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*spannende Musik*
Woher kommst du? Aus dem Krieg, Westfront.
Sie heißt Elli!
Vater? Du hast kein Kind.
Ihr habt mir meine Tochter weggenommen.
Du durftest zum Rotkreuz-Einsatz, wenn du heiratest. Dabei bleibt es.
An Weihnachten gibt es hier auf neutralem Boden keine Nationen,
weder Briten, Franzosen noch Deutsche.
Dr. Mangold ist hier. Schwester Johanna, danke.
Meine Lieblingsschwester, die Tochter des Hauses.
Eine Heilige.
"Ich weiß, wo dein Kind ist. Gräfin."
Sie wissen von meinem Kind?
Wann beginnt die Mission mit der Gabathuler? Heute Nacht.
Geh zum Büro des Generals, öffne den Tresor
und fotografiere Taylors Kalender ab.
Wir beobachten dich. Was ist passiert?
"Deutsche Geheimagenten". Sie hat die Liste.
Sie sind beim deutschen Geheimdienst.
Sie bringen mich zu meiner Tochter, und ich will 2000 Franken.
Alles gut.
Die Frau würde dich deinem Vater ans Messer liefern.
Du hast nur eine Chance.
*Wind pfeift.*
*ruhige Musik*
*zittriges Atmen*
*angespannte Musik*
Elli, ich lasse dich nicht allein.
Versprochen.
*spannende Titelmusik*
Untertitelfarben:
Johanna Gabathuler
Ilse von Hausner
Carl Mangold
*Flugzeuglärm*
*Gebrüll*
Absetzen!
Wo ist Dr. Weiss, verdammt?
Die Triage ist gemacht. Er bleibt. Was?
(flüstert) Hilfe. Hilfe. Bitte helfen Sie mir.
Ohne Arzt können wir nicht operieren.
Bitte.
Wie heißen Sie, Schwester?
Johanna.
Erich, bitte. - Gib ihm Morphin. Wir müssen weg.
Wenn wir sterben, retten wir niemanden mehr.
*Explosion*
*melancholische Musik*
*schmerzvolles Stöhnen*
Skalpell. Was?
Wir haben immer wieder zugesehen.
Ohne Arzt? Das darfst du nicht.
*spannende Musik*
(flüstert) Wie schön Sie sind.
Skalpell.
*sanfte Musik*
*Explosion* Nadel.
Zum Henker, was tun Sie noch hier?
Dr. Weiss, ich ...
Ihr da, herkommen. Der hier kommt auch noch mit.
Von jetzt an werden Sie operieren.
Na los!
*ruhige Musik*
(Mann) Schwester Johanna?
Haben Sie bei der Gräfin
die zusätzliche Röntgenuntersuchung angeordnet?
Wissen Sie, was das kostet? Ja, Herr Professor.
Sind Sie ein Mediziner? Nein, Herr Professor.
Nein. Dann hat Sie sicher jemand damit beauftragt?
Ja, ich.
Aha.
Ja, dann ...
Bitte.
*lautes Ausatmen*
Was sehen Sie?
Die Auskultation hat sich bestätigt.
Verdacht auf Lungenspitzenkatarrh.
Geschlossene Tuberkulose, richtig. Keine Bakterien im Sputum.
Das wussten wir bereits. Warum wollten Sie noch mal röntgen?
Ich kann der Gräfin nicht immer trauen, was sie mir erzählt.
Wahrhaben wollen es die wenigsten, wenn sie ernsthaft erkrankt sind.
(Thanner) Ich soll Teilhaber eines verschuldeten Sanatoriums werden.
Sogar in Friedenszeiten ein Risiko.
Die operative Kapitalrendite mag stimmen, die Fassade glänzt noch.
Doch die Wirtschaft ist überall abgestürzt.
Nach dem Krieg wird Davos wieder überrannt werden, Herr Großrat.
Bis es ein Heilmittel gegen die Tuberkulose gibt.
Was dann?
Bleibt noch das Winterparadies. - Ja, genau.
Mhm.
Den Vertrag lasse ich von meinem Anwalt prüfen.
*angespannte Musik*
*heitere Kinderstimmen*
Was wissen wir über Taylors Mission H?
Laut Johanna will Taylor jemanden namens "P.S."
auf Belovas Ball treffen.
Das ist keine Person, Pilot & Söhne. Eine Uhrenmanufaktur in St. Gallen.
Uhren? Was wollen die Engländer mit Schweizer Uhren?
Hast du dazu mehr herausfinden können? Einen Namen, ein Gesicht?
Das ist verdammt wenig, Franz.
Gräfin?
Die Antwort muss bei Taylor liegen.
Setzen Sie Johanna noch mal auf ihn an.
*angespannte Musik*
*Tür knallt zu.* Die Gräfin will Sie sehen.
Jetzt.
Taylors Mission H.
Wir brauchen mehr Informationen.
Finde heraus, wann und wo dazu das Treffen stattfinden wird.
Im Kalender des Generals gab es keine weiteren Einträge dazu.
Horch Taylor aus.
Durchsuch noch mal sein Büro. Wie denn, bis heute Abend?
Man hat mir abgeraten, dich zu engagieren.
Franz hält dich für eine verwöhnte Göre.
Dank mir weißt du, wo dein Kind ist.
Nur ich glaube an dich und kann dir ein neues Leben mit Elli bieten.
Beweise mir, dass du es wert bist.
Fabelhaft.
Und wenn ich auffliege?
Regel Nummer eins: Wer auffliegt, stirbt.
Entweder du oder der Feind.
Aber einer stirbt.
*düstere Klänge*
Ich wünschte, ich könnte heute auf den Ball gehen.
Wieder am Leben teilnehmen.
Mein Liebes.
Jedes Ballabend ohne dich ist reine Zeitverschwendung.
(Helen) Wirst du zu allen Damen so charmant sein?
Nur wenn sie so schön sind wie du.
(Helen) Oh come on.
Ich bin dann fertig.
Mein Vater hat einige Überraschungen am Ball geplant.
Wann sind Sie heute Abend besetzt?
Sie brauchen sich nicht nach mir zu richten.
Und dann müsste der Concierge wissen,
ob Sie einen auswärtigen Gast verköstigt haben wollen. Nein.
Für den Rest des Tages will ich nicht mehr gestört werden.
Oh mein Gott, verdammte fünf gesunde Mahlzeiten am Tag.
(Helen) Du kannst sicher sein, wir werden beide an Völlerei sterben.
Von General Taylor.
Der Herr wartet im Leseraum, Tisch 4.
*spannende Musik*
Goodbye, Schwester Johanna. Auf Wiedersehen, Zaire.
Egal ob Krieg oder nicht,
beim Neujahrsball der Prinzessin ist immer die Hölle los.
Ja, so ist es, Fräulein Gabathuler.
Flurin, ich muss sowieso in den Leseraum.
Ich gebe den Brief für Sie ab.
Nein, nein, das ist nicht nötig.
Kommen Sie, Flurin. Geben Sie her.
*spannende Musik*
"Zur wirtschaftlichen Stellung der Kolonien in Afrika
hinsichtlich der wirtschaftlichen Erörterung kolonialer Dinge ..."
*nervöses Atmen*
Warum mit Briefmarke?
*angespannte Musik*
"23 Uhr, Roulettezimmer, identifizieren."
"Dann warten auf Zustellung des Pakets."
Entschuldigung. - Ja?
Ein Brief für Sie. - Danke.
Ich habe den Brief verschlossen und dem Mann zukommen lassen.
Ein Kurier mit einem Koffer also.
Würdest du den Mann wiedererkennen? Natürlich.
Gut.
Wo immer der Kurier hingeht, wir folgen ihm.
Wir müssen wissen, was in diesem Koffer ist und was Taylor vorhat.
Du lernst schnell.
Hallo. Pst.
Was machst du heute Abend? - Arbeiten.
Gott, Vreni, du Trampel! - Entschuldigung.
Noch mal waschen!
Das wird dir vom Lohn abgezogen. - Du Sklaventreiber.
Georg, nicht.
Was willst du?
Verdammter deutscher Sauhund! - (Gabathuler) Alle herhören!
Vier von Ihnen dürfen heute
bei Prinzessin Belovas Neujahrsball mitwirken.
Auch dieses Jahr erwarten wir trotz Krieg
wieder hochrangige internationale Gäste.
Ich brauche kräftige Männer.
Nach getaner Arbeit steht Ihnen die Bar offen.
Was sollen wir tun?
Dass Deutschland den Krieg befeuert hat, war ein Verbrechen.
Großmächte und scheinheilige Demokratien haben uns gezwungen.
Was ist mit dem kolonialen Franzosen,
den Belgiern, die in Afrika 10 Millionen abgeschlachtet haben?
England hält sich vom Nord- zum Südpol ein Söldnerheer,
allein zum Zweck des Eroberns.
Um die Augen etwas dunkler.
Krieg hat nie etwas gelöst. Am Ende wird der Pazifismus siegen.
Die Schweiz ist eine Demokratie ohne Kolonien.
Eine, die mit allen Kriegsparteien Geschäfte macht.
Hier.
*gefühlvolle Musik*
Ich bin auch ohne Mutter groß geworden.
Wo willst du mit deiner Elli eigentlich hin?
Lächle, Liebes.
Magnifique. Komm.
In deiner Demokratie haben Frauen genauso wenig zu sagen
wie in meiner Monarchie.
Nur bestimmen da keine Bauern über ihr Schicksal.
Sondern gebildete Leute. Ich habe eigene Kleider.
Nicht die richtigen.
*gefühlvolle Musik*
Thanner wird nicht mögen, dass ich so offenherzig herumlaufe.
Was dein Verlobter sagt und denkt, sind zweierlei.
Attraktivität bedeutet Macht.
Und Macht bedeutet Kontrolle.
Und die übernehmen wir heute Nacht.
*spannungsgeladene Musik*
Wünschen Sie auch eins, Lieutenant General?
Major General. Darauf muss ich bestehen.
Eins, zwei ...
Herr Brunner. Zurück aus dem Aktivdienst?
Dieses Fest lasse ich mir nicht entgehen.
Guter Mann. Verteidigt an der Grenze unser Land.
Schön, dass Sie zurück sind aus Chur.
Ah, Herr Großrat!
Ein Foto für den "Davoser Curier"
mit Ihrer bezaubernden Verlobten?
Ihr Kleid, ein bisschen sehr gewagt, finden Sie nicht?
Gefalle ich Ihnen etwa nicht? Ein bisschen lächeln, bitte.
Ja.
(Gabathuler) Meine Damen und Herren,
Ihre Gastgeberin, Prinzessin Olga Belova!
*Fanfaren*
*orientalische Musik*
Mesdames et messieurs.
Chers ambassadeurs et consuls.
Dear friends.
(russischer Akzent) Willkommen zu Olga Belovas Neujahrsball.
Wieder ist Vollmond, und wieder ist ein Jahr vergangen.
Asklepios' Nacht:
Der Gott der Heilkunst atmet in Davos
wie nirgendwo sonst auf der Welt.
Der Industrielle aus Paris
mit der russischen Adelstochter,
die Baronesse aus Konstantinopel mit dem Künstler aus Danzig,
hier kommt die europäische Familie zusammen.
Anima und Animus, krank oder gesund,
Freund und Feind, heute sind wir alle gleich.
Tanzen wir den Schrecken dieses Kriegs zurück in die Hölle
und ertränken das Grauen in Alkohol.
*Jubel* Der Ball ist hiermit eröffnet.
Na sdorowje! *Jubel*
*heitere Musik*
Hallo. - Hallo.
All die edlen Menschen. Mit Johanna war ich in der Schule.
Lass uns mal zusammen ausgehen, du und ich.
Hm? - Georg, du bist nett.
Aber du hast noch weniger als ich.
Ich will nicht enden wie meine Mutter. Die Viecher, die Gören.
Das da, das ist meine Welt.
Das hier? Aber du bist ein Zimmermädchen.
Georg! Der Prinz Harald von Dänemark.
Dänemark, Deutschland, Frankreich. Du sollst fürs Vaterland kämpfen.
Aber hier gibt es keine Nationen, nur Klassen.
Hat der Prinz einen hübschen Sohn? - Vergiss es.
Die bleiben unter sich. Das kann man nutzen.
Wie meinst du das jetzt?
Schau einfach, dass du Mitternacht nicht mehr im Saal bist.
Ein Kurhaus bringt in diesen Zeiten keinen Gewinn mehr. - Ja, stimmt.
Die Banken sind auch vorsichtig.
Und Kriegsanleihen? - Hören Sie doch auf, Jovin.
Anleihen sind was für Frauen und Idioten.
Rüstung und Lebensmittel. Da lohnt sich die Investition.
Vergessen Sie die Medizin nicht.
Wirtschaft interessiert Sie? Auf keinen Fall.
Wirtschaftstheorie ist ein schlechter Witz.
Wollen Sie einen guten hören?
Sagt der Arzt zur Patientin: "Ich verschreibe Ihnen Moorbäder."
Sie: "Das hilft bei der Tuberkulose?"
Der Arzt: "Nein, aber Sie gewöhnen sich schon an die feuchte Erde."
*Lachen* Sie sind böse, Gräfin.
Die Welt ist böse.
Und ich bin gleich wieder da.
Gut siehst du aus, Schwesterherz.
Ein neues Kleid?
(angespannt) Mhm.
Du spielst die Verlobte perfekt.
Ich weiß nicht, wovon du sprichst.
Mit dir stimmt etwas nicht.
Und das gerade von dir.
Es fehlen Gäste, ich soll wegen der Schulden heiraten,
und ihr veranstaltet so einen Ball.
Die Damen? Schwester Johanna?
Darf ich um diesen Tanz bitten?
Dr. Mangold?
Ich hoffe, das stört Sie nicht.
Bitte schön.
*Heitere Musik endet.*
*Applaus*
*vergnügliche Musik*
Was zur Hölle tut sie da?
Danke, dass Sie mich heute Morgen in Schutz genommen haben.
Der Professor mag Sie. Er meint, keine putzt so gut wie Sie.
Er muss es wissen. Bei ihm gibt es die größte Sauerei.
*Vergnügliche Musik endet.*
*nervöses Lachen*
*langsame Walzer-Musik*
Ich danke.
Ja.
Ich ... Ich danke auch.
Ähm, ich muss mich noch schnell frisch machen.
Hm?
Du bist spät. Reiß dich ab jetzt zusammen, klar?
*angespannte Musik* Einen Cognac.
*fröhliches Stimmengewirr*
Da ist er.
Na dann schauen wir mal, was passiert.
Na bitte.
Folgen wir ihm.
*gespenstische Musik*
Franz, geh dem Kurier hinterher.
Und lass ihn nicht aus den Augen.
(nervös) Und jetzt?
Darf ich?
*spannende Musik*
Nur unter Druck wird aus Kohle ein Diamant.
Finde den Widerstand.
Und jetzt ist es wie bei einer Operation.
Mit etwas Geduld und Gefühl ...
*Klicken*
... erzielt man wahre Wunder. *lautes Frauenlachen*
Geh, ich lenke sie ab.
Monsieur Richelieu, quel plaisir.
Wie geht's der Lunge?
Nicht gut. Gar nicht gut.
*spannungsgeladene Musik*
(Taylor) Gentlemen, bitte folgen Sie mir.
Darf ich?
*Schlüsselklappern*
*zittriges Atmen*
General Sobolow. General Chevallier. Danke, dass Sie gekommen sind.
Bitte, Gentlemen.
Wasserdicht und mit Stoppuhr.
Die Schweizer wissen, wie man Geschäfte macht.
Und jetzt ...
*nervöses Keuchen*
Wunderschön.
Unsere Leute in London sind überzeugt:
Der Erfolg unserer Mission hängt von dieser Innovation ab.
Bereit, meine Herren?
Drei, zwei, eins. Los.
Tick.
Tack. Tick.
Tack. Tick. Tack.
Genau zehn Sekunden.
Robuste Technologie für schwere Artillerie.
Einschlag- und Zeitzünder vereint in einem einzigen Sprengkopf.
Ist der kompatibel mit Giftgas-Patronen?
(Chevallier) Natürlich. Senfgas, Chlorgas ...
Dank Zeitzünder wird knapp über Boden gesprengt.
Für maximale Zerstörung.
Die Soldaten in Gräben,
... im Feld ... kein Entrinnen.
Die Deutschen werden vernichtet, bevor sie es auch nur merken.
Es wird Tod regnen.
(Chevallier) Eine halbe Millionen der Zünder ...
und Mission H kann beginnen.
Und Obacht, wir haben einen deutschen Spion im Visier.
Meine Leute werden sich kümmern. Gentlemen.
*Tür wird geschlossen.*
*angespannte Musik*
*dynamische Musik*
*Applaus*
*Klirren, Schreie*
(Georg) Nieder mit der Bourgeoisie! Nieder mit euch!
Lauft, ihr Schmarotzer!
*aufgebrachtes Stimmengewirr*
(Mann) Wir müssen raus hier!
Bewahren Sie die Ruhe!
*verrücktes Lachen* Raus mit der Bourgeoisie!
Raus, ihr Schweine!
Keine Sorge, die Lage ist unter Kontrolle.
Welcome, my German friend.
*Stöhnen*
Und?
Was ist passiert? Was hast du herausgefunden?
Ich muss zu meiner Familie. Warte. Die Briten haben Franz.
Sie foltern ihn, und er wird reden.
Über mich, über dich und über deine Tochter.
Denk an Elli.
*spannende Musik*
Fick dich.
Woher wusstet ihr vom Kurier?
(flüstert) Fahr zur ... Hölle.
Hm.
Nein, tiefer.
Tiefer, tiefer, ja.
*Schnittgeräusch, Schreie*
Was, wenn Franz schon geredet hat?
Würden sie ihn dann noch foltern? Der hält lange durch.
Sein Vaterland bedeutet ihm viel.
*nervöses Keuchen* Ich gehe jetzt rein.
Selbst als Krankenschwester wirst du Franz da nicht retten können.
Dann brauchen wir was anderes.
Jetzt rede, Herrgott noch mal.
Wer ist dein Führungsoffizier?
Interessant.
Also ... Dann ziehst du es vor, zu schweigen.
Mein Freund. Machen Sie weiter.
*laute Alarmklingel*
Was ist das?
Wir haben zwei Minuten, bis jemand kommt. Was jetzt?
Was auch immer passiert ...
wir treffen uns Promenade Ecke Alberti.
(Zaire) General, take your wife and leave.
(Taylor) Yes.
*düstere Musik*
*Schreien* Zurück! Zurück!
*hastiges Keuchen*
*düstere Klänge*
Wie können Sie mich mit dem Arzt vor allen demütigen?
Aber Sie ... Wenn ich Nein gesagt hätte ...
Wie wäre ich dann dagestanden? Das hätten Sie machen müssen.
Nach der Hochzeit weht ein anderer Wind.
Das verspreche ich dir.
(Gabathuler) Der Deutsche mit der Augenklappe war dabei.
(Belova) Das ist eine Sabotage.
Mein Schwiegersohn hat den Kommunisten festgenommen.
Johanna. Endlich. Wo warst du?
Ich ... Bei den Gästen. Johanna.
Johanna.
Schön sah sie heute Abend aus.
Sie ist Ihrer Frau wie aus dem Gesicht geschnitten.
Ja, meine Frau ... Gott habe sie selig.
Wenn Johanna sich nur sonst mehr an ihr orientieren würde.
Sie vermissen Ihre Frau.
Ich auch.
Aber seien Sie nicht so hart zu Johanna.
Kein Kind möchte ohne Mutter aufwachsen.
*Sie spricht russisch.*
*lautes Ausatmen*
*gefühlvolle Musik*
*zittriges Atmen*
Du bist gekommen.
Ich will mein Geld.
Jetzt komm erst mal mit.
Sie hatten nie vor, Franz zu retten.
Ihren eigenen Partner. Ich habe getan, was nötig war.
Nicht zuletzt für dich und Elli.
Franz kannte das Spiel. Spiel.
Deswegen sind wir hier? Ich habe keine Angst vor Ihnen.
Ich habe den Krieg gesehen.
Und ich, wie Dr. Mangold dich abgelenkt hat.
Pass gut auf. Männer vernebeln einem die Sicht.
Ich habe genug von Ihnen.
Ich will mein Geld, dann bin ich mit Elli weg.
Und was ist mit deiner neuen Identität?
Ohne die wirst du nicht weit kommen.
Franz war ein Verlust, zugegeben.
Aber darüber hinaus war der Abend ein voller Erfolg.
*angespannte Musik*
Wir müssen jetzt wohl lernen, uns gegenseitig zu vertrauen.
Deshalb sind wir hier.
Immerhin hast du bewiesen, dass du es wert bist.
Nun musst du dich entscheiden.
*ruhige Musik*
*Ticken*
Von hier aus stehen wir in Kontakt mit Berlin und der ganzen Welt.
Du sagst, die Briten und Franzosen
bestellen bei den Schweizern neuartige Doppelzünder.
Für schwere Artillerie.
Eine halbe Million? Mhm.
Mission H muss eine Großoffensive sein.
Mit Giftgas.
Zürich und Berlin sind informiert.
Und in Bern sind wir an Taylors Partner dran.
Die Frage ist nun ...
*düsteres Rauschen*
... wo genau sie Deutschland angreifen wollen.
Welche Bedeutung könnte das H haben?
Versuche, das während meiner Abwesenheit herauszufinden.
Hör alle möglichen Gespräche und Telefonate von Taylor ab.
Durchforste seine Notizen, die Post. Alles kann wichtig sein.
Ich muss in die Heimat.
Dein Geld lasse ich dir zukommen.
*spannende Musik*
Ich will eine Waffe. Zu meinem Schutz.
Sie will eine Waffe.
Eine als Ersatz.
Zufrieden?
Also noch mal, Kohlmann.
Wer war beteiligt bei Ihrer Attacke auf den Ball?
Hure der Bourgeoisie.
Wer hat mich verraten?
Wer hat mich verraten?
*Keuchen, Telefon klingelt.*
Mein Schwiegervater hätte dich niemals aufnehmen sollen.
Wer war noch beteiligt? Rede, oder du wirst hier verrotten.
Gabathulers Schoßhündchen.
Wuff, wuff, wuff, wuff.
Mich plagt ein ungutes Gefühl.
Man sollte Johanna jetzt nicht allein lassen.
(Konsul) Solange sie nicht abhaut.
Es war ein Fehler, ihr das Kind zu zeigen.
*röchelndes Husten*
Und hier?
Was ist mit der Lunge?
Weit fortgeschrittene Tuberkulose.
Vereinzelte Pleuraschwarten?
Faszinierend. In der Tat.
Ihr Vater ist sicher stolz auf Sie.
Und nach der Hochzeit arbeiten Sie nicht mehr bei uns?
Stört Sie das?
Ehrlich gesagt, ja.
*gefühlvolle Musik*
(räuspernd) Ich muss ... nach oben zur nächsten Visite.
Machen Sie ihn wieder hübsch. Sie wissen ja, wie es geht.
*düstere Musik*
*spannende Musik*
*zittriges Atmen*
Nur eine Waffe und keine Begrüßung.
In manchen Teilen der Welt ist das unhöflich.
Na ja. Deutschland kann es dann nicht sein.
Ihre Leute haben meine Familie abgeschlachtet,
ohne Begrüßung.
Sie sind der Belgier.
Ihr neuer Kontaktmann.
Und Sie?
Sie sind ein verdammter Mörder, ein Verräter.
(schnaubt) Ich kenne Ihre Akte. Die Deutschen wussten vom Koffer.
Sie wussten von Taylors Treffen mit den Generälen.
Von wem?
Nicht von mir. Ihre Befehle mögen aus London und Paris kommen.
Aber ich bin Ihr Agent in Davos.
Ihre einzige Quelle in deutschen Kreisen.
*spannende Musik*
Der Kellner kann es nicht alleine gewesen sein.
Die Deutschen wussten vom Kurier und vom Treffen. Woher, verdammt?
Was meinen Sie?
Haben wir einen Verräter?
Oder eine Verräterin.
*Durchladen*
*angespannte Musik*
*Schuss*
*spannende Titelmusik*
(Mann) Sie werden bald erkennen, die einzige Chance für Deutschland,
diesen Krieg zu gewinnen, ist Lenin.
Warten Sie.
Jetzt ist die Gabathuler wertlos.
Sie muss weg.
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