Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Dutch
English
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
* Spannungsgeladene Musik *
Nina Petersen
Karl Hidde
Müsst ihr immer so rumsauen, hm?
Nehmt mal die verdammten Kopfhörer raus.
Klar, das findest du natürlich wahnsinnig amüsant, hm?
Wäre schön, wenn von dir auch mal was kommt.
Das ist doch nicht so schlimm.
Die Sonne scheint. Das wird ein super Tag.
Stimmt's, Männer? - (beide) Ja.
Jetzt bin ich mal wieder die Böse.
* Ruhige Musik *
(Frau leise) Stefan, nein.
Wir haben schon so oft darüber gesprochen. Es hat nichts gebracht.
Lass mich... Ruf mich einfach nicht mehr an.
(lachend) Ach. Steht Ihnen gut.
Ja?
Dann gönne ich mir das jetzt. Das habe ich mir verdient.
Und Sie?
Warum nicht? Ja, finde ich auch.
Wiedersehen.
Wie wir sehen, sind unterschiedliche Wahrnehmungen und Erinnerungen
bei der Vernehmung von Zeugen und Tatverdächtigen nicht ungewöhnlich.
Im Gegenteil. Sie sind sogar erwartbar.
Stellen Sie sich mal folgendes Szenario vor:
Drei Zeugen, drei voneinander abweichende Aussagen
zu ein und demselben Tathergang.
Und nun die Frage: Wer lügt?
Wer sagt die Wahrheit?
Wer hat eine falsche Erinnerung, die er für echt hält?
* Handy brummt. *
Ich erinnere mich später, dass Ihr Handy geklingelt hat.
Sind Sie sich ganz sicher?
Ich versichere Ihnen, dass sich Ihre Erinnerung an das Klingeln
schon in ein paar Wochen verändert haben wird.
Es sei denn, Sie notieren sich jetzt ganz genau, was passiert ist.
Sonst gibt es unbeabsichtigte Fehleinschätzungen.
Denn nur weil eine Aussage mit Details und Emotionen versehen ist,
bedeutet das nicht, dass diese Aussage wahr ist.
Deshalb ist Ihr wichtigstes Ziel,
mögliche Pseudoerinnerungen auszuschließen.
Wartet ihr mal?
Gehen wir da vorne hin?
* Ruhige Musik *
Hier ist doch gut. - Okay.
(Junge) Dieses Autokartenspiel.
Wollt ihr was essen? - Nö.
18.050.
(Junge) Die sind gleich.
(Mann) Ein Würstchen mit Brötchen und viel Senf bitte.
(Verkäuferin) Geht los.
* Geld klimpert. *
(Frau) Ach. Oh.
Vielen Dank. - Gerne.
Schön heute, oder?
Ja, endlich wieder Sonne. Hat ja auch lange genug gedauert.
Vielleicht kriegen wir dieses Jahr ja mehr davon.
Kommen Sie öfter her? - Wenn das Wetter so toll ist.
(Verkäuferin) Moin, Thorsten. Hier spielt die Musik.
Hey, Katja. - (Katja) Was darf es denn sein?
Machst du mir zwei Waldmeister?
Danke dir.
Ta-da, ich lade Sie ein. - Danke.
Einen Kaffee bitte.
Das war faszinierend.
Das heißt, dass der Verdächtige und der Ermittler
sich ungewollt gegenseitig manipulieren.
Wobei der Verdächtige i.d.R. den Versuch unternimmt,
den Ermittler zu manipulieren.
Ihr Job ist es, das zu verhindern. - Lust auf einen Kaffee?
Mir scheint, die talentierte Ermittlerin versucht,
den Dozenten zu manipulieren.
Vielleicht.
Ich muss los. Schönes Wochenende, Frau Bertram.
* Düstere Musik *
(Kind) Komm doch, komm doch.
(Kind) Fang mich.
Sagst du den Jungs, dass wir gleich loswollen?
Ja, klar.
Jungs.
Zehn-Minuten-Warnung.
* Spannende Musik *
* Musik schwillt an. *
* Ruhige Musik *
Na?
Wo warst du bitte? - Ich war noch mal am Wasser.
Du solltest doch den Jungs Bescheid sagen.
So, Jungs, Abflug. - Wir wollen aber noch hierbleiben.
Mama will gehen. - Papa, bitte.
Ich habe keinen Bock mehr auf diese Scheißdiskussionen!
* Düstere Musik *
* Ruhige Musik *
* Handy klingelt. *
Ja?
Wo?
Okay.
(Uthman) Haben Sie was angefasst? - (Mann) Gar nichts.
Ich nehme gleich Ihre Kontaktdaten auf.
Wir brauchen alle Informationen die Sie noch haben.
Die kenne ich.
Was?
Ich habe die heute in einer Boutique am Markt getroffen.
Was machst du in einer Boutique?
Da hat einer mit großer Wut zugeschlagen.
Habt ihr das Bikinioberteil? Nein.
(genervt) Dann seht genauer hin. Ja, machen wir.
Eine Sekunde, ja?
Susanne Richter, wohnhaft in Stralsund.
30 Jahre alt, er hat sie gegen 18 Uhr gefunden.
Ich spreche noch mit ihm und der Kioskbedienung.
Die kennen bestimmt viele, die heute hier waren.
Okay. Ich hasse diese Anzüge.
* Melancholische Musik *
* Düsterer Paukenschlag *
Alle mochten sie sehr gern.
Hatte Ihre Schwester einen Freund?
Ein Kollege bei der Bank, aber...
* Sie schnieft. * Das ist seit einer Woche vorbei.
Das war auch eine unerfreuliche Sache.
Wie meinen Sie das? Wurde sie bedroht? Nein.
Sie hatte einfach die Schnauze voll von ihm.
Ich habe sowieso nie verstanden, was sie an dem fand.
Wie ist sein Name? Stefan.
Stefan Wedowski.
Wie lange haben Sie hier zusammen gewohnt?
Seit dem Tod unserer Eltern, seit fünf Jahren.
Wann haben Sie Ihre Schwester zum letzten Mal gesehen?
Gestern Abend.
Wir waren zusammen auf der Nordmole.
Den ganzen Abend? Nein.
Ich bin gegen halb zwölf weg,
Susanne wollte noch in die Altstadt.
Wissen Sie, wann sie nach Hause gekommen ist?
Ich habe sie nicht mehr gehört.
War sie überhaupt zu Hause?
Ich weiß es nicht.
Dürfen wir noch einen Blick in ihr Zimmer werfen?
Karim, sieh dich doch mal auf der Nordmole um.
Da ist Susanne Richter gestern Abend unterwegs gewesen.
Na, das Übliche.
Leute, mit denen sie gesehen wurde. Ist doch nicht so schwierig.
Alles in Ordnung bei dir?
Alles okay. Wirklich?
* Handy klingelt. *
Hallo, Thomas. "Sorry, dass ich mich jetzt erst melde."
Ich war den ganzen Tag in Vorlesungen
mit wissbegierigen Kommissarsanwärtern.
Die sind jetzt alle versiert in der Kunst der Vernehmung?
Nicht so versiert wie du natürlich. Aber das kann ja noch werden.
Wann kommst du? "Ich habe bis Donnerstag zu tun."
Ich könnte Freitag da sein.
Wie wäre das? Das wäre schön.
Bis nächste Woche.
"Bis nächste Woche."
* Männerchor singt "In einem kühlen Grunde". *
# In einem kühlen Grunde
da geht ein Mühlenrad.
Mein Liebchen ist verschwunden,
das dort gewohnet hat.
Mein Liebchen ist verschwunden,
das dort gewohnet hat.
Sie hat mir Treu versprochen,
gab mir ein Ring dabei.
Sie hat die Treu gebrochen,
das Ringlein sprang entzwei.
Sie hat die Treu gebrochen,
das Ringlein sprang entzwei.
Ich möcht als Spielmann reisen,
weit in die Welt hinaus
und singen meine... #
* Düstere Musik *
* Musik wird grausig. *
Hat die Rechtsmedizin schon was?
Richter ist erstickt worden.
Der Täter hat ihr offenbar Mund und Nase zugehalten.
Tatzeit? Vermutlich zwischen 15 und 16 Uhr.
Hämatome von einem Schlag auf den Hinterkopf?
Oder vom Aufprall, als sie zu Boden ging.
Ist sie vergewaltigt worden?
Das konnten die Kollegen nicht mit Bestimmtheit sagen.
Sie haben keine Abwehrspuren gefunden. Spermaspuren?
Samenflüssigkeit? Fehlanzeige.
Das bedeutet aber nicht, dass es keine Vergewaltigung gab.
Vielleicht hat er ein Kondom benutzt.
Oder keinen hochgekriegt.
An der Leiche wurden zwei Sätze männlicher DNA gefunden.
Was ist mit ihrem Ex-Freund, der Typ aus der Bank?
Stefan Wedowski ist seit Freitag bei seinen Eltern in Bayern.
Mit wem hatte Richter in den letzten 48 Stunden Kontakt?
Laut Bewegungsprofil ihres Handys ist sie Freitagnachmittag
von der Bank, wo sie gearbeitet hat, nach Hause.
Und danach? - Ist sie zur Nordmole gefahren.
Mit ihrer Schwester Frauke.
Kurz vor Mitternacht war sie mit zwei Freundinnen in der Altstadt.
Um zwei Uhr morgens ist sie nach Hause.
Gestern war sie in einer Boutique am Markt.
Wo du ihr begegnet bist. Mhm.
Und danach ist sie zum Strandbad gefahren. Ja.
* Telefon klingelt. *
Ja, Fabian?
Okay, mein Schatz.
Aber wirklich nur eine Stunde, hm?
Papa und ich sind bald wieder da.
Jetzt lass das doch.
Du machst mich ganz nervös.
Vielen Dank. Wiedersehen.
Herr und Frau Weber?
Ja, so gegen 15 Uhr.
Ja. - Ganz genau kann ich Ihnen das natürlich nicht sagen.
Haben Sie diese Frau schon mal gesehen?
Ja.
Gestern im Strandbad.
Schrecklich, was da passiert ist.
Wo genau haben Sie Frau Richter gesehen?
Vorne am Badestrand.
Sie lag nicht weit von uns entfernt.
Dass sie bei uns in der Nähe war, daran kann ich mich nicht erinnern.
Aber ich habe mit ihr ein paar Worte gewechselt,
als ich mir am Kiosk ein Eis geholt habe.
Wir waren zusammen in der Schlange.
Worüber haben Sie denn gesprochen?
Dass endlich die Sonne wieder scheint.
Und dass wir dieses Jahr so lange drauf warten mussten.
Waren Sie gestern auch im hinteren Teil des Strandbads?
Nein, nur vorne mit den Kindern.
Ist Ihnen sonst irgendetwas aufgefallen? Nein.
Gut, dann war es das erst mal.
Wenn Ihnen noch etwas einfällt, dann rufen Sie mich bitte an.
* Düstere Musik *
Herr Hidde.
Haben Sie einen Moment?
Das mit dem Brief, ich hoffe, dass Sie den nicht missverstehen.
Nee, was hätte ich da schon missverstehen können?
Ich will Ihnen doch nur helfen.
Ach so? Dann habe ich da wohl wirklich was nicht verstanden.
Bitte.
Herr Blum? Ja.
Bitte sehr.
* Spannende Musik *
Vielen Dank. Wiedersehen.
Frau Petersen, mein Name ist Peter Thies. Guten Tag.
Tag. Ich glaube, ich habe Sie nicht auf meiner Liste.
Ich möchte trotzdem mit Ihnen reden.
Ich habe extra auf Sie gewartet.
Gut. Gehen Sie schon vor.
Ich hole noch was zu trinken. Für Sie auch?
Ein Wasser bitte. Gern.
Da lang.
So, Herr Thies. Jetzt bin ich für Sie da.
Ich habe Susanne Richter getötet.
Sonst hat er nichts gesagt? Nein.
Dann nehmen wir ihn uns vor.
Wo haben Sie Susanne Richter getötet?
Im Strandbad. Weiter hinten bei den Bäumen.
Wann genau war das?
Gestern.
Um 15.20 Uhr.
Wer ist der Kerl?
Peter Thies. 55 Jahre alt. Ledig, wohnhaft in Stralsund.
Angestellter bei der Stadtbücherei.
Vorstrafen? - Keine.
Wo haben Sie Frau Richter denn getroffen?
Ich habe sie beobachtet.
Sie ist mir aufgefallen, wie sie am Strand entlangspazierte.
Und dann?
Ist sie im Gestrüpp verschwunden.
Und ich bin hinter ihr her.
Ins Gestrüpp?
Ja.
Wie haben Sie Frau Richter getötet?
Als sie angefangen hat zu schreien, habe ich sie niedergeschlagen.
Dann habe ich mich auf sie gesetzt
und habe ihr mit den Händen die Nase und den Mund zugehalten.
Solange, bis sie sich nicht mehr bewegt hat.
Was haben Sie dann gemacht?
Ich habe ihr ins Gesicht geschlagen.
Immer und immer wieder, so hart ich konnte.
Warum haben Sie Frau Richter getötet?
Könnte ich bitte was zu essen haben?
Das wäre sehr freundlich.
Ich wünsche den Herrschaften noch einen wunderschönen Abend.
Habt ihr so was schon mal erlebt?
Irgendwann ist immer das erste Mal.
Er hat das Verhör richtig genossen.
(Uthman) Der Typ ist auf jeden Fall ein Psychopath.
Aber wir haben ihn.
Warum gesteht er? Dass sich ein Täter brüstet, ist nicht neu.
Er hat präzises Täterwissen. Passt alles. Sogar die Tatzeit.
Geständiger Täter. Wenn jetzt der DNA-Abgleich stimmt...
Sie dürfen sich zur Abwechslung auch mal freuen, Frau Petersen.
Nina hat einen wichtigen Punkt genannt.
Warum sollte Thies Susanne Richter getötet haben?
Vielleicht wollte er etwas von ihr, aber sie nicht von ihm.
Es war sicher nicht das erste Mal, dass er einen Korb bekommt.
Vielleicht war dies das eine Mal zu viel?
Dann bringt er sie direkt um und richtet sie so übel zu?
Jahrelang angestaute Wut?
* Leise düstere Musik *
An diese Dinger werde ich mich nie gewöhnen.
Steht dir aber verdammt gut.
Ich würde hier echt Depressionen bekommen.
Ornithologe.
Sag ich doch. Schräger Vogel.
Und ein Pedant. Kein Fernseher, kein Computer.
Kein Handy, nichts. Das ist doch nicht normal.
Dass er nicht normal ist, ich dachte, so weit waren wir schon?
* Düstere Musik *
* Dröhnende Musik wird lauter. *
Karim.
Ich habe in der Küche ein blutverschmiertes Hemd gefunden.
(Stein) Die KTU hat das Bikinioberteil
eindeutig Susanne Richter zugeordnet.
Und einer der beiden Sätze DNA, die an der Leiche waren,
stammt von Peter Thies.
Und das Blut auf seinem Hemd? - Ist von Susanne Richter.
Das Bikinioberteil, seine DNA...
Wir haben unseren Mann.
Aber von wem ist die andere DNA? Ein Freund, den sie umarmt hat?
Oder der Wirt in der Bar, dem sie gestern Abend die Hand gegeben hat?
Thies' DNA wurde an der Leiche und am Tatort gefunden.
Wir haben sein Geständnis.
Und er hat Täterwissen.
Was wollen Sie noch?
Ein Motiv. Wir haben immer noch kein Motiv.
Dann finden Sie es, Frau Petersen.
Das ist doch mal ein schöner Erfolg.
Für uns alle.
Die Polizei hat schon jemanden verhaftet.
Wo hast du das denn her?
Die Eier abschneiden sollte man solchen Wichsern.
Zeig mal.
Ja. Gut, dass sie ihn haben.
(Frau) Schlimm so was. Die arme Frau.
Vor dem braucht keine mehr Angst zu haben.
An der würde sich eh niemand vergreifen.
Sag mal, kannst du noch was anderes sein
als immer nur ein Arschloch, Frank?
Zum Kotzen.
Danke, Thorsten.
* Spannende Musik *
Du bist nicht davon überzeugt, dass Thies der Täter ist, oder?
Stellt sich jemand, müssen wir genauso sauber arbeiten,
als wenn wir ihn überführen.
Kripo Stralsund. Wir sind angemeldet.
(Mann) Ich weiß Bescheid.
Es war ihm ein Bedürfnis, darüber zu reden.
Er wirkte nicht wie jemand, der die Schuld nicht erträgt.
Haben Sie Dienstwaffen oder Handys dabei?
Nein. Nein.
So...
Mach das nicht kaputt.
Das wurde mit Steuergeldern finanziert.
Ja...
Ich dachte schon, die Welt geht unter.
Sie will mich rausschmeißen.
Nein, will sie nicht. Davon steht hier nichts.
Die Alternative kannst du vergessen.
Karl, hör auf, du doch nicht.
Die Tauglichkeitsprüfung vor zwei Wochen.
Du hattest einen schlechten Tag. Mhm.
Mein Bein.
Phantomschmerzen. Kommt schon mal vor.
Aber ausgerechnet an dem Tag.
Das Rennen fiel dir schwer.
Deswegen kann sie mich doch nicht vor die Tür setzen.
Doch, Karl, das kann sie, wenn du dich weigerst.
Laut Prüfungsergebnis bist du nur eingeschränkt diensttauglich.
§ 109 LGB... Ich kenne die Paragrafen.
Ich habe bis vor ein paar Jahren auch geglaubt,
dass ich da draußen unentbehrlich bin.
Hans, ich finde es gut, dass das hier für dich funktioniert.
Aber... Ja, dann sprich mit Seibert.
Überzeuge sie davon, dass für dich nur der Außendienst infrage kommt.
Psychiatrischer Gutachter, ja?
Ja, ist Vorschrift.
Die Seibert will die Sache schnell vom Tisch haben.
Krauss. Kripo Rostock. Moin. Tag.
So jemand ist mir auch nicht untergekommen,
und ich habe schon einiges erlebt.
Ihr erster Eindruck? Er ist hochintelligent.
Er hat ein pathologisches Geltungsbedürfnis.
Und glauben Sie ihm?
Soweit ich das beurteilen kann, ja.
Was ist Ihnen noch aufgefallen?
Seine Fähigkeit, Emotionen zu kontrollieren,
ist extrem ausgeprägt.
Er versteckt das Fehlen von Empathie
hinter größtmöglicher Zuvorkommenheit.
* Düstere Musik *
Danke.
Tut mir leid, Frau Petersen,
aber Sie stellen stets dieselben Fragen.
Warum sollte ich jedes Mal anders antworten?
Stellen Sie doch eine andere Frage.
Erzählen Sie mir von Ihrer Familie.
Meine Eltern sind gestorben, als ich ein Kind war.
Mein älterer Bruder wohnt in Kanada, aber wir haben keinen Kontakt mehr.
Fühlen Sie sich einsam?
Ich habe nie die Richtige gefunden, wenn es das ist, was Sie meinen.
Aber einsam?
Nein.
Einsam habe ich mich noch nie gefühlt.
Warum ist Ihre Wohnung so unpersönlich und karg?
Karim Uthman ist ein sehr schöner Name.
Türkisch oder persisch?
Marokko. - Marokko?
Das, was Sie als unpersönlich und karg empfinden,
ist alles, was ich brauche.
Sie sind ein junger Mann.
Sie können das noch nicht verstehen.
Wir haben das Bikinioberteil bei Ihnen gefunden.
Und Ihre DNA an der Leiche von Frau Richter.
Das haben Sie gut gemacht.
Warum haben Sie Susanne Richter getötet?
Aus Mordlust?
Oder ist die Tat der Preis für die ganze Aufmerksamkeit?
Nein, die Aufmerksamkeit ist mir eher unangenehm.
Ich bevorzuge ein ruhiges Leben.
Ist das alles ein Spiel für Sie?
Reden Sie mit uns.
Aber Frau Petersen, das tue ich doch die ganze Zeit.
Ich bemühe mich Ihnen, so gut es in meiner Macht steht,
so behilflich wie möglich zu sein.
Jana Radic.
August 2015. Ummanz.
Wer ist Jana Radic? Informieren Sie sich.
Und dann kommen Sie wieder.
Ich freue mich.
Danke.
Jana Radic ist seit Samstag,
den 15. August 2015, verschwunden.
Zuletzt gesehen in einer Diskothek auf Ummanz.
Um drei Uhr morgens.
Thies scheint auf jüngere Frauen mit dunklen Haaren zu stehen.
Wir kümmern uns um die ungeklärten Fälle der letzten zehn Jahre.
Wenn er Jana Radic wirklich getötet hat...
Dann wäre dieser Typ eine echte Sensation.
Ich hoffe, dass wir mit Ihrer Hilfe bei Thies weiterkommen können.
Was machst du denn hier? Hallo, Nina.
Ich habe Herrn Jung beim LKA in Leezen angefordert.
Und warum?
Der Fall hat jetzt eine ganz andere Dimension.
Ich möchte, dass sich Herr Jung Thies ansieht.
Mit seinem akademischen Hintergrund und der großen Erfahrung...
Und die haben wir nicht?
Er wird uns unterstützen.
Warum hast du mir nicht Bescheid gesagt?
Seibert hat mich heute Morgen erst angerufen.
Und ich wollte dich überraschen.
Mir sagst du, du hast keine Zeit.
Sie ist die Chefin. Was soll ich denn machen?
Können wir?
Hey, Thomas. Alles gut? - Ja.
Wenigstens einer mit guter Laune.
Was hat er denn?
* Tür wird geöffnet. *
Guten Tag, Herr Jung. Ein neues Gesicht.
Freut mich sehr, Sie kennenzulernen.
Das Vergnügen ist ganz auf meiner Seite, Herr Thies.
Ich habe schon viel von Ihnen gehört.
Jetzt bin ich gespannt, was Thomas aus ihm rauskitzelt.
Nimm's nicht persönlich, Karl.
Warum waren Sie um drei Uhr morgens noch unterwegs?
Ich konnte nicht schlafen.
Manche sehen fern oder ... gehen spazieren.
Auf Ihrer Fahrt nach Ummanz haben Sie Frau Radic mitgenommen?
Ja.
Sie war per Anhalter unterwegs. Wir haben uns unterhalten.
Sie hatte die halbe Nacht gefeiert und wollte nur nach Hause.
Das hätte er auch aus der Zeitung haben können. Mhm.
Und was ist passiert,
nachdem Frau Radic zu Ihnen in den Wagen gestiegen ist?
Sie hat mir von ihrem Freund erzählt.
Und dass er gerade gar nicht nett zu ihr war.
Und weiter?
Ich bin rechts rangefahren,
habe einen mit Chloroform getränkten Lappen genommen,
den ich unter dem Fahrersitz hatte,
und ihr ins Gesicht gedrückt.
Dann bin ich noch ein Stück gefahren
und in einen Waldweg abgebogen.
Dort habe ich Frau Radic ausgezogen und die Kleider vergraben.
In der Nähe vom Schaproder Bodden.
Fuck. Da, wo die Polizeihunde ihre Klamotten fanden.
Das ist nie an die Presse gelangt.
Das kann er nur wissen, wenn er sie selber da vergraben hat.
Frau Petersen, guten Tag.
Was haben Sie mit Frau Radic gemacht?
Ich habe sie getötet und ein paar Kilometer weiter vergraben.
(Jung) Wo genau?
In einem Feld auf Ummanz.
Bringen Sie uns zu ihr.
Ich muss darüber nachdenken.
Wir vergeuden unsere Zeit. Er hat keine Ahnung.
Was wird das?
* Klopfen, Tür wird geöffnet. *
Natürlich weiß ich, wo die Leiche ist.
Und ich führe Sie auch sehr gerne zu der Stelle.
(Junge) Knapp. - (Thorsten) Daneben. Ist egal.
Du hast keine Chance, Papa.
Das werden wir ja sehen, also...
Na, komm her.
Super!
Könnt ihr nicht auch mal aufpassen?
Es ist alles verbrannt.
Tut mir leid, Mama. - Scheiße.
Bin gleich wieder da.
* Tür schlägt zu. *
Warum machst du das?
Warum mache ich was? - Jetzt tu nicht so.
Diese Genöle, das Gemecker. Ich kann es nicht mehr hören.
Ich habe das Fleisch vom Grill genommen.
Den Jungs geht es auch auf den Geist.
Immer muss alles so laufen, wie du es dir vorstellst.
Weil sonst nichts passiert. Von dir kommt nichts.
Lass die Jungs aus dem Spiel.
Du willst immer nur ihr bester Freund sein.
Das ist Schwachsinn!
* Sie seufzt. *
Früher haben wir alles zusammen entschieden.
Heute überlässt du das Unangenehme immer mir.
Was ist mit uns passiert?
* Tür schlägt zu. *
Feierabendbier?
Nee, lass mal.
Okay.
Karim, was machst du eigentlich, um dich fit zu halten?
Warum fragst du?
Fahrradfahren, Laufen, Gewichte heben.
Aber nicht alles auf einmal. Und ab und zu ein Bier.
Würde dir jetzt auch guttun. Ein andermal.
Bis morgen.
Bis morgen.
Wie war's bei Thies?
Sieht aus, als würde Jana Radic auch auf seine Kappe gehen.
Und der Kollege Jung?
Hat es geschafft ...
dass Thies uns zu ihrer Leiche führen wird.
Jung soll ihn sich noch mal ansehen. Wer weiß, was da noch alles kommt.
Seit 2010 gab es in Meck-Pom fünf weitere Fälle,
in denen Frauen spurlos verschwunden sind.
Das kann ja eine ganz dicke Nummer für uns werden.
Haben Sie einen Moment?
Nee, bin verabredet.
Miststück.
Schönen Abend noch.
Scheiße.
Fuck.
Ist alles ungewohnt gerade.
Was ist ungewohnt?
Dass wir genau andersrum ermitteln.
Dass Thies uns nicht seine Unschuld beweisen will,
sondern seine Schuld.
Warum?
Was treibt ihn an? Ist es die Lust zu töten?
Oder hat es was mit Sex zu tun?
Das glaube ich nicht.
Aber wem will er sich zeigen? Doch nicht uns.
So, der wird es jetzt. - Du machst die Schwarze rein.
Nein. - Doch.
Nein. - Sag ich doch.
Shit.
Eins geht noch, oder?
Nein.
Ich muss los, ich habe ein Date.
Wer ist es? Die Neue aus der Verwaltung?
Geht dich 'n Scheiß an. Bis morgen. Tschüss.
Tschau.
Und was machen wir zwei mit dem angebrochenen Abend?
In deiner Vorlesung geht es doch um Gedächtnismanipulation. Und?
Könnte er sich suggerieren, dass er die Morde begangen hat?
Nichts spricht gegen ihn als Täter. Ja oder nein?
Das Gedächtnis ist trügerisch.
Unser Gehirn kann Erinnerungen fälschen.
Eine Psychologin sagte, das Gedächtnis sei wie Wikipedia.
Du selbst kannst was verändern, aber andere auch.
Das heißt? Stichwort Pseudoerinnerungen.
Die Frau hat 7 von 10 Probanden überzeugt,
dass sie in ihrer Jugend eine Straftat begangen hätten.
Wie hat sie das gemacht?
Sie fragte die Eltern der Probanden
nach starken emotionalen Erlebnissen in der Jugend.
In weiteren Gesprächen verknüpfte sie die Erlebnisse
mit dem Vorwurf der Straftat.
Wie sich das angefühlt habe.
Sie hat falsche Informationen mit echten Emotionen verbunden?
Genau, und so entstanden falsche Erinnerungen
voller lebhafter Details, die sich für die Probanden echt anfühlten.
Wenn es da möglich war, wäre es bei Thies auch möglich.
Wer hätte Thies die falschen Erinnerungen suggerieren sollen?
Bei ihm ist nichts suggeriert.
Seine Informationen sind echt.
* Spannende Musik *
Wir sind gleich da.
Nur noch ein paar Kilometer.
(Thies) Ja.
Von hier hatte ich sie mitgenommen.
Es hatte ja gerade leicht zu regnen angefangen.
Sie war so froh, dass sie nicht auf den Bus warten musste.
Sie hatte ja nur diesen kurzen Rock mit diesem weißen T-Shirt an.
Wie wirkt er auf dich?
Einsam.
Dir hat er genau das Gegenteil erzählt.
Seht ihn euch an, der genießt den Trubel,
dass er im Mittelpunkt steht.
Dass sich alles um ihn dreht.
* Treibende Streichmusik *
(Thies) Da vorne auf der linken Seite, in ungefähr 200 Metern.
Genau hier war es.
Der Jeansrock passte gut zu dem weißen T-Shirt.
Das ist exakt die Stelle, wo die Kollegen damals
ihre Kleidung und die Schuhe gefunden haben.
(Jung) Seine Informationen sind echt.
Wo ist die Leiche von Jana Radic?
* Schwermütige düstere Musik *
Irgendwas stimmt nicht mit dem.
Als hätte er auf einmal Angst.
Alles in Ordnung mit Ihnen, Herr Thies?
Da habe ich sie vergraben.
Sind Sie sicher, dass das die richtige Stelle ist?
Ja.
Los geht's.
* Düstere Musik *
Unsere Hunde schlagen nicht an.
Trotzdem haben wir zwei Löcher gegraben,
genau da, wo Sie gesagt haben.
Hier ist nichts, Herr Thies.
Ohne was Konkretes
werde ich garantiert kein drittes Loch graben lassen.
Wo ist die Leiche?
Ich kann mich nicht erinnern. Was haben Sie gesagt?
Ich kann mich nicht erinnern.
Arschloch.
Tut mir leid.
'tschuldigung.
Hier, ihr Süßen, ganz frisch.
Du auch? - (Junge) Mhm.
Ist das die tote Frau aus dem Strandbad?
Mhm.
Das ist so schrecklich, Mama. - Ja.
Ja, das ist wirklich traurig.
Aber die Polizei hat den Mörder schon verhaftet.
Also, Männer, packt mal eure Sachen zusammen.
Oma freut sich schon auf euch.
Und wer räumt ab?
(Thorsten) Ach komm, ich mache das.
Hm?
Du hast ihr auch hinterhergesehen.
Und dann, wenn es drauf ankommt, lässt ihn sein Gedächtnis im Stich?
Ich glaube, dass das Tattrauma bei ihm so ausgeprägt ist,
dass sein Unterbewusstsein schützend eingegriffen hat.
An alles andere konnte er sich perfekt erinnern.
Kommt oft vor, dass das Gehirn dramatische Erinnerungen löscht.
Glauben Sie, dass Thies die Morde begangen hat? - Absolut.
Dass er sich im Fall Jana Radic
nicht an alle Details erinnert, ist nicht ungewöhnlich.
(Seibert) Er hat die Morde gestanden.
Das sollte reichen. Aber mir reicht es noch nicht.
Was hier passiert, da stimmt was nicht. Sie verrennen sich in was.
Wir haben neben Beweisen auch Indizien und DNA.
Wissen Sie, woran es mich erinnert?
Vor Jahren hat in Schweden ein geltungsbedürftiger Hochstapler
33 Morde gestanden, die er nicht begangen hat.
Weil die Polizei den wirklichen Täter nicht fassen konnte,
haben sie ihm nur zu gerne geglaubt.
Hauptsache, sie hatten einen Schuldigen.
Stimmt. Polizei, Justiz, Staatsanwaltschaft, Gutachter.
Alle sind ihm auf den Leim gegangen. - Was wollen Sie sagen?
Dass ich eine Agenda habe? Nur sehe, was ich sehen will?
Natürlich nicht. - Hört sich aber sehr danach an.
Die Kombination von Täterwissen,
Beweislage und einer klaren Trauma-Indikation
sprechen eindeutig für Thies als Täter.
Nur rein theoretisch, was könnte jemanden dazu bewegen,
Morde zu gestehen, die er nicht begangen hat?
Außer Geltungssucht?
Höchstens ein weiteres schweres Trauma.
Aber dafür sehe ich keine Anzeichen. Ausgelöst durch was?
Durch eine tiefgreifende Veränderung seiner Lebensumstände.
Das machen Sie nicht noch mal.
Was? Sich dermaßen aufzuspielen.
Dem Kollegen aus Rostock vorwerfen, dass er voreingenommen ist.
Sie sind voreingenommen.
Seit Tagen drängen Sie uns, den Fall abzuschließen.
Falls es Ihnen entgangen sein sollte, wir sind Ermittler.
Wir stellen Fragen. Solange bis wir alle Antworten haben.
Und nicht nur die, die Ihnen in den Kram passen.
Ich wäre an Ihrer Stelle ...
sehr, sehr vorsichtig.
Sie hat wohl Angst, dass du ihr die Beförderung versauen könntest.
Was war denn da los? * Sie stöhnt. *
Die DNA-Analyse des Bekannten von Susanne Richter,
der sie am Abend vor der Tat nach Hause fuhr,
kein Match mit der zweiten DNA.
Und was ist mit Thies' Chefin? Ich habe sie gerade erreicht.
Sie sagte, er konnte pampig werden, wenn ihm was nicht passte.
Wir sprechen vom selben Thies? Ja, er soll ein Bücherwurm sein.
Hätte in jeder freien Minute gelesen.
Merkwürdig, wir haben in seiner Wohnung kein Buch gesehen.
Wie ein beschissenes Hotel. Nur schlimmer.
Kein einziges Buch.
* Düstere Musik *
Karl?
Scheiße, Karl, alles okay? Ja. Geht schon.
Komm, ich helfe dir. Nein.
Ich gebe das bei der KTU ab, ja?
Das kriege ich gerade noch selbst hin.
Karl!
Was ist eigentlich los mit dir?
Du bist so scheiße drauf in den letzten Tagen, warum?
Tut mir leid.
Ich habe meine Tauglichkeitsprüfung versaut.
Was? Ich bin nur noch eingeschränkt dienstfähig.
Und Seibert will mich in den Innendienst versetzen.
Das wird Nina und Karl nicht gefallen.
Das lassen Sie mal meine Sorge sein.
Sie haben Zugang zu Thies.
Worauf wollen Sie hinaus?
Ich will wissen, ob er noch mehr Morde begangen hat.
Es gibt da noch ... ungeklärte Vermisstenfälle.
Aber eine Befragung ...
an den Kollegen vorbei...
Wenn einer Thies zum Reden bringen kann ... dann Sie.
Und wenn nichts dabei rauskommt, egal.
Aber wenn doch ...
dann haben wir hier einen Serienmörder überführt.
Kommen Sie.
Wir haben mit der Bedienung des Kiosks im Strandbad gesprochen.
Ah, Katja, mhm. Ja.
Sie hat uns erzählt,
dass Sie Susanne Richter ein Eis angeboten haben.
Ach ja, so ein Halbgefrorenes, so ein Slush.
Ja, wir hatten uns unterhalten, ich wollte einfach nur freundlich sein.
Und?
Nichts weiter. Waldmeister war wohl nicht ihr Ding.
Na ja, das war es dann.
Und wie lange kennen Sie das Strandbad schon? Ach, ewig.
Also ich war da schon als Kind immer da.
Wir haben uns da kennengelernt.
Diese Susanne Richter, die...
die war sehr hübsch.
Die hatte ganz sicher nichts dagegen,
dass die Männer sie angestarrt haben.
Alles in Ordnung bei Ihnen?
Ja.
Wie meinten Sie das eben, als Sie gesagt haben,
Susanne Richter hätte es bestimmt gefallen,
dass die Männer sie angestarrt haben?
So halt.
Wenn Ihnen noch was einfällt, dann rufen Sie mich bitte an, ja?
Wiedersehen. Wiedersehen.
Das ist doch scheiße, Karl.
Das ist doch scheiße,
dass die Seibert dich einfach abservieren will.
Eher schmeiße ich die Brocken hin.
Und wer kümmert sich um die ganzen Arschlöcher da draußen?
Nina und du.
Ich finde, du machst das hier richtig gut.
Weißt du, mein Vater wollte immer, dass ich Arzt werde, so wie er.
Da könnte ich was bewegen.
Dann beweise deinem alten Herrn, dass du hier was bewegen willst.
Was meinst du? Arbeite noch härter.
Zeige allen, dass du es wirklich ernst meinst mit deinem Job.
Der Rest kommt dann schon.
Kriminalhauptkommissar?
Danke, Karl. Respekt muss man sich verdienen.
Warum hast du mir nichts gesagt?
Ich sage es dir jetzt.
Seit wann weißt du denn Bescheid? Seit Samstag.
Du musst mit Seibert reden. Das Ergebnis der Prüfung ist eindeutig.
Ich habe schon mit dem Personalrat gesprochen.
Wenn ich mit der Versetzung nicht einverstanden bin,
dann kann sie mich rauswerfen.
Das gibt's doch nicht.
Früh Ruhestand, bei voller Pension, ist doch auch was.
Dann rede ich mit ihr. Nein, verdammt.
Nina, warte.
Was ist das?
Ein Polygraph.
Ein neuer Trick, sich hier unentbehrlich zu machen?
Ein Polygraphentest für Thies.
Die sind in Deutschland verboten. Ja, das stimmt, es sei denn...
Es sei denn,
der Tatverdächtige selbst will sich dem Test unterziehen.
Wann hat er das gesagt? (Seibert) Heute Morgen.
In einer Befragung von Herrn Jung und mir.
Lassen wir uns von Herrn Thies diktieren, was wir zu tun haben?
Im Gegenteil, wir übernehmen die Kontrolle.
Er hat zwei Menschen auf dem Gewissen, wer weiß, wie viele noch.
Wir ermitteln, bis der Fall geklärt ist, mit Fakten.
Und nicht mit so einer Märchenstunde.
Das war eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft, noch Fragen?
Tja, dann wäre das ja hiermit geklärt.
Machen Sie das nie wieder.
Vertrauen ist keine Einbahnstraße.
Monika, das stimmt nicht.
Natürlich stimmt das.
Du hast sie angestarrt. - Das ist Quatsch.
Und dann kaufst du ihr auch noch ein Eis?
Hast du im Ernst geglaubt, dass du bei der landen kannst?
Du hättest sie gerne gefickt.
Du hast es dir vorgestellt,
als du dir nachts im Bett neben mir einen runtergeholt hast?
Mich hättest du mal mehr ficken sollen.
Selbst das kriegst du ja nicht hin.
Lass uns reden. Das war das zweite Mal.
Warum arbeitest du hinter unserem Rücken mit Seibert zusammen?
Das habe ich nicht. Seibert hat das entschieden.
Manchmal muss man Nein sagen. Es tut mir leid.
Sie ist fest davon überzeugt,
dass Thies die Morde begangen hat und da vielleicht noch mehr ist.
Und ich kann sie verstehen.
Und der Lügendetektor?
Thies will den Aussetzer,
dass er uns nicht zu der Leiche führen konnte, wieder wettmachen.
Das meinte ich nicht. Warum kennst du dich damit aus?
Als ich bei den Amerikanern war,
für die ist das normaler Vernehmungsalltag.
Und für dich?
Ich finde, es funktioniert.
Wenn man es als begleitende Maßnahme einsetzt.
Polygraphie basiert auf der Annahme,
dass Menschen beim Lügen nervös werden.
Deshalb misst man, ob sich Blutdruck,
Puls oder die Atemfrequenz verändern.
So wie der Schweißgehalt auf der Haut.
Echte Wissenschaft.
Du siehst so gut aus.
Und jetzt will Thies uns mit dem Test beweisen,
dass er der Mörder ist, ist doch absurd.
Ja, normalerweise ist es genau umgekehrt.
Könnte er es schaffen, den Test zu manipulieren?
Wenn er seine Emotionen komplett unter Kontrolle hat ... ja.
Würdest du das merken?
Ich merke alles.
* Ein Männerchor singt "In einem kühlen Grunde". *
# Mein Liebchen ist verschwunden,
das dort gewohnet hat.
Sie hat mir Treu versprochen
gab mir ein Ring dabei.
Sie hat die Treu gebrochen,
das Ringlein sprang entzwei.
Sie hat die Treu gebrochen,
das Ringlein sprang entzwei.
Ich möcht als Spielmann reisen,
weit in die Welt hinaus
und singen meine Weisen
und gehn von Haus zu Haus.
Und singen meine Weisen... #
* Schrilles Fiepen *
* Gesang läuft leise weiter. *
(Männerchor singt) "Ich weiß nicht, was ich will.
Ich möcht am liebsten sterben,
dann wär's auf einmal still.
Ich möcht am liebsten sterben,
dann wär's auf einmal still."
Danke, meine Herren, das war schon sehr schön.
Aber denken Sie bitte immer daran,
das Emotionale ist Atem und Herzschlag des Stücks.
Das müssen Sie immer mitempfinden, ja?
Ja, bis nächste Woche dann.
(Männer) Bis nächste Woche.
Das war ganz wunderbar.
Herr Faber? Ja.
Hidde, Kripo Stralsund, das ist mein Kollege Uthmann.
Äh ... womit kann ich Ihnen behilflich sein?
Ach...
Wo haben Sie die denn aufgetrieben?
(Jung) Ist Ihr Name Peter Thies?
Ja.
Wurden Sie am 17. Juni 1964 geboren?
(Thies) "Ja."
Heute schließen wir den Fall ab.
Ist die Beleuchtung in diesem Raum eingeschaltet? - Nein.
(Faber) Peter hatte eine wunderbare Stimme.
Und sang immer mit sehr viel Gefühl.
Über 20 Jahre war er in unserem Chor.
Was ist passiert?
Wissen Sie, das ist ja eigentlich seine Privatsache, aber ...
als Julius nicht mehr kam, ist Peter auch weggeblieben.
Wer ist Julius? - Julius Rauch, sein Lebensgefährte.
Sie haben sich beide hier bei mir im Chor kennengelernt.
Waren Sie am 15. August 2015 mit Ihrem Wagen in Rostock?
Ja.
Haben Sie um drei Uhr morgens eine Frau mitgenommen,
die per Anhalter unterwegs war?
Ja. Wo finden wir Julius Rauch?
Ja, das ist eine traurige Geschichte.
Hat Peter vollkommen aus der Bahn geworfen.
Julius ist vor einem Jahr an Krebs gestorben.
Die beiden waren ein wunderbares Paar.
Peter hat Julius über alles geliebt.
Haben Sie Jana Radic mit Chloroform betäubt?
Ja.
Haben Sie Jana Radic getötet?
Ja.
Jetzt stell endlich die Frage.
Haben Sie außer Susanne Richter und Jana Radic
noch andere Frauen getötet?
Ja, das habe ich.
(Stein) "Julius Rauch, 50 Jahre, vor einem Jahr verstorben."
Ja, ich weiß, komm zur Sache.
"Bis zu seinem Tod"
Sachbearbeiter bei der Generalstaatsanwaltschaft Rostock.
"Abteilung ungeklärte Vermisstenfälle."
Seine Wohnung in Rostock wurde vor elf Monaten abgemeldet.
Aber es gibt da noch eine andere Immobilie,
ganz bei euch in der Nähe.
"Am Strelasund."
Wer sind die anderen Frauen?
Nadine Petershagen.
Und Sandra Wagner.
Verdammt, der sagt die Wahrheit.
Oder er hat seine Emotionen komplett unter Kontrolle.
(Karim) Da vorne muss es sein.
* Leise verträumte Musik *
* Unheilvolles Dröhnen *
Ungelöste Vermisstenfälle.
Thies' Täterwissen.
Das hier war sein richtiges Leben. Mit Julius Rauch.
Nina? Eine Frage müsst ihr Thies noch stellen.
Wann haben Sie die anderen beiden Frauen getötet?
Frau Petershagen am 5. März 2014.
"Und Frau Wagner am ...
3. Oktober 2013."
Jetzt.
Kennen Sie den Sachbearbeiter
bei der Generalstaatsanwaltschaft in Rostock?
Julius Rauch?
* Spannende wabernde Musik *
Verdammt, was sollte das?
Julius Rauch hatte bei der Generalstaatsanwaltschaft
Zugang zu den Akten über die ungeklärten Vermisstenfälle.
Und hat Kopien davon mit nach Hause gebracht.
Verbrechen haben uns fasziniert.
Was haben Sie mit den Akten gemacht?
Wir haben sie studiert und analysiert,
um uns in die potenziellen Täter hineinzuversetzen.
Wir haben uns vorgestellt,
was mit den Frauen, die verschwunden sind,
passiert sein könnte.
Dass sie möglicherweise ermordet wurden?
Sie haben Jana Radic nicht getötet.
Und die anderen Frauen auch nicht.
Nein.
Monika?
Monika?
Wo willst denn du hin? - Zu meiner Mutter.
Zu den Kindern. - Aha.
Niemand hat sich jemals für mich interessiert.
Ich war immer nur dieser seltsame, altmodische Mann.
Was ist mit Susanne Richter passiert?
Dabei liebe ich altmodische Dinge.
Musik.
Vögel.
Bücher.
Julius.
Er mochte das. Er war wie ich.
Er war der erste Mensch, der mich so geliebt hat, wie ich war.
Er hat mich gesehen.
Am Anfang habe ich mich geschämt.
Aber ... Julius hat es verstanden.
"Du musst dich nicht erklären.
Wir haben Zeit.
Wir haben uns.
Bei mir bist du sicher."
Ich wollte Julius noch einmal nah sein.
Mich lebendig fühlen, wie früher.
Wer hat Susanne Richter getötet?
* Leise schwelende Musik *
Da war ein Mann.
Der kam von der anderen Seite vom Strandbad.
Ich habe beobachtet, wie er Frau Richter ...
ins Gestrüpp gefolgt ist.
Kurze Zeit später kam er raus.
Er hatte Blut an den Händen.
Wie sah der Mann aus?
* Leise pulsierende Musik *
Du nimmst mir die Kinder nicht weg.
* Sie schreit auf. *
* Sie schreit. *
* Sirenengeheul *
* Unruhige Musik *
Karim, wir gehen hinten durch den Garten. Du hier vorne.
Scheiße.
Frau Weber? Können Sie mich hören?
(Karim) Hier ist er nicht. - Thorsten.
Die Fahndung ist raus.
* Zaghafte Klaviermusik *
Woher wusstest du, dass er hier sein würde?
Seine Frau. Er hat sie hier kennengelernt.
* Wehmütige Streicher setzen ein. *
Und dass ich mich so früh auf Thies als Täter festgelegt habe,
war ein großer Fehler.
Ich denke, es ist für uns alle das Beste,
wenn wir hier einen klaren Schnitt machen.
Ich habe mit sofortiger Wirkung
meine Position als Leiterin der Kripo Stralsund aufgegeben.
Das ist doch nicht auf ihrem Mist gewachsen.
Willst du auch einen?
Nicht mal ein einziges Wort über einen neuen Job.
Weil es wahrscheinlich keinen gibt.
Und weißt du was?
Ich werde sie nicht vermissen.
Haben Sie einen Moment?
Ich werde Sie auch nicht vermissen.
Ihre Versetzung.
Feierabendbier?
So kann es bleiben. So kann es nicht bleiben.
Die Stelle von Seibert muss schnell neu besetzt werden.
Sag mal, gibt's für dich noch was anderes als Arbeit? Nee.
Wussten Sie das etwa nicht?
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2019
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.