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Basti!
Handy weg!
Irgendwann verlernt ihr alle noch das Sprechen.
Los! Komm!
Ich komme.
Barrierefreie Fassung TV TEXT INTERNATIONAL
Kann es sein, dass es dir nicht schmeckt?
Ein bisschen sehr gesund. Ungesund kann jeder.
Die Profis essen auch keine Pizza zum Frühstück.
Hab ich mal gelesen.
Nee, die essen Nuss-Nugat-Creme, und kriegen dafür richtig Kohle.
Überredet, du wirst Profi. Endlich!
Morgen!
Tschüs, mein Schatz! Hab' einen schönen Tag!
Morgen!
Guten Morgen, Herr Moll! Ist das Briefing schon da?
Danke!
"Meine Ruh' ist hin.
Mein Herz ist schwer.
Ich finde sie nimmer
und nimmermehr."
Ach, Herr Jäger! Schön, dass Sie uns auch Gesellschaft leisten!
Tut mir leid! Mein Fahrrad hatte einen Platten.
Einer, der gut gegen den Ball tritt, ist kein Tour-de-France-Gewinner.
Hey!
Schön, dass Sie alle so gut gelaunt und wach sind!
Bücher weg, Hefte raus! Wir schreiben 'ne Kurzüberprüfung.
Ex-Temporale.
Zu meinem Lieblingsthema, dem Knittel-Vers.
Basti!
Der Knittel-Vers.
So, kurze Info: Wir haben heute 36 An- und 16 Abreisen,
darunter ein bekannter Schauspieler und unser arabischer Stammgast.
Also Diskretion wie immer!
Seien sie flexibel mit den be- sonderen Ansprüchen unserer Gäste.
Wenn Sie Probleme haben, kommen Sie zu mir! Okay?
Einen schönen Tag!
Als er meine neuen Dessous gesehen hat, war alles klar.
Er hat mich aufs Bett geworfen.
Das klingt ja diesmal ganz toll. Gratuliere!
Ich bin mir sicher, er ist der Richtige.
Hier fehlt Wasser, Nina.
Der ist so anders als Ralf.
Er ist sportlich, isst aber gerne.
*Ein Handy klingelt.* Ja, Bülent.
Ja, in zwei Stunden.
Gut. Ciao!
Schön getunnelt und dann zack, reingebolzt.
Basti!
Hast du deinen Text schon fertig? Welchen Text?
Für den Schüler-Blog.
Ich hatte jetzt noch keine Zeit dafür.
Aber den wollten wir morgen reinstellen.
Ich hab nachher ein Testspiel. Vielleicht nächste Woche. Jenny!
Was machst du am Freitag?
Noch nichts. Wieso? Wollen wir ins Kino gehen?
Klar, gerne. Cool.
Wie geht's Basti? Bestens.
Du kennst ihn doch, den Sonnen- schein. Kommt nach mir. Danke!
Ist er schon so gut wie Götze?
Er ist schon gut. Sein Trainer sagt, aus ihm kann was werden.
Die Mutter sagt: Erst kommt das Abi, dann alles andere.
Was hast du?
Hier! Zurück!
Kopf hoch, Jungs! Weiter geht's!
*Ein Pfiff ertönt.*
Rüber!
*Pfiff. Alle jubeln.*
So macht man das.
Ah!
Lappen! Bist wohl zu schwach auf den Beinen.
Gut jetzt. Runter mit dir! Ganz schnell, mein Freund!
Alles okay?
Nein. Geht's?
Du bist fünf Jahre bei uns.
Seit drei Jahren Executive Housekeeper,
seit zwei im Personalrat.
Stimmt.
Ich habe deinen Namen bei der Eigentümerversammlung eingebracht.
Okay.
Wenn ich nächstes Jahr nach Buenos Aires gehe,
könntest du hier die Leitung übernehmen.
Ich, die Leitung?
Das ist ein Vertrauensbeweis.
Ich wüsste keine Bessere.
*Ein Telefon klingelt.*
Ich brauche einen Schnaps. Entschuldige mich!
Ja, Jäger.
Was ist passiert? Ist halb so wild.
Er ist mit dem Fuß umgeknickt.
Sein Knöchel ist angeschwollen.
Das wird schon wieder!
Tut das weh? Ja, das tut weh! Entschuldigung!
Ist bestimmt eine Prellung.
Wenn's morgen nicht besser wird, gehen wir zum Arzt.
Fahren wir nach Hause! Gib deinen Rucksack!
Halt dich fest! Geht's?
Wer war's?
Mario. Das ist so eine Pfeife!
Wenn der besser spielen würde, bräuchte er nicht zu faulen.
Ja. Und wenn du in der Schule mehr machen würdest,
müsste ich nicht bei deinem Lehrer antanzen. Was ist los?
Walden macht sich Sorgen um deine Noten in diesem Halbjahr.
Der meint's wirklich gut mit dir.
Können wir mein Bike mitnehmen?
Das hole ich später. Erst mal ins Auto, dann reden wir weiter!
Was macht der Fuß? Wehtun.
Ich meine, wird's schlimmer?
Mensch, Basti! Hör auf mit der Simserei, wenn ich mit dir rede!
Warte kurz!
Wir hatten eine klare Absprache.
Du kannst Fußball weiter machen, aber die Noten müssen stimmen.
Hm.
Mann, Basti!
Spinnst du? Hör zu, wenn ich mit dir rede!
Mache ich. Ich höre nicht mit den Fingern.
Geht's noch? Schnall dich sofort wieder an!
Wenn du mein Handy nach hinten wirfst!
Ich verstehe deine Wut. Lass deine schlechte Laune nicht an mir aus!
Mama!
*Der Fahrer hupt.*
*Es kracht fürchterlich.*
Mama, mein Fuß tut nicht mehr weh.
Es scheint wichtig zu sein.
Doktor Hopenberg wird sich freuen, dass Sie so schnell kommen konnten.
Dankeschön!
Okay, dann zeig mal!
Sehr gut!
Spürst du das?
Ein bisschen.
Gut. Dann kannst du runterkommen.
Also:
Dafür, dass der Unfall erst zwei Monate her ist, sieht's gut aus.
Für eine derartige Kompressions- fraktur mit Rückenmarksquetschung
ist seit der OP alles ziemlich gut verlaufen.
Wir konnten das Vernarbungs- gewebe deutlich reduzieren.
Allerdings hat sich infolge der OP ein kleines Ödem gebildet.
Das bei den Verfahren das darunter- liegende Nervengewebe überlagert.
Das ist nichts Außergewöhnliches.
Wenn sich das Ödem zurückgebildet, bekommen wir ein genaueres Bild.
Und was heißt das für uns konkret?
Wir können jetzt sofort mit dem nächsten Therapieschritt beginnen.
Wir injizieren einen neuen Wirkstoff,
der aus der Rinde der pazifischen Eibe gewonnen wird.
Ein Alkaloid mit dem Namen "Paclitaxel".
Studien zeigen, dass dieser Wirk- stoff das Nervenwachstum anregt.
Dabei ist es aber äußerst wichtig,
dass die Reha weiterhin sorgfältig ausgeführt wird.
Ja, natürlich.
Und was denken Sie in etwa, wie lange ...?
Ich denke ein halbes Jahr.
Aber wir können die Reha ab sofort ambulant durchführen.
Das heißt ...
Das heißt: Wenn du möchtest, kannst du heute schon nach Hause.
Sind Sie sicher, dass Sie alleine klarkommen?
Es kommt jetzt einiges auf Sie zu. Bitte unterschätzen Sie das nicht!
Ja. Wir schaffen das schon.
Klar.
Gut, dann sehen wir uns ab jetzt dreimal die Woche hier!
An den anderen Tagen muss Ihr Sohn das Rehaprogramm zu Hause machen.
Das machen wir.
Ich hab gar nichts im Kühlschrank. Wusste nicht, dass du rauskommst.
Mach dir keinen Stress, Mama! Ich schaff das schon alleine.
Komm, ich helf dir!
Es geht schon. Ich hätte es auch alleine geschafft.
Ja, ich weiß.
Da passen wir gerade so durch.
Bist du froh, zu Hause zu sein? Ja, klar.
Keine Vollbremsung auf dem Parkett! Das macht Streifen.
Wollen wir ein paar Freunde von dir einladen?
Eine kleine Willkommens- party machen? Nee, lass mal!
Hat sich in letzter Zeit eh keiner mehr blicken lassen.
Was?
Ich will jetzt erst mal meine Ruhe haben.
Verstehe.
Ach, so.
Mache ich weg.
Es sieht scheußlich aus.
Kommt ja wieder weg.
Willst du's mal ausprobieren? Hab ich angebracht ...
Oh ...
Was soll das heißen?
Und?
Siehst du.
Brauchst du irgendwas? Nein. Alles okay.
Entschuldigung!
Ich lass dich jetzt in Ruhe.
Was machst du?
Es ist gleich Mitternacht.
Ich mach deinen Griff dran, das siehst du doch.
Das kannst du auch morgen machen.
Wenn du zuguckst, geht's auch nicht schneller.
Rührei!
Mit Speck!
Was Gesundes.
Ausnahme. Damit du zu Kräften kommst.
Hier!
Aber ums Obst kommst du nicht rum.
Nicht so gierig!
Ein technisches Problem ...
Entschuldigung!
Geht's?
Den Rucksack! Ich nehme den schon.
Schatz! Ich weiß, dass du Schiss hast.
Ich habe aber allen Leuten gesagt, dass du bald wieder laufen kannst.
Mach dir keinen Kopf, wenn manche blöd glotzen! Ja.
Eine Unfallverletzung ist ja fast schon cool.
Ich bin pünktlich um zwei hier und hole dich ab.
Um eins. Wie, um eins?
Wir haben Mittwoch um eins aus. Klar, kriege ich hin.
Tschüs! Ciao!
*Ihr Handy klingelt.*
Ja, Bülent.
Ja, ich bin praktisch schon da. Bis gleich!
Hi Basti! Hallo Jenny!
Tut mir leid, dass ich in letzter Zeit nicht vorbeikommen konnte!
Ich hatte viel zu tun mit der Schule und so.
Kein Problem!
Wir quatschen später, okay? Klar.
Hi!
Hi!
Sie bekommen eine umfangreiche Dokumentation von mir. Gut.
Dann stürzen Sie nicht ab! Keine Sorge!
Bis morgen!
Entschuldigung! Kein Problem!
Du wolltest mich sprechen?
Wie konnte das passieren?
Du hast das Hochzeitsbankett auf einen falschen Tag gebucht.
Das gibt's doch gar nicht!
Wir hätten beinahe einen Riesen-Auftrag verloren.
Ich konnte das Brautpaar noch einmal beruhigen.
Hoffen wir, dass wir mit allem noch rechtzeitig fertig werden!
Das tut mir leid!
Katharina!
Wir sind ein Fünf-Sterne-Haus.
Da darf uns so ein Gau nicht passieren, das weißt du doch.
Ja, natürlich. Das darf nicht vorkommen.
Hey! Was willst du?
Wie geht's dir?
Phänomenal! Verpiss dich, du Clown.
Stimmt es, dass du irgend- wann wieder gehen kannst?
Nicht irgendwann, sondern ziemlich bald.
Dann trete ich dir beim Fußball wieder richtig in den Arsch.
Morgen!
*Die Schüler:* Guten Morgen!
Hallo Basti! Schön, dass du wieder da bist!
Ja.
Wir starten heute mit einem Referat von Lea.
Der Begriff der "Liebe" in der Deutschen Klassik
steht ganz im Zeichen der Aufklärung.
Gefühl und Verstand sollen in Har- monie zueinander gebracht werden.
Wann hast du zum letzten Mal ausgeschlafen?
Wieso?
Das war nicht dein erster Fehler seit dem Unfall.
Katharina!
Ich weiß, unter was für einem Druck du stehst mit Basti.
Aber ich muss mich auf dich verlassen können.
Ich dachte, ich hab alles im Griff.
Was war vor zwei Wochen?
Der kleine Konferenzsaal? Geschäftsführermeeting ...
Du hattest ihn doppelt belegt.
Und dann der Empfang für diese Familie Maid. Ich weiß.
Ich kann dich nicht immer wieder vor den Kollegen in Schutz nehmen!
Ja, du hast recht.
Was hältst du davon, wenn meine Stelle die Assistentin übernimmt?
Und ich in der Zeit als Zimmermädchen arbeite?
Für das entsprechende Gehalt natürlich.
Ist das dein Ernst? Du willst wirklich wieder...
Von Wollen kann ja nicht die Rede sein.
Aber natürlich hab ich mir meine Gedanken gemacht.
Ich hätte mehr Zeit für Basti,
ich könnte mich viel besser kümmern um ihn,
bis wir alles überstanden haben.
Ist nur vorübergehend.
Du hast was? Ja. Dann habe ich mehr Zeit.
Du warst kurz davor, Chefin zu werden.
Du willst als Putze anfangen? Ich finde daran nichts Schlimmes.
Außer, dass man wesentlich weniger Kohle verdient.
Es geht aber nicht immer nur ums Geld im Leben.
Klar. Außer man hat keins.
Das stimmt. Gib mir'n Brot!
Danke!
Wie war dein Tag heute?
Phänomenal!
Wie geht's deiner neuen Freundin?
Wem?
Na, die Hübsche. Die Blonde ...
Jenny. Das ist nicht meine Freundin.
War die dich nicht mal in der Reha besuchen?
Ist doch egal!
Entschuldigung!
Tut mir leid, dass ich mich für dein Leben interessiere.
Ich hätte nichts dagegen, wenn du dich mehr für deins interessierst.
Musst du heute nach der Arbeit mit Basti zur Reha?
Ja, wieso? Schade!
Ich dachte, wir könnten mal was zusammen machen.
Würde ich gerne, aber du weißt ja ...
Katharina! Komm mal!
Welche Hand?
Die.
Für dich.
Was ist das?
Hab ich aus dem Outlet, von dem ich erzählt hab. Steht dir sicher toll!
Du bist ja süß! Probier ich später.
*Die Kamera klickt.*
Hey!
Was soll das werden, wenn es fertig ist?
Hier sind Schäden an der Fassade.
Ja, klar! Schäden an der Fassade.
Sie haben einen anderen Schaden, kann das sein?
Hi Basti! Hi!
Bulette? Danke!
Na, wieder eingelebt? Geht so.
Möchtest du doch wieder für unseren Schüler-Blog schreiben?
Weil ich jetzt nicht so viel Zeit zum Trainieren brauche?
Nein. Weil du super schreibst!
Dein Text zum neuen Oberstufensystem hat allen aus der Seele gesprochen.
Und der über Alkoholismus unter Jugendlichen und...
Ich muss mich jetzt auf meine Reha konzentrieren.
Okay. Du könntest genau darüber was schreiben.
Wie das ist, wenn man sich als Sport-Checker neu erfinden muss.
Schwachsinn! Ich muss mich nicht neu erfinden!
Ich muss Reha machen, damit ich aus diesem Scheißding rauskomme!
Jenny!
Danke für die Bulette!
Was machst du heute nach der Schule? Gehen wir was trinken?
Ich würde echt gern, aber wir haben bald die Chemie-Klausur.
Verstehe! Dann ein andermal.
Basti!
Ja.
Was machst du am Samstag?
Da hab ich einen Break-Dance-Wettbewerb.
War ein Spaß. Wieso, was ist da?
Wir wollten an den See. Ich würd mich freuen, wenn du mitkommst.
Klar, gerne!
Schön! Bis dann!
Nein!
Ist mir auch schon passiert.
Die Parksituation hier ist ein bisschen unübersichtlich.
Sie haben mir grad noch gefehlt. Langeweile? Nix zu fotografieren?
Hören Sie!
Auch wenn das vorhin nur ein blöder Zufall war,
hab ich irgendwie das Gefühl, dass ich Ihnen was schulde.
Mein Vorschlag:
Ich fahre Sie zu Ihrem Auto.
Sie haben wohl keine neue Fassade im Visier.
Ich versuche der Gentleman zu sein, der ich morgens nicht war.
Seien Sie nicht so unnötig kompliziert.
Lassen Sie mich Ihnen helfen! Ich, kompliziert?
Sie kennen mich nicht.
Ich lasse mir nicht von jedem helfen.
Schönen Tag noch!
Warten Sie!
Könnten wir vorher meinen Sohn von der Schule abholen?
Steigen Sie ein!
Wie alt ist denn Ihr Sohn?
Siebzehn.
Da drehen alle ziemlich am Rad.
Erster Rausch, erste Liebe, große Pläne ...
Was machen Sie denn?
Ich unterrichte Piloten und Fallschirmspringer.
Ich hasse fliegen!
Aber ich will demnächst meine eigene Flugschule aufmachen,
und nehme deshalb jeden Job, der ordentliches Geld bringt.
Fensterputzer. Industriekletterer für Fassadeninstandsetzung.
Das klingt spannender. Geht so.
Da gehört ein halbnacktes Zimmermädchen zu den Highlights.
Housekeeper.
Schade! Ich mochte das gute alte Zimmermädchen.
Tut mir leid, mein Schatz. Die haben mein Auto abgeschleppt.
Alles gut?
Das ist Herr ... Novotny.
Der war so nett, hat mich hierher gefahren.
Hallo! Basti.
Wollen wir?
Soll ich dir helfen? Offroad?
Okay.
Cooles Auto! Danke!
Geklettert bin ich schon immer.
Mein wahrer Traum ist Fliegen.
Abheben, oben bleiben und möglichst heil wieder runter.
Ist irgendwie mein Ding.
Hoch und runter.
Und Fallschirmspringen? Das mache ich seit der Bundeswehr.
Und bin dabei geblieben.
Tun, was einem Spaß macht und dafür auch noch Kohle kriegen.
Das ist genau mein Plan.
Als Kicker bei den Profis machst du bestimmt mehr Kohle als ich.
Ich kann Ihnen ja dann mal was leihen.
Guck mal!
Mein Baby.
Wenn du Lust hast, dann machen wir mal einen Rundflug über Leipzig.
Gerne! Was, gerne?
Rundflug. Das wüsste ich aber.
Warum denn nicht?
Darüber reden wir später. Zum Auto, wir haben einen Termin!
Ich bin wirklich ein guter Pilot.
Das glaube ich Ihnen gern.
Aber wir haben alle zwei Tage Reha und 'ne neue Therapie angefangen.
Zeitlich nicht machbar.
Entschuldigung! Wollte mich nicht einmischen.
Kein Problem. Dankeschön! Katharina.
Janik.
Tschüs!
Komme ...
Beeindruckend, Ihr Junge!
So eine Kondition ist außergewöhnlich.
Wenn einer die Chance hat, es zu schaffen, dann er.
Sportlerherz.
Wie geht's ihm psychisch?
Sie meinen ...
Manche Patienten wirken sehr stark und dann plötzlich ...
Auf mich macht er einen ganz guten Eindruck.
Ich hätte was bemerkt.
Und Sie?
Es geht mir gut. Machen Sie sich keine Sorgen!
Wir werden heute noch mal ein MRT machen,
um zu sehen, ob sich das Ödem zurückgebildet hat.
Wegen der Ergebnisse melde ich mich dann.
Alles klar.
Wiedersehen! Schönen Tag! Danke, Ihnen auch!
Das ist nur ein Rundflug. Fliegen ist viel sicherer als Autofahren.
Das solltest du am besten wissen.
Weil wir kein Risiko eingehen. Wie oft noch?
Du und deine Angst! Das ist doch nichts als schlechtes Gewissen.
Ich hab nicht gesagt, dass du dich abschnallen sollst.
Nee, du hast nur mein Handy nach hinten geworfen.
Spinnst du?
Wenn nicht immer alle nach deiner Pfeife tanzen müssten,
hätten wir den Unfall gar nicht erst gebaut!
Natürlich nicht.
Ich bin schuld.
Ich bin schuld an allem, was uns bisher passiert ist.
Ich bin schuld an dem Unfall. Denkst du, ich weiß das nicht?
Hast du dich mal gefragt, wie es mir dabei geht?
Der andere war allein schuld an dem Unfall.
Das haben die doch genau festgestellt.
Schwachsinn!
Lässt du mich bitte allein, Schatz!
*Er schnieft.*
Mein Handy liegt noch im Flur.
Ich hol's dir.
Was ist, wenn ich es nicht schaffe?
Also, wenn ich nie wieder laufen werde?
Du wirst wieder laufen.
Oh!
Mama! Ja.
Ach du scheiße!
Nicht mal das kriegt deine Mutter gebacken.
Du kennst nicht jemanden, der so was richtig kann?
Hi Basti! Hi!
Alles klar? Bestens.
Außer, dass mich alle total komisch behandeln.
Als wäre ich jemand anderer, nur weil meine Beine streiken.
Vielleicht ist man jemand anderer, wenn man nicht mehr laufen kann.
Was soll das denn heißen?
Schon mal drüber nachgedacht, dass es Menschen gibt,
die mehr in dir sehen, als nur den tollen Fußballer?
Jenny sieht mehr in mir.
Dann red doch mit ihr!
Können wir kurz reden?
Klar.
Ich dachte damals ...
Basti, was willst du mir damit sagen?
Was ist mit uns? Was soll mit uns sein?
Spinnst du komplett?
Warte mal, Jenny!
Geh mir aus dem Weg!
Was soll das?
Die will nichts von dir! Ja?
Weil ich der Spasti-Basti im Rolli bin, oder was?
Das hast du gesagt.
Du stehst selber auf sie.
Was soll das?
Hört auf damit!
Basti!
Basti! Gib mir deine Hand!
Fertig!
Super!
Arbeitsaufwand: Halbe Stunde.
Das kostet dich mindestens einen Kaffee.
Was würde mich die Umrüstung vom Badezimmer kosten?
Oh, das wird teuer.
Ein Abendessen?
Ich denke darüber nach. Ich muss meinen Sohn abholen.
Schade! Ich hole meine Sachen.
Tut mir leid! Ich weiß nicht, was da in mich gefahren ist.
Für 'nen Typen ohne Beine hast du dich ganz ordentlich geschlagen.
Danke, dass du mich nicht hast ersaufen lassen!
Na, kein Ding! Wenn schon ersaufen, dann doch damit.
Du weißt schon, warum sie dich eingeladen hat, oder?
Damit du ihr zeigen kannst, was für ein cooler Typ du bist,
weil du 'nen Behindi verkloppen kannst?
Quatsch!
Die macht das bloß, um zu zeigen,
dass sie nicht nur die Hübscheste ist, sondern auch sozial.
Die macht das nur für sich. Nicht für dich. Und für mich gar nicht.
Wusste nicht, dass du ein Frauen-Psychologe bist.
Vergiss die Jenny! Die ist nur Look. Da ist nichts dahinter.
Halte dich lieber an die Leute, denen du wirklich was bedeutest!
Und da gehörst du neuerdings mit dazu?
Du hast dich nicht nur am Kreuz, sondern auch an der Birne verletzt.
So schwer von Begriff kann man doch gar nicht sein.
Wie kannst ausgerechnet du eine Schlägerei anfangen?
Das ist kompliziert. Kompliziert!
Quantenphysik ist kompliziert. 'Ne Schlägerei anzufangen ist simpel.
Welchen Teil von "du darfst deine Wirbelsäule nicht belasten,
weil sonst die Heilung gefährdet ist" hast du nicht verstanden?
Ich bin nichts mehr wert.
Du solltest mal ihre Blicke sehen!
Alle sind scheißfreundlich.
Aber für die bin ich doch nur noch der Typ im Rolli.
Das glaube ich nicht.
Ich kann nicht mehr spielen,
keine Tore mehr schießen,
bin kein Vorbild mehr.
Und für die Mädels
bin ich nur noch der Krüppel.
Ich bin der rollende Beweis, dass das Leben zerbrechlich ist.
Janik! Ja, ich bin's.
Danke noch mal für heute!
Ich wollte dich noch mal um einen Gefallen bitten.
Hi!
Hey!
Geil!
Ich schaue mir die mal an, ja? Mach doch!
Toll von dir, dass du's machst!
Ist toll von dir!
Ich versuche nur die Glucken- mutter in mir zu besiegen.
Ist ein Lernprozess.
Mit welcher fliegen wir?
Mit der da. Bist mit so was schon mal geflogen?
Ich bin noch nie geflogen.
Außer auf die Fresse. Hey!
Dann wird's Zeit. Ich hoffe, du bist nicht enttäuscht:
Bei mir an Bord gibt's weder kalte Getränke noch heiße Stewardessen.
Schade!
Mit dem Ding kannst du uns die ganze Zeit zuhören.
Wenn du mit uns sprechen willst: Hier drücken.
Mach dir keine Sorgen! Nein.
Da unten ist der Hochwasserdamm.
Das ist der Kompass. Damit kannst du den Kurs grade halten.
Ja.
Den künstlichen Horizont, den stellst du hier unten ein.
So kontrollierst du die Schräglage.
Jetzt du! Echt?
Hand ans Steuer! Ja.
Ganz langsame Bewegungen! Hoch fliegen wir, wenn du ziehst,
wenn du nach vorne drückst, geht's nach unten, okay?
Lass mal laufen!
Du fliegst!
Geil! Du fliegst ganz alleine.
Okay, wieder grade! Nimm du mal wieder! Ich übernehme.
Jetzt wird's Zeit für einen Dreifach-Looping.
Looping? Geht's noch?
Ist nur ein Doppelter, Mama.
Das war der Wahnsinn, Mama!
Danke, Janik! Jederzeit, Co-Pilot!
Dein Sohn ist ein kluger junger Mann.
Ist ja auch mein Sohn.
Sobald er wieder laufen kann, wirst du aufpassen müssen,
dass er sich nicht gleich zum Pilotenschein anmeldet.
*Ein Handy klingelt.* Das hoffe ich nicht. Entschuldige!
Doktor Hopenberg.
Komm her!
Alleine?
Ja. Jetzt gleich?
Kein Problem. Wir können in einer Stunde da sein.
Gut, okay. Bis gleich!
Sebastian!
Wir haben die neuen Ergebnisse vorliegen.
Sie entsprechen leider nicht unseren Erwartungen.
Das Ödem hat sich zurückgebildet,
und einen Blick auf das darunter- liegende Nervengewebe ermöglicht.
Dabei mussten wir leider feststellen,
dass das Nervengewebe durch den Unfall weit mehr geschädigt wurde,
als zunächst angenommen. Sie haben gesagt...
Unser neuer Therapieansatz ist praktisch wirkungslos.
Dann versuchen wir eben einen anderen!
Ich weiß nicht, ob ich mich ver- ständlich genug ausgedrückt habe.
Es gibt diese aktuellen Studien aus Atlanta.
Dieses neue Verfahren mit embryonalen Stammzellen.
Richtig. Aber die klinische Anwendung beim Menschen,
und die notwendige Zulassung in Europa dauern Jahre, wenn überhaupt.
Die Gesetzeslage ist bei uns eine völlig andere.
Es besteht der Verdacht auf Tumor- bildung durch Stammzellentherapien.
Frau Jäger! Ich habe auch mit anderen Ergebnissen gerechnet.
Was soll das heißen?
Es soll heißen, dass ich nie wieder laufen werde.
Dich hab ich nicht gefragt.
Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt bei 94 Prozent.
Statistisch gesehen.
Ich rufe in Bayreuth an und ich mache einen Termin in Heidelberg.
Doktor Hopenberg ist ein guter Arzt, aber nicht der einzige.
Die Amerikaner sind in der Neuro- chirurgie sowieso weit voraus.
Kannst du heute Abend Hühnerfrikassee machen?
Hühnerfrikassee ... Klar, mach ich dir.
Wir schaffen das!
Warum machst du das?
Je früher ich mich an mein neues Leben gewöhne, desto besser.
Hast du mir nicht zugehört? Wir werden einen Arzt finden.
Nein, du hast nicht zugehört.
Oder willst du's nicht kapieren? Ich werde nie wieder laufen.
Quatsch! Wir haben lange nicht alle Möglichkeiten...
Du träumst dir irgendwas zusammen!
Was ist los?
Wir haben eine reelle Chance.
Nee, haben wir nicht.
Sechs Prozent, das ist nichts! Das ist Statistik.
Es ist einfach vorbei. Hör auf, dir und mir irgendwas vorzumachen!
Ich mach dir nichts vor! Doch.
Du willst es nicht verstehen.
Ich werd keine Therapie mehr machen. Auch die Reha nicht.
Das ist alles nur Zeitverschwendung.
Du bist also der Meinung, du kannst einfach aufgeben?
Jetzt will ich dir was sagen:
Ich hab auch nicht aufgegeben,
als ich schwanger war und dein Vater mich verlassen hat!
Es war nicht einfach und lustig. Aber ich hab's geschafft. Allein.
Ich hab's mir nicht leicht ge- macht. Du wirst nicht aufgeben!
Aufgeben gibt's nicht!
Das ist genau das, worum es eigentlich geht, oder?
Dass dir deine Hoffnung nicht genommen wird,
dass du deine Schuldgefühle irgendwann wieder loswirst.
*Eine Tür fällt zu.*
Basti!
Basti!
Warte!
Nein!
Hast du dir wehgetan? Nein, alles okay.
Geht's? Ja.
Alles gut?
Lass mich einfach mal in Ruhe!
"Ganz war mein Herz an deiner Seite. Und jeder Atemzug für dich."
An dieser Stelle kann man sehr schön sehen,
welchen Unterschied Goethe zwischen "Liebe" und "Verliebtheit" macht.
Die Ganzheit von Vernunft und Emo- tion war in der Klassik ein Ideal.
Weil dieses Ideal aber in der Realität schwer umzusetzen war,
trieb es auch die größten Denker hin und wieder in den Wahnsinn.
Oder in den Vollrausch.
Wenn man sich Jean-Paul ansieht.
Ne, Basti?
Genau.
Okay, Pause.
Alles okay bei dir?
Ja.
Ich meine nur, weil du keinen Mucks von dir gegeben hast.
Alles in Ordnung.
Sieht aber nicht danach aus.
Du bist irgendwie völlig verändert.
Es ist alles in Ordnung, okay?
Ja? Es steht so groß auf deiner Stirn: Alles super!
Ich glaub dir kein Wort.
Wenn du mit deinem Tunnelblick weiter durch die Gegend rennst,
und dir nichts gönnst, klappst du irgendwann zusammen.
*Es klopft.*
Ja.
Ich geh heute mit Nina weg.
Alles klar. Viel Spaß!
Siehst toll aus!
Wenn was ist, ruf an!
Tschüs!
Hey!
Entschuldige! Du kennst mich ja.
Schön, dass du wieder mal da bist. Ja, finde ich auch.
Gin Tonic, wie immer? Ja.
So! Steht dir!
Danke!
Wie findest du den Mann am Piano?
Warte! Bitteschön!
Danke dir!
Ja. Ist nicht mein Typ.
Aber meiner. Das war klar.
Sorry, bin zu spät! Hi!
Deiner?
*Etwas klingelt.*
Hi, Basti!
Hi!
Tut mir leid, dass ich mich noch so spät melde!
Kein Problem, ich kann eh nicht schlafen.
Morgen um drei im Johannapark bei den beiden Brücken? Gerne!
Okay. Dann bis morgen!
Bis morgen!
Tschüs! Ciao!
Kommt jetzt ein Geständnis, dass du an irgendeinem Ex hängst?
Lass uns keine große Sache daraus machen! Du weißt, was los ist.
Nein, weiß ich nicht.
Bastis Therapie hat nicht angeschlagen.
Ich hab den Kopf voller Probleme.
Ich muss einen neuen Arzt suchen. Das ist los.
Jetzt?
Du weißt, wie ich's meine.
Du hast ein ganz anderes Problem.
Ja?
Du kennst also meine Probleme?
Katharina! Er wird erwachsen.
Er ist nicht mehr länger dein kleiner Junge.
Er wird auch nicht kleiner, nur weil er jetzt im Rollstuhl sitzt.
Kümmere dich um dein Leben!
Und halt dich aus meinem raus! Ist schon kompliziert genug, okay?
Mach's gut!
Na, Spaß gehabt?
Ich war noch bei Nina.
Ach, und da habt ihr euch in die Haare gekriegt, ja?
Sieht halt so aus.
Schlaf mal lieber!
Und ...? Und, was?
Erzähl schon!
Gibt nichts zu erzählen!
Hast du drüben fertig?
Ja.
Sehnsucht?
Lust, mitzuspielen?
Nee, das Thema ist abgehakt.
Wieso das denn auf einmal?
Weil ich ...
Es gibt Wichtigeres.
Irgendwann muss man auf- hören, sich was vorzumachen.
Die Therapie wird erst mal lange dauern. Wer weiß, was danach ist.
Ich interessiere mich jetzt einfach für andere Sachen.
Weißt du, dass ich froh darüber bin?
Echt? Nee, Wieso?
Du bist so viel mehr, Basti, als ein so ein Fußball-Narr.
Du schreibst richtig gute Texte,
und machst dir Gedanken.
Vielleicht ist das nur passiert, um den Fußball-Traum loszulassen.
Und mich auf das konzentriere, was ich wirklich will.
Nämlich?
Keine Ahnung!
Irgendwie ist es komisch.
Eben hatte ich noch ein ganz klares Leben vor mir.
Aber eben nur eins. Und jetzt sind's auf einmal ganz viele.
Vielleicht magst ja genau darüber Bloggen.
Ja, vielleicht.
Wir machen ein Foto.
Jetzt? Klar.
Bitte lächeln!
Ich wusste gar nicht, dass du so bekloppt gucken kannst.
Habe ich von dir.
*Sein Handy klingelt.*
Meine Mutter ... Die nervt nur noch.
Musst du los?
Okay.
*Jemand schließt die Türe auf.*
Bin wieder da.
Wo warst du denn?
Ich hab versucht, dich anzurufen.
Entspann dich mal bitte, Mama!
Ich hab mir die Finger wund getippt.
Guten Abend, Frau Jäger!
Abend!
Wir waren zusammen unterwegs und Lea ist mitgekommen. Zufrieden?
Ja.
Ich muss jetzt dann auch los.
Wir sehen uns, okay? Wiedersehen!
Ciao! Tschüs!
Super!
Wo ist das Problem, auf meine SMS zu antworten?
Du hättest sagen können, dass du verabredet bist.
Es ist kein Problem, Mama. Es geht dich einfach nichts an.
Es geht mich nichts an?
Dass wir morgen einen Termin haben bei Doktor Seifert,
und noch einiges zu besprechen haben, das geht mich was an.
Dich übrigens auch. Nö.
Ich fahre nämlich nicht mit.
Selbstverständlich fährst du mit!
So weit kommt's noch, dass du Termine absagst!
Wenn du gerne zu Ärzten rennst,
warum gehst du nicht zum Psychiater und lässt dich durchchecken?
Geht's noch?
*Er dreht den Schlüssel um.*
Hallo!
Janik!
Es tut mir leid!
Ich bin ratlos und nicht die einzige Mutter auf der Welt,
die ihren pubertierenden Sohn nicht mehr versteht.
Der Arzt hat gesagt, dass er nie wieder laufen wird.
Ich weiß.
Wie, du weißt? Dein Sohn hat mich angerufen.
Wir haben telefoniert.
Ihr habt telefoniert? Das ist ja interessant.
Was gab es zu besprechen hinter meinem Rücken?
Er hat mich angerufen, weil er wissen wollte,
ob man auch mit Querschnitts- lähmung eine PPL machen kann.
PPL?
Eine Privatpilotenlizenz.
Das ist nicht dein Ernst! Katharina!
Du kannst ihm dabei helfen, ein neues Ziel zu finden.
Du redest hier von Dingen, von denen du nichts verstehst.
Du weißt nicht, wie es ist,
von heut auf morgen ein behindertes Kind zu haben!
Ja, das stimmt.
Aber ich sehe, was hier los ist. Mit dir und mit Basti.
Willst du nicht wissen, was ich geantwortet habe?
Ja, man kann mit Quer- schnittslähmung fliegen!
Das ist kein Traum.
Daran kann er sich besser fest- halten, als an seinem Rolli.
Hey! Willst du auch eins? Gerne!
Nein!
Jenny!
Was willst du? Ich hab's eilig.
Ich wollt mich nur bei dir entschuldigen!
Ich weiß nicht, was da neulich los war am See.
Es tut mir leid, dass ich dich so bloßgestellt habe.
Ich hatte gehofft, dass alles vorher keine Einbildung war.
Schon okay.
Hi!
Ist wirklich okay.
Scheiße! Lea!
Warte mal! Verpiss dich, Basti!
Da war gar nichts mit Jenny! Nee, nur versehentlich gefummelt!
Ich hab mich für die Nummer am See entschuldigt, mehr nicht!
Das soll ich glauben? Ja.
Geh und frag sie!
Glaubst du wirklich, so eine wie Jenny will was von 'nem Krüppel?
Nein, auf gar keinen Fall!
Wie konnte ich so bescheuert sein?
Miss Supermodel ist unerreichbar für dich.
Ich hässliches, graues Mäuschen darf mich glücklich schätzen,
wenn der Super-Basti zu ihr herab- steigt, weil er schlecht zu Fuß ist.
Spinn nicht rum!
Das war gar nicht so gemeint.
Weißt du was?
Du bist ein Arschloch, Basti!
Hau doch ab!
Eine wie dich krieg ich jederzeit rum!
Ja? Kriegst du überhaupt noch einen hoch, Spasti?
Basti!
Ich habe dich immer beneidet.
Basti, der Hecht.
Basti, der Held aller Ladies. Basti, der mit den geilen Texten.
Und dagegen ich, die Rand- erscheinung vom Dienst, ey.
Ich hab andauernd im Strahl kotzen können, wirklich.
Damit ist es jetzt erstmal vorbei.
Ich hab oft überlegt, was wohl gewesen wäre,
wenn ich dich damals nicht gefoult hätte.
Dann hättest du weitergespielt,
und ihr hättet diesen ganzen Unfall überhaupt nicht gehabt.
Schwachsinn! Was laberst du? Du hast damit nichts zu tun!
Meinst du?
Ja.
So was nennt man "Kausalität".
Du tust irgendwas Unüberlegtes und dann hat das solche Konsequenzen.
Sieh zu, dass du bald wieder auf die Gräten kommst! Klar?
Das werde ich nicht.
Alter, was hast du gesagt?
Ist okay. Das Leben fragt uns nicht, wie es zu verlaufen hat.
Aber du kannst ganz sicher nichts dafür.
*Flotte Tanzmusik erklingt.*
Lea kannst du echt vergessen! Warum? Was ist passiert?
Scheiß drauf!
Jawoll! So ist's recht. "Nunc est bibendum", wie der Lateiner sagt.
Was sagt der Lateiner zum Bräute klarmachen?
"Lea ad acta est". Irgendwie so?
Genau.
Ey Alter! Du hast genug.
Nein. Verpiss dich!
Schon okay, ich kümmere mich um ihn.
Komm, Dicker! Es wird Zeit.
Lass uns verschwinden! Läuft sowieso nix mehr.
Wen rufst du an?
Irgendeiner muss uns nach Hause bringen.
Was ist passiert?
Nichts, was mir in dem Alter nicht auch schon passiert wäre.
*Basti kotzt.* Wie viel hast du getrunken?
Na, ja. Auf zwei Beinen kann man nicht stehen.
Ach, Basti!
Komm her! Aber Lea ist weg.
Sie ist weg.
Er hat die ganze Fahrt über nur von dieser Lea erzählt.
Männer sprechen nicht über ihre Gefühle.
Schon gar nicht mit ihrer Mutter.
Holst du den Rolli?
Ich lass euch dann mal schlafen.
Willst du noch was trinken?
Wein oder ein Bier?
Ich werde sie nie los.
Jede Nacht.
Immer dieselben Bilder.
Der Unfall ...
Das Abschlussgutachten. Du kannst mal reingucken.
Egal, wie oft ich's durchlese. Ich gebe mir immer die Schuld.
Dieses scheiß Handy!
Warum hab ich bloß nicht aufgepasst?
Hier steht klar und deutlich, dass es nicht deine Schuld war.
Du warst zur falschen Zeit am falschen Ort.
Quäl dich nicht mit Dingen, die du nicht hättest verhindern können!
Das verstehe ich. Das erzählst du mir seit zwei Stunden.
Hör mir doch mal zu!
Basti hat mich gefragt, was ist, wenn er es nicht packt!
Wenn er es nicht schafft, aus dem Rollstuhl rauszukommen.
Weil ich gesagt hab, er packt's.
Ich wusste es ja nicht besser.
Aber was ist, wenn ich's nicht schaffe?
Wenn's jemand schafft,
dann du.
Es gibt genug Menschen, die euch helfen können.
Bla, bla, bla.
Die stehen schlangen- weise vor meiner Tür.
Ich brauch schnipp zu machen, dann gibt's gute Ratschläge.
Und ganz nebenbei wird mein Sohn natürlich perfekt betreut!
Der kommt irgendwann alleine klar! Ja? Wie denn?
Aber das ist nicht dein Problem! Das ist auch nicht dein Sohn!
Das ist mein Sohn!
Ich hab Angst!
Verstehst du das nicht?
Das ist nicht das Leben, was ich mir vorgestellt hab.
Nicht für ihn und nicht für mich.
Ich hatte immer so einen starken Sohn, der alles kann,
der gelacht hat... Mein Sonnenschein!
Und jetzt ...?
Ich sehe 'nen verliebten Teenager.
Im Rollstuhl, ja.
Aber viel schneller, als du ahnst, ist der...
Hör doch auf! Guck ihn dir an in diesem beschissenen Rollstuhl!
Ich werde mich nie daran gewöhnen.
Das ganze Leben ist kaputt!
Das ist kein kaputtes Leben.
Man kann auch als behinderter Mensch ein zufriedenes,
selbsterfülltes Leben führen!
Komm raus aus deiner Opferrolle! Opferrolle?
Du hast nicht zufällig so ein kleines, schlaues Büchlein dabei,
oder vielleicht einen Termin für 'ne Selbsthilfegruppe?
Könntest du damit aufhören, dich andauernd selbst zu bemitleiden?
Es muss hier nämlich weitergehen.
Ja.
Guten Morgen, mein Schatz!
Morgen, Mama!
Was schreibst du?
Ich schreib einen neuen Blog für die Schülerzeitung fertig.
Kommst du frühstücken?
Ja.
Ich will ab heute allein in die Schule fahren.
Wieso? Das ist doch viel zu umständlich.
Ich weiß, aber ...
Ich will nicht der einzige sein,
der von seiner Mama in die Schule gebracht wird.
Die Busse sind längst für Rollstuhlfahrer geeignet.
Wenn du's möchtest.
Mama. Ich hab dich sehr lieb.
Das sagen wir uns viel zu selten.
Hey!
Ich hab dich auch lieb!
Ganz, ganz doll!
*Es klopft.*
Kann ich dich kurz stören?
Natürlich.
Was gibt's so Dringendes?
Dauert nicht lange.
Ich weiß, es kommt ein bisschen überraschend,
aber ich will meinen alten Job wiederhaben.
Geht's Basti denn wieder besser?
Ja, viel besser.
Das freut mich, zu hören!
Aber bist du sicher, dass du wieder so weit bist?
Ich weiß, was du meinst. Aber mach dir keine Gedanken!
Du arbeitest mich ein.
Wenn ich gut bin, krieg ich deinen Job nächstes Jahr.
Ja, oder ja?
Katharina!
Hallo Nina!
Du siehst super aus! Findest du?
Ganz die Alte.
Mir geht's auch besser. Lass uns mal wieder weggehen!
Klar! Tschüs!
*Ihr Handy klingelt.* Jäger.
Herr Walden.
Wie, er ist nicht zur Schule gekommen?
Okay.
Gut. Dankeschön!
Hi, hier ist Basti. Quatscht mir einfach auf die Mailbox!
Basti, hier ist Mama.
Walden hat mich angerufen. Ich mache mir Sorgen.
Ruf mich zurück! Kuss.
Basti!
*Etwas vibriert.*
"Erwachsen zu werden bedeutet Entscheidungen zu treffen.
Dass sich für etwas zu entscheiden gleichzeitig auch bedeutet,
sich gegen alles andere zu entscheiden,
das ist das Dilemma einer jeden Generation.
Und so dünnen wir uns aus.
Talente, Ideen, Träume und Wege werden unscharf und verschwinden.
Und wir mit ihnen,
bis nur eine nebelhafte Erinnerung an uns selbst zurückbleibt.
Leben.
Die Räume werden enger.
Wir fallen härter.
T.S. Eliot hat es einmal so formuliert:
Was wir den Anfang nennen, ist oft das Ende.
Und etwas zu beenden, bedeutet etwas anzufangen."
Scheiße!
Lea, wo willst du hin?
Mir ist schlecht.
Mario, von dir hatte ich mehr erwartet.
Jenny, klasse!
Bleib stehen, Mama!
Was machst du denn da, Basti?
Komm da weg, mein Schatz. Bitte!
Warum?
Was wird schon besser, wenn ich weiterlebe?
Ich versteh das nicht.
Bleib stehen!
Diese Welt braucht mich nicht.
Wie kannst du so was sagen?
Du bist alles, was ich hab.
Was hab ich denn gemacht?
Was hab ich falsch gemacht?
Ich will nur, dass du wieder gesund wirst.
Du machst mir Angst!
Du hast keine Ahnung, was Angst ist, Mama!
Mein Leben ist weg! Ich bin nur 'ne riesige Belastung für dich!
Das ist Unsinn!
Ich hab's gehört.
Was hast du gehört?
Was du zu Janik gesagt hast.
Gestern Nacht.
Du hast recht.
Ich mach dein Leben kaputt.
Alles, was ich wollte, das ist auch im Arsch!
Einfach weg.
Worauf soll ich mich noch freuen?
Es ist schwer, ja.
Natürlich ist es das!
Und ja, es wird ein anderes Leben,
aber deswegen muss es kein schlechteres sein.
Basti. Du kannst doch noch so viel machen.
Was denn? Machst du 'ne sinnlose Therapie, die du mir aufdrückst?
Das ist nicht fair. Was ist schon fair?
Lass mich einfach in Ruhe!
Lass mich meinen Weg gehen!
Basti!
Es ist dein Leben.
Lebe es!
So wie du es willst.
Ich fass die Einweisung noch mal kurz zusammen.
Wir sind an vier Punkten miteinander verbunden.
Zweimal unten an der Hüfte und zwei Punkte oben an der Schulter.
Deine Beine sind fest an meinen fixiert.
Und Basti, genieß den Ausblick!
Mache ich.
Noch Fragen? Nee.
Was ist mit mir? Wenn ich mir vor Angst in die Hosen mache?
Davon kriegen wir oben zum Glück nicht viel mit.
Los geht's!
Und wer sind die beiden?
Das eine ist der Pilot, und das andere ist Carsten.
Der filmt den Sprung. Echt?
Cool! Cool!
Wenn der Höhenmesser auf Null ist, dann sind wir auf 4.000 Meter!
Dann geht's raus!
*Ihr Handy klingelt.*
Doktor Hopenberg.
Frau Jäger, ich habe Neuigkeiten für Sie.
Ich mach dich jetzt oben fest.
Arme zu mir, komm mit!
So. Fest ziehen!
Sehr gut!
Alles klar bei dir?
Ja. Ich hab Sie schon verstanden.
Er muss selber entscheiden, welche Behandlung für ihn gut ist.
Mein Sohn ruft Sie an. Bestimmt.
Schönen Tag noch!
Exit!
Einfach vorne an die Kante!
Hände ans Gurtzeug!
Viel Spaß bei deinem ersten Sprung! Ja.
Kopf nach hinten!
Und runter!
Ja!
Hände raus! Und fliegen!
Hände wieder ran!
Und jetzt, mein Freund: Touchdown!
Jeah!
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