All language subtitles for Merz gegen Merz Staffel 1 Folge 4

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Original subtitles

* entspanntes Schlagzeugspiel *

Anne Merz Erik Merz

Leon Merz Ludwig Reichert

Guten Morgen.

Ähm ... Können Sie Ihre Sachen bitte nach hinten zur Lagerhalle fahren?

Die stehen hier ziemlich im Weg, das macht überhaupt keinen Sinn.

Sprechen Sie deutsch? Was bist du denn für eine?

Neue Azubine? Waren früher aber auch mal knackiger hier.

Nein, mein Name ist Merz und ich ...

Ah, der Herr Czylonka, pünktlich wie die Maurer.

Ich muss noch quittieren, oder?

Guten Morgen. Ich hatte ihn gebeten, seine Sachen ...

Jaja. Och ja, nehm ich auch eine.

Und, was ist auf den Straßen so los?

"Das hat nichts mit Missachtung zu tun. Versteh ich nicht."

(Heller) "Wie haben Sie sein Verhalten empfunden, Frau Merz?"

Wessen? Mit wem? Was?

Ach er! Ist der denn da?

Sorry, das hat doch nichts mit Missachtung zu tun.

Das ist ja wieder Krabbelgruppenniveau.

Ich würde gern heut mal was mit Ihnen ausprobieren.

Einen Rollentausch.

Hm? Wollen Sie mal als Ihre Frau antworten?

Ach, und Sie leiten jetzt ihre Krabbelgruppe, oder wie?

Und Sie, können Sie versuchen,

das Gespräch aus der Sicht Ihres Mannes zu führen?

Ja, setz dich doch.

Da gehts einfach darum, mal die Perspektive des Partners einzunehmen.

Wollen wir das mal versuchen?

Natürlich.

Also, Sie antworten jetzt als Ihre Frau, hm?

Frau Merz, was stört Sie aktuell an Ihrem Mann?

(mit hoher Stimme) Die Lobenstein hat mir eingeredet ...

Sie können ganz normal reden.

Ach so.

* Er räuspert sich. *

Die Lobenstein hat mich mit Feminismus angesteckt.

Seitdem denke ich, dass ich immer mitreden muss.

Und wenn er mal nicht mitmacht, dann bin ich gleich beleidigt.

Wollen Sie als Ihr Mann antworten? Ja, sehr gerne.

Die einzige Frau, die ich kenne, die was vom Geschäft versteht,

ist Frau Tante Emma aus ihrem Laden.

Ansonsten ist es ein Männerbusiness. Leider.

Ich hab mich als Mutter und Marketingfrau immer sehr wohlgefühlt

und wollte diesen langweiligen Firmenkram nie mitmachen.

Ich muss meine Frau kleinhalten,

um zu vergessen, dass es ihre Firma ist.

Die Firma deines Vaters. Bist du noch ich?

Nee. Herr Merz.

Er oder ich? Herr Merz, alter Merz.

Könnten Sie sich vorstellen,

Ihre Frau stärker ins Tagesgeschehen einzubinden?

Puh.

Ja, sicher. Hab ich überhaupt kein Problem mit,

sie mehr in die Verantwortung zu nehmen, was die Firma anbelangt.

Herr Czylonka, überpünktlich. Darf ich Ihnen meine Frau vorstellen?

Wieso?

Ja, Herr Czylonka, wir haben uns neulich kurz getroffen

und ich würde Sie bitten, dass Sie Ihre Lieferung

dahinten in die Lagerhalle fahren.

Wieso? Weil die Lagerhalle dafür da ist.

Es ist doch ganz einfach:

Sie wollen, dass wir die Rechnung auf Ihr Konto überweisen

und nicht, dass ich Ihnen 'nen Sack Münzen vor die Füße stelle.

Herr Czylonka, reden Sie mit mir?

Wenden Sie sich nicht an meinen Mann, ich bin jetzt ganztags hier.

Aha, geht doch.

Siehst du?

Vielen Dank.

Halle 3, das ist rechts und wieder rechts.

Falsche Richtung. Hey! Hey! Herr Czylonka! Wir brauchen das Material!

Lief doch schon ganz gut.

Erik! Das geht so nicht.

Da hast du dich völlig danebenbenommen.

Das war ja klar, dass die petzen kommt.

Wer? Die Anne.

Welche Anne? Jetzt reiß dich mal zusammen!

Man hat das Gefühl, du bist nicht bei der Sache,

seit das mit deiner Dings aus dem Ruder läuft.

Wie heißt die noch? Anne.

Genau. Dabei macht die geschäftlich auch keinen guten Eindruck.

Die Anne? Quatsch.

Was ist denn mit dir los? Die Lobenstein natürlich.

Das hab ich von Anfang an gesagt.

Die hat uns fast den Eberle verprellt.

Ludwig, ich hab dich gewarnt:

Der Eberle ist Schwabe, der führt die Firma in der dritten Generation.

Der Letzte, der Familie so hoch gehängt hat wie der,

war Marlon Brando als der Pate.

Der reagiert auf 'ne Emanzenzicke wie die Lobenstein mit Ausschlag.

Dass du dem besoffen aufs Hemd gekotzt hast,

war auch nicht so hilfreich!

Das war blöd, aber in Schwaben ist das Folklore.

Wie die Lobenstein mit ihm rumgesprungen ist ...

Pass auf, ich denke, der springt ab. Der geht uns von der Fahne.

Jetzt, komm. Bitte, Erik, Mensch, komm.

Was ist denn?

Ah, Herr Eberle. Hier ist er, unser Erik.

Wollte sich nur mal persönlich bei Ihnen entschuldigen.

Ja, genau.

Es tut mir wirklich sehr leid. Das ist mir noch nie passiert.

Kein Problem. Was meinen Sie,

wie ich unterwegs bin, wenn bei uns Stadtfest ist? Ja, hallöle!

Was mich irritiert hat, war,

dass Sie bei den Gesprächen gar nicht mehr dabei waren.

Ich will meine Frau etwas stärker in die Firma einbinden.

Ah ja. So stark, dass Sie nicht mehr dabei sind?

Nein, das auch nicht. Das würde der Chef nicht zulassen.

Dafür hält er die Zügel zu fest.

Wer? Du.

Ähm, tun dir wieder die Füße weh? Nee, wieso?

Frau Lobenstein meinte neulich, also, dass zwischen Ihnen und Ihrer Frau,

also, dass Sie womöglich aus der Firma ausscheiden müssen.

Fake News, wie man so schön sagt. Da ist alles in Ordnung.

Bis auf die üblichen Reibereien,

aber die kommen in den besten Familien ...

Ah, da ist sie gerade.

Äh, Schatz? Entschuldigung. Eine Sekunde mal eben, Schatz.

Ganz kurz. Der Herr Eberle, der wüsste gerne ...

Schatz mich nicht an! Die Nummer eben wird dir noch leidtun.

Mach mal halblang. Nee, ich mach halbkurz.

So kurz mach ich dich, mit Hut, du Arschloch!

* Tür fällt ins Schloss. *

* Aufprall *

* Aufprall *

So.

Ich hab einen. Was hätte ich denn tun sollen?

Der Eberle will den Deal noch mal im familiären Rahmen durchhecheln,

mit dir und mir, ohne die Lobenstein.

Ein Pärchenabend mit Eberles, dir und meinen Eltern.

Was soll das sein? Happy Hour in der Hölle?

Der hat drauf bestanden und dein Vater

hat seine Sachen aus dem Fenster geschmissen.

Einen Abend könnt ihr doch glücklich verheiratet spielen.

Der Eberle ist ein wichtiger Kunde.

Dir wäre ich dankbar, wenn du nicht wieder

meine Klamotten aus dem Fenster wirfst.

Ich glaub, dein Vater hat recht.

Für den Deal mit dem Eberle wäre es wichtig,

wenn wir alle zusammenkommen, als Familie.

Wenigstens noch mal für einen Abend.

Na, Großer. Hallo.

Wie war's heute?

Ganz gut. Guck mal, wie findest du das?

Gut. Hast du wieder mit dem Zeichnen angefangen?

Super. Hast du lange nicht gemacht. Das will ich mir stechen lassen.

Was heißt das, "stechen"? Hier oben am Arm.

Tätowieren meinst du?

Ja, genau. Ich zahl's auch selbst. Ist das okay?

Klar, oder soll ich das zahlen? Echt jetzt?

Nee. Das war ein Witz, mein Schatz.

Du bist definitiv zu jung,

um dich für den Rest des Lebens zu verschandeln.

In deinem Alter brauch ich's nicht mehr.

Dann bin ich nicht mehr cool, bloß alt.

Mit dem Risiko musst du leben. Das ist mein Arm und mein Geld.

Solange der Arm auf meinem Tisch liegt, sage ich: Nein.

Mann! Leider nicht verhandelbar.

Okay, Leon.

Die Leute malen nur in öffentlichen Klos an die Wände,

keiner macht das bei sich zu Hause auf der eigenen Toilette.

So ist das auch beim Tätowieren: woanders okay, bei dir ...

Boah, du hast echt gar keine Ahnung!

Ja.

Papa, lass doch einfach, die lief doch einwandfrei.

Danach läuft sie aber viel besser.

Absolut genial, nur noch der halbe Wasserverbrauch.

Ich krieg die Scheiße irgendwie nicht drangeschraubt.

(Renate) Bin fertig mit dem Klo! * Poltern *

(Renate) Mach nur noch den Rand!

Hey, Killer!

Was machst du denn hier?

Renate, komm, der Junge ist da.

Ja, ich hab Stress mit Mama. Willkommen im Klub.

Ich will mir 'n Tribal machen, aber sie zickt voll rum.

Mal wieder typisch.

Du fändest das okay? Das ist super! Ich zahl's auch selbst.

Hier am Oberarm und ein Stück auf der Schulter in Schwarz. Danke!

'ne Tätowierung? Ich hab auch eine.

'ne geile Alte, überm Po, kennst du die?

Ich zeig dir die mal. Nicht jetzt, Papa.

Na, Tag, mein Junge. Ich bin grad im Klo.

(Günter) Der Junge will 'ne Tätowierung.

Och, schön! 'ne Schlange, oder was?

'ne Rose fänd ich auch toll! Wo denn? Am Arm? Oder ...

Mama, keine Schlange, keine Rose. Der Junge ist 14.

15!

Mit 15 haben wir ganz andere verbotene Sachen gemacht.

Der Ecki hat sich 'ne Rose aufn Arm tätowieren lassen.

Die sah aber aus wie ein Kuhschwanz. Machen wir nicht.

Boah ey, wie Mama!

Der steht doch unterm Pantoffel und der Pantoffel hat dicke Sohlen.

Den können wir ihm ja tätowieren.

Oder 'n Ochsenschwanz, der Ochse hat auch keine Eier mehr.

* Günter und Renate lachen. *

Also rechtlich ist 'ne Tätowierung Körperverletzung.

Seh ich auch so. Du musst 16 sein.

Hab ich auch gesagt. Hast du gar nicht.

Hätte ich aber noch. Und da kann man gar nichts machen?

Hast du doch gehört, das ist Gesetz, keine Chance. Komm, Kollege.

Ist Ermessenssache. Es ist rechtlich 'ne Grauzone.

Es geht um deine geistige Reife. Hat er nicht.

Ja, du hast in Mathe 'ne Fünf.

Was hat denn das damit zu tun?

Lass das meine Sorge sein.

Ich habe geistige Reife und kann dir sagen, dass Tätowierungen

was für Asis sind, die zu blöde sind,

sich zum Kritzeln 'n Block zu kaufen.

Gibt Ausnahmen.

Wenn du entscheiden müsstest, wer cooler ist: er oder ich?

Du.

Entschuldigung?

Ja, hallo!

Selber hallo! Ich leite ein großes Unternehmen

und sie sitzt in 'nem Kämmerlein und malt Leute bunt.

Ja, eben.

Da hast du dich wieder bequatschen lassen.

"Pärchenabend", "familiäre Atmosphäre".

Aha. Also nicht hingehen zu dem Pärchenquatsch?

Mehr Selbstbewusstsein! Hatten wir doch drüber gesprochen.

Ich nehm einen Kaffee.

Ist doch nur 'ne Taste. Ich weiß.

Mit 'n bisschen Milch.

Erik hat gesagt, wir kriegen den Auftrag nur,

wenn wir das Familiending durchziehen.

Da kann er recht haben.

Ja, die Schwaben, außen total international, innen tiefste Provinz.

Wenn ich nicht gehe, zieh ich die Firma rein.

Kann sein. Also hingehen?

Du musst dich gegen die Wünsche der alten Säcke durchsetzen.

Nicht hingehen. Hör auf dein Bauchgefühl.

Dann geh ich hin.

Du machst das schon.

Aber die Anne ist doch ganz locker. Und jeder hat heute ein Tattoo.

Na ja, jeder, der mal im Knast war vielleicht.

Also, das ist das chinesische Schriftzeichen für Liebe.

Hoffe ich, vielleicht heißt es auch nur "87 süß-sauer", keine Ahnung.

(beide) Bist du bescheuert? - Ich lass euch mal.

Der wollte unbedingt eins haben.

Und wenn er morgen Heroin haben will, gibst du ihm die Spritze?

Mann, das ist ein Bio-Tattoo, das geht von selbst wieder weg.

Aha. Manchmal frag ich mich wirklich ...

Wenn irgendeiner was von dir will, der Czylonka oder Eberle

oder mein Vater oder Leon, völlig egal, du gibst nach!

Anstatt Rückgrat hast du weiche Nudeln!

Wenn die schwierigste Entscheidung für einen die ist,

ob das Logo ein helles Hellblau hat

oder ein dunkles Hellblau, hat man gut reden.

Keine Ahnung, wie ich auf dich reingefallen bin. Unbegreiflich.

Das Tattoo geht in drei Wochen weg,

aber sie meint, ich hätte ein Rückgrat aus Nudel.

Als ob die was von Nudeln weiß!

Wer Rouladen ohne Speck macht, hat null Ahnung.

Och, ist ja schön.

Das Ding ist im Arsch hier.

Keine Ahnung, was du dir hast wieder andrehen lassen.

Das funktionierte einwandfrei, bis du dran rumgemacht hast.

Typisch! Ich mach und tu hier in der Wohnung, und das ist der Dank.

Guck mal, schön, der Junge! - Ah.

Erik sagt, ist alles bio, aber die meckert wieder.

Die meckert immer. Aber der wollte die unbedingt,

genau wie die Scheißmaschine, kann er wieder an die Straße stellen.

Papa! Jetzt muss ich erst mal

zusammen mit Anne zu diesem Pärchenabend.

Wie? Die sagt, du hast Eier aus Nudeln,

und jetzt gehst du mit ihr aus?

Also das kapier ich nicht.

Das verstehen wir nicht, weil wir nicht studiert haben.

Wir waren ja nur auf der Baumschule.

Jetzt ist dunkel. Das ist total schwarz jetzt.

Soll ich versuchen, es zu reparieren? Nee, danke.

Okay, ich bin echt gespannt, was du sagst.

* Sie lacht. *

(Amina) Das tut mir leid.

Was für 'n Spacko.

* Anne seufzt. *

Ich zieh mich doch nicht noch um! So kannst du jedenfalls nicht gehen.

Ist neu. Kann es nicht mal ein Kleid sein?

Mama! Guck mal, was ist hiermit?

Ach so, nee, das ist dir bestimmt zu eng.

Ja, du musst ein bisschen aufpassen, Mäuschen, figurmäßig.

Geht's noch? Hörst du mir mal zu?

Nicht in dem Ton, Mäuschen, ja?

Wie findest du das? Tschüss.

Jetzt reiß dich bitte zusammen!

Ich will mich nicht verkleiden! Ich will ja nicht mal dabei sein.

Was meinst du, auf wie vielen Feiern ich war, wo ich nicht sein wollte?

Weil dein Vater das wollte. Ich bin nicht du.

Ich möchte mehr sein als Deko.

Wir haben ja gesehen, was dabei rauskommt, hm?

Den Herrn Czylonka, den Zulieferer,

den hast du doch total verprellt. Woher weißt du das denn?

Die Deko kriegt manchmal mehr mit, als du meinst.

Ich finde das alles so scheiße!

Jedenfalls solltest du dich mal fragen,

ob du wirklich das sein kannst, was du sein willst.

Und so lange bist du erst einmal Deko.

Hier, das ist wunderbar.

Das kaschiert. Bis gleich.

Erik, komm rein.

Der Eberle hat geschrieben, sie sind aufm Weg.

Moment mal, was wollte ich denn noch? Mensch.

Die Tür zu machen? Nee. Ach, doch!

Ich hab das Angebot im Übrigen noch mal geprüft,

wir können denen maximal zwei Prozent entgegenkommen, maximal.

Dann ist wirklich Feierabend,

und zwar egal, was diese Lobenstein sagt.

Ja, die ist mir sowieso suspekt, diese Frau.

Aber wenn du dich besser mit der Dings verstehen,

mit der Anne verstehen würdest, dann hätten wir die nicht an den Hacken.

Jetzt reiß dich zusammen. Grüß dich, Erik.

Hallo! Oh, das sieht aber gut aus. Ist das neu?

Die ist nicht neu, die Maria hab ich schon ewig.

Ludwig!

Was? Das war ein Witz! Ihr habt doch überhaupt keinen Humor.

Von mir kann man keinen Humor erwarten, ich bin 'ne Praline.

Spar's dir. Wir haben sowieso noch zu reden.

Du liebe Güte, jetzt tu doch nicht so,

als hätte ich Leon beim IS angemeldet.

Darum geht's nicht. Ich habe Nein gesagt,

da kannst du nicht Ja sagen!

Und Leon kann nicht einfach bei dir pennen.

Der Junge ist auch mein Junge, der kann pennen, wo er will.

Nee, sorgerechtstechnisch nicht. Sorgerechtstechnisch?

Kinder, das können wir nach dem Dessert besprechen,

wenn die Gäste wieder weg sind.

Klar, dein Enkel ist dir nicht so wichtig wie die Scheißschwaben!

(Eberle) Die Tür stand offen.

Ja, ah, das war's, die Tür!

(Maria) So, Datteln im Speckmantel und das hier sind ein paar Dips.

Boah, nee, ich hatte mal 'nen Fuß in Dips, wochenlang, Skiunfall.

Nee, das krieg ich nicht runter, Dips.

Dips. Dips, das ist ja ein komisches Wort, ne?

Dips. Dips.

Ich mach mal ein bisschen Musik.

* klassische Musik *

Mach das weg! Das ist ja schlimm!

Wir waren letztes Jahr bei der Andrea Berg.

Brutal, das war einmalig, stimmt's, Häsle?

Ja, einmalig.

(Eberle) Wir haben die Karte geschenkt gekriegt, weißt du noch?

Nee. - Ja, doch, vom Elektro-Pohlmann.

Mit denen schaffen wir oft.

Andrea Berg, ist das der Typ, der mit Helene Fischer zusammen ist?

Nee, das ist eine Frau, und was für eine!

Ich sag immer zu ihr: "Von der Andrea Berg kannst du dir was abschneiden."

Schneiden Sie sich dann

was von Brad Pitt ab oder muss das nur Ihre Frau?

So viel Brad Pitt ist nicht da, wie er Scheiben bräuchte.

(Maria) Noch Rotkohl?

(Eberle) Ich sag immer:

"Eine Frau ist wie ein Laden - was man hat, muss in die Auslage!"

Gell, Häsle?

* Laute klassische Musik ertönt. *

* Die Musik bricht ab. *

Wenn noch jemand Käse möchte ...

Keine Sau will Käse! (Maria) Ludwig! Nicht in diesem Ton.

Wir können vielleicht über die Zweiphasenmaschinen reden,

unsere DHX 400 ..

Wir wollen unsere Frauen nicht mit dem Geschäft langweilen.

Stimmt's, Häsle? - Mhm.

Es ist schließlich kein Schuhgeschäft, gell?

Wir können ja Rezepte austauschen. Nein, sie kocht ja fast nie.

Nicht mal Kühe fressen Käse, und die produzieren Milch!

Hör auf mit diesem Ton!

Ich fress noch ein paar Gips, die waren lecker.

Ludwig. Ludwig!

Und?

Wie läuft das ansonsten mit dem Nicht-Langweilen?

Ich hab ... - Ja, sie hat immer was zu machen.

Ich ... - Was hast du angefangen, Häsle?

Ich bin seit ... - Humba?

Wo sie so rumhüpft mit Musik. Ist bestimmt lustig, oder?

Die ganzen Weiber, alle machen sie Humba.

Zumba, heißt das. Zumba. Hör mir einmal zu! Ein einziges Mal. Zumba!

* Tür knallt zu. *

Ich glaub, es heißt Zumba.

Ähm, Häsle? Häsle, was hast du denn? Häsle!

(Eberle) Heilig's Blechle! Was sag ich dir!

* unterdrücktes Gelächter *

(zögerlich) "Was ich immer an uns mochte, ich glaube, das war,

dass wir immer ..."

... zusammen lachen konnten.

Auch wenn's drumherum schwierig war.

"Gerade dann haben wir irgendwie trotzdem viel gelacht."

"Früher."

Und gelästert und gelacht und gelästert, nicht vergessen!

Lassen wir den Humor kurz beiseite ...

Wie hießen noch die komischen Leute aus Leons Kindergarten?

Ach ja! Ähm, die, ähm ...

(mit polnischem Akzent) Polnisch Vater von Gwendolyn.

Meine Tochter ist sehr, sehr sensibel.

Also es wäre schon sinnvoll ...

(mit polnischem Akzent) Herr März, meine Tochter spielt mit Popo.

Zwei Wochen haben wir gebraucht, bis wir kapiert haben,

dass er "Puppe" meinte.

Ja, ich glaub, ja, wir hatten wirklich immer viel Spaß zusammen.

"Ja, wir hatten immer Spaß, wenn die anderen Stress hatten."

(Heller) Der Humor war also eine wichtige Basis für Ihre Beziehung?

"Ja, wenn man bei ihm erst mal

durch die ersten beiden Schichten Hornochsigkeit durch ist,

tritt die ein oder andere Überraschung zutage."

Ich hatte dich geben, was original Schwäbisches zu machen.

(Maria) Ich geb mir wirklich, ich geb mir wirklich alle Mühe.

Was machst du? Rinderbraten.

(Maria) Irgendwann ist meine Geduld am Ende!

* Ludwig und Maria diskutieren weiter. *

(Heller) "Können Sie das noch ausführen?"

Jetzt gerade, das mit Leons Tattoo zum Beispiel, das war ...

Ich sag bei so was grundsätzlich: "Nee, gibt's nicht."

Und er geht mit dem Kurzen dahin und lässt ihn bemalen.

Das ist natürlich besser.

Ich sage Ja, weil ich mich "Nee, gibt's nicht" nicht traue.

Da ist sie einfach viel direkter.

Das ist wie mit dem Czylonka,

der ist seit vier Jahren unser Zulieferer

und der ging mir von Anfang an tierisch aufn Sack

und sie geigt ihm aber einfach ihre Meinung.

Und das finde ich schon super.

(Heller) Dann gibt es also noch Eigenschaften,

die sie am anderen schätzen. Und durchaus noch Gemeinsamkeiten.

Das sind ja wertvolle Zutaten für 'ne funktionierende Beziehung.

Können Sie beschreiben, woran es dann trotzdem im Alltag oft scheitert?

* genervtes Stöhnen *

Sag mal. So!

Was war das gerade? Du wolltest mir einen reinwürgen

oder hast du deine Eier nicht gefunden?

Du hast ihn gesehen. Was hätte ich tun sollen?

Ich nehm 'n Kaffee. Da ist die Taste.

Ich weiß. Mit Milch.

Das bringt überhaupt nichts, wenn du hier mitmachen willst

und du überall nur Chaos reinbringst.

Jetzt 'nen Kaffee, das ist 'ne Idee. Ich kann dir einen machen.

Nee, danke. Das Knöpfchen finde ich alleine.

Papa? Hat der Eberle sich gemeldet? Da kümmert sich doch Anne drum.

Ich bin die Anne.

Ja, die andere.

Lobenstein? Was?

Ja, Lobenstein. Das wollten wir doch beide nicht.

Die Frau ist sehr gut, finde ich!

Herr Reichert? Wollen wir das Angebot für Eberle noch mal durchgehen?

Herzlich gern.

Ich dachte, wenn wir denen zehn Prozent geben,

vergessen die den kleinen Vorfall.

Zehn Prozent und Karten für Andrea Berg.

Ich hatte das durchgerechnet und habe errechnet, dass ...

Nee, lass mal, du kannst ja nicht mal 'nen Kaffee machen.

Guck dir die Sauerei an. Und wir gehen in mein Büro.

Ich komm jetzt auch. Äh, nee, lass mal.

Aber so 'nen Kaffee nehm ich auch. Und etwas Milch, weißt du ja.

* beschwingte Musik *

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2019

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