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.
Nina Pokorny
Lukas Roither
Mit Untertiteln vom ORF
Da! Da sind Steinpilze!
Warum der Plural?
Da steht EIN verhungertes Schwammerl.
Unsere italienischen Nachbarn haben ganze Arbeit geleistet.
Sie sollten sich einen Lieferanten aus Italien besorgen.
Die räumen unsere Pilze weg, und ich soll sie ihnen abkaufen?!
Naa! Bei aller Sympathie.
Ah!
Was ist jetzt schon wieder?
Der Wurm drin.
Wie viele Pilze haben wir denn?
Oh! Vielleicht sollten wir einfach den schönen Vormittag genießen.
Was soll daran schön sein?
Sie meinen das bestimmt nicht so, sonst müsste ich beleidigt sein!
Ah!
Ist das Leben schön!
Hannes, so muss man's machen.
Hallo!
Aaaaah!
Warum hat er ihr diese schreckliche Maske aufgesetzt?
Das hat sicher irgendwas zu bedeuten.
Wissts ihr, um wen es sich handelt?
Vielleicht ist es die Frau, die seit 14 Tagen vermisst wird.
Von dem Barbesitzer, vom Zirlinger!
Kennen Sie die? - Flüchtig.
Ich hab gehört, dass es da keine Lösegeldforderung gegeben hat.
Sie ist erdrosselt worden.
Zerebrale Hypoxie. Dem Abdruck nach vielleicht mit einer Drahtschlinge.
Vielleicht hat die den Zirlinger nur sitzenlassen.
Dieser Mörder muss völlig krank im Kopf sein.
Kannst du schon was zum Todeszeitpunkt sagen?
Die Verwesung ist ziemlich weit fortgeschritten.
Der Boden unterhalb der Leiche sehr feucht.
Ich nehme an, er hat sie tiefgefroren.
Wie lang könnte das her sein?
Das können wir erst sagen, wenn wir Proben vom Boden genommen haben.
Irgendwelche Spuren?
Bisher nicht. Der Täter dürfte äußerst methodisch vorgegangen sein.
Keine Spuren.
Tsss!
Was is?
Nix is.
Der wird langsam zu einer ernsthaften Konkurrenz.
* Spannende Musik *
Herr Zirlinger! Danke, dass Sie gleich gekommen sind.
Kann ich jetzt zu meiner Frau?
Wir wissen nicht, ob sie es ist.
Sie ist es vielleicht gar nicht?
Hat Ihre Frau schwarze Haare?
Nein, hier ist ein Foto von ihr - kurz vor ihrem Verschwinden.
Moment!
Das ist kein schöner Anblick; die Leiche ist stark verwest.
Diese Frau hat kurz vor ihrem Tod eine Blinddarmoperation gehabt.
Nein, die Johanna garantiert nicht!
In dem Fall kann sie's nicht sein.
Wer is unser Opfer?
Is sie überhaupt von da?
Vielleicht eine Urlauberin. Es gibt keine Vermisstenanzeige.
Sie scheint niemandem abzugehen.
Der einzige Anhaltspunkt ist eine frische Operationsnarbe.
In dem Zustand hat die Haller noch eine Narbe g'funden?
Ja, es waren noch ein paar Fäden da.
Wir checken alle Ärzte und Kranken- häuser in der Umgebung.
Das ganze Programm!
Wir? Danke!
Gern g'schehen.
Wie schaut's aus mit der Maske?
Eine sogenannte venezianische Maske oder auch Phantommaske.
Wahrscheinlich aus'm Internet.
Wir überprüfen trotzdem die Geschäfte, die so was verkaufen.
I mach schon die Krankenhäuser und alle Ärzte!
Sind der Entführer von der Johanna Zirlinger
und unser Mörder ein und dieselbe Person?
Danke.
Der Mörder hat penibel darauf ge- achtet, keine Spuren zu hinterlassen.
Er hat sein Opfer gewaschen, Finger- und Zehennägel geschnitten,
um zu verhindern, dass fremde DNA zurückbleibt.
Und er hat das Etikett aus dem Kleid entfernt.
Eine methodische Vorgangsweise - wie der Neuhold g'sagt hat.
Mir wär's lieber gewesen, er hätte irgendwelche Spuren entdeckt,
als nur kluge Theorien aufzustellen.
Du magst ihn ned besonders.
Mit seiner HTL-Ausbildung redet er ständig in mein Fachgebiet rein!
Die Leiche wurde eingefroren und im Wald abgelegt.
Je nach Umgebungstemperatur braucht sie drei Tage, bis sie auftaut.
Hätte sie länger dort gelegen, hätte das Leichenwachs das Gras abgetötet.
Ihr Alter? 45 plus, minus.
Todeszeitpunkt?
Scherz, oder?
Ich hab die Nebenniere aufge- schnitten und auf Cystatin C geprüft.
Es ist noch vorhanden.
Allerdings bringen meine Protein- tests nix,
weil der Abbau durch das Einfrieren langsamer erfolgt.
Also nada!
Wer bist du?
Christine Russek.
Christine Russek?
Sie ist vor sechs Wochen am Blinddarm operiert worden.
Alleinstehend, 42 Jahre alt.
Du glaubst, das is sie?
Sie ist die einzige Person, auf die unsere Erkenntnisse zutreffen.
Mach ihren Zahnarzt ausfindig!
Vor Jahren hat einer seine Mutter erwürgt und im Wald abg'legt.
Wann soll das g'wesen sein?
Lang bevor du nach Kitzbühel gekommen bist.
Er is in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher eing'liefert worden.
Das is die Adress von der Russek.
* Hannes seufzt tief. *
Dann geht's Ihnen wie mir.
Ich glaub, mir zerplatzt der Kopf.
Ich fühl mich auch nicht gut.
Mir schmeckt nicht mal der Champagner!
Wir ham ja schon öfter eine Leiche gefunden.
Aber irgendwas ist diesmal anders.
Ich muss die ganze Zeit daran denken,
dass da draußen so ein Wahnsinniger rumrennt.
Ich meine, ...
... das könnt jede treffen.
So was darf man nicht einmal im Ansatz denken.
Hast du was rausg'funden wegen der Karnevalsmaske?
Negativ. Bei den Geschäften ist nichts rausgekommen.
Ich tipp schwer auf Internet.
* Lukas klopft an die Tür. *
Das kannst dir sparen.
Der Zettel liegt hier seit drei Wochen.
Schaut so aus, als hätt die Russek das Paket nicht abg'holt.
Denkst du, was ich denk?
Na sicher, Gefahr im Verzug.
Den Beschluss hol'ma uns später.
Suchst du was?
Wie hast du das g'macht?!
Chefsache.
Schau.
Sie scheint viel unterwegs gewesen zu sein.
Rufen wir die Spurensicherung!
Mhm.
Ich nehm den mit.
Ist sie das?
Ähnlichkeit hat s' schon mit dem Foto am Kommissariat.
Schau!
Was kann ich für Sie tun?
Herr Kofler hat furchtbare Kopfschmerzen.
Oh, das tut mir leid.
Aber da kann man was dagegen tun. Welche Art Kopfschmerzen haben Sie?
Eher punktuell, pochend oder drückend?
Wenn ich das wüsste, wär ich Arzt geworden. Es tut einfach weh!
Es pocht, es drückt, es hämmert.
Da kann ich Ihnen dieses hier empfeh..., ja!
Das hat sich sehr gut bewährt.
Ein leichtes Medikament, gut verträglich.
Aber warum ein leichtes Medikament? I hab ja starke Kopfschmerzen.
Lesen Sie's doch erst einmal!
Nebenwirkungen Leberschäden, Nierenschäden?!
Das tritt ganz selten auf! Weniger als einer von 10.000.
Was is, wenn ich der eine bin?
Ich tausch meine Kopfschmerzen nicht gegen einen Leberschaden ein!
Einen Versuch wär's wert.
Mit mir als Versuchskaninchen?!
Tja, das ist die Christine.
Christine Russek?
Mhm.
Die ist öfter hier, mindestens ein Mal die Woche.
Is 'ne ganz Nette.
Wie nett?
Nicht so nett.
Wann war sie das letzte Mal da?
Oh Gott, das ist eine Weile her.
Wie gut haben sich Frau Russek und Ihre Frau gekannt?
Die beiden sind nicht beste Freundinnen.
Sie haben Charity-Abende organisiert.
Dass Frau Russek länger nicht da war, hat sie nicht gewundert?
Nein, sie lebt sehr zurückgezogen. Außerdem verreist sie gerne.
Wovon lebt sie dann?
Sie hat geerbt.
Ihr Pech war, dass ihr Mann früh verstorben ist.
Ihr Glück, dass er ihr ein unver- schämtes Vermögen hinterlassen hat.
Er war fast 30 Jahre älter als sie.
Arbeit hat Christine nicht nötig.
Hier, das sind einige ihrer Bilder.
Würden Sie mir bitte endlich sagen, was los ist?!
Ist Ihnen sonst was aufg'fallen? Andere Gäste?
Männer, die Frau Russek beobachtet haben oder mit ihr Kontakt hatten?
Das Einzige, woran ich ständig denke, ist meine Frau! Finden Sie sie!
Entschuldigung, mir ist doch noch was eingefallen.
Sie sollten Dr. Fally fragen. Der hat hier 'ne Apotheke.
Eigentlich gehört sie seiner Frau.
Er hat den ganzen Abend mit der Christine verbracht.
Danach hab ich sie nicht mehr gesehen.
Danke. Ciao.
Ja, Kroisi?
Servus, Lukas. Du, der Walter Posch ist wieder heraußen.
Kroisi spricht in Rätseln!
Das is der, der sei' Mutter um'bracht hat.
Ich hab dir doch von dem Fall erzählt.
Ja, i kann mich erinnern. Der is wieder draußen?
Ja. Weil angeblich keine Gefahr besteht, dass er rückfällig wird.
Lebt der hier?
Naa, in der Nähe von St. Ulrich. Er hat einen alten Bauernhof geerbt.
I schau mir das einmal an.
Okay. Servas!
Du hast es eh mitbekommen.
Ich kümmere mich um den Apotheker.
Okay.
Das ist ja furchtbar.
Können wir nach draußen gehen? Hier im Geschäft ist mir das unangenehm.
Klar.
Ihre Frau hat nix davon g'wusst?
Es ist nicht das, was Sie denken.
Wir sind nur befreundet gewesen.
Klar, nur Freunde.
Wissen Sie, ich reise auch gern, wie Christine.
Aber meine Frau, die bleibt lieber hier in Kitzbühel.
Aha. Wann haben Sie Ihre 'Freundin' das letzte Mal g'sehn?
Ist es länger als drei Wochen her?
Wenn sie verreist wäre, hätte sie Ihnen das doch erzählt?
Sie hat sich in der letzten Zeit etwas rar gemacht.
Warum? Haben Sie g'stritten?
Sie waren einer der Letzten, die Frau Russek lebend g'sehn haben.
Sie waren mit ihr in der Weinbar, kurz darauf wird sie entführt ...
Ich wollt mit ihr ein paar Tage nach Marokko.
Aber dann konnte ich nicht wegen meiner Frau.
Darüber war sie nicht erfreut, nehme ich an.
Sie hat mich hinausgeworfen.
Sie behandeln das doch vertraulich?
Versprechen kann ich das nicht.
Schön war's.
* Spannende Musik *
Katze!
* Die Katze miaut. *
Herr Posch?
Herr Posch?
* Von draußen ist das Kreischen einer Motorsäge zu hören. *
* Das Geräusch verstummt. *
* Hundegebell *
* Hannes läutet, die Türglocke ertönt. *
Gräfin, ich hab irgendwo mein Handy liegen lassen.
Hannes!
Geht's wieder?
Naa.
Is dir was aufg'fallen an dem Mann?
Er hat so eine Maske aufg'habt - wie die Tote im Wald.
Ihr müssts die Gräfin finden! Ich mach mir solche Sorgen um sie!
Das werd'ma, das versprech i dir!
Vielleicht stellt er doch irgendeine Lösegeldforderung.
Wozu hätt er sich sonst maskiert? Er wollt, dass man ihn nicht erkennt.
Hannes!
Ja, vielleicht.
Hannes, wir finden sie!
Lebendig.
Komm, i lass dich nach Hause führen.
Ham S' was g'funden?
Ja, das ist am Boden gelegen.
Neben dem verschütteten Orangensaft. Wollte sie damit aufwischen?
Mit einer Kompresse?! Riecht süßlich.
Darf ich?
Chloroform.
Vermutlich hat er seine Opfer damit betäubt.
Wo kriegt man das?
Das wird heutzutage kaum noch verwendet.
Zumindest nicht für Narkosezwecke.
Es steht im Verdacht, krebserregend zu sein.
Sagen Sie das nicht Herrn Kofler!
Vielleicht hat noch eine Apotheke oder ein Bergdoktor Restbestände.
Sonst irgendwas? Fingerabdrücke? Spuren?
Jede Menge Fingerabdrücke.
Aber wenn es sich um unseren Mann handelt, vermutlich nicht seine.
Unser Mann geht sehr methodisch vor.
Von den Nachbarn hat natürlich keiner was g'sehn.
Super!
Hier in Kitzbühel verbarrikadieren sich alle hinter ihren hohen Mauern.
Geh bitte!
Was is?
Ich krieg die Bilder nicht auf.
Kein Wunder bei dem Hightech-Equipment!
Uns hat's bisher gereicht. Das glaub ich dir aufs Wort!
Soll sich die Kriminaltechnik damit spielen!
Wir müssen davon ausgehen,
dass alle drei Entführungen aufs Konto eines Täters gehen.
Warum ausgerechnet die drei Frauen?
Was haben die gemeinsam? Nach welchem Muster geht er vor?
Zwei von den dreien sind alleinstehend.
Christine Russek und Gräfin Schönberg.
Aber die Zirlinger is verheiratet.
Alle drei sind gut situiert.
Die Gräfin kennt die Zirlinger.
Und die Zirlinger die Russek.
Ja, er kennt sie.
Er spioniert sie aus, das Timing ist perfekt. Wo hält er sie gefangen?
* Möwen-Gekreisch *
* Meeres-Rauschen *
Der Posch lebt doch auf so einem abgelegenen Bauernhof.
Der war ausg'flogen.
Zu der Zeit, wo die Gräfin entführt worden ist.
Was war das Motiv für den Mord an seiner Mutter?
Er hat ausgesagt, dass seine Mutter ihn misshandelt hätte.
Und oft stundenlang in eine kleine enge Kiste eing'sperrt.
Glückliches Tirol.
Schau!
Ja, super Foto.
Da geht's um die Lampe! Das is a Wagenfeld-Lampe. Bauhaus-Stil!
Hamma nicht so eine bei der Russek g'sehn?
Chloroform? So was wird heute gar nicht mehr verwendet!
Haben Sie welches?
Nein. Aber man kann es leicht selber herstellen.
Chlor, Methan. Mischen, erhitzen und destillieren.
Und so das Zeug vom Rest isolieren.
War früher bei Ärzten und in Krankenhäusern in Verwendung.
So g'scheit bin ich vorher schon gewesen.
Hat es was mit der Entführung von der Christine zu tun?
Auch.
Ja, so eine hat die Christine.
Zwei davon.
Eine neben dem Kamin, die andere steht auf dem Schreibtisch.
Lukas, hallo. Wegen dieser Lampe.
Genau.
Es is so ...
Wo ham S' denn die Lampe her?
Gekauft?
Naa.
Was dann?
Die Frau Russek hat mich g'fragt, ob ich sie reparieren kann.
Der Stecker is kaputt!
Wie kommen Sie zur Frau Russek?
Sie ist in dem Wohltätigkeitsverein.
Die kümmert sich um so Leut wie mich.
Verstehe.
Frau Russek ist eine sehr nette Frau.
Sie schaut, dass ich mir ein bissl was dazuverdienen kann.
Ich krieg ja sonst nicht viel. Aber jetzt ...
... is sie, glaub ich, weg.
Herr Posch, wo waren S' denn heute Früh zwischen 8 und 9 ?
Im Büro von dem Verein.
Ich hab gedacht, die haben vielleicht Arbeit für mich.
Dürf'ma uns a bissl umschauen am Hof?
Haben Sie einen Durchsuchungsbefehl?
Dann lassen Sie mich jetzt in Ruhe!
Glaubst ihm das mit der Russek?
Es hört sich so an, als hätt er sie gut leiden können.
Hör auf zum Stierln!
Das is a Sackerl voller Medikamente.
Da, schau!
Da fehlt keine einzige Tablette.
Was is 'n das für a Zeug?
Wirkstoff Lamotrigin.
So ein Medikament gibt man bei bipolaren Störungen.
Was genau is das eigentlich?
Früher sagte man dazu manisch- depressiv, extreme Stimmungswechsel.
In "Egmont" hat Goethe das
mit "himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt" beschrieben.
Was Sie alles wissen!
Mei Lieblingsbuch is der "Werther".
Echt?
"Der junge Werther"?
Ja.
Also nicht, dass Sie jetzt glauben, ich bin a Goethe-Expertin.
Ich auch ned.
Was passiert, wenn man die Medikamente absetzt?
Der Betroffene macht eine Phase der völligen Selbstüberschätzung durch.
Dann fällt er in ein Loch.
Hallo?
Hallo!
Wir haben drei entführte Frauen.
Eine is schon erdrosselt worden. Und wir haben keinen Anhaltspunkt!
Irgendwo muss er die Frauen verstecken.
Das ist die berühmte Scheiß- Stecknadel im Heuhaufen!
Was is mit dem Apotheker?
Bei der Russek hätt er vielleicht noch ein Motiv g'habt.
Wenn Sie gedroht hat, seiner Frau von ihrem Verhältnis zu erzählen?!
Und warum die Gräfin? Um sein Motiv zu vertuschen.
Und warum die Zirlinger? Naa! Der Fally is ned der Typ dafür.
Is auf der Kamera von der Russek was drauf?
Die is noch in der Kriminaltechnik.
Was ist mit dem Posch?
Was er g'sagt hat, stimmt. Zum Teil zumindest.
Die Leut vom Verein haben ihn manchmal mit Arbeit versorgt.
Und die Frau im Büro hat g'sagt,
es wäre möglich, dass die Russek ihm die Lampe zum Reparieren 'geben hat.
Aber der Punkt bei seinem Alibi is: Er war einen Tag vorher dort.
Aber der Posch leidet angeblich an zeitlicher Desorientierung.
Warum die Gräfin? Warum die Gräfin entführen?
Vielleicht hat er an Hass auf so Frauen wie die Gräfin.
Oder die Russek und die Zirlinger.
Weil sie ihn an sei' Mutter erinnern.
Na ja, i weiß ned ...
Habts schon was?
Hannes! Wir arbeiten dran.
Kann ich irgendwas helfen?
Naa, bitte ned!
Entschuldigung.
Das is mir so rausg'rutscht.
Ich hab jeden verfügbaren Mann drauf ang'setzt.
Wir haben Verstärkung ang'fordert.
Es geht um die Gräfin! Ich muss dabei sein!
Das Beste is, du gehst nach Haus.
Das is ned dei Ernst!
Ich kann nicht herumsitzen ...
Soko Kitzbühel.
Ja.
Gut.
Wir sind gleich da.
Is was mit der Gräfin?
Ich weiß nicht, ob ich das jetzt sagen soll.
Man hat eine weibliche Leiche g'funden.
Mit einer Maske vorm G'sicht.
Nicht das!
Ich muss mit!!
Wir wissen nicht einmal, wer's is!
Lukas!
Sie hat recht. Ich geb dir sofort Bescheid, wenn i was weiß.
Kroisi, führ den Hannes nach Haus. Und dann fahrst zum Posch.
Da drüben!
Danke! Warten Sie oben auf uns. Wir haben noch ein paar Fragen.
Das is die Johanna Zirlinger.
Warum is die Spusi noch ned da?!
Keine Ahnung.
Die is aber ned erdrosselt worden.
Ja, das seh ich. Da kommen sie! Samt Neuhold.
Hätt mich gewundert, wenn wir von dem nix mehr gehört hätten.
I sag dem Hannes Bescheid.
Na endlich!
Die Frau Doktor is wieder schneller gewesen.
15 Minuten ab Ihrem Anruf gerechnet - wenn das nicht fix is!
Was hamma denn da?
Ah!
Keine äußere Gewaltanwendung. Vielleicht ist sie vergiftet worden.
Wie lang is sie schon tot?
Zwischen 12 und 24 Stunden.
Die Totenstarre ist voll ausgeprägt und hat sich noch nicht gelöst.
Er hat sie wieder so abg'legt, dass wir sie finden müssen.
Diesmal hat er sie nicht tiefgefroren.
Vielleicht gerät er unter Stress.
Vielleicht braucht er Platz für die Nächste.
Wie lang brauchst für die Obduktion?
Ich beeile mich!
Ich weiß: Unser Mann war sehr gründ- lich, keine verwertbaren Spuren.
* Die Gräfin seufzt tief. *
Todesursache?
Sie ist vergiftet worden. Und zwar mit Natrium-Pentobarbital.
Das sagt mir nicht sehr viel.
Das ist ein Todescocktail, kann man sich selber zusammenmischen.
Die Zutaten sind nicht schwer zu besorgen.
Und er hat wieder keine Spuren an der Leiche hinterlassen?!
Nicht ganz. Der Mörder hat sein Opfer gewaschen.
Ihm die Finger- und Zehennägel geschnitten.
Aber diesmal hat er was übersehen: Schmutzreste zwischen den Zehen.
Darin hab ich Bakterien gefunden, die vor allem in Tierställen vorkommen.
* Spannende, düstere Musik *
Ich weiß, dass Sie mich da draußen irgendwo beobachten.
Ich zieh das Kleid an, so wie Sie das wollen.
Aber nur, wenn Sie mit mir reden.
Oder sind Sie dazu zu feige?!
Wir brauchen Bodenproben von allen Tierställen der Umgebung.
Dafür brauch'ma Tage oder Wochen!
Ich hab Verstärkung angefordert.
Wir schauen uns noch einmal den Stall vom Posch genau an.
Da san keine Viecher mehr drinnen! Nur altes Klumpert.
Ich weiß, aber sicher ist sicher!
He, was ist mit den Kleidern?
Zwei Mal das gleiche Modell, gleiche Farbe, Größe, Fabrikat.
Wenn das jemand zusammen 'kauft hat - vielleicht kann sich wer erinnern.
Check das bitte!
Ich hier, während ihr da lustig ...
Es war deine Idee!
* metallenes Scheppern *
Ich hab das Kleid angezogen.
So wie Sie's wollten.
* Die Tür wird verriegelt. *
Drei blaue Leinenkleider. Größe 38.
Kein blaues Leinen? Dankeschön.
* E-Mail-Signal *
* Spannende Musik *
Moment!
Danke.
Kommen Sie rein. Ich weiß noch nicht, wann ich wieder aufmache.
Wissen Sie, die Johanna war die gute Seele im Laden.
Ich vermisse sie so sehr!
Es tut mir wirklich sehr leid.
Wenn ich dieses Schwein in die Finger kriege!
Herr Zirlinger, können Sie ganz kurz dieses Foto ...?
Ja, klar. Entschuldigung.
Na ja, das war Silvester vor einem Jahr.
Der Fally hat das Bild aufgenommen, da drüben.
Dieser Mann da ...
Der Hans? Der ist früher öfter hier gewesen.
Hat sich ein bisschen in die Christine verliebt.
Ist aber nie was draus geworden. Er hatte nie Glück mit den Frauen.
Was war mit Ihrer Frau?
Die konnte mit dem nichts anfangen; für sie war er ein Sonderling.
Seit er den alten Bauernhof gemietet hat, ist er nie mehr hergekommen.
Wieso? Was ist mit dem?
Gibt's einen Stall bei dem Hof?
* Aus der Holzkiste ist ein Poltern zu hören. *
Herr Posch!
Was machen Sie da?
Ich mach's nie wieder!
* Das Handy läutet. *
Was haben Sie mit mir vor?
Es ist ganz einfach.
In einem dieser beiden Becher befindet sich ein tödliches Gift.
Wenn Sie sich für den Richtigen entscheiden, dann lasse ich Sie frei.
Sie sind ja wahnsinnig!
Es ist eine faire Chance.
50:50.
A, B, Bu ...
... und weg bist du. Sehr sinnig!
Angenommen ...
Angenommen, ich lass mich darauf ein.
Ich möcht zuerst wissen, warum.
Was haben Ihnen diese Frauen getan? Was hab ICH Ihnen getan?
Wenn ich das trinken soll, müssen Sie mir schon was erzählen.
Ich werd das nicht trinken, wenn Sie nicht mit mir reden!
Es war einmal meine arme Mutter.
Meine Mutter hat als Hausmädchen gearbeitet.
Bei einem mächtigen Hausherrn.
Von diesem wurde sie geschwängert.
Ja, und?
Und als dessen böse Frau davon erfahren hat,
ja, so eine feine Dame wie Sie ungefähr,
da hat diese böse Frau meine arme Mutter vor die Tür gesetzt!
Einfach so, als wäre es ihre Schuld gewesen.
Und was ist dann passiert?
Meine Mutter hat sich das Leben genommen.
Und ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen.
Ja, aber was kann ICH dafür?!
Gute Frage.
Sagen wir mal so:
Ihr feinen Damen glaubt immer, ihr habt alles im Griff.
Aber dem ist nicht so.
Ich führe euch an euren Ursprung zurück.
Denn im Angesicht des Todes sind wir alle gleich.
(mit verzerrter Kinderstimme) Arm oder reich.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann ...
Nehmen Sie jetzt einen Becher?
Und wenn ich's nicht tue?
Nutzen Sie Ihre Chance.
Aufmachen!
Aufmachen!!
Hilfe!!!
Aufmachen!
Bitte!
Jetzt hat sie sich noch immer nicht entschieden. Böse Frau!
Schade.
Neuhold!
Loslassen, sonst ...!
Sonst?!
Lukas ...
Das kommt von den Alleingängen.
Ich hab eh ein SMS g'schickt.
Du musst echt immer das letzte Wort haben!
Ich hab Todesängste um Sie ausgestanden!
Und ich erst.
Schön, dass Sie wieder da sind.
Bin sehr froh, dass Ihnen nichts passiert ist.
Weil ohne Sie ...
Sprechen Sie weiter.
Na ja, da hätt ja alles hier überhaupt keinen Sinn.
Jeder Tag mit Ihnen, was sag ich, jede Stunde, jede Minute ...
Kommen Sie, ich erzähle Ihnen alles.
San s' ned lieb, die zwei?
* Handy läutet. *
Nein, ich will nicht, dass du kommst!
Bleib, wo du bist!
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