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SOKO Kitzbühel mit TELETEXT-Untertiteln
***
***
***
***
***
***
Wie gesagt:
Ich habe vor, mein gesamtes Vermögen ...
.. in eine Stiftung zugunsten Bedürftiger einzubringen.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist es etwa eine Milliarde Euro.
Oh!
Ihre Stiftung wird 'ne Menge Staub aufwirbeln.
Ja.
Aber ich kann mein Geld nicht mit ins Grab nehmen.
Frau Gräfin, das ist so nett von Ihnen!
Dr. Struppreiter, stellen Sie sich vor:
Die Gräfin möchte das Golfturnier ausrichten!
Zum Saisonbeginn - Sie wissen doch.
Ach, das Golfturnier! Ja, schön!
Ja!
Sehr schön!
Hätten Sie Interesse, einen Sitz im Stiftungsvorstand einzunehmen?
Weiß Ihr Vermögensverwalter von Ihren Plänen?
Dr. Struppreiter?
Ja.
Und? Wie hat er reagiert?
Na!
Sie müssen jetzt bitte gehen, Gräfin!
Er darf nicht erfahren, dass ich Sie gebeten habe.
Aber ich bitte Sie:
Treten Sie dem Vorstand bei! Ja?
Natürlich!
Ach, da fällt mir ein Stein vom Herzen!
* Freizeichen *
Glaubst du, dein schreckliches Verhalten ändert etwas?
Man darf die Hoffnung nie aufgeben.
Du warst wie ein Sohn für mich!
Tja!
Schade!
Aus der Traum!
Musik?
* Es ertönt Beethovens 5. Symphonie, die Schicksalssymphonie. *
Es wird spät werden.
* Musik: Schicksalssymphonie *
***
Dr. Struppreiter! Lange nicht gesehen!
Markus Etz! Schon für die WM qualifiziert?
Ich hab meine Karriere beendet. Ich fahr nur zum Spaß.
Richtig, Sie sind ja jetzt dick im Geschäft:
"Taxi Bob"! Wow!
Geniale Idee!
Das ist ehrliche Arbeit - etwas, das Sie nicht kennen.
Gott sei Dank!
***
***
***
* Laute Musik aus der Disco *
* Handy *
War a super Skitag, danke! - Ja, des mach'ma wieder.
Stefanie Rosenstein.
Wer spricht? - Trotzdem bist mir davong'fahren!
Was für ein Unfall? Moment!
Ja?
"Ist dir was passiert, Schatz?" - Ist nicht so schlimm.
Ich hab ein paar Prellungen und Abschürfungen.
Leichte Gehirnerschütterung - leider!
Oder Gott sei Dank.
Gut!
Sport kann lebensgefährlich sein.
***
Ihr Kollege hat Glück im Unglück gehabt.
Trotzdem haben wir ihn zur Beobachtung aufgenommen.
Eigentlich ist unsere Besuchszeit vorbei.
Ich will nur kurz nach ihm sehen.
Pst!
Herr Etz!
Herr Etz?
***
* Geräusche an der Tür *
* Die Tür knarrt. *
Michael?
Michael!
* Die Pendeluhr schlägt. *
Ah!
* Laute Disco-Musik *
Klaus, komm!
# I'm a big fat sinner and a low life killer.
(Ich bin ein dicker, fetter Sünder und ein zwielichtiger Killer.)
# Nothing in the world will bring me down.
(Ich lass mich durch nichts unterkriegen.)
* Man hört nicht, was sie sagen. *
* Handy *
Kroisi, was gibt's?
Komme gleich! In Ordnung!
Ja.
Antonia Rosenstein - ist erstochen worden.
Grüß euch!
Servus!
Das ist die Tatwaffe. Stammt aus dem Schloss.
Es gibt keine Einbruchsspuren - an keiner Tür.
Sieht nach einem Profi aus.
Oder er hatte alle Schlüssel.
Ich komm grad von der Gräfin Schönberg.
Sie sagt:
Die Tote wollte ihr ganzes Vermögen in eine Stiftung einbringen.
Das ist aber interessant!
Frau Rosenstein war eine der reichsten Frauen Europas.
Sie war Alleinerbin des Rosenstein-Konzerns.
Das ist von der Perlenkette, die der Täter ihr vom Hals gerissen hat.
Offenbar hat er auch ihren Ring mitgenommen.
Es ist trotzdem kein typischer Raubmord.
Stimmt. Wer hat sie gefunden?
Ich war noch mit Kollegen vom Skeleton-Club was trinken.
In Innsbruck. Danach bin ich hergefahren.
Die Eingangstür stand offen.
Wie war Ihr Verhältnis zu Frau Rosenstein?
Korrekt.
Ich habe ihr Vermögen verwaltet - seit zehn Jahren.
Und aus ...
.. die Maus!
Ganz so einfach ist das nämlich nicht.
Frau Rosenstein wollte ihr Vermögen in eine Stiftung fließen lassen.
Zugunsten Bedürftiger, nicht wahr? - Ja.
Die alte Sozialromantikerin!
Hätten Sie dem Stiftungsvorstand angehört?
Natürlich!
Warum haben Sie sie dann eingesperrt?
Noch dazu in ihrem eigenen Schloss?
Das war ein offenes Geheimnis.
Es war nur zu ihrer Sicherheit!
In letzter Zeit war sie etwas ... verwirrt.
Ich hatte Angst, dass sie eines Tages nicht mehr nach Hause findet.
Und das Telefon haben Sie weggeworfen, ...
.. damit sie sich nicht beim Wählen verletzt?
Ich wollte immer nur ihr Bestes.
Der Mörder von Frau Rosenstein muss sich hier gut ausgekannt haben.
Sie glauben doch nicht, dass ich ...
Der halbe Skeleton-Verein kann bezeugen, dass ich in Innsbruck war!
An Ihrer Stelle würde ich mich an die Erbin halten!
Aus der Stiftungsidee wird ja jetzt nichts mehr.
Antonias Nichte!
Stefanie Rosenstein!
Hab ich Ihnen schon erzählt, ...
.. dass Stefanies Lebensgefährte gestern einen Skeleton-Unfall hatte?
Nein?
Eine typische Kitzbühler G'schicht: Der ganze Ort redet darüber.
Erzähl!
Die einzig lebende Verwandte der Toten ist die Stefanie Rosenstein.
Stefanie Rosenstein?
Der g'hört doch die Disco, in der wir gestern waren!
Genau!
Und die hat gegen den Dr. Struppreiter prozessiert.
Weil der sie vom Vermögen ferngehalten hat.
Wir haben zwei verschiedene Reifenspuren.
Die hier ist wahrscheinlich vom Wagen der Gräfin Schönberg.
Und die andere passt zum Wagen vom Dr. Struppreiter.
Und die Fußspuren drinnen:
Der Dr. Struppreiter lebt dafür auf zu großem Fuß.
Von ihm san s' ned.
Es sei denn, er hat sich zu kleine Schuhe angezogen.
Gut. Weiter!
Die Antonia Rosenstein hat verfügt, ...
.. dass ihre Nichte nicht mehr ins Schloss darf.
Und die hat dann gedacht, dass der Struppreiter dahinter steckt.
Was ja nicht unwahrscheinlich wäre. Die Gräfin sagt ja auch:
Der Struppreiter wollte die Rosenstein entmündigen lassen.
Um selbst Sachwalter zu werden.
Die Stefanie Rosenstein hätt sowieso durch die Finger geschaut!
Und jetzt ist sie Alleinerbin!
Am Ziel ihrer Träume!
Was glauben Sie, warum Tante Antonia plötzlich stiften gehen wollte?
Damit ich nichts erbe!
Und weil der saubere Vermögensverwalter meiner Tante ...
.. in die eigene Tasche gewirtschaftet hat.
Und zwar nachweislich!
Wie meinen Sie das: nachweislich?
In der Bilanz vom letzten Jahr fehlen fast zwei Millionen!
Und im Jahr davor sieht's ähnlich aus.
Für den Vermögensverwalter war meine Tante eine Weihnachtsgans, ...
.. die man ausnehmen konnte.
Morgen!
Guten Morgen!
Jetzt erben Sie alles - oder fast.
Ich hab schon davon gehört. Es kam im Radio.
Ich war die ganze Nacht im Krankenhaus.
Also fast.
Markus ist kurz nach Mitternacht in der Disco aufgetaucht.
Mit dem Taxi.
Aus Innsbruck - direkt aus der Klinik.
Ich hab Sie beide gesehen.
In der Klinik waren Sie aber um 22 Uhr nicht mehr.
Der Herr Dr. Struppreiter wollt Sie nämlich besuchen!
Die diensthabende Ärztin bestätigt seine Aussage.
Warum haben Sie denn niemandem Bescheid gegeben?
Vergessen. Der Schock!
Und wann haben Sie das Krankenhaus verlassen?
Ich hab nicht auf die Uhr geschaut.
Was haben S' denn in den zwei Stunden gemacht, ...
.. bevor Sie um Null Uhr 16 in der Diskothek aufgetaucht sind?
Ich war spazieren.
Innsbruck by night!
Innsbruck by night?!
Ich glaub Ihnen kein Wort!
Ich hab grad einen Bericht für Ihre Tochter geschrieben.
Über alles, was mir die Antonia Rosenstein erzählt hat.
Vor fünf Jahren war der Struppreiter noch bei einer kleinen Münchner Bank.
Jetzt hat er eine Villa in Marbella und ein Chalet in der Schweiz.
Viel Menschenkenntnis hat sie nicht gehabt, die Rosenstein.
Sie hat gewusst, dass alle nur scharf auf ihr Geld sind!
Deswegen hat sie ja mit ihrer Nichte gebrochen.
Ich war da mal Zeuge eines Streites.
(Ich hab mich immer um dich gekümmert, Tante Antonia!)
(Immer!)
(Um mein Vermögen hast du dich gekümmert!)
(Und jetzt raus! Ich will dich nie wiedersehen!)
(Ja?)
(Gräfin:) Dieser Struppreiter war nur scharf auf die Milliarde!
Allerdings ist sie ihm viel zu spät auf die Schliche gekommen.
Sie wollte ihn wegen Veruntreuung verklagen.
Aber erst nach Gründung der Stiftung. Sie wollte jeden Skandal vermeiden.
Und Sie glauben, der Struppreiter hat was mit dem Mord zu tun?
Na ja!
Was ich von jemandem halte, der eine alte Frau einsperrt:
Das können Sie sich ja denken!
Ist was?
Ich versuch Sie mir gerade in einer Diskothek vorzustellen.
Ich war früher ein begehrter Tänzer am Kirtag.
Ich dachte eher an ...
.. Saturday Night Fever!
So!
Auftrag erledigt!
Das Alibi vom Dr. Struppreiter ist lückenhaft.
Zwar sagen seine Skeleton-Kollegen, dass er mit ihnen was trinken war.
Aber erst nach 23 Uhr.
Und vom Krankenhaus is er um zehn Uhr weg.
Jetzt frag i mi ...
Was hat er zwischen zehn und elf g'macht?
Genau!
Schloss Rosenstein ist von Innsbruck keine zwanzig Minuten weg.
Die Wege vom Etz bin i übrigens abgegangen.
Ein Leben in Saus und Braus!
Michael Struppreiter veruntreut Millionen, ...
.. Antonia Rosenstein kommt dahinter - und zack!
Er ermordet sie, und keiner kommt auf irgendetwas.
Außer die Polizei, die sämtliche Bücher überprüft.
Dr. Struppreiter bekommt zehn Jahre wegen Betrug und Veruntreuung.
Und lebenslänglich wegen Mord. Ein toller Plan!
Er wird halt keinen anderen Ausweg gewusst haben!
Ihr Unternehmen bietet Touristen Fahrten im Vierer-Bob an?
Ja. Es nennt sich "Taxi Bob".
Aha!
Wir haben Ihre Bücher überprüft:
Sie haben Schulden - jede Menge!
Antonia Rosensteins Vermögen beläuft sich auf eine Milliarde Euro.
Die erbt jetzt Ihre Lebensgefährtin.
Da wird doch sicher der eine oder andere Euro für Sie abfallen!
Ach, Sie glauben, ich bring für Stefanie jemanden um!
Mach ich aber nicht!
Sie waren Weltmeister im Skeleton.
Und ausgerechnet Ihnen bricht der Skeleton unmotiviert aus!
Der Unfall war inszeniert, damit Sie ein Alibi haben.
Und kurz vor zehn verlassen Sie das Krankenhaus in Innsbruck.
Innsbruck by night?!
Wir haben Ihre Angaben überprüft.
Die Strecke, für die Sie angeblich über eine Stunde gebraucht haben:
Die hat der Kollege Kroisleitner in zehn Minuten zurückgelegt.
Ich hatte einen Unfall, schon vergessen?
* Handy *
Sie lügen, Herr Etz!
* Handy *
Ja?
Ja, jetzt geht's.
Was die Fußspuren im Schloss anbetrifft:
Der Gipsabdruck ist fertig.
Bergschuhe, Größe 42, rechts innen starke Abnützung.
Ein Überpronierer.
Das heißt: Er kippt beim Gehen nach innen.
Aber wie ist er zum Schloss gekommen?
Er wird ja ned zu Fuß 'gangen sein!
Karin?
I hab da einen Bericht von der Gräfin für dich.
Verstehe: massenhaft Fingerabdrücke vom Dr. Struppreiter.
Aber keine auf der Tatwaffe und keine auf der Sicherung.
Danke!
Übrigens: Das Alibi von der Stefanie Rosenstein passt.
Sie hat vorgestern 70.000 Euro überwiesen.
Und zwar an die "Taxi Bob GmbH" vom Markus Etz.
Der sagt, er war noch nie auf Schloss Rosenstein.
Und wo die Schlüssel waren, weiß er nicht.
Gut!
Wir brauchen die Telefonlisten von sämtlichen Verdächtigen.
Und einen Durchsuchungsbefehl für die Firma vom Etz ...
.. und für die Wohnung von der Stefanie Rosenstein.
Und bitte nimm dir noch einmal das Alibi vom Dr. Struppreiter vor!
Es wäre nämlich möglich, dass er vom Spital ins Schloss gerast ist.
Dort hat er den Mord begangen ...
.. und war um 23 Uhr bei seinen Freunden vom Skeleton-Verein.
Zeitlich geht sich das aus.
Bis wir das alles überprüft haben!
Gut! Lass'ma den Etz laufen!
* Musik übertönt die Gespräche. *
Bitte lassen S' das! Wir sind doch nicht zum Vergnügen da!
Der Gedanke lag mir fern.
Ja!
# You make me feel so emotional!
(Bei dir werde ich so emotional!)
Sie haben hier Hausverbot!
Ich wollte nur sehen, wie es der Alleinerbin geht!
Wie habt ihr's gemacht? Wie seid ihr reingekommen?
Habt ihr mich beobachtet?
Die Polizei prüft die Bilanzen, die Sie erstellt haben.
Was glauben Sie, was die dort finden werden?
Nichts Beweisbares.
Übrigens vielen Dank für den Besuch! - War doch selbstverständlich!
Wie geht's ihm denn so?
Dem werten Zukünftigen und Milliardär!
Sportler sind im Gefängnis heiß begehrt.
Da, schauen S'!
Was soll denn der Scheiß? Spinnen Sie jetzt völlig?
Denken war noch nie Ihre Stärke!
Das wird euch noch leid tun!
* Handy *
Ja?
Was? Moment!
Die wahre Freundschaft ist das nicht!
Wo gehen Sie hin? Gräfin!
So, noch mal! Worum geht's?
Ich hab keine Ahnung, wovon Sie reden!
Was wird mir denn vorgeworfen?
Sie waren nie auf Schloss Rosenstein?
Etz: "Nein, warum sollt ich?"
Wie kommen dann Gegenstände von der Frau Rosenstein in Ihr Büro?
Was denn für Gegenstände?
Ich hab mit der Sache nix zu tun!
Herr Etz, wir können das Gegenteil beweisen.
Bleiben Sie, wo Sie sind!
Größe 42, Überpronierer.
Über- was?
Er kippt beim Gehen nach innen.
Deswegen ist das Profil innen mehr abgenützt.
Also so!
Dann haben wir unseren Mörder.
Lassen S' uns bitte durch!
Danke!
* Laute Musik *
Was gibt's, meine Herren? Kann ich irgendwas für Sie tun?
Was für ein Scheißspiel spielst du da?!
Lass mich los!
Ich frag nur noch ein Mal!
Was soll das werden?
Aah!
Was hast du mir untergejubelt? - Schluss jetzt!
Wir sehen uns wieder! Das schwör ich dir!
Bleiben Sie stehen!
Ihm nach!
Ah!
Ned reiben!
Gebts a Großfahndung raus: Markus Etz!
Noch immer keine Spur von Markus Etz!
Aber des san seine Schuhe.
Auf der Perlenkette und dem Ring waren leider keine Fingerabdrücke.
Aber die passen exakt zu den Spuren des mutmaßlichen Mörders.
Meine bescheidene Meinung: Er war's.
Antonia Rosensteins Mörder läuft frei herum.
Er hat mich attackiert.
Mir Pfefferspray in die Augen gesprüht!
Und Sie befragen mich über irgendeinen Posten in der Bilanz?!
350.000 Euro Spende an den Verein der Tierfreunde in Marbella!
Einziges Vorstandsmitglied: Dr. Michael Struppreiter!
200.000 Euro für Beratung an die "Consulting SL Marbella".
Geschäftsführer: Dr. Struppreiter!
Soll i weitermachen?
Ich bitte darum. - Gerne!
Insgesamt zwei Millionen Euro!
Überwiesen von Frau Rosensteins Konten an Ihre Firmen in Spanien.
Ohne erkennbare Gegenleistung.
Und gut versteckt in den Bilanzen der letzten Jahre.
Das ist doch Unsinn!
Vollkommen absurd!
Es wird aber leicht zu beweisen sein, ...
.. dass Frau Rosenstein Sie nicht im Vorstand haben wollte.
Sie wollte Sie sogar verklagen!
Ein Bericht?
Ah! Von der Gräfin Schönberg!
Das hat Antonia Rosenstein also gesagt!
Die Aussage einer verwirrten, wankelmütigen alten Dame ...
.. ist vor Gericht sicher gut zu verwenden.
Ich bin beeindruckt!
Sie haben bei der ersten Einvernahme gelogen!
Sie hatten ein Motiv: zwei Millionen Euro!
Außerdem waren Sie der Einzige, ...
.. der gewusst hat, wo die Schlüssel zum Schloss und zum Salon sind.
Tja!
Schade, dass es trotzdem Markus Etz war!
Wir gehen davon aus, dass Ihr Lebensgefährte der Mörder ist.
Und Sie wollen mir verkaufen, ...
.. dass Sie als Alleinerbin nichts damit zu tun haben?
Markus ist unschuldig!
Ach so?
Und wenn ...
Mein Gott!
Dann hat er auf eigene Faust gehandelt.
Mir hat er definitiv nichts erzählt!
Ich hab ihm auch keinen Mordauftrag erteilt.
Sie haben in der Mordnacht so um 23 Uhr einen Anruf erhalten.
Das ist die Telefonnummer einer Bar in Innsbruck.
Und das da ist Ihre.
Und wissen Sie, wer zu dem Zeitpunkt in der Bar war?
* Poltern *
Das besprechen wir am besten auf dem Kommissariat.
Eine Bar in Innsbruck!
Von dort bekommen Sie einen Anruf, Frau Rosenstein.
Und genau dort feiern Sie, Herr Dr. Struppreiter.
Und telefonieren - dafür gibt's Zeugen.
Warum haben Sie denn Ihre Intimfeindin angerufen?
Beantworten Sie bitte die Frage!
Ich möchte die Aussage verweigern.
Das ist doch alles Ihre Inszenierung!
Sie wollen uns in die Sache reinziehen!
Sie haben den Anruf entgegengenommen!
Was wollte denn der Herr Doktor von Ihnen?
Was soll er schon wollen? Die üblichen Infamien verbreiten!
Sie haben Millionen unterschlagen! Das ist die Wahrheit!
Sie haben die Gutgläubigkeit meiner Tante ausgenutzt!
Und als sie das begriffen hat, wurde sie ermordet!
Von Ihnen, Herr Dr. Struppreiter!
Sie sehen ja selbst: Dieser Frau ist alles zuzutrauen.
Herr Doktor, wir sprechen am besten draußen weiter.
Ja.
Sie haben der Firma von Herrn Etz 70.000 Euro überwiesen.
Kurz vor dem Mord.
Ich liebe ihn!
Ich helf ihm, bevor die Gläubiger ihn pfänden.
Ist das verboten?
Nein.
Es ist nur ein interessanter Zeitpunkt.
Außer man erwartet eine Gegenleistung.
* Handy *
Ein Milliarden-Erbe zum Beispiel.
Gräfin?
Was wollen Sie von mir?
Die Flucht von Markus Etz spricht ja wohl für sich!
Und das hier!
Genau! Ganz einfach!
Ja, Gott sei Dank!
Das Leben ist nicht immer kompliziert.
Leider doch!
Wie ist der Mörder ins Schloss gekommen?
Und warum hat er sich dort ausgekannt?
Und warum haben wir nur Ihre Reifenspuren gefunden?
Fragen Sie doch ihn! Den Mörder, mein ich.
Vielleicht mach ich das grad.
Ich darf mich verabschieden.
Und bei der Suche nach Herrn Etz viel Erfolg!
Des is des Beste!
Wir bringen euch das Corpus Delicti, und ihr drohts uns?!
Auf einfachen Diebstahl stehen bis zu sechs Monate Haft.
Paragraf 127, Strafgesetzbuch.
Wo hast du den Schlüssel g'funden? - Was?
Na ja, wenn ihn die Gräfin nicht gestohlen hat ...
In der Disco? Oder vor der Disco?
Hm?
Das ist die Schlüsselfrage!
Ach so, den Schlüssel!
Ja, na den ... Gefunden! Vor der Disco!
Direkt am Eingang!
Ja, so mattglänzend im Mondenschein ...
I sag noch: Gräfin, liegt da ned a Schlüssel?
Genau!
Hannes! Passt schon!
Da müss'ma ja nur noch rausfinden, wo dieses Fundstück sperrt.
Das muss jetzt schnell gehen.
Gräfin, Vater! Trotzdem danke!
Kroisleitner, hast schon a Spur vom Etz?
Die beiden anderen überwachen lassen!
Bist du wahnsinnig?
Die Polizei beschattet bestimmt die Wohnung!
Mir geht's beschissen! Das Schwein hat uns reingelegt!
Wir finden einen Ausweg.
Nein! Ich sag der Polizei, wie's wirklich war.
Bist du verrückt?
Willst du ins Gefängnis? Lebenslänglich!
Ich hab einen Plan.
Hier!
Was soll ich damit?
Abhauen! Brasilien!
Neuer Name, neue Identität.
Luxusleben an der Copacabana - anstatt "Taxi Bob" in Innsbruck!
Willst du mich loswerden, damit du das Erbe allein einstreichen kannst?
Jetzt werd nicht kindisch!
Ich bin für dich da! Jetzt und in Zukunft.
Ich soll die Schuld auf mich nehmen, indem ich fliehe?
Und du hast von nichts gewusst?!
Nur so kann ich das Erbe antreten. Und dann: fifty-fifty!
Kein Land in Südamerika liefert Multimillionäre aus!
Und mich kriegst du gratis dazu.
Wenn du heute Abend noch fliegst, ab Zürich, ...
.. bist du weg, bevor die Fahndung bei Interpol raus ist!
Ich hab noch mehr Geld, Flugtickets und deinen Pass.
Wir treffen uns in drei Stunden. Du weißt, wo.
Stefanie!
Karin, er ist jetzt auch gekommen.
Alles klar, Kroisleitner!
Alles wie geplant.
***
Endlich! Ich hab mich schon gefragt, wo du bleibst!
Hast du wirklich geglaubt, ich lass dich im Stich?
Wo ist ...
Wo ist das Geld? Der Pass, das Ticket?!
Ich hab unseren Plan geändert.
Aber ...
Diese kleine Änderung wird Ihnen nicht gefallen!
Was soll das?
Stefanie!
Es tut mir leid.
Es gibt doch immer ein Bauernopfer!
Noch letzte Worte?
Nein?
Dann gute Nacht! Und auf Wiedersehen!
Halt, Polizei! Keine Bewegung!
Lassen Sie die Waffe fallen!
Weg!
Nein!
Weg!
Herr Struppreiter, machen S' keinen Blödsinn!
Des bringt doch nix!
Klaus, bist du auf Position?
Sehr gut! Er wird schon erwartet.
Des gibt's ja ned!
Haben Sie wirklich gedacht, dass das funktioniert?
Karin? Ja, ich hab ihn.
Er hat sich tatsächlich vom Skeleton fallen lassen.
G'lernt is g'lernt! Hamma mit dem Weltmeister geübt?
Abführen!
Also noch einmal!
Sie, Herr Etz, haben den Unfall mit dem Skeleton nur vorgetäuscht.
Sie dachten, der Spitalsaufenthalt verschafft Ihnen ein Alibi.
Das Krankenhaus haben Sie aber vor 22 Uhr wieder verlassen.
Wir haben gerätselt, wie Sie so schnell ins Schloss gekommen sind.
Aber manchmal ist das Leben so einfach, oder?
Ein Komplize!
Sie!
Sie haben ihm Ihr Auto geborgt.
Und ihm gesagt, wo die Schlüssel sind.
Sie sind ins Schloss und haben die Frau Rosenstein ermordet.
Und dann sind Sie zurück ins Krankenhaus nach Innsbruck.
Und von dort hat Sie ein Taxi in die Diskothek gebracht.
Während Sie Ihre Freunde im Skeleton-Verein besucht haben.
Zwei perfekte Alibis!
Wenn Sie sein Alibi nicht absichtlich zerstört hätten:
Durch Ihren Krankenbesuch.
Zwei Auftraggeber und einer, der die Dreckarbeit macht!
Weil er auf 500 Millionen und die große Liebe hofft.
Ziemlich naiv!
Was Sie nicht wussten:
Ihre große Liebe hatte längst die Fronten gewechselt.
(Unter uns:)
(Jetzt bin ICH an der Reihe - und Sie sind draußen.)
(Endgültig!)
(Sind Sie verrückt geworden?)
(Wir sind doch beide vom gleichen Schlag!)
(Und das weißt du!)
Ich hab mich in dieses Ekel verliebt.
Hals über Kopf.
Und ab diesem Zeitpunkt waren Sie das fünfte Rad am Wagen.
Und Sie hatten die Idee, wie man zu einer Milliarde Euro kommt:
Durch einen Mord, für den ein anderer geradestehen muss.
Antonia Rosenstein wollte ihr ganzes Vermögen in die Stiftung einbringen.
Das mussten wir verhindern.
Sie haben ihm die Schlüssel zu seinen Firmenräumen gegeben.
Damit kein Zweifel mehr an seiner Täterschaft besteht.
Der Plan war, dass Sie Antonia Rosenstein umbringen, ...
.. während Sie offiziell im Krankenhaus liegen ...
.. und die Hauptverdächtigen ebenfalls Alibis haben.
Aber der Plan hat einen Haken gehabt.
Ihr Tod war Teil dieses Plans.
Die Polizei hätte dich sonst gekriegt.
Alle Ungereimtheiten aufgedeckt.
Irgendwann wärst du umgefallen!
Außerdem: 500 Millionen für einen wie Sie - ist doch lächerlich!
Sie hätten uns erpresst!
Sie hätten ausgepackt - aus Rache, weil wir beide ...
Das Risiko war einfach zu hoch.
Ich verlange einen Anwalt. Und ich will aussagen.
Gegen Dr. Struppreiter und Stefanie Rosenstein.
Wegen Anstiftung zum Mord.
Ich will, dass ihr beide lange ins Gefängnis kommt!
Und wenn ihr rauskommt, seid ihr alt!
Und bedürftig.
Reif für Tante Antonias Stiftung!
Untertitel: Kathrin Wallbrecher ORF-Enterprise 2008
Sie erreichen uns unter: untertitel@orf.at
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