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(leises Reifen quietschen)
(ein Hahn kräht)
(schwungvoll-schleppende Musik)
Servus, Franz.
Claudi, Servus!
Schauts, da ist ja der Franz. Winkts ihm mal.
Hi Franz! - Ines, Servus.
(Kind) Ich liebe dich!
Lieb.
Sag amal, Franz, magst du eigentlich Kinder haben?
(stotternd) Ah, wie?
Ja, na, äh...
Des pressiert doch ned!
Wie, es pressiert ned?
Dir ist klar, dass ich in ein paar Jahren 40 werd?
Dafür hast di aber gut gehalten.
Immer wenn's bei uns verbindlich werden könnte, ziehst du den Schwanz ein.
Eberhofer!
Was machen Sie denn hier? - Ja, was werd ich da machen?
Susi... Lass uns mal wieder was unternehmen.
Zum Wem gehen oder...
Ja, zum Wem gehen.
Super, Franz. Ganz super.
(leises Piepsen)
Eberhofer, wartens einmal. Wo wollens denn hin?
Eberhofer!
(Aufschrei)
Herrschaftszeiten, Franz, hast du noch nie was von Anklopfen gehört?
Was machst du in meinem Büro?
Hä? Wieso? Jetzt wo du nach München versetzt wurdest, ist das mein Büro.
Wie, München?
Sag mal, spinnst du jetzt?
Da kann i doch jetzt nix dafür.
Ist das auf Ihrem Mist gewachsen? - Ich?
Na! Was denn überhaupt?
München.
Haben Sie die Dienstmail ned gelesen? - Dienstmail?
I hab ja ned einmal einen Computer. - Das können Sie jetzt alles nachholen.
Man hat Sie nach München befördert. Gratulation.
Sie wollen mich loswerden, Herr Bürgermeister.
Ich hab doch da gar ned die Connections dafür.
Die Anordnung kommt von ganz oben.
Die meinen, ein ganzer Polizeibeamter
wär für ein Kaff, wie wir es sind, viel zu viel.
Das können Sie sich sauber verreiben. Ich geh nicht nach München.
Eberhofer, beruhigen wir uns. - Nein. Der Eberhofer beruhigt sich nicht.
Der Eberhofer fährt nach Landshut
zum direkten Vorgesetzten, dem Herrn Moratschek.
Den Weg können Sie sich sparen.
(lautes Schniefen)
Gratulation, Eberhofer.
Für einen talentierten Polizisten wie Sie ist München DIE Chance.
Sie wollen doch Ihre besten Jahre nicht in diesem Nest verplempern.
(gehässiges Lachen)
Warum erzählst du nicht, dass du nach München versetzt bist?
Ich hab's erst grad erfahren.
Ich hab gedacht, wir ziehen endlich zusammen.
Ich hab grad echt andere Probleme.
Hauptsache, du hast Probleme.
Ich tret meinen Dienst in München ned an. So schaut's aus.
München kann mich am Arsch lecken.
Ah ja, und dann? Wollens kündigen?
Dann müssen Sie sich einen neuen Job suchen.
Und was machens dann? Gebäudeschutz? Busfahrer?
Geistheiler?
(Max) Franz! Du, Franz, Frage:
Hast du ein paar Tipps für mich, so unter Kollegen?
Will nicht dastehn wie der Depp.
Du wirst immer dastehn wie der Depp. Das liegt in der Natur des Deppen.
Das gilt besonders für die Deppen von der Sicherheitswacht.
Das find ich echt gemein von dir.
So kenn ich dich gar ned.
Au!
Des wird der schon verkraften, der Eberhofer.
Sind wir doch mal ehrlich:
So arg viel passiert ja bei uns auch wirklich ned.
(Schlagermusik: "Ich hab dir den Mond gekauft" von Christian Steiffen)
# Ich hab dir den Mond gekauft, und morgen schieß ich dich darauf...
Servus, Vanessa. Sabine.
Grüß euch.
# ...denn da hast du ja schon immer gewohnt.
# Du fragst mich: "Wie war dein Tag?"
Ich find des eine Sauerei, dass du nach München abhaust und uns allein lässt.
Da bist ja du nicht ganz unschuldig. Der eigene Bua!
Was glaubst du, wie scheiße das für mi ist?
Franz?
Du weißt wirklich nicht, wer gerade mit deiner Susi tanzt? - Na.
Des da, des ist der Fleischmann Karl-Heinz.
Wissts ihr noch? - Des ist der Fleischi?
Der Fleischi war doch total dick, sonst wär er nicht der Fleischi gewesen.
Und schlechte Haut hat er gehabt, lauter so eitrige Wimmerl.
Null Rhythmus hat er gehabt, der Fleischi.
(Flötzinger) Ja, ja, des war der Fleischmann Karl-Heinz.
Jetzt ist er der Charly Fleischman.
Der Charly hat eine IT-Firma in Kalifornien. Im Silicon Valley!
Der hat mordsmäßig Karriere gemacht und pendelt in der Welt umeinander.
Taiwan, Singapur, Island.
Und trotzdem ist er zu unserer Schulfeier nach Niederkaltenkirchen gekommen.
Mit einem Elektroauto. Das müsst ihr euch mal anschauen.
Der tut sogar was für die Umwelt, der Charly Fleischman.
(Susi lacht laut)
# ...schon immer gewohnt.
# Es ist ein kleiner Schritt für einen Menschen,
# aber ein großer Schritt für die Menschheit.
(Jubel und Applaus)
Da ist der Franz und die anderen. - Klar.
75 Jahre Grundschule Niederkaltenkirchen.
Ich freu mich riesig, dass ich heute Abend hier sein kann.
Franz, schau mal, wer da ist. - Der Eberhofer Franz. Servus!
Gut schaust aus! - Servus. Du auch.
(Karl-Heinz lacht und schnauft)
Seid ihr beide jetzt immer noch zusammen?
Ja, scho.
Ja, scho. Korrekt.
Übrigens, ich hab gehört, dich haben sie nach München versetzt.
Gratuliere. Das ist ein Riesenkarriereschritt.
Schmarrn. Scheiße ist des.
(langsames Lied)
Oh, Franz. Das ist aber jetzt unser Tanz.
Ah na, bittschön keinen Schieber.
Gut. Dann tanz ich halt noch einmal mit dem Charly.
Ach so, aber, ähm...
Du hast nichts dagegen, dass ich mit der Susanne noch mal tanze, oder?
Die Susi ist schon groß. Die kann ganz prima für sich selber entscheiden.
Bravo.
# Und ich bin auch nicht zu Haus.
# Komm, ich geb noch einen aus.
# Es ist mir scheißegal,
# wie sehr ich lalle.
Was schauts ihr denn jetzt so blöd?
# Ich geb noch einen aus.
# Und zwar für alle.
# Und dann brech ich in die Nacht.
# Ich breche in die Nacht.
(Musik läuft gedämpft im Hintergrund weiter)
Servus, Franz. Was macht die Kunst?
Was hast'n du da alles dabei?
Wieso?
Handschellen, groß und klein, Elektroschocker,
Survivalmesser, Einsatzlampe,
Funkgerät, Tränengas und einen Kugelschreiber.
Sieben Dosen Tränengas?
Magst du ganz Niederbayern zum Weinen bringen? - Na.
Aber wenn man auf so Gestörte trifft...
Hast so'n Auto schon mal gesehen? - Mhm.
Wem das wohl gehört?
Das ist ein Elektroauto. - Ach.
Das fährt mit Strombenzin.
Und parkt falsch. - Was?
Schau dir mal des Vorderradl an. Feuerwehrzufahrt.
Du, wenn da was passiert, na dann gute Nacht.
Pfeilgrad!
(E-Gitarre, Rückkopplung)
Niederkaltenkirchen, könnt ihr mich hören?
(Mann schreit) Ja!
Also... mir san die Mopeds.
Wir waren Niederkaltenkirchens erste Punkrockband und
vor 24 Jahren haben wir unsere erste und einzige Single rausgebracht:
"Feldweg to Hell".
Wow, das klingt super.
Niederkaltenkirchen! Are you ready?
One, two, three... - Hey, Jungs. Stopp!
Achtung, Achtung! Eine Durchsage der Sicherheitswacht Niederkaltenkirchen.
Der Fahrer des Fahrzeugs mit dem Kennzeichen K-KS-1503
möchte bitte umgehend sein Fahrzeug entfernen,
weil sonst wird's abgeschleppt. Danke!
Merci, Buam, gell!
Tut mir leid, dass ich so spät störe,
aber das Auto hat die ganze Fußgängerzone blockiert.
Wieso lassen Sie ein Auto abschleppen?
Es war ein Notfall. - Entschuldigung? Hallo!
Was macht ihr mit meinem Wagen? - Der hat die Zufahrt blockiert.
Aber wieso? Der...
Bei uns wird kein Auto abgeschleppt!
Wissen Sie überhaupt, wie spät des ist? - Ja, aber...
Das hat Konsequenzen, junger Freund.
Keine Haare am Sack, aber drängeln im Puff.
Ich hab extra 'ne Durchsage gemacht.
Hat er nicht aufgepasst, der Fleischi?
Das war deine Idee mit der Abschlepperei, oder?
Meine Idee? Wie kommst'n auf so was?
Weil ich dich kenne, Franz Eberhofer.
Und weil das total typisch für dich ist.
Ah geh, Susi!
Nix, geh Susi.
Komm, Charly, ich fahr dich heim.
Servus miteinand! - (Max) Servus.
Toll, dass die mich abgeschleppt haben.
So dauert der schöne Abend mit dir noch ein wenig länger.
Und, Franz Eberhofer? Wer steht jetzt da wie ein Depp?
(Wolfi) Eins, zwei, drei, vier!
(schnelle Punkrockmusik)
# Ich schau aus meinem Fenster raus,
# zermatere mir das Hirn.
# Niederkaltenkirchen Leichenschmaus,
# nudeldicke Dirn.
# In München ist der Teufel los, das ist uns scheißegal.
# Wir ham koan Porsche und koa Moos, camino infernale!
# Wo die Welt sich nur im Kreise dreht
# und der Wind von allen Seiten weht
# und der Verstand normal in Flammen steht.
# Feldweg to Hell! Niederkaltenkirchen, Arsch der Welt,
# Maisfeld, Kuhkaff, Schmerzensgeld.
# Bier, Wein, Jacky, und das schnell!
#To Hell!
(lauter Aufprall)
(Gackern)
(behäbige Musik)
Was gibt's da groß zu überlegen?
Natürlich wohnst du bei mir. Wir teilen uns die Miete.
Ich hab jede Menge Platz.
Du, Rudi, mir geht München jetzt schon dermaßen auf'n Sack.
Das ist doch nur ein kurzer Duschen.
Wird Ruckzuck wieder eitel Sonnenschein.
Das wird super. Wie in alten Zeiten.
Wir machen München so richtig unsicher. Dreamteam. Oh!
He, Mädels, brauchts ihr ein warmes, trockenes Platzerl?
Wir haben noch a Heizung. - Arschloch!
(Rudi lacht dreckig)
Trockenes PIatzerl!
Die gute alte PI 15. Wie in alten Zeiten, gell, Franz?
Na? Schmetterlinge im Bauch?
Da haben die doch des mit dem Hube gedreht, oder?
"Löwengrube."
Des war doch da, gell?
Oma, wo willst du hin? - Geh weiter, Franzl.
Die warten doch bestimmt schon alle auf di.
Die haben mi befördert, nicht dich. Du wartest bittschön draußen.
Papa, wenn du den anzündest, erschieß ich dich.
(Franz) Servus.
(Klopfen) Ja, herein.
Grüß Gott, Frau Dings.
Das haben Sie sich auch nicht geträumt, dass wir uns so schnell wiedersehen.
Der Herr Eberhofer.
Ich kann Ihnen versichern, meine Idee war das nicht.
(lautes Stuhlrücken)
Aber jetzt sind Sie nun mal hier.
Damit müssen wir alle irgendwie klarkommen.
Welches Betätigungsfeld haben Sie sich vorgestellt?
Ich kann beides: Mord und Totschlag.
Ach so. Na ja. Das hab ich schon befürchtet.
Wie gewohnt in Lonely-Cowboy-Manier planlos rumermitteln,
bis sich der Fall von alleine löst.
Aber ich sag's gleich vorneweg und ganz langsam zum Mitschreiben:
Das hier ist München.
Hier gibt's keine Alleingänge. Hier wird im Team gearbeitet.
Teamarbeit ist meine Spezialität.
So, so.
Na ja.
Morgen Früh stell ich Sie dem Team vor.
Haben Sie schon eine Wohnung bezogen? - Noch ned.
Ich geh erst mal in den Bayerischen Hof,
bis ich eine repräsentative 200 m²-Altbauwohnung gefunden hab.
(Rudi) Frau Eberhofer. Sie wissen schon,
dass sich die Versorgungslage seit 1946 in München sehr gebessert hat?
Ja, ja, das Sauerkraut hab ich selber eingestampft. Ja!
(lauter Verkehrslärm)
(Rudi ächzt)
Herzlich willkommen in deinem neuen Zuhause, Franz.
So! Hereinspaziert.
So.
Kommts einfach rein. Ja.
Einfach abstellen. So.
So.
Dein Reich, Franz.
Das ist aber ein sehr kleines Reich.
Ja. Durch die Fototapete wirkt's noch a bisserl größer.
Sag mal, ist das Blut?
Ah ja, das ist vom Vormieter. Der war depressiv.
Seine Frau hat ihn mit den Kindern verlassen. Für einen Inder.
Ein astreiner Suizid.
Was kostet so eine Selbstmördersuite in München?
Für jeden 450 warm. Wir teilen brüderlich.
Das sind ja dann 900 Mark.
Dafür ist die Waschmaschine im Keller gratis.
(Blasmusik)
Magst nicht doch lieber wieder mit uns hoamfahren, Franzl?
Mama, red ihm nix ein. Es wird Zeit, dass der auf eigene Füße kommt.
Das ist ein Nichtraucherhaushalt.
Ja leck mich.
Der Franz möchte schöner wohnen, aber günstig. In München!
Viel Spaß beim Suchen.
Ähm... - Oh...
Servus, der Eberhofer Franz. Ich möchte ein Auto gestohlen melden.
(Vater schimpft) Das darf doch nicht wahr sein!
Warteschleife.
Da fährst du ein Mal in diese drecksbrunzversiffte Scheißstadt herein
und dann klauen sie dir das Auto unterm Arsch weg.
Das ist das letzte Mal, dass ihr mir hier gesehen habts, ihr Arschlöcher!
So, Kollegen, bitte mal herhören.
Das ist der Franz Eberhofer aus Niederdingenskirchen.
Er verstärkt ab heute unser Team.
Wenn Sie mal einen eingeborenen Niederbayern benötigen,
als Dolmetscher oder Fährtensucher,
dann wenden Sie sich vertrauensvoll an den Herrn Eberhofer.
(Maierhofer) Mhm.
Kommen Sie, bitte. - Servus.
Voila, Ihr neues Reich.
Herzlich willkommen.
Und keine Alleingänge, ja?
Ich werde mich ganz persönlich um Sie kümmern.
Schau'n wir mal.
(Hardrock-Klingelton)
Papa?
Ja, du. Deine verdreckte, arrogante Saubande von Kollegen
hat endlich meinen Admiral gefunden.
Bei Moosburg im Wald. Da kannst du ihn abholen.
Warum holst du ihn nicht ab?
Du Schlaumeier. Wie kann ich mein Auto ohne Auto abholen, ha?
Hirsch!
(Rudi) Wiedersehen.
Auf Wiedersehen. Danke schön. Auf Wiedersehen.
Ah, grüß Gott. Bitte.
(lautes Hupen)
Wie läuft's als privater Ermittler?
Ich vertrete einen Kollegen. Dem bin ich einen Gefallen schuldig.
Ich darf nicht mit dir reden. Ich bin im Dienst.
Wann hast du Pause? Mir kannst du auch einen Gefallen tun. Unter Freunden.
Du sagst, du brauchst mich nur ganz kurz,
und dann schleppst du mich da mitten in den Wald. Nach Moosburg!
Wie sollen wir da ein Auto finden?
Die Kollegen haben es genau beschrieben. Der muss da sein.
Wer zahlt die Reinigung, ha?
Ich müsste längst bei der Arbeit sein. Ich verlier meinen Job wegen dir.
Aber ich hab ja nichts Besseres zu tun, als euer Chauffeur zu sein.
Rudi, wo gehst'n jetzt wieder hin? - Oh, Entschuldigung.
Hätt ich mich abmelden müssen? Ich muss halt mal.
Hui! Was haben wir denn da?
(Plätschern)
Freust du dich jedes Mal so, wenn du deinen Zipfel siehst?
Interessiert dich das gar nicht? - Nicht im Geringsten.
Sollte es aber, mein Bester!
Jetzt pack 'zamm. Wir müssen das Auto suchen.
Davon rede ich doch die ganze Zeit, du Depp.
(behäbige Musik)
Putz dir bitte die Schuhe ab. Der Papa ist sehr heikel mit dem Auto.
Franz, ich bring dich um!
Rudi, es war ein Spaß. Komm, darfst auch fahren.
(schwungvolle Musik)
Ja, um Gottes willen!
Oh mei, oh mei! Was haben sie denn mit dir gemacht?
Was machst'n du da? - Panida hat ihn rausgeschmissen.
Wir haben uns räumlich getrennt. Das ist ein großer Unterschied.
Rausgeschmissen hat sie ihn. - Vorübergehend.
Des macht ja nix. Du wohnst ja sowieso in München.
Da kann doch der Leopold ganz leicht bei uns wohnen.
Dann ist endlich wieder a Freud am Hof! - Na viel Spaß.
Sappralott, hockts euch hin. Ihr habts doch Hunger!
Nur keine Umstände. Was gibt's denn Feines?
Schau doch.
Ausgerechnet jetzt, wo Uschi in die Schule kommt, fängt diese Frau zum Spinnen an.
Sagst der Panida einen schönen Gruß von mir:
Hut ab!
Haben Sie überlegt, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen?
Sonst stehen Sie am Ende allein mit einer mordsteuren Scheidung da.
Die Karte hab ich schon mal gekriegt.
Nutzen Sie die Gunst der Stunde.
(Rudi lacht leise)
Oh mei, oh mei, oh mei.
(Oma) Lasst es euch schmecken.
(Rudi lacht laut)
(er schnuppert)
Ja, spinnst du?
Da stinkt's ja wie drei Pfund Hundescheiß da herin.
Ja, sag einmal.
(Leopold ächzt im Hintergrund, Maierhofer schimpft aus dem Handy)
Leopold, kannst du leiser jammern? Ich versteh nix.
Ich leide! Kriegst du das mit, du gefühlloser Mensch?
...wie es Ihnen passt!
Ihr Schichtleiter wurde nicht informiert. So geht's nicht.
So geht's einfach nicht. Haben Sie mich verstanden?
Frau Dings? Ich kann Sie leider ganz schlecht verstehen.
Wud... netz... na...nu...
...Funkloch... na...
(Piepsen)
Respekt.
Hat der jetzt aufgelegt?
(Aufschrei)
Ist wieder ein Zeh ab?
Da... da ist a Leich in meinem Kofferraum drin.
Macht er immer noch eine Rauschgiftdiät, der Papa?
Red nicht so saublöd daher! Da liegt a Leich in meinem Kofferraum.
Und außerdem stinkt mein ganzes Auto schon danach.
(genervtes Stöhnen)
(lautes Fliegensummen)
Wie kommt jetzt die da rein?
Eine Tote?
Sagt mal, habt ihr jetzt komplett den Verstand verloren?
Ist das ein Mädel?
Erst wird mir's Auto gestohlen, dann krieg ich's mit 'ner Leich zurück.
Bin ich der Leichenfledderer für die Mafia?
Oma, schau da nicht hin. - Ich hab scho ganz andere Sachen gesehen.
Wie kann man von Moosburg bis da nicht riechen, dass 'ne Leich im Kofferraum ist?
Die ist in Frischhaltefolie eingewickelt. - Holt jetzt mal jemand die Polizei?
I bin die Polizei. - Ich meine Profis.
Also, was machen wir jetzt damit?
Der Tag ist eh schon im Eimer.
(behäbige Musik)
Geh, pass halt auf!
Eberhofer und Birkenberger? Ich glaub, ich werd narrisch.
Sag amal. Was machts denn ihr da?
Wonach schaut's denn aus?
Eins, zwei, drei!
Und a Leich habts mitgebracht. Das wär nicht nötig gewesen.
Eine kleine Aufmerksamkeit. - Mhm.
Wo habts 'n die her?
Die war im Kofferraum vom Papa. - Hast du ihn verhaftet?
Ah, Schmarrn.
Das Auto wurde gestohlen. Zwei Tage später war's wieder da, mit ihr im Kofferraum.
Versteh i ned.
Dann sind wir schon mal zwei. - Drei.
Okay. Und was wollt ihr jetzt von mir?
Mein Gott, du bist der Pathologe. Schau sie dir halt mal an.
Warum sagst du das nicht gleich?
Eberhofer und Birkenberger. Legende!
(langsame Musik)
Scheiße.
(Rudi) Kennst du die?
Das ist die Branka.
Die arbeitet im Nachbarort als Au-pair.
Beim Bürgermeister.
(Rudi) Vielleicht war's ja ein Ehrenmord.
Diese Balkanvölker neigen ja dazu.
Heute gibt's Ravioli.
Super.
Morgen Früh gehst gleich zum Bürgermeister und quetschst ihn aus.
Wir brauchen jedes Fitzelchen Information.
(er schnuppert)
Rudi, bei dir stinkt's wie im Drogeriemarkt.
Das ist "provenzalischer Frühling", du Bauer.
(schleppende Blasmusik)
Ja, Eberhofer! Was machen Sie denn hier?
Sie sind doch in Minga.
Herr Bürgermeister, ich bin da dienstlich. Wegen der Branka.
Woher wissen Sie, dass die weg ist? Haben Sie sie gefunden?
Ja. In 'nem Kofferraum.
Wie, in 'nem Kofferraum?
Sind Sie besoffen oder haben Sie was eingeworfen?
Irgendeinen Schwammerl oder was?
Tot war sie allerdings schon vorher.
Um Gottes willen.
Die Branka.
(Bürgermeister) Dolmetscherin wollt sie werden. So ein fleißiges Mädl.
Ja.
Mei, die Branka. Die war so a richtiges Goldstück.
Warum bringt jemand ausgerechnet unser Au-pair um?
Woaß man's?
Die hat das so gut gemacht mit den Kindern.
Könnt ich mir mal das Zimmer von der Branka anschauen? - Freilich.
(hohes Kreischen)
Die Amelie ist aufgewacht.
Geh, Frau Scheller, schauns doch bittschön einmal nach der Amelie.
Gleich, Spatzilein, gleich!
I muss zu meiner Frau. Das hat sie alles ziemlich mitgenommen.
Rauchen Sie immer ungefragt in fremden Häusern?
Haben Sie mitbekommen,
wo die Branka hinwollte an dem Tag, wo sie verschwunden ist?
Ich hab nicht einmal mitbekommen, dass sie weg ist.
(Amelie weint hysterisch)
Dauert das noch länger?
(Hardrock-Klingelton)
Simmerl, grüß di, im Moment passt's mir überhaupt ned.
Franz, rat einmal, mit wem die Susi gerade zusammen im Eiscafe sitzt.
(Flötzinger) Mit Karl-Heinz! Der wollte längst weg,
aber jetzt hockt er da und schleckt mit der Susi Eis.
(Simmerl) Also der Fleischi. Mit deiner Susi.
Und oh!
Jetzt lässt sie ihn probieren. Vor allen Leuten!
Ich glaub, des ist Amarena-Kirsch.
Jetzt hörts mal zu. Ich hab keine Zeit für so einen Schmarren.
Dr. Flötzinger diagnostiziert: eindeutiger Fall von Stanglfieber.
Du musst ihr einen Antrag machen. Und zwar dalli!
Die Susi darf Eis essen, mit wem sie mag.
Und ob und wann der Franz heiratet,
des entscheidet der Franz immer noch selber. Pfiats euch!
(beide) Depp!
(Susi) Mm!
(spannungsvolle Musik)
Servus.
Du bist der Damian, gell?
Wann hast denn du die Branka das letzte Mal gesehen?
(deutlich) Aber Deutsch sprichst du schon, oder?
Mein Vater sagt,
Sie seien das aufgeblasenste Arschloch von ganz Niederkaltenkirchen.
Wenn er das sagt, wird's wohl stimmen.
Ist die Branka tot?
Mhm.
Hast du a Ahnung, wo sie hingangen ist am Montag?
(Schniefen)
Ah du, äh...
des ist absolut...
Heulen ist echt okay, wenn man 13 ist.
Ich bin schon 14!
Hm. Na ja, du bist halt traurig wegen der Branka.
Na.
Ich bin traurig, weil ich jetzt in das Scheißinternat muss.
Aha.
Weil keiner mehr mit mir Hausaufgaben macht.
Eberhofer! Jetzt wartens einmal. Wartens einmal!
Schauns doch einmal,
dass diese unangenehme Geschichte nicht an die große Glocke gehängt wird.
Ah ja?
I wär Ihnen sehr verbunden. - Hm.
(Maierhofer) Nicht zu fassen!
Eberhofer, sind Sie wahnsinnig geworden?
Wieso schaffen Sie ein mutmaßliches Mordopfer
ohne die Spurensicherung zu informieren in die Pathologie?
Ich wollte, dass der Günter draufschaut.
Die Leiche fällt nicht in unseren Zuständigkeitsbereich.
Jetzt schon. - Fundort ist Niederkantenkirchen,
also Landshut.
Aber im Kofferraum war sie davor. Also München.
Eberhofer, Sie sind das blasierteste Arschloch, das mir je untergekommen ist.
Echt?
Wissen Sie was?
Sie wollten ja unbedingt einen Fall.
Bitte schön, jetzt haben Sie ihn.
Aber dieses Mal ermitteln Sie im Team. - Selbstverständlich.
Und mit Team meine ich nicht Sie und diesen Birkenberger.
Die Spusi hat sich in der Zwischenzeit das Auto angeschaut.
Was macht Ihr Vater beruflich? - Bauer.
Mhm. Und was baut er so an? Drogen?
Im Auto wurden jede Menge Spuren davon gefunden.
Drogen? Echt? - Mhm. Marihuana.
Ökoqualität.
Sie glauben nicht ernsthaft, dass mein Vater was damit zu tun hat?
So, gehen wir.
Herr Ibranovic?
Wir würden Ihnen gerne ein paar Fragen zu Ihrer Tochter stellen.
(mit Akzent) Branka ist...
die Tochter meines Bruders.
Ach so.
Wo ist dann Ihr Bruder?
In Serbia. Kraljevo.
Und die Mutter?
Auch.
Was hat denn die Branka sonst noch gemacht, außer Au-pair?
Branka war ein fleißiges Mädchen. Hat viel Deutsch gelernt.
(weinend) Sie wollte Dolmetscherin werden.
Ich hätte schon noch ein paar Fragen.
Jetzt Seins sensibel und lassens den guten Mann in Ruhe.
Günter, hast schon eine Todesursache?
Was heißt eine? Sogar zwei. Erst erwürgt, dann erschlagen.
(lautes Schluchzen)
Super.
Und das war jetzt sensibel, ja?
'Tschuldigung.
'Tschuldigung.
Franzl, i weiß ned, was ich machen soll.
Seit du in München bist, frisst der Ludwig nicht mehr.
Echt? Was ist denn los?
Wenn er Hunger hat, frisst er schon. (Knurren)
Sag mal,
wann bringst du mir meinen Admiral zurück?
Ah ja, genau, da müssen wir noch reden.
Die Spurensicherung hat in deinem Auto Drogenanhaftungen gefunden.
Scheinbar stehst du im Zentrum einer Mordsdrogenermittlung.
Herrschaftszeiten! Jetzt wird's echt hinten höher wie vorn.
Mir klauen sie das Auto, und i bin der Verbrecher?
Sag amal! In eurem Scheißverein läuft grundsätzlich schon was schief.
Einen unbescholtenen Bürger wie mich so zu behandeln.
Leben wir in einer Bananenfabrik oder was? - Was?
Du weißt schon, was ich mein!
Bananenrepublik. Himmelherrschaftszeiten.
Die Tote war übrigens das Au-pair vom Bürgermeister.
Ich sag's ja: Sodom und Gomorra bei uns, verstehst?
Und mi anpfeifen.
Panida ist nur so unglaublich unreif.
Mittlerweile ist sie richtig bockig geworden. - Echt?
Angefangen hat das alles mit dem damischen Deutschkurs.
Da hat sie so blöde Weiber kennengelernt.
(nachäffend) Seitdem mackt nur noch, was ihr gefällt.
Was mir gefällt, interessiert sie nicht mehr.
Du behandelst sie wie 'ne 12-Jährige.
Franz, das geht di gar nix an!
Kümmer du dich um deine Beziehung.
Panida kommt wieder zu mir zurück. Garantiert.
Weißt, wenn jemand sein Privatleben so wenig im Griff hat wie du,
sollte er sich überlegen, ob er sich über andere das Maul zerreißt. Hast mi?
Ja.
I weiß ned, was i bei euch drei falsch gemacht hab.
Keiner hat a Frau.
Ja. Ist doch wahr, oder?
(Glockenschläge im Hintergrund)
Der Fleischmann Karl,
der soll in der Schule schon narrisch auf Susi gewesen sein.
Der Fleischi ist ein Volldepp.
Damals vielleicht.
Heut schaut er fesch aus und Geld soll er auch haben.
So ein Mordsdepp kann er gar ned sein.
Ja.
Schau, Franzl.
Wenn dir wirklich so viel liegt an deiner Susi,
dann solltest du Nägel mit Köpfen machen.
Oma, i mag ned heiraten.
Schau dir den Flötzinger an, den Simmerl, den Leopold.
Alle sinds verheiratet, keiner glücklich.
Wenn du nicht bald was machst, Franzl, dann ist sie weg, deine Susi.
Und zwar für immer.
Was soll denn aus dir werden, wenn i mal nicht mehr da bin?
Aber Oma, du bist doch pumperlgesund.
(Reifen quietschen)
(Karl-Heinz) Das. (Susi) Mhm.
Das.
Und das. Und das. Dann läuft's.
Servus, Franz.
Angie, grüß dich. (Karl-Heinz) Und bitte.
(Frauen) Wow! (Karl-Heinz lacht)
Stör ich?
Servus, Franz. - Ha?
Äh, warum bist du jetzt ned in München?
(Susi) Wahnsinn! Jetzt läuft's wieder.
Das ganze Computersystem ist zusammengebrochen.
Aber der Charly hat mir gezeigt, wie ich es zum Laufen bringe.
Super.
Äh, du, Jessy, Karl-Heinz, Sandra, Janina, könnts ihr mal den Raum verlassen?
Hast du einen Vogel?
Ich muss was Privates mit der Susi besprechen.
Das ist ein Büro, du Clown. Privates bespricht man daheim.
Wir wollten eh in 'ner halben Stunde einen Coffee-Break machen,
da passt's besser.
Ein Coffee-Break.
Herr Eberhofer, mei, Sie schon wieder.
Ich bin eigentlich schon wieder weg. Ich wollte nur schauen, ob...
Schauen Sie.
Service successfully started. - Also dann.
All Services online. - Ah ja. Noch was.
(verhaltene Musik)
Susi, äh,
sollten wir zwei nicht langsam mal, ähm, heiraten?
(Susi hört auf zu tippen)
Äh, also ned, oder?
(sie schnalzt)
Mei, Franz!
(schnelles Tippen)
Ich fass es nicht.
Eberhofer, was habens Ihnen bloß dabei gedacht?
Ein Heiratsantrag ist doch keine KFZ-Zulassung.
Mei, da besorgt man sich doch einen schönen großen Strauß Dings, also...
Rosen und geht auf die Knie. Und Champagner natürlich!
Aber man macht keinen Heiratsantrag auf der Gemeindeverwaltung.
Erst recht nicht, wenn die komplett anwesend ist.
Mei, Eberhofer, es ist hoffnungslos.
Astreiner Schiffsbruch, sag i dir.
Du hältst jetzt deine Goschn, du Hilfssheriff.
Franz, du parkst verkehrswidrig.
Hier ist dein Bußgeldbescheid.
Tu den wieder raus.
Äh... Und wohin damit?
Dreimal darfst du raten.
(lautes Schlucken)
Äh, ja, Franz. Ich muss dann eh wieder, gell?
Die beiden haben gestanden, dass sie den Admiral vor dem Haus entwendet haben.
Wir konnten sie mithilfe eines Überwachungsvideos überführen.
Sie geben an, den Admiral an besagter Stelle im Wald abgestellt zu haben.
Die Kollegen haben sie gegrillt, aber für die Tatzeit haben sie ein Alibi.
Weiter ist...
Wie blöd muss man sein, ha?
Man lässt in München kein Auto unabgesperrt stehen, Mann.
(Stöhnen) Was denn?
Sag mal, du windiges Bürscherl. Was hast dir dabei gedacht?
Des war das Auto von meinem Papa! - Ich will einen Anwalt.
Eberhofer, es reicht. Wir misshandeln keine Verdächtigen.
Misshandeln ist zu viel gesagt. - Wir sind nicht in Nordkorea.
Ich hab einen echten Scheißtag.
Dann klären Sie Ihre privaten Probleme gefälligst zu Hause.
Ja, gut.
Dann hau i halt ab, wenn's recht ist.
(ruhige Blasmusik)
Was hab i gesagt: Die schönsten Rosen gibt's im Baumarkt.
Sag mal Franz, stimmt des, was man so hört?
Ein Heiratsantrag vor der gesamten Gemeindeverwaltung...
Was?
Das hat sich ja schnell rumgesprochen.
Sag mal, du bist ja so ein unromatisches Rindviech, ha?
Woher hast du des? - Franz ist hochbegabt.
Ein richtiger Casanova.
Hat sie dich abblitzen lassen, deine Susi?
Ich bin so glücklich, dass du ihr endlich einen Heiratsantrag gemacht hast.
Hast dir lang Zeit gelassen, mein Lieber. - Ja.
Ich wart schon so lange auf einen Urenkel von dir.
Und? Machst ihr jetzt noch einen Antrag, deiner Susi?
Die Rosen sind für den Rudi. Damit wir's romantischer haben.
Tu doch mal her.
Und den Schampus hast auch aus dem Baumarkt?
Nein, Schaumwein war aus.
Mei, der Bua.
(er seufzt)
Ich glaub, ich hab noch irgendwo im Keller einen Krimsekt stehen.
Als Heiratsschwindler wärst du der Totalversager.
Ja.
Franz!
Sag mal, warum klingelst du nicht wie ein normaler Mensch?
Gmeinwieser Susi,
magst du mi heiraten?
(sanfte Musik)
(Susi stöhnt leise)
Hast ned was vergessen?
Na.
Sonst noch was vergessen?
Na, jetzt eigentlich...
Den Verlobungsring.
Ein Verlobungsring...
Macht man des bei uns?
Bei mir schon.
Des auch noch.
Aber... wenn wir eh bald heiraten, ha?
Da rentiert sich doch so ein Ring gar ned.
Bin i dir das ned wert? - Doch, freilich. Logisch.
Geh'n wir rein?
Ich glaub, wir warten besser auf die Hochzeitsnacht.
Aber... also... bis wir heiraten kann ja noch ewig...
Das kann ja noch dauern.
Umso länger kannst di drauf freuen.
Bis zur Hochzeitsnacht warten, ist Schmarrn.
Gute Nacht!
(Tür fällt zu)
Susi, sag mal, spinnst du jetzt?
(entfernter Autolärm und Bellen)
(Schlagermusik) # Du bist heute nicht alleine...
Ich muss jetzt fahren. Also, meine Frau...
Na na na, des passt schon. Firma zahlt.
Hab ich euch zu viel versprochen?
20 Euro Eintritt: Essen frei, trinken so viel du willst.
Der pure Wahnsinn, oder? - Warum ist das heute so billig?
Servus, der Darkroom wär wieder frei.
Heut ist Männertag. Servus.
Grüß di, Josef.
Servus, Beppi. (Klatschen)
Ja, hallo? 20 Euro!
Ich hab beim Eberhofer immer beide Augen zugedrückt,
aber der muss jetzt auf eigenen Füßen stehen.
Er ist ja fast wie ein Sohn.
Aber manchmal braucht er einen Arschtritt.
Ja, Herr Moratschek, aber der Franz gehört doch hierher.
Ich kann nix machen.
Das ist die Strukturreform. Die sperren kleine Polizeidienststellen zu.
Es passiert einfach zu wenig.
Moment.
Das heißt, wenn's bei uns mehr Verbrechen gäbe,
dann müssten wir den Franz wieder zurückholen?
(dreckiges Lachen)
(beide) Und eins, und zwei... (Schläge)
und drei,
und vier,
und fünf... - Anarchie!
...und sechs,
(langsamer) und sieben...
und acht,
und neun.
(schleppend) 274,
275,
276...
278, äh, 277... - 277...
(beide) Simmerl!
I glaub, i muss jetzt wirklich hoam.
(beide langsam) 1.204.
1.205...
Servus.
(lallend) Leck mich doch am Arsch, du.
(lautes Knacken)
Scheiße.
I glaub, i muss jetzt wirklich hoam.
Guten Morgen.
Der frühe Vogel fängt den Wurm.
Magst du deine Haferflocken mit Zucker oder mit Kakao?
Am liebsten gar ned.
Wo ist die Onkel Franz?
Und die Überraschung?
Abwarten.
Tadadada!
(alle sprechen Thai)
Papa?
Mama?
Oma?
Ich hab sie alle einfliegen lassen.
Für dich, Panida. Für uns.
Und für die kleine Usch, damit sie ihre Familie sehen kann.
Spinnst du? Ich bin mit meiner Familie zerstritten. Das weißt du.
Ich werd euch wieder versöhnen.
Der Watcharapong hat mir schon gesagt, wie schön er es im Bayernland findet.
Mama, bitte mach was, bevor uns der Leopold komplett durchdreht.
Heiliger Geist,
was soll jetzt da bloß kochen?
Is was?
Das schmeckt nach Blech.
Das ist der hohe Eisengehalt in der Tomatensoße.
Das ist aber schon für Menschen?
Ja. Und dieser Mensch isst das täglich.
Weil er berufstätig ist und über die Runden kommen muss.
Und weil er nicht täglich bekocht wird.
Gemeinsames Essen verbindet.
Das ist die Wiege der Kultur.
Mit Liebe Gekochtes ist Nahrung für die Seele.
So.
Heute kochen wir selber. - Spinnst du?
Ein Rezept von der Oma. - Bist du wahnsinnig?
Was soll schiefgehen? - Ich hab zwei Dosen "Feuerzauber Texas".
Schneiden!
Eine Tasse Wasser, hat die Oma gesagt.
Hast du jemals was gekocht in deinem Leben, außer Tee?
Na.
Ja gut, der Nachbar hat einen Hund. Aber der frisst auch nicht alles.
Du, Obacht, gell?
Apropos Nachbar. Der kommt ja aus Georgien, gell?
Der könnt diesen Zettel doch lesen. - Was für einen Zettel?
Das ist doch Russisch.
Rudi.
Wer ist denn das?
Rudi! - Wieso zeigst du mir so wichtige Indizien nicht?
Hast du in meiner Jacke gestöbert? - Gestöbert!
Aufgehängt hab ich sie.
Und zufällig nachgeschaut, was der Franz in seinen Taschen hat.
Wir sind nicht verheiratet.
Meinem Eheweib müsste ich auch nicht die Jacke aufhängen.
Die wär ordentlich. Sonst hätte ich sie nicht geheiratet.
Außerdem hätte sie keine Geheimnisse vor mir wie der Herr Eberhofer.
(rhythmische Musik und Platschen)
Sehts ihr? So macht man das in Bayern.
Das nennt man Sauerkraut. Kennts ihr des?
Typisch deutsch.
Schmarrn. Bayerisch.
Und die Profis machen dann so... (imitiert indianischen Gesang)
Don't worry. He washed his feet before.
Des glaubst auch bloß du.
Fast so gut wie bei der Oma, geh?
Mh!
Hast du rausgekriegt, was auf dem Zettel steht?
Ah, ja...
Das hab ich fast vergessen.
Frauenarzt in München. Auch Serbe.
Aha.
Wer ist der Typ auf dem Foto?
Mm.
Der Onkel von der Branka.
Mhm.
Ganz koscher ist der aber auch ned, gell?
Ich schau mal, was ich über den rausfinden kann.
Rudi. Obacht mit dem Kraut, gell?
(Rudi lacht)
Ah, noch a bisserl was zum Obischwoam.
Damits ihr mir nicht verdurstet hier, gell?
Khwam ramadrawang.
Germany beer are very streng.
Prost!
And too much Sauerkraut are heavy for digestion.
Thang. Thang. - Thang?
Thang. (alle)Thang?
(langgezogen) Thang.
Sag halt, wie's ist. Scheißerei kriegt man, verstehts?
Was denn?
(Vater) Also...
Too much Kraut...
ähm...
you go outside and then quickly, quickly...
and then...
Mein Gott.
(er macht Furzgeräusche)
Hast du das jetzt alles gefressen?
Sjenica Grill, so heißt die Imbissbude von dem Onkel.
"Einmal essen, nicht vergessen."
Hab ich im Internet gefunden.
Ah, so.
Jetzt bin ich voll.
(Bauchgrummeln)
Rudi, ist alles okay?
(lautes Grummeln) Freilich!
(es grummelt weiter)
Rudi?
(Furzen und Stöhnen)
(Ächzen und Stöhnen)
Sag mal, Rudi. Hast du bloß zwei CDs?
Ja,und?
Mehr braucht ein normaler Mensch nicht. Ist statistisch erwiesen.
(Grummeln und Knarzen)
(Wimmern)
Rudi, ist alles OK?
(Stöhnen und lauter Furz)
(kläglich) Ich glaub, ich muss sterben. - Das wird schon wieder.
Mir ist so elend.
Am Sauerkraut ist noch keiner gestorben.
Ruf einen Pfarrer.
(Türklingel)
(Wimmern)
Servus. Rudi, schau mal, wen ich dir mitgebracht hab.
Herr Birkenberger, ha? Wo juckt denn der Hobel?
(panisch jammernd) Nein! Nein!
Nicht der Pathologe. - Er hat zu viel Sauerkraut erwischt.
Mhm.
Schauen wir uns das einmal an, gell? Komm mal her.
Zunge! - Ah!
Naja. Mhm.
Tut das weh? (Aufschrei)
Des?
Das ist ein klassisches Sauerkrautkoma.
Nein!
Da müssen wir durchs Bauchfell rein. - Bitte!
Wir müssen das neutralisieren, ehe es gärt und explodiert.
Nein!
Du verarschst mich. Nein!
Rudi! Des is a Schmäh. Vergiss es.
Mach ihm Fencheltee und 'ne Wärmflasche.
Sing ihm was vor, dann schläft er gut.
Schnapserl?
Sehr gern.
Danke.
Du, ah, Prost... wegen der...
Branka lbranovic, gell? - Mhm.
Das Mädel war schwanger. - Hammer, Günter!
Super. Hast du das gehört?
Ich hab mir so was schon fast gedacht, weil...
Schau mal, den Zettel hab ich bei der Branka im Zimmer gefunden.
Ein serbischer Frauenarzt in München.
(er schnuppert) Sag mal,
habts ihr da was frittiert? Ha?
Das riecht echt nach Frittierfett.
Du hast doch gesagt, dass Brankas Onkel 'ne Imbissbude hat.
Riech mal. (Würgen)
Ein bisschen ranzig. - Ich muss speien.
(Würgen)
Dann werdet ihr euch den lieben Onkel mal vornehmen, oder?
So schaut's aus. (Würgen)
(Franz) Rudi, du hältst dich fei zurück.
Was soll das? Ich bin ja kein Trottel. Ich mach das nicht zum ersten Mal.
Grüß Gott, Herr lbranovic.
Wir kennen uns ja schon. Ich tät mich gern mit Ihnen unter vier Augen unterhalten.
Rudi, das sagt man so.
Ist der von Ihnen?
Haben Sie der Branka die 800 Euro gegeben, die wir in ihrem Zimmer gefunden haben?
Was wollen Sie?
Haben Sie gewusst, dass die Branka schwanger ist?
Na, ist ja so.
Und da würde es interessieren, wer der Vater war. - Rudi!
Wofür waren die 800 Euro?
Lassen Sie Branka in Frieden. Sie ist tot.
Finden Sie lieber den, der sie umgebracht hat.
Und was ist des?
Ich habe Branka mitgenommen auf Oktoberfest.
Sie hat das gemocht.
Ich verstehe nicht, was Sie wollen.
Ich hab viel Verständnis für vieles. Kann jeder machen, was er will.
Aber es gibt Grenzen.
Und wenn der böse Onkel mit der Nichte was macht,
was der gute Onkel nicht... - Rudi!
Ich hab mit Branka schon als Baby gespielt.
Die Spiele kann man sich vorstellen. Geschwängert hast du sie.
Und den Rest finden wir auch noch raus.
Muss des jetzt sein? - Was jetzt?
(er schimpft auf Serbisch)
(Rudi) He, Sie erheben eine Waffe...
(lautes Stöhnen)
Sag mal, spinnst du?
Geht's Ihnen jetzt besser?
(lautes Stöhnen)
(Ächzen)
Ich wollte nur helfen.
Ich habe Branka Adresse gegeben und das Geld.
Das alleine ist strafbar.
Branka war...
gute Mädchen.
Sie ist nicht mit Männern ausgegangen. - Ja.
Aber unbefleckte Empfängnis wird's auch ned gewesen sein.
So, Franz. Und wem schreib ich die Rechnung für den Polizeieinsatz?
Ich geb dir ein Bier aus. - Moment mal.
Dann ist das nicht offiziell?
Wie kommen wir offiziell an eine DNA-Probe vom Bürgermeister? Denk mal nach.
Das ist illegal.
Na ja. - Das Schlimmste ist, ich bleib auf der Rechnung sitzen.
Flötzinger. Da haben wir's.
Du gehst ans Telefon, sonst sag ich der Oma, dass du fies warst.
A... (das Handy klingelt weiter)
Nein.
(es klingelt weiter)
Heizungs-Lüftungs-Sanitär Flötzinger. Ignatz Flötzinger am Apparat.
Hier Scheller.
Bei uns ist kein Gas mehr, und ich muss mit Kochen anfangen.
Können Sie vorbeikommen? - Moment. Ich schaue eben nach.
Ja.
Mhm.
Ich kann einen Monteur vorbeischicken, dauert aber fünf Minuten.
Ja.
Adresse.
Was? Ach so. Wo sind Sie?
Römerschanze 14 in Waldfried. - Ja, also, ähm...
Passt. Ich schick einen Monteur vorbei. - Danke schön.
(Türklingel)
Grüß Gott. Firma Flötzinger. Notdienst. Sie haben Probleme mit dem Gas?
Das ging aber sehr schnell.
Ja, so sind wir. Ist jemand in Not, kommen wir sofort.
Wo ist der Keller? - Hier, bitte.
(spannungsvolle Musik)
Des ist ein Wasserrohr, wo Sie gerade draufklopfen.
Ja, ja, das weiß ich auch.
Aber Gas ist ein flüchtiger Geselle, das sucht sich seinen Weg.
Da ist wohl zu viel Druck auf den Rohren, und das Sicherheitsventil hat zugemacht.
Ich müsste noch die oberen Badezimmer begutachten.
Es könnte zu einer kleinen Verpuffung kommen.
Für den Fachmann ungefährlich.
Aus Sicherheitsgründen warten Sie besser unten.
Verpuffung?
Verpuffung.
Aha.
(Hardrock-Klingelton)
Rudi?
(flüstert) Die Katze ist gelandet.
Was für eine Katze?
Das ist der Code. Ich hab die Probe.
Sag das doch gleich.
Anfänger.
Die Katze ist gelandet.
Hä?
Voila! - Toll!
Möchten Sie auch einen Kaffee?
Ich wollte mir gerade einen aufbrühen. - Des ist aber nett.
Hätten Sie auch einen Kamillentee?
Ich hab so Probleme mit meiner Verdauung.
Da schau ich gleich mal.
Herrlich.
Des ist Blut. Hundertprozentig.
Das bringen wir zum Günter in die Pathologie, und die Falle schnappt zu.
Rudi, äh... ganz was anderes.
Da, wo du arbeitest, also in dem Schmuckgeschäft,
haben die da Ringe?
Was denn sonst? Heizlüfter?
Natürlich haben die Ringe. Wofür brauchst du einen?
Das ist aber nicht dein Ernst.
(leise) Ja.
Jetzt echt, oder? - Mhm.
Du hast dich verlobt. Mit der Susi. - Mit wem denn sonst?
(Flötzinger) Heiraten.
Du traust dich was. Sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt.
Verlobung ist wie Probefahren. Du kannst dich noch umentscheiden.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet.
Beim Billiger Markt hab ich noch Rabattgutscheine von der Oma.
Da kaufst du vielleicht Unterhosen
oder Rollkragenpullover oder mal ein Bügeleisen.
Aber definitiv keinen Verlobungsring.
Diesen Ring hat Prinzessin Diana von Prinz Charles zur Verlobung bekommen.
Jetzt trägt ihn Herzogin Kate.
Ja, bezaubernd, wundervoll.
Betörend. - Ja, schon, irgendwie.
Aber... - Schau dir diesen Stein ein, das Feuer.
Die Susi wird ihn lieben. Wer möchte nicht so einen Ring von dir bekommen?
I weiß gar ned, ob das der Geschmack von der Susi ist.
Ah!
Wie viel würde der Ring mit einem Mitarbeiterrabatt kosten?
Für Angestellte von Subunternehmern können wir leider keinen Rabatt gewähren.
Vielleicht mag die Susi ja was Schlichteres.
Vielleicht finden Sie woanders etwas in Ihrer Preisklasse.
Ja, vielleicht beim Billiger Markt.
Meine Preisklasse?
Was soll das heißen?
Wir hätten auch schöne Kugelschreiber da.
Ich nehm den Ring.
Herzlichen Glückwunsch.
Gute Entscheidung. Der Ring, 1. Klasse!
Ich glaub, mir wird schlecht. - Geh an die frische Luft.
Weißt du, wie lang wir auf dich gewartet haben, Eberhofer?
Rudi, das ist fast ein ganzes Jahresgehalt.
Ja und?
Eberhofer, du zahlst kaum Miete, kein Urlaub, kein Auto.
Du kaufst nicht mal neue Klamotten. Was willst du mit dem Ersparten?
Willst du's dir ins Grab nachschmeißen lassen?
Was ist falsch an Jeans und Lederjacke?
Es ist DEINE Hochzeit. Es ist DEINE Susi.
Es ist DEIN Ring, Herrgott noch einmal!
(alle ehrfürchtig) Wow!
Franz.
Damit hast du dich endgültig zum Helden katapultiert.
(Jessy) Den hat die Diana vom Charles zur Verlobung bekommen.
Den hätt ich selber gern.
Ist der schee!
Susanne.
Susanne, ich bitte dich nur um eines.
Halte einen kurzen Moment inne
und überprüfe, ob der Franz auch wirklich
und tatsächlich und vollem Herzen
der richtige Mann für dich ist.
Wenn du das mit einem klaren "Ja" beantworten kannst,
möchte ich deinem Glück nicht im Wege stehen.
Susanne, dein ganzes Leben liegt noch vor dir.
Bitte,
verbringe es nicht mit dem Falschen.
(sanfte Streichermusik)
Jungs, ich habe noch nicht bezahlt. - Ja, das geht aufs Haus.
Das ist die Verlobungsfeier von meiner Susanne.
Eben. Und wir wollen alle, dass die Susi danach auch noch verlobt ist.
Heiraten ist scheiße.
Aber das muss man der Susi nicht grad heut sagen.
(Donnergrollen)
Blöde Bauern.
(fröhliche Musik)
(lautes Blubbern)
Wetten, ich schaff zehne?
Niemals.
Na, wett mal.
Zehn Runden? (kichernd) Ja!
Never ever, Oider.
(Wagen springt an)
Echt jetzt?
(Reifen quietschen und lautes Grölen)
(Grölen, lautes Kichern und schnelle Polkamusik)
(Schniefen)
(Musik stoppt, Klirren)
(stumme Szene)
(langsame, sphärische Musik)
(Zischen)
(Stopfer) Zefix noch mal. Des darf doch ned war sein. Scheiße!
(Buengo) Wo kam der jetzt her?
(Stopfer) Mei Auto! Scheiße, scheiße, scheiße!
Seid ihr wahnsinnig? Euch haben sie ins Hirn geschissen!
Ja, Kreuzkruzifix!
Das war total Schnapsidee von dir.
(Karl-Heinz) Ihr Dorftrottel!
Scheiße! Anschnallen!
Geht ned. Geht ned.
(Karl-Heinz) Alles wegen diesem scheiß Eberhofer.
Eieiei, was haben Sie denn da gemacht?
Die Volltrottel da sind wie die Deppen rückwärts durch den Kreisel geheizt.
Tu des Scheißding raus!
(panisch) Wo ist der Scheißdreck?
Wo ist der Scheißdreck?
Machst mal die Scheibe runter?
Oh.
Servus.
Servus.
Der Typ behauptet, ihr wärt rückwärts durch den Kreisel gefahren.
Uiuiui, äh...
Als Polizist musst du dir die dümmsten Ausreden anhören.
Der Typ ist total besoffen.
Tut mir leid, Jungs, dass er euch zwei erwischt hat.
P-Passt schon.
(Max lacht) (Buengo) Passt schon.
(Max) So, und jetzt zu dir, Freundl.
Wären Sie mit einem freiwilligen Alkoholtest einverstanden?
(Hahnenschrei)
(Hardrock-Klingelton)
Rudi, was gibt's?
Ich hab dich überall gesucht. Du warst heut Nacht nicht daheim.
Du, Rudi, wir sind nicht verheiratet.
Ich schlaf immer so schlecht,
wenn ich denken muss, kommt der Franz heim oder nicht?
Schmeckt' s'?
(sprechen Thai)
Die sind ja total nett, die Schwestern von Panida,
aber ich kann das nicht essen.
Ich habe mit meinem Magen Probleme, ich...
Rudi, worum geht's eigentlich?
Ich hab Neuigkeiten vom Günter. Der Dalibor ist nicht der Vater.
Aber, jetzt kommt's.
Der Bürgermeister.
Ich hab's immer gesagt. - Und noch was.
Der Mörser ist nicht die Tatwaffe, das war Marmelade,
aber im Mörser waren Reste von einem Abtreibungsmittel.
Und was heißt das?
Branka wollte das Kind sicher behalten. - Ja.
Aber der Erzeuger nicht, und mit dem Mittel wollte er das Problem lösen.
Hat aber nicht geklappt. - Ja.
Deswegen hat sie sterben müssen. Bah, das ist so scharf.
(Schwestern sprechen Thai)
Ja. Ja, ja.
Hier.
Aloi. - Aloi?
Ja, Aloi. Aloi.
Noch a bisserl Chili?
(Franz) Sie halten Ihren Rand und hören mir zu.
Wir haben von allen infrage kommenden Männern in Brankas Umfeld
eine DNA-Untersuchung machen lassen. Wissen Sie, was dabei rausgekommen ist?
Nein, das weiß ich nicht, Herr Eberhofer. Ich bin ja kein Hellseher.
Dass Sie der Vater von der Branka ihrem Kind sind.
Da schaut er, der Herr Bürgermeister.
Haben wir die Finger vom Au-pair nicht lassen können.
War dem Alphamännchen die eigene Ehefrau zu wenig.
Was labert er denn da dazwischen?
Wann hättens von mir einen Test machen lassen? - Nicht ablenken.
Das funktioniert vielleicht hier in Hinterarsching, aber nicht bei uns.
Dann ist Ihr DNA-Test 100%ig falsch,
aber wahrscheinlich warens wieder überfordert
und haben mit den Wattestäbchen geschlampt.
Warum sind Sie sich da so sicher?
Weil ich kein Kind mehr zeugen kann.
Das hab ich sogar schriftlich. Leider.
Ein saublöder Unfall beim Eisstockschießen vor drei Jahren.
Das hat sicher wehgetan. - Sie wollen's nicht genau wissen.
Hat Ihre kleine Tochter dann der Klapperstorch gebracht?
Haben Sie schon mal was von Privatsphäre gehört?
Oder ist Ihnen das wurscht? - Mord ist nie privat. - Mhm.
Also gut, bitte. Damit Ruhe ist.
Das Kind ist das Ergebnis einer anonymen Samenspende.
Heutzutage ein normaler Vorgang.
Meine Frau wollt unbedingt noch ein zweites Kind.
Jetzt schwingens Ihren Arsch raus und nehmen Ihren Lautsprecher mit.
Ich will Sie hier nur sehen, wenn Sie den Ausweis verlängern.
Ich hoffe, Sie kriegen das in Ihren weichgekochten Schädel.
Ich wusste, warum ich Sie nach Minga hab outsourcen lassen!
Hol Sie der Deibel!
98% sicher hat der Günter gesagt. - Das sind aber eben nicht 100%.
Wenn wir rauskriegen, wer der Erzeuger ist, haben wir den Mörder.
Wer könnte einen ähnlichen genetischen Fingerabdruck haben wie der Bürgermeister?
Hat der einen Bruder? - Woaß i ned.
Vater? - Vater, ja.
Irgendeinen männlichen Verwandten wird er ja haben.
Franz?
Komm mal eben mit. Komm mit. - Franz? Was soll das?
Was machst du? Nur weil ich eine Ordnungswidrigkeit anmahne.
(Ächzen)
(Knurren)
Das ist Freiheitsberaubung. - Franz.
Wir waren doch gerade in einem wichtigen Gespräch, oder?
Pscht
Max, du bist doch ein richtiger Mann.
Ja.
Seit wann bist du das?
Schon immer halt.
Seit wann du scharf schießt, meint er.
Ich hab doch noch gar keinen Waffenschein. - Depp.
Seit wann hast du richtigen Sex?
Was meinst denn jetzt mit "richtig"?
Nicht mit dir selber.
(Türklingel)
Der Herr Bürgermeister hat mir eigentlich verboten, dass ich Sie reinlasse.
Ja, eigentlich.
Erst hab i geglaubt, der Vater hat die Branka geschwängert.
Aber der war's ned.
Jetzt bleibst nur noch du.
Hast du die Branka umgebracht?
War's ein Unfall?
Du Depp. Du kapierst wirklich gar nichts.
Wir haben uns geliebt.
Aber wenn du es nicht warst,
wer hat dann der Branka die Abtreibungsmittel unters Essen gemischt?
Deine Eltern vielleicht?
Waren die sauer? Habts gestritten? - Was für ein Mittel?
Das Kind von der Branka hat wegmüssen.
Darf ich mal kurz aufs Klo gehen?
Freilich.
(Handyklingeln)
Höre.
Der Damian ist angeblich zum Pieseln gegangen.
Pass auf, dass der nicht stiften geht.
Rogen
Brav sein, Ludwig.
Damian.
Damian.
Lass gut sein. Die Frau Scheller tut dir nix.
Die hat die Branka umgebracht.
Du hast sie von Anfang an gehasst,
weil wir sie alle gemocht haben.
Ständig hast ihr hinterherspioniert.
Das ist absurd, Dami.
Für dich war sie immer nur "die Serbin".
Du bist ganz durcheinander. Warum sollte ich das machen?
Bringen Sie ihn zur Vernunft. Er weiß nicht, was er tut.
Vielleicht haben Sie die Branka tatsächlich umgebracht.
Wollen Sie die Lage nicht deeskalieren?
Knie dich hin!
Dami!
Du bist doch mein Bua. Mein kleiner Bua.
Du fiese Drecksau, knie dich hin.
Los! - Wie kannst du mir das antun?
Rudi, lass gut sein. - Was soll denn das?
In drei Sekunden hätt ich ihn gehabt. Zack!
Tun Sie doch was!
Frau Scheller. Haben Sie der Branka das Abtreibungsmittel ins Essen gemischt?
Und wie's ned funktioniert hat, ihr den Schädel eingeschlagen?
Das nennen Sie deeskalieren?
Stimmt das? - Franz, bist du verrückt?
Der Bua ballert die über den Haufen.
Na.
Damian, die Branka hat dich reingelegt.
Die hat's darauf angelegt, von dir schwanger zu werden.
Du lügst.
Du weißt noch ned, wie die Frauen sein können.
Wir haben uns geliebt. Wir wollten unser Kind.
Du kannst kein Kind aufziehen.
Jetzt sei doch vernünftig. Du bist doch selber noch eins.
Ich hab zur Branka nur gesagt, sie soll die Finger von dir lassen.
Da hat die mich beschimpft und geschlagen.
Die ist auf mich los wie eine Furie. Ich musste mich verteidigen.
Du hast sie umgebracht.
Ja.
Für dich, Dami.
Für dich.
Ich wollte ihr wirklich nichts tun.
Ist doch super, dann hat sich das aufgeklärt.
Eine Frage hätte ich noch privater Natur.
Wieso haben Sie die Leiche ausgerechnet in Papas Admiral versteckt?
Ist das jetzt wirklich wichtig?
I hab die Leiche doch loswerden müssen.
I bin rumgefahren.
I hab gedacht, i könnt sie im Wald...
Dann hab ich das Auto dort stehen sehen und... (sie weint)
Man wird ja noch mal fragen dürfen.
Jetzt gibst du mir die Pistole.
Nee. Ich mach die jetzt fertig.
Wie willst du das machen, ohne Magazin?
Wie, ohne Magazin?
Das ist des, wo die Patronen drin sind. Und des hast du vergessen.
Scheiße!
Warum sagst du mir denn des nicht? Ich hab fast ein Herzkasperl gekriegt.
So eine Situation kann man doch auch anders lösen.
Ich dachte, wir sind ein Team. Aber nein!
Der Eberhofer auf seinem Egotrip. Bis da oben steht mir das.
Es hat funktioniert.
Ja'. Hat doch gut funktioniert. - So, Frau Scheuer.
Packen wir's. - Es tut mir so leid.
Und die Jugend von heute, immer Ballerspiele spielen, gell?
Aber keine Ahnung, wo die Patronen herkommen.
(Schuss, Frau Scheuer schreit auf)
Ha!
(laute Schmerzschreie)
Ich bin angeschossen!
Hui! War da noch 'ne Patrone im Schlitten.
(Hardrock-Klingelton)
Susi, grüß di.
Was? Echt?
Du, Susimaus, bei mir ist grad schwierig.
Ich ruf zurück, ja? Bis dann. Pfiat di, Bussi.
(Rudi wimmert)
Jetzt wirst fei bald wieder gesund.
Ich brauch meinen Trauzeugen. - Ja.
Franz, auf mich ist Verlass. Im... Aua!
Im Gegensatz zu dir. Au!
Franz?
Eberhofer? (Rudi) Franz?
Eberhofer, wie geht's meinem Buben?
Herr Bürgermeister, ich konnte gerade noch das Schlimmste verhindern.
Ich hab meine Kinder einer Mörderin anvertraut. Oh Gott.
Darf man gar nicht drüber nachdenken.
Danke, Eberhofer, danke.
I bin der Bernd.
I bin der Eberhofer.
Ähm, Herr Bürgermeister...
Wenn i dafür sorg, dass die Affäre Ihres Buben unter Verschluss bleibt,
sorgen Sie dafür, dass ich meinen alten Job wiederkrieg?
Wie stellen Sie sich das vor?
Sehr schön. Endlich wieder dahoam.
Das Leben ist doch kein Wunschkonzert. Da könnte ja jeder daherkommen.
Schau ich aus wie eine gute Fee und jeder hat drei Wünsche frei?
Zefixkreuzsacklzement!
Eberhofer!
(beide) Ah! (Oma) Franzl!
Bravo.
(Rudi) Bravo! Das hat Stil. Wahnsinn! (Oma) Ja!
Wie der Udo Jürgens. - Ja!
(Rudi) Was Kleidung ausmacht!
Ich hab's ja gesagt. Wenn's einer tragen kann, dann er.
Beim Bund kann man noch ein bisserl was rauslassen.
(Hardrock-Klingelton)
Du, Susi, es ist grad schlecht.
Ganz kurz. Möchtest du, dass ich ausschau wie eine heilige Hure?
Das klingt eigentlich ned schlecht. Was wäre die Alternative?
Die Alternative...
Also, es ist halt mehr so...
Wie soll ich sagen?
Vielleicht ein ganz kleines bissl romantisch. Ein ganz kleines bissl.
Und was war mit der heiligen Hure?
Franz!
Ja, du, romantisch ist super.
Ziehst halt was Fetziges drunter an.
Ich muss dann. Pfiat di, Susi.
Servus.
Das Kleid ist der absolute Hammer.
Total süß. Und die Schleife!
(Freundin) So viel Rüschen ist so schön. - Ist was Besonderes.
(sanfte Musik)
(Countrymusik)
Franz, des ist so geil, dass du wieder da bist.
Der Oberhammer. Heut lassen wir es krachen.
Gut?
Gut. - Gut.
(laute Technomusik und Kreischen)
(Countrymusik)
(Technomusik)
(lauter Aufprall)
(Musik klingt aus)
(Schluchzen und Schniefen)
(sanfte Musik)
(Kirchenglocken)
(Orgelmusik)
Deine Haar hättst aber zur Feier des Tages schneiden lassen können.
Hab i doch, Mama. Schau her. - Ah ja.
Ganz kurz.
(Flötzinger) Ignaz Fynn!
Wo bleibt denn der Franz?
Mei, gescheit dreckig ist der Kragen. - Sieht doch keiner. Ist innen.
Wahrscheinlich werdens wieder die Ringe oder den Brautstrauß vergessen haben.
(Panida) Es hat noch nicht angefangen. - (Leopold) Du hast recht.
Ich entschuldige mich für die Hetzerei.
Auch wenn wir zu spät sind, weil du dir Zeit im Bad genommen hast.
Jetzt aber.
Langsam mach ich mir scho Sorgen, wo der Burschl bleibt.
(sanfte Musik)
Susi?
Franz!
Wie kommst jetzt du daher?
Wolltst du mich sitzen lassen? - Ja und du? Warum bist du da?
Ja und du?
Mit einem Seesack.
Das ist ja mal wieder typisch, Franz.
Kaum dass es ernst wird, machst du einen Rückzieher.
Du hockst auch ned in der Kirche.
Gott sei Dank. Wie peinlich für eine Frau, wenn der Verlobte es sich anders überlegt.
Aber i hab's mir nicht anders überlegt.
Susi, du bist der Wahnsinn.
Du bist die tollste Frau auf der ganzen Welt.
Aber...
Aber was?
(sanfte Musik)
I hab's echt probiert.
Aber i kann des ned.
Fürs Heiraten bin i der Falsche.
Susi, ich möcht di auf gar keinen Fall verlieren.
Was ich möchte, ist...
dass mir zwoa für immer und ewig beieinand bleiben.
Schau mich doch einmal an.
Was würd denn werden aus mir ohne di, hm?
Und jetzt?
(Babygeräusche)
Und? Fühlen Sie sich zu einem besonders hingezogen?
Väter erkennen ihre Babys immer intuitiv.
I woaß ned.
Irgendwie ned.
Vielleicht isserja doch vom Fleischi.
Au! Oma!
Wie kann man bloß so ein Depp sein, so ein blöder?
Franz! Du gehst jetzt zur Susi rein und schaust dir deinen Buben an.
Er schaut genauso aus wie du früher, wie du klein warst,
und ist dir praktisch vom Arsch runtergeschnitten.
Jetzt auf geht's. Worauf wartst denn noch?
(schwungvoll-schleppende Musik)
Servus, Susi.
Na? Was sagst?
Da schaust, ha?
Jetzt nimm ihn halt einmal.
Gib mir die Blumen.
Vorsicht mit dem Kopf.
(das Baby gurrt)
Weinst du?
Na, das ist so ein Allergie-Dings.
I weiß auch schon, wie er heißt. - Aha.
Leopold.
Ha!
Sag mal, habens dir ins...
Des ist nicht dein Ernst, oder? Der Bua heißt nicht Leopold!
Natürlich ned. Ich wollt halt auch mal einen Spaß machen.
Sag amal, Franz.
Was tätst denn du sagen, wenn wir ihn Paul nennen?
Paul?
Wie der Opa.
Paul ist schön.
Servus, Paul.
(Musik: "Sag doch Ja, my love" von Lovely & Monty)
# Sag doch Ja, my love, oh bitte.
# Sag doch Ja, my love.
# Ich lieb dich, my love, oh bitte.
# Sag doch Ja, my love.
# Rambazamba, Rambazamba, Rambazamba.
# Oh, Rambazamba!
# Liebst du Leberkäs und Schwein?
# Lass mich deine Semmel sein.
# Magst du auch Senf dazu?
# Ui, ui, ui!
# Magst du auch Senf dazu?
# Süß oder scharf?
# Sag doch Ja, my love, oh bitte.
# Sag doch Ja, my love.
# Rambazamba, Rambazamba, Rambazamba...
# Säufst du wie ein Oberpfälzer,
# dann bin ich dein Alka-Seltzer.
# Ich bin berauscht von dir.
# Ui, ui, ui!
# Ich bin berauscht von dir.
# Bitte sei kein Schaf.
# Sag doch Ja, my love, oh bitte.
# Sag doch Ja, my love.
# Rambazamba, Rambazamba, Rambazamba...
# Oh, Rambazamba!
(Musik: "Ich hab dir den Mond gekauft" von Christian Steiffen)
# Es war gedacht für eine Nacht,
# und ich hab gerne mitgemacht.
# Nur dass sie nie wieder ging.
# Und jetzt steh ich hier und sing.
# Ich hab dir den Mond gekauft,
# und morgen schieß ich dich darauf.
# Oder vielleicht sogar bis hinter den Mond,
# denn da hast du ja schon immer gewohnt.
# Du fragst mich: "Wie war dein Tag?"
# und warum ich dich nichts frag.
# Hast du noch immer nicht kapiert,
# dass es mich gar nicht interessiert, wenn du auch nur ein Wort verlierst.
# Denn was du redest, hörst nur du.
# Und ich mach die Augen zu.
# Und ich träum, du wärst nicht da, und dieser Traum ist wunderbar,
# denn ich weiß, Träume werden wahr.
# Ich hab dir den Mond gekauft...
# Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen,
# aber ein großer Schritt für die Menschheit.
Untertitel: Subtext Berlin, 2018
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