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(mystische Musik)
(entferntes Donnergrollen)
(Wiehern)
(düster schwelende Klänge)
(Knall) (Frau schreit)
(Frau weint)
(spannungsvolle Musik)
(Mann) Aus dem Weg.
(Frau schreit)
(reißerische Musik)
(Schuss)
(er schreit)
(er keucht)
(schaurige Musik)
(mysteriöse Musik)
Unter die Erde mit all denen.
(Frau) Kümmert euch um sie.
(lautes Donnern)
(er atmet stoßweise)
(Vogelrufe)
(grausige Musik)
(er keucht und hustet)
(er würgt)
(kämpferische Streichmusik)
(Stimmengewirr)
(monotone düstere Musik)
(Mann) Fräulein Bonacieux?
Die Gräfin von Valcour erwartet bis zum Abend Antwort.
Das Schiff legt morgen bei Tagesanbruch ab.
Sehr gut.
(schwermütige Musik)
(Frau) „An diesem Samstag, wie an jedem Karsamstag,
geht Ihr zur Beichte in die Abtei von Val-de-Grâce.
Ich werde heimlich anwesend sein
und beichten, dass ich nur an Euch denke.
In sechs Tagen.
Sollte ich bis dahin nicht tot sein,
sehe ich Euch wieder, Madame.
Euer geliebter...
Herzog von Buckingham.“
Er beharrt darauf, in eine Stadt zu kommen,
in der er sein Leben riskiert.
Er setzt mich der Gefahr aus, meine Ehre zu verlieren.
(Mann) Ihre Majestät, die Königin.
Mit Einverständnis der Abgesandten Seiner Heiligkeit des Papstes
wird Arthus d'Épinay von Saint Luc, Bischof von Marseille,
zur Rechten Eurer Majestät sitzen.
(Gaston stößt Luft aus)
Pater François de Loménie vom Orden der Dominikaner...
(Louis) Was ist, mein Bruder?
Eure Heirat mit der Herzogin von Montpensier interessiert euch nicht?
Wir sollten keine Hochzeit, sondern den Krieg vorbereiten.
Den Krieg?
-Gegen wen? -Die Protestanten.
Majestät, La Rochelle bereitet sich schon seit Wochen vor.
-Sie versammeln Männern und Waffen. -Sie wollen die Abspaltung.
Wenn wir nichts tun, gibt es bald einen Staat im Staat.
Dann dauert es nicht lang, und England hat einen Fuß im Land.
Ihr wollt also, Monsieur Le Comte, dass ich...
einen Krieg beginne gegen Protestanten.
Und England?
(Gaston) Protestanten und Engländer paktieren.
Saint-Blancard, ihr Anführer, ist in London.
Er wurde von Buckingham persönlich empfangen.
Warum empfängt der englische Kriegsminister
einen Protestanten aus La Rochelle, wenn es nicht um Krieg geht?
Wir müssen das Land von diesen Ketzern befreien.
Ihr wollt also keinen Krieg, sondern einen Kreuzzug.
-Ein Gott, ein Land, eine Religion. -Es reicht!
Eine zweite Bartholomäusnacht gibt es unter mir nicht!
Die Glocken von St-Germain-l'Auxerrois
läuten dieses Mal für Eure Vermählung...
nicht für Massaker an Protestanten.
Muss ich daran erinnern,
dass unser Vater durch einen Katholiken umkam?
Nehmt euch vor Euren frommen Freunden in Acht.
-Deuten Eure Majestät an... -(Louis) Ich deute nichts an.
Ich bin der König.
(Chalais) Der Adel möchte nichts außer für Euch kämpfen, Sire.
Wir sind Eure wahren Freunde.
(Richelieu) Er hat keine Freunde.
Er hat nur Untertanen und Feinde.
Zeigen wir, dass wir alle seine Untertanen sind.
Nicht wahr?
(bedrohliche Musik)
Er hält sich für Louis, den Gerechten.
-Er ist nur Louis, der Schwache. -(Königinmutter) Mein Sohn...
Ihr glaubt, Ihr sprecht mit Eurem Bruder,
aber er ist der König.
Ihr wart anwesend, Mutter? Ich vernahm den Klang Eurer Stimme nicht.
Ihr sprecht laut, so habt Ihr es gelernt.
Vielleicht hört man Euch zu...
wenn Ihr lernt zu schweigen.
(bedrohliche Musik klingt aus)
-Eure Eminenz... -Milady...
Also?
Nun, dank Euch werden sich Buckingham und die Königin endlich wiedersehen.
Gibt es Schwierigkeiten?
Tot und unter der Erde.
Die Königin zieht die Schande dem Krieg vor.
Sie wird die Schande haben...
und wir den Krieg.
(bedrohliche Musik)
(Stimmengewirr)
Verzeihung, ich möchte zu Hauptmann de Tréville.
-Werdet Ihr erwartet? -Nein, ich habe eine Empfehlung.
-Dann stellt Euch dahinten an. -Danke.
(Mann) Das ist nichts für euch.
-Dann warte ich zwei Tage. -Ich denke, drei.
Der grün gekleidete Edelmann steht seit Sonntag an. Nur Mut.
Nein, das ist nicht gültig.
(Stimmengewirr)
(Mann) Hey! Hey! Hey!
(er stößt Luft aus)
(Stimmengewirr)
(unheilvolle Musik)
(Kampflaute)
(Mann) Fünf Fuß, acht Zoll.
Der Nächste.
(hoffnungsvolle Musik)
-(Mann) Feuer. -(Schüsse)
(Degenrasseln)
(Schüsse)
(de Tréville) Hört mich an, gestern im Morgengrauen
trafen die Wachen von Richelieu auf eine Horde von Trunkenbolden,
betrunken wie die Schweine,
die auf der Straße ein Gelage abhielten.
Und wer waren diese Nichtsnutze?
Die Musketiere des Königs.
-Was wisst Ihr? Man hat Euch erkannt. -Ihr wollt doch nicht...
(de Tréville) Ich will nicht,
dass wir der Kardinalsgarde Anlass zu Gelächter geben.
-Capitaine de Tréville? -Junger Mann?
Charles d'Artagnan. Dieser Brief ist von meinem Vater.
-D'Artagnan... Der Sohn von Achille? -Ja.
Was ist mit dem Brief passiert?
Wir bekamen einen Schuss ab. Meine Bibel hielt die Kugel auf.
Ihr seid der Erste, den dieses Jahr die Religion rettete.
Ich kannte Euren Vater gut. Was kann ich tun?
Redet schon. Ich bin in Eile.
Seit ich denken kann, träume ich davon, meinem König zu dienen.
Ich wollte schon immer zu den Musketieren gehören.
Ich schreibe an die Königliche Akademie.
Mehr kann ich nicht tun. Schließt euch den Kadetten an.
Und vielleicht werdet Ihr eines Tages ein Musketier.
Seid beruhigt, es wird nicht lange dauern.
(er stößt Luft aus)
(bedrohliche Musik)
(bedrohliche Musik wird intensiver)
-(Mann) Hey! -Verzeihung.
Ist das alles?
-Denkt Ihr, dass das reicht? -Ich sagte Verzeihung.
Ich habe nur noch einen Arm, aber zwei Ohren,
und Ihr klangt nicht aufrichtig.
-Entschuldigt, ich habe es eilig. -Ihr seid vor allem sehr ungehobelt.
Ein Gascogner, der sich entschuldigt...
ist der Ansicht, es bereits einmal zu oft getan zu haben.
Es ist unübersehbar, dass Ihr von weit her kommt.
Von wo auch immer, Ihr erteilt mir keine Lektion in feinen Manieren.
Aber ich gebe euch eine. Auf meine Art, und zwar Eure letzte.
Ihr sollt wissen, dass Ihr mich findet,
wann immer Ihr dies wünscht.
-Und wo genau, bitte schön? -Calvaire Saint Sulpice, um 11 Uhr.
Ich werde da sein.
(spannungsvolle Musik)
(Mann) Hey!
Mein Gott, habt Ihr keine Augen im Kopf?
Entschuldigt, ich...
Ich bin hinter jemandem her.
Wäre er fetter, würde ich ihn aufspießen.
(Gelächter)
(er lacht)
Worüber lacht ihr? Lachen wir gemeinsam.
-Ich lache, wann's mir passt. -Ich mag kein Gelächter über mich.
(er kichert) Dann bringe ich Euch zum Schweigen.
(er lacht)
-Wo soll ich mich einfinden? -Im Luxembourg?
Im Luxembourg. Mittags. Regt den Appetit an.
-Ich werde dort sein. -Na, lauft.
Ein Hieb wird reichen, habt ihr verstanden?
Ja.
Der Hieb muss sitzen. (er pfeift)
(spannungsvolle Musik)
(d'Artagnan) Monsieur, es würde Euch ärgern, das hier zu verlieren.
Sie irren sich. Es gehört mir nicht.
Das gehört meiner Frau.
Ihr habt es wohl fallen lassen.
Ich habe es dort liegen sehen. Dachte, es gehört Euch...
-Aber es lag auch zu Euren Füßen. -Seht Ihr.
-Ich habe mich geirrt. -Ich fürchte, ich ebenso.
-Ihr habt mich bloßgestellt. -Verzeiht. Das war keine Absicht.
Davon gehe ich aus.
Glaubt Ihr, ich habe Angst?
Ich hoffe, Ihr seid kein Narr. Es wäre klug, Angst zu haben.
Dann bin ich ein Narr.
So schien es mir.
Ihr tut unrecht, wenn Ihr mich demütigen wollt.
Mein Herr,
ich kämpfe nur, wenn es sein muss, und nur widerwillig.
Aber diesmal ist es ernst.
Eine Frau wird durch Eure Schuld bloßgestellt.
Durch meine Schuld?
Da ich Euch Lebensart nicht lehren kann, lehre ich Euch das Sterben.
(er stößt Luft aus) Und wo bitte soll das stattfinden?
(er stößt Luft aus) Punkt 12, Rue des Carmes.
Zu Ihren Diensten.
-Verzeihung, ist 1 Uhr auch möglich? -(er lacht)
Dann genießt diese Stunde Leben, die ich Euch gewähre.
Danke.
(bedrohliche Musik)
(Stimmengewirr)
(er ächzt)
Verzeiht, ich habe Euch verwechselt. Es tut mir leid.
Zum Glück habe ich Euch nicht getötet.
Das bin ich gewohnt.
Ich hielt Euch für einen anderen, der mir gefolgt ist.
-Ist nichts. -Constance.
Ich bin Constance Bonacieux.
Sehr erfreut. D'Artagnan.
-Ihr kommt wegen der Anzeige? -Das stimmt.
Welche Anzeige?
-Das Zimmer, das zu vermieten ist. -Ich miete es.
Ist gut. Wollt Ihr es denn nicht sehen vorher?
Ach, äh... Doch. Nein.
Nein, das... Alles bestens, ich habe genug gesehen.
Ich fürchte, der Schock hat Eurem Sehvermögen geschadet.
-Ich hoffe, Ihr könnt noch hören. -Ja.
Das macht eine Livre die Woche für das Zimmer.
-Eine Livre die Woche? -So ist es.
Also das müsste reichen für einen Monat.
Oder vier Bretter für meinen Sarg.
Dann habe ich Euch so verletzt?
Nein, nicht Ihr.
In einer Stunde trete ich gegen drei Männer an.
Aber das überlebt Ihr nicht.
Nein.
Ein Musketier wird mich töten.
(bedrohliche Musik)
(d'Artagnan) Ein schöner Ort zum Sterben.
Habe ich mir schon oft gedacht.
Wir haben uns nicht vorgestellt.
Athos de Sillègue d'Hauteville.
Graf de la Fère.
Charles d'Artagnan. Aus der Gascogne.
Später wird man mich einen Kindsmörder schimpfen.
-Und mich einen Mörder von Greisen. -Wirke ich so müde?
Ihr erweist mir die Ehre dieses Duells trotz Verletzung?
Lässt mich meine rechte Hand im Stich...
wird meine linke reichen, Euch zu töten.
Ich habe zwei Freunde, die mir als Sekundanten dienen.
-Was macht der hier? -Er ist Euer Sekundant?
Das ist Porthos. Der zweite Aramis.
-Ich duelliere mich mit dem Herrn. -Ich mich auch.
-Aber um 12 Uhr. -(Aramis) Und 13 Uhr...
töte ich ihn.
(d'Artagnan seufzt)
Nun, Monsieur Athos tötet mich als Erster.
Monsieur Porthos als Zweiter.
-Aramis, mein Bester. -Aramis als Letzter.
Verzeiht, dass ich nicht alle zufriedenstellen kann.
(Porthos und Aramis lachen)
Wie lange seid Ihr schon in Paris?
-Seit heute Früh. -(sie lachen)
(Athos) Drei Musketiere in drei Stunden.
Müsste ich Euch nicht töten, würde ich ein Glas spendieren.
Ihr werdet auf mein Wohl trinken.
(spannungsvolle Musik)
(Wiehern)
(Aramis) Athos. Die Garde des Kardinals.
Sie sind uns gefolgt.
Hier wird gekämpft?
Duelle sind verboten. Lasst die Degen fallen.
Mein Degen mag keinen Staub, Jussac. Wenn Ihr ihn wollt, holt ihn euch.
Beruhige dich. Sie sind sieben, wir sind drei.
-Athos hat einen Fuß im Grab. -Der andere tritt dir in den Hintern.
Monsieur, Ihr sagt, Ihr seid drei.
Mir scheint, wir sind zu viert.
Töte ihn, bitte. Er bringt mich zur Weißglut.
Würden sich die Herren entscheiden?
(Athos) Wartet.
Wir lassen diesen jungen Kadetten üben.
Auf Wunsch von Hauptmann de Tréville.
Alle für einen!
Einer für alle.
(Wiehern, Schüsse)
(er keucht)
(Mann keucht)
(spannungsvolle Musik wird intensiver)
(er ächzt)
(dumpfes Knallen)
(er röchelt)
(Mann schreit)
(Mann schreit schmerzerfüllt)
(Mann stöhnt)
(er keucht)
(Mann schreit)
(Porthos brüllt)
(rasante Musik)
Nun zu euch.
Seid Ihr nicht der Bruder von Lucie de Maupin?
Lasst meine Schwester da raus.
Geht! Ich will ihr nicht noch mal das Herz brechen.
Lauft, ehe ich meine Meinung ändere!
(d'Artagnan röchelt) Welcher Tag ist heute?
Dieser Herr soll sein Todesdatum kennen.
(Aramis) Der Tag der Heiligen Roxana, der siebte.
Dann auf den siebten.
(heroische Musik)
Ich bin nur ein Kadett.
Aber ich töte Euch, wenn ich ein Musketier bin.
(er atmet angestrengt)
(Porthos) D'Artagnan!
(Matschen, Schrei)
(er keucht)
(spannungsvolle Musik)
(spannungsvolle Musik klingt aus)
Die Rivalität in unserem Heer ist lächerlich. Ich verabscheue sie.
Die Adligen bringen sich gegenseitig um,
während der Krieg naht.
Haltet Eure Soldaten zurück, dann tue ich dasselbe.
(Mann) Der König.
(Louis) Ah.
Dort sind also die Teufel...
die ich schelten sollte.
Ihr findet sie zerknirscht und reumütig vor.
Erschienen, um sich zu entschuldigen.
Niemand darf Justiz üben.
Das ist ein Recht, das nur mir zusteht.
Und nur mir allein.
Sire, wir bitten inständig um Verzeihung.
(Louis holt tief Luft)
Wer ist dieses Kind?
(de Tréville) D'Artagnan, Eure Majestät.
Nun, Ihr habt also... Hm...
Jussac diesen üblen Degenstoß verliehen?
Ja, Eure Hoheit.
Ich meine, geliehen.
Er gab ihn nicht zurück. Also besser geliehen.
Ich finde Euch recht arrogant, junger Mann.
Ist mein einziger Reichtum.
Und ich stelle ihn in den Dienst Seiner Majestät.
Bewahrt ihn für mich.
Anstatt ihn zu vergeuden, von morgens bis abends.
20 Männer in zwei Tagen ist zu viel.
Nicht dass Seine Eminenz, der Kardinal,
seine Kompanie neu formieren muss, in drei Wochen.
Aber gebt ihm was zum Anziehen, diesem armen Jungen.
Ich warne Euch, Könige benutzen ihre Füße nicht...
um rückwärtszugehen.
Der Nächste, der kämpft...
verfault auf den Galeeren.
Ich war nie dort,
aber es scheint schlimmer zu sein als in England.
(Stimmengewirr)
Ihr seid also nicht tot?
Nein. So leid es mir tut, Ihr müsst mich aufnehmen.
Schade. Die Sargbretter sind schon bestellt.
(Porthos) Sicher kein Fehler.
Könnte sein, dass er den Abend nicht überlebt.
(Stimmengewirr, heitere Musik)
(Porthos) Du bist reich.
Mein Vater sagte, Geld sei ein guter Diener, aber ein schlechter Herr.
Er hat so recht. Zahl die Runde.
(sie lachen)
-(d'Artagnan) Danke. -(Porthos) Auf dich.
-(Aramis lacht) -(Porthos) Die Arme hat kein Glück.
-Aramis hat Prinzipien. -Ist sie verheiratet?
Nein. Er kann sich nicht entscheiden zwischen Kirche und Armee.
Morgens will er General sein, abends Bischof.
Bei Verheirateten hält er sich beides offen.
Und Athos?
Will die Dämonen in Alkohol ertränken,
aber sie haben schwimmen gelernt.
Aramis!
Was immer Porthos sagt, er lügt.
Er meinte nur, dass Ihr ein Edelmann seid.
Nun, ich bin alles, nur kein Edelmann.
Hüte dich, d'Artagnan, er nimmt dich unter seine Fittiche,
um dich in sein Nest zu bringen.
-Ach, Ihr liebt die... -Wieso nicht?
Alles, was ich ins Bett oder auf den Teller kriege.
-Ist eine Menge. -Nur Dummköpfe nicht.
Zu schade. Du würdest nie Hunger haben.
-(er lacht) -Na, kommt! Eine Haxe ist eine Haxe.
(alle singen „Cadets de Gascogne“)
(gefühlvolle Musik)
(Stimmengewirr)
Ah, guten Tag.
Guten Tag...
(zögernd) Habt ihr...
Habt Ihr gut geschlafen? Guten Tag, Constance.
Guten Tag, Constance.
(er atmet tief ein und aus)
(er atmet schwer)
(unheilvolle Musik)
(Mann) Hey!
(Athos) Loslassen! Nein!
Nein!
(de Tréville) Euer Ehren, Athos d'Hauteville, Graf de la Fère,
hat in Flandern gekämpft gegen die Vereinigten Provinzen,
in Bayern gegen das Heilige Reich,
in der Pfalz, in der Lombardei, in Savoyen.
Er führte mehr Schlachten, als Schaulustige in diesem Saal sind.
Sein Platz ist nicht unter uns.
Er ist ein Denkmal.
(Applaus)
(mehrfaches Klopfen)
(Richter) Ich danke Euch, Capitaine,
aber ich urteile nicht über Denkmäler, sondern Menschen.
Comte.
Ihr gehört einer der nobelsten Familien des Landes an.
Doch Euer Blut und Eure Ehrentitel schützen Euch nicht, im Gegenteil.
Adliggeborene müssen sich ihr Leben lang als würdig erweisen.
Euer Bruder, Benjamin de la Fère,
tritt hervor als einer der Rebellenführer von La Rochelle.
Seid Ihr ebenso Protestant?
Ja, bin ich, Monsieur.
Glaubt Ihr an Gott?
An Gott, an den König und an Frankreich.
(Applaus)
(mehrfaches Klopfen)
(Richter) Im Johannes-Evangelium trifft Jesus auf Pilatus und sagt:
„Ich bin gekommen, dass ich Zeugnis ablege für die Wahrheit.“
Darauf Pilatus:
-„Was ist die Wahrheit?“ -(Richter) Ganz genau.
Ihr wurdet heute Morgen festgenommen.
Betrunken, voller Blut, einen Dolch in der Hand,
eine Unbekannte, grausam zugerichtet in Eurem Bett.
Also ist es an mir, Euch nach der Wahrheit zu fragen.
Habt Ihr diese Frau getötet?
Habt Ihr diese Frau getötet?
Ich weiß es nicht.
Kann er nicht lügen wie andere auch?
(Richter) Ihr wisst es nicht?
Nein.
Ich würde nie lügen, um dem Tod zu entgehen.
Da ich nicht genug am Leben hänge.
(Stimmengewirr)
(Richter) Comte, das reichste Erbe, das ein Ritter hinterlassen kann,
ist, ein Vorbild zu sein.
Euer Leben war vorbildhaft.
Euer Tod wird noch viel vorbildhafter sein.
Wenn ein Verbrechen den Tod verdient,
wird der Bürgerliche gehängt, der Adlige enthauptet.
Ritter Athos d'Hauteville, Graf de la Fère,
das Gericht verurteilt Euch zur Enthauptung mit dem Degen,
Montag auf dem Place de Grève.
(Menge) Nein!
(aufgebrachtes Stimmengewirr)
(mehrfaches Klopfen)
Wir gehen in Berufung!
Ihr habt vier Tage
für den Unschuldsbeweis oder die königliche Begnadigung.
-Gott steh Euch bei. -(unruhiges Stimmengewirr)
Wenn Athos sich nicht verteidigt, übernehmen wir das.
Findet raus, wer diese Frau ist und warum sie dort war.
Das ist unsere einzige Hoffnung.
(geheimnisvolle Musik)
-(er stößt Luft aus) -(Porthos atmet aus)
Hm?
Hm.
In nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti.
Weder Ring noch Kette, nichts.
Alles, was ich fand, sind die Dolchstiche.
-Eine Prostituierte? -(Arzt) Seht die zarten Hände an.
Diese Frau hat nie in ihrem Leben gearbeitet.
-Eine Bürgerliche oder Adelige. -Kann ich ihr Gesicht sehen?
(unheilvolle Musik)
(dumpfes Donnern)
Das ist die Frau, die mich töten wollte.
(Schuss)
(dynamische Musik)
Ich habe nichts getan.
Ich habe nichts getan.
Ich dachte, Ihr seid tot.
(er atmet schnell)
Ich schwöre. Ich hatte sie noch nie gesehen.
Schweig. Grab.
(schauderhafte Musik)
(Husten)
(Porthos) Wir finden nie heraus, wer diese Männer sind.
(Husten)
Trug er einen Siegelring?
(Mann atmet schnell)
(Aramis) Hey! Hey!
(bedrohliche Musik)
(Mann brüllt)
-Ich habe aufs andere Bein gezielt. -(sie lachen)
-(Mann atmet zittrig) -Du hast ihn an dich genommen.
Wo ist der Siegelring?
-Ich muss wissen, wer der Mann war. -(Mann keucht)
(Aramis schnalzt)
-Pst. -(Mann wimmert)
(Mann heult)
-(Mann) Was macht Ihr? -Ich beschmutze keine Klingen.
Ihr kommt in die Hölle.
Ich hasse die Folter.
Alle tun das. Sonst würde niemand reden.
(Mann) Sei gegrüßet, Maria, voll der Gnade, der Herr sei mit dir.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns...
Du fürchtest Gott?
Würde Gott über mich wachen
und nicht wollen, dass ich tue, was ich tue,
würde er einen Blitz schicken.
Aber seht nur, wie klar es heute ist.
(wimmernd) Erbarmen. (Mann weint)
-(entferntes Schreien) -Was macht er mit ihm?
-Er spricht mit ihm. -Er spricht?
Seine Worte sind schlimmer als Dolche.
(Aramis) Es gibt drei Ringe.
Der Dummkopf weiß nicht mehr, welcher wem gehörte.
Drei goldene Helme: Familie Brissac d'Argis.
Ein gekrönter Löwe, drei Rosen: Familie Dardel de Luzinais.
Ein Adler, zwei gekreuzte Degen: Familie de Valcour.
-Wir stehen kurz vor unserem Mann. -Und vor seiner Begleiterin.
Morgen Früh klopfen wir an ihre Türen.
Mit Gottes Hilfe retten wir Athos' Kopf.
(düstere Musik)
(spannungsvolle Musik)
(englisch) Willkommen in Frankreich, Lord Buckingham.
-War die Überfahrt ruhig? -Fast zu ruhig.
Unerwartet, Euch so bald wiederzusehen.
Finde ich auch.
(englisch) Aber die Einladung der Königin lehnt man nicht ab.
(spannungsvolle Musik)
(Schuss)
(Königin) Was ist los mit Euch, Sire?
Ihr seid anwesend, aber ich spüre, Euer Geist ist woanders.
(Louis) Gaston hat gestern einen Brief erhalten, von seiner Verlobten.
Und hat ihn vorgelesen.
Er hat die Liebesworte einer 16-Jährigen lächerlich gemacht.
Sie muss sich daran gewöhnen.
Er ist nicht zimperlich.
(Applaus)
(Hundebellen)
Ich fürchte, die Wünsche Eures Bruders...
erfüllen sich nicht durch eine Heirat.
Manchmal frage ich mich, ob ich König sein möchte
und er nicht besser wäre dafür.
Louis...
Ihr seid König durch den Willen Gottes.
Ich sollte vielleicht mit Euch kommen nach Val-de-Grâce.
Pater Arnoux war immer ein guter Ratgeber. Er könnte mich beruhigen.
Wenn Eure Majestät sich das wünscht,
wäre ich hocherfreut.
Nein, ein anderes Mal vielleicht.
Ich hoffe, Ihr kommt rasch zurück, nach Eurer Beichte.
Madame.
(spannungsvolle Musik)
(spannungsvolle Musik klingt aus)
(Mann) Worum geht es?
-Ich möchte zum Grafen de Valcour. -Er ist nicht da.
Wartet. Ich habe was, das ihm gehört.
Ich schaue, ob die Gräfin Euch empfängt. Folgt mir.
(sie holt tief Luft)
Isabelle de Valcour, sehr erfreut. Bitte sehr.
Ich bedaure sehr, Euch zu stören, Madame.
(Isabelle) Ich bin jedem dankbar, der meine Einsamkeit vertreibt.
Euer Gesicht ist mir vertraut. Kennen wir uns vielleicht?
Äh... Wäre ich Euch jemals begegnet, ich hätte es nicht vergessen können.
Ich kam gerade erst aus der Gascogne.
Ich heiße d'Artagnan.
Entschuldigt mein schlechtes Benehmen. Nehmt Platz.
-Danke. -(sie hustet)
Ich bin... (sie hustet)
seit Monaten hier, um ein Fieber zu kurieren,
und vergaß die Regeln des Anstands.
-Ich hoffe sehr, Ihr werdet gesund. -Ich überlebe es, wie es scheint.
Was kann ich für Euch tun?
Ja, Verzeihung... Äh...
Ich bin seit Kurzem im Besitz...
von diesem Ring hier.
Ich muss wissen, wem er gehört. Das ist sehr wichtig.
Zeigt ihn mir.
Aber... das ist der Siegelring von Tancrède.
-Tancrède? -Mein Bruder.
-Wo ist er, Madame? -In der Provinz, um Pferde zu kaufen.
Das wird ihn freuen.
Er wurde ihm letzten Monat gestohlen, und er war verzweifelt.
Letzten Monat...
Ihr scheint sehr bekümmert, Monsieur.
Nein, nein, ich... Ich freue mich für Ihren Bruder.
Ich bin nur enttäuscht, dass meine Spur hier endet.
Das klingt alles sehr geheimnisvoll.
In der Tat.
Ich... muss Euch verlassen. Ich muss zu meinen Kameraden.
Vielleicht hatten sie mehr Glück als ich.
Ich...
bin Euch unendlich dankbar für Euren Besuch.
-Ihr erwiest mir einen großen Dienst. -Es hat mich gefreut.
Mich sicher mehr.
Ich finde den... Weg hinaus.
Ich empfehle mich, Madame.
(Schritte)
(unheilvolle Musik)
(unheilvolle Musik wird intensiver)
(Isabelle) Monsieur?
(er ächzt)
(dynamische Musik)
(dynamische Musik klingt aus)
(er atmet angestrengt)
-Guten Tag, Madame. -Guten Tag, Monsieur.
-Ich brauche Euer Talent als Näherin. -Was soll genäht werden?
Äh... Ich.
Kommt mit.
-(er zischt) -Ihr hattet Glück.
Ein Stück weiter, und Euer Herz wäre getroffen worden.
Das ist es schon.
(er lacht)
Ihr sprecht schnell von Liebe.
Ich glaube, ich sprach nicht von Liebe.
Schweigt, sonst nähe ich Euch den Mund zu.
Gut. Ich schweige.
Das war's.
Vielen Dank.
Könntet Ihr bitte aufhören, Euch zu bewegen.
Ich bewege mich nicht.
-Aber Ihr bewegt Euch schon wieder. -Ich würde sagen...
Ich bewege mich nicht.
Vielleicht ist es nur mein Herz, das in meiner Brust schlägt.
Wenn Ihr mich weiterhin so anseht, kann ich Euch nicht weiter behandeln.
Gut, dann sehe ich Euch nicht an. Ist vielleicht einfacher.
So ist es viel zu unruhig. Ah, ich hab's. Das ist die Lösung.
(er kichert)
Woher habt Ihr das?
-Von Isabelle de Valcour. -Ihr kennt sie?
Nein. Sie wurde ermordet. Eine andere...
gibt sich als sie aus und wollte mich töten.
-Man muss die Königin warnen. -Die Königin?
Ja. Isabelle de Valcour war die Botin des Herzogs von Buckingham.
Man hat ihr eine Falle gestellt, kommt.
(unheilvolle Musik)
(dynamische Musik)
(englisch) Wartet hier auf mich.
Hochwürden.
Es ist mir eine Ehre, Euch zu empfangen, Monsieur. Bitte folgt mir.
(schwermütige Musik)
(Feuer knistert)
(sie lacht)
(er atmet stoßweise)
(englisch) Das ist verrückt...
(englisch) Ich riskiere mein Leben und meine Ehre,
um eine Sekunde bei Euch zu sein.
-Das ist so gefährlich... -Ich weiß. Ich weiß.
Ich kam sofort, als ich Eure Einladung erhielt.
Meine Einladung?
Meine Einladung?
Nein...
Wo sind Eure Männer?
(Schuss)
(Kampfrufe)
(Glocken läuten)
(Schuss, sie schreit)
(sie keucht)
(Mann schreit)
(tragische Musik)
(Kampfrufe)
(Schuss)
Na los!
(sie kreischt)
(Mann stöhnt)
Keine Angst, Madame, sie haben es auf mich abgesehen!
(Schuss)
Er hat die Gräfin de Valcour entführt.
Lasst sie los.
(spannungsvolle Musik)
(Mann stöhnt)
(er ächzt)
(er atmet angestrengt)
(sie atmet angestrengt)
Ich sehe Eure Angst, mich zu verlieren.
Wenn Ihr durch Eure Liebe sterbt,
will ich nicht länger leben.
Wenn Ihr um mich weint, dann liebt Ihr mich!
Ich bin meinem König treu.
Ich bin seine Frau und ich werde ihn niemals betrügen.
Vergesst mich und diese Liebe.
Sagt, dass ich nie wiederkommen soll, ich gehorche.
Gebt mir etwas von Euch,
damit ich weiß, dass ich nicht geträumt habe.
Wenn ich tue, worum Ihr bittet, werdet Ihr dann tun, worum ich bitte?
Auf der Stelle.
(düstere Musik)
Geht und kommt niemals wieder.
Ich flehe Euch an.
(düstere Musik klingt aus)
(sie wimmert leise)
(sie räuspert sich)
Uns verbindet nun etwas.
Uns verbindet ein Geheimnis.
Mein Leben wird nicht lang genug sein, um Euch zu danken.
Doch solltet Ihr jemals die Hilfe der Königin von Frankreich brauchen,
wird sie für Euch da sein.
Ich fürchte sehr, dass dieser Tag näher ist, als Ihr denkt.
Es gibt noch ein weiteres Opfer in diesem Komplott.
Ein Musketier. Nach Urteil des Richters soll er enthauptet werden.
(schwermütige Musik)
(Hufgetrappel)
(Constance) Und?
Und... es war furchtbar und herrlich zugleich.
Sie lehnten sich zitternd aneinander. Sie gab ihm ihr Collier.
Der Herzog sagte etwas zu ihr, das sehr schön war,
kurz bevor er ging:
„Ich verlasse Euch, aber ich behalte Euch bei mir.“
-Das ist so traurig. -Ja.
Ihr habt recht. Sie hätte ihn küssen sollen.
Ihr schreibt mir Worte zu, die nicht meine sind.
(sie kichern)
Danke.
Ihr Leben gehört ihr nicht.
Sie ist die Königin von Frankreich.
Ja.
Aber Ihr seid es nicht.
Constance...
-(sie lacht) -Ich sehe, ich berühre Euer Herz.
-Ihr errötet. -Nein.
-Aber doch. -Ich erröte aus einem anderen Grund.
(lacht) Es ist die Zurückhaltung Euren Komplimenten gegenüber.
-Nein. -(sie lacht)
(er lacht und stößt Luft aus)
Gute Nacht.
-Nicht dort entlang. -Ich weiß.
(er lacht)
(Louis zischt)
Was habt Ihr gestern in Val-de-Grâce gemacht?
(Königin) Pater Arnoux aufgesucht.
Hat nicht viel mehr...
Buckingham die Soutane getragen?
Was? Wovon sprecht Ihr?
(Rascheln)
Wovon ganz Paris spricht.
Hat Euch der Kardinal diese Niederträchtigkeit zugetragen?
(Louis) Wen kümmert's?
Ihr antwortet nicht?
Was wirft mir diese Schlange vor?
Dass Ihr...
dem Engländer Euer Diamantcollier geschenkt habt.
(Königin) Bitte schön.
Öffnet die Schatulle.
Wenn Ihr so wenig Vertrauen zu mir habt.
Nur zu.
Überprüft das.
Zeigt mir, wie gering der Respekt ist,
den Ihr mir entgegenbringt.
Da das Wort Eurer Gemahlin weniger wert ist als das eines Beliebigen.
(beklemmende Musik)
(Königin) Na los.
Sehr gut. Bringen wir die Gerüchte zum Schweigen.
Kommenden Samstag bei der Hochzeit von Gaston tragt Ihr dieses Collier.
Sehr wohl.
Sire, wenn das Euer Wunsch ist.
Und was Euren Musketier angeht...
Er hat eine Gräfin getötet.
Er wird enthauptet.
Das ist ebenso mein Wunsch.
(Richelieu) Ihr brecht heute Abend nach London auf.
Findet Euch beim ersten Ball ein, den der Herzog besucht.
Er wird das Collier bei sich haben.
(Milady) Er ist einer der bestgeschützten Männer Englands.
Es wird also wohl äußerst teuer.
Geht zu meinem Schatzmeister und lasst euch bezahlen.
Ihr bekommt das Doppelte,
wenn Ihr vor Gastons Hochzeit wieder zurück seid.
(entfernter Baulärm)
Der König hat seinen Musketier nicht begnadigt.
Sein eigenes Schicksal beschäftigt ihn mehr als das seiner Männer.
Ich bin wie er.
Enttäuscht mich nicht.
Ich bedauere, dass ich dieser Hinrichtung nicht beiwohnen kann.
Bringt mir das Collier zurück.
Und Ihr werdet der Hinrichtung der Königin beiwohnen.
(tragische Musik)
(dumpfer Baulärm)
Wir können das nicht zulassen.
Niemand darf anstelle des Königs Recht sprechen.
-Und niemand darf sich ihm entziehen. -Er ist unschuldig.
Es ist zu spät.
Wir können nichts für Athos tun.
(schwermütige Musik)
(Athos) Meine lieben Freunde, seid nicht traurig.
Es ist ein schöner Tag zum Sterben.
Ich habe alles gegeben zu Lebzeiten, der Tod kann mir nichts mehr nehmen.
(Rasseln)
Aramis, ich hinterlasse dir meinen Rosenkranz.
Ich bin sicher, du weißt ihn zu nutzen.
Porthos, ich hinterlasse dir meine Uhr.
Ich weiß, sie gefällt dir.
D'Artagnan,
dir, den ich nicht das Glück hatte, gut zu kennen,
dir hinterlasse ich meinen Degen,
da ich weiß, du kannst mit ihm umgehen.
Wir waren die drei Musketiere.
Und dank dir, d'Artagnan,
bleibt ihr es.
Meine Freunde, ich gehe leichten Herzens,
erhobenen Hauptes und stolz, an eurer Seite gekämpft zu haben.
(ergreifende Musik)
Adieu. Es lebe der König.
Und es lebe Frankreich.
(Tür wird verriegelt)
(Hufgetrappel)
(Rufe)
(Schuss)
(Schüsse)
(Kampflaute)
(Schüsse)
(Mann) Zurück!
(Knall)
(Athos stöhnt)
(entfernter Männerchoral)
Aus dem Weg!
Das ist Aufruhr. Ich hatte es verboten.
Ich schwöre bei meinem Leben und dem der anderen,
wir haben nichts damit zu tun.
Es gibt nur einen, der solche Risiken eingehen könnte, um Athos zu retten.
(er stößt Luft aus)
Benjamin.
Benjamin.
Ich wusste, wir sehen uns in der Hölle wieder.
Brandicourt. Saint-Blancard.
Dein Bruder überzeugte uns, dass du es wert bist.
Ich hätte nie gedacht, so froh zu sein, euch wiederzusehen.
Lieder der Katholiken? Seid ihr konvertiert?
(Männerchoral)
Um einen Feind zu bekämpfen, sollte man ihn gut kennen.
(er lacht)
Benjamin de la Fère, der Bruder von Athos.
(Porthos) Rechte Hand von Saint-Blancard.
-Wer ist das? -Er führt die Rebellen an.
(Rumpeln, Hufgetrappel)
(de Tréville) Was gibt es, Capitaine?
Ein Erlass des Kardinals von Richelieu.
Schließt die Tore!
(Männerchoral)
Da du kein Katholik wurdest, wollte man deinen Protestantenkopf abhacken.
Tréville konnte nichts für dich tun, wie auch dein König.
Es liegt an Richelieu. Er allein regiert das Land.
Wir gründen eine protestantische Republik.
Sie wird autonom sein.
Schließe dich uns an. Schließe dich den deinen an.
Wir treffen das Königreich ins Herz.
Der Krieg rückt näher. Entscheide dich.
(unheilvolle Musik)
Man klagt uns an, Athos befreit zu haben.
Niemand bewegt sich von hier.
Ruhe!
Ich werde dem König unsere Sache vortragen.
Aramis, Porthos, De Quillac und Bercquet.
Schießt auf den Ersten, der sich rührt.
Uzan und Ventadour, ihr kommt mit.
Die Quarantäne gilt nur für Musketiere. Geht heim, d'Artagnan.
(spannungsvolle Musik)
Nicht stehen bleiben.
Folgt mir.
Nach England?
(Constance) Ihr seid meine letzte Hoffnung.
Der Kardinal wird alles tun, um die Königin zu stürzen.
Viel Glück, aber ich bitte Euch, seid vorsichtig.
Eure Hoffnung ist mein Befehl. Ich reite sofort los.
Wartet. Nehmt das mit...
auf Eure Reise.
Ich werde bereits großzügig belohnt.
Gelingt es mir, werdet Ihr mich vielleicht lieben.
Keine Sorge.
Ich komme mit dem Collier zurück.
(treibende Musik)
(kämpferische Musik)
(kämpferische Musik klingt aus)
(Knacken)
(Klirren)
(Knacken)
(unheilvolle Musik)
(Kampflaute)
(d'Artagnan brüllt)
(er keucht)
(er stöhnt)
(er keucht)
Athos?
So kämpft Ihr also mit meinem Degen?
Wie habt Ihr mich gefunden?
-(Athos) Mademoiselle Bonacieux. -Hm.
Hüte dich vor den Frauen, sie sind schlimmer als Gewehre.
Habt Ihr nie geliebt?
Sieh dich um. Alles Elend kommt von ihnen.
Ich will nicht glauben, dass...
die Liebe uns immer den schlechtesten Weg wählen lässt.
Lass mich dir eine Geschichte erzählen.
Die Ihr erlebt habt?
Nein.
Ein enger Freund. Ist lange her. Ein junger Graf.
Als er auf seinem Land unterwegs war, begegnete er einer jungen Frau.
Sie gefiel ihm nicht nur,
er war wie von Sinnen.
Sie war so schön, so rein.
Er hätte sie verführen, sogar nötigen können.
Obwohl er im Krieg war, hatte er das Herz eines...
Edelmanns.
Und war aufrichtig.
Sie hasste Menschenansammlungen und die mondäne Welt.
Also heirateten sie im Geheimen.
Ohne ihre Familien.
Und so lebten sie zusammen mehr als ein Jahr.
Zurückgezogen, alleine auf der Welt.
Sie waren glücklich.
So glücklich...
dass es ein Ende nehmen musste.
Dieser junge Graf hatte einen Bruder.
Der seinerseits kurz davor stand, sich zu verheiraten.
Dem Grafen war es unmöglich, der Hochzeit fernzubleiben.
Und diesmal war seine junge Gemahlin einverstanden, ihn zu begleiten.
Als er seinem Bruder seine Frau vorstellte...
wurde dieser bleich.
Er glaubte, in der Schönen eine Frau zu erkennen, die er aus Paris kannte.
Abends in ihrem Zimmer...
beichtete die Schöne die Wahrheit.
Sie war die Frau, die der Bruder erkannt hatte.
Das heißt... sie war es nicht mehr.
Sie war auf der Flucht.
Als 15-Jährige mit einem Marquis verheiratet
erfuhr sie die schlimmsten Misshandlungen.
Und eines Abends, als sie ihm verweigerte, was er wollte,
hat sie sich verteidigt.
Und ihn getötet.
Voller Angst und überzeugt von einer Verurteilung, ergriff sie die Flucht.
Unter falscher Identität begann sie dieses Leben voller Lügen.
Aber was machte der Graf?
Der Graf?
Der Graf war ein großer Gutsherr.
Auf seinen Ländereien oblag es ihm daher, zu richten.
Und da ihm seine Titel und seine Stellung wichtig waren...
Aus dem Grund übergab er die Flüchtige...
der Justiz, sie wurde verurteilt...
gebrandmarkt...
und gehängt.
(Frau schreit)
(sie schreit)
(dramatische Musik)
(Stimmengewirr)
(d'Artagnan) Und?
Hier sind genug Soldaten,
um auf einen Kreuzzug bis Jerusalem zu gehen.
„Please“. Das reicht aber nicht, oder?
Damit schon, denke ich.
(es läuft feierliche Musik)
(Jubel)
(Beifall)
(unheilvolle Musik)
(es läuft heitere Barockmusik)
(englisch) Ich erkenne Ironie in der Wahl Eures Kostüms, Sir.
Tatsächlich?
Als Gott der Meere wäre es so einfach,
in Frankreich einzufallen.
(sie lachen)
Kenne ich Euch, Harlekin?
(italienisch) Vielleicht ja...
-Vielleicht nein. -(italienisch) Italienerin?
Ich bin verliebt in Italien.
Aber nein.
(englisch) Seid Ihr Spanierin?
(spanisch) Der Wind ändert sich jeden Tag, ich verändere mich jede Sekunde.
Sie sind viel gereist.
Ich liebe es, neue Länder zu entdecken, mein Prinz.
(englisch) Ich brauche ein Glas.
(bedrohliche Musik)
(treibende Musik)
(englisch) Die Ruhe nach dem Sturm.
Oder vielleicht davor.
(sie lachen)
(englisch) Ihr trinkt wie jemand, der etwas vergessen möchte, Neptun.
Wenn das nur helfen würde...
(Jubel)
(treibende Musik läuft weiter)
(heiteres Gelächter)
(es läuft langsame Tanzmusik)
(unheilvolle Musik)
(sie stöhnt)
(Schuss)
(englisch) Geht nicht fort.
(englisch) Nicht, bitte! Buckingham!
(englisch) Lasst ihn. Ich kenne ihn.
Ich fing gerade an, mich zu amüsieren.
(Stimmengewirr)
(Barockmusik setzt ein)
Stieß der Königin etwas zu?
Auf Befehl des Königs muss die Königin am Samstag
bei der Hochzeit Gastons von Frankreich
ein bestimmtes Collier tragen, das Ihr kennt.
Sein Wille möge geschehen.
(unheilvolle Musik)
(englisch) Du Narr, George!
Bezaubernde Dunkelhaarige, helle Augen, Harlekinkostüm.
(englisch) Ihr kommt mit mir!
(Mann) Haltet sie auf!
(düstere Musik)
(sie atmet zittrig)
(er stöhnt)
(Mann) Hinterher!
(Wiehern)
(packende Musik)
(sie stöhnt)
(er schreit)
(sie stöhnt)
(er atmet stoßweise)
Das Collier.
Ich treffe ständig auf Euch.
Gefalle ich Euch so sehr?
Das Collier.
Für wen arbeitet Ihr, Madame?
Für den Teufel wahrscheinlich.
In Eurem Blick gibt es einen Funken, d'Artagnan.
Aus diesem Funken entfache ich einen Brand, der Euch verschlingt.
Nein!
(dramatische Musik)
(geheimnisvolle Musik)
Eure Eminenz,
das Schiff kam in Calais an, aber sie war nicht an Bord.
(düstere Musik)
Hier entlang, Messieurs.
Dankt unserem Freund.
Die Wege des Herrn sind in der Tat unergründlich.
Seid Ihr bereit für den wichtigsten Moment in Eurem Leben, mein Sohn?
(spannungsvolle Musik)
-(Gaston) Eure Eminenz. -Monsieur.
(Diener) Der König erwartet Euch, Majestät.
(Constance) Es tut mir so leid, Eure Hoheit.
(Mann) Los.
(Stimmengewirr)
Eminenz, habt Ihr meinen Bruder gesehen?
Ja.
Habt Ihr das Gefühl, er hat mir verziehen, dass ich ihn verheirate?
Er macht den Eindruck, als würde er an die Front ziehen.
Er wird lernen, dass die Ehe ein Krieg ist...
Ohne Sieger.
Denn alle triumphieren.
(Tür wird geöffnet)
(düstere Musik)
Eure Hoheit sind von umwerfender Schönheit.
(Louis) Madame.
Wieso tragt Ihr denn gar nicht Euer Diamantencollier?
Ich dachte mir, ich trage es heute Abend auf dem Ball.
(Louis) Ihr habt falsch gedacht.
Geht und holt es.
Aber Euer Bruder erwartet uns.
Soll er warten.
(unheilvolle Musik)
(Stimmengewirr)
(Gemurmel)
Eure Hoheit.
Ein junger Mann verlangt am Diensteingang nach Euch.
Es sei eilig.
Er ist da.
(spannungsvolle Musik)
Sagt mir, dass Ihr es habt.
Ich habe es.
-Hier. -Mein Gott, ich danke Euch.
„Gott“ ist übertrieben, „Geliebter“ reicht.
(lacht) Hört Ihr niemals auf?
-Constance? -Ja?
Ich...
Sagt... Sagt mir...
Dass Ihr mich nicht liebt.
Sagt: „Ich liebe Euch nicht“, und ich verspreche Euch...
(hoffnungsvolle Musik)
Ich wollte nur, dass Ihr schweigt.
Hey.
Ihr hattet recht, Eminenz. Es waren nur Verleumdungen.
Sie verdient nicht meinen Zorn, sondern mein Vertrauen.
(gefühlvolle Musik)
(Louis) Danke.
(rhythmisches Trommeln)
(Stimmengewirr)
(Gemurmel)
D'Artagnan.
-Du bist hier? -Ja.
Wir dachten, du bist tot. Wo warst du?
-In England. Mit Athos. -England.
(bewegender lateinischer Männerchoral)
(Orgelmusik setzt ein)
(feierliche Orgelmusik)
(Männerchoral setzt ein)
(Jubel)
(Keuchen)
(Benjamin) Man muss seinen Feind kennen, um ihn zu bekämpfen.
Wir treffen das Königreich mitten ins Herz.
(bedrohliche Musik)
(Abt) Gaston von Frankreich,
Herzog von Orléans, Valois und Anjou,
wollt Ihr Marie von Bourbon, Herzogin von Montpensier, zur Frau zu nehmen?
Ja.
Marie von Bourbon, Herzogin von Montpensier,
wollt Ihr Gaston von Frankreich,
Herzog von Orléans, Valois und Anjou, zum Mann zu nehmen?
(Marie) Ja, ich will.
(spannungsvolle Musik)
(Abt) Im Namen des Vaters,
des Sohnes und im Namen der Heiligen Kirche...
erkläre ich Euch zu Mann und Frau.
Schütze! Ein Schütze!
(Kreischen)
(Schuss)
(Schuss)
-(de Tréville) Zurück! -(Königin) Nein! Nein!
Die Mönche! Die Mönche!
(Schüsse)
(Schuss)
(Schüsse)
(Kampflaute)
(sie schreit)
(Mann) Zurück! Zurück!
(Athos) Kommt, Sire!
(Porthos) Weg da! Aus dem Weg!
(sie atmet zittrig)
(Donner, Regenprasseln)
Und der Graf Montecler von Auvigné?
(Richelieu) Tot seit zwei Tagen, Sire.
Und Beaulieu von Verricourt?
Verwundet an der Schläfe. Er wird nicht überleben.
Die Gefangenen?
Achille Brandicourt und Nicolas Beaumont.
Protestantische Rebellen aus La Rochelle.
Wir entschlüsseln gerade Briefe,
die wir bei ihnen fanden.
Ich werde sie persönlich verhören,
und sie werden ihre Komplizen verraten.
Ich zähle auf Eure Talente als Beichtvater, Eminenz.
(unheilvolle Musik)
Bereitet die Truppen für La Rochelle vor.
Sie wollen meinen Frieden nicht.
Sehen wir, ob sie den Krieg vorziehen.
Die Stadt wird uns gehören, nicht den Protestanten.
Ich werde erwartet.
(hoffnungsvolle Musik)
Für außergewöhnliche Verdienste...
um die Krone Frankreichs...
ernenne ich Euch, Charles d'Artagnan...
zum Leutnant der Kompanie der Musketiere.
Ich werde mich dieser Ehre würdig erweisen, Eure Majestät.
Armand de Sillègue d'Athos d'Hauteville,
Graf de la Fère...
Ich verdanke Euch mein Leben, Monsieur.
Und mit dieser Geste gebe ich Euch Eures zurück.
Ihr seid hiermit begnadigt und werdet sofort
wieder in die Garde der Musketiere aufgenommen.
Das Leben, das Ihr mir schenkt,
werde ich gern aufs Neue für Euch verlieren, Sire.
Ihr könnt Euch erheben.
Messieurs, das sind die berühmten drei Musketiere...
die nun zu viert sind.
(Mann) Bravo!
(Jubel und Applaus)
(Mann) Es lebe der König!
Es lebe die Königin!
(gefühlvolle Musik)
Eure Majestät.
D'Artagnan.
Ich kann Euch keinen Titel schenken.
Nur meine ewige Dankbarkeit.
Das ist das schönste Geschenk, das man mir machen kann.
Nein. Unter Einsatz ihres Lebens war Constance Bonacieux meine Botin.
Heute ist es an mir, die ihre zu sein.
Sie erwartet Euch um 10 Uhr heute Abend
in der Auberge du Chapeau Rouge.
Verspätet Euch nicht, Musketier.
(Constance) Ich bin fertig. Du kannst zu Ihrer Majestät.
(Chalais) Also keine Sorge.
Wir sind dem Problem gewachsen. Glaubt mir.
(Mann) Es wird uns gelingen,
den Hass gegen Protestanten weiter zu schüren.
(Chalais) Alles geschieht wie vorgesehen.
Jeder Protestant erscheint als das, was er ist:
ein Verräter.
Aber der König kann nicht immer dem Tod entgehen.
Er ist von nun an in Eurer Hand.
Ihr habt Euren Krieg. Bald habt Ihr das Land.
(Mann) Sorgt Euch nicht um die Gefangenen.
Unser Freund kümmert sich darum.
(Chalais) Durch Gottes Gnade hat Eure Stunde geschlagen, Maître.
(unheilvolle Musik)
(bedrohliche Musik)
(sie schreit)
(Constance schreit)
(Constance) Lasst mich los!
Hilfe!
D'Artagnan!
-Nein! -(d'Artagnan) Constance!
(Constance) Helft mir!
(spannungsvolle Musik)
Nein!
(er ächzt)
(dramatische Musik)
(düstere Musik)
(schwermütige Musik mit Beat)
Eure Eminenz.
Jetzt, da ich Eure Wünsche hinsichtlich Eures Feindes kenne,
erlaubt mir ein Wort über meine.
Von wem sprecht Ihr?
Von den Musketieren.
(unheilvolle Musik)
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