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Ich sagte, Sie sollen nicht nach mir suchen.
Bitte, Pater.
Das ist alles, was ich habe.
Der einzige Beweis für ihre Taten.
Sie wirkt so ...
Menschlich.
Lassen Sie sich nicht täuschen.
Sie wurde nicht auf natürliche Weise gezeugt.
Sie fanden eine Freiwillige.
Jemand Hingebungsvolles.
Wie haben sie ...
Nein, bitte.
Ich kann ...
Ich kann nicht darüber sprechen.
Alles, was ich sagen kann,
ist, dass sie schnell schwanger wurde.
Sie dürfte jetzt im Teenageralter sein.
Sie warten darauf, dass sie alt genug ist.
Alt genug wofür?
Alt genug wofür?
Bitte.
Ich kann das nicht mehr.
Ich kann das nicht mehr.
Ich kann nicht.
Bitte lassen Sie nicht zu, dass es mich noch mal berührt.
Pater?
Pater Harris?
Pater?
Verstecken wird Ihre Sünden nicht tilgen.
Sie denken, ich will Vergebung?
Ich will keine Vergebung, Pater Brennan.
Ich will nur, dass alles vorbei ist.
Das verstehen Sie
schon sehr bald.
Pater, alles in Ordnung?
Es geht mir gut.
Pater.
DAS ERSTE OMEN
Margaret Daino?
Ich bin Pater Gabriel.
Kardinal Lawrence schickt mich.
-Natürlich. Danke. -Ich nehm das.
Er wartet draußen im Wagen.
Ich hab viel von Ihnen gehört.
Es ist, als würde ich Sie kennen.
Ich freue mich so, dich zu sehen.
Ebenso.
Es ist wunderschön hier. Wie ein Traum.
Wart's ab, bis du die Stadt siehst.
Sieh dich an.
Es ist kein Jahr her
und du bist noch erwachsener geworden.
Ist das alles?
Ja, ist es.
Na sowas. Komm.
Ich zeige dir dein neues Zuhause.
Gefällt's Ihnen?
Es ist fantastisch.
Alles ist so anders.
Überall gibt's was zu sehen.
Ich will alles erkunden.
Wunderschön, oder?
Gibt's einen besseren Ort, um den Schleier zu nehmen?
Es ist wundervoll, dich zu sehen, Maggie.
Schon als du klein warst, wusste ich,
du bist zu Höherem bestimmt.
Versuche, sie zu umgehen, Damiano.
Diese Proteste haben leider zugenommen.
Wofür protestieren sie?
Die Arbeiter für bessere Bedingungen und Löhne.
Aber bei den Studenten
geht's um die Ablehnung von Autoritäten,
sogar der Kirche.
Die Welt verändert sich, Maggie.
Rasend schnell.
Die jüngere Generation erbittet nicht länger Führung von uns.
Doch diese Herausforderung haben wir angenommen.
Vielleicht kannst du helfen, ihr Vertrauen zurückzugewinnen.
Ich versuch's.
Das ist Schwester Silva, die Äbtissin.
Sie wird gut auf dich achten.
Willkommen in unserer Familie.
Danke.
Komm. Komm mit.
Ich führe dich herum.
Wir sind so froh, dich hier zu haben.
Hier lang.
Wir kümmern uns um Mädchen.
Nur Mädchen.
Insgesamt sind es 62.
Vom Babyalter bis zu 18 Jahren.
Hier lang.
Die Regierung beauftragte uns, unverheiratete Frauen aufzunehmen,
deren Niederkunft bevorsteht.
Unsere Entbindungsstation ist hier im Krankenhaustrakt.
Komm mit.
Unser Arzt wird dieses Baby vermutlich noch in dieser Woche entbinden.
Schwester Anjelica.
Das ist Margaret Daino aus Amerika.
Sie wuchs hier auf.
Ausgesetzt auf unseren Eingangsstufen
und sehr krank.
Sie ist sehr hingebungsvoll
und sie bringt alle Kinder zum Lachen.
Sie wirken alle sehr glücklich.
Ich sollte nachsehen, was los ist.
Natürlich.
Gegrüßet seist du, Maria.
Ave-Maria mag ich auch am liebsten.
Wie heißt du?
Ich bin Margaret.
Was soll das?
Lass das.
Hier steckst du.
Hast du dich gut benommen, Carlita?
Carlita.
Ist das Bild draußen von dir?
Das mit dem schwebenden Mädchen über den anderen?
Ich finde es sehr hübsch.
Danke.
Komm.
Wieso ist sie tagsüber allein da drin?
Es ist sicherer.
Erst gestern verletzte sie ein anderes Kind.
Luca wird dich fahren.
Rom ist gefährlich geworden durch die Proteste.
Hallo?
Durch deine Barmherzigkeit bezwingst du die Macht des Bösen.
Erbaue uns zu lebendigen Steinen einer Kultur des Lebens,
die in Wort und Tat bezeugen,
dass jedes Leben, unabhängig vom Umstand, kostbar und einzigartig ist.
Herr, erfülle jedes menschliche Herz mit der Überzeugung:
Ich bin gewollt.
Ich habe eine Aufgabe.
Ich bin angenommen und werde geliebt.
Es ist gut, dass ich existiere.
Margaret ist ein sehr schlecht erzogenes Kind.
Was, wenn sie einen weiteren Anfall hat?
Dann fesselst du sie ans Bett.
Hier, ich zeig's dir.
Du musst Margaretta sein.
Ich bin Luz.
Hab ich dich geweckt?
Nein.
Ich hatte einen Albtraum.
Nervös in der ersten Nacht?
Keine Sorge. Mir erging's genauso.
Wenn wir unsere Gefühle nicht ausleben,
tun es unsere Träume für uns.
Bist du Novizin?
Ich dachte, etwas Ablenkung tut gut vor dem großen Tag.
Schließlich
verstecke ich diesen Körper
zeitlebens unter einem Habit. Also
warum nicht noch etwas Luft ranlassen?
Kaffee?
Wie kommt ein Mädchen aus ...
Pittsfield. Massachusetts.
Wieso kommt ein Mädchen aus Pissfield nach Italien, um das Gelübde abzulegen?
Kardinal Lawrence war Priester in dem Waisenhaus, in dem ich aufwuchs.
Wir lernten uns gut kennen, weil ich
eine Art Problemkind war.
Moment.
Du warst ein Problemkind?
Inwiefern?
Ich weiß nicht.
Ich wurde früher oft bestraft.
Wie hat man dich bestraft?
Woher hast du dieses Ding?
Du bist ganz schön neugierig. Weißt du das?
Wurdest du geschlagen?
Ob ich geschlagen wurde?
Nein, eigentlich nicht.
Ich hatte eine ziemlich lebhafte Fantasie.
Alles, was ich sah, war für mich real.
Die Schwestern mussten
mich bändigen.
Dann kam Kardinal Lawrence ins Waisenhaus.
Er war wirklich toll.
Er half mir zu erkennen, dass alles nur Einbildung war.
Danach lief es für mich viel besser.
Bei mir
war es eine Stimme.
Ich war 16.
Frisch von zuhause rausgeflogen.
In jener Nacht war es bitterkalt. Ich wusste nicht, wohin.
Und dann
kam da diese warme Brise.
Aus dem Nichts.
Plötzlich war es, als wäre seine Stimme überall um mich herum.
Sogar in mir.
So klar.
Er sagte, ich bräuchte kein irdisches Zuhause,
denn mein wahres Zuhause sei bei ihm.
Zum ersten Mal im Leben
hatte ich das Gefühl, auf diese Erde zu gehören.
Obwohl wir den attraktivsten Milchmann in der Stadt hatten,
waren wir eine große Gruppe, die gemeinsam das Gelübde ablegte.
Jetzt gehen die Mädchen
aufs College und die arme Luz muss allein den Schleier nehmen.
Und Margaret ...
Sie wird auch allein in der Kapelle stehen.
Keine Sorge.
Ich werde dir schon einheizen.
Einheizen? Was heißt "Einheizen"?
Der Milchmann hat's Ihnen sicher gezeigt.
Wie wahr.
Versuch's noch mal.
Nein. Schüchterne Amerikanerin.
Sag es mit passione.
Mit passione?
Na schön.
Gut so?
Gut.
Was bedeutet es?
"Ich bin Lehrerin und liebe es zu unterrichten."
Margaret. Da bist du ja.
Ich wollte dich nicht erschrecken. Komm.
Ich hab was für dich für heute Abend.
Es wird dir gefallen.
Sieh sie dir an.
Meine Güte. Du siehst heiß aus.
Ich sehe nackt aus.
Wie nackt?
Du siehst umwerfend aus.
Na los.
Hoch mit dem Fuß.
Und der andere.
Sei nicht so nervös.
Kannst du stehen?
Nein.
Doch, kannst du.
Perfekt.
Luz?
Ich kann das nicht.
Sag mal.
Warst du je in einer Bar?
Einer Disco?
Überhaupt mal irgendwo?
Weil du dich immer nur ihm hingeben wolltest, richtig?
Ich weiß.
Ein Leben ohne den Habit macht Angst,
aber sieh dich an.
Du bist ein sehr hübsches Mädchen, Margaretta.
Das solltest du über dich wissen.
Wenn auch nur, um zu verstehen, was du aufgibst.
Also, lass das Gefühl zu. Okay?
Sei mutig.
Auf das mutigste Mädchen, das ich kenne.
Los.
Spürst du deine Füße noch?
Spürst du deine Füße noch?
Noch 'ne Runde.
Parlate italiano?
Was?
Parlate italiano?
Nicht, wenn ich trinke.
Zu schwierig.
Inglese, per favore, no?
Wenn du's kannst.
Ich bin Alfonzo und das ist Paolo.
Wir spendieren euch einen Drink.
Entschuldige.
Darf ich mal probieren?
Klar, iss ruhig.
-Iss ruhig? -Ja, iss.
Ich hab mir den Film gestern mit meiner Mutter angesehen.
Barbara Streisand spielte mit und ich ...
Ich find sie toll.
-Im Ernst? -Das tu ich.
Barbra?
Ich steh auf Barbara.
-Barbara Streisand. -Barbra?
Es war die Szene mit dem "Hello, gorgeous".
Hello, gorgeous.
Was? Gorgeous.
Tut mir leid, ich bin kein Profi
wie Barbra.
Was machst du so?
Da du fragst ...
Ich bin ein Schmetterling.
Und ich muss fliegen!
Ein Schmetterling? Dann darf ich dich nicht vom Fliegen abhalten!
Was?
-Komm. -Wo willst du hin?
Komm.
Hier ist der BBC World Service. Es ist der 3. Juni 1971.
In Rom kam es zu Unruhen.
Zusammenstöße zwischen Links- und Rechtsextremisten eskalierten.
Die Unruhen verursachten zahlreiche Sachschäden
und forderten mehrere Verletzte.
Die Behörden setzen alles daran, die Ordnung wiederherzustellen.
Öffentliche Verkehrsmittel, Fabriken und Schulen ...
Guten Morgen.
Hast du dich gestern amüsiert?
Du hast sicher noch nie so viel getrunken.
Ich hab mich aber nicht blamiert oder was angestellt, oder?
Du warst artig.
Die meiste Zeit.
Ich fand dich, bevor etwas außer Kontrolle geriet.
Fürs Protokoll: Ich war sehr nett.
Ich hab dich heimgebracht.
Danke.
Aber es war nicht leicht, dich von ihm wegzuziehen.
Was meinst du? Ich hab ...
Sagen wir, du bist meinem Rat gefolgt.
Du warst sehr mutig, Margaretta.
Aber keine Sorge.
Das bleibt unser Geheimnis.
Verzeihung.
Darf ich mich setzen?
Nein, bitte. Bleiben Sie.
Tut mir leid. Kenne ich Sie?
Ich bin Pater Brennan.
Ich wollte Sie nicht erschrecken. Bitte bleiben Sie.
Es dauert nicht lange.
Ihr Name ist Margaret Daino.
Sie arbeiten im Waisenhaus.
Sie sind neu dort.
Ich versteh nicht. Woher wissen Sie das?
Es geht um das Mädchen. Scianna.
Carlita?
Seien Sie vorsichtig.
In ihrer Nähe wird Schlimmes passieren.
Teuflische Dinge.
Ich muss jetzt gehen.
Nein, bitte. Kommen Sie heute Abend zu mir.
Kloster Santa Rita, Zimmer 42.
Ich erzähl Ihnen alles.
Guten Morgen, farfalla.
Guten Morgen.
Was ist los?
Nichts.
Ich bin nur etwas müde. Das ist alles.
Wo ist Carlita?
Sie ist im Bösen-Zimmer.
Im Bösen-Zimmer?
Schmutzig.
Schmutzig.
Schmutzig.
Schmutzig.
Schwester.
Ich brauche Ihre Hilfe.
Carlita ist in einem Zimmer eingesperrt.
Das stimmt.
Sie hat heute Morgen Schwester Romano gebissen,
deswegen musste sie ins Bösen-Zimmer.
Wieso gibt es ein Bösen-Zimmer?
Weil manche Mädchen
böse sind.
Dieses Zimmer ist erdrückend.
Es soll nicht angenehm sein.
Nicht alles, was wir tun, ist angenehm,
aber es geschieht im Namen Gottes.
Weißt du, wieso du in diesem Zimmer bist?
Ich bin böse.
Du bist böse.
Rate, wer sonst noch böse war.
Wer?
Du?
Aber weißt du was?
Mir wurde klar, dass ich nicht böse bin.
Sie reden dir das ein,
weil du nicht tust, was sie von dir verlangen.
Ich dachte immer, etwas würde mit mir nicht stimmen.
Was hast du gemacht?
Erst wollte ich weglaufen.
Jedoch
das Gefühl blieb dasselbe.
Genau das mag ich an dir.
Was denn?
Was magst du an mir?
Ich denke, du fühlst dich genauso, wie ich mich fühlte.
Nur ohne Angst.
Du läufst nicht weg.
Du ...
Du fährst deine kleinen Krallen aus und kämpfst.
Carlita, geh in dein Zimmer.
Ich komm gleich nach.
Scheint alles in Ordnung zu sein.
Du sagtest, du hast heute Morgen wenig gegessen?
Möglicherweise Unterzucker.
Es tut mir so leid.
Leidtun? Margaret, was denn?
Du bist nicht die Erste, die bei einer Geburt ohnmächtig wird.
Es überrascht eher, dass es nicht öfter vorkommt.
Das Wunder des Lebens kann eine unschöne Sache sein.
Darf ich mich zu euch setzen?
Hast du das gezeichnet?
Das da ist von mir.
Es ist ein Junge.
Ich halte es für unangebracht, Schwester.
Alles in Ordnung?
Ja?
Lass uns ein Stück gehen.
-Macht doch mit. -Heute nicht.
Bitte.
Nein, nicht ich.
Mach ruhig. Alles gut.
Bereit?
Ich tue alles für dich.
Nein, tu's nicht.
Nicht.
Margaret. Komm rein.
Es ist etwas vorgefallen, stimmt's?
Ja.
Eine der Schwestern nahm sich das Leben.
Sie sprachen von "Scianna".
Ganz recht.
Ich nehme an, du kennst diese Leute.
Der Priester heißt Spiletto.
Er ist ein Radikaler.
Ich sah ihn schon mal.
Dreh's um.
Das Baby auf dem Foto ist Carlita?
Ich denke schon.
Deshalb ist sie in Gefahr?
Ich kenne die Schwestern.
Sie sind Frauen Gottes.
Sie gehören der Kirche an.
Hör mir zu, Margaret.
Die Wahrheit ist,
es gibt zwei Kirchen.
Eine, die den Lehren Christi folgt,
der du und ich angehören.
Und die andere.
Die Kirche, die Folter und Vergewaltigung duldet.
Die Morde im Namen Gottes begeht.
Um uneingeschränkte Macht zu erhalten.
Was fürchtet diese Kirche wohl am meisten?
Den Teufel?
Säkularismus.
Wir leben in nie dagewesenen Zeiten.
Sieh dir an, was in deiner Generation passiert.
Eine Kultur, die offen ist und rebelliert.
Manchmal auch gewaltsam.
Die Menschen wenden sich scharenweise von der Kirche ab.
Und Margaret,
du weißt genauso gut wie ich, dass Glaube
Macht bedeutet.
Wie kontrolliert man Menschen, die nicht mehr
an das Fegefeuer glauben wollen?
Menschen, die keine Angst haben?
Man erschafft etwas, wovor sie sich fürchten.
Diese Kirche hielt ihre Macht über Generationen aufrecht.
Tausende von Jahren.
Sie werden alles tun, damit es so bleibt.
Also
beschloss eine kleine, aber mächtige Gruppe
von Priestern und Bischöfen,
sogar Höhergestellten,
dass etwas
Drastisches getan werden muss.
Diese Priester
glauben, sie könnten den Antichristen gebären und ihn kontrollieren.
Ihm erlauben,
seine dunklen Kräfte auf die Welt loszulassen,
gerade genug, um die Menschen zur Kirche zurückzuführen.
Das ist Irrsinn.
Verstehst du denn nicht?
Wenn niemand glaubt, dass sowas existieren kann,
wer stellt sich ihnen in den Weg?
Was hat das alles mit Carlita zu tun?
Ich wurde exkommuniziert.
Meine Kontakte in der Kirche sind sehr begrenzt.
Das Foto ist alles, was ich habe.
Aber
ich glaube, das kleine Mädchen auf dem Foto
ist die Mutter.
Wessen Mutter?
Des Antichristen?
Sie sind verrückt.
Wenn ich recht habe,
wurde Carlita am 6. Tag des 6. Monats um 6 Uhr morgens geboren.
666.
Das Mal des Teufels, das sie trägt.
Ich verstehe nicht,
wieso Sie mir das erzählen?
Ihre Akten sind im Waisenhaus. Weggesperrt.
Du musst sie mir bringen.
Ich muss wissen, wie sie geboren wurde.
Was heißt, wie sie geboren wurde?
Hör mir zu.
Sie verpaaren sie mit einer Bestie.
Einem Schakal.
Das ist der Vater.
-Ich muss jetzt gehen. -Nein, Margaret.
Falls Carlita tatsächlich die Mutter ist,
wird das Böse in ihr alles tun, um uns aufzuhalten.
Wir müssen es um jeden Preis vernichten.
-Hast du verstanden? -Nein.
Carlita ist ein kleines Mädchen.
Sie ist nicht schwanger.
Wir reden hier nicht von einem menschlichen Kind.
Bald ist der 6. Juni.
Uns bleibt wenig Zeit und ich brauche deine Hilfe.
Nein, Sie brauchen einen Arzt.
Ich kann Ihnen nicht helfen.
Lassen Sie meinen Arm los?
Wie geht's Ihnen?
Ich muss mit Ihnen über Carlita sprechen.
Wissen Sie etwas über ihre Vorgeschichte,
wie sie ins Waisenhaus kam?
Nicht aus dem Stegreif. Wieso?
Wissen Sie, wo ich diese Informationen finden kann?
Ich fürchte, das ist nicht mein Zuständigkeitsbereich.
Was ist?
Wieso starrst du mich an?
Das tu ich nicht.
Kommst du bitte mit?
Na komm.
Ich muss mit dir sprechen.
Aber vorher
sollst du wissen, dass du mir vertrauen kannst.
Hat dir irgendjemand mal etwas angetan?
Was dich vielleicht verängstigt
oder dich aufgeregt hat?
Ich weiß nicht.
Was weißt du nicht?
Manchmal habe ich diese
bösen Gefühle.
Ich sehe ...
Ich sehe Dinge.
Und
ich kann nicht sagen, ob sie real sind oder nicht.
Hör zu.
Als ich jünger war,
hatte ich immer diese
furchtbaren Visionen.
Sie waren so schrecklich, dass ich
überzeugt war, sie wären real.
Aber
ich lernte, dass diese Gedanken
einfach nur Lügen waren.
Nur Streiche, die mir mein Kopf spielte,
weil ich sehr unglücklich war.
Das ist keine Lüge.
Wie kannst du dir da sicher sein?
Es tut mir leid.
Carlita,
entschuldige.
Da bist du ja.
Unruhen sind ausgebrochen.
Wir müssen gehen.
Schon gut. Alles in Ordnung.
Alles ist gut. Bleibt bei mir.
Bleibt dicht bei mir.
Margaretta.
Schwester Silva erwartet dich in ihrem Büro.
Bitte, setz dich.
Margaret ...
Ein Teil meiner Aufgabe hier ist es,
auf das Wohlergehen aller zu achten,
die unter meiner Obhut stehen.
Sicherlich überrascht es nicht,
aber ich bin besorgt.
Mir geht's gut.
Vielleicht sollte ich besser sagen:
Wir sind besorgt.
Ich und Kardinal Lawrence.
Wir denken, etwas Zeit zum Innehalten täte dir gut.
-Vielleicht verschieben wir dein Gelübde. -Was?
Nein. Warum?
Wir sind zudem besorgt wegen deiner Verbundenheit mit Carlita.
Carlita? Aber ...
Kardinal Lawrence erzählte mir von deiner schwierigen Jugend.
Deinen Halluzinationen.
Vielleicht tut dir die Nähe zu Carlita nicht gut.
Carlita ist verwirrt.
Ihre Krankheit darf sich nicht übertragen
auf uns Betreuerinnen.
Offenbar hat sie das.
Moment.
Ich bin nicht krank.
Ich weiß, wie hart du arbeiten musstest,
um da hinzukommen, wo du bist.
Es wäre ein Jammer, das alles aufzugeben.
Ich bin die Einzige, die sich um sie kümmert.
-Sie darf nicht mit den anderen spielen. -Ich sagte dir ...
-Sie wird eingesperrt. -... wir tun, was für sie richtig ist.
Das Mädchen ist geisteskrank.
Ihretwegen.
Falls es
den geringsten Zweifel an unserer Entscheidung gab,
hast du ihn eben ausgeräumt.
Dir geht es eindeutig nicht gut.
Und Margaret,
du hältst dich von Carlita fern.
Oder es wird Konsequenzen haben.
Halt bitte an, Luca.
Ich laufe nach Hause.
Du musst nicht warten.
Paolo.
Lass mich in Ruhe, bitte.
Tut mir leid.
Ich hab's nicht gewusst.
Ich hatte keine Ahnung.
Was denn?
Hör auf, mir nachzulaufen.
Paolo, rede mit mir.
Such das Mal.
Schon gut.
Alles gut.
Rufen Sie einen Krankenwagen.
Rufen Sie einen Krankenwagen.
-Hilf mir. -Ich helfe dir.
Ich stecke fest.
Ich helfe dir.
Ich kann mich nicht bewegen.
Ich stecke fest.
-Ich habe Angst. -Alles wird gut, versprochen.
Ich will nicht sterben.
Nein, du wirst nicht sterben.
Alles wird gut.
Bereit?
Komm schon.
Komm mit, Carlita.
Geh rüber zum Bett.
Es tut mir so leid,
dass ich dir nicht geglaubt habe.
Aber jetzt glaube ich dir.
Ich bring dich in Sicherheit.
Ich hol dich hier raus.
Los. Da rüber.
Bleibt weg.
-Ich weiß alles. -Wir wollen dir nichts tun.
Leg das weg.
Ich weiß, was Sie gemacht haben
mit den Babys.
Bleibt weg.
Lasst mich los.
Beruhige dich.
Bitte, es tut mir leid.
Nicht da rein.
Lasst mich raus.
Bitte, lasst mich raus.
Bitte.
Atme.
Ich bin gewollt. Ich habe eine Aufgabe in der Geschichte.
Ich bin akzeptiert. Es ist gut, dass ich existiere.
Es ist gut, ein Mensch zu sein.
Lass jedes Menschenherz deine Liebe erfahren.
Das ist nicht real.
Es ist nicht real.
Was ist nicht real?
Wer hat das gesagt?
Es tut mir so leid.
Wir müssen weg.
Ich habe die Akten gefunden.
Wir müssen weg. Ich bin's nur.
Ich bin's nur.
Bringen Sie mich hier raus.
Ja,
das werde ich.
Ist ja schon gut.
Pater Gabriel. Margaret.
Ich verstehe nicht.
Wie?
Gut gemacht, Margaret. Sehr gut.
Wurdet ihr verfolgt?
Was? Nein.
Ich glaube nicht.
Luca, Margarets Fahrer, brachte uns her.
Wir können ihm vertrauen. Er passt draußen auf.
Sie kennen sich?
-Ja. -Nein.
Er hat versucht, mich anzusprechen.
Ich dachte, er wäre verrückt.
Es ist verrückt.
Carlita.
Wir müssen sie holen.
Es ist nicht sicher.
Nicht sicher?
Für sie ist es nicht sicher.
Nach allem lassen die uns nicht mal in die Nähe des Waisenhauses.
-Erst recht nicht zu Carlita. -Er hat recht.
Sie werden bald merken, dass wir die hier haben.
Dann kommen sie, um uns zu holen.
Wir müssen ihr helfen.
Die einzige Möglichkeit
ist zu beweisen, was sie getan haben.
Sonst glaubt uns niemand ein Wort.
Sie sind so viele.
Zu viele.
Ich dachte nicht, dass sie so weit gehen würden.
Ich versteh das nicht.
Sie brauchen einen Jungen.
Sie haben nur Mädchen geboren.
Und alle starben, bis auf Carlita.
Nach all den Jahren, und so vielen Fehlschlägen ...
Für sie ist der einzige Weg die Paarung des Biests
mit seinem Nachwuchs.
Was ist das?
Wie ich sagte, das Foto von Carlitas Geburt.
Das.
Das ist das Mal.
Carlita hat kein Mal am Kopf.
Ihres ist hier.
Wovon sprichst du?
Ich hab's gesehen.
Sehen Sie?
Carlita.
Kein Mal.
Das Baby auf dem Foto ist nicht Carlita.
Was hat das zu bedeuten?
Brennan?
Ich weiß es nicht.
Wenn wir dieses Kind suchen,
müssen wir das Baby mit dem Mal am Kopf finden.
Wir haben etwas übersehen.
Stimmt's?
Wo ist es?
Wieso sind alle missgebildet?
Der Vater.
Er ist nicht menschlich.
Das ist sie.
Es gab noch eine Überlebende.
Eine Schwester?
Wussten Sie davon?
Sie müssen sie versteckt haben.
Such das Mal.
Woher wusste er es?
Er wusste, wo es ist.
Lass mich mal sehen.
Lass mich nachsehen.
Sagt bitte jemand was.
Wie ist das möglich?
Sie war zeitlebens ein Mündel der Kirche.
Sie siedelten sie um, um ihre Spuren zu verwischen.
Carlita ist zu jung, also
musste Margaret zurück nach Rom, damit ...
Damit was?
Damit was?
-Ich muss hier raus. -Das geht nicht.
Hände weg.
-Hände weg. -Du kannst nicht gehen.
Wenn Sie mich noch mal anfassen, töte ich Sie.
Es tut mir unendlich leid.
So unendlich leid für dich, mein Kind.
Aber es wird sich nichts ändern, wenn du jetzt gehst.
Es ist der 6. Juni.
Mitternacht.
Sie werden dich holen kommen.
Wenn das wahr ist ...
Wenn ich schwanger bin,
dann muss es raus aus mir.
Es muss sofort raus aus mir.
Alles in Ordnung?
Weiß dieser Arzt, was er tut?
Er ist erfahren, ja.
Warten Sie. Halt. Was machen Sie?
Nicht anhalten.
Fahren Sie Richtung Hauptstraße,
aber biegen Sie vor der Brücke ab.
Was passiert mit mir?
Hallo?
Kann mich jemand hören?
Ja.
Ich höre dich.
Ich weiß nicht, ob das hier real ist oder nicht.
Es ist sehr real, Margaret.
Können Sie mich losbinden?
Bald.
Bald ist alles vorbei, ich versprech's.
Du musst keine Angst haben.
Ich lasse nicht zu, dass dir etwas zustößt.
Ich wachte über dich,
seit du ein kleines Mädchen warst.
Als wir uns das erste Mal begegneten, erinnerst du dich, was ich zu dir sagte?
Dass du das mutigste Mädchen bist, das ich je gekannt habe.
Jetzt weißt du, wie besonders du für mich bist.
Für uns.
Das Baby, das du gebären wirst, wird die Kirche erlösen.
Es bringt die Menschen wieder zurück zu Gott.
Das verdanken wir dir.
Begreifst du das nicht, Margaret?
Dein Leben lang warst du auf der Suche,
hast seine Stimme ersehnt.
Die Wahrheit ist ...
Er ist immer bei dir gewesen.
Er führte dich hierher.
Er hat dich auserwählt.
Ich ... Nein.
Na also.
Jetzt bist du bereit.
Denk daran, dass ich dich liebe.
Ich bin bei dir.
Bleib liegen.
Nein, bitte.
Bitte.
Nicht, bitte.
Bitte.
Bitte, helft mir.
Bitte, bindet mich los.
Bitte bindet mich los, ich habe Schmerzen.
Ich habe Schmerzen. Bitte.
Hilfe.
Helft mir, bitte.
Bitte, helft mir.
Helft mir doch.
Hilfe. Ich habe Schmerzen.
Was ist es? Ein Junge oder ein Mädchen?
Es sind zwei.
Ein Mädchen ...
Und das andere?
Ein Junge.
Wir haben ihn.
Helft mir.
-Hilfe. -Natürlich.
Natürlich, meine Liebe.
-Ich habe Schmerzen. -Natürlich.
Kann ich ihn halten?
Bist du dir sicher?
Ich bin seine Mutter.
Bringt ihn her.
Sie hat recht.
Es ist wichtig,
dass ein Kind eine Bindung zu seiner Mutter aufbaut.
Wir alle brauchen am Anfang die Geborgenheit unserer Mütter.
Nicht wahr?
Das hast du sehr gut gemacht, Kind.
Du tust Gottes Werk.
Er wäre sehr stolz auf dich.
Kannst du ihn das sagen hören?
Hörst du nicht seine Stimme?
Nein.
Ich höre nur meine eigene.
Margaret.
Lass das.
Gib mir das Baby.
Bitte gib mir das Baby.
Brennt alles nieder.
Lasst beide zum Sterben zurück.
Ist schon gut.
Der Mann, nach dem Sie suchen.
Der amerikanische Botschafter in Rom.
Er wird der neue Vater sein.
Er und seine Frau werden einen tragischen Verlust erleiden
und ein Kind brauchen.
Der Junge erbt ihren Status
und ihre Macht.
Bald wird sich seine Dunkelheit ausbreiten
und die Welt wird gerettet werden.
Schatz, du sollst sie essen.
Du sollst sie essen.
Wie das hier.
Was machst du?
Komm her.
Das da.
Nicht das.
Noch eins?
Willst du's?
Gib das Mama.
Gib das Mama.
Es tut mir aufrichtig leid.
Ich wollte dich in Ruhe lassen.
Gehen Sie.
Sofort.
Ich will dich warnen.
Sie wissen, dass du lebst.
Ihr hättet nicht überleben sollen. Keine von euch.
Insbesondere das Mädchen.
Sie ist zu wichtig.
Ich will nur meine Ruhe.
Ich weiß.
Aber sie werden kommen.
Sie gaben ihm sogar einen Namen.
Deinem Sohn.
Damien.
UNTERTITEL: Silke Fuhrmann
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