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Die Straßen von San Francisco
Eine Quinn-Martin-Produktion.
In der Hauptrolle: Karl Malden.
In einer weiteren Hauptrolle: Michael Douglas.
Mit den Gaststars: Ida Lupino,
Die heutige Folge:
Die Straßen von San Francisco 1. AKT
Beeil dich, Chet. Ihre Schicht ist gleich um.
Moment, Mann. Ich hab's gleich.
Und der Wagen hält auch wirklich an?
Und ob.
Nach drei Kilometern.
Es ist so simpel, ich hätte es patentieren sollen.
- Und du bist sicher, dass das klappt? - Was ich hier mache?
Nein, die Kleine. Glaubst du, sie freut sich, uns zu sehen und kommt mit?
Darum geht es doch.
Da drinnen sind wir nur Kunden mit einem Teller Suppe
am Tisch vier.
Hey, aber da draußen, auf dem dunklen Highway,
müssen wir nur neben ihr auftauchen,
und dann ist sie bestimmt ganz verrückt nach uns, Mann.
Ich zeig dir heute mal etwas Action. Richtige Action, Mann.
Hey, hey, sie kommt.
Sieh dir diesen Körper an, was?
Ich wette, die geht richtig ab.
Ja, komm.
Guten Abend, Miss. Sieht aus als hätten sie etwas Ärger.
Mein Motor hat einfach aufgegeben.
Schonen Sie die Batterie. Ich schau mal nach.
Schon gut, Sie müssen sich keine Umstände machen.
Ach, das macht doch nichts.
Macht überhaupt nichts, Baby.
Für dich doch nicht.
Oh nein.
Bitte.
Nein.
Willst du Action, Russie-Baby?
Gleich kannst du was sehen.
Kann es Selbstmord gewesen sein?
Nein, sie hat sich gewehrt.
200 Meter weiter wurde ein Schuh und etwas Kleidung gefunden.
Keine Handtasche, keine Personalien.
Sie wurde also zum See gezerrt und reingeworfen?
Kann es sein, dass sie vorher schon tot war?
Vermutlich, aber erst müssen wir die Lungen untersuchen.
Bernie, wann ist es passiert?
Nach der Färbung der Fingernägel zu schließen,
würde ich sagen, um 4 oder 5 Uhr.
Vielleicht eine Vergewaltigung oder ein Raub.
Ja.
Nur eines wissen wir sicher.
Sie ist tot.
Ich funke die Spurensicherung an.
Ich will, dass die jeden Zentimeter in diesem Park untersuchen.
Und nicht vergessen, auch nach Fußabdrücken suchen.
Richtig.
- Lieutenant. - Ja.
Wir haben erfahren, dass ein Fahrzeug gefunden wurde.
Auf dem Highway, etwa anderthalb Kilometer entfernt.
Schlüssel sind noch drinnen, und eine Damenhandtasche.
Ok.
Was haben wir?
Susan Ellen Morley. Eine Adresse in Broadmoor.
- Beschreibung? - Sie ist es, Mike, ja.
Also gut, keinen ranlassen, bis wir Fingerabdrücke haben.
Hier ist eine Quittung.
Sieht aus, als hätte sie im Cliff House gejobbt.
- Cliff House? - Ja.
Das ist doch am Highway, oder?
Redest du mit der Familie?
- Ja, mach ich. - Gut, ich gehe zum Cliff House.
- Hübsches Mädchen. - Ja.
Die Konferenz kann Erfolg haben. Er setzt sich leidenschaftlich ein,
die Völker der arabischen Halbinsel zusammenführen.
Zudem sind seine Ölressourcen sehr begehrt.
Die schwedischen Einwanderungsbehörden
haben fünf britischen Soldaten Aufenthaltsgenehmigungen erteilt,
nachdem diese einen Einsatz in Nordirland verweigert haben.
In Großbritannien fahnden Kommissare
von Scotland Yard nach...
Russell, was machst du denn noch hier?
Du musst doch zur Arbeit. Weißt du nicht, wie spät es ist?
Ich fühl mich nicht so toll, Mom.
Du verlierst noch deinen Job.
Ich hab doch gesagt, ich bin krank.
Dann leg dich ins Bett.
Nein, so was ist es nicht. Ich bin nur erschöpft, du weißt schon.
Ich weiß.
Ich gehe eine Weile zu Richter Cameron.
Ich glaube, Jill zieht wieder nach Hause.
Sie hat Probleme in ihrer Ehe, die Arme.
Und Russell, wenn du dich nicht gut fühlst,
dann sitz bitte nicht auf der zugigen Terrasse rum.
Ich könnte im Sterben liegen und du würdest trotzdem zu Cameron gehen.
- Was? - Nichts.
Vergiss nicht, am Flughafen anzurufen und
Bescheid zu sagen, dass du zu spät kommst.
- Dein Essen ist im Kühlschrank. - Dein Essen ist im Kühlschrank.
Laut Angaben der Gewerkschaft wird der Streik noch weiter andauern.
Ganz oben in den Schlagzeilen
steht noch immer der Tod von Susan Morley.
Die 20-jährige Frau
war auf dem Heimweg...
Susan.
So hieß sie also.
Susan.
Ich lege jeden Morgen um 3 Uhr ab.
Ich dachte, sie war aus und es ist spät geworden.
Sie hätte nicht zu arbeiten gebraucht.
Sie hätte studieren können, eine gute Ausbildung machen.
Ich hätte ihr alles gegeben, und das wusste sie.
Aber sie war sehr eigenständig.
Genau wie ihre Mutter.
Das habe ich an ihr geliebt.
Jetzt habe ich niemanden, den ich lieben kann.
Falls ich die Kerle vor Ihnen finde,
bringe ich sie um.
Mr. Morley, bislang haben wir erst einen Hinweis.
Und der wäre?
Vor wenigen Minuten hat uns ein Fahrer angerufen
und gesagt, er ist vielleicht am Wagen Ihrer Tochter vorbeigefahren.
Es war dunkel und er hat zwei Männer gesehen.
Einer von ihnen war um die 1,80 Meter groß und trug eine Lederjacke.
Sagt Ihnen das was?
Nein.
Jemand hat sie gesehen und hat nicht angehalten?
Wie konnte er nur einfach weiter fahren?
Er meinte, es sah nicht ungewöhnlich aus. Sie haben ihn vorbeigewunken.
Ich will ihn haben.
Mr. Morley, ich habe eine Tochter in Susans Alter.
Ich weiß, wie Ihnen zumute ist.
Bitte tun Sie mir einen Gefallen.
Bitte gehen Sie nach Hause und bleiben Sie da.
Was meinen Sie?
Ich rufe Sie an.
Heiße Muschelsuppe.
Schön sämig.
Wir haben keine Muscheln mehr, also haben wir einen Hai zerhackt.
Ist das ok?
Typisch.
Sie hat immer gute Arbeit geleistet.
Sie war immer pünktlich.
So was gibt's ja heute kaum noch.
Wann sind Sie gestern gegangen?
Etwa eine halbe Stunde nach Susan. Ich musste die Kasse abrechnen.
Ist Ihnen etwas Ungewöhnliches aufgefallen?
Hat sie vielleicht jemand angemacht?
Das soll ungewöhnlich sein?
Sie war ein nettes Mädchen.
Die Leute haben sie ihn Ruhe gelassen, außer so ein paar Pennern.
Und gestern?
Hey, ja, da war so ein Pärchen.
Zwei?
Ja, die saßen dort drüben. Haben pausenlos Kaffee getrunken.
Ist Ihnen etwas Ungewöhnliches aufgefallen?
Ja, sie waren schmutzig.
- Schmutzig? - Ja.
So was fällt mir an den Kunden immer gleich auf.
Wir strengen uns unheimlich an, damit hier alles blitzblank ist,
und dann kommen so Schmutzfinken an!
Dreckige Hände, dreckige Fingernägel.
Der Tank war voll, aber das ist egal.
Weil dieses Ding angeschraubt war.
Ein Anschlussstück, das verhindert, das Benzin aus dem Tank fließt.
Es fasst weniger als einen halben Liter Benzin.
- Wenn's leer ist, steht der Wagen. - Richtig.
Es musste ein Mechaniker sein.
Das passt zu den schmutzigen Fingernägeln.
- Ist nicht bös gemeint, Fred. - Solange ich kein Verdächtiger bin.
Ich hab schon vorher von so einem Dingsbums gehört.
Kommt dir das bekannt vor?
Ja, ja, Vergewaltigung und Mord.
Auf offener Straße, ein Mechaniker.
- Richtig, das war Devitts Fall. - Gut, ich rede mit ihm.
- Aus welchem Auto stammt das? - Eine Handanfertigung.
Und die Ummantelung?
Aus Chrom, zu teuer für eine Massenanfertigung.
Da ist noch etwas, Mike.
Ja, und das wäre?
Es enthält ein anderes Benzin.
Im Tank war reguläres Benzin,
Aber das hier war mit Hochoktanigem gefüllt.
Nitromethan.
Das wird für Rennwagen und Schnellboote verwendet.
Nein, Chet, ich sag dir doch, ich hab den ganzen Tag Radio gehört.
Ja, und ich hab's gerade gehört.
Was soll das heißen: "Mach dir keine Sorgen?" Es hat uns jemand gesehen!
Ich weiß nicht, wer.
Chet, wir müssen reden, ok?
Also gut, bis später.
- Chet Barrow? - Ja.
Was wollte er?
Nichts.
So klang das aber nicht.
Wollte er wieder Geld?
Nein, ich hab ihm gesagt, er soll mir das zahlen, was er mir schuldet.
Gut.
Ich mag den Jungen nicht.
Ich hab ihn noch nie gemocht.
Ich dachte, du bist auf der Arbeit.
Ich hab doch gesagt, dass ich krank bin.
So krank, dass du nicht aufräumen kannst.
- Das mach ich schon noch. - Wann? Morgen?
Oh, das arme Mädchen.
Hoffentlich schließen sie den Kerl für immer ein.
Richter Cameron sagt, dass so einer immer wieder morden wird.
Richter Cameron, der weiß alles, was?
Er hatte schon öfter mit Perversen zu tun.
Er sagt, sie folgen einem Muster.
Vielleicht war es ganz anders.
Es hätte ein Unfall sein können, ein Fehler,
alles Mögliche.
Richter Cameron sagt, es war vorsichtig geplant.
Was weiß er schon? War er da?
Sag mir das, war er etwa dabei?
So redet man nicht über einen Mann, der sehr gut zu uns war.
16 Jahre Arbeit, Russell.
Durch ihn hatten wir was zu essen auf dem Tisch.
Aber als die Kinder groß waren, hat er dich blitzschnell entlassen, was?
Stimmt doch.
Du hast ihnen die Hintern gepudert,
sie in ihre Privatschulen geschickt und alles aufgeräumt.
Und dann haben Sie dich einfach entlassen, nicht wahr?
Keine Rente, nichts für die Zukunft?
Es war Arbeit.
16 Jahre lang, 12 Stunden am Tag.
Sie hatten keine Mutter.
Ich auch nicht.
- Geh nicht hin. - Warum?
- Ist die Tür abgeschlossen? - Warum, was ist denn los?
Wilma?
Jill, was ist denn, mein Kind?
Ich muss mit jemandem reden.
Stell deine Sachen ab.
Was ist denn los?
Ich brauche dich, Wilma.
Ich hab sonst niemanden.
Ich bin so froh, dass du da bist.
Ich hab schon gefürchtet, du bist nicht da.
Die Straßen von San Francisco 2. AKT
Masters.
Der Name war Masters, richtig?
Hoffentlich ist dir das erst jetzt eingefallen.
Ja, gerade eben, als ich zur Tür reinkam.
- Burt Masters. - Ja.
Vergewaltigung und Mord.
Er hat die Benzinzufuhr abgeschnitten, genau wie hier.
- Wo war das? - Golden Gate Park, 2 Uhr nachts.
Er hat sie vergewaltigt, sie konnte fliehen.
Als sie über die 19th Avenue rannte, wurde sie überfahren.
Sie kam tot im Krankenhaus an.
Der Kerl ist Bootsmechaniker.
Woher weißt du das?
Das sage ich dir später.
Wo finden wir ihn?
San Quentin.
- San Quentin? - Was ist los?
Das hast du noch nicht rausgefunden? Er wurde am 20. April verhaftet.
Gehen wir.
JVA STAATSGEFÄNGNIS KALIFORNIEN
Wie geht's?
Stone und Keller.
Ja, Sir. Waffen, Munition, Handschellen.
Er ist da drüben, Lieutenant.
Masters, Besuch.
Ihr hört nie auf, was?
Ärgert ihr euch, dass ich Berufung eingelegt habe?
Wir sind nicht wegen Ihres Falls hier.
Wir brauchen Ihre Hilfe.
Oh ja.
Euch bin ich echt was schuldig.
Die Treibstoffabschaltung, die Sie im Wagen des Mädchens
eingesetzt haben, wer wusste davon?
Das hab ich vor Gericht gesagt.
Ich weiß nicht, wo das herkam.
Und das sage ich euch auch. Ich hab mit dem Ding nichts zu tun.
Hey, geht das um die Geschichte, von der sie im Radio reden?
Wird dafür auch ein Sündenbock gesucht?
Als man Sie verhaftet hat,
hat man in Ihrem Schrank genau so ein Gerät gefunden, nicht?
Ja.
Keine Ahnung, wer das da hingemacht hat.
Im Jachthafen gibt's Dutzende von Mechanikern, die das können.
Kannten Sie einen Mechaniker,
der um die 1,80 Meter groß war, helles Haar, vielleicht eine Lederjacke?
Warum?
Haben Sie einen Verdächtigen?
Nein, nur eine Beschreibung.
Ich weiß nicht.
Ja, ja, kann sein.
Da war so ein Typ. Ein Großmaul.
Hat immer mit seinen Weibern angegeben.
Wie hieß er?
Ich bin mir nicht sicher.
Chuck, glaube ich, oder vielleicht Charlie.
Ja.
Ich weiß nicht mehr, aber...
Hey, vielleicht ist das derselbe.
Wo im Jachthafen hat er gearbeitet?
Emillio's, das weiß ich noch. Es war Emillio's.
EMILLIO'S BOOTSWERFT
Sind Sie Emillio? Nein?
- Wo können wir ihn finden? - Gar nicht.
Warum?
Weil es keinen Emillio gibt.
- Auf dem Schild steht aber... - Ich weiß.
Da steht "Emillio's", weil früher
jedes Boot in der Werft einem Italiener gehörte.
Wenn ich Gustaveson auf mein Schild geschrieben hätte,
würde ich immer noch auf Kundschaft warten.
Mein Name ist Stone, und das ist Inspector Keller.
Wir suchen einen Mechaniker, der hier arbeitet.
Er heißt Charles.
Oder vielleicht Chuck.
Nein, nein, kenne ich nicht.
Ein großer Typ, um die 1,80, trägt oft eine Lederjacke.
Der?
Wenn Sie den finden, dann will ich ihn auch haben.
Sie kennen ihn?
Ja, den kenne ich.
Ist vor etwa sechs Monaten abgehauen.
Hat mir alles geklaut.
Werkzeuge, Einzelteile, alles, was nicht niet- und nagelfest war.
Und das hier? Hat er die vielleicht auch gestohlen?
Die Anschlussstücke sind fürs Meer nicht geeignet.
Das Salzwasser würde das Metall zerfressen.
Wo kommen die her? Von Rennwagen?
Nein, solche Anschlussstücke gibt's an Flugzeugen.
Ich hab ihm Krieg in einer Flugzeugfabrik gearbeitet.
Ich habe viele davon gesehen.
Gut.
Das passt zu dem Nitromethan.
Er arbeitet also jetzt mit Flugzeugen.
Sieht so aus.
Das verbessert unsere Chancen.
Es gibt nur vier Flughäfen in der Bay Area.
- Wie hieß er? - Barrow, Chet Barrow.
Er arbeitet seit etwa fünfeinhalb Monaten für uns.
Ein Assistenzmechaniker.
- Was ist das? - Sicherheitspersonal.
Ich hab sie gerufen.
- Wo ist er? - Er müsste im Hangar sein.
War das richtig?
Da ist, da!
Nimm die Vordertür.
81 an Hauptquartier.
Fahndungsaufruf, der Verdächtige ist bewaffnet und gefährlich.
Ich habe versucht, mit Frank zu reden.
Wir sprechen einfach nicht mehr dieselbe Sprache.
Und Daddy hält immer nur Vorträge.
Schatz, er kann dir nicht helfen.
Und ich auch nicht.
Du bist jetzt erwachsen.
Das ist zwischen dir und deinem Mann.
Liebst du ihn noch?
Ja, ich glaube schon.
Aber es ist nicht mehr so, wie es mal war.
Hast du einen anderen?
Nein.
Dann geh heim und mach es wieder so, wie es mal war.
Ich weiß nicht, ob ich's kann, Wilma.
Ich brauche Zeit.
Also gut.
Bleib hier, gönn dir Ruhe, wir reden später.
Ich will mal nach Russell sehen.
- Ok? - Ok.
Wilma?
Danke.
Russ, was machst du da?
Ich gehe.
Du gehst?
Warum? Was ist denn los?
Ich muss.
Ich konnte sie nicht einfach wegschicken.
Nein, Mom, damit hat es nichts zu tun.
Es tut mir leid, was ich gesagt habe.
Vergessen wir es einfach, ok?
Nein.
Nein, eine Mutter kann so etwas nicht
von ihrem Kind gesagt kriegen und einfach vergessen.
Ich bin kein Kind mehr.
Hör mir zu, Russ.
Andere Familien haben auch Probleme, an denen sie arbeiten.
Wir fangen eben später an.
Von jetzt an wird alles wieder gut.
Hör mir zu.
Ich hab mir so viel für dich gewünscht, was du nie hattest.
Und ich habe die Zeit anderen geschenkt,
die eigentlich dir gehören sollte,
aber du bist auch ohne mich ein guter Mensch geworden.
Ich hab dir nie gesagt, wie stolz ich auf dich bin.
Du hast nie Ärger gemacht,
und sogar Jobs angenommen, die dir nicht gefallen haben.
Nicht, Mom. Bitte nicht.
Nein, ich muss das sagen.
Russ, ich bin dankbar, dass du mir zur Seite gestanden hast.
Das bin ich, Russ.
Viele Söhne wären schon längst gegangen.
aber du warst immer gut zu mir, hast mir geholfen
und du hast nie etwas getan, weswegen ich mich schämen müsste.
Hör auf. Hör einfach auf.
Was ist denn los?
Was ist denn?
Ich habe Angst.
Angst wovor?
Ich habe Ärger, Mom.
Echten Ärger.
Was denn für Ärger?
Das kann ich dir nicht sagen.
Du hattest Angst, als Jill vor der Tür stand.
Ich wette, es hat mir Chet Barrow zu tun.
Ihr habt darüber geredet, als ich reinkam, nicht?
Oh, Russ, sag es mir.
Was immer es ist, sag es mir.
Ich lass nicht zu, dass dir was passiert.
Ich wollte nur, dass sie mich mag.
Dass wer dich mag?
Das Mädchen.
Welches Mädchen?
Oh lieber Gott, nein.
Das Mädchen aus der Zeitung?
Es war allein Chet. Er hat es getan.
Ich hab sie nie angerührt, Mom, das schwöre ich.
Aber du warst da.
Das muss die Polizei sein. Ich weiß es!
Mom, du musst mir helfen, Mom, du musst.
- Ja? - Na, du Hübsche.
Wie heißt du denn?
Sie sollten hier warten.
Ist Russ da?
Jill, wer ist es?
Hey, hallo, Mama.
Ist Russie da?
Nein, nein, ist er nicht.
Hören Sie zu.
Ich möchte Sie nicht im Haus haben. Verschwinden Sie.
Scheint, als hättest du mit Mama geredet, was, Russie?
Sie haben mich gehört. Ich habe gesagt, raus.
Verschwinden Sie.
Lass sie in Ruhe.
Komm, Chet, bitte.
Baby, ich glaube, du hast genug Probleme,
da musst du dich nicht noch mit mir anlegen.
Überlass die Ladys mir, ok?
Die Straßen von San Francisco 3. AKT
Chester William Barrow, 27, geboren in Sacramento am...
Ich weiß, wer er ist. Ich will wissen, was er ist.
Ist er Einzelgänger, hat er Freunde?
Er war meistens allein.
Die meisten mochten ihn nicht, außer dem Jungen.
- Welcher Junge? - Russ Jameson.
Er wäscht immer die Flugzeuge.
Er will Mechaniker werden.
Na ja, er ist kein Junge mehr, aber er verhält sich so.
Er rennt Barrow hinterher wie ein Hund.
Will wohl was von ihm lernen.
- Ist er klein? - Ja.
Ist er hier?
Nein, er hat sich heute krankgemeldet.
Ich gebe Ihnen gerne seine Adresse.
Mike.
Hey, das Anschlussteil ist ein Vermögen wert.
Hier sind noch welche.
Er ist ein Dieb.
Unter anderem.
- Haben Sie Barrows Adresse? - Ja.
Und der Junge? Wie heißt er?
- Jameson, Russell Jameson. - Ja.
Die Aktienkurse sind heute leicht gesunken.
Der Dow Jones hat ein Viertel seines Werts verloren.
Aus Washington kam die Nachricht, dass der Preisindex
diesen Monat gestiegen ist. Doch die Experten
sagen voraus, dass der Einzelhandel zulegen wird...
Hey, schalt das Ding ab. Das treibt mich in den Wahnsinn.
In Tokio...
Wenn ich dir etwas sage, dann tust du es.
Ok?
Hast du gehört?
Ok.
Du bist doch der, der die Tussi unbedingt haben wollte.
Das, was du getan hast, war krank.
Es war ihre Schuld. Hast du sie nicht gehört?
So redet keiner mit mir. Und du solltest auch aufpassen.
Komm her.
Sie sind ein Tier.
Halts Maul und setz dich.
Hinsetzen!
Sie wollen mich umbringen? Nur zu.
Aber lassen Sie das Mädchen in Ruhe.
Hey, was sagt man zu deiner Mutter, Russie-Baby?
Du hast Riesenprobleme,
und sie sorgt sich um so 'ne reiche Schnepfe.
Der Trimaran ist letzten Monat von der Küste Oregons losgesegelt.
Du glaubst, ich bin ein Tier? Nein, du bist ein Tier.
Ein Karnickel.
Aus Los Angeles kommen Vorwürfe der Veruntreuung, sowie
der Erpressung und Einschüchterung von Gewerkschaftlern.
Am Freitag war eine Anhörung
zu Veruntreuung von Renten.
Viele Zeugen, darunter ältere Arbeiter,
Gewerkschaftler, Anwälte und die Witwen von Arbeitern
sagten bei der gestrigen Senatsanhörung aus.
Die Anhörung folgte einer Untersuchung
des Senats...
Cops.
- Woher weißt du das? - Das weiß ich. Du und ich, hoch.
Lassen Sie sie in Ruhe.
Du tust, was ich dir sage, Mom. Wimmel sie ab.
- Wie? - Ist mir egal.
Du willst doch dieses hübsche Gesicht morgen nicht in der Zeitung sehen?
Jetzt hoch.
In New York berieten sich Ökonomen aus Amerika, Europa und Japan
über eine internationale Tafel,
die in Krisenzeiten Nahrung verteilen könnte.
Es ist 16:55 Uhr in Bay Area, und Sie hören KBAY...
- Mrs. Jameson? - Ja.
Lieutenant Stone.
Wir würden gerne mit Ihrem Sohn sprechen.
Wir haben gehört, dass er erkältet ist und heute zu Hause blieb.
Oh ja, ist er.
Was ist denn, Mom?
Hier sind ein paar Herren, Russ, von der Polizei.
Also, ein Strafzettel kann's nicht sein, ich habe kein Auto.
Nein, darum geht es nicht.
Dürfen wir bitte reinkommen?
Oh, ja, natürlich.
Wissenschaftler des Gesundheitsamts
sagten neulich, dass...
Kann ich Ihnen etwas anbieten, Tee oder Kaffee?
- Nein, nein, danke. - Nein, danke.
Hoffentlich wollen sie mir nicht sagen, dass Russ Ärger hat.
Wir suchen nach einem Freund von ihm.
Darf ich das Radio etwas leiser stellen?
- Oh, sicher. - Danke.
Kennen Sie einen Mann namens Chet Barrow?
Chet Barrow? Ja.
Barrow, ja.
- Haben Sie ihn heute gesehen? - Nein.
Und gestern Abend?
Gestern Abend, nein.
Was ist hier los?
Sie stellen mir einen Haufen Fragen.
Kriege ich denn keine Antwort?
Wieso suchen Sie Chet Barrow?
Hat er Ärger?
Allerdings, ja.
Sind Sie schon lange befreundet?
Nein, noch nicht, drei oder vier Monate.
Mr. Stone, Chet Barrow ist mit Russ nicht eng befreundet.
Sie arbeiten nur zusammen.
Ja, richtig. Wir sind nur Arbeitskollegen.
Sie sind zu Hause, weil Sie erkältet sind, stimmt's?
- Richtig. - Und Sie waren den ganzen Tag hier?
- Ja. - Nur wir beide.
Nur Sie beide.
Mir gefällt das ganz und gar nicht.
Es klingt ja fast so, dass nur weil ich mit einem arbeite,
ich vielleicht was angestellt habe,
und dann sagen Sie mir nicht mal, was es ist.
Gestern Nacht wurde ein Mädchen vergewaltigt und ermordet
und die Beschreibung des Täters passt auf Ihren Freund.
Ich hoffe, Sie meinen nicht, mein Sohn hätte etwas damit zu tun.
Es waren zwei Täter, Mrs. Jameson,
und einer davon war so groß wie Chet Barrow,
und der andere etwa so groß wie Ihr Sohn.
Bevor Sie weiterreden, Mr. Stone,
sollte ich Ihnen etwas sagen.
Ich habe viele Jahre für Fraser Cameron gearbeitet.
Er ist ein Richter im Kammergericht und ein guter Freund der Familie.
Ja, richtig, 16 Jahre hat sie für ihn gearbeitet,
Sie sollten uns nicht so behandeln, als ob wir unsere Rechte nicht kennen.
Richter Cameron.
Fraser Cameron.
Es tut mir sehr leid, Mrs. Jameson, tut mir schrecklich leid.
Es war nicht unsere Absicht,
Ihnen peinliche Fragen zu stellen.
Komm, wir gehen, Steve.
Bitte verzeihen Sie uns.
- Darf ich Ihnen meine Karte geben? - Ja.
Rufen Sie uns an, falls Sie von Barrow hören, ja?
- Ja, mach ich. - Vielen Dank.
Und es tut mir sehr leid.
- Hast du das Motorrad gesehen? - Was?
Ich glaube, er ist im Haus.
Woher weißt du das?
Jemand hat ihr ins Gesicht geschlagen,
und sie wollte uns loswerden, als wir Druck gemacht haben.
Das Radio war laut geschaltet.
Ich habe zwei Koffer da drinnen gesehen.
Und dieser Lincoln.
- Passt der zum Haus? - Nein.
Und kennst du...? Du kennst keinen Richter Cameron.
Falls ja, dann habe ich es vergessen.
298 BZE. Vielleicht kann uns die Meldestelle weiterhelfen.
Kommissare 81 an Hauptquartier.
Bitten um dringende Identifikation eines Fahrzeugs.
Ok, sie sind weg.
Ok.
Hey, das war echt gut, Russie-Baby.
Und du auch, Mama.
Danke.
Sag mal, Baby, ist das dein Auto?
Ja, auf der Straße, dass ist dein Auto.
Ich sag dir, was wir machen, ja?
Wir ruhen uns alle aus, und wenn es dunkel ist,
machen wir einen Ausflug, die ganze Familie.
Was sagst du dazu, Mama?
Kommissare 81 an Hauptquartier.
Haben Sie schon was?
- Bitte warten, 81. Wir kriegen was. - Was ist es?
Nummernschild BZE 298, in Kalifornien,
registriert auf eine Mrs. Jill Cameron Lawrence.
- Die Adresse... - Das ist es.
Moment.
- Cameron. - JCL.
Das war das Monogramm auf der Tasche, JCL.
Die Tochter des Richters.
Kein Wunder, dass die Lady Angst hatte.
Wie gehen wir vor?
Langsam und vorsichtig.
- Kommissare 81 an Hauptquartier. - Sprechen Sie, 81.
Wir brauchen Einheiten an Potrero Hill,
Ecke 20th und Wisconsin.
Der Verdächtige wird observiert.
Das ist ein Code 2.
Bitte auf möglichen Code 3.000 vorbereiten.
Eine Blockade.
Ok, Captain, ich geb's weiter, Zehn-vier.
Die Straßen von San Francisco 4. AKT
Ich hab keine Zeit, mit dem Alten zu sprechen.
Tun Sie's einfach.
Ok, Mike, alles klar.
Die Durchsage kommt genau um 18:35 Uhr.
- Danke, Marvin. - Ok.
- Was ist mit Olsen? Was sagt er? - Er will unsere Chancen verbessern.
Unsere Chancen?
Hat er auch gesagt, wie?
Wir gehen zurück und reden mit den Jamesons,
bringen sie zum Verhör aufs Revier.
Und Barrow sollen wir mit dem Mädchen alleine lassen?
Nur so lange, bis jemand eindringen kann
während er im Radio hört, dass der Täter geschnappt wurde.
Moment mal.
War das deine Idee oder seine?
Meine, falls es funktioniert.
- Falls es funktioniert. - Falls es funktioniert.
Ok, ich werd's versuchen.
Du solltest mit den Jamesons reden.
Es wäre komisch, wenn ich da aufkreuze,
wenn du doch offensichtlich der Chef bist.
Gut.
Du hast genau fünf Minuten um deine Stellung einzunehmen.
Ok.
Und hör zu.
Tu nichts, bis die Übertragung nicht anfängt.
Pass auf dich auf.
...beraten britische Soldaten, wie sie nach Schweden desertieren
und geben ihnen die Nummern schwedischer Anwälte.
In Belfast gab ein protestantischer Gesetzgeber an...
dass kanadische Truppen, die in Vietnam stationiert waren
in Nordirland zur Ruhigstellung von Demonstranten stationiert sind.
Das Mitglied des nordirischen Parlaments sagte,
dass die Informationen von einem kanadischen Mitglied
der Vietnam-Mission stammen und
dass sie von einer nicht genannten Quelle in Toronto bestätigt wurden.
Regierungskreise in Kanada bestreiten jedoch...
Wie spät ist es, Baby?
Fast 18:30 Uhr.
Hey, ich hab nicht dich gefragt, sondern die Lady.
- Hübsche Uhr, die du da hast. - Lassen Sie sie...
Muss dich ganz schön was gekostet haben, wie?
Lassen Sie sie!
Ja, komm, Chet, du musst doch nicht...
Hey, Karnickel.
Bleib mal ruhig.
Du und ich, wir haben ganz andere Bedürfnisse.
Wo kommen Sie her?
Wie kommen Leute wie Sie in diese Welt?
Oh, Mama, wir kriechen alle aus demselben Loch.
Irgendwo ist immer eine wie du, der wir zu danken haben.
Wenn du das noch mal machst, kriegst du ein Loch in den Kopf!
Schwein.
Es ist ok, Schatz, komm.
Ja, ok, Schatz.
Ok, es ist 18:30 Uhr. Reden Sie mit dem Nachrichtensprecher
und stellen Sie sicher, dass er alles verstanden hat, ja?
- Ok. - Danke, Marvin.
Art, abziehen, ich gehe rein.
Der Cop ist wieder da. Hoch mit dir, Baby, los.
Bleib cool, Karnickel.
Wenn du's vermasselst, schieß ich ihr den Schädel ab.
Ich geh hin.
Hallo, Russell. Tut mir leid, dass wir wieder stören.
Ich muss Sie und Ihre Mutter bitten,
für eine Identifikation mit aufs Revier zu kommen.
- Jetzt, Mr. Stone? - Ja, Ma'am.
Ich kann aber nicht.
Ich habe gerade mit Richter Cameron gesprochen,
und er lässt Sie bitten, mit uns zu kooperieren.
Also gut, kommen Sie rein, ich hole meinen Mantel.
Ja, Ma'am.
Darf ich Ihnen mit dem Mantel helfen?
Danke, Mr. Stone.
Haben Sie die Nachrichten gehört?
- Vor ein paar Minuten? - Nein, habe ich nicht.
Wir haben den Mann gefunden.
Es war nicht Chet Barrow?
Nein, es war nicht Chet Barrow. Es war ein anderer.
Deswegen sollen Sie ja aufs Revier kommen.
Wir wollten die Sache mit Ihrem Freund Chet Barrow klären.
Es war im Radio. Auf dem Sender...
Dem Nachrichtensender, KBAY.
Er ist da drinnen und er hat ein Mädchen.
Das wissen wir. Nur keine Panik.
Wir haben das ganze Gebiet abgesperrt.
Steigen Sie ein.
Es läuft, Mike. Es ist im Radio.
Gut.
Ich will drei Männer, keine Uniformen.
Art, kümmern Sie sich um diese Leute.
Ingleside 4, Nora, Ida, Sierra, 592...
Warten wir noch, bis sie weg sind.
- Moment, eine Minute. - Ja, dann haben wir Zeit für uns.
Moment, Moment.
Barney, gehen Sie mit zwei Männern nach hinten.
- Schalten wir doch das Radio an... - Oh, komm schon.
Wollen Sie denn nicht hören, was los ist?
Vielleicht hören Sie was Wichtiges.
Bitte.
Momentan interessiert mich nur eines, Schatz.
Oh, bitte, bitte.
Bitte nicht, bitte.
- Vielleicht erwürge ich dich. - Bitte!
- Bitte nicht. - Los, nach oben.
- Nein. - Komm, Schatz, nach oben.
Bitte nicht.
Stehen bleiben.
Kommen Sie.
Das Radio war tot.
Ja, ich weiß.
Er auch.
Die Straßen von San Francisco EPILOG
Wollen Sie mit Ihrem Sohn fahren?
- Darf ich? - Natürlich.
Danke.
Jill, Schatz, warum gehst du nicht heim
und redest mit deinem Mann?
- Er ist ein guter Mann. - Das werde ich.
Wilma?
Jetzt wo Russell nicht mehr da ist...
Also, bei uns ist viel Platz.
Nein, danke, Schatz.
Russell hat so viele Jahre auf mich gewartet,
da kann ich jetzt auch auf ihn warten.
An alle Einheiten...
Der Beamte fährt Sie nach Hause.
- Ich bring dich ins Krankenhaus. - Ist nur ein Kratzer.
- Nur ein Kratzer, was? - Ja.
Moment.
Nur die Ruhe.
Hat dir wohl einen deiner teuren Anzüge ruiniert?
Ja.
Soll ich fahren?
Nein, nein, ich kann fahren.
Ich weiß, wie du dich fühlst.
Ein Mann ist tot, ok?
Aber du hast drei Leben gerettet,
und dem Kerl in Quentin seines zurückgegeben.
Ich wünschte, das würde helfen.
Wenn es irgendwann hilft, solltest du die Dienstmarke abgeben.
Die Straßen von San Francisco
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