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UHRWERK ORANGE
Das bin ich, Alex.
Und das meine drei Drugs...
...Pete, Georgie und Dim.
Wir saßen in der Korova-Milchbar...
...und zerbrechen uns die Rassudocks darüber...
...was wir mit dem Abend anfangen sollten.
In der Korova-Milchbar gab es...
...Milch mit Vellocet, Synthemesc oder Drencrom.
Und das tranken wir.
Das machte einen scharf und fit...
...für ein bisschen Ultra-Terror.
Etwas, das ich nie ausstehen konnte...
...waren zerlumpte alte Säufer...
...die alte Klamottenlieder herunterleiern...
...und dazwischen "Plärr, plärr" kreischen...
...als ob sie ein altes Orchester in ihren fauligen Eingeweiden hätten.
Das konnte ich noch nie leiden, egal wie alt sie sind.
Aber am Schlimmsten sind sie, wenn sie so alt sind, wie der hier.
Habt ihr ein paar Moneten für mich?
Los, erledigt mich, ihr feigen Hunde!
In dieser stinkenden Welt...
...will ich ohnehin nicht mehr leben.
Was ist denn so stinkend an ihr?
Sie stinkt, weil Recht und Ordnung verloren gegangen sind...
...und weil die Jungen über die Alten herfallen dürfen...
...wie ihr es getan habt!
Das ist keine Welt mehr für einen alten Mann.
Was für eine Welt ist das überhaupt?
Menschen fliegen zum Mond...
„Menschen umkreisen die Erde...
...und niemand kümmert sich mehr...
...um Recht und Ordnung auf der Erde.
Beim verödeten Casino trafen wir Billyboy...
...und seine vier Drugs.
Sie wollten einer heulenden...
...jungen Devotchka gerade einen tollen Rein-Raus verpassen.
Na, wenn das nicht...
...der fette, stinkende...
...Billyboy doofstpersönlich ist!
Wie geht es dir...
...du Flasche voll billigem, ranzigem Bratöl?
Ich gebe dir eine in die Murmeln...
...falls du welche hast...
...du schäbiger Eunuch!
Gebt es ihnen!
Die Polizei!
Verschwindet!
Der Durango-95 schnurrte nur so ab, richtig horrorshow.
Ein angenehm warmes Zittern lief durch meine Gedärme.
Bald umgaben uns nur noch Bäume...
...und echte ländliche Dunkelheit.
Wir blödelten mit anderen Nachtschwärmern herum...
...und benahmen uns wie die Säue.
Dann wandten wir uns nach Westen.
Wir wollten mal wieder einen Überraschungsbesuch machen.
Das machte immer großen Spaß...
...und frischte den Ultra-Terror wieder auf.
HEIM
Wer, in aller Welt, kann das sein?
Ich sehe nach.
Wer ist da?
Würden Sie bitte helfen? Ein schrecklicher Unfall ist passiert.
Mein Freund verblutet auf der Straße. Kann ich einen Krankenwagen rufen?
Wir haben leider kein Telefon. Gehen Sie woanders hin.
Es geht um Leben und Tod!
Wer ist es?
Ein junger Mann. Er sagt, es sei ein Unfall passiert.
Er möchte telefonieren.
Dann lass ihn lieber reinkommen.
Einen Augenblick.
Wir lassen nachts nie Fremde rein.
Was wollen Sie?
Pete, kontrolliere das Haus.
Pass gut auf, Brüderchen.
Pass gut auf.
Wir waren alle ziemlich fertig und ausgepumpt...
...denn der Abend hatte uns einigen Energieaufwand abverlangt.
Wir ließen die Karre stehen...
...und tranken im Korova einen Schlummertrunk.
Hallo, Lucy.
Viel Arbeit heute abend?
Wir waren auch nicht faul.
Entschuldige, Luce.
Ein paar Klugscheißer aus den nahen Fernsehstudios...
. . ,lachten und quatschten.
Die Devotchka schmatzte...
...und kümmerte sich kein bisschen um die böse Welt.
Dann krächtzte auf einmal die Platte und verstummte.
Während dieser kurzen Stille...
...platzte sie plötzlich mit einem Lied heraus.
Einen Moment lang war es...
...als sei ein großer Vogel in die Bar hereingeflogen...
...und ich fühlte, wie alle Härchen auf meinem Körper...
...sich aufrichteten...
...und Schauder wie malenke Eidechsen an mir heraufkrochen...
...und wieder herabkrochen.
Ich wusste, was sie sang.
Ein Vers aus der herrlichen Neunten von Ludwig van.
Warum hast du das getan?
Weil du ein ungezogener Rüpel bist...
...der keinen Duk davon hat, wie man sich in der Öffentlichkeit benimmt.
Ich mag nicht, was du getan hast.
Bin dein Bruder nicht mehr und will es nicht sein.
Nimm dich in Acht.
Nimm dich in Acht...
...wenn am Leben zu bleiben dein Wunsch ist.
Yarbels!
Elende Yarblocks für dich!
Wir schlagen uns, mit Kette, Nozh oder Britva.
Ich lasse mich nicht ohne Grund tolchoken.
Nicht ohne Grund nicht.
Ein Nozhkampf, wann es beliebt.
Dubidub!
Vielleicht ein wenig müde.
Lassen wir es also dabei bewenden.
Wir sollten heimgehen.
Wir haben etwas Spatschka nötig.
Einverstanden?
Ich wohnte mit Papa und Mama...
...im städtischen Wohnblock 18 A.
Diesen wundervollen Abend...
...konnte man nur mit etwas Ludwig van...
...gebührend beenden.
Oh, Seligkeit. ..
„Himmlische Seligkeit!
Pracht und Prächtigkeit waren hier Fleisch geworden.
Das war wie ein Vogel aus feinstem himmlischen Metall.
Wie silbriger Wein, der in einem Raumschiff ausfloss...
...und alle Schwerkraft war aufgehoben.
Solch herrliche Bilder...
...kamen mir dabei in den Sinn.
Alex! Alex!
Was willst du?
Es ist schon 8 Uhr, Alex.
Du wirst zu spät zur Schule kommen.
Mein Gulliwer tut mir weh, Mama.
Ich versuche es wegzuschlafen.
Heute Nachmittag wird es vorbei sein.
Du warst schon seit Tagen nicht in der Schule!
Ich muss mich ausruhen.
Um wieder fit zu werden.
Andernfalls verpasse ich noch viel mehr Schule.
Ich stelle dir dein Frühstück warm.
Ich muss jetzt gehen.
In Ordnung, Mama.
Viel Vergnügen in der Fabrik.
Er fühlt sich wieder nicht wohl, Papa.
Ja, ich habe es gehört.
Weißt du, wann er heimkam?
Nein, ich habe Schlaftabletten genommen.
Ich frage mich...
...wo er abends immer arbeitet.
Nun, er sagt...
...er nehme Gelegenheitsarbeiten an.
Er helfe...
...hier und dort, wie es sich eben ergibt.
Tag, Mr. Deltoid.
Wie seltsam, Sie hier zu sehen.
Oh, ist unser Alex...
...schon wach?
Ich traf deine Mutter auf dem Weg zur Arbeit.
Sie gab mir den Schlüssel.
Sie sagte, du hättest Schmerzen.
Also noch immer nicht in der Schule?
Ein unerträglicher Schmerz im Kopf.
Aber nach dem Essen ist er sicher weg.
Und heute Abend ganz bestimmt, was?
Abends wirst du immer munter, was?
- Eine Tasse Tschai? - Keine Zeit, keine Zeit.
Nein, setz dich, setz dich.
Was verschafft mir das Vergnügen?
Stimmt etwas nicht?
Warum denn? Wie kommst du bloß auf diese Idee?
Hast du was angestellt?
Das war nur so dahin gesagt.
Lass dir von deinem Erzieher raten...
...keine Dummheiten zu machen.
Denn nächstes Mal kommst du nicht mehr ins Erziehungsheim.
Nächstes Mal kommst du hinter Gitter, und all meine Arbeit war umsonst.
Ich habe mich für dich aufgeopfert...
...und darf etwas Respekt von dir erwarten.
Wir bekommen eine schlechte Note für jeden, den wir nicht bessern können.
Jeder von euch, der im Kittchen endet...
...ist ein Eingeständnis unserer Ohnmacht.
Ich tat nichts Unrechtes.
Die Millizents haben mir nichts vorzuwerfen, Bruder.
Sir, meine ich.
Fasele nicht.
Man hat dich zwar nicht festgenommen...
...aber das heißt nicht, dass du nichts Schlimmes angestellt hast.
Letzte Nacht ist etwas Schlimmes vorgefallen.
Etwas sehr Schlimmes sogar.
Freunde eines gewissen Billyboy wurden ins Krankenhaus eingeliefert.
Dein Name wurde erwähnt.
Ich erfuhr es auf dem üblichen Weg.
Freunde von dir wurden ebenfalls erwähnt.
Wie immer kann niemandem etwas nachgewiesen werden...
...aber ich warne dich...
...als dein guter Freund...
...und einziger Mensch in diesem elenden Revier...
...der dich vor dir selber retten will.
Was habt ihr nur?
Wir untersuchen das Problem nun seit einem Jahrhundert...
...und kommen einfach nicht weiter.
Du hast ein schönes Heim, gute Eltern, die dich lieben...
...und du bist nicht dumm.
Ist ein Teufel in dich gefahren?
Niemand hat mir etwas vorzuwerfen, Sir.
Die Millizents haben nichts gegen mich.
Eben das macht mir Sorgen.
Das ist sehr verdächtig.
Du bist wieder fällig.
Ich warne dich, kleiner Alex...
...halte dein hübsches Näschen aus dem Dreck.
Ist das klar?
Wie ein ungetrübter See.
So klar wie ein azurner Himmel im tiefsten Sommer.
Sie können sich auf mich verlassen.
Entschuldige, Bruder.
Ich bestellte das vor zwei Wochen. Ist es schon angekommen?
Einen Augenblick.
Verzeihung, meine Damen.
Schmeckt's, Liebling?
Ist doch kalt und langweilig, oder?
Was ist mit deinem passiert, Schwesterchen?
Was kaufst du?
Goggly Gogol?
Johnny Schiwago?
Die Heaven Seventeen?
Worauf spielst du denn deine Scheißscherben ab?
Ich wette, du hast nur einen mickrigen, tragbaren Plattenspieler.
Kommt zu Onkelchen...
...und ihr hört Engelstrompeten und Teufelsposaunen.
Ich lade euch ein.
Hallo!
Tag!
Da ist er ja!
Er ist da.
Hurra!
Ei, ei, ei!
Was verschafft mir die große Freude...
...dieses überraschenden Besuchs?
Wir machten uns Sorgen.
Wir warteten und tranken unsere Molokomilch...
...und da du nicht kamst...
...dachten wir schon, du wärst...
...wegen irgendetwas beleidigt.
Deshalb kommen wir dich besuchen.
Bitte um Entschuldigung.
Mein Gulliwer tat weh, und ich musste etwas schlafen.
Man vergaß, mich zu wecken.
Tut mir leid, dass du Schmerzen hast.
Hast du den Gulliwer überanstrengt?
Hast du zu viele Befehle gegeben, zu viel kommandiert?
Bist du sicher, dass es vorbei ist?
Willst du nicht lieber wieder ins Bett?
Legen wir die Dinge schön klar, glasklar.
Dieser Sarkasmus, wenn ich das so nennen darf...
...bekommt euch schlecht.
Als euer Drug und Führer...
...muss ich wissen, was vorgeht.
Nun, Dim...
...was hat dieses breite, pferdeähnliche Grinsen zu bedeuten?
Hör endlich auf, auf Dim herumzuhacken, Bruder.
Das gehört zur neuen Ordnung.
Neue Ordnung?
Was soll das heißen?
Hab offensichtlich einiges verpasst, während ich schlief.
Nun, wenn du's unbedingt wissen willst.
Diese Ladengrabschereien...
...bringen uns kaum was ein.
Will, der Engländer verschachert alles...
...wenn wir's nur beischaffen.
Das glänzende Zeug. Das Eis.
Die dicken Moneten sind zu haben. Dicke, dicke Moneten.
Was willst du mit den dicken, dicken Moneten machen?
Habt ihr nicht alles, was ihr braucht?
Autos könnt ihr von den Bäumen pflücken.
Die Moneten klaut ihr einfach.
Bruder, du denkst und redest manchmal wie ein kleines Kind.
Heute Abend steigt ein Ding, das Männern würdig ist.
Schön. Richtig horrorshow!
Ihr wollt also die Initiative ergreifen.
Ihr habt viel gelernt, meine Drugs.
Nun sag mir, was du im Sinn hast.
Oh, zuerst etwas Molokomilch.
Um uns scharf zu machen.
Besonders für dich. Wir haben schon eine Ladung gehabt.
Als wir am Bassin entlanggingen...
...war ich äußerlich ruhig, aber ich dachte unentwegt nach.
Georgie war also jetzt der General...
...der alles zu entscheiden hatte...
...und Dim sein stumpfsinniger, grinsender Gorilla.
Aber plötzlich erkannte ich, dass nur Glupies nachdenken...
...dass Omnies ihrer Inspiration folgen...
...und benutzen, was Bog uns sendet.
Plötzlich kam mir wundervolle Musik zu Hilfe...
...die aus einem offenen Fenster kam...
...und ich viddierte sofort, was ich tun musste.
Da ich keinen von Dims Hauptkanälen verletzt hatte...
...konnte ich das rote Kruvy...
...mit einem Taschtuk schnell wieder stillen.
Nicht lange darauf hatte ich die beiden Verwundeten...
...im Duke of New York wieder beruhigt.
Jetzt wussten sie, wer der Herr und Führer war.
"Schafe", dachte ich.
Aber ein echter Führer weiß immer...
...wann er zu seinen Untergebenen großzügig sein muss.
Jetzt sind wir wieder, wo wir vorher waren.
Nicht wahr?
Ist alles wie früher und alles vergessen?
Einverstanden? Einverstanden?
Einverstanden.
Einverstanden.
Einverstanden.
Nun, Georgie...
...zu dieser Idee für heute Abend.
Sag uns, was du vorhast.
Nicht heute Abend.
Nicht heute Notchi.
Los, los, los, Georgie.
Du bist ein großer, starker Tscheloweck, wie wir alle.
Wir sind keine kleinen Kinder, nicht wahr, Georgie?
Was lag dir also im Sinn?
Es geht um diese Schönheitsfarm.
Sie liegt außerhalb der Stadt.
Isoliert.
Sie gehört einer schwerreichen Ptitsa...
...die dort mit ihren Katzen lebt.
Die Farm ist diese Woche geschlossen...
...und sie ist ganz allein dort.
Das Haus ist voll von Gold und Silber...
...und Schmuck.
Erzähl mehr davon.
Erzähl mir mehr.
Oh, Scheiße!
Wer ist da?
Würden Sie bitte helfen?
Ein schrecklicher Unfall ist passiert.
Kann ich einen Krankenwagen rufen?
Es tut mir fürchterlich leid.
Das Gasthaus an der Straße hat ein Telefon.
Benutzen Sie das.
Aber es ist sehr dringend!
Es geht um Leben und Tod.
Mein Freund verblutet mitten auf der Straße.
Tut mir leid...
...aber ich lasse nie Fremde ein, wenn es dunkel ist.
In Ordnung.
Man kann Ihnen Ihr Misstrauen wohl nicht übelnehmen...
...mit all den Gaunern und Schurken, die sich nachts herumtreiben.
Ich versuche mein Glück also im Gasthaus.
Entschuldigen Sie die Störung.
Vielen Dank.
Gute Nacht.
Bück dich, Dim.
Ich steige durch's Fenster hinein.
Radlett Polizeistation?
Guten Abend, hier ist Miss Weathers von der Schönheitsfarm in Woodmere.
Es geschah eben etwas ziemlich Merkwürdiges.
Vielleicht ist gar nichts dabei, aber man kann nie wissen.
Ein junger Mann wollte telefonieren.
Er sagte, dass es einen Unfall gegeben hätte.
Aber die Worte, die er gebrauchte, machten mich stutzig.
Sie erinnerten mich an den Überfall auf den Schriftsteller...
...und seine Frau, von dem in der Zeitung berichtet wurde.
Vor ein paar Minuten.
Wie Sie meinen.
Aber ich glaube, er ist gegangen.
Also gut.
Vielen Dank.
Tag.
So treffen wir uns also.
Unser Govoriet durch den Briefschlitz war nicht befriedigend, nicht wahr?
Wer sind Sie?
Wie kamen Sie hier herein?
Was fällt Ihnen eigentlich ein?
Aber, aber, aber!
Du dreckige alte Sumka!
Hör mal, du kleines Biest.
Kehr um und hau ab, wo du hergekommen bist.
Rühr das nicht an!
Das ist ein sehr bedeutendes Kunstwerk!
Was zum Teufel willst du eigentlich?
Um ganz ehrlich zu sein...
...ich beteilige mich an einem Studentenwettbewerb...
...der darin besteht, möglichst viele Zeitschriften zu verkaufen.
Rede keinen Quatsch, Söhnchen...
...und verschwinde, sonst erlebst du was!
Lass das in Ruhe und verschwinde...
...bevor ich dich hinauswerfe.
Verdammte schleimige Wanze!
Dir werde ich's zeigen, einfach in Häuser einzudringen!
Verdammter...
...kleiner...
...Dreckskerl!
- Auf, die Polizei kommt! - Eine Minute, Drugie.
Ihr Dreckskerle! Ich bin blind!
Ich bin blind, ihr Dreckskerle!
Ich sehe nichts mehr!
Es nützt nichts, zu hoffen und zu warten.
Ich sage kein einsames Slowo bevor mein Anwalt hier ist.
Ich kenne das Gesetz, ihr Dreckskerle.
Natürlich. Tom...
...zeigen wir unserem Freund, dass wir das Gesetz auch kennen...
...aber dass es damit nicht getan ist.
Eine hässliche Wunde hast du da.
Schade„.
...sie verdirbt deine ganze Schönheit.
Wer hat dich so zugerichtet?
Wie hast du das denn gemacht?
Wofür das, du Scheißkerl?
Das ist für deine Schandtat...
...du widerlicher...
...Wurm!
Weg von mir!
Du kleiner Scheißkerl.
Guten Abend, Mr. Deltoid.
Guten Abend, Sergeant.
Sie sind in Raum B, Sir.
Vielen Dank.
Sergeant.
Guten Abend.
Guten Abend, Inspektor.
- Wollen Sie Ihren Tee? - Nein, wir trinken ihn später.
Geben Sie mir Papierhandtücher.
Wir verhören jetzt den Gefangenen.
- Wollen Sie hereinkommen? - Vielen Dank.
Guten Abend Sergeant. Guten Abend zusammen.
Du liebe Zeit, der Junge ist ja schön zugerichtet.
Sehen Sie, wie er aussieht.
Ja, wie Töchterchens Alptraum.
Gewalt erzeugt Gewalt.
Er leistete bei der Verhaftung Widerstand.
Für mich ist nun alles aus.
Ja, alles ist aus.
Und was ist mit mir?
Verteidigen Sie mich. Ich bin nicht schlecht.
Ich wurde dazu verleitet.
Mir kommen bald die Tränen.
Wo sind meine elenden Drugs? Die müsst ihr verhaften!
Es war ihre Idee.
Sie zwangen mich dazu. Ich bin unschuldig!
Du bist jetzt ein Mörder, kleiner Alex.
Ein Mörder.
Das ist nicht wahr, Sir.
Es war nur ein leichter Tolchok.
Sie atmete, ich schwöre es.
Ich komme eben aus dem Krankenhaus.
Dein Opfer ist gestorben.
Sie wollen mich nur erschrecken, Sir.
Das ist eine neue Art von Folter.
- Geben Sie's zu, Sir. - Du hast sie dir selbst zugezogen.
Ich hoffe, deine Tat treibt dich in den Wahnsinn.
Wenn Sie ihm eins verpassen wollen...
...halten wir ihn fest.
Er muss Sie sehr enttäuscht haben.
Und nun beginnt der eigentlich tragische Teil der Geschichte...
...oh, meine Brüder und einzigen Freunde.
Nach einem Prozess mit Richtern und Geschworenen...
...und harten Worten gegen Ihren Freund und demütigen Erzähler...
...wurde er zu 14 Jahren Haft im Staatsgefängnis Nr. 84 F...
...unter stinkenden Lüstlingen und abgebrühten Prestupniks verurteilt.
Dieser Schlag veranlasste Papa, seine Rukers gegen Bog...
...im Himmel zu schütteln...
...und Mama hu-huhte in ihrem Schmerz...
...dass ihr einziges Kind, die Frucht ihres Leibes...
...alle so enttäuscht hatte.
Hier ist einer von der Themse.
Einer von der Themse, Sir.
Gut. Öffnen Sie.
Jawohl.
Hier sind seine Einweisungspapiere.
Danke, Wärter.
- Name? - Alexander DeLarge.
Sie sind jetzt im Parkmoor-Gefängnis.
Von nun an werden Sie alle Gefängnisbeamten mit "Sir" anreden.
Name?
Alexander DeLarge, Sir.
Urteil?
14 Jahre, Sir.
Verbrechen?
Mord, Sir.
Nehmen Sie ihm die Handschellen ab.
Sie sind jetzt 655.321.
Sie müssen diese Nummer auswendig lernen.
Danke, das ist alles.
- Danke. - Lassen Sie ihn raus.
Ja, Sir.
Leeren Sie ihre Taschen.
Sehen Sie die weiße Linie...
...hinter Ihnen auf dem Boden...
...655.321?
Dann stellen Sie Ihre Zehen...
...gefälligst dahinter!
- Ja, Sir. - Genau.
Gut, machen Sie weiter.
Heben Sie das auf...
...und legen Sie es anständig hin.
Eine halbe Tafel Schokolade.
Ein Schlüsselbund an einem weißen Metallring.
Eine Schachtel Zigaretten.
Zwei Kugelschreiber aus Plastik...
...einer schwarz, einer rot.
Ein Taschenkamm aus schwarzem Plastik.
Ein...
„Adressbuch aus roter Lederimitation.
Eine 10-Penny-Münze.
Eine "Timawrist" Armbanduhr...
...aus weißem Metall mit dehnbarem Armband.
Haben Sie noch was in den Taschen?
- Nein, Sir. - Also gut.
Gut. Unterschreiben Sie hier für Ihre Wertsachen.
Die Zigaretten und die Schokolade...
...sind konfisziert und werden...
„Häftlingen nicht wieder erstattet.
Ziehen Sie sich beim Tisch aus.
Waren Sie heute morgen in Polizeihaft?
Eine Jacke, blaue Nadelstreifen.
Im Untersuchungsgefängnis?
Jawohl, Sir.
- Eine Krawatte, blau. - Religion?
K von E, Sir.
Meinen Sie die Kirche von England?
Ja, Sir, die Kirche von England.
Braune Haare?
Blonde Haare, Sir.
Blaue Augen?
Blaue, Sir.
Tragen Sie eine Brille? Kontaktlinsen?
Nein, Sir.
Ein Hemd, blau mit Kragen.
Waren Sie wegen einer ernsten Kankheit in ärztlicher Behandlung?
Schwarze Lederstiefel, abgetragen.
Waren Sie jemals geisteskrank?
Tragen Sie falsche Zähne oder andere falsche Gliedmaßen?
Eine Hose, blaue Nadelstreifen.
Leiden Sie unter Schwindelanfällen?
Ein Paar Socken.
Sind Sie Epileptiker?
Eine Unterhose, weiß, blaues Band.
Sind Sie oder waren Sie jemals homosexuell?
Gut.
- Wärter, die Mottenkugeln. - Mottenkugeln, Sir.
Sehen Sie zur Wand...
...bücken Sie sich und berühren Sie Ihre Zehen.
Geschlechtskrankheiten?
Flöhe? Läuse?
- Hier durch zum Baden. - Einer zum Baden!
Was werdet ihr im Leben tun?
Aus einer Anstalt wie dieser in die andere kommen?
Die meisten werden wohl nur hineinkommen.
Oder werdet ihr auf Gottes Wort hören...
...und erkennen, dass die Strafe reuelose Sünder...
...auch in der anderen Welt ereilt?
Ihr Idioten verkauft...
...euer Geburtsrecht für einen Teller kalten Haferbreis.
Für den Kitzel, den Raub und Gewalt verschaffen...
...und den Wunsch, ein leichtes Leben zu führen.
Aber was ist das wert...
...da wir unwiderlegbaren Beweis haben...
...ja, den unverrückbaren Beweis...
...dass es die Hölle gibt?
Ich weiß es!
Ich weiß es, Freunde.
Ich wurde durch Visionen...
...darüber unterrichtet.
...dass es einen Ort gibt...
...der dunkler ist als jedes Gefängnis...
„heißer als jedes menschliche Feuer...
...wo die Seelen...
...reueloser, sündiger Verbrecher wie ihr--
Lacht nicht, verdammt.
Lacht nicht!
Ich sagte, wo Verbrecher wie ihr...
...in einem...
...endlosen, unerträglichen Todeskampf schreien...
...während ihre Haut verfault...
...und sich abschält...
...und eine Feuerkugel...
...in ihren heulenden Eingeweiden kreist.
Ich weiß. Oh ja, ich weiß.
Zum Abschluss singen wir nun die Hymne 258...
...aus dem Gefangenen-Gesangbuch.
Etwas mehr Andacht, ihr Dreckskerle!
Los, singt, verdammt! Lauter!
Lauter!
Es war wirklich nicht erbauend...
...zwei Jahre in dieser Hölle, diesem Menschenzoo, zuzubringen.
Von brutalen Wärtern getolchokt...
...und von Schwulen belästigt zu werden...
...die einem jungen, hübschen Malchik...
...wie ihr Erzähler einer war, arg zusetzten.
Es war mein Job...
...dem Gefängniskaplan beim Sonntagsgottesdienst zu helfen.
Das war ein großkotziger Kerl...
...aber er hatte mich gern, da ich jung war...
...und mich neuerdings auch sehr für die Bibel interessierte.
Ich las alles über die Geißelung und die Dornenkrönung. ..
...und ich viddierte mich...
...wie ich, nach der letzten römischen Mode bekleidet...
...beim Tolchocken und Annageln mithalf.
Der Rest des Buches gefiel mir weniger...
...denn da wurde mehr gepredigt...
...als gekämpft und gehurt.
Ich mag die Kapitel, wo die Jaudies sich tolchocken...
...ihren hebräischen Vino trinken...
...und mit den Mägden ihrer Frauen ins Bett gehen.
Das hielt mich in Form.
"Strebe nicht bösen Menschen nach...
...meide ihre Gesellschaft...
...denn ihre Köpfe brüten Diebstähle aus...
...und ihre Lippen sprechen Lügen.
Wenn du in den Tagen der Not die Hoffnung verlierst...
...wird deine Kraft vermindert werden."
Sehr gut, mein Sohn.
Vater?
- Ich habe mir Mühe gegeben, nicht? - Ja, mein Sohn.
- Ich habe mein Bestes getan. - Das haben Sie.
Ich habe keine Vorschrift übertreten, nicht wahr?
Nein, 655.321. Sie waren hilfsbereit...
...und zeigten echte Bereitschaft zur Besserung.
Vater...
...kann ich Ihnen eine Frage unter vier Augen stellen?
Natürlich, mein Sohn.
Was haben Sie auf dem Herzen?
Fürchten Sie sich nicht, es mir zu sagen.
Sie wissen...
...ich kenne...
...die Triebe, die junge Männer bedrängen können...
...die der weiblichen Gesellschaft...
...beraubt sind.
Nein, Vater, darum geht es nicht.
Es geht um diese neue Sache, von der alle reden, Vater.
Um diese neue Behandlung...
...die einen im Nu aus dem Gefängnis holen kann...
...und für immer vor Rückfällen bewahrt.
Wo haben Sie davon gehört?
Wer redet über solche Sachen?
So etwas spricht sich schnell herum.
Zwei Wärter reden davon...
...und da hört man unwillkürlich mit.
Dann findet man im Arbeitsraum einen Zeitungsfetzen...
...der einen über alles aufklärt.
Könnten Sie mich für diese neue Behandlung vorschlagen?
Ich nehme an...
...Sie sprechen...
...von der Ludovico-Behandlung?
Ich weiß nicht, wie sie heißt.
Ich weiß nur, dass man damit...
...schnell rauskommt und nicht wieder reinkommt.
Das ist nicht bewiesen, 655.321.
In Wirklichkeit ist sie erst im Experimentierstadium.
Aber sie wird schon angewandt, nicht?
Nicht in diesem Gefängnis.
Der Direktor hat schwere Bedenken...
...und ich hörte, es könne sehr gefährlich sein.
Die Gefahren sind mir egal, Vater.
Ich will gut sein.
Der Rest meines Lebens...
...soll eine einzige gute Tat sein.
Es ist fraglich...
...ob diese Technik...
...einen Menschen wirklich gut macht.
Das Gute kommt von innen.
Das Gute...
...wird gewählt.
Wenn ein Mensch nicht wählen kann...
...hört er auf, ein Mensch zu sein.
Ich verstehe nicht...
...das Warum und das Wie, Vater.
Ich weiß nur, dass ich gut sein will.
Haben Sie Geduld, mein Sohn.
Vertrauen Sie auf den Herrn.
Unterweise deinen Sohn, auf dass er...
...an Kraft gewinne und seine Seele dich erfreue.
Amen.
- Wärter! - Alle sind anwesend, Sir.
Gut.
Alle sind anwesend.
Gefangene, halt!
Aufgepasst!
Stellt euch in zwei Reihen...
...an der Wand auf. Augen geradeaus.
Los, vorwärts!
Beeilt euch!
Hört auf zu reden!
Sie sind bereit für die Inspektion, Sir.
Wie viele in einer Zelle?
Vier in diesem Block, Sir.
Was bekommt man, wenn Verbrecher zusammengepfercht werden?
Man züchtet mit der Strafe konzentrierte Kriminalität heran.
Ja, wir brauchen größere Gefängnisse und mehr Geld.
Keine Chance.
Die Regierung kann nicht länger...
„überholte Strafrechtstheorien unterstützen.
Bald brauchen wir alle Gefängnisse für politische Häftlinge.
Gewöhnliche Verbrecher sollte man auf Heilsbasis behandeln.
Töten Sie den kriminellen Reflex.
Und in einem Jahr sind sie geheilt.
Strafe ist für sie ein leeres Wort.
Sie genießen ihre Sogenannte Strafe.
Sie haben völlig Recht, Sir.
Klappe zu, verdammt!
Wer sagte das?
Ich, Sir.
Was haben Sie verbrochen?
Totschlag, Sir.
Er ermordete kaltblütig eine Frau um sie auszurauben.
14 Jahre, Sir.
Ausgezeichnet!
Er ist unternehmend.
Aggressiv.
Gesprächig.
Jung.
Frech.
Bösartig.
Er ist genau richtig.
Gut.
Sehen wir uns noch den C-Block an.
Nein, das genügt. Er ist gerade recht.
Schicken Sie mir seine Akte.
Dieser junge Schurke...
...wird völlig verwandelt werden.
Ich danke Ihnen für diese Chance.
Machen Sie das Beste daraus.
- Gehen wir in mein Büro? - Danke.
Herein.
Sir.
655.321, Sir.
Sehr gut.
Stellen Sie sich hinter die weiße Linie.
Name, Vorname und Nummer.
Alexander DeLarge, Sir. 655.321, Sir.
Wissen Sie, wer das heute morgen war?
Das war kein anderer als der Innenminister.
Der neue Innenminister.
Wie man sagt, ein ganz neuer Besen.
Diese neuen, lächerlichen Anordnungen kamen nun auch zu uns.
Befehle sind Befehle.
Aber im Vertrauen gesagt, ich billige sie nicht.
Auge um Auge, sage ich.
Sie schlagen zurück, wenn man Sie schlägt.
Warum soll der Staat, der von euch Rowdys geschlagen wird...
...nicht auch zurückschlagen?
Aber das wird uns jetzt verboten.
Jetzt wird Böses in Gutes verwandelt.
Was ich äußerst ungerecht finde.
Maul halten, Sie Abschaum!
Sie wollen gebessert werden.
Morgen gehen Sie zu diesem Brodsky.
Sie verlassen das Gefängnis.
Sie werden ins Ludovico Forschungszentrum überwiesen.
Sie werden vermutlich...
...in zwei Wochen aus der Haft entlassen.
Wie gefällt Ihnen diese Aussicht?
Antworten Sie, wenn man Sie fragt.
Gut, Sir. Vielen Dank, Sir.
Ich habe mein Bestes getan.
Ich bin allen sehr dankbar dafür.
Unterschreiben Sie beim Kreuz.
Lesen Sie nicht, unterschreiben Sie!
Damit erklären Sie sich bereit, sich an Stelle Ihrer Strafe...
...der Ludovico-Behandlung zu unterwerfen.
Und das.
Und noch eine Kopie.
Am nächsten Morgen wurde ich...
...ins Ludovico Forschungsinstitut...
„außerhalb der Stadt gebracht.
Ich war etwas traurig...
...das Gefängnis verlassen zu müssen...
...wie immer, wenn man sich an einen Ort gewöhnt hat.
Halt!
Ich bin Oberwächter Barnes.
Ich habe 655.321...
...aus Parkmoor ins Ludovico-Zentrum zu überführen.
Guten Morgen. Ja, wir erwarten Sie.
Ich bin Doktor Alcot.
Doktor Alcot. Sehr gut, Sir.
- Können Sie den Gefangenen aufnehmen? - Ja, natürlich.
Würden Sie bitte die Überweisungspapiere unterzeichnen?
Dort, Sir.
Und dort.
Und dort.
Also gut.
Gefangeneneskorte, vorwärts!
Halt!
Entschuldigen Sie, Sir.
Wird er den Gefangenen bewachen?
Darf ich Ihnen einen Rat geben? Behalten Sie ihn im Auge!
Er war ein brutaler Schurke und wird es wieder sein.
Obwohl er sich beim Kaplan einschmeichelte und die Bibel las.
Wir werden schon mit ihm fertig. Zeigen Sie ihm sein Zimmer.
Ja, Sir. Folgen Sie mir bitte.
- Morgen, Charlie. - Guten Morgen, Doktor.
Guten Morgen, Alex.
Ich bin Dr. Branom. Ich bin Dr. Brodskys Assistentin.
Sehr erfreut. Schönes Wetter, nicht?
Ja, wirklich.
Darf ich das nehmen?
- Wie fühlen Sie sich heute? - Sehr gut.
Schön. Dr. Brodsky wird gleich hier sein...
...und mit der Behandlung beginnen.
Sie hatten Glück, gewählt zu werden.
Das weiß ich, und ich bin allen sehr dankbar dafür.
Wir werden Freunde sein, nicht wahr?
Ich hoffe es.
Wollen Sie mich einschläfern?
Oh, nein.
- Geben Sie mir Vitamine? - So etwas Ähnliches.
Sie sind unterernährt.
Deshalb geben wir Ihnen nach jedem Essen eine Spritze.
Drehen Sie sich auf die rechte Seite.
Ziehen Sie Ihren Schlafanzug herunter.
Worin besteht denn diese Behandlung?
Sie ist ganz einfach.
Wir werden Ihnen ein paar Filme zeigen.
Wie im Kino?
So ähnlich.
Das ist gut.
Ich viddiere ab und zu gerne Filme.
Und Filme viddieren sollte ich wahrhaftig!
Sie führten mich in ein Kino...
...wie ich noch keines gesehen hatte.
Ich wurde in eine Zwangsjacke gesteckt...
...und mein Kopf wurde an die Stuhllehne gebunden...
...von der viele Drähte herabhingen.
Eine Lidklammer hinderte mich daran...
...die Augen zu schließen, auch wenn ich es noch so sehr versuchte.
Ich fand das ziemlich verrückt...
...aber ich ließ sie machen.
Um in zwei Wochen wieder ein freier Malchick zu sein...
...würde ich alles in Kauf nehmen.
Der erste Streifen war wirklich gut...
...in alter Hollywood-Manier gedreht.
Die Laute waren horrorshow.
Man slouschte ganz deutlich das Schreien und Stöhnen.
Man hörte sogar gleichzeitig das Schnaufen und Stöhnen...
...der tolchockenden Malchicks.
Und dann, was sagt man nun...
...begann unser lieber alter Freund...
...der rote, rote Vino...
...der überall derselbe ist...
...als käme er von einer einzigen Firma...
...zu fließen.
Es war wundervoll.
Es ist komisch, dass die Farben...
...einem nur dann echt vorkommen...
...wenn man sie auf der Leinwand viddiert.
Und während ich zusah...
...wurde mir plötzlich bewusst...
...dass ich mich gar nicht wohl fühlte.
Ich gab dem guten Essen und den Vitaminen die Schuld.
Ich versuchte mich auf den nächsten Film zu konzentrieren...
...der damit begann, dass einer Devotchka...
...ein Rein-Raus verpasst wurde.
Zuerst von einem Malchick...
...dann von einem anderen.
Und dann noch einer.
Als der sechste oder siebte Malchick...
...geil und geifernd über sie herfiel und sie vergewaltigte...
...wurde mir wirklich schlecht.
Aber ich konnte meine Glotzies nicht schließen.
Ich versuchte mich abzuwenden...
...aber ich konnte mich...
...der Schusslinie des Films nicht entziehen.
Ich will aufstehen!
Ich muss mich übergeben!
Bringt mir was zum Spucken!
Das Serum wird in der Versuchsperson...
...eine todesähnliche Lähmung auslösen...
„begleitet von starken Empfindungen von Angst und Hilflosigkeit.
Eine frühere Testperson sagte...
...es wäre, als ob man...
...durch Ertrinken oder Ersticken stürbe.
Während dieser Zeitspanne...
...stellt die Testperson die furchtbarsten Assoziationen her...
...zwischen ihren katastrophalen Erfahrungen...
...und dem Terror, den sie sieht.
Dr. Brodsky ist zufrieden mit Ihnen.
Sie haben sehr positiv reagiert.
Morgen sind zwei Sitzungen. Morgens und nachmittags.
Zwei Sitzungen in einem Tag?
Sie werden am Abend erschöpft sein...
...aber wir müssen Sie hart rannehmen. Sie müssen geheilt werden.
Es war schrecklich.
Natürlich war es schrecklich.
Gewalt ist etwas schreckliches.
Das lernen Sie gerade.
Ihr Körper lernt es.
Aber warum wurde mir so übel?
Das wurde mir früher nie. Eher das Gegenteil, wenn ich es tat...
...oder anderen dabei zusah.
Ihnen wurde heute schlecht, weil es Ihnen schon besser geht.
Wenn man gesund ist, reagiert man auf das Schlechte...
...mit Furcht und Übelkeit.
Sie werden gesund, das ist alles.
Und morgen um diese Zeit werden Sie noch gesünder sein.
Am nächsten Tag, meine Brüder...
...tat ich wirklich mein Bestes.
Ich spielte morgens und nachmittags ihr Spiel...
...und saß wie ein horrorshow bereitwilliger Malchick. ..
...auf ihrem Folterstuhl. ..
...während sie eklige Filme über den Ultra-Terror abspielen ließen.
Aber diesmal ersetzten sie den Ton durch Musik.
Dann erkannte ich trotz der Übelkeit...
...welche Musik den Raum erfüllte.
Es war Ludwig van.
9. Symphonie.
4. Satz.
Bitte, stellen Sie das ab! Ich flehe Sie an!
Es ist eine Sünde!
Es ist eine Sünde!
Sünde?
Was soll eine Sünde sein?
Das da!
Dass Sie Ludwig van so missbrauchen. Er tat niemandem etwas zuleide.
Beethoven schuf nur Musik.
Meinen Sie die Begleitmusik?
Haben Sie schon mal Beethoven gehört?
Sie lieben also Musik?
Es muss sein.
Das ist vielleicht ein Strafelement.
Der Direktor kann zufrieden sein.
Tut mir leid, Alex.
Es ist nur zu Ihrem Besten.
Sie müssen uns eine Weile ertragen.
Aber das ist ungerecht. Es ist ungerecht, dass mir übel wird...
...wenn ich diese göttliche Musik anhöre.
Sie müssen Ihre Chance nutzen, Junge.
Sie haben gewählt.
Sie brauchen nicht weiterzumachen.
Sie haben mir bewiesen, dass Mord und Ultra-Terror...
...böse sind. Schrecklich, schrecklich böse.
Ich lernte meine Lektion.
Ich sehe jetzt, was ich vorher nicht gesehen habe.
Ich bin geheilt.
Gott sei gelobt!
Sie sind noch nicht geheilt, Junge
Aber Sir!
Frau Doktor!
Ich sehe ein, dass es böse ist!
Es ist böse, weil es gegen die Gesellschaft ist...
...denn jeder hat das Recht zu leben...
...ohne getolchockt und erstochen zu werden.
Nein, Junge, das müssen Sie uns überlassen.
Aber freuen Sie sich.
In weniger als zwei Wochen sind Sie ein freier Mann.
Meine Damen und Herren.
Jetzt stellen wir Ihnen die Testperson vor.
Er ist gesund und wohlgenährt.
Er hat gut geschlafen und bekam ein gutes Frühstück.
Keine Drogen...
...keine Hypnose.
Morgen schicken wir ihn wieder in die Welt hinaus...
...so rein und unschuldig wie ein junges Lamm.
Was unterscheidet ihn von...
...dem Schurken, den der Staat vor zwei Jahren...
...zu einer nutzlosen Strafe verurteilte?
Nichts.
Sagte ich, keine Veränderung?
Nicht ganz.
Im Gefängnis lernte er das falsche Lächeln, die Gehilfin der Heuchelei...
...kriecherische, katzenhafte, unterwürfige Seitenblicke.
Neue Laster wurden...
...den seinigen noch hinzugefügt.
Unsere Partei versprach Recht und Ordnung wieder herzustellen...
...und die Straßen für friedliebende Bürger sicher zu machen.
Dieses Versprechen soll nun Wirklichkeit werden.
Meine Damen und Herren, dies ist ein historischer Moment.
Das Problem der Gewaltverbrechen wird bald der Vergangenheit angehören.
Aber genug der Worte.
Taten sprechen deutlicher.
Schreiten wir zur Tat!
Sehen Sie gut zu!
Wir begeben uns auf dünnes Eis, Sir.
Ich habe volles Vertrauen in Brodsky.
Wenn die Statistiken stimmen, haben wir nichts zu verlieren.
Hallo, Misthaufen!
Puh, du wäscht dich wohl nicht oft...
...dem üblen Geruch nach zu urteilen.
Warum? Ich habe mich heute morgen geduscht.
Oh, er hat heute morgen geduscht.
Nennst du mich etwa einen Lügner?
Nein, Bruder.
Dann musst du mich für blöd halten.
Warum hast du das getan?
Ich habe dir nie etwas getan.
Willst du wissen, warum ich das tat?
Nun, weißt du...
...ich tue dies...
...und das...
...und das, weil ich dich nicht ausstehen kann.
Und falls du Streit suchst...
...dann nur zu. Bitte, fang an!
Komm schon!
Mir wird übel.
Dir wird übel?
Mir wird übel. Lass mich aufstehen.
Du willst aufstehen?
Dann hör mir zu.
Ich lasse dich nur aufstehen...
...wenn du etwas für mich tust.
Da.
Da.
Siehst du das?
Siehst du diesen Schuh?
Leck ihn ab.
Los, fang an!
Leck ihn ab!
Da, meine Brüder...
...streckte ihr treuer Freund und leidgeprüfter Erzähler...
...seine rote Jahzik hervor...
...und leckte die grahznigen, vonnigen Stiefel ab.
Nochmal!
Die schreckliche Übelkeit überkam mich...
...und verwandelte die Kampflust...
...in das Gefühl, ich würde abkratzen.
Nochmal.
Schön sauber!
Vielen Dank.
Das genügt.
Vielen Dank, meine Damen und Herren.
Sie kam Iichtumstrahlt...
...auf mich zu, und es erschien mir wie das Strahlen himmlischer Anmut.
Mein erster Wunsch war...
...sie auf den Boden zu werfen...
...und einen wilden Rein-Raus zu veranstalten.
Aber im Nu war die Übelkeit wieder da...
„wie ein Polizist, der mir aufgelauert hatte...
...um mich zu verhaften.
Das genügt.
Vielen Dank.
Danke, meine Liebe.
Fühlen Sie sich sehr schlecht?
Nein, Sir. Ich fühle mich großartig.
- Gut. - War es richtig?
War ich gut?
Sehr gut, mein Junge, ausgezeichnet.
Herrschaften, Sie sehen...
...die Testperson wird zum Guten gedrängt...
...während sie paradoxerweise vom Bösen angezogen wird.
Die Absicht, Gewalt anzuwenden...
...wird als physischer Schmerz empfunden.
Um diesem zu entkommen...
...muss er eine entgegengesetzte Haltung einnehmen.
Irgendwelche Fragen?
Wahl!
Der Junge hat ja keine Wahl!
Egoismus.
Die Furcht vor körperlichen Schmerzen...
...trieben ihn zu diesem grotesken Schauspiel der Selbsterniedrigung.
Die Heuchelei war klar zu sehen.
Er ist kein Übeltäter mehr.
Aber er ist auch nicht mehr einer moralischen Entscheidung fähig.
Das sind Spitzfindigkeiten!
Die ethischen Probleme interessierten uns nicht.
Unsere einzige Sorge ist, das Verbrechen einzudämmen.
Und die entsetzliche Überfüllung in unseren Gefängnissen zu beheben.
Er wird ihr wahrer Christ werden...
...der die andere Wange hinhält.
Der lieber gekreuzigt wird, als selber zu kreuzigen.
Dem beim Gedanken, eine Fliege zu töten, sterbenselend wird.
Er ist geheilt!
Freude vor den Engeln Gottes!
Die Hauptsache ist: es funktioniert.
Und am nächsten Tag war ihr Freund und Erzähler...
...ein freier Mann!
KATZENFRAU-MÖRDER ALEX FREIGELASSEN
"VERBRECHERHEILUNG" STÄRKT RECHT UND ORDNUNG
Mörder freigelassen:. Wissenschaft hat Heilmittel
Sohn!
Tag, Pe und Em.
Mama!
Wie geht es dir? Schön, dich zu sehen!
- Papa. - Junge, was für eine Überraschung!
- Wie schön, dich wiederzusehen! - In Form?
Wie geht es dir?
Oh, gut, gut.
Ich verhalte mich ruhig, weißt du.
Ich bin wieder da!
Nett, dich wiederzusehen.
Warum hast du uns nichts gesagt?
Ich wollte dich und Pe damit überraschen.
Nun, das ist dir prächtig gelungen.
Wir lasen es gerade in der Zeitung.
Du hättest es uns sagen sollen.
Wir freuen uns natürlich, dich wiederzusehen.
Ganz geheilt, nicht wahr?
Ja, Papa. Sie leisteten gute Arbeit.
Sie machten einen neuen Menschen aus mir.
Hier ist alles wie früher.
Ein fremder Kerl sitzt auf dem Sofa...
...und mummelt Toastlomticks.
Das ist Joe.
Er wohnt jetzt hier.
Ein Untermieter.
Unser Untermieter.
Er hat dein Zimmer gemietet.
Guten Tag, Joe.
Ist das Zimmer gemütlich?
Keine Klagen?
Ich habe von dir gehört.
Ich weiß, was du getan hast.
Deinen armen, vergrämten Eltern das Herz zu brechen.
Du bist also zurück.
Um deinen wundervollen Eltern das Leben wieder zur Hölle zu machen?
Aber nur über meine tote Leiche...
...denn ich bin mehr ein Sohn...
...als ein Untermieter für sie.
Steitet euch jetzt nicht, Jungs!
Halt die Hand vor den Mund!
Das ist ja widerlich!
Alles in Ordnung, Junge?
Das ist die Behandlung.
Das ist widerlich! verschlägt einem ja den Appetit!
Lass ihn, Joe, das ist die Behandlung.
Sollten wir nicht etwas tun?
Soll ich dir eine Tasse Tee machen?
Wo sind meine Sachen?
Nun...
...die Polizei hat alles...
„mitgenommen, mein Sohn.
Das sind die neuen Verordnungen...
...um die Opfer zu entschädigen.
Und Basil?
Wo ist meine Schlange?
Sie...
...hatte einen Unfall.
Sie ging von uns.
Was soll nun aus mir werden?
Ich meine...
...er wohnt in meinem Zimmer.
Das ist nicht abzuleugnen.
Das ist auch mein Heim.
Was schlagt ihr vor, Pe und Em?
Nun, das will alles wohlüberlegt sein.
Wir können Joe nicht einfach hinauswerfen.
Das geht doch nicht.
Ich meine...
...Joe ist hier um zu arbeiten.
Einen Vertrag hat er, für zwei Jahre.
Wir haben ein Arrangement. Nicht wahr, Joe?
Weißt du...
...Joe zahlte die nächste Monatsmiete schon...
...deshalb können wir, egal was kommt...
...nicht sagen, er soll gehen.
Es geht um mehr als das.
Ich muss auch an euch beide denken.
Ihr wart wie Vater und Mutter zu mir.
Es wäre nicht recht, euch zu verlassen...
...und diesem Ungeheuer auszuliefern...
...der euch nie ein rechter Sohn war.
Seht, jetzt weint er.
Aber das ist nur Lug und Trug.
Er soll sich anderswo ein Zimmer suchen.
Er soll aus seinen Irrtümern lernen und erkennen...
...dass ein Tunichtgut wie er, keine so guten Eltern verdient.
Gut.
Jetzt weiß ich, woran ich bin.
Ich habe gelitten und gelitten...
...und gelitten.
Und jeder will, dass ich weiter leide.
Du hast andere leiden lassen.
Es ist nur gerecht, dass du jetzt richtig Ieidest.
Sie erzählten mir abends...
...was du getan hast...
...und es war furchtbar anzuhören.
Das meiste davon machte mich ganz krank.
Siehst du, was du deiner Mutter antust?
Beruhige dich!
Also gut!
Ich gehe jetzt.
Ihr werdet mich nie mehr wiederviddieren.
Ich werde meinen eigenen Weg gehen.
Vielen Dank. Lasst es schwer auf euren Gewissen lasten.
So darfst du es nicht auffassen!
Hast du ein paar Moneten, Bruder?
Hast du ein paar Moneten, Bruder?
Hast du ein paar Moneten, Bruder?
Danke, Bruder.
Janie Mack.
Der Teufel soll mich holen!
Heilige Mutter Gottes und alle Heiligen, steht mir bei!
Ich vergesse nie ein Gesicht.
Bei Gott! Niemals!
Lass mich in Ruhe. Ich habe dich noch nie gesehen.
Das ist das verdammte Schwein, das mich fast umgebracht hätte.
Er und seine Freunde...
...prügelten mich mit Fäusten und Füßen.
Haltet ihn!
Sie lachten, als ich zu bluten anfing. Das mörderische Schwein!
Dann fiel eine Flut von stinkenden Greisen...
...über Ihren Erzähler her...
...und ergriffen ihn mit schwachen Rukers und hornigen Klauen.
Das Alter griff die Jugend an.
Ich wagte nicht mich zu wehren.
Ich wollte lieber geprügelt werden...
...als wieder diese Übelkeit zu spüren.
Genug, jetzt!
Hört auf!
Hört auf den Landesfrieden zu brechen, ihr elendes Pack!
Zurück! verschwindet!
Was ist geschehen, Sir?
Ach, nein.
Ei, ei, ei!
Unser kleiner Alex!
Lange nicht mehr viddiert, Drug!
Wie geht es?
Das ist unmöglich!
Nicht zu glauben!
Deine Glotzies täuschen dich nicht!
Das ist keine Maskerade.
Keine Zauberei, kleiner Alex.
Ein Job für zwei, die jetzt im Job-Alter sind.
Die Polizei.
Komm, Alex.
Geh mit uns spazieren.
Kommt, meine kleinen Drugs!
Ich kapiere das alles nicht.
Die Vergangenheit ist tot.
Ich wurde für meine Verbrechen bestraft.
Ich wurde geheilt.
Man hat es uns vorgelesen.
Der Inspektor hat es uns vorgelesen.
Er sagte, es sei eine gute Methode.
Was soll das alles?
Sie fielen über mich her!
Ihr seid doch nicht auf ihrer Seite und könnt es nicht sein!
Das kann nicht sein!
Der Kerl, dem wir mal übel mitspielten...
...wollte sich nach all dieser Zeit rächen. Weißt du noch, Dim?
Das war vor langer Zeit.
Ich erinnere mich nicht.
Nenne mich nicht mehr Dim.
Nenne mich Wachtmeister.
Aber wir erinnern uns an genug.
Das ist, damit du geheilt bleibst.
Das genügt, Drug.
Nein! Er wehrt sich noch.
Geheilt, sagst du?
Wir sehen uns wieder.
HEIM
Wohin sollte ich gehen? Ich hatte kein Geld, kein Heim.
Ich weinte über mein Los.
Heim! Heim!
Ich wollte heim.
Und schließlich fand ich heim...
...obwohl ich in meinem Zustand nicht erkannte...
...wo ich war und dass ich schon mal hier gewesen war.
Wer, in aller Welt, kann das sein?
Ich sehe nach.
Ja, was wollen Sie?
Bitte, helfen Sie mir!
Frank, dieserjunge Mann braucht Hilfe.
Mein Gott!
Was ist Ihnen zugestoßen, mein Junge?
Ob Sie's glauben oder nicht, meine Brüder und Freunde...
...während Ihr Erzähler...
...wie ein hilfloses Baby getragen wurde...
„erkannte er, wo er war...
...und warum "Heim" ihm so vertraut war.
Aber ich war sicher.
Er würde mich nicht erkennen...
...denn in jenen sorglosen Tagen...
...trugen ich und meine sogenannten Drugs...
...Masken, die uns unkenntlich machten.
Polizisten.
Gemeine Polizisten...
...schlugen mich zusammen, Sir.
Sie schlugen mich zusammen.
Ich kenne Sie!
Ist Ihr Foto nicht in der Zeitung?
Waren Sie heute nicht im Fernsehen?
Sind Sie nicht das Opfer dieser neuen Technik?
Ja, Sir.
Genau das bin ich. Ein Opfer.
Dann schickte Sie die Vorsehung.
Erst im Gefängnis, und dann von der Polizei gefoltert.
Ich bemitleide Sie. Sie sind nicht der Erste, der so zu uns kommt.
Die Polizei setzt ihre Opfer hier aus.
Aber Sie, eine andere Art von Opfer...
...brachte die Vorsehung zu uns.
Sie frieren und zittern ja.
Julian...
„lassen Sie ihm ein Bad einlaufen.
Natürlich, Frank.
Vielen Dank.
Gott segne Sie.
Er ist unsere beste Waffe...
...um die Regierung bei den Wahlen zu schlagen.
Die Regierung ist stolz darauf...
...wie sie mit dem Verbrechen aufräumte.
Sie nimmt Gangster in die Polizei auf...
...und untergräbt den Willen der Gefangenen.
Das gab es schon in anderen Ländern.
Ein schwacher Anfang.
Bevor wir wissen, wie uns geschieht, haben wir einen totalitären Staat.
Dieser Junge ist der lebendige Beweis für diese teuflischen Machenschaften.
Das Volk muss Bescheid wissen, es muss ihn sehen.
Die Traditionen der Freiheit müssen verteidigt werden. Freiheit ist alles.
Das Volk würde die Freiheit...
...für ein ruhiges Leben verkaufen.
Deshalb muss es geführt...
...oder gar gezwungen werden.
Gut.
Vielen Dank, Sir.
Er wird hier sein.
Guten Abend, Sir.
Guten Abend.
Vielen Dank für das Essen.
Es war niemand da, als ich aus dem Bad kam. Da fing ich an.
War das in Ordnung?
Natürlich.
Schmeckt das Essen?
Großartig, Sir.
Versuchen Sie den Wein.
Danke, Sir.
Prosit!
Prosit!
Wollen Sie nichts trinken?
Nein, meine Gesundheit erlaubt es nicht.
Nein, danke.
"1960, Chateau...
...Saint-Estephe.
Medoc."
Gute Marke, Sir.
Schöne„.
...Farbe.
Riecht auch sehr gut.
Tolle Nummer, Sir.
Darauf trinke ich.
Sehr erfrischend, Sir.
Es freut mich, dass Sie guten Wein schätzen.
Noch ein Glas?
Meine Frau...
...kümmerte sich früher um alles und ließ mich schreiben.
Ihre Frau? Ist sie nicht da?
Nein, sie ist tot.
Das tut mir Ieid.
Sie wurde brutal vergewaltigt.
Wir wurden von einer Bande Rowdys...
...hier, in diesem Zimmer überfallen.
Sie schlugen mich zum Krüppel, aber sie hat es nicht überstanden.
Lungenentzündung, sagten die Ärzte...
...denn sie starb während der Grippewelle einige Monate später.
Lungenentzündung. Aber ich wusste, was es wirklich war.
Ein Opfer unserer Zeit, das arme Kind!
Und jetzt Sie.
Sie sind auch ein Opfer unserer Zeit...
...aber Ihnen kann man helfen.
Ich rief ein paar Freunde an, während Sie im Bad waren.
Ein paar...
...Freunde?
Ja, sie wollen Ihnen helfen.
- Mir helfen? - Ja, Ihnen helfen.
- Wer sind sie? - Sehr einflussreiche Leute...
...die sich für Sie interessieren.
Das müssen diese Leute sein.
Ich will Sie nicht weiter stören, Sir.
Nein, nein. Sie stören mich nicht.
Hier.
Lassen Sie mich Ihr Glas füllen.
Das ist also der junge Mann.
Guten Abend, Sir.
Sehr erfreut, gnädige Frau.
Entschuldigen Sie diesen späten Besuch.
Frank sagte, sie bräuchten Hilfe.
Wie können wir Ihnen helfen?
Das ist sehr nett von Ihnen, Sir.
Ich hörte, Sie hatten heute...
...ein unerfreuliches...
...Erlebnis...
...mit der Polizei.
Ja, so könnte man es nennen.
Wie fühlen Sie sich jetzt?
Viel besser, danke.
Können wir Ihnen ein paar Fragen stellen?
Natürlich, Sir.
Nun, wir haben von Ihnen gehört...
...und interessieren uns für Ihren Fall.
- Wir wollen Ihnen helfen. - Vielen Dank, Sir.
Können wir...
„beginnen?
Natürlich, Sir.
In den Zeitungen stand...
...dass Sie nicht nur...
...gegen Sex und Gewalt...
„programmiert wurden, sondern versehentlich auch gegen Musik.
Ich glaube, das hatten sie nicht eingeplant.
Sehen Sie...
...ich liebe Musik, besonders Beethoven.
Ludwig van Beethoven.
- L3, E-- - Ich weiß schon, danke.
Und während sie mir einen besonders...
...üblen Film über Konzentrationslager zeigten...
...spielten sie als Begleitmusik zufällig Beethoven.
Und Sie reagieren nun auf Musik...
...wie Sie auf Sex und Gewalt reagieren?
Nein, nicht auf jede Musik. Nur auf die Neunte.
Beethovens 9. Symphonie?
Ja. Ich kann die Neunte nicht mehr anhören.
Sobald ich sie höre, überkommt mich...
...ein komisches Gefühl.
Und ich denke nur noch daran, wie ich am besten abkratzen könnte.
- Wie bitte? - Abkratzen. Sterben, meine ich.
Ich möchte nur in Frieden sterben...
...ohne Schmerzen.
Möchten Sie das jetzt auch?
Oh, nein, Sir, nicht ganz.
Obwohl ich mich...
„sterbenselend...
...und sehr niedergeschlagen fühle.
Hegen Sie noch...
...Selbstmordgedanken?
Nein, ich fühle mich...
...nur sehr traurig.
Und die Zukunft sieht nicht gut aus.
Ich fühle, dass mirjeden Moment etwas Schreckliches zustoßen kann.
Gut gemacht, Frank.
Julian, holen Sie bitte den Wagen.
Ich wachte auf.
Die Übelkeit überfiel mich wieder.
Dann erkannte ich, warum.
Die Musik, die zu mir heraufklang...
...war von unserem Freund Ludwig van.
Die fürchterliche 9. Symphonie.
Lasst mich raus!
Aufmachen!
Los, aufmachen!
Stellt es ab!
Stellt es ab!
Hört auf!
Stellt es ab!
Bitte!
Stellt es ab!
Plötzlich wusste ich, was ich tun musste...
...und was ich immer schon tun wollte.
Ich musste ein Ende mit mir machen.
Abkratzen.
Für immer aus dieser bösen, grausamen Welt verschwinden.
Ein kurzer Schmerz vielleicht...
...und danach...
...für immer...
...und ewig schlafen.
Ich sprang, oh meine Brüder...
...und schlug sehr hart auf.
Aber ich bin nicht abgekratzt. ..
...denn sonst könnte ich...
...Ihnen ja nicht erzählen, was ich jetzt erzähle.
Ich wachte nach einer langen, schwarzen Pause auf...
...die eine Million Jahre gedauert haben mag.
Er ist bei Bewusstsein, Doktor.
Regierung unmenschlicher Methoden beschuldigt
MINISTER WEGEN INHUMANER VERBRECHERKUR ANGEKLAGT
Alex durch Wissenschaftler zum Selbstmord gedrängt
"DIE REGIERUNG IST DER MÖRDER"
Ärzte klagen an, während Alex sich erholt
ENTRÜSTUNG ÜBER GEHEILTEN VERBRECHER
Regierung der Veränderung von Alex' Natur beschuldigt
Alex' Selbstmordversuch den Wissenschaftlern angelastet
Minister unter Anklage
Tag,Junge.
Guten Tag, Sohn.
Wie geht es dir?
Fühlst du dich besser?
Was...
...ist los...
...mein Pe und meine Em?
Was macht euch...
...so sicher, dass ihr...
...willkommen seid?
Schon gut, Mutter.
Er meint es nicht so.
Die Zeitungen schrieben wieder über dich.
Sie meinen...
...man hätte dir Unrecht zugefügt.
Es heißt...
...die Regierung hätte dich...
...zum Selbstmord...
„getrieben.
Wenn man darüber nachdenkt...
...ist es in gewisser Weise...
...auch unsere Schuld.
Dein Heim ist letzten Endes...
...schließlich dein Heim.
- Guten Morgen. - Guten Morgen, Doktor.
- Wie fühlen Sie sich heute? - Gut, gut.
Schön. Erlauben Sie?
- Ich bin Dr. Taylor. - Ich kenne Sie nicht.
Ich bin Psychiater.
Brauche ich einen?
Das gehört zur Krankenhausroutine.
Wollen Sie über mein Sexleben reden?
Nein. Ich werde Ihnen ein paar Dias zeigen...
...und Sie sagen mir, was Sie davon halten.
Oh, klasse!
Wissen Sie etwas über Träume?
Ja, ein wenig.
- Können Sie sie deuten? - Vielleicht.
Macht Ihnen etwas Sorgen?
Nein, nicht gerade Sorgen...
...aber ich habe immer wieder einen bösen Traum.
Sehr böse.
Es ist so.
Als ich ganz zerschmettert...
...und halb bewusstlos dalag...
...träumte ich dauernd...
...dass die Ärzte meinen Gulliwer...
...das Innere meines Gehirns, durchstöberten.
Und dieser Traum kam immer wieder.
Hat er irgendwas zu bedeuten?
Kopfverletzte wie Sie haben oft derartige Träume.
Das gehört zum Heilungsprozess.
Jedes Dia verlangt eine Antwort...
...von einer Person, die dort zu sehen ist.
Sagen Sie mir, was die Person Ihrer Meinung nach antworten würde.
Verstanden?
Ja.
"Ist das Federkleid nicht wundervoll?"
Ich sage, was der andere sagen würde?
Denken Sie nicht lange darüber nach.
Sagen Sie einfach, was Ihnen in den Sinn kommt.
Kohlköpfe, Unterhosen.
Er hat keinen Schnabel.
Gut.
"Der Junge, mit dem du dich immer gestritten hast, ist schwer krank."
Mir fällt nichts ein.
Ich hau dir eine in die Schnauze!
Gut.
"Was wollen Sie?"
Keine Zeit für einen Rein-Raus. Ich will nur das Gas ablesen.
Gut.
"Ihre Uhr ist wertlos. Ich will mein Geld zurück!"
Steck sie dir in den Arsch!
"Damit können Sie tun, was Sie wollen."
Eierchen.
Ich möchte sie...
...zerbrechen...
...das Zeug auflesen und...
...dann werfe--
Verdammte Scheiße!
Nun, das wär's.
Fühlen Sie sich gut?
Ich glaube ja.
Ist das alles? Ich hatte Spaß.
Das freut mich.
Wie viele habe ich denn richtig?
Das ist nicht so eine Art Test...
...aber Sie sind auf dem Weg zur völligen Genesung.
Wann werde ich entlassen?
Sicher sehr bald.
Ich wartete also...
...und bald, meine Brüder...
...ging es mir viel besser.
Ich aß Eierchen und Toastlomticks...
...und herrliche Stekjawecks.
Und eines Tages...
...kündigte man mir einen sehr besonderen Besucher an.
Warten Sie bitte draußen.
Kommt meine Planänderung ungelegen?
Ich sehe, ich platze mitten ins Essen.
Oh, das macht nichts.
- Guten Abend. - Tag, meine kleinen Drugs.
Wie geht es heute?
Wunderbar, Sir.
Brauchen Sie mich noch?
Ich glaube nicht, Sir Leslie.
Dann kann ich ja gehen. Schwester!
Sie haben einen ganzen Saal für sich.
Ja, Sir...
...und es ist manchmal sehr einsam hier...
...wenn ich nachts vor Schmerzen aufwache.
Ich bin froh, dass es Ihnen besser geht.
Ich blieb mit dem Krankenhaus in Verbindung...
...aber ich wollte mich persönlich...
...von Ihrem Befinden überzeugen.
Ich erlitt die Folterungen der Verdammten, Sir.
Folterungen der Verdammten.
Ich weiß, dass Sie furchtbare--
Lassen Sie mich helfen.
Glauben Sie mir, dass ich und die Regierung, der ich angehöre...
...dies alles zutiefst bedauern, mein Junge.
Um Ihnen zu helfen...
...folgten wir einem Rat, der sich als Irrtum erwies.
Eine Untersuchung wird den Schuldigen herausfinden.
Betrachten Sie uns als Ihre Freunde.
Wir werden Sie wiederherstellen.
Sie sind hier in den besten Händen.
Wir wollten Ihnen kein Leid zufügen...
...wie gewisse andere Leute.
Sie wissen sicher, wen ich damit meine.
Man wollte Sie zu politischen Zwecken missbrauchen...
...und wäre froh über Ihren Tod gewesen...
...den man dann der Regierung angelastet hätte.
Ein gewisser...
...Schriftsteller, Autor subversiver Schriften...
...wollte ebenfalls Ihre Haut.
Er schrie förmlich nach Ihrem Blut...
„aber jetzt sind Sie vor ihm sicher.
Wir ließen ihn beiseite schaffen.
Er fand heraus, dass Sie ihm großes Unrecht angetan hatten.
Das glaubte er wenigstens.
Er hatte sich in den Kopf gesetzt, dass Sie verantwortlich...
...für den Tod eines Wesens sind, das ihm lieb und teuer wahr.
Er war gefährlich.
Wir schafften ihn weg, zu seiner eigenen Sicherheit.
Und zu Ihrer.
Wo ist er jetzt?
An einem Ort, wo er Ihnen nicht schaden kann.
Wir kümmern uns um Ihre Interessen.
Wir interessieren uns für Sie...
...und wenn Sie entlassen werden, suchen wir Ihnen...
...eine gute Stelle mit einem guten Gehalt.
Was für eine Arbeit und wie viel?
Eine Stelle zu einem Gehalt, das Sie für angemessen halten.
Es soll Sie nicht nur für die Arbeit entlohnen...
...sondern auch für die Schmerzen, die Sie glauben ausgestanden zu haben.
Und dafür, dass Sie uns einen Dienst erweisen.
Dienst erweisen?
Hilft man seinen Freunden nicht?
Es ist bekannt, dass die Regierung...
...Ihretwegen viel an Beliebtheit einbüßte.
Viele glauben, wir werden die nächste Wahl verlieren.
Die Presse steht unserem Versuch äußerst...
...missbilligend gegenüber.
Aber die öffentliche Meinung ist sehr flatterhaft...
...und Sie, Alex--
Darf ich Sie Alex nennen?
Natürlich, Sir. Wie nennt man Sie zu Hause?
Frederick.
Alex, Sie können...
...wesentlich dazu beitragen, die Meinung der Öffentlichkeit zu ändern.
Verstehen Sie, Alex?
War ich klar genug?
Wie ein ungetrübter See, Fred.
Wie ein azurner Himmel im tiefsten Sommer.
Verlassen Sie sich auf mich.
Gut.
Braver Junge.
Ich hörte, Sie lieben Musik.
Ich habe eine Überraschung für Sie.
Eine Überraschung?
Ich hoffe, sie macht Ihnen Freude.
Sie ist ein Symbol für...
...wie soll ich sagen?
Unser neues, gegenseitiges Verständnis.
Ein Verständnis zwischen zwei Freunden.
Ich war wirklich wieder geheilt.
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