All language subtitles for SOKO Kitzbühel 13x07 Sterben mit Aussicht.deu

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Original subtitles

.

Karin Kofler

Lukas Roither

Mit Untertiteln vom ORF

* Sie sprechen englisch. *

Good night!

* Der Korken knallt. *

Thank you.

Hallo?

Hallo, ich wollte nur ...

Bosche moi! (Oh mein Gott!)

Bosche moi!

Aaaaah!

Guten Morgen!

Morgen.

Servus.

Die beiden Leichen sind gegen 8 Uhr Früh g'funden worden.

Von der Putzfrau: Anna Kosenko.

Ihre Tochter Natascha hat uns dann verständigt.

Und die Mutter heim'bracht. Die war völlig am Ende.

Ich hab am Türschild "Werfinger" g'lesen. Sind das die zwei?

Naa! Die Kosenko sagt, sie hat die beiden noch nie g'sehn.

Die Werfingers san auf Urlaub.

Heißt das, wildfremde Leute kommen in ein Haus, um dort zu sterben?

Wer sind die zwei? Es muss doch Hinweise geben.

Es fehlen alle Ausweise und Kreditkarten und auch die Handys.

Vielleicht helfen euch die Eheringe.

Da is was eingraviert.

Heather und Gordon.

Sind seit sieben Jahren verheiratet.

Englische oder amerikanische Vornamen.

Vielleicht sind das Freunde von den Hausbesitzern.

Ich wollt die Werfingers erreichen, aber ihre Handys sind ausg'schaltet.

Nach Raubüberfall oder Einbruch schaut's ned aus.

Ich schau mich in den anderen Zimmern um.

Na?

Sieht nach Vergiftung und daraus resultierender Atemlähmung aus.

Womit und wie, weiß ich erst nach der toxikologischen Untersuchung.

Vielleicht mit dem Schwammerlgulasch?

Eigentlich schaut eine Pilzvergiftung anders aus.

Außerdem tritt der Tod erst nach einigen Tagen ein.

Sie hätten noch genügend Zeit gehabt, ein Krankenhaus aufzusuchen.

Das hab ich oben g'funden.

Haben die Werfingers a Tochter?

Nicht, dass ich wüsst.

Hat jemand im Haus ein Kind g'sehn?

Naa, nix.

Wir sollten sofort a Fahndung vorbereiten.

Herr Zuse?

Mein Name is Roither, Soko Kitzbühel. Ich hätt a paar Fragen.

Haben Sie gestern Abend oder heute Vormittag ...

.. bei Ihren Nachbarn etwas Ungewöhnliches bemerkt?

Ich hab keinerlei Kontakt zu meinen Nachbarn - und dabei soll's bleiben.

Haben S' ein kleines Mädchen g'sehn, das allein herumgelaufen is?

Nein! Ich will mit diesen Leuten nichts zu tun haben!

Sie entschuldigen mich?

Die Informationen aus der Bevölkerung haben uns noch ned weiter'bracht.

Aber i hab den Diplomingenieur Friedrich Werfinger endlich erreicht.

Er kommt noch heut Abend mit seiner Frau, Sonja, aus England zurück.

Wie hat er reagiert?

Sehr nervös. Die beiden heißen Gordon und Heather White.

Die Werfingers wohnen in ihrem Haus. House-Sharing nennt man das.

Die Leut tauschen ihre Häuser, damit sie ned im Hotel wohnen müssen.

Wiss'ma mehr über das verschwundene Mädel?

I hab die Kollegen in England kontaktiert.

Die Whites haben eine fünfjährige Tochter, Megan.

Ich hab ihr Bild an alle Polizeistationen weitergeleitet.

Was is, wenn einer sie entführt hat und irgendwo festhält?

Die Einzigen, die man erpressen hätt können, san die Eltern. Die san tot.

Ich glaub eher, dass das Mädel eine Augenzeugin is.

Sie könnt den Täter identifizieren.

Meine Mutter putzt ein Mal die Woche bei den Werfingers. Jeden Montag.

Also waren S' gestern auch dort?

Aber die Werfingers sind seit vorgestern im Urlaub.

Warum waren S' heute dort?

(mit slawischem Akzent:) Ich meine Ring bei Putzen vergessen.

Nicht wollen lassen liegen über ganze Woche.

Ich bin telefoniert mit Sonja Werfinger.

Dass ich in ihre Urlaub putzen, weil andere Leute wohnen kommen.

Sie hat einen Schlüssel fürs Haus.

Haben Sie im Haus ein Kind gesehen?

Njet.

* Megan schluchzt. *

Hallo, Hannes!

Ist das das Essen von der Hochzeit, von der Sie mir erzählt haben?

Ja, aber die wurde abgesagt, weil der Bräutigam Fracksausen gekriegt hat.

Jetzt kommt das ganze Essen ins Obdachlosenheim.

Ich betreib seit kurzem Food-Sharing.

Ich kenn nur Car-Sharing, aber Food-Sharing?

Teilen statt wegwerfen.

Ah!

Das sieht aber lecker aus.

Kann ich ein Sandwich haben?

Ich hab was Besseres für Sie.

Sie kriegen ein Stück von der Hochzeitstorte.

"Ein merkwürdiger Doppelmord ereignete sich gestern."

"In der Villa des bekannten Unternehmers Friedrich Werfinger ...

.. entdeckte die Haushälterin zwei Leichen."

Entschuldigen Sie die Verspätung, Frau Tischler!

Danke, Natascha. Arbeitet nicht Ihre Mutter dort als Putzfrau?

(bitter:) Als Putzfrau, ja.

* Telefon *

Katja Tischler, Moment bitte.

"Alles deutet darauf hin,dass sie aus dem englischsprachigen Raum kommen."

Hast du schon die Nachrichten gesehen?

Ja, da wird der Werfinger ein schönes Problem haben.

Natürlich nicht, was glaubst du denn?

Das is eh klar, sicher.

Aber es is nur eine Frage der Zeit, bis das die Polizei herausfindet.

Was? Dass er mich um viel Geld gebracht hat?

Ich werd nicht die einzige Geschädigte sein.

Kann ich heute früher gehen? Wegen meiner Mutter.

Ja, ausnahmsweise.

Danke.

Gibt's schon ein Lebenszeichen von der kleinen Megan?

Nix.

Sie is wie vom Erdboden verschluckt.

Was is mit der Handy-Auswertung?

Das dauert noch.

So ein Scheiß!

* Telefon *

Willst auch deine Wohnung tauschen?

Nur mit jemandem in der Karibik.

Die Whites haben schon öfter 'tauscht: Lyon, Brüssel, Berlin.

Die sind ganz schön rum'kommen.

Was wiss'ma noch über sie?

Beide haben als Biochemiker für eine Londoner Firma gearbeitet.

Mehr hab i ned rausg'funden, ...

.. weil diese Firma teilweise fürs britische Militär tätig ist.

Glaubts ihr, dass ein Geheimdienst dahintersteckt?

Du schaust zu viele Krimis.

Der Geheimdienst bringt niemanden mit Schwammerlgulasch um die Ecke.

Wir wissen ned, ob's das war.

Was macht der Werfinger beruflich?

Der leitet die Firma "TiSou" - Tiroler Souvenirs weltweit.

Die machen Souvenirs und Kuriositäten.

Das lässt sich verkaufen? - In die ganze Welt!

Nebenbei is er politisch tätig.

Bei den letzten Wahlen hat er für den Landtag kandidiert.

Das hat er sich was kosten lassen. - Da wär er nicht der Erste.

Die Firma g'hört seiner Frau.

Er hat sich den Namen "Gletscher-Power" sichern lassen ...

.. für einen Energy-Drink. Ohne sie kann er nix mit dem Patent anfangen.

* Telefon *

Hallo, was gibt's?

Das is aber schnell 'gangen. Und?

Danke dir.

Die Laborergebnisse sind schon da: Die beiden sind vergiftet worden.

Na bitte, was hab i g'sagt? Da steckt a Geheimdienst dahinter.

Ich hab eher Ausschluss-Ergebnisse.

Kein Amanitin, also das Gift des Knollenblätterpilzes.

Keine Ibotensäure wie beim Fliegenpilz.

Kein Gyromitrin, nichts.

Auch der Wein war in Ordnung. Kein Hinweis auf Gift.

Was ist mit Anthrax oder einem biologischen Erreger?

Die zwei waren Biochemiker.

Auch da wären die Vergiftungssymptome anders.

Was die beiden getötet hat, kann ich euch hoffentlich gegen Abend sagen.

Aber das hier hilft euch weiter.

Laut Labor waren auf beiden Tellern Fingerabdrücke der Frau.

Auf den Gläsern hingegen war keiner.

Auch auf der Weinflasche nicht.

Also wurden Gläser und Flasche ausgetauscht.

Wahrscheinlich war das die Giftquelle.

Ich schau noch einmal hin. Vielleicht haben wir was übersehen.

House-Sharing wär was für Sie, Gräfin.

Sie tauschen die Villa eine Zeit lang gegen ein Schloss in Schottland.

Fremde Menschen in meinem Bett und meiner Badewanne? Sicher nicht!

Was würden Sie sagen, wenn irgend- welche Leute in Ihren Töpfen kochen?

Das würde ich nur Ihnen gestatten.

Von dem Kind gibt's immer noch keine Spur?

Wir wissen nicht, ob sie weggelaufen is und sich nur versteckt, ...

.. oder ob sie entführt worden is.

* Telefon *

Was Schlimmeres will i mir ned vorstellen.

Kroisleitner, was gibt's?

Gut, bin unterwegs.

Die Werfingers sind schon am Kommissariat.

Schönen Tag noch!

Ich hab das Ihren Kollegen schon am Telefon gesagt.

Wir fanden diese Familie über eine House-Sharing-Seite im Internet.

Wir machen das ein Mal im Jahr.Es ist nicht so unpersönlich wie im Hotel.

Ich wollte schon immer nach Brighton.

Es hat noch nie Probleme gegeben.

Man hinterlegt den Schlüssel und lernt die Tauschfamilie nicht kennen.

Wussten Sie, dass die Whites eine Tochter haben?

Nein, sonst hätten wir nicht mit ihnen getauscht.

Ich mag keine Kinder im Haus haben.

Außer Ihrer Putzfrau - hatte sonst noch jemand Zugang zum Haus?

Ich hab einen Schlüssel zum Hinter- eingang unterm Blumentopf versteckt.

Sollte mal die Tür zufallen.

Bisher is noch nie was passiert.

Herr Werfinger, haben Sie Feinde?

Ich versteh die Frage nicht.

Sie wollten in der Politik Fuß fassen. Mit unorthodoxen Mitteln.

Sie dürfen nicht alles glauben, was geschrieben steht.

Es gab Meinungsverschiedenheiten.

Aber Feinde hab ich sicher nicht.

Nach dem Stand der Ermittlungen müssen wir davon ausgehen, ...

.. dass der Anschlag auch Ihnen gegolten haben könnte.

Ist doch absurd, oder?

Aconitum napellus, im Volksmund besser bekannt als Blauer Eisenhut.

Die giftigste Pflanze Europas.

Zwei bis vier Gramm einer Knolle sind für einen Erwachsenen letal.

Nach 10 Minuten tritt der Todeskampf ein. Mit Atemlähmung usw.

In einer halben Stunde ist man tot. - Das wachst bei uns?

Den haben manche sogar als Zierpflanze im Garten.

Dabei tritt das Gift schon durch die Haut ein.

Das Schlimmste an der Vergiftung:

Das Opfer ist bei vollem Bewusstsein und hat die stärksten Schmerzen.

Wenn der Täter das wusste, ... - .. ist er ziemlich perfid.

Er wollte, dass die Opfer leiden.

Gratulation übrigens.

Am Korken, den du gefunden hast, sind auch Spuren von Aconitin.

In der Vergrößerung sieht man einen Einstich.

Vermutlich von einer Injektionsnadel.

Dann wissen wir ja, wie das Gift in die Flasche gekommen ist.

Aber wer hat den Champagner dort platziert?

Vielleicht haben die Werfingers ein Willkommensgeschenk hinterlassen.

Vergifteten Champagner?

Flasche ist gestanden vor Haustür. Habe ich auf Tisch gestellt.

Champagner St. Bénédict Brut?

Ja, ich denken, Geschenk für Werfinger.

War nicht gut, Flasche bringen in Haus?

Jetzt sitzen wir erst recht hier im Hotel herum.

Ach, ich will nach Hause!

Solang die Polizei ihre Ermittlungen nicht abgeschlossen hat, ...

.. müssen wir hier bleiben.

Warum hast du nichts von der SMS erzählt?

Das ist nicht wichtig.

Bei uns zu Hause werden zwei Menschen ermordet, ...

.. und du findest es nicht wichtig? - Das hat damit nichts zu tun.

Arschloch.

Ein St. Bénédict Brut? Das ist ein ganz besonderer Champagner.

Davon werden nicht viele Flaschen produziert.

Haben Sie so einen nicht zu Weihnachten gekriegt?

Ja, von Ihnen. - Gern geschehen.

Wenn der Anschlag doch den Werfingers gegolten hat?

Und die Whites waren zufällig dort?

Aber was für eine Rolle spielt die kleine Megan?

Der Werfinger war öfter bei mir im Lokal.

Einige Male mit der Katja Tischler.

Ist das nicht diese Getränke-Großhändlerin?

Die letztes Jahr so viel Theater mit ihrer Firma hatte?

Ja, aber sie hat sich erholt. Sie beliefert mich auch wieder.

Der Werfinger war mit verschiedenen Frauen da.

Ein Mal hat ihn seine Frau da drinnen mit einer anderen erwischt.

Hat eine Szene gemacht! Ich hab sie aus dem Lokal komplimentieren müssen.

Wir müssen aufs Kommissariat, das Mädel suchen.

Lass mir ein Foto da, wir hängen's auf.

Danke.

Einen Versuch is es wert.

Na dann, viel Glück.

Tschüs!

Vielleicht sollten wir uns irgendwie an der Suche beteiligen.

Sie meinen eine Art Police-Work-Sharing?

Gewissermaßen.

Ja.

Ti usche udjosch? (Gehst du aus?)

Mama, du sollst deutsch reden!

Ich geh mit einer Freundin weg und schlaf dann bei ihr.

Schön, dass dir geht wieder besser. Habe gemacht große Sorge.

Ja, Mama.

Bis morgen.

Ich weiß jetzt ein bissl was über die Kosenkos.

Anna Kosenko, geboren in der Ukraine und seit 25 Jahren in Österreich.

Sie arbeitet als Putzfrau für Firmen und private Leut.

Und is strafrechtlich noch nie aufg'fallen.

Ihre Tochter, Natascha, is bereits österreichische Staatsbürgerin.

Sie wohnt bei ihrer Mutter.

Da gibt's noch diesen Lokalpolitiker - Ottmar Griffen.

Der hat auch vor einem Jahr für den Landtag kandidiert.

Der Werfinger hat dann Fotos von ihm im Puff der Presse zug'spielt.

Wahrscheinlich wollt er den Posten. - Dafür hatte er zu wenige Stimmen.

Griffen hat sich zurückgezogen und ist KPF-Obmann.

Kitzbühler Bergfreunde.

KPF? Da is die Natascha Kosenko auch Mitglied.

Ah so?

Was wiss'ma über die Katja Tischler?

Außer, dass sie einen Getränkegroßhandel hat?

Sie hat mit dem Werfinger vor zwei Jahren eine Tochterfirma gegründet.

Und wollt einen Energiedrink pushen. - Dieses Gletscher-Power?

Ja, aber dann haben sich die beiden zerstritten.

Privat oder auch geschäftlich. Die Firma is in Konkurs 'gangen.

Das hat der Tischler eine Stange Geld 'kostet.

Tischler und Griffen hätten ein Motiv, sich am Werfinger zu rächen.

Kroisi, sind das alle Sachen von den Whites?

Zumindest alles, was die Spurensicherung mitg'nommen hat.

Wo is der Teddybär? Den hab ich am Vormittag in der Hand g'habt.

Am Nachmittag war er nimmer da. Auf der Liste steht er auch ned.

Geht's Ihrer Mutter schon besser?

Ja, sie ist schon wieder in der Arbeit. Sie will nicht ausfallen.

Sie hat immer Angst, einen ihrer Putzjobs zu verlieren.

Wie lang arbeiten Sie in dieser Firma?

Ein halbes Jahr. - Kennen Sie die Werfingers besser?

Aber Friedrich Werfinger hat Ihnen den Job vermittelt.

Meine Mutter hat ihn drum gebeten.

(Katja Tischler:) "Bitten Sie Frau Kofler herein!"

Es ist kein Geheimnis, dass ich auf Werfinger nicht gut zu sprechen bin.

Ganz Kitzbühel weiß, wie er mich via Medien durch den Dreck gezogen hat.

Die G'schicht mit dem Bordellbesuch?

Es war das Abschiedsfest eines Kollegen.

Im Puff! Das war gleichzeitig Ihr Abschied aus der Politik.

Wie ist der Werfinger dahintergekommen?

Keine Ahnung, wie die Fotos von meinem Handy in Umlauf gekommen sind.

Ich weiß, es war dumm von mir, die Fotos überhaupt zu machen.

Sie haben die Fotos selber g'macht?

Na, g'scheit war's ned.

Aber warum wollt Ihnen der Werfinger überhaupt eins auswischen?

Eines sag ich Ihnen: Ich hab zwar meine Fehler, ...

.. aber bestechen lass ich mich nicht.

Ich war als Gemeinderat für bauliche Belange zuständig.

Werfinger wollte, dass ich den Zubau seines Nachbarn nicht genehmige.

Heißt der Nachbar Anton Zuse?

Der Werfinger hat bis heute den Zubau verhindert.

Und auch noch meine Karriere ruiniert.

Warum haben Sie mit dem Werfinger einen Vertrag abgeschlossen, ...

.. dass Sie für alles haften?

Weil ich ein gutgläubiger Depp war.

Der Friedrich ...

Wir waren nicht nur Geschäftspartner.

Wir waren auch privat liiert.

Ein neues Leben wollten wir gemeinsam anfangen.

Er hat gesagt, er lässt sich scheiden.

Na ja, ich bin drauf reing'fallen.

Wie sagt man so schön?

Liebe macht blind.

Und offensichtlich auch blöd.

Verschmähte Liebe ist ein klassisches Mord-Motiv.

Wussten Sie, dass die Werfingers mit den Whites das Haus tauschen?

Nein. Wir haben keinen Kontakt mehr, und ich bin froh, dass es aus ist.

Die Beziehung hätte keine Zukunft gehabt.

Er hatte immer wieder andere Ausreden.

Heute weiß ich, dass er zu feig war, sich scheiden zu lassen.

(zynisch:) Er hätte alles verloren! Die Firma, das Geld und so weiter.

Weil die Firma seiner Frau gehört?

Ja, sie ist auch hinter die Affäre gekommen.

Die Affäre!

Er hat mich fallenlassen wie eine heiße Kartoffel.

Und ich zahl bis heut die Schulden ab.

Eine Frage noch: Führen Sie eigentlich diesen St. Bénédict?

Ja, das ist unser bester Champagner.

* Ein Schaf blökt. *

Jetzt waren wir in jedem Geschäft und jedem Lokal von Kitzbühel.

Keiner hat die Kleine gesehen.

Ich hab das Gefühl, wir kommen null voran.

Sehen Sie nicht schwarz!

Wie sagt Sherlock Holmes?

"Trauen Sie nie den allgemeinen Eindrücken, Watson."

"Konzentrieren Sie sich auf die Einzelheiten!"

Sherlock Holmes ist erfunden.

Aber das, was er sagt, hat Hand und Fuß.

Wo bleiben die Daten von dem Mobilfunkbetreiber?

Wir müssen erfahren, welche Handys bei der Villa eingeloggt waren.

Die haben zuerst den falschen Sendemast ausgewertet.

Es geht um ein kleines Kind! Mach ein bissl einen Druck!

Thank you very much. Merci beaucoup.

Die Kollegen von der Interpol haben mir gerade erzählt, ...

.. dass die mutmaßlich illegalen Ostgeschäfte der Firma, ...

..für die die Whites arbeiteten, von einem Österreicher vermittelt wurden

Die san auf Zack! Die E-Mail is schon da.

Schau mal!

Die haben mir Fotos von der Observierung der Whites geschickt.

Uns hat der Werfinger erzählt, dass er die Whites nicht gekannt hat!

Ich hab die beiden zufällig in dem Pub kennengelernt. Vor einem Monat.

Du erinnerst dich doch? Ich war auf der Messe in London.

Wir haben uns über House-Sharing unterhalten.

Weil du nach Brighton wolltest, habe ich den Tausch ausgemacht.

Sie waren in letzter Zeit öfter in Russland.

Seit die Russen Tirol für ihre Investitionen entdeckt haben, ...

.. laufen auch unsere Produkte gut. Deshalb bin ich oft in Moskau.

Jetzt wird es wirklich Zeit, dass du ihnen die SMS zeigst.

Erzähl den Polizisten endlich, dass man dir gedroht hat!

Es ist ein harmloser Loser, den man nicht ernst nehmen muss.

Wen man ernst nehmen muss, das sollten WIR entscheiden.

"Du Schuft! Hältst du dich für Gott, der alles bestimmen kann?"

"Fahr zur Hölle!"

Diese SMS hat mein Mann kurz vor unserer Abreise bekommen.

Wir sind uns sicher, dass es unser Nachbar war.

Der Herr Zuse.

So eine SMS ist eine schwere Drohung.

Ja.

Aber wo kommen wir da hin, ...

.. wenn man ned einmal auf seinem eigenen Grund und Boden ...

Vor Gericht kommt man schnell.

Vor allem, wenn man nicht mit uns kooperiert.

Also, Sie wollten Ihr Haus aufstocken?

Ja, ich bin eh schon sämtliche Kompromisse eingegangen.

Aber der Herr Werfinger hat immer wieder Einspruch erhoben.

Weil er sagt, der Bau stört das Landschaftsbild empfindlich.

Der soll sein eigenes Haus anschauen!

Er hat die gesamte Nachbarschaft gegen mich aufgebracht!

Das hat Sie so wütend gemacht ...

Ich hab mit den Morden nichts zu tun!

Haben S' vielleicht eine Vermutung?

Vielleicht die Frau, die ins Haus gegangen ist.

Die Haushälterin? Die Anna Kosenko?

Womöglich.

Da ist noch eine andere Frau hineingegangen.

Kurz, bevor die Putzfrau kam.

Wie hat die ausg'schaut?

Schlank, würd ich sagen.

Ich hab sie nicht so genau gesehen.

Sie hat einen Sweater angehabt mit einer Kapuze auf dem Kopf.

Sie ist mit dem Auto weggefahren. - Welche Farbe? Welche Marke?

Ich kann mich nicht erinnern.

Ich war mit den Gedanken woanders.

Ich hatte kurz danach einen wichtigen Termin bei meinem Rechtsanwalt.

War ein Kind dabei?

Jetzt, wo Sie's sagen:

Ja, die hatte ein Kind ...

.. in eine Decke eingewickelt, auf der Schulter.

War's ein Mädchen?

I versteh das ned! Dieser Teddybär is und bleibt verschwunden.

Ich hab ihn eigenhändig aufs Sofa g'legt.

In der Asservatenkammer is er auch nicht.

Das bedeutet, dass der Teddy nachträglich geholt wurde.

Von jemandem, der weiß, wo der Ersatzschlüssel is.

Überlegen wir noch einmal, was an dem Abend passiert ist.

Wir wissen, wie der vergiftete Champagner ins Haus gekommen ist.

Am nächsten Tag hat ihn eine Frau gegen eine Weinflasche getauscht.

Aber warum ist die Frau noch einmal hing'fahren?

Sie hat g'wusst, dass der Champagner absolut tödlich is.

Vermutlich wollte sie verhindern, dass es die Falschen trifft.

Also ist sie noch einmal zur Villa g'fahren, aber es war zu spät.

In ihrer Panik wechselt sie Gläser und Flasche, da steht Megan vor ihr.

Dann is ihr aufg'fallen, dass Megan sie identifizieren kann.

Sie nimmt die Ausweise von den Whites und nimmt die Megan mit.

Später holt s' den Teddy.

Das gibt uns Hoffnung, dass die Kleine noch lebt!

Was is denn?

Schaun S', die Kleine dort!

Da ist wirklich 'ne Ähnlichkeit.

Los!

Wir müssen nach.

Taxi!

* Handy *

Die Sonja Werfinger hat der Anna Kosenko erst am Telefon erzählt ...

.. vom Urlaub und dem Haustausch.

Vater, jetzt passt's gar nit.

Ja, i weiß, wo das is.

Gut, wir sind unterwegs.

Der Vater und die Gräfin haben die kleine Megan g'sehn. Mit einer Frau.

Sie verfolgen sie in einem Taxi.

* Sirene *

Es tut uns leid. Ein bedauerlicher Irrtum.

Dann wär's nicht zu viel verlangt, wenn Sie mir aus dem Weg gehen?

Natürlich. Machts die Straße frei!

Wir wollten nur helfen.

Es hätt ja wirklich sein können ...

Alles in Ordnung. Danke schön.

Die Daten vom Mobilfunkbetreiber sind da.

Ah, wunderbar!

Wie soll ich das Geld so schnell auftreiben?

Nein, das kannst du nicht tun!

Ja, ich kenn unseren Treffpunkt.

Verabredest du dich schon wieder mit irgendwelchen Schlampen?

Ich warne dich, Friedrich.

Frau Kosenka, ich geh jetzt ins Fitness-Studio.

Danach hab ich einen Termin außer Haus. Ich bin nimmer erreichbar.

Das sind alle interessanten Telefon- nummern im relevanten Zeitraum.

Ab der Abreise der Werfingers.

Die Katja Tischler und der Ottmar Griffen kommen nicht vor.

Das ist die Telefonnummer vom Zuse.

Dass er gestern bei seinem Anwalt war, hab ich überprüft. Es stimmt.

Anna Kosenko wurde zwei Mal gewählt.

Ein Mal, als sie den Champagner hineingestellt und geputzt hat.

Das zweite Mal hat sie den Ring gesucht und die Toten entdeckt.

Wenn die Täterin an einem Tag den Champagner gebracht, ...

.. ihn am nächsten Tag ausgetauscht und später den Teddy geholt hat, ...

.. muss sie sich an zwei Tagen drei Mal eingeloggt haben.

Wem g'hört die Nummer?

Da schau her!

Weiß nicht, wo ist Natascha.

Das hab i in der Schreibtischlad' von der Natascha g'funden. Das auch.

Anscheinend war sie vor zwei Jahr' Wahlhelferin beim Ottmar Griffen.

Vielleicht hat sie die Bordellfotos vom Griffen dem Werfinger geschickt.

Hat die Natascha den Friedrich Werfinger doch besser gekannt?

Natascha mir putzen helfen.

Werfinger hat geredet mit sie, dann sie schicken zu Frau Tischler.

Dort sie endlich sehr gute Arbeit.

Schau, ein Ultraschallfoto.

Und eine Visitenkarte von einer Abtreibungsklinik in Wien.

War Ihre Tochter vor kurzem in Wien?

Ja.

Wie Natascha wieder zu Hause, sie traurig und weint viel.

Sie hat ihr Kind abgetrieben.

Natascha nur immer wollte lieben Mann und viele Kinder!

Aber hat falsche erwischt!

(schluchzend:) Mann verheiratet!

(Kroisi:) Kommts ihr bitte?

Das is die Weigl-Hütt'n, die g'hört den Kitzbüheler Bergfreunden.

Das is die Natascha auch Mitglied.

Na, Megan? Gefallen dir Mamas Haare?

Do you like it?

Bald fahren wir weg.

Only you and me.

Und Papa gibt uns Geld.

Was machst du da?

Hallo, Friedrich.

Ist das das Mädchen, das die Polizei sucht?

Nein. - Die Tochter von den Whites?

Das ist mein Kind. Meine Megan. Hast du das Geld dabei?

Du hast zwei Menschen umgebracht!

Es war ein Unfall. Ein trauriger Unfall.

Hast du den Verstand verloren? Du wolltest Sonja und mich umbringen!

Du hast mich gezwungen, unser Kind umzubringen!

Ich hab dir erklärt, warum wir kein Kind haben dürfen!

Wenn ich nicht abgetrieben hätte, ...

..hättest du Mutter Probleme gemacht, dass sie zurück in die Ukraine muss.

Du wolltest mich vernichten, weil deine Frau dich rausgeschmissen hätte

Ich weiß, was du vorhast.

Du willst mir schon wieder ein Kind wegnehmen.

Don't be afraid!

Okay?

Keiner nimmt mir mein Kind weg! - Du hast den Verstand verloren.

Die Schere her.

Geben S' die Scher' her!

Wo bleiben Sie so lange? Sie wollte mich schon wieder umbringen!

Schnauze, Werfinger!

Aus jetzt!

Ich wollte wirklich nicht, dass Unschuldige sterben.

Deswegen bin ich noch mal hin, um die Flasche zu holen.

Dann war da plötzlich Megan.

Wir müssen jetzt gehen.

Der Arzt meint, sie ist durch die erzwungene Abtreibung traumatisiert.

Wie geht's der Kleinen?

Den Umständen entsprechend gut.

Sie scheint sich bei der Kollegin, die sie betreut, wohlzufühlen.

Ihre Tante kommt morgen Früh aus London.

Sie wird sich um sie kümmern.

Was geschieht mit dem Werfinger?

Der Staatsanwalt muss entscheiden,..

.. ob er ihn wegen schwerer Nötigung anzeigt.

Aber seine Frau lässt sich auf jeden Fall von ihm scheiden.

Das Life-Sharing der beiden ist vorbei.

Apropos Sharing: Hast Lust, a Flasche Wein mit uns zu teilen?

Wie nachlässig von mir!

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