All language subtitles for s03E02IT-Tatort 1043 - Die Faust-0721357782-german

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Original subtitles

*

* Musik *

* Musik *

Untertitel: Simone Kasper

* sanfte Musik *

* Wecker *

* spannende Musik *

* Die Musik verstummt. *

* Stimmengewirr *

* Er klopft aufs Mikrofon. Es pfeift. *

* Stille *

Danke, dass Sie sich alle Zeit genommen haben,

um mit mir in die Zukunft unserer Polizei zu schauen!

Liebe Kollegen und Kolleginnen!

Die Zeiten haben sich verändert - und mit ihnen unsere Arbeit.

* Die Tür geht auf. *

Gut. Wir stehen immer wieder vor neuen Herausforderungen.

Es geht darum, die Bundespolizei noch näher an die Bürger zu bringen.

Stichwort: Effizienzsteigerung.

"Zukunftsfit" sagt er sicher ned.

Ein Euro? - Okay.

.. Synergien zu schaffen und Kräfte zu bündeln.

(Frau:) Morgen!

(Alle:) Morgen!

Ich nehme an, Sie sind wegen der Besichtigung da?

(alle:) Ja.

Ich geh mit vier, fünf rauf.

Die anderen warten unten, bis die Ersten wieder rauskommen, ja?

4. Stock.

So! Das ist sie.

Zwei Zimmer, Küche, Kabinett.

65 Quadratmeter, 600 Euro kalt.

Mit a bissl Farbe schaut das aus wie neu.

* spannende Musik *

Gehen Sie sofort raus, bitte!

Raus hier!

Raus!

Das heißt konkret für Sie hier im Haus,

dass neben die Kommission "Mord und Sonderermittlung"

auch noch die "Mord und Sonderermittlung 2" kommt.

Damit machen wir die Polizei

noch effektiver.

* Applaus *

Moritz, dir is aber schon klar,

dass sie dir die Hälfte der Abteilung wegnehmen?

I hab schon viele Reformen erlebt. Es ändert sich nie was.

Moritz! Ist doch super! Jetzt hast du nur mehr die halbe Arbeit.

Du wirst sehen: Gemeinsam machen wir unser Haus zukunftsfit!

Ja! Pech g'habt! Die Rede war vorbei.

Naa, er hat's in diesem Raum g'sagt.

Es is was passiert!

Totenstarre.

Mindestens acht Stunden tot.

Also mitten in der Nacht.

Warum diese Inszenierung?

* spannende Musik *

Publikum hat er genug gehabt.

Bei der Wohnungsbesichtigung sind viele Menschen durchgelaufen.

Da werden wir keine brauchbaren Spuren mehr finden, oder?

Bitte geh die Anrainer befragen! - Sehr gerne!

Machst du Fotos von den Tätowierungen?

Der Faust fehlt a Finger.

Schauts einmal das an!

Das is a orthodoxes Kreuz.

Mhm. Versteh. Ham Sie vielleicht ...

(Frau von oben:) Was is passiert?

Ermordet is einer worden! - Wer denn?

Weiß man noch ned!

Bitte beantworten ...

(Frau:) Is der Tote blond?

Nein!

(Frau:) Schad!

So! Hamma's dann?

Fein!

Kennen Sie den Besitzer oder den Mieter der Wohnung?

Nein. Wie denn? Da wohnt ja schon lang keiner mehr.

Is Ihnen sonst irgendetwas Ungewöhnliches aufgefallen?

Nein. Is uns was aufg'fallen?

Einen Kollegen von Ihnen hab i g'sehn.

Woher wussten Sie, dass das a Kollege is?

Weil er so ausg'schaut hat wie der da.

A bissl größer vielleicht, aber so einen Anzug hat er ang'habt.

Wann war das? - Halb zwei.

Haben Sie das Gesicht sehen können?

Nein, der hat ja a Kapuze aufg'habt.

Schade! Danke, Frau Kanz!

Falls Ihnen noch was einfällt ...

Gern!

Danke!

Wiederschaun! - Wiederschaun!

* düstere Musik *

* Stimmengewirr *

Den Toten hat es nicht gegeben.

Also gegeben hat's ihn schon, aber ...

Fingerprints? - Kein Treffer.

EKIS und Schengen?

Beides negativ. Fotoabgleich nix, DNA-mäßig auch nix.

Was is mit'm Tatort?

Wie viele könnten von der Wohnungsbesichtigung g'wusst ham?

Das war überall zu lesen.

Welche Handynummern waren dort zwischen 1 und 2 Uhr eingeloggt?

I kümmer mi drum.

Ah! Noch was:

A Zeugin hat zur Tatzeit jemanden in einem weißen Spusi-Anzug gesehen.

In einem Spusi-Anzug?!

Ja. Und a Zeuge im Erdgeschoß hat zur Tatzeit

einen weißen Lieferwagen gesehen, der grad wegg'fahren is.

Klär bitte ab, ob's in der Endfeld- gasse a Videoüberwachung gibt!

Sí, Señor!

".. sieht es nach einem religiösen Opferritual aus."

A christlich orthodoxer Ritualmord? I bitte dich!

Sagt der Kriminalpsychologe.

I glaub, wir sollten uns diese Tattoos anschauen.

Es schwirren eh schon lauter Bilder im Netz herum.

Da könn'ma doch eines vom Toten gleich offiziell rausgeben

und verbinden das mit einem Aufruf: "Wer kennt diesen Mann?"

* unheimliche Musik *

Ich muss euch was zeigen:

Dieser Mann ist an einer Schussverletzung gestorben.

Erschossen?

Ja. Man hat die Einschusswunde ned gleich g'sehn,

weil der Täter nachher den Nagel direkt daneben eing'schlagen hat.

Der Mann war also schon tot, wie er ang'nagelt wurde?

Ja, Durchschuss.

Dann hat man ihn nicht in der Wohnung erschossen.

Is der Schuss von vorn 'kommen?

Ja. Es hat nur kurz gedauert, bis er verblutet is.

Das meiste Blut is in seinem Bauchraum geblieben.

Alter? - Circa 35 bis 40.

Aufgrund der Zahnfüllungen würd ich davon ausgehen,

dass es ein Osteuropäer ist.

Am Toten finden sich keinerlei fremde DNA-Spuren.

Obwohl welche da sein müssten,

bei dem, was der Täter mit ihm g'macht hat.

Er wurde nämlich auch anal penetriert.

Es finden sich Spuren des Spermizids Nonoxinol 9.

Vergewaltigt ohne DNA-Spuren? Entschuldige!

Ich glaub nicht, dass er wirklich vergewaltigt wurde.

Penetriert allerdings schon.

Es wurde nicht nur ein Kondom verwendet, was das Nonoxinol zeigt,

sonst muss der Täter auch vollkommen DNA-sicher g'schützt g'wesen sein.

Da hat jemand g'wusst, wie man spurenfrei nagelt.

Entschuldigung!

Ja?

Ich kenn da einen Ermordeten aus der Zeitung. Mit wem muss ich da reden?

Nehmen Sie bitte kurz Platz!

Ich möchte gerne etwas zu dem Toten sagen.

Mhm. Nehmen Sie bitte da hinten Platz!

Ich schick Ihnen gleich jemanden vorbei.

* Er atmet hektisch. *

* Freizeichen *

Karin?

Ich muss ... ähm ... Wo bist du gerade?

Weil ich dich sehen muss.

Ja, jetzt.

Also, wo bist du gerade?

Okay.

Bleib dort und warte auf mich!

Bitte!

Ja.

I bin mir sicher, das is der Gavin.

Nachname?

Ich glaub, er hat g'sagt, er is Amerikaner.

Das ist Matteo Callegari.

Callegari?

Ich hab ihn gleich erkannt.

Es war ein One-Night-Stand.

Haben Sie Kondome verwendet?

Ja, natürlich. Das war ein One-Night-Stand.

Ich hab's gleich.

Es muss da sein.

Ja, er hatte Tätowierungen, aber keine besonders guten.

Solche vielleicht? - Ja.

Ein Italiener. Er hat eine Wohnung von mir gemietet.

Hier ist eine Kopie seines Passes.

Und hier der Mietvertrag.

Haben Sie einen Zweitschlüssel für die Wohnung?

Leider nein.

Vielen Dank!

Gibt's a Belohnung?

Gibt's eine Belohnung?

Karin!

Davit! Was is'n los?

Davit?

Davit?

Du, i muss die Märzenbecher wegbringen.

Die warten vorn schon zum Ausliefern.

Ohne dich ... hätt ich hier nicht überlebt.

Ich möchte dich nie verlieren.

* Handy *

Du, Davit, i muss. Die warten.

Karin ...

Es ...

Es sind Dinge passiert.

Dinge, die nicht hätten passieren dürfen.

Was für Dinge? * Handy *

Nicht jetzt, früher.

Ich möchte, dass du weißt,

dass ... dass du etwas ganz Besonderes für mich bist.

* Handy *

Davit, es tut mir leid, aber i muss jetzt weg.

Du kannst mir das ned so einfach hinschmeißen aus'm Nichts.

Lass uns heute Abend drüber reden, gut?

Ladstätter. Ja, i bin gleich da.

Das geht nicht. Ich muss weg.

Sie warten hier.

Was is das?

Staubsauger.

Ah!

"Dann läuten bei den meisten Menschen die Alarmglocken."

"Und man sucht verzweifelt nach Lösungen und fragt sich dann ..."

Zeitschaltuhren.

I sag dir, der hat hier sicher nicht gewohnt.

Aber er wollte, dass man's glaubt.

* Mixer * He!

Maria! - 'tschuldigung!

* Stille *

Da schau her!

He!

Ein kleines Notfallpaket.

Wenn man schnell verreisen muss.

Und Kleingeld.

Ja.

Hallo! Ich möchte gern einen Flug buchen.

Ja, ich warte.

Nach Georgien.

Tiflis.

Ja, heute.

Ja, ich warte.

Einen Moment.

Ähm ...

Meine Kartennummer ist ...

Ja, ähm ... bis 9/20.

Ja. Danke!

Auf Wiederhören!

* spannende Musik *

Die Fingerabdrücke auf dem Pass sind identisch mit denen des Mordopfers.

"Is der Pass echt?"

Weiß ich nicht. Aber wenn nicht, dann is er sehr gut gemacht.

"Ich frag mal die italienischen Kollegen, was sie dazu sagen."

Habts ihr schon g'hört, wer sich für die Leitung der MK2 beworben hat?

"Der Steinwendtner."

Ja. Wenn du fertig bist, ruf uns bitte an!

Und schick uns eine Vergrößerung des Passbildes, bitte! Danke!

Was?! Der Streber?

* lautes Lachen *

Der Steinwendtner, ha?

Ah! Da, schau! Alle Abteilungsleiter vom Haus auf einem Bild.

Der Steinwendtner passt wunderbar dazu!

Er erfüllt alle Kriterien von einer Polizeikarriere:

Keine Ahnung, keine Skrupel, keine Titten!

* Bibi knallt die Tür zu. *

Sag, ned einmal in Ruhe ...

Warum interessierst du dich für die MK2?

Is doch wurscht, wer sich dort bewirbt.

Hast eh recht.

Oder hast du vor, dich selber zu bewerben?

Ah so!

Okay.

Kenn mich aus.

Moritz! Warte! Ich hab überhaupt nicht darüber nachgedacht,

ob ich mich da bewerben will.

Ich find's nur seltsam, dass jeder davon ausgeht,

dass ich mich nicht bewerbe.

Ja, okay.

Wir sehen uns morgen.

* sanfte Musik *

Mama, ich muss aufs Klo.

Da, lauf rein!

Schatz?

Schatz, was is ...

* Sie rennt weg. *

Das war kein Selbstmord.

Maria-Theresien-Taler.

Ein teurer Spaß.

Wieso?

So ein Teil kostet um die 25 Euro.

Ah! Das sind ja dann mindestens ... - .. um die 800 Euro.

Was is'n das?

Is das a Stück von einem Schutzanzug?

Eine Zeugin am ersten Tatort hat doch ausgesagt,

sie hat dort jemanden in einem weißen Spurensicherer-Anzug g'sehn.

Derselbe Täter?

Dann soll die Gerichtsmedizin herausfinden,

ob er auch penetriert worden is.

Und Sie sind sich ganz sicher? Ein weißer Lieferwagen?

Ja, a weißer Lieferwagen war das.

Ja! Dienstagnacht Endfeldgasse und letzte Nacht im Brunnenpark.

Genau!

Alle Handys, die Dienstagnacht und letzte Nacht eingeloggt waren.

I glaub, der Mörder hinterlässt seine Opfer ganz bewusst dort,

wo's unzählige DNA-Spuren gibt.

A öffentliche Toilette - der will uns die Arbeit schwermachen.

Is ihm gelungen.

Schauts euch das an! Genau DAS haben wir jetzt noch gebraucht!

Könnts ihr denen nicht die Handys wegnehmen?!

Derselbe Täter? - Das wiss'ma noch ned.

Sollen wir eine SoKo einrichten?

Für die Presse? Oder glaubst, dass das uns hilft?

Beides. Brauchts ihr mehr Leute? - Nein.

Gut! Ich stell euch den Steinwendtner ab.

Bitte nicht!

Das is kein Wunschkonzert, ja? Danke!

Über das Schlangen-Tattoo hab ich nichts herausbekommen,

aber dafür einiges über die Faust: Die verwenden viele.

Die Faust steht für amerikanische Nazis, deutsche Biker, Antifa-Klubs.

Aber die haben alle fünf Finger.

Eine schwarze Faust zB ist ein Symbol für die Black-Power-Bewegung

und für a serbische Studentenverbindung.

So komm'ma ned weiter.

Wir schicken das Zahnprofil vom Toten an alle Zahnärzte in Wien.

Vielleicht bringt uns ja das was.

Ich frag mal bei den Münzhändlern nach,

ob die in letzter Zeit a große Menge Maria-Theresien-Taler verkauft ham.

Beide Tatorte ... sind vorbestraft. - Fredl!

Jetzt ordnen wir die Wörter neu und versuchen's noch einmal!

Ein Handy. Wir ham die Nummer und seinen Namen.

Es war bei beiden Tatorten eingeloggt - in den Mordnächten.

Und: Er hat eine Vorstrafe wegen schwerer Körperverletzung.

Hamma eine Adresse? - Ja.

Dann fahr'ma.

Ich verständige die Cobra.

Moment! Sollt'ma ned einfach einmal mit dem reden?

Es gibt Vorschriften. Bei Mord gemma doch da ned ungeschützt selber rein.

Da hat er recht.

Steinwendtner hier. Ich brauch eine Einheit von euch.

* Türglocke *

Polizei! Keine Bewegung!

Hallo!

Otto Bily? Hände hoch!

Leintuch fallen lassen!

Simsalabim!

* Moritz pfeift. *

Herr Bily!

Oberstleutnant Eisner. I heiß Fellner, Kriminalpolizei.

Warum wollten S' denn fliehen?

I wollt ned fliehen. Is a Missverständnis.

Wo waren S' in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch?

Seids ihr ned wegen die Alimente da? - Wegen was?

Ah so. Dienstag? In der Endfeldgasse. - Das is schlecht.

Und wo waren S' gestern?

Auf der Tankstelle hab i g'arbeitet, in der Conradgasse.

Die is doch beim Brunnenpark, oder? - Ja.

Die ganze Nacht. I kann dort ned einmal weg.

Was ham S' in der Endfeldgasse g'macht?

Dort wohnt mei' Freundin.

Und da waren S' die ganze Nacht? - Ja. Die Kleine war auch mit.

Gut. Geben S' den Kollegen den Namen von der Freundin und vom Chef!

Und dann war's das.

Also, mei' Freundin heißt Andrea Binder.

Trotzdem war's richtig.

Ich sag eh nix.

Ja, aber so laut.

Ich glaub nicht, dass wir dort unseren Täter finden.

Weil, warum sollte jemand, der so sauber vorgeht, dann so blöd sein,

dass er am Tatort sein Handy ned ausschaltet?

Ja, du hast ja recht.

Aber wenn das der Täter gewesen wäre und es wär was passiert,

dann hätt ICH mir die blöden Fragen vom Steinwendtner anhören müssen.

Aber wenn du und ich da reingehen, dann samma ja ned allein.

Ja, aber ICH wär verantwortlich.

Ich hätt schon auf uns aufgepasst. - Ja, eben.

Was heißt "eben"?

Moritz, es is ja nicht so, dass ich die Vorschriften nicht kenn ...

Aber?

Aber bis jetzt waren uns die ja auch wurscht.

Ja, stimmt eh.

* Handy *

Fellner.

Ja. Danke!

Das Zahnprofil.

Die zweite Leiche ist identifiziert.

Und jetzt wiss'ma auch, wo er gearbeitet hat. Fahr weiter!

(Mann:) Davit Nosadse.

Mit T hat er sich g'schrieben, nicht mit D.

Georgier.

Die Mitarbeiter?

Ja.

Wie lang war er bei Ihnen?

Vier Jahre, schätz ich.

Kann i das haben? - Ja.

Sonst fällt Ihnen nix dazu ein?

Viel weiß i ned über ihn. Er war höflich, pünktlich ...

Aber sonst ... Das g'hört nach hinten ins Lager!

Er war vier Jahr' bei Ihnen - und mehr fällt Ihnen nicht dazu ein?

Er war bei uns nur geringfügig ang'stellt.

Wissen S' eh, ned?

Aber fragen S' doch sie! Sie war seine Freundin.

Das war's fürs Erste.

Grüß Sie!

Mein Name is Eisner. Das is meine Kollegin, Fellner.

* spannende Musik *

* Schritte *

Fast zwei Jahre waren wir zusammen.

* Sie weint. *

I hab ja ned wissen können, dass wir uns nimmer ...

Hätt i ihm doch noch besser zug'hört.

Hat der Davit g'sagt, warum er nach Österreich gekommen is?

Oder was er vorher gemacht hat?

Der Davit, der hat ned viel erzählt.

Am Anfang, da hab ich ihn schon immer g'fragt.

Aber er hat nie was g'sagt.

Jedes Mal, wenn i was von früher,

von Georgien oder von seiner Familie wissen wollt,

dann hat er zug'macht.

Ich hab mir 'dacht, dass das was mit'm Krieg zu tun hat

und dass er da was Arges erlebt hat.

Einmal hat er g'sagt,

dass ihm nix anderes übrig'blieben is,

dass er von dort weg müssen hat.

Und so was wie:

"Wir wollten so viel - und es war alles umsonst."

Wissen Sie, was er damit gemeint hat?

Naa.

Hat er irgendwelche Namen genannt?

* Sie weint. *

Hat der Davit in Österreich Asyl g'habt?

Naa.

Das hat er ned 'braucht.

Er hat einen belgischen Pass g'habt.

Einen belgischen Pass? Is Ihnen das ned komisch vorgekommen?

Sie werden jetzt sicher glauben, dass i total naiv bin.

Und wahrscheinlich ham S' auch recht.

Sicher is mir das komisch vor'kommen,

dass er ned gern unter d' Leut 'gangen is.

I wollt's einfach ned so genau wissen.

I hab ihn wirklich gern g'habt.

Der Davit, das war ein herzensguter Mensch.

Und mir hat das g'reicht. I hab ned mehr 'braucht.

Gibt's ned bei jedem Menschen irgendwas, was komisch is?

Können Sie mir sagen, was "T'et'ri nargizi" heißt?

Märzenbecher.

* Ein Baby weint. *

* Das Baby weint heftig. *

Schhhhhh.

He!

Schhhhh.

* Das Baby weint. *

Schhhh.

* Das Baby beruhigt sich. *

* spannende Musik *

* dumpfer Schlag * Ahhh!

* Er schlägt noch einmal zu. *

* Schlag *

* Schlag *

* Schlag *

* leises Wimmern *

*

* Kirchenglocken *

Christoph! Kannst mir das bitte überprüfen? Danke!

Find bitte raus, ob's in der Hausanlage vom Davit Kameras gibt!

Ich weiß, ich bin euch zugeteilt,

aber deswegen kann mir jetzt auch nicht jeder Anweisungen erteilen.

Doch, das geht.

* Handy * Fellner.

Strukturiertes Arbeiten schaut anders aus!

Bei uns nicht.

Ja.

Wir ham noch an Mord.

Da hat jemand Sinn für Theatralik.

Schrecklich!

Und Sie san von der Security?

Wem g'hört das Boot? - Einem Bootshändler.

Das war bis vor vier Tagen nicht hier. Das war in Krems ausg'stellt.

Auf der Bootsmesse? - Ja.

Bei einer Bootsmesse können doch auch Besucher AUF das Boot.

Das nehme ich an.

Na super! Das bedeutet: wieder hunderte DNA-Spuren.

Habts ihr da a Videoüberwachung?

Vorne im Areal schon, aber hier hinten nicht.

Gut, dann schau'ma uns die Aufzeichnung vorne an. Bitte!

Wir brauchen noch den Namen vom Bootsbesitzer.

Und eine Liste aller Mitarbeiter.

Stopp!

Da, der weiße Lieferwagen.

Geht der zum Boot?

Ja.

Spulen S' a bissl vor!

Und stopp!

Okay. Wir müssen alle Aufzeichnungen der Überwachungskameras

in dem Bezirk kontrollieren.

An irgendeiner muss er vorbeigekommen sein.

Und der Steinwendtner soll schauen,

ob er irgendwas über diesen weißen Anzug herausfindet.

* Telefon *

(Schimpf:) I versteh. Vielen Dank! Danke schön!

Wie hängt das alles z'sammen?

Die Kollegen haben den weißen Lieferwagen auf einem Video entdeckt.

Nur, das bringt uns leider nix, weil das Kennzeichen is gestohlen.

(Steinwendtner:) Es gibt kein einziges Handy,

das bei allen drei Tatorten zu den fraglichen Zeiten eingeloggt war.

- Und: Es gibt keinen belgischen Staatsbürger mit dem Namen Nosadse.

Das heißt, der Davit hat entweder seine Freundin angelogen

oder sie hat uns angelogen.

Was wissen wir über den Schutzanzug?

Es handelt sich um einen Hazmat-Anzug.

Leider sehr leicht erhältlich.

Er versucht, alle Spuren zu vermeiden.

I hab an Termin in der Gerichtsmedizin,

falls das jemanden interessiert.

Zeig mir mal eine Vergrößerung von dem Anzug!

Wenn wir die groteske Hypothese eines Selbstmordes außer Acht lassen,

dürfte der Tote aus der WC-Anlage

zuerst bewusstlos geschlagen und dann erhängt worden sein.

Im Unterschied dazu ... wurde SIE

gleich mit mehreren Schlägen gegen den Kopf getötet.

Da müsste es doch jede Menge Blut am Tatort geben.

Anzunehmen. Sie muss geblutet haben.

Gibt's zwischen unseren drei Toten irgendwelche Gemeinsamkeiten?

Ja. Alle drei wurden post mortem penetriert, sie allerdings vaginal.

I muss wissen, wie die ausg'schaut hat.

Das kann ich dir leider nicht sagen.

Aber dafür kann ich ihr Alter schätzen: circa 35 Jahre.

Und sie muss vor kurzem ein Kind auf die Welt gebracht haben.

Was?!

Mhm. Sie hat nämlich eindeutig gestillt.

Okay.

* Ein Baby weint. *

* Das Baby weint die ganze Zeit. *

Psch. Is gut, is gut, is gut.

* Sie atmet tief durch. *

* Das Baby weint. *

Moritz, i war grad beim Kreindl. Stell dir vor ...

Ich hab was g'funden! Ihr habts recht g'habt.

In der Garage von Davits Wohnanlage gibt's Kameras.

Das müssts euch anschauen.

Der gleiche Lieferwagen.

Die Kennzeichen sind g'stohlen.

Ja, das wiss'ma schon.

So.

Hier.

16 Uhr 50: Davit geht zu seinem Auto.

Wiss'ma schon, mit wem er da telefoniert hat?

Leider nein. Laut Rufdatenauswertung hat er zu diesem Zeitpunkt

gar nicht telefoniert.

Also dürfte er noch ein weiteres Handy besitzen.

Das schaut aus, als hätt er sich was mit der Kreditkarte gekauft.

Ja, und i hab mir auch schon die Buchungen auflisten lassen:

Eine Buchung war zur fraglichen Zeit - für einen Flug nach Georgien.

Gut. Damit können wir seine zweite Handynummer herausfinden.

Wartets! Da gibt's noch mehr.

So!

Derselbe Täter.

Mhm.

Was zeigt er ihm da? A Foto?

Schaut so aus.

Zeig mir noch einmal die Stelle mit dem Foto!

Stopp!

Kannst du da näher ranzoomen?

Ja, wenn du's gerne unscharf haben möchtest.

Der Täter muss mit dem Foto so einen Druck auf Davit ausgeübt haben,

dass er ihn dazu gebracht hat mitzugehen.

Er hat ihn erpresst. * Handy *

Was kann da drauf g'wesen sein? Seine Freundin?

Vielleicht hat er ihm gedroht, dass er ihr etwas antut,

wenn er nicht mitkommt.

Super! Danke!

Der Manfred hat die zweite Handynummer vom Davit rausg'funden.

Damit hat er nicht nur einen Flug gebucht,

sondern auch kurz vorher noch jemand ang'rufen.

Und der Anruf ist in diese Gegend gegangen.

Gut. Schick die Spurensicherung in die Tiefgarage!

Und der Fredl soll herausfinden, mit wem er zuletzt telefoniert hat.

Mach ich.

Wenn der Täter wirklich mit dem Foto den Davit dazu bringt einzusteigen,

heißt das, dass er seine Opfer ned zufällig, sondern gezielt aussucht.

Ja, aber sein Muster ist doch nicht einheitlich.

Vielleicht is es nur noch ned ersichtlich.

Es MUSS Gemeinsamkeiten geben. Was is mit den Vergewaltigungen?

Die sind doch atypisch für an Triebtäter, oder?

Stimmt.

I sag dir, der spielt uns den perversen Serienkiller nur vor.

I ruf die Cerwenka an.

Was? Die Profilerin?

Ja. Immer noch die Beste, obwohl sie seit Jahren in Pension is.

Bist dir sicher, dass wir noch in Wien san?

Ach.

Wen hat der Davit hier vor seinem Tod ang'rufen?

* Türglocke *

Schaut ned so aus, als würd hier jemand wohnen, oder?

Naa.

Hallo?!

Guten Tag!

Fellner. Bundeskriminalamt.

Kann sein, dass sie solche Schuhe hat, aber ich bin mir nicht sicher.

Wie heißt denn Ihre Mitbewohnerin?

Nataliya Lomatschenka.

Moment! Das muss i mir aufschreiben.

Und Sie sind?

Loredana Laurinova.

In welchem Verhältnis stehen Sie zur Nataliya?

Wir sind Freundinnen.

Wann haben Sie sie denn zum letzten Mal gesehen?

Am Freitag.

Sie wollte nach Hause fahren, nach Litauen.

Mit ihrem Kind?

Ja, natürlich.

Was ist denn passiert?

Wir versuchen, die Identität einer toten Frau aufzuklären.

Und ... derzeit müss'ma leider davon ausgehen,

dass es sich da ... um Ihre Mitbewohnerin handeln könnte.

Gehört eine dieser Zahnbürsten Ihrer Freundin?

Ja.

Welche?

Die Gelbe.

Alles in Ordnung?

Ja.

Sie darf einfach nicht tot sein.

Kennen Sie diese Männer?

Nein, ich kenn die nicht.

Ich kenn die nicht.

Waren Sie das ganze Wochenende hier?

Ja.

* Scheppern *

Is da zufälligerweise a Foto von Nataliya Lomatschenka dabei?

Müss'ma leider mitnehmen.

* lautes Lachen *

Da müsst i mi eigentlich nur noch umoperieren lassen.

* Stille *

Die Herren!

Es geht um die Leitung der MK2, nehm ich an.

Stille?

Ha! Ihr seids solche Lulus!

Ihr habts alle keine Eier in der Hose - außer die Bibi!

Weißt, Moritz:

Ich bin auch dafür, dass mehr Frauen bei der Polizei Karriere machen.

Aber soll das jetzt heißen,

dass ich mich nie wieder für irgendwas bewerben darf?

I hab überhaupt ka Problem damit, dass du dich bewirbst.

Ich hab nur ein Problem damit, dass dir jemand diesen Job geben könnte.

Servus, Jetti!

Servus! Geh, hilf mir bitte!

Hofrat Dr. Cerwenka.

Fellner. Guten Morgen! Ich hab schon viel von Ihnen gehört.

Das glaub ich nicht. Wo is der Patient?

Abtransportiert. - Na, dann gemma!

Wartets einmal a bissl!

Schhhhh.

Ich muss mich in den Täter hineinspüren.

Ich zieh euch nur auf!

Ich glaub, ich kann hier nix sehen, was ihr nicht selber auch sehts.

Alle Morde in einer Woche, das is für Serientäter ungewöhnlich.

Die Tötungsarten waren auch unterschiedlich.

Der gekreuzigte Jesus.

Judas, der Jesus für 30 Silberlinge verraten hat.

Und laut Abraham a Santa Clara is der Judas auf dem Meer ausgesetzt worden.

Das könnte das Boot bedeuten.

Aber der agiert nicht wie ein richtiger Serienmörder.

Der handelt aus berechnendem Kalkül, nicht aus Befriedigung.

Die Penetration ist auch nur ein Teil der Vernebelung.

Das heißt, er täuscht die Vergewaltigung nur vor.

Aber darauf seids ihr ja selber auch schon gekommen, richtig?

Ja, aber es is gut, wenn man's bestätigt bekommt.

Aber warum die ganze Mühe?

Er hätt sie ja einfach erschießen und in die Donau werfen können.

Weil er uns mit dem Serienkiller ein falsches Motiv aufzwingt.

Sehr gut!

Das bedeutet, wenn wir wissen, was die Leichen miteinander zu tun ham,

dann führt uns das direkt zu ihm.

Na bitte, es geht ja!

Sie sind auf einem guten Weg!

"Sie sind auf einem guten Weg." Was, bitte, soll das heißen?!

Dass sie dich mag.

Eine sehr gewinnende Art, das zu zeigen.

Normalerweise versuchen wir,

über das Umfeld des Opfers zum Motiv zu kommen.

Diesmal hamma's umgekehrt probiert.

Und das funktioniert ned.

Genau, weil das Motiv falsch is. Also stellt sich nur eine Frage:

Wer sind die drei?

Genau. Und deshalb such'ma jetzt nicht den Täter, sondern die Opfer.

Also, der Pass von dem Callegari is gefälscht - und zwar sehr gut.

So was kriegt man nicht so einfach auf der Straße zu kaufen.

Die georgische Botschaft wiederum kennt keinen Davit Nosadse.

Und die DNA-Analyse von der Zahnbürste steht noch aus.

Diese orangen Tücher waren doch das Erkennungszeichen

der ukrainischen Revolution. Wann war die?

2004.

Jetzt weiß ich auch wieder, woran mich die tätowierte Faust erinnert:

An die serbische Bewegung, die den Miloševic gestürzt hat.

"Otpor"

"Serbisch für 'Widerstand'."

"Und das Symbol für diese Bewegung war die Faust."

Kiew und Belgrad?

* spannende Musik *

Warum war die Frau, die vermutlich Nataliya Lomatschenka heißt

und aus Litauen stammt, 2004 in Kiew?

Was hat unsere erste Leiche mit dem gefälschten italienischen Pass

mit Belgrad zu tun?

Und wie passt der Gehängte dazu?

Da! Schauts mal!

Das is unser Anhänger, den wir bei der Leiche im WC g'funden haben,

bei diesem Davit.

Die Kreuze auf der Vorderseite ähneln der georgischen Flagge.

Und die Rose auf der anderen Seite

war das Symbol der Rosenrevolution 2003 in Georgien.

Gib mir doch mal die drei Bilder von den Opfern auf den Monitor!

In den letzten 10 bis 15 Jahren

hat es in Südosteuropa mehrere Revolutionen gegeben.

Die sind alle nach demselben Schema abgelaufen:

Zuerst Studentenbewegungen, unterstützt von sozialen Medien,

internationale Proteste mit inten- siver Berichterstattung im Westen.

Alle dasselbe Schema!

Der Serbe, der Georgier und die vermeintliche Ukrainerin.

Das könnt die Verbindung sein: das Schema.

So is es.

Gute Arbeit! Wir sehen uns morgen.

* spannende Musik *

Wir sollten das BVT befragen.

Was glaubst, wo i in aller Früh war?

Und? Was sagen sie?

Nix. Aber sie ham mir einen Mann an der Uni Wien genannt,

der Experte für diese Revolutionen is - ein Professor Ljubic.

Was machst?

Fotos sortieren.

Hm!

Schau mal, der!

Schaut der nicht unserem ersten Toten aus der Wohnung ähnlich?

Nur etwas jünger, dieselbe Tätowierung.

Das heißt, der erste Tote und die dritte Tote

waren gemeinsam auf einer Demonstration in Kiew.

Und jetzt in Wien?

Ja, Jahrzehnte später.

Und beide tot.

Fragt sich nur, ob da nicht noch andere Personen gefährdet sind.

Das BVT hat Sie uns als Experten empfohlen.

Was genau is Ihr Spezialgebiet?

Der Umbruch in Serbien.

Ich war 2000 mit auf der Straße, als Miloševic gestürzt wurde.

SIE haben demonstriert? - Ja.

Ich habe fest daran geglaubt, dass wir ein neues Jugoslawien aufbauen.

Aber was kann ich für Sie tun?

Kennen Sie eine diese Personen?

Nein.

Sind das nicht Sie?

Tja.

Ja, tatsächlich, das bin ich.

Ich war damals immer wieder bei den Demos in Kiew.

Und diesen Mann hier, kennen Sie den?

Nein.

M-m. Aber das ist alles so lange her.

* Handy *

Entschuldigung.

Und was wollten Sie in der Ukraine?

* Moritz verlässt den Raum. *

Vielleicht wollte ich dieses Gefühl des Aufbruchs noch einmal miterleben.

Die Lage in Serbien war zu dem Zeitpunkt schon eher ernüchternd.

(Schimpf:) "Ich hab die Anrufliste von Davits zweitem Handy."

"Er hat nur mit zwei Nummern telefoniert."

Das sind beides Prepaid-Handys, und sie sind mittlerweile ausgeschaltet.

Die eine Nummer war die,

die der Davit kurz vor seinem Tod ang'rufen hat.

Die in der Danieligasse?

Richtig. Und die beiden haben nur miteinander telefoniert,

mit sonst niemandem.

Ein geschlossenes System.

Das heißt, er mit den anderen beiden Opfern?

Find mir heraus, wo die eingeloggt waren!

Anfrage läuft schon!

"Danke dir! Servus!"

Gerne! Baba!

Das hat der Professor veröffentlicht, sein Spezialgebiet.

Hat er so was auch über die Ukraine oder Georgien geschrieben?

Nein, aber Kathrin Mieser, eine Mitarbeiterin.

Die schreibt ihre Dissertation darüber.

Haben Sie ihre Nummer?

Natürlich. Oder wir gehen einfach zu ihr rüber.

"Politische Strömungen nach der Revolution in der Ukraine"

So heißt meine Diss.

Kennen Sie diese Frau?

Das muss aus dem Jahr 2004 sein.

Das ist ...

Mariya Antonova.

Sind Sie sicher?

Nicht Nataliya Lomatschenka?

Eindeutig. Mariya Antonova.

Eine der wichtigsten Frauen in der ukrainischen Revolutionsbewegung.

Sie ist aber direkt danach verschwunden.

Danke, Kathrin!

Ich glaube, dass diese Frau vor zwei Wochen beim Professor war.

Beschwören kann ich's allerdings nicht.

Mariya Antonova?

Ja. Und es waren zwei Männer bei ihr.

Waren das die zwei?

Ja.

Das is sehr nett, aber i kann das ned annehmen.

Bibi, der Herr Professor hat uns an Schas erzählt!

Diese drei waren vor zwei Wochen bei Ihnen im Büro.

Da! Mariya Antonova.

Führendes Mitglied der ukrainischen Revolutionsbewegung.

Und das!

Und das!

Das ist Dušan Savic.

Aus Belgrad?

Ja.

Mitglied von Otpor, serbische Revolutionsbewegung.

Und dann heißt der sicher auch nicht Davit, sondern?

Amiran Iashvili.

Mitstreiter der Rosenrevolution Tiflis, oder?

Ja.

* Er räuspert sich. *

2000 hat sich in Belgrad die "Faust" gebildet, Otpor.

Am Anfang war es nur eine Studentenbewegung.

Doch mit der Zeit wurde sie immer größer.

Und da habe ich Dušan kennengelernt.

Die Studentenbewegung wurde zu einer Volksbewegung.

Und Miloševic wurde gestürzt.

Die Serben haben sich ihre Freiheit selbst erkämpft.

Woher kennen Sie die anderen beiden?

Wir haben viel dabei gelernt.

Und dann haben wir in Belgrad das CFF gebildet:

"Center for a Free Future"

Damit wollten wir unsere Ideen und Erfahrungen weitergeben,

an Revolutionäre in anderen Ländern.

Das CFF wurde dann von einigen als Revolutionsschule bezeichnet.

Weil man da gelernt hat, was man tun muss, um seine Regierung zu stürzen.

Ich habe dort auch unterrichtet.

Warum waren die drei bei Ihnen?

Sie wollten wissen, ob ich noch Kontakt zu ehemaligen Aktivisten habe

Und? Haben Sie? - Nein.

Und das war alles? - Ja.

Warum haben Sie uns nicht kontaktiert,

als Sie von den Morden gehört haben?

Aus Angst.

Vor wem?

Schauen Sie:

Dušan, Amiran und Mariya leben unter falschen Namen in Wien.

Welches Land war der Gegner

der Revolution in Serbien, Georgien und der Ukraine?

Wer also könnte ein Interesse daran haben, dass die drei ermordet werden?

Russland.

Sie glauben also, dass ...

Dann können S' uns doch sicher auch sagen,

wo Sie vorgestern Abend zur Tatzeit waren.

Ich war in Linz, im Theater.

Es gibt doch sicher Zeugen.

Ja.

Also, ich habe noch die Karte.

Irgendwo. Moment!

Ja. Und das Zugticket auch noch.

Bitte!

Ham S' vielleicht ein Kuvert?

Nein, aber meine Sekretärin bestimmt.

Eines noch:

Sie wissen nicht zufällig, wo das Kind von Mariya jetzt is?

Kind? - Ja.

Fünf Monate alt.

Ich dachte, wegen ihrer Diabetes, dass sie keine Kinder haben wollte.

Nein, ich weiß es nicht.

Okay.

Der russische Geheimdienst.

Sag'ma, der lasst die drei ermorden.

Okay. Aber weshalb jetzt? Und warum in Wien?

Vielleicht waren s' Doppelagenten.

Und deswegen auch die gefälschten Pässe.

Das kann i mir ned vorstellen, dass i das übersehen hätt.

Und er hat wirklich "Diabetes" g'sagt?

Ja. Und laut Professor Ljubic wollt sie auch deswegen keine Kinder.

"Ah, hier. Da."

Ihre C-Peptid-Werte waren völlig unauffällig.

Die Tote hatte zu 100 Prozent keine Diabetes, dafür aber ein Kind.

"Okay. Danke!"

Keine Diabetes, dafür aber ein Kind.

Irgendwas stimmt da ned.

Entweder der Professor oder die Freundin der Toten hat gelogen.

* Türglocke *

* Klopfen *

* Klopfen *

Frau Laurinova? Sind Sie da?

* Klopfen *

Ich glaub, wir müssen sie zur Fahndung ausschreiben.

* Handy *

Manfred, was gibt's?

"Ich hab die Handy-Liste."

"Vor zehn Tagen waren alle drei Handys am selben Ort

für circa eine Stunde eingeloggt."

Das heißt, sie haben sich getroffen.

Ja. Und aus dem besagten Sendebereich hat sich eine Zeugin gemeldet.

Die glaubt, dass sie zu dem Zeitpunkt das erste Mordopfer, diesen Dušan,

in Begleitung von zwei weiteren Personen gesehen hat.

Hier entlang!

* Sie klopft an. *

Die Herrschaften von der Polizei wären da.

Ihre Sekretärin konnte uns einen wichtigen Hinweis

zu den von uns gesuchten Personen geben.

Au!

Was ham S' denn? - Bandscheiben.

Die müssten vor zehn Tagen da gewesen sein.

Ja, die waren hier.

Die haben mir die Publikation eines Fachbuchs vorgeschlagen:

"Bald Eagle Revolution" - Weißkopfadler, das Logo der CIA.

Ich dachte, die Russen?

Die drei haben geschildert,

wie die CIA zuerst Otpor in Serbien unterstützt hat

und dann gemeinsam mit einigen Leuten von Otpor das CFF gegründet hat.

"Center for a Free Future"

Genau. Und von dort aus wurden dann

die Bewegungen in Tiflis und in der Ukraine unterwandert.

Die CIA hat diese Bürgerbewegungen durchsetzt, finanziert und gesteuert.

Das ist ziemlich spannend, wirklich.

Also, der CFF war tatsächlich die Revolutionsschule?

Unterstützt vom CIA?

Und die haben Leute ausgebildet, die ihre Länder befreien wollten?

Ja, oder die Länder destabilisieren.

Und die wichtigsten Schüler finden sich Jahre später in Wien.

Was war das? A Klassentreffen?

Warum haben Sie das Buch nicht gedruckt?

Das war mir zu unkonkret.

Keiner von den dreien hatte direkten Kontakt zur CIA.

Das lief über eine andere Person, "Nikola".

Verstehe. Also Hörensagen.

Nein, so was geb ich nicht raus.

Haben die das Manuskript dagelassen? - Nein.

Gut. Danke!

Warum interessiert Sie das alles?

Weil die drei tot sind.

Was?!

Dann haben die drei also doch nicht gelogen.

Na ja, sie waren von dem Gedanken besessen:

Wenn sie die Geschichte berichten, dann können sie die Revolution retten

und die Leute noch einmal auf die Straße bringen.

Haben die drei das gesagt?

Das hab ich gesehen!

Auftragsmorde durch die CIA? Aber warum?

Das werden wir nie erfahren. Und die Täter sind sicher schon aus'm Land.

Vielleicht hat die CIA mitgekriegt,

dass die drei das veröffentlichen wollten.

Aber woher denn? - Na ja, das is die CIA.

I frag mich mehr: Wer is dieser Nikola?

Oder diese!

Könnt das die Freundin von der Toten sein?

Das werd'ma erst wissen, wenn wir sie finden.

I hab das G'fühl, wir ham was übersehen.

Wir versuchen die ganze Zeit,

Handydaten, Tatorte, Tatzeiten in Einklang zu bringen.

Ja. Aber der Täter hatte immer sein Handy ausgeschaltet.

Ja, zu den Tatzeiten.

Aber irgendwann einmal muss er ja an den Tatorten g'wesen sein.

In den letzten Wochen war vermutlich auch jeder Taxifahrer einmal

in der Nähe von den drei Tatorten.

Aber nicht bei der Bootsmesse.

Warum hätt er da hinfahren sollen?

Weil er sich vielleicht irgendein Boot ausgesucht hat,

wo die meisten Menschen drauf waren.

.. und dort ihre DNA hinterlassen haben. Interessante Theorie!

Hamma a bessere?

Die Provider werden a Freud ham mit uns.

Hallo! Hier noch einmal Fellner. Ihr müsstet uns was herausfinden:

Handynummern, die zu den Tatzeiten und Tatorten

gleichzeitig eingeloggt waren.

* Schuss *

* Schuss *

* Schuss *

Das ist meine Bewerbung für die Leitung der zweiten Mordkommission.

Die anderen ham s' mit der Hauspost geschickt.

Ich wollt mich nicht auf die Hauspost verlassen.

Morgen is ja schon Bewerbungsschluss. * Klopfen *

Wie viele haben sich denn beworben? - Acht.

Gibt's Neuigkeiten?

Wir müssen davon ausgehen, dass es CIA-Auftragsmorde waren.

Wir werden die Täter also nicht finden.

Schau'ma mal, wie weit wir kommen.

Wo ist denn die Bibi? - Beim Chef vom BVT.

Das halte ich für wahrscheinlich.

Dass die CIA die Revolutionen unterwandert hat?

Ja. Ist doch besser als wenn sie mit Waffen reingehen.

Effizienter, unauffälliger und sehr viel billiger.

Könnte es sein, dass die CIA unsere drei mit neuen Pässen versorgt hat?

Rein technisch natürlich, ja.

Aber warum?

Die Revolutionen sind zwar geglückt,

aber trotzdem macht man sich strafbar,

wenn man mit einem internationalen Geheimdienst zusammenarbeitet.

Deswegen ziehen die Geheimdienste dann ihre Kontaktpersonen ab?

Das wäre eine Möglichkeit.

Sie bringen ihre Kontaktleute in Sicherheit

und sorgen gleichzeitig dafür, dass ihr eigenes Engagement geheim bleibt.

Sie wollen ja, dass nichts rauskommt.

Warum aber nach Wien?

Internationale Organisationen.

Die CIA ist in Wien seit dem Kalten Krieg ständig vertreten.

Und zudem haben sie den Vorteil,

dass sie sich hier nicht mit der US-Justiz auseinandersetzen müssen.

Und die österreichischen Behörden lassen die einfach machen?

Jedenfalls fällt's mir schwer zu glauben,

dass die CIA Leute umbringt und die Leichen dann spektakulär inszeniert.

Die würden sie einfach verschwinden lassen.

Nein, die waren das nicht. Wenn die jeden umbringen würden,

der behauptet, die CIA stecke hinter irgendwas, hätten sie viel zu tun.

Außerdem: Die sind zwar ein Geheimdienst, aber auch Amerikaner.

Die haben genaue Regeln und Prozesse, wann und wie sie einschreiten.

Die haben noch nicht mal Edward Snowden umgebracht.

Auch, wenn die ein Enthüllungsbuch herausgeben würden?

Ja. Irgendwelche in Wien gestrandete Existenzen sind denen scheißegal.

* spannende Musik *

He! Na, meine beiden? Geht's euch gut?

Ja!

* Er atmet tief durch. *

* spannende Musik *

Passt!

Wir kriegen die Nummernliste in der nächsten halben Stunde.

Ja, super!

Danke!

* Die Männer am Tisch lachen. *

Ah! Gut, dass du noch da bist!

Kannst du das Alibi vom Professor Ljubic überprüfen?

Ein Mal war er auf der Uni in Wien, ein Mal in Linz.

Die Fahrkarte und das Theaterticket sind da drin.

Lass uns doch mal alles, was wir bis jetzt haben, völlig vergessen.

Mord is ja nie die optimale Lösung.

Wieso? Ja, natürlich. Aber wie kommst jetzt drauf?

Der versucht die ganze Zeit,

uns den wahnsinnigen Serienmörder vorzuspielen.

Nur, um sein Motiv zu verschleiern.

Was is, wenn dieses Motiv überhaupt nicht mehr wichtig is,

weil er plötzlich Spaß daran hat?

*

Was i so g'hört hab,

haben sich acht Leute für die Leitung der MK2 beworben.

Hm!

Bist du dabei?

Naa.

Aber die Frist endet auch erst morgen um zehn.

Das heißt, i hab noch Zeit.

Ciao!

Also, i versteh's ned. I versteh's einfach ned!

Was taugt dir ned bei mir?

Moritz, stell dir ausnahmsweise mal vor, es geht nicht um dich.

Sondern?

Es geht ums Prinzip.

Auch eine Frau könnt einmal

eine Führungsposition bei der Polizei einnehmen.

Warum also ned i?!

Ja, natürlich, du wärst ja auch die Beste.

Aber wenn du die Leitung von der MK2 übernimmst, dann ... bist du weg.

Also auch von mir.

Stimmt.

Und sie werden dir sicher den Steinwendtner an die Seite setzen.

Und hast du Lust, mit dem Zeit zu verbringen?

Nein, natürlich nicht. Aber er is fröhlicher als du.

Ich bin auch fröhlich!

Jetzt auch? - Ja, sicher!

Ui!

Gut, man ...

Man kann natürlich ned immer fröhlich sein.

Schau, Moritz! Ich weiß es einfach noch nicht.

Ich denk drüber nach.

* Handy *

Fellner.

Ja. Danke!

Sie ham die Nummernlisten g'schickt.

Nur wenige Nummern waren zumindest ein Mal an allen Tatorten eingeloggt

Der hat sein Handy immer ausgeschaltet,

wenn er zu einem Mord aufgebrochen is.

Solange diese Nummern eingeschaltet sind, kann nix passieren.

Gemma telefonieren!

* spannende Musik *

Danke! Und entschuldigen Sie nochmals die Störung!

* Freizeichen *

Guten Abend! Ähm ... Entschuldigung, falsch verbunden.

* Freizeichen *

"Herzlich willkommen! Der von Ihnen gewählte Gesprächspartner ist ..."

Erst, wenn's aus is, wird's g'fährlich!

* Freizeichen *

Fellner, Kriminalpolizei.

Ich geb Ihnen jetzt eine Nummer.

Ich muss wissen, wo die in den letzten 24 Stunden überall war.

Ah!

Da! Das Zeit-Weg-Diagramm von Professor Ljubic' Alibi.

Was haltest davon? - Knapp.

Aber machbar. Er hätte nur sein Handy in Linz verstecken müssen.

Danke!

Dann hätte er hier eine Stunde g'habt.

Der Ljubic hat also kein Alibi.

Moritz, wir müssen los! Eines der Handys war ausgeschaltet!

Scheiße!

Du hast sie getötet, nicht mich.

Aber ich ...

Du hast auf mich geschossen.

Ich habe neben dich geschossen.

Wir haben Geschichte geschrieben, Nalo.

Oh ja.

Ja.

Keine Diktatoren mehr.

Miloševic ist weg, Schewardnadse ist weg, Janukovic ist weg.

Aber sonst? Ist jetzt weniger Korruption?

Ist jetzt mehr Gerechtigkeit? Mehr Freiheit?

Nichts hat sich gebessert.

Nur, dass unsere Länder kleiner sind und auf der Seite der USA stehen.

Ach ja! Und am Ende sind immer die Amerikaner schuld!

Du machst es dir zu einfach!

Ahhh!

Anstatt, dass ihr stolz darauf seid,

dass in Belgrad eine Bewegung begonnen hat,

die weltweit Regierungen stürzt, Leute ausbildet

und lehrt, wie man Diktatoren loswird!

Nein! Nein! Anstatt dessen kommt von euch:

"Für dich hat es sich gelohnt, Nikola."

"Du bist jetzt Herr Professor und hast eine Villa, aber wir ..."

(.. wir sind die vergessenen Reste einer Aktion,

die die Amerikaner längst abgehakt haben.)

(Wir leben als U-Boote.)

(Es hat geheißen, wir werden für eine Zeit aus der Schusslinie gezogen.)

- (Und jetzt sind wir seit Jahren hier.)

(Wir müssen der Welt sagen, was war. Aber dafür brauchen wir dich!)

(Was soll ein Buch ändern?!)

(Es geht nicht um das Buch. Es geht darum zu sagen, was war.)

* Serbisch *

("Ein Mal das Richtige machen"?!) * Serbisch *

(Weil jetzt vielleicht der letzte Moment ist,

wo wir aus der Bewegung, die wir gestartet haben,

noch etwas machen können.)

(Nikola, ich weiß, dass du dein Leben hier nicht verlieren möchtest.)

(Aber es ist auf einer Lüge aufgebaut.)

(He! Du hast doch auch an etwas geglaubt.)

(Du musst dich entscheiden, Nikola!)

(Raus mit euch! Haut ab!)

(Ja.)

(Mir ist egal, was du sagst, was du tust.)

(Meine Geschichte gehört mir.)

(Ich kann damit machen, was ich will.)

(Daran kannst du nichts ändern, Herr Professor.)

* Serbisch *

Was ich gemacht habe, ist Hochverrat, Nalo!

Wenn das rauskommt,

verliere ich alles und geh für immer ins Gefängnis - in Serbien!

* Sie weint. *

In Serbien!

Verstehst du? In Serbien!

Dazu muss es doch erst einmal kommen.

Wird es auch nicht! - Bitte, nein!

Wird es auch nicht!

Weil ich die einzige Verbindung zwischen CIA und CFF bin!

Zwischen Amerikanern und Revolution!

Was habt ihr Idioten eigentlich geglaubt,

wie lange es dauern wird, bis die mich aus dem Weg räumen?!

Ich denke nicht, dass ihr so dumm gewesen seid,

dass ihr das nicht wusstet!

Nein, es war euch egal! Es war euch einfach scheißegal!

Ihr wolltet nur irgendwelche kindischen Jugendträume retten

und mich dafür ans Messer liefern!

Ja.

Ja, genau.

Ihr habt mein Leben zerstört.

Es ist nicht vorbei.

Du könntest doch die ganzen Morde der CIA in die Schuhe schieben.

Die Österreicher legen sich mit den Amerikanern nicht an, sicher nicht.

Was meinst du?

Das wär doch eine Möglichkeit, oder?

Nikola!

Ich heiße jetzt Nenad.

* Sie atmet angespannt. *

Es ist gut.

Ist gut.

Du hast gewonnen, Nalo.

Du hast gewonnen.

Nalo!

Ah!

* Sie weint laut. *

Ja, es ist vorbei!

Es ist vorbei!

* Schuss *

* Sie weint laut. *

* Kirchenglocken *

Ich hatte nie Kontakt mit der CIA gehabt.

Es ist alles über Nikola gelaufen, also Nenad.

Und Ihre Mitbewohnerin musste sterben,

weil er Sie mit ihr verwechselt hat?

Und das Kind?

Das ... das hab ich bei einer Babyklappe abgegeben.

* Nalo weint. *

Warum haben Sie denn nichts gesagt, wie wir bei Ihnen waren?

Was hätten Sie denn gemacht?! Mich rund um die Uhr beschützt?

Mein bester Schutz war doch, wenn der Täter glaubt, dass ich tot bin.

Wird Nikola durchkommen?

Laut Auskunft vom Krankenhaus schaut's gut aus.

Ja, dann ...

Darf ich jetzt gehen?

Alles Gute für Sie!

Danke!

Sie halten sich bitte zur Verfügung!

Was ham S' denn jetzt vor?

Vielleicht ein Buch schreiben. Ich weiß nicht.

Und die CIA?

Vielleicht ignorieren sie es, weil das für sie längst abgehakt ist.

Oder die suchen sich eine andere Kontaktperson statt Nikola.

Schönen Tag noch!

* Telefon *

* Telefon *

Ja?

Gut, i komm dann.

Hm?

Der Rauter. I soll dann raufkommen.

Na, hast dich jetzt beworben oder hast dich nicht beworben?

I möcht nur wissen, ob i a Chance hab.

* Klopfen *

Herein!

Okay! Dann ...

Die gute Nachricht zuerst, bitte!

Deine Bewerbung für die MK2 war die Beste.

Du hast die längste Erfahrung.

Du hast in vielen Bereichen der Polizei gearbeitet.

Und Moritz hat sich mächtig für dich ins Zeug gelegt.

Ja, hat er. Falls du dich bewirbst und du den Job nicht kriegst,

brauch ich mich bei ihm gar nicht mehr blicken lassen, hat er gesagt.

Aber ganz ehrlich: Du hättest seine Hilfe gar nicht gebraucht.

Okay.

Danke!

Was is dann die schlechte Nachricht?

Was?

Der Job, für den du dich gerade beworben hast, den gibt's nicht mehr.

Das Ministerium hat die Reform abgeblasen.

Das is ned dein Ernst?!

Ja!

Es ändert sich nie was.

Das Krankenhaus hat ang'rufen! Ljubic is tot!

* triumphierende Musik *

ORF 2017 untertitel@orf.at

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