All language subtitles for s04E01IT-Tatort 1110 - Baum fällt-0527830790-german

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Original subtitles

*

UT: Toni Gschöpf

*

*

* Musik: Louis Armstrong,"What a wonderful world" *

♪ I see trees of green, red roses too

♪ I see them bloom for me and you

♪ And I think to myself,what a wonderful world

♪ I see skies of blueand clouds of white

♪ The bright blessed day,the dark sacred night

He, das kitzelt!

Geh, lass mich a bissl rein.

Ja, ja, "a bissl".

Da is der Hubert.

Dein Chef.

Scheiße!

Los, renn, bevor er merkt,dass du weg bist.

Geh, fuck!

Du, Valli, war der Hubert da?

Der Hubert? Naa. Wieso?

Wo warst denn du?

Am Klo.

Eine Stund' lang?!

*

* Piep-Signal *

Wiederschaun.

Grüß Sie. Die Eins ...und zwei so Weckerln da.

Ein Mal Käse, eines mit Wurst.

Salami passt?

78,20.

Ja, wir halten dich am Laufenden!

Servas, baba.

Wurst war aus.

Na geh!

Der Rauter?

Ja.

Is der Tribusser aufgetaucht?

I hätt nix dagegen, wenn wiram Abend wieder z' Haus wären.

Nix.Kein Robert Tribusser in Sicht.

Der Holz-Baron Junior macht sichirgendwo a paar schöne Tage.

Und uns schicken s' herwie die Trotteln.

Weil der Senior mit'm Polizei-präsidenten befreundet ist.

Woher weißt du das?

Hat mir der Ernstl grad erzählt.

Du hast jetzt Pause!

Ich esse.

* Anruf-Signale *

500 Kilometer fahren füreinen Vermissten - ned schlecht.

Wenn er wenigstens tot wär.

Der Tribusser.

Die Salami schmeckt scheiße.

*

Es muss irgendwas Schlimmeres sein.

Gehen S' bitte wieder, Frau Prix!

Sie können jetzt nix helfen.

Ihr gehts auch heim!Schicht fällt aus.

Frau Richard ...

Schau!

Friedl, is es der Hubert?

Es is der Hubert.

*

*

Schaut so aus, als wärder Tribusser wieder aufgetaucht.

Hallo, das is a Tatort!

Gratuliere, wenn ihr dasjetzt schon wisst.

Wo liegt die Leiche?

Leiche? Der is verbrannt.

Da is er.

Was?

Der Hubert Tribusser.

Also sein Implantat.Schultergelenk.

Sicher?

Er is sich sicher.

Der Hubert hat sich beim Motorrad-unfall die Schulter ruiniert.

Woher wissts ihr,dass das sein Implantat is?

Die Seriennummer stimmt überein.

Der Chef hat das überprüft.

Da is die Bibi.I brauch die Spurensicherung ...

Spurensicherung is schon am Weg.

Du, das hat sich erübrigt. Danke!

Wie funktioniert das da?

Das Kraftwerk?

Ja.

Kommen S'! I zeig Ihnen das.

Normalerweise wird der Heizkesselüber das Förderband befüllt.

Oder man macht's über die Klappe.

Danke.

Das is sie, die Klappe.

Den Kessel kann man aufmachen,wenn er in Betrieb is?

Ja, aber dann geht ein Alarm los.

Den man aber abschalten kann.

Sie wissen sicher schon,wann das der Fall war.

Und der Chef auch ned?

Einer allein hätte die Leicheda hineinhieven können.

Aber nie und nimmervon da unten raufschleppen.

Also eher zwei Täter.

Videoüberwachung gibt's?

Ja, bei der Holzanlieferung.

Und eine Kamera bei der Zufahrt.

Die Aufzeichnungen ...

Nein, nicht! Finden Sie lieber raus,wann der Alarm abgeschaltet war.

Das merken Sie sich auch so.

Wann wird der Asche-Haufenda draußen weggeräumt?

Kommt drauf an.

Das letzte Mal vor einer Wocheund ...

Und heute?!

Ja.

Von wem?

Reiter Norbert.

Den hat der Chef schon befragt.

Ich will alle Namen von denen,die hier arbeiten.

Und alle, die jemals zuliefernoder irgendwas abholen.

Das können Sie sich aufschreiben!

Da kann i euch gleich das ganzeTelefonbuch vom Mölltal bringen!

Lentschi, schau, wer schon da is!

Mein Schatzerle!

Mama!

Hoppassa!

Wieso bist du ned bei der Arbeit?

Sie haben den Hubert g'funden.

Wie? Wo denn?

Mir is schlecht.

Schon wieder?

Du musst das bald dem Andi sagen.

Was hat denn die Mama?

Magst?

Mhm.

Ein Sägewerk hab i miranders vorg'stellt.

Ja, das is ja auch mehr.

Vorn geht der Baumstamm rein, hintenkommt der fertige Dachstuhl raus.

Da hat er g'wohnt?

Die Alten wohnen da,Hubert im Haus dahinter.

Der Chef is gradbei der Frau Tribusser.

Der Gattin?- Der Mama. Gattin gibt's keine.

Freundin?

Da wollt sich der Hubertnicht so festlegen.

Es tut mir so leid!

Könnts ned anklopfen?!

Ähm ... Frau Tribusser,mein Beileid.

Ich ... äh .. bin Bibi Fellner.Das is mein Kollege Moritz Eisner.

Wir würden gern ...- Nicht jetzt!

Ja, wir reden dann später.

Sie hat's noch gar nedrichtig begriffen.

I glaub ned, dass sie helfen kann.

Kann das sein, dass danoch einer was ned begriffen hat?

Wo is der dazugehörige Vater?

Im Flieger. Auf'm Rückwegvon Krasnojarsk, Sibirien.

Der is eineder wichtigsten Holz-Messen.

Wer in Holz macht, kann sichned leisten, die zu versäumen.

Weil der Junior vermisst wird,ist der Senior g'fahren.

Vermisst is er ja nicht mehr.

Das is also sein Haus?

Ja. Weg'kommen is nix.Aus seinem Büro übrigens auch nicht.

I schau lieber selber nach.

Bitte mischen Sie sich ab sofortnicht mehr in unseren Fall ein.

Moritz ...

"Ein Mensch, der wenig lernt,trottet wie ein Ochse durchs Leben."

"An Fleisch nimmt er zu,an Geist nicht."

Muss i das jetzt verstehn?

Eine buddhistische Weisheit.

Mit meinen Worten: Du warst einmalein feiner Kerl, Moritz Eisner.

Du hast dich nicht zu deinem Vor-teil entwickelt. Feinig übrigens.

Alois?!

Servus, Moritz.Schön, dich wiederzusehen!

Selbstverständlich ist das ab jetztdein Fall. Komm, gemma!

Na, was is?

Gibt's sonst was,was wir noch wissen sollten?

Tribussers Auto hamma in Villachvorm Bahnhof g'funden.

Von dort wollt er nach Venedig.Das Ticket hat er online gekauft.

War er im Zug?

Das Handy war zuletzt in Villacheingewählt und dann tot.

Er könnte also dortseinem Mörder begegnet sein.

Ja!- Danke!

Sag einmal,was war denn das grad?

Ich kann mich nicht an jedenerinnern,

mit dem ich vor 25 Jahreneinmal was zu tun hatte.

Schon klar.

Es war eine meiner ersten Leichenin Wien, glaub ich.

Ein Kärntner. Deshalb hatte ichmit dem LKH Klagenfurt zu tun.

Der Feinig hat dort gearbeitet.

Beim Mord?

Ja.

Eigentlich hamma unsganz gut verstanden.

Wir sind sogar ab und zuauf ein Bier gegangen.

Schau!

Lieb.

Warts ihr befreundet?

Keine Ahnung,was für dich ein Freund ist.

Stimmt, du hast ja keine.

Wir haben uns a bissl umg'schaut.

Sie machen nur Ihre Arbeit.

Frau Tribusser, hat Ihr Sohnvon Problemen gesprochen?

Oder Streit?

Nein.

Hatte er Feinde?

Feinde?!

Den Hubert mag jeder.

Danke.

Ja.

Ja, genau.

Ich brauch seine Handy-Kontakte.

Von den letzten zwei Wochen.

Und, Fredo, beantrag bitteeine Konto-Einsicht.

Ja?

Gut. Ja, servas. Baba!

Armutsgefährdet scheintin der Familie keiner zu sein.

Am Freitagabend?

Da hab i meinen Bruderbeim Drobnig getroffen.

Dem größten Gasthaus im Ort.

Worum ging's dabei?

Hauptsächlich um den Holzer.

Gerald Holzer.

Selbsternannter Naturschützer.Eigentlich Lehrer.

Er hat sich auf die Tribusser Werkeeing'schossen.

Warum?

Warum? Weil er a Trottel is!

Er hat in seinem Blog behauptet,

die Tribussers roden Wald,der unter Naturschutz steht.

Er hat sich auf unserem Geländeherumgetrieben.

Was wollt er da?

Keine Ahnung. Wir haben uns gewehrtund ihn geklagt.

Auf Hausfriedensbruchund üble Nachrede.

Wir? Was heißt 'wir'?

Ich hab mir gedacht,Ihr Bruder hat das Werk geleitet.

Ja, eh.

Seit wann hat der Hubertdas Werk geführt?

Vor vier Jahren hat der Schwiegerpapaden Infarkt g'habt und übergeben.

Wann war das Treffen vorbei?

So um acht herum.

Ich bin dann z' Haus.

Zu mir.

Wissen Sie, was Ihr Bruderin Venedig wollte?

War das seine Freundin?

Die Prix?

Margit Prix, unsere Buchhalterin.Kann sein, dass da einmal was war.

Also Vergangenheit.

Und was is mit der Gegenwart?

Nix.

Jetzt war er grad solo.

Wiederschaun.

Wiederschaun.

*

Naa!

Ernstl, ja, aber das erklärst danndu dem Polizeipräsidenten!

Ja, du mich auch.

Gehen S' rein.Der Herr Holzer is eh da.

Danke. Was sagt der Rauter?

Wir müssen mit den KärntnerKollegen vorliebnehmen.

Dann sei ab jetzt ein bissi lieb.

Wolf, aus! Komm her!

Moritz Eisner. Das istmeine Kollegin Bibi Fellner.

Wir müssen mit Ihnen ...

Wir würden gern mit Ihnenüber Hubert Tribusser sprechen.

Aus! Aus!

Keine Angst, der tut nur wild.

Aber es hilft.

Aha.

Wogegen?

Seit i ihn hab, hat mir keiner mehrvor die Tür g'schissen.

So beliebt sind Sie?

Hat sich der Hubert Tribusserüber mich beschwert?

Er nicht. Er ist tot.

Nicht echt jetzt, oder?

Können wir rein?

Das sind Waldgebiete in Osteuropa,die für immer zerstört sind.

Den Behörden dort ist das egal.

Die halten nur die Hand auf.

Wissen S',wo das Holz dann hinkommt?

Zum Spottpreis hierher.

Das wissen Sie, weil Sie unerlaubtam Werksgelände spionieren?

Ich weiß es halt. Das Holz wirdzu Pellets verarbeitet

und teuer an Menschen verkauft, dieglauben, umweltbewusst zu handeln.

Der Tribusser hat die Preise gedrückt- die Forstwirte hier gehen ein.

Aus! Sie haben am Freitag versucht,den Hubert Tribusser anzurufen.

Ja, ich wollt mich mit ihm einigen.

* Der Hund bellt unaufhörlich. *

Bei einer Klage in der Höhe is'schnell aus mit der Vernunft, oder?

Fragen S' mich jetzt gleich,wo i am Freitagabend war?

Hier.

Wolf is mein Zeuge.

* Der Hund heult auf. *

Wissen Sie, wiedas System Tribusser funktioniert?

Wer den Mund aufmacht, wird geklagt.

Und wer ihn nicht aufmachen soll,der wird gekauft.

Macht jeder so mit genug Macht,sprich Geld am Konto.

Ja.

Da kann manschnell wütend werden, ned?

I werd bestimmt wegen viel Sachenwütend auf der Welt.

Aber deswegen mach ich michned strafbar.

* Geräusch einer Motorsäge *

*

Du riechst immer so gut!

Wie a ganzer Wald.

I bin wieder schwanger.

I hab mir schon so was gedacht.

I weiß, wir wollten noch warten.

Man könnt's noch wegmachen lassen.

Der Hubert hat mireinen Job an'boten.

In seinem Büro.

Keine Nachtschicht und mehr Gehalt.

Wann hat er dich das g'fragt?

Wird ja jetzt eh nix mehr draus.

Is okay, danke.

Die Spusi hat im Kraftwerkweder Blut noch sonst was g'funden,

was auf einen Kampf hindeutet.

Spuren gibt's genug, aber da sindja zig Leut durchmarschiert.

Morgen nehmen sie sich das Autovom Hubert Tribusser vor.

Das is jetzt aber ned wahr!

Hast du ned reserviert?

Bitte.

Unterm Strich hamma nix außer demnackerten Schultergelenk aus Titan.

Keine Beweise, kein Tatort,keine Tatzeit. Nix! Nada!

Wir habeneinen engagierten Naturschützer.

Ohne Alibi.

Und ohne Motiv. Die Klagehat er immer noch am Hals.

* Klingel *

Und wenn's im Streit war?

Aggressiv wirkt der Holzer ned.

Mich macht er manchmalschon aggressiv.

(Handy-Video:) "Na, hab i dirzu viel versprochen?"

* Eine Frau lacht. *

"Na, hab i dir zu viel versprochen?"

* Eine Frau lacht. *

Der Hubert war am Freitagabendsicher noch beim Holzer.

I hab g'sehn, wie erin die Richtung g'fahren is.

Und daraus schließen Sie,dass er zum Holzer g'fahren is?

Zwei Einzel, nehm i an.

Wer war sonst nocham Freitagabend da?

Am Schluss nur mehrdie Tribusser-Brüder und i.

Bitte!

Wenn Sie Hunger haben,i hab grad a Gulasch g'macht.

Is aber erst morgen gut.

Warum mögen Sie den Holzer nicht?

I mag keine, die ned herg'hören.

Wo g'hört er denn hin,Ihrer Meinung nach?

Na ja, soll ja schön sein,wer's mag - Wien und die Wiener.

Dem Herr Lehrer wär's am liebsten,da wär wieder Urwald.

Und wir sitzen alle auf den Bäumen.

Und Sie sind der Aff,der ihm vor die Tür scheißt?

Das wär nicht meine Art. WLANis gratis, Frühstück bis halb zehn.

Aber anderen einen Mord unterstellenis schon Ihre Art?!

Wegen dem Gulasch ...- Danke, brauch'ma ned!

Angenehme Bettruhe. Morgenmüssen Sie sich was anderes suchen!

Bravo, Moritz, gratuliere!Was hat das gebracht? Genau nix!

Unbeliebt machen kannst dichin deiner Freizeit auch noch.

Bibi, das is ein Arschloch!

Ja, aber i hab Hunger!

Gute Nacht.

*

*

Aha!

I hab mir 'dacht,du reißt dich ned um die Arbeit.

Ihr kriegts es ja ned hin ohne mich.

Hast schon was g'funden?

Soll i die zweite Kamera machen?

Schon startklar.

Kann das sein, dassder Drobnig a Trottel is?

Das is das Problemmit engstirnigen Leuten.

Sie haben ständig die Papp'n offen.

Buddhistische Weisheit.

Bist jetzt Buddhist?

Naa, aber die Sprüch' g'fallen mir.

Is das da draußen der alte Wuzler?

Glaubst, i lass den verwaistin Klagenfurt zurück!

Seit wann bist du nimmer beim Mord?

Vor einem halben Jahr bin iwieder z'rück.

I hab's nimmer ausg'halten.

Die Toten?

Naa, die Überlebenden.

I hab ihnen nimmerin die Augen schauen können.

Glaubst du noch immer,du kannst die Welt besser machen?

Das hab i 'glaubt?

Ja.

Frau, Kinder?

Naa und ja.

Die Frau - wir haben uns getrennt.Die Tochter is längst aus'm Haus.

Du?

Weder noch.

♪ You can't always getwhat you want.

♪ You can't always getwhat you want.

♪ But if you try sometimes ...

♪ .. you might findyou get what you need!

Bingo!

Was?

Da schau her!

Ja, was soll das sein?

Siehst du schon so schlecht?

Hm?

Aha.

Spiel! Is ja ned Schach.

Was glaubst du, was der Hubertin Venedig wollte?

Risotto.

Prosciutto.

Vino Rosso.

Dolce far niente!

Ui!

Aufpassen, Eisner!Bist ja ganz aus der Übung.

* Im Hintergrund läuftMusik von den Rolling Stones. *

Was is mit Amore?

Amore, der Hubert?Mehr mehr als weniger.

Und was hältst du vom Holzer?

Ein Mann mit Visionen.

Von wegen aus der Übung! Der warso schnell, den hast du ned g'sehn.

Das is ned unser Mann.

Der is um 23 Uhr 45 aufs Geländegekommen.

Der Hubert Tribusser is noch Stundenspäter in Villach gewesen.

Keine voreiligen Schlüsse, Eisner.

Erst Fakten sammeln.

Also - Werkshalle.

Kraftwerk.

Mit Heizkessel.

Kamera 1, Kamera 2, Zufahrt.

Wenn der Täter ...

Oder die Täter ...

.. die Zufahrt genommen hätten,dann hätten wir s' g'sehn.

Also ...

.. hat er den Schleichweg genommen.

Und den wiederumkennen nur Eingeweihte.

Na was?

Jetzt mal ehrlich:Was hast du ang'stellt,

dass sie dichhierher strafversetzt haben?

Das kannst dir du ned vorstellen,

dass man einfach seine Karriereaufgibt, oder?

Mach'ma weiter.

Ja, Moritz, i komm eh schon.

Das hättest mirfrüher sagen können.

Ja, hab ich. Bis gleich!

Entschuldigung ...

Ah, jessas, auschecken!

Tut mir leid!

Ich hätte übrigensein anderes Zimmer für Sie.

Das wegen dem Papa tut mir leid.

Der is a bisserl eigen.

Is mehr was Einfaches.I hab schon ang'rufen.

Danke.

War das Ihr Bruder?

Ja.

Ah, Unfall?

Vor drei Jahren.

Der Papa hat sich nimmerganz erfangen seitdem.

Ah, das machen wir.

Denken S' nach!Alles kann wichtig sein.

Sie haben also nix g'sehn?

Naa.

Freitagnacht: Is dir dairgendwas aufg'fallen?

Zeit zum Schauen hammabei der Arbeit ned!

Nix?

Das Kraftwerk is viel zu weit weg -da müsst man hellsehen können.

Was war der Hubert Tribusserfür ein Chef?

Ja, eh lässig.

Hast ihn ja kennt, oder?

Kommt Ihnen der bekannt vor?

M-m.

Wer soll das sein?

So a Jacke vom Bauhof hatjeder Zweite da.

Kann i jetzt gehn? Mir is ned gut.

Gibt's noch irgendwas,was i wissen sollte?

Gut. Pfiat di!

*

Um 20 Uhr verabschiedet sichder Hubert von seinem Bruder, Klaus.

Morgen!

Morgen.

Um 23 Uhr 15 sieht Gerry Trebuchden Tribusser am Gelände auftauchen.

Fleißig warts in der Nacht.

Ja. Und um 23 Uhr 45 befindet sichdiese Person am Gelände.

Und zwar genau hier!

Um 1 Uhr 15 ...

.. tankt der Hubert Tribusserund zahlt mit der Kreditkarte.

Er bucht online das Zugticket.

Und parkt sich beim Bahnhofin Villach ein.

Ab da verliert sich seine Spur.

Ab 2 Uhr 30 is sein Handy tot.

Na ja, die große Frage ist:

Wo war der Hubertzwischen 20 Uhr und 23 Uhr 15?

Wenn der Drobnig recht hat,dann ...

Geh bitte, der Drobnig!

Wir sollten trotzdemmit Holzers Nachbarin reden.

Vielleicht war der Hubert bei ihm.I fahr hin.

Naa! Alois, mach du das.

Der Holzbaron Seniorwill mit uns reden.

I weiß jetzt, wann der Alarmvom Heizkessel abg'schaltet war.

Am Freitag in der Nachtvon 00 Uhr bis 00:20.

Von 00 bis 00 Uhr 20.

Das heißt, der Tribusser könnte

zwischen 23 Uhr 15 und 00 Uhrermordet worden sein.

Moment!

Dann is ned der Hubert,

sondern sein Mördermit dem Auto nach Villach g'fahren.

Dann hat der auchdas Zugticket gebucht.

Da betreibt einer viel Aufwand,um einen Mord zu vertuschen.

Ja, aber um 01 Uhr 15hat er getankt.

Vielleicht gibt'sdas Überwachungsvideo noch.

Es schaut wirklich so aus,

als ob DER hierden Hubert auf'm Gewissen hat.

Der Klaus war immer ein ganz Braver.

Ein Einser-Schüler.

Beim Hubertis' sich grad so aus'gangen.

Ums Arschlecken halt.

Aber im Zweifelsfallhat er immer genau g'wusst,

wie er seine Lehrerum den Finger wickelt.

Was zum Trinken? Kaffee?

Nein, danke.

Im Geschäftslebennutzt einem Ehrgeiz nix.

Eier braucht man.

Einen Riecher fürs Timing.

Und a G'spür für die Leut.

Der Hubert hat immermit alle können.

Egal mit wem.

Angeblich hat Ihr Sohnden Holzpreis immer mehr gedrückt.

So?

Wissen Sie, wie's auf'm Holzmarktausschaut, seitdem er offen is?

Die Preise fallen und fallen.

Und wir schaun, dass das ganze Talned vor die Hunde geht!

Haben Sie schon einmal g'sehn,

wie die Wurzeln von zwei Bäumenzusammenwachsen?

Wenn ein Baum schwach is, versorgtihn ein anderer mit Nährstoffen.

Und warum?

Ein Baum allein is noch kein Wald.

Deshalb ...

.. wird auch ...

.. das schwächste Gliedin der Kette unterstützt.

Sie sind also der gesunde Baum?

Warum lassen S' danndie kleinen Forstwirte eingehen?

Aber wenn's was zu vertuschen gibt,sind Sie angeblich sehr spendabel.

Man hat mir versprochen,Sie sind die Besten.

Das sind die Besten,hat's geheißen in Wien.

Und jetzt schaut man dortganz genau, ...

.. was Sie bei uns herunten treiben.

Also ...

.. bringts mir den Mördervon meinem Sohn!

Brrr! Jetzt is mir kalt.

Frau Prix?

Mhm.

*

*

Geh!

Lass mich!

'tschuldige!

I kann das ned!

Geh lieber duschen!

Wie lang hat Ihre Affäre gedauert?

Ned lang.

I weiß ned, ob man dasüberhaupt Affäre nennen kann.

Das hat sich mehr so ergeben.

Der Hubert ... hatsehr lieb sein können.

Sehr lieb!

(Weißt, wie schön es isauf Mauritius?!)

(Das Meer hat a Farb,das hast du noch nie g'sehn.)

(Der Sand is ganz weiß.)

(Grad wie im Paradies.)

(Dort gibt's einen Vogel, den Dodo.Der existiert nur dort.)

(Sonst nirgends auf der Welt.)

(Tät i dir gern zeigen.)

(Was meinst?)

(Wie tun wir jetzt?)

(Wir zwei?)

Er ... er is einmalsehr verletzt worden.

Emotional.

Deswegen hat er sich schwergetanmit Beziehungen.

Wer ihn so verletzt hat,hat er nicht gesagt?

So genau wollt i's ned wissen.

Wenn Ihnen noch was einfällt ...

*

"I bin einmal so verletzt worden."

Übersetzt heißt das: Danke,kein Interesse an was Ernstem.

Na ja ...

Glaub mir, in DER Sprachebin i perfekt als Dolmetsch.

* Das Handy läutet. *

Alois, was gibt's?

Ja.

Aha.

Da schau her!

Na ja, okay.

Ja.

Na gut, weiß eh:

♪ You can't always getwhat you want.

Ja, genau.

Okay. Also, bis nachher. Ciao!

Was war das jetzt?

Der Alois.

Die Aufzeichnungen von der Tank-stelle sind schon gelöscht worden.

Und ihr zwei habtseinen Gesangsverein gegründet?!

Naa, also, das verstehst du ned.

Eh klar.

Der Holzer hat übrigenseine Eintragung im Strafregister.

Wegen Körperverletzung.

Und er hat uns ang'logen.

Die Nachbarin hat ihn am Freitaggesehen, wie er wegg'fahren is.

Hab ich's gesagtoder hab ich's gesagt?!

Ja, du hast es g'sagt!

Was wollen S' denn noch?!

I hab Ihnen eh schon alles g'sagt.

Von uns aus können alle hören,

warum man Sie an der Schule in Wiengefeuert hat!

Weißt was, i mag dich auch ned!

Wolf!

Wolf, komm her!

Pfoah!

Das gibt's ja ned.

Nerviges Viech!

Herr Holzer, Sie haben dem Vatereines Schülers die Nase gebrochen.

Kennen Sie den Akt? Was derfür Lügen über mich verbreitet hat!

I hab sein' Sohn nie ang'rührt.

Da sind Ihnendie Sicherungen durchgebrannt.

Wie beim Tribusser.- Nein!

Sie waren Freitagnachtnicht zu Hause.

Rufen Sie jetzt nedIhren Hund als Zeugen auf.

Sie haben Hubert Tribussergetroffen, weil Sie wollten,

dass er seine Klage zurückzieht.

Nein.

Sondern?

I war mit einem Kollegen zusammen.

Die ganze Nacht.

Warum sagen Sie das ned gleich?

Er is verheiratet.

Ja, und?

Ah so.

Der Bericht von der KTUzum Auto vom Hubert Tribusser.

Überprüf den! Der hat angeblichdie Nacht mit dem Holzer verbracht.

Aber mach es diskret.Der is verheiratet.

Ja, und?

Ah so!

Ja, sicher.

Mach dir keine Sorgen!

Ja.

Ich dich auch. Sehr!

Was war beim Holzer?

I glaub, den können wirals Verdächtigen vergessen.

Spuren von einem Dutzend Personen.

Ich fürcht, auch von mir.I hab ja das Auto gleich untersucht.

Handschuhe waren keine Option?

Damals war's noch kein Mordfall.

Da hat er recht. Spuren sind über-wiegend von weiblichen Personen.

Und einem nahenmännlichen Verwandten.

Klaus?- Hm.

Auf dem Fahrersitz wurden Blutspurenvon Hubert Tribusser gefunden.

Is euch das Cut aufg'fallen,das der Klaus auf der Stirn hat?

Fellner.

Du meinst, das Treffen der Brüderwar ned so friedlich?

Ja, hab ich verstanden,Ihren Namen aber nicht.

Unbekannter Anrufer?

Dem Handy. Mir aber ned.

Das war die Margit Prix.

Sie behauptet, Huberts große Liebewar eine Valli Granitzer.

Is das die aus der Nachtschicht?

Ja, aber zwischen die Valli undden Andi passt kein Blattl Papier!

Und wenn der Hubertdoch dazwischen gepasst hat?

Nachgehen müss'ma dem schon.

Apropos Eifersucht:I hab da was gefunden.

Auf Huberts Fotoapparat.

Da!

Aha. Und was seh ich?

Da! Schau dir den Blick an!

Hm, schon sehr verliebt.

Wir sollten noch einmalmit der Johanna reden.

Komm mit! Vielleichtis sie dann gesprächiger.

Was is?

Ihr machts das schon.

Seids ja zwei große Buben.

Sag, kann's sein, dass die Bibiwas gegen mich hat?

Naa. Sie hat's nur ned so gern,wenn man in ihr Revier pinkelt.

Ah, du bist ihr Revier?

Dein Spiel. Du führst, okay?

Alle sagen, der Holzer war's.

Stimmt das?

Glaubst du das auch?

Ihr habts euch dochsehr gut gekannt, der Hubert und du.

Na ja, war halt mein Schwager.

I glaub ned, dass grad ich ...

Ja?

Was wollts ihr eigentlich von mir?

Ihr habts euch gerng'habt, oder?

Wie lang is das gegangenzwischen Ihnen?

I wollt das ned.

Das musst mir glauben.

Das is einfach ...

.. passiert.

I komm gleich wieder.

Und der Klaus weiß davon?

In letzter Zeit war's halt nur mehrdunkel und ... schwer mit'm Klaus.

Weil er die Leitung vom Werkned gekriegt hat?

Und der Hubert?

Der ...

.. war das komplette Gegenteil.

Is lachend bei der Tür rein,zwei Flugtickets in der Hand.

Und hat dirdie Welt zu Füßen gelegt.

Hast du die Jackeschon einmal g'sehn?

Ja.

Sicher.

Die is vom Bauhof, oder?

Die haben viele da.

Der Klaus auch?

Naa!

Der Klaus ned.

Seit wann haben Siegetrennte Schlafzimmer?

Können Sie immer noch bezeugen, dassIhr Mann Freitagnacht zu Hause war?

Der Klaus war's ned!

Sicher ned!

Weißt, wer den gepflanzt hat, hm?

Dein Ur-Opa.

Weißt, wer die gepflanzt hat?

Der Papa.

Ja! Ja, der Papa.

Wenn du einmalEnkerl haben wirst,

dann werden die so groß seinwie der da.

* Motorsäge *

Frau Granitzer?

Fellner. Grüß Sie!

Hallo.

Die Sigrid Drobnig hatein Zimmer für uns reserviert.

Ja, freut mich!

Die Frau is von der Polizei.

Da braucht man sich ned fürchten.

Die tut dir nix.

Bitte!

Is die Valli auch da?

Naa, die is bei der Arbeit.

Kommen S' mit!

Wie hat sie sich denn mitdem Hubert Tribusser verstanden?

Wir haben uns alle gut verstandenmit'm Hubert.

I hab g'hört,die Valli ein bissi besser.

Hat das wer g'sagt?

Stimmt schon. Als Bub war erganz verschossen in sie.

Jetzt war er halt ihr Chef.

Luxus dürfen S' Ihnen ned erwarten.

Wir vermieten mehr nebenbei.

Das passt schon.

Angeblich gibt'sgar nimmer so viele Forstwirte.

Weil's immer schwieriger wird.

Uns gibt's noch.

Und sonst?

Wir, die Hafners. Der Drobnig hatnach'm Unfall vom Sohn auch verkauft.

Wem? Dem Tribusser?- Mhm.

Was war denn das für ein Unfall?

Is im Werk passiert.

Genaueres weiß i ned.

Das war's jetztmit'm Alibi vom Klaus.

Das is schon a komischer Beruf.

Wo's ein Erfolg is, wenn manjemanden beim Lügen erwischt.

I versteh's ned, Alois.

Is das jetzt wirklich dein Leben?

Hintern breit sitzenam Schreibtisch.

Und andere ins Röhrl blasen lassen.

Steckst da in dem engen Talund könntest längst woanders sein!

I war schon woanders.

Eben!

"Das Leben birgtviele Umwege in sich."

"Die Kunst besteht darin,dabei die Landschaft zu bewundern."

Alois, bitte!

Die ganze Zeit die Berg bewundern- das is auch fad!

Mit deinen buddhistischen Weisheitengehst mir langsam auf die Nerven.

Es is ganz einfach, Moritz:Die Arbeit is nicht mehr mein Leben.

Vielleicht anders wie bei dir,aber ...

Aber was?

Nix. Fahr'ma!

Musst du ned zur Schicht?

Doch.

I speib so viel,das is sicher a Bua.

Und wenn's so a Fee geben tät,die unsere Schulden wegmacht?

I würd ja auch gern zaubern können.

I möcht's behalten.

*

*

Hm!

"Es gibt tatsächlich Leute, die sichlieber ihre Trauer abkaufen lassen,

als für ihr Recht zu kämpfen."

Komm, Klausi!

* Es klopft an der Tür. *

Jetzt ned!

Hör auf!

Na ja, Hans, ...

.. jetzt hast duauch einen Sohn verloren.

Da, sind selber g'machte Würst'.

Was willst du?

Bei mein' Viktor weiß i wenigstens,wer schuld is an seinem Tod.

Ihr habts euer Geld 'kriegt.

Ja.

I wär jetzt gern allein.

Bitte.

Von mir aus. I hab mir nur 'dacht,du willst den zweiten Sohn behalten.

I kann der Polizei auch erzählen,

dass deine Buben vor meinem Hausg'stritten haben bis aufs Blut.

Dein Hubert hatdie Johanna gepudert.

Kein Wunder, dass dem Klausdie Sicherung durchbrennt.

Lass dir die Würst' schmecken!

Wart!

Hans!

Bitte! Ich hab ihm erlaubt,dass er dort schlaft.

Hans!

Verschwind!

Verschwind aus dem Hubertseinem Haus!

Papa ...

Der Hubert isnoch ned einmal unter der Erd'!

Der Hubert is verbrannt.

Geh heim zu deiner Frau!

Gehst halt.

Der Hubert hat dichhint' und vorn beschissen!

Bitte! Willst, dass der Papaeinen zweiten Herzinfarkt kriegt?

Raus!

I will dich nimmer sehen.

Dann krepier halt!

Kain und Abel.

Der älteste Mordder Menschheitsgeschichte.

Ja, ja, i weiß ned.

Der Kain tut alles,damit sein Vater ihn liebt.

Aber der bevorzugt den Abel.

Alois, i kenn die G'schichte.

Und dann nimmt er ihmauch noch die Frau weg.

Erst drei Stunden, nachdem erdas Gasthaus verlassen hat,

kommt er im Werk an.

In diesen drei Stunden muss ihndoch irgendwer g'sehn haben!

Das is schon komisch.

Da bist einerder mächtigsten Männer von Kärnten,

und alles, was von dir bleibt,is DAS da!

Was bleibt denn einmal von uns?

Hast dich schon einmal g'fragt,

wer um dich weinen wird,wennst einmal stirbst?

Wenn einer von uns zwei stirbt,

werd ich schon weinen.

*

*

*

*

Gerry ...

Kannst du bitte übernehmen?Mir is so schlecht.

Okay.

Danke.

*

*

*

*

*

*

I freu mich den ganzen Tag,dass i zu dir kommen kann.

Gehst eh ned gleich wieder?

I bleib noch a bissl.

I bin so froh,dass ich dich hab!

*

*

*

Find'st das ned komisch?

Er weiß, wo wir wohnen,und sagt nix.

Reibst du jedem dein Liebeslebengleich unter die Nase?

Welches Liebesleben?

Weißt, wer noch ein Motiv hat?Der Drobnig.

Sein Sohn ist bei einem Unfallim Werk ums Leben gekommen.

Damit er ned klagt,

hat ihn der Tribusser miteiner lächerlichen Summe abgespeist.

Und ihm dafür auchnoch sein' Wald abgenommen.

Und genau darüber hat der Holzerin seinem Blog auch geschrieben.

Ja. Gut.

Ja, seh ich. Danke.

Morgen.

Morgen.

Morgen.

Das sind die aktuellen Kontoauszügevon Hubert Tribussers Privatkonto.

Scheiß mich an!

Das möcht i im Monat verdienen,was der in zwei Tagen ausgibt.

Was is das für ein Eingang?

Das stammt von Firmenkonten.

Er hat sicham Firmenkonto bedient?!

Dann bescheißt er die Familie;auch ned die feine englische.

Ja ...

I hätt's euch gleich sagen sollen.

Die Maria und ich ...

Wir waren schon in der Schuleineinander verliebt.

Aber i hab nix g'habt damals.

Und der Granitzerhat einen Wald g'habt.

Das war viel wert in der Zeit.

Also hat sie ihn nehmen müssen.

I bin dann nach Klagenfurt.

Im ersten Jahr hab i geglaubt,i geh ein.

Dann hamma uns vor ein paar Jahrenzufällig wiedergetroffen.

Da war die Maria noch verheiratet.

Vor einem dreiviertel Jahris ihr Mann plötzlich g'storben.

Aber weil bei uns viel g'redet wird,haben wir's noch ned offiziell ...

Ja, so schaut's aus.

Ja.

Baum fällt!

Andi!

Es gibt doch a gute Fee.

Was?

Spinnst? Woher hast 'n den?

Aus'm Hubert seinem Büro.

Du hast echt einen Huscher!

Wenn dich wer g'sehn hat ...

Mich hat niemand g'sehn!- Valli!

So.

Weg is der Kredit - undwir haben keine Schulden mehr.

Valli ...

Schad't doch niemandem -jetzt, wo der Huber tot is.

In der Schicht haben s' g'redet,dass es der Klaus war.

Glaubst du das auch?

Is eigentlich wurscht, oder?

Was?

Du bist wirklich a Fee!

Mei' Fee!

I freu mich aufs Kind!

Herr Tribusser,Ihre Frau kann nicht mehr bezeugen,

dass Sie Freitagnachtzu Hause waren.

Was?

Ihr Bruder hat vor kurzemzwei Tickets nach Mauritius gebucht.

Wollt er mit Ihrer Frau da hin?

Keine Ahnung.

Seit wann wissen Sievon der Affäre?

Die Margit Prix ist bei miraufgetaucht - unsere Buchhalterin.

Wir wissen, wer das is.- (flüsternd:) I muss kurz weg.

Und dann?

Der Hubert hat sie fallen'lassen.

Wie alle, wennder erste Kitzel weg war.

Zuerst hat sie nur erzählt,dass er sich beim Firmengeld bedient.

Und dann?

Dann hat sie mir g'sagt,mit wem er grad a Verhältnis hat.

Mit Ihrer Frau.

Kannst du rausfinden,

auf wen die Tickets nach Mauritiusausgestellt waren?

Mach ich.

Danke.

War das Ihr Bruder?

Was?

Ja.

Haben Sie je selbst im Werkgearbeitet?

Ja, sicher. Als Junger.

Der Vater hat drauf bestanden.

Sie wissen also,wie man den Heizkessel bedient?

Ich bring dochmein' eigenen Bruder ned um!

Sie haben kein Alibi.

Aber dafür ein Motiv.

*

*

* Das Handy läutet. *

Johanna!

Bleib, wo du bistund greif sie nimmer an!

I komm bei dir vorbei.

Sag mir die Wahrheit, Feinig!

War's der Klaus?

Bis jetzt hat's nur Indizien 'geben.Jetzt gibt's offenbar Beweise.

Heut Nacht ...

.. wurde in Hubertsein' Büro ein'brochen.

Hast mich deswegen herbestellt?

Willst a Anzeige machen?

Macht dein Herz wieder Probleme?

I weiß auch schon, wer's war.

Die Valli glaubt anscheinend, ...

.. keiner außer 'm Huberthat was g'wusst von dem Kredit.

Muss auch keiner wissen.

Auch ned, dass die Valliin Hubert sein' Büro ein'brochen hat.

Also, was sind dasfür Beweise gegen den Klaus?

Wo is 'n die Hilde?

Die is ned da.

Alles, was wir reden,bleibt unter uns.

Du willst, dass i die Beweisegegen den Klaus unterschlag?

Damit du den Kreditverschwinden lasst.

Glaubst du wirklich,dass i so wenig Rückgrat hab?

Dann geht die Valli haltins Gefängnis.

Wundern tut mich das nicht, dassder Klaus zum Mörder geworden is!

Der wollt immernur deine Anerkennung.

Sonst nix. Aber für dichhat's immer nur den Hubert 'geben.

Der Hubert hatdas Werk großg'macht!

Der Hubert hat dich belogen,betrogen und dein Geld verprasst!

Der Klaus hat das allesmitansehen müssen.

Du wolltest die Wahrheit,Tribusser.

Und jetzt g'fallt sie dir ned?!

*

Geh, schickts einen Krankenwagenzum alten Tribusser!

Danke.

* Sirene eines Krankenwagens *

*

(aus der Ferne:) Baum fällt!

Sie geben zu, dass Sie sicham Freitagabend g'stritten haben?

Ich hab dem Hubert gedroht,

i erzähl dem Papa, dass er sichbeim Firmengeld bedient hat.

Und was hat Ihr Bruder g'sagt?

Nix.

Er hat nur g'lacht.

(Ja, und? Mach's halt!)

(Übrigens: Du solltest dich a bisslmehr um dei' Frau kümmern.)

(Die hat's echt nötig.)

(Du Arsch!)

(Du warst schon immer langsam.)

(Du wirst's nie lernen, ha?!)

(He, spinnst?!)

Is das das Taschentuch?

Keine Ahnung.

Das war in deiner Jacke!

Das is ned mei' Jacke.

Was is nach dem Streit passiert?

Der Hubert ismit'm Auto wegg'fahren.

Und Sie sind ihm nachg'fahren?Bis ins Werk?

Ned jetzt! Ned jetzt!!

Sie sind ihm also ins Werk gefolgt?

Naa!

Bei der Werkszufahrtgibt's a Kamera.

Man hätt mich sehen müssen.

Nicht, wennst den Schleichwegg'nommen hast.

Mit der Leich' im Auto!- Naa!

I brauch noch einmaldie Bänder von der Werkszufahrt.

Der Chef hat die schon ang'schaut.

Ja, doppelt hält besser.

Wer hat Ihnen geholfen,die Leiche zu entsorgen?

I will mein' Anwalt sprechen.

* Klaus' Handy läutet unentwegt. *

Heben S' ab!

Was gibt's denn?

Ja.

Danke.

Und?

Der Vater hat wiedereinen Herzinfarkt g'habt.

Kommst einmal!

Was is?

I hab mir noch einmaldie Bänder ang'schaut.

Der Klaus ist nicht zu sehen,Huberts Auto auch nicht.

Wieso sollte der Huberteinen Schleichweg nehmen,

wenn er ins Werk fährt?Das ergibt keinen Sinn.

Außer, es gar nimmer erim Auto gesessen.

Das würde bedeutet, dass der Hubertnicht im Werk umgebracht wurde,

sondern dass nur seine Leichedort entsorgt worden is.

Genau. Was aber zu sehen ist,eine Stunde vorher, ist DAS da.

Wer is das?

Der Drobnig.

Das is sei Auto.

Und der Gerry Trebuch,der zusteigt.

Moritz!

Es tut mir leid.

I hab's übersehen.

Alois, wie kann dir sowaspassieren?!

*

* Von draußen hört manden Lärm einer Motorsäge. *

Was is denn?

Nix.

Geh, lass'! I mach das dann.

Naa, das mach i.

Was is denn?

Is schon gut.

*

I bleib ned in einem Tal,

wo's nur einen Weg rein und auf deranderen Seite keinen mehr raus gibt.

Wenn i genug Geld hab,dann geh i nach Wien.

Ich muss rein,bevor 's G'schäft anfangt.

He, welches G'schäft? Um die Zeithabts ihr kein G'schäft.

Kommst mit mit mir? Nach Wien?

Vielleicht.

Wahrscheinlich hat der Drobnigdie Jacke dem Klaus unterg'schoben.

* Aus der Küchedringen Klopf-Geräusche. *

Wieviel haben Sie dem Gerry Trebuchbezahlt, dass er Ihnen hilft?

* Er schnaubt verächtlich. *

Herr Drobnig,war das seine Idee oder Ihre,

die Leiche im Hochofenzu entsorgen?

Wir wissen, dass SieFreitagnacht im Werk waren.

Das war nicht der Papa.

Das war ich.

An dem Abend war ned viel los.

Nur die Valli und der Hubert.

Ich hab mir für später wasmit'm Gerry ausg'macht, beim Werk.

Wir wollten ... a bissl ...

Ungestört sein.

Dann hab ich g'sehn, dass der Hubertin seinem Wagen zum Werk fahrt.

Der Gerry isschnell z'rück zur Schicht.

Und i bin z' Haus.

Ja?

Mir kommt ein Auto entgegen.

Normal fahrt daum die Zeit keiner mehr.

Und weiter?

Ich hab nicht aufgepasst.

Er kommt direkt auf mich zu.Wir werden fast zusammen'kracht.

I hab an Mordstrumm-Schrecken'kriegt.

Was war das für ein Auto?

Groß, klein, Farbe, Marke?

Normal. Keine Ahnung.

Es war so schnell - und dunkel.

Grau vielleicht.

Wieso haben Sie das nedfrüher erzählt?

Ja, weil ...

Der Papa ned wissen sollt,dass Sie den Gerry treffen?

I geh mit'm Gerry auf Wien, Papa.Wurscht, ob dir das passt.

Und vorher an dem Abend ...

War der Hubert mit der ValliGranitzer da verabredet?

Sie hat auf ihn g'wartet.

Und ...

* laute Klopfgeräusche *

(Magst was trinken?)

(Ein letztes Mal.)

(I komm ned mit.)

(Überhaupt: Dein depperte Dodo isvor 300 Jahr' ausg'storben,

weil die reichen Engländer undFranzosen alle aufg'fressen haben.)

(Auf den Job pfeif i auch.)

(Hör auf, mir Sachen zu schenken!I will dei Graffel ned.)

(He, he!)

(Was is 'n mit uns?)

(Es gibt kein Uns!)

(I hab a Familie.)

(Valli!)

(I bin ned wie deine anderen!)

(Mich gibt's ned um Geld!)

(Dann schau halt, wie weitihr kommts - ohne mein Geld!)

(Was?! Grappa!)

Den Kollegen Jantscher, bitte.

Die Bibi. Weißt du schon, aufden die Tickets ausgestellt waren?

Lass mich raten!

Valli Granitzer.

Ja! Danke!

Das schaut ned gut ausfür den Andi Granitzer.

Naa.

Und dein Freund Alois?

Was is mit dem?

Was soll mit ihm sein?

I glaub, der is befangen,was die Granitzers angeht.

Bibi, das is ned dein Ernst!

Auf wie vielen Augenbist du grad blind, Moritz?

Was is jetzt?

*

Andi!

War der Hubert am Freitagin der Nacht bei uns?

Naa, wieso?

Lüg mich ned an!

Was is 'n das Schönes?

Sag mir, dass du nix g'macht hast!

Bitte, sag mir,dass du nix g'macht hast!

Dass du nix g'macht ha...

Naa!!!!

Naa!!

Ja.

Gut, dann war dasein Missverständnis.

Wenn der Kollegedie Bänder schon hat.

Danke vielmals. Wiederhören.

Scheißdreck blöder!

I hab bei der Tankstelle ang'rufen.

Lasst uns kurz allein?

Da, die Videoaufzeichnungvon Freitagnacht.

I hab s' gleicham nächsten Tag g'holt.

Das blutige Taschentuchis aus'm Hubert sein' Auto.

Du hast die Bauhof-Jacke 'kauftund dem Klaus unterg'schoben.

Schalt ein!

20. September, 10 Uhr 52.

Erste Vernehmung von Kontroll-Inspektor Alois Feinig.

Das is schon a ziemliche Schüssel.

I tät gern mit Ihrem Mann reden.

Der is ned da.

Sie können mit mir reden.

Der Hubert war wieder einmalz' schnell unterwegs.

Und betrunken.

I wollt ihn ned weiterfahren lassen.

Er lacht mir ins G'sicht und sagt:

"Wetten, i kann dichauch kaufen, Feinig?!"

Das waren noch Zeit, wie wirzwei Packerln am Tag g'raucht haben!

Damals hamma noch geglaubt,

wir nehmen einen Mörder fest -und die Welt is wieder in Ordnung.

Du hast das 'glaubt.

Ja, komm auf'n Punkt!

Ja, also, i wollt ihnam Einsteigen hindern.

Er geht auf mich los.

I wehr mich.

Geb ihm einen Stesser!

Er fallt blöd.

Und is tot.

I hab immer geglaubt,

das mit dem glücklichen Leben,das is ned für mich reserviert.

Jetzt war i so knapp dran!

So knapp!

Das wolltest dunicht aufs Spiel setzen

und hast dann den Andi Granitzerg'fragt, um er dir dabei hilft.

Herrgott, Alois, DEN Scheißdrecksoll ich dir glauben?!

Moritz, du musst mir das glauben!

Maria!

Wenn's wirklichnur um deinen Kopf ginge,

dann hättest du den Andi Granitzernie in die G'schichte hineingezogen!

I war's!

I hab ihn umgebracht.

Der Hubert ...

.. hat unseinen Privatkredit 'geben.

Bitte.

Er hat g'sagt, ...

.. wir können jadie Raten abstottern.

Aber weil er immer weniger fürs Holzgezahlt hat, war das ned möglich.

Plötzlich wollt er auf einen Schlagdas ganze Geld z'ruck.

(Das Geld is fällig!)

(Hubert, lass uns a bissl mehr Zeit!Du kennst unsere Situation.)

(Gib mir wenigstens a paar Wochen!)

(Die Valli hat die größte Flasch'nvom Ort g'nommen!)

(Du, wenn's um die Valli geht,bist wohl du die größte Flasch'n!)

(Es graust ihr vor dir!)

(Halt 's Maul!)

(Geh weg! Hubert!)

(Geh weg da!)

*

Dann haben S'den Alois ang'rufen?

Das war ganz allein meine Idee.

(Schau ned hin, Maria!)

(Schau mich an!)

(Schau her!)

(I mach das!)

Es tut mir leid.

*

*

*

* Schreie eines Raubvogels *

Sehr gut!

Jetzt tust es fest reindrucken.

Super machst du das!

Wirst sehen, das wird einmala ganz schöner und großer Baum.

Und der g'hört dann dir.

Uns!

Genau.

Uns.

*

* Bibi schaltet das Autoradio ein. *

* Rolling Stones, "Paint it black" *

* Moritz dreht die Musik lauter. *

* Moritz summt die Melodie mit. *

*

* Schrei eines Raubvogels *

ORF 2019 - untertitel@orf.at

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