All language subtitles for 08SOKO Kitzbuhel Flug in den Tod S06E08 German

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Original subtitles

Soko Kitzbühel - Flug in den Tod mit TELETEXT-Untertiteln

***

**

*

Herr Anton! Grüß Gott.

Habe die Ehre, Herr Pressl.

Ich brauche die Maschine heute noch. Bitte tanken und checken Sie sie.

Wann wollen Sie denn fliegen?

Am späten Nachmittag.

Kein Problem.

Danke!

Wie wird denn das Wetter?

Es bleibt stabil.

Alles bestens! Bis dann!

(Frau:) Ich kann nur wiederholen, was ich Ihnen bereits gesagt habe:

Herr Pressl ist auf Geschäftsreise. Ich weiß nicht, wann er zurückkommt.

(Mit russischem Akzent:) Ich habe den Verdacht, Ihr Chef versteckt sich!

So etwas würde er nie tun.

Warum ist er denn nie da, wenn ich ihn sprechen will?

Er schließt sein Büro immer ab, wenn er außer Haus ist.

Ich will wissen, wo meine vier Millionen geblieben sind.

Darüber weiß ich nicht Bescheid. Da müssen Sie Herrn Pressl selber fragen

Bitte richten Sie Ihrem Chef aus:

Wenn das mit dem Kauf nicht geklappt hat, will ich mein Geld wieder haben.

Aaah!

Sonst wird's eng für Ihren Chef. Sehr, sehr eng.

Herr Pressl!

Schauen Sie, was die Russen mit meiner Pflanze gemacht haben!

Was haben Sie mit dem Geld gemacht?

Ich hab Ihnen das schon gesagt: Ich bin gelinkt worden.

Bitte lassen Sie mich nicht auch noch im Stich!

Das kommt alles wieder in Ordnung.

Und dann fahren Sie auf die Malediven - auf meine Kosten!

Jetzt muss ich mich beeilen.

Grüß Sie Gott!

Hallo, Herr Pressl!

Die Maschine ist startklar. Es ist alles in Ordnung damit.

Danke.

Guten Flug!

Die Dame scheint die Muse des Künstlers zu sein.

Die hat er ein paar Mal verewigt.

Das ist Dr. Pressl. Meine Zahnärztin!

Wenn die Fotos nicht so traurig wären!

Ich sag nur rasch dem Künstler Auf Wiedersehen. Kommen Sie mit?

Nein, danke.

München Information. Delta - Oscar - Mike.

"Delta - Oscar - Mike. Here Munich Information."

Position Ellmau. Erbitte Wetterinformation.

* Eine Frau kichert. *

(Mann:) Du siehst heute wieder aufregend aus.

Du machst mich noch wahnsinnig!

Hör auf! Nimm die Hände weg!

* Poltern *

Entschuldigung, ich wollt nicht stören.

Ich geh dann nach draußen.

Hallo, Frau Doktor Pressl!

Soko Kitzbühel. Wir haben einen Termin bei der Frau Doktor Pressl.

Sie erwartet Sie schon in Raum eins.

Danke schön.

Danke.

Arthur, mein Mann, hat sich immer noch nicht gemeldet.

Er wollte mit dem Flugzeug nach München zu einem Geschäftstermin?

Ja, aber er ist nicht angekommen.

Vielleicht musste er notlanden.

Wir haben den Flughafen Sankt Johann angerufen.

Der Funkkontakt mit Ihrem Mann brach plötzlich ab.

Das hat man mir auch gesagt. Deswegen bin ich so beunruhigt!

Wir müssen Ihnen etwas sagen.

Was?

Ist ... Arthur ...

.. tot?

Das wissen wir noch nicht.

Aber wir haben heute Früh eine Meldung bekommen.

Ein Bergsteiger hat beobachtet, dass ein Sportflugzeug explodiert ist.

Im Gebiet des Wilden Kaiser.

Diese Route wollte mein Mann nehmen.

Die Suchmannschaften sind unterwegs.

Aber wir haben noch keine Spuren - weder von Ihrem Mann noch vom Wrack.

Oh mein Gott!

Gut, Wiederschaun!

Gibt's was Neues vom Pressl und dem Flugzeugabsturz?

Das Bundesheer hat vom Hubschrauber aus Wrackteile gesichtet.

Leider ist das Gebiet extrem unzugänglich.

Die Wrackteile sind so weit verstreut - das muss eine Bombe gewesen sein.

Dann war's Mord.

Hast sonst noch was rausg'funden?

Ja, i hab mi umg'hört.

Die Pressls leben auf großem Fuß.

Sie haben ein Landhaus in Kitzbühel, ein Riesenapartment in München ...

.. und drei Autos.

Gibt's eine Lebensversicherung?

Da bin i dran.

Explosion? Aber die Maschine war okay!

I krieg doch keinen Ärger, oder?

Naa, naa. Ist Ihnen etwas Ungewöhnliches aufg'fallen?

Ja. Gestern Nachmittag waren zwei Russen da.

Die hab i vorher no nie da g'sehn. Die wollten die Cessna anschauen.

Und?

Sie haben nach dem Pressl gefragt.

Ich hab ihnen nicht g'sagt, dass er am selben Tag damit fliegen wollte.

Können Sie die Herren beschreiben?

Sie sind mit einer schwarzen Limousine gekommen.

Einer war groß und kräftig, hat ausg'schaut wie a Bodyguard.

Von der Fliegerei haben die keine Ahnung g'habt.

Gestern waren wieder zwei da. Ein Herr Petrovski und sein Sekretär.

Wie ein Sekretär sah der nicht aus!

Und was wollten die?

Gedroht haben sie.

Und warum?

Es hat mit der Villa zu tun, die sie über uns gemietet haben.

Er möchte sie kaufen.

Da gibt's sicher eine Möglichkeit.

Mein Chef sollte eine GmbH gründen, die die Villa für Petrovski kauft.

Aber da ging nichts weiter.

Er hat sein Insulin-Pen vergessen!

Herr Pressl ist Diabetiker.

Vielleicht liegt er irgendwo verletzt in den Alpen ohne sein Insulin!

Wir müssen annehmen,dass Herr Pressl die Explosion nicht überlebt hat.

* Donner, prasselnder Regen *

* Poltern *

Bist du's?

(Russisch:) Ja?

Soko Kitzbühel. Wir möchten den Herrn Petrovski sprechen.

Haben Sie Ausweis?

Bitte.

Da muss die Sekretärin von Herrn Pressl etwas missverstanden haben.

Sie haben ihm also nicht gedroht?

Ich bitte Sie, wie käme ich dazu?

* Sie sprechen russisch. *

Die Kleine wird übermorgen fünf.

Sie wollen dieses Anwesen kaufen?

Ja, aber Ihre demokratischen Gesetze lassen das ja nicht zu.

Gesetze kann man umgehen.

Wirklich? Klären Sie mich auf!

Als Kind wohnte ich mit meinen Eltern und meinen Geschwistern ...

.. in einem kleinen Zimmer in einer Wohnung mit vier anderen Familien.

Es gab nur eine Toilette und eine Küche für zwanzig Leute.

Und ich stand oft am Fenster und schaute hinaus ...

.. und beneidete die Vögel, die überallhin fliegen konnten.

Und jetzt bin ich da und will nicht mehr weg.

Sie waren am Flughafen - an dem Tag, als Herr Pressl verunglückte.

Wie kommen Sie drauf?

Ein Mechaniker hat Sie beschrieben.

Warum haben Sie sich nach Pressl und nach der Cessna erkundigt?

Da muss er sich täuschen.

Langsam werde ich ungeduldig. An allem sind die Russen schuld!

Ich will hier ganz normal leben mit meiner Familie - in Ruhe und Frieden.

Das wollen wir alle. Herr Petrovski!

Guten Tag!

Darf ich Ihnen Peter Stiller vorstellen?

Er ist Fotograf und ein guter Freund des Hauses.

Die Herrschaften sind von der Soko Kitzbühel.

Ich wollte Frau Pressl ablenken. Das mit Arthur macht ihr zu schaffen.

Haben Sie Neuigkeiten?

Leider keine guten, Frau Pressl.

Wir sind uns sicher, dass Ihr Mann nicht mehr am Leben ist.

Und dass es sich um Mord handelt.

Nein, das kann nicht sein! Er ist am Leben, ich fühle das.

Warum finden Ihre Leute nichts?

Das Gebiet ist extrem unzugänglich. Da kann kein Hubschrauber landen.

Wenn Sie keine Beweise haben, dann beunruhigen Sie Frau Pressl nicht!

* Sie räuspert sich. *

Ich muss dann los.

Mein Mann und Herr Stiller haben sich beim Bergsteigen kennen gelernt.

Hat Ihr Mann einen gewissen Herrn Petrovski erwähnt?

Ja. Ich glaube, er hatte Angst vor ihm.

Mein Mann hat mit den Russen schon einiges erlebt.

Man weiß nie, ob sie ihre Provision bezahlen.

Er hat sich trotzdem immer wieder darauf eingelassen.

Die Russen sind seine besten Kunden.

Der Stiller, dieser Fotograf, der ist mehr als ein guter Freund.

Die macht uns sicher was vor.

Das glaub ich auch.

Arthur Pressl hat sich vor einem Jahr auf 1,5 Millionen versichern lassen.

Nicht übel!

Zugunsten seiner Frau.

Seine Geschäfte san in letzter Zeit ned besonders gut g'laufen.

Bitte versuch, alles über einen Dimitri Petrovski herauszufinden.

Petrovski.

Grüß Sie, Frau Lechenauer!

Hallo!

Die Putzfrau hat uns gesagt, wo wir Sie finden können.

Woll'ma verreisen?

Ja. Ist das verboten?

Nein.

Wir haben erfahren, dass Herr Pressl finanzielle Schwierigkeiten hatte.

Wir dürfen Einsicht in seine Bücher und Konten nehmen.

Wir haben eine richterliche Befugnis.

Sagen Sie lieber gleich, was Sie wissen.

Sonst machen Sie sich der Beihilfe schuldig.

Er hat sich verspekuliert.

Ich verschiebe seit Monaten Geld von Konto zu Konto, um es zu vertuschen.

Ich hatte deswegen schlaflose Nächte.

Aber er hat gesagt, er kriegt das wieder hin.

Warum hat Petrovski Pressl gedroht?

Er wollte sein Geld wieder haben.

Er ist eines Tages mit einem Geldkoffer aufgetaucht.

Die Anzahlung für die Villa.

Wie viel war das?

Vier Millionen Euro.

Ich war mit Ihrem Vater auf der Vernissage vom Peter Stiller.

Das ist der Foto-Künstler.

Ich hab ihn schon kennen g'lernt.

Ich habe die Frau Pressl und ihn in seinem Atelier überrascht.

Wie - überrascht?

Die Situation war eindeutig!

Davon haben Sie mir nix erzählt!

Der Peter Stiller ist ein sehr interessanter Mann. Ein Abenteurer.

Früher war er Kriegsfotograf.

Da hast du dein Motiv!

Sie macht sich mit ihm aus dem Staub, sobald sie die Lebensversicherung hat

Es gibt doch sicher eine.

Für dich is wieder mal alles klar.

Sonnenklar.

Wissts ihr, womit dieser Petrovski sein Geld verdient?

(beide:) Import - Export?

Aber wollts ihr vielleicht wissen, was er importiert und exportiert?

Bügeleisen!

Also .. in der Hauptsache. Angeblich.

Der zahlt für seine Villa 10.000 Euro im Monat Miete!

Da kommt es auf die Dauer günstiger, wenn er sie kauft.

Die kostet auch acht Millionen Euro.

Haben die Suchtrupps schon was g'funden?

Nur einzelne Wrackteile.

Vielleicht hat der Vater Recht

und die Dr. Pressl hat das gemeinsam mit dem Stiller geplant.

So wie i Versicherungen kenn, kann sie no lang auf ihr Geld warten.

Bei einem Flugzeugunglück zahlt die Versicherung nach drei Monaten, ...

.. auch wenn man die Leiche nicht findet.

A Künstler is ka Bombenbastler. Das kann i mir ned vorstellen.

Er war Kriegsfotograf, zuletzt in Belgrad.

Diese Russen wissen, wie man Bomben bastelt!

Du schaust zu viele Action-Filme!

Vielleicht sind sie nach unserem letzten Besuch unruhig g'worden.

Endlich ist mein Paket da!

Was haben Sie da bestellt?

Eine Agenten-Ausrüstung.

Was?

Eine Agenten-Ausrüstung.

Das ist eine so genannte Wanze.

Das ist ein Peil- und Empfangsgerät.

Und das sind kleine Kopfhörer.

Wo haben Sie das her?

Aus dem Internet.

Das ist verboten!

Die Verbrecher sind heute besser ausgerüstet als die Polizei.

Denen kommt man nur mit Hightech bei.

Wollen Sie Dr. Pressl bespitzeln?

Warum die?

Sie glauben, dass sie und der Stiller etwas mit dem Absturz zu tun haben.

Nein, ich glaube, der Dr. Pressl hat sich mit der Russenmafia eingelassen.

Grüß Gott. Ich glaube, da liegt ein Irrtum vor.

Frau Gräfin ... wie war Ihr Name?

Schönberg. Herr Kofler berät mich in diesen Angelegenheiten.

Kofler.

Das Immobilienbüro sagte, diese Villa sei zu mieten oder zu kaufen.

Das Büro von Herrn Pressl?

Wer hat das gesagt?

Die Sekretärin.

Will man mich hier raushaben?

Ah, Sie wollen nicht ausziehen?

Hatte ich eigentlich nicht vor.

Sie wird etwas verwechselt haben. Die viele Aufregung!

Ihr Chef ist mit dem Flugzeug abgestürzt.

Sie weiß nicht, wo ihr der Kopf steht.

Geht's Ihnen nicht gut?

Mein Blutdruck!

Diese Schwindelanfälle!

Kommen Sie! Setzen Sie sich!

Möchten Sie ein Glas Wasser?

Gerne.

* Russisch *

Ich hoffe, es ist nichts Ernstes.

Es wird gleich vergehen. Tut mir leid, dass ich Ihnen Umstände mache.

Das macht doch nichts. Soll ich einen Arzt holen?

Das ist nicht nötig.

Grüß Gott. Wir wollen uns ein wenig unterhalten.

Dieser Petrovski und sein Sekretär san in der Praxis von der Dr. Pressl.

So, Frau Doktor!

Wollen Sie mir jetzt verraten, wo meine vier Millionen Euro sind?

Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen.

Es ist immer dasselbe.

Kein Mensch weiß, wovon ich rede.

Ihr unerwartet verstorbener Mann kann nicht schon alles ausgegeben haben.

Er ist betrogen worden.

Ich schwöre, ich weiß nicht, wo das Geld ist.

Aha.

Ich wollte schon immer wissen, wie es ist, wenn man die Rollen tauscht.

Arzt und Patient!

Nein! Bitte nicht!

Haben Sie aber schöne Zähne!

Aaaah!

Schreien soll die Schmerzen lindern, sagt man.

Aaaaaah!

Ich glaub, ich hab Ihren Nerv getroffen. Das tut mir leid.

Wo ist das Geld? Ist es Ihnen eingefallen?

Ich quäle ungern Frauen, aber Sie lassen mir keine andere Wahl!

Wir machen weiter, bis wir den richtigen Zahn gefunden haben.

Aaaah!

Wir haben die ganze Nacht Zeit. Das Gebäude ist leer.

Wo ist das Geld?

Bereit für die zweite Runde? Oder wollen Sie mir etwas sagen?

Polizei.

* Russisch *

Sie bekommen Besuch von der Polizei.

Es ist gesünder für Sie, wenn Sie nichts sagen.

Ich hoffe, wir haben uns verstanden.

So spät noch? Ein Notfall?

Ja. Die Frau Doktor war so nett, mich um diese Zeit noch zu behandeln.

Sie schauen schlecht aus, Frau Doktor.

Was war hier los?

Nichts. Ich bin wirklich müde.

Nochmals vielen Dank. Auf Wiedersehen!

Sie kommen mit aufs Kommissariat.

Warum? Weil ich mir hab einen Zahn behandeln lassen?

Wir glauben, dass Sie Frau Pressl bedroht haben. Sie hatte Angst.

Ich will in Ihrem schönen Land nur in Ruhe und Frieden leben.

Das haben wir schon gehört. Danke.

Das ist Unsinn! Warum sollte ich die Frau Dr. Pressl bedrohen?

Weil Sie glauben, Frau Dr. Pressl weiß, wo Ihre 4 Millionen sind.

Wir wissen, dass Sie am Flughafen waren.

Sie haben sich nach der Maschine,mit der Pressl fliegen wollte, erkundigt

Eine gute Gelegenheit, um eine Bombe zu verstecken!

Warum sollte ich ihn töten? Dadurch verliere ich meine ganze Investition.

Wir glauben Ihnen kein Wort.

Das ist Ihr Problem.

Aber Sie haben keinen Grund und kein Recht, mich hier festzuhalten.

Auf Wiedersehen.

Eines sollten Sie noch wissen: Für die Bomben sind alle Menschen gleich.

Sie töten die Guten und die Bösen.

Warum lassen wir ihn einfach gehen?

Wenn wir ihn die ganze Nacht festhalten, erzählt er was!

Der ned. Und er hat Recht: Der Tod vom Pressl bringt ihm nichts.

Du musst in die Kamera sehen, sonst kann ich das Licht nicht einrichten.

Du siehst wundervoll aus.

Noch eine kleine Korrektur.

Ich kann nicht! Nicht heute!

Schade. Ich dachte, es bringt dich auf andere Gedanken.

Ich würde lieber was trinken.

Bin gleich wieder da.

Was machst du da?

Ich schau mir die Fotos an.

Ich muss immer wieder daran denken, wie wir miteinander geschlafen haben.

Du auch?

Das war ein Fehler.

Warum?

Wir könnten zusammen von hier weggehen.

Wie stellst du dir das vor?

Wenn alles vorbei ist.

Ich könnte überall arbeiten.

Arthur hätte dich mit seinen Geschäften ins Verderben gerissen.

Was ist?

Nichts.

Du meinst es gar nicht ernst.

Ich würde alles für dich tun.

Wirklich?

Was zum Beispiel?

Was du willst.

Sogar jemanden töten?

Dachtest du, der Haken löste sich bei Arthurs Unfall allein aus der Wand?

Ich sollte jetzt lieber gehen.

* Männerstimmen *

Aber das ist doch Russisch!

Haben Sie gedacht, die reden deutsch für uns?

Können Sie Russisch?

Nein, aber jetzt weiß ich, dass es funktioniert!

* Telefon *

Ja, hallo?

Grüß Gott, Frau Doktor.

Wie geht es Ihren Zähnen?

Soll ich zur Nachbehandlung kommen?

Nein?

Gut, ich mache Ihnen einen Vorschlag:

Sie treten die Lebensversicherung, die Sie bekommen, an mich ab.

Als eine kleine Anzahlung.

* schrilles Pfeifen *

Au!

Er hat die Wanze bemerkt und sucht sie jetzt!

Schnell weg hier!

* schrilles Pfeifen *

Karin, ich würde diesem Petrovski ein bissel auf den Zahn fühlen.

Ich glaub, dass er die Doktor Pressl bedroht.

Was weißt du über den Petrovski?

Ich hab das einfach aufgeschnappt.

Bitte halt dich da raus!

Wenn die Russen dahinter stecken, dann kann es gefährlich werden!

Pfiat di!

* Türglocke *

Frau Doktor Pressl?

Karin Kofler hier, Soko Kitzbühel.

Sie sind's!

Haben Sie jemand anderen erwartet?

Wollen Sie uns nicht endlich sagen, vor wem Sie Angst haben?

Vor niemandem. Warum sollte ich?

Wir wissen, dass der Petrovski eine GmbH gründen wollte.

Ihr Mann hätte als Strohmann, als Mehrheitseigentümer,herhalten sollen

Davon habe ich keine Ahnung.

Diese Gesellschaft hätte die Villa kaufen sollen, ...

.. die Petrovski zur Zeit mietet.

So könnte er das Gesetz umgehen ...

.. und als Nicht-EU-Bürger in Tirol eine Immobilie kaufen.

So etwas ist möglich?

Wir wissen auch von dem Geldkoffer, den Petrovski Ihrem Mann gegeben hat

Anscheinend hat Ihr Mann dieses Geld unterschlagen.

Haben Sie dafür Beweise?

* Telefon *

Wollen Sie ned endlich abheben?

Ja?

Ich kann gerade nicht. Die Polizei ist bei mir. Ich ruf zurück.

Glauben Sie, Petrovski hat etwas mit der Flugzeug-Explosion zu tun?

Eher Peter Stiller, fürchte ich.

Das is interessant. Wie kommen Sie darauf?

Er hat so seltsame Andeutungen gemacht.

Im vorigen Jahr haben wir alle drei eine Bergtour unternommen.

Da hatte mein Mann einen Unfall.

Wie war das mit dem Bergunfall?

Woher wissen Sie davon?

Frau Pressl hat uns davon erzählt.

Was hat sie Ihnen denn erzählt?

Wir würden die Geschichte gern von Ihnen hören.

Bringen Sie bitte nichts durcheinander!

Dürfen Sie das überhaupt?

Sie haben doch sicher nichts zu verbergen.

Ein Haken löste sich aus dem Fels. Arthur wäre abgestürzt, ...

.. wenn ich ihn nicht im letzten Moment gesichert hätte.

Erkennen Sie das wieder?

Das ist die Bauanleitung für eine Bombe. Aus dem Internet.

Seh ich zum ersten Mal.

Verdammt, was soll denn das?

* Handy *

Pressl.

Lechner, Soko Kitzbühel. Bitte kommen Sie kurz aufs Kommissariat!

Ich muss in die Praxis.

Es dauert nicht lang.

Also gut.

Erzählen Sie mir etwas über Ihr Verhältnis mit Herrn Stiller!

Wir haben kein Verhältnis. Er war ein guter Freund meines Mannes.

Ich glaube, Sie wollten gemeinsam mit ihm Ihren Mann loswerden.

Um die Lebensversicherung zu kassieren.

Das ist absurd!

Dann sagen Sie mir, wie's wirklich war!

Sie glauben doch nicht im Ernst, ich hätte eine Bombe gebastelt

und in Arthurs Flugzeug versteckt?

Warum haben wir dann diesen Plan auf Ihrem Schreibtisch gefunden?

Verraten Sie es mir!

Man will Ihnen etwas anhängen?

Außerdem haben Sie schon einmal versucht, Herrn Pressl umzubringen.

Das war ein Unfall!

Frau Pressl gegenüber haben Sie etwas anderes angedeutet.

Das habe ich nur so gesagt, um Simone zu beeindrucken.

Eine seltsame Art, seine Liebe zu beweisen.

Frau Pressls Aussage belastet Sie sehr.

Das glaube ich nicht. So etwas würde sie nie tun.

Gut.

Kommen Sie!

Können Sie sich vorstellen, ...

.. dass er etwas mit dem Flugzeugabsturz zu tun hat?

Er hat mir erzählt, dass jeder Bastler eine Bombe bauen kann.

Die Anleitung bräuchte man bloß aus dem Internet herunterladen.

Herr Stiller bestreitet, dass er die Bauanleitung je gesehen hat.

Anfangs wollte ich es nicht wahrhaben.

Aber er hat es sich so in den Kopf gesetzt, dass wir zusammengehören!

Er ist krank, und er braucht Hilfe.

Ich habe meinen Mann geliebt. Ich hatte keine Gefühle für Herrn Stiller

Ich muss jetzt wirklich in die Praxis. Meine Patienten warten.

Warum erzählst du solche Lügen?

Wie kannst du mir das antun?

Der Herr Stiller bleibt bei uns.

Ich hab dir vertraut.

Ich mach das schon.

Kollegen, sie ist losg'fahren. Sie müsste gleich bei euch vorbeikommen.

Ich glaub dem Stiller. Der hat nix mit dem Flugzeugabsturz zu tun.

Bist du sicher,dass ihr ein Insulin- Pen aus der Tasche g'fallen is?

Ja.

Du weißt, was das bedeutet.

Sie ist gerade vorbeig'fahren. Sie fährt Richtung Norden.

Gut, verstanden.

Das is aber ned der Weg zur Praxis.

Sie ist rechts abgebogen Richtung Pirchner-Alm.

Arthur?

Arthur!

Ich bin aufgehalten worden.

Hier ist dein Insulin.

Jetzt geht's dir gleich besser.

Arthur!

Das kannst du mir nicht antun!

Hier hat er sich also verkrochen.

Gut ausgedacht, Pressl! Willst abwarten, bis die Versicherung zahlt!

Fassen Sie ihn nicht an!

Es ist alles Ihre Schuld.

Wie bitte? Ich bin schuld an euren Schulden? Die Autos, die Villa?

Wer wollte ein protziges Luxusleben führen von fremdem Geld?

Von MEINEM Geld!

Boris!

Das will ich jetzt wieder haben.

Ganz schlechte Idee.

Messer weg!

Messer weg!

* Russisch *

Da rüber!

Der Pressl hat nicht mehr gewusst, wie er seine Schulden bezahlen soll.

Da hatte er die Idee mit dem Versicherungsbetrug.

Er hat das Flugzeug mit Zeitzündung über unzugänglichem Gebiet gesprengt

Vorher ist er mit einem Fallschirm abg'sprungen.

Erst ein Leben in Luxus, dann stirbt er ganz allein auf dem Dachboden.

Nur weil ihm das Insulin ausgegangen ist.

Ironie des Schicksals.

Das wurde vorhin abgegeben.

Für mi?

Mit diesen russischen Geschäfts- freunden ist sicher nicht zu spaßen.

Vier Millionen vom Petrovski und 1,5 Millionen von der Versicherung:

Damit wollte sich das Ehepaar Pressl absetzen.

Kriegt sie die Lebensversicherung?

Sie war in den Betrug involviert!

Ein ausgeklügelter Plan!

Was is denn da drin?

Nix.

Vorsicht!

Eine Babuschka!

Das schaut ja aus wie ein Geschenk.

Aber von wem?

Untertitel: Sabine Schinhan ORF-Enterprise 2007

E-Mail: untertitel@orf.at

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