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Hm, noch mal ganz kurz:
Worst Case wäre, dass Rolf keine Kohle von der Bank
und Caro keine Kohle von ihrem Ex kriegt.
Hieße das dann, wir haben ein Problem?
Nicht direkt. Ohne den Rolf bleibt alles, wie es ist.
Das operative Geschäft wird weiterlaufen wie immer.
Nur kommen wir nicht voran mit Grubermilch.
Mama kommt.
Das ist 'ne Sackgasse.
Es ist keine Option, dass bei Rolf alles den Bach runtergeht, okay?
Ja, er hat die Bank belogen, trotzdem sind wir eine Familie.
Wir halten immer noch zusammen. Mhm.
Morgen, Mama.
Morgen. Morgen.
Gut geschlafen?
Ja.
Ist irgendwas?
Nein.
Wir haben...
Wir haben nur mal...
Also, kurz...
Über die nächsten Wochen geredet, was so ansteht.
Ich will einfach nur, dass alles wieder gut ist.
Aber wenn ich euch drei so anschaue,
weiß ich, dass es irgendwelche Probleme gibt.
Du?
Es gibt ein Problem.
Mhm. Es geht um den Landhandel.
Und das betrifft auch uns.
Und was heißt das jetzt?
Sie hat's ziemlich gefasst aufgenommen.
Ja. Finde ich auch.
Was ist nun mit Frau Bachmeier?
Was soll mit Frau Bachmeier sein?
Sie arbeitet in einer Bank.
Sie arbeitet in einer Bank. Ja, ist richtig.
Ach so! Vergiss es! Ich werde nicht nach Geld oder 'nem Kredit fragen.
Das können wir abkürzen. Sehr gerne.
Vielleicht kann sie uns beraten. Aber...
Wir setzen uns mit ihr zusammen hin.
Du stellst sie als deine Patientin vor,
was sie ja auch ist, und sie gibt uns einen guten Rat.
Den können wir nämlich echt gebrauchen.
Du hast Caro versprochen, dass du ihr hilfst.
Ja. Ich kenne Frau Bachmeier nicht so gut.
Aber ich kann mal fragen.
Kann aber nix versprechen! Ja! Mehr will ich nicht.
Und im Gegenzug mach ich auch was für dich.
Diese zwei Zettel pinne ich ans Schwarze Brett vom Krankenhaus.
Danke. Das ist cool.
Du brauchst jemanden fix, der bei dir arbeitet.
Ja, du hast völlig recht.
Aber meine Tochter will nicht mehr bei mir arbeiten.
Ich werde mich nicht dem Grame beugen. Wünsch 'nen schönen Tag.
Ich dir auch.
Wunderschön! Ich muss sagen: immer noch ein wunderschönes Kleid!
Na ja, so aber nicht.
Aber verkaufen will ich's auch nicht.
Nein, auf gar keinen Fall!
Noch dazu, wo dieses Kleid immer noch so perfekt passt!
Aber was könnte man damit machen?
So wie's ist, hab ich kaum Gelegenheit es zu tragen.
Mhm. Na, auf jeden Fall würde ich das Kleid...
'n gutes Stück kürzen.
Dann könnten wir daraus ein leichtes Cocktailkleid machen
für 'n schickes Abendessen oder... oder eine Sommerparty.
Warte.
Hm, ich hol uns jetzt erst mal 'nen schönen Prosecco
und dann schauen wir uns das genauer an.
Okay. - Bin gleich wieder da.
So, darf ich mal? Mhm.
Mhm.
Ich bräuchte einfach was gegen den Juckreiz.
Also am besten was, was schnell wirkt.
Kann ich mir vorstellen.
Sie haben sich da selber gekratzt?
Wahnsinn. Das muss ordentlich jucken.
Wie lang haben Sie das?
'tschuldigung. Ja, bitte sehr.
Ähm, ja, es... ist immer mal wieder. Seit Jahren jetzt schon.
Seit Jahren? Es kommt und geht aber, also...
Und so extrem ist es jetzt erst seit... keine Ahnung, drei Monaten?
Und das haben Sie nur an den Unterarmen?
Nirgendwo anders? Rücken, Bauch, Dekolleté, Beine?
Wurden Sie mal auf Allergien getestet?
Ja, dabei ist nichts rausgekommen.
Und beim letzten Termin beim Hautarzt
hatte ich schon wieder keine Symptome mehr.
Komm schon, Jasmin.
Oh, das tut mir leid. Das ist...
So, jetzt aber.
Alles gut. Ich würde Sie zu 'ner Dermatologin schicken.
Und dann muss man das mal ordentlich abklären.
Ja, aber bis ich da 'nen Termin bekomme, bin ich doch längst weg.
Weg? Geht's in den Urlaub?
Äh, nee. Nee, es ist, ähm...
eher für länger.
Ja, wie dem auch sei. Umso besser, wenn man es vorher abklärt.
Ich würde Sie zu 'ner Kollegin schicken,
die würde das abklären auf Allergien, Parasiten et cetera.
Jetzt machen wir 'nen Verband mit 'ner beruhigenden Salbe.
Okay.
Na?
Oh, Gott. Das tut mir leid. Das ist nur meine Mutter.
Ich mach's kurz, ja? Alles gut.
Was ist?
Gott sei Dank, Jasmin! Endlich!
Du, ich brauche deine Hilfe. Kannst du ins Atelier kommen?
Jetzt gleich. Bitte. - Was? Nein!
Monika Neubauer ist da! Ist ein wirklich schöner Auftrag!
Ich hab damit aber nichts mehr zu tun!
"Aber sie ist unsere beste Kundin!"
Und das Atelier ist immer noch unser gemeinsames Geschäft,
auch wenn du dir gerade 'ne kleine Auszeit nimmst.
Kleine Auszeit? Sag mal, muss ich dir das schriftlich geben?
Ich bin raus! Also hör auf mich anzurufen!
Aber das ist das Kleid, was du damals für sie entworfen hast.
Sie will was Neues draus machen. Das ist doch genau dein Ding!
"Komm schon! Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte!"
Du weißt doch: Ich gebe eh keine Ruhe sonst.
Ja. Okay, gut. Dann, ähm...
Ich komm ganz kurz vorbei. Aber nur, wenn Patrick nicht da ist.
Der ist bei irgendeinem Kunden. Fußboden verlegen.
Dann sorg bitte dafür, dass er nicht plötzlich auftaucht, okay?
Du bist ein Engel!
Ja.
Ist alles gut?
Äh, ja. 'tschuldigung.
Ist einfach... bisschen Stress.
Ja.
Mütter... können manchmal etwas anstrengend sein.
Kenne ich von meiner.
Jetzt trinken Sie mal 'nen ordentlichen Schluck.
Sie haben sehr trockene Haut,
aber das wird die Kollegin Reitmüller genauer anschauen.
Mhm.
Und jetzt machen wir mal einen schönen Verband.
Das kriegen wir hin, Frau Hübner.
Alles Gute. Und nicht kratzen.
Ja, danke. Tschüss. Auch wenn's schwerfällt.
Hi. Hi.
Stör ich? Überhaupt nicht.
Was machst du hier? Ich wollte dich gerade anrufen.
Warum hast du's nicht gemacht?
Telepathie - ich hab dich kommen sehen.
Aha! Ist die Praxis offen?
Ja. Brauchst du was?
Ja.
Ich auch. Wir müssen reden. Komm.
So, meine Liebe!
Danke schön.
Prost!
Was sagst du, Silke? Nicht noch kürzer?
Wir wollten den Saum 'ne Handbreit über dem Knie enden lassen.
Kannst du dir ja leisten, ja?
Dann machen wir noch einen kleinen Schlitz in die Seite.
Sehr sexy!
Meinst du wirklich?
Weißt du was? Bevor wir loslegen, macht Jasmin noch 'n paar Skizzen,
damit du's dir besser vorstellen kannst, okay?
Bist die Beste! Danke dir.
Dir natürlich auch, Jasmin.
Das macht sie ganz super, wirst sehen, die Jasmin.
So, einmal schwarz ohne... Zucker.
Wie kann ich Ihnen helfen?
Es ist tatsächlich so: Ich brauche deine Hilfe.
Du arbeitest ja bei 'ner Bank
und hast schon einige Businessdeals gemacht.
102, um genau zu sein.
Das heißt, du verstehst die Perspektive von der Bank
und du verstehst unsere Perspektive.
Du könntest also im Prinzip unsere Situation...
perfekt analysieren, richtig?
Wieso "unsere Situation"?
Ich denke, es geht hauptsächlich um die Familie Pflüger, oder?
Ja. Aber Lilli denkt, dass wir eine große Familie sind.
Sie hat vermutlich auch recht. Es gibt Opa Rolf und Tante Caro.
Die hast du aufm Parkplatz gesehen. Ah, ja.
Und ihr seid gut miteinander, Caro und du?
Äh, ja. Warum?
Nur so.
Unser Verhältnis beschränkt sich auf eine vornehme Zurückhaltung,
um genau zu sein.
Okay.
Gut. Kann ich meiner Familie sagen, dass du um acht da sein wirst,
damit du uns alles erklären kannst?
Ich ziehe eine klare Linie zwischen Privatem und Beruflichem.
Okay. Wo ist die Linie?
Hier.
Gut, dass wir nix miteinander haben. Ja, finde ich auch.
Dein Telefon klingelt.
Ich geh nicht ran. Aber ich.
Sekretariat Bachmeier?
Ja, Grüß Gott.
Ich melde mich sofort. In zwei Minuten.
Ist wichtig.
Ja, bestimmt.
Ich freue mich, deine Familie kennenzulernen.
Äh, was wolltest du denn eigentlich hier?
Äh, ich?
Zu spät. Sorry.
Ah, Jasmin!
Gut, ich hab dir hier zwei Versionen gemacht.
Mh!
- Ist gut? - Ja, perfekt!
Genau so hab ich's mir auch vorgestellt. Toll!
Du, die Monika will das Kleid
in zwei Wochen zum 50. von ihrem Mann tragen.
Solange bist du noch da, oder?
Jetzt hör doch mal auf! - Was denn?
Willst du mich damit im Stich lassen?
Mama, ich hab dir drei Schneiderinnen vorgestellt.
Aber keine kann, was du kannst.
Silke?
Oh, hallo! Äh, hast du was vergessen?
Ja. Ich musste noch mal kurz zu...
Oh. Äh...
Ich wusste gar nicht, dass du da bist.
Ja, ich... ich gehe wieder.
Nee, ich wollte gerade sowieso los.
Ach, was! Stellt euch nicht so an!
Wenn du schon mal da bist, können wir was essen.
Magst du uns nicht was von Matteo holen?
Der hat doch eh noch nicht auf. Außerdem muss ich arbeiten.
Jasmin! Warte doch mal, bitte.
Ich weiß, dass du nicht reden willst.
Ist ja auch klar. Ist ja alles auch irre kompliziert.
Nur kannst du nicht ewig vor mir weglaufen.
Na, dann pass mal auf.
Außerdem geht's auch nicht nur um mich.
Es geht auch um deine Mutter.
Silke?
Was ist denn passiert?
Meine Hand! - Oh, Gott! Hier, setz dich.
Oh, Gott!
Oh, Gott! Oh, Gott!
Okay. Hier, hier, hier.
Ganz ruhig! Ganz ruhig! Okay.
Es tut so weh! Oh, Gott! - Okay, warte.
Ja, hallo, Dr. Gruber?
Tja, und was mach ich jetzt?
Meine Tochter will ja nicht mit mir zusammenarbeiten.
Mama! - Na ja, ist doch so.
Silke, ich bin ja auch noch da.
Aber du bist kein Schneider.
Außerdem hast du drei Nummern von richtig guten Schneiderinnen!
Das dauert ewig die einzuarbeiten.
Dann kann ich nicht helfen. Darf ich dazu was sagen?
Das ist auch ganz zauberhaft.
Darf ich unterbrechen? Ja, bitte.
Entschuldigung. Das wird sich im Nachgang alles klären.
Das Wichtige für Sie jetzt: Sie haben großes Glück gehabt.
Es wurde keine Sehne verletzt. Das ist gut.
Hier ist ein Rezept für ein Antibiotikum.
Das nehmen Sie bitte, ja? Mhm.
Und, äh...
Die nächste Frage ist:
Sind Sie tetanusgeimpft? Mhm.
"Mhm" heißt ja? Ja.
Sehr gut. Frau Hübner, es war ein Arbeitsunfall.
Ich muss fragen: Waren Sie alkoholisiert?
Haben Sie Drogen genommen? Medizin? Nein.
Dreimal nein.
Gut.
Also, wie ist es genau passiert? Was war los?
Ich hatte einen meiner... Trotteltage, wie ich sie nenne.
Hat ja wohl jeder.
Jetzt tust du so, als wäre das nichts.
Silke, diese Ungeschicklichkeiten oder diese Trotteltage,
die häufen sich und werden schlimmer.
Was wird denn schlimmer, Frau Hübner?
Na, komm. Sag's ihm.
Ich bin manchmal unkonzentriert.
Fühle mich müde.
Dabei schlafe ich eigentlich genug - meistens jedenfalls.
Und manchmal habe ich in letzter Zeit Schwierigkeiten,
Dinge zu... zu greifen.
Sind Sie Links- oder Rechtshänder?
Rechtshänder. Greifen Sie links auch?
Ja. Wo fällt das Greifen schwerer?
Bei beiden, aber ich glaube, bei der linken ist es schlimmer.
Okay. Drücken Sie meine Hand so fest Sie können.
So richtig fest. Ja, mache ich doch.
Okay, gut. Danke.
Wenn Sie mal zu mir schauen, bitte.
Augen auf. Direkt zu mir.
Ja, wunderbar.
Mhm, danke.
Die Reflexe sind etwas verlangsamt, motorische Störungen nehmen zu.
Ich würde das gerne abklären lassen, Frau Hübner.
Ich müsste kurz telefonieren. Moment.
Alles gut.
Brauchst dich nicht aufregen. Wird alles gut.
Alexander...
Er telefoniert, dann sehen wir weiter.
Ich brauche ein großes Labor, EEG und NLG, möglichst heute noch.
Wir haben Glück gehabt. - Ich will nicht in die Klinik.
Der Kollege geht davon aus, dass es heute noch möglich ist.
Wenn Sie das glücklich macht.
Ja, Frau Hübner, das macht mich glücklich.
Und Sie macht's hoffentlich gesund.
An sich schön hier, ne?
Ja. Ja, als Kind war's schön, ja.
Ist alles in Ordnung bei Ihnen?
Äh, ja. Ach, alles gut. Es ist nur...
Das Verhältnis zu meiner Mutter ist nicht ganz einfach.
Tatsächlich? Man merkt's kaum.
Und das Verhältnis zu...
wie sagt man, ihrem Lebensgefährten? Wie ist das?
Ähm...
Es wäre sicher anders, wäre er nicht vorher mit mir zusammen gewesen.
Ja. Mhm.
Komplizierte Familiengeschichten - kenne ich.
Ich sag immer: irgendwie geht's.
Die Beschwerden meiner Mutter, könnte das was Ernstes sein?
Nicht zwingend, aber auch nicht ausgeschlossen.
Denn ich kann nicht länger bleiben.
Wo soll's denn hingehen?
Ähm, ja, keine Ahnung.
Also, erst mal auf jeden Fall über den Brenner und dann...
Meine Ersparnisse reichen auf jeden Fall für 'n Jahr.
Okay.
Klingt 'n bisschen nach Flucht.
Na und?
Ja... vielleicht kann ich's sogar verstehen.
Frau Hübner, vielleicht sollten Sie heute Nachmittag nicht flüchten,
weil um halb vier hat Kollegin Reitmüller einen Termin für Sie.
Und damit sollten Sie auch aufhören.
Wir hören uns.
Sie sind ja ganz schön hartnäckig.
Ja.
Wenn sich's lohnt.
Servus, Claus.
Hab mich schon gefragt, wann du auftauchen wirst.
Magst du was Essen? 'n Wasser? Kaffee?
Ich bin gekommen, um dir zu sagen, dass du...
dich der Caro gegenüber gefälligst anständig verhalten sollst.
'tschuldige.
Aber was weißt ausgerechnet du von Anstand?
Ihr habt eine Abmachung getroffen.
Halte dich einfach daran, statt sie zu erpressen.
"Fahr mit mir in den Urlaub, sonst kriegst du das Geld nicht" -
geht's noch schäbiger?
Money, money, money, hm? Das liebe Geld.
Das du dir dann unter den Nagel reißen wirst.
Gib ihr die Abfindung und lass dich nie wieder blicken.
Ja? Nie wieder.
Du hast dich immer für was Besseres gehalten.
Hast mich bei Caro schlechtgemacht, wo du konntest. Jahrelang.
Und jetzt? Jetzt steckst du so richtig in der Scheiße, hm?
Bis zum Hals.
Und weißt du was? Das geschieht dir recht.
Danke.
Jetzt hast du mich gänzlich überzeugt,
wie erbärmlich du bist.
Ich würde jetzt gerne in Ruhe essen. - Lass es dir schmecken.
Sag Caro einen lieben Gruß. Ich warte auf ihren Anruf.
Paul, hast du noch 'ne Minute?
Tür zu.
Also?
Was liegt an?
Du liebst die Mama nicht mehr. Oder?
Was? Natürlich liebe ich sie.
Und warum fragst du sie dann nicht endlich?
Nun...
weil ein Heiratsantrag eben gut geplant werden muss.
Du hast Angst.
Nein, ich suche einfach...
die richtige Idee und den richtigen Moment.
Keine Ahnung, ob ich noch länger dichthalten kann. Sorry.
Gib mir noch 'n paar Tage, ja?
Weißt du was?
Wir fragen den Papa.
Was soll der dazu sagen? - Er kennt Mama länger als du.
Also gut. Dann... holen wir eben den Papa mit an Bord, ja.
Während ich als Chefin dieser Klinik
unseren neuen Praktikanten heute herzlich willkommen heiße,
erlauben Sie mir, dass ich als Mutter Einfach sehr stolz bin.
Sehr gut, mein Junge! Vater ist sehr stolz auf dich.
Danke, Paps. - Gut Holz!
Immerhin ein erster Schritt. - In die richtige Richtung.
Er wird ihnen den Kopf verdrehen.
Na, jede Wette!
Gut, Herr Habinger, soweit ist alles in bester Ordnung.
Ähm, das Rezept...
Martin? Ja, Lilli?
Dr. Kahnweiler auf der eins. Danke.
Meine Tochter gibt Ihnen noch 'nen Kontrolltermin, ja?
Ich muss ran. Danke, Herr Doktor.
Sehr gern. Äh, alles gut.
Alexander, mein Bester.
Martin, du batest um neurologische Abklärung
deiner Patientin Silke Hübner, richtig?
Ja, so ist es. Schieß los.
Der Bericht liegt dir vor.
Okay. Warte mal kurz.
Ja?
Du wolltest den Befund direkt mit ihr selbst besprechen, ja?
Ja, sie wollte es so.
Ah, okay. Der Tox-Screen läuft noch.
Ja, die Ergebnisse hast du morgen.
Verstehe. Sollte es keine Vergiftung sein,
haben wir die Möglichkeit auf einen Slot für ein Schädel-MRT?
Ich warte auf den Tag, an dem ich ganz entschieden mal nein sage.
Der wird aber nicht kommen. Darum lieb ich dich. Danke!
Wiederhören!
Hi. Die Befunde aus der Klinik, die hast du? Ja.
Eine Frau Dr. Reitmüller hat angerufen wegen Jasmin Hübner.
Die war heute bei ihr.
Keine Allergien, bekannte Hautkrankheiten oder Infektionen,
kein Parasitenbefall und kein Pilz. Ja. Du weißt ja: Die Haut ist...
Der Spiegel der Seele.
Aber, äh, Lilli? Ich muss jetzt los.
Kannst du mir 'nen Gefallen tun, hier alles zumachen und so weiter?
Ja. Aber du brauchst wirklich jemanden, der hier arbeitet.
Ja, schick ihn mir.
Ich bin dran.
Okay.
Und? - Danke
Ist gut, oder?
Warte. - Geht das?
Hm...
Sehr gut. - Perfekt.
Pass auf, dann fahre ich jetzt einkaufen
und danach koche ich uns was Schönes.
Du bist ein Schatz.
Hä?
Tag. Ach, Dr. Gruber.
Wie nett. Ja, guten Tag.
Ich dachte, ich komme persönlich vorbei.
Ich wollte die Befunde besprechen, aber nicht am Telefon.
Äh... störe ich?
Nein, alles gut. Kommen Sie doch rein.
Soll ich bleiben?
Nein, geh ruhig.
Wiederschauen. Wiedersehen.
Ja? Wie geht's der Hand?
Pocht sie noch?
Ähm, passt schon.
Hier, bitte.
Vielen Dank für den Tee.
Mh, ich danke Ihnen.
Also, schlechte Nachrichten?
Frau Hübner, wir haben ja die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen.
Sie ist deutlich verlangsamt, was, äh...
zu der Beeinträchtigung Ihrer Motorik passt.
Hm, das hört sich nicht gut an.
Das Kind hat auch einen Namen: Wir sprechen hier von einer Ataxie.
Das ist eine Bewegungsstörung.
Diese unkoordinierten überbordenden Bewegungen...
sind vielleicht auf eine Störung im Kleinhirn zurückzuführen.
Das hört sich noch viel weniger gut an.
Die gute Nachricht: Wir konnten im Labor
Infektionen als Ursache ausschließen.
Wir warten auf das Ergebnis des Tox-Screens.
Müsste morgen Früh da sein.
Sollte das auch keinen Hinweis geben, würden wir...
noch ein MRT des Schädels machen.
Äh, um was zu finden?
Am liebsten würde ich gar nichts finden wollen, Frau Hübner,
sondern gerne ausschließen.
Okay.
Das reicht mir schon.
Ist ja dann noch lange kein Grund, sich die Laune verderben zu lassen.
Bestimmt. Nie den Humor verlieren, Frau Hübner. Richtig.
Schmerzt es sehr, wenn die Tochter Sie verlassen will?
Das ist weniger sicher, als es aussieht.
Glauben Sie mir. Hm.
Jasmin ist nur gerade 'n bisschen durcheinander.
Ja, vielleicht. 'n bisschen.
Wahrscheinlich wegen der familiären Situation, denk ich.
Ah, das hat sie Ihnen erzählt?
Ja, genau. Aber es renkt sich schon wieder ein.
Und wenn Sie jetzt glauben, ich bin eine Rabenmutter:
Jasmin und Patrick waren getrennt und zwar eindeutig getrennt,
bevor wir zusammengekommen sind, also Patrick und ich.
Ja. Wir haben uns... einfach verliebt.
So, Kinder. Seid ihr bereit?
- Ja! - Okay, und los geht's!
Los, weiter!
Komm schon, Jasmin. Wirf auch mal.
Ich will das aber nicht!
Jetzt stell dich nicht so an. Ja, weiter!
Wow! Und noch mal! Ui!
Hübner?
"Äh... hi, Jasmin. Ich bin's, Patrick."
Hey.
Was willst du?
Kann ich vielleicht kurz hochkommen?
Was? Was willst du hier? Nein!
Ich muss mal mit dir reden.
Worüber?
Darüber, dass du gehen willst und...
ja, und darüber, dass...
dass ich eigentlich nicht will, dass du gehst.
Äh...
Patrick.
"Ja?"
Ich...
Ich leg jetzt auf.
Hab ich verstanden.
Gut, dann schauen wir uns das mal aus der Perspektive der Bank an.
Ihnen wurden mehrere Kredite
und ein nicht unbeträchtlicher Kreditrahmen gewährt,
alles aufgrund von nachweislich von Ihnen falsch angegebenen Zahlen.
Tut mir leid, da brauchen wir nicht lange herumreden.
Aber deswegen sind Sie ja da, Frau Bachmeier, nicht?
Die Bank hätte längst den Stecker ziehen können.
Hat sie aber nicht.
Einen Großkunden wie Sie setzt man nicht einfach vor die Tür.
Also hat sich Frau Andermatt mit Ihnen
auf einen Notfallplan verständigt.
Wenn der Einstieg in die Grubermilch also nicht wie geplant stattfindet,
wird die Bank den Plan zurückziehen und sämtliche Kredite kündigen.
Und den Rolf anzeigen.
Anzunehmen, ja.
Dass Sie sich mit Ihrem Ex-Mann noch einigen, ist ausgeschlossen?
Das hatten wir eigentlich, aber er gibt mir das Geld nicht.
Gut. Beziehungsweise nicht gut, aber...
in dem Fall sehe ich momentan als einzige Lösung -
und das ist durchaus keine schlechte Lösung -
dass Sie einen Investor finden, der in den Landhandel einsteigt.
Vom Erlös der jeweiligen Anteile
erwerben Sie dann wiederum die Anteile an der Grubermilch.
Der Landhandel bleibt im Familienbesitz. Ende.
Und wenn es keinen Familienbesitz mehr gibt, was dann?
Aus der Sicht eines Investors ist so ein Einstieg nicht unattraktiv.
Weil's über Bande auch ein Einstieg in die Grubermilch wäre.
Ja, unter anderem, aber es gibt auch noch andere Vorteile.
Ja. Sorry. Würde eine fremde Person dann mitreden bei den Betrieben?
Also nein. Diese Sorge kann ich Ihnen nehmen.
Sie werden bei sich Geschäftsführer und Hauptgesellschafter bleiben.
Es gehen einfach nur die Anteile von der Frau Meierling
an den Landhandel über.
Und hier redet entsprechend dein Vater...
mit deinem Großvater - und mit Ihnen natürlich.
Mhm.
Ja.
Und wo nehmen wir den her, diesen Investor?
Da muss ich passen, aber Sie sind ja alle sehr gut vernetzt.
Die Grubermilch ist ja eine richtige Marke geworden.
Ich kann mir nicht vorstellen,
dass ein Investor schwierig zu finden ist.
Ah! Ich glaube, ich lasse den Verband dran
und lasse dich von nun an immer kochen.
Aber ich glaube, in ein paar Tagen wird der Verband dich sehr nerven.
Au. Ich glaube, spätestens heute Nacht wird er uns sehr nerven.
Übrigens: Weißt du noch,
als ich dich und Jasmin auf dieser 80er-Revival-Party getroffen hab?
Ja.
Da waren Jasmin und ich gerade frisch zusammen.
Genau! So, und jetzt schau mal,
wer nächsten Monat in Innsbruck ein Konzert gibt.
Jasmins Lieblingsband.
Und ich hab uns drei Karten besorgt. Ha!
Ich glaube, das ist 'ne Scheißidee.
Wieso? Das ist 'ne super Idee!
Jasmin wird Ellmau verlassen.
Glaubst du, sie kommt zurück, um aufs Konzert zu gehen?
Irgendwann muss sie sich doch wieder einkriegen.
Ich meine, wo will sie denn hin?
Hier ist ihr Zuhause.
Ich! Ich bin ihr Zuhause.
Meinst du das eigentlich ernst?
Ja, natürlich.
Jetzt sei nicht so dramatisch. Komm, wir stoßen an.
Auf uns.
Auf uns alle.
Oh! - Fuck! Scheiße! Oh, Mann.
Geht's? - Ja.
Jetzt guck nicht so. Scherben bringen Glück!
Komm mal her. - Scherben bringen Glück, ja...
Ja. Nee. Warte mal. Ich hole erst mal 'n Kehrblech.
Frau Bachmeier, vielen Dank, dass Sie sich Zeit genommen haben.
Das war aufschlussreich, kompetent, nachvollziehbar. Klasse, danke!
Gerne.
Wenn Sie noch Fragen haben, können Sie sich jederzeit bei mir melden.
Wiedersehen. Bis gleich.
Wiedersehen.
Wiederschauen. - Danke. Wiedersehen.
Ja! Gut! Dann tschüss!
Servus. Kommt gut runter.
Macht's gut. Pfiat's euch.
Ciao.
Ja, was soll man sagen? Einfach... einfach gut!
Gut weil ehrlich, ja.
Da wird sich Rolf umstellen müssen mit einem neuen Partner.
Das ist 'ne Höchststrafe, glaubt mir das.
Ähm, ich muss noch mal schnell... in die Klinik.
Mhm. Dann bis später.
Ja.
Mama?
Ich bin's! Mama?
Was machen wir jetzt? - Hab mein Handy liegenlassen!
Was willst du machen? Nix. Rede mit ihr.
Das liegt... in der Küche. Ich komme gleich runter.
Wem gehört das Auto draußen? Kommt mir so bekannt vor.
Das geht dich nix an.
Kommt die jetzt?
Guten Morgen, Dr. Gruber!
Ha! Guten Morgen, Josie.
Morgen, Schatz.
Dein Infekt scheint schwerwiegend zu sein,
wenn der Arzt hier schlafen muss. - Schlimm.
Ja, ja, schwerer Infekt.
Hartnäckig, schwer - puh!
Seit wann geht das denn schon?
Wir haben uns kürzlich kennengelernt.
Ja. Also...
Ganz frisch. Also besser kennengelernt.
Ja, besser kennengelernt. - Verstehe.
Äh, das bleibt unter uns?
Natürlich.
Top.
Ciao.
Gut. Sie werden einfach zu schnell groß.
Aber es ist zumindest, ähm... aG.
Hä?
Ausgleichende Gerechtigkeit.
Meine Tochter weiß es und deine Tochter auch.
Na, fein. Was heißt "na, fein"?
Hast du gerade "top" gesagt? Ist ja voll modern, ey.
Tschüss, mein Schatz. Schönen Tag.
Dir auch, Mama.
Tschüss. - Ciao.
Romantisches Dinner mit dem Verlobungsring im Champagnerglas?
Gut, das ist ein Klassiker.
Ein Flugzeug, das ein Banner hinter sich herzieht?
Vor einem Zelt auf einem Berggipfel in der Abendsonne?
In einer Seilbahn, nur wir zwei, die plötzlich stehen bleibt und:
"Oh!" Pling. "Ah, ein Ring!"
Ich weiß auch nicht. Das fühlt sich alles irgendwie nicht... richtig an.
Also, das mit dem Flugzeug ist mega!
"Heirate mich, Susanne!"
Und dann weiß es jeder hier bevor's die Mama gesehen hat?
Stimmt. Blöd.
Äh, darf ich dich fragen,
was du dir bei deiner ersten Frau ausgedacht hast?
Na ja, die hat gesagt: "Ich bin schwanger."
Dann hab ich gesagt: "Dann heiraten wir wohl besser."
Und da hat sie wirklich ja gesagt?
Ja, sie hat gesagt: "Ja, macht Sinn."
Das Gute: Kann diesmal nur besser werden.
Vorschlag: Wir einigen uns drauf,
dass du's auf jeden Fall heute durchziehst.
Ja, aber... Kein aber.
Du organisierst 'ne Aushilfe für heute,
fährst irgendwo in die Natur mit ihr,
nimmst was zum Trinken mit und den Ring - und fertig.
Und fertig.
Auf keinen Fall.
Dann sag ich es ihr eben.
Ups!
Oder ich sag ihr's. Ups!
Also gut. Dann ziehen wir das durch. Dann zieh ich das jetzt durch, ja.
Ja?
Ich hab Frühstück dabei! - Mama?
Und ich hab 'ne Überraschung!
Du wirst nie erraten, wer nächsten Monat in Innsbruck ein Konzert gibt.
Aber du hast ja alles eingepackt?
Das macht man so, wenn man auszieht.
Du willst wirklich gehen?
Aber warum?
Hab's wohl satt, in deinem Schatten zu stehen.
In meinem Schatten? So ein Quatsch!
Das ist kein Quatsch, Mama! Das ist, wie ich mich fühle!
Jetzt beruhig dich mal.
Warum hab ich wohl keine Freunde mehr mitgebracht?
Es war immer das gleiche!
Anstatt Zeit mit mir zu verbringen,
haben die immer bei dir gesessen und ihr Seelenleben ausgeschüttet!
Ich war eben eine coole Mama!
Jetzt freu dich doch. Ich hab mir immer so 'ne Mutter gewünscht.
Ja, ich aber nicht.
Ich fand's überhaupt nicht cool.
Kannst du vielleicht wenigstens versuchen, es zu verstehen?
Nee, das verstehe ich nicht.
Die Menschen mögen mich eben.
Ich wollte einfach auch mal gesehen werden.
Dass...
Dass jemand mal mich wahrnimmt.
Aber du erträgst es nicht, wenn du irgendwo
mal für einen Moment lang nicht im Mittelpunkt stehst!
Jetzt übertreibst du aber.
Nein, tu ich nicht! Bei Patrick war's auch so!
Als endlich mal jemand mich gut fand,
der mich wirklich so geliebt hat, so wie ich bin, da...
da hast du dich in unsere Beziehung gedrängt!
Du konntest es nicht auf dir sitzen lassen!
Plötzlich warst du überall mit dabei!
Bis ich gemerkt hab, dass es wieder passiert,
du wieder alles an dich reißen musst und er nur noch dich anschaut.
Da kann ich doch nichts dafür.
Schatzilein. Mein Schmetterling. Jetzt... Jetzt bleib mal stehen!
Männer, Freunde, die kommen und gehen.
Aber du und ich... wir sind doch das Dream Team.
Nee, sind wir eben nicht!
Jasmin! Warte mal! Warte mal, wa...
Oh, Gott! Meine Beine!
Ich spüre meine Beine nicht mehr.
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