaged Goods.
Du bist unser Frontgirl und schreibst die Texte.
Das, was du da gerade gesagt hast, über unsere Generation,
dieser ganze Talk: Das war voll wichtig.
Daraus musst du was machen.
Ich glaube, das wäre voll gut für Leute,
zu hören, dass es auch mal okay ist, lost zu sein.
Niemand will mich [singt] singen hören.
Ja, vielleicht nicht singen. Aber ein Podcast oder so.
Wir brauchen ganz dringend noch eine Stimme unserer Generation.
-[Mads] Hu. -Wer wei...
-Das war gut. Kommst du? -Warte mal kurz.
Think about it. Do it. Try it.
Abfahrt, Lady.
-Ich mache alleine fertig. -Gute Nacht.
-Tschüss. -Bye.
[Mads] Komm, komm.
-[Tia] Los, lauf. Lauf. -[Mads] Ja, dann lauf du doch mal.
-[Tia] Ab nach Hause. -[Mads] Bye.
[melancholische Popmusik]
Eingängiger Name.
"Nolas Welt". Bäh.
Küch...
"Küchenpsychologin".
[Sie seufzt.]
Herzlich willkommen.
Her... [Räuspern] Hi.
Herzlich willkommen... Herzlich willkommen. Her...
Mit wem redest denn du?
Bewerbungsgespräch üben.
Ja gut, Frau Hays, dann...
Nennen Sie mir doch mal Ihre drei größten Schwächen.
Okay.
Bleib nicht mehr zu lange wach, ja?
-Liebe. -Liebe.
[Podcast Nola] Das ist der Moment,
in dem ich den Laptop einfach hätte zu machen sollen.
Dann hätten wir uns den ganzen Mist erspart.
Herzlich willkommen...
zu Damaged Goods.
Ich möchte meinen Namen gar nicht verraten.
Ihr könnt mich gerne die Küchenpsychologin nennen, weil...
Das, worüber ich in dem Podcast spreche, ist ganz schön privat.
Aus meinem Leben und dem Leben von meinen Freunden.
Und...
In der ersten Folge geht es um Neid.
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