All language subtitles for Tatort 1015 - Borowski und das dunkle Netz (2017)-1786437840

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Original subtitles

Untertitel: Norddeutscher Rundfunk 2017

* Tatort-Titelmusik *

* Dumpfe, vibrierende Synthesizerklänge *

* Beunruhigende, dumpfe Klänge *

* Fauchendes Atmen *

* (Stimme mit Hall) ... soziales Netzwerk ... *

* Verzerrte Stimmen *

* Lautes Regenprasseln *

* Heiter-melancholischer Klavier-Walzer *

* Schreie und Schüsse *

* Fauchendes, hektisches Atmen *

* Heiter-melancholischer Klavier-Walzer *

* Wasser plätschert *

* Wasser plätschert *

* Hallige, bedrohliche Klänge *

* Stöhnen *

* Dumpfe Schläge und Kampflaute *

* Heiter-melancholischer Klavier-Walzer *

Ahhh ...

Ja! * Stöhnen *

(Erstickt) Ahh!

* Stöhnen *

Da. Anhalten.

Sieht aus wie ein Wolf. Und der ist verletzt.

Trotzdem – die Fahndung ist bis jetzt ergebnislos.

Was hat er da in der Hand?

Das hier?

* Helle, hohe Klavierklänge *

* Dumpfe Klänge *

Roland?

Kannst du auch nicht schlafen?

Du musst herkommen.

Sofort.

* Dumpfe, vibirierende Synthesizerklänge *

* (Stimme mit Hall) ... soziales Netzwerk ... *

* Fauchendes Atmen *

* (Hallige Stimme) ... vergibt der Staat Pluspunkte. *

Entschuldigung? * Atmen stockt *

Unser WLAN-Passwort hat sich geändert.

* Dumpfe, vibirierende Synthesizerklänge *

Vielen Dank.

Scheißwetter, was?

Ja.

* Schweres Atmen *

Sie bluten.

Ja.

Ist nicht so schlimm.

* Heiter-melancholischer Klavier-Walzer *

Wie heißt du?

Rosi.

Willst du ficken?

Nein.

Klar. Natürlich.

Wenn Sie was brauchen: Ich bin die Null.

* Schmerzhaftes Stöhnen *

* Unterdrücktes Schluchzen *

* Unverständliche, hallige Stimmen *

* Erstickter Aufschrei *

Ahh!

* Stoßweises Atmen *

* Leise, vibrierende Klänge *

(schmerzerfüllt) Ahh!

* Lautes, stoßweises Atmen *

* Traurige Synthesizerklänge *

Was für eine brutale Geschichte. Ich fass es nicht.

Es war Jürgen Sternow, Dezernatsleiter, LKA.

Hier kann man nicht gewinnen! Das gibt nur Theater!

Klaus, lass das.

Das LKA kommt gleich und übernimmt, und wir sind ausm Schneider.

Klaus. Bitte, lass das.

Verdammt noch mal! Das bringt nichts. Was soll denn der Quatsch?

Da sind Blumen im Kofferraum. Weiße?

Ja.

Woher wussten Sie das?

Laut dem Ehering wäre heute sein Hochzeitstag gewesen.

Da schenkt er weiße Blumen?

Sternow trug den Ehering seiner Frau an einer Kette um den Hals.

Er war Witwer. Weiße Blumen – Todesblumen.

Oh, Mann.

Sie kommen, geht von dem Auto weg! Lasst mich reden.

Klappe halten und lächeln.

Ha! Grüß dich, Wolfgang.

Schön, dich zu sehen. Leider ist es tragisch.

Hoffentlich ist niemand über die Spuren getrampelt.

Wir sind doch keine Anfänger.

Ist das Borowski? - Mhm, das ist er.

Aufgeblasen, eingebildet, überschätzt.

Und wer ist sie? Was weiß denn ich? Seine Kaffeetasse?

Meine wunderbaren Kommissare Borowski und Brandt.

Staatsanwalt Austerlitz. - Hi. Freut mich.

Was äh – wissen wir?

Der Täter hatte Schalldämpfer.

Er identifizierte das Opfer mit einem Foto.

Das war keine Beziehungstat.

Er hat das Opfer regelrecht hingerichtet.

Wir müssen Angehörige und Kollegen befragen.

Sie könnten Hinweise ...

Holen Sie mir auch so 'nen Kaffee? Viel Zucker. Bitte.

Sieht nach organisiertem Verbrechen aus.

So? Wir übernehmen das hier.

Welche Abteilung leitete Sternow? Dezernat 23. Cybercrime.

Lassen Sie uns ermitteln. Borowski ist der beste Mordermittler hier.

So gut ist er nun auch wieder nicht.

Ich find den Vorschlag ganz gut. Na ja ...

Extern, frei, ohne Vorurteile ...

Dann, äh ... machen Sie das, äh ... Borowski.

Was sagen Sie?

Mord ist Mord.

* Hupen *

Kann ich Ihnen helfen?

Ich will den Weg eingeben.

Nicht zu glauben.

Doch! Das geht heutzutage.

Sie haben ein Smartphone!

* Hupen *

Geben Sie mal her.

So, sagen Sie einen Frauennamen.

Was? Irgendeinen. Den Ihrer ersten Freundin.

Sabine.

Sagen Sie: Hey, Sabine.

Hey, Sabine. * (Handystimme) Hallo Klaus. *

Fragen Sie was.

* (Handystimme) Was kann ich für dich tun? *

Wie wird das Wetter?

* (Handy) Das Wetter sieht heute nicht so gut aus. *

* Die Temperatur fällt auf 16 Grad,

und die Regenwahrscheinlichkeit steigt auf 70 Prozent. *

* Klaus, du hast dein Ziel erreicht. *

Bereit?

Nee.

* Beunruhigende Synthesizerklänge *

* Gedämpfte, nervöse Musik *

* Entferntes Schluchzen *

Wann hast du deinen Vater zuletzt gesehen? Am Abend.

Gestern.

Er war ganz normal.

Wie war er denn ... normal?

Na, so wie Sie.

Alt und frustriert.

Hatte er Streit? Feinde?

Er war Polizist.

Ja. Das geht nicht ohne Feinde.

Wo ist dein Bruder?

Oben.

Ist in letzter Zeit irgendwas Auffälliges passiert?

Alles könnte uns helfen.

Irgendetwas hat ihn belastet.

Manchmal ...

... kam er von der Arbeit und hat einfach keine Luft mehr bekommen.

Er ist dann zu mir gekommen.

Hat mich an sich gedrückt.

Ganz fest.

Rauchen Sie?

Nicht um diese Uhrzeit.

Ein tolles Bild.

Wie heißt du?

Erik. Und du?

Klaus. Hallo Erik.

Du möchtest bestimmt mit meinem Vater reden? Aber das geht nicht.

Ach ja?

Der Jäger hat ihn mitgenommen.

Was ist das da? Das Goldene da?

Das ist ein Fisch, ein kleiner.

Und die beiden hier?

Das ist mein Papa, und das ist der Jäger.

Wo ist der Jäger?

Das musst du meinen Vater fragen.

Was hat Sternow gemacht in der Cybercrime-Dienststelle?

Sagt Ihnen der Name Wilhelm Eber etwas?

Das war ein Tierarzt,

der in Berlin in einem Schlachthof gearbeitet hat. 1888.

Der Mann hat quasi den Fingerabdruck entdeckt.

Der Fingerabdruck war eine Revolution in der Polizeiarbeit.

Davor stehen wir heute wieder.

Computer verändern alle Aspekte unserer Arbeit.

Und das hat Sternow hier gemacht. Sehen Sie.

* (Sprecher) Schleswig-Holstein im 21. Jahrhundert. *

* Ein Land im Umbruch und im Aufbruch. *

* So vielfältig wie das Land sind die Aufgaben der Polizei. *

* Computer und Internet bereichern unseren Alltag. *

* Doch auch Kriminelle rüsten auf. *

* Die Polizei muss Schritt halten. *

* Deswegen: Schakal. *

* Die Polizeisoftware für Schleswig-Holstein. *

* Alles digital, alles unter einem Dach: *

* Informationssysteme, Online-Überwachung, Rasterfahndung. *

* Schakal. Wie das Land, so die Software. *

So was haben nicht einmal die Bayern.

Beeindruckend.

Kaum ein Furz im Netz, den die Amerikaner nicht ausschnüffeln.

Absurd, dass wir hier unsere technischen Möglichkeiten

nicht ausnützen können - aber das ändert sich.

Wissen Sie, wo Sie hier stehen?

Draußen vor der Tür. Vor der Zukunft.

* Piepsen, Türsummer *

Einer fernen Zukunft.

Ja. Wir planen langfristig.

Im Ministerium weiß man, dass wir mehr Geld und Personal brauchen.

Die Arbeit hier ist hochbrisant.

Nach Sternows Tod wird uns keiner mehr bremsen.

Welch ein Glück.

Das äh ... sind die beiden Herren, äh - Dings ... - Dennis.

Ff... f-freut mich.

Cao Thang Bang.

Das äh – sind richtige Polizisten. Keine Nerds. Das war uns wichtig.

Richten Sie sich ein, da hab ich ein Auge auf Sie.

Oder auch zwei.

* Handyklingeln *

Ich bin's. Hat die Fahndung was ergeben?

Ah. Verstehe ... Nein, wir gehen jetzt an die Öffentlichkeit.

Schickt ein Standfoto von der Überwachungskamera. Danke.

Womit war Sternow zuletzt beschäftigt?

Schwer zu sagen. Er war da sehr diskret.

Etwas p-paranoid könnte man sagen.

Hier kann man schnell vom Jäger zum Gejagten werden.

Jäger?

Na ja, ich kämpfe hier an vorderster Front.

Ww-wir. Wir kämpfen.

Ja, das ist der erste große Erfolg unseres De-De- ... Dezernats.

Bitte m-machen Sie das nicht, meine Sätze vervollständigen.

Das sind die Betreiber der Ka-rawane-Webseite.

Das war ein virtueller Marktplatz.

Auf dieser Karawane, dem Marktplatz, da konnten Sie alles kaufen:

Heroin, Gras, Waffen, Kreditkarten, Chloroform, Anabolika.

Die haben Hunderttausende B-Bitcoins umgesetzt. Bitcoin?

Eine Kryptowährung, zum anonymen Bezahlen im Netz.

W-wenn Sie z.B. im Supermarkt einkaufen,

dann bezahlen Sie mit Bargeld.

Das heißt, der Supermarkt erfährt nichts von Ihnen, Ihren Namen z.B.

Im Internet zahlen Sie mit Ihrer Kreditkarte

und geben alles preis.

Und die Lösung dafür ist Bitcoin!

* Dumpfe, vibrierende Synthesizerklänge *

* Dumpfe, vibrierende Synthesizerklänge *

* Heiter-melancholischer Klavier-Walzer *

* Klingeln *

Klappt's nicht mit dem Passwort? - Doch.

Was machst du?

Nix.

Der ist niedlich.

Deswegen pack ich ihn so, dass man ihn sieht.

Ich hab so viel da drin, da ist kein Platz für den ganzen Teddy. - Ach so.

Kannst du mir 'n Wasser holen? - Sehr gern.

Gekühlt oder Raumtemperatur? - Kühl.

Sprudel oder still? - Überrasch mich.

* Heiter-melancholischer Klavier-Walzer *

* Unheilvolle Klänge *

(Computerstimme) * Willkommen. Sie geben uns einen Namen. *

* Wir geben Ihnen einen Autopsiebericht. *

* Elektronische Piepser *

* Martinshorn *

Wie war Sternow als Chef?

Sehen Sie? Den hat er nach mir geworfen.

Hinterher tat's ihm leid. - Weil er dich n-nicht getroffen hat.

Sind Sie froh, dass er weg ist? Nein. Sternow war großartig.

Nur eben 'n Choleriker.

Wir haben uns alles selbst beigebracht.

Und eure Aufgaben?

Wir f-fahnden hauptsächlich nach Nazikram und Kinderpornos,

aber meistens werten wir Handys und Festplatten aus.

(schreit) Finger weg!

Entschuldigung.

Da laufen Programme. Amateure können da schnell Chaos anrichten.

Ich könnte Ihnen nach Feierabend was erklären.

Wär vielleicht nicht uninteressant. Ja.

Das wäre toll.

Ich k-könnt Ihnen auch noch was z-zeigen, wenn Sie wollen.

Was ist das hier für 'n Knopf? Nicht drücken! * Hupen *

Was passiert denn jetzt? P-pizza.

* Jazzige Klaviermusik *

Wenn man den Knopf drückt, geht eine Bestellung raus.

Praktisch, oder?

Lecker! Mmh.

Das hatte der Täter dabei? Mhm.

Wollen Sie wissen, wo das gedruckt wurde?

Können Sie das riechen?

Nein, aber sehen.

Jeder Laserdrucker hinterlässt eine Signatur.

Wenn man den Blauwert ins Schwarz verschiebt, wird sie sichtbar.

Das Muster können wir mit Hersteller-Datenbanken abgleichen.

Mit etwas Glück, ist der Drucker da registriert.

Gefunden.

S-sehr gut!

* (Telefon) Da hat der Täter das Foto gedruckt. *

* Vielleicht hat er mehr gedruckt. Drücken Sie Systemeinstellung. *

* Auftragsliste. *

* Jetzt Auftragsverlauf. *

* Und jetzt den großen, grünen Knopf. *

Ah!

Er druckt!

* Diese Kopierer speichern alles. *

Er druckt jetzt alles? Komplett?

* Suchen Sie das Foto, das er hatte. *

* Vielleicht druckte er noch was.* Warten Sie, äh.

* Jazzige Musik *

* Schauen Sie sich alles vor und nach dem Foto an. *

* Das kann auch vom Täter sein. * Ja. Äh ...

Kartenausschnitte, äh ... das Fitnessstudio,

ein Blatt hier nur mit Zahlen.

* Zahlen? Eine Zahlenreihe? Bringen Sie alles mit! *

Und wie mach ich aus, Frau Brandt? * Handy-Signalton *

Frau Brandt?

Frau Brandt!

* Jazzige Musik *

Kripo Kiel.

Die Zahlenreihe ist die Adresse einer Website.

Ein Angebot für Auftragsmorde. Ein hidden service.

* Willkommen. Sie geben uns einen Namen. *

* Wir geben Ihnen einen Autopsiebericht. *

Reiner Betrug. Eindeutig.

Es ist schon möglich, dass die Seite echt ist.

Wem gehört die Seite?

Das können wir nicht zurückverfolgen, die Seite ist im Darknet. Bitte?

Das ist eine Seite im D-Darknet.

Darknet.

D-Das dunkle Netz.

Ich erklär's Ihnen.

Schauen Sie. (stöhnt gequält)

Das ist das Internet, das Sie kennen.

Hier gehen Sie einkaufen oder posten Fotos.

Alles mithilfe von Suchmaschinen wie Google, Bing und Yahoo.

Aber das ist nur die Oberfläche. Kommen Sie mit.

Hier unten ist das Deep Web, das tiefe Netz.

Hier ist alles, was Suchmaschinen nicht finden können.

Datenbanken, wissenschaftliche Studien,

der Friedhof längst vergessener Seiten.

Und dann gibt es das Darknet: Das dunkle Netz.

Seiten, auf die Sie nur mit einem speziellen Browser kommen.

Dem TOR-Browser.

Mmh.

Was ist das?

Ihr Computer. Er verbindet sich mit einem Server.

Jetzt ist er mit dem Internet verbunden.

Sie können zu einer Website surfen, aber dabei kann Sie jeder sehen.

Jetzt installieren wir den TOR-Browser.

Damit verbindet sich der Computer nicht direkt mit dem Server.

Er nutzt andere Computer - es entsteht ein geheimes Netzwerk.

Darüber erreichen Sie dieselbe Website.

Aber diese Verbindung ist anonym.

Jeder Computer sieht nur die Verbindung davor und danach.

Dadurch wird der Weg vom Rechner zum Ziel verschleiert.

Warum wird da nicht ermittelt? Wer soll das alles ermitteln?

Sie!

Die Cybercrime. Dezernat 23. Wer denn sonst?

Wir sind nicht die NSA.

Wir können die Anonymität im Darknet nicht aushebeln.

Und ganz ehrlich, ich will das auch nicht.

W-wollen Sie einen Überwachungsstaat?

TOR wird von Dissidenten und Journalisten verwendet,

die verfolgt werden, in China, Russland, Türkei, Polen.

Nichts Böses.

Nehmen Sie Kontakt zu dem Wolf auf. Schickt ihm eine Nachricht.

W-was sollen wir ihm schreiben? Bestellt einen Mord.

* Willkommen. Sie geben uns einen Namen ... *

Und was machen wir jetzt? Wir suchen den Fisch.

* Dumpfe, vibrierende Synthesizerklänge *

* Klirren *

Hhh!

* Heiter-melancholischer Klavier-Walzer *

* Klopfen * (Rosi) Hallo?

* Klopfen * Alles gut?

Alles bestens. - Wirklich?

Mach doch mal auf!

* Erstickte Schmerzlaute *

* Klopfen *

* Schnelles Atmen *

Wie siehst du denn aus?

* Heiter-melancholischer Klavier-Walzer *

* Ruhige Synthesizerklänge *

(singt) ... wird dich der Jäger ... Ist das aus einem Märchen?

Zwei Jäger im Wald und ein goldener Fisch?

Wieso Wald? Das sind doch Bäume oder Kreuze?

Nein, Steine.

Das Matrosendenkmal.

* (Handystimme) Klaus, du hast dein Ziel erreicht. *

Wonach suchen wir hier? Nach dem Fisch? Vielleicht.

Wir müssen mehr über Sternow wissen.

Er war bedrückt, irgendwas hat ihn belastet.

Oder er hat etwas entdeckt.

Wir müssen herausfinden, wen Sternow hier getroffen hat.

Hier: das Matrosendenkmal. Aber Sternow war nie da.

Sicher? Ja, wir haben sein Handy komplett ausgewertet.

Sternow war nie dort.

Was war noch auf dem Handy?

W-wir schließen Sternows Handy hier an.

Können Sie das lesen?

AA, 07 ...

11 34.

Und jetzt:

Hier, die letzten Nachrichten, die er bekommen hat.

"Wo bist du?"

Von seiner Tochter.

Und das ist nur eine von etwa 8000.

W-werten Sie die mal alle aus!

W-wir werden zugeschissen mit Daten.

Wieder Tochter: "Ich brauche Geld."

Und dann die Fotos.

Jeder hat eine Milliarde Selfies auf seinem Handy.

Manche können nichts essen, ohne es vorher 20-Mal zu fotografieren.

Äh, ist das die letzte Nachricht?

Das war's.

W-Was? Nein. Da ist noch eine.

Von seiner Tochter.

"Papa, ruf mich bitte, bitte an. Ich muss dir was beichten."

Wann war das? Eine Stunde nach seinem Tod.

Hat ihn nicht mehr erreicht.

Was wolltest du ihm beichten?

Ich weiß nicht, wo von Sie reden.

Du hast ihm eine SMS geschrieben. Was wolltest du beichten?

Er wusste nicht, dass ... ich kiffe.

Das war doch nicht alles. Doch.

Warum lügst du?

Das ist wahr.

Er war schwierig. Aber es gab immer auch Menschen, die mich mögen.

* Geheimnisvolle Synthesizer-Klänge *

* Heiter-melancholischer Klavier-Walzer *

* Langsame, ruhige Musik *

* Piepsen *

* Türsummer *

Das sind die Asservaten? Ja.

Datenträger und Handys, die wir noch auswerten müssen.

Wie viele Kollegen machen das?

Einer. Herr Pfeiffer. Der ist im Ruhestand.

Sein Arbeitsplatz ist dahinten.

Und das ist genau unser Problem: Wir sind nur drei und bräuchten 100.

Welche Festplatten und Computer hatte Sternow untersucht? Gar keine.

Er hat etwas in seinem Büro untersucht.

Er hatte Stempelfarbe an den Fingerkuppen.

Und sein Schreibtisch ist voller Fingerabdruckpulver.

Hi-hier hat Herr Pfeiffer gearbeitet.

Wenn ein Objekt rein- oder rausgeht, hat er es reg-gistriert.

S-sie haben recht!

Den hier.

Das ist ein PC aus der Karawane-Ermittlung.

Sternow untersucht einen Computer auf Fingerabdrücke.

Was ist in dem Computer drin?

Schwer zu sagen, die F-festplatte fehlt.

Da klebt was.

Klebte vielleicht ein Zettel. Er hat sich Notizen gemacht.

B-bitcoins.

Wieder diese Bitcoins?

Was machen Sie da? Nicht anfassen!

Was versuchen Sie? Die Wolf-Website zu knacken.

Da haben Sie keine Chance, die liegt im Dark ...

(genervt) Haben Sie keine Aufgabe?

Na, Sie haben sich hier ja schon schön eingearbeitet?

Und Sie? Haben Sie keine Aufgabe? Als ... Doch. Äh.

Okay, ich ähm ...

Sie haben keine Chance. Doch.

Keine Chance.

* Langsamer, heiter-melancholischer Klavier-Walzer *

Du schmeckst nach Schokolade. - Und du schmeckst nach Blut.

Hast du Schokolade gegessen? - Vielleicht.

Hiervon?

Nein.

Geht's dir gut? - Ja. - Ja?

Könnte nicht besser gehen.

Du blutest.

Wo?

Oh!

Leg dich hin!

Du musst dich nur ausruhen. - Und dann geht's besser? - Ja.

* Stimmengewirr *

Komm her, Mann!

Scheiße!

Ich bring dich um, Alter. Bist du doof?

Frau Brandt!

Der will, dass ich umgebracht werde!

Nur eine Betrugsseite. Ich musste was schicken.

Aber doch nicht mein Bild!

Das-das war Ihre Idee, oder?

Gab's denn eine Antwort?

Ja, Bitcoins als Vorschuss zu überweisen.

Wenn man das tut, ist man die los.

Ich-ich b-brauch Po-polizeischutz.

Wir sind keinen Schritt weiter.

Doch! Er hat einen Fehler gemacht. Das Video.

* (verzerrt) Wir geben Ihnen einen Autopsiebericht. *

* (verzerrt) Willkommen. Sie geben uns ... * Das V-video.

E-es geht eine Verbindung ein mit den Servern ohne TOR-Browser.

Es umgeht die Anonymität. Ich hab seine IP. Und wo ist er?

Er ist in Kiel.

* Langsamer, heiter-melancholischer Klavier-Walzer *

* Willkommen. Sie geben uns einen Namen. *

* Klingel *

Hallo?

Sie bieten einen freien Internetzugang an.

Wie funktioniert das?

Na ja, die Gäste loggen sich mit ihrer Zimmernummer

und Passwort ins WLAN ein.

Mm.

Dann bräucht ich die Anmeldungen der Gäste.

Das macht mein Chef. Er kommt in einer Stunde.

Gut.

Danke. Gern geschehen.

Ach, äh, hier, schauen Sie mal. Ist das zufällig einer Ihrer Gäste?

Die Person, die wir suchen, ist etwa so groß – so groß.

Ich würde sagen, so groß wie Sie. Würde ich meinen.

Würden Sie meinen.

Wie heißen Sie? Moment. Ich sollte den Chef holen.

Ich bin gleich zurück.

Oh ... Scheiße. Frau Brandt!

* Dramatische Musik *

* Schreie *

* Schnelle, dramatische Musik *

* Musik ebbt ab *

* Dramatische Musik setzt ein *

Weg, weg, weg! Weg!

* Schnelle, dramatische Musik *

* Verlangsamte, keuchende Atmer *

* Schnelle, dramatische Musik *

* Musik ebbt ab *

* Lautes Johlen und Klatschen *

* Schnelle, dramatische Musik *

* Pfiffe *

* Dramatische Musik *

Weg!

* Musik ebbt ab *

* PC-Signalton *

* Kurze Tonfolge *

* Gedämpfte Stadionatmosphäre *

* Bedrohliche Klangkulisse *

* Klicken *

* Bedrohliche Klänge *

* Wimmern *

* Wimmern *

* Röcheln *

* Hallige Stimmen *

* Dramatische Musik *

* Handschellen *

* Würgen *

* Schreie und dumpfe Schläge *

* Schreie *

Das war knapp.

* Lautes Ausatmen *

"Das haben Sie gut gemacht, Frau Brandt. Danke. Toll."

Was war mit dem Anfall?

Der war nur vorgetäuscht. Ach, ja?

Ja. Soll ich ihn noch mal vorspielen? Nein.

Gut.

Geben Sie mir Ihre Waffe.

Was? Bis Sie eine Bestätigung vom Arzt bringen. Los! Die Waffe.

Ist das Ihr Ernst? Die Waffe!

Ich fass es nicht, ich fass es nicht!

Tu mir und dir einen Gefallen und rede,

sonst kann ich dir nicht helfen.

Wie lange sind Sie schon zugange? Drei Stunden?

Zeitverschwendung. Wir haben genug gegen ihn in der Hand.

Aber wir kennen das Motiv nicht. Kein Interesse.

Wissen Sie, wo der herkommt? Aus dem dunklen Netz.

Da hat sich ein rechtsfreier Raum wie ein Krebsgeschwür ausgebreitet.

Da hebst 'n Stein hoch und drunter wimmeln tausend Kellerasseln.

Mit wem hast du im Hotel gechattet?

Brauchst du eine Pause?

(flüstert unverständlich)

Was?

(flüstert) Kommen Sie bitte her. Bitte.

* Bedrohliche Klänge *

Was macht sie denn da?

Sie weiß, was sie tut.

Geben Sie mir Ihr Handy.

Nein. Mit wem hattest du Kontakt?

Ich kenne dieses LKA in- und auswendig.

* Bellt *

* Knurrt *

Jeder Beamte zieht eine Schleimspur von Informationen hinter sich her.

Sie auch. Aha. Was für Infos? Geben Sie mir Ihr Handy.

Jetzt!

Geben Sie mir Ihr Handy. Es ist unsere letzte Chance.

Vertrauen Sie mir.

Ich weiß, ... wir werden alle abgehört.

Ja, wir sind auch in einer Vernehmung.

Verstehen Sie nicht? Sternow wurde auch abgehört. Von wem?

Wir haben Sie gekriegt.

Jetzt sollten Sie anfangen, mit uns zu reden.

Sie sind ein ganz banaler Mörder. Sie töten Menschen für Geld.

Das ist eine Dienstleistung.

Service.

Es gibt eine Nachfrage, die befriedigt wird.

Was wissen Sie über den Auftraggeber? Zu viel!

Handy.

(verzweifelt) Handy!

Ich fass es nicht.

Es gibt keinen Fortschritt.

Nur immer neue Instrumente der Unterdrückung.

Aber das System ist heißgelaufen. Es verfault von innen.

Augen auf. Warum haben Sie Sternow getötet?

Sie stellen die falschen Fragen.

Fragen Sie nicht, wen ich umgebracht hab,

fragen Sie lieber:

Wer hat mich umgebracht?

Sollten Sie noch weitere Menschen umbringen? Ja.

Nein.

Vielleicht.

Ich verstehe ja, dass Sie Menschen um Geld betrügen.

Warum haben Sie das hier durchgezogen? Da kam diese E-Mail.

Ich wusste gleich, dass die anders ist.

Da standen nur drei Worte drin. Welche?

"Ich bin du."

Er hat noch mehr geschickt. Er hat mich gleich verstanden.

Wer? (leise) Der Jäger.

Eins ... Eins ... Null ...

* Schreie *

Frau Brandt! Da!

* Schreie *

Ich kann nicht mehr.

War das Ihre Idee? Nein. Frau Brandt denkt, so können wir Sie schützen.

Bis wir Orion finden. Orion?

Nach dem hat sich der Auftraggeber genannt. Aha.

Und den müssen wir finden. Dann sind Sie wieder sicher.

Schaffen wir das? Frau Brandt schafft das.

Kann ich mir vorstellen. Verlassen Sie besser nicht Ihr Haus.

Die Kollegen lass ich Ihnen hier.

Ist das nötig? Ich will kein Risiko eingehen.

* Unheilvoller Klang *

Wissen Sie, wie viele Morddrohungen ich schon hatte?

Das gehört zum Beruf.

Ich muss arbeiten. Ohne Sternow ist Dezernat 23 kopflos.

Wir brauchen noch Zeit.

Kann ich Ihnen was anbieten?

Der Mörder muss sich sehr gut mit Computern und dem LKA auskennen.

Hm. Was ist denn mit Ihnen?

Wollen Sie nicht ins Dezernat 23 kommen?

Ich? Mhm.

Als was? Als Leiterin?

Hätten Sie Interesse? Nein.

Aber Sie haben drüber nachgedacht. Hm?

Ja.

Ich will Sie nicht überrumpeln. Aber, denken Sie weiter drüber nach.

Ich könnt Ihre Bewerbung unterstützen.

Was ist das denn? Ist das Blut?

* Dramatische Musik *

Rufen Sie einen Krankenwagen! * Würgen *

Ah!

Na, wunderbar, Frau Brandt. Tolle Arbeit.

Bald kann ich den Laden dicht machen hier.

Warum Austerlitz?

Als Strafe, dass er Sie angeschleppt hat.

Wem ist er zu nahe gekommen?

Was quatschen Sie da für 'n Murks. Wem zu nah?

Wir versuchen, Hornissennester auszurotten.

Glauben Sie, das gefällt denen?

Ab und zu wird man eben gestochen.

Vielleicht gibt es ja Hornissen im LKA.

Im LKA? Wo waren Sie am Abend von Sternows Tod?

In meiner Frau.

Und? Wie weiter? Wir senden das Foto. Na, es ist nicht nur ein Foto.

Sondern? Darin ist ein Trojaner, der aktiviert wird,

sobald der Auftraggeber das Bild öffnet.

Wir schauen, wo die "Bombe" einschlägt.

Und jetzt?

Warten, bis der draufklickt.

Das kann dauern.

* Leises Piepen *

Was ist das für 'n Geräusch?

Oh, nein!

Was? Jemand dringt in unser System ein.

Er hat den Trojaner umgedreht und die Verbindung benutzt.

Trenn die Verbindung! Zieh alles raus! Fuck!

* Lautes Piepen *

* Dramatische Musik *

* Hektisches Piepen *

* Stille *

Vielleicht waren wir ja schnell genug.

* Leiser Ton * Nanu?

Noch ein Alarm? * Lauter werdender Ton *

Fuck.

* Wiederholtes Klacken *

* Gleichmäßig wiederkehrender Alarmton *

* Verträumte Klänge *

* Tür geht auf, Schritte *

Sie?

Was haben Sie getan?

Orion ist in unser Netz eingedrungen.

Das Löschsystem wurde gehackt. Gehackt.

Die haben den H-hotelcomputer mit unserem System

und dem Internet verbunden und damit alles k-kompromittiert.

Nur so konnten wir Orion erwischen.

Orion wusste von dem Trojaner. Jemand hat ihn gewarnt.

Seien Sie still!

* Unheilvolle Klänge *

Mehr Geständnis geht nicht.

So, die Damen.

Hier endet Ihr Ausflug in die höheren Sphären der Netzwelt.

Abmarsch!

Sternow stieß auf eine Spur, die ins LKA führt.

Halten Sie die Luft an! Wir übernehmen die Ermittlungen.

Sie haben genug angerichtet.

Frau Brandt.

Wie geht's Ihnen?

Das hier würd ich meinem ärgsten Feind nicht wünschen.

* Sanfte Klänge *

Es gibt ein Problem. Eisenberg will uns aus der Ermittlung drängen.

Ich weiß nicht, was ich da machen kann.

Ich hab grad andere Sorgen.

Wir brauchen nur die Ermittlungsakten Sternow.

Sie sind so hartnäckig.

Sie würden mich auch auf dem Sterbebett noch bearbeiten.

Was bekomm ich, wenn ich Ihnen helfe?

Denken Sie noch mal über mein Angebot nach?

Sabine? * (Telefonstimme) Ja, bitte? *

Spiel aufheiternde Musik.

* Gern. *

* Mozart: Türkischer Marsch * Nicht schlecht.

* (Telefonstimme) Danke. Ich hoffe, sie hilft. *

Irgendwas hab ich übersehen.

Die Sportsachen.

Er hatte keine Sportsachen.

* Mozart: Türkischer Marsch *

Es hat geregnet.

Er trocknet sich ab.

Und dann?

Er wartet.

Er wartet.

Wer könnte hier ...?

Der Besitzer des Fitnessstudios.

Sternow kommt rein.

Das Treffen soll nicht vor Leuten sein.

Er wartet in der Umkleide, es hat geregnet, er trocknet sich ab.

Der Besitzer geht hoch, um was zu holen.

Er wird hier erschossen. Vielleicht ist das noch hier.

* Geheimnisvoller Klangteppich *

Schauen Sie mal.

Mitgliedsverzeichnis. Prospekte. Rechnungen.

Das hier ist was anderes.

Transaktionen, Bitcoin-Konten, Kontoauszüge.

Alle aus dem Jahr 2013.

Die Karawane.

Der Besitzer hat also auch im Darknet verkauft.

Deswegen war Sternow hier. Es muss alles entschlüsselt werden.

Das sind Hunderte von Transaktionen. Dutzende von Konten. Das dauert!

Dann fangen Sie sofort an.

* Türsummer *

Sie sagten nie, dass Sie gegen den Fitnessstudiobesitzer ermittelten.

Was wollte Sternow von Ihnen?

Der Besitzer war wohl eher 'n kleiner Fisch, Anabolika.

Muskeln, wenig Hirn.

Ich brauche alles, was mit dem Karawane-Fall zu tun hat!

Hier sollte eine Liste sein mit allen Personen,

gegen die beim Karawane-Fall ermittelt wurde.

Die Liste fehlt.

Komisch.

Es fehlt noch mehr.

Digitale Kopien sind gelöscht, man weiß nicht mehr,

wer die Täter und die Verdächtigen waren.

Warum ist das wichtig? Der Fall ist uralt.

Vielleicht wollte sich einer rächen. Bei manchen ging es um viel Geld.

Bitte.

* Discomusik * Schauen Sie.

Haben wir selbst gebaut. Falls mal Damenbesuch kommt.

Kommt bestimmt nicht oft.

Wie bitte?

Ah ... * Schnarchen *

Wer ist Pfeiffer?

Pfeiffer, der taucht immer wieder auf.

Pfeiffer ist im Ruhestand.

Hat er die Buchhaltung der beschlagnahmten Gelder geführt?

Wenn er dazu was auf den Festplatten oder Handys gefunden hat, bestimmt.

Nur Pfeiffer hatte den Überblick über die Geldströme.

Vielleicht hat Pfeiffer Bitcoins geklaut.

Es fehlen Akten. Er hatte versucht, Spuren zu vertuschen.

* Unheilvolle Klänge *

Seien Sie vorsichtig. Drei Tote.

* Tür knarrt *

Sie wünschen?

(leise) Zu Herrn Pfeiffer wollen wir. Wer?

Zu Herrn Pfeiffer wollen wir.

Wollen Sie zu Herrn Pfeiffer? Ja!

Der ist nicht da.

Aha.

Wann kommt er zurück?

So ein feiner Mann, der Herr Pfeiffer.

Aber ganz ohne Frau.

So ein Jammer.

Wo ist er denn?

Ich putze regelmäßig für ihn.

Und koche.

Seit 37 Jahren ist er mein Mieter.

Untadelig ... und höflich.

Und deutsch.

Ist ja nicht mehr selbstverständlich.

Er ist abgehauen!

Ohne Schuhe?

Kennen Sie einen Beamten mit mehr als drei Paar Schuhen?

Halt, Frau Brandt.

Ein goldener Fisch. Wie auf der Kinderzeichnung.

Meinen Sie, da ist was drauf? Wieso?

Na ... das sind USB-Sticks. Datenspeicher.

Wo ist Herr Pfeiffer hingefahren? Hat er was erzählt?

Nein. Vielen Dank. Eine Tasse Tee reicht mir.

Die ist taub. Taub wie 'n Pfosten, von der erfahren wir nichts.

* Er klebt fest. *

Ah ...

Ach ...

Lassen Sie's gut sein.

Das ist nur eine Schutzmaßnahme.

Igitt.

Gehen Sie da nicht rein!

Seit drei Wochen hab ich diese Würmchen,

hier in der Wohnung.

Ich schrubbe und schrubbe, aber es werden immer mehr.

(laut) Gehen Sie da nicht rein!

* Fliegen summen *

Das ist mir sehr unangenehm.

Wir sind ein feines Haus.

Aber das ist eine große Ausnahme!

(stöhnt)

* Fliegen summen *

Taschenlampe an.

* (Telefonstimme) Sehr gerne, Klaus. *

(stöhnt)

Ah! Da liegt was, da unten.

Oh Gott!

* Leise Synthesizerklänge *

* Leises Scheppern *

(stöhnt)

Ich komm nicht ran!

(stöhnt)

* (Stoff reißt) Schreie *

(schreit) Fuck!

Alles in Ordnung? Nichts ist in Ordnung!

Ziehen Sie mich hoch!

Ziehen Sie mich hoch!

* Gespenstischer Klang *

Hey, Sabine?

Hey! Sabine?

* (Telefonstimme) Klaus, das habe ich leider nicht verstanden. *

(sanft) Ah, Sabine.

Wieder da?

* (Telefonstimme) Um auszuschalten, halte die Ein-/Austaste gedrückt. *

Das hab ich nicht vor.

Wo wollen Sie hin? Ins Bett!

Schlafen können Sie, wenn der Fall gelöst ist.

Sabine, wie geht's?

* (Telefonstimme) Mir geht es gut. Danke der Nachfrage. *

Das ist der Jäger. Er hat ihm den Fisch geschenkt.

Genau! Der ist es! Weißt du, wer der Jäger war?

Ein Mann von der Arbeit. Von der Arbeit.

Der?

Schau hin!

Wie sah der denn aus, der Mann? * Klopfen *

Hey, Erik.

Wir haben uns lange nicht mehr gesehen.

Erik? * Er schreit in den höchsten Tönen *

W-was ist denn?

Erik, was ist denn los?

(Schwester) Was ist denn los? Erik? Erik.

(Dennis) Was hast du denn?

K-Kinder. Gut, dass ich k-keine hab.

Ja, gut, gut.

I-ich geh wieder arbeiten.

Nicht ...?

Erik hat Sie wiedererkannt.

Ja. Sternow hat ihn doch oft mit zur Arbeit gebracht.

Frau Brandt hat festgestellt, dass Akten fehlen.

Können Sie sich vorstellen, wer das war? Nö.

Ich denke, Sie waren das.

Was ... nein!

Wissen Sie, was man braucht,

um die Akten und die Daten löschen zu können?

Grips.

Zugriffsrechte auf die Computer und Zugang zum Lager.

Und wissen Sie, wer auf beides Zugriff hatte?

Na, ich. Aber ...

Und wer kannte das Computersystem des LKA?

Und konnte alle ... alle Spuren, alle Beweise ... löschen?

Und verschwinden lassen.

Wann soll denn das gewesen sein? M-mit den Daten?

Am 13. Januar.

Gut. Es gibt nämlich Logdateien.

* Düstere Klänge *

An dem Tag gibt's nur einen Zugr...

Was ... das ...

(haucht) Cao!

* Unheilvolle Musik *

* (leise) Miley Cyrus: "Wrecking Ball" *

# I came like a wrecking ball ... #

Herr Borowski. Schön, Sie zu sehen. Du bist ein schlechter Lügner.

Ich wollte nur helfen.

Wem?

Mir.

Sie hat Gras gekauft.

Im dunklen Netz, sie tauchte als Kundin in der Karawane auf.

Es hätte eine Anklage gegeben. - Mein Vater hätte mich gelyncht.

Ich hab nur die Stellen gelöscht, in denen Julie erwähnt wurde.

Es hat doch keinem geschadet. Oder?

Cao war's bestimmt nicht.

Ich saß doch daneben, als er mit dem Jäger im LKA gechattet hat.

Ja, ich weiß. Ja, Sie wissen immer alles. Bitte?

Ja, ich kenne Leute, die meine Arbeit schätzen.

Überprüfen Sie ihn noch mal.

Frau Brandt?

* Unheilvolle Klänge *

* Zugrauschen *

* Türklingel *

Hey.

Ich würd mich gerne bewerben.

Sternows Nummer taucht hier nicht auf. Er war nie hier.

Es ist doch nur eine Kinderzeichnung.

Sternow konnte niemandem trauen.

Er will hier jemanden treffen.

Geheim.

Was würde er tun?

Er würde sein Handy ausschalten.

Genau.

Er weiß, wie einfach man ein Handy überprüfen kann.

Das ist so, als würde man eine Wanze bei sich tragen.

Er stellt sein Handy aus.

Er will hier jemandem diesen Fisch übergeben.

Erik? Ich bin gleich wieder da.

Seinem Mörder.

Dem Jäger. Diesem Orion.

* Unheilvolle Klänge *

* Dumpfes Pochen *

Hier. Dann ist das Handy genau 12 Minuten ausgeschaltet.

Als er hier war.

Zu der Zeit gab es nur eine weitere Nummer in diesem Bereich.

Ruf die an.

Mailbox.

Fuck!

Ich weiß, wem die Nummer gehört.

Ich freu mich, ich kann mir Sie gut vorstellen in dem Job.

Erzählen Sie mir mal was über sich. Wo haben Sie studiert?

Ich hab nicht studiert.

Nein? M-m.

Ja, und das mit den Computern? Äh, hacken, programmieren ...

Durch Freunde.

War 'ne dumme Idee, ist ... Nein, nein, nein. Willkommen im Team.

Ich bin Tom.

Sarah.

Mach die Augen zu. Was? Na, mach die Augen zu.

* Handyklingeln *

Ist die echt?

* Sanfte Synthesizerklänge *

Hey, Vorsicht. Ist kein Spielzeug.

* Unheilvolle Klänge *

(Mailbox) * Sarah Brandt. Nachrichten nach dem Piep. *

Sabine? * (Telefonstimme) Ja, Klaus? *

Ruf Roland Schladitz an.

* (Telefonstimme) Ich kann Roland Sladen nicht finden. *

* Wonach suchst du? * Du hast mich falsch verstanden.

* Manches ist leichter gesagt als getan. Klaus. *

Ah, du blöde Kuh.

* Das klingt nicht gut. *

* Metallisches Klirren * Krass, ne?

Aber ... die Tiere leiden nicht. Das ist völlig human.

* Metallisches Knarzen *

Durst? ... Musik?

Na, klar. (leise) Okay.

* Leises Poltern *

Tom?

* (Telefonstimme) Bitte links abbiegen, Klaus. *

* In 500 Metern ist dein Ziel auf der rechten Seite. *

* Unheilvolle Klänge *

* Flasche klirrt *

Tom?

* Unheilvolle Klänge *

* Heiter-melancholischer Klavier-Walzer (verlangsamt) *

Sch ... Easy listening oder Death Metal?

In der Reihenfolge.

* Handy piepst *

* Seichte Tanzmusik *

Ich wusste gar nicht, dass du so intensiv mit Computern arbeitest.

Woher solltest du auch. So gut kennen wir uns ja nicht.

Das ist 'ne Falle aus Kenia.

Der Schakal kriecht hier vorne rein

und schon kommt er nicht mehr raus.

Er kann immer nur weiter vorwärts in die Falle.

* (Telefonstimme) Ziel erreicht. * Hier ist nicht das Marinequartier.

* Irren ist männlich, Klaus. * Miststück!

* Sieh mal, Klaus, du regst dich sehr auf. *

* Nimm eine Beruhigungstablette. *

Ich lösche dich.

* Ich fürchte, das kann ich nicht zulassen. Klaus.

* Was hast du vor, Klaus? *

* Lass das! Ich hab Angst, Klaus.

* (Telefonstimme leiert) Klaus ... *

Wie man es dreht und wendet, es gibt einfach keinen Weg zurück.

Ich muss los. Ja?

Warum bist du so nervös?

Du bist es.

Ich bin was?

Der Jäger.

Oh.

* Irres Lachen *

Warum hast du das getan?

Ah.

* Seichte Tanzmusik im Hintergrund *

Nehmen wir mal an, du hättest recht.

Ist es dann grade nicht sehr ... sehr leichtsinnig von dir?

* Irres Lachen *

Was ist das?

Das Passwort für 'ne Bitcoin-Brieftasche.

Der klebte an einem beschlagnahmten Computer.

Mit Bitcoins, die inzwischen Millionen Euro wert sind.

Für uns. Für dich. Niemand erfährt was.

Es muss doch auffallen.

Hat niemand erkannt, was es wert ist.

Du schon. Ja.

Ja, ich hab's erkannt.

Und ich ... ich hab das Zettelchen an mich genommen.

* Unheilvolle Klänge *

Das ist nur Drogengeld. Es tut keinem weh, wenn das weg ist.

Du hast so viele Menschen getötet.

Nicht ich direkt.

Und Pfeiffer?

Das war schlimm. Aber es war ein Unfall.

Er musste unbedingt vor seinem Ruhestand

noch mal alle Akten durchgehen.

Er hat es einfach nicht verstanden.

* Heiter-melancholischer Klavier-Walzer (verlangsamt) *

* Sirrende Synthesizerklänge *

* Dumpfe Schläge *

Und die Pralinen?

Äh, genug Gift für die Symptome und nicht genug, um mich umzubringen.

* Heiter-melancholischer Klavier-Walzer (verlangsamt) *

Erik hat nicht wegen Dennis geweint. Er hat dich erkannt.

Hey, Erik.

* Schreit in den höchsten Tönen *

Bitte, hab keine Angst vor mir.

Ich bin kein schlechter Mensch, kein Verbrecher.

Ich bin ganz normal.

Ich bin wie du.

Was willst du von mir? Mitleid?

* Seichte Tanzmusik *

Du bist so schön.

So schön dumm.

* Handy piepst *

* Dramatische Musik *

* Seichte Tanzmusik und heftiges Atmen *

* Türklingeln *

* Türklingeln *

* Laute, seichte Tanzmusik *

* Laute, seichte Tanzmusik *

* Panisches Atmen *

* Laute, seichte Tanzmusik *

* Unheilvoller Klangakzent *

* Klopfen *

* Klopfen *

(schreit)

(schluchzt)

* Klopfen *

* Würgelaute *

* Würgelaute *

* Ersticktes Atmen *

* Tanzmusik klingt aus *

(schluchzt)

(schluchzt verzweifelt)

* Zarte Synthesizerklänge *

Na? Was hab ich Ihnen gesagt?

Von wegen ... LKA. (lacht)

* Zarte Synthesizerklänge *

Gut gemacht.

* Zarte Synthesizerklänge *

* Zarte Synthesizerklänge *

Copyright Untertitel: NDR 2017

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