All language subtitles for s03E03IT-Tatort 1097 - Glück allein-2033869005-german

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Original subtitles

*

ORF 2019 - untertitel@orf.at

*

* Mozart, "Eine kleine Nachmusik" *

*

*

*

* Gelächter *

Bis er 's Loch g'funden hat ...

Loch is der richtige Ausdruck!

Da hat die WEGA schon alles im Griff g'habt.

Und dann lehnt sich der Typ total entspannt z'ruck.

Weißt, macht auf dicke Hos'n.

Und sagt zu mir: Chill dein Leben, Oida!

Das musst dir vorstellen!

Der Typ war grad einmal 12 oder so.

* Handy-Signal *

Wär zu schön gewesen, oder?

Mhm.

Zahlen, bitte!

Keine Hektik, ihr könnts dableiben.

Wir haben einen Einsatz.

Ich weiß. Ihr könnts dableiben.

Da is ein Mord passiert!

Die Soraperra übernimmt das.

Entschuldigung ...

Steh i jetzt auf der Leitung?

I hab grad eine Anweisung vom Schennach erhalten,

dass die Soraperra den Fall übernehmen soll.

Wir kriegen einen Einsatz - und du kriegst zugleich eine Weisung,

dass wer anderer den Fall übernehmen soll? Wie geht das?

Manchmal geht es in Österreich schneller, als man denkt.

Können wir bitte ganz normal und unter Freunden reden?

Ich weiß auch nicht, was das soll.

Dann machen wir das wie immer - du hast uns ned erreicht.

Und das soll i dem Minister schreiben?!

Ihr seids verrückt. Der glaubt mir das nie.

Ja, chill dein Leben, Ernstl.

Danke für die Einladung!

Zahlen?

Schaut ganz danach aus.

Wart einmal!

Was macht die da?

Speiben.

Tsss!

Und die soll unseren Fall übernehmen?

Da schau her!

Was?

Da! Is das ned der ... Ladurner?

Wer?

Der Doktor Raoul Ladurner.

Der aus Tirol?

Ja, sicher is er das.

Der Aufdecker, der Quertreiber?

Seit er im Nationalrat sitzt, is er die 'Reinigungskraft der Nation'.

Dass der Freunde in der Regierung hat, hätt i mir ned gedacht.

Besondere Sorgfalt, Herr Kollege!

Was machts ihr da?! Hat euch der Rauter nicht informiert?

Der Rauter? Wieso?

Eisner. Bundeskriminalamt.

Dürfen wir fragen, was passiert ist?

Dr. Ladurner ist nach einer Sitzung im Parlament nach Hause gekommen.

Und hat Frau und Kind blutüberströmt vorgefunden.

I hab sofort die Rettung gerufen.

Seine Tochter ist schwerverletzt.

Jasmin! Wo bringen Sie sie hin?

Jasmin! Der Papa kommt mit.

*

*

Servas!

Pah, heftig.

Is da a Messer g'legen?

Naa, da war nix.

Das schaut nach Home-Invasion aus.

Was?

Total arg! Die Täter läuten an der Tür.

Gehen voll brutal auf die Hauseigentümer los.

Und räumen die ganze Bude aus.

Und das war hier so?

Es deutet alles darauf hin.

Die Täter waren so brutal, dass sie sogar a kleines Kind ...?

Die Mutter hat an Bruststich, die Tochter an Bauchstich erlitten.

Die Tatwaffe is verschwunden.

Mutter und Tochter haben sich vehement gegen die Täter gewehrt.

In der Regel sind es mehrere Täter.

Wenn die Regel so is, wird das da auch so g'wesen sein.

Schau, i hab ned gebeten, dass man mir den Fall gibt.

Aber Raoul und i, wir kennen uns - er wollt a Vertrauensperson.

Der Raoul.

Ja, wir duzen uns.

Tiroler duzen sich alle.

Wenn bei uns jemand den Landeshaupt- mann siezt, hat er was gegen ihn.

Du hast ja nix gegen den Ladurner?!

Können wir sachlich miteinand' reden?

Da is jemand ermordet worden, und ein Mädchen wurde schwer verletzt.

Die oder der Täter haben Schmuck und Geld mitgehen lassen.

Es gibt keine Spuren von einem Einbruch.

Die Nachbarin hat ein Auto g'sehn.

Mehr hamma noch ned.

Na ...

Nehmen wir an, es waren zwei Täter.

Die klingeln, die Kleine macht auf.

Sie stürmen ins Haus.

Oder sie laufen der Kleinen nach - bis in die Küche.

Dort steht die Mutter.

Kocht grad, hat das Messer in der Hand.

Vielleicht hat sie sich damit verteidigt.

Die nehmen ihr das Messer ab und stechen sie ab.

Und dann auch die Kleine.

Dann schauen sie sich im Haus nach Wertgegenständen um.

Bis sie was hören.

Und sich aus dem Staub machen.

Die Julia hat gemeint, es hat einen Kampf gegeben.

Für mich schaut's ned danach aus.

Wie brutal musst du sein,

dass du zuerst die Mutter abstichst und dann die Tochter?!

Es gibt nix, was es nicht gibt.

Trotzdem versteh i ned, warum die das Messer mitnehmen.

Der Mord is völlig überzogen.

Der Raub is ganz klar.

Zwei Täter. Ein Verrückter und ein Pragmatiker.

I fahr mit der Kollegin ins Krankenhaus zum Ladurner.

Der will bei seiner Tochter sein.

Passt schon. Super Idee!

Weißt du eigentlich, wie's dem Fredo privat geht?

Wie kommst jetzt drauf?

Nur so.

Hat der ned a Beziehungskrise g'habt?

Keine Ahnung, was der Stand der Dinge is.

Da fragst du die Falsche.

I hab nie Beziehungen, nur Krisen.

Geh bitte, was lachst so deppert?!

Gemma auf an Absacker?

Ja, unbedingt.

Is doch komisch, dass die grad bei dem einbrechen, oder?

I kenn den Ladurner nur aus der Zeitung.

I finde, dass er an super Job macht.

Der hat einige Skandale aufgedeckt.

Ja, eh. Mir is er trotzdem unsympathisch.

Aber das muss man ihm zugestehen.

Mich nervt seine selbstgefällige, arrogante Art.

Als wär er der einzige gute Mensch in dem korrupten Politiksumpf.

Ja, du hast schon recht.

So einer wie der hat bestimmt viele Feinde.

Er hat sich doch jetzt in diese ukrainische G'schichte verbissen.

Google das einmal.

Na was jetzt?

Na ...

Ladurner, Ukraine, Skandal.

I hab den Namen von der Frau vergessen.

Profis bei der Arbeit, ha!

Ladurner.

Skandal.

Oh, da spielt sich's ab!

Da, die mein i!

Natalia Petrenko.

Scheinfirmen in Österreich.

Uranhandel.

A bissl viel Parteien-Förderung scheint s' auch zu betreiben.

So eine Bablenko ...

Petrenko!

Ja! Is sicher nicht gut zu sprechen auf den Herrn Ladurner.

Würd mich interessieren, ob die sich auch duzen.

Eher nicht.

Wir könnten die Frau unverbindlich besuchen.

Wie geht das jetzt? Schau!

"Tragischer Selbstmord der Tochter

des Landtagsabgeordneten Raoul Ladurner."

"Jasmin Ladurner stürzte sich gestern Nacht von der Europabrücke."

Von wann is das?

Is schon über zehn Jahr' her.

Spinn i? Der hat doch vorhin immer wieder Jasmin g'sagt!

Wer nennt die zweite Tochter wie die erste, wenn die g'storben is?!

Wie pervers is das denn!

Danke!

Vielleicht is' besser, wenn ich da allein reingeh.

Okay.

Aber i bin extra mitg'fahren, weil du g'sagt ...

Weißt, in der Situation ...

Das versteh i, Julia. Hättest mir das ned vorher sagen ...

Tut mir leid.

Is alles okay?

Ja, sicher.

Wirklich?

Ja.

Gut.

Schau, i weiß, das klingt sehr banal und ab'droschen,

aber wenn du jemanden zum Reden brauchst - jederzeit!

Ja?

Weißt, i ...

.. i bin jetzt wieder frei.

Mei' Frau und i haben uns a Auszeit g'nommen.

Eigentlich sie von mir.

Weil ... is wurscht. Passt so!

Danke, aber i muss jetzt!

Klar.

Ja.

Ah so! Entschuldige.

* tickende Geräte, wiederkehrende Piep-Signale *

He!

* Polizei-Sirene aus der Ferne *

*

Ah, Moritz!

Servas!

Kurtl, servas.

Sag, könnts ihr uns was sagen? Wir warten schon stundenlang.

Sorry, wir sind mit dem Fall ned betraut.

Aha. Was machts ihr dann da?

Prostata-Routineuntersuchung.

Ja, i schau zu.

Was wollen denn die da?

Soll i den Rauter anrufen?

Naa, das mach i nachher.

Entschuldigen Sie, Herr Dr. Ladurner.

Wir wollten nur wissen, wie's Ihrer Tochter geht.

Danke der Nachfrage.

Passt schon. Ich red gern mit den Herrschaften.

Sie haben sie in künst- lichen Tiefschlaf versetzt.

Jetzt können wir nur warten.

Das is alles, was man tun kann.

Und beten. Beten kann man auch.

Ja, das werden wir sicher tun.

Nur wenn's geht: Könnten Sie kurz erzählen, was passiert ist?

Bibi!

Wir wollen die Kollegin unterstützen.

Is schon in Ordnung.

I bin ja selber glücklich, wenn man die Schweine rasch kriegt.

Also?

Normalerweise stell ich die Fragen, im Untersuchungsausschuss.

I war in einer Ausschuss-Sitzung.

Bis etwa 19 Uhr. Dann bin ich heimgefahren.

Haben Sie keinen Fahrer?

Ich fahr gern selbst.

Ich bin ins Haus hineingegangen.

Dann hab i a Geräusch gehört.

Die Terrassentür.

Haben Sie den oder die Täter gesehen?

Nein.

Ich bin in die Küche ...

Und hat dort seine tote Frau und sein schwerverletztes Kind gefunden.

Ich hab Herrn Ladurner bereits ausgiebig befragt. Muss das sein?

Sie können mich ned ausstehn, hab i recht?

Ja, stimmt.

Sie sind gut. Sehr gut sogar.

I hab sehr oft mit Leuten zu tun, die's perfekt verstehen,

sich nicht in die Karten schauen zu lassen.

Wissen Sie, wie?

Indem sie mir das Gefühl geben, dass ich sie durchschaut hab.

Freut mich, dass ich Sie so gut unterhalte.

Was verdient man in Ihrer Position? 50.000, 60.000 im Jahr? Brutto.

Da kann man schon versucht sein, dass man sich bestechen lasst.

Immerhin riskieren Sie Ihr Leben.

Sie riskieren grad a Watschen!

Herr Dr. Ladurner, Sie müssen jetzt nicht weitersprechen.

Was is mit dem?

I weiß es ned.

Aber ich kann jeden verstehen, der ihm was Schlechtes wünscht.

Du glaubst nicht, dass es irgendwelche Einbrecher waren?

Du?

Du meinst, der Mord war vorsätzlich?!

Naa, das war kein Zufall.

Wer hat so einen Hass auf Ladurner, dass er zu so was fähig ist?

Reden wir mit dieser Bablenko.

Petrenko, Herrgott sakra!

Wurscht! Der ukrainischen Krätz'n jedenfalls!

Sag einmal ...

Hattest du was mit der Soraperra?

Spinnst du?!

Wie kommst du auf so a Frag?!

Weil du jedes Mal so gereizt und aggressiv bist.

Nein, ich bin angepisst auf den Ernstl.

Dass er dieser unfähigen Funsen den Fall übertragen hat.

Und wir reißen uns den ganzen Tag den Arsch auf für diesen Scheißjob!

Und ned einmal an 50er im Jahr dafür kriegen. Brutto!

Du bist so blöd.

Naa, du bist blöd.

Mein Kind liegt im künstlichen Tief- schlaf und stirbt vielleicht!

Du kannst dir sicher vorstellen, wie's mir grad geht!

Leiser, bitte!

Hör doch auf!

Da ist es angebracht, wenn du mir einmal a Hilfestellung gibst.

Mir Frieden verschaffst und mir die Arschlöcher vom Hals schaffst!

Raoul, bitte.

Das is doch nit wahr!

Der hat mich behandelt wie ... wie 'n Kriminellen!

Jetzt is aber Ruhe!

Das is eine Intensivstation!

Jetzt hörst du mir genau zu!

Bei allem, was ich für dich getan hab oder besser gesagt, nicht getan hab,

wär's vielleicht angebracht, wenn du mir diesen G'fallen tust.

Isch schon gut.

Schau nit so! Hört doch keiner was!

Sind doch eh alle im Koma.

Entschuldigung, es tut mir leid. I bin schon ruhig.

Tut mir leid, schöne Frau.

* Das Handy klingelt. *

Willst ned abheben?

Naa.

I weiß eh, was jetzt kommt.

* Das Handy klingelt weiter. *

Eh.

I weiß einfach nit, wo dein Problem liegt.

Du musst lernen, dich stärker durchzusetzen.

Wir haben schon oft drüber g'redet.

I versuch's eh.

I weiß, dass du's versuchst.

Ohne dich würd i mich umbringen.

Ohne dich würd i das alles gar nit durchstehn.

Du bist mein Alles, mei' Rettung.

Keine Frau hat mich jemals so berührt wie du.

Na komm, 20 Cent fehlen noch.

I weiß ned, ob i ...

I kann dir nit helfen, wenn du nit bereit bist, dich zu ändern.

Sonst wird das nix mit uns.

I brauch jetzt an Menschen an meiner Seite, der stark isch.

Das is alles a bissl viel.

I glaub nit, dass es dir grad schlechter geht als mir.

Naa, natürlich ned.

Eben, Julia, eben.

Streng dich an und schau, dass d' die Schweine erwischst,

die mei' Frau getötet haben.

Die Anna.

Das war a Frau mit Format, die hat a Kontur g'habt.

I weiß wirklich nit, wie du die ersetzen willst.

*

Das is sie doch, oder?

Schaut ganz so aus.

* Das Handy klingelt. *

Fredo!

Ah, danke.

Der g'stohlene Schmuck is bei an Hehler aufgetaucht.

Is aber schnell 'gangen.

Er hat der Polizei einen Namen genannt.

Fredo und Julia sind grad auf dem Weg dorthin.

* Aus dem Wohnwagen ist laute Musik zu hören. *

Polizei! Keine Bewegung!

(Julia:) Stehenbleiben! Polizei!

Ruhig bleiben! Kommen S' raus!

Loslassen! I hab nix ang'stellt.

Was soll das?!

Zeig mir die Hände!

Das hast super g'sehn.

I hab die Kollegen informiert.

Alles klar?

Alles klar. Sehr schnell.

Von dir kann man noch was lernen.

Hast du die Julia ang'rufen?

Ja.

Warum rufst du zuerst sie an und dann erst die Bibi?

Na ja, immerhin is sie für den Fall zuständig.

Lass gut sein, Moritz.

Hab i was falsch g'macht?

I hab an Hinweis 'kriegt von an Informanten und hab reagiert.

Also ...

Es reicht, ja!

So kann das nicht weitergehen.

Muss es ja auch nicht.

Der Fall is ja quasi geklärt.

Die Kollegin hat recht g'habt mit ihrer Vermutung.

Wir haben das Diebesgut. Und zumindest einen der Einbrecher.

Steht einer Anklage nichts im Weg. Gratulation, Frau Kollegin!

Trampel!

Du führst dich auf wie ein 15-Jähriger.

Bitte! Soll ich mir von dir eine Standpauke anhorchen ...

Was?

Entschuldige, Ernstl, i hab ...

Bevor du mir jetzt eine Standpauke hältst in Sachen Korrumpierbarkeit,

mach ich dir einen Vorschlag.

Sollte die Geschichte mit dem Ein- brecher eine Seifenblase sein,

dann übernehmen du und die Bibi den Fall.

Wenn aber die Kollegin Soraperra richtig liegt, unterstützt du sie!

Und wenn ich dich anrufe, dann hebst du ab! Alles klar?

Deal?

Ja, Deal.

Deal.

Moritz!

Ich kann auch oft nicht so, wie ich will.

Ja, i weiß.

*

Sie waren also nicht im Haus?

Wie heißt der Mann?

Maksym Kuptschyk. Aus der Ukraine.

Ukraine? Aha.

So wie die Petrenko.

Was is mit der Frau?

Professionelle.

Scheinbar hat er das Geld vom Hehler noch in derselben Nacht verprasst.

Wie kommen dann Ihre Fingerabdrücke auf den Schmuck?!

Wenn Sie ihn nicht aus dem Haus haben, woher dann?

Im Haus waren Fingerabdrücke?

Der hat Handschuhe getragen. Aber nachher scheinbar nimmer.

Hier geht's um Mord!

Vielleicht sogar um Doppelmord!

Der weiß doch nix von dem Mord.

Moritz, jetzt wart einmal!

Wenn du nicht kooperierst, kommst du die nächsten 20 Jahre nicht raus.

Der war das ned!

Verstehst du, was ich sage?

Ein kleines Kind, zehn Jahre alt!

War es das wert?

* Signal-Töne *

* langgezogener Piep-Ton *

* Schluchzen *

Moritz, was wollen wir da eigentlich?

Wir unterstützen die Kollegin.

Ab jetzt is es a Doppelmord.

Raoul, Raoul, bitte!

Hör auf!

Raoul, mach keinen Blödsinn!

Hör auf!

He!

He!!

Geht's?

Ja, ja, alles in Ordnung.

Spinnt der?!

Man muss ihn verstehen. Er hat grad sein Kind verloren.

Wo fahrt der hin?

Julia!

Natalia Petrenko. Er glaubt, dass sie dahintersteckt.

Hallo?!

Entschuldigung!

Petrenko!

Wo bist du, du Sau?!

Komm her!

Halt! Stopp!

Du ...!

Stehenbleiben!

Du hast sie um'bracht! Du bist a Mörderin!

* Sie hören das Geschrei. *

Aua! Du hast sie ... getötet!

Aus! Aus! Polizei!

Sie hat sie um'bracht!

(Leibwächter:) Sie verlassen jetzt das Gebäude! Sofort!

Halt die Gosch'n!

Eisner, Bundeskriminalamt. Haben Sie kurz Zeit?

Ich könnte ihn anzeigen wegen Hausfriedensbruch und Morddrohung.

Darin sind Sie bestimmt sehr geübt.

Was?

Er wird wohl nicht der Erste sein, der Sie umbringen möchte.

Nur weil ich aus der Ukraine stamme

und mich mit allen Politikern ver- stehe, bin ich nicht gleich korrupt.

Wo waren Sie letzte Nacht?

Glauben Sie wirklich, dass ich meine Probleme so löse?

Ich war bei meiner Familie.

Ich werde für den Herrn Ladurner und seine Tochter beten.

Seine Tochter ist verstorben.

Das tut mir sehr leid, aufrichtig.

In dem Zusammenhang haben wir einen Mann aus der Ukraine festgenommen.

Ja? Und?

Jedes Land hat seine schwarzen Schafe.

Und die meisten kennen sich.

Ach, ist das so?

Ich verkehre nicht mit solchen Leuten.

Na ja, vielleicht nicht direkt.

Haben Sie eine Ahnung, warum Sie Herr Ladurner so beschimpft hat?

Bei allem Mitgefühl - der Mann ist verrückt.

Der ist besessen.

Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat,

ist er nicht mehr davon abzubringen.

Er diffamiert mich seit über sechs Monaten.

Wenn jemand wütend sein dürfte, dann ich!

Es tut mir aufrichtig leid. Ich werd für Sie beten.

Gehen Sie! Auf Wiedersehen! - Danke für das Gespräch.

Er spielt mit Ihnen!

Das war alles nur Theater, um den Verdacht auf mich zu lenken.

Warum?!

Weil er seine Frau und seine Tochter auf dem Gewissen hat!

Das sind aber massive Vorwürfe.

Ja. Mag sein.

Sie haben auch allen Grund, darin verstrickt zu sein.

Der Herr Ladurner erhebt gegen Sie schwere Anschuldigungen.

Wo sind die Beweise?

Wir bewegen uns mit unseren Geschäften im legalen Bereich.

Und warum lenken Sie dann den Verdacht auf Herrn Ladurner?

Kennen Sie das Sprichwort "Schwarze Seelen tragen weiße Hemden"?

Kennen Sie den Rechtsaußen von Rapid?

Warum sagst du mir das erst jetzt?

Er hat erst heut danach g'fragt.

Im Haus fehlen Unterlagen und der Laptop mit Beweismaterial.

Warum erfahren wir das erst jetzt?

Dr. Ladurner hat erst heute danach gefragt.

Der Diebstahl war vorgeschoben, um vom Eigentlichen abzulenken.

Was war auf dem Laptop konkret drauf?

Meine Recherchen.

Dr. Ladurner hatte genug gegen Petrenko in der Hand:

Bestechung, Erpressung, Auftrags- morde in Russland und der Ukraine.

Kapieren Sie jetzt, worum's da geht?!

Frau Petrenko meint, Sie sind ein Psychopath.

Moritz!

Sie hat g'sagt, Sie sind verrückt und besessen.

Und Sie glauben der Frau Petrenko?

Sie meint, dass Sie Ihre Frau und Ihre Tochter getötet haben.

Bravo, Herr Eisner!

Vor ein paar Stund' is meine Tochter g'storben.

Und gestern meine Frau.

Und Sie sagen mir da offen ins Gesicht, dass ich das war.

DIE hat den Auftrag dazu gegeben!

Macht man das so? Lernt man das so auf der Polizeischule?

Den Angehörigen mit einer salzigen Faust in der Wunde bohren?!

Nein.

Das lernt man von Leuten wie Ihnen.

Aber sehr schön gesprochen, so archaisch.

Warum hätt i das machen sollen?

Herr Eisner!

Warum sollt i Menschen, die i sehr liebe, töten?!

I hab schon einmal eine Tochter verloren.

Und i glaub, Sie können sich sehr gut vorstellen,

dass es das Schlimmste für Eltern is, wenn die Kinder vor einem gehn!

An Ihrer Stell wär i jetzt sehr vorsichtig!

I könnt mich nämlich vergessen!

Raoul!

Wer sind Sie wirklich?

Meine Mutter hieß Maria Ladurner.

I bin in Flaurling aufg'wachsen und hab vier Halbg'schwister.

Reicht Ihnen das?!

Wir gehen jetzt, Raoul.

Ja, ja, schon gut.

* Eisner schnaubt verächtlich. *

So eine Farce!

Was is los mit dir?

Du führst einen persönlichen Klein- krieg gegen den Mann.

Du hast nichts gegen ihn in der Hand!

Selbst wenn, dann lasst man sich ned derart in die Karten schauen.

Er hättets euch fast gegenseitig in die Gosch'n g'haut.

Der is genauso wie mei Vater.

Was?

Der war auch so ein Schwein.

Jetzt is' aber gut, ja!

Der hat das auch so verstanden.

Dich zu provozieren.

Und aus der Reserve zu locken.

Hat immer ganz vorsichtig ang'fangen.

Fast liebevoll.

Und dann hat er immer a Schäuferl nachg'legt.

Am Tisch beim Essen, zum Beispiel.

Mit jedem Bissen hat er dich provoziert.

Und gereizt.

Bis du irgendwann einen Fehler g'macht hast.

Oder ...

.. reagiert hast. Oder ...

.. gekontert hast.

Oder nur aufg'standen bist, weil du's nimmer ausg'halten hast.

Diesen ganzen Dreck! Zack!

Hast eine g'fangen.

*

*

*

Pfiat di!

Pfiat di.

I hab die Situation im Griff. Vertrau mir, Ernstl!

I vertrau dir eh, aber ...

Gute Nacht!

Wollt ned stören.

Gute Nacht.

Gute Nacht!

Gute Nacht.

Julia! Gehst schon?

Ja.

I weiß ned ... Hast Lust, dass wir miteinand' was trinken gehn?

Oder was essen. I lad dich ein.

Danke, aber i muss noch wo hin.

Ein andermal gern.

Ja, gern! Ciao.

Ciao.

*

*

*

Was macht die da?

*

*

Hi!

Lass mich fahren.

Warum?

Gib mir den Schlüssel, sakra!

Du bist mir in letzter Zeit ein bissl zu emotional.

Das sagt die Richtige.

I hab mit'm Ernstl g'redet.

Was sagt der Chef?

Wir sind wieder dabei.

Gut, wir waren nie wirklich weg. Aber jetzt samma offiziell dabei.

Kompliment! Wie hast das hin'kriegt?

Mit Charme.

Verstehe.

Und mit Fakten.

Ich bitte dich inständig, die Angelegenheit sachlich anzugehen.

I bin auf deiner Seite.

Aber nur auf meine Art.

I hab dem Ernstl versprechen müssen, dass du dich daran hältst.

Das sag sonst immer i zu dir.

Siehst, hab i was von dir g'lernt.

Fellner, Kriminalpolizei.

Das is mein Kollege. Wir würden gern mit Maksym Kuptschyk reden.

Kuptschyk ...

Ahm, mit i oder y?

So viele wird's davon ned geben.

DER is das!

Was heißt das? Was is mit dem?

Der is tot.

Wie - tot?

Sehr tot.

Jetzt is' wurscht, wie er sich schreibt.

Der hat sich aufg'hängt heut Nacht.

In seiner Zelle.

Ja, danke.

Bitte.

Das war kein Selbstmord!

Und wenn doch?

Die Petrenko hat den umgebracht!

Und wenn es dieser Kuptschyk doch war?

Bitte, entschuldige!

Du glaubst doch nicht allen Ernstes ...

I mein, wenn er die beiden wirklich umgebracht hat - aus Panik.

Und?

Und, und, und!

Wie er erfahren hat, dass das Mädchen auch gestorben ist,

hat er sich selber umgebracht.

I sag jetzt nix mehr!

I halt mich nur mehr an die Fakten.

Moritz, du hast dich so in den Ladurner verbissen!

Okay, vielleicht is mei' Theorie wirklich a bissl ...

Wenn du überzeugt bist, dass er's war,

sollten wir Beweise und das Motiv liefern.

Warum hätt er seine Frau und seine Tochter umbringen sollen?

Aus welchem Grund? Sag mir das!

Du gehst mir so dermaßen ... so derartig ...!

* Bibi hupt sehr laut. *

Ja!!!

Dr. Ladurner hat laut Sicherheitsdienst

um 19 Uhr 10 das Parlament verlassen.

I bin zur gleichen Zeit die Strecke abg'fahren, bis zu sein' Haus.

Um 19 Uhr 43 war i dort.

Die Nachbarin sagt, um 19 Uhr 47 ist ein Auto davongerast.

Woher weiß die das so genau?

Weil da die Zeit im Bild zu Ende war - die hat exakt 17 Minuten gedauert.

Das Auto hamma einen Kilometer entfernt vom Campingplatz g'funden.

Tatwaffe? - Blutspuren?

Negativ. Nix.

Was ist mit seinen Handschuhen? Klamotten?

Die Kollegen durchforsten grade alle Mülltonnen im Umkreis.

Wenn der Kuptschyk wirklich der Mörder war,

dann muss sein G'wand voll Blut g'wesen sein.

Im Verhör hat er beteuert, dass er nix damit zu tun hat.

Warum sollt er sich sonst umgebracht haben?

Geh bitte!

Vielleicht hat jemand nachgeholfen; er wäre nicht der Erste.

Freunde, was ist mit den Unterlagen? Hat man die bei ...

Kuptschyk.

Geht doch.

Hat man die gefunden oder nicht?

Nein, die sind garantiert bei der Petrenko.

Er hat bestimmt in ihrem Auftrag gehandelt.

Was hast du noch?

I hab überprüft, wann der Notruf eingegangen is.

Das is interessant. Es ist ein Not- ruf eingegangen, aber nicht direkt.

Was heißt das?

Die Julia hat die Kollegen verständigt.

Dr. Ladurner hat mich ang'rufen - und ich hab die Kollegen informiert.

Warum ruft er ned direkt den Notruf an?

Weil er verzweifelt war.

Alte Freunde.

Wann war der Anruf? - Um 19 Uhr 58.

Was hat er die zehn Minuten g'macht?

Er war in einem psychischen Ausnahmezustand!

Er findet seine Frau und seine Tochter blutüberströmt!

Da denkst du dir nicht:

"Ich muss sofort die Polizei anrufen, sonst verdächten sie mich."

Du bist echt paranoid.

Kollegin Soraperra, können wir bitte reden!

Ich stelle Ihnen die Frage ein Mal und verlange eine ehrliche Antwort.

Ja!

Ich kann mir denken, was kommt.

Ja, ich hab ein Verhältnis mit Doktor Ladurner.

Na toll!

Sie hätten mich informieren müssen!

Bin i jetzt suspendiert?

Nein, aber ...

Ich zieh Sie von dem Fall ab.

Bin i das ned schon längst?

Unabhängig davon, ob Sie mit dem Ladurner was haben oder nicht:

In meinen Augen sind Sie nicht geeignet für den Beruf.

Sonst noch was?

*

Was is, wenn's der Kuptschyk wirklich ned war?

Nur mal angenommen. - Okay.

Was is, wenn's der Ladurner doch selber war?

Auch mal nur angenommen.

Dann hätt er genau zehn Minuten Zeit gehabt, um seine Frau zu töten

und seine Tochter lebensgefährlich zu verletzen.

Bevor er die Julia ang'rufen hat.

Richtig. Er war voller Blut.

Weil er versucht hat, die beiden zu retten.

Gibt's genaue Angaben, wann Julia am Tatort eingetroffen ist?

Laut Bericht 15 Minuten nach seinem Anruf.

Fünf Minuten später die Kollegen.

Brauchts ihr mich noch?

Naa. Danke, super Arbeit!

Gern.

Dann hätte er 15 Minuten Zeit gehabt, das Messer zu verstecken.

Auf was willst du hinaus, Moritz?!

Dass das Messer noch im Haus sein muss.

Die Kollegen haben das Haus komplett auf den Kopf g'stellt.

Dann im Garten. - Nix is im Garten!

So ein Scheiß!

Ja.

Du sagst es.

Julia, kann i kurz mit dir reden?

Ja.

Es tut mir leid. I hab das sagen müssen wegen dem Notruf.

Du weißt, was du tust?

Was meinst du?

I ... i ...

Schau, i hab einmal a Freundin g'habt, lang vor meiner Ehe.

In die war i total verliebt.

Und i hab alles für sie g'macht.

I hab sogar ein Jahr lang ned mit meiner Mutter telefoniert.

Fredo, was willst du mir sagen?

Du machst eh keinen Blödsinn, oder?

Naa!

Ja!

Wo gehst denn hin?

Sag i dir, wenn's fertig is.

Ruf an, wenn was is.

Gut.

Moritz ... * Das Handy läutet. *

Eisner.

Kreindl hier. Zeit, vorbeizuschauen? Wegen dem Kuptschyk wär's.

I bin unter...

Moritz, es wär ...

I ruf dich an!

Na, heut bist aber sehr still. Sonst nervst mich immer.

Ja.

Am Hals sind noch Spuren von der Mullbinde zu finden.

Mit der er sich erhängt haben soll.

Fällt dir was am Brustkorb auf?

Naa, aber du wirst mir's erklären.

Früher hat man dazu Perthes'sche Druckstauung gesagt.

Das ist eine Kompression des Brust- korbs, die zum Ersticken führt.

Zusätzlich dürften ihm die äußeren Atemöffnungen zugehalten worden sein.

Das heißt, es hat sich jemand auf seinen Brustkorb gekniet

und ihm gleichzeitig Mund und Nase zugehalten.

Entweder ein Täter oder mehrere.

Du bist sicher, dass es kein Selbstmord war?

Jetzt kratzt an meiner Berufsehre!

In der Literatur findet man das auch unter "Burking".

Benannt nach einem schottischen Massenmörder,

der auf diese Art 16 Menschen getötet hat.

Die relativ unversehrten Leichen hat er an anatomische Institute verkauft.

Das 19. Jahrhundert war ein Paradies für die Anatomie.

Das ist nicht der einzige Grund, warum ich dich herbestellt hab.

Du wirst mich für verrückt halten, aber ich hab das drei Mal überprüft.

Die Tochter vom Ladurner war schwer drogenabhängig.

Servas, Cora!

Bibi!

Ja ...

Wahnsinn! Dich gibt's auch noch?!

Ja, mich gibt's auch noch.

Bist beruflich da?

A bissl, aber ned wegen dir.

Okay. Komm rein!

Weißt ja, wie's mir bei der Sitte 'gangen is.

I war zu sensibel für den Job.

Aber wie geht's dir?

Ich bin seit drei Jahren clean. Und arbeit bei der Caritas.

Bin stolz auf dich.

Und i hab a ziemlich fesche Freundin.

Jetzt reicht's aber!

Und bei dir?

Es war ned leicht, deine Adresse rauszukriegen.

I hab nimmer g'wusst, dass du Freifrau von Ehrenstein bist.

Meine Eltern wissen's auch nicht mehr.

Für die existier ich nicht.

Sag, warum bist du da?

Ja ...

Du hast damals eine Freundin g'habt. Aus Tirol.

Ja, die Jasmin.

Wieso?

LSD, Morphium, Spuren von Opiaten.

Sie hat regelmäßig Drogen genommen oder verabreicht bekommen.

Ein Scherz?!

Nein, sie hat ein Blutbild wie ein Junkie!

Wie geht das?

Ist das mein Job - oder deiner?!

Gibt's Zeichen von Gewaltanwendung?

Nein. Abgesehen vom tödlichen Bauchstich.

Wenn du wissen willst, ob sie regel- mäßig geschlagen worden ist - nein.

Sie wurde auch nicht missbraucht.

Aber irgendwer muss ihr die Drogen verabreicht haben!

Was is mit der Mutter? - Die war völlig clean.

Wer macht so was?

Ich geh davon aus,

dass irgendwer die Kleine vorsätzlich süchtig g'macht hat.

Wahnsinn.

Inwiefern?

Sie hat nie wirklich drüber g'redet.

Ich hab nur einmal ihren Vater kenneng'lernt, der war plötzlich da.

Der war ganz lieb, freundlich.

Dann hat er sie mit nach Tirol g'nommen, und sie is mit'gangen.

* Das Handy läutet. *

'tschuldige.

Moritz!

Was?

Ja, okay, bin gleich da.

'tschuldige, i muss ...

I glaub, i würd jetzt gern eine rauchen.

I wollt's dir erst sagen, wenn i mir sicher bin.

Was?

I konnt mich nur vage erinnern, aber es hat g'stimmt.

I war bei einem Mädel, das i von der Sitte kenn.

Die war mal mit einer Jasmin aus Tirol zusammen.

Jasmin 1?

Genau! Die, die sich von der Brücke g'stürzt hat.

Und die war wie die Kleine drogenabhängig.

Was hat deine Freundin noch erzählt?

Dass Jasmin verschlossen war und kaum geredet hat über ihr Zuhause.

Und dass irgendwann bei ihr der Vater vor der Tür g'standen is.

Und wahnsinnig nett, verständnisvoll und liebevoll gewirkt hat.

Und sie mit nach Tirol g'nommen hat.

Aber sie wird nie den Blick von Jasmin vergessen,

wie sie zum Ladurner ins Auto g'stiegen is.

*

Ist die erste Tochter vom Ladurner erst in Wien drogensüchtig 'worden?

Oder is die schon so aus Tirol 'kommen?

Das weiß i ned.

Darüber hab i mit der Cora nicht gesprochen.

Wer macht a kleines Kind abhängig?

Die kommt doch ned selber auf die Idee.

Die Mutter war Ärztin.

Das heißt noch lang ned, dass sie an so heftige Drogen herankommt.

Der Ladurner verkehrt auch ned in solchen Kreisen.

Weiß man's?

Aber irgendwem muss doch was aufg'fallen sein! In der Schul ...

Dass in dieser heilen Familie was ned stimmt.

* Stimmen, undeutlich *

"Schau einmal!"

(Kinderstimme:) "Ja."

"Was machst 'n da?"

"Nichts."

"Geh, jetzt lach einmal a bissle."

"A kleines Lächle."

"Red'st mit dem Engel, ha?"

"Tun wir a bissl winken, ha?"

* Türglocke *

Dürfen wir?

Wir hatten die Hoffnung, Sie können uns aufklären.

I sag Ihnen etwas, vertraulich!

Ja, sicher.

Nach dem Tod meiner ersten Tochter war meine Ehe eigentlich kaputt.

Aha. Heißt das, Sie wohnen eigentlich gar nicht mehr hier?

Naa, i wohn schon da.

Das isch mein Haus.

Aber a Kind braucht seine Familie.

Warum haben Sie Jasmin Drogen verabreicht?

Hören Sie zu!

Meine Frau war Ärztin. Sie hat ihr die Medikamente gegeben.

Medikamente?!

Noch einmal: Ich hab davon nichts gewusst!

Meine Frau war psychisch krank.

Sie hat uns das Leben seit Jahren zur Hölle gemacht.

Sie hat uns terrorisiert!

Hat ständig versucht, sich Verletzungen beizubringen.

Entschuldigung.

Sie hat sowohl meine Tochter als auch mich damit erpressen wollen,

dass sie sich umbringt.

Warum haben Sie sich nicht um eine Therapie für sie gekümmert?

Ich hab rund um die Uhr gearbeitet; i war doch nie zu Hause!

Mir war das in dieser Dimension gar nicht bewusst.

Sie dürfen sich gern eins mitnehmen. Ich schreib Ihnen was rein.

Danke.

Also ...

Nachdem meine Tochter auf ihre Art und Weise

diesem Wahnsinn ein Ende bereitet hat ...

Sie hat sich umgebracht.

Ich hab gedacht, jetzt isch endlich alles vorbei.

Ich hab nit wissen können,

dass zu dem Zeitpunkt meine Frau schon wieder schwanger war.

Da is alles von vorn los'gangen.

War das Ihre Idee, die zweite Tochter auch Jasmin zu nennen?

Das war ihre kranke Idee!

Sie hat wieder versucht, mich zu erpressen.

Dass sie sich umbringen will - aber diesmal mitsamt dem Baby.

Warum haben Sie Ihre Tochter damals zurück nach Tirol geholt?

Wo Ihre familiäre Situation so desaströs war.

Ja ...

Das war a großer Fehler.

I hab Angst g'habt, dass meine Tochter

vollständig ins Drogenmilieu abrutscht.

Warum haben Sie nie etwas gegen diesen ganzen Wahnsinn unternommen?

Sie sind nicht verheiratet, gell?

Glauben Sie mir, ich hab alles versucht,

um diese Familie zu retten. Wirklich alles!

Aber irgendwann einmal kommt man einfach an einen Punkt ...

'tschuldigung.

I hab vor zwei Monat' die Scheidung eingereicht.

Wir haben uns in letzter Zeit heftig um das Sorgerecht gestritten.

I war nit dran interessiert,

dass meine Frau weiteren Einfluss auf mein Kind gewinnt.

So, jetzt schreib i Ihnen was rein!

Sie haben keine Ahnung, wozu meine Frau wirklich fähig war.

Nach dem Tod unserer ersten Tochter

hat meine Frau in Tirol mich vor Gericht gezerrt!

Können S' Ihnen das vorstellen?!

Sie hat mir die Schuld am Tod von der Jasmin gegeben.

Einmal hat sie sich einen Schraubenzieher genommen.

Und ihn sich selbst in den Bauch gerammt.

Und meine eigene Tochter sollte ihn dann wieder rausziehen.

Diese Frau war vollkommen unkontrollierbar!

Warum sind Sie nach alldem noch gemeinsam nach Wien gezogen?

Wir sind nicht gemeinsam nach Wien gezogen!

Sie isch einfach mit'gangen.

Herr Dr. Ladurner, was is an diesem Abend wirklich passiert?

Ich hab ...

* Bibis Handy läutet. *

Fredo.

Aha.

Danke.

Moritz, kommst du kurz?

Die haben in einer Mülltonne in der Nähe vom Campingplatz

die Klamotten vom Kuptschyk g'funden.

Isch was passiert?

"Für meinen lieben Freund Moritz Eisner"

Der ist doch völlig verrückt!

Zumindest hat er a verschobene Realitätswahrnehmung.

Er hat erzählt, dass er aus Flaurling stammt.

Und dass er vier Halbgeschwister hat. Da steht:

"Seine Mutter war eine einfache Magd und wurde vom Bauern geschwängert."

"Während die Geschwister im Haupthaus gewohnt haben,

wurde er im Gesindehaus untergebracht."

"Daraus hat sich sein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn entwickelt."

Klingt, als hätte sich jemand zurückgesetzt gefühlt.

Macht einen aber noch nicht zum Mörder.

Aber vielleicht zum Psychopathen.

Ned alle mit einer beschissenen Kindheit werden zu Psycherln!

Wir zwei schon.

Julia, magst an Kaffee?

Naa, danke.

Was is los?

I hör auf.

Hat dich der Rauter suspendiert?

Naa, auf eigenen Wunsch.

Echt jetzt? - Ja.

Geh, überleg dir das noch einmal!

Was willst dann machen?

Ich weiß nicht.

Ich muss los. Ich hab einen Termin.

Mach's gut.

Und?

I hab grad die Bestätigung 'kriegt.

Das Blut auf der Kleidung is von der Tochter.

Ja, dann können wir jetzt aufhören.

Besorg mir an Gerichtsakt aus Tirol.

2009. Sorgerechts-Streit Anna Ladurner gegen Raoul Ladurner.

Dann rufst den Kreindl an.

Ob die Leiche von der Frau Ladurner eine alte Stichwunde aufweist.

Und dann überprüfst du die Handy- anrufe vom Herrn Ladurner.

Der is Parlamentsabgeordneter. Der is immun, da komm i nie ran!

Ja, i weiß.

Spinnst du?!

Was soll das, Moritz?

Blöder Zufall. Er hat dasselbe Handy wie ich.

Ich hab's aus Versehen eingesteckt.

Dir is schon klar, was du da tust?!

Ja, is mir wirklich unangenehm.

Ich geb's ihm so schnell wie möglich zurück.

Selbst wenn wir was finden, können wir's vor Gericht ned verwenden!

Das geht ned!

Ja, ja, ich weiß.

Nimm sein Geburtsdatum. Nehmen die meisten als Code.

Wenn das ned passt, nimmst das von seiner Tochter.

Na servas!

Tsss!

Du kannst einfach ned verlieren, was?!

Naa. Du?

Das gibt's doch nit!

Verflucht noch einmal!

Gut, Freunde, Fall geklärt!

I hab für morgen eine Pressekonferenz einberufen.

Alles okay, Moritz?

Ja, sicher.

Kann es sein, dass du anderer Meinung bist?

Nein, wieso?

Die Beweislage ist erdrückend.

Der Kuptschyk hat eingebrochen, der Hehler hat ihn wiedererkannt.

Wir haben die blutigen Sachen von ihm.

Und - Gott sei Dank - ist er tot!

Was willst du?

Wir wollen die Wahrheit, Ernstl!

Es geht mir auf die Nerven,

dass wir in den eigenen Reihen darum kämpfen müssen!

Wenn du glaubst, dass das alles wahr ist, dann is' ja gut!

Was ist denn los mit ihm?

Und du glaubst auch nicht, dass der Kuptschyk der Mörder is?

Mit euch beiden hat man's nicht leicht.

Der Ladurner will endlich seine Familie begraben.

Die Presse sitzt mir im Genick, und der Minister ruft ständig an.

Du bist der Boss. Aber lies dir den Obduktionsbericht durch!

Ernstl, Tipp unter Freunden: Sag die Pressekonferenz ab!

Du hast recht g'habt. Es ist das Geburtsdatum der ersten Tochter.

Nur ... es is eigenartig.

I find nix.

Dir hat er g'sagt, er hat die Rettung ang'rufen.

Das muss zwischen 19 Uhr 45 und 20 Uhr g'wesen sein.

Danach hat die Julia behauptet, er hätte sie angerufen. Kurz vor acht.

Hat er aber ned. Er hat niemanden ang'rufen.

Mehr find i da ned raus.

I check noch einmal die Akten.

Der hat niemanden ang'rufen.

Das is a Wahnsinn, oder?! Musst dir vorstellen, der ...

Noch was! I verpfeif normalerweise keine Kollegin.

Aber jetzt is sie keine Kollegin mehr.

Auf was willst hinaus, Fredo?

Am Dienstag, wo Ladurner den Wickel mit der Petrenko g'habt hat,

da is die Julia ... - Ja, was?!

Es is mir seltsam vor'kommen.

I bin ihr nachg'fahren. Sie is noch einmal hin allein.

Zur Petrenko? - Ja.

Wieso? - Das hab i mich auch g'fragt.

Wann genau war das?

Dienstagabend.

Warum sagst du uns das erst jetzt?!

I war mir gar ned sicher, ob i's überhaupt sagen soll.

I find sowas total illoyal.

Illoyal? Sag einmal ...!

Weißt du, wo die Julia jetzt is?

Entschuldige.

Was heißt ... Geh!

Die Julia war dabei.

Sie war die ganze Zeit dabei.

Sie muss mit dem Ladurner zusammen hochg'fahren sein.

Deswegen hat er sie nicht anrufen müssen.

Deswegen hat sie die Kollegen verständigt.

Ihr Auto is vorm Haus g'standen!

Also muss seines noch vorm Parlament g'standen sein.

Fredo soll das überprüfen. Die hat alles mitangeschaut.

Das würde auch bedeuten, dass sie viel mehr Zeit g'habt haben,

bevor die Kollegen eingetroffen sind.

Mhm.

Na endlich!

Jetzt bin i g'spannt.

*

*

*

*

*

Schau, die Frau Kollegin!

Gemma! Komm!

I mach das schon.

Darf ich Ihnen das abnehmen?

Ist doch komisch!

Es muss doch einen Grund geben,

warum Ihnen Frau Soraperra die Originalunterlagen angeboten hat

Die angeblich aus dem Haus von Dr. Ladurner gestohlen wurden.

Ja, mir kam's ebenfalls seltsam vor.

Fast unseriös.

Das ist hochbrisantes Material.

Das sowohl Sie als auch andere Unternehmen unter Druck setzen wird.

Tatsächlich?

Ja! Mich würde interessieren: Was war Ihre Gegenleistung?

Ja. Ja, das frag ich mich auch, wie ich zu dieser 'Ehre' komme.

Aber das hat ja in Österreich eine lange Tradition.

Bitte!

Ich bin ja nicht die Erste, die sich das fragt.

Warum hat Ihnen die Frau Soraperra das Material angeboten?

Ich war genauso überrascht wie Sie.

Sie ist am Abend von Kuptschyks Tod bei Ihnen aufgetaucht. Warum?

Ist sie das?

Sie hat Ihnen das Angebot gemacht.

Damit Sie Kuptschyk aus dem Weg räumen.

Eine sehr schöne Geschichte!

Hören Sie mal!

Ich bin Geschäftsfrau, okay?

Die Petrenko redet nur, wenn wir ihr einen Deal anbieten.

Ernstl wird ned begeistert sein.

Ich hab das mit'm Auto vom Ladurner überprüft.

Wahrscheinlich hat ihn Julia abgeholt.

Sein Auto steht noch beim Parlament.

Kreindl sagt, die Ladurner hat keine Verletzung am Bauch.

Der hat uns wieder ang'logen!

Noch was: Die Nachbarin is nimmer sicher,

ob's ned doch die 17-Uhr-Nachrichten waren.

Der Gerichtsakt vom Ladurner.

Der war unter Verschluss.

Sehr gut!

Trotz erdrückender Vorwürfe haben s' Ladurner freigesprochen.

Es gab weder eine Wegweisung

noch eine Rücksprache mit dem Gewaltschutzzentrum.

Der Anwalt von der Frau hat behauptet,

dass die Behörden einen "privi- legierten" Täter begünstigt hätten.

Und dass der Richter befangen is.

Unglaublich, wie das durchgehen konnte!

Was glaubst du, wer bei der Verhandlung den Vorsitz hatte?

Da!

Richter Johann Schennach. Is das unser Schennach?

Ja, unser werter Herr Innenminister. Und es kommt noch besser.

"Meine Kindheit auf dem Schennachhof war geprägt von Demütigungen."

Aber das heißt ja, er ist ... der Halbbruder.

Der Halbbruder ist der Richter vom Sorgerechtsstreit vom Ladurner?!

Tja!

I kann noch einen draufsetzen:

In dem Bericht, der die Petrenko belastet,

fallt auch immer wieder der Name Schennach.

Es wird Zeit, dass wir uns mit unserer Ex-Kollegin unterhalten.

* Schluchzen *

Magst reden, Julia?

* Julias Schluchzen wird lauter. *

Ihr würdets es ned verstehn.

Gib uns a Chance.

Wir wissen, dass du an dem Abend dabei warst.

I muss los. Er wird mit mir schimpfen. I komm zu spät!

Julia!

Warum sollt er mit dir schimpfen?

Weil ich's versaut hab!

War's deine Idee oder die vom Ladurner,

mit den Papieren zur Petrenko zu gehen?

Was is?

I bin so ein Trottel!

Wieso?

Die is schwanger!

Bitte?

Wie wir zum Tatort gefahren sind, hat sie dort gekotzt.

Vielleicht sind sie deshalb dorthin gefahren,

um die Frau Ladurner vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Damit sie in die Scheidung einwilligt.

Und der Kuptschyk?

Das erklärt noch ned, was an dem Abend wirklich passiert is.

Wir sollten uns das vom Ladurner erzählen lassen.

Dazu brauchen wir sie.

Der Psychopath geht wieder frei, das schwör ich dir.

Mir is' scheißegal, wofür der ins Gefängnis geht.

Was heißt das? Du kannst doch ned ... bitte!

Bibi, wir müssen ihm nur nachweisen,

dass er über die Julia die Petrenko dazu gebracht hat,

den Kuptschyk aus dem Weg zu räumen.

Das ist Anstiftung zum Mord.

So is es.

Ja. Jetzt müssen wir nur noch die Julia ...

*

*

Julia ...

Ich weiß nicht, was an dem Abend passiert ist.

Keine Ahnung.

I weiß nur eines:

Dass eine Mutter ihr Kind um jeden Preis verteidigen würde.

Dass sie alles tun würde, um es zu schützen.

Es is genug passiert, Julia.

Lass nicht zu, dass es deinem Baby genauso ergeht wie Jasmin!

Hilfst uns?

* leises Schluchzen *

(Ladurner:) ".. is es wichtig, dass diese Sache völlig aufgeklärt wird."

"Ohne Druck von außen wird das nicht passieren."

(Reporterin:) "Sie unterstützen also den U-Ausschuss?"

"Selbstverständlich! Ich stelle dazu meine Recherchen zur Verfügung."

"Da haben Leute verdient. Die werden sich verantworten müssen."

Servas, Moritz.

Servas.

Bist gar ned drin bei der Pressekonferenz?

Kurzfristig abg'sagt.

Aha.

Hast gar nix mit'kriegt?

Naa. I hab a neues Handy ...

Warum is das alles ab'blasen?

Weil nichts ist, wie's scheint.

Das klingt gut, aber für an Artikel is' a bissl dürftig.

Stimmt. Servas.

Du, Moritz, schau!

Da is mei' neue Handynummer.

Danke.

Schon schlimm, was da passiert ist.

Ernstl!

Der Herr Minister möchte mit dir unter vier Augen sprechen.

Bitte, nehmen S' Platz!

Und?

Naa, lass mich raten!

Wir werden vom Fall abgezogen, und der Ladurner kommt wieder davon.

Nicht ganz.

Der Herr Innenminister sieht das ähnlich wie wir.

Dass so einer wie der Ladurner ohne klare Beweise ewig weitermacht.

Er hilft uns.

Was ist der Deal?

Er gibt uns alle Freiheiten, die wir wollen.

Wir können sogar die Julia verkabeln und zum Ladurner schicken.

Im Gegenzug müssen wir seinen Namen

und die belastenden Materialen gegen die Petrenko aus dem Spiel nehmen.

Und der Ladurner ist das Bauernopfer!

Und wenn wir das nicht tun?

Kriegen wir den Ladurner nicht.

Und die Akte von der Petrenko wird sowieso nie veröffentlicht.

Das kann der nicht machen! Wo leben wir?!

Der setzt uns das Messer an, und wir sollen ihn von dem Zeck befreien!

Das ist der Stand der Dinge.

So hat er's gesagt. Dieses Gespräch hat natürlich nie stattgefunden.

Na klar.

Also, was machen wir jetzt?

Das Richtige.

Weißt eh, die kannst die Sache jederzeit abbrechen.

Ein Wort genügt, und wir sind da.

Danke.

I hab 's Gefühl, i kann wieder klar denken.

Danke.

Gemma?

Ja.

*

* Julia atmet tief durch. *

* Türglocke *

(Ladurner:) Komm rein.

Was haben sie g'macht?

Isch alles gut?

Ja.

Sie haben keine Beweise.

Willst du mir irgendwas sagen?

Naa.

Die haben alle Unterlagen bei der Petrenko g'funden.

Sie glauben, dass sie dahintersteckt.

Bist du auch noch stolz drauf?

* Er lacht hämisch. *

Naa.

Aber das wolltest du doch.

Wenn i so leichtsinnig wär wie du, gäb's mich schon lang nimmer.

Entschuldige, i versteh ned.

Der Kuptschyk is tot.

Der kann nimmer reden.

Alle halten ihn für den Mörder. Genau das wolltest du ja.

Ja. Aber ned, dass du ihr alle Unterlagen gibst, du blöde Kuh!

Jetzt hamma ihn!

Gleich.

Da is das alles draufgespeichert.

So schnell kriegen die mich nit!

Magst was trinken?

Du könntest dich bei mir bedanken. Immerhin hab i dich g'rettet.

Was hast du?!

Was hast?

I hab dich g'rettet.

Du hast gar nix g'macht!

Ohne mich bist du nix!

Du bist gar nix ohne mich! Verstehst?

Isch das jetzt klar?!

Ja ...

(sanft:) Julia ...

Du musst noch so viel lernen.

Du musst lernen, Chancen zu erkennen, hm?

Schau, i hab den Einbruch perfekt für uns genützt.

Hm?

Kannst du das auch?

I hab dich g'fragt, ob du das auch kannst.

Naa.

Naa, das kannst du nit.

Weil du so schwach bist.

Du bist so schwach!

Genau wie die Anna.

Du wirst mich auch irgendwann einfach verlassen. Mitsamt dem Baby.

Du hast deiner Tochter die Drogen 'geben, stimmt's?!

I weiß es.

Sag einmal, wie redest du mit mir?!

I hab endlich begriffen, wozu du fähig bist.

Du bist der Wahnsinnige, ned deine Frau.

Wennst das denkst, dann kann i mich gleich umbringen.

Ja, bitte, tu's.

Du kannst die anderen terrorisieren.

Und in den Tod treiben.

Wie deine Tochter, deine arme Tochter!

Du red'st ...

.. mit dem Vater von dein' Kind!

Von unserem gemeinsamen Kind!

Geh, das is nur Blabla!

Das isch unser Kind!

Naa, das isch Blabla!

Du tust nur so.

Du jammerst, du weinst, du drohst, du beschimpfst.

Aber das war's, oder?

Das war's.

Was willst du ...

Mehr kannst du ned!

Was willst du eigentlich von mir?!

Soll i mich umbringen?!

Ja.

Bitte, bring dich um.

Bring dich um. Schau!

Was is 'n das? Bist du total verrückt?!

Warum isch das Messer da? Warum hast du's nicht wegg'haut?!

Scheiße! Sie hat die ganze Zeit das Messer g'habt!

Du bist so feig!

Du bist so feig!

So ein feiger Tyrann bist du!

Moritz, bitte ... - Warte!

Wieso haben wir das alles g'macht, das ganze Schauspiel?

Wegen deinem Bild in der Öffentlichkeit!

Damit du die nächsten Wahlen ned verlierst!

Das stimmt doch nit! So red'st du nit mit mir!

Du bist das Opfer, oder?!

So red'st du nit mit mir!

Red so nit mit mir!

Hör auf!

Naa, i hör ned auf.

Hör auf!!!

I hab genau g'sehn, wozu du die Jasmin getrieben hast.

Das kleine zehnjährige Madl ist mit an Messer auf uns los'gangen.

Und hat die eigene Mama erstochen!

Stimmt nit ...

Und dann sticht sich ...

.. das kleine zehnjährige Madl selber in' Bauch!

Weil sie ... weil sie begriffen hat, was sie getan hat!

Und du ... DU hast sie so weit gebracht!

Du hast sie so weit gebracht!

Du bist der Mörder!

Du bist es!

Scheiße!

Zugriff!

* Man hört nur mehr Schreie. *

* Schreie der COBRA-Beamten *

Keine Bewegung!

Wir brauchen einen Notarzt.

Schnell!

Seitenlage! Check den Puls!

Hannes, gehts!

Puls is schwach.

Flache Atmung.

Scheiße!

Bring sie raus, komm!

Check noch einmal den Puls!

Noch immer flach.

Kannst gehn.

*

*

*

*

*

Ja, servus, Kurt! Moritz Eisner hier.

Ich hab ein paar Informationen für dich im Fall Petrenko.

Mhm.

Ja, gut, passt. Wo?

Okay, gut.

Bis später. Ciao!

Das is die Letzte! Dann hören wir wirklich auf.

Ja, zünd an.

Schmeckt leider gut.

Wenn du ned ang'fangen hättest, welche zu kaufen,

wären wir gar ned so reing'rutscht.

Ja. Aber eines sag i dir: I nehm keine Nikotinpflaster!

Das hasse ich wie die Pest. - Das is grauslich. Und juckt.

Schaut auch deppert aus.

ORF 2019 - untertitel@orf.at

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