All language subtitles for The Little Drummer Girl (1984) (1080p BluRay x265 Ghost)

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Original subtitles

BAD GODESBERG, WESTDEUTSCHLAND

8. SEPTEMBER 1981

- Ja? - Elke?

- Nein. - Ach, Herr Ben Ami.

Meine Freundin Elke Lindström arbeitet hier, nicht?

- Ja, aber... - Ich bin aus Stockholm.

- Sie ist heute in Urlaub gefahren. - Schade.

Ihre Mutter bat mich, ihr ein paar Kleidungsstücke und LPs zu bringen.

Raus mit euch, und genießt das schöne Wetter.

Vielen Dank, das ist sehr nett.

Kommen Sie auf einen Kaffee rein?

Es wartet jemand auf mich. Nächstes Mal.

- Wie Sie wollen. - Danke.

Wenn Elke zurückkommt, soll sie anrufen.

- Ich bin Katrin aus Stockholm. - Ich sag's ihr.

- Du musst Gabriel sein, nicht? - Ja.

- Elke hat mir viel von dir erzählt. - Oh.

Bald unternehmen wir alle was, ja?

- Ja, gut. Auf Wiedersehen. - Wiedersehen.

- Der Bus fuhr wie immer? - Ja, dieselbe Strecke.

- Sie kannten Gabriel also? - Das sagte ich der Polizei schon.

Wir möchten es auch hören.

- Also kannten Sie Gabriel? - Ja.

- Sein Vater war israelischer Diplomat? - Ja.

- Und Sie sollten ihn nicht schützen? - Nein.

Der leitende Kommissar ist da.

- Warten Sie hier, bitte. - Ja, gut.

Guten Tag, Herr Litvak.

Das ist der Nachbau der Bombe.

Den hat unser Spezialist persönlich hergestellt, mit eigenen Händen.

Genial.

Wir nennen sie die Bikini-Bombe. Und warum?

Weil nicht sehr viel dran ist, wie an den Stränden von Israel.

Gibt es Reste vom Original?

Holen Sie bitte die Schachtel mit den Originalresten der Bombe.

Nennen Sie das Zusammenarbeit? Wir geben und Sie nehmen.

Immerhin gibt es heute zwischen uns und Israel normale Beziehungen.

Darf ich mir das ausleihen?

Ihr Problem mit den Arabern ist nicht unsere Schuld.

Seit langem haben Sie mit vielen Probleme.

Ich verbinde Sie.

- Ist Jerusalem dran? - Ja.

- Gib mir Kurtz, gleich. - Heute ist Schabbes.

Wenn schon, dann schleift ihn aus der Synagoge.

Das hier wird ihn interessieren.

- Khalil? - Khalil.

Khalils Bombe, Khalils Handschrift und Marty Kurtz' Glückstag.

Man nennt uns Terroristen, weil wir unsere Bomben selbst überbringen.

Wir haben keine amerikanischen Flugzeuge,

von denen wir sie abwerfen können.

Der Israeli vernichtet im Panzer unsere Lager,

so dass Frauen und Kinder lebendig verbrennen.

Dieser Israeli ist in ihren Augen ein Held.

Wenn wir uns mit dem wehren, was wir haben,

mit unseren eigenen Händen, schimpft man uns Terroristen.

Sie schicken Flugzeuge, wir unsere Bombenkoffer.

- So eine Revolution wird teuer. - Was soll das sein, eine Frage?

- Eine gute Frage. - Sie ist irrelevant.

- Es geht um Recht und Unrecht. - Bitte.

Den Palästinensern tat man Unrecht. Man hat sie aus ihrem Land vertrieben.

Setzen Sie sich, bitte.

Er könnte seine Klamotten verkaufen, da kriegt er sicher ein Flugzeug.

Solange noch einer von uns lebt, kämpft er.

Wir kämpfen mit den Waffen, die uns bleiben.

Wir fordern zurück, was man uns durch Terror und Gewalt nahm.

Wir verlangen Gerechtigkeit, weiter nichts.

Unser Redner, den wir nur unter dem Namen "Michel" kennen,

ist unter großem Risiko hier. Er kann nur heute da sein.

Wir hoffen, er kann eines Tages wieder zu uns sprechen,

ohne sich selbst zu gefährden. Haben Sie vielen Dank, Michel.

- Danke. - Danke.

Die Revolution dankt Ihnen.

Und ich danke Ihnen.

Er ist auch noch ein verdammt geiler Terrorist.

MÜNCHEN, WESTDEUTSCHLAND

Wir observieren ihn seit seiner Rückkehr aus England.

Er ist Khalils Bruder und nennt sich Michel.

Khalil stellt die Bomben her, Michel überbringt sie.

Mit einer Blondine hat er die Bombe in dem Haus in Bad Godesberg abgegeben.

Er ist hübsch und hat pro Woche einen großen Verschleiß an Mädchen.

Er studiert, ist ein Sonnyboy.

Manchmal glaube ich nicht an ein Doppelspiel. Sagen wir es Kurtz.

Vermutlich kauft er in Istanbul Sprengstoff und bringt ihn her.

Töten wir ihn mit einer russischen Rakete.

- Araber tötet Araber. Das gibt es oft. - Um einen Löwen zu fangen...

...solltest du eine Ziege anbinden.

Ja, genau. Er wird unsere Ziege sein. Sein Bruder Khalil interessiert uns.

Guck mal, bevor er die Gardine zuzieht.

Er telefoniert. Wovon redet er?

Er redet mit einem Mädchen. Kein Name.

Wenn er den Sprengstoff holt, schnappen wir ihn.

- Habt ihr schon einen Köder? - Wir suchen noch.

Mr. Jeffreys, Mr. Humphreys, in 3 Minuten geht es los.

- Ist das Haus voll? - Ja.

Wirklich? Ist Ned da?

- Ned "Nutzlos" und der Werbetyp. - Wenigstens hab ich den Job.

- Was tat dein Agent für dich? - Verkauf dich teuer und skrupellos.

- Von Prinzipien wird keiner satt. - Olivia macht auch Werbung.

- Ist das möglich? - Was denn?

Siehst du den da in der 2. Reihe, im roten Blazer?

Ist das nicht der Revoluzzer Michel?

Er könnte es sein, der Schickeria-Terrorist.

- Trägt Ringe und wirft Bomben. - Wozu ist er hier?

Nicht wegen mir.

- Der 1. Akt fängt an. - Gut.

Alle auf Position.

- Charlie! - Ich komm gleich, schon gut.

Achtung, Vorhang.

Vorhang auf.

"Mein Getreuer, welchen Trost hast du für die heilige Johanna?"

"Was sind sie schon wert,

diese Könige, Feldherren, Bischöfe, Gesetzgeber?

Sie lassen einen in der Gosse liegen.

Doch bald begegnet man diesen Prahlern in der Hölle."

Toneinsatz 20... und ab.

"Entschuldige mich.

Ich habe eine dringende Verabredung."

"Gott, du schufst die wunderbare Welt.

Wann ist sie bereit, deine Heiligen zu empfangen?

Wie lange wird es dauern?

Wie lange?"

- Wann klappt endlich der Toneinsatz? - Alle auf die Bühne.

- Charlie, man gab das für dich ab. - Von wem kann das sein?

Danke, danke, Pam.

Sieh an, Orchideen. Die sind ja einmalig.

- Von wem? - Weiß nicht.

Entschuldigt mal kurz.

Du hast den Job. Er wartet draußen und will dich kennen lernen.

Du kriegst $5.000 für eine Woche Mykonos.

Und sprich nicht über Politik, gefallene Frauen und verirrte Hunde.

- Sag mal, von wem sind die Blumen? - Ich weiß es nicht.

Entschuldigt.

Charlie, ich darf Sie doch so nennen? Sie waren toll.

Leslie Gold, ich habe eine Woche Mykonos für Sie.

Freut mich.

Ich hoffe, der Wein ist so ansprechend wie das Mädchen.

- Vielen Dank. - Wir verpassen den Zug.

Ich bewundere Sie sehr und freue mich,

dass Sie unser Mädchen sind. Komm, Ned.

Wir bekommen das Geld.

- Also hab dich nicht so. - Ja, ja.

- Ich ruf morgen wegen der Details an. - Schön... Gut... Danke.

- Wer brachte die Orchideen? - Ein Blumenbote.

- Kein anderer? - Nicht, dass ich wüsste.

"Johanna, ich liebe dich unendlich. Michel".

- Laufen Sie nach Malibu? - Nein, nach Thessaloniki.

- Und wohin wollen Sie? - Spring rein.

MYKONOS, GRIECHENLAND

- Apollo-Wein für Liebende. - Schnitt.

- War der Mann im Bild? - Möglich wär's.

Er soll gehen. Wir drehen noch mal.

- Philip, geh du. - Ich geh schon.

Aber nicht doch, ich bezahle 3 Leute dafür.

- Michel? - Michel?

- Sie sind Michel, oder? - Ich glaube, Sie irren sich.

- Dann sind Sie Joseph. - Ich bin Joseph?

Ja, der Typ in dem roten Blazer, stimmt's?

Na schön, dann bin ich Joseph.

- Würden Sie mich Charlie nennen? - Hallo, Charlie.

Hallo.

Die Kamera ist fertig, wir können.

- Er soll weg da. - Sie sind im Bild.

Wir filmen nämlich. Gehen Sie bitte ein paar Meter nach rechts?

Entschuldigen Sie. Natürlich.

Tut mir Leid.

Kamera fertig? Philip, Klappe. So, Ruhe bitte.

- Macht die Revolution eine Pause? - Ich weiß nicht, was Sie meinen.

- Wo haben Sie den roten Blazer? - Welchen roten Blazer?

Von Nottingham, vorletzte Woche.

- Sie verwechseln mich. - Ich merke mir Gesichter sehr gut.

Ich war noch nie in Nottingham.

Das ist Neuland. Ich bin kein Schauspieler.

Ich war mal Model in Italien, aber nie Schauspieler.

Ich lernte 2 Jahre Schauspiel, aber wir sind uns ebenbürtig.

- Sie sind Vollblut-Schauspielerin. - Dazu gehört nicht viel.

Es muss so aussehen, als animiert uns der Wein zum Bumsen.

Dazu ist keine große Schauspielkunst nötig.

Auf den Wein. Cheers.

- Verzeihen Sie, ich bin gleich zurück. - Natürlich.

- Ich komme gleich wieder. - Bitte, nur...

Ich will mich bei Ihnen entschuldigen.

Aber nicht doch. Sie gaben mir meinen Namen.

Setzen Sie sich, bitte.

- Mögen Sie ein Glas? - Was ist das für Wein?

Butaris-Wein, weiß und kalt.

Solange es kein Apollo-Wein ist.

Danke.

Ich hörte Ihren Vortrag vor einigen Wochen in Dorset. Ich war beeindruckt.

Es war dumm von mir zu glauben, Sie gäben Ihre Identität preis.

Ich tue es nie wieder, das verspreche ich.

Ich soll Sie Charlie nennen?

Ja.

Machen Sie Werbung?

Ja, leider. Nur die Flasche kriegt gute Einstellungen.

Morgen früh drehen wir. Wollen Sie wieder stören?

- Oder vielleicht zusehen? - Ja.

Charlie!

Charlie, komm her.

Dann sehe ich Sie also morgen? Gute Nacht.

Hossa!

- Film ab! Und Klappe. - Apollo-Wein, Take 3, die 8.

Action!

- Apollo-Wein, der Wein für Liebende. - Sieh sie an, sieh sie an! Schnitt.

- Das Etikett zeigt zur Kamera! - So?

Ja, so. Gleiche Einstellung noch mal.

- Es ist nach 13:00 Uhr. - Na schön, Mittagspause.

Mittagspause.

Charlie, wenn du woanders isst, sei um 14:00 Uhr zurück.

Mach ich.

- Gehen Sie mit essen? - Gehen Sie zu Fuß?

Ja, aber wir können auch woanders essen.

Ich gehe gern spazieren, reite, jage.

Nein, ich ritt, denn es war schrecklich.

Ich war in Foxcroft, der Schule, wo jeder ein eigenes Pferd hat.

- Ziemlich elitär. - Sind Sie Amerikanerin?

Sieht man das nicht?

- Wo sind Sie groß geworden? - Im Nahen Osten.

Und wieder breche ich mein Versprechen.

Ich will nur wissen, ob das Tabu auch weiterhin besteht?

Ich war die Laura in der "Glass Menagerie",

die Joe in "Bitterer Honig",

Lady Bracknell in "Bunbury" von Oscar Wilde.

Ich hab Pinter, Osborne, Stoppard, Brecht, Shakespeare gespielt.

Und jetzt Miss Apollo-Wein.

Sehr verschiedene Charaktere.

Bei all den Rollen, wer sind Sie wirklich?

Schauspieler haben nicht sehr viel eigenes Ich.

Wir sind ein buntes Allerlei.

Seien Sie vorsichtig, wir stehlen überall.

Wie ist es bei Ihnen, Joseph? Geschwister, 6 lebhafte Kinder?

Es ist mir nicht wichtig, ich... Ich möchte es nur wissen.

- Ich lebe allein. - Anders wäre es sicher nicht möglich.

In etwa, ja.

Lassen wir den Blödsinn. Wir wissen beide, wer Sie sind, oder?

Hab ich Recht?

Ja.

Sie sind wegen mir hier, stimmt's?

Ein Revolutionär sonnt sich nicht, oder?

Da haben Sie Recht.

Charlie!

Charlie, sie warten auf dich.

Sie filmen noch 2 Tage, nicht?

Ich reise heute noch nach Athen, rein geschäftlich.

Danach fahr ich nach Norden. Treffen Sie mich in Athen und kommen mit?

Wer sind Sie?

Im Hotel ist ein Umschlag mit einer Fahrkarte,

Geld und Anweisungen, wie Sie mich finden.

Charlie, ich verlier meinen Job!

Hab ich "ja" gesagt? Ja!

Ja!

Helfen Sie ihm hoch, nehmen Sie ihm die Ketten ab.

MÜNCHEN

Sie dürfen einen Menschen nicht so behandeln.

Nehmen Sie die Kapuze ab.

Machen Sie Licht.

Ich bin Wilhelm Kober, hier ist mein Ausweis.

- Internationales Rotes Kreuz. - Paul Torre.

Die legen Sie nie wieder an, verstanden?

Lassen Sie uns bitte allein.

Haben Sie eine Beschwerde? Wir legen Protest ein.

Hat man Sie unmenschlich behandelt?

Antworten Sie nur. Wir sind vom Internationalen Roten Kreuz.

Verstehen Sie?

- Das wird nicht klappen. - Nun warte doch erst mal.

Der kauft es ihnen nicht ab. Die werden nichts aus ihm rauskriegen.

Ich schaff das in 30 Minuten.

Ich habe 4 Tage für die Liebesbriefe von 6 Wochen.

Schwili schreibt sie per Hand.

- Du hast ihre Tagebücher. - Dann kopiert er die Handschriften.

Aber ich brauche mehr. Ich muss seine Art zu schreiben kennen.

- Setzt ihn unter Drogen. - Keine Drogen.

Damit ginge das Typische seiner Handschrift verloren.

Gibt es jemanden, den wir verständigen sollen?

Ganz sicher nicht? Wir sind nur zu Ihrem Schutz hier.

- Der nimmt die doch auf den Arm. - Gibt man Ihnen was zu essen?

Werden Sie als Gefangener wirklich gut behandelt?

Sie können es uns sagen.

- Kann ich gucken? - Nein.

- Moment, wohin gehen wir? - An einen Ort, an dem wir allein sind.

Na schön.

- Langsam. Nur noch wenige Schritte. - Ja.

- Gleich sind wir da. - Ok.

- Da sind wir. - Ich halte.

Öffnen Sie die Augen.

Oh, fantastisch.

Ich hab Bilder davon gesehen, aber ich hätte niemals... Unglaublich.

- Großartig, fantastisch. - Nicht wahr?

Die Säulen sehen gerade aus, doch sie sind es nicht.

Sie sind nach oben gebogen. So wirken sie gerade.

Haben Sie das nachgelesen, um mir zu imponieren?

Ich las es in einem Reiseführer.

Sie haben mir ein tolles Geschenk gemacht. Darf ich Ihnen danken?

Danke.

Ich danke Ihnen gern. Ich tue es wieder.

Und wieder.

Und wieder.

Ist irgendwas?

- Wir müssen gehen. - Aber wir sind keine Minute hier.

- Wir haben leider keine Zeit mehr. - Wie lange dauert es?

Komm bitte mit, wir haben es eilig.

Charlie, das ist Dimitri.

- Er darf heute länger raus. - Hi, Charlie.

Wo sind unser Taxi und mein Koffer?

Dimitri hat ihn in den Kofferraum getan.

Gefällt dir das Auto nicht? Soll ich ein anderes anfordern?

- Hast du ihn gemietet? - Nur geliehen.

- Von einem Freund. - Ziemlich betucht, der Junge, was?

Verzeih einem neugierigen Mädchen wie mir.

Ihr heuert mich etwas eigenwillig an.

Ich hab dich kaum belogen.

- Du bist aus gutem Grund bei uns. - Wer ist "uns", die Palästinenser?

Fahr langsamer, wenn's geht.

- Geht's um Waffen? - Nein, Charlie.

- Um was dann? Weiße Sklaven? - Nein.

Kein Mädchenhandel. Dann sind es wohl Drogen. Halt an.

Ihr kotzt mich an, ich will jetzt hier raus!

- Jetzt kannst du aussteigen. - Ich verlass den Wagen nicht.

Hallo Charlie, komm rein.

- Wer sind Sie? - Ich bin Toby.

Hey, wo wollen Sie damit hin? Stehen lassen!

Dimitrius... oder wie Sie heißen.

Sie sollen... Stellen Sie den Koffer hin!

Verdammt noch mal, der gehört mir. Du, hey!

Mein Pass ist... da drin.

- Nun sind Sie endlich bei uns. - Was soll das?

Ich bin Marty, nicht Leslie.

Ich habe Ihr Vertrauen ausgenutzt. Einige kennen Sie von Mykonos.

Die Werbung war nur ein Vorwand.

Du verdammter Lügner!

Dieser Mann, Joseph, ist ein ehrenwerter Sohn seines Landes.

- Wessen Land denn? - Tja, wie soll ich das sagen, Charlie?

Das stellt mich vor ein Problem.

Wir sind anständige Menschen,

die fürchten, die Welt steuert in die falsche Richtung.

Hoffentlich schäumen Sie jetzt nicht vor Wut.

Wir sind auch israelische Staatsbürger.

Israelis?

Ist es Ihre Überzeugung, Israel ins Meer zu treiben?

- Israelis? - Sind wir Ihr Feind?

Jeder, der mich kidnappt, ist ein wahrer Freund.

Ich bin noch nicht fertig!

Ihr habt die Falsche. Ich bin keine Jüdin, sondern pro-palästinensisch.

Das wissen und respektieren wir.

Warum lasst ihr die Araber nicht in Ruhe?

- Gebt ihnen ihr Land wieder. - Und wohin gehen wir dann?

Sollen wir ein Stück Zentralafrikas oder Uruguays nehmen?

Nicht Ägyptens, danke. Das haben wir einmal versucht, doch ohne Erfolg.

- Sollen wir in die Ghettos? - Ich will nur Frieden.

- Wie wir, deshalb suchten wir Sie aus. - Wofür?

- Für einen Job als Schauspielerin. - In welchem Stück denn?

Ein Stück im Theater der Realität.

Das wird Ihre bedeutendste und wichtigste Rolle.

- Soll ich Araber töten? - Das würden wir nie verlangen.

Charlie, hör uns an.

Willst du immer noch gehen, kriegst du ein Flugticket, Geld und du bist frei.

- Hab ich eine Wahl? - Nach dem Vorsprechen.

- Hör ich richtig, Vorsprechen? - Wir stellen Ihnen Fragen.

Sie beantworten sie offen und wahrheitsgemäß.

Beurteilen und übertreiben Sie nicht. Verteidigen Sie uns nicht.

Wenn Sie dann immer noch wegwollen, dann gehen Sie, wie es Joseph sagte.

Aha.

Einverstanden. Fangen wir an, damit ich schnellstens hier rauskomme.

Ich denke, dann beginnen wir mit etwas Familiengeschichte.

- Wann wurde Ihr Vater geboren? - Mein Vater?

Oh Gott...

1925.

Als die Schulleiterin Sie zu sich rief, was sagte sie genau?

- Moment mal. - Was?

Ich bewundere Ihr Gedächtnis.

Wieso sollten Sie das Gelände verlassen?

Wegen des Skandals natürlich. Wir schuldeten der Privatschule Geld.

- Reicht es nicht langsam für heute? - Danke.

Sie sagten, Sie kamen nach Hause und...

Polizisten schwärmten durchs Haus wie Ratten. Mutter heulte.

- Wo war Ihre Schwester Heidi? - Sie war sicher schwanger.

Nein, das war erst ein Jahr später.

Ich weiß nicht. Das ist 10 Jahre her. Vielleicht ertrug sie es nicht.

- Die Schande des Vaters vor Gericht? - Was denn sonst?

Erzählen Sie ab da, wo der Wagen Ihre Sachen abholte.

- Ok, was war sonst noch? - Sie nahmen mein Pony mit.

- Wo war Ihr Vater? - Im Gefängnis, wie gesagt.

Ja, natürlich sagten Sie es mir.

Warten Sie.

Die Besuche... Wer begleitete Sie?

Ich war nie da. Ich sorgte für Mutter.

Das Gefängnis? Also, ich meine, ich konnte ihn nie besuchen.

Nein, jetzt weiß ich's wieder.

Als er wieder aufgetaucht ist, da waren... wir nach Baltimore gezogen.

Wir lebten von Sozialhilfe.

Und er kam einen Monat früher als gedacht.

Er sah viel schlanker aus... jünger.

Er nahm mich in die Arme und weinte immerzu.

Mutter war oben. Sie hatte zu viel Angst runterzukommen.

Ich weiß es noch wie heute.

Er... er war so merkwürdig wegen der Türen.

Er konnte sie nicht aufmachen.

Er... er ging auf sie zu...

Und dann stand er da, die Füße geschlossen und der Kopf nach unten.

Er wartete, dass der Wärter käme und die Tür aufschloss.

Als ich ihn das 1. Mal so stehen sah,

da brüllte ich: "Mach die scheiß Tür auf".

Sie gaben einer Zeitung in Ipswich ein Interview.

Darin hieß es, Sie winkten Ihrem Vater zu.

- Ach, das hatte ich ausgeschmückt. - Ja sicher, Sie schmücken's aus.

Ned sagte, Ihr Vater starb im Gefängnis, nicht zu Hause.

- War das ausgeschmückt? - Das war Ned.

Ja.

Na, wie mach ich mich, Joseph?

Na, was ist denn, will denn keiner schlafen gehen, nein? Nein.

Noch mal zu den Veranstaltungen.

Das war eine Idee von Earl. Ich war kaum interessiert.

- Wie oft waren Sie da? - Ein paar Mal, 2 Mal?

- Korrigieren Sie auf 4 Mal? - Ich sagte ein paar Mal.

- Haben Sie Petitionen unterschrieben? - Nein.

Charlie.

Am Ende solcher Treffen soll man immer was unterschreiben.

- Was geschah bei den Treffen? - Ich weiß nicht.

- Im Tagebuch steht 4 Mal. - Wer gab Ihnen das?

Sie waren bei 4 Treffen? Mein Vertrauen in Sie schwindet.

Sie haben kein Recht, drin rumzuschnüffeln. Es ist meins!

Ich mach nicht mehr mit. Ich hasse es hier und Sie.

Euch hasse ich auch. Ich hau ab. Gute Nacht.

Ach, Moment noch. Sie sagten, ich könnte gehen. Ich will sofort gehen!

Wir entscheiden über Ihre Optionen.

- Sie halten mich über Nacht fest. - Ich verstehe die Abweichungen nicht.

Ihr Vater war nie im Gefängnis.

Es gab keine Polizisten und es gab auch kein Pony.

Sie gingen auf eine staatliche Schule, keine teure Privatschule.

Ihr Vater ging in Konkurs, doch von Verbrechen keine Spur.

Er arbeitete in einem Büro. Man verwies Sie einen Monat von der Schule,

weil Sie den Jungs zu entgegenkommend waren.

Wir schätzen Erfinder, aber wieso lügen Sie?

- Vertrauen Sie uns. - Vertrauen?

- Du Scheißkerl bist schuld daran. - Lasst sie.

Lass mich, du Wichser, du Scheißkerl, du Miststück.

3 Minuten, nicht mehr. Sie darf nicht die Identität wechseln.

Bringt sie zu mir, lasst sie nicht zur Ruhe kommen.

Bleiben Sie stehen, warten Sie!

Ich sagte, warten!

Gut gemacht. Gratuliere.

Sie stolperten, standen wieder auf, logen, waren verwirrt.

Doch Sie hielten durch. Als man Sie durchschaute, verfluchten Sie alle.

Wir sind stolz auf Sie. Versuchen Sie es nächstes Mal.

Also kommen Sie bald wieder, wir haben jetzt wenig Zeit.

- Marty? - Ja.

- Neues aus Jerusalem. - Wir nehmen es an.

Es ist für dich.

Sie ist, was wir suchen: intelligent, kreativ, romantisch.

- Und 'ne Lügnerin. - Beklag dich nicht.

Erst lügt sie für sich, dann für uns.

Haben wir vielleicht einen Engel gesucht?

Jetzt hör dir das an.

Michel Gabron sagt, wir sollen uns als Amerikaner ausgeben.

Ist das nicht nett?

Geben Sie ihr auf keinen Fall zu erkennen,

dass Sie Israelis sind und im Auftrag handeln.

Gefällt mir...

Ist hilfreich, nicht? Und so gut abgepasst.

Antworte: "Ja, wiederhole nein".

Jetzt bist du an der Reihe.

Er ist total runter. Ich kenne diese Anzeichen.

Er ist ein wirklicher Könner und ein großartiger Kämpfer.

Aber keiner ist besser in dunkler Nacht als du.

- Ein jüdisches Mädchen wäre besser. - Sie überprüfen sie.

Wir brauchen das Original, kein Imitat, und was Stabiles.

- Das steht sie nicht durch. - Mit ihm ja.

Mädchen, Jungs, ihr müsst sie jetzt unterstützen. Gebt ihr Wärme.

Seid ihr eine Familie, der sie sich anschließen kann.

- Also, Charlie... - Was also?

Ich log, aber was hat das mit meinen politischen Ansichten zu tun?

Sind die so falsch wie du?

Herrgott, ich glaube an gewisse Werte und möchte mithelfen, Leid zu beenden.

Und wie sieht deine Hilfe aus?

Du hast das eine oder andere Mal am Trafalgar Square demonstriert.

Du kamst in die Nachrichten,

als du auf der Straße Che Guevara vorgelesen hast.

Was hast du in der Praxis außer reden noch zu Stande gebracht?

Nicht das Geringste.

Du willst das Gemetzel beenden. Schön, das wollen wir auch.

Was hast du wirklich getan?

Was würdest du tun? Sag's mir.

Charlie.

Hör zu, beide Seiten haben ihre Wahnsinnigen und Extremisten.

Die wollen uns ins Meer treiben.

Ein paar von uns auch sie. Wir hätten auch die Waffen dazu.

Hier wie dort gibt es auch Menschen, die reden wollen.

Sie wollen im Einklang miteinander leben.

Zu denen gehöre ich. Ich hatte das Töten satt und stieg aus.

Ich kam zurück. Man darf das Problem nicht Wahnsinnigen überlassen, oder?

Nein.

Willst du den Verkehr am Trafalgar Square blockieren?

Oder willst du wirkliche Hilfe leisten?

Dann war die große, romantische Tour durch Griechenland nur ein Vorwand?

Ich würde diese Reise sehr gern mit dir machen, Charlie.

Das Vorsprechen ist vorbei. Sie haben die Rolle, wenn Sie wollen.

Sie können auch gehen, wenn Ihnen das lieber ist.

- Wen spiel ich? - Sich selbst.

Wir kreieren die Handlung. Joseph ist Michel. Sie beide schreiben den Text.

Schlaf ein paar Stunden. Dann musst du eine große Rolle lernen.

Also leg dich jetzt hin.

- Rachel wird dich rechtzeitig wecken. - Ja.

- Wer ist der richtige Michel? - Du kennst ihn.

Er hielt mit Skimaske Vorträge in Dorset.

Du wirst ihn wieder treffen, später.

- Dann gute Nacht, Charlie. - Gute Nacht, das wünsch ich dir auch.

Dein Gespür hat dich nicht verlassen. Sie wird es tun.

Sie wird es für dich tun.

Es liegt bei dir, wie weit du emotional gehst. Mach sie an.

- Oder geh auf Distanz, wie du willst. - Besser ist Distanz.

Ich wünsch dir Glück, Gadi. Alles Gute.

Charlie.

Wachen Sie auf, es ist so weit.

- Wie spät ist es? - Es ist 11:00 Uhr.

Du hattest 4 Stunden. Ich hab dir Kleidung und Unterwäsche gekauft.

Zieh dich um und präg dir diesen Raum ein.

Wir haben gestern fabelhaft zu Abend gegessen:

Butaris-Wein, weiß und kalt, und Hummer.

- Wer bist du? - Von nun an bin ich Michel.

Du spielst dich, wir sind Liebende.

Hier verbrachten wir die Nacht.

Wir waren erst an der Akropolis, wo wir ganz für uns allein waren.

Ich brachte dich hierher. Wir liebten uns leidenschaftlich, wahnsinnig.

- Wo rangierst du? - Ich bin beeindruckend, was?

Fantasie fehlt mir, Enthusiasmus nicht.

- Verzeih die Ohrfeige. - Greif mal unters Kissen.

- Was? - Da.

- Oh mein Gott. - Das ist eine Walther Automatik.

Hat mir mein Bruder Khalil geschenkt. Für mich ist er eine Art Gott.

Sie liegt immer mit im Bett. Sie ist unser Baby.

Sie ist dabei, wenn wir lieben. Wir vergessen sie nie. So ist unser Leben.

Und jetzt beeil dich und zieh dich an.

- Redet er? - Kein Wort.

- Er hat noch keinen Ton gesagt? - Ton ja, aber er hat nichts gesagt.

- Wie geht es ihm? - Er ist müde.

In 3 Tagen holte er 7 Tage Schlaf nach. Er schlief nur 5,5 Stunden.

Er isst nicht, trinkt nur Wasser. Misstraut er etwas, spuckt er's aus.

- Sind Charlies Briefe fertig? - Ein paar. Schwili ist noch dabei.

- Checkt ihr seine Post? - Täglich.

Hier ist die Geschichte ihrer Liebe von Athen bis Thessaloniki.

Aber was plante Michel danach mit dem Sprengstoff?

Mit wem sollte er in Kontakt treten und wann?

Bringen wir ihn nicht zum Reden, wird das noch ein Problem.

Hast du ein Band, wo einer verprügelt wird?

- Eine üble Sache? - Ja.

Wir brauchen es morgen.

Er soll mehr schlafen und denken, er wurde vergessen. Seid geduldiger.

Hör zu, man nennt mich Michel.

Nein, nein, nicht das wieder. Ich hab genug von Michel, gönne mir 'ne Pause.

- Sei heute Nacht Joseph. - Wir haben keine Zeit.

Irgendwann befragt man dich hierüber.

Einverstanden, dann nenn ich dich eben Michel.

Ich bin Michel, aber ich habe auch einen arabischen Namen: Salim.

Als ich geboren wurde, lebten wir in einem Dorf nahe der Stadt Khalil.

Die Juden nennen sie Hebron.

- Khalil, sag es. - Khalil.

- Der Name deines Bruders. - Mein Vater war das Dorfoberhaupt.

Wir leben dort seit Jahrhunderten. Mein Vater bewunderte die Juden.

Mein Bruder Ahmed führte das Pferd meines Opas zur Tränke

und hörte Geschichten von Juden und Händlern.

Und was passierte 1948 mit dem Pferd meines Opas?

Er kaufte dafür ein Gewehr und schoss auf angreifende Zionisten.

Doch mein Opa wurde von ihnen getötet.

Mein Vater sah alles mit an, wo er doch so an sie glaubte.

Ist das wahr?

- Weißt du, was in Dayr Yasin geschah? - Nein.

Das ist ein Dorf. Da hat sich damals Folgendes ereignet.

Zionistische Terrortrupps töteten 254 Frauen, alte Männer und Kinder,

als die Jungen auf dem Feld arbeiteten.

Innerhalb weniger Tage flohen 500.000 Palästinenser aus ihrem eigenen Land.

Unsere Leute blieben auf Befehl meines Vaters bis 1967.

Da walzten israelische Panzer unsere Häuser nieder,

um eigene Siedlungen zu schaffen.

Von da an bekämpften wir die Zionisten.

Kennst du den Mann, der gesagt hat: "Ich kämpfe, deshalb lebe ich"?

Er ist Pole und Terrorist, tötete Briten, Palästinenser.

Dieser Mann ist stolzer Besitzer des Friedensnobelpreises,

Premierminister meines Landes, Palästina,

das uns gestohlen wurde und sich nun Israel nennt.

Ich liebe dich, nimm meine Ideen an.

Wer bist du?

War das glaubwürdig?

Ja, das war's.

Behalt ihn, eine Erinnerung an diese schöne Nacht.

Wo warst du, als das alles geschah?

Du... Joseph?

Ich war 1967 Soldat in einem dieser israelischen Panzer.

- Nein, nicht, bitte. - Sie schaffen ihn nicht weg.

- Er bleibt hier! - Hauen Sie ab!

- Die Genfer Protokolle... - Zum Teufel damit!

Nach den Ereignissen gestern will ich die Verantwortlichen sprechen.

Na schön.

Gehen wir.

Colonel Hirsch, ich muss mit Ihnen reden.

Wir bringen eine Beschwerde vor. Beantworten Sie den Protest!

Nein.

Wir sprachen mit Khalil. Gestern haben Sie Salim fast getötet.

- Das war ein Unfall. - Das war es nicht, man folterte ihn.

Er ist ein Terrorist und Mörder. Ich habe keine Sympathie.

Dann tragen Sie die Verantwortung, wenn das Rote Kreuz Sie verurteilt.

Mein Name ist Colonel Hirsch. Ich habe Ihnen ein paar Fragen zu stellen.

Sind Sie Salim Kasap?

Unsere Armee nahm Sie fest.

Sie vergingen sich an israelischen Bürgern.

Bei Ihnen fanden wir eine Walther Automatik ihres Bruders Khalil.

Geben Sie zu, Salim Kasap zu sein?

Du hast dich tapfer geschlagen.

11 Tage und nicht ein Wort.

Viele halten nicht eine Stunde durch.

Doch jeder... redet irgendwann.

Sind Sie Salim Kasap?

Bitte.

Kann ich meinen Bruder sehen, bitte?

- Er hat ihn. - Das lässt sich arrangieren.

Marty hat ihn. Der Junge ist 'ne Fundgrube.

Khalils Leute holen den Wagen in Leibnitz ab.

Der Schlüssel soll im Auspuff hinterlegt werden.

Damit verabschiedet er sich.

Fährt ihn das Mädchen?

Ist nicht das erste Mal. Sie schlucken es. Marty soll bereit sein.

Hier ist noch was für dich.

Steck den Schlüssel in den Auspuff und fahr nach München.

- Was ist in dem Wagen? - Dir passiert nichts.

Was ist in dem Wagen?

Sprengstoff. 200 Pfund russischer Plastiksprengstoff.

- Und wo versteckt? - Er war schon vorher im Wagen.

- Das fehlte mir noch. Wo? - Unterm Sitz, in der Tür und im Dach.

- Wofür ist er? - Für unsere Sache. Lass das Radio aus.

- Das ist ein Scherz. - Ja.

Bist du denn wahnsinnig?

- Er gehört dir, Charlie. - Und was ist das?

Da ist Michels Parfüm drauf.

Ha, dann riecht meine Leiche nach Aramis.

- Guck dir den Plan an. - Den kenn ich.

Die Grenze ist nördlich, durch Jugoslawien sind es 1.100 Kilometer.

- Sie erwarten dich übermorgen Mittag. - Ja, am Platz vor dem Bahnhof.

Der Schlüssel soll in den Auspuff.

Ich komme nach München. Ich habe noch Verstand.

Alles ok, ich weiß, was ich tue.

Sag Marty, das Paket ist weg.

- Wie viel Zeit bleibt ihr noch? - Sie hat eben die Grenze passiert.

Der nächste Zug fährt bald. Sie schafft es vielleicht nicht.

Gib Alarm, check alles, ruf alle!

- Es geht los. Alle Taxen melden! - Wagen 1, klar.

Wagen 2, klar.

- Danke. - Wagen 3, klar.

- Wagen 4, klar. - Wagen 5, klar.

- Danke. - Wagen 6, klar.

- Passagier ist angekommen. - Sie ist da.

Gut.

Sie schafft den Zug. Toby soll ihr Platz machen.

Wagen 4, wegfahren.

Hey, ist die denn total bescheuert?

- Schlagen Sie schärfer ein. - Gut.

- Amerikanerin? - Ja.

Wer ist das?

- Wer ist der Kerl? - Wer ist dieser Mann?

- Ein Amerikaner. - Amerikaner.

- Ruf Julio. - Wagen 1, näher ran.

Ja, geradeaus.

- Ben sichert ab. - Wagen 2, sicher ab.

Ja, ja, weiter, weiter, vorsichtig, nicht so schnell.

Und weiter, noch ein kleines bisschen.

Stopp!

Kommen Sie. Ja, kommen Sie.

- Parken war noch nie meine Stärke. - So ein Wagen hält was aus.

- Aus den USA? - Ja.

- Woher? - Iowa.

Iowa, Nebraska? Da sind wir ja beinahe Nachbarn.

- Das sollten wir da drüben feiern. - Ich muss leider mit dem Zug weg.

- Ich mach schon. - Nein.

- Nicht doch, kein Problem. - Ok.

- Zum Bahnhof? - Ja, zum Bahnhof.

Die Schlüssel! Sie hat die Schlüssel nicht hinterlegt.

- Ich mach das gern. - Oh, mein Mantel, bin gleich zurück.

Braves Mädchen.

- Ruf Julio. - Wagen 1, bleib dran.

- Wohin fahren Sie? - Nach Graz.

- Ruf Rudi. - Wagen 6, folge ihnen.

Das würde zu lange dauern, ich fange lieber nicht damit an.

Es gibt auch noch einen späteren Zug.

- Nicht für mich. - Wie schade.

- Ich wollte nur mit Ihnen reden. - Leider habe ich keine Zeit.

Hier, Wiedersehen.

- Sie ist abgefahren. - Passagier an Bord.

- Der Kunde war ein Passant. - Der Amerikaner war nur ein Passant.

Ein Motorrad umkreist den Platz zum 2. Mal.

2 Typen auf einem Motorrad umkreisen den Platz zum 2. Mal.

Hat nur geschnuppert, der Löwe, denk ich.

- Derselbe Kunde ist wieder da. - Der Kunde kommt wieder.

Er will's wissen.

Albert Luigi Rossino, 1956 in Rom geboren.

Schreibt für ein pazifistisches Blatt in Neapel.

Ich dachte, er gehört zur roten Brigade.

Ticker das nach Jerusalem.

Der Fahrer ist eine Frau.

Das könnte die sein, die das Haus in Bad Godesberg in die Luft jagte.

- Der Zug kommt an. - Der Zug ist eingetroffen.

- Wohin ging deine Kundin? Verfolgen. - Was macht sie?

Sie ist weg.

Weg?

Wo will er plötzlich hin?

- Kunde fährt ab. - Der Wagen fährt weg.

Wohin?

- Sie fährt. - Alle Mann los!

Alle Wagen raus, es gibt Arbeit.

- Wen verfolgen? - Die Dame.

Lasst ihn gehen. Verfolgt das Mädchen.

- Die Kleine festnehmen. - Holt sie ab.

Charlie, absolute Klasse war das.

Sekunde, warte einen Moment.

Ich hatte den Wein auf dem Boden des Wagens stehen.

Und als ich mich runterbeuge, geht mein Rock auf.

Ich lass die Kerle einen Blick auf meine Schenkel riskieren.

Und ich denke, der will mich erschießen.

Drückt der doch seinen Stempel drauf.

Moment mal, ich zeig's euch. Seht her.

Du bist großartig. Du bist umwerfend.

An die Briefe. Die Zeit verrinnt.

Krieg ich nicht wenigstens eine Belohnung?

Wir haben die für dich geschrieben.

Deine Briefe an Michel. Lies sie mal durch.

- Ihr wollt meine Fingerabdrücke. - Ja, sehr clever.

Alles, was du in jener Nacht geschrieben hast.

Da bin ich aber neugierig.

"Lieber Michel."

Oh mein Gott, nein. Oh nein.

Das ist ja 'ne ganz schön lüsterne Braut, oh Gott.

Aber das ist meine Handschrift. Fantastisch.

Es regnete auch in Nottingham. Woher wisst ihr das?

Mal sehen, was da noch steht...

"Und da du mir das sagst..."

Oh nein.

Die ist ja schamlos. Das ist nicht zu fassen.

Was ist denn? Was ist los?

Zeit, den echten Michel kennen zu lernen.

Setz die Sonnenbrille auf. Nur zur Vorsicht.

Vergiss nicht, er hat viele Unschuldige getötet.

Auch er sieht nur wie ein Mensch aus.

Er sieht gut aus und hat Talent, das er ungenutzt verschwendet.

Das Reden überlass uns.

Wartet.

Sieh dir seine Hände an. Im Lager sollte er Schreiner werden.

Jetzt ist er ein Intellektueller mit Geld und Mädchen.

Gutes Essen und zarte Hände. Ein guter Intellektueller.

Stimmt's nicht, mein Kleiner?

Du lässt deine Mädchen als lebende Bomben arbeiten.

Eine setzte er ohne ihr Wissen mit einer Bombe in ein Flugzeug.

Möchtest du diese Dame willkommen heißen?

Möchtest du ihr nicht "Guten Abend" sagen, mein Kleiner?

- Guten Abend. - Nicht antworten.

Guten Abend, Madame!

Genug, er soll was schreiben!

Er schreibt auf die arabische Art. Araber und Juden schreiben von rechts.

Vielleicht sahen Sie ihn einmal nachts Berichte verfassen. Das reicht.

So sieht er also aus.

Charlie.

Liebes.

Wir müssen noch eine Phase hinter uns bringen.

Und wir müssen da jetzt durch, auch wenn es Nerven kostet.

Komm, steh auf.

Bitte...

Ein Muttermal. Eine Messerverletzung.

Dreht ihn um.

- Bitte, Sir. - Blinddarmnarbe.

- Bitte. - Zeigt ihr die Füße.

Die Jordanier folterten ihn als Kind durch Schläge auf die Sohlen.

Eine arabische Spezialität. Das reicht jetzt.

Zieht ihn wieder an.

Deine Briefe an Michel verstecken wir in seiner Wohnung.

Seine Freunde werden sie durchsuchen.

Sie kommen dann auf deine Spur. Nach einem Monat oder länger...

Wenn sie Kontakt zu dir aufnehmen, trägst du diesen roten Schal.

- Wir helfen dir. - Tötet ihr ihn?

Ich bringe auch Araber um, wenn es sein muss.

Trag das immer bei dir. Es ist ein Radio und sehr wichtig.

Seine Briefe an dich sind in deinem Schreibtisch.

Michel wollte, dass du sie versteckst. Doch du hast sie immer bei dir.

- Was tust du im Notfall? - Was, bitte? Entschuldige.

- Wenn ein Notfall eintritt. - Dann binde ich den Schal um.

Außerdem kenne ich die Nummern in Hampstead.

Und ich liebe dich... Schon gut.

Ich sage es nur, falls einer von uns unter einen Bus gerät.

Sie meinte, sie sei Schwedin. Lindström.

Michel hätte sie in Frankfurt aufgelesen.

Sie fickt gern und jagt Leute in die Luft.

- Sie gibt Godesberg zu und Zürich... - Wie alt?

- 21. Warum? - Nenn mir 'ne bessere Möglichkeit.

Sollen wir sie einschließen?

Wir müssen beweisen, dass sie nur Gott und Michel hat.

- Einwände? - Nein.

Was heißt "nein"? Keine Mitarbeit?

Lassen wir sie leben, akzeptieren sie Charlie nie.

Falls wir was erreichen wollen, müssen wir es tun.

Falls?

Frag noch mal die Jüngeren, Shimon.

Nimm's keinem übel, der aussteigen will.

- Das hab ich schon getan... - Tu's noch mal!

Nun geh schon. Worauf wartest du?

Ich erkundige mich bei Ruth nach der Familie.

- Hallo? - Hallo Liebes.

- Hab ich dich geweckt? - Nein.

- Überprüft den Verkehr. - Brauche Verkehrsinformationen.

Hier Posten 2.

Alles ok.

Ich verständige Gabron.

Haben Sie mir was zu sagen, Mr. Becker?

Wollen Sie eine Moralpredigt halten, damit Sie ein gutes Gewissen haben?

- Sam! - Hallo Charlie, willkommen zu Hause.

- Hatten Sie eine schöne Reise? - Ich erzähle es bei Gelegenheit.

"Ich flehe euch an, ihr lieben Frauen. Bei eurer Liebe zu den Männern,

lasst euch aus dem Stück gefallen, was euch liegt. Und ihr Männer..."

Wir gehen gleich zum Schluss.

- Zum Schluss? - Ja. "Wenn ich einen Knicks mache."

"Wenn ich jetzt einen Knicks mache, dir zum Dank ein Lebewohl zu rufen."

- Kommen wir zur Applausordnung. - Ich habe keine Zeit zum Umziehen.

Ganz schnell. Du in die Mitte. Orlando rechts neben Rosalie.

- Wie jetzt. - Rosalie und ich sind ein Team.

- Und sie ist meine Tochter. - Nicht alle durcheinander!

Monika, Sie werden nie besser.

Ich hab wieder meinen Satz ausgelassen.

Charlie!

Die sind für dich.

Diesmal erwartet dich ein fabelhafter Mann im grünen Salon.

Oh, du Glückliche.

Wer ist Charlie? Ich überbringe Ihnen Grüße von Michel.

Ich kenne keinen Michel.

Er bat mich, Ihnen Orchideen zu bringen.

- Und Sie zum Essen einzuladen. - Ich kenne weder Michel noch Sie.

- Gute Nacht, Charlie. - Gute Nacht.

Ich sollte für Sie Hummer kaufen.

Und eine Flasche Butaris-Wein, weiß und kalt.

Ich habe auch noch andere Nachrichten für Sie.

Er wird böse sein, weil Sie ablehnten.

- Wo ist er? - Ich bringe Sie zu ihm.

- Charlie! - Ich ruf dich morgen an!

- Wollen wir noch was trinken? - Morgen!

- Michel? - Du bringst mir Charlie?

- Das ist toll. Willkommen, Charlie. - Wo ist er?

Sie wären noch willkommener, wenn Sie mir sagen, wie man damit umgeht.

Nennen Sie mich Helga.

- Wie war sie? Beeindruckend? - Umwerfend.

Auch beim Proben. Das Ding funktioniert ja.

Wo ist er? Michel?

Michel!

Michel!

- Wo ist er? - Setzen Sie sich.

- Sie sagten, Sie hätten Neuigkeiten. - Wann sahen Sie ihn zuletzt?

- Meine Sache. - Antworten Sie.

- Schert euch weg! - Sie haben für uns wichtige Briefe.

Sie gehören uns. Setzen Sie sich.

Er ist tot, nicht wahr?

So Leid es uns tut. Ja, er ist tot.

Was ist passiert? Ist sie in Gefahr?

Ich weiß es nicht.

Diese zionistischen Schweine!

Charlie, wir alle fühlen mit Ihnen.

Aber Tränen bedeuten nichts. Sie gehören zu Ihrem Beruf.

Trinken Sie.

- Sie können unsere Fragen beantworten. - Die Juden haben ihn umgebracht.

Warum sagt sie das?

- Laut Polizei war es ein Unfall. - Sie spielt.

Wo sind seine Briefe?

- Verbrannt. - Nein, nein.

Liebende verbrennen keine Briefe. Schau in die Tasche.

Wo lernten Sie sich kennen?

- Wenn Sie sich weigern... - Die Briefe.

Sieh an. Bei der 1. Lüge ertappt.

Sparen Sie sich weitere.

Wir sind eine revolutionäre Bewegung und wir tun alles, um uns zu schützen.

- Haben Sie verstanden? - Großartig, Helga. Fabelhaft.

Wann haben Sie sich kennen gelernt? Wann?

Wann?

- In Dorset. - Er war nie da.

- In Nottingham, hm? - In Dorset. Er hielt einen Vortrag.

- Was schreibt er darüber? - Schlechte Politik.

Schlechte Pornographie.

- Was ist das? - Ein Aschenbecher.

Ich will eine Antwort. Woher haben Sie den?

Ein Andenken an die Nacht in Thessaloniki.

Er erzählte mir von seinem Bruder und von Dayr Yasin.

Welcher Bruder?

Erwähnte er einen Namen?

Sein Bruder... Khalil.

Er liebte ihn mehr als irgendjemand sonst.

- Was ist denn da los? - Wohnen Sie hier?

Reine Neugierde. Danke.

Das da ist sie! Charlie! Hey, Charlie!

- Ich glaube, das war die Frau, Sir. - Ja, das war sie.

Sie läuft schnell. War das Ihre Absicht?

Ja, genau das wollten wir. Danke, Commander.

Danke.

Na, toll.

Habt ihr die Bullen auf mich gehetzt? Bei mir wimmelt's von denen.

Was habe ich in diesem Spiel zu tun? Die holen mich von der Bühne runter.

Ja, aber was soll ich tun? Ich will jetzt wissen, wo Joseph ist.

Ich hab doch den roten Schal. Er wollte mich kontaktieren.

Sag ihm, ich fliege in den Libanon. Ich warte nicht ewig!

- Ihr habt ihn umgebracht! - Ja, das stimmt.

Am Anfang hieß es, ihr wolltet das Morden beenden!

- Wir sichern die Operation. - Durch Töten?

Ich sagte es dir nicht. Jetzt sag ich nur noch die Wahrheit.

Na dann los! Bedeute ich dir was?

Oder belügt man mich nur, damit ich meine Rolle spiele?

- Ich bitte dich. - Nein!

Du warst nie ehrlich. Für dich war ich ein Nichts.

Du hast mich nur...

Erzähl mir was darüber.

- Über die Narben? - Hm.

Hab ich mir im Panzer geholt.

- Und das hier? - Schusswunden. Als ich ausstieg.

Und das?

Sinai.

Golanhöhen.

Ich bin 'ne Karte des Nahen Ostens. Darauf war ich mal stolz.

Jetzt bist du's nicht mehr? Wann hörst du auf zu kämpfen?

- Wenn wir Khalil haben. - Wie ist er?

Nicht wie Michel. Er ist clever wie ein Fuchs.

Ständig in Bewegung. Und er vertraut keinem.

Selbst seine Leute sehen ihn fast nie.

Er wird dich kennen lernen wollen wegen Michel.

Wie erkenne ich ihn?

Wir haben kein Foto. Nur seine Handschrift.

Seine Handschrift?

Er hat die Angewohnheit,

Extra-Draht um den Zünder zu wickeln und in die Bombe zu packen.

Kannst du ihn nicht beschreiben? Jemand muss ihn doch kennen.

Charlie.

Geh nicht.

- Geh nicht? - Du hast genug getan.

Marty ist begeistert. Du hast die Operation eingeleitet.

Du kannst aussteigen, wenn du willst.

- Wieso? - Bis jetzt waren wir in deiner Nähe.

Wir konnten eingreifen.

Wechselst du über, bist du wie sie, teilst ihre Moral und ihr Risiko.

- Wir könnten monatelang nichts tun. - Wie steht Marty dazu?

- Er sagt, du kannst aufhören. - Er brachte mich so weit...

...damit ich jetzt aufhöre?

Charlie, ich möchte nicht, dass du gehst.

Ich möchte nicht wieder werden, wie ich mal war.

Schick mich nicht zum Trafalgar Square zurück. Bitte.

Joseph...

Bitte.

BEIRUT, LIBANON

- Sprichst du Französisch? - Nein.

- Dann muss es so gehen. - Du bist doch perfekt.

Was war das?

- Das war mal das Holiday Inn. - Ich verstehe.

Oh, Charlie.

Captain Tayeh.

Ich biete Ihnen die Gastfreundschaft unserer Revolution.

Willkommen. Sie kamen über Schleichwege?

- Von Gatwick über Ostberlin hierher. - Möchten Sie etwas? Kaffee, Tee?

- Tee, bitte. - Chai.

Nehmen Sie Platz.

- Sie würden Zionisten töten? - Das hoffe ich.

Die meisten dieser Fanatiker wollen die ganze Welt in die Luft jagen.

- Sie auch? - Nein.

Ich verachte diesen Abschaum.

Helga, Mesterbein...

Sie sind notwendiger Abschaum. Oder?

- Das weiß ich noch nicht. - Sind Sie auch Abschaum?

- Nein. - Nein.

Das glaube ich auch nicht.

Sie schreiben sehr schöne Briefe.

Das ist meine Privatsphäre.

Tee.

Fliegen Sie heim.

Noch haben Sie nichts Kriminelles getan.

Warum wollen Sie Ihre Demokratie für staatenlose Wilde aufgeben?

Ich glaube, woran er glaubte. Woran Khalil glaubt.

- Michel lehrte mich vieles. - Hassen auch?

Hass ist was für Zionisten. Wer kämpft, muss lieben.

Antisemitismus ist von den Christen.

Schöne Phrasen, wenn man sie im Bett gesagt bekommt.

Tut mir Leid. Tut mir Leid.

Was er Sie lehrte, stimmt. Trinken Sie und kommen Sie mit.

Ich bin so weit.

Möglicherweise glaube ich Ihnen. Vielleicht auch nicht.

Vielleicht spielt es überhaupt keine Rolle.

Man wird Sie einkleiden.

War doch nicht schlecht.

PALÄSTINENSISCHES TRAININGSLAGER

Los.

- 10 Sekunden. - Ich kann's schneller. Noch mal.

1, 2, 3,

4, 5, 6,

7, 8, 9, 10,

11, 12, 13.

Was ist das Ziel?

Ein Professor der hebräischen Universität.

Arthur Minkel. Er spricht in Freiburg. Ein israelischer Peacenik.

- Wann? - In 6 Tagen.

- Warum soll Charlie es tun? - Damit sie schuldig wird.

Hat sie einmal getötet, ist sie für immer an Khalil gebunden.

- Sie kann nur Englisch. - Das reicht.

Sie kann fahren und 'ne Bombe legen.

Sie trauen ihr erst, wenn sie getötet hat.

Das nächste Attentat ist in Freiburg.

In einem Brief geht es um ein Baby. Wer ist das?

- Seine Pistole. - Welches Fabrikat?

- Eine Walther. - Von wem?

- Von Khalil. - Wer ist Joseph?

- Also wer? - Kenne ich den?

Du hast aus Mykonos eine Karte an einen Bekannten von uns geschrieben.

- Du erwähntest einen Joseph. - Ach, der!

Ein schmieriger Jude, der Mädchen beobachtete.

Sekunde. Lass das, ja?

Sprich nicht so über Juden.

Wir sind keine Antisemiten, sondern Antizionisten.

Soll ich das glauben, ja?

Kommen wir jetzt zur Praxis. Ihr müsst mit allen Problemen fertig werden.

Dieser Bursche wurde gestern ganz in der Nähe aufgegriffen.

Für einen einfachen Nomaden war er gut ausgerüstet.

Mit einem Nachtglas, Funksprechgerät.

Einem alten Motorrad mit neuer Maschine.

Er sagt, er sei schiitischer Moslem. Wir sagen, er ist sephardischer Jude.

Wir konnten uns nicht einigen.

- Was sagst du? - Ein zionistischer Spion.

Das denken wir auch. Würdest du ihn umbringen?

- Habt ihr alles erfahren? - Er nennt nur seinen Namen.

Das muss wohl reichen. Ich will ihn erschießen.

Was hältst du davon?

Also, was?

Tu dir keinen Zwang an.

Werde ich auch nicht.

Wir haben für dich eine Aufgabe.

Du wirst jetzt deine Sachen holen und dich hier melden.

Danke.

Hallo.

Ich bin Jano. Sagst du mir deinen Namen?

- Imogen. - Imogen. Hi.

Steig ein.

Sieh dich um. Vielleicht kommt dir was verdächtig vor.

Stehst du auf Musik?

- Ja? - Klar.

Gut.

Ich steh drauf.

Imogen?

Pass aufs Dach auf, da fällt oft was runter.

Ist schön, wieder hier zu sein.

- Das ist Luigi. Nimm ihre Tasche. - Guten Tag.

"Imogen", wer hat sich diesen lächerlichen Namen ausgedacht?

Hatte Jano es schwer, dich zu erkennen?

Nein.

Wir kennen ihren Plan nicht. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Danke, Inspektor.

Diese deutschen Sicherheitsbeamten!

Sollen wir uns auf Autobomben vorbereiten?

Wo geht die Bombe hoch?

Nervös, Shimon? Wir erfahren es schon.

Wo steckt nur Dimitri? Was ist, wenn sie ihn verraten hat?

- Was schlägst du vor? - Hier ganz in der Nähe ist Khalil.

Wir sperren alles ab und suchen ihn.

Deutschland ist nicht die Westbank.

- Und wenn wir ihn finden? - Töte ich ihn.

- Wer tötet Charlie? Die oder wir? - Diese Hure!

- Sie ist eine Kommunistin! - Deine Nerven, Shimon!

Schreibt sie ab!

Ja?

Der ist beschäftigt. Hier ist Helmut. Wer spricht da?

Ja?

Ja.

Bist ein sehr lieber Junge.

Charlie ist jetzt im Hotel. Rossino ist bei ihr.

Können wir noch Leute hinschicken? Jetzt heißt es handeln!

Udi. Teddy.

Sei nicht nervös. Du machst das schon, Charlie.

Manchester United hat wieder verloren. Armes England.

Ein blauer Peugeot.

Sehr schön. Er hat den Aktenkoffer.

Riskier nichts. Es gibt noch andere Möglichkeiten.

Geh jetzt.

Ich hab Geschenke für meine Freunde gekauft.

- Wie kann man nur? Das ist zu viel. - Nein, nein.

- Oh, doch. - Entschuldige, ich muss los. Bis dann.

Bitte nicht nach vorn raus.

Ein Zimmer nach hinten wäre ideal.

- Professor Minkel? - Ja. Warum?

Ich bin Imogen, aus Bastrop. Ich war in Toronto an der Uni.

Ich hab mein Diplom in Anthropologie gemacht.

Ich hatte das Glück, Ihre Vorlesung zur 100-Jahr-Feier zu hören.

Darf ich Ihnen aus Dankbarkeit die Hand drücken?

- Sie sind sicher Frau Minkel? - Ja.

Ja?

Ja... Ja, gut.

Rossino hat den Koffer. Er gibt ihn Khalil zum Scharfmachen.

Charlie liefert ihn dann bei Minkel im Hörsaal ab.

Sag deinem V-Mann,

wir entschärfen ihn und bereiten unsere eigene Explosion vor.

Dabei gibt's nur Rauch und Krach, aber keine Verletzten.

Das Mädchen ist sehr gut, Gadi. Ich gratuliere dir dazu.

Warte.

Komm jetzt.

Wiedersehen, Charlie. Grüß ihn von mir.

- Wie erkenne ich Khalil? - Ich sah ihn nie.

Aber er wird dich erkennen. Jano bringt dich zu ihm.

- Imogen. Tag. - Tag.

Wie gefällt dir Freiburg? Es ist hübsch, nicht?

Ja, ich weiß, ich weiß.

Wir sind da.

Augenblick noch.

- Halt die Kiste. - Was?

Er mag Zwiebeln. Dreh dich um.

Gib mir mal deine Tasche und dreh dich um.

Das müssen wir alle.

Das sind die Vorschriften.

Das ist unser Job. Er muss gemacht werden.

Nette Musik.

Tut mir Leid. Aber Befehl ist Befehl.

Ok.

Entschuldige, das ist auch Vorschrift.

Was?

In Ordnung. Das ist alles.

Gehen wir rein. Die warten sicher schon. Gehen wir.

Wo ist er?

Keine Ahnung. Wir sollen ohne ihn anfangen.

Schließ die Tür. Setz dich.

- Du warst in einem Camp im Libanon? - Ja.

Kennst du diesen Bombentyp?

- Hat man dich vorbereitet? - Ja.

- Du warst Michels Frau, nicht wahr? - Ja.

Er war ein prima Typ. Ich kannte ihn.

Khalil ist anders. Ein Einzelgänger. Ständig unterwegs.

Er ist nie lange an einem Ort.

Niemand kann vorausplanen, wann er irgendwo auftauchen wird.

Dann fang mal an.

Genauso wie heute Abend.

Vielleicht kommt er überhaupt nicht.

- Von wem ist das Armband? - Von Michel.

- Was kostet so was? - Weiß ich nicht.

- Ist es versichert? - Er schenkte es mir aus Liebe.

- Nicht, weil es teuer war. - Aha. Prüf den Stromkreis.

- Ok, alles in Ordnung. - Tayeh sagt...

...du warst im Lager sehr zurückhaltend. Keine Jungs?

Nichts?

Wieso starrst du mich so an?

Wieso sagst du mir nicht, dass du Khalil bist?

Aus Gewohnheit.

Das hat nichts mit Höflichkeit zu tun.

Du verstehst mich sicher, hm?

Mein Bruder muss sehr glücklich gewesen sein.

Luigi bringt dich dann zurück, ok?

Und jetzt geh.

Hallo?

Hallo!

Hallo! Hallo!

- Verzeihung, ich soll etwas abgeben. - Was?

Geben Sie diesen Koffer bitte Herrn Minkel.

- Sagen Sie ihm... - Augenblick.

Nein, ich muss mir noch eine Karte kaufen.

- Kommen Sie. - Geben Sie ihm den Koffer.

Bitte. Darin ist sein Vorlesungsskript.

Er wird es schon gesucht haben.

- Ist da ein Zeitzünder drin? - Nein. Beim Aufmachen geht sie hoch.

Gut.

Alles ist da. Du musst nur den Zünder einstellen.

- Rede und ignoriere alle anderen. - Wieso?

Damit du dich erinnerst, was du gesagt hast.

- Nein, ich kann's nicht. - Geh jetzt, los.

Professor Minkel...

Das Hotelpersonal schickte ihren Koffer in mein Zimmer.

Zusammen mit meinem Gepäck. Der Page dachte, es sei meiner.

Gib ihm den Koffer.

Geh jetzt, schnell.

Ich fand ihn gerade in meinem Schrank.

Tut mir sehr Leid. Ich muss los. Viel Glück für den Vortrag.

Menschen wie Sie tragen zum Ende der jüdischen Kultur bei...

Ich bin am Ende. Ich kann das nicht. Schick mich nicht zurück, bitte!

Gib mir dein Transistor-Radio! Wie lauten deine Anweisungen?

- Rossino wartet in der Werderstraße. - Die Radios sehen gleich aus.

Dieses hier sendet ein Signal.

- Wann kommst du? - Reiß dich zusammen.

Drück den Lautstärkeregler, und wir wissen, dass er schläft.

Er ist aber ständig halb wach wie du. Ich kann nicht. Er will mich!

Er will mit mir schlafen!

Geh jetzt zu ihm!

- Es ist eine Travestie! - Wir danken Ihnen.

Und Sie machen mir keine Vorschriften! Ich allein bestimme...

- Fertig. - Und die Medien?

Wir halten sie hin. Dann liefern wir unseren Bericht.

- Fertig. - Alle außer Shimon und Julio raus!

Beeilt euch! Raus mit euch!

Beeilung! Verschwinden wir.

Dieses Jahr wird es 1,3 Mio. Arbeitslose geben.

Die höchste Zahl seit 1954.

- Haben sie was durchgegeben? - Noch nicht.

Noch einmal:

3 Menschen wurden getötet, unter Ihnen Arthur Minkel

von der Universität Jerusalem.

Er sollte eine Gastvorlesung in Freiburg halten.

- Es hat geklappt. - Ein fantastischer Sieg.

Minkel hat's erwischt.

Zahlreiche zionistische Sympathisanten wurden verwundet.

Niemand kennt die genaue Zahl.

Morgen liest es jeder:

Die Palästinenser warten nicht 2.000 Jahre wie die Juden.

75 Meter.

70.

65 Meter.

60, 55 Meter.

Stopp.

Das gilt für alle Posten. Niemand darf näher ran.

...wurde die Bombe in einem Koffer eingeschleust.

Abgeliefert wurde er von einer Frau, etwa 1,65 m groß...

- Sie könnten ein Phantombild machen. - Stimmt.

Alles deutet darauf hin, dass Minkel die Frau kannte.

Sei unbesorgt. Wir sorgen für deinen Schutz.

Ich verspreche es. Morgen schon fliegen wir dich nach Beirut zurück.

Du hast Großartiges für uns geleistet.

Wir beschützen dich mit unserem Leben. Du musst nicht weinen.

Andere lachen, wenn sie töten.

Deine Tränen sind nicht schlimm. Sie beweisen, dass du ein Herz hast.

Haltet euch bereit. Vor dem Zeichen schlägt keiner los.

Ist das klar? Ted und Udi, ihr geht hinten rum.

Zev und Raoul von der Seite da.

- Hey. - Hm.

- Hey! Na komm schon, du. - Hm.

- Wach auf. - Ich möchte schlafen.

Nicht jetzt.

- Rede mit mir. Lieb mich. - Und ob.

- Wirklich? - Hm.

Woher hast du das?

- Woher hast du das? - Das?

Ja.

- Das habe ich aus Beirut. - Ja?

Ich war unerfahren. Wie Salim.

Ich arbeite im Büro, bin nervös. Ich erwarte ein gewisses Päckchen.

Ich öffne es, doch das war ein böser Fehler.

Als ich im Krankenhaus aufwachte, sah ich als Erstes Salim.

Er war froh, dass ich so naiv gewesen war.

Er sagte:

"Wenn Du wieder ein Paket öffnest, sieh erst nach dem Absender.

Kommt es aus Tel Aviv, ist es besser, du schickst es zurück."

Ich habe ihn geliebt.

Du ihn auch.

Wir haben beide einen verrückten Kerl geliebt, wir beide.

- Vielleicht. - Wieso auch nicht?

Sie sind wohl beide im Schlafzimmer, links neben dem Eingang.

- Ich könnte vielleicht näher ran. - Nein, das reicht.

Wieso schläft der nicht? Wir sollten rein, bevor es hell wird.

- Wir warten noch. - Es ist Gadis Show, Shimon.

Keine Kühe.

- Stimmt was nicht? - Keine Kühe, keine Fischer. Nichts.

- Man melkt Kühe am Morgen, nicht? - Sie melken sie erst in 2 Stunden.

Keine Autos, keine vorbeifahrenden Lichter.

Nicht einer, der zur Arbeit geht. Und keine Kühe.

Kühe lässt man bei Schnee nicht raus. Und wer fährt um diese Zeit herum?

Hier machen auch die Büros nicht so früh auf, oder?

Wieso entschuldigst du alles?

Ich will dich nur beruhigen.

- Was heißt das? - Ich versteh nicht...

Dich sucht die Polizei. Hast du keine Angst?

Lieb mich, dann kannst...

Wo ist dein Radio? Bitte.

- Das kleine. - Ich weiß nicht.

- Wo? - In meiner Tasche.

Bitte! Mach es an. Ich möchte jetzt Musik hören.

- Wann holtest du neue Batterien? - Gar nicht.

- Warum läuft es dann? - Die halten manchmal ein Jahr.

Wir versuchen mal eine hohe Frequenz. Gib her.

Nein!

Ich krieg das Signal nicht mehr.

Alle Einheiten losschicken.

Für wen arbeitest du? Für die Deutschen oder die Zionisten?

- Bist du Jüdin? - Nein.

- Bist du für Israel? Was bist du? - Ich bin gar nichts.

- Hast du meinen Bruder verraten? - Ich... Ich kannte ihn nicht mal.

Sie zeigten ihn mir, bevor sie ihn töteten.

Der Rest ist erfunden.

Unsere Liebe. Eigentlich alles.

Ich verliebte mich in einen Mann, der für mich gesorgt hat.

- Das ist alles. - Du glaubst an gar nichts.

Keine Überzeugung.

- Verschwindet! - Ist ja gut.

Schnell. Durchsucht das Haus!

Aktion Joshua.

Joshua ist grün. Joshua ist grün.

Alles klar?

Los!

Hallo.

Hallo?

Wer ist da, bitte?

Hallo... Ja.

- Alles in Ordnung? - Alles bestens.

Es ist vorbei.

Verschwinde! Verschwinde!

Na schön, fangen wir die Szene noch mal an.

"Der Himmel war so unheilschwanger."

Scheiße, was ist da unheilschwanger?

"Statt dessen könnten wir..."

Nein. Ich weiß nicht, was das bedeuten soll.

Es ist nur ein Wort. Sie sagt, was ihr einfällt.

- Du meinst "unheilschwanger"? - Ja.

- Wir fangen noch mal an. - Gut.

- Noch mal die Szene. - Ok.

"Ich sagte mir: Geh mal vorbei und besuche ihn.

Aber der Himmel war so unheilschwanger." Ja, jetzt geht's.

- "Wir sollten..." - Charlie!

Chargier nicht so schrecklich. Sei realistisch.

Realistisch?

Ja.

Alles klar?

- Nein, ich schaff's nicht. - Also... Versuchen wir's noch mal.

Du kannst es sicher.

Ganz bestimmt. Noch mal von vorn. Von deinem Auftritt an.

- Ok. - Ja?

Ok.

In Ordnung. Ich werd's... Alles klar.

"Ich... Ich..."

"Ich sagte mir: Geh mal vorbei..."

"Ich sagte mir: Geh mal vorbei und..."

Wer ist das? Können wir Ihnen irgendwie helfen?

Pam, übernimm das mal.

Nein, äh...

Lass mich das machen.

Sebastian.

Ich kann's nicht.

Sebastian, ich schaff die Rolle nicht. Tut mir Leid.

Soll ich wieder jemanden für dich töten, Joseph?

Charlie. Charlie!

Mein Name ist nicht Joseph. Ich heiße Gadi Becker.

Ich weiß selbst nicht mehr, was richtig oder falsch ist.

Ich bin hier, weil ich dich liebe. Wenn du es willst.

Ich bin tot, Joseph.

Du selbst hast mich getötet.

Ich bin tot.

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