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Die Straßen von San Francisco
Eine Quinn-Martin-Produktion.
In der Hauptrolle: Karl Malden.
In einer weiteren Hauptrolle: Michael Douglas.
Mit Gaststar: Pamela Franklin.
Mit dem besonderen Gaststar: Celeste Holm.
Die heutige Folge:
Der Heckenschütze
Die Straßen von San Francisco 1. AKT
Es sieht keiner nervös aus.
Jeder, der eine Zeitung lesen kann, muss nervös sein.
Ich weiß noch, als ich in Berkeley war.
Oh ja, richtig.
Du warst während der Unruhen da, nicht?
Ja.
Harte Zeiten.
Es kam vor, dass es Prügeleien gab,
und nur 100 Meter weiter weg
saß ein Pärchen auf dem Gras,
als ob nichts wäre.
Das Leben geht weiter, wie es so schön heißt.
Ja. Hoffen wir, dass nach den Schüssen letzte Woche Schluss ist.
Hoffen wir's.
Um 9 Uhr kommt die Ablösung.
Raus da. Das Gebiet räumen.
Bewegung. Los.
Einen Krankenwagen.
Die Straßen absperren, sechs Blocks in jede Richtung.
Art, kommen Sie.
Flankieren Sie den Wagen. Nicht schießen.
Hier sind überall Studenten.
Steve ist drinnen.
Steve.
- Wo ist er? - Er ist zwischen uns abgehauen.
Wir müssen die Stockwerke durchkämmen.
Mike.
Ok, ok, ok.
Wo kamen die Schüsse her?
Früher oder später musste es so kommen.
Der Mann ist tot.
Sie sagen, er wurde von nur einem Schuss getroffen.
So scheint es. Wir müssen eine Autopsie machen, um sicher zu sein.
GERICHTSMEDIZIN
Glauben Sie, es war derselbe, der letzte Woche geschossen hat?
Das wissen wir erst, wenn wir die Ballistik haben.
- Und keine Spur von ihm? - Noch nicht.
Das ist seine Frau.
- Welche? - Die Große.
Die andere ist seine Schwägerin.
Es ist für beide schwer, aber wenigstens war sie nicht alleine.
Willst du jetzt mit ihr reden?
Nein, nein, nein. Geben wir ihr Zeit.
Schwer zu glauben, was? Ein Verrückter mit einer Waffe.
Und dann erschießt er einen Mann wie David Shaninger.
- Kannten Sie ihn? - Nur seine Bücher.
Daher kenne ich den Namen.
Klar, David Shaninger. Richtig.
Lassen Sie sich nicht von den Titeln abschrecken.
Er hat gute Arbeit geleistet.
Mein Psychologie-Professor hat gesagt,
Shaninger war einer der ganz Großen.
Wir geben Ihnen den Autopsiebericht, so bald wir ihn haben.
- Ok, danke. - Danke.
Lieutenant. Inspector.
Hey, was hat es mit den Titeln auf sich?
Liest du je das Feuilleton in der New York Times?
Wir haben gute Zeitungen in San Francisco.
Muss ich da Blätter von der Ostküste lesen?
Ich sag ja nichts. Ist auch meine Stadt.
Die Times hatte vor ein paar Wochen einen großen Artikel über ihn.
Ok, ok, Die Antwort auf deine Frage ist Nein.
Beantwortest du jetzt meine?
Er hat zwei Bestseller geschrieben. Er hatte sicher viel Geld.
Aber an die Titel erinnerst du dich nicht.
Sein letztes Buch hieß Sex.
Oh, sehr gut. Sehr einfallsreich.
Es hatte einen langen Untertitel
wie Ein Blick auf seine Bedeutung in der heutigen Gesellschaft.
So was in der Richtung.
- Aber aufgeführt wird es unter Sex. - Richtig, Sex.
- Ich warte, bis der Film rauskommt. - Ok.
Er war ein Professor an der Universität, wie?
Teilzeit. Er hatte auch eine Privatpraxis.
Und er hatte sicher viel Knete.
Häuser am Valeria Drive kann sich nicht jeder leisten.
Einer sollte mit Shaningers Frau reden, und einer mit dem Mädchen.
Mal sehen, was sie zu sagen hat.
Was hättest du gerne?
Du gibst mir die Wahl?
Himmel.
Nach dir.
Nein, nein, nein. Nach dir.
Können Sie nicht durchklingeln? Es ist dringend.
Also gut.
Er soll bitte anrufen, die 555-3417?
Ja, er weiß, wer das ist.
Und sagen Sie ihm, dass ich in einer halben Stunde da bin?
Ok, danke.
- Hi. - Hi.
Wie fühlen Sie sich?
Mit dem Armdrücken ist es vorbei.
- Aber mir geht's ganz gut. - Gut.
- Dürfte ich kurz mit Ihnen sprechen? - Gerne.
Ich weiß nicht, was ich Ihnen erzählen kann.
- Also... Kaffee? - Ja, danke.
Woher kamen Sie heute Morgen?
Der Bibliothek.
- Und wohin wollten Sie? - Nach Hause.
Nach Hause. Wie nehmen Sie den Kaffee?
Oh, schwarz. Danke.
Ist Ihnen auf dem Campus etwas Ungewöhnliches aufgefallen?
Nein.
Jetzt weiß ich, wie es ist, wenn man vom Blitz getroffen wird.
Ich ging einfach entlang, und plötzlich wurde ich zu Boden gerissen.
Miss Dunnigan, können Sie...?
- Es ist doch Dunnigan, oder? - Peggy.
Peggy. Danke.
Können Sie sich an die letzten paar Wochen erinnern?
Hatten Sie mit jemandem Probleme?
Ich weiß nicht, was Sie meinen.
Wir nehmen an, dass jemand durchgedreht ist,
aber vielleicht hat er Sie auf dem Campus gesehen.
Vielleicht kannte er Sie.
Vielleicht war er in Sie verschossen.
Und Sie mochten ihn nicht, so was in der Richtung.
Nein, nein. Nichts.
Hat ihn jemand gesehen?
Nein, aber er ist rechtzeitig zur Everly Street gelangt.
Rechtzeitig wofür?
Tut mir leid, ich dachte, Sie wissen's. Nachdem er Sie angeschossen hat,
rannte er zur Everly Street und tötete einen gewissen Professor Shaninger.
- Was, kennen Sie ihn? - Nein.
Nur vom Namen her. Wie jeder auf dem Campus.
- Sind Sie sicher, dass er tot ist? - Ja.
Oh mein Gott.
Es scheint mir noch alles so unwirklich.
Vera ist gerade aus Seattle gekommen
und wir sind in die Muir Woods gefahren.
Sie hat sie noch nie gesehen.
Und als wir nach Hause kamen wartete da ein Polizeiwagen.
Ich wusste, dass etwas Schreckliches passiert sein muss.
Mrs. Shaninger, können Sie mir sagen,
ob sich in letzter Zeit etwas am Tagesablauf
Ihres Mannes geändert hat?
Ich weiß nicht, was Sie meinen.
Ich glaube, ich weiß es.
Das kann doch nur ein Verrückter gewesen sein, Lieutenant?
Genau das glauben wir auch.
Aber wir müssen alle Möglichkeiten in Betracht ziehen.
David hatte keine Feinde.
Hatte er vielleicht Probleme mit einem seiner Patienten?
Ungewöhnliche Briefe, Anrufe, irgendetwas?
Ich glaube nicht.
Sie können gerne seine Post einsehen.
Er hatte natürlich einen Telefonservice.
Die werden sicher eine Auflistung seiner Anrufe haben.
Die Firma Procom.
Procom.
Danke für Ihre Hilfe.
Ich weiß, wie schwierig das für Sie sein muss.
Ich tue alles, was ich kann.
Danke. Auf Wiedersehen.
- Auf Wiedersehen. - Auf Wiedersehen.
Gut.
Würden Sie sich bitte sobald wie möglich bei mir melden?
Richtig.
Richtig. Inspector Keller.
Ok, vielen Dank. Auf Wiedersehen.
- Wie geht's dem Mädchen? - Sie ist ok.
Hast du ihre Aussage?
Ja, ja. Sie hat nur den Campus überquert.
Sie heißt Peggy Dunnigan, 20, keine Eltern.
Sie wusste nicht, warum er auf sie geschossen hat.
So weit ihre Story. Was meinst du dazu?
Ich dachte, da ist was, aber ich müsste sie besser kennen.
Moment mal.
Besser kennenlernen kannst du sie in deiner Freizeit.
- Ich bitte dich, ja? - Was war das für eine Reaktion?
Als ich Shaninger schien sie das schwer zu treffen.
Du sagtest doch, er war auf dem Campus sehr bekannt, nicht?
Richtig, richtig. Mehr war da vermutlich nicht.
Ok, hast du diese Procom angerufen?
- Ja. - Ich habe mit denen geredet.
Hier ist eine Liste von Shaningers Telefonaten der letzten zwei Wochen.
Irgendetwas von Interesse?
Weiß ich noch nicht. Sieht nach Routine aus, Anrufe von Patienten.
Bist du ihnen nachgegangen?
Ich bin dran, wahrscheinlich tappen wir hier im Dunkeln.
Man kann auch im Dunkeln auf was stoßen.
Oder viel Zeit mit Rumtasten verschwenden, Mike.
Ich habe die Zeit, du hast die Energie.
Ok, Guru, ok.
Da du offensichtlich von einem Mord mit Vorsatz ausgehst,
beantworte mir eine Frage.
Du meinst, der Typ hat Shaninger aus einem bestimmten Grund erschossen.
Warum ist er das Risiko eingegangen, erst das Mädchen anzuschießen?
Du weißt etwas, was ich nicht weiß, oder?
- Der Ballistikbericht? - Beide Treffer aus derselben Waffe.
Und dieselben Patronenhülsen?
Ja. Ein Militärgewehr, ein M-16.
Morddezernat. Inspector Keller.
Ja, ja. Nur zu, bitte, ja?
Ja, würden Sie sie mir geben?
Richtig.
Verstehe.
Ok, vielen Dank. Auf Wiederhören.
Was ist das für ein Eintrag, 555-3417? Nur eine Nummer, kein Name.
Ja, die Telefonfirma hat das überprüft.
- Das war der Anruf eben. - Und, hast du was?
Eine Geheimnummer in einem Mietshaus, New Coronet,
- für David Shaninger. - Hat seine Frau
- die Wohnung erwähnt? - Nein.
Jemand war in Shaningers Wohnung
und wollte, dass er dort anruft.
Du hast uns vielleicht sehr viel Arbeit erspart, Kumpel.
Nimm du das Telefon, ich geh im Büro ran.
Es klingelt.
Hallo?
Entschuldigung, ich habe mich wohl verwählt.
Mit wem spreche ich?
Nach wem suchen Sie?
Peggy Dunnigan.
Das ist sie.
Die Straßen von San Francisco 2. AKT
Hey, sie wohnt nicht schlecht, dafür, dass sie keine Eltern hat.
Miss Dunnigan?
Ich bin losgerannt. Ich kam bis zum Aufzug.
Haben Sie Professor Shaninger heute gesehen?
Nein.
Peggy, wie lange kannten Sie ihn schon?
Etwa ein Jahr.
Bei der Studentenversammlung konnte man seine Professoren kennen lernen.
Und ich habe ihn kennen gelernt.
- Wussten Sie, dass er eine Frau hat? - Ja.
Aber das war mir egal.
Ich fand ihn trotz seines Alters attraktiv. Vielleicht sogar deswegen.
Dann wollen Sie also damit sagen,
dass es wie eine Vater-Tochter-Beziehung war.
Nein.
Ich brauchte einen Erwachsenen
und David brauchte Jugend.
Die Wohnung war seine Idee. Mir war es egal.
Ich habe früher im Wildbrook Center gewohnt.
David gefiel die Party-Atmosphäre nicht,
also hat er diese Wohnung gemietet.
Er hat die Aussicht sehr gemocht.
Er meinte, wenn er die Wahl hätte zwischen einem guten Haus
und einer guten Aussicht, sei ihm das Haus egal.
Ihnen ist die Wohnung auch egal.
Was ist Ihnen nicht egal?
Meine Ausbildung.
Manche Mädchen kriegen Juwelen, Pelze, Autos,
David hat mein College bezahlt.
Es klingt anrüchig, war es aber nicht.
Ich habe ihn geliebt.
Zumindest dachte ich das eine Zeit lang.
Die Kisten haben Sie nicht schon heute gepackt, oder?
Nein, wir haben uns vor drei Tagen getrennt.
Warum?
Weil ich heiraten will.
Jemand anderen?
Also, Miss Dunnigan...
Entschuldigen Sie,
ich weiß, dass die Jugend heutzutage die Dinge anders sieht,
als zu meiner Zeit.
Ich weiß, wie das klingt.
Für mich klingt das auch so.
Aber so ist es nicht. Es ist nur...
Peggy, wollen Sie sich nicht setzen?
Wir verurteilen Sie nicht.
Wir wollen nur den Schützen schnappen.
Die Schießerei kann nichts damit zu tun haben, unmöglich.
Ein schrecklicher Zufall.
Warum haben Sie sich von Shaninger getrennt?
Ich war mit jemandem zusammen, der in Übersee war.
Und es schien zu Ende zu sein. Er ging weg.
Er kam aus Hanoi zurück, er hat mir geschrieben, und ich hab geantwortet.
Schließlich haben wir uns in San Diego getroffen.
Und plötzlich kam mir meine Beziehung mit David falsch vor.
- Also... - Hanoi?
- Ein Kriegsgefangener? - Ja.
Er muss doch nicht davon erfahren, oder?
Ich will nicht, dass er es erfährt, nach allem, was er durchgemacht hat.
Das ist nicht nötig. Aber ich brauche seinen Namen.
Alan Melder.
Die Adresse?
Das Marinekrankenhaus, Balboa Park in San Diego.
Er ist ein Captain im Marine Corps.
Ok, vielen Dank.
- Ein Marine und ein M-16, was? - Ja.
Es ist möglich, dass das nur ein Zufall ist.
Dass auf beide geschossen wurde.
Würdest du es glauben, wenn du es in deinem Feuilleton gelesen hättest?
- Nein. - Nein, natürlich nicht.
Nimm du den Wagen.
Sprich noch mal mit Shaningers Frau.
Ich geh ins Revier und schaue, was ich über Melder finde.
- Hey, ruhig. - Richtig.
Oh, und auf dem Rückweg kannst du bei Tony's reinschauen.
- Tony's, nein, Mike, nein. - Na komm.
Die sollten dich zahlen.
Briant Street. Nicht vergessen, Tony's.
Wie können Sie es wagen, solche Anschuldigungen zu machen?
Mrs. Shaninger, ich mache keine Anschuldigungen.
Ich will nur herausfinden, was passiert ist.
Indem Sie mir sagen, mein Mann hatte eine Geliebte?
Ich sage nur, dass er die Miete der Wohnung gezahlt hat, mehr nicht.
Frechheit.
Jetzt soll er mit den Wildbrook-Leuten zu tun haben,
und wird Anschuldigungen ausgesetzt.
Es ist keine Anschuldigung. Ich will nur wissen...
Ich weiß nicht, wie viel ich noch ertragen kann.
Reicht es nicht, dass mein Mann erschossen wurde,
weil die Straßen nicht sicher sind?
Müssen Sie auch noch sein Andenken beleidigen?
Ich sage nur, dass wir auf neue Fakten gestoßen sind.
Fakten, Inspector, oder obszöne Gerüchte?
Mir gefällt es genauso wenig wie Ihnen,
dass ich solche Fragen stellen muss, Mrs. Shaninger.
Aber wir müssen herausfinden, was sie wussten.
Das hat sie doch schon gesagt. Nichts.
Sie kannten also keine Peggy Dunnigan.
Ich habe den Namen noch nie gehört.
Inspector, wenn mir mein Mann untreu war,
dann war er sicher sehr vorsichtig, meine Gefühle zu schonen
und wollte, dass ich nichts davon ahne.
Und daran versuche ich mich von nun an zu erinnern.
Und nicht die schmerzhaften Dinge, die Sie hier erzählen.
Danke.
Richtig. M-E-L-D-E-R.
Ein Captain der Marines. Verstehe.
Nein, nein, nur eine Routineuntersuchung.
Ja, ich will ihn vielleicht sehen.
Richtig.
Wie war das gleich?
Nein, ich...
Entschuldigung, das habe ich nicht verstanden.
Wo?
Wann?
Und letzte Woche?
Verstehe.
Danke für Ihre Hilfe, Sergeant.
Ja.
Ja, ich melde mich, wenn ich weitere Informationen brauche.
Ja. Auf Wiedersehen.
Schnell, schnell, Tonys Beste.
Greif zu, so lange sie noch kalt und durchnässt ist
Er kommt heim nach 18 Monaten in einem Gefangenenlager, verlobt sich
und stellt fest, dass seine Freundin einen anderen Mann hat.
- Was meinst du? - Melder?
- Peggy sagte, er wusste es nicht. - Ja.
Was? Keine Sardellen?
- Nein. - Warum nicht?
Ich mag keine Sardellen.
Wir bestellen doch immer Sardellen.
Nein, du bestellst Sardellen. Ich bestelle keine Sardellen.
Ich hasse Sardellen.
Mann, sie muss dir schwer zugesetzt haben.
Oder war es die Schwester?
Nein, sie waren in Ordnung, nur die Fragen waren etwas derb.
Ungefähr so appetitlich wie das hier.
Hier. Schau dir das an.
Melder war freigestellt?
Er soll heute wieder zurückkommen. Rate mal, wo er war?
Hier?
Seit gestern. Rate mal, wo du hinfährst?
Da.
Zwei Mal ins Schwarze.
Er hätte heute Morgen auf dem Campus sein können.
Was ist mit letzter Woche?
Das überprüfen Sie gerade.
Was ist mit dem Wehrpass? Konnte er mit Automatikgewehren umgehen?
Hast du je von einem Marine gehört, der zum Captain befördert wird
und nicht mit einem Gewehr umgehen kann?
Ich war schon lange nicht mehr hier.
Ja, ich war schon drei, vier Jahre nicht mehr hier.
- Wohin muss ich? - Da lang.
- Da? - Ja.
Ok, vielen Dank. Wiedersehen.
- Captain Melder? - Ja.
Steven Keller.
Nehmen Sie Platz.
So weit ich weiß, werden Sie bald entlassen.
Ja, bald. Ich zähle schon die Stunden.
Ich muss sagen, dass ich neugierig bin.
Sie kennen Peggy Dunnigan?
Ja, sie ist meine Verlobte.
Haben Sie in den letzten 24 Stunden mit ihr gesprochen?
Nein. Wieso? Stimmt was nicht?
Nein, es ist alles in Ordnung.
Aber auf dem Campus gab es eine Schießerei.
Peggy wurde getroffen.
Was? Sie wurde getroffen?
Moment mal, Moment!
Sind Sie sicher, dass alles in Ordnung ist?
Ja, es geht ihr gut. Eine Fleischwunde in der linken Schulter.
Warum würde jemand auf Peggy schießen wollen?
Es wurde noch jemand erschossen.
Ein Mann, er ist tot.
Er wurde getötet?
Moment mal, Inspector, was ist hier los?
Was soll das? Was ist aus dieser Welt geworden?
Ich dachte, ich hätte den Wahnsinn in Vietnam zurückgelassen.
Wer war es? Ein Verrückter?
Ein Verrückter, der auf alles schießt, was sich bewegt?
Vielleicht.
Moment mal.
Deswegen sind Sie hier, nicht? Sie glauben, ich hätte damit zu tun.
Die Tatwaffe war ein M-16-Gewehr.
Sie sind ein guter Schütze.
Ja. So wie ein paar Tausend andere.
Sie waren gestern in San Francisco.
Die meisten hätten ihre Verlobte besucht. Sie nicht.
Also gut, das geht nur mich was an.
Tut mir leid, Captain, es geht auch die Polizei was an.
- Ich wollte ein Haus kaufen. - Ein Haus kaufen?
Richtig. Für Peggy und mich.
Ich wollte, dass alles klar ist
damit ich sie überraschen kann, wenn ich als Offizier verabschiedet werde.
Hey, wollen Sie das überprüfen?
Ja, würde ich gerne. Bitte.
Ok, ich hole meine Papiere.
Sagen Sie, Inspector, war Peggy...?
War sie mit dem Mann zusammen? Der getötet wurde?
Nein. Peggy wurde angeschossen. Er rannte weg
und schoss dann auf einen Mann am andere Ende des Campus.
Das macht es für uns beide einfacher.
Sehen Sie, ich lerne gerade wieder das Laufen.
Aber ich fürchte, es wird noch eine Weile dauern,
bevor ich irgendwohin rennen kann.
Dieselbe Story, Lieutenant.
Dieses Mal kamen die Schüsse aus dem Kellerfenster.
Wir haben das Innere überprüft. Er hat wohl die Nacht gewartet.
- Wurde jemand getroffen? - Ein Mädchen.
Sie ist tot.
Wie ist ihr Name?
Sheila Davis.
Sie war Kellnerin in einem Café.
Keine Studentin. Es ist sinnlos.
Vielleicht.
Vielleicht auch nicht.
- Ich verstehe nicht. - Also gut.
Ich erkläre es noch mal.
Das Mädchen, das erschossen wurde, sieht Ihnen erstaunlich ähnlich.
Unglaublich. Dieselbe Kleidergröße, Haarfarbe, derselbe Stil.
Womöglich dachte der Schütze, dass Sie es sind.
Das ist bizarr. Wer würde mich töten wollen?
Wir wollen keine Risiken eingehen.
Bleiben Sie in der Wohnung. Gehen Sie nicht auf den Balkon.
Oh, Lieutenant. ich meine...
Wenn jemand vor der Tür steht,
lassen Sie Officer Powell rangehen und bleiben Sie außer Sicht.
Also gut.
Aber es muss ein Zufall sein. Ein völliger Zufall.
Unmöglich.
Aber eines wissen wir mit Sicherheit.
Wer auch immer auf Sie geschossen hat, aus welchem Grund auch immer,
er läuft noch frei rum.
Hallo?
Hi. Mrs. Shaninger?
Oh, tut mir leid, sie nimmt keine Anrufe entgegen.
Diesen hier schon.
- Wer ist das? - Holen Sie sie ans Telefon.
Nein, tut mir leid. Hinterlassen Sie bitte eine Nachricht.
Würden Sie mir ihr Namen sagen?
Lady, ich muss mit Mrs. Shaninger sprechen.
Stellen Sie sie durch.
Vera, wer ist es?
Ein dreister junger Mann.
Vielleicht ein Student von David.
- Es ist nicht nötig... - Oh, schon gut. Ich gehe ran.
Danke. Hallo?
Hi.
- Hallo. - Es ist vollbracht.
Ich verstehe.
Moment, ich brauche nur etwas zum Schreiben.
Ok, bitte.
Ich will nur den Rest der Knete, Lady. Haben Sie sie?
Vera, würdest du mir den Stift auf meinem Schreibtisch geben?
Dieser hier ist trocken.
Ok, danke.
Wissen Sie, was Sie getan haben?
Ja.
Meinen Job.
Und die Cops haben einen Job, den sie nie fertig machen können.
Nein, Sie haben das falsche Mädchen erschossen.
Verstehen Sie? Das falsche Mädchen.
Warum haben Sie nicht getan, was ich Ihnen gesagt habe?
Wie konnten Sie so dumm sein?
Halts Maul. Hörst du?
Halts Maul!
Die Straßen von San Francisco 3. AKT
Sie fliegen morgen wieder zurück? Dann bleibt Ihnen ja nicht viel Zeit...
Du fliegst immer erste Klasse, egal, was auf dem Ticket steht.
Irgendwelche Vorteile muss der Job ja haben.
Bitteschön. Danke für den Flug.
- Ok, Melder können wir streichen... - Er war's nicht, ich weiß.
Hab ich was verpennt?
- Woher weißt du das? - Der Killer hat wieder zugeschlagen.
Ein Mädchen, sofort tot.
- Wir sind wieder bei null. - Nein.
Was heißt hier "nein"? Zwei Schießereien letzte Woche.
Und zwei gestern.
Heute wird ein Mädchen getroffen. Wenn das nichts mit Peggy...
- Es hat mir Peggy zu tun. - Wie?
Auf die Distanz sehen sie aus wie aus dem Gesicht geschnitten.
Moment mal.
Das will ich hören.
Also gut.
Angenommen, du willst jemanden erschießen,
aber es soll so aussehen, als ob es wahllose Opfer waren.
Was machst du?
Ich würde die Gewohnheiten meiner Opfer erlernen.
Ihre Routine, ihre Pläne.
Ein Muster erstellen.
Ein paar zufällige Schüsse, damit es aussieht, wie ein Verrückter.
Und wenn er die Leute erschießt, hinter denen er her ist,
kommt keiner auf ein Motiv.
Du glaubst immer noch an ein Motiv?
Ja, manchmal muss man alles auf eine Karte setzen.
- Es gibt meistens ein Motiv, richtig? - Diesmal kann ich keines erkennen.
Oh, komm schon.
Das ist nicht dein erstes Liebesdreieck.
Wann immer es ein Dreieck gibt,
ist eine der drei Seiten eifersüchtig.
Shaninger ist tot. Bleibt noch Peggy und Mrs. Shaninger.
Richtig.
Ja, Sir, die betrogene Frau.
Mike, sie ist eine Frau, so was macht sie bestimmt nicht.
Sie hat genug Geld, um einen Mord in Auftrag zu geben.
Ein Profi macht so was nicht. Bei offenem Tageslicht.
Ich habe nicht gesagt, dass es ein Profi war.
Ich sagte nur, dass sie jemanden bezahlt hat.
Es ist möglich. Möglich, aber ich glaube es nicht.
Ok. Also gut.
Aber ich sage dir, sie hat's getan, Steve.
Und der Beweis?
Wie gesagt, du hast die Energie, ich habe die Zeit.
Er denkt nach, Vorsicht.
Komm her.
Weißt du noch, du hast mir gesagt, sie ist aus der Haut gefahren,
weil du ihren Mann mit den Leuten von Wildbrook verglichen hast?
"Frechheit,niederträchtige Behauptungen." Richtig.
Du hast es immer noch nicht kapiert, was?
Was?
Würdest du bitte deine Energie einsetzen?
Die Leute von Wildbrook.
Wer hat es zuerst gesagt? Du oder sie?
Richtig.
Richtig, richtig. Das ist es, richtig.
Peggy ist vor Wochen da ausgezogen.
Wenn Shaninger nichts von Peggy und ihrem Mann gewusst hätte,
wie hätte sie was über Wildbrook wissen können? Richtig.
Darf ich dir als Erster gratulieren?
Hallo? Alan?
Woher wusstest du es?
Nein, mir geht's gut. Wirklich.
Wann?
Nein, Alan.
Nein, natürlich tue ich das.
Nur nicht heute. Ich habe Prüfungen und...
Nein, ich habe doch gesagt, es ist alles in Ordnung.
Ich bin dann nicht hier. Ich gehe in die Bibliothek.
Also gut, wir sehen uns dann.
Sei nicht albern, nimm kein Taxi. Das kostet zu viel.
Nein, nein, es ist kein Problem, echt. Ich bin dann da.
Wann?
Ok. Tschüs.
Alles in Ordnung?
Oh ja. Nur ein Freund von mir.
Ich kann mich nicht erinnern, so etwas gesagt zu haben.
Ich schon, Mrs. Shaninger, und Ihre Schwester auch, glaube ich.
Mrs. Day?
Ich bin mir nicht so sicher.
Auf den Straßen läuft ein bewaffneter Mann herum.
Er hat bereits zwei Menschen ermordet.
Eine Kellnerin und Ihr Bruder.
Vera, Sie sehen doch, was die erreichen wollen, oder?
Wir haben Ihnen nichts mehr zu sagen.
Wir rufen unseren Anwalt.
Vera?
Er funktioniert.
- Was machst du da? - Er ist nicht ausgetrocknet.
Was hat denn das damit zu tun?
Der Anruf von dem jungen Mann, du hast mich aus dem Zimmer geschickt.
War das der Mann, der David ermordet hat?
Erwartet wirklich jemand ernsthaft von mir,
dass ich so einem Flittchen das Feld räume?
David hat ihn in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.
Eines Abends, als David nicht in der Stadt war,
oder ich dachte, dass David nicht in der Stadt war, kam er zu uns.
Ich habe David davon erzählt, und er war sehr besorgt.
Er sagte, der Mann hat mörderische Impulse.
- Wissen Sie, wie er heißt? - Nein.
Steht das vielleicht in den Akten Ihres Mannes?
Nein. Er war nie ein Patient.
Sie haben uns nicht gesagt, wie Sie mit ihm zusammenkamen.
Als er zu uns kam, redete er wirres Zeug.
Er war wütend, er war frustriert.
Er war wütend auf die, die ihn dumm oder wertlos fanden.
Ich habe gesagt, dass es nicht richtig ist,
dass jemand, der so klug ist wie er,
sein ganzes Leben in einer Waschanlage arbeiten sollte.
Und als Sie von Ihrem Mann und Peggy Dunnigan erfuhren,
haben Sie ihn gesucht, stimmt's?
Ja.
Dieser Musterknabe von einem Ehemann.
Der Schwindler und seine Hure.
Warum sollte ihr Leben unberührt bleiben und meines ruiniert werden?
Wie haben Sie den Mann gefunden?
Ich habe eine Liste aller Waschanlagen erstellt.
Und dann fing ich an zu suchen. Ich habe sie bald gefunden.
- Cooperman Road. - Kennen Sie die Adresse?
Nein.
In der Nähe der Sutter Street.
Reden Sie weiter.
Er hat sich mit mir getroffen.
Ich habe ihn gegenüber der Waschanlage abgeholt.
Wir sind ziellos gefahren und ich habe ihm ein Angebot gemacht.
Wie viel?
$5.000 auf der Stelle.
$20.000, wenn sie beide tot sind.
Wie wollten Sie ihm den Rest übergeben?
Ein Schließfach.
Er wollte mir die Nummer schicken, aber stattdessen hat er angerufen.
Er hat immer erzählt, wie klug er war.
Dass er die Polizei in den Wahnsinn treiben würde.
Das Gewehrfeuer.
Das hat er nicht gesagt.
Als es vor einer Woche auf dem Campus anfing,
war mir der Zusammenhang nicht klar.
Ich konnte nicht glauben, dass er andere in Gefahr bringen würde.
Ich wollte sie nur beide loswerden.
Sie sind sich darüber im Klaren, dass das eine freiwillige Aussage war?
Ja.
Also gut, geh du mit der Beschreibung zur Waschanlage.
- Wenn du ihn hast, verhafte ihn. - Ja.
Und sie auch.
- Officer, Telefon. - Oh, danke.
Die Leitung geht nicht.
Aber Sie können die in meinem Zimmer nehmen.
- Gut. - Es ist Lieutenant Stone.
Er musste auflegen, aber er ruft gleich wieder an.
Danke.
Fällt Ihnen noch was ein, Sir?
Ich verstehe.
Gut, danke für Ihre Hilfe.
Richtig. Auf Wiedersehen.
Der Chef der Waschanlage weiß, von wem wir reden.
- Aber der Name wird uns nicht helfen. - Wieso nicht?
John Jones.
Er sagt, es ist schwer, gute Leute zu finden, daher hat er nicht nachgehakt.
- Sonst noch was? - Ja.
Er hat bestätigt, was Mrs. Shaninger über sein Problem sagte.
Seit er da angefangen hat, hatte er zwei Konfrontationen,
beide Male, weil ihn jemand dumm genannt hat.
Oh ja, noch was.
Angeblich ist er gefährlich.
Oh ja, das hilft uns weiter, nicht?
- Los, wir gehen zur Wohnung. - Was?
Los.
Er wird doch nicht so dumm sein, jetzt noch Peggy nach...
Vielleicht weiß er es, vielleicht nicht.
Wir müssen auf Nummer Sicher gehen, egal was.
Die Straßen von San Francisco 4. AKT
Was soll das heißen, sie ist weg?
Sie hat mich ans Telefon gerufen, Lieutenant.
Sie sagte, dass Sie es sind, und dass Sie zurückrufen würden.
Als ich wartete, muss sie rausgegangen sein.
Wissen Sie, wo sie hingegangen sein könnte?
- Da war ein Anruf. - Wer war am Telefon?
- Ich hab den Namen Alan gehört. - Melder.
Sonst noch was?
Es klang privat, ich wollte nicht lauschen.
- Aber sie hat sich aufgeregt. - Worüber?
Als ob er etwas tun würde, was sie nicht wollte.
Sie wollte nicht, dass er kommt, während sie unter Polizeischutz steht.
- Ich rufe in San Diego an... - Wir prüfen es unterwegs.
Das Krankenhaus bestätigt seine Freistellung.
Er ist unterwegs nach San Francisco.
Zehn-vier.
Wissen Sie, welchen Flug er genommen hat?
Zehn-vier. Bitte warten, Kommissare 81.
Wir fahren wohl in die richtige Richtung.
Kommissare 81.
81, reden Sie.
Captain Melder war auf CAL West 274 gebucht,
San Diego nach San Francisco.
Zehn-vier, wann soll der Flug ankommen.
Angeblich ist CAL West 274 bereits gelandet.
Zehn-vier. Typisch, was?
Ausgerechnet heute ist er pünktlich. Los, Beeilung.
Zahlst du meinen Strafzettel?
Sie ist sicher schon am Gate.
Er wird ihr nicht folgen.
Mit seinem Gewehr kommt er nicht durch die Kontrollen.
Also ist er am Eingang.
Wenn er überhaupt da ist.
SICHERHEITSZONE
- Was macht das Bein? - Oh, weißt du...
- Manchmal tut es noch weh. - Ja.
- Weißt du warum? - Nein.
Nein, ich auch nicht.
- Wir hatten wohl Glück. - Warum?
Das Flugzeug ist da.
Sie haben die Flughafenhalle sicher schon verlassen.
Es ist nichts passiert. Er ist wohl nicht da.
Wir machen weiter. Los!
Peggy, runter!
Runter.
Los.
Steve, los.
Also gut, stehen bleiben.
Ich springe.
Nein.
Nein, dafür sind Sie zu klug.
Nein, zurückbleiben.
Ich schwör's, ich springe.
Machen Sie sich doch nicht selbst fertig. Dafür sind Sie zu klug.
Und warum? Denken Sie mal nach.
Denken Sie nach, dafür sind zu klug.
So was wollen Sie doch nicht.
Sie wollen den Leuten zeigen, wie klug Sie sind.
Sie wollen den Leuten zeigen, was Sie denken, richtig?
Nein, stopp!
Ich schieße!
Sie brauchen einen Arzt, richtig?
Er kann Ihnen helfen.
Er wird den Leuten zeigen, wer Sie wirklich sind.
Sie sind klug.
Das wissen dann alle.
Ich will sterben.
Ich will nur sterben.
Warum lässt du mich nicht sterben?
Es kann euch doch egal sein.
Es ist nicht egal.
Die Straßen von San Francisco EPILOG
Und dann kam die Leuchtrakete.
Captain, Ihre gemächliche Gangart hat Ihnen vielleicht das Leben gerettet.
Es war nicht mein Bein.
Nein, als ich sah, wie er aus dem Flugzeug kam,
musste ich ihm sofort alles erzählen
also haben wir uns hingesetzt und geredet.
Wir müssen viel vergessen, aber wir können uns auch auf viel freuen.
Haben Sie Lust, auf eine Hochzeit zu kommen?
Eine Hochzeit? Darauf können Sie wetten.
- Gut. - Wiedersehen.
Wiedersehen.
Sie haben eine schöne Zukunft vor sich, meinst du nicht?
Ja, glaube ich schon.
Deine Zukunft sieht auch ganz gut aus.
- Was? - Den Bericht schreibe ich selber.
Nein, nein, das geht nicht.
Unsere Vorgesetzten sollen wissen, was du da getan hast.
- Oh, komm schon. - Nein, nein, nein.
Weißt du was?
Du bist ein Romantiker, ein richtiger Romantiker.
- Was? - Ja.
Nur weil ich die Bücher nicht lese, die in der Times empfohlen werden,
heißt das nicht, dass ich keine Gefühle hab.
- Weißt du was? - Was?
Die Skyline von San Francisco bei Nacht ist wunderschön, finde ich.
- Mike. - Nein, wirklich.
Und wenn Rick Barry hochspringt, um einen Korb zu werfen,
dann ist das wie Poesie.
Finde ich schon, ja.
Und wenn Bobby Bonds da steht
und einen Home Run hat,
dann ist das wie Musik.
Die Straßen von San Francisco
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