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Komm her. Sch, sch...
Pinzette.
- Shit. - Was?
Der Knochen ist total zerschmettert.
Wir müssen amputieren. Sonst stirbt sie.
Wir haben keine Knochensäge, aber wir brauchen...
..so was Ähnliches.
Ja...
Ok. - Ok.
Ok.
Ok. Halte das. Ok?
Halte durch, Lula.
Du schaffst das, du tollwütige, räudige Hündin.
Oh, Gott. Fuck.
- Oh, Gott. - Oh, fuck, mir wird schlecht.
Ok.
Fuck.
(Hund bellt.
Auf dich, mein Freund.
Auf dich.
Hier festhalten. Ja, du machst das schon richtig gut.
Und dann so mit dem Löffel,
Stück für Stück.
Samuli, hier festhalten
und mit dem Löffel von hinten nach vorne.
So gehen die Schuppen ab. Hier.
Die sind hart, die Schuppen. Und im Essen schmecken die gar nicht.
Das ist Papas T-Shirt.
Ähm...
Ich habe das Daniel gegeben, weil er nichts mithat. Ist das ok?
Klar.
- Kann ich helfen? - Nicht nötig.
Da draußen steht Wein, wenn du möchtest.
Lua!
Hallo. - Hallo. Gut, dass du da bist.
Hallo. - Hallo. Gut, dass du da bist.
Wie lange wirst du bleiben?
Mal schauen. Samuli hat eigentlich Schule.
- Wer ist das? - Äh, Daniel.
- Er ist mit mir hier. - Dein Freund?
- Pst.
Wir kennen uns noch nicht so lange.
Pst, ist gut.
Hallo, ich bin Daniel.
Mark Svensson.
Daniel Mandelkern. Freut mich. Dass ich hier sein darf, freut mich.
Schön, dass Tuuli das einfach so entscheidet. Samuli, hi.
- Na, geht's dir gut? - Hey, Lua.
Ja. Ich habe gerade mit Kiki Fische geschuppt.
Toll. Bist ja ein echter Hilfskoch. Hilfst du mir beim Grillen?
- Klar. - Ja, dann komm.
Komm.
Was?
Wein schmeckt besser als Tränen.
Hat meine Mutter immer gesagt.
- Prost. - Prost.
- Prost.
"Astroland" ist eure Geschichte, oder?
Mehr oder weniger.
Also, wie Mark die Geschichte sieht.
Ich habe das Buch fünfmal gelesen.
Siebenmal? Keine Ahnung, ich...
Das Buch hat eine seltsame... Weisheit. Kann man das so sagen?
Weisheit?
Mhm-mh.
Es ist echt komisch, dich in diesem T-Shirt zu sehen.
Was ist eigentlich mit Felix passiert?
Er ist ertrunken. Hier im See.
- Hast du so was schon mal gemacht? - Nein.
Nur in der Theorie.
Es ist wichtig, den Knochen exakt durchzutrennen.
Santos ist tot.
- Was? - Er ist tot.
Gott sei seiner Seele gnädig. So läuft die Politik hier bei uns.
- Felix, mein Junge. - Ja?
Ihr müsst hier weg. Die Polizei ist schon auf dem Weg.
- Was ist mit dem Konsulat? - Die sind zu dumm dazu.
Selbst wenn sie helfen wollten, wäre es zu spät.
Fuck. Wir müssen hier weg, bevor die Polizei auftaucht.
Warum?
- Warum? Wir haben nichts getan. - Hey, ein Schuss ist gefallen.
- Direkt vor der Stiftung. Versteht ihr? - Nein.
Die wollen uns hier nicht.
Das ist der ideale Vorwand, um euch loszuwerden.
Die werden das euch Ausländern anhängen.
Ihr müsst schnell weg.
- Fuck. - Ok.
- Das war alles. - Beeilt euch.
- Schön vorsichtig. Ja. - Ok.
So ist es gut.
- Passt auf euch auf. - Danke.
- Taddeo, vielen Dank. Mach's gut.
Wir sehen uns wieder. Komm her.
Seid vorsichtig. Gott schütze euch.
Wir sehen uns wieder, ganz sicher.
Passt gut auf euch auf. Alles Gute.
Tor aufmachen! - Scheiße! Die Polizei.
Öffnet das Tor!
- Zum anderen Tor. - Gut, ich mache hinten auf.
- Macht das Tor auf! - Schnell. Du fährst.
Heilige Mutter Gottes. Öffnen Sie das Tor!
Aufmachen!
Macht das Tor auf! - Wird's bald?
Hier ist die Nationalpolizei!
- Moment. Wir haben den Schlüssel nicht.
- Sofort öffnen!
- Wir kommen ja schon. - Macht auf! Wird's bald?
Ok. Passt auf euch auf.
Los!
Öffnet das Tor! Macht sofort auf!
Ja, ja, sofort.
Wir suchen die Gringos.
Welche Gringos?
"Glückliches Leben ist nicht die lange Reihe von Schrecken,
dann Friede und Freude zwischen den Schicksalsschlägen.
Zum Glück ist da der Ozean, an den man gelangt.
Glück ist die Gabe, über sich selbst zu urteilen.
Glück heißt, sich reinigen, immer wieder neu.
Das ist glückliches Leben."
"Glückliches Leben."
Das ist mein Lieblingsgedicht von Gerald Stern.
Also dann...
- Salute. Salute.
- Kiki? - Mhm?
- Hast du Ketchup? - Ja. In der Küche im Kühlschrank.
Sami ist so glücklich.
Er war so froh, dass wir wieder hier in San Felice feiern.
Ja, war eine gute Idee. Möchte noch jemand Wein?
Hast du alle eingeladen, so wie früher immer?
Die Leute aus dem Dorf halt.
Sami hat ein paarmal nach einer Francesca gefragt.
- Ihre Eltern haben zugesagt. Da ist nichts.
Komm, ich gucke mit dir zusammen nach.
Stimmt es, dass du wieder ein Buch über uns schreibst?
- Wer sagt das? - Stimmt es?
Ich... Ich habe das gesagt. Ich bin Journalist.
- Ich mochte dein Buch sehr. - Du bist Journalist?
Ja.
Aha.
Sind wir uns schon mal begegnet?
Ich glaube nicht.
Es gibt kein neues Buch. Und auch keine Fragen danach, wo es bleibt.
Auf das Interview musst du wohl noch etwas warten.
- Was ist los? - Ich bin müde.
Sag schon.
Ich will hier keinen Journalisten, der Fragen über das neue Buch stellt.
Sag ihm das. Er ist Tuulis Freund.
Ja, habe ich.
Hey.
Ich wüsste auch gern, woran du arbeitest.
Gute Nacht.
- Guten Morgen. - Guten Morgen.
Kaffee?
Ja, gerne.
- Schläft Samuli noch? - Ja.
Seit ein paar Wochen schläft er wieder gut ein.
- Schön. Wie alt ist er jetzt? - Er ist gerade neun.
Ah ja.
Er schreibt also wieder.
Ja.
Gibt's schon einen Titel?
"Bestattung eines Hundes". Aber er will es nicht veröffentlichen.
Ist wahrscheinlich das Ende eurer Geschichte.
- Wieso "Bestattung eines Hundes"? - Frag mich nicht, Tuuli.
Du hast es nicht gelesen?
Nein. Bis jetzt darf es niemand lesen. Nicht mal ich.
Morgen.
- Morgen. - Morgen.
Hast du gut geschlafen?
Etwas viel Wein gestern.
Sami und ich fahren gleich rüber ins Dorf, Sachen besorgen.
- Kommst du mit? - Ja.
- Ich kann auch noch was gebrauchen. - Ok. Conti ist um halb 10 hier.
Krass. Die hätten uns eingesackt, obwohl wir nichts gemacht haben.
Ja, wahrscheinlich. Und richtig hart gefickt.
Wie lange werden die nach uns fahnden?
Keine Ahnung. Aber sie werden uns nicht finden.
Oh, Mann. Alle müssen bleiben. David, die Schnüffelkinder...
Und du, Tuuli und ich, wir hauen einfach ab, wenn es hart wird.
Die anderen müssen warten, bis ihr Elend irgendwann vorbei ist, bis sie tot sind.
- Und wir können nichts daran ändern. - Ja, ich weiß.
Vamos.
Ich finde, sie braucht einen neuen Namen.
Wieso denn nicht Lula?
Sie gehört jetzt zu uns.
- Und? - Und ihr fehlt jetzt ein Bein.
Sie ist nicht mehr dieselbe, sie ist nicht mehr Lula.
Lua?
Dann ab jetzt Lua.
Felix!
Der Hund heißt jetzt Lua! Hörst du?
Wie gefällt dir das?
- Ciao, Sami. - Hi, Anna.
Wollen wir zum Spielplatz?
Ja. Viel Spaß.
Ein doppelter Grappa. Und ein Kaffee.
Grazie.
Bist du ein Freund von Svensson?
- Nicht wirklich, nein. - Warum bist du dann hier?
Ich bin Journalist. Ich bin hier, um über ihn zu schreiben.
Wegen "Astroland" oder wegen Felix?
- Kanntest du Felix? - Ja.
Wir waren Freunde, seit seine Eltern das Haus gekauft haben.
Ertrinken hier im See häufiger Menschen?
Öfter.
Aber... Aber die verschwinden nicht.
Die gehen nicht einfach unter.
Nach ein paar Tagen kommen sie am Westufer hoch.
Felix wurde nie gefunden.
Was, denkst du, ist passiert?
Felix kannte den See, und er war kein Mensch, der sich umbringt.
- Ciao, Laura. - Tuuli.
- Einen Kaffee? - Nein, danke.
Sag deiner Mama, sie soll das kaufen. Die Leute hier essen das nicht.
Sage ich.
Willst du ein Geheimnis wissen?
- Was denn für ein Geheimnis? - Aber niemandem sagen.
Die Erwachsenen sagen, ich rede Unsinn.
Was denn?
- Versprich, dass du es niemandem sagst. - Versprochen.
Ich habe einen Geist gesehen. Einen Mann aus Wachs.
Er war ganz furchtbar.
Er hat im Wasser geschlafen.
- Es gibt keine Geister. - Gibt es doch.
- Du redest wie ein Erwachsener. - Weil es keine gibt.
Soll ich dir die Stelle zeigen?
- Wo ist das denn? - Wir müssen mit dem Boot fahren.
Komm, ich zeige es dir. Aber sag es niemandem.
Sami, wir müssen gehen!
Machen wir später, ok? Ich verrate es niemandem.
- Versprochen? - Versprochen.
Hier muss es irgendwo sein.
- Wo sind wir hier? - Playa Paradiso.
Der Padre hat gesagt, hier sind wir sicher.
Und was hat er noch gesagt?
"Gott segne euch."
Hola. Wir sind die Freunde vom Padre, aus der Fundación.
Oh, hier ist ja echt viel Platz. Danke.
Ja, ist gut so.
Als wäre die Zeit stehen geblieben.
- Ist ja gut. Tapfere Lua.
Du nimmst das Sofa, Svensson?
Also, Tuuli, ich denke, wir beide teilen uns das Bett.
Ich denke, ich nehme das Sofa.
Svensson.
Komm her.
Der neue Roman heißt "Bestattung eines Hundes".
Hat Svensson dir das erzählt?
Nein. Kiki. Aber niemand darf ihn lesen.
Ist wohl nicht so gut?
Ist gut.
Dass du da bist.
Danke.
- Na, wie war's denn, Samuli? - Gut.
Komm mal her. Da kommt jetzt ein Lack drauf.
Und wenn er trocken ist, können wir morgen surfen.
Ok.
Cool. - Für Sami, oder?
Ja. Ich dachte, das könnte ihm vielleicht Spaß machen.
Ich bringe die Sachen ins Haus.
Du, Mark, ich will nicht, dass du denkst, dass ich mich hier aufdränge.
Tust du aber.
Ja?
Ich will mit dir über deine Arbeit sprechen.
Ich gebe aber keine Interviews.
Als Kind wollte ich auch immer surfen lernen. Hab's aber nie gemacht.
Ja. Wenn man was will, muss man eben auch dranbleiben.
Entschuldigung, ja. Meine Frau sagt das auch immer.
- Robby Naish, ja? - Ja.
- Robby Naish. - Genau.
Bleib hier.
- Alles gut. Ja, ok.
Bald geht's dir viel besser.
Hey, Leute.
Ich habe ein Telegramm vom Padre.
- Ok. Was steht drin? - Die haben die Mörder von Santos.
- Nein! - Wer war's?
Keine Ahnung. Seine politischen Gegner. Ist mir auch scheißegal.
Wir sind frei, Leute. Jetzt wird richtig gefeiert!
Schlag ein! Ja!
- Sie läuft. - Ja. Wir sehen's.
Los, gib her, Lua. Los!
Lua, komm her, bring ihn her.
Komm her! Sehr gut. Ah!
Guck dir das an!
Drei, zwei, eins, Action.
Ja, oh, là, là.
Idiot.
Hey, komm her!
Auf die Plätze, fertig, los!
LÄCHELN NICHT VERGESSEN
HAB GROSSE TRÄUME
Guck doch. Ist doch ganz ok. - Ja.
Mir gefällt's.
- Sollen wir zurückfahren? - Müssen wir denn?
Die Frage ist nicht, ob wir zurückmüssen,
sondern ob wir es wollen.
Wir können alles tun.
Also... bleiben wir?
Ja?
- Ja? - Ja.
Darauf trinken wir. - Salud. Darauf trinken wir.
- Hey, wollt ihr was trinken? - Ja.
- Drei Bier bitte. - Ja, gern.
Guten Abend, guten Abend, guten Abend!
Heute gibt es zehn Kämpfe.
Zuerst kommen die Kleineren und dann die ganz Großen.
Ok, verstehe.
Wir beginnen mit dem ersten Kampf: "Chaquino 90" gegen "Messer des Todes"!
Uh, das "Messer des Todes".
Wollt ihr wetten?
- Wir gucken erst mal zu. - 10, 20, 30, 40!
Schauen wir uns mal den Schnabel an. Was der so kann.
Los geht's!
Er ist stark, er teilt ganz schön aus,
aber er hat so gut wie verloren.
Zeig's ihm! Zeig's ihm!
Ja, los, zeig's ihm!
- Aaah... - Gewonnen!
Das ist der Gewinner!
Unser Gewinner!
Und weiter geht's! Seid ihr bereit für den nächsten Kampf?
Was kommt wohl als Nächstes?
Achtung! Und los!
Oh, what the fuck!
- Ich hab's ja gesagt! - Du hattest recht!
Der Gewinner ist "Silberner Sporn"!
Und jetzt kommen wir zum Höhepunkt mit den besten Tieren der Region.
Und jetzt, Ladies und Gentlemen, der Höhepunkt des Abends:
Jim Morrison gegen...
Robby Naish.
Ok, also gut.
- Lasst uns wetten. - Wie oft hat Jim Morrison gewonnen?
43 Siege.
- Dann wette ich auf Morrison. - Klar. Was sonst?
- Wie viel? - Wie viel?
Wie viel? Hey.
Sie ist der Hauptgewinn.
Was?
Ihr wettet um mich, sagt sie.
Ok. Coole Idee. Der Siegesgockel kriegt das Hühnchen.
- In Ordnung, so ist es. - Ihr seid verrückt.
- Jim wird gewinnen! - Naish heißt der Gewinner!
Los, mach ihn fertig!
- Naish wird gewinnen! - Der hat keine Chance.
- Los, zeig's ihm! - Hast du gesehen? Fertig.
Ok. Ja, ja. Ok. Komm.
Naish, Naish, Naish. Komm schon!
Du geiles Biest!
Ja! Zeig's ihm, komm jetzt!
Naish, Naish, Naish!
Komm schon, komm schon!
Na los, mach ihn fertig!
Ja, ja!
Yeah!
Ja! - Du hast gewonnen!
- Oh... - This is the end.
Oh ja.
Karvasmanteli.
Prost.
Svensson war nicht so gesprächig.
Aber du bist doch nicht nur wegen des Interviews hier, oder?
- Das Surfbrett gehört Felix, oder? - Ja.
Eines Tages kam er mit diesem riesigen Board an.
Wie mit einem Hauptgewinn.
"Robby Naish, der Siegesgockel!"
Ja, er liebte diese Geschichte mit dem Hahnenkampf.
Als Kind war Felix jeden Sommer hier am See, jedes Jahr.
Und dann später wir auch.
Vor zwei Jahren ist er hier einfach ertrunken.
Willst du wirklich?
Hey... - Na klar.
Oh, ich sehe die Sterne.
Ok, wir gehen.
Juhu!
Hast du Lust, zu schwimmen?
Hey, komm, lass uns bis zur Boje schwimmen!
Ja.
Ich bin ein Delfin!
Hey, Mark!
Mark, komm rein!
Es ist toll!
Hey, Svensson, komm her!
Mark, komm rein!
Ok, Lua, du bleibst hier. Nur kurz, wir kommen gleich wieder.
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