All language subtitles for s01E01IT-Tatort 1149 - Unten-1117946222-german

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
cs Czech
da Danish
nl Dutch
en English
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
el Greek
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil)
pt Portuguese (Portugal)
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish Download
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

*

Untertitel: Sabine Schinhan

* Tatort-Signation *

* Grete murmelt vor sich hin. *

Pass auf! Sie holen di!

Die holen di!

*

Bitte!

Danke.

Einfach alles ausfüllen. In vierbis sechs Wochen kriegen S' Bescheid.

Ist das Ihr Ernst?

Ja, das istdie normale Bearbeitungszeit.

Sie können inzwischen aber auchin unserer Notschlafstelle bleiben.

Mit 'nem Kind?

Tut mir leid, wenn S' das nichtwollen, müssen S' ein Hotel nehmen.

Wir sind vollkommen überlastet.

Alles is so schnell 'gangen bei uns.Wir brauchen bitte heute ein Zimmer!

Ich versteh das schon. Aber genaudafür gibt's die Notschlafstelle.

Gut, dann möcht ich bittemit der Heimleitung sprechen.

Der Herr Zanger wird Ihnenauch nix anderes sagen.

Es gibt alsokeine Verwandten oder Freunde,

bei denen Sie kurzfristigunterkommen könnten?

Wir haben nur uns.

Und sein Vater?

Na gut ...

Ja, hallo, ich bin's.

Wir hätten noch zwei für einekurzfristige Aufnahmeuntersuchung.

Ja, ich weiß.

Junge Mutter mit Sohn.

Ja, ja, ich weiß.

Aber gibt's eine Möglichkeit, dasvielleicht heute noch durchzuführen?

Okay, großartig! Ja, danke, danke!

Okay!

Normalerweise machen wir dasalle zwei Wochen hier im Haus.

Aber die Frau Doktor is so liebund macht a Ausnahme.

Sie können morgen direkt zu ihrzur Untersuchung in die Klink.

Wir sind aber eh gesund!

Aber das sind die Vorschriften.

Und wenn alles passt,kriegen S' ein Zimmer.

Für heute könnt ich Ihnen halt leidernur die Notschlafstelle anbieten.

Ist das ein Kompromiss?

Okay.

Frau Wallner, unser Hausist nicht die Endstation!

Danke.

Und du, hast einen Hunger?

Ja, ziemlich großen!

Gleich da rein!

Mahlzeit!

Mahlzeit!

Stellts euch da an!

Könnts euch nehmen,so viel ihr wollts.

Mahlzeit!

Mahlzeit.

Mahlzeit!

Raus! Du hast Hausverbot.

Bitte lass ihn!Es ist ur kalt draußen.

Das is mir egal.Wer dealt, fliegt raus!

Vorgedrängt haben sie sich auch!- Schnauze, Micha!

Ey komm, Franz,sei ned so nachtragend!

Sicherheitsdienst!

Du bist so ein Arschloch.

Komm, gemma!

Chill einmal, ja?

Mahlzeit!

Mahlzeit!

Machts euch nichts draus. Die sindalle ganz lieb, eigentlich.

Vorsicht, rutschig!

Gregor? Essen gibt's!

Gregor! Was is?

Und dann sind wir direktvom Heim ins Penthouse.

Der Gregor hat in letzter Zeitnur mehr dort g'schlafen.

Dann sind wir sofort zu ihm runter.

Da war er aber schon tot.

Ist Ihnen sonst irgendwasaufgefallen, Frau Kranzinger?

Naa.

Haben S' vielleicht jemanden gesehen,da am Gelände?

Wenn die Tina Nein sagt,dann meint sie auch Nein!

Das kannst mir glauben!

Ich bräuchte dann bitte nochIhre Daten endlich.

Will der mich verarschen? Das hab ichdir eh schon drei Mal g'sagt.

Sie geben mir Ihren Nachnamen,eine Adresse und einen Ausweis!

Herr "Indy".

So was ist total überbewertet.

Der Indy hat alles verloren. Der hatkeine Papiere, keine fixe Adresse.

I bin mein eigener Staat, verstehst?

Naa, das versteh i ned.

Wenn das hier nicht möglich ist,

muss ich Sie leider mitnehmen,bis das geklärt ist.

Kannst ihn über mich erreichen.Echt, immer.

* Ein Auto nähert sich. *

Endlich!

Könn'ma jetzt gehen?- Naa, Sie bleiben da.

Grüß euch!

(Bibi:) Servus!

Na, wie war euer Wochenende?

Entspannte halbe Stund.Und bei dir?

I war ned einmal daheim.I hab grad noch Essen besorgt.

Was gibt's?- Beuschlsuppn. I hab schon ewig ...

Fredo, hier!

Ah so. An toten Obdachlosen.

Hamma ihn schon identifiziert?

Laut den beiden,die ihn g'funden haben,

handelt es sich bei dem Totenum einen gewissen Gregor Aigner.

Das is aber noch nicht bestätigt.

Servus, grüß di!

Servus!

Wie schaut's aus?

Er ist mit dem Kopfhier aufgeschlagen.

Aber es ist das reinste DNA-Paradies.

Es wird dauern, das auszuwerten.

Und dann hat ihn jemandvon hier da rüber g'schleift.

Was is?

Könn'ma mit seine Freund' reden?

Ja, klar.

Großzügige Hausapotheke, hm?

Alles Psychopharmaka.

Die zwei san einfach weg!

Hast wenigstens die Daten?- Ja.

Mehr oder weniger.

Scheiße!

Für mich schaut das aus,als hätten da zwei gestritten.

Und der eine hat den anderenrunterg'stoßen. Was meinst du?

Hey!

Kannst du mir bitte endlich sagen,was auf einmal mit dir los is?

I kenn den.

Wen?

Den Toten!

Gregor Aigner.

Woher?

Jetzt sag!

Er war frühereiner meiner Informanten.

Sehr zuverlässig.

Bis er angefangen hat,immer ärger zu trinken.

Und dann?

Ja ...

Nix.

Er hat bei den G'schichtln immermehr übertrieben und ausgeschmückt.

Und irgendwann hat er siequasi frei erfunden.

Ich hab die Zusammenarbeit beendet.

Gute Nacht!

Hey!

Is alles okay?

Ja, ja, alles okay.

I muss nur ...

.. nachdenken.

Wenn was is, ruf an!

Ja.

Schlaf gut!

Du auch.

* melancholische Musik *

Hey!

Hallo!

Euer Bett ist gleich da hinten.

Das Zwölfer.Da, wo das Sackerl hängt.

Ist nur für heute.

Okay.

Kommen S' ruhig rein. Guten Abend!

"Installationsservice Watzinger."

"Im Moment sind alle unsereMitarbeiterInnen beschäftigt."

"Bitte haben Sie etwas Geduld!Beim Freiwerden der nächsten Leitung

meldet sich eine unsererMitarbeiterInnen umgehend bei Ihnen."

"Vielen Dank für Ihr Verständnis!"

Versuch, ein bisschen zu schlafen.Alles wird gut. Okay?

Magister Gregor Aigner,geboren 1974.

Vater Bibliothekar,Mutter Finanzbeamtin.

Er hat Karriere gemachtbeim "Wiener Tagesanzeiger".

Dann war er bei der "Neuen Stunde".

Vor fünf Jahren hat er die Arbeitverloren. Dann die Scheidung.

Und kurz darauf ist er auf der Straßegelandet. Keine Vorstrafen.

Zuletzt war er gemeldet im Heim"Lebensraum" in der Brigittenau.

Er hat diesen Blog da betrieben.

Formal ganz intelligentgeschriebene Artikel.

Aber von den Themen her -sag'ma mal - alternativ.

"Persona non grata.Die Vier-Klassen-Gesellschaft."

"Hygieneskandal. Sparen.Wegschauen. Fordern."

Lauter Schwachsinn!

Übrigens:

Bei dem 0815-Fall könnts ihr mitden Überstunden ruhig sparsamer sein.

Wieso? Weil's eh nur ein Sandler is?

Nein, weil ich sozial bin und nichtwill, dass ihr euch überarbeitet.

Wie lieb von dir. Wir gehen -wie immer - allen Indizien nach.

Danke, Bibi.

Bitte ...

.. Ernstl.

Haben wir diesen Indyschon aufgetrieben?

Noch nicht. Is a bisslschwierig bei denen.

Aber es gibt Neuigkeiten vom Labor!

In der Kleidung vom Aignersind Spuren von Methamphetamin.

Crystal Meth!- Das is ja schon was.

Hatten Sie denn noch Kontakt zu ihm?

Nur über das Inkassobüro.

Um die Kinder hab zum Schlussnur noch ich mich gekümmert.

Sagen Sie ...

Wie ist es dazu gekommen, dass derGregor auf der Straße gelandet ist?

Seine oder meine Wahrheit?

Wir hören uns immer gernalle Wahrheiten an.

Seiner Meinung nach

hat er einen Skandalum das Bankhaus Hufstahl aufgedeckt.

Aber statt seines Artikels

wurde eine doppelseitige Anzeigedes Bankhauses herausgebracht.

Am selben Tag kam Gregors Kündigung.Das hat er nicht verkraftet.

Und die andere Wahrheit?

Er war halt extrem stur.

Und hat sich politischungeschickt angestellt.

Glauben Sie, dass das wasmit seinem Tod zu tun hat?

Nein, das denke ich nicht.

Wenn Sie mich fragen, ...

.. hat da eher dieses Mädeldie Finger im Spiel.

Welches Mädel?

Na, diese ...

.. Tina. Sie hat ihn ja wohlziemlich um den Finger gewickelt.

Sie meinen, Ihr Ex-Mann hatteein Verhältnis mit Tina Kranzinger?

Das weiß ich nicht.

Aber der Gregor warkein Kind von Traurigkeit.

Und wissen Sie, was das Beste ist?

Er hat ihr vor kurzem seineLebensversicherung überschrieben.

Interessant, hm?

Ich finde das eine Frechheit!

Ich hab das alles einbezahlt!

* Handysignal *

Ich muss jetzt los,die Kinder abholen.

Falls Sie noch was brauchen,ich bin immer erreichbar.

Danke, Frau Aigner. Wir melden uns.

Danke vielmals!

Und, was spricht er?

Der ist durchaus gesprächig.

Also, in medias res.

Sturz. Frakturen der Halswirbelsäule.

Innere Blutungen,daran ist er auch verstorben.

Todeszeitpunkt circa 14 Uhr 30.Plus/minus das Kreindl'sche Viertel.

Spuren von Crystal Meth im Blut?

Nein. Wieso?

Und die Wunden da? Kampfspuren?

Möglich, aber die sind schon älter.

Hier - und hier. Milieutypisch.

Wir haben schachtelweiseBenzos am Tatort gefunden.

Die Blutuntersuchung zeigt keineAnzeichen einer solchen Intoxikation.

Also, das bissl Blut, das ich indem ganzen Alkohol noch gefunden hab.

Er hat die Medikamentegar ned g'nommen?

Offensichtlich nicht.Durchaus vorausschauend von ihm.

Bei seinem Pegel hätten Benzosihn noch schneller umgebracht.

Die sogenannte Wiener Mischung,a riskante G'schicht.

Welcher Arzt verschreibteinem Alkoholiker Benzodiazepin?

Na ja, im Entzug schon berechtigt.

Aber bei einem aktiven Alkoholikereher fahrlässig.

Wieso warst du dir so sicher,dass der Gregor nix genommen hat?

Das hätt nicht zu ihm gepasst.Medikamente waren ihm suspekt.

Woher willst du das wissen?Er war nur Informant.

Man hat sich schon besser gekannt.- Ah so!

Und habts ihr auch ...?

Nein. Aber lieb,dass du das von mir denkst.

Hätt ja sein können.

Ich frag mich, was ermit den vielen Medikamenten wollte.

Vielleicht weiterverkaufen.

Offensichtlich hat er öftermit jemandem gestritten.

Jähzornig war er schon.

* Handysignal *

Fredo!

Ja ...

Ja, wir sind unterwegs.

Ja!

Er hat die Tina und den Indywiedergefunden.

Gut, fang'ma mit einem Klassiker an:

Wo waren Sie vorgesternzwischen 14 und 15 Uhr?

Auf Brazilian.

Auf Brasilien?

Geht's noch kreativer?

Eine Bar. Ich war mit dem Indy dort.

Hat Ihr Freundauch einen richtigen Namen?

Was passt an "Indy" nicht?

Dem Kollegen hat er gesagt,er heißt Indy Lee Jones.

Ein simpler Johannes?- Fragen Sie ihn selber!

Spiel dich mit wem anderen! Wirkönnen dich auch gleich einsperren!

Jonathan Lechner.

Na bitte!

Geht doch.

Gibt's Zeugen dafür, dass ihrin dieser Brasilien-Bar warts?

Ja, die von dort!

Wie lange waren Sie "dort"?

Bis am Nachmittag.

Und danach?

Danach bin ich noch ...ein bissl privat g'wesen mit'm Indy.

Was heißt "privat"?

G'vögelt hamma.

Draußen, in der Nähe vom Heim.

Weißt, der Indy kann das echt gut.

Freut mich für Sie. Zeugen?

Nein. Also, i hab keine g'sehn.

Aber danach sind wirEssen fassen ins Heim.

Gibt's dafür Zeugen?

Ja, den Heimleiter.Und die anderen, die dort waren.

Und mit dem Gregor Aigner?

Warst du mit dem auch "privat"?

Bitte, der Gregor is so waswie ein Papa für mich.

Wissen Sie, was wir glauben?

Wir glauben, dass Sie den Gregordavon überzeugt haben,

dass er seine Lebensversicherungauf Sie überschreibt.

Dann haben Sie ihn gemeinsammit dem Indy aus dem Weg geräumt,

um in aller Ruhe abzukassieren.

Was?

Und zack - is er tot.

Macht keinen schlanken Fuß.

Ich hab mit Gregor seinem Todnix zu tun, okay?

Wir haben ihn g'funden.

Ich ...

Der Gregor war ...

Er hat g'sagt, wenn er tot ist, dannsoll ich ein neues Leben anfangen.

* Sie schluchzt. *

(Fredo:) Jonathan Lechner. WarConcierge in einem Wiener Nobelhotel.

Hat mit dort Drogen gedealtund einen Gast niedergeschlagen,

weil der nicht bezahlen wollte.

Ist drei Jahre gesessen undjetzt auf Bewährung draußen.

Der wollt auch ein neues Lebenanfangen - offensichtlich.

Herr Lechner! Wie war dennIhr Verhältnis zum Gregor Aigner?

Er war einer meiner besten Freunde.A echter Hawara.

Mit dem Sie sichdie Tina geteilt haben?

Wie bitte?

Sie war auch mit dem Gregor Aigner -wie sie sagen würde - "privat".

Ah so?

Echt?

Wo haben Sie die Info her?

Wer hat das g'sagt? War das sie?

Ist Ihnen deswegender Kragen geplatzt?

So wie damals im Hotel?

Das würd sie niemals machen, naa.

Anti-Aggressions-Training.Im Häfn g'lernt?

Die haben mir versprochen,dass da nie was war.

Wir haben den Gregor g'funden,ned um'bracht, okay?

Aber ich sag Ihnen,warum er um'bracht worden is.

Wegen seiner Arbeit!Schaun Sie sich das an!

Was is das? Zeitschriften.

Das sind Beweise,die er g'sammelt hat.

Und was soll das sein?- San Sie von der Polizei oder i?

Er hat mit uns nie über seine Arbeitgesprochen. Er wollt uns schützen.

Wovor?

Is das Ihr Ernst? Der Gregor istot! Wahrscheinlich vor Gefahr!

(abschätzig:) Gefahr!

Und die Kamera?

Ja, die g'hört auch dem Gregor.

Ja, was is da drauf?!

Jetzt wird's lächerlich. Ich habgrad g'sagt, die g'hört dem Gregor.

Woher soll i wissen,was da drauf is?

Was is? Samma jetzt fertig?

"Abara kadabara.A Kiebera is kein Hawara."

Was?

A.C.A.B. - All Cops are Bastards.Hat er auf seinem Rucksack stehen.

Und dann sagst du mir, ich hätteVorurteile denen gegenüber?

Was sind das für Leut?

Was willst du mit dem Zeug?

Sind doch nur Spinnereien.

Der Bursche hat ein Motiv.Es war Mord aus Eifersucht.

Kombiniert mit Erbschaftenund Drogen.

Nein, Moritz, da is mehr.

Bitte erklär mir, warum dudiese Spur verfolgen willst!

Der Gregor hat in den letzten Jahrennichts anderes g'macht,

als wie verschwörungstheoretischeG'schichtln zu erzählen.

Wie ich ihm damals g'sagt hab,dass ich ihn nicht mehr brauch,

ist er voll ausgezuckt. Danach habich ihn jahrelang nicht gesehen.

Aber wie ich letzte Wochevom Dienst nach Haus bin,

hat er mich am Eingang abgepasstund wollt dringend mit mir reden.

Was, der war hier bei uns?

Er war voll ang'soffen.

Hat wirres Zeug geredet.

Ich hab ihn stehenlassen.

Er hat mir seine Visitenkartegegeben und gesagt,

ich soll bitte anrufen,wenn's besser für mich passt.

Und was hat er noch erzählt?

Nix.

Das is alles.

Was is "Parabel"?

Keine Ahnung.

Wir ham ...

Stör i?

Naa. Was gibt's?

Die Fotos vom Aigner seiner Kamerasan da.

Das geht endlos so weiter.Immer dasselbe Gebäude.

Aber die Fotos wurden an unter-schiedlichen Tagen aufgenommen.

Es san Hunderte.

Was is das für eine Fassade?

Das schaut nach einem größerenfreistehenden Gebäude aus.

Die hohen Fenster ...Was ist das, a alte Fabrik?

Irgendein Industriegelände.

Kann man aus den verschiedenenPerspektiven was erkennen?

Irgendeine Reflexion, irgendeinePerson, Lichter, Fahrzeuge?

Schau dir bitte alle noch mal an!

Was, alle?

Ja.

(Mann über Gegensprechanlage:)Guten Tag, Heim "Lebensraum".

Kriminalpolizei.

Als seine Frau ihn auf die Straßegesetzt hat, hab ich ihn aufgefangen.

Wir waren Freunde.

Wann haben Sie ihnzum letzten Mal gesehen?

Vorgestern zu Mittag.

Bitte!

Wir haben Schach gespielt.Wie jeden Samstag.

War da irgendwas anders?

Nein, es war alles wie immer.

In einer Stunde hat er michmatt g'setzt. Dann is er 'gangen.

Wie spät war's da ungefähr?

13 Uhr.

Wissen Sie, wohin er wollte?

Nein.

Wo waren Sie zwischen 14 und 15 Uhr?

Ich war bei der Senthamed.Ich hab das Benefiz vorbereitet.

Haben Sie eine Ahnung,wer Gregor das angetan haben könnte?

Es gibt hierimmer wieder kleinere Reibereien.

Weswegen?

Meistens geht's ums liebe Geld.

Wenn man täglich um seine Existenzkämpft, ist das halt das Hauptthema.

Wie war eigentlich das Verhältniszwischen Tina Kranzinger und ihm?

Ja, das hab ich auchnie richtig durchschaut.

Ich will ja nichtüber andere Menschen urteilen,

aber die Tina istganz schön durchtrieben.

Jahrelanger Drogenkonsum ...

Dafür, dass Sie nicht urteilenwollen, war das ein klares Urteil.

Das sind nur Beobachtungen.

Dann wissen Sie sicher auch, obFrau Kranzinger und Herr Lechner

am Samstag Nachmittagin der Kantine waren?

Ja, obwohl der Jonathaneigentlich Hausverbot hat.

Ah so? Warum?

Er hat versucht, hier Drogen zuverkaufen. Aber wer dealt, fliegt.

Äh, wir würden gern nochdas Zimmer vom Gregor sehen.

Ah so, nein, der Gregorhat kein Zimmer mehr hier.

Schon seit dem letzten Sommer nicht.Nur seine Postanschrift.

Ah so. Warum is er ausgezogen?

Mir hat er g'sagt,dass ihm zu viele Leute hier sind.

Das kann ich ihm nicht übelnehmen.

Wir haben über 20.000 Klientenjährlich, und es werden immer mehr!

Aber seinen Spind hat er behalten.

Die können die Klienten mieten.

Mieten?

Ja, zu einem fairen Preis.

Kleinvieh macht auch Mist.

Da schau her!Jede Menge politische Magazine.

Und ein Haufen verschwörungs-theoretischer Scheißdreck.

Wer hat außer Ihnen Zugangzum Hauptschlüssel für die Spinde?

Na ja, im Prinzipdas gesamte hausinterne Personal.

Haben Tina und Indyauch einen Spind hier?

Ja, Tina schon.

Könn'ma kurz reinschaun?

Entschuldigung, haben Sieeinen Durchsuchungsbefehl?

Oder ist die Tinajetzt auch verstorben?

Nein. Aber Ersteres könn'magern nachreichen, Herr Zanger.

Ich verstehe.Aber bis dahin ist es meine Aufgabe,

die Privatsphäreunserer Klienten zu schützen.

Sehr vorbildlich.

Wissen Sie zufällig, worander Gregor gerade gearbeitet hat?

Drogengeschichte vielleicht?

Er hat sich mal in der Richtunginformiert, aber nix erzählt.

Von wem wird er denn behandelt?

Von Frau Dr. Steiner.

Sie übernimmt großzügigerweisedie Untersuchungen für unser Heim.

Wo find'ma die?

Die müsste in der Privatklinik sein,ich hab die Adresse oben.

So, draufdrücken.

Schau, is schon vorbei.

Und was passiert mit dem Blut?

Es wird in ein Labor geschicktund ausgewertet.

Und dann wissen wir,ob wir gesund sind?

Genau. Und jetzt werden wirherausfinden, wie mutig du bist.

Kommst her?

Grüß Sie, wir möchtendie Frau Steiner sprechen.

Steiner, das bin ich.

Frau Doktor ...

Bundeskriminalamt, Eisner.Das ist meine Kollegin Fellner.

Wir hätten ein paar Fragen.

Tut mir leid, ich bin grad am Sprung.Ein wichtiger Patient wartet.

Wir brauchen nicht lange.

Kennen Sie einen Gregor Aignervom Heim "Lebensraum"?

Gregor Aigner?

Tut mir leid, nein.

Dann war er wohl eherein unwichtiger Patient.

Alle Patienten sind für mich wichtig.Was ist denn mit dem Herrn Aigner?

Er ist verstorben.

Oh, das tut mir leid zu hören.

Wir brauchen eine detaillierteÜbersicht seines Krankheitsverlaufs.

Ah ja, ich weiß schon wieder.Der Herr Aigner.

Kein einfacher Patient -und kaum mehr nüchtern.

Wenn er kaum mehr nüchtern war,

warum haben Sie ihm dannBenzodiazepin verschrieben?

Ich hab das lange abgewogenund auch mit ihm besprochen.

Manchmal muss man Prioritäten setzen,um nachhaltigen Erfolg zu erzielen.

Ich habe ihn über die Risikenund Nebenwirkungen aufgeklärt

und sehr moderat dosiert.

Moderat dosiert!Gut, dass er sie ned g'nommen hat!

Es wäre besser gewesen,er hätte sie genommen

UND sich mit dem Trinken zurückge-halten, wie wir's vereinbart hatten.

Dann hätten seine Aggression und diepsychotischen Schübe nachgelassen.

Psychotische Schübe?

Starker Verfolgungswahn.

Er hat geglaubt, die ganze Welthat sich gegen ihn verschworen.

Vor ein paar Wochen ist er sogarauf einen Heimbewohner losgegangen.

Auf wen?- Moment ...

Ah, Micha Schmidt.

Wie gesagt, auch einer aus dem Heim.

Sie waren danach beide bei mirund haben sich verarzten lassen.

Wissen Sie vielleicht,worum es da ging?

Nein, tut mir leid, da müssenSie den Herrn Zanger fragen.

Der hat da mehr Einblick.

Danke. Ja. Halten Sie sichbitte zur Verfügung. Danke.

Super, Fredo!Du bist der Beste! Servus!

(beide:) Du zuerst.

Micha Schmidt hat eine Vorstrafewegen Betrug in Deutschland.

Vielleicht hat erden Gregor übers Ohr g'haut.

Schon möglich.

Der Zanger bestätigt, dass diebeiden aufeinander los'gangen san.

Der Micha hat dem Gregorwohl Geld geschuldet.

Ist im Brazilian eskaliert.- Dann auf nach Brasilien!

Grüß Sie!

Grüß Gott!

Moritz Eisner, Bundeskriminalamt.Meine Kollegin Fellner.

Geh bitte, aber ned wegen derScheiß-Registrierkassa? Ernsthaft?

Tina Kranzinger,Jonathan Indy Lechner.

Waren die am Samstag Nachmittag da?

Für mi is jeder Tag gleich.Da müssen S' die Stammgäst fragen.

Wo sind die Stammgäste?- San eh alle da.

Kinder, horchts zu!Die Kieberer wollen euch was fragen.

Waren die Tina und der Indyletzten Samstag Nachmittag da?

Ja oder nein?

Für a Antwortgeb i einen Whisky aus.

(alle durcheinander:) Ja, die warenda. Am frühen Nachmittag. 15 Uhr!

Sehr gut, dann gleich die zweiteFrage. Und noch eine Runde.

Kann uns jemand sagen,wo der Micha Schmidt is?

Da schau her!

Im Hinterzimmer, aber was die genaudort machen, weiß i wirklich ned.

So, das is für die Runde.

Und das is für die nicht verwendeteRegistrierkassa.

Jetzt samma quitt.

Na geh!

Kriminalpolizei! Micha Schmidt?

Scheiße ey!

Laut dem Herrn Zanger hatten SieSchulden beim Gregor Aigner.

(mit bundesdeutschem Akzent:)Alle haben Schulden. Is ja nix dabei.

Sehn aber nicht alle so gelassen.

Zum Beispiel der Gregor. Mit dem Siegestritten haben. Worum ging's da?

Nur ein Kratzer.

Sie haben dem Gregor Geldgeschuldet. Jetzt ist er tot.

Wir waren die besten Freunde!

Bei der Sache mit der Kohle sind wirbeide aus'm Ruder gelaufen, ja.

Mit seinem Tod hab ich nix zu tun!

Wo waren Sie am Samstag Nachmittag?- Beim Zanger.

Hab ihm mit den Vorbereitungen fürsBenefiz geholfen. Deko und so Kram.

Das ist ja schon morgen.

Ich bin das Opfer hier! Wir alle!Zuerst der Gustl, dann der Gregor.

Sie glauben nicht,

wie oft man als Obdachloserim Schlaf überfallen wird!

Ohne Kollegen, die aufpassen!

Dieser Gustl ist auch verstorben?

Verschwunden ist er,wie vom Erdboden verschluckt.

Ich hab's im Heim auch gemeldet,aber es hat keinen interessiert.

Keinen, außer den Gregor. Wir haben'sauch euch Bullen gemeldet.

Aber niemand wollte uns glauben.- Was denn glauben?

Was mit dem Gustl passiert ist.

Was ist denn mit dem Gustl passiert?

Entführt worden is er.

Von Außerirdischen - oder von wem?

Was weiß ich!

Gregor hat das behauptet.Mehr wollte er nicht verraten.

Er meinte, ich bin nur bis Geheim-haltungsstufe 1 vertrauenswürdig.

Wissen Sie wenigstens, wie der Gustlmit vollem Namen heißt?

Ja.

Und?

Gustav Fuchsberger.

Fuchsberger ... Fuchsberger ...

Ich frag mich,wie die alle zusammengehören.

Und wenn das ein Drogenring ist,wer macht was?

Da!

Gustav ... Gustav Fuchsberger!

Sag bloß, den kennst du auch!

Nein, nicht alle, gegen die wirermitteln, kenn ich persönlich.

Aber den Namen hab ichschon mal wo g'lesen.

(Fredo:) In den letzten zwei Jahrenwaren es über 20.

Das sind aber nur die,wo ein Foto in der Datenbank war.

Gregor Aigner hat alle Obdachlosenals vermisst gemeldet?

Ja.

Haben die irgendwas gemeinsam?

Na ja, sie sind alle relativ jung.

Kannst du rausfinden,wo die gemeldet waren?

Mmh.

Vielleicht war's das,was der Gregor mir sagen wollte.

Ist irgendeiner wieder aufgetaucht?- Das weiß i ned.

Hat jemand ermittelt in der Sache?

Der Aigner hat das großteils beider Polizei am Karlsplatz gemeldet.

Warum is der Sacheniemand nachgegangen?

Wissen S', welche Leut wir da haben?

Naa, weiß i ned, erklären S' mir's.

Welche Leut san das, wo wir denken,wir müssen unseren Job ned machen?

Wir können ned jedem Spinnernachlaufen.

Und dieser Aigner is janed nur ein Mal dagesessen.

Umso schlimmer! Ein Malhat er sogar a Zeugin an'geben?

Die Gretl is schnell einmal Zeugin.- Was heißt das?

Eine Sandlerin, die hatbei einem Finanzcrash alles verloren.

Aus Protest lebt sie auf der Straße,bis die Schuldigen bestraft sind.

Ja, und?- Sie is immer noch auf der Straße.

Ihr hat's die Sicherungen rausg'haut.- Hat die nie wer befragt?

Nein.- Super, Burschen.

Bringen S' uns wenigstens zu ihr!

Das is ned so einfach.

Die is einmal am Donaukanal, dann inder U-Bahn-Station, dann irgendwo ...

Fang'ma in der U-Bahn-Station an!

Wie, jetzt?- Ja! Jetzt!

Bitte! Da is sie. In alter Frische.

Grüß Sie!

Grüß Sie!

Weg!

Kriminalpolizei. Wir wollen Ihnennur ein paar Fragen stellen.

I red nie mehr mit euch. Weg, weg!

Tja, das is blöd, weil derGregor Aigner hat uns herg'schickt.

Der Reporter?

Ja, genau.

I red ned mit euch, wenn der zuhört!

Danke, wir kommen zurecht.

Gut, dann geh i jetzt was arbeiten.

Losungswort?

Du, sag mir das Losungswort!

Parabel!

Häh?

Es gibt keines.

Gewonnen!

Und wie geht's dem Gregor?

Na ja ...

Den Umständen entsprechend.

Wir hätten nur ein paar Fragenzu Ihrer Zeugenaussage.

Zu dem, was Gregorbei der Polizei angegeben hat.

I bin unschuldig!

Das wiss'ma. Wir tun Ihnen nix.I bin die Bibi, das is der Moritz.

I hab Hunger!

Hey, du hast da Hausverbot!Mit der können S' da ned sein.

Aha. Und warum?- Die belästigt die Kunden.

Welche Kunden?

Äh, Wiederschaun!

Was möchten Sie bestellen?

Einen Kakao und ein Semmerl. Bitte.

Für uns nix, danke.

Wir wärmen uns nur a bisserl auf.

Frau Grete, erzählen Sie uns,was Sie beobachtet haben.

Jedes Detail,woran Sie sich erinnern!

Also ...

Grob waren s'.

Grob und groß.

Und ...

Dunkel war's.

Und ...

.. der Gustl is g'rennt.

Um sein Leben!

Aber die waren schneller.

Dann haben s' ihn 'packt.

(Aaah!)

Und dann - tzzzzzzzzz.

Und dann haben s' ihn rein ...

Und dann san s' weg mit ihmim Lieferwagen.

Ist Ihnen sonst irgendwasaufg'fallen bei den Männern?

Naa.

Haben die irgendwas g'sagt?

Weiß nix mehr. Hab eh schonalles dem Gregor g'sagt.

Der notiert alles ganz genau. Und derhat alles gesammelt in seinem Büro.

A feiner Mensch!

In seinem Büro?

Also, i hab nix g'sagt! Weil ...

Es is geheim.

Wo is denn das geheime Büro?

Überall, wo's 'braucht wird.

Aber i weiß ned, wo.

Alles klar?

Gut!

Sie haben uns sehr geholfen. Danke!

Ja, gerne.

Da ist meine Kartemit meiner Nummer.

Wenn Ihnen noch etwas einfällt,dann rufen Sie mich an!

Ja, aber i hab kein Telefon.

Für den Kakao und zum Telefonieren.

Dank'schön.

Wiederschaun.

Wiederschaun!

Sehr verwirrt, die Dame.

Wenn wir mit der beim Staatsanwaltauftauchen, schmeißt er uns raus.

Trotzdem stellt sich die Frage,wie das alles zusammenhängt.

Vielleicht sind die Leuteauf der Liste Drogenabnehmer.

Und der Gregor is einem anderenDrogenring in die Quere 'kommen.

Das trau i dem Gregor ned zu.Außerdem is das viel zu aufwändig.

Wenn si Gauner in die Quere kommen,machen die ned so einen Zirkus.

A paar Knochen brechen ...

Wien! Adolf! Zebra! 112! Börse!

Was?

Wien! Adolf! Zebra! 112! Börse!Das wollt i dem Gregor noch sagen.

Bitte richtets ihm das aus!

Was soll das sein?

Ein Kennzeichen?

Das Nummernschild.

Vom Lieferwagen?

Vom Lieferwagen!

Ja!

Danke!

Danke!

Ja, ihr mich auch!

Mich würd echt interessieren,was dieses geheime Büro sein soll.

Wo hat der seine ganzen Materialien?Im Industriegelände war ja nix.

Im Heim auch nicht.

Wir sollten noch mal mit diesem IndyJohnny reden und mit seiner Tina.

Einmal raufdrücken, Stift ranhalten.

Voilà, euer eigenes Zimmer.

Super, vielen lieben Dank!

Das ist hier viel zu klein!Wo soll ich meine Hausübungen machen?

Tobi, bitte!

Er hat recht. Es ist wirklich nichtsehr geräumig, aber man kann ja ...

Das Zimmer ist super! Danke!

Wir finden schon eine Möglichkeit, wodu deine Hausübungen machen kannst.

Und wo?- Tobi, bitte benimm dich!

Danke, Herr Zanger!

Ich will hier nicht bleiben!

Hey! Das hast nicht duzu entscheiden!

Da ist der Schlüssel.

Ich bin mir sicher,es geht bald wieder bergauf!

Danke.

Das ist alles deine Schuld!

Ja, klar. Tut mir leid,tut mir wahnsinnig leid!

(Tobi:) Du hast mir versprochen,dass alles wieder gut wird!

Hey, hey, hey! Frau Kranzinger!

Bleib stehen!

Wir möchten wissen,wo der Gregor sein Büro hat.

Ihr habts dem Indyeinen Scheiß erzählt!

Ich hab nie was g'habt mit'm Gregor!

Schon recht.Wo hat Gregor gearbeitet?

Wieso? Der Indy hat euchalles 'bracht, oder?

Es gibt ein Büro.Wir möchten wissen, wo.

Ja, ich will auch viel!

Pass einmal auf, Kleine! Wir habendich grad beim Dealen erwischt!

Ja?

Ich wär an deiner Stelleetwas kooperativer!

Kannst mir nix beweisen!

Können wir nicht?

Könn'ma schon.

Könn'ma schon. Also komm!

Locker lassen,dann tut's ned weh!

Weißt du, ich hab den Gregorauch gekannt.

Wie war er eigentlich soin den letzten Monaten?

Wie immer.

Er wollt mir noch was sagen,bevor er g'storben is.

Und? Hast ihm ned zug'hört?

Wie komm ich eigentlich an das Geld,das mir der Gregor vererbt hat?

Keine Ahnung.Da musst wen anderen fragen.

Scheiße!

Hey! Tina, wart!

Bleib stehn!

Indy!

Indy!

Bleib da!

*

Da haben sie den Scheiß produziert.

Jetzt wiss'ma, woher der Gregordie Crystal-Meth-Spuren hatte.

Mindestens zwei Angreifer.

Indy war im Wohnwagen und hat aufdie Sachen vom Gregor aufgepasst.

War wahrscheinlicheine Art Leibwächter von ihm.

Mit dem Notausgang haben sienicht gerechnet.

Hat aber den Indy auchnicht mehr gerettet.

Die Luke hat vermutlich der Gregoreingebaut, so paranoid, wie der war.

Zu Recht!

Eines is sicher: Die warennicht wegen den Drogen da.

Und es waren keine Sandler.

Die Stiefelspuren sind von Einsatz-stiefeln, wie sie das Militär hat.

Die Patronen stammenvon einer Uzi, Modell MP2A1.

Die Reifenspuren sind von einemLieferwagen, die verlaufen sich dann.

Gibt's schon eine Auswertungvon dem USB-Stick?

Ja. Da sind Krankenakten drauf.Von der Senthamed.

Interessant.

Gib mir die Namensliste vom Gregor!

Stimmt überein.

Der Gregor hatte alsodie Krankenakten von den Vermissten.

Fragt sich nur, woher.

Und was hatten die?

Der Kreindl soll sich dienoch genauer anschauen.

Das lauft schon.

I hab das Kennzeichen überprüft,das euch die alte Frau g'sagt hat.

Ja, und?

Ein Lieferwagen, gemeldetauf eine Speditionsfirma in Wien.

Aber circa alle zwei Wochen ist dawer. Mit einer Regelmäßigkeit.

Jetzt wird's richtig spannend!

"Wien. Adolf. Zebra. 112. Börse."

Und das Beste ist:

Die Spedition kann nachweisen,

dass ihr Fahrzeug mit dem Kennzeichenganz woanders war zu dem Zeitpunkt,

wo das Foto aufgenommen worden ist.

Da hat jemand mit großer MüheFahrzeug und Kennzeichen kopiert.

Doubletten! Die perfekte Tarnung.

Aufwändige Inszenierung.

Hast du eine Ahnung, was der Gregormit der Senthamed zu tun hatte?

Nein.

Gregor hat nur g'sagt, ich sollins AKH, wenn was nicht passt.

Wer außer dir und dem Indy hat nochg'wusst, wo der Wohnwagen steht?

Niemand.

Irgendwer mussdem Indy gefolgt sein.

Wann habt ihr euchdas letzte Mal g'sehn?

Vorgestern Abend.

In der Bar ...

Wir haben g'stritten.

Warum?

Weil er mir nimmer 'glaubt hat, dassich mit'm Gregor nie was g'habt hab.

Die Senthamed ist eine internationalePrivatkliniken-Gruppe.

Das Unternehmen bestehtaus acht Personen. Offiziell.

Tatsächlich sind aber neun Personenbeteiligt. Ratet, wer die neunte is!

Frau Dr. Steiner!

Genau!

Das heißt, sie ist beteiligt, aberoffiziell nicht in der Chefetage?

Was wiss'ma über die Frau Doktor?

Dr. Eva Steiner-Reeves, geboren '71.

Medizinstudium in Mindestzeit.

Ist in die USA gegangen und hat einengewissen Richard Reeves geheiratet.

Ist in kurzer Zeit zur Star-Chirurgingeworden für die Schönen und Reichen.

Und dann - plötzlich - aus!

Wie?

Sie hat eine Frau im Gesicht operiert- Not-OP nach einem schweren Unfall.

Die Steiner hat improvisiert.

Sie hat der Patientin einen Teilder Vagina entnommen

und zur Rekonstruktion der Wangeins Gesicht verpflanzt.

Is ned dein Ernst!

Es war ein meisterhafter Eingriff.

Die Patientin war wiederkomplett hergestellt.

Nur hat die dasned ganz so locker g'sehn.

Sie hat dann die Steinerbei der Ethikkommission angezeigt.

Daraufhin hat die SteinerBerufsverbot 'kriegt.

Die durfte ihre Professionnimmer ausüben.

Und a Batzen Anklagehat sie auch noch g'habt.

I stell mir das schon arg vor,wenn du quasi a Ding im ....

Danke.

Vor sechs Jahren wardie Steiner noch hochverschuldet?

Arbeitsverbot, schlechte Presse.Jetzt ist sie komplett saniert.

Und beteiligt an einer renommiertenPrivatklinik? Komisch!

Die Frage hat sich der Gregorwahrscheinlich auch schon gestellt.

Wir sollten mit der Frau Doktornoch einmal reden.

Nein, alle erfreuten sich besterGesundheit. Sogar die Leberwerte 1A.

Kaum zu glauben:

Da sind alle Bluttests drauf,die ein Labor so hergibt.

Sehr gründlich undziemlich kostspielig.

Die scheinen sehr um die Gesundheitihrer KlientInnen besorgt zu sein.

Aber wozu? Medikamententests?- Ja, das ist nicht auszuschließen.

Es könnte auch sein,

dass nur ein Test auf dieser endlosenListe wirklich relevant war.

Ich schau mir das in Ruhe an.- Alles klar, danke, Kreindl.

Servus!- Schönen Abend noch!

Underdressed samma ein bissl.

Kommt drauf an, mit wem wir feiern.

Ihr schon wieder. Schön.

The more the merrier?

(Frauenstimme:) Herzlich willkommen,meine Damen und Herren!

Ich freue mich sehr, dass Sieso zahlreich erschienen sind.

Dank Ihrer Unterstützung konnten wirin den letzten vier Jahren

um über 30 Prozent wachsen undweitere fünf Standorte eröffnen.

Thanks to you all we managedto grow another 30 percent

and were able to open fivenew branches internationally.

Liebe Kollegen und Freunde aus allerWelt! Dear colleagues and friends!

Für diese großartigen Jahre sageich Danke, thank you so much!

Haben Sie einen schönen Abend!

Herr Zanger!

Ach, was machen denn Sie hier?

Gregor Aigner meldete einige Per-sonen aus Ihrem Heim als vermisst.

Ja?

Fällt Ihnen dazu was ein?

Na ja ...

Wir sind ein Obdachlosenheim.Da verschwinden ständig Menschen.

Außerdem war der Gregor ...

Das haben Sie ja von der Frau Doktorgehört, der war psychisch krank.

Guten Abend! Diese Veranstaltung isteigentlich nur für geladene Gäste.

Aber herzlich willkommen!- Wir untersuchen einen Mordfall.

Tut uns wirklich leid, dass sich dasmit Ihrer Party überschneidet.

Treffen wir uns bei mir im Büro!- Was erledigt ist, ist erledigt.

Wir sind auf Patientenaktender Senthamed gestoßen.

Von vermissten Obdachlosen.

Wir haben die Aktenin Gregor Aigners Archiv gefunden.

Und darin sind umfangreicheund komplexe Bluttests.

Da fragen wir uns, wozu!

Herr Aigner hateinen Zusammenhang gesehen

mit dem Verschwindendieser Menschen.

Und wie viele Akten sind das?- Über 20.

Da müsst ich nachschauen.

Aber wir haben allein in ÖsterreichTausende Patienten.

Da kommt schon eine Mengean Datenmaterial zusammen.

Genießen Sie doch einfachmit uns den Abend!

Nehmen Sie sich was vom Buffetund amüsieren Sie sich.

Warum hat Ihnen die Senthamednach Ihrem Fauxpas

so schnell wieder die Möglichkeitgegeben, einzusteigen?

Ich respektiere Ihre Arbeit,aber es gibt Grenzen.

Ich nehme an, Sie habenkeinen Durchsuchungsbefehl?

Brauch'ma ned, wir durchsuchen nix.

Bevor du was sagst, Ernstl: Wirwissen, dass du stinksauer bist,

weil wir eine Grenze überschrittenhaben. Das tut uns aufrichtig leid.

Die Steiner und der Zanger habensich sehr verdächtig verhalten.

Die wollen etwas verbergen, auf dasder Gregor Aigner draufgekommen ist.

Das Vorgehen warvielleicht unüberlegt.

Wir wissen aber,mit wem wir uns eingelassen haben.

Aber du sagst ja immer,vor dem Gesetz sind alle gleich.

Vermutlich ist die Steiner auch gutmit dem Polizeipräsidenten.

Oder dem Innenminister.

Stimmt. Und der macht schon Druck.

Weil die gute Frau Doktor ist un-antastbar. Zumindest glaubt sie das.

Aber trotzdem, und das ist ja auchdas, was wir an dir schätzen,

hältst du uns den Rücken frei,solange wir Ergebnisse liefern!

Weil da was ned stimmt, wenn diegleich zur Politik petzen geht.

Ja, sogar das mit dem Innenministerstimmt. Das ist heute reingekommen:

Einer eurer vermissten Obdachlosenwurde in Triest aufgegriffen,

weil er eine Konditorei überfallenhat. Sitzt dort in Untersuchungshaft.

Ich kann eure Empathie für dieunteren Zehntausend nachvollziehen.

Obdachlose verschwinden nun einmal.

Sie schlagen sich den Schädel einoder fallen von einer Parkbank.

Oder sie fahren nach Bella Italiaund überfallen einen Zuckerbäcker.

* Handysignal *

Eisner.

Also!

'tschuldige!

Ja ... aha.

Na ja, gut, in einer Stund.

Gut!

Herr Zanger ist draufgekommen, dasser eine Falschaussage gemacht hat.

Wir fahren ins Obdachlosenheim.

Na bitte!Effiziente Ermittlungsarbeit!

Hamma doch alles richtig g'macht.

Seids froh, dass ihr keinDisziplinarverfahren am Hals habts.

Schauts in Zukunft,wem ihr auf die Füße steigts.

Is schon recht.- Gerne! Wiederschaun!

Wiederschaun.

Ich wollt dir nur sagen,

dass es mir leid tut,dass wir in dieser Situation sind.

Und dass ich ...

Ich steh enorm unter Druck.

Ich weiß, für dich ist esauch nicht einfach.

Aber ich versprech dir, wir habenganz bald 'ne neue Wohnung, okay?

Du wirst das Vorstellungsgesprächheute ganz toll machen!

Danke, mein Schatz.

Na klar.

Frau Fellner, Herr Eisner!

Ich hab einen Fehler g'macht.

Er war am Samstag Nachmittag bei mir.Bitte behandeln Sie das diskret!

Ja, und am nächsten Tag, alsonachdem der Gregor g'storben ist,

ist der Michazu mir ins Büro 'kommen.

Er hat mir versichert, dass ermit der Sache nichts zu tun hat,

aber dass erin der Industriehalle war.

Der Micha Schmidt warzur Tatzeit am Tatort?

Zumindest in der Nähe.

Und Sie haben ihmein falsches Alibi gegeben. Warum?

Er war total verzweifelt. Aberder Micha ist kein schlechter Mensch!

Der hätte dem Gregor nie was angetan.

Der ist Künstler!

Ja, sogar ein sehr guter.

Er war davon überzeugt,dass er jetzt endlich groß rauskommt.

War?

Ja, seit der Gregor ihn an der Handverletzt hat, nimmer.

Gelenk und Sehnen sind kaputt.Irreparabel.

Grüß Sie!

Hallo!

Herr Schmidt!

Aaah!

Herr Schmidt!

Sie waren am Samstag Nachmittagam Industriegelände.

Dort haben Sie Gregor Aigneraus Rache ermordet,

weil er Ihnen Ihr goldenesMalerhändchen versaut hat.

Ich schwöre, ich war das nicht! Ichkann alles erklären. Und beweisen!

Wir können nicht in den Knast. Derhat nix zu fressen. Der kratzt ab.

Was? Wer kratzt ab?- Dann seid ihr schuld.

Als ich am Samstag hier war,hat beim Gregor Licht gebrannt.

Aber ich bin nicht zu ihm rüber. Nachunserem Streit wollte ich das nicht.

Ich musste anders an Geld kommen,um die Hand wieder hinzukriegen.

Das braucht 'ne Spezial-OP, privat.

Ist dafür nicht Frau Dr. Steinervon der Senthamed zuständig?

Naa. Was über die Grundversorgunghinausgeht, machen sie nicht.

Das sagen sie. Aber sie meinen,du kannst es dir nicht leisten.

Zum Glück haben auch die OberenZehntausend eine Schwachstelle.

* Jaulen *

Speedy!

Ihr Ösis habt ja eure Hundelieber als Menschen.

Da dachte ich mir, ich steigins Hundeentführungs-Geschäft ein.

Dog-Napping. Samstag hatte ich auchso einen kleinen wie der hier.

Ich bin zur Besitzerin, hab ihr denHund gebracht und den Lohn kassiert.

Wann waren Sie dort?- Um halb drei oder ein wenig später.

Auf'm Rückweg habe ich dann Tina undIndy gesehen. Aber sie mich nicht.

Die beiden ...

Wo genau? Wie spät war's denn da?

Es war um 15 Uhr 10 oder 15 Uhr 20,oben am Gürtel.

Ich bin dann wieder ins Heim.

Und später beim Abendessen warenTina und Indy auch wieder dort.

Sie lassen den Scheiß, ja?

Also haben die zwei Turteltäubchenuns angelogen.

Zu viele Menschen an zu vielenOrten zu zu vielen Zeiten.

* Handysignal *

Wallner, hallo?

Ja, genau.

Ja ...

Das ging ja schnell! Das is super!

Ja, vielen lieben Dank!

Tschüs!

Ich hab den Job gekriegt!

Ja!

Aigner stirbt hier um 14 Uhr 30plus/minus Kreindl'sches Viertel.

Zu der Zeit sind Indy und Tinain der Brazilian Bar gesehen worden.

Für die Tatzeit haben sie ein Alibi.

Um 14 Uhr 40 gibt Schmidt den Hundzurück, die Besitzerin bestätigt es.

Er hat ein Alibi.

Um 15 Uhr 10 sieht der MichaTina und Indy am Gürtel.

Da haben uns die zwei angelogen.

Sie haben sich vom Heim entfernt,sind wieder zurück, haben gegessen.

Sind quer durch die Stadt zur Halleund haben dort den Gregor gefunden.

Das ergibt keinen Sinn.Warum fahren die hin und her?

Ich überprüf alle Überwachungskamerasder U-Bahn-Stationen in dem Zeitraum.

Wenn ich mich eingearbeitet hab undalles gut läuft, gehen wir einkaufen.

Krieg ich dann ein Tablet?- Wir werden sehen.

Aaaaah!

Da warts ihr hier. Um die Zeitist der Gregor schon tot gewesen.

Ihr seids hin zum Tatort, wieder wegund danach mit dem Essen wieder hin.

Ihr habts ihn schon früher g'funden!

Wenn ihr nichts damit zu tun habt,dann können wir dir nur helfen,

wenn du uns jetzt endlich sagst,was an dem Tag passiert ist!

Wir haben uns mit dem Gregorausgemacht,

dass wir uns im Brazilian treffen.

Aber er ist nicht aufgetaucht.

Er ist normalerweiseimmer voll pünktlich.

Wir haben uns Sorgen gemacht,wir sind zu ihm gefahren.

Und ... dann war da dieser Typ.

(He!)

Der is sofort auf uns losgegangen.

Er hat sich auf mich gestürzt.

Ich hab versucht, ihm die Augenzuzudrücken, aus Notwehr.

Dann hat der Indyeine Eisenstange genommen.

Bevor mich der Typ killen konnte,hat der Indy den erschlagen.

Ich wollt es sofortder Polizei melden.

Aber der Indy is auf Bewährung.

Und er hat so eine Panikvor dem Gefängnis gehabt.

Er hat gesagt, wenn er noch malda hinmuss, das überlebt er nicht.

Außerdem glaubt uns eh keiner,und wir waren voll zu.

Und wir wollten den Gregor nichteinfach verrotten lassen da unten.

Wir dachten, wir müssen das melden,ohne uns verdächtig zu machen.

Wo ist der Typ jetzt?

Den hamma eingepacktund in den Lieferwagen g'legt.

Und wo ist der Lieferwagen?

* Klopfen *

Herein!

Er sagt, dass ein paar Männerseine Mama entführt haben.

Aha ...

Äh ...

Hi, Tobi. Magst dich mal setzen?

Danke, kümmer mich drum.

Erzähl einmal,was is genau passiert?

Wie geht's dir denn? Alles okay?

Es wird alles gut, magst dich setzen?

Magst was trinken?

Ich will zu meiner Mama.

Bitte helfen Sie mir!

Ich versprech dir,ich bring dich zu deiner Mama.

Ja ...

Wilfried Benz.

Vorbestraft wegen national-sozialistischer Wiederbetätigung,

schwerer Körperverletzung,mehrere Jahre Haft.

Hat bei verschiedenenSicherheitsdiensten angeheuert.

War dann am Schluss arbeitslos.Das ist seine letzte Meldeadresse.

Heim "Lebensraum".

Schauts einmal!

Das Satellitentelefon hammain dem Auto g'funden.

Die Nummer is verschlüsselt.

Die Speicher san voll mit Anrufenzu anderen Satellitentelefonen.

Damit kann man's ned orten.Aber es gibt eine Ausnahme.

An dem Nachmittag,als der Aigner gestorben ist,

gab's einen Anrufvon einem Wertkartentelefon.

Später hat dasselbe Telefon nocheinmal versucht, ihn zu erreichen.

Nur konnte er nimmer abheben.

* Freizeichen *

* Handysignal *

Verdammt noch mal, wo warst du?

Hallo!

Hallo?

Scheiße!

Scheiße!

Gib eine Fahndungfür den Zanger raus!

Wir fahren ins Heim!

*

Wo ist der Zanger?

*

Zanger - 18.

*

Herr Zanger!

Machen S' keinen Blödsinn!

Ich hab dem Gregor Geld angeboten.

Er hätte sich keine Sorgen mehrmachen müssen.

Er hätt endlich wiederein Leben g'habt.

Aber der Gregor warein idealistischer Trottel.

Sie wollen doch ned sterben!

Kommen S'!

Na komm!

*

* Sie stöhnt. *

* Sie schreit. *

Die Eva ist immer nocheine der besten Chirurginnen.

Nur die Bürokratie hat alles versaut.

Dann ist die Senthamedauf sie zu'kommen.

Transplantationstourismus,an der europäischen Datenbank vorbei.

Sie brauchten jemand,der die Operationen hier machen kann.

Und die Eva konnte mit ihrer Gabeendlich wieder Menschen helfen.

Helfen?! Sie haben Leute umgebracht!

Sie hat auch Menschen gerettet!

Einflussreiche Persönlichkeiten.

Anfangs nur hin und wieder,kleinere Eingriffe.

Aber dann wuchs die Nachfrage,und wir mussten liefern.

Und Sie haben die Opfer ausgesucht.

Und haben dann frei Haus geliefert?- Ja.

Neuzugänge halt.Menschen, die keiner vermisst.

Ohne zusätzliche Einnahmen hätten wirdas Heim längst schließen müssen.

Und alle wärenauf der Straße gelandet.

Hören Sie mit dem Scheißdreck auf!Das glaubt Ihnen keiner!

Sie haben mitverdient. Das hier kannsich ein Heimleiter nicht leisten!

Der Gregor is euch drauf'kommen.

Ja.

Wie oft findenTransplantationen statt?

Zwei, drei Mal im Monat.

Die Menschen werden so langewie möglich am Leben gelassen.

Dann werden die Kunden eingeflogen.Heute wird operiert.

Wo wird operiert?

Weiß ich nicht.

Wo wird operiert?!?!

Ich weiß es nicht.

Aber ich glaub,der Gregor hat's g'wusst.

Hey, hey!

Der ist passwortgeschützt.

Ich hab selbst schon versuchtreinzukommen.

Da is alles.

"Unten" - von Gregor Aigner.

*

* Das Überwachungsgerät piept. *

* Schuss *

* dramatische Musik *

* dramatische Musik *

Wie viel ist so ein Mensch wert,Frau Doktor?

Mama!

Hi, mein Schatz!

Geht's dir gut?

Ja, und dann hamma alles auf'baut.

In den 60ern,da war i frisch verheiratet.

Und dann san die Kinder 'kommen.

Was is mit den Kindern jetzt?

Wennst ganz unten bist, dann isnix mehr, wie's früher einmal war.

Ihr hättets mich früher sehen sollen!

Wartets, i zeig euch was!

Schauts!

ORF 2020untertitel@orf.at

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.