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Verdammt, kommst du jetzt endlich? Lass mich in Ruhe, ich arbeite.
Jetzt? Willst du mich verarschen? Heut ist die Nacht der Nächte.
Die Party des Jahrtausends. Millennium, Mann!
Ich nehm mein Studium halt ernst. Ich etwa nicht?
Doch, aber ...
Außerdem reiß ich mir jedes Wochenende den Arsch auf,
damit der Herr sich auf sein Medizinstudium konzentrieren kann.
Hey! Jetzt spiel dich nicht so auf!
Ist eh scheiße, dass du Geburtshelfer wirst.
Wie soll ich mich fühlen, wenn ich weiß,
wo du deine Hände drin hattest? Was hat das denn miteinander ...
Das sind doch Patienten und keine Frauen!
Was? Ey, du klingst wie 'ne Prostituierte.
"Das sind doch nur Kunden." Du hast echt 'ne Macke.
Ja,
und deinen Laptop. Halt, nee!
Ich hab noch nicht gespeichert. Oh ...
Hey, spinnst du jetzt total?
Toni
Marc
Emma
Tobias
Oh!
Pass doch auf, ey!
Komm, gib her jetzt.
Ich bring dich um. Erst mal kriegen, du Lahmarsch!
Hey ...
Bist du noch ganz dicht?
Es geht los, Countdown!
Zehn, neun, acht,
sieben, sechs, fünf,
vier, drei, zwei, eins ...
Yay!
Na, jedenfalls liegt sie da und hört einfach nicht auf zu weinen.
Ich versuch sie zu beruhigen, halt ihr die Babys hin,
beschwöre sie: "Sehen Sie doch, wie schön Ihre Zwillinge sind."
Sie schreit mich schluchzend an:
"Ich weiß nicht, wer der Vater des Zweiten ist."
Oh, ähm ... ah.
Die 80er wollen ihren Witz zurück.
Noch jemand Wein? Oh, ist alle.
Ich geh schon. - Ja?
Mhm. Ich helf dir.
Aber nicht wieder rauchen. Nein, Herr Doktor.
Puh.
Bisschen frischer Basilikum, Meersalz, fertig.
Äh du, wegen Griechenland, ne? Für das Haus auf Paros
müssen wir bald die Anzahlung machen.
Ich glaub, das wird dieses Jahr nix. Wieso? Kriegst du keinen Urlaub?
Nee, wir lassen uns scheiden.
Ja.
Es wurde letztes Jahr klar. Auf Sardinien. Endlich Urlaub.
Zeit für uns. Die Kinder waren bei meiner Mutter.
Da haben wir gemerkt: Wir sind Freunde geworden.
Kapier ich nicht. Wir verstehen uns super.
Sind vertraut. Keiner betrügt den andern.
Es ist nur nicht mehr ... ... wie früher.
Wir streiten ja nicht mal mehr. Ja.
Ist das nicht ... gut?
Ihr seid endlich erwachsen. Aber so wollten wir doch nie sein.
Nie ein Paar werden, dem nix mehr passiert.
Nichts Aufregendes, Spontanes. Ein Paar, das nur noch organisiert.
Jobs, Elternabende, die Kinder rumkutschieren.
Kaum reden, nebeneinander herleben.
Nur einmal im Monat Sex haben. Wenn überhaupt. Ihr kennt so Paare.
Hm.
Jedenfalls wollen wir uns trennen, solange wir uns noch lieben.
Ja. Wir standen ja immer mehr auf die Beatles als die Stones.
Wir wollen keine Abschiedstourneen geben.
Das Leben hat noch viel zu bieten. Ich bin doch auch erst 30 geworden.
Na ja, vor sechs Jahren. Ja, was sind schon sechs Jahre, ne?
Wir wurden auch früh Eltern,
da war das wilde Leben mit einem Schlag vorbei.
Zwei. Tobias kam auch noch. Der Zeitpunkt ist einfach perfekt.
Marc geht das halbe Jahr nach Haiti. Und die Kinder solange zu Toni.
Genau, und danach kümmern wir uns beide. Kein Streit.
Und wie haben's die Kinder aufgenommen?
Tja, ehrlich gesagt, ähm ... Gut, gut.
Ja, Tobias ist sehr reif für sein Alter.
Manchmal denk ich, reifer als ich. Ja, allerdings.
Ja, und Emma hat's auch toll aufgenommen.
Ja. Mm, ja, ja. Sie ist so stark, so erwachsen.
Ja, sie kennt den Unterschied zwischen Elternschaft
und Ehe. ... Ehe.
Ja. Ja, sie hat gesagt -
und das hat uns sehr gerührt.
Sie hat gesagt, ähm:
"Wir werden als Familie immer vereint sein,
wenn nicht unter einem Dach,
... so doch in unseren Herzen." Ja.
Ach, wie schön.
Schön, ne? Ha.
Wenn man euch so hört,
da hat man ja fast selber Lust, sich zu trennen.
Tschau. Fahrt vorsichtig.
Na klar.
Mist. Jetzt müssen wir's den Kindern wirklich sagen.
Ja, sorry, ist mir so rausgerutscht.
Du weißt, dass ich das nicht mag.
Und von wegen, du hast nicht geraucht.
Komm, wir schaffen das, hm?
Wir schaffen das.
Hey. Hallo.
Hi. Sorry, dass es so spät wurde.
Danke, Clara.
So.
Morgen kann ich leider doch nicht. Oh, äh ... na ja, macht nichts.
Und Donnerstag auch nicht.
Okay.
Aber Freitag. Nee, sorry.
Eigentlich komm ich gar nicht mehr.
Was ist denn? Zahlen wir nicht genug?
Doch, doch. Es sind die Kinder. Ich kann sie nicht ausstehen.
Gute Nacht!
Warum hast du nicht wenigstens versucht, sie umzustimmen?
Was hätt ich sagen sollen? Keine Ahnung.
Man lässt Leute, die sich scheiden, nicht im Stich.
Aber sie weiß doch nicht, dass wir eine Scheidung durchmachen.
Ach, wir sollten sie anzeigen wegen Schwarzarbeit, die Schlampe.
Wann sagen wir's ihnen? Hm?
Wann sagen wir's ihnen?
Morgen Abend.
Mm...
Ach, ich weiß nicht.
Der Zeitpunkt ist ungünstig. Der Zeitpunkt ist immer ungünstig.
Ich hab unseren Europachef am Hals und du hast Bereitschaft.
Es ist ungünstig. Das sind doch Ausreden.
Warum drücken wir uns so davor? Ja, seltsam.
Wo's doch so Spaß macht, Kindern 'ne Scheidung zu verklickern.
Hm? Hm.
Morgen Abend also? Mhm.
Stunde der Wahrheit? Mhm.
Kein Zurück mehr? Mh-mh.
Hm.
Emma-Schatz, Frühstück!
"Oh." Tür zu!
Hast du grad wem deine Brüste gezeigt?
Raus!
Tobias, Frühstück ... Ah, was ist das denn?
Darf ich vorstellen: meine Mutter. Man gewöhnt sich dran.
Danke, dir auch 'nen guten Morgen. Euch.
Hä? "Euch" einen guten Morgen.
Wir sind zwei, daher Plural.
Okay, kommt ihr dann bitte frühstücken?
Seit wann hat der 'nen Hamster?
Er heißt Oppenheimer. Hab ich aus dem Tierheim gerettet.
Warum saß er da? Hat er die Atombombe erfunden?
Er hält sich für lustig. Er irrt sich.
So, mein Schatz, dein Müsli.
Jeweils ein Drittel Cornflakes, Bircher und Honey Loops.
Dazu 175 Milliliter
kalte Sojamilch.
Honey Loops? Ich wollte Fruit Loops!
Honig ist nicht vegan. Nicht?
Die Bienen und die Blumen. Muss man dir denn alles erklären?
Äh. Also dann. Äh, Stolz meines Lebens,
Frucht meiner Lenden, wer bei drei nicht im Wagen ist, geht zu Fuß!
Eins, zwei, drei!
Äh.
Okay, Pech gehabt. Ich fahr dann schon mal.
Bin schon draußen. Tschüss dann.
Och, bitte, ich komm doch zu spät.
Heute Abend. Ja.
Wann ist die Fruchtblase geplatzt? Rutsch vor!
Hör auf zu treten, du Freak! Blutdruck und Muttermund.
Er ist kein Freak.
Die Behinderte soll vorrutschen! Sie ist nicht behindert!
Bei einem IQ von 65 Wie denn sonst? Du stinkst nach Ratte, du Spast!
Hey! Man schlägt seine Schwester nicht!
Rutsch vor, damit er Platz hat!
Rutsch du doch vor! Ich fahre?!
Ich ruf zurück.
Wir müssen heut was Wichtiges mit euch besprechen.
Ich wollt bei Luisa schlafen! Das geht dann nicht.
Du solltest jetzt
die PDA vorbereiten lassen. Ernsthaft?
Wer von uns ist hier der Arzt? Whatever.
Keine Sorge, dauert nicht mehr lang.
Sabine, lassen Sie die PDA vorbereiten, ja?
Ich bin in 20 Minuten da.
Halt, stopp! Mann, jetzt können die uns voll sehen.
Tschüss, Engelchen! Kauf mir einen Motorroller.
Die Karre ist peinlich! Jetzt fahr! Bevor dich irgendwer sieht.
Morgen, Herr Arnold. Frau König. Morgen, Herr Schröder.
Glückwunsch, jetzt ist das Ihre Baustelle.
Meine? Das kommt jetzt unerwartet. Was?
Sie entziehen mir die Leitung? Das Leben ist voller Überraschungen.
Aber wo ist das Problem? Ist es, weil ich 'ne Frau bin?
Echt jetzt? Weil ich keinen Schwanz hab?
Zeitplan eingehalten? Ja.
Budget? Auf den Cent.
Streiks? Notfälle? Null.
Wir sind uns also einig. Wo sind wir uns denn einig?
Dass Sie die Beste sind, Frau König.
Und ich Sie für größere Aufgaben benötige.
Diese Baustelle ist aus dem Gröbsten raus.
Die kann jeder Trottel zu Ende bringen.
Äh.
Alles gut.
Marc? Ich möchte Ihnen kurz Schwester Marion vorstellen.
Sie geht mit nach Haiti.
Das ist Marc König, er leitet die Delegation.
Hallo. Wir kennen uns doch.
Rotterdam? Der Kongress zur Pränataldiagnostik im April?
Ah. Ihr Vortrag war beeindruckend.
Ah, wirklich? Wie nett.
Tja, wie gesagt.
Surfen Sie?
Ähm, bisher nur im Internet.
Ich bringe es Ihnen bei, ich surfe gut.
Das kann ich mir vorstellen. Wir werden bloß
nicht viel Freizeit haben. Ich weiß. Erst die Arbeit, dann ...
Sie entschuldigen. Wir haben ja bald mehr Zeit.
Ja. Haben Sie Ihre Badehose eingepackt?
Nein, ich hab eigentlich ... Ich auch nicht.
Hey! Hey!
Sorry, bin ein bisschen spät.
War irgendwas Besonderes? Öh, nichts Besonderes. Wieso?
Okay, Stunde der Wahrheit!
Wir machen das schon! Klar, sie werden erst mal schlucken,
aber hier gibt's ihr Lieblingseis. Sogar vegan!
Da sieht die Welt gleich anders aus. Ich hoffe es.
Na dann.
Da haben wir gemerkt, dass wir ... ... Freunde geworden sind.
Wir verstehen uns supergut!
Wir sind vertraut, zärtlich.
Keiner belügt oder betrügt den anderen, es ist nur nicht mehr ...
... wie früher!
Genau! Und deshalb werden Papa und ich ab sofort ...
in gegenseitiger Wertschätzung und mit größtem Respekt voreinander ...
... getrennte Wege gehen.
Und?
Gut! Du solltest am Ende nur nicht so lächeln.
Das wirkt irgendwie aufgesetzt.
Ah, jaja, okay. Äh, werden wir ab sofort getrennte Wege gehen.
Aber mach das nicht, das ist, mach das nicht.
Okay. Kannst du einbauen,
dass wir mit einer Stimme sprechen? Mach ich!
Lass das mit dem "zärtlich" weg, das ist komisch vor den Kindern.
Geht klar, mhm.
Bereit? Mhm.
Emma! Tobias!
Ja, also, wir wollen euch was ganz Wichtiges sagen.
Mit einer Stimme! Boa, wie krass!
Nein, das ist nicht so schlimm! Ihr braucht keine Angst haben.
Emma? Louisa will sich umbringen.
Ihre Eltern lassen sich scheiden! Boah, megaübel!
Oh.
Sie hat Tabletten genommen. Was?
Zur Beruhigung.
Also, was wolltet ihr uns sagen? Öh.
Eure Babysitterin kommt nicht mehr.
Ja! Genau! Clara kommt nicht mehr. Nie wieder. Schluss, vorbei, aus.
Okay. Die war eh blöd. Ich kann auf mich selbst aufpassen.
Ja, dann ist doch alles super.
So, zweimal Eis.
Okay. Morgen Abend. Neuer Versuch.
Ich hab Nachtdienst!
Dann davor, zu Hause. Sobald ich Feierabend hab.
Gut, aber komm nicht zu spät! Nein.
Tschüss.
Bis morgen. Schönen Feierabend.
Haben Sie noch ein bisschen Zeit für mich?
Ich muss heute pünktlich ... Pünktlichkeit! Gut.
Darum geht es bei unserem Projekt.
Auf Malta. Kommen Sie mal mit. Folgen Sie mir unauffällig.
Aber Herr Arnold, ich hab ...
Mama müsste eigentlich auch jeden Augenblick hier sein.
Na, wie gefällt Ihnen das?
Das ist der schönste maltesische Windpark, den ich je gesehen hab.
Soll nächstes Jahr ans Netz gehen, oder?
Soll. Klappt aber nur, wenn jemand diesen faulen Säcken dort
in den Arsch tritt. Wie ist denn Ihr Maltesisch?
Ich soll die Leitung übernehmen?
Auf Malta? Spricht was dagegen?
Sie sind doch nicht schwanger? Nein, ganz im Gegenteil.
Bloß nicht, wär schade um Ihre schöne Figur, Kindchen.
Hm? Hm?
So, jetzt lassen Sie uns mal über die Details sprechen.
Morgen will ich Ihre Entscheidung. Und entscheiden Sie richtig.
Okay.
Oh Gott.
Jetzt schrei nicht gleich los. "Wo zum Teufel warst du?"
Ich kann alles erklären. Ich bin gleich da.
"Ich hab Nachtdienst!"
Ich mein, auf so 'ne Chance hab ich immer gewartet.
Aber sechs Monate? Malta?
Du müsstest sofort anfangen?
Nee. Erst wenn der Windpark völlig fertig ist.
Klar sofort!
Und deshalb
sag ich ab, es geht nicht. Nicht mit den Kindern.
Ja, wir waren uns einig. Ja.
Ich kann Haiti nicht absagen. Nein.
Die Chance krieg ich nicht zweimal. Ja.
Ich wollte schon immer in den Süden.
Palmen, Blick auf das Meer. Ich weiß.
Von der humanitären Seite abgesehen. Ich weiß.
Ich hab so lang darauf hingearbeitet.
Ich auch auf ein Großprojekt.
Nein, das bleibt alles wie geplant.
Ich halte mich an die Abmachung.
Nimm es als Scheidungsgeschenk. Hm.
Danke. Du bist wirklich die beste Frau der Welt.
Na, das ist doch auch was.
Oh.
Entschuldige, ich muss wieder.
Ja, ich muss auch.
Okay, dann ...
Tschüss. Bis später.
Nicht so eilig. Ich muss auf Station.
Das war ich.
Ähm, was gibt's denn? Es ist ein Notfall.
Oh, Mann.
Ich weiß nicht, ob das der richtige Zeitpunkt ...
Sch.
Toni? Ich hatte meine Schlüssel vergessen,
aber hier sind sie. Alles klar.
Es war 'n Notfall. Ah.
Das ist Marion. Sie, sie kommt mit nach Haiti.
Aber es ist jetzt nicht so, wie du denkst.
Wenn du denkst, was ich denke.
Pff, ich denk gar nix. Toni. Freut mich.
Also eigentlich Antonia, ich bin Marcs Frau.
Exfrau. Zukünftige Exfrau. Hallo.
Ich will euch nicht stören.
Babys zur Welt bringen. Oder welche machen?
Die Kinder haben gegessen? Wir haben zwei Kinder.
Also er, er jetzt drei, oder wie alt sind Sie?
24. Süß.
Alles klar. Ich muss dann. Tschau.
# Wir haben uns ausgesucht
Und anvisiert
Angesehen und ausprobiert
Nichts überlegt, nichts unterdrückt
Unser Leben verrückt
Wir haben uns abgetrennt Und aufgeteilt
Uns festgebunden, ausgeweint
Angezogen, abgeliebt
Aneinander besiegt #
Na super.
# Wir haben uns hingegeben, wegbewegt
Losgelöst und festgelegt
Nichts angepeilt, nichts abgemacht
Nichts angezündet, nur funktioniert #
Emma? Tobias? Aufstehen, Zähne putzen.
Raus.
# Und nun stehen wir hier
Nun stehen wir hier #
Schläfst du?
Na dann, gute Nacht.
Ah! Scheiße.
Oh! Nein!
Och, Mann.
Aaah!
Ich hab mich entschieden. Ich will den Job.
Geht das jetzt jeden Nachmittag so? Nein.
Da bist du ja endlich.
Äh ...
Ja, also wie gesagt,
Mama und ich haben was Wichtiges mit euch zu besprechen.
Emma, hörst du bitte zu? Ich hör doch zu.
Engelchen, du simst dauernd. Simsen?
Bin ich 40? Das ist Snapchat.
War's das? Ich muss noch Hausaufgaben machen.
Nein, das war's noch nicht.
Sag doch auch mal was, hm? Prost.
Danke. Sehr konstruktiv.
Also.
Mama und ich wollen euch sagen, mit einer Stimme ...
Und es ist nicht so, wie's klingt.
Wir sind Freunde, verstehen uns supergut.
Wir belügen oder betrügen uns nicht. Ja, genau.
Es ist bloß nicht mehr ... Ganz und gar nicht mehr.
... wie früher. Was soll das heißen?
Das soll heißen, Engelchen ...
Wir lassen uns scheiden. Was?
Ähm, ja, wir lassen uns scheiden. Soll das 'n Witz sein?
Nein. Mir persönlich ist das Lachen auch vergangen.
Aber wir werden als Familie immer vereint sein.
Wenn nicht unter einem Dach ... Ihr habt sie nicht alle!
... so doch in unseren Herzen.
Na, das lief doch hervorragend.
Was ist eigentlich los mit dir?
Was los ist? Ich hab den Job auf Malta angenommen.
Das ist los. Was?
Aber wir waren uns doch einig. Ich geh nach Haiti.
Die Trennung im Guten. Jaja, Beatles, nicht Stones.
Deine kleine Schlampe? Das ist Yoko Ono oder was?
Willst du mich verarschen? Glaubst du, ich spiel Kindermädchen,
während du mit dieser, dieser ... Marion.
... Schlampe auf Tahiti rummachst? Haiti. Nicht Tahiti. Haiti.
Scheißegal, wo genau ihr vögelt!
Toni, wir hatten beschlossen, uns zu trennen.
Wie lang geht das schon?
Was? W... Seit grade erst.
Was? Ihr kennt euch seit einem Tag
und schon bespringt ihr euch und fahrt zusammen nach Ta-Haiti?
Wir kennen uns seit zwei Monaten, aber ...
Ach so! Ich hab dich nicht mit ihr betrogen.
Ich will die Scheidung. Ich auch.
Und ich fahr nach Malta. Ich auch. Nach Tahiti, Haiti!
Dann haben wir 'n Problem.
Nee, du hast 'n Problem.
Ich verzichte doch nicht auf die Chance meines Lebens,
damit du rumvögeln kannst! Pff.
Dann lassen wir die Kinder entscheiden.
Was? Zu wem sie wollen.
Der muss dann verzichten. Ach so.
Du denkst, du gewinnst, sie wählen mich?
Kinder. Wer weiß das schon.
Heißt sich um die Kinder kümmern dürfen, wirklich verlieren?
Gerade für dich als Mutter?
Ich durchschaue dich, du Arsch. Hast du 'ne Idee?
Es ist die fairste, die einzige Lösung.
Okay. Aber wir müssen das
ganz verantwortungsvoll angehen, ganz erwachsen.
Absolut. Sie dürfen nicht wissen,
dass wir beide weg wollen. Richtig, das wäre grausam.
Keiner erwähnt Pläne des anderen. Das ist tabu.
Wir versuchen nicht, sie zu beeinflussen.
Sie sollen frei entscheiden. Klar.
Alles ganz fair. Logisch.
Hand drauf. Deal.
Deal.
Tobias? Schatz, mach bitte auf.
Engelchen, wir wollen reden.
Wir wissen ja, dass es ein Schock war.
Ihr versteht den Unterschied zwischen Elternschaft und Ehe.
Was? Du klingt wie 'n Vollidiot.
Deine Worte.
Der Punkt ist: Wir werden beide weiter für euch da sein.
Ja, ihr könnt auf mich zählen und mich immer besuchen.
Ey ... Ihr könnt euch völlig frei entscheiden,
bei eurem Vater zu leben.
Oder bei eurer lieben Mami. Und macht euch bitte keine Sorgen,
wir nehmen euch eure Wahl nicht übel.
Kein bisschen. Null.
Null Komma Null. Wir sind ja ...
... erwachsen. Mhm.
Lassen wir ihnen noch 'nen Moment? Ja.
Okay. Wir entscheiden. Aber nicht sofort.
Wir brauchen Bedenkzeit. Genau so viel.
Was? Das sind ja Jahre!
Eine Woche.
Ach so. Stimmt, hab mich verguckt.
Wir erwarten eure Angebote. Also, strengt euch an.
Ja, hab ich überreagiert? Hätt ich den fliegen lassen sollen?
Nein, Toni, auf keinen Fall.
Weißt du, wir müssen immer alles sein: Hausfrau, Geliebte, Mutter.
Und dann sind wir 40 ... 36.
... und die schmeißen uns weg wie 'ne Socke. Nichts da, wehr dich.
"Gib's ihm zurück, Stück für Stück."
Auge um Auge. Ich kapier's.
Zahn um Zahn! Ja!
"Schatz, mach dir nichts vor."
Bei dir wird niemand Schlange stehen. Der Job ist die Chance für dich.
Gib jetzt nicht auf.
Sie sagen: "Spülmaschine ausräumen"
und wundern sich, wenn wir uns woanders umschauen.
Nach 'ner anderen Spülmaschine? "Nach 'ner anderen Frau."
Du schaust dich nach 'ner anderen Frau um?
Jetzt nicht direkt, aber mal so allgemein gesprochen.
Wir Männer brauchen Freiräume, wir müssen atmen.
Äh ... warum schnaufst du so? "Äh, Training."
Ich bin eine Maschine. 'ne Spülmaschine.
Du, ich muss Schluss machen. Tschau.
Kannst du mir mal sagen, was du mit dem Wein vorhast?
Posttraumatische Belastungsstörung.
Also ertränk ich meinen Kummer. Ah, ah, ah!
Du bist zehn!
Und hab 'ne Menge zu verdrängen für mein Alter.
Warte mal.
Äh, komm.
Setz dich kurz zu mir, ja?
So.
Es tut mir leid.
Ich weiß, das ist nicht fair.
Aber du bist stark. Bin ich das?
Sehr sogar.
Und deshalb musst du mir eins versprechen, mein Sohn.
Und das wäre? Pass auf sie auf, deine Mutter.
Sie wirkt so tapfer,
aber tief hier drin ist sie zerbrechlich.
Sie braucht einen starken Mann an ihrer Seite,
und da ich das nun nicht mehr sein kann, bist du gefragt.
Du meinst, wir sollen zu ihr?
Eine Wölfin verliert ihren Lebensmut,
wenn man ihr die Jungen wegnimmt.
Du darfst deiner Mutter nicht das Herz brechen.
Aber du willst uns doch auch?
Was für 'ne Frage? Natürlich.
Aber ich werde ein Nein wohl leichter verkraften als Mama.
Wir geschiedenen Männer müssen das seit Jahrhunderten.
Unfair? Ja. Traurig? Und wie.
Aber es ist halt so.
Wir Männer müssen stark sein.
Was machst du da? Darauf muss getrunken werden.
Cool. Ah!
Und ich? Du bist zehn!
Gut, Fabienne, wir gehen mal 'nen Kaffee trinken, ja? Okay, tschau.
Simons Party? Na ja, ich weiß nicht, ob ich kommen kann.
Bin voll abgefuckt grade. Ja.
Meine Eltern meinten, dass sie sich scheiden lassen.
Ja - und dann sollen wir uns auch noch entscheiden, zu wem wir gehen.
Was soll der Scheiß?
Ich sorge mich so um Marc. Ich muss Schluss machen.
Der ist sensibler, als er immer tut.
Und er hängt wirklich wahnsinnig an den Kindern.
Ja, natürlich, ich auch. Aber bei Marc, das ist ...
Das geht so schnell bei Männern in dem Alter,
mit dem Alleinsein und der Verwahrlosung.
Plötzlich trinkt er schon vorm Frühstück
und läuft vor 'n Auto oder ...
Klar würden mir die Kinder fehlen, aber ...
Ich will nicht, dass er von 'ner Brücke springt
oder sich sonst was antut.
Ich mein, was soll ich denn bloß machen?
Boah, ey, was für ein Alarm.
Hm? - Toni. Die war völlig außer sich.
Äh, ja, Marc auch.
Was hast du ihr gesagt?
Na, ich hab, äh,
natürlich versucht, die Wogen zu glätten, und hab gesagt:
"Du darfst jetzt nicht so egoistisch sein".
Und du?
Genau meine Worte zu Marc.
Also ich hab ihm gesagt, er soll jetzt erst mal ganz tief durchatmen
und vor allem mal 'nen Gang runterschalten. Das ist ja ...
Mit Sturheit ist wirklich niemandem geholfen.
Nee.
"Toni", hab ich zu ihr gesagt,
"So wichtig ist Malta nun auch wieder nicht.
Du bist 36, dir steht noch alles offen."
Natürlich ist sie geschockt, wenn er aus heiterem Himmel 'ne andere hat.
Ja, aber da muss Toni sich keine Sorgen machen.
Die Kerle werden Schlange stehen. - Mhm.
Ganz ehrlich: Ich hab auch Verständnis für Marc.
Ja? - Männer müssen immer alles sein:
Ernährer, Beschützer, Vater. - Mhm.
Ich kann verstehen, dass Marc jetzt seine Freiräume sucht.
Ja. Ja, aber Freiheit ist halt auch nicht alles, ne?
Das muss dann auch mal ein Marc König einsehen.
Die müssen einfach beide lernen, nachzugeben.
Genau. - Hier, Auge um Auge, Zahn um Zahn,
das ist jetzt echt nicht die richtige Einstellung.
Absolut. Genau das hab ich Marc auch gesagt. Klipp und klar.
Ich liebe es, dass wenigstens wir beide uns immer einig sind.
Ich räum mal die Spülmaschine aus. - Ja, mach das.
Du stehst im Weg. Ich bin ja bald weg.
Nee, ich bin bald weg. So, bitte schön, der Herr.
Was ist das? Ja, nach was sieht's denn aus?
Ich will mein Müsli! Ein Drittel Cornflakes, Bircher und Fruit Loops.
Ja, Schatz, aber du brauchst ein bisschen Fleisch.
Und deswegen: ein Drittel Brötchen,
ein Drittel Mett, ein Drittel Zwiebeln.
Du weißt, dass ich mich aus ethischen ...
Ja, aber von Ethik bekommt man keine Muckis.
Dein Vater lässt dir das durchgehen, aber ich nicht.
Nein, nein. Nein, ich sehe das ganz genauso.
Du musst Fleisch essen.
Mal ein Schnitzel. Ein saftiges Steak.
Schweinshaxe. Pferdesalami.
Wusstest du, dass sie in Peru Meerschweinchen essen?
Also wenn Oppenheimer etwas mehr auf die Rippen kriegt ...
Oppenheimer ist ein Hamster.
Na ja, Hamster, Meerschweinchen, ist doch dasselbe. Geschmacklich.
Ihr seid einfach nur krank.
Keine Angst, ich lass nicht zu, dass diese Psychos dir was antun.
Das Tier muss aus dem Haus. Hä, warum?
Ja, warum?
Wenn ich erst mal meinen Pitbull habe ...
Pitbulls und Hamster hassen sich.
Pitbull? Ja.
Ohne Mann im Haus stehen die Einbrecher Schlange,
da brauchen wir 'nen scharfen Wachhund.
Ich hab doch 'ne Hundehaarallergie.
Das ist schade, aber lieber Pickel im Gesicht
als ein Einbrecher im Haus, nicht? Wie 'ne Salamipizza im Gesicht.
Ich geb dir Salamipizza, du Scheißveganer.
Besser Veganer als hässlich.
Geh und fick deinen Hamster, Freak. Na!
Halt, stopp! Halt sofort an.
So.
Warte. Was?
Hallo.
Ich bring euch rein. Auf gar keinen Fall.
Doch, keine Widerrede. Nein!
Familiengefühl.
Das hat uns gefehlt, das hat Mama und mich kaputtgemacht.
Den Fehler mach ich nicht noch mal.
Meine Kinder sollen in jeder Sekunde spüren: Sie sind nicht allein.
Ist was?
Hallo! Hey, Kids.
Ich bin der Marc, Emmas Papi.
Und das hier ist Tobias, Emmas Lieblingsbrüderchen.
Hach, mach's gut, Fürzelchen. Und iss brav dein Pausenbrot, ja?
Ah, hab dich lieb.
Nein, es ändert sich gar nichts, ich nehm den Job.
Ich brauch nur noch 'ne Woche, für Planung, Vorbereitung ...
Frau König, dafür hab ich doch vollstes Verständnis.
Eine Woche, nicht länger.
Hab ich mich klar ausgedrückt? Ja.
Sehr klar.
Hallo!
Fürzelchen? Willst du mich verarschen? Guck dir die Scheiße an.
"Mach's gut, Fürzelchen." - "Iss brav dein Pausenbrot."
"Hab dich lieb."
Ich bin erledigt. Oh je, das wollte ich nicht.
Hi, Fürzelchen! Boa, geh sterben!
Damit solltest du dich gar nicht so belasten, Emma.
Dieses ständige Geglotze aufs Handy führt zu nichts Gutem.
Und deshalb ist unser Heim ab sofort handyfreie Zone.
Boa, ihr seid so Eltern! Mein Leben hat keinen Sinn mehr.
Hatte es noch nie. Fresse.
Du auch, Marc.
Sehr richtig. Ganz meiner Meinung. Handys lassen uns verblöden.
Ihr müsst raus in die Welt, was Richtiges erleben.
Ich nehme euch mit zu meiner Arbeit, hm?
Sch, ganz leise!
Aufsetzen!
Mahlzeit! Wir sind gleich wieder weg.
Na kommt, kommt!
Tut einfach so, als wären wir nicht da.
Für diesen Kaiserschnitt verwendet der Arzt
die schonende Misgav-Ladach-Methode.
Er beginnt mit einem Schnitt an der Schamhaargrenze ...
Mir geht's nicht so gut.
Keine Sorge, der Schnitt wird vom Schamhaar verdeckt.
Die Öffnung der weiteren Bauchschichten
erfolgt ohne Schnitte durch Reißen und Dehnen,
was Nähen spart und Heilung beschleunigt.
Und Schwupps!
Schon sind wir in der Gebärmutter. Kinderspiel.
Engelchen?
Hallo!
Mir ist schlecht.
Papa?
Hey.
Was sollte das mit deinen Kindern?
Ich hab sie nur zu 'nem Kaiserschnitt mitgenommen.
Machst du einen auf heile Familie?
Nein, ganz im Gegenteil. Ich tu alles, damit Haiti klappt.
Das will ich hoffen. Denn ich fliege auf jeden Fall und ...
Wär doch schade um uns!
Absolut!
Ganz sicher, dass du in dem Zustand auf 'ne Party gehen willst?
Das ist "die Party". Ach so.
Acht Uhr. Ich hol dich um elf ab. Zwölf.
Emma. Danke für das Top, bist du Beste.
Viel Spaß, meine Hübsche.
Warte mal? Was bin ich?
Meine Eltern kommen erst morgen wieder.
Ich hab die ganze Nacht sturmfrei. Cool.
Mama?
Hi. Na? Willst du mich gar nicht vorstellen?
Was machst du hier? Hi, ich bin Toni.
Simon.
Oh, der ist ja wirklich total süß. Und ihr beiden mögt euch, ja?
Sorry, Schatz, ich bin zu früh. Es ist fünf nach acht.
Darf ich nicht deine Freunde kennenlernen?
Du tust so, als sei ich peinlich. Aber Mama!
Sag nicht Mama, das macht mich alt.
Der Simon hätt uns sonst glatt für Schwestern gehalten, oder?
Ich weiß nicht. Simon, schätz mal, wie alt bin ich?
36? Was? Bist du bescheuert?
Ich sehe doch nicht aus wie 36.
Mama, du bist 36. Jetzt werd mal nicht frech.
Hier, das Top ist übrigens von mir. Sieht Hammer aus, oder?
Ich find, da kommen Emmas Brüste richtig toll zur Geltung. Wirklich.
Die haben 'nen Schub gemacht in den letzten Monaten, lieber Mann.
Vorher war Emma flach wie Holland. Mama.
Was? Ist 'n Kompliment.
Sei froh: Du hast meinen Busen geerbt. Da kommt noch mehr.
Aber dein Penis ist auch noch nicht ausgewachsen.
Ich mein, darauf kommt's ja gar nicht an.
Der steht, wenn er soll. Du bist übergeschnappt.
Hey, wer holt uns denn jetzt was zu trinken, hm?
Das ist Emma. Ich muss kurz rangehen.
Marc! Nur damit ich weiß,
dass nichts Schlimmes passiert ist. Sorry.
Hallo, Engelchen?
Hey. Hey. Her damit.
Hey, Alter, bleib mal cool. - Was geht denn bei dem?
Papa. Engelchen.
Ich will nach Hause.
So. Komm. Oh, hallo, schöner Fremder.
Na? Hast du Lust zu tanzen? Hast du den Verstand verloren?
Och komm, so 'n schlechter Tänzer bist du nicht.
Ich bring euch jetzt heim. Nein, ich muss was erledigen.
Was denn? Tanzen.
Papa, bitte.
Tut mir echt total leid.
Bye-bye, Tahiti!
Komm schon, komm schon.
Das verzeih ich ihr nie.
Sei nicht so streng mit ihr. Sie ist verletzt.
Ich hab da wen kennengelernt. Das macht ihr zu schaffen.
Kein Grund, mein Leben zu ruinieren.
Langsam versteh ich dich. Bei der Irren hält es keiner aus.
Na ja. So irre ist sie ja nun auch wieder nicht.
Deine Mutter ist 'ne unglaublich tolle Frau.
Ach, auf einmal? Hm.
Ich will jedenfalls zu dir.
Wo fährst du hin?
Wir müssen reden.
Was machen wir hier? Können wir bitte nach Hause?
Du wolltest doch reden. Ich?
Yeah!
Yes!
Yeah!
Also, dass ihr euch scheiden lasst, find ich echt voll scheiße.
Ich hab mit Luisa drüber gesprochen. Vergiss nicht,
was du sagen wolltest.
Au.
Hey. Ich hatte die Nacht meines Lebens!
Geht's wieder?
Ich hab was Falsches gegessen.
Mhm.
Handyfreie Zone.
Na komm.
Schläfst du? Mhm.
Sind wir zu weitgegangen? Hat das alles noch einen Sinn?
Mhm.
Egal, ich gewinne.
Morgen. Morgen.
Boa!
Was ist gestern eigentlich passiert? Nichts. Du hast gefeiert.
Und allen deine Möpse gezeigt.
Ach ja!
Ja, da haben die Jungs aber auch Augen gemacht.
Hm. Nicht nur Augen. Auch Videos.
Nein! Doch.
Du bist jetzt ein YouTube-Star.
Nein.
Gut ist: MILF ist 'n Kompliment.
Oh Gott!
Like! Ich mochte deine Brüste immer.
Oh, sorry. Handyfreie Zone, ich weiß.
Wir haben uns entschieden.
Was? Sind nicht erst vier Tage rum?
Ja. Aber die Sache ist klar.
Okay.
Aufmachen?
Ja, und was soll das jetzt heißen?
Dass ihr zusammen bleiben müsst.
Dass wir alle zusammen bleiben. Aber das geht nicht.
Warum sollte es nicht gehen?
Wir wollen nicht entscheiden. Ihr seid getrennt scheiße.
Noch scheißer als vorher. Scheiße hat keinen Komparativ.
Ihr wisst, was wir meinen. Du, Papa, hast gesagt,
dass Mama stirbt, wenn wir bei dir bleiben.
Was hast du gesagt? Und Mama,
dass Papa von einer Brücke springt. Wie bitte?
Darum ... Ihr bleibt zusammen.
Keine Widerrede.
Kommt einfach klar. Wir wollen frühstücken.
Für Tobias vegan. Und das Handyverbot ist aufgehoben.
Hallo? Müsli.
Wie kann man so selbstsüchtig sein?
Undankbares Pack. Egoistische Monster.
Ich möchte euch jetzt nicht zu nahe treten,
aber vielleicht solltet ihr euch auch mal selbst hinterfragen.
Er vielleicht. Ja, ist auch seine Schuld.
Sag mal, tickst du noch richtig? Du hast ihnen doch er...
Sie hat erzählt, dass ich mich umbringe.
Du hast gesagt, dass ich sterbe. Das ist was ganz anderes.
Nein, dass eine Wölfin ihren Lebensmut verliert,
wenn man ihr die Jungen nimmt. Halt die Klappe!
Was, was Paul meint: Vielleicht solltet ihr das Ganze
auch mal aus der Sicht der Kinder betrachten. Hm?
Was sind ihre Sorgen? - Genau. Wovor haben sie Angst?
Das ist doch ... ... ein guter Ansatz.
Endlich kommen sie zur Vernunft.
Das haben wir gut hingekriegt, hm?
Mhm.
Ihr müsst euch nicht entscheiden. Es tut uns leid.
Wie konnten wir auf so was Schwachsinniges kommen?
Verzeiht, dass wir euch das zugemutet haben.
Ihr trennt euch nicht? Spatz, natürlich trennen wir uns.
Aber, ihr ... Zum Glück gibt's 'ne Lösung.
Eine, die für alle das Beste ist.
Was ist das? Wir sollen in ein Heim?
Ach, Heim klingt so hart.
Ja, das ist schön da. Ihr habt es euch schon angeguckt?
Ja. Ihr werdet mit vielen Kindern zusammen sein.
Nicht alle sind schwer erziehbar. Ein paar waren nett,
haben gefragt, ob wir Drogen wollen.
Ja, hallo, Marc König. Sie erinnern sich?
Genau, zwei ganz tolle Kinder
und ein sehr intelligenter Hamster. Morgen schon? Super.
Ah, nur ein Zimmer? Ach, macht nix,
die beiden sind unzertrennlich. Hey, ganz langsam!
Tschüss. Wir haben drei Tage Zeit.
Wir überlegen uns das noch mal. Aber ihr müsst doch nicht.
Wir wollen. In drei Tagen passiert viel.
Und Handyverbot geht klar für mich.
Na ja, wie ihr meint.
Na, wer sagt's denn?
Drei Tage. Ja.
Und ich mach dich fertig. Ach ja?
Ja. Versuch's doch.
Mach ich auch.
Vergiss es.
Und du bist der Nächste.
Yes! Super, Tobi! Gib's ihm.
Die Mama ist da.
Tobi! Schachgenie! Noch ein Mal! Mach ihn platt!
Hau den Chinesen weg!
Ist das Ihrer?
Seit wann bist du Schach-Ultra? So viel zu: alles ganz fair.
Heul dich doch bei deiner Schlampe aus!
Würd ich. Wir kommen nicht dazu.
Du Arschloch. Selber.
Du hast schon wieder geraucht.
Du ignorierst mich. Kein Mann ignoriert mich.
Äh, Männerumkleide? Hat dich bisher nicht gestört.
Hör zu, es gibt Probleme.
Meine Familiensituation ist kompliziert.
Ich dachte eigentlich, dass du keine mehr hast.
Ich weiß, aber so einfach ist das nicht.
Meine Frau hat ihre Pläne, ich meine ...
Wie gut, dass ich keine Pläne habe. Hey ...
Lass dir von der Ziege nicht auf der Nase rumtanzen!
Na ja, Ziege ... Das alles ist für Toni auch nicht leicht.
Du liebst sie noch.
Was? Unsinn. Verkauf mich doch nicht für blöd!
Es ist immer das Gleiche mit verheirateten Männern.
Weißt du was? Au!
Fahr zur Hölle. Oh, au!
Wenn deine Frau dich lässt.
Dann sollte das ja eigentlich kein Problem sein.
Ah, die Sonne geht auf. Schade, dass wir keine Solaranlagen bauen.
Na, gibt's 'ne Tendenz? Ja oder Nein? Nein.
Also keine Tendenz. Aber in drei Tagen, versprochen.
Was ist? Machen die Kinder Stress?
So in der Art.
Sie haben noch nicht mal Ihre Blagen im Griff?
Doch, klar ... Die brauchen 'ne klare Ansage.
Widerstand muss man im Keim ersticken.
Ja, aber es sind schließlich ... Im Keim ersticken!
Kleinen Moment.
Toni? Lass dich von dem nicht fertigmachen.
Für Kinder ist Scheidung übel. Bist du jetzt auch Experte?
Sag mal, ist heutzutage jeder Arsch ein Scheidungskind?
Tut mir leid, entschuldige bitte.
Ich war sieben. Ach ...
Und was war das Schlimmste für dich?
Als mir meine Mutter ihren Neuen vorstellte.
Und das war ein Arschloch? Ein Riesenarschloch.
Na, ihr zwei? Sorry, Schatz, du kannst nicht zu Hause schlafen.
Ich bin nicht allein. Oh.
Gut, kein Problem. Das freut mich für dich.
Fein.
Ja, wird eh höchste Zeit. Schließlich lassen wir uns scheiden.
Genau. Ich bin froh, dass du das so erwachsen siehst.
Klar, alles easy.
Alles klar, tschau.
Fuck!
Mit den Hosen hätte ich nicht in die Schule gedurft.
Und wir könnten auch mal zum Friseur, was, junger Mann?
Ah, ihr habt euch schon angefreundet.
Emma, Tobias,
das ist Andreas.
Für euch Herr Arnold. Unser Gast heute Abend.
Und wer weiß? Vielleicht ab jetzt viel häufiger.
Das würde mich sehr freuen, Antonia.
Na kommt.
Oh.
Der alte Sack ist doch nichts für Mama.
Was gibt's denn da zu tuscheln? Ich, ähm ...
Ihr Vater hat ihnen zu viel durchgehen lassen.
Stimmt doch gar nicht. Widersprich nicht!
Siehst du?
Aber das wird jetzt alles anders.
Als Mutter ist man oft so hilflos.
Kinder brauchen Grenzen. Findest du?
Lass ihn ausreden! Du bist auf dem richtigen Weg.
Und ich sehe ...
Solche tollen Führungsqualitäten,
die kann man nicht lernen, das sagt jeder auf der Baustelle.
Ich würd dich unheimlich gern meinen Eltern vorstellen.
Mutter hat mich immer geschlagen, fast täglich.
Ja, das war hart. Also nicht, dass ich solche Methoden befürworte.
Oh, nicht? Aber geschadet hat's mir auch nicht.
Da bin ich mir nicht so sicher.
Ruhe!
Oh, Andreas!
Wir lassen euch dann mal alleine.
Nein, es gibt doch noch Nachtisch. Ich glaub, du bist der Nachtisch.
Danke für den wundervollen Abend.
Wir könnten uns etwas näherkommen. Das wär ein Fehler ...
... wenn du jetzt schon gehst.
Oh, Antonia.
Uh, das kitzelt! Darauf stehst du doch.
Ja? Ah ...
So. Das müssen wir unbedingt mal wiederholen.
Oh, Shit.
So, hier wär dann unser kleines Schmuckstück.
Offene Küche, Essbereich, Parkettboden mit Fußbodenheizung
und hier der Wohnbereich mit offenem Kamin. Und:
Südwestbalkon. Top! Und das Beste: Ist alles günstig.
Hier gibt's nichts auszusetzen. Tja, schade.
Ist links.
Ah, kein Fahrstuhl.
Der Geruch. Woher?
Gegenüber ist 'ne Müllverwertungsanlage.
Ah, ausgezeichnet.
Aber am Wochenende ist da kein Betrieb.
Mhm.
Und der Lärm? Lärm?
Ist es hier immer so laut? Ach, das ist das Jugendzentrum.
Aber das hat nur mittwochs und samstags geöffnet.
Willkommen zu Hause!
Na los.
So.
Guten Appetit!
Meinen Geburtstag mach ich bei Mama. Oh.
Okay.
Liebling, gehst du ran? Fabienne?
Hallo! Ach, Toni.
Aha, okay.
Äh, das ist jetzt sehr kurzfristig. Müsste fragen, ob wir was vorhaben.
Ah, da kommt Fabienne grade. Hallo?
Das war Toni. Sie möchte Tobias' Geburtstag feiern. Ob wir kommen.
Ich dachte, Tobias hasst Geburtstage. Vor allem seinen eigenen.
Ist doch schön, dass sie sich Mühe geben.
Ja, äh, und wann?
15 Uhr geht's los. - Heute?
Hallo, hallo, willkommen.
Willkommen im Zauberschloss!
Herein, herein, hereinspaziert!
Ist das 'ne Kostümparty? Juhu!
Pff? Hallo!
Bling-bling, bling-bling! Tobi, hey, lass dich mal drücken.
Ja, Glückwunsch, mein Großer.
Schön, dass alle deine Freunde da sind.
Ich kenn die alle gar nicht. Hm?
So, liebe Kinder, ich bin heute die gute Fee
und ihr habt drei Wünsche frei.
Ich wünsch mir normale Eltern.
Howgh! Seid gegrüßt, Bleichgesichter.
Das hat wohl nicht geklappt. Was machst du hier?
Verkleiden war meine Idee. Geh weg! Du bist eine böse gute Fee.
Alles Gute, Der mit dem Hamster spricht.
Gott!
Was ist das? Ein heißer Stein.
Stufenlos einstellbar und leicht zu reinigen.
Ich hoffe, du hast noch keinen.
So, und jetzt machen wir was ganz Tolles.
Sackhüpfen! Wer ist dabei? Mir nach!
Hattet ihr Sex? Hä?
Mit dem Alten. Geht dich nichts an.
Ja oder nein? Kümmer dich um deinen eigenen Sex.
Yes, in your face! Jetzt hau ab, das ist mein Geburtstag.
Hallo? Das ist Tobias' Geburtstag. Du hast sie doch nicht mehr alle.
Selbst schuld, dass wir Papa wollen. Ha, genau! Äh, Moment.
Ich hab die Schnauze echt voll. Sprich nicht so mit deiner Mutter!
Papa! Nichts da "Papa"!
Was geht denn hier ab? Was hier abgeht? Das geht hier ab.
Hey, das geht jetzt aber wirklich zu weit.
Halt du dich da raus! Seid ihr bescheuert geworden?
Ihr seid doch total verrückt geworden.
Krank, ihr seid krank.
Eure Kinder können einem wirklich leidtun. Paul, wir gehen.
Ihr geht am besten hoch in euer Zimmer und macht die Türen zu.
Ich hatte eine mehr als du. Sicher?
Haha, Idiot.
Hat gar nicht wehgetan, Schlampe.
Das wagst du nicht.
Na warte. Du bist total irre. Lass dich doch scheiden.
Mach ich. Ich freu mich drauf.
Au, ah.
Ich hasse dich.
Ich dich auch.
Wehe, das ist deine ... Schlampe?
Marion. Das hat sich erledigt.
Hast du ihnen von den Jobs erzählt? Bin ich blöd? Du?
Pff, nein.
Emma? Tobias?
Tobias? Emma?
Die sind weg.
"Hi, hier ist ..." Scheiße, Mailbox.
Ganz ruhig. Wir müssen nachdenken. Spiel jetzt nicht den Scheißdoktor.
"Ja, es ist Krebs, aber wir werden alles versuchen."
Oh Mann, meine Kinder sind weg! Ja, meine auch!
Wo sollen sie schon sein? Bei 'nem Freund, 'ner Freundin.
Er spielt Schach, hat keine Freunde. Ah, stimmt.
Aber Emma. Spielt kein Schach, hat Freunde.
Ja, zum Beispiel die Dings, F... ? Wieso kennst du ihre Freunde nicht?
Mütter und Töchter haben doch so 'n Mutter-Tochter-Ding!
Ja, aber unser Mutter-Tochter-Ding
ist ein bisschen verlorengegangen wegen unserem Scheidungs-Ding!
Was ist denn mit eurem Vater-Sohn-Ding?
Weißt du irgendwas über Tobias? Na klar.
Er hat diesen .. Hamster.
Gott, bist du erbärmlich. Tja, also ... Emmas Freunde.
Kennst du einen von denen? Nee.
Da! Da, Katharina! Das ist Emmas beste Freundin!
Ja klar, Katharina.
Ja. Guck, die ist online.
Hi Katharina, wir sind's. Die Eltern von Emma.
Welche Emma? Emma, deine beste Freundin.
Emma König aus der Grundschule? Genau.
Das ist 'ne blöde Kuh. Oh. Selber blöde Kuh!
Ach, Shit.
Ich hab Emma neulich zu 'ner Freundin gefahren. Dunkle Haare.
Nee, rot! Oder blond? Mensch, wie hieß die noch gleich?
Ist egal. Weißt du noch, wo sie wohnt?
Ja. Ja.
"Hi, hier ist die Mailbox von Emma König."
Vielleicht ist ihnen was passiert.
Nein. Warum sollte was passiert sein?
Vielleicht sind sie in 'n Lastwagen gestiegen
und werden verschleppt! Hey.
Oh Gott, wir sind Horror-Eltern! Hey, mach dir keine Sorgen.
Niemand wurde verschleppt, keinem ist was passiert. Alles wird gut.
Meinst du? Ja. Ganz einfach. Wir finden sie,
du entschuldigst dich ... Was?
Du hast die Regeln gebrochen. Oh, ich glaub's ja wohl nicht!
Wir sind noch nicht fertig! Und wie wir noch nicht fertig sind!
Lass mich mal!
Oh fuck, was denn jetzt?
Äh, hi, wir sind die Eltern von Emma und Tobias.
Auf einmal, ja?
Hallo?
Was? Sind die beiden hier?
Nee. Ah. 'ne Ahnung, wo sie sein könnten?
Wie heißt der Typ von der Party, auf den Emma steht?
Wie hieß der Typ von der Party? Simon?
Simon? Ja, genau. Sind die bei dem?
Sind die bei dem? Weiß ich nicht.
Tschüss, sonst hol ich meine Eltern. Die sind trotz Scheidung für mich da.
Na komm. Hm.
Oh, tut's sehr weh? Ja.
Au!
Wenn ihnen was passiert ist, mach ich dich fertig!
Wieso du mich? Ich dich - au!
Irgendwo werden sie schon sein. Ach, da bin ich ja beruhigt.
Paul, hey, du, das mit vorhin ... So ganz in Ordnung war das nicht ...
Das war überhaupt nicht in Ordnung, wir sind stinksauer!
Ihr habt uns geschlagen! Und was bitte tut ihr euren Kindern an?
Diese ganze Haiti-Malta-Geschichte, die hat sie vollkommen verstört.
Ach, ihr habt denen das erzählt? "Ja, natürlich."
"Die wussten nicht, wie ihnen geschieht."
Da hat man als Paten eine gewisse ... Hallo? Fabienne?
Hallo? Die Verbindung ist beschissen.
Marc? Ich hör ... dich ... nicht.
Marc?
Sag mal.
Nee, hab die beiden nicht gesehen. Aber die beiden hab ich gesehen.
Gut. Das war erst mal das Wichtigste.
Möchten Sie 'n Schluck Wasser? Ja, gerne.
Georg? - Ja?
Schickst du das mal raus, bitte? Und check die Handynummern.
Jo, mach ich.
Können Sie sich erklären, warum Ihre Kinder weggelaufen sind?
So was passiert ja nicht einfach so.
Wir lassen uns grad scheiden ... Ah, Sorgerechtsstreit?
Mhm. Ich verstehe.
Beide wollen die Kinder, der Druck wird zu hoch.
Ja, so ungefähr.
So ungefähr? Es ist etwas komplizierter.
Ihre Kinder sind verschwunden, wir sollen sie finden.
Wir brauchen die ganze Geschichte, jedes Detail.
Die ganze Geschichte? Die ganze.
Jedes Detail? Jedes Detail.
Also, es war so.
"Fuck you."
Sie wollten es ja unbedingt wissen.
Ich mache diesen Job jetzt 20 Jahre.
Ich hatte es mit Dieben, Räubern und Betrügern zu tun, aber so was ...
Ich fühl mich elend, ich muss meiner Familie sagen, dass ich sie liebe.
Sie kennen das Motto: "Die Polizei, Freund und Helfer"?
- Ja, klar. - Ich bin nicht Ihr Freund.
Oh. Und wenn es nur um Sie ginge,
würde ich Ihnen auch nicht helfen. Okay.
Aber ich habe selber Kinder. Ich helfe Ihren Kindern.
Gut. Danke.
Ich mache das nicht für Sie.
Das haben wir jetzt verstanden. Der Wartebereich ist dahinten.
Was für 'n Alptraum. Horror.
Wir konnten Tobias' Handy orten. Und?
Die Kinder sind zu Hause.
Das wäre eine gute Nachricht, bei Ihnen weiß ich nicht.
Die können was erleben.
"Hallo, Mailbox von Tobias König."
Oh Gott!
Die Kinder!
Gott!
Emma! Tobias!
Die sind da drin!
Da! Der Hamster!
Sie sind im Haus! Wir sind da, alles wird gut!
Keine Angst! Ah!
Wir holen euch da raus!
Gott! Emma! Tobias!
Um Gottes Willen.
Ich glaub, eure Eltern sind da drin. Hey, hey, hey.
Mama! Papa!
- Emma, bleib stehen! - Das ist zu gefährlich!
Los, hinten rum. Nein, hey!
Ihr könnt da nicht rein! Die müssen da raus!
Kommt, weg vom Haus!
Mama! Emma! Bist du das? Wo seid ihr?
Hier draußen! Ist Tobias bei dir?
Ja, ich bin hier! Kommt da raus!
Ah!
Mama! Papa!
Geht's euch gut?
Ihr kommt doch aus den Flammen. Eben.
Wieso war dein Handy im Haus?
Das hab ich doch abgegeben. Handyverbot?
Ihr hättet ja mal anrufen können. Aber echt.
Bevor du uns wieder schlägst, wir haben es 100 Mal versucht,
nachdem du einfach aufgelegt hast.
Hast 'ne Ohrfeige gut.
Für den Schrecken, den ihr uns eingejagt habt. Mann.
Moment. Was kümmert es euch, wo wir waren?
Ihr wolltet uns doch eh loswerden.
Es tut uns leid, alles. Ihr habt zwei Idioten als Eltern.
Wir wollten euch nie schaden. Niemals.
Ihr wart immer nur Mittel zum Zweck. Das klingt jetzt auch doof.
Wir waren einfach zwei egoistische Arschlöcher.
Zwei riesige, egoistische Arschlöcher, richtig scheiße.
Scheißer geht's gar nicht. Scheiße hat keinen Komparativ.
Aber bei euch schon.
Ich hab das in letzter Zeit gut versteckt,
aber ich hab euch lieb und ich will, dass ihr bei mir bleibt.
Das geht nicht, weil ich euch auch lieb hab und bei mir haben will.
Eine Wölfin verliert ohne Kinder den Lebensmut.
Im Ernst? Ja.
Jetzt fangt nicht wieder an. Ihr wart auf einem guten Weg.
Äh, Sorry.
Jedenfalls hoffen wir, dass ihr drei uns noch mal verzeihen könnt.
Äh, drei? Na ja. Du, Emma ...
... und der hier.
Oppenheimer!
Ihr seid echt Psychos.
Ah, kommt.
Aber das Gute ist, jetzt geht's nur noch bergauf.
Äh, und jetzt?
Ja, ist doch klar!
Tschau! Tschau!
Hey!
Ah!
Hey!
Hi. Hey.
So, dann wollen wir doch mal sehen, ob alles in Ordnung ist.
21. Woche, jetzt müsste man das Geschlecht erkennen.
Aber pass auf mit dem Zeug, das ist immer total kalt.
Das war Papas Schuld. Quatsch.
Keine im Wartezimmer stellt sich da so an.
Dann heirate eine von denen.
Wieso sollte ich? Das sind Patientinnen.
Ich bin auch 'ne Patientin und du machst mit mir rum.
Hm.
Aber eins steht fest: Das Sorgerecht krieg ich.
Mhm.
Fragt sich nur, ob für einen Jungen oder für ein Mädchen.
Ah ja. Hier kann man's deutlich erkennen.
Echt? Und was ist es?
Hm?
Was?
Gib her!
Ey, was soll denn das?
Du willst es also wissen? Hallo? Ja.
Hey!
Mann! Zeig her oder das Kind wird Halbwaise.
Dazu musst du mich erst mal kriegen, du Lahmarsch! Guter Zug.
Hi, Schatz!
Hallo, Engelchen.
Ach, Emma. Der ist ja süß. Mama!
Jetzt gib her!
Ach, so. Von wem denn? Gib her!
# Wir sind so viel
Viel mehr, als wir haben
Wir sind so gut
Wie wir uns tragen
Wir sind so viel
So viele Farben
Wir sind so viel mehr
So viel mehr
Wir haben uns hingegeben, wegbewegt
Losgelöst und festgelegt
Haben nichts ausgelassen Und übersehen
Wir sind zwei Wunderwaffen Wunderschön
Oh, was ist denn da passiert?
Ähm, ich wurde von einem Flügel gestreift.
So ein böser, böser Vogel.
Äh, nein. Das war 'n Windrad. - Aha.
# Doch wir sind so viel
Viel mehr, als wir haben
Wir sind so gut
Wie wir uns tragen
Wir sind so viel
So viele Farben
Es ist uns, ähm, letztes Jahr ... - ... auf Rügen ...
... klargeworden.
Da hatten wir Zeit alleine. - Da haben wir gemerkt ...
Wir sind Freunde geworden. - Wir verstehen uns gut.
Wir sind zärtlich zueinander.
Keiner belügt oder betrügt den anderen.
Es ist bloß ... - ... nicht mehr so wie früher.
Ich mein, wir streiten ja nicht mal mehr.
So wollten wir echt nie werden.
Wir wollten nie ein Paar sein, bei dem nichts passiert.
Nichts Spontanes. - Ein Paar, das nur organisiert.
Jobs, Haushalt, Fernsehen.
Ein Paar, das nicht redet. - Nur einmal im Monat Sex hat.
- Ja. - Wenn überhaupt.
Ihr kennt doch solche Paare.
Wir wollen uns einfach trennen, solange wir uns noch lieben, hm?
Wir mochten immer mehr die Beatles als die Stones.
Nicht eine Abschiedstournee nach der andern - wie peinlich.
Das Leben hat noch so viel zu bieten, oder?
Ja.
Wann ist denn dein nächstes Ta..., Ta...
Taekwondo-Treffen?
Glaubst du, ich bin hier deine K..., F... - Fuck!
Fuck. Fuck! - Scheiße!
... zu Hause ...
'tschuldigung!
Das geht aber wirklich zu weit.
Halt du dich da raus! Sag mal!
Irgendwo hab ich ...
Mann, meine Kinder sind weg! Ja, meine auch!
Scheiße! Das Ding geht nicht zu! Mann!
Versuch's doch. Mach ich auch.
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2019
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