All language subtitles for Barabbas.Teil2.2012.German.DL.1080p.BluRay.x264-ENCOUNTERS

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Original subtitles

Hört Ihr das? Er wird gefeiert als König von Israel.

Wenn schon, das kümmert mich nicht. Er stellt keine Gefahr dar für Rom.

Ihr wisst, er bezeichnet sich als den Sohn Gottes. Ein unfassbares Sakrileg!

Nach euren Gesetzen von mir aus, aber nicht nach unseren.

- Da täuscht Ihr Euch. - Ich kenne Rom besser als Ihr.

Das führt mit Sicherheit zum Aufstand in allen Städten und Dörfern Israels.

Ich habe genug Männer, um jeden Aufstand zu beenden.

Keiner vermag sie aufzuhalten. Nicht, wenn sie glauben, der Messias sei gekommen.

Ich sehe keine Armee in seinem Gefolge.

Eure Frau wurde unter den Menschen gesehen,

die dem Nazarener zugehört haben.

Wir wären wohl kaum die Herren der Welt,

wenn wir uns nicht für viele Dinge interessieren würden.

- Wir werden teuer für Euren Fehler bezahlen. - Wie bitte?

Bringt ihn zu Fall, solange Ihr noch könnt!

Wende dich an Herodes. Regelt diesen Fall unter euch!

Herr! Ich habe etwas Wichtiges für Euch.

Was willst du? Und wer bist du?

- Ein großer Aufstand steht bevor. - Ein Aufstand gegen Rom?

- Ja. Während des Passahfests. - Weißt du das genau?

Ja. Ich habe gehört, wie Barabbas davon sprach.

Barabbas! Ein Dummkopf, wer glaubt, was dieser Schwerverbrecher sagt.

Deswegen will ich Euch warnen, Herr. Barabbas glaubt an nichts!

- Er führt selbst seine Gefolgsleute in den Tod. - Weißt du, wo er ist?

Er ist hier, der Mann ist just heute eingetroffen!

Er wartet mit der Menge vor der Synagoge.

Sie wollen alle hören, ob Jesus von Nazareth

nun verurteilt oder freigesprochen wird.

Und dann trat Kaiphas auf den Nazarener zu und sagte:

Im Namen des lebendigen Gottes bitte ich dich, uns zu antworten:

Bist du der Messias? Christus, der Sohn Gottes?

Und jener erwiderte: Das sind Eure Worte, nicht meine.

Barabbas! Komm!

Hier! Versteck dich!

Nein, nein! Hier ist niemand!

Esther!

Flieh!

Wenn du der Messias bist,

wieso vermagst du die Mauern dieses Kerkers nicht einzureißen?

Warum tust du es nicht? Messias!

Warum nicht? Warum nicht?

Wieso lässt du diese Gefängnismauern nicht einstürzen!

Messias!

Messias!

Wieso nicht?

Esther?

Esther!

Esther!

Esther!

Esther.

Mein Kind. Mein Kind.

Lauf!

Es ist Tradition, zum Passahfest einen Gefangenen freizulassen.

Das Volk sucht einen aus.

Ihr, das Volk von Jerusalem, trefft die Wahl.

Welchem dieser verurteilten Männer wünscht ihr die Freiheit zu schenken?

Jesus von Nazareth? Oder Barabbas?

Jesus von Nazareth? Oder Barabbas?

Barabbas! Barabbas!

Barabbas! Barabbas!

Barabbas! Barabbas! Barabbas! Barabbas!

Barabbas! Barabbas! Barabbas! Barabbas!

- Nein, Herr im Himmel, nein. - Barabbas! Barabbas!

Barabbas! Barabbas! Barabbas! Barabbas!

- Nein! Mein Sohn! Bitte! - Barabbas! Barabbas!

- Bitte, du musst eingreifen! - Ich kann nicht.

- Jesus ist unschuldig. - Es liegt nicht mehr in meiner Hand.

Wieso? Wer, wenn nicht du als der Statthalter, entscheidet denn so etwas?

Das Gesetz! Das Volk musste sich entscheiden. Es hat sich entschieden.

Sie haben nur Angst, Pontius. Kannst du das nicht erkennen?

Sie verstehen noch nicht, wer er ist!

Würden sie an den Mann da glauben, hätten sie ihn gewählt.

- Du hättest es verhindern müssen. - Ich folge nur dem Gesetz, Claudia.

Kein dummes Gesetz kann je rechtfertigen, dass du es zulässt und nicht eingreifst!

Behalte sie im Auge!

Was hast du damit erreicht? Warum weigerst du dich,

mit dem Schwert in der Hand für deinen Glauben zu streiten?

Du willst wohl zurück in den Kerker! Verschwinde, geh!

Bevor denen klar wird, dass sie den Falschen befreit haben!

Du kriegst, was du verdient hast.

Der "Messias", dass ich nicht lache, du Scharlatan.

Nein!

Barabbas! Ich bin Judas, ich bin einer von Jesus' Gefolgsleuten.

Können wir uns unterhalten?

Hör mir zu, Barabbas. Die Zeit ist gekommen.

- Die Zeit wofür? - Gott will, dass wir zu den Waffen greifen.

Der Messias zieht es vor zu sterben, bevor er das tut.

Du musst es allen erklären! Du musst allen die Wahrheit erzählen.

- Welche Wahrheit? - Dass ich Gottes Werkzeug war.

Er hat gewollt, dass Jesus in den Tod geht.

Er hat es gewollt, weil er dich mit dem Schwert kommen sah.

- Denn du, Barabbas, du bist der Messias. - Was redest du da?

- Sprich zu den Menschen! - Halt den Mund! - Sag ihnen die Wahrheit! Verzieh dich!

Sag es ihn allen!

Rede mit ihnen! Über Gott. Den Gott der Waffen.

Sie sollen wissen, dass du erwählt wurdest.

Und dass Jesus nur bewiesen hat, dass man ohne Gewalt niemals Frieden erlangt.

Denk doch mal nach! Wieso wurdest du gerettet?

Weil du erwählt bist, und das sollten alle sehen.

Weil Gott dein Schwert will, Barabbas.

Deinetwegen hat Gott mich geschickt, Jesus den Priestern auszuliefern.

Weil er dich auserwählt hat.

Unter deiner Führung wird Israel die Freiheit gewinnen.

- Das muss er von dir hören! - Wer soll es hören?

Petrus! Komm mit.

Geh hoch, erzähl es ihm.

Petrus?

- Kommst du, um mich zu ermorden? - Ich? Nein.

Dreimal. Ich hab mich gefürchtet und unseren Herrn dreimal verleugnet.

Ich war feige, wie er es vorhergesagt hatte.

Ich bot ihm mein Schwert an, das hat er abgelehnt.

Und jetzt stirbt er am Kreuz, wo ich hängen sollte. Ich bin Barabbas.

Barabbas. Sein Königreich ist nicht von dieser Welt.

Ein toter König hat kein Reich.

Alles ist so wie es prophezeit war gekommen, er wusste es.

Wieso hat er sich nicht davor bewahrt? Und warum wurde ich verschont?

Die Antwort kann nur der Glaube geben.

Was denn nur für ein Glaube, was hilft uns der?

- Wir stehen alle unter der Knute Roms. - Du musst an ihn glauben.

- Er ist ein toter Mann, Petrus. - Er ist nicht tot. Denn er ist kein Mensch.

Gottes Wille erfüllt sich.

Was passiert da? Was passiert da?

Vater...

...in deine Hände befehle ich meinen Geist.

Mein Sohn, was haben sie dir angetan?

Du musst jetzt gehen.

Ich möchte noch bei ihm sein.

Wir sind angehalten, die Menschen wegzuschicken.

- Aber wovor habt ihr Angst? - Ich weiß es nicht. Ich befolge nur unseren Befehl.

Was willst du hier? Es ist schon schlimm genug, wie es ist.

Geh weg, lass uns in Frieden hörst du nicht?

Gott.

Warte.

- Was willst du, Barabbas? - Ich wollte zu dir.

Du willst also mit mir sprechen?

- Ich verstehe nicht, warum er es getan hat. - Weil er es genauso wollte.

- Und das verstehe ich nicht. - Nur der Glaube kann dir darauf Antwort geben.

- Der Glaube an was denn? - An ihn!

Ich hätte aus vollem Herzen an ihn geglaubt,

wenn er das Schwert gegen die römische Unterdrückung erhoben hätte.

Das ist nicht sein Weg, Barabbas.

- Er wird dir verzeihen. - Warum denn verzeihen?

Ich hab am Tod deines Sohnes keine Schuld.

Es tut mir leid, ich...

Es tut mir sehr leid.

Du hättest am Kreuz sterben sollen, nicht Jesus!

Das Kreuz steht für das Leiden.

Und wie er gelitten hat! Ich kann an nichts anderes mehr denken.

Nein, fass mich nicht an.

- Claudia, es ist vorbei. - Vorbei? - Er ist tot. - Er ist nicht tot.

Ich wünschte, es wäre so. Ich wünschte mir für dich, dass er noch lebte,

aber es ist zwecklos, die Wahrheit zu leugnen.

- Er wird zurückkehren. - Was redest du da?

Das hat er uns wörtlich gesagt. Er wird zurückkehren.

Er kommt wieder.

Esther!

Barabbas!

Liebster, du lebst! Oh Gott.

Gehen wir fort von hier, du und ich, auf der Stelle.

- Ich kann hier nicht weg. - Wieso nicht?

Oh, verstehst du das denn nicht?

Weißt du nicht, wer dich beschützt und gerettet hat?

Nichts wird mehr sein, wie es früher war, Barabbas.

- Aber du gehörst zu mir! - Nein, ich gehöre hierher.

Zu ihnen. Weil mich die Kranken brauchen.

Ich brauche dich ganz genauso. Ja, das tu ich.

Ich bin stets hier. Du kannst mich jederzeit besuchen.

Die sind schon halbtot, die meisten hier.

Es ist so sinnlos, was glaubst du zu erreichen?

Jesus sagte immer: Selig sind, die arm im Geiste sind.

Denn sie erlangen das himmlische Königreich.

Was ist mit unserem Kind, hat das nichts mehr zu bedeuten?

Ich komme ihn jeden Abend besuchen seither und bete mit ihm.

- Wie ist das passiert? - Als sie dich damals gefangen haben,

bin ich gestürzt und habe unseren Sohn verloren.

Das war ein Zeichen: Der Herr will mich nicht als Mutter von Kindern.

Er sagt mir, mein Platz ist hier bei den Todkranken.

Welcher Herr denn? Den gibt es nicht.

Du bist Wirklichkeit und ich auch. So wie unser Kind, das...

Hätte ich ihn nur beschützen können und ihn lieben können...

So wie ich dich liebe, durch und durch. Komm mit mir, Esther, bitte!

Das hier ist mein Leben geworden.

Den Leidenden und Kranken zu helfen, ist mein Wunsch.

Nein, Esther, komm mit!

Du bist der einzige Mann, dem meine Liebe gehörte.

Doch jetzt habe ich mein Leben Jesus verschrieben.

- Ist dies das Haus des Lazarus? - Ich weiß nicht, von wem du sprichst!

Ich traf Jesus von Nazareth. Ich bin Barabbas.

Warte einen Moment, Barabbas.

- Ich hab dich erwartet. - Danke, dass du mich empfängst.

Um ehrlich zu sein, hoffe ich, du kannst es mir erklären.

Was soll ich dir erklären können?

Jesus wurde verurteilt, weil er mich von den Toten auferweckt hat.

Und dann hat er dein Leben gerettet, indem er für dich ans Kreuz ging.

Wieso wurden wir auserwählt, die Ursache seines Todes zu sein?

In meiner Heimat gab es mal einen Mann, einen Arzt,

der aus bestimmten Pflanzen Medizin braute,

die einen todesähnlichen Schlaf verursachte.

Vielleicht ist die Erklärung also ganz einfach, Lazarus.

Aus dem Grund wollte ich auch nicht, dass irgendjemand hierherkommt

und mich fragt, was ich erlebt habe. Weil das kein anderer Mensch verstehen kann.

- Doch du glaubst daran. - Ich war tot. Und er hat mich ins Leben zurückgerufen.

Wenn du wirklich tot warst, dann bitte ich dich, sag mir:

Wie ist dieser Tod, vor dem Jesus dich errettet haben soll?

Ich weiß es nicht. Es war wie aufwachen aus einem traumlosen Schlaf.

Ich öffnete meine Augen und lebte wieder.

Es war, als wäre ich aus dem Nichts zurückgekehrt.

Ein Nichts? Mehr nicht?

Ich frage mich seitdem täglich: Warum bin ich mir so sicher,

warum habe ich nicht den kleinsten Zweifel, dass es wahr ist?

Dass Jesus mich aus den Fängen des unbarmherzigen Todes befreit hat?

Und wie erklärst du es dir?

Nichts kann einen Menschen über- zeugen, wenn er nicht glauben will.

Weil es einfach nicht zu glauben ist!

Er kommt zurück, Barabbas. Das weiß ich gewiss.

- Er ist tot. Er existiert nicht. - Und wieso sind wir noch da?

Wieso leben wir beide noch? Ist das für dich ganz ohne Bedeutung?

Ich bin nichts. Ein Dieb, der als solcher, wie er es verdient, hätte sterben sollen.

Mir ist nicht klar, wieso das nicht ge- schehen ist, aber dafür weiß ich eins:

Nämlich, dass du und all die vielen anderen, die ihn anbeten,

entweder sehr leichtgläubig oder verrückt sind. Bedaure.

Jesus wurde verurteilt, weil er mich von den Toten auferweckt hat.

Und dann hat er dein Leben gerettet, indem er für dich ans Kreuz ging.

Wieso wurden wir auserwählt, die Ursache seines Todes zu sein?

Du musst es allen erklären! Du musst allen die Wahrheit erzählen.

Dass ich Gottes Werkzeug war. Er hat gewollt, dass Jesus in den Tod geht.

Er hat es gewollt, weil er dich mit dem Schwert kommen sah.

Denn du, Barabbas, du bist der Messias.

Denk doch mal nach! Wieso wurdest du gerettet?

Weil du der Auserwählte bist! Weil Gott dein Schwert will, Barabbas.

Deinetwegen hat Gott mich geschickt, Jesus den Priestern auszuliefern.

Mein Königreich wird nicht in dieser Welt sein.

Er ist nicht tot, denn er ist kein Mensch.

Weißt du nicht, wer dich beschützt und gerettet hat?

Nichts wird mehr sein, wie es früher war, Barabbas.

Du bist es! Unter deiner Führung wird Israel die Freiheit gewinnen.

Barabbas! Die Römer suchen nach dir, sie wollen dich wieder einsperren.

Hol die Männer! Ich will euch etwas sagen.

Gott ließ mich am Leben anstelle von Jesus,

deswegen will ich ihm ab sofort und bedingungslos mit meinem Schwert dienen,

so lange, bis unser Volk endgültig gesiegt hat.

Die Zeit falscher Prophezeiungen ist vorbei.

Bald erinnert sich niemand mehr an den Namen des Nazareners.

- Aber sie werden... - Wie ich höre, erinnern sich noch viele an seine Worte

und wollen sie weithin über alle Länder zu den Völkern tragen.

Wenn Gott will, dass Jesus stirbt, dann muss das heißen...

- Es heißt, er soll wiederkehren. - Ich bin schon hier, jetzt! Ich lebe.

Und wenn Gott mich verschont hat, dann bestimmt,

weil er will, dass ich euch anführe. - Soll das heißen, du bist der Messias?

Ich werde alles tun, was in meiner Macht steht,

um mich der Aufgabe würdig zu erweisen.

Rom muss begreifen, dass wir fähig sind, zuzuschlagen

und sie ins Herz treffen können, wann immer wir wollen!

- Auf wen hast du es abgesehen? - Auf Pontius Pilatus.

- Was? Allmächtiger. - Das ist kühn, zu kühn. - Ob das gelingt.

Das ist Wahnsinn, Barabbas.

Wer es sich nicht zutraut von euch, den zwinge ich nicht.

- Jesus! Jesus! - Was gibt es?

Jesus! Sein Leichnam ist aus dem Grab verschwunden!

Was heißt "verschwunden"?

Seine Anhänger sagen, er sei von den Toten auferstanden!

- Barabbas! Es ist wahr, sieh nur! - Was ist wahr?

Sie sagen, es sei ein Engel vom Himmel herabgestiegen,

gekleidet in einen Mantel aus Feuer.

Er stieß seinen Speer zwischen den Berg und den Felsen,

und die Grabstelle öffnete sich. Jesus ist von den Toten auferstanden.

- Wo habt ihr ihn versteckt? - Was meinst du?

Du wirst doch nicht denken, ich glaube so etwas!

Er ist auferstanden. Jesus ist von den Toten auferstanden.

Wie er es versprochen hat. Wieso glaubst du es nicht?

Und die Männer, die das Grab bewachen sollten?

Ich habe sie eingesperrt, in Einzel- haft. Ihr könnt sie gleich verhören.

Zuerst will ich mir selbst ein Bild von diesem Ort machen.

Pontius! Ich komme mit, ich will es auch sehen!

Jesus ist auferstanden. Sag nicht nein, ich muss hin.

Es ist zu gefährlich, Claudia.

Ich lasse nicht zu, dass du dein Leben für diesen Unfug riskierst.

Sorgt dafür, dass meine Frau in ihren Gemächern bleibt.

Wieso sollte es gefährlich sein? Was hast du dort vor?

Diejenigen verhaften, die das Grab geöffnet und den Leichnam entwendet haben.

Niemand kann sich dem Willen Gottes widersetzen.

Ich werde es nicht dulden, dass man hier Rom dermaßen provoziert.

Man stiehlt einen Leichnam direkt vor unserer Nase, wie ist das möglich?

Ich habe schon meine besten Leute ausgesandt,

um die Übeltäter aufzuspüren.

So hat man ihn heute früh gefunden.

Ist es möglich, dass er Angst vor dem auferstandenen Jesus hatte?

Er dachte sicher, Jesus würde für den Verrat Rache üben.

- Hat er dir etwas erzählt? - Ja, dass Gott ihm den Verrat befohlen hätte.

Das hat er behauptet?

So wie ihm wird es allen ergehen, die an diesen Unsinn glauben.

Der Mann ist oben.

- Er ist nicht allein. - Wie viele sind es? - Drei.

- Ist er auch der, den wir suchen? - Ha! Er prahlt unentwegt davon,

wie er die Soldaten, die die Grabhöhle bewachen sollten, verhaftet hat.

Versuch, deinen Mund zu halten.

Die Kleine hatte meinen Namen vergessen,

das musst du dir mal vorstellen, nach dem, was da war.

Dann hast du keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, Mann.

- Sicher nicht ganz billig. - Na also, komm, wir haben wirklich nichts ausgelassen.

Sie und diese Griechin da. Drei Tage lang.

- Was soll der Lärm. - Sag uns, was du über den Leichnam des Nazareners weißt!

- Weißt du, wo er ist? - Nein. - Mach den Mund auf!

Ich kann euch nur sagen, dass die Grabwächter nicht betrunken waren.

- Das mit dem Wein ist nur die offizielle Geschichte. - Wo sind sie jetzt?

Sie sind in Einzelhaft, damit sie mit keinem darüber reden.

- Eben deswegen will ich sie sprechen. - Das ist aber unmöglich.

Achte das nächste Mal besser darauf, was du im Bett den Huren erzählst.

- Was wollt ihr? - Dass du dich ausziehst.

Wenn er spielt, muss er sich nicht wundern. Sein Sold ist jedenfalls immer weg.

Aber wie kann man gegen einen Syrer verlieren.

- Wo willst du hin? - Ach, ich hab mein Schwert vergessen.

Sei froh, dass wir nicht im Krieg sind. Und Ihr? Was wünscht Ihr?

Eure Gefangenen möchte ich sehen. Um genau zu sein, die Grabwächter.

- Mich schickt Pilatus her. - Euch hab ich hier noch niemals gesehen.

Ich komme aus Jaffa.

Ich befehlige die Eskorte, die die Männer nach Rom bringen soll.

Seit wann gestattet die Legion das Tragen eines Bartes?

Ich bin in Trauer um meinen Vater. Er wurde jüngst von Rebellen getötet.

- Das bedaure ich. - Danke.

Hey, ich kenne dich. Du bist Barab...

Komm her! Steh auf!

Du wirst nicht schreien, kapiert? Dann schlitze ich dir auch nicht den Bauch auf.

Haben wir uns verstanden?

- Wer seid Ihr? - Ich will wissen, was passiert ist.

- Aber warum? Gehört Ihr zu Jesus An- hängern? - Habt ihr in der Nacht getrunken?

- Nein, wir waren nüchtern. - Was dann, habt ihr geschlafen oder ein Überfall?

- Nein. - Wie war es dann?

- Wir waren geblendet. - Geblendet?

Ein Licht. Ein grelles Licht, und wir konnten nichts mehr sehen.

- Als wir aufwachten, da war das Grab leer. - Das ist alles?

- Ja oder nein? - Er war vielleicht doch der Messias, von dem die Juden sprechen.

- Sie werden sie alle töten. - Wen töten?

Alle, die ihm folgen. Alle, die an ihn glauben. Befehl von Pilatus.

- Wer dem Nazarener folgt, wird hingerichtet. - Danke.

Esther!

Esther?

Esther! Esther!

Esther!

Esther.

Du bist Barabbas, oder nicht? Esther hat mir viel von dir erzählt.

Du kennst sie, dann bring mich zu ihr!

Hier sind so viele von uns, Esther ist nach Jerusalem gegangen,

wo sie den Bettlern und den Aussätzigen beisteht.

Was hast du? Warum fragst du nach ihr?

- Ihr müsst hier verschwinden. - Wieso? Was ist denn?

- Sie werden euch jagen und verfolgen. - Das verstehe ich nicht.

Die Römer fürchten euch. Und die Schreiber und die Priester hassen euch.

Sie werden das Volk gegen euch aufhetzen, ihr müsst euch verstecken!

Und ihr müsst in euren Verstecken bleiben, bis wir zurückschlagen!

Ihr müsst euch nicht fürchten. Jesus ist von den Toten auferstanden,

er wird bald bei uns sein und uns vom Tode befreien.

Da ist sie! Schon seit Tagen steht sie hier und predigt Unsinn.

Verbreitet Lügen! Götzendienst und Gotteslästerei!

Die allersündhaftesten Vergehen!

Ich kenne diese Frau. Sie hat ihr Neugeborenes getötet.

Das ist nicht wahr. Nein, ich würde nie mein Kind töten, und ich hab es nicht...

Nein! Lasst sie!

Mein Herr und Gott. Du bist hier.

Das also war der Weg, den du für mich...

Das ist meine Bestimmung.

Verwünschtes Schicksal.

Warum nur musstest du für ihn sterben?

- Seid ihr alle bereit? - Bereit schon.

- Was zögerst du? - Wieso führt Valerius Flaccus die Eskorte nicht an!

- So ist es leichter, freu dich doch darüber. - Bist du sicher?

So sicher, wie das Volk von Jerusalem mich Jesus vorgezogen hat.

Ich habe jedenfalls nicht im Sinn, mich vor meiner Bestimmung zu drücken.

- Ich ebenso wenig! - Gut so! Also, im Namen des Volks von Judäa:

- Tod den Römern! - Tod den Römern!

Es ist aus, Barabbas.

Du ahnst nicht, wie gern ich dir die Kehle durchschneiden würde.

Aber einer deiner Götter muss dich sehr lieb haben.

Pontius Pilatus will dich lebend.

Gäbe es hier vernünftige Gesetze, würdest du noch heute gekreuzigt.

Doch nach euren religiösen Bräuchen darf man jemanden,

der zu Passah begnadigt wurde, nicht mehr hinrichten.

Und das gegenwärtige Machtgefüge in Rom und in unserem Reich lässt keinesfalls zu,

dass wir die religiösen Gefühle der jüdischen Bevölkerung verletzen.

Deshalb wirst du den Rest deines Lebens in Haft verbringen.

Dort bekommst du nur Brot und Wasser, alle zwei Tage.

Schlafen wirst du auf dem Boden aus nacktem Fels.

Und nie wieder wirst du das Tageslicht sehen.

Es wird für dich nichts geben, nur Einsamkeit und völlige Stille.

Du wirst es bedauern, nicht sterben zu dürfen.

- Was willst du? - Ich kenne Esther.

Esther ist tot.

Und wie ist das geschehen?

Sie starb für ihn.

Sie hat sich zu ihm bekannt, sie pries seinen Namen.

Die Priester haben gesehen, dass sie predigte und sie gesteinigt.

Warum musste sie so teuer bezahlen?

Ja, das möchte ich auch gern wissen!

Sag du mir: Wieso ist sie für ihn gestorben?

Weil Jesus den Tod überwunden hat und seine Worte den Frieden bringen.

Dann kenne ich seine Worte nicht. Ich kenne solche Worte nicht.

Frieden. Frieden. Nein, solche Worte hab ich nie gehört.

Ich war bei ihm. Ich war dort, als er gestorben ist.

Er hat nichts zu mir gesagt.

Er hat nicht gesprochen, und weißt du auch, wieso er nicht sprach?

Der Mann hatte nichts zu sagen!

- Wo ist Esther bestattet? - Bei ihrem Sohn.

- Ich spreche ein Gebet für dich. - Nein, wag es nicht, so etwas zu mir zu sagen.

Geh jetzt. Bitte geh einfach.

Herr, heiße sie in deinem Königreich willkommen.

Wache über uns, Freundin Esther. Und beschütze uns immerdar.

- Könnt ihr uns nicht in Frieden lassen? - Frevlerin! - Auf sie! Steinigt sie!

Claudia!

Meine Liebste. Wer hat das getan?

Wir haben gebetet.

An ihrem Grab. Esther.

- Esther? - Die Frau von Barabbas.

- Barabbas ist daran schuld? - Nicht Barabbas.

Versprich mir, du wirst ihn nicht umbringen.

Wer dir so was antut, dem verzeihe ich nie.

Höre auf Jesus, Pontius. Seine Worte.

Seine Worte bringen mir Frieden. Der Hass muss enden.

Ich bitte dich.

- Bitte versprich es mir. - Ich verspreche es dir.

Barabbas!

- Was willst du? - Komm heraus!

- Was wollt ihr von mir? - Ich hatte gehofft, du wärst schon tot.

- Ich muss dich vorher noch töten. - Pilatus ist wieder nach Rom versetzt worden.

- Schön für ihn. - Und dich erwarten Zyperns Steinbrüche.

- Warum? - Dein Sterben hier dauert uns zu lange.

- Na, dann töte mich doch! - Du sollst vorher leiden.

Wenn es nach mir ginge, wärst du schon vor langer Zeit gestorben.

Ich verstehe die Gnade nicht, die man dir hier erwiesen hat.

- Hab es nie verstanden. - Ich auch nicht. Glaub es mir.

Das war's.

Den Mann! Holt den her!

Was hab ich getan?

Seht ihr das?

Das ist das Abzeichen eurer Leibeigenschaft.

Und jeder, der es trägt, gehört zum Eigentum des Kaisers!

Das bedeutet, ihr alle befindet euch in seinem Besitz.

Was sehe ich hier? Das ist das Zeichen der Anhänger dieses Verrückten. Jesus.

Du hast dich am Eigentum des Kaisers vergangen.

So geschieht es jedem, der gegen den Kaiser Roms vergeht!

Und der diesen angeblichen jüdischen Gott huldigt.

Und so geschieht es jedem, der mich nicht von solchen Umtrieben unterrichtet!

- Wo ist denn dein früherer Gefährte? - Ist gestorben.

Wie?

Am Ende bringen sie uns doch alle um. Lass mich in Ruhe.

- Wie heißt du? - Barabbas.

Mein Name ist Sahak. Ich komme aus Pompeji. Und du?

- Aus Jerusalem. - Jerusalem! Das ist doch die Stadt Jesu!

- Was weißt du von ihm? - Hast du ihn gekannt? Hast du ihn predigen hören?

- Was weißt du über den Mann? - Das, was alle von ihm erzählen.

Dass er auferstanden ist. Und dass er wiederkommen wird, uns zu befreien.

- Niemand kommt zurück von den Toten. - Aber er wurde danach von vielen gesehen.

Und Jesus hat sie gebeten, sein Wort weiter zu tragen.

Er sagte: Wer an ihn glaubt, dem wird Erlösung zuteil.

Zeig mir deinen Anhänger.

- Die werden uns beide töten. - Das macht mir keine Angst. Jesus ist bei mir.

Wenn die das Ding hier finden, dann wirst du deinen Jesus brauchen.

- Wir müssen das Zeichen entfernen. - Das kann ich nicht tun.

- Ich glaube daran. - Was heißt das hier?

Es ist griechisch. Von jedem Wort der erste Buchstabe.

Es heißt: Jesus, der Sohn Gottes, unser Erlöser.

Wenn du Angst hast... Ich will dein Leben nicht in Gefahr bringen.

Morgen früh gehe ich damit zu dem Oberaufseher.

Dann bestraft er mich vielleicht, aber du bleibst unversehrt.

Jesus hätte gewollt, dass ich so handle.

Jesus hätte gewollt, dass ich so handle.

Das alles ist für mich so neu.

- Wie heißt du? - Esther.

Du bist ein Sklave der Wut und der Gewalt in dir.

Nur Dummköpfe sterben für Gold.

Du bist zu mehr berufen!

Verstehst du denn nicht, warum du noch lebst?

Deine Bestimmung wird dich ereilen.

Nichts wird mehr sein, wie es früher war, Barabbas.

Du musst es nur begreifen und erkennen.

Ich war tot. Und er hat mich ins Leben zurückgerufen.

Er war vielleicht doch der Messias, von dem die Juden sprechen.

Du bist der einzige Mann, dem meine Liebe gehörte.

Nichts kann einen Menschen über- zeugen, wenn er nicht glauben will.

Ich möchte bitte zum Oberaufseher.

Was willst du? Egal, was es ist, sag es mir!

- Ich habe etwas zu melden. - Ich höre!

- Das Essen. - Das Essen? Was ist mit dem Essen?

- Keiner wird satt davon. - Ach sieh an! Er ist unzufrieden mit den Portionen!

Wenn wir hart arbeiten sollen, dann brauchen wir mehr Essen.

Essen! Essen! Du willst essen? Friss das!

- Euch werde ich lehren, hier Ansprüche zu stellen! - Nicht, hört auf!

Ich bin schuld daran, warum schlagt ihr ihn? Bitte hört auf!

Friss! Friss! Friss!

- Ritz euer Zeichen da rein! - Wieso? Glaubst du denn an Jesus?

- Ich weiß es nicht. - Warum willst du es dann?

- Aus Trotz! - Du riskierst aber viel. - Ritz es rein!

- Das ist ein Zeichen des Friedens. - Nicht für mich.

So, zeigt her! Halt still! Wo hast du es? Gib her!

Das haben wir gleich! Wenn du irgendwas versteckst.

Hoch mit dir, vorwärts. Ich warne dich. Jetzt ist Schluss.

Was? Hey! Was wollt ihr? Lasst mich!

Ich bin sehr enttäuscht von euch. Ihr seid Dummköpfe!

Glaubt ihr, ich entdecke eure Zeichen nicht,

wenn ihr sie offen tragt, deutlich sichtbar? Das ist armselig!

Aber nun seid ihr schon so viele Narren, dass ich euch nicht alle töten kann,

weil ich dann keine Arbeitskräfte mehr haben würde.

Und weil ich hier der Verantwortliche bin

für die konstante und störungsfreie Lieferung unseres Metallerzes,

welches man in Rom so dringend benötigt,

gedenke ich, Gnade walten zu lassen

und euch ein großzügiges Angebot zu unterbreiten.

Diejenigen, die diesem Jesus abschwören

und ihren Eid auf den Kaiser bekräftigen, bleiben verschont.

- Schwörst du dem falschen Messias ab? - Nein.

- Hast du vor dem Tod keine Angst? - Angst ist nicht von Bedeutung.

Viel wichtiger ist mein Glaube an unseren Herrn Jesus.

Ich schwöre Jesus ab.

Du gelobst dem Kaiser Treue und willst abschwören?

Die Römer sind immer meine Feinde gewesen.

Doch mir fehlt der Glaube daran, dass Jesus der Messias ist.

Schwörst du nun ab oder nicht?

Ich wende mich von jedem ab, der kampflos seine Brüder dem Feind überlässt.

Der das Schwert nicht ergreift, um die zu retten,

die ihm folgen, da sie von seinem Glauben verführt sind.

Was für starke Worte!

Solche, die für einen Mann den sicheren Weg nach Rom vor den Kaiser bedeuten!

Der wird sich noch wundern!

Hört ihr? Er wird sich wundern!

Ich höre zum ersten Mal von einem Ge- fangenen, der Zyperns Steinbrüche überlebt.

Was ist an dir so besonders?

Hey! Ich spreche mit dir! Runter da!

Du machst nicht den Eindruck, dass du so viel Glück verdienst.

Ich beginne, daran zu glauben, dass du unter dem Schutz eines Gottes stehst.

Ein Gott, der wahrlich Großes mit dir vorhat.

- Pilatus? - Als ich hörte, dass ein gewisser Barabbas aus Jerusalem

Jesus abgeschworen hat, im Namen Roms, da fragte ich mich:

Ist das denn möglich? Nicht im Traum hätte ich geglaubt, dich wieder zu sehen.

- Nicht lebend zumindest. - Warum habt ihr mich herbringen lassen?

Ich wollte meine Neugierde befriedigen.

Und da du es wirklich bist, will ich von deinem rätselhaften Glück profitieren.

- Ich benötige deine Hilfe, Barabbas. - Ihr? Hilfe von mir?

Es wächst ständig die Zahl der Gläubigen hier in Rom.

Die Worte dieses Mannes, des Nazareners,

bleiben auch unter den Römern nicht ohne Wirkung.

- Schließt das Eure Frau mit ein? - Claudia ist in Jerusalem gestorben.

- Das bedaure ich. - Entfernt die Ketten.

Geht!

Ich habe eine Nichte. Cecilia.

Sie ist in jenem gewissen Alter, wo man gern Träumen und Idealen nachjagt.

- Daher hat sie sich zu Jesus bekannt. - Was geht diese Geschichte mich an?

Ich werde dir einen neuen Namen geben, und ein Geschäft im jüdischen Viertel.

Es dürfte dir leicht fallen, die Christen aufzuspüren.

Ich will mit denen nichts zu tun haben.

Das stimmt nicht. Auch in dir brennen die Fragen.

Du willst ihren Weg verstehen.

Du willst wissen, wieso du verschont wurdest.

Hilf mir bitte, Cecilia zu finden, bevor es zu spät ist.

Bringe sie mir zurück und du be- kommst zur Belohnung deine Freiheit.

Freiheit?

Eine neue Freiheit.

Du bekommst das Medaillon eines freien Mannes und einen Beutel Gold.

Genug für ein völlig neues Leben. Ich gebe dir mein Wort.

Du bist dann ein freier Bürger Roms, Barabbas.

Lot! Lot!

Lot! Lot!

Sieh nur, feine Ware von dalmatinischen Webstühlen, sehr elegant.

Nein, danke.

Jede Frau wird sich freuen, solch feder- leichtes Tuch zu tragen. Oder nicht?

- Was zeichnest du da? - Einen Fisch, siehst du es nicht?

- Das sieht gar nicht aus wie ein Fisch. - Doch, guck doch hin!

- So einen Fisch hab ich aber noch nie gesehen. - Ich schon oft. - Wirklich? Wo?

Na, bei uns zuhause, und da, wo meine Mutter mich oft hinbringt.

- Du sagst doch nicht die Wahrheit. - Tu ich wohl!

Dann erzähl doch mal, wo ihr da hingeht.

Dachte ich es doch, ihr geht nirgends hin. Und das da ist auch gar kein Fisch.

Doch, das ist ein Fisch, und wir gehen da zum Beten hin.

Ich wüsste wirklich gern, wo das ist.

Ich will da nämlich auch gern zum Beten hin.

Lot! Wo treibst du dich denn rum? Ich hab dich überall gesucht!

Komm!

- Ein Becher? Nur eine Sesterze für zwei Stück! - Ah, nein, nein.

- Hallo. - Guten Tag. - Kenne ich dich? - Ich sah dich auf dem Marktplatz.

- Und was wünschst du? - Es geht mir um den Jungen.

- Hat er wieder was angestellt? - Nein, das meine ich nicht, nein.

- Also, was dann? - Ich sah, wie er ein Symbol auf die Erde gezeichnet hat.

Ich weiß nicht, wovon du sprichst.

Ich komme aus Jerusalem und würde gern wissen,

ob irgendwer in Rom vielleicht schon von Jesus gehört hat.

Nein, von einem Jesus hab ich noch nie gehört.

- Der Junge sagt, dass ihr gemeinsam betet. - Ach wirklich?

Da muss er irgendwas aufgeschnappt haben.

- Er sagt, dass es ein besonderer Ort ist. - Du hast wohl keine Kinder, oder?

- Nein. - Das wusste ich gleich, du kennst das nicht.

- Ich will doch bloß zu meinen Brüdern. - Und ich weiß nicht, wovon du da sprichst.

- Lebewohl! - Gib mir doch wenigstens einen...

Hallo. Kann ich behilflich sein?

- Sara! - Barabbas. - Wie geht es dir? Es ist schön, dich zu sehen.

- Es geht mir gut. - Die Jahre sind spurlos an dir vorübergegangen.

Ah, das ist ein Irrtum. Du erinnerst dich nur nicht mehr richtig an mich.

Bitte komm doch herein. Das ist mein Geschäft.

- Ich kann nicht, tut mir leid, ich muss gehen. - Nur einen Moment.

Ich bedaure es sehr, aber es geht nicht. Ein andermal, versprochen.

- Sara! Du bist schon länger in Rom, oder? - Ja, warum fragst du?

Ich bin allein hier und möchte Menschen treffen, die sich an seine Worte erinnern.

Ich kenne keinen von seiner Anhängerschaft hier in Rom.

Wie du sehen kannst, steht es um mich recht gut.

Ich möchte gern etwas spenden. Oder sonst etwas beitragen.

Ich möchte helfen.

Markus ist einer der Aktivsten in unserer Gemeinschaft.

Petrus behandelt ihn wie einen Sohn.

Wir setzen unsere Hoffnung für die Zukunft in ihn.

Markus? Dieser neue Bruder tritt heute in unseren Kreis ein.

Mit Petrus' Hilfe schreibt Markus die Geschichte von Jesus nieder,

seine Worte, seine Werke.

Wir können von seinen Lehren nie genug lernen,

um sein Wort in die Tat umzusetzen.

Kommt!

- Petrus? - Ah, Markus!

- Mein Bruder. - Petrus.

Wir haben einen neuen Bruder, der sich uns anschließen möchte.

- Ich heiße dich im Namen des Herrn willkommen. - Danke.

Ich hoffe, du wirst dich bei uns zuhause fühlen.

Also, komm.

- Kennst du ihn? - Jesus selbst schickt ihn.

- Gibt es Römer unter euch? - Ja, vor allem junge Leute.

Es werden immer mehr, die unserer Gemeinschaft beitreten.

- Weshalb fragst du? - Ich bin nur neugierig.

- Petrus wohnt hier? - Bei den Bedürftigen.

Es wurde Nacht, unser Boot lag in der Mitte des Sees.

Jesus stand am Ufer, allein.

Barabbas, komm herein! Bitte, setz dich zu uns!

Nein, ich will eure Arbeit nicht stören, wirklich nicht.

- Was macht ihr gerade? - Wir erzählen Jesus' Geschichte.

So viele Menschen erzählen so vieles über ihn, das gar nicht wahr ist.

Und wir wollen dafür sorgen, dass die Menschen die Wahrheit kennen.

Ich freu mich, wenn ich dabei zuhören darf.

Aber du warst doch in Jerusalem. Du hast doch sicher vieles von ihm mitbekommen.

Nun, ich war keiner seiner Freunde, gehörte nicht zu seinen Anhängern.

Sag mir, Barabbas, was führt dich nach Rom? Was suchst du hier?

Ich hab mein Leben lang gekämpft und gestritten. Jetzt such ich Frieden.

Macht mal eine Pause! Ich habe hier köstliches Obst für euch.

Mein Name ist Samira. Ich muss mich bei dir entschuldigen.

- Ich war wirklich sehr unhöflich neulich. - Schon gut, das macht doch nichts.

Es ist schwer zu wissen, welche unsere Freunde sind

und welche etwas gegen uns haben.

- Wer seid ihr und was wollt ihr? - Unsere Anweisung lautet, dich zu holen.

- Wessen Anweisung? - Pilatus will dich sehen.

- Nicht jetzt. - Doch, jetzt. - Das muss warten, bis morgen.

- Glaubst du, Pilatus wartet gern? - Komm lieber mit, und zwar sofort.

- Sonst wirst du es bereuen. - Ich werde nirgendwohin gehen, nicht freiwillig.

Hast du geglaubt, du kannst mich täuschen?

Du stehst längst in Verbindung mit den Anhängern des Nazareners.

- So, wie du es verlangt hast. - Aber ich wollte, dass du mich sofort informierst.

Du hättest sofort zu mir kommen und mir berichten müssen.

Ich weiß leider noch nichts über deine Nichte, also kann ich dir nichts berichten.

Du befindest dich hier in Rom, Barabbas, wo dein Leben in meiner Hand liegt.

Vergiss das nie. Und absolut nichts hält mich davon ab, es zu beenden.

Dann tu es doch! Was ist, worauf wartest du?

Du weißt, ich habe meine Frau verloren.

Und alles, was mir geblieben ist, ist meine Nichte Cecilia.

Sie ist die Tochter, die wir nie hatten.

Ich muss sie in Sicherheit wissen.

Dann werde ich mein Wort halten, und du bist frei.

Sobald ich etwas in Erfahrung bringe, erfährst du es.

- Sag mir, wo sie sich verstecken! - Die meisten außerhalb von Rom.

Entlang der Via Appia sind zahlreiche Höhlen zu finden.

- Dort versammelt Petrus die Gläubigen. - Petrus? Aus Jerusalem?

Ja! Deshalb gehen so viele Römer zu den Versammlungen, besonders die jungen.

- Deine Nichte vielleicht auch. - Sag mir, wo Petrus wohnt. Raus damit!

- Du hast gar keine Nichte. - Rede! Sag mir, wo Petrus wohnt!

Es gibt keine Nichte.

- Ich weiß es nicht. - Du lügst!

Stell dich mir im Kampf, du elender Hurensohn!

Was willst du machen, sie alle einsperren?

Sie in Haft nehmen? Das wird nicht mehr gehen bei so vielen.

Die Lösung fällt etwas drastischer aus. Der Kaiser will die Stadt brennen sehen.

Und ihnen wird man die Schuld dafür geben.

Damit trifft sie der Hass der Römer, und das Volk selbst wird Rache üben.

Der Kaiser ist recht einfallsreich, wenn es um solcherlei Dinge geht.

- Das ist dein Plan. Du lässt sie ab- schlachten. - Ja, einige werden sterben.

Noch wichtiger jedoch ist, dass wir ein Exempel statuieren,

das man in der Welt nicht so schnell vergisst.

Du Bastard.

Ich musste meiner Frau versprechen, dich nicht zu töten. Hinaus!

- Du Unmensch! - Verschwinde aus Rom, Barabbas!

Bevor die Christen erfahren, was du getan hast!

- Barabbas! - Lot, wo ist deine Mutter? Samira!

- Was ist denn? - Du und dein Sohn, verlasst Rom noch heute!

- Wieso denn, was ist? - Ihr seid in Gefahr.

Nicht nur ihr, sämtliche Anhänger des Nazareners!

- Ich verstehe das nicht, wieso? - Wegen dem Feuer wird man euch verfolgen.

- Welches Feuer? - Glaub mir einfach, bitte! Du musst deinen Sohn retten.

Woher weißt du?

Was hast du nur getan?

- Barabbas, was ist los? - Die Römer, sie kommen!

Und sie werden euch für den Brand zur Verantwortung ziehen.

Wir haben so was erwartet und bereits Vorkehrungen getroffen.

Ich konnte Petrus überzeugen, die Stadt mit einer Gruppe zu verlassen.

Und alle anderen sind gewarnt worden, wir treffen uns in den Höhlen.

- Nicht die Höhlen! Da auf keinen Fall! - Keine Sorge, dort sind wir sicher.

Nein, eben nicht! Ihr seid dort nicht sicher und auch sonst nirgendwo!

- Bitte kommt mit mir! Schnell! - Hast du ihnen unser Versteck verraten?

- Es war der größte Fehler meines Lebens. - Markus! Er ist ein Verräter!

- Du hast meinen Sohn auf dem Gewissen! - Samira! Samira! Hör auf! Hör auf!

Also hab ich mich damals doch nicht getäuscht!

- Hör auf! Es ist Gottes Wille. - Nein, dass mein Sohn stirbt, nicht!

- Dass er stirbt, will Gott nicht! - Die Zeit läuft, wir müssen weg.

- Ich wusste es doch nicht. - Geht! Geht! - Ich wusste doch nicht, was sie vorhatten!

Wir müssen die anderen warnen.

Ich wusste nicht, was sie vorhatten!

- Herr! Wohin gehst du? - Nach Rom.

Ich sterbe dort noch einmal am Kreuz.

Sieh genau hin! Sieh, was du getan hast:

Du tötest uns, auch meinen Sohn! Wie wirst du damit fertig?

- Barabbas. - Ich... Petrus! Petrus, was soll das, warum bist du hier?

Jesus kam zu mir.

Er will, dass ich Zeugnis ablege von seinem Leben und seiner Auferstehung.

Lass mich an deiner Stelle gehen!

Ich kann das nicht tatenlos mitansehen, Petrus, lass mich an deiner Stelle gehen!

Es soll der sterben, für den er am Kreuz gestorben ist.

- Diesen Weg hat er mir nicht beschieden. - Was hat er mir beschieden?

- Ich... - Bitte sage es mir! Du musst es wissen, sag mir, was!

- Ich weiß es auch nicht. - Wie? Aber wenn du es nicht weißt, wer dann?

Öffne dein Herz dem Glauben, Barabbas. Hör auf, Fragen zu stellen.

Da sind nichts als Schatten in meinem Herzen. Und Schuld! Sonst nichts.

Öffne dein Herz. Und fürchte nichts. So findest du das Licht.

Das Licht. Also schön, dann geht doch für ihn sterben!

Und nehmt die Taten und Worte Jesu für immer mit in den Tod.

Aus dem Weg, weg da!

Was willst du noch von mir, Barabbas?

Weil Christus sich opferte, wurde ich damals verschont.

Diese Schuld möchte ich jetzt begleichen. Mein Leben für ein anderes.

Hör doch auf, bevor ich es noch bereue, dich laufen zu lassen.

- Hör zu, bitte, Pilatus! - Einer wie du hat Rom um nichts zu bitten.

Ich bitte auch nicht Rom, ich wende mich nur an Euch.

- Und du glaubst, da wäre ein Unterschied? - Ja. Ja doch.

Denn trotz deiner Macht und deines Reichtums

habt Ihr das Herz eines Menschen, und das hat Rom nicht.

Bloß ein Wort von mir, und du wärst tot. Das weißt du ja wohl.

So war es immer schon. Als das Volk von Jerusalem wählen sollte, wisst Ihr noch?

Das war vor langer Zeit.

Durch das Schwert könnt Ihr die Christen nicht mehr töten.

Ich sehe es klar und Ihr wisst es auch. Also bringt was Ihr begonnen habt zu Ende.

- Tut es im Namen Eurer Frau Claudia. - Wag es nicht, ihren Namen zu erwähnen!

- Sie hat daran geglaubt, tut es für sie! - Claudia wollte vor allem Mutter sein.

Sie war über ihre Unfruchtbarkeit so verzweifelt,

dass sie diesem Irrglauben aufgesessen ist.

Seine Worte bringen Frieden.

Genau das sagte sie zu mir, als sie mich im Verlies besuchen kam.

Im Namen der Frau, die Ihr geliebt habt, Pilatus, erlaubt mir,

anderen Menschen zu helfen, eben diesen Frieden zu finden.

Ich möchte helfen, ihr Unglück im Leben zu heilen.

Wer soll an deiner Stelle freigelassen werden, Barabbas?

Wer von euch ist Petrus?

Er ist Petrus. Das ist Petrus. Tu, was ich dir sag.

Es ist Gottes Wille. Du bist jung. Trag es in die Welt!

- Das ist Petrus hier. - Mitkommen! - Oh Gott! Gott!

- Warum tust du das? - Er ist es!

- Wieso? - Es ist Gottes Wille, den du erfüllt hast.

Geh in Frieden, Barabbas.

Mein Schicksal hat sich erfüllt.

Oh Herr, so nimm meine Seele zu dir.

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